—— ů— N ö las 1867. Samstag den 10. August. 94. Anzeiger für Ol serhesse 4 Enthält die amtlichen Erlasse sür den Kreis Friedberg. 7 Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Vornahme der Feuervisitatton für das Jahr 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unsere Verfügung vom 25. Juni d. J., Nr. 75 des Anzeigers für Oberhessen, bringen wir wiederholt bei Meidung der Abholung zur sofortigen Erledigung in Erinnerung. Bekanntmachung. Friedberg den 6. August 1867. Trapp. 1199 Der zur Vornahme der Zusammenlegung und neuen Feldeintheilung„in dem kleinen Wartfelde,“ Gemarkung Friedberg, von dem Geometer und den drei gewählten Sachverständigen ausgearbeitete Entwurf ist von den Mitgliedern der Commission am heutigen ange— nommen worden, und wird derselbe nunmehr nach Vorschrift des Art. 21 des Gesetzes vom 24. December 1857, die Zusammenlegung der Grundstücke, Theilbarkeit der Parzellen und Feldwege-Anlagen betreffend, nebst dem, über die Berathung aufgenommenen Protocolle und den sonstigen erwachsenen Akten auf dem Büreau der Großherzoglichen Bürgermeisterei Friedberg während einer Frist von drei Monaten zur Einsicht der Betheiligten unter dem Bemerken offen gelegt, daß etwaige Reclamationen in dem Termin Donnerstag den 29. August l. J., von Morgens 9 bis 12 Uhr, vorgebracht werden können, von den in diesem Termine Nichterscheinenden aber in Gemäßheit des Art. 22 des genannten Gesetzes ange— nommen wird, daß sie mit dem Entwurfe der Zusammenlegung und neuen Feldeintheilung einverstanden seien. Friedberg den 13. Mai 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. Die„Darmstädter Zeitung“ berichtet: Sicherem Vernehmen nach ist die Ratification des Postvertrags von Seiten der königlich preußischen Regierung nunmehr hier einge— troffen. — 6. August. II. Kammer. Abends 10 Uhr erst ging die Kammerverhandlung über die Eisenbahn⸗Frage zu Ende. Die Kammer lehnte mit allen gegen 14 Stimmen das Aner- bieten der Ludwigsbahn, resp. Verkauf der Main⸗Neckar⸗Bahn ab; ebenso verwarf sie das Project der Taunusbahn in seiner jetzigen Form mit allen gegen 18 Stimmen, hält jedoch weitere Verhandlungen für wünschenswerth. Mit allen gegen 4 Stimmen spricht sich die Kammer für den Bau der oberhessischen Bahnen nöthigenfalls mit 3½% Zinsengarantie aus. Der Bau der Offenbach⸗Hanauer Bahn auf Staatskosten wird gegen eine Stimme besür⸗ wortet, die Odenwaldbahn Dieburg⸗Groß⸗ Umstadt⸗Höchst(nöthigenfalls mit Staats- ubvention) mit allen gegen 15 Stimmen beschlossen und der Bau der Bahn von Worms an die Bergstraße gegen 8 Stimmen genehmigt. Für den Ausbau der rheinhessischen Bahnen erklärt sich die Kammer bereit, eine Subvention „on 1½ Millionen zu gewähren. Auf den An- trag Edinger's soll der Bau der Starken⸗ burger Bahnen nöthigenfalls auf Staatskosten unternommen und die deßfallsige Vorlage bis zum Herbst gemacht werden. — 8. August. II. Kammer. Die Regie⸗ rung legt den Postvertrag mit Preußen vor und verlangt 19,000 Gulden für Anschaffung von Tasernenrequisiten. Keil interpellirt wegen Aus⸗ qahlung der Requisitionen der preußischen Truppen m Vorjahr. Die Errichtung eines Nebenzollamts 1. Classe in Bensheim wird genehmigt. Auf ger Tagesordnung steht der Antrag des Abgeord⸗ teten Edinger, die Aufhebung der Gesetze von 847 und 52, die Verehelichungsbefugniß betref⸗ end, welcher von dem Ausschuß zur Annahme ampfohlen ist. Kritzler erklärt sich mit dem Antrag einverstanden, welchen Edinger mit Zinweis auf die nunmehr gänzlich veränderten Zerhältnisse zu rechtfertigen sucht. Kraft ist hegen die Aufhebung der betreffenden Gesetze, da lieselben unsern Verhältnissen vollständig entspre⸗ dend seien. Zimmer bestätigt, daß das Gesetz inen Zweck nicht erfüllt und nur wilde Ehen lervorgerufen hahe. Hunsinger geht von der Ansicht aus, daß der Gemeinderath wohl die Verehelichung, nicht aber die Kindererzeugung verhindern könne und stimmt daher für den An- trag. Auch Keil spricht sich mit Rücksicht auf den gestiegenen Arbeitslohn dafür aus. Fink erklärt sich für den Antrag aus volkswirthschaft⸗ lichen Gründen. Die Abgeordneten Wad sack, Soldan und Rieß wünschen gleichfalls Auf- hebung der betreffenden Beschränkungen. Edin⸗ ger macht noch darauf aufmerksam, daß diese Gesetze viele Arbeitskräfte aus dem Lande getrie— ben und den Wohlstand geschädigt hätten. Hall- wachs vertheidigt den Ausschußantrag und weist auf die Auswanderung hin, welche ihren Grund mit in der erschwerten Verehelichung finde. Die Kammer nimmt den Antrag mit allen gegen 4 Stimmen au. Weiter beschließt die Kammer, nachdem der Abg. Dumont den ßprincipiellen Unterschied zwischen den Beschlüssen der ersten und zweiten Kammer hervorgehoben, den Dumont'schen Antrag, die Revision des Wahlgesetzes betreffend, in einer gemeinsamen Adresse der Regierung zu überreichen. Der bekannte Warburg in Mainz richtet in einer Vorstellung ein Gesuch an die Kammer, sein von der Intendantur des Civil arresthauses zu Mainz vorenthaltenes Eigenthum ihm auszuliefern; die Kammer beschließt, dem Gesuche Folge zu geben. Schließlich werden für Herstellung des Justizpalastes zu Mainz 20,000 fl. verwilligt. N — Von Bensheim wird gemeldet, daß der dortige Kreisrath v. Rüding einem langwierigen Leiden erlegen ist. * Friedberg. Der„Darmstädter Zeitung“ vom 8. August liegt als Extrabeilage der Vertrag zwischen der Großherzoglich Hessischen und der Königlich Preußischen Staatsregierung wegen des Postwesens bei. Derselbe besteht aus 16 Para- graphen und einem Schlußprotoeoll und ist vor⸗ behaltlich der Zustimmung der Stände des Groß- herzogthums und des preußischen Landtages ab- geschlossen. * Gießen. Die Vorlesungen auf der Großherzoglichen Landes-Universität im Winter- halbjahr 1867— 68 nehmen am 4. November ihren Anfang und beginnt die Immatriculation am 28. October. Das Verzeichniß der Vorlesungen ist in Nr. 218 der Darmstädter Zeitung näher angekündigt. b Preußen. Berlin. Der König hat seine Reise nach der Schweiz definitiv aufgegeben und wird, anstatt nach Ragatz, wahrscheinlich in's Seebad Ostende gehen. — Die unter dem Vorsitze des Ministers Grafen Eulenburg abgehaltenen Berathungen der hannöverischen Vertrauensmänner ha⸗ ben nunmehr ihr Ende erreicht, nachdem in den Tagen vom 29. Juli bis 3. August im Ganzen sieben Sitzungen stattgefunden. Die officiösen Organe zeigen sich überaus zufriedengestellt mit dem Resultate der Berathung und constatiren das gute Einvernehmen der preußischen Regierung mit den einberufenen Vertrauensmännern, sowie die Absicht der Ersteren, dem Gutachten der Ver— sammlung„die cingehendste Erwägung und wohl- wollendste Berücksichtigung“ zu Theil werden zu lassen. Kassel. Der Geheimerath und Regierungs- Präsident von Hanau Freiherr Wilhelm Schenk zu Schweinsberg ist auf seinem Landsitze zu Schweinsberg am 3. ds. nach längerem Kranksein gestorben. Er war bereits in Berlin erkrankt, wo er als Abgeordneter zum Reichstage des nord⸗ deutschen Bundes den 8. kurhessischen Wahlkreis (Hanau-Gelnhausen-Orb) vertrat. Sachsen. Dresden. Am 3. August wurde dahier das dem verstorbenen König Fried rich August gesetzte Monument in Anwesenheit des königlichen Hofes, der Minister ꝛc. enthüllt. Bayern. München. Graf Hegnen⸗ berg-⸗Dux soll für den baperischen Gesandt- schaftsposten in Berlin bestimmt sein. Baden. Mannbeim. Es war die Rede davon, daß der internationale Friedens ⸗Con⸗ greß in unserer Stadt abgehalten werden sollte. Ein soeben versandtes Circular des Central-Co- mité's zeigt jedoch an, daß der Congreß unwider— ruflich am 9. September d. J. zu Genf statt⸗ finden wird. N Oesterreich. Wien. Der Sultan hat sich hier überaus großmüthig benommen. Außer unzähligen Decorationen, Tabatidren, Ringen, Uhren u. dergl. und den den Stadtarmen gewid⸗ meten 10,000 fl., wurde für wohlthätige Zwecke die bedeutende Summe von 60,000 fl. gespendet; dabei wurden die Arrien der türkischen Juden⸗ und Griechen Gemeinden insbesondere bedacht. Die Hofdienerschaft, welche in Schönbrunn den Dienst hatte, erhielt ein Geschenk von 20,000 fl. Großkreuze des Medschidje⸗Ordens in Brillanten und außerdem reich mit Brillanten geschmückte Tabatiéren erhielten der Oberst-Kämmerer Graf Diel III. von Ober⸗Wöllstadt, Crenneville, der Oberststallmeister Graf Grünne, der Obersthofmeister Fürst Hohenlohe, der Oberst⸗ Ceremonienmeister Landgraf von Fürstenberg, der Oberstküchenmeister Graf Wratislaw. Der os⸗ manische Botschafter Haidar Effendi erhielt gleich— falls das Großkreuz des Medschidje⸗, sowie vom Kaiser das Großkreuz des Leopold Ordens. Fuad Pascha erhielt das Großkreuz des Stephan⸗Ordens in Brillanten, Freiherr v. Beust das Großkreuz des Medschidje-Ordens, gleichfalls in Brillanten. Schweiz. Bern. Der preußische Ge⸗ sandte in der Schweiz zeigt dem Bundesrathe an, daß der König von Preußen auf seinen Be⸗ richt und auf den Antrag der Ministerien der auswärtigen und der geistlichen Angelegenheiten den preußischen Unterthanen den Besuch der Uni⸗ versitäten in Zürich und Bern allgemein wieder gestattet hat.. Frankreich. Paris. Die General rathswahlen sind vollzogen und fielen 450 auf Regierungs⸗Candidaten, nur 21 gehören der Opposition an. — Am 17. ds. soll das internationale Bankett der Aussteller stattfinden und hofft man, daß der Kaiser daran Theil nehmen wird. Es werden deßhalb großartige Vorbereitungen getroffen und wird das Fest aus einem Bankette, einem militärischen Concerte, einem Carroussel, einem Umzuge und einer Vorstellung bestehen. — Die Nachrichten, ob eine Zusammenkunft des Kaisers Napoleon und des Königs von Preu⸗ ßen zu Stande kommt oder nicht, sind sehr wider- sprechend. Einige Blätter erklären bestimmt, daß eine Zusammenkunft nicht stattfinden werde, andere wollen eben so bestimmt wissen, daß sich die bei⸗ den Monarchen in Baden-Baden begegnen würden. Belgien. Der Norddeutsche Bund ist kürz⸗ lich in Antwerpen Gegenstand einer festlichen Demonstration gewesen, als in dem dortigen Ha⸗ fen das erste Schiff mit der neuen Bundesflagge einlief. Die in Antwerpen wohnenden deutschen Kaufleute und Schifffahrts⸗Verwandten hatten sich zu einem Bankett vereinigt, auf dem mancherlei Trinksprüche auf den neuen Bund und stine Ein⸗ richtungen ausgebracht wurden. Türkei. Constantinopel. Der Sul⸗ tan ist am 7. ds. Morgens 9 Uhr wieder hier eingetroffen; die ganze Stadt war festlich geschmückt; an demselben Abend fand eine Beleuchtung des Bosporus statt. Amerika. Ueber das Schicksal des franzö⸗ sischen Gesandten in Mexico ist man noch immer im Ungewissen. Auch über dem Loos des belgischen Ge⸗ * sandten in Mexico, des Herrn Bloudeel de Cullen⸗ broeck, schwebt ein großes Dunkel. Die Regierung läßt durch eine ihrer officiösen Federn erklären, er habe sich vor zehn Monaten nach Europa ein⸗ geschifft, aber Niemand weiß, wo er weilt. Nauheim. Dem„Frkft. Beob.“ wird von hier ge— schrieben: Bei einem Besu ge des seiner Vollendung ent⸗ gegengehenden neuen Badehauses sahen wir in dem, großen Bade⸗Wartesaal die von Hru. Maler Wilhelm Beer aus Frankfurt in Oelfarben gemalten herrlichen Plafond Decorationen, welche in drei Medaillons, die lebensgroßen Bilder der drei Elemente, Feuer, Wasser und Luft(in sinnbildlicher Weise die Entstehung des Sprudels an⸗ deutend) darstellen. Es sind dies höchst effectvolle, in warmen Tönen, mit großem Farbenreichthum ausgeführte Arbeiten. Ein anderes, sehr gelungenes Werk desselben Künstlers, die dem Meere entsteigende Venus darstellend, ebenfalls in Oel gemalt, ziert den für den Großherzog reservirten Salon. Die übrigen Decorationen und Male⸗ reien des Wartesaals, weiche sich durch Geschmack und Eleganz auszeichnen und in keinerlei Weise ähnlichen Pariser Arbeiten nachstehen, sind aus der geübten Künstler⸗ hand des Hrn. Maler G. Hieronymus von Friedberg hervorgegangen. Darmstadt. Als Curiosum wird gemeldet, daß ein hessisches Kreisamt im betr. offiziellen Anzeigeblatt ein Ausschreiben erlassen hat, worin es unter der Rubrik: „die Vertilgung der der Landwirthschaft schädlichen Vögel betr.“ die Vertilgung der Kornhamster in Anregung bringt. Wie werden sich die edlen Hamster der Rang⸗ erhöhung, der Versetzung unter die Vögel, freuen! Lorsch. Darmstädter Blätter entnehmen wir die interessante Mittheilung, daß im Auftrage der Großherzog⸗ lichen Handelskammer in Darmstadt Herr Fabrikant Wenk von da eine Zählung der an hiesigem Platze befindlichen Cigarrenarbeiier vorgenommen hat und die Zahl derselben (einschließlich der Sortirer, Ausripper und Wickelmacher) 715 beträgt. Eine angestellte Durchschnittsberechnung er⸗ gab, daß wöchentlich mehrere Tausend Gulden Arbeitslohn ausbezahlt werden. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß der größte Theil dieses Belrags im Orte selbst umgesetzt wird und daß in allen Schichten der hiesigen Bevölkerung dies eine wesentliche Grundlage zum aufblühenden Wohl⸗ stande äußert. Natürlich würde ein bedeutender Strich durch die Rechnung gemacht, wenn die projecticte Tabaks⸗ steuer, eine Folge des abgeschlossenen Zollverbandes, in Wirklichkeit zur Anwendung käme. Lindenfels. Die„Hess. Volksbl.“ berichten: Am letzten Mittwoch fand hier zum erstenmal eine vereinigte Conferenz der katholischen und evangelischen Lehrer des Kreises Lindenfels statt, die von dem größten Geist der Duldung getragen war. Die zahlreich besuchte Versammlung wurde durch den Gr. Kreisrath Röhmheld von Lindenfels eröffnet, die Debatten durch die Mitglieder der Kreisschul⸗ commission, evang Dekan Marchand von Lindenfels und kathol. Pfarrer Hinkel von Ober⸗Absteinach gelettet. Haupt⸗ gegenstand der Berathung war die Frage, wie man straf⸗ baren Schulversäumnissen am wirksamsten begegne, worüber Lehrer Hackleb von Birkenau einen längeren Vortrag hielt. An der Discussion betheiligten sich vorzugs weise Pfarrer Schmitt von Fürth, die Lehrer Plank von Linden⸗ halten und eine dritte gemeinschaftliche stattfinden solle. Nach dem Schlusse der Berathungen versammelten sich die Theilnehmer zu einer geselligen Vereinigung in dem Gast⸗ hof zur Harfe. Mainz. Neulich wurde ein in Worms verhafteter Landstreicher eing Geld fand. Pfeddershe sich dahier ein neunjähriger Knabe. Oerselbe hatte früher einen Menschen an einem Baume hängen sehen und hat sich seither mit dessen Tod viel zu schaffen gemacht; es scheint als hätte er mit dem Hängen auch einmal einen Versuch machen wollen. 2 Neue Methode der Kleeheubereitung. Die Zeitschrift der landwirthschaftl. Vereine des Groß⸗ herzogthums Hessen berichtet über eine neue Methode der Kleeheubereitung, welche in Folgendem besteht: Der Klee wird gemäht, wenn der obere Theil der Blüten vollständig entwidelt ist, ble und wird dann nichts von den H Futters haben. Auf Befragen erklärte er, er habe mit Reibenbach zusammengesessen und dieser ihm den an Müller Zahn verübten Raubmord zugestanden. Wackenbruch bei Nack habe er 1500 fl. vergraben. Reiden⸗ bach habe ihm zugemuthet, das Geld zu heben, nach Amerika zu gehen und dort an den Landesfürsten zu schreiben, er sei der Mörder. die mit dem Landstreicher an Ort und Stelle war, fand wirklich 1500 fl. vor, so daß von den entwendeten 4000 fl. jetzt 2000 fl. beigebracht sind. Bunde werden zusammengesetzt; das obere Gebund wird etwas schwerer gemacht als die übrigen, damit der Wind jährigen Erfahrung soll diese Art der Heubereitung die billigste und die am wenigsten zeitraubende sein; auch soll der stärkste Regen keinen Einfluß auf die Qualität des ebracht, bei dem man 100 fl. baares In dem Eine Gerichtscommission, im. Vorigen Sonntag Abends erhängte ibt bis nach erfolgter Abwelkung liegen in Bunde gebunden. Je zehn dieser aufen fortführen kann. Nach einer drei⸗ Southampton ab angekommen. Das wohlbehalten in Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Posidampffchiff„Cimbria“, Capt. Trautmann, welches am glücklichen Reise von Bremer G. Ernst, welches nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen 20. Juli von Hamburg via ging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen 10 Tagen wohlbehalten in New⸗Pork Postdampfschiff„Amerika“, Capitain am 20. Jull von Bremen abging, ist New⸗Pork angekommen. f wir mit vollem hiesigen kunstlie durch kunstvolle fels, Frühauf von Ober⸗Kainsbach. Beschlossen wurde, daß jede Confession jährlich 2 getrennte Conferenzen ab⸗ unterscheiden. Jas mechanisch-bewegliche Weltmuseum des Herrn Glaser, das derselbe auf der Freiheit dahier in einem Riesen⸗Salon⸗Wagen, der an sich schon etwas Interessantes und Merkwürdiges ist, aufgestellt hat, können Sehenswerthes bestens empfehlen. Die Darstellungen vom Kriegsschauplatze in Böhmen sind nicht allein duch ihre naturgetreue Zeichnung, sondern auch durch wirklich schöne Malerei beachtenswerth. Auch die Tableaux zeichnen sich durch die täuschende Beweglichkeit der Figuren aus, wodurch denselben gleichsam Leben eingehaucht wird, so daß man beinahe nicht im Stande ist, Kunst und Natur hier zu Rechte und aus eigner Anschauung dem benden Publikum als etwas wirklich und finnreiche Mechanik, und besonders Cdictalladung. f 1246 Bekannte und unbekannte Gläubiger des Philipp über dessen Vermögen CToncurs erkannt ist, haben Ansprüche jeder Art an dasselbe: Mittwoch am 21. August d. J., Morgens 9 Uhr, zu liquidiren, gegenfalls sie von der Masse ausgeschlossen sind. In demselben Termin oll über Bestellung und etwasge Verpflichtung eines Masse⸗ curators, Ernennung eines Gläubiger⸗Ausschusses und Veräußerung der zur Masse gehörenden Immobtlien Preise von 12 kr. abgegeben. Grube Weckesheim den 8. August 1867. Brannkohlen- Verkauf. 1881 Von beute ab wird auf hiesiger Grube bis auf Weiteres der Centner Holzkohlen zu dem ermäßigten Fürstliche Bergverwaltung K r b Bekanntmachung. Beschluß gefaßt werden. Nicht persöhnlich erscheiuende oder nicht durch Special; bevollmächtigte vertretene Gläubiger werden in jenen Bezlehungen als der Mehrheit der eine deßfallsig: Erklärung selbst abgebenden Gläubiger betretend angesehen. Friedberg, am 10. Mat 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Jagdverpachtung 1869 Montag den 26. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll die der biefigen Gemeinde zustehende Feld: und Gemeindehaus dahter an die Meist⸗ Waldjagd auf dem bletenden verpachtet werden. Hoch⸗Weisel am 7. August 1867. Großherzogliche e Hoch⸗Weisel t e. 1836 Mitiwoch den 21. August d. J., Morgens 10 Uhr, foll die im Orte Reichelsheim gelegene, dem Großb. Figcus gebörige Hofraithe, welche seither als Amts- dienerwohnung und Gefängniß benutzt wurde, in dem Gasthause des Herrn Conrad öffentlich an den Meist⸗ bietenden versteigert werden. Das Anwesen besteht in einem zweistöckigen Wohn bause nebft kleinem Stall und Hofraum in der sog. Heingraße lt. Stockbuch Nr. 6857 2 6 Ruthen 59 Schuh und in einem Garten beim Haus lt. Stockbuch Nr. 6858= 1 Ruthe 82 Schuh groß. Die deßfallfigen Bedingungen können bei Bürger⸗ meisterei Reichelsheim und auf unserem Bureau ein⸗ gesehen werden. Frledberg am 1. Augufl 1867. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck O bstverstei gerung 1873 Montag den 12. d. M., Mittags 2 Uhr, sollen die Birnen an den Bäumen auf der Staalsstraße von Friedberg nach Homkurg zunächst bei Friedberg und um Ort und Stell Käse- Offerte. 1773 Emmenthaler⸗, Schweizer⸗, Nahm⸗ und e Limburger⸗Käse eigener Fabrikation in der Schweiz 3½ Uhr die hinter Ober⸗Rosbach, an öffentlich meifibietend versteigert werden. Friedberg ven 8. August 1867. eee e e Friedberg e u ß. und in Batern empfehle ich dei Abnahme von mindestens 25 Pfund äußerft billig Neinhold Heydecke, Frankfurt a. M., Brückhofftraße Nr. 20. Güt Flur. Nr. e r. er⸗Versteigerung. 1882 Dienstag den 13. August d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Rathbause auf freiwilligen Anttag der Ehefrau des 1 Engel, zu Nie ein derselben zustehendes Grundsk ftr. 005 12. 253. Acker an der Warte, öffentlich metfibietend versteigert und bei annehmbarem Gebot die Genehmigung alsbald ertheilt werden. Friedberg den 8. August 1867. Nie Frtedberg. d* Lehrers Schwarz, geborene Gemarkung Friedberg. Der dienstälteste Gerichtsmann Fouc ar. Immobdtlien, werkstätte in Zuschlag alsba Friedber Hofraithe⸗ Acker im Ellern dietend versteigert und det annehmbaren Geboten der Bürgers und Feilenbauers demselben dahter zustehenden nämlich: eine Hofratthe mit Schlosser⸗ der Vorstadt zum Garten, sowie ein abzugsvalber nochmals öffentlich meist ⸗ ld ertheilt werden. g am 8. August 1867. 1 e Friedberg d 5 b 1691 Der dienfiälteste Gerichtsmann Fouc ar. und Güterversteigerung. 1 less Montag den 12. August d. J. Vormittag, 11 Ubr, sollen in hiesigem Ratbhaufe auf wiederholt freiwilligen Antrag des Pbtlipp Schuchmann die 1706 Obie Prämien!“ Ptosr heilung jed Dife 1788 Die meinem che daß dieselbe an eine gul Brei Nor Poe 1797(stanz flaches und Dach gewäh gewoͤhnliche Tho g 1551 aller 3 N Rrparat 1 1701 burg v. d. II., empfiehlt ihre Badesalze etc. hiermit bestens Preislisten franco gegen franco. Die Mineralwasseranstalt von Carl Henrich, Allecbhaus, Hom- Fabrikate, als: Selters-& Sodawasser, diverse Limonades gazeuses, Limonaden- und Himbeerensyrup;, Apfelwein- Champagner, Dampfmaschinen 1582 in allen Dimensionen, Einrichtung von Dampfsägewerken, Brauereien und Brennereien nach den neuesten Systemen, landwirthschaftliche und Haushaltungs— Maschinen zu den verschiedensten Zwecken „Fin verbesserten und neuen Constructionen empfehle billigst unter den ausgedehntesten Garantien und günstigen Zahlungsconditionen. Zeichnungen und Preislisten stehen auf Verlangen gerne zu Diensten. Gießen. Georg Nenzel, Maschinenfabrik. Magdeburger Lebensversicherungs- Gesellschast. Landes herrliche Genehmigung vom 19. December 1855. Grundeapital: 1796 Prämien: Lebens, Renten-, Prospecte und Antragsformulare verabreicht unentgeldlich unter bereitwilligster theilung jeder weiteren Auskunft Agentur Butzba 3,500, 000 fl. Obige Gesellschaft schließt unter den liberalsten. Bedingungen zu festen und billigen Aussteuer⸗ und Begräbniß⸗Versicherungsverträge. Er⸗ ch Adam Gimbel, * Friedberg Jos. Hoffmann, 1 Nauheim Heinrich Hartmann. Offenbach a. M. Die General-Agentur für Hessen Wm. Göbel. 7 0 Zeugniß. 1788 Die Tannin⸗Balsam⸗Seife des Herrn B. E. Bergmann in Zittau“ habe ich in meinem chemischen Laboratorium einer genauen chemischen Analyse unterworfen und gefunden, daß dieselbe sowohl in qualitativer als in quantitativer Hinsicht allen gerechten Anforderungen an eine gutt, echte Tanninen-Palsam-Seise in jedet Beziehung entspricht. Breslau den 8. Februar 1867. 1797(französische Dachziegel, Falzzlegel), welche ein flaches und dabei sehr dichtes, leichtes und dauerhaftes Dach gewähren, das sich im Preise nicht höher als die gewöhnliche Ziegeleindeckung stellt, empseblen A. Niegelmann& Comp. Thonwaarenfabrik zu Fechenmühle dei Hanan. Regen- X Sonnenschirme 1281 aller Arten zu billigen Preisen bei M. W. Bär, Schirmmacher, neben Hotel Trapp in Friedberg. Reparaturen werden schnell und billig hergestellt. Ein möblirtes Zimmer 1846 hat zu vermiethen J. M. Steitz, Herrenkleidermachet. Farben in Leinöl gerieben 1563 zum Anftrich fertig bei H. W. Hatteroth. Emser Pastillen 30 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor, züglichen Wirkungen gegen Hals und Brust⸗ leiden, wie gegen Magenschwäche find stets vor⸗ räthig in Frledberg bei Prn. Hofapolheker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. 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In der Ueberzeugung, daß ich den geehrten Besuchern meines Salons einen wahrhaften Kunstgenuß für das geringe Entré bieten kann empfehle ich denselben dem kunstliebenden Publikum zum zahlreichen Besuche. F. Glaser, Mechaniker. Bad Nauheim. 1874 Am Freudentag der Israeliten, Samstag den 17. d. Mts., von Mittags l Ball D. Fritz. Bad Nauheim. 1879 Zu den Grundarbeiten am neuen Badehaus dahier werden noch Arbeiter angenommen und dauernde Beschäftigung zugesichert. Gebr. Siesmayer. Hgandels- Cur sus. 1875 Kaufmänn'sches Rechnen, Correspondenz und Buchhaltung, Anfang am 1. September. In denselben Fächern errichte, um mehrfachen Anforderungen zu entsprechen, auch einen Eursus für erwachsene Mädchen. Anmeldungen nehme von 1 bis 2 Uhr in meiner Wohnung, Eingang neben dem Philippi'schen Felsenkeller entgegen. Erasmus Ermus. statt, wozu freundlichst einladet 1820 In der neu errichteten Kunst⸗Färberei, Druckerei X Wascherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. 1820 werden alle mögliche seitene, wollene, halb- und baumwollene Stoffe und Kleider, Bänder, Blonden, Schirme, Federn, Glacé⸗Handschuhe u. s. w., Herrenkleider unzertrennt in allen Farben gefarbt, mit den neuesten Mustern in brillantesten Farben bedruckt und auf das Beste auf eine ganz neue chemische Art gewaschen, so daß weder die Güte der Stoffe noch der Farben Noth leidet. Die Zeuge werden mit den besten und neusten Maschinen appretirt und wieder wie neu hergestellt. Die Aechtheit der Farben sowie eine rasche und billige Be— dienung wird garantirt. Bei Herrn Conrad Diehl I. neben Herrn Hofapotheker Carl Wahl liegen Muster zur gefälligen Ansicht offen und können Bestellungen abgegeben werden. Liederkranz. 1880 Bei günstiger Witterung nächsten Sonntag den 11. d. Mts., Nachmittags, Sommerparthie auf den Schwalbelmer Mineralbrunnen, wozu sämmtliche Mit⸗ glieder hiermit eingeladen werden. Friedberg. f Der Vorftand. 1 Lehrerconferenz der Seetion Friedberg 1 18688 Mittwoch den 14. Aug u st d. J. Alle Sorten Diele, Sandsteinplatten, Steinkohlen ꝛc. 1867 im neuen Dielhof bei. Eduard Ruths. Abhanden gekommen. Eine silberne Uhr 1878 mit einer goldenen Gliederkette mit Haken daran, an zwei goldenen Springringen ein Petschaft in- Gold mit rothem Stein, wo⸗ rauf ein Wappen mit Krone und viereckigem Schilde gravirt; ferner ein goldenes Medaillon mit einer Photographie zum Oeffnen; einen Rococo-⸗Ring in goldenen Reifen, worinnen sich Pferdeköpfe in Silber gearbeitet befinden, ein gewöhnlicher Uhrschlüssel. N Wer darüber Auskunft zu geben vermag, oder Nachrichten mittheilt, weiche zur Ent⸗ deckung führen, erhält den vollen Werth zugesichert. Bei der Redaction d. Bl. ist das Nähere zu erfahren. Maschinenöl, 1877 bestens geeignet zum Schmieren aller Maschinen, offerirt zu billigem Preise A. Stahl Wittwe. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 11. August. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Draudt. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Candtdat Wind haus. Nachmittags: Herr Candidat Göhrs. Sonntag halb 10 Uhr ißt Hochamt mit Predigt. Montag eine heilige Messe; Donnerstag ist das Fest Mariä Himmelfahrt, um halb 10 Uhr Hochamt mit Katholischt Gemtindt. Predigt. ö Verantw. Red.: Hermann Schimpff. i Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. ——— Voll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. Rand-Ducaten 20 Franes- Stücke Mitgetheilt von 8 fl. b. R. 1 8. Linde imer. Frankfurter Cours. 2„„ l 70 5 Pr. L. 9 9. August 1867. Cours der Staatspapiere. 8 l 1 5 Oesterr. J 30% Met. 1859 1. Lt. 60¾ G. Or. Hess. 40% Gbligat. 90 P. 1„ 100 Pr. v. 1864 74—½½ 5 5% Nat.-Anl. 1854 53 ½ G. 55 3½0% Obligation.—— Schwed. Thlr. 10-L. 10 P. 5 5% steuerfreie Obls. 47 ½ G. Nassau 4½0% Obl. b. Rt. 93 6. Bad. 35 fl. Loose 52.6. Preussen 4½0% Obligat. b. Rth. 97½ G. 5 4% doe doe 86 P. 2 Korb. 40 Thl.-L. b. k. 52½ 6 7 4% do. do. 90½ 6. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 91½ P 5 s. Hess. 50 fl. L. b. k. 1% Bayern 50% Obligation. 101 6. Frankf. 3½0% Obligat. 82½ P.— 5 5%„„ 3 6 „ 4½% ½ jähr. b. Rth. 93 ½ 6. 5 30% do.— 2 Nds. 25 fl. L. b. B. 34 6. — 4% de do 88 P. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 1286 P. I Sard. 26 Fr. L. b. B.. Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 92½ P. Finnland 4 ½% Pfdbr. i. R. 105 82½¼ P 1 Fetolen 9 4440 2 4% do do—— Schweden 4½% O. i. R. à 105 84½ G 0 Doppelte 9 45—47 Baden 4½o% Obligat. 92½ P. 1 4½0% Pfb. l. R. à 105—— S preuss. Frieded'or 9 57½. 38 ½ 2 4% Obligat. 86½ G. N.-Amer. 60% St. i. E. 1882 77½ G. 7 Holl. fl. 10 Stücke 9 50—52 4½% Bayr. Ostbahn 116 P. 30% Liv. C. P. T5 7/Z. fr. à 28 kr. 29½ G.— 2% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.. 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 45½ G.— 25/0 Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 49 0 50% Elisabethbahn-Prior.% 73 G. 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 91 P. 50% do. neueste Emiss./ 71 G. 2 30,% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44 G. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ P. 8 Wiener Wechsel- Cours 94 G. 5 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. s. w. Engl. Soxvereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll-Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. Dollars in Gold, 1 N . ö ö ö „* 2 8 0 2 1 2 — 1„ 2 267½ 27% S. Lindheimer in Friedberg. 1 (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 34.) 1 44 110% C. 25 5 — auh bie Bettefftr“, Dat syschäftigen, ieser herun ur Anzeige N Unfuge zu 2 bezahlt we Al W machen in U —— Hesse hiesigen Ei suchten Ver Dr. Voge einem läng Kammerder Vorstzende herzog eine in helcher Odenwaldha ud Modau ehtze die U. Richtung Sitzen. — gende Mi k. preuß. rischen Ue reiches Pu Poraderlas nach dem, Sympathien Beifall des Didnung d kums ern ungemeinen