Da 1867. Donnerstag den 10. Januar. N 5. ne 1 6 12 9 Port* 1 0 Dodam⸗* 0 8 1 eg tr 9 8 en* Sn „ e u f 8 1 n. ben— Entbält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberger Intelligenzblatt. —— 5 8 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend Jr dan. bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. n elk. dee 1 tente Hessen. Darmstadt. Das Großberzogl. unserer Infanterie durch zwei Füsilierbataillone in tag einen Aufruf erlassen, in welchem sie erklären u% Regierungsblatt Nr. 59 enthält: 2 Aussicht stellt. Man spricht übrigens weiter von daß sie gegen eine Einverleibung in den nord⸗ 5 n nr Aufgebung des zweiten Nalkrregtmenke⸗ deutschen Bund bereits auf dem preußischen Land- 10 II. Bekanntmachung Gr. Mimisieriume der Fimanzen f— Durch das Präsidium des bandes: tage protestirt hätten. Dieser Protest müsse aber 2. zom 29. Dez., den Ausschlag der directen Steuern und gewerbvereins ist in Anregung gebracht worden, in dem norddeutschen Parlament wiederholt 9 Beilräge zu ben Koflen der Staats- und Provinzial- einer Anzahl tüchtiger, jedoch unbemittelter junger werden und deßhalb müsse die polnische Be⸗ t—— für 1887 betr., welche das Nähere über Ver⸗[Gewerbtreibenden aus den hervorragenden Berufs- völkerung an diesen Wablen Theil nehmen. Es — 5 111 e. klassen den Besuch der Pariser Ausstellung zu folgt dann eine kurze Mittheilung über das N. kuuchensonds won ase 1885.— Obernuch betrugen die ermöglichen und erging an die Localgewerbver⸗ Wahlverfahren und eine Aufforderung zur all⸗ * de t Einnahmen 27,3 fl. 6 kr. die Ausgaben 22.745 fl. 18% kr. eine eine bezügliche Anfrage, ob bei ihnen Aus- seitigen Betheiligung. Bleibt Rest 4368 fl. 4½¼ kr. sicht vorbanden sei, daß sich dieselben mit einer— Berliner Blätter bringen folgenden Aufruf IV. Bekanntmachung G Bezirksgerichts Mainz dü theili b a erer welche 120 Namn: Juwel——. größeren oder kleineren Geld ante betbeiligen eines Hr. v. Dirk:„Mitbürger! Unter den helm — Provinz Rheinbessen erscheinende Zettungsblatt bezeichnet, würden, um die nöthigen Mittel zur urchführung gekebrten Kriegern, welche dem Könige und dem kurch welches die in dem Bezirke des genannten Grichts dieses, für unseren Arbeiterstand höchst wichtigen Vaterlande opferfrendig ibr Leben zur Verfügung —— 88 3 e für die und wünschenswerthen Projektes aufzutreiben. stellten, sind gar Viele, deren Verhältnisse durch es Jah 8 zu verkünde 5 111 52 An* 9 malt 1. f Mag den 12 V. Belannimachung des renne en defend e ünschen, vaß es dazu komme. den Krieg gänzlich heruntergekommen sind, theils ter„Dormser Zeitung“ für diesen Gerichtesprangel. H.— Von dem Ortevorstande zu Reichelsheim weil dieselben in der eigentlichen Erwerbszeit det der ist eine Eingabe an die Stände mit der Bitte Fahne gefolgt und unter Entbebrungen so ruhm⸗ VI. Dienstnachricht. Seine Königliche Hoheit N Großherzog haben allergnädigst gerut: am 14. Dezbr. gerichtet worden, in diesem starkbevölkerten Flecken reiche Siege erfochten, theils weil die strengere Jahreszeit bei weniger Arbeit größere Ausgaben en von dem Herrn Fürsten Ferdinand zu Selmse ein Landgericht zu errichten. Bis jetzt sei er der Braunfels auf die evang. Pfarrsielle zu Muschenheim g 1 g a 8 1 a Justizbeböroe gewesen; mit den in serfordert, theils weil die Lebensmittel theurer sind * 8 4 1 5 Fräsentuten evang. Pfarrer Kring zu Hungen für diese 1 Stelle zu vestätigen. VII. Dienstentlassung; am 13. November Postexpeditor Teller zu Ulrichstein, auf Nachsuchen. VIII. Versetzungen in den Ruhestand: am 1. Dez. Zehrer Dr. Eich an dem Gymnasium zu Werms wegen zeschwächter Gesundheit.— 5. Sqhullehcer Einsiedel an ber J. evang. Schule zu Goddclau auf Nachsuchen,— 8. Districtseinnehmer Venater zu Rodheim bis zur Wiederherstellung seiner Gesundbeit,— Forstwart Achen⸗ dach zu Koberstadt 1, 14. Obersörster Rheinwald zu zorsch, unter Anerkennung seiner ircuen Dienste, auf Nachsuchen,— Rentamtmaun Langsdorf zu Gladenbach, auf Nachsuchen, lemporär. IX. Gestorben: am 22. Dez. eveng. Pfarrer Röm⸗ „ald zu Königßädten,— Schullehrer Heußlein zu Dieburg, — Nach dem Frankf. Journ. wird Prinz Zudwig von Hessen sich nach Berlin begeben, am n militärischen Angelegenheiten daselbst thätig zu sein. Neuece Nachrichten besagen, daß Prinz and Prinzeß Ludwig am 8. d. zum Besuche nach Botha sich begeben hätten, woselbst der Kron— drinz von Preußen mit Gemahlin ebenfalls er- wartet würden. — Einem offiziösen Artikel der Darmst. Ztg. über die Pariser Ausstellung entnehmen wir be— züglich der Betheiligung unseres Großherzogthums kolgende Mittheilungen: Das Großherzogthum Dessen zählt, nach dem vor einigen Tagen nach Paris abgesandten diesseitigen Ausstellerverzeichniß ür den französischen General-Katalog, 205 Aus- feller; hiervon entfallen 4 auf die Movinz Ober⸗ hessen und 201 auf die Provinzen Starkenburg und Rheinhessen. Nachträglich wurden noch von Seiten des land wirthschaftl. Vereins zwei Aussteller aus Oberhessen angemeldet, so daß es deren jetzt 6 sind. Die Erzeugnisse dieser Aussteller werben mit den- senigen der Aussteller aus den beiden anderen Provinzen aufgestellt. Der Aufstellungsplan für für das Großherzogthum Hessen liegt auf dem Bureau des Landesgewerbvereins für jeden Interessenten zur Ansicht offen. Friedberg. Bei der zukünftigen Organi- sation unseres Militärwesens sind wir hier in Oberhessen wohl am Meisten interessirt und darum auch in großen Spannung, wie sich dieselbe ent⸗ Von den verschiedenen Theile an sich unglaublich klingenden Gerüchten, erwähnen wir hier nur das letzte, welches uns die Errichtung eines weiten Jägetbataillons und die Vermehrung preußen hat in Bezug gültig gestalten werde. schon aufgetauchten, zum großen unmittelbarer Näße belegenen Ortschaften reprä⸗ sentirt er eine Bevölkerung von 89000 Seelen, während Friedberg, dem es zugetheilt werden solle, zu entfernt liege.— Wenn nun, wie ver- lautet, die beiden bedeutenden Orte Ober⸗ und Nieder-Mörlen u. A. zu dem zu errichtenden Landgerichte Naubeim zugetheilt, also vom Land⸗ gerichte Friedberg abgetrennt werden, wenn Reichels⸗ deim der Sitz einet Landgerichts wird, diesem dann die näher bei Reichelsheim als bei Fried⸗ berg liegenden Orte zufallen, dann dürfte det Landgerichtsbezirk Friedberg doch wohl bald ge— nügend beschnitten sein, um ihn mit der er- sehnten Ruhe und Behaglichkeit überblicken zu konnen. Das Interesse der Stadt Friedberg aber erfordert, daß ungesäumt die geeigneten Schritte geschehen, diese ihr drohenden Nachtheile möglichst abzuwenden, und hierzu wollen wir mit diesen Zellen dringend auffordern. Rumpenheim. Die hier seit längerer Zeit weilende Herzogin von Nassau ist sehr be⸗ denklich erkrankt, so daß bereits das Gerücht von dem erfolgten Ableben derselben in einigen Zeitungen zu lesen war. Diese Nachricht bestätigt sich zwar nicht, allein nach den letzten Bülletins ist die Herzogin lebensgefährlich erkrankt, und hegt man für ihre Wiedergenesung ernstliche Besorgnisse. Offenbach. Die zur Zeit der preußischen Occupation hier requirirten Gewehre der ehemaligen Bürgerwehr ic. sind in Folge der Reclamation Seitens unseres Stadtvorstandes in Berlin auf Befehl von dort wieder hierher gesandt worden. Mainz. Am 7. d. Mts, ist die erste Hälfte der Reservisten des 32, preußischen Regiments, deren Dienstzeit wegen der bekannten Frankfurter Vorfälle auf unbestimmte Zeit verlängert worden war, per Eisenbahn in die Heimath entlassen worden. Am Tage darauf mist die andere Hälfte nach Hause befördert worden Preußen. Berlin. Durch eine Bekannt- machung des Ministers des Innern ist die Auf— legung der Wahllisten zum nord deutschen Parla- ment auf den 15. Januar und für die Wahlen selbst auf den 12. Februar für den ganzen Monarchieumfang festgesetzt. — Ein pelnisches Wahlcomité für West⸗ auf die Wahl zum Reichs- und durch den Krieg gar manches Geschäft gänz⸗ lich stockt. Vertrauensvoll wende ich mich an meine Mitbürger, deren Sinn für Woblthun sich ja stets bewährt hat, um durch Besetzung von Stellen, sowit vorübergehende Arbeit an Land- wehrmänner und Reservisten mitzuhelfen, der drückenden Noth Linderung zu verschaffen, zu deren Prüfung und Empfehlung der Unterzeich⸗ nete jeder Zeit bereit ist, weßhalb er bittet, ihm die betreffenden Anerbietungen zugehen zu lassen.“ — Am 7. Januar hat das prerßische Ab⸗ geordnetenhaus seine Sitzungen wieder aufgenom⸗ men. Die Debatte wurde mit der Berathung des Invalidenversorgungs- und des Gesetzes über die Handelsmäkler eröffnet. Ersieres ward ein⸗ stimmig angenommen. Schleswig. Der erste Tag des neuen Jahres brachte den Schleswigern die Nachricht der Publikation des Einverleibungsgesetzes; vom Schloßthurme und den öffentlichen Gebäuden wehten zur Feier des Tages die preußischen Fahnen. Eine feierliche Verkündigung des Ge⸗ setzes durch eine königl. Proclamation an die Bevölkerung ist nicht erfolgt. — Ein schleswig⸗holsteinischer Correspondent theilt in det„Rhein. Ztg.“ folgende Aeußerung eines schlichten holsteinischen Bauern, mit dem er kürzlich von Rendsburg nach Kiel fuhr, mit; „Bismarck“, so sagte Claus Dethlessen,„weiß wohl gut, daß er nicht al' Das, was er vor- schlägt, durchbringt, aber er verweigert viel, um viel geben zu können, damit es dann beiße: die Regierung gibt nach, das Parlament mich auch nachgeben; mittlerweile erhält das Parlament dies und das zugestanden, und in den Haupt- sachen gibt es am Ende nach. Deßbalb müssen wir Männer wählen, die sehen können und den rechten Weg nicht verlassen; kommt Bismarck mit Compromissen— und das wird er— so ant- worte man ibm mit den Grundrechten; kommt er mit Concessionen, so dalte man idm die deutsche Reichsverfassung von 1849 entgegen— uur so kann es etwas werden mit dem Parlament!“ So sprach wörtlich Claus Detdlessen, ein bol⸗ steiner Bauer. Ob der schlichte Mann wobl das Richtige getroffen d Flensburg. Eine Proclamation dee Prinzen von Augustenburg wird dadier verbreitet, — — ——.— worin derselbe erklärt, er dürfe sein Gewissen nicht beschweren und gebe die Verpflichtung zur Huldigung zurück. Gleichzeitig entbält die Pro- clamation die Betheuerung seiner Vaterlandsliebe und vielfache Angriffe auf die preußische Politik. Wiesbaden. Das bisher in Nassau be— standene und gegenwärtig noch bestehende Jagd- recht auf fremdem Grund und Boden soll noch vor Einführung der preußischen Verfassung im Wege einer Verordnung aufgehoben werden. Die Aufhebung soll gegen Entschädigung erfolgen, jedoch mit der Maßgabe, daß der Fiscus, welcher der weitaus Meistberechtigte ist, auf seine Ent— schädigung verzichtet und die Entschädigung der betheiligten Privatpersonen auf die Gesammtheit übernommen wird. Gotha. Es gebt hier seit einiger Zeit das Gerücht von Mund zu Mund, der Herzog wolle seine Souveränetätsrechte der preußischen Dynastie vertragsweise abtreten, weil die kleinen Staaten bei den enormen Militärforderungen, die Preußen stelle, ihre Selbstständigkeit auf die Dauer ohnehin nicht erhalten oder selbige nur mit ihrem finanziellen Ruin erkaufen könnten, und weil er mit diesem Acte politischer Resignation der patriotischen Idee des deutschen Einheits- staates in die Hände arbeiten wolle.— Auch bei andern Thüringischen Fürsten soll eine gleiche Ansicht zur Geltung gekommen und bezügliche Unterbandlungen zu erwarten sein. Bayern. Die Durchführung der pro- jectirten neuen Heeresverfassung wird einen Mehr⸗ aufwand für die Armee von jährlich 6 ½ Mill. Gulden verursachen. Da in der laufenden 8. Finanzperiode der Militäretat auf 11,415,000 fl. festgesetzt ist, so würde sonach in Zukunft der Militäretat 17,915,000 fl. im ordentlichen Bud⸗ get betragen. München. Am 8. d. Mts. wurden die bayerischen Kammern unter Anwesenheit des Ministers Fürsten Hohenlohe eröffnet. Die zur Vorlage kommenden Gesetzesentwürfe sind: die Kriegsentschädigung für die Provinzen; Ge⸗ meindeordnung; Gewerbefreiheit; außerordentlicher Credit für die Reorganisation des Herres.— Oesterreich. Der König von Italien hat an den Kaiser von Oesterreich einen tele⸗ graphischen Neujahrsgruß gesendet, der von letzterem auf demselben Wege auf's herzlichste er wiedert wurde.— Pros't Neujahr! — ueber die recht bedenklich aus sehenden Zu⸗ stände im Orient äußert sich die„Zeidler'sche Correspondenz“ u. A.:„Nach den uns zugehenden Nachrichten scheine die orientalische Frage größere Dimensionen anzunehmen, womit selbst⸗ redend indeß noch nicht gesagt sein soll, daß sie schon vor Beendigung der diee jährigen Welt⸗ Austellung in Paris eine brennende werden dürfte. Jedenfalls steht so viel fest, daß die Veränderung des griechischen Cabinets in Athen im kriegerischen Sinne erfolgt ist und daß die Großmächte be⸗ ginnen, sich gegenseitig zu sondiren. In letzterer Hinsicht geht uns die Andeutung zu, daß in Wien an einer Allianz zwischen Italien und Griechenland gearbeitet werde, ein Bund, dem Oesterreich sodann in der Rolle einer Protektions⸗ macht beizutreten gedenke.“ — Ein kaiserliches Patent vom 2. Januar verordnet: 1) die Auflösung der bisherigen nicht⸗ ungarischen Landtage, da die sechsjährige Wahl- periode für dieselben demnächst abläuft; 2) die Neuwahlen der Landtage; 3) die Einberufung det neugewählten Landtage auf den 11. Februar; 4) die Wahl für eine außerordentliche Reichs; rathsversammlung ist der alleinige Gegenstand der Wirksamkeit der einberufenen Landtage; 5) der außerordentliche Reichsrath ist auf den 25. Februar nach Wien einberufen; 6) die Berathung der Versassungsfrage ist der alleinige Gegenstand der Thätigkeit dieser Reichsrathsversammlung. — Man spricht mit vieler Bestimmtheit davon, es würden alle jene Offiziere der hannover'schen, hessischen und nassauischen Armee, welchen die Bedingungen zum Eintritt in den freußischen Dienst nicht annehmbar erscheinen, ohne Weiteres in die österreichische aufgenommen werben. aus der sächsischen Armee soll eine größere Anzahl von Offizieren in unser Heer auf diese Weise überzutreten gesonnen sein. Nach einer Mittheilung des„Neuen Fremdenblattes“ stünde eine Amnestie für volitische und Preßverbrecher bevor. Bekannt- lich sind in Oesterreich die dieserhalb Verurtheilten vom activen und passiven Wahlrechte ausgeschlossen. Beleredi soll beim Kaiser beantragt haben, den Verurtheilten jeder Kategorie diese Rechtsfolgen nachzusehen. f Frankreich. Nachrichten aus Algier melden, daß dort am 2. Januar große Verheerungen durch ein Erobeben verursacht worden seien. Verschiedene Dörfer sollen gänzlich zerstört sein. An andern Orten sind eine große Anzahl Häuser erschüttert und unbewohnbar geworden, Casernen mußten geräumt werden und die Truppen unter Zelten campiren. Leider sind nach den Berichten viele Menschenleben zu beklagen, an Verwundeten soll sich eine große Anzahl vorfinden. Friedberg. Während dieses Winters wird in Darmstadt eine Reihe von Vorträgen zum Besten der In validenstiftung im Saale der höheren Töchter— schule gehalten werden, welche am Dienstag den 8. d. M. mit einer Vorlesung des Herrn Prof. Dr. Hundes⸗ hagen von Heidelberg„über die religissen Zustände der griechisch-römischen Welt zur Zeit der ersten Ausbreitung des Christenthums“ bereits begonnen baben. Bczüglich der später zu erwartenden Vorträge wollen wir hier nur erwähnen, daß ein solcher von Hrn. Director Dr. Schwabe „über das evangelische Kirchenlied“ für den 15. Januar und ein weiterer von Hrn. Prof. Dr. Diegel über„Ziazendorf und die Herrnhüter“ für den 12. Februar angekündigt ist. Außer diesen Herren werden sich noch mit Vorträgen betheiligen: Missionar Strobel, Pfarrer Dr. Stromberger, Milprediger Dr. Wagner, Dr. Max Rieger, Garnisons— prediger Dosch, Hauptmann v. Plönnies und Garnisons— prediger Dr. Krätzinger. Frankfurt. Friedrich Stoltze läßt dahier eine neue humoristische Wochenschrift unter dem Titel„der wahre Jakob“ erscheinen, welche als Fortsetzung der Laterne betrachtet werden kann. Zu wünschen möchte hierbei sein, daß„der wahre Jakob“ nicht in die alte „Laterne“ fallen möge! Gießen. Dienstag den 15. Jan. kommt in der hies. Stadtkirche die Schöpfung von Haydn unter der anerkannt trefflichen Leitung des academischen Musikdirectors W. Mickler, unter gefälliger Mitwirkung des academischen Gesangvereins und von Frau Peschka⸗Leutner von Darm— stadt und Carl Hill in Frankfurt zur Aufführung. Aus dem üntern Maingau. Man gab in Folge der schlechten Witterung in dem Monat August und An⸗ fangs September die diesjährige Weincrescenz so ziemlich für verloren, doch der Schluß des Septembers und des October thalen ihre Schuldigkeit, so daß der 18667 einen recht guten Tischwein ergab. Bei dem fühlbaren Mangel an geringeren Weinen erhielt derselbe einen im Verhäliniß zu seiner Qualität recht ansehnlichen Preis. Mainz. Ein furchtbares Feuer, welches in den ganzen schneebedeckten Horizout Tageshelle verbreitete, hat am 7. Januar Morgens kurz nach 3 Uhr die Bembe'sche Parquet⸗ und Möbelfabrik in Asche gelegt. Man glaubt, daß das Feuer in der Trockenkammer ausbrach. — Diebstahl. Am Neujahrstage sind dahier zwei Artillerie⸗Gefreiten, denen die zum Auslöhnen von Sol⸗ daten bestimmie Summe von 500 Thalern anvertraut war, mit dieser Summe unsichtbar geworden, und werden dieselben steckbrieflich versolgt. Die an den Thoren stattgehabte Visitation von Personenfuhrwerken, die am Neujahestage die Festung verließen, hängt mit diefer Geschich te zufsammen. oblenz. Am Syldbester⸗Abend fand in einem bies. Gasthause eine Gaserplosion statt, welche leicht die traurig⸗ ien Folgen hätte haben können. Zwischen 4 und 5 Uhr Abends fand sich der Wirth durch einen im ganzen Hause verbreiteten Gasgeruch veranlaßt, sein Local anstatt mit Gas⸗ mil Kerzenlicht zu erleuchten. Als man in der Nähe der im Hofe gelegenen Küche einige Steinplatten Behufs Untersuchung der Leitungsröhre an dieser Stelle entfernte und hier mittelst Anwendung eines Lichtes eine nur unbedeutende Austretung des Gases vorgefunden hatte, geschah in der Nähe einer der Gasleitung in der Küche gegenübersteheuden Pumpe eine so gewaltige Explosion, daß fast sämmiliche Scheiben zertrümmert, bie Fenster⸗ rahmen ausgehoben, selbst minder feste Steipplatten aus der Erde gehoben und in die Küche geschleudert wurden. Fast ein Wunder ist es zu nennen, daß von den acht in der Küche beschäftigten Personen keine einzige eine Ver⸗ letzung davongetragen.(Es ist hiernach sehr rathsam, bei Wahrnehmung größerer Gasausströmungen mit der Unter⸗ suchung der Leitung durch ein brennendes Licht sehr vor⸗ sichtig zu Werke zugehen, denn leicht hätte erwähnte Ex⸗ plosion größeres Unglück anrichten und Menschenleben fordern können.) Baden. In der Frühe des 3. Januar ist zwischen Karlsruhe und Ettlingen während eines starken Schnee⸗ falles ein vom Oberland kommender Güterzug gegen einen vorher abgegangenen angerannt. Die Maschine des hinteren Zuges zertrümmerie dabet mehrere Wagen des vorfahrenden und kam, sowie auch der Tender, aus den Geldisen. Menschenleben sind bei dem Unfall nicht zu beklagen, doch 6 8 hat der Heizer des nachfahrenden Zuges einen Beinbruch Auch serliulen. Der Meschinenführer und der Zugmeister dieses Zuges wurden, dem Vernehmen nach, sofort vom Dienste suspendirt und in Untersuchung genommen. Die Goldlager in Cauada sind jetzt von der Regierung untersucht worden. Die Commissäre berichten, daß in dem ganzen Districte um Mados herum Gold in bedeutenden Quantitäten vorhanden sei und haben der Regierung Proben von goldhaltigem Quarz und Golbd⸗ törnern zugeschickt. Das Lager ist augenscheinlich sehr reich. Man fand Gold in einer Tiefe von 5 Fuß. Der unter⸗ suchende Commissär sagt, daß an einer Stelle Gold in Werthe von 1500— 2500 Dollars aus einem Schachte gefördert wurde. Der Boden des Golddistrictes gehört größtentheils der Reyiexung, doch sind einzelne Striche im Besite von Bauern, die für ihr Eigenthum ungeheuere Preise verlangen. Die Goldader soll sich nach dem Be⸗ richte der Commissäre über einen Flächenraum von 40 Quadratmeilen erstrecken und die Ausbeute in der Qua⸗ lität reicher sein als das Gold in Australien oder dem britischen Columbia. Theater in Friedberg. 72 Freitag den 4. Januar 1867. Zum Benefice des Herrn Mackauer und der Frau Pielsch:„Der Profos und die Seinige, oder die Folgen der Schlacht von Solferino“, Originalposse mit Gesang und Tanz in 4 Abtheilungen von A. Berg. Was kennt das Volk, was wälzt sich dort Die breite Stcaße brausend fort? Stürzt Friedberg unter Feuersflammen? Es rottet sich im Sturm zusammen. Und tausend Stimmen werden laut Mackauer's Benefice, kommt, schaut! Mackauer's Benefice und Compagnie! J Und durch den Schuee stürmt bis zum Knie Nach Thalia's Tempel hin der Troß Zu bewundern den Meister als Profos. 19 Der Traum der Beneficlanten hat sich verwirklicht. Zeus, der Beherrscher des Donners, bescheerte denselben ein Stück, das obgleich gehaltlos, für den Beneficianten sich seyr gehalkreich gefaltete. Die Galerie erbebte unter der Wucht ihrer Insassen, der erste und zweite Platz war so gedrängt voll, daß verschiedene Nasenspitzen zuweilen in zäctliche Berührung kamen. An einer bedeutenden Anzahl Quetschungen, Arm- und Beinverenkungen, Hühner⸗ augenverttetungen, Krinolinenverwicklungen fehlte es na⸗ türlich nicht. Es wäre sehr vortheilhaft gewesen, wenn das schöne Geschlecht heute ohne Crinoline erschienen wäre, denn, angenommen daß 200 Damen sich auf dem ersten und zweiten Platz befanden, und, was gewiß nicht zu viel gesaßt ist, 2 Crinolinen 3 Stühle einnahmen, so stellt lig dadurch ein erheblicher Cassendeficit heraus. Mütter un Väter hatten ihre Kinder auf dem Schocs, und selbst Nicht väter waren so galant, den platzlosen Kindern einiger Mütter ein Plätzchen auf iyren Schößen zu ver⸗ gönnen. Dessen ungeachtet gab es noch Standespersonen in Masse. Doch genug des äußeren Schauspiels, wenden wir unsern Blick der Bühne zu; der Vorhang rauscht in die Höhe, und die Origtnalposse beginnt. Ungeheurer Applaus beim Erscheinen des Beneftelanten; das Klatschen wurde durch die eng aneinander gepreßten Ellenbogen erschwert, dagegen thaten die Schreiorgane des verehrl. Publikums ihr Möglichstes. Von der Galerie herab er⸗ tönte es wie der Kanonendonner der Schlacht von Sol⸗ jerino. Der Beneficiant war sichtlich gerührt, verneigte sich und begrüßte mit Wonnegefühl das Publikum mit seinem gewaltigen Profosstab.— Was soll ich nun in Betreff des Stückes und der Darstellung berichten? In Kürze gesagt, das Ganze ist ein fades Machwerk mut faulen einseitigen Witzen und mit den Haaren herbei⸗ gezogenen Couplets. Ausnahme das Eingangslied des Tambours, recht schön componirt von Herrn Kapellmeister Metzger; auch das Dampfcouplet, obwohl auch daran nicht sehr viel ist. Die Handlung besteht aus einem wirklich originell-possenhaften Durcheinander und schließt mit einem glänzenden Maskenball. Besonders reizend die Maske in Rosa mit dem rothen Husaren, der geflügelte Amor und der langgenaste Harlekin. Die Darsteller thaten ihre Schuldigkeit und halfen dem Stück so viel wie mög lich auf die Beine. Der Hauptzweck ist jedoch erreicht, der Traum der Beneficianten hat sich erfüllt, und das Publikum amüsirte sich trotz der diversen Queischungen und ging hoffentlich zufrieden gestellt nach Hause. J. M. Verloosunge n. f Zusammenstefnng sämmt⸗ licher Hauptpreise bei der nun vollendeten Ziehung der Nr. 9858, 36894, 59894, 73592, 89. 1007 11. 114540, 126064, 127866 je 1000 fl. Rt. 10893, 14203, 16481, 17205, 26818, 27468, 3207, 34013, 38909, 47235, 55100, dsacg, 63406, 70301 J2883, 73889, 76395, 77904, 80048. 80897, 8278, 87149, 112888, 117611, 120144, 126165 je 400 fl ee 5 Oesterreichische fl. 250 Lo ose von 1854. Serien⸗ ziehung. Serie 62 140 361 564 424 461 572 601 678 701 889 990 1023 1088 1115 1512 1668 2014 2670 2843 und 3735. Brüsseler to Fr.⸗Loose von 1853. Nr. 63307 2 25000 Fr., Nr. 64351 4 10000 Fr., Nr 12417 14384 19317 23304 35959 51170 54328 60185 63841 64262 4 900. Fi, Ni, 2213 22931 26117 32979 35430 3649 9787 55787 59380 6329 1 à 500 Fr., Nr. 33096 63980 34009 à 300 Fr., Nr. 3183 7315 8357 20595 21584 24826 24845 30870 37529 53616 57548 58422 61782 64149 67764 à 200 Fr. 0 4 Ole Stad del 4% Ausen, in nehmen. Anerbiele eimtichtn. dtiedderg de Oteßde Liefe 50 Dienssag den werden 5 Center persleigerl. 2 Ce Ende Mätz zu le Marlenschle Otoßde Pferde 63 Donnersag dr werden in der Nen dienfttangliche Reit den W. d. Nis. u zu Bußdach 7 f hleich baare Jag. bekannt gemacht flelgert. Die Großer Ich, vordedend in ihren Gemen Darmßad Die Groß Arbei 40 Da genie deinen auf der d . Janust d. J. duns daselod 9 Aktord gegeben! driedderz O. angend, sol merberg,— verffetger⸗ wen 15½½ Stec r * 4 eln W * 41 l * Cdictalla dung. 5 Nachdem sich Heinrich Schmidt von Wissetobelm unbekannt wohin? von Daus entsernt bat und sein Ver mögen auf Antrag in gerichtliche Verwaltung genommen worden ift, werden dessen Gläubiger aufgesordett, ihre Forderungen und sonstigen Ausprüche Montag den 21. Januar k. J., Morgens 9 Ubr, dabler anzumelden, ale sonst auf dieselben bel Regelung der Vermögensverhältnisse keine Rücksicht genommen werden wird. 5 8 Gleichzeitig wled dem Heinrich Schmidt eröffnet, daß ibm in der Person des Jobannes Steinhauer von Wissele deim ein Vermögensverwalter gertchtlich beftellt worden ist und daß nach dessen bezüglich der serneren Vermögensverwallung gestellten Auträgen ver fahren werden wird, falls er nicht innerdalb 4 Wochen urüdkebren oder einen Bevollmächtigten für sich de ellen sollte. Friedberg am 22. Dezember 1868 Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Edictalladung. 6 Forderungen an den Nachlaß des Jacob Kniß J. von Bruchenbrücken find innerhalb 14 Tagen bei Mei⸗ dung der Nchtberückfichtigung bei der Erbauseinarder— setzung dahter anzumelden. Förtedberg am 22. Dezember 1866 Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assssor. Ka pitalgesuch, 44 Ote Stadt Friedberg beabsichtigt 3500 Gulden zu 4% Zinsen, im Ganzen oder auch getrennt, aufzu nehmen. Anerdieten wolle man bel Stadtrechner Vogt einreichen. 5 Friedberg den 2. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Walz. Lieferung von Butter. 59 Dtenstag den 15. Januar 1867, Vormittags 10 Uhr, werden 5 Centner frische Butter zur Lieferung dabier versteigert. 2 Centner find alsbald und 3 Centner Ende März zu llefern. Marienschloß den 7. Januar 1867. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗ Direktion Trumpler. Pferde Versteigerungen. 63 Donnerssag den 17. d. Mis., Vormittags 10 Ubr, werden in der Reiter Caserne zu Darmstadt 39 kriegs diensttaugliche Reiterpferde und 1 Zugpferd, und Freitag den 18. d. Mis. um dleselbe Zeit in der Reiter ⸗Caserne ju Butzbach 7 kriegsdtensttaugliche Reitpferde gegen gleich baare Zahlung unter den dei der Versteigerang dekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich ver deigert. Die Großherzoglichen Bürgermeistertien werden er⸗ cht, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise u ihren Gemeinden bekannt zu geben. Darmstadt den 7. Januar 1867. Die Großherzogliche Commission für Verflellung von Militäcpferden Freiherr v. Buchen roeder, Major. Arbeits- Versteigerung. 60 Das Zerschlagen von 48 Cubikklafter Unterbattungs⸗ feinen auf der Dortelweiler Straße soll Montag den 14. Januar d. J., Mittags 3 Uhr, auf dem Chbaussee haus daselbsl an die Wenigstnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 7. Januar 1867. W* Friedberg e u ß. Holz- Versteigerung. 31 Dtieastag den 15. l. Mis., Vormittags 9 Uhr an; angend, sollen im Butzbacher Stadtwald, Distrikt Som- merberg, nach verzeichnete Polzsortimente meistbietend dersteigert werden: 15½½ Stecken Buchen-, Eschen⸗, Klefern⸗ und Aspen⸗ Scheitholz, 33½„ deogleichen Prügelholz, 51„ desgleichen Stockholz und 363 Stück Wellen Eichen⸗, Kiefern⸗ und Aspen⸗ Relsholz, sowie 2⁰„ Stämme Eichen⸗, Klefern⸗, Buchen⸗ und Birken ⸗Bau- und Werkholz, 301 Cubiksuß enthaltend, und Eichen- und Buchen ⸗Stangenholz, 11 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft éist auf der Hauptschneise am Eingang der Lachenschnelse. Bug ba den 4. Januar 1867. a Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach Küche l. Einige Gebrau Treber 39 konnen nee abgegeben werben bel 2 G. Steinhäußer Il. im Württemberger Hof. Einladung zum Abonnement. 71 Mit dem 1. Janvar 1867 beginnt eln neues Abonarment auf das Alsfelder Unterhaltungsblatt Oasselbe erscheint in größerem Formet wöchentlich mal, Mittwochs und Samflags, und bringt die amtlichen Erlasse der Staatg- und Lokalbebörden, schöne Erzählungen, die neuessen Tagesneuigkelten, Markt und danpelsberschte, Miscellen ꝛt. 1c. Der Prels ist bel der Expedition lährlich(fl 48 kr., halbfährlich 54 kr. vierteljährlich 27 kr, bet den Postämtern des Großbertogthums, bel denen auswärts nur abonnlrt werden kann, säbrlich 2 fl.— Anzeigen aller Art finden Aufnahme und sichere Verbreitung und wird die Ispaltige Petlt⸗ zelle oder deren Raum mit 2 kr. berechnet.— Gediegege, dem Plaue des Blattes entsprechende Beiträge und Mithelluugen werden mit Vergnügen aufgenommen 0 Wir ersuchen alle Diejenigen welche unser Blatt durch die Post beziehen, ihre Bestellungen baldigst bel den zunächst gelegenen Postäntern machen zu wellen, damst in der Zusendung der Nummern keine Verzögerung eintritt. Alsfeld, im December 1866. Die Expedition des Alsfelder Unterhaltungsblattes. d. Düring. Einschlag- und Maschinengarne, sowie alle Sorten Strickbaumwolle zu den billigsten Preisen bei Gesehwister Schloß. Der rühmlichst bekannte E. G. Walter'sche Fenchel-Honig-Extract, bewährtes Mittel bei allen Hals- und Brustleiden, Katarrh, Husten ze. sowie bei Ver dauungsstockungen und Hämorrhoidalbeschwerden ist die/ Flasche zu 12½ Sgr., die ½ Flasche zu 7½ Sgr. in stets frischer Waare ächt zu haben in Friedberg bei J. A. 42 Windecker. 17 Verstei gerung. 62 Montag den 21. Januar 1867, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Turnsaale der Sladtschule dahler circa 150 Strohmatratzen, 350 wollene Teppiche, 592 leinene Betttücher und 613„ Handtücher, welche von der hiefigen Stadt im Monat Mai d. J. zur Unterbringung von Milttär angeschafft und nur wenig gebraucht worden find, öffentlich melffbletend gegen Baarzablung versteigert werden. Offenbach den 3. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Offenbach Dick. Verkauf eines Faselochseg. 64 Dienstag den 15. d. Mis., Nachmittags 1 Uhr, soll auf der Bürgermeisteret Obbornhosen ein der Ge⸗ meinde zustehender Faselochs, 4 Jahre alt, Rothscheck zur Zucht, sowie zum Schlachten tauglich, meistbietend versteigert werden. Odbornbofen den 7. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Obbornhofen Leschhorn. Holz Versteigerung. 65 Montag den 14. d. Mis., von Vormittags 10 Ubr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Distrikt Calgenheck, folgende Polzsortimente, als 19 Stecken Eichen Scheitholz, 13 Pruge holz, 20 ½ 1„ Stockbolz 75 Stück Buchen- und 650 Stück Eichen Wellen und 23 Klötze Eichen- Bau- und Werkbolz von vorzüg⸗ licher Gute, von 15 bis 40 Zoll Durchmesser und 10 bis 70 Zuß Länge, enthaltend 3710 Cubiksuß, öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 7. Januar 1867. Groß hberzo liche Bürgermeisteret Bönfladt Geibel. Versteigerung alter Wasserleitungs- röhre. 66 Samstag den 12. d. Mie. Nachmittags 1 Uhr, soll dahter eine Partie alte tannene Wasserlettungsröhre, welche sich noch zum Theil zu Pfublpumpen eignen, und ein cichener Wassertrog, wovon noch Futtertröge gefertigt werden können, öffentlich meistbtetend versteigert werden. Bönstadt den 7. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Bögstart Geibel. Aufforderung. 67 Simon Mepert von Altenstadt wird dringend er sucht, sich binnen dreimal 24 Stunden wegen einer be⸗ sonderen Wichligkeit auf hiesigem Platze einzustellen, widrigenfalls es für denselben von großem Nachteile sein wird; alle Nachtheile hat sich derselbe dann selbst zuzuschrelben. Altenstadt den 6. Januar 1867. Der Vio r st and Prager. 14 Soeben beginnt oder vielmehr hat schon begonnen: Des Lahrer Hinkenden Boten 1. 2* Illustrirte Dorfzeitung. Jahrgang 1867. Monatlich in Heften von 4— 5 Bogen zu dem billigen Preise von 3½ Sgr.— 12 kr. Die Dorfzettung kann zu gleichem Preise auch in Wochennummern bezogen werden. Alle Abnehmer erhalten tine Prämie in Farbendruch. Bestellungen auf dieses so beliebte Journal werden in Friedberg bel Bindernagel& Schimpff an⸗ genommen. Mittel⸗ und Kranzdärme 74 billigst zu haben bei M. Grödel in Friedberg. Gesundheit und Lebensverlängerung 2706 ist der Wunsch eines Jeden, aber die We⸗ nigsten wissen, was dazu dient! Ich selbst habe fast 10 Jahre lang unaufhörlich gekränkelt und einen, aber auch mehrere Patienten gab es in meiner Familie stets, bis ich endlich das treffliche Büchlein des Dr. Werner, Heilung für alle Kranke, kennen lernte und seine Ralhschläge befolgte. Seit dieser Zeit bin ich und meine ganze Fmilie gesund, ja sogar während der furchtbaren Cholera seuche, die Hunderte um und neben uns wegraffte, sind wir von aller Krankheit verschont geblieben. Ich erachte es daher als ernste Pflicht, alle Kranken und körperlich Schwachen auf das genannte Buch mit dem Bemerken aufmerksam zu machen, daß es in jeder Buchhandlung für 21 kr. zu haben ist, in Friedberg bei Bindernagel& Schimpff. 77 Zum reichlichsien Gewinne des landwirth⸗ schaftlichen Betriebs erschien und ist bei Binder⸗ nagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Die Nentabilität der Landgüter und jeder kleineren Oekonomie. Oder die Kunst, die Rentabilität der Landgüter durch sich selbst in drei bis fünf Jahren zu ver— doppeln. Von H. Bürger. Preis 1 fl. 12 kr. Die hierin enthaltenen Gegeimnisse zum vortheilhaften Betriebe der Landwirthschaft besteben: 1) In der gründlichen Verbesserung der Wiesen. 2) Obne Kosten zum Dünger in Ueberfluß zu gelangen. ) Von dem großen Vortheil der Gründüngung. 4) Die Aecker in fortwährend steigernde Boden⸗ kraft zu versetzen. 5) Die Rentabilität der Landgüter, ohne seine Zuflucht zu Futter, Stroh und Dünger zu nehmen, zu verdoppeln. Neue und alte Pferdeteppiche 70 det M. Schwarz, Hoftaxator. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 9. Jannar. Butter pr. 26 kr.] Eier 1 Stück 2 K. Brennholz, Buchen-Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl 20 kr. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 9. Januar. Waizen 14 fl. 50 kr.; Korn 10 fl. 30 kr.; Gerste 8 fl. 45 kr. Hafer 4 fl. 50 kr. Grünberg, 5. Januar. Waizen 14 fl. 27 kr. Korn 10 fl. 34 kr.; Gersie 8 fl. 24 kr. Hafer 4 fl. 48 kr.; Molter 9 fl. 30 kr.; Erbsen 10 fl. 2 k.; Linsen— fl. — kr.; Saamen und Lein 15 fl. 45 kr.; Kartoffeln 3 fl. 33 kr. Frankfurt, 8. Januar. Weizen— fl.— kr.; Korn 11 fl. 40 tr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 8 fl. 10 kr. Mainz, 4. Januar. Waizen 15 fl. 36 kr.; Korn 10 fl. 30 kr.; Gerste— fl.—(rz Hafer 5 fl. 45 kr. Kartoffeln 3 fl. 45 lie,; Roggenstroh per 100 Gebund 18 fl.— k. Parlaments Wahlen. 73 Unterm heutigen hat das Localcomité dahier das nachstehende Schreiben versandt: Geehrter Herr! Der von dem Gießener Centralwahlcomité der bevorstehenden Par⸗ lamentswahlen wegen erlassene Wahlaufruf wird, wie sich unterstellen läßt, auch in Ihre Hände gelangt, wenigstens zu Ihrer Kenntniß gekommen sein. Nach Eingang desselben hier am Orte hat sich alsbald ein Wahlcomite gebildet, welches sich in jeder Woche zu mehreren Sitzungen vereinigt und wurde außerdem die Einrichtung getroffen, daß allwöchentlich ein Mal an einem bestimmten Abende eine öffentliche Besprechung über den hier in Frage seienden Gegenstand stattfindet. Um die Bewegung in föͤrderlicher Weise zu organisiren, erscheint es dringend geboten, daß sich an jedem auch noch so kleinen Orte unserer Provinz ein Wahlausschuß constituire und er⸗ laubt sich das unterzeichnete Comits, Ihre Thätigkeit dahin in Anspruch zu nehmen, daß auch bei Ihnen ohne jeden Aufschub die erforderlichen Schritte zur Schaffung eines Mittelpunkts, dessen Aufgabe eine in's Leben zu rufende energische Wahlbewegung wäre, geschehen. Wir er⸗ lassen es uns hierbei, noch besonders hervorzuheben, von welch ganz außerordentlicher Wichtigkeit der Zusammentritt des Parlaments für die Geschicke unseres deutschen Vaterlandes ist und wie es wünschenswerth erscheinen muß, daß bei der Wahl der Abgeordneten der Wille des Volkes in ungefälschter Weise zur Geltung gelangt. Der Thätigkeit eröffnet sich hier ein großes Feld und sollte sich die Nothwendigkeit ergeben, daß Sie Ihren Bemühungen ein weiteres Ziel setzten, Sie solche besonders noch auf andere Orte Ihrer Gegend übertragen, so werden Sie sich im Interesse der guten Sache gewiß bereitwilligst auch diesem unterziehen. Bei dem dahier in den Comitesitzungen und den öffentlichen Versammlungen stattgehabten Meinungsaustausch haben sich die Ansichten, was die Diatenfrage betrifft, soweit geklärt, daß man es für geboten erachtete, einen Fond zu bilden, aus welchem die Dotation der Abgeordneten zu bestreiten ist, und sind demgemäß in Friedberg wegen Aufbringung der Gelder bereits die erforderlichen Einleitungen getroffen worden. Im Uebrigen halten wir die Ausschreibung einer Provinzialversammlung, welche wo mög— lich in Friedberg, das sich seiner geographischen Lage nach hierzu empfehlen möchte, abzuhalten wäre, fur dringend geboten und haben wir uns deßhalb bereits mit dem Centralcomits in Gießen in Verbindung gesetzt. Was die Aufstellung von besondere Schwierigkeiten und wollen Sie dieselbe zum wägung machen. Die Kreise Friedberg, Vilbel, Buͤdingen, nebst den Orten Kastel und Kostheim nächst Mainz bilden nach Anordnung der Regierung den zweiten Wahlkreis unserer Provinz und dürfte es angemessen erscheinen, daß die Wahlbewegung, insoweit sie diesen Wahlkreis betrifft, in Friedberg ihren Mittelpunkt finde. Wir ersuchen Sie, uns möglichst bald von der Bildung eines Comités an Ihrem Wohn⸗ orte Kenntniß geben und uns uberhaupt von allen wichtigeren Vorkommnissen bezüglich der Wahlangelegenheit benachrichtigen zu wollen. Zusendungen belieben Sie an den Schriftführer unseres Comités, den Herrn Buchhändler C. Scriba in Friedberg, gelangen zu lassen. Schließlich laden wir zu einer Versammlung auf Sonntag den 13. l. Mts., Vormittags 11 Uhr, in Friedberg(RNathhaus) hiermit ein und setzen auf die Tagesordnung unbeschadet etwaiger anderer Anträge: 1) die Frage, wer als Abgeordneter für unsern Wahlkreis in Vorschlag gebracht werden soll; 2 die Diätenfrage; 3) die Frage, welche Mittel in Anwendung zu bringen sind, um die Wahlbewegung vor— nehmlich auf dem Lande anzuregen und zu unterhalten. Wir bitten Sie die Einladung zu dieser Versammlung in Ihren Kreisen bekannt zu machen, die vorerwähnten Punkte der Tagesordnung vorher zu besprechen und auf eine recht zahlreiche Betheiligung an der Versammlung hinzuwirken. Friedberg den 5. Januar 1867. Hochachtungsvoll Das Local-⸗Comit é. (Folgen die Unterschriften). Geschüfts-Empfehlung! Ein lüchtiger Arbeiter 8 Einem blesigen und auswärtigen Publikum erlaube 75 findet dauernde Beschäftlgung 8 5 rödel. ich mir eigebenst anzuzeigen, daß ich von jetzt an auch 8 neben meinem Schteinergeschäft das Glasergescäft de⸗ Ein gebrauchtes Pianino geeigneten Candidaten anbelangt, so bietet diese Frage ganz Gegenstande Ihrer reiflichsten Er⸗ Turnverein. 68 Freitag den 11. d. M. General ⸗Versammlung. 55 Soeben ist erschtenen und bel Binder nagel und Schimpff in Friedberg zu haben: Rheumatismus und Lähmungen. Deren wahre Natur, Ursachen und gründliche Heilung, mittelst einer neuen vollständig naturgemäßen und un⸗ fehlbaren Methode. Leldenden jeden Grades, Geschlechis und Alters empfohlen von Dr. Luitpold Reiner. Naumburg det F. Regel. Preis br. 21 kr. Indem der Verfasser in klarer, Welse überzeugend nachweist, wie sehr man sich bieher über den Sitz und das Wesen des Rheumatis mus geirrt, und daß aus diesem Grunde auch alle bis⸗ ber dagegen angewandten Mittel gar keinen, oder höchfiens nun vorübergehenden Erfolg haben konnten, gibt er zugleich in dieser Schrift ein so einfaches als unfebhlbares Heilverfahren an, welches allen Leidenden die sichersle Hülfe bietet. 76 Unterzeichneter bringt seia Hut- und Kappenlager in empfeblende Erinnerung, sowie Relse n, Jagd und Geldtischen, Hosenträger, Halsbinden, Portemonnates, Uniforms- und Bukokin-⸗Handschuhe und alle in dieses Fach einschlagende Artikel. 7 7 Heinrich Franck, Hof Kappenmacher. Steinkahlen 2734 verkauft zum Zechenpreis 2 Naubem. J. Schimpf. Zu verkaufen. 34 Eln neuer Wagen mlt Anstrich ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 51 Einen gebrauch ten Flügel verkauft billigst, wer? sagt die Exped. d. Bl g Für Kapitalisten. 53 Gegen gute Hppotheken können 6000 fl. zu 4½ und 50% pracirt werden. Nähres durch die Expd. d. Bl. Kirchenbuchsauszug. Getraute: 30. Dec.(Zu Hermannstein). Heinrich Schäfer, Zugsoberfeldwebel im 2. Großb. Infanterie ⸗Regtment, Sobn des verstorbenen Ortsbürgers Joh. Schäfer in Annerod im Kreise Gießen und Marta Christina Reuschling, Tochter des Bürgers und Zimmermannes Carl Reuschling zu Hermannstein. Getauft e: Dem biefigen Bürger und Gr. Rent. geboren den 1. Januar. amtedtener Michael Jung ein Sohn, Emil, 23. December. 5 30. Dec.(Zu Heldenbergen). Dem hles. Bürger und Geometer zu Heldenbergen Heinrich Meyer eine Tochter, Clara Mathilde Elssabetha, geb. den 9. Der. Beer digte: 3. Januar. Der Bürger zu Berstadt und Büreau⸗ diener an der Maln⸗Weser Bahn dahier, Heinrich Lotz, 65 Jahre, 19 Tage alt, 4 den 1. Januar. allgemein faßlicher treiben werde und bitte um geneigten Zuspruch. 10 hat zu verkausen H Neisel A senheim. Karl Schmidt. Drebermeisler. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel 4. Schimpff. Miteetheilt von l* 5 N 8. Lindheimer. F ran 14 u 1 1 L 0 Ours. 8—— 7 1954 5010 G. 2— 5„ 2 4 9. Januar 867. Cours der Staatspapiere. 8„ Fer rr Ti. 1 7 Oesterr. 5% Nek 1859 i. Lst. 58¼ P. Or. Hess. 4% Obligat. 94 P. 2„ 100 Pr. v. 1804 68% 6. 3 5% Nat.-Ank 1854 ½ P. 1 3½% Obligation. 88 G. Schwed. Tulr. 10-L. 10, F. 5 5% do. 1864 58 Nassau 4½% Obl., b. Rt. 94½ P. 2 Bad. 35 fl. Loose 54% P Preussen 4/0 Obligat, b. Rth. 98½ P.— 4% de do 88 ½ G. 2 Korh. 40 Thl.-L. b. K. 53 8. 5 4% do. b e Kurhess. 4% Obl. b. R. à 105 93½ P. 2 r. Hess. 50 fl. L. b. R.„, nayers 50% Obngatlon. 100 6 Frankf. 3½% Obluat. 83 6. 25„ 239 ½ f „ 4½% ½ ahr. b. Rth.] 95 P. N 30% 40 73 P. 2[ Nass. 25 fl. L. b. R. 37 P. 5 4% do do 90½ G. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 84 ½ G. Sad. 36 Fr. L. b. B.. 8 Würtemb. 4%% Obl. b Rtb. 94½ P. Finnland 4½% Pfdbi. i. R. 10582 ¼ G. Pistolen fl. J 41—43 g% e, ae% P. Schweden 4½% O. 1. R. à 105 83 F. 5 Doppelte„ 9 42—44 Baden 45461 Obligat. 937 8 4½% Pfb. i. R. à 15.— 2 preuss. Friedrd'or„ 9 56½—57ʃ½ .% Obligat 30 4. NAK ner. 0% St. 1 k. 1882 76½¼. 1 8 2 en. 10 Stücke„ 9 4850 Voit nbezahtite Eisenbahn- Aecisen und Prioritäten. 2 J Fand-Duebte. 5 38535, 4½% Bayr. Ostbahn 1177 77 Ni 1 a 7 2 20 Franes. Stücke 925 ⁵—28½¼ 55 80 1 1 5 55 E. 3 5% Liv. C. V. 4 0/2. fr. à 28 kr. ö 363— 7 8 Engl. Sovereigns. 11 48—52 30% 5 andbr. d. Erkf. p.-B. 6 5% Tose. Ceutr-Elsenb.-Pr. 55½ P. 2 Kuss. Imperiales 9 42— 44 3% 22 St.-Eisenb.-Prior. 47 P. 5% Elisabethbahn-Prier.% 70½ G. 2 Gold pr. Zoll- Pf. 5 10 2 7 St, u. Lomb. E. B. 88 P. 50% do. neueste Emiss.% 6/6. f I Achb. Silb. pr. Z. Pf.» 3% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. 8B.— 4½j% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ P. I bpreuss. Kassensch. 5 45—. Wiener Wechsel-Cours— I Dollars in Geld„2 26—27 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 3. w. S. Lindheimer in Friedberg 22 90 1 zettisens Nachdem vporden i, daf preußen, Gesabt dat Gr Ober enannten bebe f hrungemaßtegt 11 tiwaigen T In dem Ne Rinderpest, Gee Srochen, und dad raͤnzrng welter berspringt un! Schleichhandel wleppung de⸗ genden, leicht dichtemaßregeln ihrer Muturge 1 doß Velssanb nir: grer Schaaft un fort die Lnztigt 2——— Hessen kche Regierunget 1 Uckannmac A Greßberzo glich Bl. Dag.— v Föttede ertrage fentlichen Kenn Uiferftaaten bie 60 ciffah ts, Abggten 1 Namn „Da., laß nunm unbeten Mun Ann III. Bekzuntmat En vom. Dez weite Uguc V. Dunsnac Meber Lebe