Dienstag den 9. Juli.. 80. .. 5 1 en kiemem Anzeiger für Oberhessen. en daͤrtig N 4 0 ang de f den dez 5— 2 85 0 3 11 schei i jens 80 S f r dor. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ Friedberger Intelligenzblatt Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Brus. U 2.————— stets 99———— Wal ö 91 3 Abonnements⸗ Einladung. 88. 1 4 g 1 2 a „ Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich d, Ems dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreis amtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche 1 Nachrichten, Markt⸗ und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ꝛc. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt J fl., 1 1 bei sämmtlichen Pestämtern des Großherzogthums 1 fl. G kr. Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaetion. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Betreffend: Vichpreisvertheilung. Friedberg den 7. Juli 1867. . 2 Von dem Festausschusse für die landwirthschaftl. Viehpreisvertheilung, die im vorigen Jahre in Laubach stottfinden sollte, wegen 89 der Kriegsereignisse aber ausgesetzt werden mußte, ist mir die Mittheilung gemacht worden, daß die Gelder, die für Loose zu der, bei der — erwähnten Preisvertheilung beabsichtigten Ausspielung landwirthschaftl. Gegenstäande eingegangen, in aller Kürze Ihnen zur Aushändigung — an die, welche Loose genommen, übersendet werden würden. Ich benachrichtige Sie hiervon. Der Direktor des landwirthschaftl. Bezirks. Vereins des Kreises Friedberg — ren es e Sent emen. tet wirder Gelegentlich der am 18. d. Mts. zu Lich stattfindenden Vieh— 12) Eine Häcksel-⸗Maschine von Richmond und n preisvertheilung werden die nachstehend verzeichneten landwirthschaftl. Cbandier, England 67 fl. 5 kr Maschinen und Geräthe an Landwirthe der Provinz Oberhessen zur 13) Eine Getreide-Putz- und Sortir-Maschine von es, offentlichen Versteigerung gebracht werden: L'huillter in Dion 5„ 0„ 8 1 Eine Wood'sche Grasmähmaschine, Ankaufspreis 200 fl.— kr. 14) Eine Wasch⸗Ring- und Meng-Maschine von * 2) Ein eiserner Ruchadlo mit Vordergestell von Bradford, London 98„ 70 ten! Eckert in Berlin, 15) Eine Samuelson'sche Getreide-Mähmaschine 5 3) Ein eiserner Pflug mit zweirädriger Stelze von neuester Construction 450%—„ Diete Howord, England 3 Die sammilichen Gegenstände sind zu Minimalpreisen eingesetzt; 4) Ein Beetpflug mit Vordergestell von Gubicz werden diese Preise durch die Gebote erreicht oder überboten, so erfolgt ohan, in Pesth 28„—„ der Zuschlag. t. 4 5) Eine Zickzackegge von Eisen, mit Chernier von Musteigern kann jeder Angehoͤrige der Provinz Oberhessen; Howard 0, Steigerer, deren Verhältnisse unbekannt sind, müssen genügende Bürg— 6) Eine Kettenegge, von Howard 32„ 5[ schaft stellen. Nach erfolgtem Zuschlag gehen die Gegenstände in Ade. 7) Ein Oelkuchenbrecher, neu, von Kolemann, Eigenthum und Gefahr der Steigerer über; Zahlung muß innerhalb üben England e* 40„ 50„ 14 Tagen nach der Versteigerung auf Anforderung des Rechners 4, Kanton 8) Ein Butterfaß, mit Eintritt der Luft, von franco au die Kasse des landw. Vereins von Oberhessen gesch ehen. mc. dete Abrams in Päris 11„ 40„ Es wird nur von Gulden zu Gulden geboten. n 9) Eine Rübenschneidmaschine, zum Schneiden von Garantie für die versteigerten Gegenstände wird Seitens des Streifen und Scheiben, von Hornsby 300% 00% landwirthschaftl. Vereins nicht geleistet. — 10) Eine Rübenschneidmaschine von Bentall, England 49—„ Laubach den 5. Juli 1867. 2— 11) Eine Grünmalzquetsche für Handbetrieb nach Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen 4 Turner, England 58% 205 Otto, Graf zu Solms-Laubach. 10 1 0. — Hessen. Darmstadt. Die II. Kammer] Bewirthung der Truppen in den zum Theil be- der Rübenzuckerbesteuerung in den Elbherzogthü— 1 hat ihre Beratbungen auf 14 Tage vertagt. Der flaggten Casernen geseiert. mern; die Aufhebung der Accise in Frankfurt + Präsident machte die Mittheilung, daß bei Wieder-— Die hierher commandirten hessischen Offi-als Staatssteuer. 4 beginn der Verhandlungen zunächst die Eisenbahn-ciere und Unterofficiere exercieren berkits auf dem— Nachdem die Nachricht vom Tode des frage und das Einnahmebudget auf die Tages- Schloßplatze dahier im Bataillon, wo sie den ver- Kaisers Maximilian hier eingetroffen war, hat ordnung gesetzt werden würden. schiedenen Compagnien zugetheilt sind. Wie ver-[der König sofort ein eigenhändiges Condolenz- 0 Gießen. Nach amtlicher Mittheilung des lautet, werden dieselben in der Mitte des Monats schreiben an den Kaiser von Oesterreich abgesandt 8 hiesigen Kreisamts an die Bürgermeistereien haben] Juli in ihre Garnisonen zurückkehren, da sie bis und gestern eine vierwöchentliche Hoftrauer an— 1 2 die Herren Brebeck aus Berlin und Rehse aus dahin den Lehreursus des preußischen Exereier- geordnet. a 2 Hannover die Erlaubniß zu geometrischen Terrain-reglements werden durchgemacht haben.— Der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ 3 Aufnahmen für das Project einer Eisenbahn Preußen. Berlin. Der„Staats-Anz.“ zufolge wird die Zollvereins-Conferenz 1 von Gießen über Grünberg⸗Lauterbachspublieirt mehrere königliche Verordnungen, voraussichtlich nächste Woche zu Ende gehen, in- UN nach Fulda erhalten. Also doch auf's Neue betreffend: Die Einführung des preußischen Civil“]dem es sich nur noch um die formelle Redaction Entwürfe und Gesellschaften. proceßverfahrens in den neuen Landestheilen, mit der gefaßten Beschlüsse handelt; in den Berathun⸗ 1 Mainz. Der Jahrestag der Schlacht bei] Ausnahme von Hannover, Frankfurt und Meisen- gen herrschte durchwegs eine erfreuliche Ueberein⸗ 2 Königgrätz wurde auch von der hieslgen Garnison heim; ferner die Errichtung einer königlichen] stimmung der Ansichten. i g ene mit einem Bankett des Officiercorps und festlicher Polizeiverwaltung in Frankfurt; die Einführung Hannover. Nach einer Nachricht des „Hamburger Corkespondenten“ hat sich die Köni⸗ gin von Hannover entschlossen, das Land zu ver- lassen; ihre Abreise zu ihrem Gemahl nach Hietzing steht schon in wenigen Tagen bevor. Wie es beißt, habe König Wilhelm neuerdings in einer Zuschrift an die Königin die Forderung wieder— holt, daß sie ihre ganze Umgebung, mit Ausnahme ihrer Töchter, von sich entferne und dafür die ihr von ihm zu bestimmende Ehrenumgebung annehme, oder daß sie die Marienburg und das Land Han— nover verlasse. Die Königin hat sich für die letztere Alternative entschieden. Kassel. Durch Entschließung des Königs ist die gegen den früheren Professor Dr. Karl Theodor Bayrhoffer zu Marburg, gegenwärtig zu Monroe in Nordamerika, wegen versuchten Hochverraths und Majestätsverbrechens ausgespro— chene Zuchthausstrafe von 15 Jahren und 4 Mo⸗ naten, unter Wiederverleihung des Rechts, die Nationalcocarde zu tragen und unter Niederschla⸗ gung der gesammten Kosten, erlassen worden. Frankfurt. Die 41. Versammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte findet dahier vom 18. bis 24. September d. J. statt. Ems. Am 6. ds. in der Mittagsstunde ist der König dahier eingetroffen. Es ertönten leb— hafte Hochrufe. In seiner Begleitung befanden sich die Generale v. Herwarth und Plonski und die Regierungspräsidenten v. Möller und v. Diest. In Limburg wurde der König von dem Bischof empfangen. Man hat in Ems große Vorberei⸗ tungen getroffen und glänzende Festlichkeiten vor- gesehen, u. A. Abends große Illumination des Badeortes und Feuerwerk; am 7. Abends große Beleuchtung sämmtlicher Berge der nahen Umge— bung durch bengalisches Feuer; während dessen wird der König vom Balkone des Kurhauses dieselbe in Augenschein nehmen und der Männer- gesangverein von Castor aus Koblenz eigige Lieder vortragen. Hierauf folgt ein großes Feuerwerk; am 8. Juli Bal paré für die Damen; am 9. große Theatervorstellung unter der Direction Offen— bachs. Auch der Lahn-Sängerbund, sowie der Kölner Männergesangverein werden im Laufe der nächsten Woche vor dem Könige ihre Lieder vor— tragen. Sachsen. Neuere Nachrichten aus Lug au melden über den Einsturz des Kohlenschachtes da⸗ selbst, daß ein Durchbruch durch den verschütteten Kohlenschacht hergestellt ist, so daß ein Steiger einfahren konnte. Derselbe wurde mit Lebens— mitteln und Erfrischungen für die Verschütteten versehen. Es ist also doch noch einige Hoffnung für Rettung der noch etwa lebenden verschütteten Bergleute vorhanden. Dresden. Das„Dresdener Journal“ pu- blicirt die Verordnung über Ausführung der Reichs verfassung.— Von Lugau sind seit gestern keine Nachrichten eingetroffen. Man glaubt, daß sämmtliche Verschütteten todt sind. Bremen. Die„Weser⸗Zeitung“ berichtet folgende erfreuliche Nachricht:„Die Besorgnisse über das Schicksal unseres Afrikareisenden, Herrn Gerhard Rohlfs, sind nunmehr, und zwar durch ihn selbst, auf das vollständigste gehoben. In einem heute hier seinem Bruder, Herrn Dr med. H. Rohlfs, aus Liverpool eingegangenen Telegramm meldet er demselben seine glückliche Ankunft in England.“ Bayern München. Der„Bayerischen Zeitung“ schreibt man:„Die Nachricht von der bevorstehenden Abrüstung Landau's hat zu der irrigen Meinung Veranlassung gegeben, diese Stadt werde eine vollkommen offene werden. Dem ist jedoch nicht so und wird Landau als fester, sturmfreier Depotplatz erhalten werden. Die be— sagte Abrüstung wird daher nur theilweise sein.“ Oesterreich. Wien. Bei Besprechung der nordschleswig'schen Frage sagt die„Presse“ bezüglich des gegenwärtigen Standes derselben: Oesterreich habe nicht das geringste Interesse, Preußen zur Hingabe Nordschleswigs ohne alle Garantie zu drängen; es könne ruhig die Ver— ständigung zwischen Preußen und Dänemark ab— warten; es habe am allerwenigsten Ursache, Par— tei zu ergreifen oder eine gefährliche Vermittler— rolle zu übernehmen; es sei, so lange man es selbst nicht beläßigt, mit der Zuschauerrolle zu— frieden. — Die„Wiener Abendpost“ bringt, mit Trauerrand umgeben, die folgende officielle Be— stätigung vom Tode Kaiser Maximilians:„Die Hoffnungen, welche sich an die mehrtägige Ver— zögerung einer Bestätigung der ersten Nachricht von dem Tode Seiner Majestät des Kaisers von Mexico knüpften, sind, wie wir mit tiefer Be— kümmerniß zu melden haben, leider nicht in Er— füllung gegangen. Ein Telegramm des kaiserlichen Gesandten in Washingthon Freiherrn v. Wyden- bruck bekräftigt in ergreifender Weise die erschüt— ternde Kunde. Es lautet: Wien von Amerika. Aufgegeben am 3. Juli, 11 Uhr Nachts. An Freiherrn v. Beust in Wien. Seward erhielt heute von den Consuln in Matamoras und Vera— cruz die Bestätigung der Hinrichtung. Die be- dingungslose Uebergabe Mexico's hat am 21. Juni stattgefunden. Wydenbruck.“— Die letzten Nach richten über den Geisteszustand der Kaiserin Char- lotte in Miramare lauten ganz trostlos. Die Aerzte geben wenig Hoffnung auf Wiederherstellung, und die Kranke macht sowohl in lichten als in umwölkten Momenten fortwährend Versuche, Hand an sich zu legen. — Ein Gerücht meldet: Admiral Teget— hoff habe die Mission erhalten, sich wit einem Kriegsschiff⸗Geschwader an die mexicanische Küste zu begeben, um die sterblichen Ueberreste des Kaisers Maximilian zu reclamiren. Frankreich. Paris. Der„Kölnischen Zeitung“ wird von Paris 3. Juli geschrieben: Wohl selten hat in Paris eine Trauerbotschaft eine so allge meine Bestürzung erregt, als die be— treffs Les Kaisers Maximilian. Es ist, als wenn die Franzosen sich für mitschuldig an dem Tode des unglücklichen Fürsten hielten. Man glaubte noch bis gestern, daß die Nachricht sich nicht be— stätigen werde; aber heute, wo Niemand mehr daran zweifeln kann, herrscht tiefe Trauer in Paris. Die erste Nachricht von der Erschießung des Kaisers Maximilian traf am letzten Sonntag hier von Wien ein. An officieller Stelle glaubte man zuerst nicht daran, und der Kaiser telegra— phirte an seinen Gesandten in Washington, um Genaueres zu erfahren. Die Antwort lautete: „Die Nachricht ist leider nur zu wahr.“ — Wie der„Etendard“ meldet, hat der fran— zösische Consul in Mexico seine Functionen ein- gestellt und die Vertretung der französischen In teressen der Regierung von Washington anvertraut. Andere europäische Regierungen haben ihre Ver— treter aus Mexico abberufen und wollen die Re- gierung des Juarez nicht anerkennen. — Die Note des„Moniteur“ über den Tod Maximilians, deren Autorschaft dem Kaiser Napoleon zugeschrieben wird, lautet wie folgt: „Die Nachricht, welche sich seit mehreren Tagen verbreitet und in allen Herzen eine tiefe Entrü⸗ stung hervorgerufen hatte, ist nun auch auf offi⸗ ciellm Wege aus Amerika angekommen. Kaiser Maximilian wurde am 19. Juni, auf Befehl von Juarez, von den Elenden, in deren Hände er ge— fallen war, erschossen. Dieser unglückliche Prinz, der vor vier Jahren von allen Mächten Europas als rechtmäßiger Herrscher von Mexico anerkannt werden war, hatte nach dem Abzuge der franzö— sischen Armee dieses Land nicht verlassen wollen. Trotz der Gefahren des Unternehmens hatte er es als Ehrensache angesehen, eine letzte Anstren— gung zu machen, um Die zu retten, die sich seiner Person angeschlossen und seiner Sache ergeben gezeigt hatten. Indem er sich muthig an die Spitze seiner Anhänger stellte, hatte er eine ziem- lich zahlreiche Armee zusammengebracht. Er be— fand sich zu Queretaro in einer beinahe unein— nehmbaren Stellung, und selbst im Falle einer Niederlage konnte er sich mit seinen Truppen durch das Gebirg nach dem Meere zurückziehen. Allein er rechnete ohne den Verrath. Ein Mann, Na⸗ mens Lopez, der sein Vertrauen sich zu erschleichen gewußt, hat gegen eine Summe Geldes den Kaiser während seines Schlafes niederträchtiger Weise verrathen. Die Ermordung des Kaisers Maxi- milian wird einen allgemeinen Schrei des Ent— setzeus hervorrufen. Diese von Juarez angeordnete ehrlose Handlung drückt der Stirne der Männer, die sich die Vertreter der mexicanischen Republik nennen, ein unauslöschliches Schandmal auf. Der Verdammungsspruch aller civilisirten Nationen wied die erste Züchtigung einer Regierung sein, an deren Spitze ein solches Oberhaupt steht.“ — Der österreichische Admiral Tegethoff, welcher, auf seiner Rückreise von Amerika begriffen, Verdienste des Johanniter⸗Ordens in der neuesten Zeit. Nach K. Falkenstein, Geschichte des Johanniter-Ordens, mitgetheilt von J. Wahl. Auch während des vorjährigen Krieges blieb der Orden der Johan- niter in der regsten Entfaltung ächter Nächstenliebe nicht zurück, sondern überbot vielmehr Das, was er ia dem schleswig⸗holsteinischen Kriege ge⸗ leistet hatte. Von wie großer, segensreicher Einwirkung der Orden der Johanniter⸗Ritter ist, kann man nicht genug ausdrücken.— Dem Orden scheinen große Mittel zu Gebote zu stehen, denn alle Lazarethe des letzten Kriegsschauplatzes sind von den Herren mit reichlichen Spenden und Liebes- gaben versehen worden. Während des Kampfes waren mehrere der Ritter unmittelbar auf dem Schlachtfelde in Thätigkeit, bis spät in die Nacht behülflich für die zweckmäßige Unterbringung der in nicht aufhörenden Zügen ankommenden Verwundeten. Die Ritter sind ferner eine Stütze für die Diaconissen und barm- herzigen Schwestern. Für die Aerzte sind diese Schwestern mit ihrer Hülfeleistung ganz unschätzbar. Was ist die Pflege eines noch so geübten Krankenwärters gegen die liebevolle, sorgsame und zarte Behandlung der Verwundeten durch die Schwestern und Diaconissen! Man muß den dank⸗ baren Ausdruck auf den Gesichtern der schwer Verwundeten sehen, wenn diese Wohlthäterinnen ihre Wunden kühlen oder ihnen einen Labetrunk reichen! Da erkennt man ihren Werth. Am 15. Mai 1866 erließ bereite Prinz Carl von Preußen einen Aufruf an den Johanniter-Orden, dessen Thätigkeit auch sofort begann. Sämmtliche Krankenhäuser des Ordens wurden zur Aufnahme von kranken Soldaten in den Stand gesetzt. Es mochten in denselben 400— 500 Betten dispogibel sein Zehn Ritter erboten sich, auf ihre alleinigen Kosten Lazarethe von 6—60 Betten zur Aufnahme von Verwundeten und Kranken einzurichten, so daß dadurch dem Orden wiederum 200 Betten verfügbar wurden. Außerdem stellten mehrere Ritter ihre Schlösser und sonstige Räumlichkeiten, der Fürst Pleß seine Localitäten im Bade Salz⸗ brunn, dem Orden zur Disposition. Etwa 150 Ritter hatten sich zur persönlichen Dienstleistung während des Krieges gemeldet. Sämmtliche in den Diaconissenhäusern zu Berlin, Kaiserswerth, Breslau und Königsberg irgend disponibel zu machende Schwestern, zusammen 78, und 30 Bruder aus dem Diaconissenhause zu Duisburg, wurden von den Vorstehern dieser Anstalten dem Orden zur Verfügung gestellt. Diesen schloß sich noch eine Anzahl barmherziger Schwestern an, so wie zahlreiche andere freiwillige Krankenpfleger. Rühmend muß aber auch anerkannt werden, wie es im ganzen nördlichen Deutschland sich im Interesse der Krankenpflege regte. Der Verein für Pflege verwundeter und erkrankter Krieger“ breitete sich nach allen Seiten aus, und, so schwer auch der Druck der Zeit auf fast allen Ständen lastete, wollte doch kein Ort in der Bethätigung der Liebe zu den leidenden Brüdern zurückbleiben. Allenthalben entstanden Hülfs⸗ lazarethe, erboten sich Privatpersonen zur Aufnahme Verwundeter, und so konnten denn die in Böhmen errichteten Lazarethe des Ordens schon in der Mitte des August wieder aufgelöst werden, während in den stehenden Krankenhäusern des Ordens die Pflege der Verwundeten noch bis vor Kurzem enttollt. . Friedd Jalgenden ent; Bewohners de Veranlassung von eiwa 7— derfleschte de wunden und hört, selbst 00 kommen bec Ftieberg bal Ein elda 5 J. gehen dem in eines stemden angefallen un Die Verwund sein, allein ee sie ihre Kin in dicser Wes zu verwundert und schwerere ihren Wagen unserer Stadt kommen sind, korbe versehen nicht zu ssren⸗ Sicherbeit auß Offenbur dug au folgen. Bechtsuuhl der dcn die vod wunde dasse d eines 15 Tag Obdͤuction 0 haben. Eine nämlich, dog eine bedeuten a Schwabe welchem N Ong 0 10 deren bel iacta fehr z Erbrcen, von dige Fam ö find i 5 5 u befürchven. in segnet vorliegende Orden üb Unterhalten er Kranf haben die ann, Na uischltichen ken Kailser zer Veist 1 Naxi⸗ des Ent⸗ agtordnett Männer, Fecpublil aul. Der Naticnen rung stin steht.“ et hoff, begriffen, — u Madlen 0 ö altinigen aelrt und 200 Beiten ales un Habt Sl ! geg 17 Fladtt sich seit einigen Tagen in Paris befand, wurde am Montag telegraphisch nach Wien berufen. Man bringt diese plötzliche Berufung mit der Katastrophe von Queretaro in Zusammenhang; wie es scheint, handelt es sich um eine Misston wegen Auslicferung der sterblichen Ueberreste Ma— ximilians. Großbritannien. London. Dem Par⸗ lament ist jetzt der officielle Bericht über die Hungersnoth. in der indischen Provinz Orissa eingehändigt worden, woraus hervorgeht, daß eine schreckliche Dürre während des Jahres 1865 dort eine unbeschreibliche und unglaubliche Noth hervorgerufen hat. Vom Herbste 1865 bis Ende 1866, bis die Herbsternte dieses Jahres einge— bracht wurde, stieg die Noth von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat Von der Bevölkerung von 3,600,000 wurden über 600,000 Seelen während dieser Zeit vom Hunger hinweggerafft. Es ist ein Schreckens— gemälde ohne Gleichen, das der Commissionsbericht entrollt. * Friedberg. Von Stuttgact berichten die Zestungen folgenden entsetzenerregenden Fall. Der große Hund eines Bewohners der Olgaflraße überfiel ohne irgend eine äußere Veranlassung einen ruhig seines Weges gehenden Knaben von etwa 7— 8 Jahren, biß ihn in den Hinterkopf und zerfleischte denselben völlig(man zählt bis zu acht Biß— wunden und eine Kopfader ist verletzt), so daß, wie man hört, selbst der sogleich herdeigeholle Arzt an dem Auf— kommen des unglücklichen Kindes zweifell.— Hier in Friedberg hat sich dieser Tage ein ähnlicher Fall ereignet. Ein etwa n 5 Jahre alter Knabe näherte sich im Vorüber— gehen dem in einer Straße stehenden Hundefuhrwerk« eines fremden Händlers, als er plötzlich von dem Hunde angefallen und mehrmals in das Gesicht gebissen wurde. Die Verwundung soll zwar nicht von großer Bedeutung sein, allein es ist doch sehr beumuhigend für Eltern, wenn sie ihre Kinder in den gangbarsten Straßen der Siadt in dieser Weise bedroht fürchten müssen. Denn wahrlich zu verwundern dürfte es sein, daß nicht schon öfters ähnliche und schwerere Verletzungen durch diese zur Vewachung bet ihren Wagen liegenden Hunde, sowie die vielen überall in unserer Stadt frei herumlaufenden großen Bestien vorge— kommen sind, da mau solche nur selten mit einem Maul— korbe verschen findet. Sollten obige Fälle die Polizei nicht zu strengeren Anordnungen im Inkeresse öffentlicher Sicherbeit auffordern? Offenburg. Als kürzlich ein junges Brautpaar, das am folgenden Tag getraut werden sollte, in einen Beichtstuhl der hiesigen katholischen Stadttirche trat, um daseldst die vor der Trauung übliche Beichte zu verrichten, wurde dasselde durch eine in dem Beichtstuhle gelegene Leiche eines 15 Tage alten Kindes überrascht. Die gerichtliche Obduction soll einen natürlichen Tod desselben ergeben haben. Eine der Verbringung der Leiche an den genannten Ort verdächtige Person ist verhaftet. Würzburg. In diesen Tagen befand sich unsere Stadt in der größten Aufregung. Es ereiänete sich nämlich, daß bei einem hiesigen Bäcker aus Unversichtigkeit eine bedeutende Quantität Arsenik, welches zur Vertilgung der Schwaben aufgestellt war, in den Butterteig gerieth aus welchem die sogenannten Hörnchen gebacken wurden. Alle Diejenigen, welche dieses Backwerk genaßen, und es sind deren bei der ausgedehnten Kundschaft des betreffenden Bäckers sehr Viele, bekamen mehr oder minder heftiges Erbrechen, von dem sich nur Wenige bis jetzt erholt haben. Ganze Familien liegen darnieder, Aerzte und Apotheker sind in größter Thätigkeit, doch ist keine Lebensgefahr mehr zu befürchten. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. III. Quartal 1867. Urtheile: en 1. Juli wurde Johannes Traband aus Lauter— bach, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine geschärfte Zuchthausstrafe von 4 Jahren, Antoinette, seine Ehefrau dagegen, wegen Begünstigung dieses Verbrechens, in eine Bezirksgefängnißstrase von 3 Wochen condemnirt.— Den 2. Juli wurden wegen Körperverletzung und Raubs ver- urtheilt: 1. Blasius Hill von Ohmes, in eine Zuchthaus— strafe von 5 Jahren und 3 Monaten. 2. Conrad Happ von da, in eine solche von 5 Jahren und 1 Monat; sodann wurde 3. wegen Begünstigung des letzten Ver— brechens, Gottfried Schmidt von da, in eine Bezirks— gefängnißstrafe von 8 Wochen, an welcher jedoch 5 Wochen als verbüßt zu betrachten seien, verfällt.— Den 3. Juli wurde Heinrich Grün von Rabertshausen, wohnhaft zu Betzenheim, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine geschärfte Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurtheilt D * Das Dorheimer und Melbacher Zergwerk. Erwiderung Der Anzeiger füt Oberhessen hat in Nr. 77 einen Aufsatz unter vorstehender Ueberschrift gebracht, welcher die Gemeinde Melbach beschuldigt, als widerstrebe dieselbe blos aus localem Interesse der Inbetriebsetzung eines neuen Braunkohlenbergwerks in ihrer Gemarkung. Es kann zwar nicht geleugnet werden, daß der Ortsvorstand resp. die ganze Gemeinde Melbach ihre Interessen durch jene An— lage für gefährdet erachten müßte, allein sie hat auch ihre guten Gründe dafür, wie aus Nach— stehendem zu ersehen sein wird. Bekanntlich liegt die Gemarkung Melbach ganz eben und ist dasjenige Feld, wo die Anlage in Bau genommen werden soll, vor mehreren Jahren entwässert worden. Durch jene Inbaunahme wird eine Menge Wasser zu Tage gefördert, es werden Sümpfe gebildet, um mit dem darin befindlichen Wasser Sommerszeit die Klötze zu bereiten. Nun weiß jeder Laie, daß das Wasser das Gleichgewicht hält, es wird sich dasselbe dem Felde wieder mit— theilen und dieses wird sich hierdurch wieder ver— schlechtern, auch wenn Graben zur Ableitung des Wassers vom Werke angelegt werden sollten. Wo will man hin damit? Nach unsern Wiesen hin, welche vor einigen Jahren durch einen tiefen Graben entsumpft worden sind, und wo das Wasser so wenig Fall hat, daß dasselbe im Entwässerungsgraben stehen bleibt? Kommt nun das Bergwerkswasser noch dazu, welches bekannt— lich ganz böse Bestandtheile besitzt, so werden auch die Wiesen wieder gänzlich verdorben. Bei Anlegung eines mit so viel Kosten ver— bundenen Werkes fragt es sich erstens: liegt die Nothwendigkeit vor, um durch jenen Betrieb der Landwirthschaft so viel Land zu entziehen und zweitens: wird sich dasselbe rentiren? Beide Fragen müssen verneint werden, denn wenn man bedenkt, daß in einem Umkreise von circa 1½ Stunden, sechs Bergwerke, zwischen welchen Melbach fast in der Mitte liegt, in Betrieb sind, Wölfersheim, Weckesheim, Dornassenheim, des Besten für's Allgemeine in hohem Grade. Bauernheim, Ossenheim, Dorheim mit Beienheim, von denen die meisten solche reichhaltige Kohlen— lager haben, daß bei Menschenleben die Ausbeute zum Bedarf hiesiger Gegend hinreicht; wenn man ferner erwägt, daß durch den allgemein ein— geführten Verbrauch der Steinkohlen und die ge⸗ sunkenen Holzpreise der Bedarf an Braunkohlen ein weit geringerer geworden und für die Folge noch weit geringer werden wird, was darin seine Bestätigung findet, daß noch Tausende Centner alter Klötze auf dem Dorheimer Bergwerk sitzen geblieben sind, so beweist dieses Alles, daß kein Bedürfniß vorhanden ist, ein neues Bergwerk anzulegen. Was nun die zweite Frage der Rentabilität betrifft, so wollen wir nur kurzer Hand anführen, was ein neues Bergwerk für ein großes Auslagekapital verlangt, bis solches in Betrieb gesetzt werden kann. Für Ankauf von Gelände(und dieses ist in Melbach seit 10 bis 15 Jahren sehr theuer), für Aufführung neuer Ge— bäude, für Anlegung neuer Wassergraben und Ankauf des Geländes hierzu, sowie Ankauf von Gelände zu einer neuen Chaussee und deren Bau— kosten u. s. w. Nun weiß jeder, daß in den ersten Jahren die Ausbeute eine geringe ist und der Verkauf der Klötze fast gar nicht geht, weil dieselben in erster Zeit nicht viel werih sind. Allein das Auslagekapital will auch verzinst sein. Wo bleibt da gleich der Ueberschuß von 10,000 fl., welchen Einsender des besagten Aufsatzes uns so schön mit Zahlen auf's Papier bringt? Er sagt es freilich nicht bestimmt, sondern er führt an, es soll so und so viel Ueberschuß gehabt haben? Die Rentabilität wird ferner noch in Frage gestellt durch die Concurrenz, denn daß der Preis der Braunkohlen, um Absatz für dieselben zu finden, herabgesetzt werden wird und muß, unterliegt gar keinem Zweifel. Wenn Einsender sagt, das Melbacher Lager wäre nur durch Unterbrechung einer kleinen Strecke von dem von Beienheim getrennt, so ist er sehr im Irrthum, das Melbacher Lager liegt weiter als eine viertel Stunde von dem Beienheimer entfernt und wenn derselbe ferner den Melbachern den guten Rath ertheilt, den Behörden entgegen zu kommen und an den bekannten Satz erinnert: „Das Wohl des Einzelnen muß dem Wohle der Gesammtheit untergeordnet werden“, so klingt dieses Alles recht schön und die Inbaunahme des Melbacher Bergwerks möchte wohl auch für sein eigenes Interesse) von Vortheil sein, allein daß den Melbachern Feld und Wiesen ruinirt und ihre Wege verdorben werden, das wird doch Niemand in Abrede stellen können, wer nur einiger maßen die Lage des Melbacher Feldes keant. 1 *) Wie glauben hierzu bemerken zu sollen, daß der Ver⸗ fasser jenes Artikels duechaus nicht und in ke'ner Weise bei dem Dorgeimer Bergwerke persönlich interessirt ist, er iteressirt sich aber für volkswirehschaftliche. 1 8 . ed. in segensreicher Weise fortdauerte und vielleicht jetzt noch fortdauert. Nach vorliegenden genauen Nachweisen vom 31. August v. J. hat der Johanniter- Orden überhaupt 1086 Verwundete in die von ihm begründeten und unterhaltenen Lazarethe aufgenommen, darunter ein Dritttheil Oestreicher. Der Krankenbestand betrug an jenem Tage noch 409. An Gelobe trägen baben die Ordensglieder unter sich fast 50 000 Thaler aufgebracht. Der unter Thränen der Rührung ausgesprochene Dank von Tau— senden ist der hochherzigen Ritter schönster Lohn! Blumenlese aus Jean Paul's Werken. Wenn die Vernunft Gott und eine zweite Welt in ihr Zergliederungshaus sorbern darf, so bat sie auch ein Recht, dasselbe feine Messer an den Staat und seine Form zu legen, gesetzt, sie zöge daraus sogar lauter Mängel ans Licht! Jede Staatsform würde sich für Un form erklären, wenn sie fürchtete, von dem Lichte (wie Hornsilber) schwarz zu werden oder zu verlieren.— Kleine oder große Staaten, welche waren glücklicher, gediegener, weiser? Athen, Sparta, Hansarepubliken, einzelne italienische Staaten— oder orientalische Reiche, China, Rußland?— Riesenstaaten gleichen der Riesenmuschel, deren Schalen 6 Ceniner, deren Fleischinhalt kaum 25 Pfund wiegen.— Ganze verblutete Zeiten und Völker stehen vor uns als Blut⸗ zeugen des Satzes, daß ein Fürst eine Wahrheit(etwa 1½ Seilen stark) nicht gelesen halte. Wer soll den Häupern unter bem Thronhimmel, der so viele Schatten und Truglichter wirst, wahre Beleuchmung geben!„Das Vuch sagt kühn Allen Alles!“— Fürsten sellten eine geheiligte Gesellschaft von Männern anstellen und beeidigen, die mit grenzenleser Censurfreiheit dem Fürsten alle wichtigen gedruckten Aussätze in Betreff des eigenen Landes und der eingreifenden Nachbarländer, auch Meisterwerke üver Volkswohl, gewissenhaft anzeichnen oder vorlesen müßten.— Täglich sollie ihnen aus den neuesten Kriegsgeschichten wiederbolt werden, daß Einsichten des Volks— Kräfte verleihen und daß Licht(in den Köpfen) Feuer gibt.— Heil den ersten Fürsten der Landständel Sie haben mehr erobert für die Zukunft als andere für die Gegenwart, denn sie erblühen ewig in ihren Ländern.— Es gibt kein schöneres Schauspiel, als das eines Fürsten und seines Landiages, die sich gegenseitig danken mit Wahrheit. Tritt einmal die Zeit, die immer mit schlafendem Auge impft, plötzlich mit Blüthen und Früchten des Volksgeistes vor die Fürsten und die Welt, dann ist's schlimm, wenn man ihr nur Dornenzwetge zu entfalten gab.— Nur Tyrannen wollen Gegendruck durch größeren Druck absiumpfen und Thränen durch Tbränen wegschwemmen. Aber die Thränen der Völker fallen, wie in Trepfsteinhoͤhlen die Tropfen: sie bleiben beisammen und versteinern sich endlich zu zackigen Säulen und diese Säulen trotzen und hallen.— Wird die Freiheit langsam und sanst herbeigeführt, dann steht's gut mit Fürst und Volk— schlimm aber, wenn nicht die Kirchner, sondern die Revoluttonäre die Glocken läuten.— Die Freiheusliebe der Deutschen ist nur Rechllichkeiteliebe, nicht Glanz- und Raubsucht. Und so lange dieser Sinn in uns nicht zu ermorden ist, werden wir Fremdherrschaft und Knechischaft hassen und das Vaterland lieben. E. Lücken büß er. „ Nachahmungewerth. Der üblen Gewohnheit, Säuglinge und hald⸗ erwachsene Kinder mit in öffentliche Vergnügungslocale zu nehmen, wo sie nur zu häufig das Publikum durch Weinen oder Schreien belästigen, ist man neulich im Staate Maine durch ein prakzisches Mittel enigegengeireten. Bei einer öffentlichen Festeichkeit hieß es im Einladungs-Programme:„Eintrittspreis für erwachsene Personen 25 Cents und für Kinder unter 5 Jahren 1 Dodar.“— Wir vermuthen, daß der Festlichkeit nicht viele kleine Kinder beigewohnt haben. .. *— 14 Eisenbahn-Frachtbriefe Bindernagel& Schimpff in Friedberg Mädchen⸗Institut zu Friedber kädchen⸗Institut z edberg. 1686 Seit Montag den 8. Juli werden durch Herrn Morgenstern wöchentlich 4 Religions stunden ertheilt. Auch solche israel. Kinder, welche andre Schulen besuchen, können daran Theil nehmen. Zinßer. sind zu haben bei Uach fünßzig Jahren. Festgedicht zur bevorstehenden fünfzig⸗ jährigen Jubelfeier des Friedberger Seminars. Don Treutel. Preis: 6 kr. Vorräthig bet Bindernagel& Schimpff in Friedberg. * 2 2 1. Schieß Waffen 1683 aller Act, mit fahrelanger Garantie, Lefaucheux- Gewehre, doppelläusig von 48 fl. an bis zu den böchsten Preisen, sind stets vorräthig und empfiehlt bestens W. Burk in Butzbach. Fraukfurt a. M. Local- Veränderung. Bayerisch-Bier. Wirthschaft und KRestauration, 1523 welche sich seither im Vorderhause(früher Café Neuf) befand, habe ich von heute an in die geräumigen, neu und elegant hergerichteten Säle des Hinterhauses verlegt und empfehle dieselbe, sodie auch meine daranstoßende Gartenwirthschaft einem geehrten aus— 5 wärtigen Publifum bestens., Saam. Für Besitzer von Daupf-Dreschmaschinen Fertige Rothguß Lager für Dampf-Dreschmaschinen, Lager— Metall zum Ausgießen von ausgelaufenen Lagern, empfiehlt in bester Qualität billigst Ludwig Becker in Offenbach a. M. Metallgießerei und Fabrik für Dampfmaschinen- und Kessel-Armaturen. Lebeusversicherungsbauk für Deutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Juni 1867 34, 447100 Thlr. Eff ktiver Fonds am 1. Juni 1867 14, 210000„ Jahreseinnahme pr. 1866 2.468127„ Dividende der Versicherten im J. 1867 36 Pro; 1639 Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Belegung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheir, wie durch die unverkürzte Ver— theilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben bei Hofgerichts-Advokat G. Trapp II. in Friedberg. Domänenpfandmeister Müller in Nidda. Güter⸗Versteigerung. 1590 Mittwoch den 7. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathhause die nachbeschrtebenen Immobilien des hiesigen Bürgers Konrad Kopp nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur Nr. Klafter 1. 84. 102. Grabgarten am Schützenrain. Gemarkung Fauer bach b. ß. Flur Nr. Klafter 4. 172. 148. Acker Kappesgärten auf dem Krämer, öffentlich melstbietend zwangsweise verstelgert werden. Friedbeug den 24. Juni 1867. In Auftrag Grof herzoglichen Lanpgerichts Friedberg Großherzegliches Ortsgericht F tedberg J id; 1615 n 1684 Die Genehmigung der Hol zversteigerung vom 5. d. M. in dem Domanalwald Burgwald wird hierdurch öffentlich bekannt gemacht und den Steigere n weiter noch bemerkt, daß die Abfuhrscheine vom 11. d M. an bei Groß berzoglichem Rentamt Friedberg in Empfong genommen werden können und der Tag der Holzüberwelsung tesp. der erste Abfuhrtag auf den 12 d. M. anberaumt worden ift. Die von da ab erfolgende Abfuhe muß mit dem 27. d. M. vollzogen sein. Ober⸗Rosbach den 6. Jult 1867. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach B ing mann. Arbeits-Versteigerung. 1682 Samstag den 13. d. Ms., Nachmittags um 3 Uhr, soll in der Stein'schen Wirthschaft dahler das Brechen, Anfahren und Kleinschlagen von 2 Cubikklafter Steinen, sowie das Liefern von 160 Stück Parzellen⸗ steinen an den Wenigstnehmenden veraccordirt werden. Beienheim am 6. Jali 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Beienheim Muth. Der dienstälteste Gerichtsmann o uc ar. Holzversteigerung. 1666 In dem Gräflich Soems-Rödelbeim'schen Forst⸗ revier Bainvärds, Distrilt Unterwald, kommen Donnerstag den 11. Juli l. J. zur öffentlichen Versteigerung: 4 Stecken Eichen Prügelholz, Faselochs-Versteigerung. Schälholz, 1682 Mitwoch den 10. d. M, Vormittags 10 Uhr, 11000 Wellen„ Reisbolz, soll im Gemeindebause ein zum Sprung zu schwer ge— 4000„ Durch forstungs⸗Reisholz, wordener, sehr gut gehaltener Faselochse, an den Metst⸗ 350„„ Astreisholz, bietenden versteigert werden. 12 Haufen Allerle ihe lz. 36 Eichen⸗Stämme, von 5—9“ mittlerem Durch⸗ messer, 15—30“ Länge, 300 Stück Eichen- Baumstützen. Zusammeakunft Morgens 8 Uhr am Forsthaus Bain hards. Wickstadt den 1. Juli 1867. Grafliche Oberförsterei Assenbelm Schal las. Zurückgesetzte Jaconete, Bareges sowie verschte ene andere Kleiderstoffe, N ich zu sehr billigen h 1675 8 1 15 riedberg. A. 3 gegen Baarzahlung versteigern. 3. J. A. Nauheim Friedberg den 7. Jult 1867. Im Bettfedernreinigen, W ten g 1644 sowohlen biesiger Stadt als auch Über Land, 1664 Der erste oder der zweite Stock meines Hauses empfiehlt sich Katharina Nees, ist zu vermiethen und kann gleich bezogen werden. Södel am 5. Jult 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Södel Reitz. Versteigerungs- Anzeige. 1661 Mittwoch den 10. Juli l. J., Vormittage 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung nächst der Stadtkirche verschiedene Mobillar-Gegen⸗ stande, als: Tische, Stühle, Commoden, Spiegel, 1 gut gehaltenen Secretatr, 1 Eckschränkchen, Bettladen mit Stahlfeder⸗ boden, 1 eisernes Kunderbettlädchen, 1 sug Trlttstuhl, Küchenschränke, diverses Kind ersplelzeug und sonftige Haus und Küchengeräthschaften öffentlich meistbtetend Schillerplatz 12. 3 und Schwester 14753 Für 5 Sgr. vorräthig in allen Buch- baͤndlungen: Reine Hämorrhoiden mehr! Prakt'sche Anweisung zus sichersten und rasch fen Heilung der Hämorrhoiden. 2 lüchtige Schteinergesellen 1655 können sofort Arbeit erhalten bei J. Wilhelm, Schreinermeißer. Noggenbrodmehl, 16% auf Verlangen Zahlungofrist bis 1. Oetober d. J. empfehlen 1645 vom 1. Jult an seinen Dienst als Todtepwärter wieder angetreten hat und denselben pünktlich und gewessenhaft besorgen wird. Friedberg den 1. Juli 1867. Heinrich Nees, Todtenwärter. Wagen Zu perkaufen! 1651 Gebrauchtes Doppelverdeck, Kaleschen, Droschken, leichte Phaͤethon, für einen Arzt passend. Frankfurt. Simon Rothhan, neue Schlesingergasse Nr. 3. 1477 Für 5 Sgr. vorräthig in allen Buch⸗ handlungen: Keine Zahnschmerzen mehr! Entdeckung eines sichern Mittels sich derselben binnen 5 Minuten auf immer zu entledigen. FFP FC 2 Danksagung. 1687 Allen Denjenigen, welche unsre unvergeßliche Tochter Mathilde Fanst zur letzten Ruhessätte begleitet haben, sagen wir unsern innigsten, tiefgefühlten Dank, ganz besonders aber noch den Herren Lehrern und Mitschüler nnen der Verblichenen. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: Den 30. Juni. Frtedrich Wilbelm Dietrich, Bürger und Heilgehülfe zu Nieder Wöllstadt, ein Wittwer und Sohn des hies. Bürgers und Stadidieners Friedrich Dietrich und Sophie Katharina Oberländer, Tochter des 4 blesigen Bürßers und Orkonomen Johannes Oberländer. Den 3. Juli. Heinrich Melior, Feldwebel im II. Bataillon des II. Großh. Infanterie⸗Reg ments, Sohn des Ortsbürgers und Forstwarten Georg Meltor in Groß⸗Buseck und Anna Margaretha Dörr, Tochter des hies. Bürpers une Gerbermeisters Jakob Dörr. Getaufte: Den 30. Juni. Dem bies. Bürger und Schuh⸗ machermeister Jean Rausch ein Sobn Georg Friedeich Wilhelm, geb. den 18. Juni. Den 30. Juni. Dem bies. Bürger und Mechankkus Konrad Karl Reuß eiue Tochter Regine, ged. den 11. Juni. — 30. Jun! Dem bief. Bürger und Schuh⸗ machermetster Michael Höck ein Sohn Johann Heturich, geb. den 20. Juni. Beerdig te: Den 1. Juli. Heinrich Hartmann Rausch, Sohn des Johann Heinrich Rausch IV. hies. Bürgers und Schuhmachermeisters, alt 9 Jahre, 5 Monat, 11 Tage, den 30. Juni. N Veranlw. Red.: Hermann Schimpff. wohnhaft an der Stadtkirche. Georg Buchecker, usagasse. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. 7 5 A Enthält bie amt — Mil be breimal, Dient scigten! und wichlig ee Nachrichen, Me Unterbaltu! uns die eitel Das 2 Unterbrech Den Abbe 2— Betreffend: Di Durch Gräben zugesch wirkung der B Betreffend: Ueber Auswe ech Hessen. Treffens von Findet auf d Trauergottes Garnison d N Zimmern dis fassers Nolhsand der schin Awzinze Friedb Ma, Siisturg eine diesjähr Mumwoch den halten. 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