stsch. 1 der Brust Mapper jer 20d Sütle Stationen uffurt bil Neu. ttt. R —1 5. 0 1*+— 1867. Dienstag den 9. April. f nzeiger für rhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint j nstag, Donnerstag und Samstaß⸗. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Aufbewahrung von Werthpapieren in den Gemeinden Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistekeien. Es stehen noch viele mit Erledigung unserer Auflage vom 15. Januar l. J., Anzeiger Nr. 2, zurück; weshalb wir hieran binnen 8 Tagen bei Meidung der Abholung erinnern. Bekanntmachung. Friedberg den 5, April 1867. Ter a pp. Donnerstag den 11. l. M., Vormittags 10 Uhr, werden 9 Centner Heiligenstädter Kartoffeln in 1 gegen Baarzahlung versteigert, was ich hiermit zur Kenntniß des landwerthschaftlichen Publikums bringe. Rieder ⸗Wöllstadt wollen Vorstehendes, so viel als thunlich, veröffentlichen. Friedberg den 7. April 1867. Die Großherzogl. Burgermeistereien Der Director des landwirthschaftl. Berzirks-Vereins Friedberg Ter a p p. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗[ Becker aus Wörrstadt die 1. evang. Schulstelle zu Groß-[der„Tanne“ erbaut werden. Die Kosten dürften liche Regierungsblatt Nr. 14 enthält: Jelda zu übertragen— am 26. Febr. den von dem sich an 500— 600,000 fl. belaufen. Herrn Fürsten zu Isenburg-Birstein auf die evang. Pfarr⸗ I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. In den letzten Tagen des Monats April v. J. fiel im Hafen zu Mainz ein Mädchen im Alter von 11 Jahren vom Werfte in den Rhein, welcher damals einen sehr hohen Wasser⸗ stand hatte, und verschwand in den Fluthen Der Schiffer Sebastian Lenz Jun. aus Kitzingen, im Königreich Bayern, welcher dies von seinem im Hafen von Malnz ver Anker liegenden Schiffe aus sah, sprang sofort in voller Kleidung in den Rhein, erfaßte das bereits im Untersinken begriffene Mädchen und brachte es glücklich wieder an das Land. S. K. H. der Großberzog haben dem Sebastian Lenz für diese menschenfreundliche, von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr ausgeführte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für Rettung von Menschen— leben“ allergnädigst zu verleihen geruht. II. Bekanmmachung Großh. Ministeriums des Innern vom 12. März d. J., die Hauptergebnisse der Rechnung der Staals⸗Versicherungs-Anstalt für Stell vertretung im Militärdiensie von dem Musterungs- und Ziehungsjahr 1865 betreffend. III. Uebersicht der im Jahre 1866 in den Irren⸗ Anstalten des Eroßherzogthums verpflegten Kranken. IV. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinde des Kreises Mainz. V. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: am 17. Febr. dem Kammerjunker und Attache bei der Ge— sandischaft in Paris Max Fihrn. v. Gagern für den ihm von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Orden der eisernen Krone 3. Klasse, und am 15. März dem praktischen Arzte Dr. Louis Büchner zu Darmstadt für das ihin von Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich verkiehene Ritterkreuz des Franz⸗Joseph- Ordens. VI. Ertheilung von Erfindungspatenten. S. K H. der Großherzog haben allergnädigst geruhr: am 2. März dem Schmiedmeister Samuel Bopp zu Kriegshelm ein Erfindungspatent auf die durch vorgelegtes Modell nebst Beschreibung näher erläuterte Consttuktion eines Pflugs, unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— am 6. März dem Fabrikanten J. P A. Vollmar in Kempien ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Bescheeibung näher erläuterte Construktion einer Leim⸗ Leder⸗Zupsfmaschine, unter dem Vorbehalte, daß durch das ettheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums, und am 8. März dem Anton Stute zu Amecke, im Königreich Preußen, ein Erfindungs⸗ patent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion einer Vorrichtung zum Hauen von eilen, unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheil te atent Niemand in der Anwendung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu erthetlen VI. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog baben allergnädigst geruht: am 5. Febr. den seitherigen Postverwaller bei dem Postamte Alzey Carl Wimmer, welchem bie Stelle eines Postmeisters bei demselben Post— amte Übertragen worden ist, in dleser Stelle zu bestätigen; am 15. Febr., dem Schulamts-⸗Aepiranten Burtschell aus Büdesheim die kath. Schulstelle zu Badenheim;— am 22. dem Lehrer an der Realschule zu Offenbach Dr. Sommerlad die Stelle eines Inspektors der Stadtschulen n Offenbach, und am 25. Febr. dem Schulamtsaspiranten g zu Wenings präsentirten evang. Pfarrer Brüning zu Kirchbracht, im Königreich Preußen, für diese Stelle zu bestäligen;— an demselben Tage den Gutsbesitzer Hassemer zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte Bingen; am 2. März den Portier und Wieger auf der Station Nauheim der Main-“ Bahn, Malsch, zum Expeditionsgehülfen auf dieser Station, und den Hülfswärter bei der Main⸗ Weser-Bahn Lange von Zwergen zum Portier und Wieger auf der Station Nauheim dieser Eisenbahn zu ernennen; am 5. März den Gendarmen zu Pferd 2. Klasse Roß⸗ mann aus Lichtenberg zum Pedellen bei dem Gymnasium zu Darmstadt zu ernennen; am 6. dem Schullehrer Heyder, dermalen zu Mainz, die vierte kath. Schulstelle zu Gernsheim, und dem evang. Schullehrer zu Wenings, Freimann, die evang. te zu Stammheim zu über den von dem Herrn Grafen Solms-Rödelheim auf die kath. Schulstelle zu Wick⸗ stadt präsentirten Schullehrer Veith zu Ilbenstadt für diese Stelle zu bestäligenz am 7. März dem Salindn⸗Inspektor und Rechnungsführer bei der Saline Nauheim, Ziegler, unter Belassung seines seitherigen Amtstitels als Salinen— Inspektor, die Stelle eines Salinen-Rentmeisters bei der Saline Theodorshalle zu verleihen;— am 8. März den Inspektor des Kupferstichcabinets, Hofmann, zum Inspektor stell ser U tragen;— an demsel zum Tage [der Gemäldegalerie, und am 12. März den Bremser bei der Main⸗Weser⸗Eisenbahn Lauermann zum Schaffner bei dieser Eisenbahn zu ernennen; am 16. März dem Protokollisten bei der Registratur der Ober-Forst⸗ und Domänen⸗Direktion, Strein, die Stelle eines Registrators bei vieser Registratur mit dem Amtstitel als„Ober-Forst⸗ Registrator“ zu übertragen. VII. Dienstentlassung: S. K. der Großherzog haben am 7. März den Hofgerichtsadvocaten Krug und Georgi zu Gießen die von ihnen erbetene Entlassung aus der Zahl der Advocaten und Procurgtoren bei dem Hof⸗ H. der Advoc gericht der Provinz Oberhessen allergnädigst zu ertheilen geruht. VIII. Versetzung in den Ruhestand: am 7. März den Steuer- und Domänenpfandmeister Stortz zu Vöhl — und am 16. März den vormaligen Kurfürstlich Hessischen Chausseegelderheber auf dem Chausseehause bei Friedberg, Stiebing. f IX. Concurrenz für: die evang. Schulstelle zu Sichen⸗ hausen mit einem Gehalte von 300 fl., nebst 4 Stecken Holz zur Heizung des Schullocals. X. Gestorben: am 21. Februar der evang. Pfarrer Wundt zu Dittelsheim;— am 24. Febr. der pens. Kreis⸗ arzt Medicinalrath Dr. Daudt zu Groß-Bieberau;— am 28. Februar der evang. Pfarrer Sellheim zu Villingen; — an demselben Tage der penf. Dislrictscinnehmer Ren⸗ dant Bang zu Darmstadt;— am 1. März der Ober⸗ appellatiens- und Cassationsgerichtsrath Dr. Frhr. von Schaumberg zu Darmstadt;— am 4. März der kath. Schullehrer Burtschell zu Badenheim;— am 8. der xefor— mirte Pfarrer Cullmann zu Lengfeldz— am 11. März der pens. Steuercommissär Steuerratb Klein zu Nieder— Ingelheim;— am 17. März der Kanzleidiener bei dem Administrativ⸗Justizhose Roth zu Darmstadt;— am 18. März der pens. Friedensrichter Justizrath Dr. Lambinet zu Mainz;— am 19. März der Realschuldirector Dr. Schäffer zu Darmstadt. Darmstadt. Man spricht davon, daß die Erbauung eines Zellengefängnisses unsere Regie— rung lebhaft beschäftige. Nach dem jetzigen Plan soll dasselbe zur Aufnahme von etwa 450 Sträf— lingen eingerichtet und wahrscheinlich in der Nähe — Der Verein öffentlicher Anwälte berieth in einer zablreich besuchten Versammlung eine Beschwerdeschrift an die Stände wegen des fünf— jährigen Widerrufs für neu angestellte Advocaten. Die von einer Commission speciell vorbereitete und von Herrn Hofgerichtsadvocaten Weller ent— worfene Eingabe entwickelt gründlich die Nachtheile und das Unrecht einer solchen fünfjährigen Wider- ruflichkeit, welche für die einer Staatsbesoldung entbehrenden Anwälte durchaus unnöthig und schädlich sei. e Friedberg. Die Nachricht, daß mit der Uebernahme der Posten durch die preußische Verwaltung manche bewährte Neuerungen und Verbesserungen eingeführt werden sollen, daß z. B. das Landpostbotenwesen, wo noch nöthig, besser organisirt werden wird, daß die ambulanten Po— sten vermehrt und bei allen Bahnzügen befindlich sein sollen ꝛc. zꝛc. wird gewiß überall freudige Auf nahme finden. Wenn aber die in den altpreußischen Provinzen vorgeschriebene Einrichtung, daß Werth⸗ sendungen den Adressaten nicht in das Haus ge— bracht werden, sondern denselben nur Avis über die Ankunft der Sendung von der Post zugestellt wird und der Adressat die Sendung auf dem Postbureau in Empfang zu nehmen hat, wenn diese Einrichtung auch bei uns eingeführt werden sollte, so könnten wir dies nicht als einen zeit⸗ gemäßen Fortschritt begrüßen, sondern wir möchten wünschen, daß gegen eine solche, das Publikum sehr belästigende Anordnung geeignete Schritte von Seiten unserer Regierung geschehen möchten, damit es möglicherweise in dieser Beziehung bei den seitherigen Bestimmungen belassen bleibt. — Nach einer Verfügung Großherz. Justiz⸗ Ministeriums ist der bisher zum Landgerichte Butz— bach gehörige Ort Steinfurth dem Landgerichts⸗ bezirk Nauheim zugetheilt worden und tritt diese Zutheilung mit dem 1. Mai in Wirksamkeit. + Friedberg, 7. April. Das hiesige Comité für die Reichstagswahlen hat die Absendung einer Adresse an den Reichstag beschlossen, worin das— selbe über die Luxemburger Angelegenheit seine Stimme erhebt und dem gerechten Unwillen Aus- druck gibt, mit dem jedes Deutschen Brust bei dem Gedanken erfüllt sein muß, daß Frankreich aber⸗ mals sich anzuschicken droht, ein Stück deutschen Landes an sich zu ziehen. Indem das Comité dem Reichstage gegenüber seinen vollsten Beifall über dessen Verhalten in dieser Sache ausspricht, erklärt es in Uebereinstimmung mit dem Reichs- tage:„Wir wollen nicht, daß man Frankreich in dieser Sache nachgebe.“ Im Vertrauen auf das Wort des tapferen Preußenkönigs, das er vor wenigen Jahren aussprach:„Keine Scholle Landes wird an Frankreich abgetreten“, im Vertrauen auf dien Weisheit, den Patriotismus und die Thatkraft des Grafen Bismarck hofft es, daß von Nach— giebigkeit den französischen Prätenstonen gegenüber nicht die Rede sein werde und daß, wenn das Aeußerste nicht vermieden werden kann, sich die deutsche Nation einmüthig erhebe, die Ehre des Vaterlandes zu wahren und zu retten.— Die Adresse ist heute bereits nach Berlin abgegangen und wird durch unseren Abgeordneten, Herrn Buderus, dem Reichstage vorgelegt werden.— Nur wenn das deutsche Volk, sich einmüthig er⸗ hebend, seinem gerechten Zorne und Unwillen Frank— reich gegenüber Ausdruck verleiht, wenn es zeigt, daß alle Deutschen einig und mächtig zusammen— stehen, daß aller inneger Zwist sofort vergessen ist, wenn wir das Bufffland von Außen bedroht sehen, nur dann wird ein Krieg mit Frankreich weniger zu fürchten sein und die drohende Gefahr ab— gewendet werden können. Gießen. Zwischen den Regierungen von Preußen und Bayern werden demnächst Verhand— lungen beginnen wegen Erbauung einer Eisenbahn von Gießen nach Gemünden. 8 Mainz. Vom 7. April ab erscheint in un— serer Stadt unter dem Namen„Rheinische Volks⸗Zeitung“ eine demokratische Wochen— schrift. Dieselbe wurde gegründet von der Mainzer großdeutschen Demokratie und wird deren Ten— denzen vertreten. Preußen. Berlin. Die„Börsenzeitung“ theilt mit: Es finden hier unter Mitwirkung des Reichstagsabgeordneten Freiherrn M. C. v. Roth⸗ schild Verhandlungen wegen Anlegung einer zweiten Frankfurter Bahnhofs⸗Verbindungsbahn und gleich— zeitig über die Fustonirung sämmtlicher in Frank— furt mündenden Bahnen statt.— Der hiesige Vertreter und Correspondent der„Frankfurter Zeitung“ Holthoff ist heute polizeilich ausge- wiesen und sofort vor das Thor begleitet worden. — 5. April. Reichstag. Abschnitt XI. Bundeskriegswesen betreffend. Art. 53 lautet: Jeder Norddeutsche ist wehrpflichtig und kann sich in Ausübung dieser Pflicht nicht ver— treten lassen. Abgg. Waldeck und Duncker bringen den Antrag ein, daß ein Bundesgesetz den Umfang und die Art dieser Pflicht bestimmen und ein bezüglicher Gesetzentwurf dem ersten ver— fassungsmäßigen Reichstag vorgelegt werden solle. — Abg. Lasker spricht gegen dieses Amende⸗ ment und will die Armeeorganisation, wie sie vor⸗ liegt.— Abg. v. Rössing wünscht eine gesetz⸗ liche Regelung und hat sonst nichts gegen die allgemeine Wehrpflicht im Prinzip einzuwenden. — Abg. Zachariä für Annahme des Art. 53. Sämmtliche Amendements werden abgelehnt und erfolgt die Annahme des Art. 53 in der Fassung der Vorlage. Art. 54(gleichmäßige Vertheilung der Lasten) wird angenommen. Art. 55 lautet: „Jeder wehrfähige Norddeutsche gehört 7 Jahre lang, in der Regel vom 20. bis zum begin⸗ nenden 28. Lebensjahre, dem stehenden Heere und die folgenden 5 Lebensjahre hindurch der Landwehr an. In denjenigen Bundesstaaten, in denen bisher eine längere als 12jährige Ge⸗ sammtdienstzeit gesetzlich war, findet die allmälige Herabsetzung der Verpflichtung nur in dem Maße statt, als dieß die Rücksicht auf die Kriegsbereit⸗ schaft des Bundes heeres zuläßt.“ Art. 56 setzt die Friedensstärke des Bundesheeres auf 1 pCt. der Bevölkerung fest. Abg. v. Forkenbeck be⸗ antragt Abänderung der Art. 55 und 56 und führt aus, wie diese von ihm und seinen Freun⸗ den gestellten Amendements den Zweck hätten, ein Compromiß herbeizuführen, um einerseits die Ar⸗ meereorganisation, andererseits aber auch die con⸗ stitutionellen Rechte des Landes zu wahren. Abg. Windhorst spricht für ein von dem Abg. Erx⸗ leben gestellles Amendement, welches jetzt den ge⸗ forderten Satz wohl bewilligen, aber nach 3 Jahren eine neue gesetzliche Regelung will. Abg. Dun⸗ cker beschuldigt den Abg. Lasker des Abfalls von den frühern Prineipien. Die Lasten, die die Ar- 1 die neuen Provinzen, nicht noch vermehren. Von dem Abgeordn. v. Vincke wird beantragt, dem Art. 55 im ersten Satze die folgende Fassung zu geben:„Jeder wehrfähige Norddeutsche gehört 7 Jahre lang, in der Regel vom vollendeten 20. bis zum beginnenden 28. Lebensjahre, dem ste— henden Heere— und zwar die ersten 3 Jahre bei den Fahnen, die letzten 4 Jahre in der Re— serve— und die solgenden 5 Lebensjahre der Landwehr an.“ Abg. v. Blanken bu rg: Er und seine Freunde seien für den zweiten Theil des v. Forkenbeck'schen und für den ersten Theil des v. Vincke'schen Amendements. Der Kriegs- minister v. Roon: Er theile ganz die Ansicht des Vorredners. Abg. Waldeck legt seinen Standpunkt zur Sache, gegen die Armeereor— ganisation, nochmals dar. Abg. v. Vaerst wendet sich gegen die Ausführungen Duncker's. Wer könne, wer wolle sich den Ereignissen des Jahres 1866 verschließen? Abg. v. Wächter empfiehlt das Erxleben'sche Amendement. Abg. Lasker verwahrt sich gegen die Aeußerung des Abg. Duncker und erklärt, daß die Ordnung der Heeresfrage Bedingung sei für die Gründung des norddeutschen Bundes. Die Armeeorganisation sei gut, sie habe sich bewährt. Abg. v. Vincke (Olbendorf) tritt, den Ausführungen Waldecks entgegen. Die Diseusston wird geschlossen und zur Abstimmung geschritten. Das Amendement Erxleben fällt, ebenso das Amendement Walbdeck⸗ Duncker, ferner der erste Theil des Forkenbeck'schen Amendewents(bis nach dem Worte:„zuläßt.“ Das Amendement v. Vincke wird hierauf angenommen, dann der zweite Satz der Regierungsvorlage, von den Worten an:„In denjenigen Bundesstaaten“ ꝛc. und endlich das zweite Alinea des v. Forkenbeck' schen Amendements. Art. 55 ist somit erledigt. Zu Art. 56 bemerkt der Kriegs minister v. Roon: Früher hatten wir 12 pro mille unte: Waffen, heute 11. Eine feststehende Matrikel bringt Uebelstände mit sich, darum ist eine Revision von 10 zu 10 Jahren beliebt worden. Unser west⸗ licher Nachbar hat eine Friedensarmee von 400,000 Mann(Hört! hört!); auf die österreichischen Verhältnisse kann man nicht mit Genauigkeit ein— gehen. Fordern wir eine Friedensarmee von 300,000 Mann, so ist dieß kein Mann zu viel. Sollen wir die Aufgabe erfüllen, welche die Nation uns zuweist, so dürfen wir von unserer Forderung nicht abgehen. Ein Regierungs- commissär führt aus, wie die finanziellen Lasten keineswegs zu schwer seien. Abg. v. Sybel spricht für die Vorlage. Abg. v. Forkenbeck für sein Amendement. Kriegsminister v. Roon: Auf eine jährliche Wiederholung der Bewllligung könne man sich nicht einlassen. Abg. General v. Moltke empfiehlt schließlich das von ihm ge⸗ stellte Amendement, dem Art. 56 den Zusatz hin⸗ zuzufügen:„die durch§§. 56 und 58 bestimmten Leistungen dauern fort bis zur Publikation des neu zu Stande zu bringenden Bundesgesetzes.“ Abg. Schultze(Berlin) spricht für die Waldeck⸗ Duncker'schen Amendements. Man solle sich auf ein zu langes Interimistikum nicht einlassen. Es handle sich jetzt darum, daß wir uns friedlich constituirten; was aber geschehe? Man fordre nur Mannschaft und Geld. Man weist auf das Aus⸗ land hin; lieber aber sollte man bedenken, daß wir unüberwindlich nur durch die Freiheit würden. Abg. Dr. Braun ist der Meinung, daß Die⸗ jenigen, welche den preußischen Verfassungsconflict mit durchgekämpft, nicht unbefangen genug der Sache gegenüber ständen. Noch vor wenig Tagen hätten wir der Bundesgewalt zugerufen: schütze unsere Gränzen! und jetzt sollten wir der Bundes- gewalt das Schwert aus der Hand schlagen wollen? Hiermit wird die Discusston geschlossen. Es erfolgt die Annahme des Amendement v. Forkenbeck durch Zählen mit 138 gegen 129 und dann in namentlicher Abstimmung 137 gegen 127 Stimmen. Das Amendement v. Moltke wird mit 136 gegen 129 Stimmen abgelehnt. Schluß der Sitzung. — Die„Kreuzzeitung“ meldet, daß eine all⸗ meereorganisation dem Lande auferlegt, seien zu groß und viese Lasten wolle er, mit Rücksicht auf gemeine Reform der Münz⸗, Maß⸗ und Ge⸗ wichts-Verhältnisse im norddeutschen Bunde bevorsteht. Die Regierung nimmt Anstand, die Aenderung dieser Verhältnisse in den neuen Landes— theilen jetzt schon eintreien zu lassen; nur die Aichungszeichen werden durch preußische Adlet ersetzt werden. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht einen vom Finanzmintster v. d. Heydt gegengezeichneten allerhöchsten Erlaß vom 31. März, welcher in Gemäßheit des Gesetzes vom 28. September 1866 anordnet, daß zur Deckung des außerordentlichen Geldbedarfs für die Marine- und Militär- Ver- waltung eine fünfthalbprocentige Anleihe von 30 Millionen Thalern aufgenommen werden soll. Ein besonderer Artikel bezeichnet als Motive der jährigen Krieg veranlaßten Ausgaben, Wieder— beschaffung der im Kriege verbrauchten Gegenstände der Bekleidung, Waffen, Munition und Fahrzeuge. Verordnung zur Aufnahme einer Anleihe von 3 Millionen Thaler wegen Uebernahme des Taxis'- schen Postwesens und eine weitere Verordnung, betreffend die Aufhebung des Zunftwesens und der Gewerbebeschränkungen in Hannover. Frankfurt. Das„Frankfurter Journal“ schresbt: Die noch etwas unklare Nachricht der „Becel. Börsenztg.“ über die hiesigen Eisenbahn— verhältnisse dürfte vielleicht darauf zurückzuführen sein, daß die k. Regierung dem Vernehmen nach schon längst mit dem Gedanken umgehen soll, hier einen großen Centralbahnhof zu errichten. Wiesbaden Der k. Finanzminister hat verfügt, daß alsbald die nöthigen Vorbereitungen getroffen werden sollen, um die in Preußen be— stehenden directen Steuern, namentlich Ge— bäudesteuer, Classen und classificirte Einkommen- steuer und Gewerbesteuer im Regierungs- Bezirk Wiesbaden einzuführen und vom 1. Juli c. an zu erheben. Bayern. München. In unserem Hof⸗ theater entstand am 3. d. Mts. ein Brand, der glücklicherweise alsbald entdeckt wurde. Es war ein Balken des Daches in Brand gerathen, wahrscheinlich durch ein schadhaft gewordenes Rohr des Ofens im Malersaale. Da sofort 60 Sol⸗ daten aus der nahen Leibregiments⸗Caserne herbei⸗ gerufen wurden, und Wasser in genügender Menge vorhanden war, so gelang es nach einstündiger Arbeit, dem Feuer Einhalt zu thun. Der Schaden wird nur 3—400 fl. betragen. 1 — Nachdem das Feldzugs⸗Journal des Prinze Alexander von Hessen, als Oberbefehlshabers des 8. deutschen Bundes⸗Armeecorps im vorjährigen Krieg, nunmehr dem Buchhandel übergeben worden ist, soll demselben, wie die„Allgem. Ztg.“ ver⸗ hiezu folgen, zu welchen sich das vormalige Ober⸗ commando der westdeutschen Bundesarmee durch jenen Umstand veranlaßt sehen wird. Baden. Heidelberg. Ein gewisses Auf⸗ sehen macht ein eben im Drucke veröffentlichtes Schriftchen des Professor Dr. Hundes hagen: „Sechs Jahre in der Separation.“ Der Herr Verfasser erklärt darin zur Ueberraschung seiner eigenen Gesinnungsgenossen(er gebört der ortho⸗ doxen Partei an,) daß er sich seit sechs Jahren „von der Mitgliedschaft der neu verfaßten badi⸗ schen Landeskirche enthalten habe und ihre gesell⸗ schaftlichen Autoritäten, wie Kirchengemeinderäthe und Kirchengemeindeversammlungen, Synoden und Oberkirchenrath als seine kirchlichen Obrigleiten nicht anerkenne.“ 577705 Oesterreich. Wien. Die„Abendpost“ versichert gegenüber den Angaben, welche den Stand der Verhandlungen über einen Handels⸗ vertrag zwischen Oesterreich und Italien als ungünstig bezeichnen: es sei gar kein Grund vor⸗ handen, die Hoffnung auf einen günstigen Abschluß der Verhandlungen auszuschließen oder herabzu⸗ stimmen. Triest. Die französische Fregatte„Ladrome“ ist mit 1151 Mann zurückkehrender Freiwilli⸗ gen der kaiserlich mexicanischen Armee von Ve⸗ racruz in dem Hafen von Lissa eingelaufen. Frankreich. Nachdem die Schneidergesellen zu Paris mit dem 1. April ihre Arbeit ein⸗ Anleihe⸗Aufnahme: Deckung der durch den vor— 11 — Ferner enthält der„Staatsanzeiger“ eine 5 bers thelle 1 selichee Dias des gestggebt ö sich ein lebhe vorauf Hir Würde dezol seinen Dank aus Merce. Sache des Ka! Fuze geselt herum, wo er vnd die Merit serlichen Amt — Nacht reits der Hof Lösung der scheinlich sei, von einer ern die Pariser! und die Rent Die„D. A. unrubigung it Holz N Dorner nimmt, auch die Herausgabe von„Erläuterungen“ „Straßhein die am W. Genehmigung öffentlichen L. 19187 Die Zusay dem Difstset Ockfad, drihern. Arbe i fell die kiefer, un 169 fl. dert aden in Ae Uumiiieldar elne weller N. meinde Ne die Ades. ut die Adler trrichten. stet Verbertitungen Prtußen be⸗ autatlich Ge⸗ n Einlonnen · im dat rungs- Befirk 0 tn tend, cc wd l Nuugt 4 kinstünder Der Schan tal det Prinza chls babert dag 1 vetiährigen ergeben worden * 38.“ 50. frlantrrungen“ maligt Ober ternet kurc et Aus⸗ 2 detbeztk! Da den Achurg feiner nt bet ortho⸗ ict— main ihre b teiã9 gestellt und eine Erhöhung des Arbestslohnes um 20 pCt. verlangen, wird davon gesprochen, daß auch die Schuhmachergesellen eine demnächstige Arbeitseinstellung beschlossen hätten. 4 — Der Abend-„Moniteur“ sagt in seiner Wochenschau über die Juterpellation des Herrn v. Bennigsen und die Antwort des preußischen Ministers:„Die Interpellationen, die am 1. April in dem norddeutschen Parlament gestellt wurden, haben dem Herrn Grafen v. Bismarck Gelegenheit gegeben, über die herzlichen und gutnachbarlichen Beziehungen zwischen Preußen und Frankreich Ideen an den Tag zu legen, welche hier hervor- zuheben sind. Die Regierung des Kaisers hat stets Deutschland im Allgemeinen und dem Ber liner Hof im Besondern Rücksichten und eine Sympathie bezeugt, welche ihr das Recht geben, eine vollständige Gegenseitigkeit zu erwarten. Graf v. Bismarck bat dieß vollkommen begriffen.“— In der Sitzung des gesetzgebenden Kör pers theilte Vicepräsident Schneider ein kai- serliches Deeret mit, das ihn zum Präsidenten des gesetzgebenden Körpers ernennt. Es erhebt sich ein lebhafter Beifall in der Versammlung, worauf Herr Schneider für diese seiner neuen Würde gezollte Anerkennung in einigen Worten lichkeit übernehmen wollen; in Folge der Erklärung dahier ein junger Reiteroffizier, Sehn seinen Dank ausspricht.— Die über Newyork aus Mexico einlaufenden Nachrichten schildern die Sache des Kaisers Maximilian als sehr in Frage gestellt. Alle Verbindungen um Queretaro herum, wo er sich befindet, waren abgeschnitten und die Mexicaner verließen die Reihen der kai— serlichen Armee. — Nachdem man sich von vielen Seiten be— reits der Hoffnung hingegeben, daß eine friedliche Lösung der Luxemburger Frage möglich und wahr— scheinlich sei, haben plötzlich auftauchende Gerüchte von einer ernsteren Wendung dieser Angelegenheit die Pariser Börse in große Aufregung versetzt und die Rente fiel in Folge dessen um 2 Fres. Die„D. A. Z.“ will den Grund dieser Be— unruhigung in einem an die französischen Gesandten ergangenen, die Luxemburger Angelegenheit be— handelnden Circular vermuthen, welches den Nach— weis enthalten soll, daß Frankreich die ehemalige Bundesfestung, die mit dem Erlöschen ihrer Bundes— eigenschaft den in der besonderen Natur des deut- schen Bundes begründeten rein defensiven Charakter abgestreift, in den Händen Preußens als eine unmittelbare und permanente Bedrohung der französischen Gränze betrachten müsse. Holland. Haag. Die zweite Kammer der Generalstaaten bestimmt auf den 5. ds. eine von Herrn Thorbecke angekündigte Interpellation bezüglich der Erklärung des Grafen Bismarck, daß Holland seine guten Dienste Preußen und Frankreich in der Luxemburg-Frage angeboten hätte. preußischen amtlich angezeigt, daß der Verkauf Luxemburgs nicht abgeschlossen sei und ohne * 9 ö 01 Zustimmung Preußens nicht erfolgen werde. — In der Deputirtenkammer erklärte der Minister des Aeußern auf eine Interpellation Folgendes: In der Luxemburger Frage haben keine wirklichen Verhandlungen, sondern nur Be— sprechungen stattgefunden; Holland habe durch das Anerbieten einer Vermittelung keine Verantwort- des Grafen Bismarck sei jedes Band zwischen. Limburg und Deutschland gelöst. Holland werde sich fortan jeder Einmischung in die Angelegen⸗ heiten Luxemburgs enthalten. Belgien. Brüssel. Auch die hiesige Börse ist von Schrecken erfüllt und der Rückgang 5 Fonds im Zunehmen. Man fragt sich vergebens auf welche Nachrichten hin, da die Regierung beruhigende Depeschen erhalten haben soll. 0 Italien. Florenz. Ricasoli hat der Abgeordnetenkammer die Anzeige gemacht, daß das ganze Ministerium seine Demission gege— ben und der König sie angenommen hat. Türkei. Belgrad In Folge bier ein- getroffener Weifung aus Konstantinopel be⸗ ginnt die Räumung der Festung mit dem 8. d. M. Die niederländische Regierung hat der Zuerst ziehen zwei Bataillone Infanterie ab; der Rest der Besatzung und die Artillerie wird nach der Rückkehr des Fürsten Milosch die Festung verlassen. * Friedberg. de Im Laufe des vorigen Sommers wur auf Anregung m khrerer hiesigen Damen ein Verein zur Unterstützung und Pflege verwundeter Soldaten ge⸗ ündet, welchem von allen Seiten eine sehr erfreuliche theiligung durch reiche Gaben an Geld, Kleidungsstücken 1 B und rbandzeug zugewendet wurde. Hierdurch war es den erwähnten Damen möglich, eine menschenfreundliche, hülfreiche, höchst dankenswerthe Thätigkeit zu entfalten und den wohlthätigen Anstalten, in welchen sich ver⸗ wundete Soldaten befanden, mehrere bedeutende Sendungen an Kleidungsstücken, Wäsche und Ver bandzeug, sowie mehrere Hundert Gulden in Baar zu übermitteln, worüber der Perein bereits Lurch frühere Veröffentlichungen Rechen⸗ schaft abgelegt hat. In der Kasse des Vereins war jedoch ein Baarvorrath verblieben, über dessen Verwendung in diesen Tagen eine Versammlung des Comités Beschluß faßte. Man glaubte im Sinus der Geber zu handeln, indem an die aus dem Kreise Friedberg gebürtigen ver⸗ wundeten Soldaten und an die bedürftigen Familien Gefallener 196 fl. 18 kr. vertheilt, dem in Darmstadt zu gleichem Zwecke bestehenden Hauptverein 100 fl. zugewiesen wurden und eine kleine Summe für allenfallsige noch zu best reitende Ausgaben des Comités in der Kasse verblieb. Hiermit wird der Verein seine menschenfreundliche und hülfreihe Wirksamkeit als beendet betrachten. Darmstadt. In der dergangenen Nacht hat sich eines Hof⸗ beamten, welcher am Abend des 31. v. Mts. in der hiesigen Alistadt, die er in trunkenem Zustand durchritt, ihälhch insultirt worden ist, durch einen Pistolenschuß entleibt Aus dem Kreise Vilbel. In dem Vilbeler Anzeigeblatt wird durch das Großh. Kreisamt bekannt emacht, daß in der Nacht vom 29. auf den 30. März n der Gemeindeschule zu Nen del etliche und 80 veredelte Kirschbäumchen und Rösenstͤcke theilweise mit einem scharsen Justrumente bis zur Hälfte durchgeschnitten, theils ausgerissen und ebenso ein Theil der vollständig guten Einfriedigung ausgebrochen und die Stäcke zum Theil weit in das Feld geschleppt worden sind. Der Ortsvorstand zu Rendel hat eine Belohnung von 50 fl. für Denjenigen aus⸗ gesetzt, welcher die Thäler ermittelt oder solche Angabe macht, daß dieselben gerichtlich verurtbeilt werden können. Bad Soden. Mit dem 15. April wird die Sodener Localbahn wieder dem Verkehr übergeben.— Mit dem Baue der Gasanstalt ist man nun heschäftigt, von unserer Badhaus- Angelegenheit dagegen ist Alles still. Noch Holz- Versteigerung. 871 Donnerstag den 11. d. Mis. kommen aus dem „Straßhetmer dübnerschaftswalde“, nachdem die am 28. v. Mis abgedaltene Versteigerung die Genehmigung nicht erhalten hat, zur nochmaligen offentlichen Verfleigerung: 19137 Wellen Eichen⸗ und Birk⸗Reisbolz. Die Zusammenkunft findet in dem Holzschlag, neben dem District„Allmep“, Vormittags um 9 Uhr, flatt. Ockstadt am 3. April 1867. Die Freiherrl. v. W Oberförsteret Ockstadt r ech. Arbeits-Versteigerung. 890 den 13. d. Mie., Vormittags 10 Ubr, soll die Lieferung von Steinbhauerarbeiten, im Betrage von 169 fl. veranschlagt, in dem Rathhause zu Klein⸗ Karben in Accord gegeben werden. Unmittelbar nach dieser Verfleigerung soll daselbft eine weitere Lieferung von Steinhauerarbeit, für die Gemeinde Rendel, veranschlagt zu 335 fl. 36 kr., sowie Pflasterarbeit, veranschlagt zu 33 fl. 36 kr., ver- accordtrt werden. Bilbel den 2. April 1867. Im Namen der betr. Bürgermelstereien Der Bezliks⸗Bauaufseher im Kreise Vilbel Schwalb. Bekanntmachung. 892 Donnerstag den 11. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird auf hiesigem Rathhause ein fetter, zum Schlachten geeigneter Faselochs und sodann ein Faselschwein meiftdietend verstelgert. Naubelm am 5. April 1867. Großherzogliche le Nauhelm e Bekanntmachung. 893 Frettag den 12. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden auf biesigen Rathhause die im Nauheimer Stadtwalde im laufenden Jahre zur Nutzung kommer den kohrinden, 525 Ctr. 26fäbriger Keruwuchs, meistbietend derstelgert. Nauheim am 5. April 1867. Großherzogliche Bürgermelsterel Nauhelm Rieß. E. abe Durchsichtige Glycerin-Seise! n Wilhelm Fertsch. Arbeits-Versteigerung. 907 Samstag den 13. April l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Gemeindehause zu Münster nachfolgende Arbeiten und Fuhren unter den vor der Versteigetung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: 1) 22 Cubik Klafter Chaussee⸗Grundbaufteine, in Münsterer Brüchen zu brechen, ver⸗ anschlagt zu 176 fl. 2) 10 Cub.⸗Kiftr. Chausseedecksteine in Nieder⸗ Weiseler Kalkbrüchen zu brechen, veranschlagt zu 14 3) Beifyhr d 0 fl. er Grundbausteine, veranschlagt zu 220 fl. 1„DOecksteine,*„160 fl. 5) Aufsetzen det Steine, veranschlagt zu 80 fl. Butzbach am 6. April 1867. Der Bezirks Banauffeber Bur k. Nächste Gewinnziehung am 15 April 1867. Höchste Gewinn-Aussichten. Für 7% Gulden 678 erhält man ein halbes, für 15 Gulden ein ganzes Prämien⸗Loos gültig ohne jede weitere Zahlung, für die fünf großen Gewiunziehungen der 1864 errichteten k. k. österr. Staats-Prämien- Lotterie, welche vom 15. April 1867 bis zum 1. März 1868 stattfinden, und womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 50,000, 25,000, 2c. gewinnen kann. Bestellungen mit beigesügtem Betrag, Postein— zahlung, oder gegen Nachnahme, beliebe man baldigst und direkt zu senden an das Handlungshaus A. Bd. Bing, Schnurgasse 5 in Frankfurt am Main, Listen und Pläne werden gratis und franco über imtttekt. NB. Zu der nächsten, am 15. April d. J. s(latt⸗ findenden Gewinnziehung, deren Haupitreffer fl. 220,000 ist, erlasse ich gleichfalls valbe Loose à fl. 1. 45, ganze Loose à fl 3. 80 6 ganze oder 12 halbe Loose à 20 Gulden gegen baar, Posteinzahlung, oder Nachnahme. Ein Haus bursche 697 ven 16— 17 Jahren wird gesucht. Das Nähere unter Nr. 897 bet der Exped. d. Bl. — Schon am 15. April d. J. findet wiederum eine große Gewinnziehung k. k. österr. Staats-Prämien-Anlehens vom Jabre 1864 statt. Die Ziehung geschieht öffentlich im Beisein von Regierungsbeamten und müssen in dieser einen Ziehung nachstehende hohe Treffer gewonnen werden: fl. 220,000, fl. 15,000, fl. 10,000, 3 à fl. 5,000, 3 à fl. 2,000, 6 à fl. 1,000, 15 à fl. 500, 30 à fl. 400, 940 à fl. 145. Durch unterzeichnetes Handlungshaus sind Mielbscheine für die bevorstehende Ziehung, am 15 April gültig, zu beziehen und kostet 1 Stück fl. 3. 30. ½ Stück fl. 1. 45. 3 ganze oder 6 halbe fl. 8. 43. 7 ganze oder 14 halbe fl. 17. 30 kr. Ebenso offerire Miethscheine für die nächsten 5 Gewinnziehungen, dom 15. April 1867 dis 1. März 1868 gültig, per Stück zu fl. 15., halbe zu fl. 7½. Gefällige Aufträge werden gegen Einsendung des Betrags, Postnachnahme oder Posteinzahlung pünktlichst essektirt, jede zu wünschende Auskunft wird berenwilligst ertheilt, ausführliche Verloosungs⸗ Plane werden gratis ausgegeben, sowie nach stattgchabter Ziehung, Listen und Gewinngelder frarco versandt, Man wende sich daher gefl. baldigst und direkt an Joh. Pried. Scheibel, Staatseffektenhandlung in Frankfurt a. M. des 744 Fahrgasse No. 111. P. 8. Es wird noch ausdrücklich darauf auf⸗ mertsam gemacht, daß mit der geringfügigen Eintage von fl. 3. 30. a 15. April der Haupt⸗ pieis von fl. 220,000 zu gewinnen ist. Blumen, Kränze, 877 Taschentücher, Handschube und Halsbinden für Confirmanden, sowie das Neuste in. Kurzwaaren und Handarbeiten, billigst 2 M. Volk. 79D 852 Alle Sorten Specerel Waaren, sowie ausgezeich⸗ nelen Essig, Branntwein und Wein bei Frankfurt a. WM Joseph Roßbach, Bornheimer Straße Nr. N Verpachtung. 839 Ein Theil der Freiherrlich von Wetzel“ schen Besstzungen; zu Obermötlen, 100 Morgen Ackerland und Wiesen, nebst Dekor omie⸗ Gebänlichkeiten, ist zu pachten und kann der Antritt gleich erfolgen. Pachtliebhaber wollen sich gefälligst an den Unterzeichneten wenden, woselbst die näheren Bedingungen zu erfahren find. Frankfurt a. M. den 1. April 1867. ——— Stro Die neusten, elegantesten, Freiherrl. von Wetzeb'sche Verwaltung 8. Berg, der Weg 10, hütel! verzierte und unverzierte, sind in großer Auswahl und zu sehr billigen Preisen angekommen und empfehle solche bestens L. Kir sch. 883 Für ae 797 Dombasse Pflüge No. 0& 1 Waschmaschinen. Dackseleen Denn No. 18 2 Wringmaschinen. eie wapge mit ahnen Richmond& Chandler. ohne bei Louis Marburg& Söhne in wrautfutt a. Mi. „Zux Die Paterländische Feuer-Versicherungs Reichskrone.“ -Gesellschaft in Elberfeld 899 hat mir die Agentur für Hier un: Umgegend übertragen. Ich empfehle mich demnach zur Vermittelung von Feuer Versicherun 965 Abschlüssen aller Art, indem ich mich erbiete, jede zu wünschende Auskunft auf das Bereit willigste zu Friedberg den 25. März 1867. 0 P. Geometer, wohnhaft neben ertheilen. Karl, Herrn Büchsenmacher H. Engel(Vorstadt. Feder- und Quecksilber-Manometer, Hampfstrahlpumpen(Injecteure). Unbereitete und fertige Mesäng⸗ und Dampfkesselarmaturen, Brennereien und eigenen Modellen oder auch nach speziellen Ausführung zu billigen Preisen 904 Hähne, und Brauereien, fürßWWasser⸗ und Dampfleitungen nach Ludwig Becker in Offenbach a. M., Ludwigsstraße 54. und Rothgußgegenstände für Maschinen Ventile aller Arten für Angaben empfiehlt bei sorgfältigster —— nsd W Schmierhähne. Wasserstandzeiger mit Hähneh und mit Ventilen, Probirhäbne. — 7 * 894 Das Spiel der Neuen Mailänder Staats- Prämien- Obligationen ist von der Grossherzogl. Hessischen Regierung gestattet. „Gottes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien-Verloosung von iber 2 Mill. 200,000 Mark. Beginn der Ziehung am fzten April d. J. Nur 2 Thaler kostet ein Original- Staats-Loos(eine Promesse] aus meinem Dehit und werden solche f auf Lrankirte Bestellung gegen Einsendung des Betrages, oder gegen Postvor- schuss selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Es werden nur Gewinne gezogen. Die Haupt- Gewinne betragen Mark 225,000 125,000— 100,000—5* 0,000— 20,000— 2 à 15, 000, 22.. 2,000, 2 a 10, 000, 23 8000, 10 6000, 7 2 50005 4 2 4000, 10 à 3000,60, 4 2000, 1 2 1506, 4 A 1200, 1060* 1050, 106 A a0— a 300, 100 à 200, 7628 à 100 Mark 2 Se Gewinn elder und amtliche Eie- hungs listen sende sofort nach Ent- scheidung. Meinen Interessenten habe allein in Deutschland bereits 22 Mal das grosse Loos ausgezahlt. Laz. Sans. Cohn in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. 50,000— 8 bei Nächste Gewinnziehung am 15. April 1867. Haupigewinn f Prämien-Anlehen i 230,000. Größte vn 1804 Gewinn- Aussichten. Nur 7½ Gulden 26% kostet ein halbes Prämienloos, 15 Gulden ein gazes Prämienloos, ohne jede weitere Zahlung auf fämmiliche 5 Gewinnziehungen vom 15% April 1867 bis 1. März 1868 gültig, womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,090, 50,000, 25,000, 15%000 ꝛc. 2c gewinnen kaun. 0 Jedes herauskommende Loos muß sicher einen Gewinn erhalten. ö Bestellungen unter Beifügung des Betrags, Posteinzahlung, oder gegen Nachnahme sind baldigst und nur allein direkt zu senden an das Hand⸗ lungsbaus H. B. Schottenfels in Frankfurt a. M. 0 Verloosungspläne und Gewinnlisten erhält! Jedermann unentgeltlich zugesandt. „ Pesachwgeren steundlich moͤblirtes Zimmer 855 ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 855. der 2 d. Bl. 8 Der schon lange gewünschte Wein, 12 kr. der Schoppen, ist angekommen bei 896 J Schott. f Am 1. April 905 schickte der zweite Lehrer von O—— einen seiner Schüler in die Vehausung eines Geistlichen um die Hut⸗ säge zu holen, anstatt der Hutsäge bekam er ein Kästchen. Was hält man davon? Lehrereonferenz Nachmittags 2 Uhr. Die Regierungsblätter, 902 vollständta bis zum Jahre 1863 nebst vorher⸗ gehenden Verordnungen, find zu verkaufen. Näheres unter Nr. 902 bei der Exped, d. Bl. Annonee. 901 Ein gefilteter junger Bursche, welcher gesonnen ist 15 Taglöhner in einer Färberet zu arbeisen, oder auch dieselbe zu erlernen, kann unter vortheilhaften Be⸗ dingungen in Arbeit treten bei Färbermeister Acker in Ber stadt. Ein Lehrling gesucht 903 in ein altes bestrenommirtes christliches Geschäft (in Strumpfwaaren, Schuhwaaren und fertiger Wäsche) in Frankfurt a. M. Der Eintritt wird baldigst ge⸗ wünscht. Kost und Wohnung kann im Hause gegeben werden. Bedingungen fehr günsttg. Erforderlich find gute Schulkenntnisse und anffändige Famile. Offerten erbittet man franco unter B. T. 7. post restante Frank- furt a. M. Zwei gute Arbeiter 884 finden dauernde Beschäftigung bei J. M. Steitz, Herrukleidermacher. 889 wieder frisch eugekanmeg bei „Stahl Witiwe. Duchsbaumpflauzen, 846 zum billigsten Preis per 1000 Stück bei Kaichen. Decan Fertsch. Reinigungs-⸗Crystall 900 zum Waschen von Leinwand, Shir⸗ ting, Mouslin, Shalws, Merinos, ge— fkaärbten Baumwollenzeugen, Teppichen, Bürsten u. s. w., zu haben bei J. A Windecker in Friedberg. 898 Ein noch sehr guter Keltertrog mit Stein ist billig zu verkaufen. Das Nähere unter Nr. 898 bet Ein neues Jölbwigelcen, ein neues 8 5 Tilbury mit Verdeck — zum Versetzen und eine neue Calesche mit Glasperdeck, stehen zu verkaufen bei 8 Gießen. Ph. Walther, 2 Schmied.——— . Lindenplatz Pinscher) bund Ein gelber 900 ssi mtr d und kann derselbe bei mir in Empfang genommen werden. Friedberg... L. Nappolt. 908 Am Sonntag wurde 9205 der ber Anlage ein schwarz seidenes Tücbelcen gefunden. ber Etgenthümer u dasselbe gegen“ die Jiseratgebübten bel der Exped. Preise verschiedener egenslände. Friedberg am 6. April. Butter pr. 30 kr.] Eier 3 Stück 4 kr. Brennholz Buchen Schellhel I., pr. Stecken 7 fl— k. bis 7 fl. 10 kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 891 der Sektion Friedberg, Mittwoch den 10. d. M., Samenkuchen! dieses Blattes in Empfang nebmen. 9 Betrefsel“* Scho ud Sie zum 5 Ungebersame mause noch Legen von Noch gelrefsend: Unt welcher dich Gemeinde K Wir Betreffend: Den des Kreises. Nach am Großber beschlossen, keichs Oeste anderen deu des Großhe. der Pariser auf die eng neues,— fen — Hessen. sonben des Innern werde Maßetann. Großer did dis An 8 Eintritt und fach che Vorzeit ecumenle buch, eine 0