Dienstag den 8. October. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Fricdberger Intelligenzblatl. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 8 Auf den„Anzeiger“ kann man noch imm Poststellen des Großherzogthums Wit 33 kr. ier für die Monate October, November und Dezember, und zwar bei den bei der Expedition des Blattes mit 30 kr. abonniren. Betressend: Die Einsendung der Kostenverzeichnisse über die Einbringung der Communalintraden vom III. Quartal 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Amtlicher Theil. Der sofortigen Einsendung der rubricirten Kostenverzeichnisse sehen wir entgegen. unterri ch t fü rr Der Lokalgewerbverein zu Darmstadt wird auch in diesem Winter wieder in der von Leute, welche sich zu tüchtigen Bauhandwerkern heranbilden wollen, zeichnen, darstellende Geometrie, technisches Zeichnen, einen stellung von Voranschlägen, Materialtienkunde. Die Schule wird am 1. Dezember 1867 für drei Monate verbindlich zu machen.— Nach dem 1. Dezember — mit Ausnahme der Sonntage und Samstag Nachmittage— Vormitt Das monatliche Schulgeld betragt 5 fl. und ist von auswärtigen haben baldigst schriftlich unter der Bareau des Großherzoglichen Gewerbvereins zu Darmstadt“ Die Anmeldungen für den Unterricht „An das eröffnet und Ende Februar 1868 Adresse: oder mündlich auf diesem Büreau, Rheinstraße Nr. 14. zu geschehen. Der Unterricht wird nur dann stattfinden können, wenn eine genügen können keine Aufnahmen mehr stattfinden. ags von 8—12 und Nachmittags von 1—5 Uhr statt. Schülern fur die drei Monate mit 15 fl. voraus zubezahlen. Friedberg den 4. Oktober 1867. Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien. Tr u p o Ban handwerker. ihm unterhaltenen Winterbauschule an junge Unterricht in folgenden Fächern ertheilen lassen: Freihand⸗ Rechnen, Geometrie, Stylübungen, Buchführung, Auf⸗ geschlossen werden und haben sich die anmeldenden Schüler — Der Unterricht hat täglich de Zabhi von Schülern sich dazu angmeldet haben. Hessen. Darmstadt. Nach der„Darmst. Zig.“ lauten die neuesten Berichte über den Stand der Cholera: In Gernsheim erkrankten vom 26. bis 29. September 7 Personen und starb 13 die Gesammtzabl der Erkrankten beträgt nunmehr 403, die der Gestorbenen 69. Die Epidemie ist demnach noch nicht vollständig erloschen, doch dem Erlöschen nahe.— In Fehlheim scheint die⸗ selbe jedoch erloschen, indem nur noch 2 Kranke in Behandlung sich befinden. Erkrankt waren im Ganzen bis zum 30. September 60 Personen, und daran gestorben 29, 10 Erwachsene und 19 Kinder.— In Mainz betrug bis zum 27. September die Zahl der Erkrankten 5, die der Gestorbenen 3.— In Hechtsheim hat keine Erkrankung mehr staltgesunden, dagegen sind in Weisenau 2 Personen erkrankt und 1 davon gestorben.— In Oppenheim wurden 2 Per- sonen von der Cholera befallen, wovon 1 der Krankheit erlag.— Von Hamm werden 2 Er- krankungen, beziehungsweise ein Todesfall unter choleraartigen Erscheinungen gemeldet, das Vor⸗ handensein der asiatischen Cholera jedoch in Ab⸗ rede gestellt. * Friedberg. Die Direction des Schul- lehrer Seminars dahier macht bekannt, daß der Unterricht au demselben mit dem 14. October d. J. wieder fortgesetzt werden wird und etsucht die Großherz. Bürgermeistereien und Pfarrämter, den in ihren Gemeinden wohnhaften Seminaristen hiervon Kenntniß gehen zu wollen. 1 Friedberg, 5. Octeber. Heute Vor⸗ mittag fand die durch die Convention mit Preu⸗ ßen bedingte neue Beeidigung unseres Militärs in dem Hofe der Burgcaserne ohne weitere beson⸗ dere Feierlichkeiten statt. Die betreffende Eides⸗ formel lautet:„Ich schwöre Treue S. K. H. dem Großherzog, Geborsam S. M. dem König von Preußen, als Oberbundesfeldherrn, seinen Generalen und allen Vorgesetzten.— Um dieselbe Zeit marschirte ein Bataillon des rhein. Infau⸗ terie-Regiments Nr. 30 durch unsere Stadt, den in voriger Woche vorausgekommenen zwei Batail⸗ lonen in die neue Garnison Mainz folgend. Gießen. Professor Lembke in Marburg hat den an ihn ergangenen Ruf als erdentlicherschließt, der sion von 21 Mitgliedern zu ernennen. Professor in die philosophische Facultät Landes-Universität Gießen Sprachen angenommen. Derselbe wird seine Vorträge schon im bevorstehenden Wintersemester eröffnen. Mit dem beginnenden Wintersemester treten als neue Professoren in Gießen in Wirk⸗ sawkeit: Dr. Buchheim von Dorpat für Phar- makologie, Dr. Streng, bisher an der Berg- schule in Clausthal, für Mineralogie, Dr. Lembke, Dr. Zöppritz für die mathematisch⸗-physikalischen Fächer. Dem Vernehmen nach sind noch vier Berufungen im Werke. — Die Sitzungen des Rekrutirungsraths für die Provinz Oberhessen werden vom 28. October bis zum 1. November l. J. im Regierungsgebäude dahier stattfinden. Preußen. Berlin. Die dem depossedir⸗ ten Könige von Hannover zugestandenen Capitalien werden unter preußischer Verwaltung stehen, und ebenso stehen vorläufig die Schlösser Herrenhausen und Marienburg, sowie die Domäne Kalenburg unter preußischer Verwaltung.— Gutem Ver⸗ nehmen nach wird Graf Bismarck acht Tage in Pommern verweilen. — 3. October. Reichstags Sitzung. Graf Bismarck macht brieflich die Anzeige, daß wegen seiner Abwesenheit von Berlin Freiherr v. Friesen den Vorsitz im Bundesrathe führen werde. Die Wahl Harkort's wurde beanstandet und eine genaue Untersuchung der bei derselben stattgehabten Vorgänge beschlossen Die Etats- Ansätze der Post- und Telegraphen- Verwaltung wurden genehmigt und über den Antrag Becker's von Dortmund(Gehalts-⸗Aufbesserung der niede⸗ ren Postbeamten betreffend) die motivirte Tages · orduung beschlossen, nachdem die Regierung die Erhöhung des Remunerationsfonds verheißen hatte. Der Antrag Meyer's(Bremen) auf Ermäßigung der Telegraphen-Gebühren wurde abgelehnt. Im Lauft der Debatte erklärte die Regierung: die Postverwaltung in Hohenzollern werde von der norddeutschen nicht getrennt; für nächstes Jahr stehe ein neuer Postvertrag mit Italien bevor. — 4. October. Reichstag. Der Vice⸗ Präsident, Herzog von Ujest, eröffnet um 10 Uhr 20 Minuten die Sitzung. Das Haus be⸗ für das Freizügigkeitsgesetz eine Commis⸗ Die Fort- für die neueren setzung der Budgetherathung führt zu Capitel 4: „Verschiedene Einnahmen.“ Ein Antrag von Kratz will, daß die Beamten-Pensionen aus- schließliche Bundespficht, Gehaltsabzüge unzulässig seien. Präsident Delbrück verweist auf ein in nächster Session bevorstehendes Bundesbeamtengesetz und wünscht für jetzt Ablehnung des Antrags, worauf der Antragsteller denselben zurückzieht. Bei Berechnung der Matricularbeiträge gibt der Vorsitzende des Rechnungsausschusses, Günther, Erläuterungen über den Nachlaß an Militärkosten einzelner Staaten. Der Nachlaß sei ein tempo⸗ rärer bis Ende Juli 1874. Der Bundesrath genehmigte den Nachlaß, und es möge das Haus in gleicher Weise verfahren und damit zugleich seine Zustimmung zu der finanziellen Forderung der Conventionen geben. Abg. Planck beantragt Vorlegung der Conventionen an den Reichstag, soweit sie zur Competenz desselben gehören.— Bundescommissär Günther verweist auf seine frühere Erklärung.— Abg. v. Bennigsen be⸗ antragt Zustimmung zu den Conventionen, worauf Herr v. Günther erklärt, daß gegen diesen An- trag von Seiten der Regierung nichts zu erinnern sei.— Ein Antrag Waldeckh's wurde mit 113 gegen 110 Stimmen angenommen und dadurch der von Bennigsen zurückgezogene, von Aegidi wieder aufgenommene und von der Regierung ge— billigte Antrag erledigt. — Die administrative Einverleibung des Für⸗ stenthume Waldeck in Preußen, welche durch das Einrücken eines preußischen Bataillons in die Hauptstadt Arolsen vollzogen ist, ist in Abwesen⸗ heit des Fürsten erfolgt, der sich mit seiner Familie nach Italien begeben hat. — Graf Usedom hat den Auftrag erhalten, die italienische Regierung zu Verhandlun⸗ gen über den Abschluß eines Schifffahrts-Vertrages zwischen dem norddeutschen Bunde, sowie den üb⸗ rigen Theilnehmern des Zollvereins einerseits und Italien andererseits einzuladen. — Von der Burg Hohenzollern wird vom 3. ds. gemeldet: Der König empfing im Beisein des Kronprinzen den Präsidenten des Reichstags und sprach sich in anerkennenden Worten über die Adresse aus, worauf der Präsident Simson der Einweibung der Burgkapelle beiwohnte und zum 2 — . — 1 6 1 1 0 0 Dejeuner gezogen wurde. Der König und die Königin beabsichtigen, heute Nachmittag nach Sig- maringen zu reisen. — Von Sigmaringen berichtet man: Der König, die Königin und der Kronprinz zogen gestern Abend um 6 Uhr unter dem Jubel der Bevölkerung in die festlich geschmückte Stadt ein, woselbst sie vom Fürsten von Hohenzollern empfangen wurden. Kassel. Das hiesige„Tageblalt“ meldet, die neulich entlassenen Hülfsbeamten seien sämmtlich schon wieder anderweitig angestellt. Wiesbaden. Der„Rhein. Kurier“ bringt über das zwischen der Krone Preußen und dem Herzoge Adolf von Nassau getroffene Ueberein⸗ kommen folgende nähere Angabe: Der Herzog be⸗ kommt 1) ein Kapital von 15 Millionen Gulden in 4½prozentigen preußischen Staatspapieren nebst Zinsen vom 1. Januar 1867; 2) das Schloß zu Biebrich mit Park und allen anderen in der Biebricher und Mosbacher Gemarkung gelegenen Domanialgebäuden, Gärten, Grundstücken, welche bisher unter der Verwaltung der Hofhaltung standen(ausgenommen sind nur die beiden Rhein- auen;) 3) das Schloß zu Weilburg mit Garten ind Zubehörungen; 4) das Palais an der Son⸗ nenberger Straße zu Wiesbaden mit Garten und Hintergebäuden; 5) das Jagdschloß Platte mit Oberförstereiwohnung, Nebengebäuden, Gärten ꝛc.; 6) den Saupark bei ver Platte mit dazu gehö⸗ rigem Waldareal; 7) den Walddistrikt Grub bei Wiesbaden mit griechischer Kapelle; 8) das Hof—⸗ gut Hornau; 9) das Weinlager zu Straßburg, veranschlagt zu beiläufig einer Million Franes. Der Herzogin verbleibt die Besitzung zu Königstein. Nach den weiteren Vertragsbedingungen übernimmt die Krone Preußen die Apanage des Prinzen Ni— kolaus mit jährlich 18,000 fl., die früher aus der Domänenkasse gezahlten Gnadengehalte, Leib- renten und Pensionen und das im vorigen Jahre bei Rothschild contrahirte sogenannte Kriegsanle⸗ hen, auch wird von Seiten der preußischen Regie- rung auf Rückerstattung des Betrags verzichtet, welcher im verwichenen Jahr von den herzoglichen Kassen aus der Domänenkasse mit etwa 10,600 fl. zuviel erhoben worden ist. Zu bemerken ist noch, daß in dem Vertrag mit keinem Worte von der Abdankung oder überhaupt von der politischen Stellung des Herzogs die Rede ist. Aus Thüringen. Die Ordres über die Persetzungen der weimarischen und meiningischen Officiere sind erschienen und werden dieselben fast allen preußischen Provinzen zugewiesen, wäh⸗ rend in die thüringischen Garnisonsstädte ein ganz neues Officierspersonal einrückt, bezw. eingerückt ist. Bayern. München. Die preußische Re⸗ gierung hat ihre Vorschläge für die Porto ⸗ Herabsetzungen 1c. im Gebiete des norddeut⸗ schen Bundes der bayerischen Regierung vorlegen und dieselbe auffordern lassen, an commissarischen Verhandlungen zu Berlin über die Ausdehnung der betreffenden Reformen auch auf Süddeulschland Theil zu nehmen. — Wie verlautet, wird der König von Bayern während der Anwesenheit des Königs von Preußen in Nürnberg demselben dort einen Besuch abstatten. — Die Verhandlungen zwischen Preußen und den drei süddeutschen Staaten über die Porto- Herabsetzungen und die anderweitige Neu- ordnung der postalischen Verhältnisse beginnen zu Berlin am 15. October. Baden. Karlsruhe. Die erste Kammer nahm den Gesetzentwurf, betreffend die Rechts⸗ Verhältnisse der Studirenden(wodurch die acade⸗ mische Gerichte barkeit abgeschafft wird) nach kur— zer Debatte einstimmig an. — Das Central Verordnungsblatt enthält folgenden Erlaß des großh. Ministeriums des Innern, die allgemein-wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen betreffend:„Die im Anzeigeblatt für die Erzdiöcese Freiburg vom 18 l. M. Nr. 14 enthaltene Verordnung Sr. Excellenz des Herrn Erzbischofs vom 14. l. M., wonach den Geistlichen und den Candidaten des geistlichen Standes in der Erzdiöcese untersagt wird, sich irgendwie bei der durch die landesherrliche Verordnung vom 6. l. M., Reg.⸗Bl. Nr. 38, angeordneten Staats- prüfung zu betheiligen, kann, als in staats bürger⸗ liche Verhältnisse eingreifend und ohne Genehmi— gung des Staates erlassen, nach der Bestimmung in§ 15, Abs. 1 des Gesetzes vom 9. October 1860, die rechtliche Stellung der Kirchen und kirchlichen Vereine im Staat betreffend, keine recht- liche Geltung in Anspruch nehmen. Karlsrube, 19. Sept. 1867. Ministerium des Innern. Join Oesterreich. Wien Die„Presse“ er- fährt, daß der Kaiser von Oesterreich die Reise nach Paris am 10. Oetober antreten und vorläufig 10 Tage in Paris verweilen wird. Auf der Rückreise wird der Kaiser mit dem König von Württemberg zusammentreffen. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ schreibt:„Es sind heute(d. h. den 2.) vollständig erfundene Gerüchte(von angeblichem Wahnsinn des Kaisers) in Paris und im Besonderen an der Börse in Umlauf gesetzt worden. Es ist traurig, daß der öffentliche Credit durch falsches Treiben beeinflußt werden kann. Die Regierung bat sofort die Gerichtsbehörde aufgefordert, eine Untersuchung zu eröffnen, um die Urheber dieser falschen Nachrichten ausfindig zu machen.“ Der „Abend⸗Moniteur“ reproducirt diese Note. — Wenn man den hier umlaufenden Ge— rüchten Glauben schenken darf so wird in Biarritz ein Programm ausgearbeitet, welches binnen we⸗ nigen Tagen in der Form eines Circularschreibens an die Repräsentanten Frankreichs erscheinen und sich mit Energie gegen eine jede Bemühung Preußens, den Eintritt Süddeutschlands in den Nordbund zu erleichtern, aussprechen soll. Es soll darin sogar die Reise des Königs von Preußen im Süden als„Anstoß erregend“ bezeichnet werden. Daß man es nicht für un⸗ möglich hält, bald auf ernste Ereignisse zählen zu müssen, beweisen die militärischen Maß⸗ regeln, welche man gegenwärtig ergreift. Ab⸗ gesehen von den Rüstungen, welche mit erneutem Eifer betrieben werden, hat auch der Kriegsminister alle Offiziere auf Urlaub unter dem Vorwand einer Inspeetion einberufen. Dieselben müssen am 8. bei ihren Corps eingetroffen sein. Belgien. Aus Brüssel wird gemeldet: Berichte aus Paris schildern die allgemeine Stimmung als sehr gedrückt. Hier und da wird vie Aeußerung laut:„So kann es nicht fort⸗ dauern!“ Trotz allen Friedensversicherungen werden die Rüstungen mit nie dagewesener Hast betrieben. Bei Metz wird ein Lager von 100,000 Mann errichtet, wie bezeichnender Weise die hauptmili⸗ tärischen Bewegungen sich im Elsaß und im fran⸗ zösischen Flandern concentriren. Hier bei Hofe betrachtet man den Krieg als unausweichbar. Italien. Die über Florenz kommenden neuesten Nachrichten aus dem Kirchenstaate melden, daß in verschiedenen Provinzen Insurgentencorps sich gebildet und dann vereinigt hatten. Die ihnen entgegenrückenden päpstlichen Truppen sollen theils geschlagen worden, theils zu den Insurgen⸗ ten übergegangen fein. Es geht hieraus hervor, daß mit der Gefangennehmung Garibaldi's die begonnene Action gegen Rom keineswegs unter⸗ drückt worden ist, sondern daß die Erhebung gegen Rom weiter um sich zu greifen scheint. „ Friedberg, 7. Ocl. Seit gestern sind die Hohen des Vogelsberges mit Schnee bedeckt. e Nauheim. Am Sonntag Morgen fand man dahier einen wohlgekleideten Mann an einem Baume erhängt. Derselbe soll sich schon seit längerer Zeit in Nauheim aufgehalten haben. Mainz. Der„M. Anz., berichtet, daß sich während des Verhörs des in Haft gebrachten Schlossergesellen J. Grüll von Gernsheim, welcher den ihm zur Last ge⸗ legten Mord in Eich mittlerweile eingestanden, ein solcher Zusammenlauf von Neugierigen vor dem Sadthause ge⸗ dildet hatte, daß die Unruhe, welche neben der Passage⸗ störung dabei entstand, die Beamten im Sladthause ge⸗ wallig störte. Herr Polizeirath Leichtweiß, um ein Aus⸗ tunftsmiitel nie verlegen, nahm den ersten besten Menschen, der sich dazu bereit finden ließ, drückte ihm die Mütze nef in die Augen, ließ ihn schließen und durch die gaffende, ihm nachstürzende Menge, die über sein gleich⸗ mülhiges Aussehen nicht wenig empört war, nach dem Arresthause bringen, wodurch mit einem Male die Ruhe vor dem Stadthause wieder hergeflellt war, und das Ver⸗ hör ohne Unterbrechung beendet werden konnte. Darmstadt. Die„Hess. Vlesbl.“ erzählen: Die Sucht nach pikanter Waare ist in der jetzt beendigten Messe auf eine eigenthümliche Weise ausgebentet worden. Ein erwachsener Herr konnte unmöglich an dem„orien⸗ talischen Salon“ vorüberkommen, ohne daß ihm ein Zettel in die Hände gedrückt wurde, der von den schönen Ge⸗ heimnissen dieser Bude in den lohendsten Tönen erzählte. „Sehr pikant, nur für Herrn.“ In der That sollen aber die so reclamenhaft angekündigten Haremogeheimnisse nur Der Neusiedler See in Ungarn. Von Dr. Curtman. Daß man Teiche abläßt und zeitweise oder für immer trocken legt, wässer dieses Morastes Vollendung der Entwässerung⸗Arbeiten in dem Hansag⸗Sumpf her, welche die Besitzer desselben schon seit Jahren unternommen hatten. Die Ge⸗ sind nämlich nach dem Fluß Rabnitz abgeleitet. Es ist nicht ausgemacht, ob man die Austrocknung des See's mit in ist nichts Seltenes, allein einen See von über 5 Quadratmeilen Größe, etwa wie das Gebiet der freien Städte Lübeck oder Bremen, das ist etwas Neues, nie Dagewesenes, geht aber jetzt in Ungarn vor. Der Neusiedler Sre liegt oder eigentlich lag in Ungarn, hart an der Grenze gegen Nieder- öftreich. Seine Ausdehnung von Norden nach Süden beträgt beinahe 5 Meilen, seine Breite hält sich zwischen 1 und 2 Meilen. . An dem westlichen Ufer erheben sich die Kuppen des Leitha-Gebirges i 5 n völlig flache Ufer grenzt an die unga— rische ird im Süden von d i e 5 Hansag⸗Sumpf eingenommen. r un Der See hatte stets eine geringe Tiefe und wurde nur mit gan flachen Kähnen befahren. Sein Wasser besaß einen unbedeutenden Salz gehalt(Glaubersalz,) wie sich an den trocknen Stellen des Ufers und an dessen Salzpflanzen erkennen ließ. Der vermeintliche Zusammenbang des See's mit einem benachbarten Fluß hat sich durchaus nicht bestätigt Denn 1 liegt höher, die Raab dagegen tiefer. N ö 2 ielmehr war die Verdunstung der großen Wasserflä. hinreichend, den geringen Zufluß durch Bäche e 155 e Jahren war sein Wasser in sichtlicher Abnahme begriffen. 1 a Das plötzliche Verschwinden des Wassers in dem Sommer 1866 rührt indessen von der Rechnung gezogen hatte, oder nicht. Daß sich dieser aber jemals wieder füllen werde, ist sehr unwahrscheinlich. Die noch vorhandenen Badehäuschen stehen jetzt auf einem völlig trocknen, mit einer Salzkruste überdeckten Boden, und die Bademeister sehen sich vergeblich nach den früheren Gästen um. Und so wie diese Leute mit dem abgeflossenen Seewasser ihre Beschäftigung verloren haben, so ist es auch den Fischern ergangen, welche früher schwere Ladungen von Karpfen, Hechten, Karauschen u. s. w. wegführten. f Nicht minder werden die Jäger jammern; denn die schilsigen Ufer waren von mannigfaltigen Wasservögeln dicht erfüllt. Alles hat sich ge⸗ ändert. „ Originelles Wechselindossament. Ein Newporker Kaufmann hat einen Beitrag zum Freiligrathfonds an das Comite über⸗ sendet und arf die Rückseite des Wechsels folgendes ungewöhnliche In⸗ dossament geschrieben: Zahlet an bie Ordre dessen, Zahlet dem, der uns die Riegel Schob von ferner Zone Pferten; Der das Drängen seines Volkes Aus gedrückt in Freiheitsworten; Der den Werth entrichtet hat, Zahlt an Ferdinand Freiligrath! Der den Löwenxilt erdacht, Der bei Belgrad die Affaire In gehör'gen Reim gebracht; Der die Wüste Sahara Und den Mohrenfürsten sah. lungen, die fur bestimmt n Darmste welches hier! seind nach E Neckarstraß stch auf bie 0 während zwei es, Nieman“ Lieutenant v. kommen ließ, konnte. — Autan mig(Hutzde mittags 11 U zeichneten Ver sigen Garni Bohnen, E Einmachen d dergeben. Dutzbac Oroßher zo 80 2050 r di Bedarf 400 c d Werden und d. M. ein Fritd Großhenzo; das 2 8 do N uhr, sol Schlachten Litind ut ö Jrfedb ö 1 og n U nend Ad did wohne wollen, 0 1d U aten spenft n ugle in einer Anzahl möglichst unschuldiger Stereoscopenbildern bestanden und die darüber enttäuschten Besucher die stets wiederkehrende beruhigende Versicherung erhalten haben, die Polizei habe sich heute eingemischt, morgen sollten sie wiederkommen und gewiß befriedigt den Zaubertempel ver⸗ lassen. Am Montag Abend verstanden aber einige band⸗ feste Bursche den Spaß übel; erbittert über den Schwindel ließen sie dem„Director eine tüchtige Tracht Prügel au⸗ gedeihen und wurde in Folge des Spektakels die Bude polizeilich geschlossen. Darmstadt. Die Abgeordneten der Feuerwehren, welche dem mittelrheinischen Feuecwebrverband beigetreten sind, werden sich am 27. l. M., Nachmittags 2 Uhr, zur Berathung des Statutenentwurfs, sowie zur Wahl des Vororts für das nächste Jahr hier zusammenfinden. Darmstadt. Das Hermann'sche Dienstmännerinstitut dahier erfreut sich nicht allein hier am Platze der un— getheilten Anerkennung seiner vorzüglichen Organisation und seiner pünktlichsten Ausführung aller ibm zu Theil werdenden Aufträge, auch von außerhalb wird ihm dieselbe gezollt. Ein Beweis hierfür mag darin erblickt werden, daß der Director Hermann seit 14 Tagen in Gießen weilt, um im Auftrag der Universität wissenschaftliche Samm⸗ lungen, die für das Museum in Calcutta in Ostindien bestimmt sind, zu verpacken und zu spediren. Darmstadt. Vorige Woche wurde ein Mädchen, welches hier in einer Fabrik arbeitete und wegen Unwohl⸗ seins nach Eberstadt nach Hause gehen wollte, in der Neckarstraße von Leibgrimmen der Art befallen, daß sie sich auf die Erde legen mußte. So lag das Mädchen während zwei Stunden; hunderte von Menschen umstanden es, Niemand aber half, bis endlich ein Chevauxlegers⸗ Lieutenant v. B. sich desselben erbarmte und eine Droschke kommen ließ, in der das Mädchen nach Eberstadt fahren konnte.(M. Z.) Worms. In der Nacht vom 4. Oct. wurde in die Bureauloealitäten des Großh. Hauptzollamtes durch die circa zwei Fuß dicke Hauptmauer des Hauses eingebrochen. Der Dieb erbrach das mit zwei Schlössern versehene Pult eines der Beamten und entwendete demselben daraus ihm angehörige Gelder im Betrage von 25 fl., sowie eine Partie Cigarren. Ebenso wurden mehrere Kistchen feiner Cigarren, welche zur Verzollung auf dem Bureau deponirt waren, gestohlen. Auch an dem wohlbefestigten Schranke der Zollkasse sind Spuren angewendeter Gewalt sichtbar. 3% Sonderbare Gerichte. In vielen Ländern ißt man Ameisen. In Brasilien bereitet man eine der größten Arten derselben mit einer Harzsauce zu; in Afrika dämpft man sie mit Butter; in Ostindien röstet man sie mit Kaffee und ißt sie handvollweise. Smeathman sagt:„Ich habe mehrmals derartig zube— reitete Ameisen gegessen und gefunden, daß es ein sehr schmackhaftes, nahrhaftes und gesundes Gericht ist. sind ein wenig süßer, obwohl nicht so ölig und zäh wie die Raupe oder die Larve des Dattelbaum-Rüsselkäfers, der auf allen Tischen Westindiens für eine Leckerei gilt.“ In Siam sind die Ameisencier ein sehr gesuchtes und theures Gericht, und in der Siadt Mexiko ißt man seit undenklichen Zeiten die Eier eines Wasser-Insectes, welches sich in den Teichen in der Umgebung dieser Stadt findet. In Ceylon essen die Einwohner undankbarer Weise die Bienen, nachdem sie ihnen den Honig abgenommen haben. Die Buschmänner Afrika's verspeisen alle Raupen, deren sie habhaft werden können, und es würde also ein Busch— mann für einen Kohlgärtner eine werthvolle Erwerbung sein. Chinesen, die Nichts verloren gehen lassen, essen die Ver— wandlungshülse des Seidenwurms, nachdem sie die Seide aus dem Cocon gewonnen haben. Die nordamerikanischen Herr Sie Die Australiex sind als Larvenesser bekannt und die Indianer sollen die Gewohnheit haben, Heuschrecken zu essen, während die Buschmänner und bie Bewohner von Neu-Caledonien einen lebhaften Appetit nach gerösteten Spinnen zeigen. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. „* Borax als Waschmittel. Die holländischen und belgischen Wäscherinnen, welche eine Wäsche von der vortrefflichseen Weiße liefern, wenden anstatt Soda raf— finirten Borax als Waschpulver an. Man nimnit auf eine Gölte kochenden Wassers eine Handvoll gepulverten Borax und erhält dadurch eine ausgezeichnele Lauge, womit man zugleich beinahe die Hälfte der Seife erspart. Der Borax verursacht den Geweben nicht den geringsten Nach- theil und hat noch die gute Eigenschaft, das härteste Wasser weich zu machen. Zum Waschen von Spitzen, Battist, Muslin u. oͤgl. wird eine größere Menge angewandt; zu Crinolinen, Unterröcken u. dgl., welche gesteift werden sollen, ist eine starke Lösung des Salzes erforderlich. In allen größeren Waschanstalten der Niederlande und Belgiens befolgt man dasselbe Verfahren. *R* „Die norwegischen Landwirthe sammeln die Kar- toffelblätter und legen sie auf Horden und Zäune, oder auf jeden anderen Ort, wo sie mit Leichtigkeit ge⸗ trocknet werden können. In diesem Zustande werden sie aufbewahrt und gekocht, um so den Milchkühen als Futter vorgelegt zu werden. Für jede Kuh wird eine gute Hand voll dieses dürr gemachten Fufters in ein Gefäß gegeben und mit heißem Wasser übergossen; man läßt es dann zugedeckt bis zum folgenden Tage stehen, worauf man die gekochten Blätter nebst dem Wasser den Kühen gibt. geben viel Milch auf dieses Futter. Sie Ankauf von Lebensmitteln. 2359(Butzbach.) Donnerflag den 10. d. Mts., Vor⸗ mittags 11 Ubr, werden auf dem Vüreau des unter zeichneten Verwaltungsraths für die Menagen der bie— sigen Garnison größere Mengen von Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Linsen, sowie Weißkraut zum Einmachen durch öffentliche Versteigerung in Lieferung vergeben. Butzbach den 3. October 1867. OGroßberzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Retterbrigade D.„ K, Major. Steinkohlen-zieferung 2358 für die Großh. Taub stummen-Anftalt. Ungefäbrer Bedarf 400 Centuer. Die Bedingungen können taͤglich zwischen 3 und 5 Uhr Nachmittags beit uns eingeseben werden und die Angebote sind bis längstens zum 15. d. M. einzureichen. Friedberg den 2. October 1867. Großherzogliche Direction des Taubstummen⸗Justituts Dr. Mattbtas. Faselochs ⸗Versteigerung. 2378 Donnerstag den 10. October d. J., Vormittags 9 Ubr, soll am Faselstalle der Stadt Irtedberg ein zum Schlachten geeigneter fetter Jaselochst öffentlich meist. bietend verfteigert werden. Friedberg am 4 October 1867. Groß berzogliche Bürgermelfterti Friedberg. J. B. d. B. Der Großberzogliche Beigeordnete 1 Foucar. Bekanntmachung. 2389 In Folge eines Antrags auf Vermoͤgensunter⸗ suchung gegen den, wobrschetulich flüchtig gewordenen Adolph Bär von Kirch⸗Göne, zuletzt dahter wohnhaft, werden alle, welche derücksichtigt werden wollen, aufgefordert, dts zum 15. dieses Monats länastens ihre Ansprüche an Adolph Bär dahter spezific ert anzumefden. Zugleich wird verfügt, daß Alle, welche Zahlungen an ihn sollten orer sonstige Verdlndlichkeiten zu leisten haben, dieselben bel Meidung doppelter Erfüllung voreißt und bis auf Weiteres an Niemanden vtrabfolgen durfen. Butz bach den 4. October 1867. Hroßherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gllmer. Fresentus, Landrichter, Landgerichts⸗Assessor. Obligations ⸗Verloosung. 2388 Von den Portlal⸗Obligattonen der hiefigen Ge⸗ meinde des Anlehens von 1845 sind heute durch Ver- loosung die Nummern 1 148, 183, 185, 208, 210, 211 und 176 mit je 2 236, 267 und 238 mit je 500 fl. zur Rückzahlung besilmmt worden. Die Inhaber dirser Obligattonen werden hierdurch aufgefordert, am 31. Dezember l. 3. ibre Kapltalbe träge gegen Rackgabe der Origtnalobligattonen bel rem hiesigen Gemeinde Einnehmer in Empfang zu nehmen, da pen diesem Tage an bie Verzinsung aufhört. Ober⸗Mörlen am 7. October 1867. Großherzogliche Bürgermelsterel Ober-Mörlen Jecke. X* 29— 0 721 7* Kartoffel-Lieferung. 2398 Für das zweite Bataillon des 2. Infanterie; Regiments sollen circa 500 Malter Kartoffeln und eine größere Quantität Weißkraut auf dem Summissionswege vergeben werden. Anträge sind längßens bis zum Freitag den 11. d. Mts. an Herrn Hauptmann Leiß oder Herrn Oberlieutenant Stegmaper abzugeben, woselbst auch das Nähere über die Lieferungsde— dingungen zu erfagren ist. Friedberg den 7. October 1867. Edictalladun g 2387 Forderungen und sonslige Ansprüche an den Nach⸗ laß dee im Mat J. J. zu Gießen verflordenen ledigen Heinrich Hanstein ven Friedberg find binnen Frist von drei Wochen bei der unterzeichneten Gerichtsstelle oder dem Kaufmann Johannes Hagstein zu Gießen sogewiß anzumelden, als sonst dieselden bei der Nachlaßregulisung außer Berücksichtigung bleiben werden. Friedberg am W. Septemder 1867. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landlichter. Landgerichte ⸗Assessor. 2348 Das Spiel der Neuen Malländer Staats- Prämlen- Obligatlonen ist von der Grossherzogl. Hessischen Reglerunsg gestattet. „Gottes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien-Verloosungen von über 2 MIII. 200, 00 Mark. Beginn der Ziehung am Gten Oetober d. J. Nur 2 Thaler kostet ein Origilnal-Staats-Loes, Geine Promesse) aus meinem Debit uud werden solche gegen frankirte Einsendung des Betrages, oder getzen Postvorsehuse, selbst nach den entferntesten Gegenden von mir verzandt. Es werden mur Gewinne gezogen. Die Haupt- Gewinne betragen Mark 225,000 — 125,000— 100,000— 50,0600— 30,000— 20,000, 2 à 15,000. 2 à 12,000, 2 à 10,000, 2 8000, 3 à 6000, 3 5000, 4 à 4000, 12 à 3000, 72 à 2000, 4 1500, 4 à 1200, 106 à 1000, 106 à 500, 6 à 300, 100 à 200, 7816 à 100 Mark 6 Gewimmzgelder und ainmtliehe Zie- humge listen sende nach Eutscheidung brompt und verschwiegen. Meinen Interessenten habe allein in Deutschland die allerhöchsten Haupttrefler von 300,000, 225,000, 187,300, Ido ooo, 0, 000, 125,000; 103,000, 100,00 0 und jüngst am 11. Septem- ber schon wieder das grosse Loos von 127,000 Mark auf No, 31308 ausbezahlt. Laz. Sams. Cohn in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft. In J. D. Sauerländer's Verlag in Frankfurt a. M. ift erschienen und dei Bindernagel und Schimpf in Friedberg und Naahelm zu haben: Die Spinnstube. Volksbuch für das Zahr 1868. Herausgegeben von W. O. von Horn. Dretundzwanzigster Jahrgang. Mit Stahlstich& vielen Holzschnitten. 8e geh. 45 kr. 2269 Wie tief und fest gewurzelt die Splunstude dei idren zahlreichen Verebrern ist, haben wir mit Freuden im vorigen Jabre geseben, wo trotz der drangvollen Zeitverbältnisse der Absatz sich unverrückt auf seiner alten Höhe erbalten hat! Und so möge unser treffliches Volksbuch auch dieses Jabr wieder seinen Weg geben und Alt und Jung, Arm und Reich zur Erholung und Erheiterung dienen. Ein braves Kindermädchen 2355 kann sogleich in einen Dienst eintreten. Näheres zu erfragen dei der Exped. d. Bl. 1 Weinfasser 2 1 Ph. Dan. Kümmich. eere Oelfãsser 2383 in allen Größen, für Pfuhl und Kraut, billigs det Georg Groß. unfehlbares Mittel ge⸗ Gichtwatte, gen Gliederreißen aller Art, emfiehlt à 18 und 30 kr. Ph. Dan. Küumich. 2116 2 de Fässer Verkauf. 2395 Circa 80 Obm Faß, von 6 bis zu einer Viertel. Obm, von verschtedener Größe, gut gehalten und tells neu hat billig aus der Dand zu verkaufen Reichelsheim den 6. October 1867. Georg Philipp Eckhold. Vorschußmehl 2015 bei Gebrüder Löb. Als Schristietzerlehrling kann ein mit den nötbigen Vorkenntnissen versehener junger Mensch in unsere Buchdruckeret eintreten. Bindernagel& Schimpf. Fur die herannahende Wintersaison empfehlen sich die Unterzeichneten zur Besorgung aller im Buchhandel erscheinenden illustrirten, belletristischen& wissenschaftlichen Zeitschristen, w. u. f. sowie auch aller Modezeitungen u. s. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. nebmen an für Nidda F. Trebes in Nidda „„ für Hungen L. Schneider in Hungen. Marktverlegung 2303 Der nach dem Landkalender auf den 15. und 16. October d. J. fallende Büdinger Markt ist wegen der bevorstehenden israelitischen Feiertage auf den 29. und 30. October d. J. verlegt worden, was hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht wird. Büdingen den 26. September 1867. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Büdingen Hölzin ger. 65 Friedberger Bergbau-Gesellschaft. 2394 Die Herren Actionäre dieser Gesellschaft werden hiermit zu einer außerordentlichen Generalversammlung auf Samstag den 266. October Nachmittags 2 Uhr im Hotel Trapp zu Friedberg eingeladen, um über Abänderung der Gesellschafts⸗Statuten zu berathen. Nach 9. 23 der Statuten müssen diejenigen Herren Actionäre, welche als stimmführendes Mitglied Theil nehmen wollen, ihre Actien wenigstens 3 Tage vor der Zusammenkunft am Sitz der Gesellschaft in Friedberg bei Herrn Verwalter Stifft oder bei dem Bankhause Carl Kalb Sohn in Wiesbaden deponiren und dient die Bescheinigung der Hinter- legung der Titel als Einlaßkarte in die Versammlung. Friedberg den 3. October 1867. Bestellungen für uns Der Gerant. Spielk arten, 2354 mit Stempel. 56 kr. bis 1 fl. 30 fr. per Dutzend. Schul Schreibhefte in blauen Umschlägen à 3 Bogen, linürt, 2 fl. 24 kr. und 2 fl. 48 kr. 1— Liniirtes Papier zu Schul⸗-Schreibheften 2 fl. 48 kr. und 3 fl. 18 kr. ber Ries. Vollständiges Lager aller Verwaltungs-Formulare. Muster stehen gratis zu Diensten P. Gauß in Vilbel, Buchdruckerei, Buchbinderei, Spielkartenfabrik und Schreibmaterialienhandlung. Färberei 5 an Carl Weber a Rödelheim bei Frankfurt a. M. 2275 effectirt gefl. Aufträge zum Färben von Leinen und Baumwollen Garnen in den üblichen Farben, unter Garantte und Zuverlässigkeit. Muster und Preiscourante stehen bereitwilligst zu Diensten. Abonnements- Einladung. 2317 Von heute- an kann auf das vierte, vom 1. October an beginnende Quartal der„Main ⸗Zeitung“ abonnirt werden. Der Preis beträgt füt Darmstadt 45 kr. und für das übrige ehemalige Taris' sche Postgeblet einschließlich des Bestellgeldes 1 fl. 9 kr. Neu hinzutretende Abonnenten erhalten die „Main⸗Zeitung“ vom Tage der Bestellung an. Die„Main⸗ Zeitung“ erscheint jeden Werktag und widmet — neben genügender Mitibetlung und Besprechung der allgemeinen Tagesereignisse— den Vethältnissen im Groß herzogthum Hessen besondere Aufmerksamkeit. Die„Main- Zeitung“ enthält ferner regelmäßige Berichte über das Neueste auf volkswirthschaftlichem Gebiete sowie in den Gebieten des Handels, der Industrie und der Landwirthschaft. Die Verbandlungen des Norddeutschen Reichstags sind wir durch eigene Correspondenten in Berlin in den Stand gesetzt, auf das Schnellste und Ausfübrlichste zu bringen. Besonderg wichtige Nach · richten für Hessen werden unserem Blatte aus ersser Quelle auf telegraphischem Wege miigetheilt. Das Programm der Main Zeitung ist das bekannte Landsbergprogramm, welches im Großherzogtbum dem jetzigen Regierungssyßem entschieden entgegentritt und frerusinnige Reformen in Staat und Ge⸗ meinde, sowie Vereinfachung der Verwaltung der, Gemeinde fordert, sür Deutschland aber einen freien und nach Außen kräftigen Bundes staat anflrebt. Mit der Oppofitton unserer zweiten Kammer kämpft die„Main⸗Zeltung“ für baldigsten Eintritt des Großherzogthums und des übrigen Süddeutschlands in den nordveutschen Bund, sowie überhaupt für geistigen und matertellen Fortschritt 2 E ee 1 Unterrichts und der allgemeinen Bildung in ndere der Vo u eine der Hauptaufgaben der»Main⸗Zeitung. ir d Theil ist durch ein sorgfältig gewähltes Feuilleton gesorgt. 1 Ae, d e e Darmstadt den 26. September 1867. 2393 wurde von Homburg bis 2398 Das auf 8 Abend ien gewesene ndet nunmehr Dienstag den 8. Concert October im Saale 250 Hotel Henkel unter gefl. Mitwirkung des Herrn Mufildirektor Neumann, sowie der Herren Reinhardt und Hildebrandt zu dem Preise von 24 kr. pro Billet siatt. Nauheim den T. October 1867. Friedericke Borchardt. Dall für Zoracliten 2397 Montag den 21. October d. J., auf vielseitiges Verlangen wozu höflichst einladet Nieder⸗Florstadt.. Ernst Dauernheim Verloren Nauheim eine Chaisenkapsel mit der Inschrift„Gebrüder Kruck, Frankfurt a. M.“ Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine gute Belohnung bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Ein vollständiges Logis 2400 das sogleich bezogen werden kann, ist zu ver⸗ mietben. Wo sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 2400. 2391 Während meiner mehrwöchentlichen Abwesenhelt wird Herr Dr. Moldenhauer aus Darmstadt meine Praxis versehen, und wird derselbe zu den üblichen Sprechftunden in meiner Wohnung anzutreffen sein. Friedberg den 6. Oktober 1867. Dr. H. Weckerling. Ein fehr freundliches möblirtes Zimmer 2392 hat zu vermiethen Zöller's Wittwe, wohnhaft auf dem Haag. 8 2 Anzeige. Damen, welche in Ruhe und geheim ihre Nieder⸗ sich an Unter⸗ liebevolle 2176 kunft erwarten wollen, werden gebeten, zeichneten zu wenden. Für billige und Bebhandlurg wird garantirt. Münzenberg im September 1867. Dr. Martin R schi egenschirme 1237 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen ben K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Ein sehr guter Werner'scher Ofen 2390 fleht billig zu verkaufen bei W. May, usagasse. Maltersäcke 2394 billig zu haben bei Becker Bindervagel& Schimpff Nauheim empfehlen als vorzüglich: Schwarze Aaiser-Cinte J. Scholz in Mainz. Diese, aus Pflanzeuftoffen bereitete Tinte ist fret von Säuze, fließt sehr gut aus der Feder, die sie nie⸗ mals angreift, schreidt sich dunkelviolet, wird aber nach kurzer Zeit für immer tief schwarz. Die Copirtinte ist unübertroffen, Abzüge davon lassen sich noch nach 8 Tagen nehmen Das Fläschchen 8 kr. & Engel. in Friedberg und Kirchen buchs auszug. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 1 29. September. Dem Bürger zu Ober Florstadt und Oekonomen Ludwig Schultheis dabter eine Tochter Marie, geb. am 12. September, 29. Sepiember. Dem Zugsoberfeldwebel und Fechtmeister m 2. Bataillon des 2. Großb. Jnfanterie⸗ Regimems Peter Hofmann rin, Sohn Karl Friedrich Anton Eduard, geb. am 30 August. Beer digte: 1. October. Philipp Konrad Kopp, dies, Bürger, alt 58 Jahre, 9 Monate 7 Tage, 1 den 30. Sept. 3. October. Peter Mann, hies. Bürger, Bierdrauer und Gaflwirth, alt 67 Jahre, 1 Monat, 3 Tage, T am 1. October. 2 Berantw. Red.: Hermann Schimpff. dit Bedaction und Expedition der Main- Seitung. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. besolbungei vorlaufig! aufgestellt 2 Ausgabe zu For Obersörf 1) Gemeinde J sich bei u ——— Hef Regierun I. Bel des Innern Hohelt bes Sesllschaft Auerbach II. Dien heneg haben aigtedclle wa nach Nappanten 15 Aeg: Op dite u N Ihtrams Alzey, di Frledber Bezulsge richter de Belasung uchunger zuksgeiic herigen in Dealnz Fr die Funfli