ee elne wahrend Berufes 7 1 Art. 74 u den Nord⸗ men der Hoch⸗ guallffciren Oberappella⸗ anfestadte in u erster * e der die des Ober⸗ ct seliderigen en einzelnen e Berfabren emmmungen. ichen ver- gelben nicht don den tadcheiden einen Theils chen Bundes⸗ eine Bebeidt len bestimmt Tetilee der dader, wenn kundesgesetz⸗ * Bundet staale ung eintrit chende Hüllt dem Bun- 5 deuiftuden 1867. Samstag den 6. Juli. M 79. nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— Abonnements ⸗Ein ladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours⸗Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs-Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ꝛc. uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine 1 1 Unterbrechung eintritt. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß — Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaction. Hessen Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 29 enthält: I. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in dem dritten Quartal des Jabres 1867 betreffend. II. Bekanntmachung des Gr. Ministeriums des Gr. Hauses und des Aeußern, die Aufhebung der mit der vormaligen Landgräflich Hessischen Regierung wegen Ver— einigung des Amis Homburg mit dem Großherzogthume zu einem Zollspsteme apgeschlossenen Vereinbarungen betr. III. Bekanntmachung des Gr. Ministeriums des Gr. Hauses und des Acußern und des Ministeriums der Justiz, den Schutz der Waarenbezeichnungen betreffend. IV. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, die Uebergangs⸗Abgabe und Steuer⸗Vergütung bei dem Verkehr mit Branntwein in dem Königlich Preußischen Regierungsbezirk Kassel, sowie die Uebergangs⸗ Abgabe von Tabaksblättern und Tabaksfabrikaten bei der Einfuhr nach den Königlich Preußischen Regierungsbezirken Wies— baden und Kassel betreffend. V uuebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbebürfnisse der Gemeinden des Kreises Gießen. VI. Erhebung in den Abelsstand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, durch Allerhöchste Entschließung vom 7. Juni d. J., den Groß⸗ herzoglichen Generalconsul Franz von Paula Vincenz Stanislaus von Salernon Fernandez in Barcelona für sich, seine gegenwärtigen und zukünftigen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Adelsstand des Großherzogthums zu erheben. VII. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller— gnädigst geruht: am 1. Juni dem Betriebsinspector der Hessischen Ludwigs ⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft Franz Bittong zu Mainz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Könige von Preußen verliehenen Kronenortens vierter Klasse,— am 15. Juni dem Cabinetsgüter⸗Director Ludwig Menges die Er— laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen Ritterkreuzes zweiter Klasse des St. Stanislausordens mit der Krone,— am 17. Juni dem Kammerherrn, Oberst-⸗Stallmeister und fungirenden Oberst-Hosmarschall Freihern van der Capellen die Exlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen Ritterkreuzes erster Klasse des Si. Annen-Ordens in Brillanten,— an demselben Tage dem Kammerherrn, Hosstallmeister Frhrn von Schäffer-Bernstein die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland verliehenen Ritterkreuzes zweiter Klasse des St. Stanislaus-Ordens— und an demselben Tage dem Oberbereiter Namendorf bie Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland verliehenen Ritterkreuzes dritter Klasse des St. Stanislaus⸗Ordens zu ertheilen. VIII. Namens veränderungen. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 28. Mai der Katharina Seng zu Bernsfeld zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens Seng in Zukunft den Familiennamen Seipp— und am 7. Juni ber Katharina Ackermann von Ober Ramstadt zu gestatten, statt ihres bisherigen Familsennamens Acker mann in Zukunft den Familiennamen Buxbaum zu führen. IX. Ertheilung eines Erfindungspazents. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. Junt dem Techniker Heinrich Gustav Adolph Otto Jung in Mainz Namens des Ingenieurs Louis Tischbein von Schöning in Wien auf sein Nachsuchen fein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Be— schreibung näher erläuterte Construction einer Vorrichtung zum Darren des Malzes und ähnlicher Gegenstände, sowie zur Trocknung von feuchtem Getreide, jedoch unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen X. Diensinachrichten. Am 4. Mai wurde der bischöfliche Kaplan Dr. Michael Raich zu Mainz zum vierten Dom- präbendaten ernannt; am 21. Mai wurde dem vormaligen Kurfürstlich Hessischen Bezirksgeometer Heinrich Schneider in Nauheim das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Kreis Friedberg ertheilt; am 22. Mai wurde dem Pfarrer Ludwig Hermes zu Armsheim die kathol Pfarrstelle zu Astheim, im Dekanate Darmstadt,— dem Pfarrverwalter Werner Beringer zu Vendersheim die kathelische Pfarrstelle zu Vendersheim, im Dekanate Gau— Bickelheim,— am 27. Mai dem Pfarrer Ries zu Friesenheim die kath. Pfarrstelle zu Wald-Michelbach, im Dekanate Heppenheim,— dem Pfarrverwalter Itzel zu Bieber, im Dekanate Seligenstadt, die kath. Pfarrstelle daselbst— und dem Pfarrverwalter Thaler zu Mombach, im Dekanate Ober-Ingelheim, die katholische Pfarrstelle da selbst übertragen; an demselben Tage wurde der Pfarrer Joh. Joseph Alois Kinkel zu Ober-Ingelheim zum kath. Pfarrer in Heßloch, im Dekanate Osthosen,— der kath. Pfarrer Jacob Schmitt zu Lämmerspiel zum kath. Pfarrer in Fürth, im Dekanate Heppenheim,— und der Pfarrverwalter Heinr. Simon Seib zu Guntersblum zum kath. Pfarrer zu Groß⸗Umstabt, im Dekanate Dieburg, ernannt; am 29. Mai wurde dem Pfarrverwalter Herm. Rupp zu Gaulsheim die kath. Pfarrstelle zu Gaulsheim, im Dekanate Bingen, übertragen. XI. Dienstentlassung in Folge richterlichen Erkennt⸗ nisses. Durch Erkenntniß des Großherzogl. Bezirksgerichts Mainz vom 30. April ist der Gerichtsvollzieher Wilhelm Hirter aus Mainz, in Anwendung des Art. 13 des Kaiserlichen Decrets vom 14. Juni 1813, seines Diensies als Gerichtsvollzieher entlassen worden. XII. Concurrenzeröffnungen für die evang. Schulstelle zu Ranstadt, mit welcher ein Gehalt von 300 fl. und eine Vergütung von 20 fl. für Heizung des Schullocals verbunden ist; dem Hrn. Grafen zu Stolberg-Wernigerode und Gedern steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evangel. Pfarrstelle zu Hausen mit einem Gehalte von 1046 fl. 15 kr.; die erste evang. Knaben-Schulstelle zu Groß-Gerau, mit welcher ein Gehalt von 379 fl. 45 kr. und 4 Stecken Holz für Heizung des Schullocals ver— bunden ist. Darmstadt. Der hiesige Turnverein hat be— schlossen, auf die Einladung des Stadtraths sich an der Feier des 300jährigen Jubiläums der Residenz Darmstadt zu betheiligen, eine ablehnende Antwort zu ertheilen, da die Zeitverhältnisse nicht dazu angethan seien. — Die Gradauszeichnungen bei den Officieren sind nach preußischem Muster geändert worden. Die Lieutenants haben nunmehr gar keinen, die Oberlieutenants nur einen und die Hauptleute nur zwei Sterne auf den Achselklappen oder den Epau— lettes.— Das erste Jägerbataillon führt die Bezeichnung„Gardejäger-Bataillon,“ das zweite„Leibjäger-Bataillon.“ — Das„Frankfurter Journal“ bringt die Mittheilung, daß der Postvertrag mit Preußen am 1. ds. von dem Großherzoge in derjenigen Form genehmigt worden sei, wie er nun auch wohl in Berlin auf keine Schwierigkeiten weiter stoßen werde. — 4. Juli. II. Kammer. Heß beantragt alsbaldige Wiederbesetzung der erledigten Lehr⸗ stühle an der Universität.— Der Gesetzentwurf, die Abänderung einiger Sätze des Gewerbsteuer— tarifs betreffend, wird ohne Debatte genehmigt. — Als weiterer Zuschuß für die Universität wer⸗ den nachträglich 1300 fl. für die Dotation des Professors Weigand, der das Grimm'sche Wörter- buch weiter fortführt, verlangt; die Kammer stimmt dem bei.— Sodann wird zur Berathung des Gesetzentwurfs, die Aufhebung der gesetzlichen Beschränkungen der Höhe des Zinsfußes betreffend, cesp. des dieserhalb vom Abg. Dumont gestellten Antrags geschritten.— Nach längerer Debatte nimmt die Kammer das Gesetz an. Preußen. Berlin. Der König hat den hannöver' schen Veteranen, welche die Feld⸗ züge von 1813— 15 mitgemacht haben, 30,000 Thaler als Unterstützung gewährt. — Der Disciplinar-Gerichtshof hat den Abg. Assessor Lasker wegen der von ihm außerhalb der Kammer gehaltenen Reden zu 100 Thaler Geldstrafe verurtheilt, ihn aber wegen seiner Kammerreden auf Grund des Artikels 84 der Verfassung freigesprochen. — Am 3. ds. hat zu Potsdam die Fah- nen- und Standarten-Weihe stattgefunden. Der Feierlichkeit wohnten bei: der König, die Prinzen und Prinzessinnen, Prinz Humbert von Italien, die ganze Generalität, die Spitzen der Behörden und die Garnison. Nach der Kirchen⸗ feier war Parade, Speisung des Lehrbataillons und allerlei Festvergnügungen. Das Festmahl fand im neuen Palais statt. Die Stadt war beflaggt. — Der Jahrestag der Schlacht von König— grätz ist in Berlin, soviel wir aus den gestrigen Abendblättern ersehen, nur militärisch gefeiert worden. In Potsdam fand am Vorabend die Einweihung der neuen Fahnen statt, welche der König den versammelten Officteren und der Mann- schaft der Regimenter mit den kurzen Worten übergab:„Ich freue mich, Euch diese Fahnen zu verleihen und erwarte, daß Ihr sie mit Eurem Leben vertheidigen werdet.“ — Nach einer Generalverfügung des könig— lichen General- Postamts ist die persönliche Porto- freiheit, welche bisher den Postbeamten, deren Angehörigen und den Posthaltern im fürstlich 0„ 5 ——— — —— Postbezirke nachgesehen Thurn und Taxis'schen 5 seit dem 1. Juli d. oder zugestanden war, aufgehoben, doch ist den Betheiligten, welche hieraus einen Entschädigungsanspruch herleiten zu können vermeinen, überlassen, denselben geltend zu machen. Kiel. Einer der„Kieler Zeitung“ zugegan⸗ genen Nachricht aus Hadersleben zufolge soll die Ausführung des an die Beamten erlassenen Be⸗ fehls, die Angehörigen der nach Dänemark ent⸗ wichenen Militärpflichtigen ebenfalls aus— zuweisen, sistirt worden sein. Frankfurt. Bei dem am 1. Juli stattge- habten Uebergang der Post an Preußen hat Fürst Max Karl von Thurn und Taxis die Postbeamten J. Staaten, Baron v. Wydenbruck, lautet: ihres Diensteides entbunden, nicht ohne der nahe vierhundertjährigen Verwaltung des Postwesens durch die Taxis'schen Beamten mit gerechtfertigtem Stolze zu gedenken. Auch der seitherige Admi⸗ nistrator der Taxis'schen Posten, der k. pr. Post⸗ rath Stephan, hat bei dem eingetretenen Abschluß der Administration von den Postbediensteten mit anerkennenden Worten Abschied genommen, wäh⸗ rend der königl. preuß. Staatsminister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, Graf v. Itzen⸗ blitz, sie beim definitiven Eintritt in den preußi⸗ schen Dienst vertrauensvoll willkommen heißt. Die Vorsteher der größeren Postämter werden zu Post⸗ directoren, die der kleineren zu Postmeister, sämmt⸗ liche Secretäre und angestellte Postassistenten zu Postsecretären, die geprüften Postpracticanten zu Postassistenten, die übrigen zu Posteieven, die Vorsteher der Postverwaltungen und Expeditionen I. Cl. zu Postexpedienten, die der II. Cl. und die Vorsteher der Postablagen zu Postexpediteuren ernannt. — Die Wahlen zur Stadtverordneten ⸗Ver⸗ sammlung sind nunmehr auf den 18. Juli anbe⸗ raumt worden. Sachsen. Durch den Einsturz eines Schach⸗ tes auf dem Kohlenbergwerke„Neue Fundgrube“ zu Lugau bei Chemnitz sind 103 Bergleute ver⸗ schüttet worden. Der Arbeitsschacht, in welchem sie dem leider wahrscheinlich sicheren Tod geweiht worden, befindet sich 823 sächsische Ellen unter der Erdoberfläche; die Erd⸗ und Gestein⸗Masse, vermischt mit Zimmerhölzern, ist wenigstens auf 250 Ellen Tiefe eingesunken. Durch das nach träglich erfolgte sechsmalige Nachstürzen von Ge⸗ stein werden die angestellten Rettungsversuche leider fast hoffnungslos. Die Noth unter den betroffenen armen Familien ist sehr groß; gegen 300 Kinder weinen um ihre verschütteten Väter und Ernährer. Bayern. München. Die Kaiserin von Oesterreich ist gleichfalls wieder nach Wien zurück⸗ gekehrt. Nachrichten von dort melden, daß die Reise des Kaisers von Oesterreich nach Paris auf unbestimmte Zeit aufgeschoben, aber keines wegs aufgegeben sei. — Der ständige Ausschuß des Deutschen Ju- ristentages macht jetzt in einer Ansprache be⸗ kannt, daß er nach einstimmigem Beschlusse die Versammlung des Juristentages für den 26. bis zum 29. August hierher nach München anberaumt habe. Oesterreich. Wien. Die durch den Tele⸗ graphen aus Wien gemeldete Botschaft, daß der unglückliche Kaiser Maximilian von Me⸗ xiko einem Acte grausamer Härte verfallen ist, beruht auf 2 Kabeltelegrammen, welche die amt⸗ liche„Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Das erste der Telegramme, ist von dem k. k. General- Consul in Newyork, Loosey, aufgegeben. Es lautet wörtlich:„Wien von Amerika. Aufgegeben den 30.(29 2) Juni, 2 Uhr 14 Minuten Vor- mittags: Ich habe folgende Depesche erhalten: Aus Mexiko wird mir via Neworleans, 29., vom Geschäftsträger die Nachricht mitgetheilt, daß der Kaiser Maximilian verurtheilt und am 19. Mor⸗ gens 9 Uhr erschossen worden ist. Der Prä⸗ sident verweigert die Auslieferung des Leichnams. Die„Elisabeth“ ist zum Trans- port der Oesterreicher von Vera⸗Cruz bestimmt. Groller, Schiffscapitän.(Gez.) Loosey, österrei⸗ chischer General- Consul in Newyork.“ Das österreichischen Gesandten bei den Vereinigten „Wien von Amerika. Aufgegeber am 29. Juni, 4 Uhr 25 Minuten Nachmittags. Samstag. Mit Ent⸗ setzen melde ich, daß ich soeben folgendes Tele- gramm von Neworleans erhalten:„Von Vera⸗— Cruz kommt mir die telegraphische Nachricht der Verurtheilung und des Todes des Kaisers Maxi⸗ milian zu. Juarez ist im Besitz der Leiche.“ Die Depesche ist unterzeichnet vom Schiffscapitän Grol⸗ ler, die Nachricht im auswärtigen Amt noch nicht bekannt. Ich erfahre ferner, daß die Hinrichtung durch Erschießen am 19. Juni 7 Uhr Morgens erfolgte.(Gez.) Wydenbruck.“ Dänemark. Kopenhagen. Dreißig Mitglieder des Reichstages haben eine Adresse an den König in Vorschlag gebracht, in welcher die Frage der Wohlfahrt Däuemarks und die Durchführung der bekannten Clausel des Prager Friedens besprochen wird; sie constatirt ferner das Verfahren Preußens in Schleswig als den gegebenen Zusagen widersprechend und den Schmerz des dänischen Volkes über die Leiden seiner Brü⸗ der in Schleswig. Der Reichstag hofft dennoch auf die endliche befriedigende Lösung dieser Frage in der Art, daß eine auf den Wünschen des Vol⸗ kes basirte Trennung des deutschen und dänischen Elements stattfinde und endlich eine dauerhafte Freundschaft zwischen beiden Nachbarvölkern ein⸗ trete durch eine Ordnung der Dinge, die keine neuen Keime der Zwietracht zurückläßt. Frankreich. Paris. Wie der„Moni⸗ teur“ meldet, sind Angesichts der trüben Besorg ⸗ nisse, welche die, wenn auch nicht officiellen, De⸗ peschen über das traurige Schicksal des Kaisers Maximilian hervorgerufen, die in Aussicht genommenen Festlichkeiten abbestellt worden.— Der„Presse“ zufolge hat sich die Hinrichtung des Kaisers Maximilian bestätigt; der Hof wird darum 21 Tage Trauer anlegen. Demselben Blatt zufolge soll es positiv sein, daß der Kaiser von Oesterreich nicht nach Paris kommen wird. — Es kamen bei der Feierlichkeit in der Ausstellung 60 große Preise, 900 goldene, 3600 silberne und 5000 broncene Medaillen, außerdem noch 9000 ehrenhafte Erwähnungen zur Vertheilung. Der große 100,000⸗Preis zer⸗ fällt, wie man weiß, in zwölf kleinere Preise, von denen fünf auf Frankreich und je einer auf Preu- ßen, Württemberg, Oesterreich, Belgien, Brasilien, Schweden und Italien kommt. — Der Sultan soll über den ihm dahier bereiteten Empfang sehr erfreut und befriedigt sein. Bei seiner Ankunft habe er zu dem Kaiser gesagt:„Es ist der Sultan, welcher dem Kaiser, die Türkei, welche Frankreich, und der Islamis- mus, welcher der Christenheit einen Besuch ab⸗ stattet.“ — Die heutige„Amtszeitung“ sagt: Eine kaiserliche Anordnung befiehlt, vom 5. Juli ab, eine siebenwöchentliche Hoftrauer für den Kai⸗ ser Maximilian.— Aus dieser Anordnung geht hervor, daß am Wiener Hof die zuverlässigsten Nachrichten über das tragische Ende des Kaiser Max eingetroffen sind und es schwinden vollstän⸗ dig die schwachen Hoffnungen, welche man für das Leben des Kaisers gerne hegen mochte. Großbritannien. London.„Reuters Office“ veröffentlicht eine Depesche aus Newpork vom 3. Juli, worin die Erschießung Maximilian's, Mejia's und Miramon's officiell bestätigt wird. Friedberg, 3. Juli. Schon wieder wurde heute in hiesiger Stadt ein schulpflichtiges Kind von einem Homburger Fuhrwerk überfahren. Ob das Kind einen bleibenden Nachtheil davon tragen wird, läßt sich noch nicht mit Bestimmiheit voraussagen. Mit Rücksicht auf die so häufig vorkommenden Unglücksfälle ist man ängstlich, Kinder nur noch die Straße betreten zu lassen und das Publikum wird herausgefordert, die gesetzlichen Bestim⸗ mungen zu prüfen, welche zur Verhütung solcher Vor⸗ kommnisse erlassen worden sind und die Frage aufzuwerfen, ob in dieser Hinsicht die so nöthige Ueberwachung auch in gehöriger Weise stattfindet. Die bestehenden Bestim⸗ mungen, welche das all zu schnelle Fahren in den Städten und Ortschaften verpönen, sind unsrer unmaßgeblichen Ansicht nach an sich kaum ausreichend, um Unglücksfälle zweite, später eingelangte Telegramm von dem dieser Strafbestimmungen werden mit so geringer Strafe der fraglichen Art zu verhüten und die Ueberltretungen bedroht, daß werden kann. Schnelligkeit insbesonder sonstige, aus Liebhaber ihre Wirksamkeit Jeder hiesige Einwohner weiß, mit welcher sehr in Frage gestellt e, die Homburger f Kutscher und ei den Kutschersitz einnehmende Personen männli hen und weiblichen Geschlechts, täglich durch die Ludwigsstraße f daß nicht schon viel meh müssen, als es bis jetzt scheint es uns unumgänglich ahren, und es ist zu verwundern, r Menschen darunter haben leiden der Fall war. Um so mehr aber geboten, daß für die Stadt Friedberg besondeie Bestimmungen zur Sicherheit der Menschenleben gegen das schnelle Fahren getroffen und namentlich in Homburg und Nauheim in geeigneter Weise bekannt gemacht werden, als die vielen in hiesiger Stadt sich aufhaltenden taubstummen und blinden Kinder eines ganz besonderen Schutzes bedürftig sind und ohne alle eigne werden.— Schuld häufi Wir sind de Damen, welche zu ihrem Vergnügen Nauheim, oder umgekehrt sahren, kann, ob sie 5 Minuten Bestimmung eintreffen, daß dagegen um das die Gesundheit andrer Menschen zu schonen, gerechtfertigt sein würde, sehr belebten Stadt nur in langsamem werden dürfe. V. Friedberg 3. Juli. die vierke ordentliche G und Alicen-Stiftung. g der größten Gefahr ausgesetzt r Ansicht, daß den Heeren und von Homburg nach es ziemlich einerlei sein früher oder später am Ort ihrer Leben oder es sicherlich wenn in der hiesigen überhaupt Trabe gesahren Gestern tagte zu Offenbach eneralversammlung der Ludwig⸗ Die Versammlung war im Hin⸗ blick auf die bereits angekündigte Jubelfeier des hiesigen Seminars an Zahl der Theilnehmer— etwa 150— geringer als die drei vorausgegangenen, stand ihnen aber an Begeisterung für die gute Sache, an Streben zu immer geöß det Einigung, Fernhalten der Mißklänge und somit an würdigem Verlauf nicht im Geringsten nach.— Waren die zur Berathung und Schlußfassung vorgelegten Gegen⸗ stände auch nicht von der tiefeingreif z. B. die vorjährigen, so sast fünf Stunden lang in enden Bedeutung, wie hielten sie dennoch die Anwesenden der gespanntesten Anfmerksamkeit. Außer dem Rechenschaftsbericht vom letzten und der Rech⸗ nungsübersicht von zwei waltungsaugelegenheilen, Jahren wurden noch weitere Ver⸗ Ergänzung der Geschäftsordnung, Anträge von Mitgliedern und Ergänzungswahlen für den Ausschuß, freiwilligen und erledigt. nach geschehener Auslosung Rücktriit von einem Mitgliede vorgenommen Als Benefiz pro 1868 waren von Seiten von dret und dem des Vorstandes abermals 35 fl. für die passendste Summe erachtet worden, und die Versammlung gab nach langem Debaltiren mit viel pro und contra einzelner Mitglieder ihre Zustimmung ebenso vorgesehenen 200 fl. zi Wiltwen und Waisen früher verstorbener Bei dem Rückblick auf bereitwillig ab, als zu den weiter ir Unterstützung für vedürftige Vereinsmitglieder. das abgelaufene Verwaltungsjahr wurde der Bestätigung der vorjährigen Statutenveränderung und der so überaus wicht rechten an die Stiftung des Großherzogs der freundlichen Geber v wobei das Hohe Prolekto Prinzessin Ludwig, K. Summe obenan standen igen Verleihung von Corporations⸗ durch die Gnade Sr. K. Hoheit mit ganz besonderem Danke gedacht und on so manchem Geschenk erwähnt, renpaar der Stiftung, Prinz und Hoheiten, mit einer namhaften . Nach wohlvollbrachtem Tage⸗ werk— es war 3 Uhr vorüber— konnte zu dem im Schlosser'schen Garten, Mititagessen geschritten nächst dem Main, bereitgehaltenen werden. Eine schöne Militär⸗ Blechmusik überraschte und wirkte sehr erheiternd auf die Tischgesellschaft von so sirebenden.— Der erste Hoheit, unsern allverehrte vielen Gleichgesinnten, Gleich⸗ von dem Präsidium auf Se. K. n Eroßherzog, ausgebrachte Toast, gab durch seinen über die Fluthen des Mains dringenden lauten Schall Zeugniß v on dem Auklang, welchen derselde bei den Anwesenden fand.— Auch andere, ernste und scherzhafte Trinksprüche, trugen viel zur Hebung der Stimmung bei und selbst der Regen, welcher nach satl⸗ samer Aufrichtung des Schiefgelegenen reichlich floß, konnte die Heiterkeit nicht unterdrücken, gab vielmehr durch die veranlaßte Flucht unter Dach dem Humor neue Nahrung. — Den Vorstandsmitgliedern aber war noch ein Nachlisch von nicht so erquicklicher tafel war. Er zog sich Platzregen in den Bera noch einen neuen Präsidenten zu wählen, Art vorbehalten, als die Haupt⸗ nämlich nach vorübergegangenem thungssaal zurück, um schließlich da der seitherige, Lehrer Menges aus Woems, nicht zu bewegen war, dieses Ehrenamt, welches er f eit Constuulcung der Gesellschaft mit ebensoviel Liebe, Eifer und Aufopferung für die Sache, als mit Takt und Festigkeit verwaltete, Der zu seinem Nachfolger einstimmig Erwählie, Hut aus Darmstadt, streben geneigt, den eindringlichsten Vorstellungen, unter Versprechung aller möglichen das ihm zugedachte, m übernehmen. Frankfurt. Nächster Tage wird eine Anzahl Knaben vor dem Zuchtpolizeigeri bei 50 Diebstähle, thellweise unter ständen, zur Last gelegt im Augenblick hier sehr lebgast. 300, und am 4. ds. an 250 höfen angekommen, darunter Amerikaner von Distinction. Aus Mheinhessen. an den Trichinen erkrankt, letzten Assisen in Mainz r Ein Arzt aus geschnitten und Trichinen selben zu retten. Ein elben Schinken verzehrt, Tod abgegangen. fand sich nur nach langem Wider⸗ Darmstadt, der in Hetstäd gewesen, habe ein Stückchen Brustmuskelfleisch dem länger zu behalten. College Beihülfe, nachzugeben un it viel Arbeit verknüpfte Amt zu t abgeurtheilt werden, welchen 0 Nane erschwerenden 17 Der Fremdenverkehr ist So waren am 3. an Fremde in den hiesigen Gast viele Russen, Engländer und sind. In Undenheim ist ein Maun der als Geschworener bei den ohen Schinken gegessen haben soll. Patienten heraus⸗ entdeckt. Man hofft jedoch den, Freund, der mit ihm von dem⸗ ist schon vor einigen Wochen mit br sldwebel ere daun hela f aug 0 Funthal ein! 7 ned. E. Müller von 0 Jihanmistade Lande valle m nun d Stutt Passagi're Bahnzugs 0 Mnoßlraße Dort ah m eren und Pferden eine 0 Fuß le ein hat Na und sah aus N Werde, Wie nicht germ ihm aus seinem Zit 2 80 hat Prof. die in 48 8 bei Versuche hat: es in 2 Th. Sar nicht gel Wasser abg Portland cet (aber nich hinzu, inisch gut durch ei XWoer Jodie Waßß hinzu, daß in gewötz in die Oef wird, na wie auch mit tiner —— Mitgeiheil Das 2 bes Nerd Bremen ab 10 Tagen gekommen. Das 001 Schwensen Nada ahr ane Nee der sar nd be d gli dun der A In 41 den du der 5 5 ne Veet und 258˙3 Knaben 7 welchen Un. Mainz. Ein Schneider, der freilich, betrunken wie er war, in einer Wirihschast mehrere Preußen mit Schimpf⸗ worten insultirte, erhielt einen Säbelhieb über den Kopf, der lief in den Knochen drang. Der Verletzte liegt auf dem Tode.— In der Gemarkung Laubenheim 7 kürzlich ein Schreiner aus Worms aufgefunden, dessen Ge⸗ sicht durch Wunden gräßlich entstellt war. Er hate sich eine Pistole in den Mund abgeschossen. Kaum dürfte sein Leben zu retten sein.— Ein hierhercommandirlerhessischer Feldwebel brach gestern beim Kegelspiel durch Ausgleiten 4 n Die Lad. Ldsztg. schreibt: Ueber das erzählte Wunder in Betreff eines in Walldürn sehend gewordenen Kindes, das vom Prof. Knacp vorher als unheilbar erklärt worden sei, wollen wir zur Steuer der Wahrheit das uns thatsächlich Bekannte ohne alle Polemik mittheilen. Dieses Kind, dem Amtsbezirke Gernsbach an⸗ gehörig, war an beiden Augen blind, wurde vom Prof. Knapp im Februar d. J. an einem Auge operirt und hierdurch auch sehend, und zwar durch sogenannte Pupillen⸗ bildung, am andern bestund und besteht nach wie vor unheildare Blindheit(Leucom). 22 Auch in Camburg a. d. S. hat die Trichinen krankheit ein Opfer gefordert: der dorlige praktische Arzt, Dr. med. C. L. Müller, Bruder des Schriftstellers Müller von der Werra, erlag derselben am vergangenen Johannistage. Bei einem ärztlichen Besuche auf dem Jande batte er ein Stück Cervelatwurst verzehrt, welches ihm nun den Tod gebracht hat. 5 a Stuttgart. Am letzten Sonntag erblickten die Passagiere des von Heilbronn nach Stuttgart fahrenden Bahnzugs ein gräßliches Unglück, welches sich auf der Landstraße zwischen Bietigheim und Besigheim zuurug. Dort sah man, daß ein Gefährt, in welchem sich mehrere Herren und Frauen befanden, mit den scheu gewordenen Pferden einem Abgrunde zurollte und denselben elliche 30 Fuß tief binabstürzte. Man sah, wie sich das Gefährt ein paar Mal üderschlug, ehe es auf dem Boden ankam, und sah auch, daß sich nach dem Fall einige der Ver⸗ unglückten wieder aufrafften, andere aber, sowie auch die Pferde, wie todt liegen blieben. Im Bahnzuge herrschte nicht geringe Aufregung und Bestürzung, es konnte von ihm aus übrigens keine Hülfe geleistet werden, da er seinem Ziele zueilen mußte. „ Für die Befestigung von Eisen in Stein hat Prof. Dr. Artus in Jena eine Masse aufgefunden, die in 48 Stunden vollständig steinartig erhärtet, und sich bei Versuchen im größern Maßstab stets sehr gut bewährt hat: es ist dieß eine Mischung von 5 Th. Portlandcement, 2 Th. Sand, 1 Th. seingepulvertem gebranntem(aber nicht gelöschtem) Kalk und 1 Th. Kalkbrei, d. h. mit Wasser abgelöschtem Kalk. Zunächst mischt man die 5 Th. Portlandcement mit 1 Th. vorher feinzerstoßenem gebranntem (aber nicht gelöschtem) Kalk, setzt hiecauf 2 Th. Sand hinzu, mischt denselben ebenfalls mit den 2 ersten Stoffen gut durch einander, setzt zuletzt noch 1 Th. Kalkbrei, also mit Wasser abgelöschten Kalk, hinzu und fügt endlich noch soviel Wasserglaslösung(es genügt ein specif. Gew. v. 1,20) hinzu, daß eine starke breiartige Masse enisteht, welche dann in gewöhnlicher Weise mit dem zu befestigenden Eisen fest in die Oeffnungen an das Eisen mit einer Kelle angedrückt wird, nachdem man zuvor die Stellen oder Oeffnungen, wie auch den Theil des Eisens, der befestigt werden soll, mit einer Wasserglaslösung befeuchtet hatte. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent Das Bremer Postdampfschiff„Union“, Capt. Santen, des Nerddeutschen Lloyd, welches am 15. Juni von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 10 Tagen 11 Stunden wohlbehalten in New⸗York an⸗ gekommen. 5 a Das Hamburger Postdampsschiff„Germania“, Capt. Schwensen, von der Linie der Hamburg⸗Amerikanischen Packctiahrt⸗Aktien⸗Gesellschaft, trat am 29. Juni wiederum eine Reise direct nach New⸗DYort an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpost 450 Tous Ladung, 60 Passagiere in der Cajüte und 340 im Zwischendeck an Bord. Das Hamburger Postdampsschiff„Teutonia“, Capt. Bardua, von der Linie der Hamburg⸗Amexikanischen Packetsahrt⸗Aktien⸗Gesellschaft, welches am 15. Aan von Hamburg direct abging, ist nach einer schnellen uns glücklichen Reise von 13 Tagen wohlbehalten in New Vork angekommen.. 3 Das Hamburger Postdampfschiff„Cimbria“, Capt. Trautmann, von der Linie der Hamburg ⸗Amerikanischen Packe fahrt Aktlen⸗Gesellchaft, welches von New⸗Mork am 72. Juni abging, ist nach einer außerordentlich schnellen Reise von 9 Tagen 12 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Verloosungen. Kassel, 2. Jali. Bei der gestern slattgehabten 32. Prämien- Ziehung der kurhessischen 40 Thaler: Loose fielen die Paupigewinne auf solgende Nummern: 36,000 Thlr. auf die Nr. 140536, 8000 Thlr. auf die Nr. 145461, 4000 Tylr, auf die Nr. 165795, 2000 Thlr. auf die Nr. 23588, 1500 Thlr. auf die Nru 1021 und 6570, 1000 Thir. auf die Nru. 123194, 136633 und 146963. Oesterr. 250 fl.⸗Loose von 1854. Serienziebung am 1. Juli. Nr. 26 438 484 499 517 533 567 694 765 958 1238 1357 1484 1738 2205 2484 2724 3093 3343 3646 3948 und 3970. Verzeichniß der in Paris preisge— krönten hessischen Aussteller. I. Kunst-Ausstellung. Keine Auszeichnung. II. Industrie-Ausstellung. 1. Goldene Medaillen. 1) E. Merk in Darmsladt(Chemikalien.) 2) Mayer, Michel und Deninger in Mainz(Leder.) 3) Cornelius Heyl in Worms(Leder.) 2. Silberne Medaillen. 1) W. Keller in Gießen(Buchdruckerarbeiten.) 2) J. Schröder in Darmstadt(Modelle und Lehrapparate.) 3) Mittelrheinischer, geologischer Verein Darmstadt(Geologische Karten und Belegstücke.) 4) A. Bembe in Mainz(Möbel und Parquetböden.) 5) H. Schuchard in Darmstadt(Hüte.) 6) J. Schumacher Sohn in Mainz(Schuhwaaren.) 7) W. Büchner in, Pfungstadt(Ultramarin.) 8) Blaufarb⸗ werk Marienberg(Ultramarin.) 9) Dörr und Reinhardt in Worms(Leder.) 20) L. Melas u. Comp. in Worms (Leder.) 11) W. Preetorius u. Comp. in Alzey(Leder.) 12) A. Götz in Alzey(Leder.) 13) Schaffner-Mayer in Mainz(Leder.) 14) Maschinenfabrik und Eisengießerei in Darmstadt(Locomobile.) t5) Gebr. Schmaltz in Offen⸗ bach(Holzbearbeitungsmaschinen.) 16) Gebr. Heim in Offenbach(Papier- und Leder-Bearbeitungsmaschinen.) 17) C. Th. Wecker in Offenbach(Wagen-Achsen und Federn.) 18) C Lauteten Sohn in Mainz(Moussirende Weine.) 19) Valckenberg in Worms(Weine.) 20) O. Egner in Erbach(Elfenbein- und Holz-Schnitzereten.) 21) Central stelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein in Darmstadt(für die Zeichnungen der Handwerkerschulen.) 22) C. Gräff in Bingen(Tabak und Cigarren.) 3. Bronzene Medaillen. 1) W. Beyerle in Darmstadt(Verlagswerke.) 2) Gebr. Hartwig in Offenbach(Gepreßte Papiere und Lederarbeiten.) 3) Friedr. Diebl in Darmstadt(Violine.) 4) Großberz. Gewerbverein in Darmstadt(Lehrmodelle.) 5) A. Scheidt (Zeichner von Knußmann in Mainz.) 6) J. Heininger in Mainz(Möbel.) 7) F. W. Baab in Alzey(Regula⸗ tor.) 8) G. Böhm in Offenbach(Parfümerien.) 9) E. D. Posen u. Comp. in Offenbach(Portefeuillewaaren.) 10) J. F. Knipp in Offenbach(Portefeuillewaaren.) 11) Wollen garnspinnerei in Worms 12) L. Kolbe u. Comp. in Bessungen(Knöpfe.) 13) O. Herz u. Comp. in Mainz (Schuhwaaren.) 14) J. D. Martenstein Sohn in Worms (Oele.) 15) de Bary in Offenbach(Cigarren.) 16) Leon⸗ hard Heyl in Worms(Tabak in Blättern) 17) Oehler in Offenbach(Anilinfarben.) 18) F. Winter in Offenbach (Leim.) 19) van Baerle in Worms(Wasserglas.) 20) Koch in Oppenheim(Chinin.) 21) G. Müller in Bens⸗ heim(Leder.) 22) Ph. Pfeiffer in Eberstadt(Leder.) 23) Weber u. Heß in Pfungstadt(Leder.) 24) J. P. A. Vollmar in Kempien(Klärapparat.) 25) Gebr. Schmaltz in Offenbach(Locomobile.) 26) Lothary in Mainz(Ce⸗ ment.) 27) J. P. Wagner in Mainz(Chocolade.) 28) Kraus und Ritter in Mainz(Liqueurc.) 29) Dolles in Bodenheim(Weine.) 30) Henkell u. Comp. in Mainz (Moussirende Weine.) 31) Hildebrand in Pfungstadt(Bier.) 32) C. Jung in Groß ⸗Steinheim(Bier.) 4. Ehrenvolle Erwähnungen. 1) Hüffoverein für die Verwundeten im Kriege(Hülfs⸗ apparate.) 2) Massai(Contre-Maure im Geschäft von Knußmann in Mainz.) 3) A. R Seebaß u. Comp. in Offenbach(Eisengußwaaren.) 4) Möllinger u. Wagner in Aschbach(Streichzündyölzer.) 5) Lang u. Heß in Marbach(Tuch.) 6) H. Keller in Darmstadt(Sämereien.) 7) C. Appel in Darmstadt(Sämereien.) 8) Falck in Mainz(Weinbeeröl und Weinsteinsäure.) 9) Wormatia in Worms(Leder.) 10) P. J. Spicharz in Offenbach (Leder.) 11) J. A. Hainz in Bensheim(Leder.) 12) Collet und Engelhardt in Offenbach(Werkzeugmaschinen.) 13) Gebr. Schmaltz in Offenbach(Holzbearbeitungsma⸗ schinen.) 14) J. M. Reinhard in Mainz(Strohstühle.) 15) Hoffmann in Auerbach(Marmorarbeiten). III. Landwirthschastliche Ausstellung. 1. Goldene Medaillen. F. A. Probst in Mainz(Wein.) 2. Silberne Medaillen. 1) Anhäuser, F., Rechenmühle bei Alzey(Mehl.) 2) inck von Nierstein(Wein.) 3) Pfannebecker von Worms Wein.) 4) Pabstmann in Mainz(Wein). 3. Bronze-Medaillen. 1) Wahlig in Lorsch(Tabak.) 2) Peter Minnig in Viernheim(Getreide.) 3) Gg. Hildebrand in Osthofen (Getreide und Mehl.) 4) Peter Ehatt von Viernheim (Gerste.) 5) G. Dürkes von Wahlheim(Getreide.) 6) Steingässer von Bodenheim(Wein.) 4. Ehrenvolle Erwähnungen. 1) Gr. Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftlichen Vereine(Modellen und Pläne.) 2) Peter Minnig von Viernheim(Tabak und Hopfen.) 3 Peter Ehatt von Viernheim(Tabak und Hopfen.) 4) Gräfl. Erbach-Schönberg'sche Verwaltung in Schönberg(Hopfen) 5) Gg. Hirsch in Alsheim(Getreide.) 6) Pfannebecker in Flomborn(Getreide.) 7) Krätzer, Ed., von Mainz (Wein.) 8) Ph. Ludwig in Nieder- Ingelheim(Wein.) 9) Guntrum in Beusheim(Wein.) 10) Förster in Oppen⸗ heim(Wein.) 11) Gebr. Braunwarth in Hechte heim und Laubenheim(Wein.) 12) Allmann in Bingen(Wein.) 13) Sickinger in Bensheim(Wein.) 14) J. Michel in Zornheim(Wein.) 15) E. George in Büdesheim(Wein.) 16) A. van Gries in Bensheim(Wein.) 17) J. B. Feigel Wittwe in Bensheim(Wein.) 18) Engelbach in Bosenheim(Wein.) 19) Engelhardt in Rüsselsheim (Cichorien.) 20) Jungbluth in 21) Tenner in Darmstadt. Auf die Industrie-Ausstellung mit 116 Ausstellern kommen zusammen 72 Auszeichnungen oder 61 pCt.— Auf die 116 Aussteller kommen Medaillen 57 oder 50 pCt. Auf die land wirthschaftliche Ausstellung mit 100 Aus⸗ stellern kommen zusammen 28 Auszeichnungen oder 28 pCt. Auf die 100 Aussteller kommen Medaillen 10 oder 10 pCt. Auf die ganze Ausstellung mit 216 Ausstellern kommen demnach 67 Medaillen und 99 Auszeichnungen oder be⸗ ziehungsweise 30 und 41 PCt. Worms(Ccchorien.) Erzherzog Ferdinand Max wurde am 6. Juli 1832 in Wien geboren. Auf seine erste een nahm Graf Heinrich Bom⸗ belles den leitenden Einfluß. Wie der bereits im Jahre 1847 dahlageraffte Erzherzog Friedrich, so wurde auch er schon von Kindheit an, für die Marine bestimmt. Nach Vollendung seiner wissen⸗ schaftlichen Ausbildung, während welcher sich eine große Vorliebe für Kunst und Wissenschaften in ihm entwickelte, unternahm er(1850) seine erste größere Reise nach Griechenland und Smyrna, welcher Reise in den darauffolgenden Jahren weitere Excursionen nach Spanien, Portugal, Madeira, Tanger, Algier u. s. w. folgten. Im Jahre 1853 wurde der Erzherzog zum Corvetten⸗ Capitän, im Jahre 1854 zum Marine⸗Obercom⸗ mandanten ernannt. Als solcher machte er mit einer Escadre von 17 Kriegsschiffen eine Fahrt nach Griechenland, Kandia, Beyrut, dem Libanon, an die Küsten von Palästina und Aegypten. An den Küsten von Palästina verließ der Erzherzog die Escadre und machte eine Pilgerfahrt zum heiligen Grabe. Auch in Aegypten hielt er sich längere Zeit auf, und auf verschiedenen wissen⸗ schaftlichen Ausflügen in demselben Lande besuchte und bestieg er auch die Pyramiden. Nach Pola zurückgekehrt, bereiste er in den Jahren 1856 bis 1857 einen großen Theil des Continents. Auf einer dieser Reisen begegnete er zum ersten Male seiner späteren Gemahlin, der Prinzessin Charlotte von Belgien, mit der er sich am 27. Juli 1857 in Brüssel vermählte und in deren Gesellschaft er in den Jahren 1858— 1859 Sitilien, Südspanien, die atlantischen Inselgruppen, Madeira, Brasilien u. s. w. bereiste. Diese Reise beschrieb er in einem als Manuscript gedruckten, vier Bände starken Werke, weiches den Titel„Reiseskizzen“ trägt. Am Schlusse der Kaiserreise durch Lombardo⸗ Venetien(1857) wurde der Erzherzog an die Spitze dieses Königreichs als General⸗Gouverneur gestellt. Er bekleidete diese Stelle bis zum Aus⸗ bruche des italienischen Krieges im Frühlinge 1859. Nach dem italienischen Feldzuge sollte er in Venedig als General⸗Gouverneur residiren. Er nahm jedoch dieses Staatsamt nicht an und beschränkte sich darauf, das Odercommando der Marine zu be⸗ halten. Im Juni 1863 wurde plötzlich bekannt, daß die mexicanische Notablen-Versammlung mit 214 gegen Eine Stimme den Beschluß gefaßt habe, dem Erzherzoge die Kaiserkrone von Mexico anzubieten. Der Erzherzog gab in seinem Schlosse Miramare bei Triest der mexicanischen Kron⸗ Deputation die Antwort, daß er bereit sej, das Kaiserthum in Mexico wieder aufzurichten, sobald die mexicanische Nation mittelst allgemeiner Volks⸗ wahl ihn zum Kaiser wählen würde. Diesem Ver⸗ langen wurde auch nachgekommen, und nachdem Ferdinand Max sich im Jahre 1864 mit Kaiser Napoleon über die Annahme der mexicanischen Kaiserkrone verständigt und auf seine Erbrechte in Oesterreich Verzicht geleistet hatte, trat er am 10. April 1864 im Schlosse Miramare die ver⸗ hängnißvolle Herrschaft an. Drei Jahre später endete er sein Leben durch die Kugeln des juari stischen Heeres. N. 1659 sowie Reste verschiedener Art werden, um damit aufzuräumen, zu billigen Preisen Jurückgesetzte Kleiderstoffe abgegeben. Mayer J. Hirsch. 0 5 0 Anzeige 1661 Einem geehrten hiesigen sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine bisher betriebene Wirthschaft in das Haus des Herrn J. P. Heß„zum Johannisberg,“ jetzt genannt„Waldlust“, verlegt habe. Da nun meine jetzige Wirthschaft mit Garten und Kegelbahn verbunden ist, so darf ich wohl einem recht zahlreichen Besuch entgegen sehen und werde meinerseits Alles thun, um meine geehrten Gäste in jeder Beziehung zufrieden zu stellen. Nauheim. H. Aletter, „zur Waldlust“. Feder- und Quecksilber-Manometer, Dampfstrahlpumpen(Injecteure). und Dampfkesselarmaturen, Brennereien und Brauereien, für Ausführung zu billigen Preisen 904 Unbearbeitete und fertige Messing⸗ und Rothgußgegenstände für Maschinen Hähne„ eigenen Modellen oder auch nach speziellen Angaben empfiehlt bei sorgfältigster Ludwig Becker in Offenbach a. M., Ludwigsstraße 54. und Ventile aller Arten für Wasser⸗ und Dampfleitungen nach He- nes EdS Schmierbüchsen, Schmierhähne. Wasserstandzeiger mit Hähnen und mit Ventilen, Probirhähne. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 15(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs⸗ straße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jederzelt Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeldlich. 1648 In der Nacht vom 28. auf den 29. vorigen Monats, find mir zwei Hühnerhunde aus dem Hofe weggekommen, der eine braun mit weißem Fleckchen auf der Brust, der andere schwarz mit ebenfalls Heinen weißen Abzeichen auf der Bruft. Dem Wieder⸗ bringer eine Belohnung, und wird vor dem Ankauf gewarnt. Dof Hasselbeck. C. Koch. Ein möblirtes Zimmer 1637 ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1637. Einen Schuhmacherlehrling 1643 sucht G. Kautz am Schulhaus. 1645 Alle Sorten Schuhe und Stiefel, welche ich selbft anfertigen lasse, empfehle ich zu den billigsten Preisen. Ferner empfehle ich mich im An- und Verkauf von allen getragenen Kleidungsstücken. Friedberg. Joseph Butzbach. Aegelkugeln somie Kegel Fried berg. Hermann Neisel, Drehermeister. 2 K Barterzeugungstinctur.“ fe selbst noch jungen Leuten in kürzester Zeit deu ffärksten Bartwuchs zu erzielen, empfiehlt à Fl. 36 kr. und 1 fl. Ph. Dan. Kümmich in Frledberg. 1482 NB. Für den sicheren Erfolg garantirt der Erfinder Apotheker Bergmann in Paris, 70 Boulevard Magenta. Noggenbrodmehl, 1647 auf Verlangen Zahlungsfrist bis 1. October d. J., empfehlen Gebrüder Löb. A bis 600 fl. 1668 Vormundschaftsgeld ist auszuleihen durch Georg Ewald IV. in Ocsstadt. Ueue holländ. Häringe 1656 bet J. A. Windecker. Ein große Auswahl von sehr billigen Bildern, zum Ausschmücken von WMirthslokalitäten geeignet, halten wir vorräthig, worauf wir die Besitzer von Gasthöfen aufmerksam machen. Bindernagel& Schimpff in Friedberg. * Uegen 0 chirme 2137 in Seide, Alpaka und Baumwolle, in schöner Auswahl bet K. Friedrich neben der Pos, 2 tüchtige Schreinergesellen 1655 können sofort Arbeit erhalten bei J. Wilhelm, Schreinermeisser. 1566 Durch das in dem Buche:„Keine Hä⸗ morrhoiden mehr!“ empfohlene ausgezeichnete Mittel wurde ich von meinen Hämorrhoidalleiden ganz und gar befreit und halte ich es für meine Pflicht, jedem Hämorrhoidartus diese nützliche Schrift, welche in allen Buchhandtungen für 5 Sgr. vorräthig ist, zu empfehlen. Pfarrer RN. 0 Versteigerung. 1657 Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, soll bei Johannes Major VI. in Beienheim Hausgeräthschaft versteigert werden. W Mineralwasser 1679 als: Ludwigs-, Selterser⸗, Homburger⸗, Schwal⸗ bacher⸗, Kißfinger⸗, Karlsbader, Wildunger- und Friedrichshaller Bitterwasser in ssets frischester Füllung bei Ph. Dan. Kümmich. Zurückgesetzte Jaconets, Barsges sowle verschkedene andere Kleiderstoffe, erlasse ich zu sehr billigen Preisen. 1675 Friedberg. J. A. Nauheim Eine kleine Kelterpresse, auch für Färber geeignet, wird billig abgegeben von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 29 und eine Beilage.) Kirschensest zu Ockstadl!— 1663 Sonntag den 7. Jull Harmonie und Tanz⸗ mufik, wozu höflichst einladet 5. Katharina Steyer. 1665 Sonntag den 7. Jult findet auf dem Selzerbrunntn gut besetzte Tanzmusik statt, woll freundlichst einladet Großkarben. 1010, 26 mlt den, 50 5 6 t ne bel ** e. P. Weitzel. u nene WII ob d g Die ugr Lehrerkonferenz, 4 Sektion Friedberg. da alen 1676 Mittwoch den 10. Juli, Nachmittags 3 uh, derbe“ auf dem Ossenheimer Jagdhaus. 7— fra! Ein großes Logis, 1677 bestebend aus einem Vorzimmer, 4 großen( haften, Zimmern mit zwei Kabineten, zwei Kammern, Küche, Alwe. zwei verschlossenen Holzverschlägen, ist zu vermiethen dt de und kann sogleich bezogen werden. Dasselbe kann auch beschredene 7 in zwei getrennten Wohnungen abgegeben werden. Fur II. P. Mann. öffentlich tifft Irted bet, Alle Sorten Stickereien, 1669 modern und billig, bei 5 Geschwister Schloß. Im Bettfederureinigen, dan dn 1644 sowohl in hiesiger Stadt als auch über Land, Ire empfiehlt sich Katharina Nees, Wo Wer Fezu wohnhaft an der Stadtkirche. don Il. Mütun Aaudigtt des N. 1664 Der erste oder der zweite Stock meines Hauses v J. adge ist zu vermiethen und kann gleich bezogen werden. Jam bep ät Georg Buchecker, usagasse. sghrac! wenden 5 77 Friedberg Ein Mädchen 05 1678 aus guter Famtlie suche ich für meinen Laden. dun J. C. Hagemann. 7 1007 Nin Versteigerungs⸗ Anzeige. sollen auf der 1661 amies w- an dause und dem flädter Quadra I Dautd d dfheruich der dem Bemeidt Mittwoch den 10. Juli l. J., Vormittage 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in seiner Behausung nächst der Stadtkirche verschiedene Mobiliar-Gegeß⸗ stände, als: Tische, Stüple, Commoden, Spiegel, 1 gut gehaltenen Secretair, 1 Eckschränkchen, Bettladen mit Stahlfeder⸗ boden, 1 eisernes Kinderbeltlädchen, 1 fg. Trittstuhl, Termin daa Küchenschränke, diverses Kind erspielzeug und sonsilge vorher Vorn Haus- und Küchengeräthschaften öffenlich meifibietend Nauhe gegen Baarzablung versteigern. Friedberg den 7. Juli 1867. — J. Finker nagel. Wir Bindernagel& Schim in Friedberg empfehlen refer als vorzüglich: NN e enbfebtea 080 Dit Schwarze Kaiser-Tinte 3 — en Mint 3 k lufige vfl von 5 dbend een J. 1 in Mainz. 1 an 16st Dilese, aus Pflanzenssoffen bereitete Tinte iß frei Sally J von Säure, fließt sebr gut aus der Feder, die sie nie- zeicnelen Se mals angreift, schreibt sich dunkelviolet, wird aber nach edingungen kurzer Zeit für immer tief schwarz. ande! Die Copirtinte tst unübertroffen, Abzüge davon lassen sich noch nach 8 Tagen nehmen. Das Fläschchen 8 kr. 1 15 1673 81 Fuular ds, 1 daltbe in 1681! seidene Umknüpftücher und Halsbinden bei aurfotdenen Friedrich neben der Po.. 8 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. ng e Sonntag den 7. Juli. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Marguth. Nachmittags: Herr Diakouus eyer. 4% N00 Gottesdienst in der Burgkirche. duden fd Vormittags: Herr Pfarrer Baur. tan Nachmitiens: Herr Candidat Sell. Wi N n de * a e 8 Katholische Gemeinde. dünne Sonntag halb 10 Uhr eine hi. Messe. In der Mun Woche ist kein Gottesdienst. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ligen, aach üder Tard, a Nees, tt Stadtkirche. ——— de mttuts paust egen werden. er, Hagas, en ur mttaen Ladtt. dagemann. Anzeige. germ tlas Ax Stbausun ebiltar⸗ Gegen gul gtpalitan n mil Stahlsebn⸗ 3. Trittß ul, eng und sbaftige l ntiübitten 11481 ʃ. -Cintt N 1 ait 1 fre vie de nie „ dett 186 9 ** langst deve lafsen Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. N 79. 2 Brannkohlen- Verkauf. 1619 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großberzoglichen Dorheimer Bergwerke mit dem 1. Juli 1867 Zablungsfrift dis Ende December d. J. Der Klötze. eine neue Creditperiode, laufend bis Ende September, N Preis der Koblenklötze ist wie seither 12 kr. für 1 Ctr.— 14 Stück Holzkoblen werden sowelt der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 kr. verabfolgt. und verbunden mit einer Im Interesse der Consumenten wird es liegen, wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle vergewissern wollten, ob die gewünschte Kohlenquantität grade vorräthig und abgebbar ist. Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, weiche ihnen bei Abgabe des Bürgscheines eingehändigt werden, bel jedem Kohlendezuge mitbringen, damit die einzeinen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse scheines erforderlich. Dorbeimer Bergwerk den 26. Juni 1867. Hofraithe⸗Versteigerung. 1641 Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Ratpbause auf freiwilligen Antrag det Winuwe und Kinder des verstorberen Bürgers und Spenglermeisters Valentin Scheuermann dabter nach⸗ beschriebene Hofraithe: Flur II. Nr. 371. Hofraithe in der Kirchstrahe, öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 1. Juli 1867. 3 Friedberg 1 5 Der dienfsätteste Gerichtomann Fouc ar. Oeffentliche Bekanntmachung. (Betreffend: Den Coucurs des Elias Ehrmann von Friedberg.) 1651 Upter Bezugnahme auf die öffentliche Aufforderung vom 10. Jebruar v. J. wird hiermit zur Keaniniß der Aäubiger des Rubricaten gebracht, daß der am 11. April v J. abgeschlossene Nachlaßvertrag in der böheren Justanz befätigt worden ist und nunmehr zum Vollzuge gebracht werden wird. Friedberg den 26. Juni 1867. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 1667 Mittwoch den 10. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Geschäftszimmer des biesigen Salinen⸗ amtes zwei an der Straße zwischen dem neuen Bade— dause und dem Bahnhofe liegende, 251 unt 248,1 darm⸗ städter Quadratkrafter haltende Grundstücke zum Zwecke des Baues von Landbäusera an den Meiftbietenden öffentlich versteigert werden, wozu man Kauflustige mit dem Bemerken einladet, daß man die Beringungen im Termin bekannt machen wird, dieselben indeß auch schon vorher Vormittags dahter eingesehen werden können. Nauheim den 2. Juli 1867. Großherzogliche Badedirektion F. Schreiber. Dr. Bode. Welß. Lieferung von Pflastersteinen. 1650 Die Lieferung von 4 Klafter Basalt Pflastersteinen für die hiesige Saline soll auf dem Submissione wege an den Mindestfordernden vergeben werden. Liefzrungs luftige wollen ibre Anerbletungen spätestens bis Sonn⸗ abend den 13. d. M., Morgens 10 Uhr, ver siegelt und mit der Ausschrift:„Lieferung von Pflastersseinen für die Saline Naubeim beneffend,“ veisehen, dei der unter ⸗ zeichneten Stelle eingeben, bei welcher auch die Lieferungs⸗ dedingungen eingesehen werden können. Naube im den 3. Juli 1867. Großherzogliches Salintnamt F. Schreiber. Weiß. Mobiliar-Versteigerung. 1673 Dienstag den U. Juli d. J. Nachmittags 2 Uhr, werden in det Walentin Scheuermann schen Hof⸗ rattbe in der Kirchgasse rahter die zum Nachlasse der verstotbenen Heinrich Deckmauns Eheleute gehörenden Mobilien, bestehend in Tischen, Stühlen, Schränken, Bettwerk, Kleider, Weißzeug, sowie sonsiigen Paus und Kuchengeräthschaften öffentlich meiftbleiend gegen Baar- zablung versteigert werden, Friedberg den 3. Jull 1867. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. Det dienftälteste Gerichtsmann Fo uc a t. Immobiliar⸗-Versteigetung. 1662 Moniag den 8. Juli I. J., Vormittags 11 Ühr, werden in hiesigem Rathhaus in Folge weiteten eingelegten Nachgebots die Immobilien der verstorbenen Keonbard üllers Eheleute nochmals öffentiich meifbletend versbelgert und wird hierbei bemerkt, daß der Zuschlag sogleich erthellt werden wird. örledberg den 5. Jul 1867. In Auftrag Grobherzogliches Orisgericht Friedberg. ..: Der dienstälteste Gerichtsmann Foucar. zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen: Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Holzversteigerung in der Oberförsterei Langd. 1654 Nachverzeichnete Holzsorttmente sollen zur Ver⸗ steigerung kommen: JI. Donnerstag den 11.. M. in den Domonial⸗ wald Distrikten Söderecke, Eichelacker und Dorn: Scheid holz Prügelholz Stockbolz Reisholz S t n. Holzart. gde Eichen⸗Schälhol— 118½— 384 Nadelholz 6% 9 2⁰ 14 51 Stück Nadelbolz⸗Stämrie von 5½—12“ Durchm., 20-657 Länge mit= 1156 Cbkfß. II. Dates den 12. I. M. in den Domonial⸗ wald ⸗ Districten Eckhardsmehr, Lindes und Jonasköpfchen: Scheidholz Prügelbolz Stockholz Reis holz Holzart. S Kind e n. Buchen ⸗ 49 ½ 94½ 12% 10⁴ Aspen⸗ 256 770.— 183 Nadelholz— 1— 18 Stück Aspen Stämme von 11—17“ Durchm., 15 bis 39“ Länge mit= 531 Cbkfs. Das in den Districten Jonasköpschen und Lindes zerstreut fitzende Wind fallholz wollen Steigliebhaber vor der Versteigernng einsehen. Die Zusammenkunft ist für beide Tage Vormittags präcis 9 Uhr bestimmt und zwar Donnerstags ia dem Eichenschälschlan, Distriets Söderecke und Freitags in dem Distreet Eckbard mehr. Nidda den 2. Juli 1867. Großherzogliche Oberförsteret Langd Georg t. Holzversteigerung. 1666 In dem Gräflich Solms ⸗Rödelbelm'schen Forft⸗ reviet Baindards, Distrilt Unterwald, kommen Donnerstag den 11. Juli l. J. zur öffentlichen Versteigerung: 4 Stecken Eichen Prügelbolz, ö Schäl bolz, 11000 Wellen„ Reis holz, 4000„„ Durchforftungs⸗Reisholz, 350„ Astreishpolz, 12 Haufen Allerletholz, 36 Eichen⸗Stämme, von 5—9“ mittletem Durch- messer, 15—30“ Länge, 300 Stück Eichen⸗Baumstützen. Zusammenkunft Morgens 8 Uhr am Forsthaus Bain⸗ hards. Wickstadt den 1. Jult 1867. Gräfliche Oderförsterei Asfenbelm Schal las. Wagnerholz-Versteigerung. 1649 Montag den 8. d. Mig., Vormittags 9 Ubr, kommt in dem Schloßbof zu Ockstadt nachstehendes, daselbst lagerndes Stamm- und Stangenbolz zur öffent⸗ lichen Versteigerung: 25 Stück Buchen mit= 90 Cbkfg., 33„ Birken mit= 130 Cbksß. Ockstadt am 3. Juli 1867. Die Freiherrl. v. Ftanckenstein'sche Oberförsteret Ockstadt Frey Submission. 1670 Für die Hollerkapelle bei Ockstadt sollen 3 Stück gußeiserne Dachfenster mit Verglasung, Oelanssrich und Eindecken derselben, auf dem Wege der Submission in Accord gegeben werden. Lusfttragende Uebernehwer haben ihre deßfallfigen Gebote längstens bie zum 13. Jult, Vormittags 11 Uhr, schriftlich bei dem Unterzeichneten einzureichen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können. Frtedberg den 4. Jult 1867. Der Bezirks Bauausseher Schneider. Billige Badehosen 1640 bei Joseph Butzbach. —— rind tar de 1671 Samstag den 13. Zult, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Ockstadt die Herstelung des äußeren Verputzes am I. Schulhause daselbst an den Wenigstnebigenden in Accord gegeben werden. Frledberg den 4. Juli 1867. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Holz-Versteigerung. 1672 Nächsten Montag den 8. und Dienstag den 9. d. M., jedesmal von Morgens 9 Uhr ab, werden in blesigem Stadtwalde, Schlag Reud, folgende Holz- sortimente, und zwar: 197 Stecken geschälles Eichen⸗Prügelholz, 16630 Wellen 1„ Reiser holz, 738 Cubtkfuß geschältes Eichen- Stamm⸗ und Siangenholz, 30 Stecken Weidenholz, 6071 Wellen Eichen- und Weiden Reiserholz und 6½ Wagen, 10 Läste Allerlei⸗Polz, öffentlich meistbietend verfleigert. Nauheim den 4. Jult 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim .li Der Beigeordnete Eu ser. dt. Schutt. Heugras⸗Versteigerung. 1674 Montag den 8. d. Mte., Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathbause noch 36 Abtheilungen je 100[OKKlftr haltend auf der Kuhweide, sodann noch 3 Abtheilungen auf der sog. Pfingflwelde und der sog. Wustung, ganz gemeinbeitliches Heugras, öffentlich meiftbletend verßeigert werden. Fauerbach b. Fr. den 4. Jul 1867. Großherzogliche N Fauerbach b. Fr. 8 Holz ⸗Versteigerung. 1652 Nächsten Dienstag den 9. d. Mts., des Vormittags 9 Ubr anfangend, wird in dem gemeinheitlichen Walde dahter, Distrikt Forstenwald, nachfolgendes Holz, als: 39½ Stecken Eichen ⸗Schälprügelholz und 5700 Eichen Wellen, verfleigert. Nieder- Wöllstadt den 2. Juli 1867. Broß herzogliche Bürgermeisterei Nie er⸗Wöllstadt S 1 011. Arbeits- Versteigerung. 1680 Donnerftag den 11. d. M., Vormittage 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Wohndach nachbenannte Arbeiten und Lieferungen versteigert werden: fl. kr. 1) Maarerarbeit, wegen Herstellung zweier Uebersahrten, veranschlagt zu 8 46 2) Liefern von Deckplatten 9 36 3) Anfertigung eines Ortogerichtsschranks, nach Muster des jenigen zu Münzenberg 25 Wohn bach am 3. Juli 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Wohndach Philippi. Holz ⸗Versteigerung. 1653 Montag den 8. d. Mie. Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gräflich Solms Laubachischen Walde zu Engelthal folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden 1 Stecken Eichen Schälprügelholz, II. Klasse, 1 7* 7* und 3600 Stück Eichen Schälwellen, Engelthal am 3. Juli 1867. Die Gräflich Solms Laubachische Rente! Braudur ger. Holz ⸗Versteige rung. 1660 Freitag den 12. d. M., Morgens 9 Uhr, gelangen im Domanialwald, Distriet„Diebsmübie“ zur Ver. steigerung: 3½ Stecken Etchen⸗Scheitbolz,(geschältes), 48 4„ Prügelbolz,(geschältes), 3½.„ Stodkbolz, 4300 Wellen Eichen⸗Retsbolz 163 Stück Eschen⸗ Stangen von 1½“ mittleren Durchm. und 207 Länge Deldendergen den 3. Juli 1867. Groß derzogliche Oberförsterei Altenstadt Rumpf. Faͤsser und Bütten 256 in allen Gattungen billigst bei 5 Pb. Dan. Kümmich Farben in Leinöl gerieben 1563 zum Ausirsch fertig bei 77 H. W. Hatteroth. Die Extra-Beilage des Anzeiger, enthaltend die Verfassung des Norddeutschen Bundes, ist à 3 kr. zu haben bei Bindernagel 8 Schimpff. Unterrichts⸗Ertheilung. 1642 Der Unterzeichnete ertheilt Unterricht in der französischen und englischen Sprache, im Rechnen und in allen sonstigen in's Geschäftsleben einschlagenden Fächern. Auch würde derselbe Schüler hiesiger Lehranstalten bei Anfertigung ihrer Schulaufgaben beaufsichtigen und ihnen die erforderliche Nachhilfe, sowie etwaige Fortbildung zu Theil werden lassen. Friedberg im Juni 1867. S. Morgenstern, er Georg Amendt in Frankfurt a. M. (Neue Kräme Nr. 10) 22 empfiehlt sein Lager in Bettfedern, Flaum, Daunen, Roßhaaren& Seegras zu jedem Preise, fertigen Federbetten und Plumeaux, Matratzen jeder Art, ausge⸗ zeichnet schönen Piqué⸗ Decken, wollenen und gesteppten Decken eigener Fabrik, sowie eine große Auswahl in Barchent und Zwilch zu billig bekannten, festen Preisen, en gros& en detail. Kapital⸗Gesuch! Kapital von 3000 fl. im Ganzen oder auch in kleineren Beträgen aufgenommen werden. Berstadt den 25. Junk 1867. Großherzogliche 5 Berstadt Weil. 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