1867. Damstag den 6. April. M42. für Oberhessen. Anzeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Di ustag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Verein zur Unterstützung von Invallden und von Hinterbliebenen gefallener heffischer Soldaten vom Feldzuge 1866. Friedberg den 4. April 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Auf unser Ausschreiben vom 31. Januar l. J. haben die Ortsvorstände der nachverzeichneten Gemeinden die beigefügten Beträge zu Zwecken des obigen Vereins bewilligt, und protokolle mit Genehmigung wieder zugegangen. sind denjenigen von Ertheilen Sie nunmehr Zahlungsanweisung Ihnen, welche sich hierbei betheiligt haben, die betreffenden Berathungs⸗ und beauftragen Sie die Gemeinde-Einnehmer das Geld an den Rechner des Vereins, Großh. Buchhalter Herrn Seip in Darmstadt, baldigst abzusenden. Verzeichniß der von den Ortsvorständen der nachverzeichneten Gemeinden des Kreises Friedberg dem Verein zur Unterstützung von Juvaliden und von Hinterbliebenen gefallener hessischer Soldaten vom Feldzuge 1866 aus den Gemeindekassen bewilligten Gelder. Bönffadt 10 fl.— Butzbach 50 fl.— Dorheim 5 fl.— Fauerbach v. d. H. 10 fl.— Fauerbach b. Fr. 5 fl.— Griedel 15 fl.— 10 fl.— Dornassenbeim Oder ⸗Wöllstadt 5 fl.— Ockstadt 10 fl.— Oppershofen 5 fl.— Ossenheim 5 fl.— Ostheim 5 fl.— Pohl Göns 5 fl.— Reichelsheim 10 fl.— Rodenberg 10 fl.— Doch Welsel 5 fl.— Kirch Göns 7 fl.— Münster 5 fl.— Münzenberg 10 fl.— Rödgen 2 fl.— Schwalheim 2 fl 30 kr.— Staden 5 fl.— Steinfurt 8 fl.— Nieder- Florstadt 10 fl.— Naubelm 40 fl.— Nieder-Rosbach 5 fl. Mörlen 5 fl., aber für die Eltern des Heinrich Sch — Ober⸗ weitzer, der gefollen. 296 fl. 30 kr. Trals⸗ Münzenberg 2 fl.— Wölfersheim 15 fl.— Wohnbach 10 fl. Zusammen Die Ortsvorstände der Gemeinden Assenheim, Bauernheim, Beyenheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, Friedberg, Gambach, Hausen, Ilbenstadt, Langenhdain, Maibach, Melbach, Nieder-Weisel, Nieder-Wöllstadt, Ober⸗Florstadt, Ober-Rosbach, Weckesheim und Wisselsheim haben Gaben nicht bewilligt. Belreffend: Die Aufhebung des Bezugs von Pfandgebübren und Strafanthetlen von Seiten der Denunzianten in Feldstrassachen, bier die Einziehung und Verwendung dieser Straftheile und Pfandgebübren zur Belohnung des Auffichtspersonals. Tir a p p. Friedberg den 3. April 1867. Dasselbe an dieselben. Nur wenige von Ihnen haben unserer Verfügung vom 14. Januar d. J.— Amtsblatt ohne Nummer— entsprochen, weshalb wir an die umgehende Erledigung hiermit erinnern 1 Hessen. Darmstadt. tragen bereits die bundesmäßige Uniform. Der ten ist. Da bei der Luxemburger Angelegenheit Das Aümefint. sterium hat einen auf bessere Erhaltung Der Gleich⸗ sörmigkeit in der Besteuerung der Gebäude gerich— teten Gesezentwurf, welcher auf dem vorigen Landtage nicht zur Berathung gelangt ist, wieder- holt an die Stände gebracht. — Nach der„Hess. Landesztg.“ prägte die Großherzogliche Regierung im vergangenen Jahre 300,000 Thalerstücke, 4000 Gulden in Sechsern, 4000 Gulden in Groschen und 4000 Gulden in Kreuzern. Friedberg. Nach einer in der Darmst. Zig. enthaltenen Bekanntmachung ist durch Be— schluß des Königl. preuß. Justizministers verfügt worden, daß die Großherzoglichen Anwälte zur Vertretung bei den königlichen Landgerichten Bat— tenberg ꝛc. ic. ferner nicht mehr zugelassen werden sollen. Offenbach. Die Anfertigung von Pickel- hauben für die hessische Division ist kürzlich einem hiesigen Hause durch Großherzogliches Kriegs- ministerium übertragen worden. Als Muster gilt das neueste in der preußischen Armee eingeführte. — Ven Rumpenheim wird gemeldet, daß die Herzogin Adelheid nunmehr der völligen Genesung von ihrer schweren Krankheit rasch und sicher entgegengeht. Aus Starkenburg. In dem Kreise Lindenfels sind auf Anregen des landwirthschaft⸗ lichen Vereins zwei landwirthschaftliche Fortbil- dungsschulen ins Leben gerufen worden: zu Nieder- Liebersbach von Schullchrer Oswald und zu Unter ⸗Schönmattenwag von Schullehrer Linck. Eine kürzlich statigehabte Prüfung ist sehr befrie— digend ausgefallen. Mainz. Dr. Schödler, Director der Realschule dahier hat am 31. v. M. sein 25jäh⸗ riges Dienstjubiläum begangen. Preußen. Berlin. Dem Vernehmen nach ist der Kronprinz von Sachsen mit dem Chef des Generalstabs zu der Meldung hier ein- getroffen, daß die sächsischen Truppen bundesmäßig ormikt ssesien. Der Kronprinz und sein Begleiter Kronprinz ist zum commandirenden General des zwölften Bundes-Armeecorps ernannt. — Die oberhessischen Reichstagsabgeordneten sollen beabsichtigen, im Reichstage zur Sprache zu bringen, ob und welche Hindernisse dem zeit— weisen Eintritte des Großherzogthuams Hes⸗ sen in den norodeutschen Bund entgegenständen, eventuell, ob die Hindernisse dauernde seien. — Der„Staatsanzeiger“ ist ermächtigt, die Gerüchte von einer morganatischen Heirath der Königin von England für unbegründet zu erklären. — Der„Staatsanzeiger“ enthält eine Ver- ordnung über die vertragsmäßigen Zinsen in den neuerworbenen Landestheilen, indem die Wucher— gesetze dort wie in den alten Provinzen aufgeho⸗ ben werden. — Wie Berliner Blätter berichten, wird der König von Belgien, der Graf von Flan⸗ dern und die Hohenzollern'sche Familie am 23. April hier eintreffen.— Der Obercom— mandant der ägyptischen Armee, Chachim Pa- scha, ist zu mehrtägigem Aufenthalt hier ange- kommen.— Die Ernennung des Herrn v. Möl⸗ ler zum Oberpräsidenten in Kassel und des Herrn v. Bernuth zum Präsidenten von Köln ist nun⸗ mehr erfolgt. — In der luxemburgischen Frage hat sich nichts verändert. Die offieiösen und officiellen Erklärungen der niederländischen Regierung werden hier so verstanden, daß zwischen Frankreich und Holland zwar Alles im Reinen ist, man aber für die Auseinandersetzung mit Preußen die Vermitt— lung der übrigen Großmächte nachzusuchen sich bestrebt. In dieser Weise wird auch die Sache, heute Morgen hier eingetroffenen Privatbriefen zufolge, in Luxemburg selbst aufgefaßt. — Die„N. A. Z.“ dementirt die Nachricht, von Betreffs Luxemburgs getroffenen militäri— schen Maßregeln.— Aus Pariser und Haager Mittheilungen ist ersichtlich, daß in den Unter- mehrere Großmächte betbeiligt sind, werden ein— seitige Schritte vermieden und durch gegenseitige Verständigung eine für Preußen und Deutschland hoffentlich befriedigende Lösung herbeigeführt werden. — Die Nachricht, daß General v. Göben zum Commandanten von Luxemburg bestimmt sei, wird widersproͤchen.— Der Abg. Salzmann will dem norddeutschen Parlawente eine Petition vorlegen, die aus Reuß eingegangen und mit zahlreichen Unterschriften bedeckt ist, worin die preußische Regie; rung um Annexion des Fürstenthams gebeten wird, [E 2. April. Reichstag. Die Verhand- lungen über den Verfassungsentwurf werden fort- gesetzt und zwar mit Abschnitt VIII. Post⸗ und Telegraphenwesen. Ein von den Abgg. Becker, Schulze, Duncker zc. zu Art. 45 beantragtes Amendement wird abgelehnt und hierauf dieser Arti- kel in der Fassung der Regierungsvorlage angenom- men, ebenso unter Verwerfung der beantragten Abän⸗ derungen die Art. 46, 47, 48 und 49. Es folgt der Abschnitt IX. Marine und Schifffahrt und wird Abschnitt X. Consularwesen gleichzeitig der Discussion ausgesetzt. Abg. Meier spricht für eine nachhaltige tüchtige Marine, die Deutschlands würdig sei. Abg. Chapeaurouge will vorerst nur eine Flotte zum Schutze der Küsten. Abg. Schleiden ist für Errichtung einer angemessenen Bundesmarine. Soll aber eine Flotle geschaffen werden, so muß sie auch wirklich ihren Zweck er— füllen. Der Eingang des Art. 50 lautet:„Die Kriegsmarine der Nord- und Ostsee ist eine ein— heitliche unter preußischem Oberbefehl.“ Ich be— antrage, daß dafür gesetzt werde:„Die Bundes- Kriegmarine ist eine einheitliche 1c.“ Ich beantrage ferner, zwischen dem ersten und zweiten Alinea des Art. 50, das folgende neue Alinea einzuschalten:„Die Flagge der Bundesmarine ist schwarz⸗weiß⸗ roth,“ und ich füge hinzu, daß es ganz besonders zu empfehlen sein würde, wenn auch die Kriegsmarine sich dieser Flagge bediente. Bundescommissär Kriegs- und Marineminister v. handlungen vorläufig ein Stillstand eingetre- Roon: Die Flagge schwarzeweiß roth ist gewäblt Militärgesetzgebung sei nichts einzuwenden. worden mit Rücksicht auf die preußischen Farben und die Flagge der Hanseaten. Die Kriegsflagge wird sich dieser Flagge wohl anschließen, aber schließlich wird darüber die Entscheidung dem Könige zustehen. Abg. Weber spricht entschieden für die Gründung einer Marine und bemerkt da⸗ bei: So gut der König von Holland Luxemburg an Frankreich verkauft, kann er auch das König⸗ reich Holland an Preußen verkaufen(Bravo! und große Heiterkeit!)— und wie sollte es dann mit den Colonien werden, wenn wir keine Flotte hälten 2 Abg. v. Vincke spricht ebenfalls für die Vorlage. Der Schluß der Generaldis⸗ cussion wird angenommen. Zur Special discussion über Art. 50 sprechen noch die Abgg. Meier(Bremen,) v. Vincke(Hagen) und Fries, worauf abgestimmt wird. Das Amen⸗ dement Schleiden:„die Bundeskriegsmarine ist eine einheitliche“ ꝛc. wird angenommen, ebenso ein Amendement des Abg. v. Vincke(Olben⸗ dorf,) anstatt Alinea 3 zu setzen:„der zur Grün⸗ dung und Erhaltung der Kriegsflotte und der da⸗ mit zusammenhängenden Anstalten erforderliche Aufwand wird aus der Bundescasse bestritten.“ Mit diesen beiden Aenderungen wird sodann der ganze Artikel 50, unter Ablehnung der übrigen Amendements, angenommen. Zu Art. 51 be⸗ dauert der Abg. Duncker(Berlin,) daß die Bundesfarben nicht schwarz⸗roth⸗gold seien. Seit den Freiheitskriegen seien die Farben schwarz'roth⸗ gold das Symbol der deutschen Einheitsbestrebun— gen; 1848 sei auf den Antrag des Fürsten Lich- nowski in Frankfurt beschlossen worden, diese Farben officiell zu den deutschen Farben zu er⸗ heben. Das betreffende Gesetz ist auch in Preu— ßen verkündigt und bis jetzt noch nicht zurück⸗ genommen worden. Die Farden schwarz⸗roth⸗gold würden dann ein Zeichen der allgemeinen Versöh— nung sein. Enthalte ich mich mit meinen Freun⸗ den dennoch eines Antrags auf Wiederherstellung dieser Farben, so geschieht es nur deßhalb, weil ich mich— ich kann keinen gelinderen Ausdruck gebrauchen— der Schmach nicht aussetzen will, die alten deutschen Farben abvotirt zu sehen von dieser Versammlung. Wir behalten uns aber vor, diesen Antrag später, wenn wir, mit unseren süd⸗ deutschen Brüdern vereint, einst in einem größeren Saale tagen werden, zu stellen. Es wird nun abgestimmt. Ein Amendement des Abg. v. Ra; ben au, das 2. Alinea des Art. 51 so zu fassen: „Die Flagge der Kriegs⸗ und der Handelsmarine ist schwarz⸗weiß- roth,“ wird, und mit dieser Aen⸗ derung der ganze Art. 51, angenommen. Die Annahme des das Consularwesen betreffenden Art. 52 erfolgt ohne Discussion, worauf die heutige Sitzung geschlossen wird. — 3. April. Der Reichstag setzte heute die Berathung des Bundesverfassungsentwurfs fort. Man steht an Abschnitt XI:„Bundeskriegs⸗ wesen.“ Abg. Oehmichen ist für den Ent⸗ wurf, obgleich Manches seinen Wünschen nicht entspricht. Gegen die Einführung der preußischen Da⸗ gegen wünsche er eine Abkürzung der Präsenzzeit. Auch die volkswirthschaftlichen Rücksichten erfor⸗ derten eine solche. Abg. Waldeck: Es will der Entwurf die 7jährige Dienstzeit einführen anstatt der im Gesetze von 1814 stipulirten 5jährigen. Das ist eine radicale Aenderung, auf die dieses Haus nicht eingehen kann. Dieses Haus hat gar nicht den Beruf, h'erüber zu entscheiden; das ist Sache des preußischen Landtags; und darum muß der betreffende Artikel ganz gestrichen werden. Ein Heeresorganisationsgesetz muß, sowie auch ein Aushebungsgesetz, dem nächsten Reichstage vorge⸗ legt werden. Der ganze Artikel ist der Absolu⸗ tismus. Die Feststellung des Satzes von 1 pCt. der Bevölkerung und 225 Thaler per Kopf ist die Ertödtung des constitutionellen Prineips. Wie will man es vor Europa verantworten, frage ich aber nochmals, wenn man die Verfassung aufbauen will auf dem losen Grunde des Absolutismus? Abg. General der Infanterie v. Moltke spricht gegen die Zulässigkeit einer zweijährigen Dienstzeit. Die Dienstzeit ist es, die den Zusammenhang einen großen Haufen braver Leute zusammenbringen, aber Truppen hat man nicht. Abg. Re theilt den Standpunkt Waldeck's. Das Haus ist jedoch, unter dem Eindrucke der Rede des Generals v. Moltke, sehr unruhig und achtet auf den Redner wenig. Abg. v. Vin cke(Olbendorf) spricht entschieden für die Vorlage, indem er namentlich auch der Vortrefflichkeit der preußischen Armeeorganisation das Wort redet. Abgeordn. v. Münchhausen: Ich bin der Meinung, daß es unverantwortlich von uns sein würde, die bewährte Formation des preußischen Heeres, die jetzt auch auf das ganze Bundesheer übergehen soll, in irgend einer Weise in Frage zu stellen. Nicht in die Verfassung gehört der Proeentsatz; verselbe muß veränderlich sein, je nach den politischen Verhältnissen. Abgeordn. General der- Infanterie Vogel v. Falkenstein: Wir, die commandirenden Generale, sind allt einig darüber, daß die dreijährige Dienstzeit nothwendig, unerläßlich ist. Wir sind im Begriffe, meine Herren, ein großes Werk zu begründen. Es ist aber nicht genug, ein Haus zu bauen, man muß es auch vertheidigen können und wenn die Nothwendigkeit dazu einmal eintritt, so werden Sie es nicht von dieser Tribüne aus, sondern nur durch die Armee vertheidigen können. Schaffen Sie darum eine gute Armee, schaffen Sie etwas Gutes, Bleibendes, Dauerndes für unsere Kinder und Kindeskinder Abgeordneter v. Rössing(Hannover) hält die Befugnisse des Bundesfeldherrn für zu groß und wünscht dieselben beschränkt. Abg. Kryger vertheidigt, das von ihm und dem Abg. Ahlmann zu Art. 53 gestellte Amendement, nach welchem die Nordschleswiger, bis nach Erledigung der Abstimmung, von der Erfüllung der Militärpflicht befreit sein sollen. Präsident der Bundescommissarien Graf Bismarck: Der gegenwärtige Rechtszustand des Herzogthums ist ein ganz zweifelloser. Das ganze Herzogthum gehört zu Preußen und unterliegt also auch den diesseitigen Gesetzen. Abg. Wulff(Lauenburg): Keinem von uns fällt es ein, aus dem Lande zu gehen, Keiner fühlt sein Gewissen beschwert, in der preußischen Armee zu dienen. Ich lege feierlichen Protest ein gegen den Protest des Abgeordneten Kryger. Abg v. Bockum-Dolffs spricht für die Nothwendigkeit einiger von ihm mit der Linken gestellten Amendements. Abg. Duncker(Berlin) theilt in jeder Beziehung den Standpunkt Waldecks und der Abg. Dr. Eichholz besteht auf der strengsten Wahrung des Budgetrechts. Die Special⸗Discussion über den Abschritt XI. ist erledigt. Nächste Sitzung übermorgen, Freitag. Tagesordnung: Special⸗Discussion über das Bundeskriegswesen. — Der Schluß des Reichstages ist auf den 17. d. festgesetzt. Frankfurt. Nach hierher gelangten Mit- theilungen aus Berlin soll die Angelegenheit der Be⸗ amten der früheren Thurn und Taxis'schen General Post⸗Direction hinsichtlich ihrer Pensionirung in zufriedenstellender Weise ihre Erledigung gefunden haben, indem dabei die Bestimmungen der Frankfurter Dienstpragmatik angewendet werden soll. Wiesbaden. Den Procuratoren in den vormals nassauischen Landestheilen ist die anwaltliche Praxis auch in den ehemals großb. hessischen Landgerichtsbezirken Battenberg, Bieden⸗ kopf, Gladenbach und Vöhl, und ebenso den in diesen Gerichtsbezirken angestellten Anwälten die Befugniß ertheilt worden, bei den Gerichten der vormals nassauischen Landestheile gleich den dortigen Amtsprocuratoren zu handeln. Kreuznach. Man erwartet dahier für die kommende Kur den kaiserlichen Prinzen von Frankreich zur Herstellung seiner stark angegriffenen Gesundheit. Der leidende Zustand des Prinzen soll nicht von einem Falle vom Pferde herrühren, sondern er leide an Skropheln. Ob aus des Prinzen Besuch in Kreuznach ein unge⸗ störtes gutes Einvernehmen zwischen Frankreich und Preußen gefolgert werden darf, wird abzu⸗ warten sein. Weimar. Was wir vor Wochen schon bezüglich einer besonderen Militärconvention macht. Mit kurzer Dienstzeit kann man wohl wird heute von der„Weimarischen Zeitung“ in halbofficieller Weise bestätigt. Weimar zahlt fürerst 162 Thlr. per Kopf seines Contingents und mit jedem Jahre 9 Thlr. mehr; auch bleibt zunächst der Präsenzstand der seitherige. Thlrn. ein Die übrigen thüringischen Staaten sind dieser Convention mit Ausnahme Coburg-Gothas und Waldecks, die bereits in älteren Verträgen ihre Militärverwaltung an Preußen beigetreten. Hamburg. Der volkswirthschaftliche Con— greß tritt in diesem Jahre vom 2. bis 5. Sept. dahier zusammen. Gegenstände der Tagesordnung sind: Die Vereinfachung des Zollvereinstarifs, Münzeinheit, die Wohnungsfrage in den Groß- städten, Gemeindesteuern. ö Bayern München. luxemburger Frage stehen hier Kundgebun⸗ gen der öffentlichen Meinung zu Gunsten der Zurückweisung eines jeden fremden Uebergriffs auf deutsches Gebiet bevor. Eine etwaige Zustimmung Preußens zum Verkauf Luxemburgs würde das bayerische Volk als eine Schwäche Preußens an⸗ sehen. Baden. Karslruhe. Der Karlstr. Ztg.“ zufolge hat die französische Regierung für die Dauer der Weltausstellung den Paßzwang für deutsche Reisende aufgehoben. Jede persön⸗ liche Legitimation, wie Paßkarte, Arbeitsbuch, Jagdschein ꝛc. genügt. Oesterreich. Wien. Die heutige„Amts⸗ zeitung“ veröffentlicht den österreichisch⸗bel⸗ gischen Handels- und Schifffahrts-⸗Ver⸗ trag datirt vom 23. und 25. März d. J. Holland. Haag. Die Abtretung Lu⸗ remburgs an Frankreich ist vom König von Holland aufgegeben, der französische Gesandte da⸗ hier ist vom Minister des Aeußern hiervon unter⸗ richtet worden. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ sagt: Die im norddeutschen Reichstag gestellte Interpellation sei geeignet, einen guten Eindruck zu machen, denn die Antwort des Gra⸗ fen Bismarck constatite die Nothwendigkeit, der Empfindlichkeit Frankreichs Rechnung zu tragen, wie sie auch Luxemburg als unabhängigen Staat bezeichne; sie bestreite auch nicht den Widerwillen der Luxemburger gegen den Eintritt in Deutsch⸗ land, während sie anderseits den Einfluß betont, welchen der Wunsch, in guten Beziehungen zu Frankreich zu bleiben, auf die preußische Politik üben müsse. 0 — Aus allen Theilen Frankreichs gehen Pe⸗ titionen gegen die projectirte Armee⸗Organisation ein. Den Präfecten ist die Weisung zugegangen, davon so wenig ale möglich an die Oeffentlichkeit gelangen zu lassen. Großbritannien. London. Wegen des beabsichtigten Verkaufs Luxemburgs an Frank⸗ reich hält man jetzt den vom König von Preußen und Kaiser von Rußland beabsichtigten Besuch der Pariser Ausstellung für sehr zweifelhaft. In unterrichteten Kreisen wird die Wahrheit der Meldungen holländischer Geschäftstelegramme und Zeitungen, daß der beabsichtigte Verkauf Luxem⸗ burgs aufgegeben sei, sehr bezweifelt, zumal Pa⸗ riser Nachrichten damit in Widerspruch stehen. Rußland. Petersburg. Als officibs wird mitgetheilt, Rußland werde als Mitunter⸗ zeichrer der Verträge von 1839 auf die Berufung Preußens in der Angelegenheit Luxemburgs Ein⸗ spruch erheben, da es durch die Auflösung des deutschen Bundes die Verträge in Betreff Luxem- burgs nicht aufgehoben erachte, und eine Abtre⸗ tung Luxemburgs ohne die Zustimmung der Groß ⸗ mächte nicht erfolgen könne. Amerika. Nachrichten aus New⸗Nork dom 30. März besagen, daß ein Vertrag an den Senat ergangen sei, wonach das russische Nord⸗ Amerika und die angrenzenden Inseln gegen 7,000, 000 Dollar Entschädigung an die Ver⸗ mit Preußen im Allgemeinen mitiheilen konnten, einigten Staaten abgetreten werden sollen. übertragen, Aus Anlaß der Erst nach sieben Jahren tritt die Vollzahlung von 225 Dagegen tritt die Regierung fast die gesammte Militärverwaltung an Preußen ab. 13 enthaltend tien enthaltene die bicßet Tau underzechneten versoßt und an dip sie ole An far Austalt u. mine noch Sache noch, de galch errut Taubsuummen? verwissen wund ine— ob elan Jem passnen! süchliget Einen aum, um die le ei u die Tus Blalut ein Gt —5—ͤ——— 887 Einen Metzger Mein Hammel Nau Pach Bedingung Fre Age gange sentlichken „* Nach den mit der letzten Newyorker Post eingetroffenen amerikanischen Nachrichten scheint die Anklage gegen den Präsidenten Johnson mehr und mehr an Boden zu verlieren. Das richterliche Comite verhört indessen noch fort und fort Zeugen. Allein es soll sich immer mehr berausstellen, daß direct nichts gegen den Präsi- denten vorliegt. : Friedberg, 4. April. Auf einen Artikel des „Frankfurter Journals“, der sich mit der Besoltung und Arbeit des an unserer Taubstum men⸗Anstalt wir kenden Lehrpersonals zu schaffen machte, und von dem man trotz der verschiedenen Unrichtigkeiten und Seitenhiebe auf den Director genannter Anstalt und die Regierung, welche er enthielt, sast allgemein glaubte, daß er aus der Taubstummen⸗Anstalt selbst hervorgegangen sei, was— wenn es der Fall gewesen wäre— u. A. auf ein nicht sehr freundliches Verhältniß zwischen Director und Lehrer bätte schließen lassen, haben nun sämmtliche Taubstummen Lehrer, namlich die Herren G. Rühl, H. Billasch, K. Heyland, J. Landau und J. Schneider Folgendes entgegnet:„Mit Beziehung auf die anonyme, Unwahr⸗ heilen enthaltende, Einsendung in Nr. 86 des Journals, die biesige Taubstummen-Anstalt betreffend, erklären die unterzeichneten Taubstummen⸗-Lehrer, daß sie dieselbe nicht verfaßt und auch wissentlich nicht veranlaßt haben, und daß sie die Anwaltschaft des Einsenders, welche ihnen und ihrer Anstalt nur schaden, aber nichts nützen kann, weder wünschen noch bedürfen“ Auffallen mußte bei dieser Sache noch, daß, während der erste Artikel eine uncnt⸗ geltlich gedruckte„Einsendung“ war, die„Erklärung“ der Taubstummen⸗Lehrer in den Inseratentheil des Journals verwiesen wurde und bezahlt werden mußte. Es ist das eine— ob erlaubte?— Zeitungspolitik, bei welcher es Jedem passiren kann, daß ihn irgend ein correspondenz süchtiger Einsendling so oder so herausfordert und daß er dann, um die ihm abgedrungene Antwort geben zu lönnen, erst in die Tasche steigen und auf dem Altar des betr. Blattes ein Geldopfer niederlegen muß— h. Friedberg. Von den in der Aufnahmeprüfung des Großherzoglichen evangelischen Schullehrer-Seminars dahier erschienenen 84 Präparanden sind 40 in dasselbe aufgenommen worden, darunter der erschienene Jorgelit, sowie ein Ausländer(Preuße). Im Ganzen zählt bas Seminar jetzt 96 Zöglinge, nämlich 52 in der ersten unt 44 in der zweiten Klasse. Von den in diesem Jahre Ent lassenen sind bereits 8-10 auf Privatlehrerstellen, als Haus und Institutslehrer, placirt. Alljährlich erhalten mehrer 8 Zöglinge hiesigen Seminars recht angenehme und einträgliche Privatlehrerstellen— zum Theil in weiter Ferne.— In diesem Jahre steht auch die Feier des fünf zigjährigen Bestehens hiesigen Seminars bevor. Dex Tag, an welchem es vor fünfzig Jahren eingeweiht wurde, ist der 2. November. Großherzogliche Oberstudiendirektion hat dem Vernehmen nach ihre Zustimmung zu dieser Feier gegeben und ihre Betheiligung zugesagt. Großherzogliches Ministerium wird seine Genehmigung gewiß nicht ver⸗ sagen. Unsere Stadt aber hat alle Ursache und nimmt gerne Veranlassung, diese Feier auf's würdigste und fest⸗ lichste mit zu begehen und gestalten zu helfen. Daß allem über 1000 Lehrer als Festgäste erscheinen werden, sind wir überzeugt. * Offenbach. Wie verlautet, wäre beabsichtigt das dritte mittelrheinische Schützenfest im August d. J. da hier abzuhalten. Alzey. Sicherem Vernehmen nach wird am 15. d. die feierliche Cröffnung der Linie Worms-Alzey stattfinden und wird dieselbe am 18. d. M. dem allgemeinen Ver⸗ kehr übergeben werden. Mannheim. Am 24., 25. und 26. Mar l. J. wird dahier eine große Fettvieh-Ausstellung stalfinden, welche Ochsen, Kühe, Rinder, Schaafe und Schweine umfaßt. Es sind 41 Preise von 20 fl. bis zu 150 fl. ausgesetzt, dazu noch ein Ehrenpreis der Stadt Mannheim. Anmeldefrist bis zum 10. Mai. Eingesandt. Friedberg. Pariser Weltausstellung. Ohne Zweifel werden Viele von hier und der Umgegend Ver— langen haben, das Merkwürdige in Paris und die Kunst⸗ schätze der Weltausstellung sehen zu wollen, wenn die Mittel hierzu nicht so kosispielig wären. Um dies möglich zu machen, müßten Lusttragende eben schon diese Sache besprechen, einige Erfahrene wählen, denen man die Leilung übertrüge. Diese müßten durch Zuverlässige in Paris Logis miethen, Kost accordiren, Führer bestellen, Ab⸗ und Rückgang bestinemen, mit den Eisenbahnen accorbiren ꝛc. und auf diese Weise könnte eine geschlossene Gesellschaft auf die sicherste, beste, billigste und vergnügteste Weise ihr erlangen befriedigen. 8. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Posidampfschiff„Teutonja“, Capt⸗ Bardua, wel von NewYork am 16. März abging, ist nach einer anlbsd wohl behal lücklicen Reise von 11 Tagen 22 Stunden n in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten-Post sowie die für England und Frankreich bestimmten Paf gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg jortgesetzt. Dasselbe bringt 112 Passagiere, volle Ladung und 21 Briessäcke. Das Hamburger Postdampfschiff„Allemannia“, Capt Meier, trat am 30. März wiederum eine Reise via Sout⸗ hampton nach New⸗Pork an uns hatte außer einer starken Brief- und Packelpost 250 Tons Ladung, 37 Passagiere in der Cajüte und 550 im Zwischendeck an Bord. Das Hamburger Postdampfschiff„Saxonia“, Capt. Haack, welches am 17. März von Hamburg abging, ist nach einer schnellen, glücklichen Reise von 10 Tagen 22 Stunden wohlbehalten in New-York angekommen. Das Bremer Postdampfschiff Hermann“, Capt. W. H. Wenke des Norddeutschen Lloyd, welches am 17. März don Bremen abging, ist nach einer schnellen, glücklichen k ange * Reise von 11 Tagen wohlbehalten in New⸗ York kommen. Verloosungen. Oesterreichische fl 230 Loose von 1831. Gewinnziehung. Serie 364 Nr. 25 147,000 fl., Serie 2014 Nr. 15 21,000 fl. Alle übrigen in der am 2. Januar gezogenen Serien enthaltenen Loose gewinnen 315 fl Geschäfts⸗ Empfehlung. 887 Einem verehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich als Metz ger dahier niedergelassen habe. Mein eifrigstes Bestreben ist stets dahin gerichtet mit gutem Ochsen⸗, Hammelfleisch aufzuwarten und bitte ich um geneigten Zuspruch. Nauheim. Kalb⸗ und Isaak Rosenthal. Verpa 839 Ein Theil der Freiherrlich von Wetzel' schen Besitzungen zu Obermörleu, 100 Morgen Ackerland und Wiesen, nebst Oekonomie-Gebäulichkeiten, ist zu pachten und kann der Antritt gleich erfolgen. Pachtliebhaber wollen sich gefälligst an den Unterzeichneten wenden, woselbst die näheren Bedingungen zu erfahren sind. Frankfurt a. M. den 1. April 1867. ch t ung. Freiherrl. von Wetzel'sche Verwaltung H. Berg, Oeder Weg 10. Wasch- Ring- Maschinen, 867 Prima, Qualität zu fl. 47. 30., empfehle unter einjähriger Garantie und günstigen Zahlungs- tonditionen.— Im Besitz vortheilhaster Bearbeitungsmaschinen bin ich in den Stand gesetzt, jedesmal wenige Tage nach Bestellung schon Effectuirung stattfinden zu lassen. Ich erlaube mir gleichzeitig das verehrliche Publikum wiederholt darauf aufmerksam zu machen, daß wenn die Wasch⸗Ring⸗Maschinen lange Zeit leistungsfähig sein und besonders die Wäsche sparen sollen, sich nicht durch billigere Offerten irrführen zu lassen, worunter nur Maschinen verstanden sind, die zwar eine gleiche und ähnliche Facon wie die meinigen haben, aber an Qualität der Arbeit und der Materialien mit meinem Fabrikat nicht zu vergleichen sind, was ja auch jeder Fachkenner sogleich bemerken wird. Auf besonderes Verlangen bin ich bereit, und offerire z. 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Entree: Einzelkarte 24 kr.— Familienkarte für 3 Personen 1 fl. für 4 Persouen 1 fl. 12 kr. Karten sind bis zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr zu obigem Preise bei mir zu haben, an der Kasse tritt ein erhöhter Preis zu 30 kr. à Person ein. a Kasse und Saal werden um 5½ Uhr geöffnet. Anfang 6 Uhr. Schluß des Programms 11 Uhr. — Man bittet vor 10 Uhr nicht zu rauchen. Restauration à la carte. Indem ich mir erlaube, darauf aufmerksam zu machen, diß die von Herrn Parlo w arrangirten Concerte sich überall des größten Beifalls zu erfreuen haben und deßhalb einen sehr genußreichen Abend versprechen zu können glaube, lade ich zu recht zahlreichem Besuche ergeberst ein. H. J. Simon. Die Programme, welche mit den Karten ausgegeben werden, besagen das Nähere. Egziehungs-Austalt für Mädchen in Friedberg. 814 Unterricht in allen Fächern der elementaren und höheren allgemeinen Bildung. Eintritt der Pensionäre zu jeder Zeit. Programme und nähere Auskunft geben die Unterzeichneten. Die Aufnahme der einheimischen Schülerinnen findet den 1. Mai statt. Friedberg im April 1867. Amalie, Marie& Ling Werner. Das Neuste in 886 sowie in allen sonstigen Putz⸗ und Modeartikeln für die bevorstehende Saison empfiehlt in schöner Aus wahl und zu billigen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Anzeige. 798 Den geehrten Freunden und Kunden meines perstorbenen Mannes erlaube ich mir die betriebene Geschäft unter Mitwirkung meines Sohnes in unveränderter Weise fortbetreibe. i Indem ich dies zur Kenntniß bringe, vereinige ich damit die Bitte, das Wohlwollen und Vertrauen, welches dem Verstorbenen in so reichem Maaße zu Theil wurde, auch auf seine Nachfolger übertragen zu wollen. Friedberg den 27. März 1867. Auswanderer& Neisende Mina Weis, geb. Schultheis. 5 nach Amerika werden von mir mit Dampf- und Segelschiffen 1. Classe in — jeder Woche über Bremen, Hamburg, Havre und Liverpool beferdert; gute Bedingungen und die billigsten Preise werden zugesichert. 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Der Gegenstand bietet für die Grunddefitzer das größte Interesse und dürfte daher der Besuch der Sitzung durch solche sehr empfehlens⸗ werth dein. Ein Grundbesitzer. Blumen, Kränze, 877 Taschentücher, Handschube und Halsbinden für Confirmanden, sowie das Neuste in Kurzwaaren und Handarbeiten, billigst bei M. Volk. 741 In meinem sind alle Sorten selbstgefertigte Möbel, auf das Geschmackvollste gearbeitet, und für deren Güte garantirt wird, in großer Auswahl vorräthig. Ganz besonders mache ich auf meine große Auswahl von Spiegeln, von den kleinsten bis zu den größten, und Strohstühlen in mehreren Sorten aufmerksam. Friedberg J. Pfeffer, 5 Hofmöbelschreiner nächn dem Bahnhofe. Blumen-, Feld und Garten⸗Samen 669 vorzüglicher Qualität bei Friedberg. Jacob Herrmann, Samenhandlung nächst der Burg. Tapeten, Möbel- Lager 775 neueste Mußßer, billigst bei a Georg Groß. 9 N * AKleesamen! 641 in ganz vorzüglicher Qualtät bei Wilh. Teresch. 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NA 0d gesammtes L Södel verka binnen Frist Ansyruche an dahler geltend Anspruͤche, re mags, unter Wilhelm Krie Friedbe Ort Re! Landrig 0 W Nachdem Nai e d worden if, 0 anberaumt, bekannte ungen und der Masse d techte, bei! wachen habe driedbe 3. 00. öffentlich m Srfedb ger Möbel, auf deen Oütt Aeg. Gan ewa ben größter, und vertan Sabre 10 Nen nann, ker r erg , Beilage zum Anz zeiger für O . M42. Edietallad dung. 881 Heinrich Grieb von Gambach nach An zerika auszuwandern.* f Rechtsansprüche an denselben find binnen vier Woch bei Großherzogl. Landgericht Bu bach anzuzeigen gelterd zu machen, widrigenfalls die Entlass gurkund erthellt werden wird. 2 Friedberg den 2. April 1867. Großherzogliches Krelsamt Friedberg 2 rapp. 91 Edietalladung. 878 Johann Peter Schäfer aus. vor der Höhe beabsichtigt mit Familie nach Austr en For de gen an denseld auszuwandern. vier Wochen dei Großberzoglichem Landgericht ich anzuzeigen und geltend zu n 3„ widrigenfal die Entlassungsurkunde erthellt werden wird. Friedberg den 1. April 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg . Edictalladung. 227 Nachdem die Margarethe, Philipp Väth II. Wittwe, geb. Väth von Södel, am 27. März 1866 mit Hinterlassung eines am 12. ust 1853 errichteten Testaments, in welchem die Kinder ihres Bruders Philipp Väth von Melbach, als Erben eingesetzt und dieser sür den Todesfall ihre erbfähigen Kinder substitulrt worden find, gestorben ist, wund die Margarethe, Karl Magnus Ebefrau von Södel, eine Tochter des Photltpp Väth, beziehungsweise deren erbfähige Nachkommenschafi, welche mit unbekanntem Aufenthaltsort in Amerika ab— wesend find, unter der Eröffnung, daß nach einem am 7. Juli 1865 errichteten Vertrage die Erdlasserin ihr gesammtes Vermögen dem Heinrich Wilhelm Kriegk von Södel verkäuflich abgetreten bat, hiermit aufgefordert, binnen Frist von drei Monaten ihre Erb- eder sonstigen Ansprüche an den Nachlaß der Philipp Väth II. Wittwe dabler geltend zu machen, als sonst Verzicht auf solche Ansprüche, resp. die Anerkennung des erwähnten Ver trags, untersiellt und das Vermögen dem Heiurich Wilhelm Kriegk überlassen werden wird. Friedberg am 22. Januar 1867. Großherzogliches Landgericht Frledberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts- Assessor. Edictalladung. 434 Nachdem über das Vermögen des Bäckers Zean Raiß zu Friedberg der formelle Concurs erkannt worden ist, wird Termin auf: Samstag am 25. Mal d. J., Morgens 9 Uhr, anberaumt, in welchem sämmtliche sowohl bereite bekannte als auch unbekannte Gläubiger ibre Forder⸗ ungen und Ansprüche, bel Meldung Ausschlusses von det Masse dahter anzumelden, auch etwatge Vorzugs— rechte, bei Meidung Unterstellung Verzichte geltend zu machen haben. Friedberg am 7. Februar 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Hofraithe⸗Versteigerung. 351 Mittwoch den 24. April d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Nathbause die zum Nach. lasse des verstorbenen Philipp Jacob Groß dahier ge⸗ börenden Immobilen: Flur. Nr. Klfir. Gemarkung Friedberg. 2. 389. 13,1. Hofraitbe in der Stadt. 2. 390. 6,4. Grab zarten daßelbst, öffentlich meiffbietend versseigert werden. Jriedberg den 6. März 1867. In Auftrag Oros berzoglichen Lanpgerichts Friedberg Großherzogliches 1 Friedberg. J. Der dienftälteste Gerichtsmann Foucar. Edietalla dung. 552 Jobs. Lung von Wohnbach hat der Gemeinde Wölfersheim am 30 April 1849 ein Kapital von 300 fl. geltehen und das Darlehen zurückerhalten. Da der angeblich qultirte Schuldscheine zur Gemelndsrechnung nascht vorgelegt werden kann, so werden Alle, welche An sprüche aus dem Schuldschein machen können, aufge fordert, diese binnen sechs Wochen dahier anzumelden, Werle der Schuldschein für erloschen erklärt werden rd. bungen den 28. Februar 1867. nn 11 Pungen ne 6 bis 7 Ctr. Heu 84% bat zu verkaufen Joh. Schwalm, neben dem kathol. Schulhaus. en sind 90 11 gz-Noeysteigo a Holz- Bersteigerung. 2 ö g 4 871 Donnerstag den 11 d. Mio, kommen aus den „Straßl Dübnerschaftswalde nach n die am 28. v. Mt altene erslet jerung die Genehmigung nicht erhalten hat 1 9 1 n öffent(che erung 10137 1 Eich und Birk⸗Rels bolz. Die Zuf mi 15 ift sindet in dem Holzschlag, neben der firset„Allmey“, Vormittags um 9 Uhr, att. tadt am 3. April 1867 1 Di herr. v. Franckenstein'sche Oberförsterei Ockstadt F re p. 2 1 Fo h hlen⸗ en 874 Mittwoch den 17 Dets Vormitta 11 Ubr, werd hiesiger Ratter Caserne zwei Hengst⸗Foblen, vovon ein ingarischer Race, in m Alter von 6 be ugsweise 8 Vochen, meistbieten öffentlich versteigert. Butzbach den 3. April 1867 Grob herzoglichee Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade grolman, Major. Bekan ntmas chung. 875 Bei A d oß herzoglich Hessischen Feld postexpedittion haben sich nachher gel chnete Gegenstände. deren Eigentbümer bis jetzt nicht ermittelt werden kounten, vorgefunden 1) ein Paar Stiefel mit Sporen(Tabak enthaltend) 5 5 5 ohne 3)„„ Stittmpfe von blauer Bolle gez. Z. C., 1—„„ weißer Halbbaumwolle gez A M., 59 5 Socken von we ßer Halbbaumwolle gez. E 6) ein Taschentuch von rothem Kattun ohne Zeichen, 7) eine Rolle Groschen im Betrage von 5 fl. 30 ke. Da zu dermuthen ist, daß die genannten Gegen— stände den Inhalt von Sendungen an Militärpersonen gebüdet haben, so fordern wir die undekennten Eigen⸗ e. biermit auf, ihre Ansprüche auf jene Gegen— stände bei derjenigen Poststelle, bei welcher die betreffende Sendung aufgegeben worden ist, um so gewisser bis zum 1. Mat l. J. geltend zu machen, als sonst anderweit darüber verfügt werden wird. Darmstadt den 3. Apri! 1867. Großberzogliches Ober ⸗Post Amt. In Abwesenhbeit des Oberpostmeisters Si Lz. vdt. Holzamer. Frucht-Versteigerung. 878 Von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armen⸗ fonds zu Friedberg werden Dienstag den 9. April l. J., Nachmittags 2 Uhr, eircg 90 Malter Korn und 16„ Gerste, auf hiesstgem Rathhause öffentlich meistbietend verkauft. Friedberg den 4. April 1867. Großherzogliche Burger meisterel Friedberg . V. d. B. Der Groß berzogliche Beigeordnete 8 een. Bekanntmachung. 876 Donnerstag den 11. d. M., Mittags 1 Uhr, wird das für die Gemeinde Wecken belm eingescheuette Deu, ctrea 120 Ctr., in einzelnen Abthellungen meistbietend verfletgert. Weckesheim am 3. April 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckes deim nn Bekanntmachung. 879 Die betr. Steigerer werden dierdurch benach— richtigt, daß die Adsuhr des am 14. und 15. v. Mis. in dem Disirikt„am Engelsborn“ von ihnen ersteigten Holzes von beute an bis auf Wetteres einzustellen ist Ockstadt am 5. April 1867. Oie Frethertl. v. Franckenstein'sche Oberförsterel Ockstadt Frey Wichtige 2 Anzeige für Bruchleidende. 120 Wer die vortreffliche Kurmethode des berühmten Schweizer Nrucharztes, Krüst-Altherr in Gais, Kanton Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Exped. dieses Blaties ein Schriftchen mii Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen Faͤsser und Bütten 256 in allen Gattungen billigst bet Ph. Dan. Kümmich. Oberl hessen. 9. Krauß Thee⸗Gescha ft (blineing lane) LO n d o n. Niederlage en gros und en detail bei Ehr. Werner Frisbberg Empf fehln ing. 697 Unverfälschte Waare sie dirert von China importirt, ist zu wäßigen sesten Preisen zu haben in rigi lwalpacketen. 5 und ½ Die überaus heilsamen Wirkungen des weißen Kräuter Brust⸗ Syrups von F. W. Bockius in Otterberg lassen sich nach Allem, was wir bis jetzt darüber sag haben, dahin zusammenfassen, daß derselbe unter allen angepriesenen sogenannten Hei(mitteln das beste, schnellste und sicher wirken dste Mittel, bei Husten, Heiserkeit, Catarrb, Grippe, Brustschmerze Verschleimung und Beschwerden im Halse ꝛc., ist. Dieser Kräuter- Brust⸗Syrup wirkt bald auf⸗ fallend ran zumal bei Krampf- und Keuch⸗ husten und erzeugt keinerlei Ma enbeschwerden, weder Säure noch Verschleimung, erregt im Gegen⸗ theil Appetit, und wirkt in größeren Gaben ge⸗ nommen, gelinde auf den Darmcanal, und ver⸗ dient deßhalb ganz besonderer Beachtung. Durch seine völlige Unschädlichkeit ist er bei angenehmem Geschmacke auch Kindern sehr zuträglich, namentlich bei Keuchhusten, Bräune und andern Kinderkrank⸗ heiten. Daß ein solches Fabrikat unter allen ähnlich klingenden Namen nachgemacht wird, um das Publikum zu läuschen, ist leicht begreiflich. Wir bitten deßhalb beim Aukauf dieses Kräuter⸗ Brust⸗Syrups genau auf Siegel und Elicuette des concessionirten Erfinders, F. W. Boeklus in Otterberg, zu achten. 868 Autorisirte Niederlagen befinden sich in Fried⸗ berg bei Jean Huber, in Butzbach bei A. Gimbel, in Nauheim bei Joh. Wörner. Düngemittel der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphosphate) zur Düngung des Getretdes, für Rüden, Wlesen, Gemüse, Juttergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. Gedämpftes Kuochenmebl.(guansfirt) in feinem und groͤderem Pulver, für Getreide u. s. w.(zur Maschiren- und zur Handsaat.) Rohes Knochenmehl. Baker⸗Guano⸗Superphosphat. Sombrero. Superphosphat. 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Versteigerung eines 650 Ju Hofgerichts-Advocaten Seyd als Repräsentanten der Taunus Bergbaugesellschaft, gegen Wolf Isaak von Zubuße betreffend, ist eine nochmalige Versteigerung des dem Beklagten eigenthümlich zu— der Klagsache des Großherzoglichen Nepskuchen stehenden Antheils au der alken Kaisergrube in der Gemarkung Nieder-Mörlen„ nämlich 9/0 vom gemeinschaftlichen Eigenthum steigerungstermin auf erfägt, und es ist vom unterzeichneten Ortsgericht Ver— Emser Pastillen 30 seit einer Reibe, von Jaßren unter Leitung der Montag den 15 April 1867, Königlichen Blunnenverwaltung gus den Salzen des Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle anberaumt worden. Steigliebhaber werden unter dem Bemerken ein⸗ geladen, daß die Taunus⸗Bergbaugeseilschaft zu Friedberg auf Bleierze, insbesondere Bleiglanz, baut, welches das vorzüglichste Vorkommen bildet; daß die trefflichsten Einrichtungen auf dem 8 8* 4 38 For Serre 3 a 4 Bergwerke vorhanden find, und daß das unterzeichnete Ortsgericht und Herr Bergverwalter Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ leiden, wie gegen Magenschwäche find stets vor⸗ räthig in Friedberg bei Hrn. Hofapotheker C. Wahl, N in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Vastillen werden nur kin etikettirten Schachteln Schwarz auf der alten Kaisergrube zu jeder gewünscht werdenden Auskunft recht gerne gersand, 5 6 bereit sind. 5 Königliche Prunnenperwaltung zu Bad Ems uistad: Nieder-Mörlen den 12. Marz 8 2 1 2. 8 Bet 5 roßherzogliches Ortsgericht Nieder-Mörlen: M 72 0 E 17 Der Vorsteher Nn ever auf. ö Es st 5 Moöbs. 768 Unterzeichneter beabsichtigt seine in der Gemarkung inen g Tage eee e——[Rödgen gelegene Müble aus freier Hand unter vor⸗ theilhaften Bedingungen zu verkaufen. Die Mühle Uuiorrsal-Aulagen-Tigueur Carl von Metternich in Mainz 29 empfiehlt per Flasche 1 fl. 24 kr., per halbe Flasche 45 kr., per viertel Flasche 24 kr. Wh. Dan. Kümmich. Die Vaterländische Feuer- Versichetungs-Gesellschaft in Elberfeld 870 hat mir die Agentur für Hier und Umgegend übertragen zur Vermittelung von Hagel-Versicherungs-Abschluͤssen aller Art, wünschende Auskunft auf das Bereitwilligste zu ertheilen. Friedberg den 25. März 1867. 2 P. Karl, Geometer, wohnhaft neben Herrn Büchsenmacher H. Engel(Vorstadt.) ber rühmlichst bekannte E. S. 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