Schwein tuderg, — Donnerstag den 5. September. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Verwendung der baar eingehenden Pfandgelder und Strafdritttheile von Feldstrafen zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Friedberg am 31. August 1867. Bürgermeistereien. Wir beauftragen Sie unter Bezugnahme auf unser Amtsblatt vom 27. Mai d. J. ohne Nummer, die darin verzeichneten Beträge an Pfandgeldern und Strafantheilen zur Auszahlung an die darin genannten Gemeindebediensteten anzuweisen und für die baldige Be— zahlung zu sorgen. Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Danese e J bie a n rip p. Friedberg den 3. September 1867. d ieh bei Veranlaßt durch die Thatsache, daß die Feldmäuse in vielen Gegenden unseres Landes in Besorgniß erregender Weise uͤberhand mehmen, fordern wir Sie auf deßfallsige Anordnung Großh. Mini unter Bezugnahme auf den Inhalt unseres Ausschreibens vom 27. Feldmäuse in den Gemarkungen Ihrer resp. Gemeinden so überhand genommen geboten erscheint und bejahenden Falls, welche Maasregeln Sie hierzu vorschlagen. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit fraglichen Gegenstandes erwarten wir die Erledigung dieser Betreffend: Die Anschaffung des Holzsaamens zu den 1868r Culturen in den Communalwaldungen des Forsts Friedberg. Da and unhadde steriums des Innern vom 28. August l. J. zu Nr. M. d. J. 9470, und August 1861(Intelligenzblatt Nr. 68) zum Berichte darüber auf, ob die haben, daß eine amtliche Anordnung zu deren Vertilgung fur Auflage innerhalb 8 Tagen. Trapp. Friedberg den 30. August 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeisterei en der Wald-Besitzenden Gemeinden. Wir weisen Sie an, die Anschaffung der für die Waldculturen für 1868 erforderlichen Eicheln und Bucheln unter Mitwirkung der Großh. Oberförstereien mit Beachtung der bestehenden Vorschriften zu bewirken. Beureffend: Landwirihschaftlicher Unterricht, insbesondere die Ackerbauschule zu Friedberg. Lan dwirthschaftlicher Nachdem der Aus schuß des landw. Vereins von Oberhessen im Büdget pro 1867.. aus der auch Stipendien an tüchtige, aber unbemittelte fünge Landwirthe aus der Provinz, die den landw. Unterrichts vorgesehen hat, Winterkursus an der Ackerbauschule des Herrn Dr. Henkelmann zu Friedberg besuchen wollen, daß derartige Unterstützungsgesuche bis längstens zum 1. Oktober d. J. hierher zu richten sind. unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, Tur a p p. Laubach den 29. August 1867. Unterricht. Summe von 1200 fl. zur Unterstützung gewährt werden können, so bringe ich dies Der Präsident des landwirthschaftl. Vereins von Oberhessen. Otto, Graf zu Solms-Laubach. Hessen. Darmstadt. Prinz und Prin- zessin Ludwig von Hessen sind gestern Nachmittag won einem längeren Aufenthalte aus dem Bade St. Moritz in Engadin in erwünschtem Wohlsein wieder hier eingetroffen. Ueber unsere demnächstigen Garnisons⸗ Verhältnisse sind seither die widersprechendsten Nach; richten gemeldet worden, ohne daß bis jetzt eine definitive Entscheidung bekannt geworden wäre. Das„Frankfurter Journal“ will nunmehr aus zuverlässiger Quelle vernommen haben, daß der Wroßherzog jetzt definitive Entschließung über die Dislocation der Truppen gefaßt habe und wer⸗ wen danach in Langen vorerst 2 Schwapronen Reiterei und, wenn die dortigen Kasernenbauten, zu deren Uebernahme sich die Gemeinde bereit er⸗ ilärt hat, vollendet sein werden, 3 Schwadronen ständig garnisoniren. Dem 1. Jägerbataillon ist Gießen, dem 2. Jägerbataillon Lich, als Gar- nison angewiesen worden. Die seitherigen Gar- nisonsorte behalten diese ihre Eigenschaft und wird sich, abgesehen von den neuen Garnisonen, die Dislocation der großherzoglichen Armeediviston solgendermaßen gestalten: In Darmstadt werden 4 Bataillone Infanterie, 1 Reiterregiment zu 5 Schwadronen, das Artilleriecorps zu 6 Batterien, die Pionnier-Compagnie und 2 Trainabtheilungen stehen, in Worms 2 Bataillone, in Offenbach und Friedberg je 1 Bataillon Infanterie und in Butz⸗ bach 3 Schwadronen Reiterei. Major v. Böhn soll als preußischer Militär- Bevollmächtigter bei der großherzoglichen Regierung, wenn seine Auf— gabe als Commandeur des hiesigen Lehrbataillons vollendet sein wird, seinen ständigen Aufenthalt dahier nehmen. Preußen. Berlin. Ueber die Wahlen zum Reichstage läßt sich, abgesehen von den End⸗ resultaten, nur soviel sagen, daß allenthalben eine weit schwächere Betheiligung als bei den letzten Wahlen stattgefunden hat; kaum 30 Procent der Wahlberechtigten werden erschienen sein. Das Resultat der Wahlen wird sich als vorherrschend im national-liberalen und conservativen Sinne er⸗ geben, dennoch aber wird die demokratische Mi⸗ norität, welche diesmal im Reichstage erscheinen wird, eine minder verschwindende sein, als die der letzten Session, da sich unter den Gewählten alle hervorragenden Führer der Partei befinden, soweit 053 nicht von vornherein eine Wahl abgelehnt aben. — Der König hat die hessischen Vertrauens- männer empfangen. — Graf v. d. Goltz, der preußische Botschafter am französischen Hofe, ist wieder nach Paris ab- gereist. — Der„Staatsanzeiger“ publicirt eine könig⸗ liche, vom Grafen Bismarck contrasignirte Ver⸗ ordnung, durch welche der Reichstag des norddeutschen Bundes auf den 10. September einberufen wird.— Demselben Blatt zufolge ist der Präsident des Bundeskanzleramts, v. Del⸗ brück, zum wirklichen Geheimerath mit dem Titel Excellenz ernannt worden.— Am 3. ds. Vor⸗ mittags 11 Uhr hat die feierliche Eröffnung des neuen Oberappellationsgerichts im Ge⸗ bäude des Obertribunals durch den Justtizminister stattgefunden; sämmtliche Mitglieder des Gerichts wohnten der Eröffnung bei. Hanau. Auf den Geburtstagsglückwunsch, welcher von hier dem Kurfürsten von einer zur Feier dieses Tages versammelten Gesellschaft über⸗ sandt wurde, hat derselbe eine Antwort ertheilt und zwar in folgender, sehr bezeichnender Weise: „Ich habe das Telegramm, durch welches Sie mir die Glückwünsche zu meinem Geburtsfeste Namens einer Festgesellschaft zu Hanau über⸗ sandt haben, mit Vergnügen empfangen, und spreche Ihnen und sämmtlichen Theilnehmern hier⸗ durch meinen aufrichtigsten Dank für die festliche Begehung meines Geburtstages und die mir da— bei dargebrachten Glückwünsche aus. Sagen Sie Ihren Festgenossen, daß ich die lopalen Gesinnun⸗ gen, welche ich in der Stadt Hanau in den Tagen meiner Heimsuchung, wo die Herzen offenbar wer- den, wo wahre Treue und Vaterlandsliebe sich erst erproben, gefunden habe, und für die mir auch die Feier meines Geburtsfestes ein neuer, meinem Herzen wohlthuender Beweis gewesen ist, wohl zu würdigen weiß und dankbar erkenne. Ich hoffe zu Gott, daß es mir vergönnt sein werde, dieß in kommenden besseren Tagen durch die That beweisen zu können. Schloß Horzowitz, 22. August 1867. Ihr wohlgeneigter Friedrich Wilhelm.“ Frankfurt. Die 41. Versammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte findet in den Tagen vom 18. bis 24. September d. J. dahier statt. Das kürzlich ausgegebene Programm kün⸗ digt an, daß die allgemeinen Sitzungen und sämmtliche Sectionssitzungen im Saalbau und in den Räumen der polptechnischen Gesellschaft stattfin⸗ den werden. Die Tageseintheilung ist folgende: Dienstag den 17. September Abends Begrüßung und gesellige Vereinigung im Saalbau. Mitt- woch 18. September 10 Uhr Vormittags erste Sitzung. Vorträge von v. Madler aus Bonn über Astronomie und Pettenkofer aus Mün⸗ chen über öffentliche Gesundheitspflege. Sections sizungen. Um 4½ Uhr Festessen im Saalbau. Donnerstag 19. September von 9—1 Uhr und 4—6 Uhr Sectionssitzungen, Abends Concert im Saalbau, von der Museumsgesellschaft und dem Cäcilienverein veranstaltet. Freitag 20. September 10 Uhr Vormittags Wahl des nächsten Versamm⸗ lungsortes. Vortrag von Professor Wandt aus Heidelberg über Physiologie. 4½ Uhr gemein- schaftliches Mittagessen im Saalbau. Samstag 21. September Vor⸗ und Nachmittags Sections- sitzungen. Abends gesellige Vereinigung unter Mitwirkung des Liederkranzes. Montag 23. Sep⸗ tember Vormittags 10 Uhr dritte allgemeine Sitzung. Vorträge von Professor Claudius aus Zürich über Physik und Professor Schaafhausen aus Bonn über Anthropologie. Sectionssitzungen. Abends Festvorstellung im Theater. Dienstag 24. September vierte und letzte allgemeine Sitzung. Wissenschastliche Vortrage und Schlußakt. Ge⸗ meinsame Fahrt auf das Forsthaus. Das An- meldebureau, auf welchem die Aufnahmekarten(A 4 Thaler für Mitglieder und Theilnehmer) Quar- tier und Fest⸗Karten ausgegeben werden, befindet sich im Saalbau in der Junghofstraße. Wiesbaden. Die Quartiergelder von vorigem Jahre sind endlich zur Auszahlung dahier angelangt, allein man ist wenig zufrieden damit, daß nun, statt der s. Z. zugesicherten 30 kr. per Mann und Tag, jetzt nur 5 Sgr. per Mann und Tag gut gethan werden sollen. Bayern. München. Nach dem„Frank- furter Journal“ hat Preußen bei den Zollver⸗ einsstaaten, welche nicht zum Norddeutschen Bunde gehören, die Zustimmung zur Herabsetzung des Eingangszolles von Wein auf 2 Thaler bean- tragt, um den Eintritt Mecklenburgs in den Ver⸗ ein und eine Revision des Handelsvertrages mit Oesterreich zu erleichtern. — Die„Hoffmann'sche Correspondenz“ mel⸗ det: Der Zollvereins⸗Vertrag vom 8. Juli hat unterm 31. August die königliche Genehmigung erhalten. Das Gerücht, wonach Graf Tauff⸗ kirchen den bayerischen Gesandtschaftsposten in Berlin übernehmen soll, ist grundlos, vielmehr dauern die Verhandlungen mit dem Grafen Heg⸗ nenberg⸗Dux noch fort Kissingen. Die vor einiger Zeit durch die Zeitungen gegangene Nachricht, ein Kissinger Gastwirth, der während der preußischen Invasion u. A. sein sämmtliches Silberzeug verloren und dafür eine Entschädigung von 40,000 fl. erhalten habe, sei jetzt in Untersuchung gezogen worden, da das Silberzeug nicht geplündert, sondern von ibm heimlich bei Seite geschafft worden sei, böswilligerweise ausgesprengt worden sei. Baden. Wie verlautet, hat die badische Regie · rung den Spielvertrag mit dem Pächter in Baden⸗ Baden bis Ende 1870 verlängert. Die Hauptpunkte des neuen Vertrags sind die folgenden: Während der nächsten drei Jahre zahlt Hr. Benazet einen jährlichen Pacht von 300,000 Gulden, woraus Das brillante des Conversationshauses und des Thea⸗ ters wird dem Badefonds am Schlusse des Jahres 1870 unentgeltlich überlassen; ebenso dit Renn⸗ bahn von Iffezheim mit ihrem gesammten Inven⸗ tar. Sämmtliche Räume des Conversationshauses und des Mestaurant werden heizbar gemacht, blei · ben während des Winters geöffnet, und werden zu geselligen Zusammenkünften, Concerten, Bällen ic. benutzt, um für die Fremden einen steten Mittel⸗ ein Reservefonds gebildet wird. Inventar punkt des Verkehrs zu bilden. — Die badische Finanzverwaltung hat mit den Bankhäusern M. A. v. Rothschild und Söhne in Frankfurt a. M., W. H. Ladenburg in Mann⸗ heim und der Discontogesellschaft in Berlin eine Eisenbahn⸗Prämienanleihe von 12 Mil- Durch diese Anleihe ist der lionen abgeschlossen. durch das Finanzgesetz vom 21. April 1866 offene Credit und zugleich der Eisenbahnbau⸗Bedarf für das Großherzogthum Baden auf lange Zeit gedeckt. hat sich nach einer Erklärung der„Main⸗Zeitung“ als unwahres Gerücht erwiesen, das wahrscheinlich — Ein badisches Blatt macht folgende offteiöse Bemerkungen:„Die neuesten Friedens⸗Ver⸗ sicherungen aus Wien und Paris besäßen keine Tragweite, gründeten sie sich nicht zunächst auf die Unmöglichkeit für Oesterreich, jetzt in Action zu gehen, und auf die weitere Unmöglichkeit für Frankreich, allein Krieg zu führen. Ueberdieß täuscht man sich 10 über die Stimmung in Oesterreich. Wer in den letzten Zeiten mit Deutsch⸗Oesterreichern zusammenkam, begreift, wie und warum ihr patriotisches Gefühl zu Oesterreich gelockert ist. Man hört da Dinge, die Alles übersteigen, was der glühendste Preußenfreund je zum Tadel der österreichischen Regierung erfinden konnte. Oesterreich. Die Wiener Blätter vom 31. August melden übereinstimmend als authen⸗ tisch, daß in dem unter dem Vorsitz des Kaisers abgehaltenen Ministerrathe entscheidende Be⸗ schlüsse bezüglich der Staatsschuldenfrage und des Staatsbudgets pro 1868 gefaßt worden seien. Finanzminister v. Becke begab sich gestern nach Gastein, um Herrn v. Beust das Ergebniß der Conferenz mitzutheilen und dasselbe endgültig fest⸗ zustellen. — Nach der„Debatte“ hat Graf Bismarck durch eine Depesche an den preußischen Ge⸗ sandten, Legationsrath v. Heydebrand und der Lasa, in Kopenhagen erklären lassen, den Vor⸗ schlag Dänemarks in Betreff directer vertraulicher Unterhandlungen wegen der nordschleswig'schen Frage anzunehmen.— Das Wiener„Tageblatt“ enthält ein Telegramm, wonach außer den fran⸗ zösischen Rundschreiben noch besondere berichtigende Noten Frankreichs und Oesterreichs be⸗ züglich der Salzburger Zusammenkunft nach Berlin abgehen werden. — ueber die Willfährigkeit zur Auslieferung der Reste des Herzogs von Reichstadt an Frank⸗ reich besteht kein Zweifel. Aus Mexico ist der österreichische Gesandtschafts⸗Attachs Schmidt hier eingetroffen und hat das Gilet und den Rock, welche der Kaiser Maximilian bei der Execution getragen, mitgebracht. Frankreich. Paris. Der Kriegsminister hat derordnet, daß das Lager von Chalons mit dem 1. September aufgeboben wird. Die dasselbe bildenden Truppen werden, nach dem „Moniteur de l' Armee,“ ihren Territorial ⸗Com⸗ mandos wieder zugetheilt. — Der„Messager de Toulouse“ läßt sich aus Paris schreiben:„Bei der Aufhebung des Lagers von Chalons sagte der Kriegsminister: „Meine Herren, Sie haben so eben die Theorie des Kriegs studirt; bald werden Sie ihn in der Praxis kennen lernen.“ Der„Messager de Toulouse“ ist das Organ der dortigen Präfectur. — Im Lager von Chalons ist ein großes Unglück geschehen. Die Pulverkammer der ersten Division sprang in die Luft, und es verloren durch diese Explosion acht Menschen, ein Haupt⸗ mann und sieben Sapeurs, das Leben. — Den Professoren Virchow und Vogt wurde von ihren hiesigen Verehrern ein Banket im Palais royal gegeben. Der Professor der medicinischen Fatultät von Paris, Hr. Broca, hielt den Vorsitz. Virchow feierte in seiner Tisch ⸗ rede in beredten Worten den Individualismus. In allen Lagen des Lebens solle der Mann vor allen Dingen er selbst und derselbe sein und sich nicht in engherzigen und particularistischen Lehren einschließen. Dann allein sei er stark und könne der Zukunft mit Vertrauen entgegenblicken; er sei dann weder Franzose noch Preuße, sondern Weltbürger. — Die Abreise des Kaisers, der Kaise⸗ ein und des kaiserlichen Prinzen nach Biarritz erfolgt nächsten Sonntag oder Montag, die Rückkehr Anfangs October. Belgien. Brüssel. Auf Ersuchen des Königs begibt sich der ehemalige Justizminister Tesch behufs Regulirung der Nachlassenschaft Maximilians nach Wien. England. London. Die Hilfs⸗Eisen⸗ bahn, welche von einer englischen Gesellschaft über den Gipfel des Mont-Cenis neben der Post⸗ nach Vollendung des Tunnels noch gut rentiren wird, soll im October dem Verkehr übergeben werden. Capitän Tyler telegraphirt an das Handelsamt, daß er vorgestern mit der ersten Locomotive von St. Michel nach Sasa gefahren ist, eine Strecke von 48 englischen Meilen, deren Steigerung 6700 Fuß beträgt.(Diese Meldung hat mehrfach zu der irrigen Auffassung Anlaß gegeben, als ob der Tunnel bereits vollendet sei.) Italien. Berichte aus Florenz melden, daß die von Rom über die Cholera eingehen⸗ den Nachrichten weit davon entfernt sind, befrie⸗ digend zu sein. Die Seuche nimmt von Tag zu Tage zu, täglich beträgt die Zahl der Todesfälle gegen 30, am 23. v. M. starben sogar 50.— Es scheint, daß die Rückkehr der von Albano kommenden Zuaven zu dieser Zunahme beigetragen hat, und in der That haust diese Krankheit haupt⸗ sächlich in den Quartieren Roms, wo die Zuaven casernirt sind. — Das Reglement zum Verkauf der Kirchengüter, aus 141 Artikeln bestehend, ist vom Staatsrath genehmigt worden. Der Verkauf wird mit dem 1. September beginnen, und es werden zuerst für 150 Millionen der Versteigerung ausgesetzt werden. Spanien. Eine Madrider Depesche vom 31. v. M. meldet, daß die Regierung keine Tele. gramme über den Aufstand mehr veröffentlichen werde, da derselbe beendigt sei. Das widerspricht anderen Nachrichten, wiewohl die jüngsten Privat⸗ nachrichten der Insurrection allerdings nicht gün⸗ stig lauten. Prim will einem Zusammenstoß mit den königlichen Truppen in offener Feldschlacht aus dem Wege gehen, dagegen eine Art Guerilla⸗ krieg organistren, so melden andere Berichte. Frankfurt. Die Berichte über die am 28. v. M. begonnene Der bstmesse lauten sehr wenig befriedigend und man hört allgemein, daß durch die gegenwäctig herr⸗ schende Unsicherheit der öffentlichen Zuslände das Geschäft fast vollpändig darniederliege und sich lediglich auf den Umsatz des Allernothwendigsten beschränke. Selbst die villigsten Preise können die Käufer nicht bestimmen, bei ihren Einkäufen über diesen Bedarf hinauszugehen. Zudem aber soll ein Dritttheil der gewöhnlichen Messe⸗Einkäujer ausgeblieben sein und auch hierin der außerordentlich geringe Absatz seine weitere Erklärung finden. Darmstadt. Das 50jährige Jubiläum der hiesigen mittheilt, am 14. oder 16. September festlich begangen werden und veranstaltet die Direction bei dieser Gelegen⸗ heit eine Ausstellung der sämmtlichen Kunstschätze, Hand⸗ schriften und ältesten Drucksachen der Anstalt. Darmstadt. Am 2. Sepiember stürzte sich zwischen Hemsbach und Heppenheim ein Frauenzimmer unmittelbar vor einem von Heidelberg herankommenden Zuge auf die Schienen und wurde überfahren. Der Zugführer erhielt erst durch die der Maschine verursachte Erschütterung von dem Unsalle Kenntniß. Der Kopf fand sich vom Rumpfe getrennt in einiger Entfernung vom übrigen Körper auf dem Bahndamme. Mainz. Ein der 5 Jesuiten der Christophspsarrei, P. Wagner, geht nach Indien, um den Bau eines großen Colleges in Bombay mit Gymnasium und Uni⸗ versttät zu leiten. Die Baukosten sind auf 200 000 Rupien augeschiagen. Der Pater hat vereits wiederholt Proben von seiner Qualification als Architekt adgelegt. Appenheim, Kreis Bingen, wurde am 27. August von einem fürchterlichen Unglücke bedroht. Eine Windhose hatte sich um halb 8 Uhr Nachmittags eingestellt. Zuerst sah man die Wolken sich von beiden Seiten zusammen⸗ ziehen, dann der Brandung eines Meeres gleich, run wirbeln, worauf nach 2 Minuten sich ein Getöse kund fen welches von dem Fliegen der Dachziegel, die es abgerissen, begleitet wurde. Ueber 100 Häuser wurden beschädigt und theils des Daches beraubt. 3— 400 Obsioäume wurben von dem Stueme theils umgewerfen, theils be⸗ schädigt. Alles war das Werk eines Augenblicks. Aus Schweinfurt wird folgender Unfall gemeldet: Eine enisetzliche Nachricht läuft durch unsere Stadt. Am letzten Freiiag Abend zwischen 4 und 5 Uhr sollie ein. Arbeiter eine verstopste Lalrinen⸗Rinne in der Kreis; Irrenanstalt zu Werneck öffnen, wurde aber in der Latrine ohnmächtig und da auf seinen Hülferuf sich keiner der andern Arbeiter in die Latrine wagte, so stieg der herbei geeilte Primararzt, Dr. Rabus, eine allgemein geachtete und höchst geschätzte Persönlichkeit, hinab, um den, Ver⸗ unglückten zu retien, sant aber sogleich bewußild du sammen; ihm folgten der Oberwärter, der Sekundärarzt Dr. Hopp, ein Sohn des verlebten Regierungs⸗Directors v. Hopp in Würzburg und noch zwei Wärter der Anstalt, Jeder in der Absicht zu helfen. So wurden 5 Personen Opfer ihres Edelmuthes und ihrer Pflichttreue; der Ober⸗ wärter ist zwar noch lebend herausgezogen worden, aber am Abend auch verschieden. Sechs Leichen sind das Opfer einer an sich ganz unbedeutenden Sache geworden. straße angelegt worden ist und sich wohl auch 9 Großherzoglichen Hofbibliothek wird, wie die Landeszeitung 05 Fuer! dal Juen. — Au! Diejenigen 1 8900 kenanstalt Deuschen Ve din, werden eähnden Boe Uht, nuch A daß am er Wichligkat f solche Them sich auf die der Irrenan Hepper f 0 Viele die Kunst. eine schwer Kunsc halte ualhtiichsde die sich au der Geleh der gesun Kunst, r gelehrt, Sprich machen e die Thale geben. Fleiß it Schweiß f besten Mö Arnschmal gibt Got alles Eis. auch nich München. Seit einigen Jabren wird dahier bei edem Kinde, welches im ersten Lebensjahre stirbt, an⸗ zegeben, ob dasselbe an der Mutterbrust war oder nicht, and da weist ein zweijähriger Durchschnitt nach, daß von 100 in jenem Alter Verstorbenen 88 nicht mit Mutter⸗ milch genährt gewesen. 3 Cholera. In War schau hat mau die Be⸗ obachtung gemacht, daß die Cholera sich auch bei Thieren zeigt. Canarienvögel, mit Salat gefüttert, verfielen sofort in Krämpfe und crepirten. Ebenso sind Enten, denen man Kartoffelschalen und kranke Kartoffeln vorgeworfen, einige Stunden darauf mit den deutlichen Symptomen der Cholera erkrankt und crepirt. % Mondsfinsterniß. In der Nacht vom 13. auf den 14. September findet eine sichtbare Mondsfinster⸗ niß statt. Um 11 Uhr 30 Minuten beginnt der linke obere Rand des Mondes sich zu verdunkeln, Anfang der Finsterniß. Um 1 Uhr ist die Verfinsterung am größten. Mitte der Finsterniß, und um 2 Uhr 27 Minuten Ende der Finsterniß. Verloosungen. Wien, 2. Sept. Bei der heute stattgefundenen Serienziehung der österreichischen 100 fl. Loose von 1864 wurden folgende 9 Serien 2 100 Loose gezogen. Serie: 304, 784, 968, 1272, 1883, 1936, 2167, 3319, 3872 und fielen bei der alsbald vorgenommenen Gewinn⸗ ziehung auf nachstehende Nummern die beigesetzten Prämien: Serie 2167 Nr. 63 200 000 fl., Serie 784 Nr. 18 50 000 fl., Serie 1936 Nr. 31 15 000 fl., Serie 1272 Nr. 71 10 000 fl. An die Aerzte des Großherzogthums. Diejenigen Herren Collegen, welche den am 16. und 17. Sept. l. J. in dem großen Saale der Großh. Landes- Irrenanstalt dahier stattfindenden Verhandlungen des „Deuischen Vereins der Irrenärzte“ beizuwohnen geneigt sind, werden hierdurch ergebenst benachrichtigt, daß die erwähnten Verhandlungen Vormittags zwischen 8 und 9 Uhr, nach Ankunft der ersten Eisenbahnzüge, beginnen und daß am ersten Tage Gegenstände von Interesse und Wichtigkeit für jeden Arzt, am folgenden Tage dagegen solche Themate zur Discussion kommen werden, welche sich auf die specifischen Verhältnisse der Irrenanstalt und der Irrenanstalten beziehen. Heppenheim den 1. September 1867. Dr. Ludwig. Dr. Werle. Ehre der Arbeit. Viele Bücher sind geschrieben worden über die Kunst, reich zu werden, die Manche für eine schwere, Andere wohl gar für eine schwarze Kunst halten; und doch ist sie die einfachste, natürlichste und volksthümlichste Wissenschaft, die sich nur denken läßt, eine Wissenschaft, in der Gelehrsamkeit häufig Alles verdirdt und der gesunde Menschenverstand Meister ist. Die Kunst, reich zu werden, wird auf der Gasse gelehrt, und Lehrmeister ist das Volk in seinen Sprichwörtern. Da beißt es:„Viele Wenig machen ein Viel.“—„Achtet auf den Groschen, die Thaler werden schon selbst auf sich Achtung geben.)—„Ohne Mübe kein Gewinn.“„Der Fleiß ist die Mutter des Glücks.“—„Ohne Schweiß kein Preis.“—„Schweiß gibt den besten Mörtel.“—„Eine rechte Arbeit kostet Armschmalz, und nur um Fleiß und Müh' gibt Gott Schaf und Küb.,—„Fleiß bricht alles Eis.“—„Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“—„Wer durch den Pflug will werden reich, der muß ihn heben und treiben zugleich.“—„Spare in der Zeit, so hast Du in der Noth.—„Junge Schlemmer, alte Bettler—»Morgenstunde hat Gold im Munde.—„Geh' lieber ohne Abendbrod zu Bette, als mit Schulden aus dem Bette“ u. s. w. Nichts weiter braucht ein Mensch mit gewöhnlichen Arbeitskräften, als Fleiß, Spar— samkeit und Ehrlichkeit, um sich äußerlich eine bescheidene Unabhänigkeit zu gründen. Selbst der Arbeiter kann es dahin bringen, voraus— gesetzt natürlich, daß er seinen Verdienst sorgfältig zu Rathe hält und den so gefährlichen kleinen Ausgaben für unnütze Dinge strenge aus dem Wege geht. Ein Groschen ist ein kleiner Werthgegenstand, und doch beruht das häusliche Glück von Tausenden von Familien auf der wirthschaftlichen Anwendung von Groschen. Wer so leichtsinnig ist, seine sauer verdienten Groschen wegzuwerfen, um seinem sinnlichen Geluͤste, durch den Genuß von geistigen Ge⸗ tränken oder anderen schädlichen Dingen, zu fröhnen, der erniedrigt sich unter das Thier und bringt Jammer und Elend über sich und seine Familie. Achtet dagegen Jemand auf seine Groschen, legt er sie zweckmäßig an— indem er einige wöchentlich in die Sparkasse trägt und den Rest seiner Frau anvertraut, damit diese, im Interesse des Familienwohls, den bestmöglichen Gebrauch davon mache,— der wird sich bald reichlich für seine weise Schätzung und Benutzung des Groschens belohnt finden durch das Wachsthum seines Vermoͤgens, durch die zunehmende Behaglichkeit seines Haus⸗ wesens, und durch ein Bewußtsein, das frei ist von Nahrungssorgen und heiter im Gefühl einer gesicherten Zukunft und erfüllten Pflicht. Benjamin Franklin, der Altmeister praktischer Lebensweisheit, schrieb an einen jungen Hand— werker:„Der Weg zum Reichthum ist, wenn Du nur ernstlich willst, so eben, als der Weg zum Markte. Er hängt meistens von zwei Wörtchen ab: Thätigkeit und Sparsamkeit, d. h.: verschwende weder Zeit noch Geld, sondern mache von beiden den besten Gebrauch. Ohne Thätigkeit und Sparsamkeit wird Dir nichts gelingen, mit ihnen aber Alles. Wer Alles erwirbt, was er mit Ehren erwerben kann, und(nothwendige Ausgaben abgerechnet) Alles erhält, was er erwirbt, dei wird sicherlich reich werden— wenn anders jenes Wesen, das die Welt regiert und von dem Jeder Segen zu seinem ehrlichen Fleiß erflehen sollte, seiner weisen Vorsicht nach, es nicht anders be⸗ schlossen hat.“ „Bedenke, daß auch Kredit Geld ist. Die geringsten Kleinigkeiten, die auf eines Mannes Kredit Einfluß haben, müssen beachtet werden. Das Geräusch Deines Hammere um 5 Uhr Morgens oder um 9 Uhr des Abends macht, daß Dein Gläubiger, wenn er es hört, sich sechs Monate länger geduldet. Sieht er Dich aber bei der Kegelbahn, oder hört er Deine Stimme in einem Trinkhause, wenn Du bei der Arbeit sein solltest, so läßt er Dich den nächsten Tag um sein Geld mahnen und preßt Dir's ab, aus Furcht, es in die Konkursmasse fallen zu sehen.“„Laß, sagt er,„den Fleiß am Morgen zu Deiner Seite gehen und Dich begleiten, bis Dich die Abendglocke zur Ruhe ruft. Betrachte die Ehrlichkeit als den Athem Deiner Seele und vergiß nie, einen Pfennig übrig zu behalten, wenn alle Deine Ausgaben berechnet und bezahlt sind. Dann wirst Du den Gipfel des Glückes erreichen und Unab⸗ hängigkeit wird Dein Schud und Panzer, die Ehre Dein Helm und Deine Krone sein. Dann wird Deine Seele aufrecht gehen; Du wirst Dich vor keinem in Sammt gekleideten Schufte bücken, weil er Reichthümer besitzt; Du wirst keinen Schlag einstecken, weil die Hand, die ihn Dir gibt, einen mit Diamanten besetzten Ning trägt.“ Und wie befolgte Franklin selbst seine Lehren? Er erzählt:„ Nach und nach fing ich an, meine Schulden abzu— tragen, die ich zu machen genöthigt gewesen war(er hatte nämlich einen kleinen Buch⸗ und Schreibmaterialien Laden eröffnet), und um mir Kredit und den Namen eines ehrlichen Geschäftsmannes zu sichern, trug ich dafür Sorge, nicht allein thatsächlich fleißig und sparsam zu sein, sondern auch jeden Schein von dem Gegentheil zu vermeiden. Ich war stets einfach gekleidet und ließ mich an keinem offentlichen Vergnügungsort sehen. Ich ging niemals weder sischen noch auf die Jagd. („Fische fangen und Vögel stellen verdarb schon manchen Junggesellen.“) Höchstens hielt mich hie und da ein Buch vom Geschäfte ab, doch geschah dieß nur selten und heimlich, so daß es kein Aufsehen erregte; und um zu zeigen, daß ich mich nicht über meinen Stand erhebe, führte ich zuweilen das Papier, das ich in den Magazinen gekauft hatte, auf einer Schiebkarre nach Hause. Dadurch kam ich in den Ruf, ein fleißiger junger Mann und ein pünktlicher Zahler zu sein. Die Kaufleute, die Schreib- papier aus Europa einführten, suchten mich zu ihrem Kunden, andere erboten sich, mich mit Büchern zu besorgen, und mein kleines Geschäft hatte den günstigsten Fortgang.“ Benjamin Franklin schämte sich nicht, sein Papier selbst über die Straße zu fahren— so ist's recht und so fordert es die Ehre der Arbeit; denn jede Arbeit, sei sie an sich noch so niedrig, ehrt ihren Arbeiter und keine bringt ihm Schande.„Alle Arten sein Brod zu ver⸗ dienen„ sagt Lessing,„sind einem ehrlichen Manne gleich anständig. Die Arbeit ist als eine aus sittlichen Beweggründen entspringende, nach sittlichem Ziele ringende That aufzufassen und darum entscheidet nicht Erfolg und Gewinn, sondern allein das Maaß des sittlichen Gehalts, die sittliche That in der Arbeit.“ Dieser edle Grundsatz wurzelt, nach Riehl, seit uräͤltester Zeit tief und fest im deutschen Gem uthe. Jeder Arbeiter darf die Anerkennung seiner Arbeus⸗ oder Berufsehre als ein Recht in Anspruch nehmen, vorausgesetzt nämlich, daß er selbst seiner Arbeit achte. Wir wollen unser eigenstes, persönlichstes Wesen in unserer Arbeit geehrt sehen und aus diesem Drang nach persönlicher Ehre der Arbeit, der um so mächtiger in allen Volkskreisen erwacht, je höher die Gesittung steigt, kann man schon schließen, daß die persönlichste Arbeit zugleich die menschenwürdigste sei. Mögen ansere wackeren Arbeiter und Handwerker, der Ehre ihrer Arbeit eingedenk, den Kopf dochhalten und die herrlichen Schiller'schen Verse als Wahlspruch im Herzen fuͤhren: „Arbeit it des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis; Ehrt den König seine Würde, Ehret uns der Hände Fleiß!“ Ochsenfleisch⸗ Lieferung. für das Milltär-Pospital Friedberg im 4 Quartal 1867. 200 Montag den 9. dieses Monats, Vormittags 10 Ubr, soll die obige Lieferung auf dem Pospltal⸗Bureau, unter den daseldst zur Einsicht bereit liegenden Be⸗ dingungen durch Summission veraccordirt werden. Friedberg den 3. September 1867. Der Großherzogliche Dospitalcommandant Doff mann, Major. Faselochs⸗Versteigerung. 2000 Dienstag den 10. d. Mis. soll det Abhaltung des Vieh- und Krämermarktes ein der hiesigen Gemeinre gehöriger, zur Nachzucht untauglich gewordener Fasel⸗ ochse öffentlich meistbletend versteigert werden. Reichelsheim den 3. September 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim Vogt. 0 Grummetgras-Versteigerung. 2078 Otenstag den 10. September, Vormittags 10 Uhr anfangend, soll das hlesige Gemelnde-Grummet⸗ gras, cirta 190 Morgen, öffentlich versteigert werden. Gegen Bürgschaft wird Eredit bie Martini l. J. gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereten der um⸗ liegenden Gemeinden werden ersucht, dies im Interesse ibrer Gemeindeangehörigen öffentlich bekannt machen zu lassen. Utppe den 31. August 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Utphe B ch er Annonce. 2066 Bel Marcus Strauß, Frankfurt a. M., Neue Rothhofstraße Nr. 8, ist eine Partie gute starke Spixtitus⸗ fässer zu verkaufen. Holz ⸗Versteigerung. 2082 Im Ober Ros dacher Gemeindewald wird Freitag den 6. d. M. nachstehendes Holz öffentlich meistbietend versteigert: 559 Wellen Eichen⸗Reiserholz, 255„ Nadel⸗ 5 5 Eichen⸗Stangen, zu Deichseln geeignet, und 38 Haufen Haide und 150 Gedund Ginstern. Die Zusammenkunft und Ansang ist Morgens 8 Uhr im Schlag„Große Johanneshacke.“ Sder⸗Rosbach den 2. September 1867. Hroß herzogliche Bürgermeisteret Ober ⸗Rosbach Bleche r. Fasfer 2070 von 2 bis zu 7 Ohm, weingrüne, billig bei Christian Koch, Kufermeister. —— ——— — — 4 2———— 10 1 10. 1 103 1 9 Bad Salzhausen. 2084 Sonntag den 8. September Ludwigsball. bVersteigerung. 2073 Freitag den 13. September, Nachmittags 2 Uhr, werden dahier öffentlich meistbietend versteigert: 1) verschiedene Apparate und Geräthschaften aus der früher betriebenen Photogenfabrik, insbesondere 2 große und 1 kleinere Kühlschlange aus Zinkblech, mehrere Ständer von Zinkblech und Blei mit Holzverkleidung, Fässer, Rohre und drgl. mehr, sämmtleches noch sehr gut erhalten, 2) Eine große Quantität Braunkoblentheer, 3) Auf den Abbruch ein 607 theilweise noch gar nicht gebraucht. langes und 30“ breites, massiv aus Lehmsteinen mit steinernen Fenster- und Thürgewänden erbautes, mit Dachfilz gedecktes Gebäude. Gegen genügende Bürgschaft wird halb jährige Zahlungefrist gestaitet. Grube Weckes helm den 1. September 1867. Fürstliche Bergverwaltung sed 7 Material-Lieferung. 2074 Oienftag den 17. September, Nachmittags 2 Uhr, wird die Lieferung des Bedarfs der zum Betriebe der Braunkohlengruben zu Weckesheim und Wölfersheim pro 1868 erforderlichen Materialien, als: Schachtpfähle, Groß- und Kleineisen, Nägel, Rüböl, Talg, Putzwolle und Schmiedegries, auf dem Summissionswege vergeben. Die Summissionen müssen längstens bis zum angeführten Termin versiegelt, frankirt und mit der Auf; schrift:„Lieferung vorn. versehen, bei unterfertigter Stelle eingereicht sein, bei welcher auch die Lleferungsbedingungen jederzeit eingesehen werden können. Grube Weckes heim den 1. September 1867. Fürstliche Bergverwaltung Bb. Vergebung von Bauarbeiten. 2079 Die zur Herstellung der ehemaligen Oberamt⸗ mannswohnung zu Nauheim erforderlichen Bau⸗ arbeiten, veranschlagt: fl. r. 1) Maurerarbeit 471 1 2) Steinbauerarbeit 87 45 3) Zummerarbeit 203 32 4) Dachdeckerarbeit 95 36 5) Schlosserarbeit 118 12 6) Weißdinderarbeit 246 57 7) Tapezierarbeit 12 56 8) Pflastererarbeit 20 31 sollen auf dem Submissionswege an die Mindest⸗ fordernden vergeben werden Voranschlag und Be⸗ dingungen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrift „Submission zur Uebernahme der Arbeiten am Gebäude der ehemaligen Oberamtwohnung zu Nauheim⸗ versehen, verfiegelt und frankirf bis spatestens Freitag den 6. d. Mis., Nachmittags 5 Uhr, eingereicht sein müssen. Friedberg am 2. September 1867. 5 eee ee Friedberg e u ß. Hafer ⸗Versteigerung. 2089 Montag den 9. d. Mis., Vermittags 11 Uhr, sollen an Ort und Stelle circa 6 Morgen gemsinbeit⸗ licher Hafer öffentlich versteigert werden. Weckesbeim den 2. September 1867. Greßherzogliche N Weckes heim il ger. Ein gesitteter junger Mensch, 2075 im Alter von 14 bis 15 Jahren, kann in einem Gasthofe als Kellnerlehrling placirt werden. bei der Exped. d. Anz. Näheres Holz-Versteigerung. 2077 Dienstag den 10. d. Mls., Vormittags 9 Ubr, kommen aus den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wald⸗ dißtricten:„Tannenwiese, Kr euztannen“ ꝛc. zur öffentlichen Versteigerung: in 48 Stücken von 759 Ebtfß. kiefern Stammholz, 646“ 1153„ weißtannen„ e e 2 59 Cubikfuß eichen Stammholz, in 2 Stücken, von 9. und resp. 13“ Durchm. und 20 resp. 35˙ Länge. 56 Stück nadel Stangen von 2½—5“ Durchm. und 15—50“ Länge, 3½ Stecken nadel und ½ Stecken eichen Scheidholz, 15½ 7„ Prügelhol), N„ und/ Stecken eichen Stockholz. 1427 Wellen nadel und 63 Wellen eichen Reisholz. Unter den flarken Stämmen, mit deren Ausgebot die Verstetgerung beginnt, befindet sich Schnittholz von vor⸗ züglicher Qualität. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Tannenweiese. Ockstadt am 2. September 1867. Die Freiherrl. v. Franckenstein'sche Oberförsteret Ockstadt ü Fer e y. FFF f 0 0 igkeiten. Theerseife,. a 48. f 7 bei all i Let Gichtwalte, fete Wüteng. 2 Face 18 und 30 kr. Bi 0 lade seit Johren bekannt und berühmt, 8 1 zum Kräuseln und Kräftigen der Haare. à Flac. 18, 27 und 36 kr. von dem berühmten Hanse Bergmann& Comp. in Paris, Pest und Rochlitz i. S., empfiehlt Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. 1443 Vilbel den 1. September 1867, 1 P Ganß. 208 pr. Ohm 12 fl., pr. Schoppen 3 kr. Ein Vorbeter 2081 empfiehlt sich für die herannahenden hohen Feler⸗ tage, Neufahr und Versöhnungstag, den istaelitischen Gemeinden der Umgegend. Die hierauf re eettrenden Gemeinden können nähere Auskunft bei der Exped. des Anzeigers erhalten. g Süßen Aepfelwein, 2091 von Frühäpfeln, verzapft L. Kreuter. N 1 Agenten⸗Gesuch. 2083 Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kennt⸗ nisse nöthig sind, werden Agenten gegen eine ange⸗ messene Provifion gesucht.— Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. NO. 20 an die Expedition d. Bl. franco einzusenden. 2085 Vor meiner Abreise nach Petersburg sage ich allen meinen Freunden und Bekannten ein berzliches Lebewohl. (Jer. Kap. 22, Vers 10.) Julius Eschborn. —— r 14 epfel len Aepfelmühlen 2039 neuester Construetton zu äußerst bill gen Preisen, sowie alle sonstigen landwirihschaftlichen und gewerblichen Maschinen empfiehlt der Unterzeschnete. Alte Aepfel⸗ mühlen werden entweder zu den höchsten Preisen in Zahlung angenommen, oder vorthetlhaft umgeändert. Für sämmtliche Arbeiten und Lieferungen wird garantirt. Friedberg. Karl Reuß, Mechantkus. Ein Wasserkarren, 2086 gut gehalten, fieht zu verkaufen 8 85 Georg Philippi. Vorschuß mehl 2015 bei Gebrüder Löb. Fruchtpreise. Per Malter. 3 Friedberg, 3. September. Waizen 14 fl. 15 kr.; Korn 9 fl. 50 kr.; Gerste 7 fl. 50 kr.; Hafer 4 fl. 1„ Frankfurt, 1. Sept. Wizen 15 fl.— kr. Korn 11 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 30 kr. Grünberg, 31. August. Waizen 14 fl. 30 kr.; Korn 10 fl. 3 kr.; Gerste 7 fl. 23 kr.; Hafer 5 fl. 36 kr. Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— k.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 14 fl. 45 kr.; Kartoffeln— fl.— kr. Mainz, 31. August. Waizen 14 fl. 53 kr.; Korn 10 fl. 35 kr. Gerste 7 fl. 40 kr.; Hafer 5 fl. 43 kr.; c 2 fl. 30 kr. Roggenstroh per 100 Gebund 19 fl.— kr. a Verantw. Red.: Hermann Schimpff.“ Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. Voll Anbezahlite Eisenbahn Actien und Prioritäten. Rand-Ducaten 20 Francs- Stücke Mitgetheilt von 3 0 8. Lingne imer. Frankfurter Cours. 4 4 80„1854 58%. 2 4. September 1867. Cours der Staatspapiere.— 5 e e 880 Desterr. J 30/ Jet. I859 1. Lst. 60 ½ P. r. Hess. 4% Obligat. 90 6. 7„ 100 Pr. v. 1801 73½ 6. 1 50% Nat.-Anl. 1854 52/8 G. 5 3½0% Obligation.—— Schwed. Thlr. 10-L. 10 G. „ 5% steuerfreie Oblg. 47¾ G. Nassau 4½j% Obl. b. Rth. 93 G. Bad. 35 fl. Loose 3 Preussen 4½% Obligat. b. Rth. 97½ G. 3 0% do do 85½ P. 2 Kurh. 40 Tl.-L. b. R. 53 P. 5 40% do. do. 90½ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 10591 F. 5. Hess. 50 fl. L.b. K. 142% F. Bayern 50% Obligation. 100½ G. Frankf. 3½0% Obligat. 79½ 6.— 5% e 5 4½% 1½ jähr. b. Rth. 93½ E. 5 30% do 5 2 Nass. 25 fl. L. d. R. 34 P. 1 4% d do 88 6. Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 12 84 G. E Sed. 36 Fr. L. b. B.. Würtemb. 4½% Obl. b. Rtb.91/ 6 Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 82 G. + T Fitolen 9 46—48 2 4% do do—— Schweden 4½0% O. i. R. à 105 83½ͤ G. 0 Doppelte 9 4749 Baden 4½0% Obligat. 91/8 P 5 4½0/ Pfb. I. R. 3 105—— 2 Prehtss. Friedrd' or 9 57½—58/ .% Obligat. 85 P. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 77/8. 2 J Hall. fl. 10 Stücke 9 50—52 4 2 4½% Bayr. Ostbahn 117 6. 7% Liv. C. P.& P/. fr. 4 28 kr. 29½ G. 8 4% Pfandbr. d. Frkf. HAp.-B.—— 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 45 ½ G. 2 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 50 P 5% Elisabethbahn-Prior. 6% 75½ 6. 2 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 91 P. 5% do. neueste Emiss.% 73 ¼ G.— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44 C. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ P.— 2 Wiener Weehsel- Cours 98 G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. w. Engl. Sovereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll- Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. Dollars in Gold A * 2 * 1 2 A 1 44% 48½ „ 226½—27½ S. Lindheimer in Friedberg. Ein gewandter Buchbind 1 2076 kann sogleich gegen guten Lohn in Arbelt treten. Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte amlliche C ene bie g. Haus Pettessente bes Indem guuern durch 2 spfiasgen G 1 wit Sie diese Usderslützen. 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