1 0 * der Peß theiligutz det Main a ilhrne Kreuz des Philipps⸗Ordens,— dem Trompeter 1867. Dienstag den 5. Februar. 16. A nzeiger für Oberhessen. Juhält die amtlichen Ersasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ———.öä—ů—— 5—— 7 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition. Amtlicher Theil. Bitrefsfsend: Den Voranschlag des allgemeinen evangelischen Kirchenfonds ür 1867. Friedberg den 26. Januar 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die evangelischen Kirchenvorstände Den in Abdruck nachstebenden Auszug über die repartirten Gelder für 1867 theilen wir Ihnen unter der Auflage mit, die einzelnen träge zur Zahlung an die einschlägigen Großherzogl. Districtseinnehmereien den betreffenden Kirchenrechnern in Ausgabe zu decretiren. Ciedit wird, soweit erforderlich, hiermit eröffnet. Aus en zug. Zisammenstellung der auf die evangelischen Kirchen- und milden Stiftungsfonds des Groß herzogthums Hessen für das Jahr 1867 ausge— schlagenen und an den allgemeinen evaugelischen Kirchenfonds abzuliefernden Beiträge für kicchliche und geistliche Zwecke. . e Assenheim, Kirche, 3 fl. 8 kr.— Bauernbeim, Kirche, fl. 15 kr.— Bön⸗ dot, Kirche, 15 fl. 13 kr.— Bruchenbrücken, Kirche, 1 fl. 45 kr.— Butzbach, che, 2 fl. 45 kr.— Butz bach, Kugelbaus, 1562 fl. 50 kr.— Fauerbach d. Fr., che, 48 fl. 6 kr.— Fauerbach v. d. D., Kirche, 21 fl. 57 kl.— Florstadt, iche, 411 fl. 28 kr.— Friedberg, Stadtkirche, 4 fl. 53 kr.— Friedberg, Burg kirde, 45 fl. 32 kr.— Friedberg, pia corpora, 390 fl. 19 kr. Gambach, Kirche. 3. 38 kr.— Griedel, Kirche, 5 fl.— Hausen, Kirche, 22 kr. Hoch⸗Weisel, Nie, 3 fl. 15 kr.— Langenbain, Kirche, 26 fl. 10 kr.— Melbach, Kirche, tressend: Die Wahlen für den Reichstag des Norddeutschen Bundes in den nördlich des Mains gelegenen Gebietstheilen des Großberzogtbums. e 9 6 fl. 30 kr.— Munster, Kirche, 5 fl. 38 kr.— Münzenberg, Kirche, 47 fl. 26 kt. — Nieder⸗Rosbach, Kirche 1 fl. 30 kr.— Niedet-Welsel, Kirche, 27 fl. 10 kr.— Nieder Wöllstadt, Lurche, 2 fl. 30 kr.— Ober-⸗Ros bach, Kirche, 31 fl. 51 ke.— Ossenbeim, Kirche, 56 fl. 36 kr.— Ostheim, Kirche, 7 fl. 19 kr.— Pohlgöns, Kirche, 2 fl. Södel, Kirche, 3 fl. 38 kr.— Staden, Kirche, 132 fl. 44 kr.— Steinfurtb, Kirche, 8 fl. 55 kr.— Trals Müntenberg, Kirche, 48 fl. 5 kr.— Weckcoheim, Kirche, 10 fl. 52 kr.— Wobnbach, Kirche, 152 fl. 13 kr. Friedberg den 3. Februar 1867. Bekanntmachung. In Gemäßheit Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 22. v. zu offentlichen Kenntniß, daß der Reichstag des Norddeutschen Bundes am 24. Februar u d. J. M. zur Nr M. d. J. 980 dringen wir hiermit eröffnet werden soll. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tien. D st t Broßb g-[„Für Tapferkeit“;— 29. Dez. dem Hoftheatermaschinen-allergnädigst geruht am 25. Dezember 1866 den Hof⸗ essen Darmstadt. as roßherzog 1 5 Hof a zem n meister Brandt das Ritterkreuz 2. Klasse des Philipps-gärtner Geiger zu Darmstadt zum Hofgarten⸗Inspektor, ile Regierungsblatt Nr. 5 enthält: f g 2 3 ordens;— 30, Dez. dem Kammerofficianten Fischer, in unter gleichzeitiger Uebertragung der Leitung der Hofgarten⸗ I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministerlums des Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, das Ritter⸗J Direktion;— 1. Januar 1867 den Hofgartenwarter Geh⸗ NMern vom 12. Jan., daß Se. K. H. der Großherzog kreuz 1. Klasse desselben Ordens;— 1. Jan. 1867 dem bauer zum Hofgartenaufseher in der Hofgärtnerei Darm⸗ du cvang. Gemeinde zu Seeheim ein Zifferblatt zur Thurm uh an der Kirche daselbst im Werthe von 230 fl. Aller⸗ Ridigst zu schenken geruht haben. II. Ergebnisse der Verwaltung der allgemeinen geist— libn Wiitwenkasse vom Jahre 1864. III. Communal⸗Umlagen in den Gemeinden des Kreises Er ß⸗Gerau für 1867. IV. Ordensverleibungen. Se. Königl. Hobeit der Aßherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: am J. Nov. 1866 dem Feldwebel Lehr im 4. Inf.⸗ Reg. das Präsidenten der Schreiner und Polirer in arzt des Sümidt im 2. Reiter ⸗Reg. die silberne Verdienstmedaille zel Ludewigsordens, und dem Musketier Becker in dem „ nf.⸗Reg. das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist: 1 5 Dienstnachrichten. Handelskammer Mönch das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens; dem der Offenbach Auguft Kopp, und den Portefeuille Arbeitern Jean Merz und Heinrich Aullmann das allgemeine Ehren⸗ zeichen mit der Inschrift:„Für Verdienste“;— 10. Jan. dem Oberrechnungs-Revisor seine langjährigen treu geleisteten Dienste, das Ritterkreuz 2. Klasse des Philippsordens; Kreismedicinalamts Kullmann, in Anerkennung der aufopfernden Pflege und Sorge für Verwundete in dem letzten Kriege, das Ritter⸗ kreuz 1. Klasse des Philippsordens. Se. K. H. der Großherzog haben Schwab, mit Rücksicht auf Offenvach Julius stadt, den provisorischen Hofgartenwärter Ewald in der Hofgärtnerei Rosenhöhe, und den Hofgartenarbeiter Melk zu Hofgartenwärtern in der Hofgärtnerei Darmstadt,— 3. Jan. die Heizer⸗ und Locomotivführerlehrlinge bei der Main⸗Weser⸗Eisenbahn Kirstein und Mannberger zu Loco⸗ motivführern,— die Arbeiter bei der mechanischen Werk⸗ flätte der Main⸗Weser⸗Eisenbahn Gernand aus Griesheim, Kreiling aus Gießen und, Appel aus Dorheim zu Heizern und Locomotivführerlehrlingen bei dieser Eisenbahn;— den Feldwebel Winter im 4. Inf.⸗ Reg. zum Conducteur bei der Eisenbahn von Offenbach nach Frankfurt zu ernennen; — 8. Jan. den Telegraphisten bei dem Staatstelegraphen⸗ Büreau zu Darmstadt Friedrich Büdinger zum Ober⸗ telegraphisten dei dem genannten Telegraphen⸗Büregu zu zu Mönch'schen Fabrik in am 20. Jan. dem Kreis⸗ Altenstadt Dr. Hermann Die Athmung als Wärmequelle. Nach Liebig'schen Grundsätzen bearbeitet von Seminarlehrer Wahl. Wir athmen atmosphärische Luft ein. Diese ist ein Gemenge von Seickstoff, Sauerstoff und etwas Kohlensäure. Den eingeathmeten Stick— suf athmen wir ziemlich unverändert wieder aus, nicht so den Sauer- uf, davon viel weniger, und nicht so die Kohlensäure, davon viel mehr a wir eingeathmet haben. Es ist also der Luft im Innern eine gewisse lunge Sauerstoff entzogen und dafür so viel Kohlensäure übergeben vorden, als dem entzogenen Sauerstoff entspricht. Dieser verbindet sich 1 zimlich mit Kohlenstoff des Bluts während seines Kreislaufs zu der Kohlen- eure, welche vermittelst der Lunge ausgeschieden wird. Wir haben hier also denselben Vorgang, wie bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Eiennmaterial; dabei bildet sich auch Kohlensäure. Und während sich dee bildet, entsteht in beiden Fällen Wärme, welche beim Menschen durch. senittlich 30 Grad Reaumür beträgt. Die Größe der entstehenden Wrme richtet sich aber nach folgenden Gesetzen: ) je größer die Zahl der Athemzüge, Y je mehr Athemzüge in derselben Zeit, 3 e kälter und J) je reiner die Luft, ) je mehr Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff(denn auch diese beiden Stosse gehen Verbindungen ein, wobei Wärme frei wird) die Nahrung enthält, desto größer ist die freiwerdende Wärme. Die Neigung unserer Natur, Wärme zu erzeugen, richtet sich nach deren Abgang, der Entziehung von Außen. Der Kohlenstoff wird aus dem Blute gewonnen, und diesem wird er durch die Speisen immer wieder zugeführtz also steht auch die Menge des Nahrungsbedürfnisses fär kohlen⸗ stoffhaltige Nahrung mit der freiwerdenden Wärme in gleichem Verhältniß. Hieraus erklären sich nun folgende interessante Erscheinungen und Vorgänge: Beim ganz kleinen Kinde befinden sich die Athmungswerkzeuge nur in geringer Thätigkeit, darum ist es kalt und braucht wenig Nahrung; sobald es sich mehr zu bewegen anfängt, entsteht größerer und häufiger Bedarf an Nahrung und darum auch größere Wärme. Ein ruhig lebender Mensch athmet weniger, darum friert ihn leicht und er braucht weniger Nahrung. Ein Drescher ißt viel und erträgt große Kälte, bei einer Nätberin findet das Gegentheil statt. Wenn wir uns im Freien bewegen, wird es uns wärmer und die Eßlust wird durch äußere Wärmeausstrahlung vermehrt. Im Winter essen wir mehr als im Sommer; die Luft ist kälter, wir athmen also mit jedem Athemzug mehr Sauerstoff ein. Der Lusten zur Bewegung ist im Winter größer, weil uns mehr Wärme entzogen wird. Der Nordländer verliert durch die kältere Luft, in der er lebt, mehr Warme, als der Südländer in seiner wärmeren. Darum bewegt sich Ersterer und ißt mehr als Letzterer, und dadurch und durch die kältere Luft, die also dichter ist und mehr Sauerstoff in demselben Raum enthält, erzeugt er mehr Wärme. Dies ist ein interessantes Beispiel von Wechselwirkung in der Natur; derselbe Umstand, durch den äußerlich die Wärme genommen wird, ist Veranlassung, 0 * 4 ernennen;— den Distrikseinnehmer Becker zu Gau-Alges⸗ heim nach Nieder-Ingelheim;— den Oistriktseinnehmer Mann in Assenheim in die Distriktseinnehmerei Gau⸗ Algesheim,— den Distriktseinnehmer Köster zu Groß. Felda in die Distriktseinnehmerei Assenheim und den Distrikts— einnehmer Weigel zu Biedenkopf in die Distriktseinnehmerei Groß- Felda zu versetzen;— den Lehrer Ulrich an der 1. Elementarschule zu Gießen zum Lehrer an der 4. Stadt⸗ mädchenschule daselbst,— den Lehrer an der Freischule zu Gießen Römer zum Lehrer an der 3. Klasse der Stadt— mädchenschule daselbst und den Lehrer an der 2. Elementar⸗ schule zu Gießen Georg Müller zum Lehrer an der 4. Klasse der Stadiknabenschule daseldst zu ernennen;— 12. Jan. dem evang. Schullehrer Otto zu Rüddingshausen die 2. evang. Schulstelle zu Groß-Linden zu übertragen. VI. Versetzungen in den Ruhestand: am 31. Dez. 1866 Hofsilberarbeiter Hippenstiel,— Hofkoch, Küchen— meister Ferdinand Laval, beide unter Anerkennung ihrer langjährigen Dienste,— den Kammerofficianten Bernhard Fischer auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste,— den Hoffourier Johann Christian Bögel auf sein Nachsuchen und am 1. Jan. 1867 den Hofgartenwärter in der Hofgärtnerei Bessungen II. Bal— thasar Schmitt. VII. Concurrenz für: die 1. evang. Schulstelle zu Bessungen mit einem Gehalte von 526 fl. 8 kr.— die evang. Schulstelle zu Ober-Finkenbach mit 300 fl., nebst 10 fl. 30 kr. für Heizung des Schullocals(Präsentation des Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau);— die 2. kath. Schulstelle zu Astheim mit einem Gehalte von 300 fl.; die Kosten der Heizung des Schullocals werden von der Gemeinde bestritten. — Am Sonntag den 3. Februar werden die Bevollmächtigten der vier süddeutschen Regierungen in Stuttgart zu einer Conferenz zusammengetreten sein Als solche werden bezeichnet Fürst v. Hohenlohe und Generalmajor Frhr. v. Franke(für Bayern), Herr v. Freydorf und Generallieutenant Ludwig (als Repräsentanten Badens), Frhr. v. Dalwigk und Generalmajor v. Grolman(für Hessen— Darmstadt). Die Genannten sind bekanntlich die gegenwärtigen Inhaber der Portefeuilles des Aus- wärtigen und des Krieges in den bezüglichen Staaten.— Ministerprästdent v. Dalwigk und Generalmajor v. Grolman sind am 2. d. nach Stuttgart abgereist. Man will hieraus schließen, daß Prinz Ludwig, welcher in diesen Tagen von Berlin zurückerwartet wird, dort nicht den gewünschten Erfolg erzielt babe. Dieser Ansicht scheint jedoch die Nachricht zu widersprechen, daß der erste Flügeladjutant des Großherzogs, Oberst v. Grolman, in Begleitung des Hauptmann Bechstatt, nach Berlin gereist sei, um die Unter— handlungen bezüglich der Militärconvention, welche durch Prinz Ludwig auf vertraulichem Wege an— gebahnt wurden, nunmehr offfziell zu eröffnen. — Wie verlautet, werden die jetzt wieder zusammengetretenen Stände des Landes bei der bevorstehenden Berathung und Beschlußfassung über das Staatsbudget auch mit der Frage über Besoldungserhöhung einiger Beamtenclassen sich zu beschäftigen haben. So ist namentlich von den Landgerichtsassessoren und Landrichtern wie auch den Oberförstern die Rede, welche eine zeit— gemäße Besserstelluug in Bezug auf Gehalt zu erwarten haben dürften. Läßt sich nun auch besonders hinsichtlich der Assessoren und der ge⸗ nannten Forstbeamten das dringende Bedürfniß besserer Dotirung nicht läugnen, so muß doch diesen gegenüber eine andere Classe von Dienern des Staates hervorgehoben werden, deren finanzielle Besserstellung vielleicht in noch höherem Maße für Regierung und Stände als Pflicht erscheinen möchte. Wir meinen den Stand der Gymnasial- und Reallehrer.(Wird man dabei nicht auch der Seminarlehrer zunächst ge— denken müssen 2!) Friedberg, 4. Febr. Die gestern in Nieder— Wöllstadt stattgehabte Versammlang von Wählern des zweiten Wahlbezirkes war durch Vertreter aus 34 Orten besucht und hatte das erfreuliche Resultat, daß man sich nach kurzer Debatte über den für das Parlament aufzustellenden Candidaten unseres Bezirks einigte, nachdem Herr Kuhl von Butzbach selbst erklärt, daß er von seiner Candidatur zurück— trete. Die Versammlung entschied sich hierauf einstimmig für die Wahl des Herrn Berg— rath Buderus in Hirzenhain, so daß alle Hoffnung vorhanden ist, dieselbe mit einer glänzenden Majorität durchzuführen. — Nachdem man von Laubach aus mit einem Vorschlage für die Wahl des Grafen Otto von Solms-Laubach zum Abgeordneten in das Parlament und zwar im Wahlkreis Schotten— Alsfeld-Lauterbach hervorgetreten und zu wirken begonnen, hat derselbe ein Flugblatt veröffentlicht, mit welchem er gleichsam als Wahl-Candidat auftritt, indem er in ausführlicher Weise seine Stellung zu dem zu wählenden Parlament und seine Ansichten über unsere politische Lage nieder— gelegt hat.— Das öffentliche Hervortreten des Herrn Grafen und seine bestimmte Erklärung für Betheiligung bei der Wahl ist an sich von Wichtigkeit, zumal hierdurch der hier und da bestehenden Ansicht, von der Wahl fern bleiben zu sollen, von dieser beachtenswerthen und einfluß— reichen Seite entgegengetreten wird. — Nach einem Erlasse Großherzoglichen Ministeriums des Innern wird durch die Groß— herzoglichen Kreisämter zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Reichstag des norddeutschen Bundes am 24. Febr. eröffnet werden soll. — Wie verschiedene Blätter berichten, wären die von Preußen angeregten Verhandlungen wegen Verkaufs des großherzoglich hessischen Antheils der Main-Weser-Bahn bereits dem Abschluß nahe. Die bei diesem Bahnverkauf zunächst interessirten Städte und Ortschaften der Provinz Oberhessen sollen, in Hinblick auf diese Eventualität, Petitionen an die großherzogliche Regierung vorbereiten, worin gebeten wird, daß der Verkaufspreis für die Main-Weser⸗Bahn zum Theil oder nach Umständen auch gänzlich zu neuen Eisenbahnanlagen in der Pro- vinz Oberhessen möge verwendet werden. Hungen. Der„Main-⸗Ztg.“ wird von hier berichtet: Dieser Tage waren die Mitglieder des Gründungscomites der Wetterauer Eisenbahn von Gießen über Gelnhausen nach Partenstein in unserer Stadt versammelt. Der Präsident des Comites Hr. Graf von Solms-Laubach erstattete einen längeren Bericht, wonach die Ausführung der Bahn vorerst nicht zu bewerkstelligen sein dürfte. Zunächst ist den Herren Green und Cons. in London nicht gelungen, die von ihnen wegen der Köln-Soester Eisenbahn gestellte und wegen des Nichtzustandekommens dieser Linie ver— fallene Caution zurückzuerhalten. Nur unter dieser Bedingung hatten sie sich erboten, den Bau der Wetterauer Bahn zu übernehmen. Sodann führte auch die Unterhandlung mit der Köln— Mindener Bahn zu keinem günstigen Resultate; gleichwohl will diese Bahngesellschaft, im Falle sich eine neue Gesellschaft für das gedachte Unter— nehmen bilden würde, in neue Unterhandlungen eintreten unter der Voraussetzung, daß der Betrieb der neuen Bahn in ihre Hände gelegt wird. Auf das Gesuch um Conkcesstonsertheilung für die Wetterauer Bahn ist nun von Seiten des Handels— ministeriums in Berlin eine abschlägige Ent— scheidung erfolgt; namentlich weil die nöthigen Geldmittel für die Ausführung der Bahn nicht nachgewiesen seien. Dies ist nach den königl. preuß. Gesetzen erforderlich. Man ersieht hier— aus, daß die preuß. Vorschriften für Eisenbahn⸗ concessionsertheilungen auch maßgebend für die neu erworbenen Länder sind. Trotzdem hofft das Comite, daß bei der zweifellosen Rentabilität der projectirten Bahn das Unternehmen in günstigeren Zeiten doch noch ausgeführt werden könne. Mainz. Der Wasserstand des Rheins hat bereits um einige Zoll die Höhe überschritten, welche er hier bei dem letzthinigen Steigen des Stromes erreigt hatte. Die Keller füllen sich allerwärts wieder mit Wasser und das fort- währende Steigen des Rheins läßt eine Ueber— schwemmung der niederen Stadttheile befürchten, da nach telegraphischen Depeschen der Oberrhein, Neckar und Main noch starke Wassermassen bringen werden. Preußen. Berlin. Den in den Jahren 1848— 1850 rechtswidrig entfernten schleswig-bolstein'schen Beamten hat die preußische Regierung die Pensionsberechtigung zuerkannt und beginnt die erste Auszahlungsrate mit dem 1. Januar 1866. — Durch den zwischen Preußen und dem Fürsten Thurn und Taxis abgeschlossenen Ver⸗ trag überträgt letzterer für sich selbst und im Namen aller seiner Erbberechtigten die Postgerecht⸗ same, welche er bisher in 19 deutschen Staats- gebieten ausgeübt hat, an die preußische Regierung. Diese Staatsgebiete sind bekanntlich: 1) die Hohenzollern'sche Lande, 2) das vormalige Kur- fürstenthum Hessen, 3) das vormalige Herzogthum Nassau, 4) die vormalige Landgrafschaft Hessen⸗ Homburg, 5) die vormals freie Stadt Frankfurt, 6) die an Preußen abgetretenen Theile von Oberhessen, 7) das Großherzogthum Hessen, zon det Regietun Personen und Beit daß das Genommene im Innern ersetzt wird. Außerdem ist hieraus klar, daß wir dem Südländer sein träges Leben nicht übel anrechnen dürfen. Die Lieblingsspeise des Polarländers ist Speck und Thran, die des Süd⸗ länders Früchte; jene enthalten viel mehr Kohlenstoff als Letztere. Die Natur hat also die Speisen nach dem Bedürfniß eingerichtet. Die beinahe vollkommene Gleichheit der Wärme des Menschen am Aequator und an den Polen, trotz der Verschieden heit der äußeren Verhältnisse, erklärt sich hieraus leicht. Bei Letzterem erneuert sich die Wärme schneller durch die kältere Luft und die größere Speisenmenge. Je weniger Wärme uns ent- zogen wird, je wärmer also die Kleidung, desto geringer das Nahrungs- bedürfniß; für's Thier heißt die betreffende bekannte Regel: Je wärmer im Winter der Stall, desto weniger Futter. Im Sommer können Kleider resp. der Stall für die Thiere allzu warm sein.— Bei Ruhe werden die Stoffe, die sonst der Athmung dienen, als Fett u. s. w. angesetzt; daher neben der Anlage dazu, neben guter und reichlicher Nahrung, Ruhe zum Beleibtwerden gehört. um Thiere fett zu machen, stellt oder setzt man sie ein, überläßt sie also der Ruhe und gibt ihnen reichlichere Nahrung, als sie zur Athmung nöthig haben. Kaffee, Thee, Chocolade, Wein, Branntwein, Bier erwärmen nach dem Genuß, weil sie Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff enthalten. Einen Hungernden friert. Wasser⸗ trinken, anhaltendes Sprechen, Singen, das Schreien der Kinder, feuchte Luft, alle diese Dinge vermehren den Appetit. Bei einem Hungernden ver schwinden zuerst das Fett, dann auch die andern löslichen Stoffe, zuletzt wird auch das Gehirn angegriffen, Wahnsinn tritt ein, dann der Tod. Wären wir im Stande, Monate lang den Athem einzuhalten, so würden wir während dieser Zeit der Nahrung entbehren können. Schlangen und Kröten, die oft Wochen lang kaum merklich athmen, können ebenso lang und noch länger der Nahrung entbehren. Die im Winter erstarrenden Thiere athmen nicht, brauchen darum auch keine Speise. Thiere, die einen Winterschlaf halten, athmen fort, wiewohl weniger lebhaft, dadurch verzehren sie während desselben einen Theil ihres Körpers, ihr Fett. Als Regel für die Pflege des eignen Körpers leiten wir hieraus ab, daß der durch die Athmung bedingte, zur Erhaltung der Gesundheit noth⸗ wendige Stoffwechsel bei öfterer Bewegung in reiner, frischer Luft am an⸗ gemessensten vor sich geht. L ũ cken bũ ßer. Ueber eine kürzlich stattgehabte Feuersbrunst auf dem Mississippi⸗Dampfer „Fashion“, erfährt man folgendes Nähere: Das Schiff gerieth 7 Meilen vor Baton Rouge in Brand, wahrscheinlich durch Funken, die dem Rauchfange entfahren waren. An Löschung war um so weniger zu denken, als auch die große Baumwoll⸗ Ladung (2700 Vallen) von den Flammen erfaßt wurde. Etwa 400 Passagiere befanden sich an Bord, darunter gegen 300 Neger. Von allen diesen konnten leider nur 80 ge⸗ rettet werden. Wild und verzweilflungsvoll stürzten sich Viele in den Fluß, die Fluthen den Gluthen vorziehend. Viele andere rannten, um den Flammen zu entgehen, von einer Seite zur andern, bis auch sie, in eine dichte Masse zusammengeballt, in's Wasser hinabgedrängt wurden. Eine Mutter warf ihre drei Kinder in den Fluß und sprang ihnen dann nach; sie selbst und ein Kind wurden in Sicherheit gebracht, während sie die beiden anderen vor ihren Augen ertrinken sah. erfolgen. waltung in den! dis mie dle Aest same und Finsten Thalet. sole! in mög Abgeort den Ver Postrech zusolge hebor, bon 6 Staatesc beriche Fürsten der Y „Rothe welche bo 9 kosten nicht ernan der damen der Bi Herr das J nomme Aten d aübtttcztigunz ügenlungerant t) das Großherzogthum Sachsen, 9) das Her jogthum Sachsen- Meiningen, 10) das Herzog- bum Sachsen-Coburg Gotha, 11) das Fürsten- bum Reuß ältere Linie, 12) das Fürstenthum Reuß jüngere Linie, 13) das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt, 14) das Fürstenthum Schwarzburg⸗Sondersbausen, 15) das Fürsten⸗ bum Lippe, 16) das Fürstenthum Schaumburg⸗ eippe, 17) die freie Stadt Lübeck, 18) die freie Stadt Bremen und 19) die freie Stadt Hamburg. Die Postgerechtsame mit allem Zubehör an be- veglichem und unbeweglichem Eigenthum der visherigen fürstlichen Postverwaltung, namentlich nit den Postgebäuden und Postgrundstücken, mit den Inventarien der fürstlichen Posten, den Post— vagen, Post⸗Eisenbahnwagen, Matertalien, Vor- zäthen u. s. w. sollen in Eigenthum und Genuß preußens übergehen, ebenso die Bibliothek, die Rartensammlung und die Acten der fürstlichen Heneral-⸗Direction. Dagegen übernimmt Preußen alle Lasten urd Ausgaben, welche bisher der fürstlichen Verwaltung zufielen, und tritt in die zon der letzteren abgeschlossenen Verträge mit Regierungen, Eisenbahn-Verwaltungen und Privat- Personen ein. Die Uebernahme des Besitzes And Betriebes durch Preußen soll am 1. Juli 1867 erfolgen. Die Beamten der fürstlichen Post-Ver⸗ waltung werden mit Gehalt und ihren Ansprüchen zn den preußischen Dienst übernommen oder, wo dies nicht thunlich ist, angemessen penstionirt. Als Aequivalent für die abgetretenen Gerechts- same und Vermögensstücke zahlt Preußen an den Fürsten ein Pauschquantum von drei Millionen Thaler. Die Zahlung soll unmittelbar nach er- jolgter Uebergabe, die Ratification des Vertrages in möglichst kürzester Zeit ersolgen. — Die Handels- und Finanzeommission des Abgeordnetenhauses genehmigte das Gesetz und den Vertrag bezüglich des Kaufes des Taxischen Postrechts. — Einem Teletzramm des„Frankf. Journ.“ zufolge steht die Einbringung eines Antrages bevor, die Frankfurter Contribution als Anleihe von 6 Millionen Gulden auf die allgemeine Staateschuld zu übernehmen.— Dasselbe Blatt verichtet ferner: Laut dem Vertrage mit dem Fürsten Taxis beschränkt sich die Uebertragung der Postgebäude in Frankfurt auf das sog. „Rothe Haus“ mit Ausschluß der Bestandtheile, welche zum fürstlichen Palais und dem„Weiden⸗ hof“ gehören. Die Uebernahme der Verwaltungs- kosten Seitens Preußen erfolgt am 1. Juli. — Zum norddeutschen Bundeskanzler soll nicht Graf Bismarck, sondern Herr v. Savigny ernannt werden. Derselbe wird an der Spitze der Vertretung der Bundesregierungen im Par— lamente stehen, welche sich ans den Deligirten der Bundesfürsten zusammensetzt. Vorläufig hat Herr v. Savigny bereits die Leitung aller auf das Parlament bezüglichen Einrichtungen über- nommen. — Der„Hildesh. Ztg.“ wird geschrieben: „Die Beurlaubung des Herrn v. Manteuffel ist das Ereigniß des Tages; als Grund des Ent— lassungsgesuches, welches der General wiederholt eingereicht haben soll, wird allgemein seine Nicht— aufnahme in das Dotationsgesetz angegeben. Wie dem auch sei, Niemand bedauert dae Ausscheiden Manteuffel's, denn er gehört zu den unpopulärsten Männern Preußens, und zwar ist er in der Armee eben so unbeliebt, wie außerhalb derselben. Der Einfluß, welchen er früher durch seine Stellung im Militär-Cabinet geübt, und die Art und Weise seiner Kriegsführung am Main haben ihm in militärischen Kreisen wenig Freunde gemacht; sein Duell mit Twesten, seine bekannte absolutistische Gesinnung, sein Verfahren in Frankfurt a. M. das Alles hat eine ihm feindliche Stimmung im Volke erregt.“ Frankreich. Die Nachricht, daß die Er— öffnung der Pariser Ausstellung nicht am 1. April stattfinden werde, sondern verschoben worden sei, wird widerrufen. J Nauheim. Seit einigen Tagen sind die Arbeiten am feuen Badehaus dahier wieder aufgenommen worden und dürfen wir hoffen, dasselbe noch im Laufe der nächsten Saison dem Gebrauche des Publikums übergeben zu sehen. Sachverständige loben die im Allgemeinen zweckmäßige und comfortable Einrichtung, die in jeder Beziehung den Ansprüchen des Publikums genügen dürften. Die Ober⸗ leitung über den Bau ist nunmehr dem Kreisbauamt in Friedberg übertragen worden, unter welchem der bisherige Assistent, Baueleve Malkomes, fungirt. Für die am Bau beschäftigten Handwerker und sonstigen Geschäftsleute ist die Nähe der leitenden Oberbehörde in gar mancher Beziehung angenehm. Allgemeine Klagen hört man hier über die Verzoͤgerung der Auszahlung der Forderungen, welche die am Badehaus⸗ bau beschäftigten Handwerker an die preußische Regierung stellen. Bekanntlich fällt der Letzteren der noch rückständige Antheil der Baukosten bis zum 12. September 1866 zu, welcher so bedeutend ist— man spricht von circa 12.000 RNthlr.— daß sein Nichtbesitz für die davon Be⸗ treffenen in vieler Beziehung höchst nachtheilig ist und schwer empfunden wird. Es sollen angeblich die nöthigen Gelder bertits bei der Renterei in Windecken bereit liegen, bis jetzt aber keine Anweisung zur Auszahlung ersolgt sein. Die betreffenden Rechnungen sind zwar seit mehreren Wochen an die Ober⸗ baubehörde nach Cassel abgeschickt worden und wären nach erfolgter Revision nur anzuweisen. Wir hoffen, daß sie nicht etwa in einem gewissen Büreau überwintern. Vielleicht wäre es geboten, um die Sache endlich einmal zum Abschluß zu bringen, Schritte bei Herrn Oderfinanzrath Led derhose oder direkt bei dem Herrn Administrator v. Möller zu thun. Beide Herren haben sich zudem der Sache, auf Anregung einer Deputation der hiesigen Handwerker, schon früher in wohlwollendster Weise ange⸗ nommen und wären auf diesem Wegen wohl Abschlags⸗ zahlungen zu erzielen, wenn der Auszahlung der ganzen Summe noch ein Hinder niß im Weße siebt. Es kaun doch wohl kaum in der Absicht der Oberhörden liegen, die Handwerker den durch die politischen Verhältnisse ge⸗ botenen Aufenthalt materiell fühlen zu lassen. Pariser allgemeine Ausstellung. Nach der von der Kaiserlich Französischen Ausstellungs-Commission fest⸗ gesetzten Vertheilung der Mitglieder der internationalen Jury aus den betheiligten Staaten hat das Großherzog⸗ hum Hessen 3 Jury⸗Mitglieder zu ernennen und zwar für die Klasse 14, 48 und 50. In Folge hiervon hat Großherzogliches Ministerium des Innern als diesseitige Jury⸗Mitglieder ernannt: 1) Für die Klasse 14(Luxus möbel) den Herrn Möbelfabrikanten W. Knußmann in Mainz; 2) für bie Kl. 46(Leber) den Gr. Commerzienrath Herrn Fink; 3) für die Klasse 50(Materlal und Ver⸗ fahren in den Ackerbau-Werkstätten und bei der Bereitung der Nahrungsmittel) den Großh. General-Sekretär der lanbwirthschaftlichen Vereine, Herrn Dr. Krämer in Darm⸗ stadbt. Die Eingangspreise für die Pariser Ausstellung sind nun bestimmt worden. Für den Eröffnungstag 20 Fr., für die erste Woche 5 Fr., später 1 Fr. für's Gebäude, 1½ Fr. für den Garten. Das Abonnement lostet für Herren 100 Fr., für Damen 60 Fr., dabei muß aber eine Photographie des Inhabers bei der Admini⸗ stration deponirt und eine andere der Eintrittskarte an⸗ geheftet werden. Diese Abonnemetskerten finden so starken Absatz, daß schon in den ersten Tagen ein Zehntel der 5000 Karten, welche gleichzeitig Zutrut zu der Eröffnungs⸗ feierlichkeit gewähren, abgesetzt wurden. 3 Das großar tigste Etablissement inder Welt bilden übereinstimmenden Behauptungen zufolge die Krnpp'schen Stahlwerke zu Essen. Wer sich einen Be⸗ griff von ihrem Umfange machen will, möge die nach⸗ folgenden thatsächlichen Umstände berücksichtigen. Das ganze Etablissement umfaßt einen Flächenraum von un⸗ gefähr 475 Morgen und enthält Schienenwege in einer Gesammtlänge von beinahe 2⅝ Meilen, auf welchen 4 Locomotiven und 150 Wagen in ununterbrochener Thätigkeit sind. Die Gebäude bedecken allein eine Grund⸗ fläche von 72⅛ Morgen. Selbstredend hat das Werk seine eigene Gasaustalt, aber auch eine eigene Bäckerei und Speiseanstalt für die unverheiratheten Arbeiter. Im Jahre 1864 waren in den Stahlwerken, ungerechnet der Roblenbergwerke und der im Nassauischen belegenen Hoch⸗ ofenanlagen 6600 Arbeiter beschäftigt. Es waren 350 Schmelz⸗, Schweiß⸗ und Pubddlingsöfen in Thätigkeit, 136 Dampfmaschinen von 4 bis 1000 Pferdesßärken, 34 verschiedene Dampfhämmer von 20 bis 3000 Centner Gewicht, 110 Schmiedewerkstätten und 508 Drehbänke und andere Werkzeugmaschinen. Die Produktion von 1854 erreichte die fabelhafte Höhe von über 54 Millionen Pfund Gußslahl in Gestalt von Kanonen, Wellen, Achsen, Rad⸗ bandagen, Federn, Schienen, Kesselplatten, Walzen u. ogl. mehr, die natürlich ihren Absatz in der ganzen Welt hatten. Im Mai 1865 zählte hingegen das Werk schon 8000 thätige Arbeiter und die Produktion war so außerordent⸗ lich gesteigert, daß sich für dieses Jahr eine Gesammt⸗ produktion von 100 Millionen Pfund ergeben dürfte.— Das Krupp'sche Etablissement ist augenblicklich mit der Fabrikation von nicht weniger als 2370 Gußstahlkanonen für die verschiedensten Regierungen, besonders auch für die preußische und die russische, beschäftigt. Die leichtesten Feldgeschütze, sowie die schwersten Kaliber für Marine und Forts figuriren unter der genannten Zahl, welche zusammen den Kestenwerth von 3½ Millionen Thalern, repräsentiren. Das größte dieser Geschütze, ein Tausend⸗ pfünder, aus Gußstahl, dessen Eisengewicht ungefähr 1000 Centner— so viel wie 200 Vierpfünder zusammen— ausmacht, wird zur Pariser Ausstellung geschickt werden, sofern ein Platz außerhalb des Ausstellungsraumes dafür eingeräumt wird. Dieses Monstre⸗Geschütz nebst Laffette und Traverse kostet 130,000 Thaler. Neue Ausgabe deutscher Class'ker. Interessant ist es, in welch kolossalem Maßstabe die Bestellungen auf die neue Nationalbibliothek der deutschen Classiker(in Bänden à 9 kr.) eingehen. Der Verleger benachrichtigt die Buchhandlungen in einem Circular vom 29. Januar, daß es ihm unmöglich sei, die Bestellungen alle auf einmal zu expediren. Er schreibt:„Beinahe keine Handlung hat unter 100, viele aber über 1000 Exemplare bestellt. Die heutige Frühpost brachte allein über 40,000 Bestellungen. Mögen meine Herren Geschäfts⸗ freunde versichert sein, daß Tag und Nacht gearbeitet wird die rascheste Expedition zu ermöglichen. Täglich werden mindestens 10,000 Exewplare fertig und versandt.“ Holzversteigerung. 246 Im Ockstädter Gemeindewald, Distrikt Junger; wald, kommen den 7. Febinar nachverzeichnete Holz, sortimente zur Versteigerung, als: Scheidholz 15 Stecken Buchen, 5 1771 5 Eichen, 1 16„ Aspen, Prügelholz 98„ Buchen, 4 68„ Eichen und Birken,„ „ 1 Aspen, Stockhol 106„ Buchen, 7 8 1 Eichen und Birken, *„ ee Aspen, Reiserholz 7600 Stück Buchen Wellen, „ 2500„ Eichen und Birken Wellen, „ 1300„ Aspen Wellen, Ferner 84 Cbksy. Eick enssammbolz in 9 Stämmen von 6-9“ Durchm., 20-25“ Länge. Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst nächst dem Marlenbllde, der Anfang ist Morgens präcts 9 Uhr. Bemerkt wird, daß gegen vorschriftsmäßige Bürg⸗ scheine das Holz verborgt wird bis zum 1. Januar 1868. Odflapt den 31. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Ockstadt Gröning er. Ein Reitpferd(schwarzbraun) 267 fteht in Friedberg zu verkaufen. Mobiliarversteigerung. 238 Nächsten Mittwech den 6. Februar, Morgens 9 Uhr, lassen die Erben der Reinhardt Male Wittwe zu Reichelsheim folgende Mobilien erbver⸗ thellungshalber öffentsich verstelgern: Kleiderschrank, 2 Bettladen und Bettzeug, gebrechten Flache Tisch und Stühle, Kleidungsstücke und Weißzeug, Zinn, Haus- und Küchengeräthe. Auch kommen 4 Bienen zur Versteigerung. Mobiliar ⸗Versteigerung. 269 Dienstag den 12. Februar 1867, Vormittags um 9 Ubr, läßt der Unterzeichnete in seiner Behansung nachbezeichnete Gegenstände an den Meistdietenden oͤffentlich freiwillig verstelgern: 60 Zentner alle Sorten Stroh, n Heu und Grummet, 30 Gebund Flache, eine Partie Mist, einen schweren einspännigen Wagen mit Zugehoͤr, ein vollständiges Pferde- und Kubgeschirr, einen Spltz- und Schaufelpflug, eine eiserne Egge, eine neue ßegmühle, eine Strobbank, eine Waͤschbitte, eine große Stetgleiter, und sonstige Ockonomiegerätbschaften. Niedermörklen. Johannes Dietz II. Neu erschienen ist soeben und zu daben bei Binder⸗ nagel& Schimpff in Friedberg: Das naturgerechte Heilprincip für schwere und leichie Nervenübel aller Art und daher stammende Krankheiten Körpers und des Geistes. Eine Mahnung an Alle, welche gesund werden oder bleiden wollen. Von Dr. Adolf Hahn. KNaumkurg bel Fr. Regel. 2. Auflage. Preis 21 kr. Im sesten Vertrauen auf die Wabrbeit und Richtig⸗ keit dieses neuen so einfachen als sichern Deilverfabren veroffentlicht der Versasser diese für Jedermann wichtige Schrift; sie soll segensreich wirken, indem sie den Lel⸗ denden die unsehldare Anleitung giebt, sich in der eln⸗ sachsten zugleich aber einzta wirksamen Sn sämmtliche des Wir bitten wiederholt, alle Inserate schriftlich einzureichen; bei mündlichen Aufträgen über- 1 nehmen wir durchaus keine Verantwortlichkeit für den Bestellers. richtigen Abdruck im Sinne des Die Expedition. Für u bis 6 kr. wöchentlich sämmtliche deutsche Clafsiker in vollstäudigen Ausgaben ihrer sämmtlichen Meistermerke! 205 Unterzeichnete Buchhandlung erhielt so eben eine Zusendung der neuen National-Bibliothek der deutschen Classiker. Dieselbe wird die Meisterwerke aller deutschen Classiker in neuen schönen Ausgaben bringen, nicht in Auszügen, sondern vollständig, dabei zu so beispiellos niedrigen Preisen, daß manches Werk in dieser Ausgabe raum den zehnten Theil der bisherigen Preise wohlfeilen kosten wird, z. B. Schillers sämmtliche Gedichte nur 18 kr., Schillers fämmtliche poetische und dramatische Werke nur 1 fl. 21 kr., die sämmtlichen Meisterwerke von Göthe nur 7 fl., Lessing nur 1 fl. 48 kr., Wieland 3 fl. 24 kr. Jeder Band kostet nur 9 kr. Band 1. enthält Bürger, Band 2. Jean Paul, Band 3. Seume, Band 4. Gellert. Die 3 ersten Hefte sind bei uns vorräthig und nehmen wir jeder Zeit Bestellungen auf vorstehende Sammlung an. Bindernagel& Schimpff. Kirchengeschichtliche Vorlesungen. 271 Es wird gebeten, sich zu den am 5. J. M. beginnenden Vorlesungen des Herrn Professor Dr. Köhler so zeitig einzufinden, daß solche pracis 8 Uhr Abends beginnen können und bemerkt, daß auch Karten zu einer einzelnen Vorlesung für m9 kr. abgegeben werden. Friedberg den 4 Februar 1867. Der Vorstand des Frauenvere ins der Gustav-Adolf-Stiftung für Friedberg und Umgegend. 264 Für die Monate Februar und Marz konnen Bestellungen auf den Wetterauer Boten fortwährend bei allen Postexpeditionen und den Landpostboten, bei denen auswärts nur abonnirt werden kann, für 36 kr. mit Bringerlohn gemacht werden. Den neuen Abonnenten werden die Sonntagsblätter Nr. 1—4, soweit deren Vorrath ausreicht, gratis beigegeben. Butzbach den 31. Januar 1867. Die Expedition des Wetterauer Boten. Den Herren Oekonomen 200 zur Nachricht, daß Aufträge auf Heuwende“, Fruchtschneide, und Kartoffelausheb— maschinen für die 18671. Ernte bis spätestens Ende April eingereicht sein müssen. Mit den renommirtesten englischen Maschinenfabriken in Verbindung stehend, besorge auch sehr leistungsfähige, nach den neuesten Systemen gebaute Dampfdreschmaschinen zu den billigsten Preisen. Zur Erkundigung nach der Leistungs fähigkeit meiner voriges Jahr gelieferten landwirth— schaftlichen Maschinen werde ich auf Verlangen Adressen mittheilen. e Georg Nenzel, Maschinenfabrikant, Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschaft. 10 Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen e Hamburg und New⸗ Bork 2 eventuell Southampton anlaufend wermittelst der Post⸗ 4 — Dampfschiffe Jeutonla, Capt. Bardua, am 16. Februar. Harmonia, Capt. Ehlers, am 16. März. Saxonia, Haack,„ 2. März. Germania,„ Schwensen,„ 30.„ Passagepreise: Erste Tajute preuß. Cour. Rthlr. 150, zweite Cajüte preuß. Cour. Rthlr. 110, Zwischendeck preuß. Cour. Rthlr. 60. Christ. Hecht, Special-Agent in Friedberg. 4400 fl. zu 4 266 wuünscht die Gemeinde Oppershofen aufzunehmen. Dieselben werden zusammen oder in einzelnen Capitalien angenommen. Oppershofen den 1. Zebruar 1867. Großberzogliche r Oppershofen 9 p. Berichtigung. 278 Näheres bei Zwei wollene Halstücher 275 find in unsrem Lokale liegen geblieben. Simmrock& Steinhäußer, Zum Würtemberger Hof. Dr. Pattison's Gichtwatte lindert sofort und bellt schnel Gicht, Rheumatismen 277 aller Art, als Gesichts⸗, Brust“, Hals. und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand⸗ und Kntezicht, Glieder⸗ 265 Durch ein Versebhen find in voriger Nummer die reißen, Rücken- und Lendenweh u. s. w. Fleischpreise bei dem Unterzeichneten falsch angegeben; In Paketen zu 30& 16 kr. zu haben bei J. A. ich verkaufe Schweinefleisch per Pfund zu 18 ke., Leber⸗ Windecker. und Blutwurst zu 20 kr. Wilhelm Reuß. Parlaments⸗Wahl. 208 Nächsten Mittwoch den 6. d. M., Abends 8 Uhr, in dem Gasthaus zur goldnen Reichskrone dahler öffentliche“ Versammlung. Friedberg den 4. Februar 1867. Für das Comité e eee., Hofgerichtsadvocat. In eine Schönfärberei 276 wird ein junger Mensch in die Lehre gesucht Näheres zu erfragen unter Angabe der Nummer dleser Anzeige bel der Exped. d. Bl. 279 Der Einsender des Artikels Nr. 231 kann Auf⸗ klärung über die Verhältnisse„von das“ Thalta⸗ Verein erhalten, wenn er sich persönlich an den Unter- zeschneten wendet. Für einige Vorstandemitglieder des Thalta Vereins E. Sta h l. In Artikel Nr. 231 des vor. Blattes hat sich ein kletger Febler eingeschlichen. von oben:— Das Thalia-Verein ist ꝛc. verpflichtet jährlich zwei Abend⸗ Unterhaltungen abzuhalten.— Man bittet, ingbesondere die betr. Herren Vorstandsmitglieder, dies zu berichtigen in:— Der Thalia Verein ist ꝛc. verpflichtet jährlich zwei Abend ⸗Unter⸗ haltungen abzuhalten.— 279 Dieselden Freunde des Thalia- Vereins. e 52— Fräulein H. zum neunzehnjährigen Wiegenfeste unsere Gratulation. 272 Mehrere Freunde. Stiefel-Stulpen, 4 sowie Kittle der ⸗ Kappen Christian Heß 263 empfiehlt zu billigen Preisen Ein Kapital von 1000fl. 259 kann gegen genügende Sicherheit bis zum 1. März l. J. aue hiesiger Kirchenkasse ausgeliehen werden. Melbach den 31. Januar 1867. J daun, Kirchenrechner. Verloosung. 261 Bei der am 30. Januar d. J. unter pollzeilichrr Controle stattgehabten Verloosung der Darmstädter Lotterse find guf folgende Nummern Treffer gefallen!: 1287. 86. 1415. 1994. 1164. 1969. 1246. 296. 1207. 1953. 400 516. 295. 435. 1576. 354. 940. 1955. 988. 411. Bienen ⸗Honig 262 bester Qualität, zum Füttern der Bienen, bei Dan. Kümmich. Bekanntmachung. 270 Von heute an werden die Braunkobten auf unserer Grube beim Hessenbrückenhammer zu den berabgesetzten Preisen: 5 Braunkoblen. 1. Sorte 20 kr. per Centner, 7 2„ 1 55 abgegeben. Friedrichshütte den 1. Februar 1867. J. W. Buderus Söhne 268 Auf den Abbruch zu verkaufen 1 zweistöckiges Haus. Gettenau. Georg Stoll III. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 2. Zebruar. Butter pr. 7 2526 kr. Eier 1 Stäck 2 kr. Brennholz, Buchen-Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl 30 kr. Kirchenbuchs auszug. 1 nfs: 27. Januar. Dem biesigen Bürger und Dreher ⸗ meister Georg Phllipp Hermann Ludwig Neisel eine Tochter Marta Elise, geb. den 21. Dee 1866. 27. Januar. Dem Bürger zu Berstadt im Kreise Nidda und Oberfeldwebel im Stabe des 2. Bat. des 2. Großherzogl. Infanterie Regimenis Johannes Jufius Klöckner ein Sohn Friedrich Wilhelm, geb. den 8. Jan. Verautw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hi erzu Unterhaltungsblatt Nr. 7.) Dort beißt es Zeile 21 die Abgeor Votre fest Na über dit Er anbei die fl u sotgen, zu weslere d dauernde Bezugnadt 8 1 Det T Abgeordnet bertits seh nur noch dem ange können wd nicht dat Zukunst! wichtigen deren Fol gelgenhei bis jetzt, schreiben, nur an Oberhessi einigerma sich dert Nülg u geringstt aus, d betheilig bunffen Der bes Datriot, und die dhe atriotig