* 9 g derngt 0 — 8 U dog 1 ed Jer er atmen tiquette . Seieyff fehlung! aug be. ar Schmidt. Kaul Volp N* 1 14414 Jasuar Madauer 4— ie Sinig. „ Mackauer Pietsch. * a 7 1867. Samstag den 5. Januar. M3. Anzeiger für O erhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Iticdberget Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Vom 1. Januar 1867 an erscheint der „Anzeiger für Oberhessen“ wöchentlich dreimal(Dienstag, Donnerstag und Samstagg. Er bringt die freisamtlichen Erlasse, sodann in gedrängter Zusammenstellung die irteressantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschanliche und gewerbliche Mit⸗ theilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzahlungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel c. Bei der großen Verbreitung des „Anzeiger“ namentlich in Oberhessen und vorzugsweise unter der wohlhabenden Bevölkerung der Wetterau, wo er fast in jedem Hause einheimisa ist, werden amtliche Bekanntmachungen und Versteigerungs-Anzeigen ꝛc., sowie geschäftliche Anzeigen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet sein. Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit 3 kr berechnet; das Adonnement beträgt halbjährl. für die Abonnenten in hiesiger Stad 1 fl., fur die Abonnenten dei den Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. Zum geneigten Friedberg. Abonnement, sowie zur Benutzung des„Anzeiger“ für Veroffentlichungen aller Art ladet ein Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 59. sub 1. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in den ersten 6 Monaten des Jabres 1867 betreffend.— sub 2. Bekanntmachung, den Ausschlag der direkten Steuern und Beiträge zu den Kosten der Staats Bekanntmachung, die Einstellung der Erhebung der Nr. 60. sub 1. Militairpersonen betr. Friedberg den 2. Januat 1867. und Provinzlalstraßen für das Jahr 1867. Betreffend: Wahlen zum Parlament des Norddeutschen Bundes in der Provinz Oberhessen. Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Da nur wenige von Ihnen den Befolg des Schlusses unserer Verfügung vom 14. v. M. angezeigt haben, so erinnern wir hieran und sehen der sofortigen Berichts-Erstattung bei Meidung unangenehmer Verfügung entgegen. Bette fend: Die Matbilderstiftung für verwabrloste Kinder im Kreise Friedberg. Da ffetbe Da nur wenige von Ihnen unserer Verfügung vom 13. v. Mts., wir dieselbe zur sofortigen Erledigung bei Ihnen in Erinnerung. Nine. Betreffend: Prämien für die Aufzucht der schwersten Bullenkälber. Bekaunt machung. Anzeiger für Oberhessen Nr. 100, nachgekommen Röeinschifffahrts⸗ Abgaben betr.— zub 2. Bekanntmachung, die im Feld verwundeten Groß berzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Friedberg den 3. Januar 1867. Trapp. Friedberg am 3. Januar 1867. EN. sind, so bringen Tyra p p. Laubach den 28. Dezember 1866. Auch für das Jahr 1867 wird voraus sichtlich im Büdget des landw. Vereins von Oberhessen eine Summe für Prämiirung der Auf⸗ zucht der schwersten Bullenkälber der Vogelsberger und verwandter Racen ausgesetzt werden. die vom 1. Januar 1867 bis zum letzten April jenes Jahres geboren werden ortsgerichtlich beglaubigten Anmeldungen unter Angabe des Tages, der Geburt, Präsidium einzusenden. Eigenthümer von Bullenkälbern solcher Race, und die um Prämien concurriren sollen, haben die üblichen der Race und Farbe des Kalbes an das unterzeichnete Der Prasident des land. Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms Laubach. Hessen. Darmstadt. Das Großberzogl. Regierungsblatt Nr. 58 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministerxiums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern vom 14. Dezem⸗ ver, welche mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 11. März 1862 zur öffenttichen Kenntniß bringt, daß der Canton Graubündten der zwischen der Großherzoglichen Regierung und dem schweizerischen Bundesrath bestehenden Vereinbarung wegen gegenseitiger Befreiung der Handels reisenden von der Gewerbsteuer beigetreten ist. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am Abend des 20. August v. J. waren zwei Knaben beim Spielen in der Nähe des unteren eisernen Thores in Mainz in den Rhein gefallen und wären bei dem damaligen hohen Wasserstand und der starken Strömung unsehlbar ertrunken, wenn sich nicht der in der Nähe befindliche Hauptmann Christian Carl Friebrich Bödicker im vor⸗ maligen Kurfürsilich Hessischen Jägerbataillon in voller Kleidung in den Strom, welcher an dieser Stelle 13 Fuß tief war, gestürzt und die Knaben mit Hülfe eines weiter herbeigecilten Kameraden aus dem Wasser gezogen hätte. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Paup'mann Boͤbicker im vormaligen Kurfürstlich Hessischen Jägerbataillon für diese menschenfreundliche, sür ihn mit eigener Lebensgefahr verbundene That dae allgemeine Ehren⸗ zeichen mit der Inschrift:„Für Rettung von Menschen⸗ leben“ Allergnätigst zu verleihen geruht. 5 a III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen vom 14. Dezember, den Gewerbebetrieb der Handelsreisenben betreffend: Nach den wegen des Gewerbe— betriebs der Handelsreisenden zwischen den Zollvereins— regierungen und den Niederlanden, Belgien und Frank reich getroffenen Vereinbarungen, welche im Regierungsblatt von 1853 Seite 27, Regierungsblatt von 1855 Seite 211 und Regierungsblatt von 1865 Seite 474 ff. veröffentlicht worden sind, war es den Handelsreisenden untersagt, auf— gekaufte Waaren mit sich heromzuführen.— Zufolge gegen seitigen Zugeständnisses ist diese Beschränkung aufgehoben worden und es ist demgemäß den Handelsreisenden der Zollvereinsstaaten nunmehr gestattet, in den genannten auswärtigen Staaten, bei Beobachtung der wegen ihres Geschästsbetriebs fesigesetzten Bestimmungen, aufgckaufte Waaren, jedoch nur Behufs deren Beförderung nach dem Bestimmungsort, mit sich zu führen, was hierdurch mit dem Anfügen zur öffentlichen Keuntniß gebracht wird, daß die gleiche Befugniß den Handelsxreisenden aus den Nieder— landen, Belgien, Frankreich und den denjenigen Cantonen der Schweiz, auf welche sich die im Regierungsblatt von 1862 Seite 85, veröffentlichte Uebereinkunft bezieht, dei ihrem Geschästsbetrieb in den Zollvereinsstaaten ein⸗ geräumt ist. IV. Bekanntmachung Großherzoglicher Oberpostinspek— tion vom 19. Dezember, welche zur öffentlichen Keuntniß bringt, daß neben den zwischen Heppenheim und Lorsch bestehenden zwei täglichen Postverbindungen noch eine dritte hergestellt worden ist. v. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Dezember dem Gymnasiallehramte-Accessisten Dr. Oßwald aus Würz⸗ burg die erledigte Lehrerstelle an dem Gymnasium zu Hüdingen;— am 5. dem evang. Pfarrer Noack zu Holz⸗ hausen die evang. Pfarrstelle zu Bessungen zu übertragen; — am 8. den Distriktseinnehmer Walther zu Groß-Gerau J. nach Groß⸗Linden und den Distrittseinnehmer Schreiber zu Biedenkopf nach Groß Gerau 1. zu versezen;— 14. dem evang. Pfarrer Wirthwein zu Merlau die evang. Pfarrstelle zu Fürfeld zu übertragen;— 18. den Mink⸗ sterialsecretär 2 Klasse Knorr bei dem Ministerium des Innern zum Ministerialsecretär 1. Klasse dei diesem Ministerium und den Ministerialsecretär 3. Klasse Lotheißen zum Ministerialsecretär 2. Klasse dei diesem Mimnisterium zu ernennen. VI. Concurrenz für: die evang. Pfartstelle zu Burg⸗ Gemünden mit einem Gehalte von 912 fl.;— die evang. Mittelschulstelle zu Schotten mit 320 fl. und einer wider⸗ ruflichen, nach dem Loos holzpreise zu derechnenden Ver⸗ gütung für 4 Stecken Scheitholz, ned 3 Stecken Buchen⸗ Scheitholz zur Heizung des Schullocals;— die evang. Schulstelle zu Groß Eichen mit 378 fl. 49 kr. nebst 4 Sucken Buchen⸗Scheitholz zur Heizung des Schullocals. — Schon bei Eröffnung des gegenwärtigen Landtags zeigten mehrere standes herrliche Mit ⸗ glieder der ersten Kammer, so Fürst von Lich und Graf von Laubach, an, daß sie auf dem diesmaligen Landtage nicht erscheinen könnten. Außer diesen beiden Standesberren sind nun bis jetzt weiter ausgeblieben: Fürst von Solms⸗ Braunfels, die Grasen von Solms-Rödelbeim, Isenburg-⸗Wächtersbach, Isenburg⸗Merholz, Stol⸗ berg und Leiningen. Friedberg, 3. Januar. Die Bewegung für die bevorstehenden Wahlen zu dem Parlament des, vorerst zwar nur das nördliche, hoffentlich aber bald das ganze Deutschland umfassenden — deutschen Bundesstaates beginnt auch bei uns zu wachsen; nach einigen Vorversammlungen und Constituirung eines Wahl- Comite hat gestern Abend die erste der von jetzt an für jeden Mitt- woch Abend in der Reichskrone dahier in Aus- sicht genommenen Wäblerversammlungen stattge⸗ babt. Der wichtige Gegenstand wurde in mehr— stündiger lebhafter Debatte eingehend besprochen und hierbei insbesondere die Frage: Wen wählen wir? in Betracht gezogen. Und diese Frage ist allerdings reiflicher Ueberlegung werth. Denn die Aufgabe des Parlaments, zu welchem unsere Provinz Oberbessen, als Bestandtheil des neuen Bundes, drei Abgeordnete zu entsenden hat, wird eine außerordentlich schwierige und wichtige sein, und von deren richtiger Auffassung und Lösung wird es wesentlich abhängen, ob wir endlich das Ziel, für welches so Viele geschwärmt und gerungen und gelitten, ein in Einheit verbundenes Deutsch— land, groß und mächtig, ung— frei, erreichen werden. Und bei dem Ringen nach diesem Ziele dürfte vor Allen im Parlament unseren oberhessischen Abgeordneten die Aufgabe zufallen, dafür zu wirken und zu streben, daß unser, einerseits dem Nord— bunde angehöriges und anderseits dem alten Stammlande und Fürstenhause in bewährter Hessen— treue verbundenes Oberhessen die Brücke werde, über welche, so Gott will recht bald, unser übriges Hessenland und auch die andern deutschen Süd— staaten in den neuen Bund einziehen, auf daß derselbe zu einem das ganze Deutschland um— fassenden einigen und mächtigen Bundesstaate sich erweitere und gestalte. Und darum ist es nöthig, dahin zu trachten, daß zu Abgeordneten nur solche Männer erkoren werden, denen man mit Zuversicht das Vertrauen schenken darf, daß sie die Wichtig— keit ihrer Aufgabe erkennen, über das zu erstrebende Ziel vollkommen klar und in unerschütterlicher Ueberzeugungstreue und Charakterfestigkeit unbeirrt von Außen nur die Erreichung desselben erstreben werden. Solche Männer aber sind selten, und die Aufgabe sie zu finden, schwierig, doppelt schwierig aber dadurch, daß nach dem betr. Wahlgrgsetze für die Abgeordneten keine Diäten vorgesehen sind, die Auswahl sich also auf die Wenigen beschränken müßte, welche mit Glücksgütern so reich bedacht sind, daß sie den mit dem Mandate eines Ab- geordneten und längerem Ausenthalte in Berlin verknüpften Aufwand ohne Schwierigkeit aus eigenen Mitteln zu bestreiten im Stande wären. Um es gleichwohl möglich zu machen, auch außerhalb dieser beschränkten Auswahl unter wenigen Reichen sich umzuseben, erscheint es nöthig, die Mittel zu schaffen, um Jedem, der für würdig und fähig erachtet wird, uns im Parlamente zu vertreten, die Annahme unseres Wahlmandates ermöglichen und demselben die damit verbundenen Unkosten ersetzen zu können; es ist beantragt, eine Sammlung von freiwilligen Beiträgen hierzu ins Werk zu setzen, und wird das oberhessische Volk die hierauf gegründete Hoffnung, eine würdige Vertretung im Parlamente zu ermöglichen, gewiß nicht zu Schanden werden lassen! Schließlich richten wir noch die Bitte um Ab— druck dieses Artikels an alle oberhessischen Blätter. — Vom 1. Januar an ist im Großbherzog— thum nun auch der bisher von der Post erhobene Bestellkreuzer für unfrankirte Briefe weggefallen. Die Bestell- und Einschreibgebühren für Fahr— postsendungen bestehen noch fort. Offenbach Das Frankf. Journ. berichtet von einer sehr auffallenden Verminderung der Gewerbsteuercapitalien in Offenbach, welche für 1867 über 6400 fl. ausmache. Eine solche Er— scheinung in der fast gewerbreichsten Stadt des Landes, sagt das Blatt weiter, ist von hoher Bedeutung und ein nicht mißzuverstehender Mahn— ruf an die Regierung von Hessen, daß es die äußerste Zeit ist, Offenbach nicht zur Seite liegen zu lassen, sondern dafür Sorge zu tragen, end— lich die Eisenbahnverbindung Offenbachs nach Osten und Norden, welche eine Existenzfrage für Offenbach ist, ins Werk zu setzen. Preußen. Berlin. Der neueste„Staate anzeiger“ publicirt das Gesetz über die Einver— leibung der Elbherzogthümer und das fernere über die Vereinigung der bisher hessen-darm— städtischen und bayerischen Gebietstheile; beide datiren vom 24. v. M. — Die officiöse Zeitung veröffentlicht die Eintheilung der preußischen Provinzen in Wahl— kreise behufs der Wahlen zum norddeutschen Par— lament. Hiernach bildet die ehemals freie Stadt Frankfurt nebst Gebiet und der ehedem hessen— darmstädtische Ortsbezirk Rödelheim nebst Niederursel einen eigenen Wahlkreis. Das ehemalige Herzog— thum Nassau zerfällt in folgende Kreise: 1) Amt Usingen-Idstein-Königstein-Höchst⸗-Hochheim-Hom— burg, 2) Amt Wehen-Langenschwalbach-Rüdes- heim-Eltville-Wiesbaden, 3) Amt St. Goars— hausen-Braubach-Nastätten- Montabaur-Wall— merod⸗Nassau, 4) Amt Diez-Limburg-Runkel— Weilburg-Hadamar, 5) Amt Dillenburg-Herborn— Rennerod⸗Marienberg-Selters-Hachenburg. End— lich die Wahlbezirke in Kurhessen. 1) Kreis Schaumburg-Hofgeismar- Wolfhagen, 2) Kreis Kassel⸗Melsungen, 3) Kreis Fritzlar-Homberg— Ziegenhain, 4) Kreis Eschwege-Schmalkalden— Witzenhausen, 5) Kreis Marburg-Frankenberg— Kirchheim-Vöhl, 6) Kreis Hersfeld-Rotenburg— Hünfeld, 7) Kreis Fulda-Schlüchtern, Bezirk Gersfeld, 8) Kreis Hanau-Gelnhausen, Bezirk Orb. Hannover. Es klingt zwar unglaublich, jedoch ist in der Kreuzzeitung zu lesen: Unter den kürzlich zur Einstellung gelangten ehemaligen hannöver'schen Soldaten befinden sich viele Mann— schaften, welche noch nicht confirmirt sind. Bei einem Regimente allein soll sich die Zahl der— selben auf 11 belaufen. Die Truppencommaändo's sind deßhalb aufgefordert worden, in dieser Be— ziehung sofort weitere genaue Recherchen anzu— stellen und die Zahl und Namen der im gleichen Falle sich befindenden Eidespflichtigen dem General- gouvernement in Hannover anzugeben, damit für dieselben, bevor sie zum Eide selbst zugelassen werden, noch der erforderliche Religionsunterricht und sodann ihre nachträgliche Confirmation an— geordnet werden könne. — König Georg hat endlich die Offiziere und Soldaten der hannöver'schen ee zwar nicht des Fahneneides entbunden, jedoch Allen, die es wünschen, den Abschied ertheilt resp. Generallieutenant v. Arentsschild ermächtigt, denselben zu ertheilen, wodurch denn für den Einzelnen dasselbe erreicht wird, was die Ent— bindung vom Fahneneid bewirkt haben würde. Kassel. Den Staatsdienern des Civil— standes ist aufgegeben worden, die Knöpfe mit dem kurhessischen Löwen und der Umschrift der Behörde, bei der sie stehen, versehen, von den blauen Dienst-Frack-Röcken abzulegen. besondere Bekleidung ist denselben noch nicht vor— geschrieben; im Gegentheil ist ihnen sogar gestattet, die bezeichneten Frackröcke ferner tragen zu dürfen, wenn sie nur die erwähnten Knöpfe davon ent— fernen. Duisburg. Kürzlich wurde von hier aus gemeldet, daß zwei evang. Töchter der Eheleute Killmann aus einem benachbarten Dorfe, welche in der Gegend von Birlefeld in einem katholischen Hause dienten, plötzlich spurlos verschwunden seien. Man vermuthete, daß dieselben in ein Kloster des Münsterlandes verlockt worden seien und dort heimlich zurückgehalten würden. Alle Nachforschungen der Polizei waren vergeblich. Nun ist von den vermißten Mädchen Nachricht einge— laufen, und zwar ein Brief ohne Datum, der in Bonn auf die Post gegeben wurde. Man ist allgemein der Meinung, daß dieses eine Finte sei, um die Polizei auf Abwege zu führen, und glaubt jetzt noch zuversichtlicher, daß die ver— schwundenen Mädchen in einem Kloster des Münsterlandes verborgen gehalten würden. Frankfurt. Wie verlautet, ist unterm 31. Dezember eine königl. Verordnung ergangen, welche die Befugnisse des gesetzgebenden Körpers, soweit sich dieselben auf städtische Angelegenheiten beziehen, der ständigen Bürger-Revräsentation provi⸗ sorisch bis zum Erlaß eines Gemeinde-Verfassungs⸗ gesetzes überträgt. Daneben behalten die Bürger— Repräsentation und das Stadt-Rechnungs-Revi⸗ sions⸗Collegium ihre bisherigen stadtamtlichen Ver⸗ richtungen. In Beziehung auf die nach Artikel 184 und 185 des Gesetzes über das Verfahren in Strafsachen vom 16. September 1856 vorzu- nehmende Wahl von Geschworenen bleibt die weitere Verordnung vorbehalten. — Das Preßgesetz scheint dahier neuerdings schärfer ausgelegt zu werden, als bisher der Fall war; u. A. ist dem„Arbeitgeber“, der seit zehn Jahren als wissenschaftliches und gewerbliches Blatt frei von Caution war, die Stellung einer solchen auferlegt worden. N Lebensalter zu 70 Jahren an Eine Zeit und Leben. Wir zählen 1867 Jahre, seit Christus geboren, und noch nicht sind 5871 Jahre verflossen, seit unsere Erde(nach Moses) geschassen wurde. Wir halten diese Zeiträume für sehr groß und meinen von Adam und Eva bis auf uns sei es ungeheuer weit; selbst von Christus bis heute dünkt uns eine kleine Ewigkeit. Vergleicht man aber diese Zeiträume mit dem Alter des Menschen, so stellt sich die Sache etwas anders; nehmen wir die Lebensdauer auf 50 Jahre, so füllen 1287= 37,34 Menschen den Raum aus, der uns von Christus trennt; 4 Menschen rückwärts führen uns dem dreißigjährigen Kriege nahe, 20 zu Karl dem Großen; nicht viel über 10⁰0 nacheinander lebende Menschen bilden eine Keite, die Adam und Eva mit uns verbinden.— In dieser Weise betrachtet schwindet die lange Dauer der Zeiträume und das Wort alt verliert an Ruf. Dagegen ergreift mich ein eigenthümliches Gefühl, wenn ich bedenke, daß ich fast den 37. Theil der Zeit gelebt habe, die seit Christus verflossen ist(ich bin nicht ganz 61 Jahre alt) und daß es möglich wäre(ich bin sehr gesund), daß ich erst dann zu den Vätern versammelt werde, wenn ich den 24., ja 18. Theil dieser nämlichen Zeit auf Erden gewandelt; es gibt in der That Menschen genug, die 100 und mehr Jahre alt werden, 10 2 18. Theil der Zeit durchlebt haben, welche uns von Christus rennt.— Nun fragen wir: was machen wir mit dieser Zeit? wie bringen wir dieselbe zu?— Nehmen wir bei der Beantwortung dieser Frage das Wir haben an einem Tage 24 Stunden zur Arbeit, Erholung und zum Vergnügen. Von diesen 24 Stunden gehen täglich 8 Stunden für den Schlaf verloren; in 70 Jahren macht dies 24 Jahre; wir verschlafen also von unserm Leben 24 Jahre; wenn man bedenkt, daß wir in den Kinderjahren und wiederum im höbern Alter aber viel mehr als 8 Stunden läglich schlafen, ja daß sebr viele Menschen ihr ganzes Leben lang täglich mehr als 8 Stunden im Bette zubringen, so wird diese verschlafene Zeit sich noch viel höher berechnen; von den allermeisten Menschen kann man sagen, daß ste wenigstens 30 Jahre ihres Lebens verschlafen.— So nothwendig wie der Schlaf ist dem Körper die Ernährung, ohne sie kann er nicht bestehen. Nehmen wir für die verschiedenen Mahlzeiten des Tages 2 Stunden an, so bringt der Mensch„ l 20 wel?— 5,8 Jahre beim Essen zu.— Nun erfordert 2 mal 365 eine gute Verdauung, daß wir von Zeit zu Zeit die dem Körper nicht zuträglichen(nicht verdaubaren) Stoffe aus dem Körper entfernen, ein Geschäft, das so nethwendig ist, daß es noch keinem gelang, sich davon zu befreien; nehmen wir 20 Minuten per Tag dafür an, so bringen wir 21 mal 355; S 0,9 Jahre an drittem Orte zu.— Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der ohne geselligen Umgang, wenn er ihn haben kann, lebte; die Unterhaltung mit unsers Gleichen ist uns so nothwendig wie das Brod; die sich freiwillig aus der menschlichen Gesellschaft ver⸗ bannten, waren Verrückte oder etwas den Verrückten Aehnliches; es liegt als Bedürfniß in unserer Natur, daß wir uns, auch ohne Schlaf oder Achtung N Weimar, Tagegeld et Theinisch und einem Gulden als der Ruck lasse.“ Die me Beltg daft in Berlin fut bie Parlamen! Bayern aus Munchen an diesem A dis korig. Nachricht 0 offiziell best Bade bei der Fele erfolgten Ei die Armer zu Berlin be. seinen Bru bird. Der 2. Jusanteri zwei anderer Zig. Läßt sie „Die bevor nach Berlin Glüdwünsch. Fier sene datpodrngt erneuten 2 Badens an D minisere S Kürze bevor Oester ein laistrlic uinister, 1 ledoch die hält und — viehmedr 5 der Pfeife (von der so macht Uir dur bir dams/ 1 Kosten, 4 nehmen wir fenen 70 g die 5 —— A eilte Ttchrrrgt · Ntꝛi⸗ attaullichtn Btt · A Artikel . 9 — Der Kurfürst von Hessen ist zum Ergänzungsgesetze des Heeres genehmigt. Die Frankfurt. In ben hiesigen Felblazarethen lagen Winteraufenthalt dahier eingetroffen und wohnt wichtigsten Aenderungen sind: Die Eintrittspflicht] bisber immer noch circa 50 schwerverwunbete Soldat vorlaufig im„Englischen Hof“. in das Heer ist auf drei Jahre herabgesetzt. Die 3 aue icher, we an wieber me in Homburg v. d. H. Am 30. Dez. wurde tauglich Befundenen der ersten drei Altersklassen erwin sollen bei 1 nächst 5 eme dahier eine Versammlung des ersten nassauischen sind unbedingt einzureihen. Die Dienstpflicht ist] stehenden Auflösung Spitals in 3— Wahlbezirks, zu welchem auch Homburg gehört, auf sechs Jahre bei der Linie und auf sechs ern mn das Garnisonsspital transferirt werden. Die zur Besprechung über einen Candidaten zum Jahre bei der Reserve, wovon drei Jahre zur e Nb sur die armen unglüc'l chen Soldaten norddeutschen Parlamente abgehalten. Es mochten ersten und drei Jahre zur zweiten Reserve, fest⸗ thäligteuesinn bekannte Bürger den Opfer 1 2 5 sich etwas über 200 Personen, meist hiesige Ein- gesetzt. Die Befreiung durch einen Befreiungs⸗ eine Bescheerung veranstalteten. b 1 wohner, an den Verhandlungen betbeiligt haben.] taxe-Erlag ist nicht gestattet. Offenbach. um 1. Januar waren es 30 Jahre, Als Mann des Vertrauens der Partei wurde Frankreich. Die im„Abend-Moniteur“ D 7 v t wellberühmte Porteseuill fabrik als Parlamenktscandidat der frühere nassauische haltene Antwort des Kaisers an das diplomatische der derselben, Orn. J ob 127 8 3 e Minister, jetzt Bankdirector, Hergenhahn aufge- Corps bei dem Neujahrsempfang drückt seine Wün- von den zahlreichen Arbeitern der Fabrik ein Fackel Und stellt und ein Comité zur Wahlagitation in dieser sche für die Stabilität der Throne und das Glück— zug + und heute har er dieselben bei m Richtung für Homburg namentlich niedergesetzt.[der Völker aus. Der Kaiser hofft, daß für Alle eite 10 5„ eee zähl 1 1 0 f be⸗ Weimar. Das„Regierungsblatt“ publicirt eine neue Aera des Friedens und ner Versöhnung eben so rüstiger als thätiger Greis, ber eine felt ne Wabe solgendes Gesetz:„Wir Karl Alexander ic. ver— 2 und daß die allgemeine Weltausstellung da- für Erfindung schöner Zeichnungen und Mustee besitzt. ordnen hiermit auf Antrag und unter Zustimmung zu beitragen werde, die Leidenschaften zu beruhigen 8 5 des getreuen Landtags wie folgt: Die Mitglieder und die allgemeinen Interessen einander näher f e des Behufs der Begründung des norddeutschen zu bringen. In der Antwort des Kaisers an Donnerstag den 27 Piz. En eb. s Mädchenherz“. Bundes zu berufenden Parlamentes erhalten ein den Erzbischof von Paris spricht er seine Be- Charakterbild mit Gesang in 3 Abtheilungen von Mergerle Tagegeld von vier Thalern oder sieben Gulden sriedigung aus, an der Spitze des Clerus von 1 1 e Fan 15 rheinisch und eine Reisekosten-Entschädigung von Paris einen Prälaten zu sehen, der den Interessen n tna fi die er ige 55 A ee. einem Gulden für die Meile sowohl der Hinreise der Relig 17 wie des Staates gleichmäßig er⸗ wobei wir besonders Frau Kern, die Her Böf⸗ als der Rückreise aus der groß herzoglichen Staats- geben ist. Der Kaiser, welcher den Prälaten singer, Wagenbrunner Mackauer! der kasse.“ Dieses von dem Gesammtministerium allenthalben die Prinzipien des Glaubens, gegengezeichnete Gesetz darf man wohl als einen Milde und Versöhnlickkeit aufrechterhalten sieht, Beleg dafür ansehen, daß sich die Ministerconferenzs glaubt, daß dessen Gebete erhört werden. Diese in Berlin für die Gewährung von Diäten an Gebete sind für Frankreich eine die Parlamentsabgeordneten entschieden hat den Kaiser ein Trost und eine Hoffnung. l Bayern Ein Telegramm vom 31. Dez Rußland. Ein belgisches Blatt theilt, indeß aus München berichtet, daß Fürst Hohenlohe unter allem Vorbehalte, die ihr aus Petersburg an diesem Abend zum Minister des Aeußern und zugekommene Nachricht mit, die russische Regierung Wohlthat, für Dez.„Einer von unsere Ler in 4 Akten von Kalisch günstiges Urtheil r d Die Besetzung war Freitag del Posse mit Gesang mir leid, kein so geben zu können. Scenerie 8 ber d Vorst ziemlich man die und Ausstattung etwas zu ungenügend, so daß die effectvollsten Scenen dadurch ihren Reiz ve en. Dieses S„welches auf ihnen e und mehrmals wiederholt wer ko wohl einige Mitglieder ihr Möglichstes besonderen Theilnahme des Publikums erfreue Sonntag den 30. Dez.„Doktor Faust's Zauber⸗ käppchen“. Posse mit Gesang in 3 Acten von Fr. Hopp. Di wohl ar hne des königl. Hauses ernannt worden sei. Diese habe beschlossen, dem durch die Verträge von Nachricht ist mittlerweile durch die Bayer. Ztg. 1815 garantirten gesonderten Bestande des offiziell bestätigt worden. Königreichs Polen ein Ende zu machen und . 2 4 I diese* D 7 in 9 5 Baden. Es will auffällig erscheinen daß dieses 3. dem russischen Reiche ee bei der Feier des Jubiläums des vor 60 Jahren zu, verschmelzen; Sprache, wenigstens bis zur 77105 an; 5 Weichsel, Gesetzgebung, Verwaltung würden ge— erfolgten Eintritts des Königs von Preußen in Mn ann 1 folg 8 N 9 meinsam sein, und diese Gleichförmigkeit sich bis die Armee, welche in den ersten Tagen des Januar zu Berlin begangen werden soll, der Großherzog durch seinen Bruder, Prinz Wilhelm, vertreten sein wird. Derselbe ist von einem Stabsoffizier des 2. Infanterieregiments(König von Preußen) und zwei anderen Offizieren begleitet. Die Allg. Ztg. läßt sich hierüber aus Karlsruhe schreiben: „Die bevorstehende Reise des Prinzen Wilhelm nach Berlin, um dem König von Preußen die Glückwünsche des badischen Fürstenhauses zur Feier seines sechzigjährigen Militär-Jubiläums darzubringen, wird in Verbindung gebracht mit erneuten Versuchen, den militärischen Anschluß Badens an Preußen zu erzielen. Kalender, kirchliche Feste, Maß und Gewicht u. s. w., erstrecken; Polen würde aufhören zu bestehen, selbst dem Namen nach. Dieser wichtige Beschluß soll in einem gegen Weihnachten in dem Hotel des Fürsten Gortschakoff abgehaltenen Ministerrathe gefaßt worden sein und würde nach dem russischen Neajahrstage offitiell verkündet werden. Darmstadt. Die Turngemeinde dabier feierte am bend des 24. Dezember in der festlich geschmückten Turn⸗ halle ihre Weihnachtsbescheerung bet zahlreicher Versamm- lung von etwa 600 Personen, wobei der erste Sprecher Dr. Büchner einen längeren Vortrag über das Weihnachts⸗ sest biell. Bei der geselligen Unterhaltung wechselten musi⸗ — Die Wiederernennung des früheren Staats- kalische und declamatorische Vorträge in entsprechender znig S Fer r„Weise einander ab und gestaltete sich das Fest zu ministere Stabel zum Justizmini I in aller men ankam f a t ende Kü ö 0 0 d Justizminister in einem der schönsten, welche der Verein seit den 21 Jahren ürze bevor ehen seines Bestehens feierte. Von Seiten Sr. K. H. des Groß⸗ Hesterreich Die„Amtszeitung“ entbält ein kaiserliches Handschreiben an den Kriegs— ini N burf billig e welches den Wehrgesezenin urf billigt, des Landesherrn und seiner vertorbenen Gemahlin über— jedoch die verfassungsmäßige Behandlung vorbe- geben worden und wurde durch diese erfreuliche Ueber⸗ hält und einige Aenderungen in dem bisherigen raschung die Feststimmung nicht wenig erhöht. herzogs waren an diesem Abende der Turngemeinde als Anerkennung für ihre Wirksamkeit im verflossenen Sommer ein prachtvoller Flügel und außerdem noch das Bildniß auf die Details des gesellschaftlichen Lebens wie Frau Kern den munteten Liebhaber Erhard. Diese Darstellung ging zwar besser, or Mängel. D Herren Räuber hatten das friedlicher Landleute und hätten sich wenigstens 1. etwas Furcht erregenden Schnurrbart versehen kö „Till Eulenspiegel“, oder Posse mit g in 4 Dienstag den 1. Januar. Schabernak über Schabernak. Abtheilungen von Nestroy. Die Herren Böffinger und Mackzmer, Till Ealenspiegel und der Natzi, wetteiferten miteinander durch ihren gegenseitigen Schabernak die Zu⸗ schauer in sieter Heiterkeit zu erhalten. Lebhafter Applaus und am Schlusse allgemeiner Hervorruf. Mittwoch den 2. Januar.„Die feindlichen Brüder“, oder des Künstlers Reichthum. Volkostück mit Gesang in 3 Abigeilungen von Kneisel. Herr Kern spielte den Musikanten Lebrecht mit verdienter Anerkennung, ebenso Herr Wagen⸗ brunner, Böffinger, Macauer, Stahl, sowie die Damen v. Seele, Dutberner und Pleisch erfüllten gleichfalls ihte Aufgaben sehr gut. Große Heiterkeit erregte Frl. Stein⸗ häußer. J. M. Gesa Verloosungen. Darmstadt, 3. Januar. Ziehung der Großherzog⸗ lichen Fünfziggulden⸗Loose. Sämmtliche große Gewinne bis jetzt: Nr. 51033 40000 fl., Nr. 105390 10000 fl. Nr. 93065 5000 fl., Nr. 69 3000 fl., Nr. 98080, 73592, 100711, 114540, 9858, 127866, 89363 je 1000 fl., Nr. 77904, 340 13, 32837, 16481, 83278, 47235, 58288, 38609, 17205, 70301, 14203, 80879, 120144, 87149 je 400 fl. Bei der Ziehung der Mailänder 45⸗Fres.⸗Loose fielen auf Serie 4891 Ni. 24 100,000 Fres., Serie 7598 Nr. 35 5000 Fres. vielmehr noch außer dem Schlafe, erholen durch Unterhaltung, Spiel, mit der Pfeife, bei dem Gläschen; rechnen wir für diese Erbolungen täglich (von der Geburt bis zum Tode natürlich im Durchschnitt) 4 Stunden, so macht dies für unsere 70 Jahre nat 70 al 4 11,7 Jahre, 24 mal 365 Wir dürfen nicht vergessen, daß es kein kleiner Theil der Zeit ist, den wir damit zubringen, unsern Körper zu reinigen, zu bekleiden und durch Rasiren, Kämmen u. dgl. m. für das öffentliche Erscheinen herzurichten; nehmen wir für den Mann eine Stunde an, so raubt ihm dieses an seinen 70 Jahren b el= 2,9 Jahre. Wir wagen es nicht, 24 mal 365 diese Zeit für unser schönes Geschlecht zu berechnen, weil wir uns vor den Resultaten fürchten.— Es ist eine große Ausnahme, daß ein Mensch ohne Krankheiten seinen Lebensweg durchwandert; von dieser Ausnahme reden wir aber nicht, sondern vom gewöhnlichen Verlaufe der Dinge. Rechnen wir für Krankheiten und Unpäßlichkeiten nur 1 Stunde des Tags, so erhalten wir nochmals 2,9 verlorne Jahre.— Alles dieses zusammen gibt aber 24 4 5,8 0,9 D117 K 2,9 KK 2,9 S 48,2 Jahre! Von unsern 70 Lebensjahren bleiben uns also nur 22 für eine Berufs— thätigkeit! Wer also 70 Jabre gelebt hat, muß sich am Ende seiner Tage sagen: von diesen 70 Jahren hast du nur 22 in Deinem und der Menschheit Dienste zugebracht; und theilst du diese 22 Jahre redlich zwischen Dir und der Menschheit, so bleibt Dir der niederschlagende Gedanke: 11 Zahre hast Du für die Menschheit gearbeitet; und wegen dieser paar Tage, die Du der Menschhtit gewidmet, soll sie Dir auch Ernährung verwenden. noch Ehrensäulen und Denkmäler errichten, soll deinen Namen mit glän⸗ zenden Farben in die Bücher der Geschichte eintragen!— Nehmen wir das Gewicht des Menschen durchschnittlich zu 140 Pfd. an und behaupten wir, was wohl nicht widerstritten werden kann, daß der einzelne Mensch täglich an Wasser, Wein, Bier, Kaffee, Milch u. dgl. m. 2 Pfd., Brod und Kuchen 1 Pfd., und an Fleischspeisen ebenfalls 1 Pfd. verzehre; so finden wir, daß er in 70 Jahren 365 K 70 K 4 102,200 Pfd.= 1022 Ctr. verzehrt. täglich 1 Pfd. Fleisch und 1 Pfd. Brod ißt, dazu einen Schoppen Wein und einen Schoppen Bier trinkt, so wird man ihn eben noch keinen Schwelger nennen; den Wein zu 10 kr., das Bier zu 3, das Brod zu 3 und das Fleisch zu 12 kr. gerechnet, verzehrt er in seinen 70 Lebensjahren dennoch ein Kapital von 12914 fl.— 28 kr. pr. Tag ist nicht viel und sicher kann man annehmen, daß diese Summe täglich auf den Kopf in einem Lande kommt, wenn man eine Durchschnittsrechnung macht; denn wenn auch viele Tausende weniger als 28 kr. täglich zu verzehren haben, so sind dafür hinwieder viele Hunderte da, welche täglich mehr als 10 mal 28 kr. zu ihrer Wenn nun aber ein Mensch Nimmt man die Bevölkerung von Deutschland in runder Zahl zu 40,000,000 an, so schlagen diese in 70 Jahren nur zu nothwendiger Ernährung ein Kapital von 12914, 40,000,000 510,560,000,000 Gulden um.— Nimmt man die englische Staatsschuld zu 800,000,000 Gulden an, so könnte man mit ihr die ganze deutsche Be— völkerung nur ein Jahr und 60 Tage ernähren; und doch macht man ein so großes Wesen aus dieser Schuld!— K. e K— Bad Nauheim. 1 23 Bei der Einweihung der neu erbauten Synagoge, Freitag den 11. und Samstag den 12. Jauuar 1867, findet im Fritz' schen Saale an beiden Tagen statt, wozu freundlichst einladet Ball as Comité. * Zraunkohlenverkauf. 20 Mit dem 2. Januar d. J. beginnt fär die beiden Braunkoblenbezirke bei Ossenheim und Bauernheim eine neue Creditpertode, die bis zum 1. Juni, bis zum Verkauf neuer Klötze, dauert. Für die in dieser Zeit be zognen Beaunkohlen wird Zahlungsfrist dis Ende September 1867 gestattet. Bauernbelmer Bergwerk den 2. Januar 1867. Gräflich Solms Rödelbelm'sche Bergverwaltung beltus. Einschlag- und Maschinengarne, 42 sowie alle Sorten Strickbaumwolle zu den billigsten Preisen bei Geschwister Schloß. Holz-BVersteigerung. 36 Dienstag den 8. Januar n. J., wird im Ober; Rosbacher Gemeindewald, Distrikt Unterberg, folgen- des Hol: meistdietend versteigert: 2 Stecken Nadel⸗Prägelbolz, 15½„— Buchen ⸗Stockholz, 2„ Nadel 4 714 Wellen Buchen Reiserholz, 75„ Eichen- 1 107„ Nadel- 1 und 4 Kiefern⸗Stämme von 7 bis 9 Zoll Durchmesser, 15 bis 28 Fuß Länge mit 39 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ift Morgens 9 Uhr binter dem Salzberg an der Brucke beim alten Steinbruch. Oder⸗Rosbach am B. December 1866. Großherzogliche Bürgermelsterei Ober⸗Rosbach Blecher. Ankauf eines Faselebers. 39 Die Gemeinde Ockstadt beabfichtigt einen zur Zucht tauglichen, jungen Fafeleber anzuschaffen. Besitzer solcher Thiere wollen uns hiervon innerhalb acht Tagen porto- frei benachrichtigen. Ockstadt den 3. Januar 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel Ockstadt Gröninger. Rettigbonbons 28 für Husten und Brustleiden von C. Drescher und Fischer in Mainz; Loose ver Pfund 56 kr., Schachteln à 18 kr., Paquete à 14 kr. bei Ph. Dan Kümmich. Zu verkaufen. 34 Ein neuer Wagen mit Anstrich ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Ein schwarzer Pinscher 25(Rattenfänger) ist zugelaufen und kann zurück⸗ genommen werden im Hotel Trapp. Wasserdichte Stoffe 33 zu Bettunterlagen bei Jos. Hoffmann. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist wieder vorräthig: Geschichtchen für Kinder, welche noch nicht lesen, zu erzäblen von Müttern, Geschwistern und Lehrern. Von W. Curtman. Preis 15 kr. Ochsenfleisch, 3 das Pfund 17 kr., verkauft E. Hanstein. wurde ein schwarzer Schleier Verloren Dienstag am 1. Januar zwischen der Burgkirche und dem Hotel Trapp. Der redliche Finder wird gebeten denselben in der Blinden-Anstalt abzugeben. 21 Anzeige. 37 Um Irrthum zu vermeiden bringe ich zur offentlichen Kenntniß, daß mein Geschäftslocal sich nach wie vor im Hause des Gehm. Hof⸗ gerichtsrathes Dr. Kraft befindet, und daß ich täglich dort von 9— 12 Uhr Vormittags and von 2— 6 Uhr Nachmittags, sonst aber in meiner Privatwohnung bei Verwalter Peppler auf dem Seltersberge zu sprechen bin. Gießen den 2. Januar 1867. Friedrich Kraft, Hofgerichtsadvokat, Parlaments⸗Wahl. 40 Wir machen die Wähler zu dem demnächstigen Parla⸗ ment darauf aufmerksam, daß gegenwärtig die Wabllisten aufliegen und daher für jeden, der auf die Nusübung seines Wahlrechtes Werth legt, geboten ist von der Lite sosort Einsicht zu nehmen und gegen etwaige Unrichtig⸗ keiten und Auslassungen die gesetzliche Reklamation ein— zulegen. Der betr. Artikel des Wahlgesetzes lautet: Wähler ist jeder unbescholtene Staatsbürger eines der zum Bunde zusammentretenden deutschen Staaten, welcher das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat, Das Wahlcomits. Uegenschirme 2137 in Seide, Alpaka und Baumwolle, in schöver Auswahl bet K. Friedrich neben der Post. Theater in Friedberg. Sonntag den 6. Januar. Letzte Sonntags⸗Vorstellung. Zum ersten Mate: König Heinrich der Achte und Katharina Howard. Romantisches Nitterscharspiel in 5 Aufzügen nebst einem Vorspiel, frei für die Bühne bearbeitet von Ed. Jerr⸗ Dumas. Der in allen Kreisen so beltebte Roman des geist⸗ reichen Dichters Alex, Dumas ist gewiß binlänglich bekannt, und erlaube ich mir ein geehrtes Publikum auf obiges neuestes bistorisches Schauspiel, welches in jünaster Zeit die Federprobe auf allen guten Bühnen benanden, ganz besorders aufmerksam zu machen und lade zu recht zahlreichem Besuche hiermit dan e ee ein. . Kern, Director. Montag den 7. Januar Benesiz für Hrn. Heinr. Böffinger. Da mir Herr Direktor Kerg als Gratisication und Entschädigung für mein erstes Benefiz, welches durch die damals obwaltenden, für mich sehr ungünstigen Verhälinisse mehr als ein Malefiz zu bezeichnen war, freundlich auf Montag den 7. Januar ein zweites Benefiz bewilligt bat, so erlaube ich mir blermit, ein bochgeehrtes Publikum ganz ergebenft und freundlichst dazu einzuladen. Hochachtungsvoll Heinrich Böffinger. N. B. Das Nähere besagt der Zettel. Mittwoch den 9. Januar letzte Vorstellung. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Epiphanias. ö Missionsßfest. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Lahr. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Spengel. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Mitgetheilt von S. Lindheimer. Frankfurter Cours. Oest. 250 fl. b. R. 1839 102 ½¼ P. e 100 Pr. L. 1858 1 3 4. Januar 1867. Cours der Staatspapiere. D„500, v. 1860% 03% 0 Oesterr. 30% Met. 1859 i. Lst. 59% P. Or. Hess. 4% Oblitgat. 93/ G.—„ 100 Pr. v. 1864 67¼½ P . 3% Nat.-Aul. 1854 50½. 68 5 3½¼)0 Obligation. 87½ G. Schwed. Thlr. 10-L. 10 P. * 5% do. 1864 57½ Nassau 4½% Obl. b. Rth. 94/8 P 2 Bad. 35 fl. Loose 51½ P. Preussen 4 0, Obligat. b. Rth. 973 G 1 10% do do 88 0 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. kx 52% F. 8 40% do. do.—— Kurhess. 4% Obl. b. R. à 10593 P. ö 2 Gr. Hess. 50 fl. L. b. R.— Bayern 50% Obligation. 100 P Frankf. 3½½% Obligat. 82¾ P 12„„ eee „ 4½0% ¼ jahr. b. Rth. 94% P. 8 30% do 73 b. 2 Nass. 25 fl. L b. R. 37 G. 4 40% do do 91 6 Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 83¼ G. I Sard. 36 Er. L. b. B.. Würtemb. 4½0% Obl. b Rth. 94 ½ P. Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105—— + Pistolen fl. 9 41—43 9 40% do dwovo—— Schweden 4½0% O. i. R. à 105 82¼ G. 2 Doppelte„ 9 4244 Baden 4½% Obligat. 93½ V. 0 4½j% Pfb. 1. R. à 105 82¾ P. 2 preuss. Friedrd'or„ 9 56½—57½ 3 4% Obligat. 89 4 N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 775%, /,/ 2 Holl. fl. 10 Stücke„ 9 48—50 U 5— 2— DI Rand- Dueaten„ 5 33—35 Oli einbezahfte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. 20 Heng Stücke 92526 0 4—2 4½% Bayr. Ostbahn 6117½ F. 7% Liv. C. D.& D/. fr. 2 28 Kr. 35 P. 2 Engl. Sovereigns.„ 11 8—52 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp-. 30% Tasc, Centr-Eisenb.-Pr. 32½ PI 2 Russ. Imperiales„ 9 42—44 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. ö 47½ P. 5% Elisabethbahn-Prior,„ 70 P. Jod pr. Zoll- Pf.„—— 90% Oest. Süd. St, u. Lomb, E. B.—— 50.0 do. neueste miss.% 65 6.— Hebh. Silb. pr. Z. Pf.„—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44½ P. 4½% Hess. Lud wigsv.-Prior. 94½ G. Preuss. Kassensch.„ 1 45—¼ Wiener Wechsel-Cours 90 polare iu Gold„2 26—27 — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewüuschte Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. W. S. Lindheimer in Friedberg. 1 das„Unterhaltungsblatt“ wird mit der nächsten Nummer, welche Dienstag den 8. Januar erscheint, ausgegeben. (Hierzu eine Beilage.) mann, nach„Katharina Howard“ von Alexander Sonntag den 6. ene Nl 2 121 10 14 h 9. ö * I er FJoßlurgs 1 5 — ge. Or, u 1 2 1 Anzeig W en 1 Nosch Merry 1* tet urge r ems dtzaaten ente laut n tich met tu. . Kern, Duri. Jannat 3 Bossinga. % Etat scat 110 uri, weiches lung „ sct dgee 1. Ma eier, dir sntiti Lur 9 1 1 offugtt. r det Verütlung. suu Ktickderg. Ritier, Mn — — Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. — * Braunkohlen verkauf. 2764 Vom 2 Januar 1867 an werden auf dem Großherzoglichen Dorbeimer Bergwerke Braunk. hlenklötze 12 tr. à Ctr.( 14 Stück) gegen Baarzablung und gegen Credit verabfolgt. gur die gegen Elulage vorschriftamaßlger Bürgscheine vom 2. Januar bis Ende Mäcz 1867 bezogenen Braunkoblen wind Zablungofrist des Ende Junt 1807 bewilligt. Die Abnehmer auf Credit wollen die Gegen. (belne, welche ihnen bel Einlage eines Bürgscheins zugestellt werden, bei sedem Kohlenbezug mitbringen und dem Groß ber zoglichen Bergkassies Winter vorzeigen, damit der jedesmallge Bezug eingetragen werden kann. Bei der Zablung der Creditsummen an Großherzoglicher Bergkasse zu Friedberg sind diese Gegenscheine gleich, falls vorzuzeigen. Dothelmer Bergwerk den 24. December 1866. Großherzogliches Bergamt Dorheim S Nor ch. — 8 Braunkohlenverkauf. 2769 Mit dem 1. Januar k. J. beginnt auf den beiden Braunkoblengruben zu Weckesheim und Wölfersheim elne neue Creditpersode und wird für die von da bis zum 1. Junt bezogen werdeuden Kohlenquantltäten Zablungsfrist bis zu Ende September 1867 gestattet. Hrube Weckesheim den 20. Dezember 1866. Fürstliche Bergverwaltung r Einladung zum Abonnement auf die bei E. W. Leske in Darmstadt erscheinende 9 Wi ieder eingetroffen bei Bindernagel und Schimpff. M3. Holz-Versteigerung. 2776 Aus dem Freiherrl. v Franckenstein'schen Wald ⸗ — district„am Viebtrteb“ in der Gemarkung Ockstadt bei Organ für die gesammten Interessen des Landes. 24 Die„Hessische Landes-Zeitung“ beginnt in Kurzem ihren fünften Jahrgang und darf mit Befriedigung nun mehr auf ihre Vergangenheit zurückblicken. Unser Bla hes während dee ganzen Dauer seines Bestehens auf das Eifrigste für die Entwickelung ei ersassungsmäf taatslebens, insbesondere in Hessen, gekämpft, in dessen G ichte Dutzende von Preßprocessen verzeichnet si rner seinen bisherigen Grundsätzen buldigen und für die potitische wie die Gewissensfreiheit, sowohl wie auch des einzelnen Bürgers, gegen Uebergriff jeder Art eiastehen. tet 1 nsere Leser d er gesammten Interessen des Landes“ an der Seite der Wal it für öch 8 Staatsl dem Kampfsplatze finden Um allen he an un Blatt gestellt n ligen zu können, baben wir uns daz entschlossen, di en Kräfte zu mehren. Seit 1. December ist Herr Ferdinand Dieffenbach zur Redachion hinzugezogen re Vaterlandefreunde von ehrenvoller polith cher Verga heit und publ. eistischem Verdienst hab is ihre th Mitwirkir zugesichert wird daher möglich sein, unseren Leser ein veichhaltigeres Material als bisher zu bie Im politischen Theile wird neben Telegrammen und zal reichen Original correspondenzen, eine Uebersicht der Well⸗Exeignisse, sowie möglichst eingehende Berichte über die auswärtige Potilik geboten werden, im Feuilleton und Sonntagsblatt werden, neben Novellen und Erzählungen, auch naturwissenschaftliche Aufsätze, Kunst⸗, Litletatur⸗ und Tbeaterberichte eine Stelle sinden. Die„Hessische Landes⸗Zeitung“ liefert wäbrend der Sitzungen des Landtags schnellste und je nach der Wich tigkeit ausführliche Berichte über denselken und verluitt nicht allein die Inieressen der Industrie, des Handels und der Landwirthschaft, sondern gibt auch eine dollständige, mit der größten Sorgfalt aus bester Quelle geschöpfte, Uebersicht der Gerichts und Verwaltungsanzeigen. Die„Hessische Landes-Zig.“ erscheint mit Ausnahme des Montags alle Tage; je nach Menge des vor⸗ handenen Malerials werden wöchentlich Beilagen erscheinen und beabsichtigen wir bei politisch besonders wich ligen Ereignissen die Leser dusch Veranstaltung von zwei Tages⸗- Ausgaben, sewie Ausgabe einer Extla⸗ nummer auf die Sonntage zufrieden zu stellen. Abonnementspreis: in Darmstadt 2 fl., außerhalb bei den Postämtern 2 fl. 12 kr. vierteljährlich. Anzeigen werden die vierspaltige Petitzeile mit 3 kr, bei mehr als viermaliger Einrückung mit 2 kr. berechnet. Die Redaetion und Expedition der„Hessischen Landes Zeitung““ Max Henkel, Schlosser und Mechaniker in Friedberg, wohnhaft Burgvorstadt neben Herrn Kupferschmied Mondigler, 26 empfiehlt sich in Anfertigung und Reparatur von landwirthschaftlichen und gewerblichen Maschinen und Geräthschaften. Nicht vorräthige Gegenstände werden auf Bestellung rasch gefertigt, unter Garantie für deren Leistungsfähigkeit und zu den billigsten Preisen. Alle Arten von Schlosserarbeiten werden bestens ausgeführt. Einladung zum Abonnement auf das bei Eduard Ottmann in Gießen erschelnende „Gießener Morgenblatt.“ Dieses Blatt erscheint jeden Montag; es dient durch Erzählungen, Darstellungen aus der Naturwissenschaft, der Geschichte ꝛc. zur Unterhaltung und Belehrung, es bespricht die Angelegenbelten des Großherzogthums mit besonderer Berücksichtigung Oberhessens und unserer Stadt, es bringt die Zeschlusse des Gleßener Gemeinderatbs, Mittheilungen über die Verhandlungen des Schwurgerichts der Provinz Oberbessen und des Bezirksstrafgerichte zu Gleßen und überhaupt die wissenswerthen Neutgkeiten aus Gießen und der Umgegend. ZJuserate finden die geesgnelste Verbrestung und beträgt die Elnrückungsgebühr 2 kr. für die dreispaltige Peliizelle oder deren Raum. Oer viertelfäbhrige Ab onnementspreis beträgt für Gießen 18 kr., außerhalb bel den Postämtern (exel, von Bestellgebühren) 23 kr 18 1* N der 19 Mit J. Januar 1867 wird der 113 11 „Ulinget Anzeiger (Amtsblatt für den Amtsbezirk Usingen) in vergrößertem Formate und wie seither wöchentlich zweimal(Mittwochs und Samstags) erscheinen. Der Abonnementspreis wird trotz der größeren Ausdehnung nur um 4 kr. erhöht und beträgt somit von Neujahr 1867 an vierteljährlich 24 kr, auswärts durch die Post bezogen mit verhältnißmäßigem Postausschlag. Inserate werden die gespaltene Garmondzelle oder deren Raum mit 3 kr. berechnet. usingen Die Expedition. zriedberg, kommen zur öffentlschen Versteigerung: 1. Montag, den 7., und Dienstag, den 8. Jauuar n. J˙8. 21½ Stecken buchen Scheidholz 65.4„ birken„ 16 1 aspen„ 116„ buchen Prügelßbolz, 104„etschen und birken Prügelholz, 32 N aspen und weiden* 36½ buchen Stockholz 77. eichen und birken Stockholz, 35% g aspen und weiden* 13533 Wellen buchen Reisbolz 10715„ eichen und birken Reisbolz, 2697„ aopen und welden * 98 Läste Dörner 140 Gebund Ginstern. 2. Mitwoch, den 9. Januar u. J7˙8.: 05 Stück Eichen- Stamm- und Stangenßbolz von 2½—9½“ Durchmesser und 15— 357 Lange, 617 Cdkss entdaltend, 144 Birken⸗ Stemm- und Stangenbolz von 3—8“ Durchm. und 10-307 Länge, 401 Cbkff. enth(tend, 5„ Buchen Stammbolz von 7½— 8½“ Durchm. und 15— 257 Länge, 46 Cdkfß. enthaltend; vorzugsweise für Wagner und Schtemer geeignet. Die Zusammenkunft findet jedesmal ffatt: im ge⸗ nannten Oistrict auf dem„Hartbäumchesweg,“ Vor- mittags um 9 Ubr. Ockstadt am 27. December 18686. Die Freibertl. v. Franckenstein'sche Oderförfteret Ockstadt Fre p. g 32 Nachstebende von dem berühmten CTdemiker Herrn Apotheker Bergmann in Parts, 70 Boulevard Magentr, erfundene und destbewährte Spezialitäten werden geveigtester Berückfichtigung empfodlen: Theerseile. 9. 1 7 bei all ischen Leid t Gichtwalte, dete n g Pack 18 und 30 kr. 1 fich rte Barterzeugungstinctur. ve selbst noch fungen Leuten in kürzester Zeit der därksten Bartwuchs zu erzielen à Fl. 36 kr. und 1 fl seit Jobren bekannt und derübmt, 1 U Lis- omade. zum Kräuseln und Kräfttgen der Haare. à Flac. 18, 27 und 36 kr. 7 7 U 5 blicklichen Stillen jeder 1 zum augenblicklichen Stil 1 Jahn 0 E. Art von Zabnschmerz. à Hülfe 9 kr. Patentirt in den Kaiserl. Franz Staaten. Alleiniges Depot für Friedberg bei Ph. D. Kümmich Bei Bindernagel& Schimpff iu Friedberg ist voträthig 1 Predigten zum Vorlesen in Land⸗ kirchen sowie zur häuslichen Er- bauung Herausgegeben von L. Chr. Kluge. I. Jahrgang Predigten uber die Episteln. 3. Auflage. Preis 3 fl. 36 kr. Die Coneurrenz ist die Seele des Handels! Hermann Meisel, Drehermeister X Cigarrenhandlung in Friedberg, 31 verkauft zu den billigsten Preisen en gros und en detail: alle Sorten Pfeifen, Stoͤcke, Wiener Bernstein⸗ und Meerschaumwaaren, die feinsten Portemonnaies und Cigartenetuis, sowie Taschenmesser und Tabaksdosen, Fisch- und Jagdgeraͤthschaften und Spielwaaren. Reparaturen an Sonn- und Regenschirmen werden gut und billig ausgeführt. mw——»»‚—̊w-wrmmꝶꝶm-rabaeee. Ein wahrer Schatz b 2756 amüsanter, spannender Unterhaltung und angenehmer Belehrung bietet das! illustrirte Familienblatt„Omnibus“ dar. Wie sein Titel besagt, ist es ein Blatt N für Jedermann und daher auch ebenso beliebt im Salon, wie in der Behausung des Arbeiters. Für die lebhafte Theilnahme von Seiten aller Stände zeugt der Umstand, daß dieses Blatt seinen sechsten Jahrgang mit einer Auflage von 60,000 Exemplaren beginnt. Der„Omnibus“ rechtfertigt aber auch eine so seltene Beliebtheit durch 5 seine interessanten und ansprechenden Erzählungen, seine populär gehaltenen Geschichts- bilder, seine malerischen und fesselnden Skizzen aus der weiten Welt und seine Schilderungen der heiteren Seite des Lebens, die den Freunden des Scherzes und den Witzes willkommene Gaben spenden Alles dies wird begleitet von trefflich ausgeführten Illustrattonen. Der„Omnibus“ bringt in jeder Wochennummer 36 Spalten Text und 3 bis 4 sckoͤne Ilustrationen— für drei und ½ kr.! Er kostet demnach vierteljährlich nur 46 kr. und kann bei jeder Buchhandlung und bei jedem Postamte Nord- und Süddeutschlands, Oesterreichs und der Schweiz bestellt werden, 1 Der„Omnibus“ ist durch die Buchhandlungen auch in Monatsheften zu beziehen. Der sechste Jahrgang des„Omnibus“ beginnt mit zwei fesselnden und er-, greifenden Erzählungen:„Ein armer Edelmann,“ illustrirt durch den be- rühmten Maler Gustav Dole, und„Auf der Flucht“ von Fr. Friedrich. Diesen schließen sich an: Ein Justizmord.— Caroline von England.(Eriminal— prozeß)— Die sächsische Bastille.— Zur Geschichte der Räuber.— Ein Sohn Polens.— Die Geliebten Konig August des Starken u. viel A.— Wer den„Omnibus“ zu halten wünscht, wird ersucht, seine Bestellung baldigst bei einer der Buchhandlungen seines Ortes oder bei den Postämtern zu machen, damit eine rechtzeitige Zusendung erfolgen kann. Preis e e 46 Kr. Hamburg. mnibus Expedition. Zur Bestellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff. Unipersal-Magen-Ligueur von Carl von Metternich in Mainz 29 empfiehlt per Flasche 1 fl. 24 kr., per halbe Fasche 45 kr., ver viertel Flasche 24 kr. Ph. Dan. Kümmich. Nepskuchen mit 80 Bildern und 1675 Reeepten, Preis ist dus neue, beate und bligole. nur 1 Thlr. Vera 5 5 1 27 slets krisch von der Mühle bes 2709 dei Binderngel& Schimpff. Wilbelm Fertsch. Abongement auf die täglich erscheinende. Main- Zeitung, unabhängiges Organ für Politik Handel und Verkehr, (zugleich Sprechsaal der deutschen Fortschritispartei im Süden und specielles Organ der hessischen Fortschrittspartei), verbunden mit dem Placat-Anzeiger für den ganzen Maingau, f 2770 werden von allen Postanstälten des In- und Auslandes entgegengenommen.— Preis pro Quartal 1 Thlr., wozu nech der Pestaufschlag hinzukommt. a 5. Die Main⸗Zeuung bietet dem inserirenden Publikum außergewöhnliche Vortheile. Fürs Erste ist dieselbe von den wohlhabendsten Kreisen unserer industriereichen und forischrittlich gesinnten Gegend ins Leben gerufen und zum Organ erwählt worden, sodaun hat die„Main⸗ Zeitung“ schon in den ersten Wochen ihres Bestehens mehrere hundert Abonnenten in dem unteren Maingau, dem Großherzogthum Hessen, Frankfurt und den übrigen reuanyectirten Läudern, sowie auch weiterhin in Nord- und Süddeuischland und in den angrenzenden Ländern gefunden, so daß Anzeigen industrieller und commercieller Natur durch die„Main Zeitung“ selbst in die geeigneisten Hände gelangen; endlich werden die nämlichen Anzeigen auch noch den weitesten Volkskreisen, Lesern und Nichtlesern unserer Zeitung, durch den Placat-⸗ Anzeiger zugänglich gemacht, welchen wir täglich an den Straßenecken öffentlich anschlagen lassen. Trotz dieser vir⸗ bis fünffachen Verbreitung wird jedes Inserat nur einfach berechnet, und zwar zu dem höchst billigen Preise von 3 gewähren wir entsprechenden Rabatt. R Illustrirtes K Die„Wochen Ausgabe der Main⸗Zeitung“, welche ½ Thlr. pro Quartal kostet(wozu noch der Postaufschlag tritt), wird allen Lesevereinen, Redactionen, Gasthöfen u. s. w. in ganz Deutschland und im Ausland zum Abon— nement angelegentlichst empfohlen. Der damit verbundene 1 Deutschland“ enthält stets zahlreiche Industrie-Adressen Gabrikfirmen jeder Art) Gasthofs-Adressen kr. für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum. Bei mehrmaliger Einrückung * 14 Soeben beginnt oder vlelmehr hat schon begonnen: Des Lahrer Hinkenden Voten 1 2* 0 Illustrirte Dorfzeitung. Jahrgang 1867. f Monatlich in Heften von 4— 5 Bogen zu dem billigen Preise von 3½ Sgr.— 12 kr. Die Do. zeitung kann zu gleichem Preise auch in Woche nummern bezogen werden. Alle Abnehmer erhalten eine Prämie in Larbendruch. BVestellungen auf dieses so beliebte Journal werden in Friedberg bel Bindernagel& Schempff an— genommen, Zwei Eber, 35 ½ Jaht aft, zur Zucht tauglich, hat zu verkaufen % Wohnbach. Fruchtbändler Wolf. Emser Pastillen 30 sett einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vox— leiden, wie gegen Magensch wäche find stets vor⸗ räthig in Friedverg bei Herrn Hofapotheker E. Wahl, in Nauheim bet Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur kin etikellürten Schachteln versandt, Königliche Pruunenverwalteng zu Bad Ems. 5 id sind unter allen Nervenleiden abe w verbreitetsten, sie finden sich bei dem Kinde, wie bei dem Greise, bei dem männlichen wie bei dem weiblichen Geschlecht und ihre Dauer umsaßt oft ein ganzes Menschenalter, weil ihre Heilung viel— fach auf dem verkehrtesten Wege versucht wied.— Wer mit Nervenleiden behaftet ist, unterrichte sich daher über das, was ihm wahrhaft dienlich ist, und lese das rühmlich bekannte Büchlein: „Dr. Werner's Heilung der Nervenleiden.“ Von diesem Werkchen haben sich binnen kurzer Zeit mehr als 10,000 Exemplare vergriffen, und un- zählige Kranke danken ihm ihre rasche, vollständide und mit geringen Kosten derknüpfte Heilung. Man bekommt das Buch in jeder Buchhandlung für 27 kr., in Fried— berg bei Bindernagel& Schimpff. 2643 Zur ges. Peachtung! 2758 Einem hiesigen Pablikum erlaube ich mir ergedenst anzuzeigen, daß ich auf hiesigem Platze mein Barbier— geschäft errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch,. Bad Nauheim im Dezember 1866 C. Aletter. 8„ Endesgefertigter 22 gibt hiermit der leidenden Menschheit kund, daß er den G. A. W. Mayer'schen weißen Brust⸗Syrup in sehr vielen Krankheiten der Res— pirationsorgane wie veralteten Lungenkatarrhen, Heiser- keit etc, g mit dem besten Erfolge angewendet habe. Kamenitz an der Linde in Böhmen. Dr. Noväk, Stabt⸗Physikus. Alleinige Niederlage in Friedberg bei Ph. Dan. Kümmich. 6 2761 Dienßag den 15. Januar 1867 läßt die Unter— zeichnete ein Wohnhaus, 597 lang und 26 breit, nebst Scheuer, 46“ lang und 357 breit, unter den in dem Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf den Abbruch öffentlich verfteigern. Selters den 27. Dezem der 1866. Dr. Ehr. Heldmann's Witlwe. 38 Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Sehdlitz, Phil.,(geprüfter Chemiker). Klare und deutliche Anweisung, in zweimal 24 Stunden den ausgezeichnetsten Essig mit ganz geringen Kosten, ohne alle Einrichtung und ohne alle Fabrikationskenntniß auf die einfachste Art herzustellen. Fünfte ver— besserte und mit sehr trefflichen Hefenrecepten vermehrte Auflage. 1 fl 12 kr. Nach dieser höchst einfachen Fabrikations— „Allgemeine Anzeiger für Gesammt-weise kommt der preußische und sächsische Eimer auf 6 Sgr. zu stehen. Der Verfasser garantirt und sonstige Anzeigen, welche-für weitere Kreise Interesse haben. Dieses schöne und wohlfeile Blatt eignet sich auch für die Richtigkeit seiner Methode, durch deren als Sountagslectüre für den minder bemittelten Zeitungsleser und vermittelt den Verkehr mit Landsleuten in den fernsten Welt⸗Gegenden. Offenbach a. M. im Dezember 1866. Die Expedition der„Main⸗Zeitung“. . Anwendung sich Jedermann einen sehr an⸗ ständigen Gewinn verschaffen kaun. güg lichen Wirkungen gegen Hals- und Brust. 1 — . W ile gulli* — die Mug ue 2 Mug J 5 det Ge genau 1 preisen N Wie kes gebracl Gm d 7) Nach viell stoffe chr. gohren u verwandt! der diesig belt wer Y Ueder d noch ge. fahrung in der G nicht den Bedeutur Verwend Hessen.! Gr. Aagicrungi Vrrordnurg in S des Norddert diesstis des N Kosthein alt zu belrachten sind angtordnet wird weilten Drlan 18. Dezember des H. 5 in f ß 4 5— N be bas 9 0 5 11 wonach rel dnet dunbet— u di wied une Der ese Vat derg und Nidda. vad un ie Du drin Ulerbach und