0 imm 3 80 — or caudurger fc — Athens 1867. Donnerstag den 4. April. M41. Anzeiger für Oberhessen. 1 0 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— detreffend Amtlicher Theil. Die Ausführung der in den Voranschlägen der, Gemeinden für 1866 vorgesehenen Arbeiten. Friedberg den 1. April 1867. Das Großherzogliche Kreis amt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir sehen binnen 8 Tagen Ihren Berichten darüber entgegen, in wie weit die in den Gemeindevoranschlägen für 1866 vorgesehenen Arbeiten bis jetzt zur Ausfuhrung gekommen sind. N schehen ist, damit nach Befund der Credit auf das Rechnungsjahr 1807 übertragen werden kann. 1868 ist auf diese Creditübertragungen bei Firirung des Betriebskapitale die geeignete Rücksicht zu nehmen. Betreffend: Die Versicherung der Feldfrüchte gegen Hagelschlag. Da ssel be a n Sind noch Arbeiten auszuführen, so ist zu rechtfertigen, warum dies bis jetzt nicht ge— Bei der Aufstellung der Voranschlage für Tyr a p p. Friedberg den 1. April 1867. diefe ten. Sie wollen ihre Gemeindeangehörigen zur möglichst umfangreichen Betheiligung an den bestehenden Hagelversicherungsanstalten unter Hinweisung darauf, daß sie keinen Ersatz für Hagelschaden durch Gestattung von Collecten zu erwarten haben, veranlassen. Betreffend: Die Aufstellung der Kirchenvoranschläge für 1868. Dasselbe an die Kirchenvorstände, von welchen für 1868 Voranschläge aufzustellen sind— Unter Hinweisung auf den Art. 15 wir Ihnen hiermit auf, die Kirchenvoranschläge Mai d. J. an die betreffenden Dekanate abzuliefern. Pünktliche Befolgung der Instruktion für die Aufstellung der Voranschlage, sowie der Entschließungen zu den vorderen Voranschlägen können wir erwarten und empfehlen Ihnen noch weiter, die einzelnen Ansätze in dem Berathungsprotokolle gehörig zu begründen und dasselbe vorschriftsmäßig abzuschließen. der 6. Juni 1832, die Verwaltung des Kirchenvermögens betreffend, tragen vom Verordnung für 1868 bis zu Ende Trapp. Friedberg den 1. April 1867. Unter Hinweisung auf die Bestimmungen im Art 20 der Ver— ordnung, die Verwaltung des Kirchenvermögens betreffend, bemerken wir Ihnen, daß in den Fällen, in welchen Zuschüsse aus den Ge— meindekassen verlangt werden, diese Anforderungen durch einen voll— ständigen speziellen Auszug aus dem Berathungsprstokoll zum Vor— anschlag und durch eine Zusammenstellung sämmtlicher Einnahmen und Ausgaben zu begründen sind. ö Trapp. Hessen. Darmstadt. Der eine Reihe von Jahren schon an der hiesigen Realschule fungirende Lehrer Th. Hofmann ist mit den Directorialgeschäften provisorisch betraut worden. — Auf die Berechtigung zum einjährigen freiwilligen Militärdienst sollen nunmehr auch die Schüler der Realschulen zu Darmstadt, Offenbach und Mainz Anspruch haben, wenn dieselben die erste Klasse dieser Anstalten absolvirt haben. Friedberg. Wie gewöhnlich sind auch diesmal am 1. April die Rekruten bei ihren Re— gimentern eingetroffen und da auch gleichzeitig die ältere Dienstmannschast verstärkt wurde, ist wegen Ueberfüllung der Casernen eine kleinere Anzahl Soldaten bei Einwohnern unserer Stadt einquar— tiert worden, jedoch ohne Verpflegung. Von 15 zu 15 Tagen wird Umquartierung erfolgen. — Die Zeitungen der letzten Tage beschaftigen sich vorzugsweise mit der Luxemburger Angelegen- heit und bringen eine Fluth der widersprechend— sten Nachrichten, aus denen der wahre und wirk— liche Stand der Sache mit einiger Bestimmtheit bis jetzt nicht zu entziffern ist. Wir haben darum die uns am wichtigsten scheinenden Nachrichten an verschiedenen Stellen eingereiht. Das Wichtigste in dieser Frage ist wohl für uns die Antwort des Grafen Bismarck auf die Interpellation v. Bennigsen's. Siehe Reichstag. *— Die theologische Facultät zu Gießen hat gelegentlich der Gedächtnißfeier des Todes Philipps des Großmüthigen dem Professor am evangel. Predigerseminar dahier Herrn Pfarrer Köhler das Diplom als Doctor der Theologie honoris causa übersandt. Eine gleiche Auszeich- nung ist dem Herrn Oberconsistorialrafh Göring in Varmstadt und zwei Geistlichen zu Paris zu Theil geworden, welch letztere sich auch besondere Ver— dienste durch ihre Fürsorge für die hessischen Arbeiterfamilien in Paris erworben haben. Mainz. Der erst vor Kurzem hier einge— troffene Festungscommandant, Herr Generalmajor v. Winterfeld, ist in der Nacht vom 30. auf den 31. Marz in Folge eines Schlaganfalls gestorben. Als bemerkenswerth wird hierzu berichtet, daß lange] das Reitpferd des Verslorbenen in derselben Nacht verendet sei. Preußen. Berlin, 30. März. Reichs- tag. Die Tagesorbnung führt zur Präsidenten⸗ wahl. Abg. v. Blankenburg wiederholt seinen gestrigen Antrag, von der Vornahme einer so zeitraubenden Wahl Abstand zu nehmen und das gegenwärtige Präsidium für die noch übrige Dauer der Reichstagssession durch Acclamation einfach zu bestätigen. Abg. Rohden legt Witderspruch ein und besteht auf genauer Beobachtung der Geschäfts— ordnung. Dieser eine Widerspruch genügt indessen, um die Wahl ordnungsmäßig vornehmen zu müssen. Es werden 232 Stimmen abgegeben; davon er— hält Abg. Dr. Simson 214. Zum ersten Vicepräsidenten wird hierauf der Herzog v. Ujest mit 223 von 233 und zum zweiten Vicepräsidenten der Abg. v. Bennigsen mit 168 von 215 Stimmen gewählt.— Das Haus fährt nunmehr in der Verfassungsbe— rathung fort. Art. 25(Legitimationsprüfung ic.) wiro ohne Discussion angenommen. Zu Art. 26: „Der Reichstag beschließt nach absoluter Stimmen⸗ mehrbeit. Zur Gültigkeit der Beschlußfassung ist die Anwesenheit der Mehrheit der Mitglieder er— forderlich“— wird von dem Abg. Harnier beantragt, hinter die Worte:„der Mehrheit“ ein- zuschieben:„der gesetzlichen Anzahl.“ Mit diesem Zusatz wird Art. 26 angenommen. Art. 27:„Die Mitglieder des Reichstags sind Ver- treter des gesammten Volkes und an Aufträge und Instructionen nicht gebunden“ wird ohne Discussion angenommen. Art. 28 lautet:„Kein Mitglied des Reichstags darf zu irgend einer Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Aus— übung seines Berufes gethanenen Aeußerungen ge— richtlich oder diseiplinarisch verfolgt oder sonst außerhalb der Versammlung zur Verantwortung gezogen werden.“ Ein zum Art. 28 gestelltes Amendement von Ausfeld und Genossen wird abgelehnt. Art. 28 wird dann angenom- men, ebenso auch ein Amendement von Lette und Genossen-, hinter Art. 28 einzuschieben: „Ohne Genehmigung des Reichstages kann kein Mitglied desselben während der Sitzungsperiode wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen oder verhaftet werden, außer wenn es bei Ausübung der That oder im Laufe des nächstfolgenden Tages ergriffen wird. Gleiche Genehmigung ist bei einer Verhaftung wegen Schulden erforderlich. Auf Verlangen des Reichs- tags wird jedes Strafverfahren gegen ein Mit- glied desselben und jede Untersuchungs⸗ oder Civilhaft für die Dauer der Sitzungsperiode auf— gehoben.“ Art. 29 lautet:„Die Mitglieder des Reichstages dürfen als solche keine Besoldung oder Entschadigung beziehen.“ Abg. Meier(Bremen) beantragt, nach den Worten„als solche“ einzu- schalten:„aus öffentlichen Mitteln,“ und die Abgg. Weber und v. Thünen stellen das Amendement, den Art. 29 zu streichen und dafür zu setzen:„Die Mitglieder des Reichs- tages erhalten aus der Bundescasse Reisekosten und Diäten nach Maßgabe des Gesetzes. Bis zum Erlaß dieses Gesetzes stellt das Bundes- präsidium die Höhe derselben fest. Ein Verzicht auf die Reisekosten und Diäten ist unstatthast.“ Abg. v. Brünneck spricht für die Vorlage. Für die Würde, den Patriotismus des Reichstags, sei die Nichtzahlung von Diäten unerläßlich. Abg. v. Thünen: Solle das allgemeine Wahl- recht eine Wahrheit sein, so müsse das Volk auch Jeden wählen können, dem es sein Vertrauen schenkt, gleichviel, eb er arm oder reich; und da— rum müßten Diäten gezahlt werden. Abg. Wa- gener: Die Herren vor mir sind ohne Diäten gewählt.— Das Amt des Abgeordneten ist ein Ehrenamt und für ein Ehrenamt soll man keine Diäten fordern.— Abg. Rée: Wenn deutsche Minister einmal keinen Gehalt mehr bekommen, dann bin ich auch damit zufrieden, daß auch die Volksvertreter keine Diäten erhalten, aber eher nicht. Herr v. Below Das Proletariat des Geistes hat seinen berechtigten Anspruch in Deutschland, denn aus ihm stammen unsere Dich— ter, Denker und Staatsmänner. Nehmen Sie das Amendement an, oder, wenn Sie das nicht wollen, so streichen Sie wenigstens den Art. 29 und lassen die Sache unentschieden. Der Präsident der Bundescommissarien Graf Bismarck: Namens der verbündeten Regierungen habe ich zu erklären, daß sie unter keinen Umständen gesonnen sind, sich auf die Bewilligung von Diäten einzulassen. Sie bitten die hohe Versammlung, die Entscheidung der Sache der känftigen Gesetzgebung, bis be⸗ ruhigende Erfahrungen über ein bis jetzt noch nicht erprobtes Wahlgesetz gemacht sein werden, vorzubehalten. Abg. Hering: Man schaffe kein Privilegium des Geldsacks und bringe z. B. die Beamten, die man gestern durch die eine Thür hereingeführt hat, heute nicht durch die andere Thür wieder hinaus. Königlich sächsischer Bundes- commissär Staatsminister v. Friesen: Ich kann die volle Uebereinstimmung der verbündeten Re⸗ gierungen, und insbesondere auch der königlich sächsischen Regierung, mit der königlich preußischen Regierung nur bestätigen. Graf Bismarck be⸗ stätigt, seine frühere Bemerkung präcisirend, ganz die Auffassung des Vorredners: Abgeordn. Graf Schulenburg empfiehlt die Regierungsvorlage. Abg Twesten: Gerade gegenüber den heutigen Erklärungen des Grafen Bismarck müssen wir eine Entscheidung treffen. Im Abgeordnetenhause sagte der Präsident der Bundescommissarien übri— gens ja auch selbst, daß die Entscheidung der Diätenfrage Sache des Reichstags sein werde. Die Zustimmung des Vertreters der sächsischen Regierung überrascht mich, denn bis jetzt haben sich außer Preußen nur noch Reuß ä. L. und Mecklenburg gegen die Diätenzahlung erklärt. Daß sich auch ohne Diäten genug Männer für den Reichstag finden würden, bezweifle ich. Abg. Jungermann: Man darf diese Frage nicht zu einer Parteifrage machen. Wir haben keinen An⸗ spruch auf Diätenz wir sind nur hier, um uns selbst zu vertreten, um unsern Einfluß auf die Gestaltung des Bundes geltend zu machen. Ein nichthonorirter Abgeordneter ist bei dem Volke mehr angesehen, als ein aus der Staatscasse be— zahlter. Der Schluß der Discussion wird ange⸗ nommen. Das Amendement Weber- v. Thü⸗ nen wird in namentlicher Abstimmung mit 136 gegen 130 Stimmen angenommen. Damit ist der Abschnitt V der Vorlage erledigt. Zum Schluß folgen noch einige Wahlprüfungen. Berlin, 1. April. Nach Eröffnung der heu⸗ tigen Sitzung des Reichstags verkündete der Prä⸗ sident die Interpellation bezüglich Luxemburgs. Graf Bismark antwortete auf die Frage des Präsi⸗ denten, daß er bereit sei, sofort zu antworten. Der Abg. v. Bennigsen begründete seine Interpellation. Wir wollen Frieden, aber wir müssen zeigen, daß wir uns nicht scheuen, wo Deutschland bedroht ist. Geben wir rasch entschlossen eine Antwort auf die französischen Kriegstendenzen, wir werden sie dann im Keime ersticken. Graf Bismarck: Bei der hohen Tragweite der Frage in diesem Augenblicke müsse er sich auf Darstellung des thatsächlichen Verhältnisses, soweit es der königl. Regierung und ihren Bundesgenossen bekannt, beschränken. Nachdem mit Auflösung des deutschen Bundes die betheiligten Staa⸗ ten ihre volle Souveränetät europäischen Charakters wieder erlangt, sei Luxemburg dem neuen Bund behuf gegenseiti⸗ ger Unterstützung und Pflege nationaler Interessen nicht beigetreten. Die dortige Bevölkerung sei demselben abge⸗ neigt gewesen. Die Stimmung der luxem burgischen Re⸗ gierung fand in einer Depesche vom October Ausdruck, in welcher sie nachzuweisen suchte, daß wir kein Recht mehr hätten, in Luxemburg Besatzung zu halten. Die König⸗ liche Regierung hat keinen Druck ausüben wollen, um Luxemburg zum Beitritt in den Nordbund zu bestimmen, da der Großherzog in seiner Eigenschafst als König der Niederlande seinen Schwerpunkt außerhalb des Rundes und seine Interessen möglicher Weise vielfach im Wider⸗ spruch mit dem Bunde haben könnte. Man erweist der preußischen Politik nur Gerechtigkeit, wenn an einer her⸗ vorragenden Stelle ausgesprochen ist, die preußische Politik suche die Empfindlichkeit der französischen Nation, natürlich soweit es mit der eigenen Ehre verträglich ist, zu schonen. Aus derselben Rücksicht will ich mich enthalten, auf den zweiten Theil der Interpellation mit Ja oder Nein zu antworten. Was den ersten Theil der Interpellation be⸗ trifft so will ich das Sachverhältniß, so weit es zur Kenntniß der Staatsregierung gekommen ist, offen dar⸗ legen. Die Staatsregierung hat keinen Anlaß, anzuneh⸗ men, daß ein Abschluß über das künftige Schicksal des Großherzogthums bereits erfolgt sei(Sensation,) sie kann das Gegentheil natürlich nicht mit Bestimmtheit versichern, kann auch nicht mit Bestimmtheit wissen, ob, wenn er noch nicht erfolgt wäre, er vielleicht unmittelbar bevorsteht. Die einzigen Vorgänge, durch welche die Staats⸗Regierung veranlaßt gewesen ist, geschäftlich Kenntniß von dieser Frage zu nehmen, sind folgende: Vor wenigen Tagen hat S. M. der König der Niederlande den im Haag accreditirten preußischen Gesandten mündlich in die Lage gesetzt, sich darüber zu äußern, wie die preußische Regierung es auf⸗ fassen würde, wenn S. M. der König der Niederlande sich der Souveränetät über das Großherzogthum Luxem⸗ burg entäußerte.(Heiteckeit.) Graf Perponcher, der! preußische Gesandte, war angewiesen worden, darauf zu antworten, daß die Staats-Regierung und ihre Bundes⸗ genossen augenblicklich überhaupt keinen Beruf hätten, sich gegenüber dieser Frage zu äußern, daß sie Sr. Majestät die Verantwortlichkeit für die eigenen Handlungen selbst überlassen und daß die Staats-Regierung, bevor sie sich über die Frage äußern würde, wenn sie genöthigt werde, es zu thun, jedenfalls vorher sich versichern würde, wie die Frage von ihren deutschen Bundesgenossen, wie von den Mitunterzeichnern der Verträge von 1839, wie von der öffentlichen Meinung in Deutschland, welche gerade im gegenwärtigen Augenblick in Gestalt dieser hohen Versamm⸗ lung ein angemessenes Organ besitzt, aufgefaßt werden würde.(Bravo.) Die zweite Veranlassung war diejenige, daß die königlich niederländische Regierung durch den hie- sigen Gesandten uns ihre guten Dienste Behufs der von ihr vorausgesetzten Verhandlungen Preußens mit Frank- reich über das Großherzogthum Luxemburg anbot.(Heiter⸗ keit.) Wir haben darauf zu antworten beschlossen, daß wir nicht in der Lage seien, von diesen guten Diensten Gebrauch zu machen(Bravo! Heiterkeit) weil Verhand- lungen dieser Art nicht bestünden. In dieser Lage, meine Herren, befindet sich, soviel der k. Staats-Regierung be— kannt ist, die Sache noch in dieser Stunde, ich betone, so viel mir bekannt ist, beziehe mich auf das, was ich kurz vorher über die Möglichkeit eines Abschlusses gesagt habe. Sie werden von mir nicht verlangen, daß ich in diesem Augenblicke, ähnlich wie es einern Volksvertreter oder einer Volksvertretung zusteht, Erklärungen über die Absichten und Entschsüsse der königlichen Staatsregierung und ihrer Bundesgenossen in diesem oder in jedem Falle in die Oeffentlichkeit gebe.(Sehr richtig!) Die verbündeten Regierungen glauben, daß keine frembe Macht zweifellose Rechte deutscher Staaten und deutscher Bevölkerungen be— einträchtigen werde; sie hoffen, im Staude zu sein, solche Rechte zu wahren und zu schützen auf dem Wege friedlicher Verhandlungen und ohne Gefährdung der freundschaftlichen Beziehungen, in denen sich Deutschland bisher zur Genug— thuung der verbündeten Regierungen mit seinen Nachbarn befindet. Sie werden sich dieser Hoffnung um so sicherer hingeben köunen, jemehr das eintrifft, was Interpellant vorher zu meiner Freude andeutete, daß wir durch unsere Berathungen das unerschütterliche Vertrauen auf den unzer— reißbaren Zusammenhang des deutschen Volkes mit und unter seinen Regierungen bethätigen werden.(Lebhafter Beffall.) Präsident Simson: Ein Antrag auf Be— sprechung der Interpellation ist nicht gestellt. Ich spreche aber zuversichtlich die Empfindungen der Versammlung aus, wenn ich sage: Die Weise, in welcher der Reichstag die Interpellation und ihre Beantwortung acceptirte, spricht deutlicher, unzweideutiger als irgend ein formeller Antrag es könne. Das Haus tritt hierauf in die Tages⸗ ordnung ein zur Fortsetzung der Berathung des Bundesverfassungsentwucfs und erledigt die Art. 30 bis 44, Zoll- und Handelswesen und Eisen— bahnen betreffend, größtentheils in der von der Regierung vorgelegten Fassung, jedoch unter An⸗ nahme mehrerer von der Regierung gut geheißenen Amendements und ohne besonders bemerkenswerthe Debatte. Den Schluß bilden sodann noch Wahl⸗ prüfungen. Wegen arger Ungehörigkeiten trägt die Abtheilung auf Beanstandung der Wahl des Abg. Brons(Emden) an. In der letzten Sitzung konnte über diesen Antrag, weil das Haus nicht mehr beschlußfähig war, nicht mehr abgestimmt werden. Das Haus verwirft den Antrag der Abtheilung und erklärt die Wahl für gültig. Berlin. Die von der national⸗liberalen Partei durch den Abg. v. Bennigsen in Betreff Luxem⸗ burgs eingebrachte Interpellation lautet: Eine An⸗ zahl Mitglieder des Reichstags richtet die nach⸗ stehenden Anfragen an die Herren Vorsitzenden der Bundescommissarien: 1. Hat die königlich preußische Regierung officielle oder anderweitige Kenntniß davon erhalten, ob die in täglich ver⸗ stärktem Maße auftretenden Gerüchte über Ver⸗ handlungen zwischen den Regierungen von Frank⸗ reich und den Niederlanden wegen Abtretung des Großherzogthums Luxemburg begründet sind? 2. Ist die königlich preußische Regierung in der Lage, dem Reichstage, in welchem alle Parteien einig zusammenstehen werden, in der kräftigsten Unter⸗ stützung der Abwehr eines jeven Versuchs, ein altes deutsches Land von dem Gesammt⸗Vaterlande loszureißen, Mittheilungen darüber zu machen, daß sie im Verein mit ihren deutschen Bundes- genossen entschlossen ist, die Verbindung des Groß— herzogthums Luxemburg mit dem übrigen Deutsch⸗ land, insbesondere das preußische Besatzungsrecht in der Festung Luxemburg auf jede Gefahr hin dauernd sicher zu stellen? Luremburg. Ein officielles Telegramm aus dem Haag ertheilt der großherzoglichen Re⸗ gierung die Ermächtigung, die Behauptung einiger Journale betreffs einer Abtretung des Großherzog— thumes zu dementiren. Es herrscht eine große Freude in Luxemburg. l Holland. Haag. Der„Staatscourant“ (das officielle Journal der Niederlande) dementirt im Namen der Kanzlei des Großherzogthumes Luxemburg und in der bestimmtesten Weise die Nachricht, nach welcher die Abtretung des Großherzogthumes Luxemburg bewerkstelligt wor— den wäre. Dasselbe Blatt fügt hinzu, es würde von einer solchen Abtretung bloß in dem Falle die Rede sein können, wenn die betheiligten Groß— mächte sich in diesem Betreffe verständigen würden. Frankreich. Die„Opinion nationale“ räth heute sehr dringend von einem Kriege zwi— schen Deutschland und Frankreich ab, und fragt sich, was denn der Spannung, die sich kund gebe, eigentlich zu Grunde liege. Etwas Groß— thuerei von Seite der Deutschen, etwas üble Laune von Seite der Franzosen, meint sie. Das sei aber kein Grund, um einen Krieg anzufangen, der nur den Feinden der Freiheit diesseits und jenseits des Rheines nützen könne. Wie schwer würden alsdann in Paris wie in Berlin Preß⸗ freiheit, Versammlungsfreiheit, persönliche Frei⸗ heit ꝛc. wiegen? Der Krieg sei für Frankreich und für Deutschland der Absolutismus, das Wieder— erwachen des Nacenneides und des Religionshaders zwischen der lateinischen und der germanischen Race, dem katholischen Frankreich und dem pro— testantischen Deutschland. — Die Luxemburger Frage, so lautet eine andere Nachricht von Paris, kann jetzt so gut als ad acta gelegt betrachtet werden. Vor⸗ läufig bleibt es beim Alten, bis die Ausstellung vorbei ist, die am 1. April eröffnet wurde.(2) — Bei Eröffnung der Ausstellung sprach der Kaiser seine Zufriedenheit mit dem allgemeinen Resul⸗ tate derselben aus. Der Eröffnung wohnten bei: die Prinzen von Oranien, von Flandern und von Leuch⸗ tenberg; der kaiserliche Prinz war nicht anwesend. Friedberg, 3. Apeil. Wenn ein in der vorigen Nummer dieses Blattes erschienener Artikel mit einiger Aengstlichkeit die Wahrnehmung constatirt, daß der Zudrang zur Aufnahme junger Leute ins hiesige Schullehrer Seminar von Jahr zu Jahr abnehme, so erblicken wir dem gegenüber in dieser Thatsache nur eine höchst erfreuliche Erscheinurg. Es ist ein Beweis von unnalürlich ver⸗ schobenen Verhältnissen, wenn jeder junge Mann, der etwas mehr Talent und Kenntnisse besitzt, als sein Schul⸗ kamerad, auf„eine Anstellung“ im öffentlichen Dienste speculirt. Die Welt ist weit genug, um jedem Talent auch noch außerhalb der engen Verhältnisse„eines Amtes“ eine ehrenvolle und ausgiebige Stelle anweisen zu können, und wir freuen uns darum vom volkswirthschaftlichen Gesichtepunkte aus darüber, daß im Publikum die An⸗ schauungen über die Berufskreise, die tüchtigen jungen Männern geöffnet sind, gesünder zu werden beginnen. Daß dadurch aer ein Mangel an Schulaspiranten entstehen werde, braucht, vorerst wenigstens, nicht befürchtet zu werden. Wer den Verhältnissen nahe sieyt, weiß, daß von den zu Ostern des vorigen Jahres abgegangenen Aspiranten nur erst ganz wenige im öffentlichen Dienste verwandt worden sind; dazu kommen nun die diesmal entlassenen, so daß noch an 100 junge Leute auf Ver⸗ wendung warten. Auf der andern Seite hat der Bedarf aus bekannten Gründen abgenommen, und es ist deshalb auch beschlossen worden, in Zukunft jedes Jahr nur 40 Präparanden, gegenüber den früheren 50, ins Seminar neu aufzunehmen. Wir sehen also nach keiner Seite hin eine Gefahr, die zu Besorgnissen Aulaß geben dürfte, freuen uns vielmehr, wie gesagt, daß es den Anschein gewinnt, als wollten unsere Verhältnisse nach der be⸗ regten Seite hin allmählich normaler werden. St. Zur Bechtfer tigung. N Das im„Unterhaltungsblatt“ Nr. 15 enthaltene Gebicht: Philipp's des Großmüthigen Tod fanden wir auf einem„Vaterlandofreund“ signirten Makulaturbogen ohne nähere Bezeichnung und ohne Angabe des Versassers und brachten es so zum Abdruck. Wir würden dies um so freudiger gethan haben mit Nennung des Verfassers, wenn uns als solcher Herr Pfarrer Engelbach in Butzbach bekannt gewesen wäre. Dies dem Herrn Verfasser gegenüber zu unserer Ent⸗ schuldigung und Rechtfertigung. Was von anderer Seite bei dem Abdruck dieses Gedichtes, so wie er von uns geschehen, gesucht und ge⸗ funden und gegen uns bemerkt werden will, kann und Die Red. soll uns höchst gleichgültig sein. 4 d shaells d. Maubein 5 1 9. W —„ Edie 1 gried! 0 Julchen nac kdutzunn dei pier Wochen de! apw zeigen un ullassungsutkus Ftiedder *— Obi 84 drang = ohnhaft zu N Hegdsschtgt wet Forderungen an Groß herzogl. La zu machen, wid werden wird. Friedbert, Hol, 840 Fieitag d Waldbpiftrett d folgendes Nuß 10 Eben. S Slartr S 0 Abspen⸗ ut 5 Lachen⸗St Da Nahen Vormittags 10 pPun end — 0 1856 8 Imeindewald Nichelau und slich versesger/ 2 Eichen. J Sti g 20 wah Christen esentod tulich NAA, an Schul⸗ — Da ut m Tata Amtte“ zu konnen afl ichen bir A= Holz- Versteigerung. 30 Im Naubeimer Stadtwald, Ablbeilung Sumpf, 835 Die am 22. v. Mis. in biefigem Gemeindewald bmmen nach verzeichnete Ho'zsortimente zur Versteigerung: abgeh Atene Holzversteigerung ist und Samstag den 6. April erste Fahrtag auf Mittwoch den 4. d. J. Freitag den 5. d. J., von Vormittags 9 Uhr an: 10½ Klafter Eichen Scheitholz, 58 5„ Prügelbolz, 18%„ Stockbolz, 22780 Stück Eichen Wellen und U. Montag den 8. und Dienstag den 9. April d. J., von Vormittags 9 Ubr an: 550 Stück Eichen- Stämme in 6176 Cbkfß., welche sich zu Eisenbahnschwellen, Werk und Wagner bolz eignen und 97 Stück Eichen Deichseln. Gegen genügende Bürgschaft wird Zablungsfrist bis Michaelis d. J. bewilligt Nauheim den 30. März 1867 Großherzogliche Bürgermeisteret Nauheim Ri e ß. ** 1* Edictalladung. l Friedrich Bernhard von Rockenberg leabsichtigt nach Bockenheim im Köaglgreich Preußen dus zuwandern. Forderungen an denselden find binnen ner Wochen bet Greoßberzoglichem Landgericht Butzbach inzuzeigen und geltend zu machen, widrigenfalls die utlassungsurkunde erthellt werden wird. Friedberg den 30. März 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Edictalladung. 642 Franz Feiling II. von Nieder-⸗Weisel ewohnpaft zu Nieder⸗Ofletden im Kreise Alsfeld— leabsichtigt mit Famtlie nach Amerika auszuwandern. forderungen an denselben sind binnen vier Wochen bet Broß herzogl. Landgericht Butzbach anzuzeigen und geltend n machen, widrigenfalls die Entlassungsurkunde ertheilt derden wird. Friedberg den 29. März 1867. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Holz ⸗Versteigerung. 43 Freitag den 12. d. M., soll in dem Fürstlichen Baldbistrikt Herrngarten und Neuheege bel Villingen solgendes Nutzbolz öffentlich versteigert werden: 155 Elchen⸗Stämme bis zu 60“ Länge und 24“ Stärke= 7688 Cbffß., 9 Aspen⸗ und Elsbeerenstämme= 152 Cbkfß. 5 Buchen⸗Stangen(Wagnerbolz)= 13„ Der Anfang ist im Herrngarten au der Pöllwiese, dormittags 10 Uhr. Hun en den 1. April 1867. Fürstliches Rentamt Dem me. Holz-Versteigerung 56 Donnerstag den 11. April d. Z. sollen im Ge⸗ beindewald Kefeurod, Distrikt Kälberbach, zwischen Nichelau und Christinenhof, folgende Holzsorten öffeut— ich versteigert werden: 2 Eichen ⸗Stämme, 56 Cbksß. Wagnerbolz, 3 Stüc Fichten Stammholz, 37 Cbkfß., 20 bts 25 Fuß lang, 5 bis 6 Zoll Durchmesser, 1644, Fichten Stangenhbolz, 1541 Cbkfß., von 1—4“ Durchm und 20-40“ Länge. Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Michelau dach Chriftinenhof am Pflanzgarten, Morgens 10 Ubr. Kefenrod den 30. März 1867. Großberzogliche Bürgermelsterei Kefenrod Reutz el. Holz ⸗Versteigerung. 557 Im Ober⸗Rosbacher Gemeindewald, Distriet Salz- berg, kommt nachstebendes Holz Montag den 8. d. M ur öffentlichen Versteigerung: * Stecken Eichen⸗Scheitholz, * Nadel⸗ 7 8/„ Eichen⸗Prügelbolz, 4* Birken⸗„ 5 5 Nadel⸗„ 20¼„ Eichen Stockholz, 70 1 Nadel⸗ 7 1600 Wellen Buchen⸗Reißerholz 10990, Elchen⸗ 75 7076 7„ Birken-Reiserholz, 3400 Nadel-Reiserholz. 1 109 Eschen Stämme von 6—13“ Durchm., 10—25˙ Länge, mit 1306 Cbkfß., 41 Klesern- Stämme von 5— 40“ Länge, 6— 15“ Durchm., mit 757 Cofsß., 14 Lärchen⸗Stangen von 4“ Durchm und 15 Länge. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im Schlag selbs, vor dem Wald. Ober Rosbach den 2. April 1867. Groh herzogliche Bürgermeißeret Ober⸗Rosbach er. Eine geräumige Wohnung 54 wird auf der bresten Straße zu miethen gesücht Näpetes unter Nr. 854 bet der Exped. d. B. Bekanntmachung. Mis. bestimmt worden. Ober⸗Florstodt am J. April 1867. Großherzogliche Bürgermelsteret Ober Florstadt Schmidt. D Holz ⸗Versteigerun 862 Dienstag den 9. d. M, Vormittags 10 Uhr, sollen in biesigem Gemeindewald nachbenaunte Holz sorten versteigert werden and zwar 192 Stück Stamm und Stangenholz von 5—24“ Durchmesser und 20— 40“ Länge, 5318 Cbksfß. halsend, 21 Stecken Eichen Scheidholz und circa 200 Eichen Reiser Selters den 2. Apeil 1867. Großberzogliche Bürgermelsterel Selters Emrich. Schon am 15. April d. J. findet wiederum eine große Gewinnziehun es k. k. österr. Staats-Prämien-Anlehens vom Jahre 1864 statt. Die Ziehung geschieht öffentlich im Beisein von Regiecungsbeamten und müssen in dieser einen Ziehung nachstehende hohe Treff gewonnen werden; fl. 220,000, si. 15,000 10,000, 3 à 5, 000, 3 à fl. 2,000, 6 à fl. 1,000, 15 a fl. 500, 30 à fl. 400, 940 à fl. 145. Durch unterzeichnetes Han Miethscheine für die devorstehen 15. April gültig, zu beziehen und kostet 1 Stück fl. 3. 30. ½ Stick fl. 1. 49. 3 ganze oder 6 halbe fl. 8. 45. 7 ganze oder 14 halbe fl. 17. 30 kr. Ebenso offerire- Miethscheine für die nächsten 1 5 Gewinnziehungen, vom 15. April 1867 bis 15 1. März 1868 gültig, per Stück zu fl. 15., halbe zu fl. 7½. 9 sind Ziehung, am ungshaus Gesällige Aufträge werden gegen Einsendung des Betrags, Postnachnahme oder Posteinzahlung 17 pünktlichst effektuirt, jede zu wünschende Auskunft 0 7 wird bereitwilligst ertheilt, ausführliche Verloosungs Pläne werden gratis ausgegeben, sowie nach staltgehabter Ziehung, Listen und Gewinngelder franco versandt. Man wende sich daher gefl. baldigst und direkt an 7 N Joh. Fried. Scheibel, Staatseffektenhandlung in Frankfurt a. M. 744 Fahrgasse No. 111. P. 8. Es wird noch ausdrücklich darauf auf merksam gemacht, daß mit der geringfügigen Einlage von fl. 3. 30. au 15. April der Haupi⸗ preis von fl. 220,000 zu gewinnen ist. Beachtenswerth! 201 Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. Auch finden diese Kranken Aufnahme in des Unterzeichneten Hetlanstalt. Specialarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel bei St. Gallen.(Schweiz.) ,* 4 0 Versteigerung. 838 Mittwoch den 10. und Donnerstag den 11. d. M., jedesmal Vormittags 10 Uhr beginnend, läßt der Unter— zeichnete wegen Einstellung seines Geschäfts nach— folgende Gegenstände freiwillig in seiner Behausung versteigern: zwei trächtige Kühe, ein trächtiges Mutterschwein, zwel vollständige Wagen, zwel Dickwurzmüblen, drei steinerne Futtertröge, wobei einer von 5 Ohm haltend, zwel Wagentücher, sämmiliches Pferdegeschtrr, 50 Ohm verschtedene Fässer, 5 vollständige Betten. 150 Centner Weizenflroh, 20„ Haferstroh, 15 1 Kleeheu, 60 Grummet, 400 Stück Gartenpflöcke, 100 Stück Baumstutzen, verschiedene Pfllige, Eggen, eine Walze, Bütten, eine Partie Säcke, zinnernes, kupfernes und sonstiges Haus- und Küchengeräthe. Kalchen am 1. April 1867. Heinrich Roth II., Gastwirth. Agenten ⸗Gesucl Agenten⸗Gesuch. 796 Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntulsse nöthig find, werden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. Reflectanten belleben ihre Adresse unter den Buchstaben IB. IB. No. 20 an die Expeditton d. B, ranco einzusenden. genehmigt und der Ein freundlich möblirtes Zimmer 855 ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 855. Circa 20,000 Buchsbaumpflanzen bat zu verkaufen Frau Rentmeister Filius 8 6— in Melbach. ö 20 bis 25 Malter Kartoffeln bat zu verkaufen Heinrich Dienst IV. 849 8 1 zu Ockfadt. Dr. Pattison's Gichtwatte lindert sofort und 4 belt sanen 6 icht, 4 4 Rheumatismen 277 aller Art, als Gesichts⸗, Br Hals⸗ und Zahnschmerzen, Kopf-, Hand- und legicht, Glteder⸗ 1 elßen, Rücken- und Lendenweh u. s. w. In Paketen zu 30& 16 kr. zu haben bei J. A. 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Listen und Pläne werden gratis und franco über— mittelt. NB. Zu der nächsten, am 15. April d. J. slatt⸗ findenden Gewinnziehung, deren Haupttreffer fl. 220,000 ist, erlasse ich gleichfalls valb Loose à fl. 1. 43, ganze Loose à fl. 8. 30 6 ganze oder 12 halbe Loose à 20 Gulden gegen baar, Posteinzablung, oder Nachnahme. Drei Pferd r ferde, 866 gut geritten und gefabren, sind zu verkaufen. Nähere Auskfunft ertheilt Töterarzt Völcker in Echzell. Ein großer Flügel, 850 welcher s. 3. 300 fl. gekostet, wird des Raumes wegen für 25 fl. abgegeben. G. Schulhof. Friedberg. Zwei tüchtige Gesellen 845 finden gegen guten Lohn Beschäftigung bel Wolf Buchsweiler, Schuhmacher, 2 Judengasse. Eirea 10 Ohm reingehaltenen weißen und rothen Wein 853 bat preiswürdig zu verkaufen Löb Straus. Unter ½ Obm kann nicht abgegeben werden. Wichen, Erbsen& Haser zur Aussaat bei Gebrüder Löb 709 837 Da ich schon seit zwei Jahren fast meine sämmtlichen Maschinentheile von Herrn Im Saale det dtei Schwertet 5(vormals Harmonie) Sonntag den 7. April Großes Concert à la Strauss, 5 ausgeführt von der rühmlichst bekannten Musik des königl. preußischen 34. Jufanterie⸗Regiments aus Frankfurt, 8²⁶ unter persönlicher Leitung des gerrn Kapellmeisters Parlop. Entree: Einzelkarte 24 kr.— Familienkarte für 3 Personen 1 fl., für 4 Personen 1 fl. 12 kr. Karten sind bis zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr zu obigem Preise bei mir zu haben, an der Kasse tritt ein erhöhter Preis zu 30 kr. à Person ein. Anfang 6 Uhr. Schluß des Programms 11 Uhr. Man bittet vor 10 Uhr nicht zu rauchen. 8 ö 5 8 Restauration à la carte. Indem ich mir erlaube, darauf aufmerksam zu machen, daß die von Herrn Parlo w arrargirten Concerte sich überall des größten Beifalls zu erfreuen haben und deßhalb einen sehr genußreichen Abend versprechen zu können glaube, lade ich zu recht zahlreichem Besuche ergebenst ein. H. J. Simon. Die Programme, welche mit den Karten ausgegeben werden, besagen das Nähere. Porschuß-& Credit-Verein. 858 Eingetretener Hindernisse halber findet die nächste Generalversammlung erst Sonntag den 14. April. Nachmittags 3 Uhr, im Saale der Harmonie statt. Der Aus schuß. Polschuß- und Credit-Verein zu Aeichelsheim. 863 Sonntag den 7. d Mts., Mittags 3 Uhr, im Gasthaus zur Lilie Generalversammlung. Verpachtung. 839 Ein Theil der Freiherrlich von Wetzel schen Besitzungen zu Obermöclen, 100 Morgen Ackerland und Wiesen, nebst Oekonomie-Gebäulichkeiten, ist zu pachten und kann der Antriit gleich erfolgen. 5 Pachtliebhaber wollen sich gefälligst an den Unterzeichneten wenden, woselbst die näheren Bedingungen zu erfahren sind. Frankfurt a. M. den 1. April 1867. Freiherrl. von Wetzel'sche Verwaltung H. Berg, Oeder Weg 10. An die Dampf ⸗Dreschmaschinen⸗Besitzer in der Wetterau und Umgegend. M. Henkel, Mechanikus in Friedberg, beziehe, wie neue Lager, Achsen ꝛc., und auch beim Schlusse meiner Drescherei von demselben die Dampf- und Dreschmaschine gründlich repariren ließ, kann ich Herrn M. Henkel nur empfehlen und bin der festen Ueberzeugung, daß er Jeden so reell und billig bedient, wie nur eben möglich. Wölfersheim den 31. März 1867. F. Schwarz. Für Landwirthe! 797 Dombasle Pflüge No. 0& 1 Waschmaschinen. Häcktselmaschinen Bentall No. 1& 2. Wringmaschinen. do. Dean Weißzeugmangen mit Schwungrad. Nichmond 8 Chandler. do. ohne do. do. bei Louis Marburg& Söhne in Frankfurt a. M. „Zur Reichskrone.“ An Magenkrampf, Ver dau- ö 2 ungsschwäche 42 keidenden 861 Ziegel⸗Kohlen ganz 174 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr.] ausgezeichneter Güte, offerire ich für alle Eisenbahn⸗ med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus elner Stationen zwischen Gießen und Frankfurt à 26/ kr. Broschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis per Centner. In geeigneten Fällen bewillige ich Eredit ausgegeben wird, zu ersehen bis December d. J. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein G. F. Freundlieb, neben der Stadlkerche. durch den Apotheker Doeeks in Barnsdorf Ein Logis (Hannover) verabfolgt. i Versteigerung. 847 mit 5—6 Zimmern und Zugehör hat zu bermiethen Friedrich Hilbrecht's Wiwe. 848 Freitag den 5. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, will Ein Laufdienst Unterzeichneter in seiner Hoftaitte zwet, aus dem Concures des Zobannes Neumann III. der Cor 809 ist für ein braves Mädchen bei einer kleinen Famtlie Anmeldungen können bei der Exped. d. Bl. öffentlich meistbietend versteigern. Ockstadt den 3. April 1867. offen. Casinod. 864 Statt Sonntag den 7. d. M. wird das nächste Oamencasino Samstag den 6. d. M. abgehalten. Beginn pröeis 6 Uhr.. Der Vorstand. 5 Gin ladung. 800 Auf plelsettigen Wunsch derjenigen Gläubiger der Sparkasse zu Lich, welche den Nachlahvertrag nicht an⸗ erkannt haben, foll eine Besprechung darüber was in der Sache wester beabfichtigt wird, Samfstag den 6. April, Nachmittags 1 Uhr, bei Gaffwteth Jäger zu Münzenberg stattfinden, wozu die Interessenten hierdurch eingeladen werden. Mehrere Interessenten. EEA Ein Pferd, 840 12 Jahre alt steht billig zu verkaufen bet Ossenbheim. Georg Weisensee. Nächste Gewinnziehung am ene 1867. Hauptgewinn 1. 461 ämien⸗Anl f. 250,000. Größte don ct Gewinn- Aussichten. Nur 7½ Gulden 726 kostet ein halbes Prämienloos, 15 Gulden ein ganzes Prämienloos, ohne jede weitere Zahlung auf sämmtliche 5 Gewinnziehungen vom 15. April 1867 bis 1. März 1868 gültig, wemit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200.00, 50,000, 25,000, 15,000 dc. ꝛc. gewinnen kann. Jedes herauskommende Loos muß sicher einen Gewinn erhalten. Bestellungen unter Beifügung des Betrags, Posteinzahlung, oder gegen Nachnahme sind bal digst und nur allein direkt zu senden an das Hand⸗ lungsbaus H. B. Schottenfels in Frankfurt a. M. Verloosungspläne und Gewinulisten erhält Jedermann unentgeltlich zugesandt. 852 Alle Sorten Specerel Waaren, sowie aus gezeich neten Essig. Branntwein und Wein bei Frankfurt a. M. Joseph Roßbach, Bornbeilmer Straße Nr. 17. 6 bis 7 Ctr. Heu 844. bat zu verkaufen Joh. Schwalm, neben dem kathol. Schulhaus. Duchsbaumpflanzen, 846 zum bllligsten Preis per 1000 Stück bei Ka ichen. Decan Fertsch. S K In Gießen 851 tist ein kleiner Laden nebsi Logis zu vermiethen, besonders geeignet für einen Buchbinder, indem ein gutem Erfolg darin betrieben worden ist. Nähere Aus“ kunft ertheilt Herr Bäckermeister Lochmann in Friedberg. Theater in Nauheim. 685 Freitag den 5. April, zur Eröffnung der Bühne: Er ist nicht N Lufispiel von Elz. e rauf: Sachsen in Preußen. Posse mit Gesang in 1 Akt. Zum S ch lu ß: und Tanz von E. Pohl. Erler. Fruchtpreise. Per Malter. N Friedberg, 3. April. Waizen 15 fl.— kr.; K 10 fl. 55 kr.; Gerste 9 fl. 10 kr.; Hafer 5, fl.— kr. Frankfurt, 1. April. Weizen 15 fl. 12 kr.; Korn 11 fl. 35 kr.; Gerste— fl.— kr. 3 Hafer 8 fl. 35 kr. Grünberg, 30. März. Waizen 15 fl. 5 kr.; Korn 11 fl. 7 tr.; Gerste 9 fl. 10 kr. Hafer 5 fl. 16 kr.; — kr.; Saamen 17 fl. 5 kr. z Kartoffeln 4 fl. 15 kr. Mainz, 29. März. Waizen 16 fl. 6 tr.; Korn 10 fl. 58 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 26 kr.; Kartoffeln 4 fl. 30 kr.) Noggenstroh per 100 Gebund 19 fl.— kr. Preise verschiedener Gegenstände. Friedberg am 3. Vpril. Butter pr. 2 30 kr.] Eier 3 Stack 4 kr. Brennholz, Buchen⸗Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl.— kr. bis 7 fl. 10 kr. Veraviw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. cursmasse zustehende Wagen(Ein⸗ und Zweispänner) ge schehen. Der Massecurator Dienst. gleiches Geschäft nebll Schreibmatertallen-Dandel mt Kurmärker und Picarde. Gemebild mit Gesang ö Das Local ist in der Krone bei Perrn Fritz. Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 50 kr.; Wicken 9 fl. g geurislin Auf in Zwecken d kototobe mal das Geld an Verzeichni zur Unter Bönfad! 5 fl.— fannt 550 W,. f Pftder⸗Floistatt Mörlen 90 fl., * Die Jlbensiadt,“ haben Gade Bettesfen! Nu an die umg ——— Hessen terium haf eit körwigfei in den OGesetz Landtage m holt an die — Na Großberzo⸗ 300,000 2 4000 Gul Kreuzern, Friedl 6g. enthal schluß des porden, dg . N fsenber 0 len. Ossen