Neu eintretende Abonnenten auf den„Anzeiger“ für 1868, welche jetzt schon ihre Bestellungen machen wollen, erhalten das Blatt für den Monat Dezember d. J. gratis. 1867. Dienstag den 3. Dezember. „ 143. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Betreffend: Das Landgestüt, nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden Hengste für Privat— perss nen für 1868 Amtlicher Theil. Friedberg den 30. November 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir sehen für das Jahr 1898 nicht vorhanden. 3 Tagen Ihren Berichten entgegen, ob Privatpersonen vorhanden sind, die Hengste zum Bedecken von Stuten ien und der angeordnet werdenden Untersuchung unterziehen wollen, gegerfalls wir annehmen, daß selche Tur a pp. rauf on ter Schloß. 8 nachtsve Geschw d Stickereigeschäft» Weih iger 1 f bill 0 3 Nod“ Women, De — 1 N es U — * * — — — * 2 *— * * 2 — — — —— Hessen. Darmstad t Geh. Obersteuerrath nisse der localen Verhältnisse und den ernsten Ewald, provisorischer Vorstand der Oberzolldirek— Willen für das Rechte einzustehen besitzt. Jede tion, ist zum Mitgliede des Behufs der Berathung Gemeinde bietet solche Männer, es ist nur nöthig, über Zollvereinsangelegenheiten erweiterten Bundes- daß man sich darnach umsieht und sich über ihre rathes des norddeutschen Bundes ernannt worden. Wahl vorher verständigt. Hierzu möchte Schreiber — Wie ein hiesiges Blatt vernimmt, soll das mit diesen wenigen Zeilen anregen. zweite Jägerbataillon am 1. Jan. k. J. hierher, Preußen. Berlin In der Budgetkom- ein Bataillon Infanterie dagegen in eine benach- mission lag am 28. d. die Berathung der Kredit— barte Ortschaft verlegt werden und dann allviertel⸗ vorlage vor. jährlich Garnisonswechsel stattfinden. Twesten beantragte, die Regierung möge die Genehmigung des Landtags für die — Folgende Kreisärzte sind versetzt oder neu Abfindungsverträge mit den depossedirten Fürsten ernannt worden: Dr. Weber, prakt. Arzt von einholen. Der anwesende Finanzminister theilt Echzell nach Gernsheim; Kreisarzt Dr. Wagnersmit, der Ministerpräsident würde die politischen von Ulrichstein nach Osthofen; Kreisarzt Dr. Hirsch in Schotten nach Ingelheim; Kreisarzt Beschlußfassung ausgesetzt wird. Motive zu den Verträgen mittheilen, worauf die Im Laufe der Dr. Müller in Friedberg nach Schotten; Kreis- Besprechung wurde constatirt, daß über die Zu— arzt Dr. Scotti in Gernsheim nach Heppenheim; Dr. Schenk, prakt. Arzt in Griesheim nach Ulrichstein; Dr. Lorenz, prakt. Arzt in Vilbel nach Friedberg. — Bestem Vernehmen nach ist die Taunus bahn(Strecke zwischen Frankfurt⸗Wiesbaden) an den preußischen Staat verkauft. * Friedberg. Eine Correspondenz der „M. Ztg.“ aus Kassel will aus zuverlässiger Quelle mittheilen können, daß die Abzweigung der durch die Wetterau nach Hanau projek⸗ tirten Eisenbahn nunmehr definitiv in Friedberg stattfinden wird. Der baldigen Inangriffnahme sowohl dieser als der Hanau-Offenbacher Linie kann mit Sicherheit entgegen gesehen werden, in- dem Preußen diese Bahnbauten ihrer strategischen Wichtigkeit halber kaum länger hinhalten zu lassen, in der Lage sein dürfte. & Friedberg. Die Ergänzungswahl des Gemeinderaths wird im Laufe dieser Woche in unferer Stadt vorgenommen. Diese Wahl ist eine ernste und wichtige Angelegenheit, wir möchten sagen, für die einzelnen Gemeinden die wichtigste aller Wahlen, da von derselben das Wohl der Gemeinde abhängig ist. Wer so die Wichtigkeit der Gemeinderathswahl erkennt, der wird nicht unterlassen, bei derselben nicht allein selbst zu er- scheinen, sondern auch für eine rege Betheiligung unter seinen Mitbürgern zu wirken, der wird ts sich ferner angelegen sein lassen, daß bei Auf⸗ stellung von Wahlcandidaten verwandtschaftliche Berhältnisse, Eigennutz und Ehrgeiz nicht eine Rolle spielen, daß title Großsprecherei, An— maßung und Gehässigkeit, hinter allen dem gewöhn⸗ ich gar wenig oder nichts steckt, zur Geltung licht kommen können. Wirkliche Befähigung muß einzig und allein den Ausschlag geben; der zum Gemeinderath zu Wählende mag zu dieser oder jener Religion sich bekennen, reich oder arm sein, venn er nur ein warmes Herz für seine Mit⸗ lürger, Interesse für das Gesammtwohl, Kennt- sammensetzung der Commission für die Dotation des Königs von Hannover noch keine Einigung erzielt, und daß Preußen noch im Besitze der auszuzahlenden Gelder sei. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ kritisirt scharf die sofortige Zustimmung Hessens zur Conferenz, womit entweder ein Mangel politischer Schicklich⸗ keit oder Mißachtung der nationalen Idee bewiesen sei, da Hessen noch außerdem eine vertragsmäßige Verpflichtung gegen den Norddeutschen Bund vor- gelegen habe. Das Präfidium des Norddeutschen Bundes soll Beranlassung genommen haben, sich über dieses Sachverhältuiß gegen die großherzogl. Regierung näher auszusprechen. — In der Budgetcommission erklärte Graf Bismark bei der Berathung der Creditvorlage in Betreff der Abfindungssumme für die depossedirten Fürsten, die Geldentschädigung sei so hoch ge⸗ griffen worden, damit alles Prätendententhum aufhöre. England, das bei dem Vertrage mit Hannover betheiligt sei, habe demselben zugestimmt. Graf Bismark protestirt entschieden gegen die der Regierung entgegengehaltene Einwendung, sie sei nicht berechtigt gewesen, die Entschädigungsgelder aus der Anleihe zu entnehmen. Er werde, wenn das Haus die Vorlage der Verträge verlange, die Ermächtigung des Königs dazu nachsuchen. Der Antrag Twestens wurde schließlich mit 17 gegen 13 Stimmen angenommen. — In der Debatte über das Budget greift Twesten die Zahlung der Abfindungssummen an die depossedirten Fürsten aus der 60 Millionen- Anleihe als ungesetzlich an. Bismarck verwahrt sich energisch gegen den Angriff Twestens. — In der Sitzung des Abgeordnetenhauses zog Lasker seinen zweiten Antrag, betreffend die Niederschlagung des Verfahrens gegen Twesten und Frentzel, zurück. — Die neueste Nummer des Kladderadatssh wurde mit Beschlag belegt. — Nachdem die Untersuchung wegen der im vergangenen Frühjahr entdeckten hannoverschen Verschwörung geschlossen ist, werden nun eine Anzahl betheiligte, früher hannoversche Offiziere, welche sich sämmtlich im Auslande aufhalten, wegen Hochverraths in den Anklagestand versetzt und öffentlich zum Untersuchungstermin vorgeladen. Dieselben sind angeklagt, im Jahre 1867 als preußische Unterthanen eine Verschwörung einge⸗ gangen zu sein, zu dem Zwecke, die preußische Provinz Hannover vom Gebiete des preußischen Staates loszureißen. Bremen. Die Unionsregierung hat mit dem norddeutschen Lloyd wegen wöchentlich ein- maliger Mitnahme der Post nach Europa Contract abgeschlossen; England hat ähnlich mit dem Lloyd contrahirt. Von Köln wird gemeldet, daß die Auswan⸗ derung bei der italienischen Jugend sehr überhand nehme. In wenig Tagen seien etwa 3000 durch- weg 18—24 jährige, darunter ohne Zweifel viele Garibaldianer, welche Europa Valet sagen, durch Köln gekommen, um jenseits des Oceans eine neue Heimath aufzusuchen. Die jungen Leute, welche die mittlere Größe nicht überschritten, aber kräftig gebaut sind und muthig in die Welt schauen, machen am Rhein einen guten Eindruck. Wiesbaden. Der„Rh. Kur.“ theilt auf Grund zuverlässiger Erkundigungen mit, daß der Fortbestand der nassauischen Landesbank in keiner Weise in Frage gestellt ist. Vielmehr sei Seitens der kgl. Staatsregierung nur die durch die veränderten Verhältnisse gebotene Reorganisation der Landes bankverfassung in Erwägung gezogen. Frankfurt. Der Vorstand des Frank- furter Dombau-Vereins hat einen Aufruf „an die im Auslande lebenden Frankfurter“ mit der Bitte um Betheiligung an Erfüllung der Ehrenpflicht,„die würdige Herstellung des Bau- werkes zu übernehmen, das zuerst unserem kleinen Freistaate jene centrale Bedeutung verlieh, die ihm bis zu den neuesten Ereignissen geblieben ist.“ Es soll die Kathedrale in ihrer alterthümlichen Großartigkeit jener störenden Anhängsel, der Häuser und Buden entkleidet werden und das ihr zu Gute kommen, was die Neuzeit an Verständniß und Sinn für alte Kunstschöpfungen gewonnen hat. Bayern. München. Die„Süddeutsche Presse“ meldet: Frankreich regt einen Ausspruch der Großmächte über Serbien an und schiebt den- selben alle Folgen einer bewaffneten Action zu, da ihn die europäische Garantie von einer ein⸗ seitigen bewaffneten Intervention abhalte. — Die„Südd. Presse“ enthält ein Wiener Telegramm: Serbien erkläre feierlich, daß es nur wegen der bedrohlichen Rüstungen der Pforte und zur eventuellen Abwehr einer Vergewaltigung militärische Maßregeln treffe. — —— — ———..—ů————ͤ— — Der„Augsb. Allg. Ztg.“ wird officiös, von Berlin geschrieben: Die Conferenzidee habe in Paris eine Wandlung erfahren. Statt einer entscheidenden, solle nun eine berathende Conferenz, berufen werden. Preußen, England und Rußland beharrten auf der Vorlage eines bestimmten Programms unter vorausgehender Verständigung Italiens, Roms und Frankreichs. Von den Großmächten, Oesterreich ausgenommen, fehlen noch Erklärungen in Paris, ebenso von Belgien und Holland. Bayern erwarte die Theilnahme Italiens und Roms. Augsburg. Der„Allgem. Ztg.“ wird vom Rhein geschrieben, glaubwürdigen Andeutungen zufolge beabsichtige Napoleon allerdings eine Be⸗ seitigung der weltlichen Macht des Papstthums gegen reichliche materielle Entschädigung. Frank- reich stelle demgemäß überall genaue Erhebungen über die Größe des katholischen Kirchenfonds und dessen Verwendungen an, um dem Papste aus entsprechenden Beiträgen eine Civilliste zu sichern. Die Residenz des Papstes und der Sitz der obersten Kirchencollegien bliebe Rom als neutraler Boden und das Personal der letzteren würde als exterritorial betrachtet. Baden. Karlsruhe. Die erste Kammer hat das Wehrgesetz einstimmig angenommen. Oesterreich. Wien. Ein Telegramm des„Fremdenblatts“ aus Belgrad meldet: Die serbische Regierung beschloß, eine Anleihe von 2,000,000 Rubel zu Kriegszwecken noch dieses Jahr zu realisiren.— Die„Morgenpost“ figna⸗ lisirt eine eventuelle Uebertragung des Kriegsmini⸗ steriums an Gablenz. Frankreich. Paris. Ein Dekret des Kaisers beauftragt den Minister des Aeußern, Marquis de Moustier, die Diskussion über die italienische und deutsche Angelegenheit im Senate und gesetzgebenden Körper zu unterstützen. — In der„Liberté“ werden zwei neue Flug⸗ schriften des Herrn v. Girardin angekündigt, die soeben bei Michel Lévy froͤres zur Ausgabe gelangen. Die erste ist betitelt:„Macht und Ohnmacht, Fragen des Jahres 1865“, die zweite „Der Erfolg, Fragen des Jahres 1866“; letztere Schrift ist mit einer Einleitung versehen, die in Form eines Schreibens an den Grafen Bismarck vom Standpunkt der allgemeinen europäischen Entwaffnung sich über die zukünftigen„beiden geographischen Einheiten, Deutschland und Frank⸗ reich“, ausspricht. Toulon. Zwei Transporte Cavallerie und 3000 Mann Infanterie sind aus dem Kirchen⸗ staate eingetroffen. Drei weitere Transporte find signalisirt.. Spanien. Die spanische Regierung bat eine neue Institution in's Leben gerufen, die stark an die alte Inquisition und an die Wohl⸗ fahrts aus schüsse der französischen Revolution erin⸗ nert: es sind für ganz Spanien„General⸗Ueber⸗ wachungs⸗Inspektoren“ ernannt worden, welche in diejenigen Provinzen geschickt werden sollen, in denen der Minister des Innern es für zweckmäßig trachtet. Wo sie erscheinen, find sie sofort die Chefs aller in das Ueberwachungsfach einschlagen⸗ den Verwaltungszweige. Italien. Florenz. Am 28. November fand eine Haussuchung in dem aufgehobenen Kloster der„Brüder Chartreux“ bei Florenz statt. Es wurde eine sehr beträchtliche Summe Silber entdeckt nebst Befehlen für die Brüder von Rom aus, ihre Organisation als geheime Gesellschaft und Glied der großen Chartreuse von Grenoble fortzusetzen.— Die Polizei legte heute eine auf ⸗ rührerische Proklamation Mazzini's an die Armee mit Beschlag. — Das Amnestiedekret für Garibaldi wird erwartet. Italien macht die Beschickung der Conferenz von dem Abzuge der Franzosen aus dem Kirchenstaate abhängig.„Riforma“ räth f die Verwerfung des Budgets. — Die„Italie“ stellt über die begonnene Räumung des pärstlichen Gebietes Seitens der Franzosen, die sie als den Vorläufer einer nahe bevorstehenden vollständigen Räumung ansteht, folgende Betrachtungen an:„Die französische Re⸗ gierung fängt an, zu begreifen, daß eine Inter⸗ vention eine Ursache zu Verlegenheiten aller Art ist, und sie will sich so bald als nur irgend mög- lich der Verantwortlichkeit, die sie auf sich geladen hat, entladen. Hoffen wir, daß sie bis zu Ende folgerichtig sein und zum Prinzip der Nichtinter⸗ vention zurückkehren wird. Es gibt kein anderes Mittel, den heil. Stuhl zu nöthigen, sich mit Italien zu verständigen. Es dürfte gut sein, darauf aufmerksam zu machen, daß der Befehl zur Abreise der Truppen gegeben worden ist vor der Diskusston des Senats und des gesetzgebenden Körpers; das ist eine Art und Weise, den Sena⸗ toren und Deputirten begreiflich zu machen, daß der Kaiser nicht die Absicht hat, der beständige Vertheidiger der weltlichen Macht zu sein. — Menabrea hat von Frankreich das Zu⸗ geständniß erreicht, daß Italien die Vorschläge, welche die Conferenz diskutiren soll, machen wird. Bis jetzt werden im Kabinet zwei Vorschläge be⸗ rathen: Neutralisirung eines Theils der Stadt Rom, und Abfindung des Papstes durch eine Geldentschädigung und jährliche Rente, welche zur Hälfte von Italien, zur Hälfte von den fremden Mächten aufgebracht werden. Der Einräumung von Jerusalem mit einem beträchtlichen Theil von Palästina an den Papst, Entschädigung der Türkei durch Italien und Garantie des neuen Kirchen⸗ staates durch die Großmächte. — Der Rest der französischen Truppen, aus⸗ genommen eine kleine Cavalleriebrigade, verläßt ebenfalls den Kirchenstaat. Die Division Dumont hat ihre Einschiffung in Civita- Vecchia beendet, die Division Balaille beginnt sich einzuschiffen. — Man liest im Movimento:„Der Aussage des Generals Lamarmora zufolge dreht sich die ganze römische Frage zwischen den Regierungen von Frankreich und Italien um die Frage einer Allianz, welche Frankreich für gewisse Eventuali⸗ täten von Italien verlangt. Der Preis der Unter- zeichnung einer solchen Allianz wäre Rom.“ — Das„Bulletin International“ spricht von 120,000 Hinterladern, theils umgearbeiteten Per- cussions⸗, theils Dreyse'schen Zündnadelgewehren, die von Preußen bereits an die italienische Armee abgegeben sein sollen. Außerdem wäre von einer Lieferung von 30,000 Zündnadelbüchsen die Rede, und zwar hätte Preußen dies alles auf Credit an Italien geliefert. R. Aus dem Kreise Friedberg. Am 26. Nov. fand in Nieder⸗Mörlen ein außergewöhnliches und höchst seltenes Fest statt, das für manche Leser nicht ohne einiges Interesse sein dürfte. Die Eheleute Johannes Möbs I. und Elisabethe, geb. Krämer, feierten nämlich ihre goldene Hochzeit! Trotz der 83 Lebensjahre, welche der Ehemann, und der 73, welche die Eheftau zählt, erfreuen sich Beide noch einer seht guten Gesundheit und einer ungewöhnlichen körperlichen Rüstigkeit, wie nicht minder eines aufgeweckten heileren Geistes. Es war überaus er⸗ bauend und eine große Freude für Jedermann, dieses ehrwürdige Jubelpaar in sesilschem Gewande, von seinen 4 Töchtern und Schwiegersöhnen, worunter die Herren Bürgermeister von Nieder⸗Mörlen, Ober⸗Mörlen und Rockenberg, und 17 Enkeln begleitet, unter fcierlichem Geläute der Glocken in die Kirche ziehen zu sehen, um daselbst die Benedietion zu erhalten, wo vor fünfzig Jahren die erste Einsegnung ihret Ehe stattgesunden hatte. Herr Pfarrer Braun hielt eine der Feier des Tages an⸗ gemessene Predigt, so daß alle Anwesenden, sichtlich er⸗ griffen, den Sinn der Worte der heiligen Schrift tief empfanden:„Du sollst das fünfzigste Jahr heiligen, denn es ist das Jubeljahr!“(3. Mos. 25. 10.) Die innige Theilnahme der ganzen Gemeinde, die sich zur Feier ein⸗ gefunden halte, fand ihren Ausdruck in dem feierlichen ied:„Großer Gott wir loben dich“, das am Schlusse gesungen wurde, und dem man es deutlich anmerkte, daß es so recht aus vollem freudigen Herzen kam. Daß nach det kirchlichen Feier es munter und fröhlich in der Wohnung des Jubelpaares zuging, läßt sich leicht denken. Der Leser dieser Zeilen aber möge nicht versäumen, falls er nach Nieder-Mörlen kommt, im Gasthaus zum Löwen auf einige Augenblicke zu rasten; dort wohnen die beiden Eheleute, die die goldene Hochzeit gefeiert haben, und wenn diese dem Gaste einen guten Trunk oder Speise serviren, dann wird der Wunsch gewiß in seinem Herzen sich regen: Möchte ich in einem solchen Alter noch eben so gesund und rüstig sein, wie dieses glückliche Ehepaar, dem wir zum Schlusse zurufen:„Noch viele Jahre!“— Darmstadt. Vorgestern fand in Bessungen zwischen einem Lieutenant und einem Studiosus ein Duell statt. Resultat: Auf Seite des Militärs ein„Schmiß“ und mehrere„Blutige.“— Das Dienstmädchen eines hiesigen Schuhmachermeisters, das ben beiden jüngsten Kindern Leberthran einzugeben hatle, dergriff sich und gab denfelben eine andere Flüssigkeit, die sich durch die sofortigen schreck⸗ lichen Wirkungen, welche sie hervorbrachse, als eine schäbd⸗ liche Substanz charakterisirte. Es stellte sich heraus, daß die Magd verdünnte Schwefelsäure den Kindern beigebracht hatte. Die Kinder befinden sich, in Folge der sofort ein⸗ getretenen ärztlichen Behandlungen, wieder auf dem Wege der Besserungen.(Die„Hess. Löszig.“ macht dazu folgende Bemerkung: Einer anderen unverbürgten Lesart zufolge soll die Flüssigleit Bier gewesen sein. Die gegenwärtige Qualität des Stoffs, welches einige hiesige Brauer ver⸗ zapfen, läßt allerdings Vergiftungssymptome als gla⸗zbhaft erscheinen.) Mainz. Fast täglich haben wir einen Brand zu registrren. So brannte es in unserer Nachbargemeinde Heidesheim in diesem Jahre bereits 7 mal, in Kostheim 5 mal, in Castel fast eben so oft, und am 28. Nov. früh meldete der Thürmer, daß kurz nach Mittecnacht in Nieder-Olm ein über 2 Stunden anhaltendes Feuer ge⸗ wüthet und 7 Scheuern und 2 Wohnhäuser in Asche gelegl habe. Bei diesem Brande kam dte Mannschaft der Ober⸗Olmer Feuerwehr in Gefahr, von einer umfallenden Mauer getroffen zu werden. Die Mannschaft konnte noch schnell sich zurückziehen, so daß nur die Spritze beschädigt wurde.— Am 29. Nov. Nachts gegen 1 Uhr brach zu Bretzenheim in einer Scheune des Herrn May Feuer aus; letztere sammt einigen anstoßenden Gebäulichkeiten wurden von der Flamme zerstört. Mainz. Wieder ist es gelungen, einige verdorbene Jungen der gesetzlichen Strafe zu überweisen, die sich ein Geschäft daraus machten, in hiesigen Kirchen Wachskerzen zu entwenden. Man hatte fast in allen Kirchen dergleichen Diebstähle bemerkt.— Wiesbaden. In dem heute bei dem Amtsgerichte zu Homburg abgehaltenen Agufbationstermin im Concurse über das Vermögen des verltzebenen Barons J. v Wellens — Generaldirector der Spielbank zu Wiesbaden und Ems— wurden über zwei Million Gulden Schulden angemeldet. Die Activmasse, die überdies zum größten Theil von Dritten als Eigenthum beansprucht wurde, beträgt nach dem Taxationswerthe ca. 172,000 fl. Breslau. Der Polizeipräsident zeigt an, daß ein 20 Jahre alter Handelsmann aus Nowoselitza in Bess⸗ arablen diesseits wegen mangelhafeer Legitimation an⸗ gehalten und im Besitze von 455 echten Perlen, 229 Edel⸗ steinen, darunter 200 kleine Rauten, 17 größere gelbliche und 9 größere schöne Rauten, zwei gelbe Brillanten und ein Saphir(double) betroffen wurde, welche er ohne Keuntniß von deren Werth oder dem Handel mit Edel⸗ steinen zu verrathen, iu Breslau unter sonst verdächtigen Umständen verkaufen oder vertauschen wollte und ford ert falls Jemanden über ein neuerliches Abhandenkommen derartiger Juwelen etwas bekannt geworden, denselben auf, dem Sicherheitsamte des Polizei⸗Präsidiums zu Breslau Anzeige zu machen. 2 Die Untersuchung wegen der Ver⸗ giftung der Sräfin v. Charinsky hat bis jetzt dazu geführt, daß der Gemahl der Gemordeten am 28. November in München verhaftet wurde und daß es in der Nacht vom 26. zum 27. in Wien gelungen ist, das Weib zu verbaften, auf welchem der Verdacht ruht, daß sie das schreckliche Verbrechen begangen habe. Der Herr Graf trug bei seiner Verhaftung ein Medaillon mit der Photographie einer Dame bei sich—, und dieser Umstand führte dazu, daß die muthmaßliche Mörderin in Wien aufgefunden und verhaftet werden konnte. Die bei der Obduktion und Sektion der Leiche der Gräfin Chorinsky rege gewordene Vermuthung, daß genannte Dame in Folge einer Vergiftung durch Blausäure gestorben sei, wurde durch die darauf von Professor A. Buchner vorgenom⸗ mene chemische Untersuchung vollkommen bestätigt. Es ist diesem Chemiker gelungen, dieses Gift nicht nur im Inhalt des Magens in bedeulender Menge nachzuweisen, sondern auch aus dem Blute der Vergifteten noch am fünften Tage nach deren Tode mit voller Sicherheit darzustellen. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. I. Qpartal 1868 Haupt ⸗Geschworne: 1. Johannes Schäfer I., Oeconom zu Alleustadt. 2. Conrad Beltz, Müller zu Oberau. 3. Johann Peter Schneider, Fruchthändler zu Borsdorf. 4. Friedrich Diehm II., Fabrikant zu Lauterbach. 5. Wilhelm Frank, Ellenwaarenhändler zu Schlitz. 6. Martin Schüßler, Oecondm zu Ober⸗Seibertenrod. 7. Georg Rasch, Schild⸗ wirth zu Freien⸗Steinau. 8. Heinrich Walter, Landwirt zu Maar. 9. Ernst Zimmer, Müller zu Lauter. 10. Georg Hartmann Kreiter, Bäcker zu Laubach. 11. Johs. Viehl II., Lürgermeister zu Rainrod. 12. Heinr. Carle, Bürgermeister zu Ruppertenrod. 13. Jacob Kaufmann, Ellenwaarenhändler zu Schotten. 14. Peter Horst, Land⸗ wirth zu Lrusel. 15. Georg Herget, Grobschmich zu Berstadt. 16. Heinr. Martini, Weinhändler zu Vilbel. 17. Balthasar Becker, Bürgermeister zu Kesselbach. 18. Markus Reiß, Eisenhändler zu Bobenhausen, Tr. Scholten. 19. Georg Jungblut, Bäcker zu Schlitz. 20. Kilian Ruhl, Packtuch? händler zu Herbstein. 21. Caspar Schmiermund, Oeconom zu Ober⸗Seibertenrod. 22. Heinrich Döll V., Landwieth zu Ulfa. 23. Wilhelm Fahz, Deconom zu Holzhausen. 24. Fiiedrich Christian ochem, Oeconom zu Laubach. 25. Friedrich Vollmüller III., Leinwandhändler zu Lau⸗ terbach. 26. Bernhard Schaum, Sammtrath zu Lauter⸗ bach. 27. Conrad Römer, Ellenwaarenhändler zu Schlitz. 28. Heinrich Herbst II., Landwirth zu Wahlen. 29. Johs. Lang II., Eisenhändler zu Stockhausen, Kr. Lauterbach, 30. Cispar Hofmann II., Landwirth zu Fleschenbach. Ju lc.. eben werden. Die Liefern des Groß here werden und Oetember l. J. ber Ausscrit Hleßen 0 — D22ñ Die Vergeb geben in 25 Da od seigerung die ut nochmalige 8. v. Mts., 2 Fuedbe! 2 Wis Auf 4. A fl, Oeconomlehof Wr. d Beliteller Friedbe N 2819 Mon el im Nie Gepölz verd. 2 Stdeche Jr Sellens ann und a Schulden em eiten taugt mute, a. an md derd en Aba MeHMm ele u, „ Bekanntmachung. 282% Vom 5. d. Mio. ab wird die Personen · Post don Lauterbach nach Nieder⸗Wöllstadt schon um 980 Uhr früh in Lauterbach abgefertigt. Darmstadt den 30. November 1867. Der Königlich Preußische Ober⸗Post⸗Dtrector Vabl. Iden 2742 Die Erben des Heinrich Möckel VI. von Ziegenberg vermögen das Eigentbum von dem in der Gemarkung Fauerbach vor der Höbe gelegenen Grund- gück, Flur 2215, Nr. 78 tes Flurduchs, welches in der elterlichen Güterthellung begriffen und im Flurduch auf Joh. Heinrich Möckel VI. eingetragen ist, urkundlich nicht darzuthun.. Es werden daher diefenigen, welche Eigenthums⸗ ansprüche an dieses Grundstück bilden zu können glauben, zu deren Geltendmachung binnen 4 Wochen andurch aufgefordert, nach deren Ablauf die Thellzettel der deinrich Möckel VI. Erben gerichtlich bestätigt werden ollen. Butzbach den 16. November 1867. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Main ⸗Weser⸗ Bahn. 2821 Zur Uniformtrung der Erxsatzwärter soll die Sleferung von 84 Paletots und 86 Mützen, veranschlagt zu 1888 fl. 42 kr., auf dem Summissionswege ver⸗ geben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Bureau des Großherzoglichen Maschinenmeisters dapier eingesehen werden und Aan die Gebote dis längstens den 12. December l. J., Nachmittags 3 Uhr, versiegelt und mit der Aufschrift„Untformirung betreffend einzureichen. Gießen den 30. November 1867. Großherzogliche Magazins Commission Elckemeper. Die Vergebung des Entleerens der Senk⸗ gruben in den Casernen ꝛc. dahier betr. 2825 Da obige am 28. v. Mts. abgehaltene Ver⸗ geigerung die Genehmigung nicht erhalten bat, so wird zur nochmaligen Versteigerung Termin auf Freitag den 3. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, anberaumt. Friedberg den 2. December 1867. Kalbfleisch, Oberquartlermeister. Verstei gerung 2878 Auf freiwilligen Antrag sollen Mittwoch den 11. d. Mis. 9 Ubr anfangend, in dem Deconomiehof der Blinden⸗Anstalt versteigert werden 2 Kühe, Oeconomiegeräthe, verschledener Hausrath, Bettsiellen, Stühle ꝛc. und hölzerne Pumpenstöcke. Friedberg den 2. December 1867. In Auftrag eee ee Friedberg d— Der dienftälteste Gerichtsmann Fou car. Holz⸗Versteigerung 12819 Montag den 9. Dezember, des Morgens 10 Uhr. soll im Nieder Wesseler Gemeindewald nachstebendes Gehölz versteigert werden 2 Stecken Eichen ⸗Scheilbolz. 4„ Eichen⸗Prügelholz, 7½„ Kiefern.„ 170 Stuck Eichen ⸗Reisbolz, 125„ Kiefern- 4 Stecken Eichen⸗Stockbolz. 2 Stück Kiesern⸗Bauholz, 112„ Ktlefern-Prügel, 2 Stecken Eichen⸗Schichten. Die Zusammenkunft ist am Mühlchen am Walde. Nieder ⸗Weisel den 29. November 1867. Großherzogliche ne Nieder-Weiset a bichtwalle, u. 8 unfehlbares Mittel ge⸗ gen Gliederreißen aller Art, emsiehlt à 18 und 30 kr. Ph. Dan. Kümm ich. 2116 Agenten⸗Gesuch. 2801 Für eine der ältesten Feuerversicherungs-Anstalten werben unter günstigen Bedingungen tüchtige und solide Agenten angestellt. Franeo⸗ Offerten beliebe man an perrn Bauer, Frankfurt a. M. Meisengasse Nr. 13, Parterre, zu richten. 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Sämmtliche Stimmberechtigte werden nach Art. 26 des Gesetzes vom 8. Januar 1852 zur Theilnahme an dieser Wahl mu dem Anfügen eingeladen, daß die Abstimmung stattfinden wird: 1) Für die Wähler der dritten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbeitrag nicht über 1 fl. und Freitag den 6. December, Vormittags von 8 bis 2) Für die Wähler der zweiten Abtheilung, deren monatlicher Steuerbeitrag über 1 fl. 29 kr. aber unter 3 fl. 32 kr. beträgt, Samstag den 7. December, Vormittags von 8 bis 8 3) Für die Wähler der ersten Abtheilung, zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbeitrag über 3 fl. 32½ kr. December, Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. Von den Mitgliedern des Gemeinderaths teeten aus uud sind wieder wählbar: l In der dritten Abtheilung: 1) Wilhelm Fertsch. 2) Hartmann Walz II.(wurde auf Nachsuchen entlassen.) In der zweiten Abthritugg: 3) Conrad Reuß II. In der ersten Abtherlung: 5 Der Großderzogliche Beigeordnete F 0 ua. A. jugendliche Frische, R. Günthers Benzoé- Seife. 1824 Diese chemisch reine Seise ist das anerkannt beste und wirksamste Schonheitsmittel und beseitigt in kurzer Zeit ganz sicher alle, auch veraltete Hautkrankheiten, enthält die feinsten heilkräftigsten ist daher auch eine ganz vorzügliche Rasir- und Badeseise, giebt der Haut die Weichheit und Zartheit wieder und befordert auch, als Kopfhaut-Reinigungsmittel angewendet, durch ihre nerxenstärkenden Be- standtheile den Haarwuchs unzweifelhaft. Wohlgerüche und Vorräthig à Stück 18 kr. bei C. Th. Kranz in Friedberg. Glücks- u. Neihnachits- Geschenk. 2781 Das Spiel der Neuen Mailänder Staats- Prämien- Obligationen ist von der Grossherzogl. Hessischen Regierung gestattet. „Gottes Segen bei Cohn!“ Grosse Capitalien-Verloosung von 2 Millionen 771,50 Mark. Begin der Ziehung am Iten Derember d. J. Nur 4 Thlr. oder 2 Thlr. oder 1 Tlalr. kostet ein vom Staate garantirtes wirkliches Original-Staats- Loos,(nicht von den verbotenen Promessen] aus meinem Debit und werden solehe gegen rankirte Einsendung des Betrages, oder gegen Postvor- sehuse, selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. Es werden mur Gewinne gezogen. Die Haupt-Gewinne betragen Mark 250, 000 — 150,000— 100,000 50,060 2 à 25,000. 2 à 20,000, 2 8 15,000, 2 2 12,500, 2 3 10,000, 22 7500, 2 à 62505 4 à 5000, 5 3 3750, 105 à 2500, 5 à 1250, 125 à 1000, 5 3 750, 165 à 500, 190 à 250, 10 à 200, 11200 à 117 Mark u. s. W. Gewilnngelder und anmtliehe Zie- hungs listen sende nach Entscheidung prompt und verschwiegen. Meinen luteressenten habe allen n Deutschland die allerhöchsten Haupttreffer von 300,000, 225,000, 187,500, 152,500, 150,000, 130,000, 125,000, 103,000, 100,0 00 und jüngst am 11. Septem- ber schon wieder das grosse Loos von 127,000 Mark auf No, 31308 ausbezahlt. Laz. Sams. Cohn in Hamburg, Bank- und Wechselgeschäft Feinste Ochsenmarkpommade N09 in Gläsern à 15 und 24 kr. feinste Glycerin seife u 4, 6, 8 und 10 kr. bet H. Diehl in der Usagasse. Knochen& Lumpen 2822 in jedem Quantum werden zu den böͤchsten Preisen gekauft von Fetedberg, Judengasse Nr. 288. M. Grödel. Kegenschirme 1237 in Seide, Alpaka und Daumwolle, zu sehr billigen Friedrich, neben der Post in Friedberg. Preisen dei Spielwer ke 2657 mit 4 bis 48 Stücken, worunter Pracht⸗ werke mit Glockenspiel, Trommel und Slocken⸗ spiel, mit Dimmelsstimmmen, mit Mandolinen, mit Expresstion u. s. w. Spieldosen mit 2 bis 12 Stücken, ferner Necessaixes, Cigartenständer, Schweizerbäuschen. Photographie Albums, Schreidzeue, Cigarrenetuig, Tabaks und Zündholzdosen lanzende Puppen, Arbeits- tischcen, alles mit Muflk, ferner Stühle, spielend, wenn man sich darauf setzt, empfiehlt J. H. Heller in Bern. Franco. Diese Werke, mit ibren lieblichen Tönen jedes Gemüth erbelternd, sollten in keinem Salon und an keinem Krankendette feblen;— großes Lager von fertigen Stücken.— Reparaturen werden bcsergl. Heldsspplelende, clekinsice Klaviere zu 10,000 Fres. Vorschußmehl 2015 bei Gebrüder Löb. —— — Gemeinderathswahl. 2826 Um bei den bevorstehenden Gemeinderathswahlen eine Zersplitterung der Stimmen zu vermeiden und eine Verständigung über die in Vorschlag zu bringenden Wahl-Candidaten an⸗ zubahnen, werden alle bei diesen Wahlen Stimmberechtigten eingeladen Heute. Dienstag, Abends 8 Uhr, bei Herrn Georg Philippi, im Steinernen Haus, zu einer deßfallsigen Berathung zusammen zu kommen. Friedberg den 3. December 1867. Friedberg. Im Saale des Hotel Trapp Mittwoch den A. Dezember 1867 Zweites Concert der Frau Emma RNitter⸗Bondy, Pianistin aus Wien, unter gefälliger Mitwirkung hiesiger und fremder Kunstkräfte. Eintrittspreise: Durch Subscription Einzelbillete à 30 kr., Familien⸗Billete von 3 Personen aufwärts 24 kr. pr. Person. Abends an der Kasse 36 kr. Familien-Billets zum Subscriptionspreis sind an der Kasse nicht zu haben, sondern nur in den beiden hiesigen Buchhandlungen sowie im Hotel Trapp. Anfang 7 Uhr Abends. 2815. Geschäfts⸗ Eröffnung. 2788 Der Unterzeichnete beehrt sich die Eröffnung seines Geschäfts in Putz⸗& Modewaaren hiermit ergebenst anzuzeigen.— 2 Friedberg den 28. November 1867. Fritz Hecht, früher Elise Bechstein. Mehrere Bürger. Die Vernachlässigung von Katarrh und Husten kostet unzähligen Menschen das Leben. Dies ist keine Uebertreibung, denn man bedenke, 2817 daß jeder Katarrh eine Krankheit ist und gar leicht in Lungenentzündung oder noch häufiger in Lungenschwindsucht übergehen kann. Bei allen katarrhalischen Leiden, Husten, Heiserkeit, Grippe, Brust⸗ schmerzen, Verschleimung, Rauhheit, Kitzel oder Kratzen im Haise, Halsbräune, Keachhusten, Engbrüstigkett, Blutspeien, selbst bei beginnender Lungenschwindsucht wirkt der Schlesische Fenchel Hontg Extract von L. W. Egers in Breslau reizmildernd und besänftigend, er befördert auffallend den Auswurf des zähen, stockenden Schleimes und vermindert die Hustznanfälle auch wird der so unangenehme Reiz und Kitzel im Kehlkopf sehr bald dadurch gehoben und mit ihm die eigentliche Ursache der Schlaflosigkeit. Man lasse sich nicht durch Nachpfuschungen täuschen und achte genau darauf, daß jede Flasche des namentlich auch bei Kinderkrankheiten so sehr bewährten Schlesischen Fenchel⸗Honig Extracts Siegel, Etiquette nebst Facsimile, so wie die eingebraunte Firma von L. W, Egers in Breslau trägt und nirgends anders gekauft wird, als nur bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Holländischer Syrup& Bienenhonig 2639 in bester Qualität, billigst bei Ph. Dau. Küm mich. Sehr billiger Weihnachtsverkauf 2798 5 Diese vorzügliche, durchaus keine schäblichen Stoffe enthaltende Bruchsalbe wird einfach Morgens und Abends eingerieben. Die Heilung geschieht ohne die mindeste Unannehmlichkeit,— ohne Entzündung zu verursachen. Einzig zu beziehen in Töpfen zu 3 fl. aus der Niederlage in Mainz: G. Bleicher, Großh. Hessischer Hofbandaglst. 5 NB. Mit einem Preiszuschlag von 3 Silbergr. ist die Salbe auch echt zu beziehen durch Herrn Günther, zur Löwenapotheke, Jerusalemsir. 16 in Berlin. Nach Oesterreich kann keine Nachnahme erhoben werden. Ga 3. Praktische billige Weihnachts⸗Geschenke, die neuen so sehr beliebten 1699 2822 Koch⸗, Brat⸗& Heizapparate, Eustres, Lampen, Stehlampen mit Schlauch. August Faas, Roßmarkt Nr. 14. Frankfurt a. M. im Dezember 1867. Illustrirter Familien Kalender des Lahrer Hinkenden Boten für Hessen auf das Jahr 1868. 10 Bogen 40. Mit baaren 420 fl. Prämen. Preis 8 kr. 2816 reich illustrirt, voll prächtiger Erzaͤhlungen und Schnurren, und einer köstltchen kllustrirten Geschichte der neuesten Weltbegebenheiten, vorräthig bei: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 2 Danksagung. 2820 Ich fühle mich verpflichtet, den Bewohnern von Echzell und der Umgegend für ihre, mir am 22. v. M. geleißete Hülfe bei dem Brande, welcher für mich um so mehr eine schreckliche Erscheinung war, da er bel meinem Nachbar mit schnell um sich greifender Gewalt des Abends gegen 8 Uhr bei finsterer fürmischer Nacht ausbrach, meinen tief gefühlten Dank aus zusprechen, da ohne deren mit Muth, Eifer und Anstrengung gelelsteten Beistand auch meine Hofratthe gewiß ein Raub der Flammen geworden wäre. Ich verbinde hiermit den Wunsch: „Möge der Lenker der Elemente einen Jeden vor solcher schreckllchen Ueberraschung bewahren, und der Mensch, wie schon Schiller in seiner Glocke sagt: Dieses tobende Element bezähmen und bewachen.“ Ech zell. Heinrich Mogk, Fuhrmann. Neue Kastanien! Wilhelm Fertsch. A i neige. 2821 Am verflossenen Samstag vor 8 Tagen wurde bei C. F. Walz in der daselbst stattgehabten Feuer⸗ wehrversammlung ein schwarz und weißes Hals⸗ tuch hängen gelassen. Bitte um gefällige Zurückgabe an die Exped. d. Bl.* e Für Metzger! Därme und Blasen 2823 find wieder stets zu haben bei Friedberg. M. Grödel. 2 532 bei Gaar 443 Gulden 45 Kreuzer Praͤmien, verbunden mit dem Illustrirten Fami ienkalender des Lahrer Hinkenden Boten, für 1868, vorräthig ei allen Buchhändlern und Buchbindern. Kirchen buchsanuszüge. Evangelische Gemeinde. Getraut e: 24. November. Adam Steeg, hies. Bürger und Domänenbote, ein Wittwer und Anna Ellsabethe Schäfer, geb. Wahl, Wittwe des gewesenen Polizei · dieners in Hainchen Wilhelm Schäfer. 28. November. Friedrich CThrissian Theodor Hecht, bits. Bürger und Kaufmann, Sohn des hiesigen Ge⸗ meinderashs und Weinhändlers Christian Hecht, und Marie Elisabethe Bechstein, Tochter des verst. hies. Bürgers und Sattlermeisters sowie Kirchen ⸗ und Schul⸗ vorstehers Johannes Bechstein I. Beerdigte: 24. November. Gottfried Becker, Sobn des ble. Bürgers und Taglöbners Thomas Becker II., alt 25 Jahre, 7 Monate, 14 Tage, F am 22. l 1 28. November. Frieprich Biedenkopf, chen der Anna Katharina Biedenkopf von Weickartohain, alt 9 Monate, am 27. November. Kathol ische Geme inde. Getaufttee Dem Johann Henn, Bürger zu Freimersheim, Zeld⸗ webel im 2. Bataillon des 7. Infanterte⸗Regimente zu Friedberg ein Sohn Heinrich Valentin Philly, geboren am 21. October. Dem Chriftoph Zimmermann, Bürger in Pfaffen ⸗ schwabenheim, Feldwebel im Jägerbalassson in Gießen, zu Friedberg ein Sohn Bardo Johannes, gedoren am 19. October. 1 — Berichtigung. Bet Angabe der Fleischpteise für Butzbach vom 1.—15. Dezember find folgende irrthümltche Angaben enthalten: Ochsenfleisch kostet nicht 18 kr, sondern 19 kr. Schweineflelsch koßßset nicht 20 kr., sondern 18 kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 1 2 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. auh bit an — Wesreffende“ Das Gro Nach e. Jol in Gemal 1831, ber. d 1, ben Vor werden. Hie musterungslis protofollul 1 schleunigf zug abe in 1808 schlechts auf den Ordnu 3) bei Anfe der Ver krutirun seilher 4) für solc derselde weisun; inner hexzogl % anbf dy& dec gezoge wande. 16) in die 9. 10 a) 8