1867. Samstag den 2. November. 2 130. Anzeiger für Ob ssen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ Friedberger Intelligenzblatt. 1„ Erscheint jeben Okenstag, Donnerstag und Samstag. —— 3 Auf den„Anzeiger“ kann man noch für die Monate November und Dezember bei den Poststellen des Großherzog— thums mit 22 kr. und bei der Verlags-Expedition mit 20 kr. abonniren. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 43. sub. 1. 0 Friedberg den 29. October 1867. Gesetz, die Veränderung der Gebäudesteuerkapitalien betreffend.— sub. 2. Betreffend: Instruction zur Dienstführung der Gemeinde-Einnehmer. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Noch sehr wenige von Ihnen sind unserer Auflage vom 21. v. M., in Nr. 113 des Anzeigers, nachgekommen, die Säumigen werden deshalb an alsbaldige Erledigung derselben erinnert, Betreffend: Die Ermittelung der Todesursache einer im unbekannten männlichen Leiche. großen Teiche bei Nauheim aufgefundenen Dea fene e Verordnung, die Gehalte der Volksschullehrer betreffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Friedberg den 29. October 1867. h Friedberg den 30. October 1867. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Am Abende des 27. October wurde in dem s. g. großen Teiche ö zu Nauheim die Leiche eines noch jungen, Mannes aufgefunden, über deren Personlichkeit bis jetzt nichts Be⸗ stimmtes ermittelt werden konnte. Die Leiche war bekleidet mit 1 23 3) einer blau- und weißgestreiften leinenen genähten bunten wollenen Hosenträgern, 4) einem blau- und weißgestreiften baumwollenen s. g. Faltenhemd, einem gestrickten Camisol von grauer Wolle, einer schwarzseidnen, geblümten schmalen Halsbinde, höchstens 30 jährigen 5) braunen wollenen Strümpfen mit ledernen Kniebändern, 6) ledernen Riemenschuhen und in der rechten Hosentasche steckte 7) ein rundlich zugeschnittenes Hauskäppchen von schwarzem Tuch ö mit schwarzer Trottel. Wir beauftragen Sie Nachforschungen über die Identität der Hose mit in Stramin dieselbe 1 Gutachten haben mag. hier fraglichen Leiche alsbald anzustellen, das Resultat derselben uns mitzutheilen und fügen noch an, daß nach dem vorliegenden ärztlichen mindestene ein Woche im Wasser gelegen Tig mn p. Hessen. Darmstadt. Prinz Ludwig von Hessen, bisher Oberst à la suite in der preußischen Armee, ist zum Generalmajor in derselben ernannt worden. — Als die Preußen im vorigen Jahre das Zeughaus dahier räumten und auch die in dem- selben aufvewahrten Teppiche mitnahmen, zwangen sie Jeden, den sie mit einem Fuhrwerk trafen, zum Transport derselben. Dieses Schicksal traf auch einen Mann von Ober-Ramstadt. Nachdem derselbe wider Willen bis Abends spät seine Dienste hatte leisten müssen, gaben sie ihm zum Andenken ein paar der erbeuteten Teppiche. Die Gens⸗ d'armerie zeigte den Mann aus Ober- Ramstadt an, und das hiesige Landgericht leitete eine Untersuchung wegen Diebstahls gegen denselben ein, deren Resultat war, daß der Angeklagte wegen Diebstahls zu einer Gefängnißstrafe von 3 Wochen verurtheilt wurde. Das preußische Geschenk wurde zugleich confiscirt. Der Verurtheilte suchte Hilfe dagegen bei dem Hofgerichte, und kam dieser Fall denn jüngst in der Appellationsinstanz zur Ver⸗ handlung. Das Hofgericht erließ ein freisprechen⸗ des Urtheil. — Mainz. Eine etwa 100 Mann starke Abtheilung der Zöglinge der neu errichteten preußischen Kriegsschule zu Kassel traf per Eisen⸗ bahn hier ein. Die jungen Leute sind bestimmt, sich mit dem Festungsdienst practisch vertraut zu machen, und werden zu diesem Zwecke mehrere Wochen hier verweilen. — Zur Bestreitung der Kosten der Bethei⸗ ligung unseres Großherzogthums an der Pariser Induftrie⸗Ausstellung haben die Stände nach länge ⸗ ren Verhandlungen eine Summe von 20,000 fl. verwillsgt. Die Regierung hatte einen Voranschlag von 28,600 fl, aufgestellt und hierzu kamen noch 3000 fl. für Herstellung der Fußböden und Pla- fonds im Ausstellungspalast. Von Seiten unserer Regierung wurden den Ausstellern nur die Kosten für die Herstellung der Tische und Ausstellungs- schränke im Betrage von nahezu 5000 fl. in An⸗ rechnung gebracht und werden dieselben jetzt er— hoben; sämmtliche übrige Kosten, wie für die Ausstattung der Ausstellungsräume, den Hin- und Rücktransport der Ausstellungsgegenstände, die Kosten der Commissäre und für den Druck ꝛc. trägt die Regierung. Außer den von den Stän- den bewilligten 20,000 fl. sind hierzu noch ca. 6000 fl. erforderlich, die aus den Fonds für öffent⸗ liche und gemeinnützige Zwecke entnommen werden. — Gleichwie in Preußen wird auch bei den Postanstalten in Hessen an Sonn- und Feiertagen ein beschränkter Tagesdienst stattfinden. Außerdem an folgenden k. preuß. und großh. hess. Feiertagen: am Buß und Bettag, an des Königs und der Königin, an des Kronprinzen, der Kronprinzessin Geburtstag und der Königin Wittwe Geburts- und Namenstag, sowie des Großherzogs Geburts— und Namensfest. Die Postillone müssen an solchen Tagen mit aufgesteckten Federbüschen Dienst thun.(J) Preußen. Von Berlin aus wird auf das Bestimmteste in Abrede gestellt, daß Preußen in der italienischen Angelegenheit eine be⸗ stimmte Einwirkung nach irgend einer Seite hin geübt habe; die preußische Regierung werde ihren berechtigten Einfluß nur zur Verhütung tieferer Friedensstörungen geltend machen. ö Bayern. München. Der Ausschuß der Abgeordnetenkammer hat einstimmig be⸗ schlossen, auf dem früheren Kammerbeschlusse zu beharren und den Wunsch beizufügen, die Staats- regierung möge dahin wirken, daß durch das Veto Preußens das wirthschaftliche Interesse Bayerns nicht benachtheiligt werde. — Wie es heißt, werde der König, wenn die Bemühungen, den Reichsrath zur unbe- dingten Annahme des Zollvertrages zu bewegen, erfolglos bleiben sollten, den Vertrag dennoch ratisiciren. — In den Verhandlungen zwischen Bapern und Württemberg wegen der ehemaligen Bundes⸗ festung Ulm konnten sich beide Regierungen bis jetzt nicht einigen und ist es deßhalb noch zu keinem definitiven Resultat gekommen. — Die Aufregung der Bevölkerung Münchens war am 26. eine so große, daß man eine mili⸗ tärische Besetzung des Ständehauses für nöthig hielt. Aus allen hervorragenden Städten des Landes trafen in den letzten Tagen Adressen und Resolutionen für Aufrechthaltung des Zollvereins an beide Kammern, wie an einzelne Mitglieder derselben ein. — In der Sitzung der Abgeordnetenkammer vom 30. Oct. wurde der Ausschußantrag: auf bedingungsloser Annahme der Zollverträge zu be⸗ harren, mit allen gegen 12 Stimmen angenommen, nebst dem gleichfalls vom Ausschusse beantragten Zusatze: die Abgeordnetenkammer wolle die zu- versichtliche Erwartung aussprechen, die Staats- regierung werde dahin wirken, daß die Präsidial⸗ macht Preußen das ihr im Zollvereinsvertrage vom 8. Juli 1867 eingeräumte Einspruchsrecht nicht in einer den wirthschaftlichen Interessen Bayerns nachtheiligen Weise ausüben werde. — Die Reichs rathskammer siimmte den Zoll⸗ verträgen einschließlich des W̃ es der Abge- ordnetenkammer mit allen gegen 13 Stimmen bei. — Der Cultusminister legte am 31. Oct. der Abgeordnetenkammer einen Gesetzentwurf bezüglich der Reform der Volksschulen vor. g f Württemberg. Stuttgart. Die zweite Kammer hat am 30. Oct., entgegen dem Antrage der Majorität der Commisslon, den Allianzvertrag zwischen Württemberg und Preußen mit 58 gegen 32 Stimmen angenommen. Zuvor war mit 53 gegen 37 Stimmen der Beschluß gefaßt worden, daß die einfache Stimmenmehrheit genüge. — In der Sitzung vom 31. Oct. wurden der Zollbereinsvertrag und die Salzsteuer mit 73 mit beschäftigt haben, den abzunehmen, beschäftigen wir uns auch damit, gegen 16 Stimmen von der zweiten Kammer angenommen. Als Hauptgrund für die Annahme wurde von den meisten Rednern geltend gemacht, daß die Nichtannahme eine isolirte, für die Dauer unmögliche Stellung Süddeutschlands zur Folge haben müsse. a Baden. Karlsruhe. Der Kaiser von Oesterreich wird Samstag den 2. Nov. dahier erwartet. Im Großh. Schlosse sind bereits Ver⸗ anstaltungen zu seiner Auf nahe getroffen. Oesterreich. Wien. Bel der im Ab⸗ geordnetenhaus stattgehabten ng des Schulgesetzes ging es sehr lebhaft zu, wofür nachfolgende Stellen aus den bei dieser Debatte gehaltenen Reden sprechen. Abg. Dr. Klun sagte: „Man hat die Schule eine Tochter der Kirche genannt. Ich muß dem widersprechen. Aber selbst zugegeben, die Volksschule sei eine Tochter der Kirche: diese Tochter ist nun großjährig ge⸗ geworden, es ist Zeit, daß sie selbstständig wirth⸗ schafte im eigenen Hause.(Lebhafte Zustimmung von allen Seiten.) Man sagt weiter, die Geist⸗ lichkeit sei vermöge ihrer höheren Bildung gerade zunächst berufen, für die Volksschule zu sorgen. Ist der Lehrerstand wirklich so wenig gebildet, so bilde man ihn.(Große Zustimmung.) Man gründe Pädagogien, Seminarien, so viele man will, und lege der Errichtung derselben keine Hindernisse in den Weg.(Bravo! Gerade auf dem Gebiete der Lehrerbildung ist in Deutschland und in der Schweiz enorm viel geschehen, während wir bei uns diese traurigen Pädagogien an den Normalschulen haben, wo das sogenannte Methoden- buch auswendig„geochst“ wird, um es dann buch⸗ stäblich bei den Visikationen wieder herunterzuleiern. (Große Heiterkeit.) Auf dem Boden einer lang— jährigen Lehrerpraxis stehend, begrüßze ich ver⸗ liegenden Gesetzentwurf mit der vollsten Genug— thuung. Ich erblicke in ihm das Mittel, einen gebildeten Arbeiterstand zu schaffen, und dieser ist die Zukunft für die volkswirthschaftlichen Verhält- nisse in Oesterreich.“ Abg. Schindler sagte am Schlusse einer scharfen, einschneidenden Rede: „Ich glaube, nachdem wir uns vor Kurzem da⸗ Sträflingen die Ketten daß aber, Rom finden würde. Besatzung drei sagt: Der Kampf Rom loszugehen. gekommen sei. geschlagen worden seien. übrigens durch andere schritten haben. der Loyalität und entgegengesetzt wäre. dem Unterricht die Ketten abzunehmen(lebhafte Zuftimmung und Bravorufe), Ketten, welche ge— klirrt haben an unseren Händen, die wir nach- geschleppt haben auf den unglücklichen und be⸗ weinenswerthen Schlachtfeldern, welche wir nach⸗ geschleppt haben durch die ganze unselige Periode der Sistirung, welche wir klirren hörten, als wir das letzte theure Anlehen in Paris nehmen mußten, welche immerfort hinter uns her klirren und klirren, bis sie nicht das Ministerium mit einem festen, starken Hammerstreiche abschlägt. So spreche und stimme ich für den Ausschuß.“(Lebhafter allgemeiner Beifall.) Königin von Holland, Napoleon anwesend. Elisabeth, Frankreich. Paris. Rom vom 27. Nachmittags meldet, baldi noch nicht vor den Thoren Roms stehe, nachdem er Monte Rotondo genommen, er kein Hinderniß mehr auf dem Monte Rotondo wurde am Abend des 26.(Samstag) von nommen, nachdem die aus 327 Mann bestandene Stürme der 6000 Mann starken Freischaaren abgeschlagen hatte.— Die„Patrie“ um Monte Rotondo habe die Streitkräfte Garibaldi's so geschwächt, nicht daran denken konnte, am andern Tage auf — Privatberichte melden: Die französischen Truppen hätten sich am Morgen des 29. in Civita⸗ Vecchia ausgeschifft. wähnt nach einer Depesche aus Florenz des Ge⸗ rüchts, daß Garibaldi vor den Thoren Roms an- Dasselbe Blatt meldet, 2000 Mann französischer Truppen seien schon ausgeschifft und es habe bereits ein Rencontre zwischen ihnen und den Garibaldianern stattgefunden, welche zurück— Diese Nachrichten werden Journale nicht bestätigt. Weiter meldet die„Presse“: Eine Depesche aus „Florenz vom 29. Okt. best schen Truppen heute die römische Grenze über⸗ ätigt, daß die italieni⸗ — In einer vom„Moniteur“ veröffentlichten Note heißt es, daß jede Verbindung mit den italienischen Freischaaren oder ihnen gewährte Aufmunterung, derselben durch Subseriptionen oder andere Mittel, eine Handlung sein würde, welche ebenso sehr den Bestimmungen des Strafgesetzes, wie den Gefühlen Hingebung für das Vaterland Die Regierung rechnet auf den Patriotismus aller Organe der Presse, Meinung sie angehören mögen, nicht nöthig haben werde, die setzes zur Anwendung zu bringen. — Die französische Flotte ist am 28. Abends vor Civita-Vecchia angekommen. zu dieser Zeit hatte in Rom Ruhe waren Maßregeln getroffen, einen der Freischaaren zurückzuweisen. fand sich noch einige Meilen von Rom entfernt. — Bei dem am 28. gegebenen Banket waren die beiden Kaiser, die Kaiserin, die Erzherzoge von Oesterreich, die Bayern, sowie der Prinz und die Der Kaiser brachte folgen- den Toast aus:„Ich trinke auf die Gesundheit des Kaisers von Oesterreich und der Kaiserin deren Abwesenheit wir lebhaft bedauern, und ich bitte Ew. Majestät, Ausdruck unserer tiefgefühlten Sympathien für Eine Depesche aus daß Gari⸗ Ihre Person, Ihre Familie und Ihr Land an⸗ zunehmen.“(Lebhafte Acelamationen. Die Musik wiederholte die österreichische Nationalhymne.) Der Kaiser von Oesterreich antwortete:„Der Toast, welchen Ew. Majestät mir gebracht, hat mein Herz bewegt. Als ich vor wenigen Tagen in Nanch die Gräber meiner Vorfahren besuchte, konnte ich mich nicht enthalten, einem Wunsche Ausdruck zu geben. Könnten wir— sagte ich bei mir selbst— in diese dem Schutze der groß— müthigen Nation anvertraute Grabstätte allen Zwiespalt versenken, welcher die beiden Länder ge- trennt, die berufen sind, auf dem Wege des Fort— schritts und der Civilisation zusammen (Allgemeine Beifallsbezeugungen.) K durch unsere Einigung ein neues Pfan Frieden bieten, ohne welchen die Nationen nicht prosperiren können.(Bravo! Es lebe der Kaiser.) Ich danke der Stadt Paris für den mir von ihr gewordenen Empfang, denn in unseren Tagen haben die freundschaftlichen Beziehungen und das gute Einvernehmen zwischen Monarchen einen doppelten Werth, wenn sie sich stützen auf die Sympathien und Gefühle der Völker. Ich trinke auf das Wohl des Kaisers, der Kaiserin, des kaiserlichen Prinzen, Frankreichs und der Stadt Paris.“(Doppelte Salven von Beifallsbe⸗ zeugungen.) — In einem von dem Minister des Aeußern an die diplomatischen Agenten Frankreichs erlassenen Circular, durch welches dieselben von den Anschau⸗ ungen der französischen Regierung in der italieni⸗ schen Angelegenheit unterrichtet werden sollen, heißt es: Inzwischen fühlen wir uns doch ver⸗ anlaßt, zu sagen, daß wir in keiner Weise eine Occupation erneuern wollen, deren ernsten Charakter wir besser als Jedermann bemessen. Sowie das päpstliche Gebiet befreit und die Sicherheit her⸗ gestellt sein wird, werden wir unsere Aufgabe vollbracht haben und uns zurückziehen. Wir müssen aber von jetzt an schon die Aufmerksamkeit der Mächte auf die gegenseitige Stellung Italiens und des heiligen Stuhles lenken. Da sie eben so sehr, wie wir, daran betheiligt sind, in Europa die Principien der Ordnung und der Stabilität zur vorherrschenden Geltung zu bringen, so zweifeln wir nicht daran, daß sie mit dem aufrichtigen Wunsche nach einer Lösung sich mit den Fragen befassen werden, an welche sich für so viele ihrer Unterthanen moralische und religiöse Interessen der höchsten Art knüpfen. Marsch nach Garibaldi ge⸗ daß er — Die„Presse“ er⸗ deren Chefs, jede jede Unterstützung welcher und hofft, daß sie Strenge des Ge— Bis geherrscht und Angriff seitens Garibaldi be— d. von der Stadt Paris König Ludwig JI. von Prinzession diesen Toast als den 200,000, Fremden bisher geboten wurde. Der Tag wi ergleichlich schön. Die Zuschauer Die allgemeine Bildung in Frankreich und Preußen. (Mitgetheilt nach der Norddeutschen Schulzeitung von J. Wahl.) Es ist ziemlich schwer, ein sicheres Urtheil über die höhere oder geringere Bildung eines Volkes zu fällen. Die statistischen Aufnahmen sind in dieser Beziehung mehr oder weniger ungenügend. Nur wo die all⸗ gemeine Wehrpflicht eingeführt ist, oder wo Civilstandsregister für Verhei⸗ rathungen bestehen, kann mit ziemlicher Sicherheit bezirksweise festgestellt werden, wo das Lesen und Schreiben heimisch ist und wo nicht. So hat man denn in neuster Zeit auf Grund solcher Ermittelungen Länder- karten darge die nicht etwa darauf berechnet sind, die physische oder politische Geographie zu veranschaulichen, sondern die nachweisen sollen, wo das A⸗B.C Wurzel gefaßt und wo die Finsterniß dem Lichte weichen muß. Passender Weise bezeichnen darum auch unsere Kartographen die⸗ jenigen Länderstrecken, in denen die weitaus große Mehrheit der Einwohner des Lesens und Schreibens kundig ist, mit heller, klarer Farbe, die sich aber für diejenigen Gegenden immer mehr verdunkelt, wo sich die Zahl der des Lesens und Schreibens Kundigen verringert. Eine solche Karte von Frankreich, die auf besondere Veranlassung des französischen Ministeriums des öffentlichen Unterrichts von Frankreich aufgenommen ist, zerfällt nach dem Stande der Volksbildung im Jahre 1865 in 5 Abtheilungen. Die erste, günstigste Abtheilung umfaßt 7 Depar⸗ tements, in welchen alle junge Leute, mit Ausnahme von 2 bis 5 von Hundert, des Lesens und Schreibens kundig waren; vom 8. bis 18. Depar⸗ tement erstreckt sich die Ausnahme von 5 bis 103 vom 19. bis 40. von 10 bis 25; vom 41. bis 63. von 25 bis 33 und vom 64. bis 89. von 33 bis 66. N Im Ganzen genommen ist also der Stand der Elementarbildung in Frankreich ein höchst ungünstiger. Nur 7 Departements leuchten uns in heller Farbe entgegen, dann wird es dunkler und immer dunkler, und nicht weniger als 26 Departements, in denen theiweise mehr als ein Drittel, ja theilweise mehr als die Hälfte der jugendlichen Einwohner des Lesens und Schreibens gänzlich unkundig sind, mußten ganz schwarz gezeichnet werden. Eine Nation, die sich, hochmüthig genug, für die ste hält, sollte auf ihrer Landkarte nicht so viele en lassen. Und trotz alledem sagt der Senatspräsident civilisirteste, g. schwarze Flecke Herr Troplong neben anderm wunderlichen Zeug in seiner Rede bei der Preisvertheilung an die zu Eoreur versammelten Elementarlehrer in seiner Eigenschaft als Prästdent des dortigen Generalrathes:„Ohne Zweifel ist der Franzose von der Natur so reich begabt, daß er durch sein eigenes Genie, wenn es darauf ankommt, mehr als irgend ein Anderer Desjenigen entbehren kann, was Diejenigen, welche die Schule besuchen, in ihr sich erwerben. Wir sind im Kriege wie im Frieden ein großes Volk gewesen, sogar vor der jetzigen Ausbreitung des Unterrichts in den Massen. Der Franzose, Dank seiner angebornen Eigenschaften, seiner Geschicklichkeit, seiner Geistesgegenwart, der Lebendigkeit seines Verstandes, war, obgleich er nicht lesen konnte, darum nicht schlechterer Soldat, nicht schlechterer Landmann, nicht schlechterer Arbeiter, als Diejenigen, die anderswo ge— läufig die Bibel lesen. Selbst heute noch ist der französische Soldat, selost wenn er durchaus Nichts weiß, nichts destoweniger der am meisten Furcht gebietende Zuave von der Welt, und er braucht nicht in der Schule gallen talhol im ganzen N brauch, und mehr verheilt Priester gib. größen Ver terheirathet b — Vom meldet: Nacht meldet hatle, auf den Mau hat die Regie früher den de eine solche Et den Vefehl er die Gränzen päpstlichen G — Die! Datum: Hei Hönig an di römische Gr nach Ciuge Frosinone z meldet, hatt zu Canina e 2% Meilen — Das am W. Ou „Italiener! geantwortet Aber die f Land zu üb Das ist d wir Euch i Jugend ist und des K. Zeitung vo suamosschen anworten 0 um es zu d — dewesen zu keine Furt dapfere un Marschall könnte? 0 e Ur Ihr dhe angebött; gehen, dit 14 Cavallerit u das gur 17 2 An del . Der ucdautt waren noch viel zahlreicher als bei der Heerschau zu Ehren des Kaisers von Rußland. — Auf den Vorschlag Rouher's hat die kaiserliche Ausstellungscommission beschlossen, daß die Ausstellung bis nächsten Sonntag incl. verlängert werden soll. Die fremden Commissäre baben sich mit der Prolongation unter der Be— dingung einverstanden erklärt, daß die Einnahmen der drei letzten Tage(1. bis 3. November) den Armen von Paris zu Gute kommen soll. — Der„Moniteur“ vom 31. Okt. sagt: Da die Telegraphenlinien im Kirchenstaate noch nicht hergestellt werden konnten, so sind heute keine neueren Nachrichten von dort eingetroffen. Man wußte nur, daß in Folge des Marsches Garibaldi's auf Rom die Garnisonen von Viterbo und anderen Städten sich concentriren, um Rom zu vertheidigen. Italien. Nach Zeitungsberichten machen in Italien katholische Priester von der Civilehe, die im ganzen Königreich eingeführt ist, fleißig Ge⸗ brauch, und es ist möglich, daß es in 10 Jahren mehr verheirathete als unverheirathete katholische Priester gibt. Italienische Blätter geben ein größeres Verzeichniß von Priestern, welche sich verheirathet haben. — Vom 30. Okt. wird aus Florenz ge⸗— meldet: Nachdem der französische„Moniteur“ ge— meldet hatte, daß das französische Banner auf den Mauern von Civita-Vecchia weht, so hat die Regierung des Königs, conform mit den früher den befreundeten Mächten in Aussicht auf eine solche Eventualität abgegebenen Erklärungen, den Befehl ertheilt, daß die königlichen Truppen die Gränzen überschreiten, um einige Punkte des päpstlichen Gebietes zu besetzen. — Die Florenzer Zeitung meldet von gleichem Datum: Heute Vormittag um 11 Uhr hat der König an die Truppen den Befehl gesandt, die römische Gränze zu überschreiten und zunächst nach Civitacastellano, Orte, Acquapendente und Frosinone zu marschiren.— Wie die„Riforma“ meldet, hatte Garibaldi gestern sein Hauptquartier zu Canina San Colombo, seine Vorposten standen 2½ Meilen von Rom. — Das AUnterstützungscomité von Florenz hat am 26. Okt. folgende Proclamation erlassen: „Italiener! Garibaldi hat auf den Ruf Roms geantwortet; er ist erschienen und er hat gesiegt. Aber die fremde Intervention droht damit, unser Land zu überschwemmen. Italiener, zu den Waffen! Das ist das Losungswort Garibaldi's, welches wir Euch überbringen! Der Platz der italienischen Jugend ist im Felde, den Soldaten des Papstes und des Kaiserreichs gegenüber!“— Die Turiner Zeitung vom 28. ist der Ansicht, daß man der französischen Interventionsdrohung dadurch zu antworten habe, daß man sofort nach Rom gehe, um es zu besetzen, und daß man die Belagerung von Civita-Vecchia vorbereite, während Admiral Ribotti als Befehlshaber der italienischen See— macht dem französischen Geschwader den Weg sperre. Es ist, fügt sie hinzu, der Augenblick gekommen, die Niederlage von Lissa wieder gut zu machen, aber man darf keinen Augenblick ver lieren!— Ein anderes Blatt räth der Regierung, sobald als irgend möglich ein Ministerium zu organisiren, zu erklären, daß die französische Inter— vention von Italien als ein casus belli betrachtet werde und sofort das Parlament einzuberufen.— Von anderer Seite wird verlangt: Wenn Frank— reich Civita-Vecchia und Rom besetze, so möge Italien seinerseits Frosinone und Viterbo besetzen. v. Friedberg. Der große Saal des Hotel Trapp ist durch unseren Landsmann, Hofzimmermaler G. Hierony⸗ mus, auf das Geschmackvollste neu hergestelll worden und reiht sich würdig den bekannten vortrefflichen Werken dieses Künstlers anz wir erinnern nur an die Sääle des neuen Kurhauses und des neuen Badehauses in Nauheim. L. C. Trapps Nachfolger sind fortwährend bemüht nach jeder Richtung hin den alten guten Ruf des Gasthauses aufrecht zu erhalten. Die hiesigen und auswärtigen Freunde desselben macht man deßhalb auf ein zur Eröffnung des neuen Saales am 10. d. Mts. statthabendes Concert ausmerksam. Frankfurt. In der Nacht vom 29. entstand nach 3 Ubr in der Güterhalle des Hanauer Bahnhofs, welche zur Aufbewahrung der abgehenden Güter dient, ein Feuer, welches das Gebäude binnen kurzer Zeit bis auf die Mauern zerstörte. Es sollen viele Güter verbrannt sein. Das zeitige Löschen des Feuers wurde durch Wassermangel verhindert. Das zerstörte Gebäude ist bei der Gesellschaft „Providentia“ versichert. Darmstadt. Die H. L. erzählt folgenden Vorfall: Am 27. Oct. fand die Magd eines Bauers zu Arheilgen in der Scheune desselben einen Leichnam. Es ergab sich, daß der Verlebte aus Mörfelden gebürtig, in Frankfurt als Arbeiter beschäftigt und dort wegen Krankheit entlassen war. Mit der Eisenvahn zurückreisend, konnte er in Langen nicht das Coupe verlassen und war in Arheilgen aus dem Zuge entfernt worden. In dem Zustand äußerster Ent⸗ krästung kam er in Arheilgen an. In einem Wirthshause Unterkunft suchend, wurde der Unglückliche abgewiesen und fand endlich in der Scheuer, in welcher er aufgefunden wurde, die gesuchte Schlafstätte und den ersehnten Schlaf auf— Nimmererwachen.— Einsender fragt mit Recht, ob man denn in der Anwendung der humanen Principien noch nicht so weit gekommen, daß man für einen armen durchreisenden Teufel ein Nachtquartier bereit hat, und daß es, wie das Beispiel zeigt, vorkommen kann, daß ein armer Unglücklicher hilflos verendet.— Was sonst noch über Art und Weise der Beerdigung verlautet, wollen wir nicht wiedergeben,— es klingt in der Thal unglaublich. Darmstadt. Mit dem 1. November ist bei der Main ⸗Neckarbahn ein neuer Fahrplan in Kraft getreten. Nach demselben gehen folgende Züge von Frankfurt in der Richtung nach Darmstadt ab: 550— 830— 100 Vormittags, 10— 5— 7— 880— 11 Nachmittags. Von Darmstadt nach Frankfurt werden Züge abgefertigt um: 580— 745— 945— 113d Vormittags, 13s— 425— 710— 4½— 95 Nachmittags. Darmstadt. Die am 27. Oct. im Turnhause dahier versammelt gewesenen Abgeordneten der Feuerwehren, welche dem mittelrheinischen Verbande angehören, haben den aus 6 Paragraphen bestehenden Statutenentwurf nach kurzer Debatte mit wenigen Abänderungen und als Organ des Verbandes die in Stuttgart erscheinende„Deutsche Feuerwehr-Zeitung“ angenommen. Mainz. Ein sehr elegant gekleideter Berliner ver⸗ kaufte dahier vor einigen Tagen einen polnischen Pfand⸗ brief von 750 Rubel. Dieser Pfandbrief wurde als ein zu dem im Juni 1863 in Warschau ausgeführten großen Diebstahl von 3,500,000 Rubel in Werthpapieren gehöriger erkannt. Mainz. Nachdem bereits früher schon verschiebene Transporte von Geflügel per Eisenbahn hier durch nach Frankreich, besonders Paris, gebracht worden sind, kam auch kürzlich kin g fünf Eisenbahnwagen bestehender Transport lebender Hanse dahier durch, um nach Frank⸗ reich gebracht und dort als Martinibraten verspeist zu werden. Spaßhaft, aber auch ohrenzerreißend war das Geschrei dieser Thiere während der Fahrt zu vernehmen. — Hiernach dürften wohl auch unsere Hausfrauen in Zeiten daran denken müssen, sich ein Martinsgänschen heimzuthun. Bechtheim. In den Monaten August und Sep⸗ tember wurden in der hiesigen Gemarkung 188,670 Feld⸗ mäuse und 5524 Hamster gefangen, wofür aus der Ge⸗ meindekasse 1140 fl. 14 kr. bezahlt worden sind. 2% Im Jahre 1866 wurden in Paris 3614 Häuser (also um 263 mehr als im Vorjahr) ausgebaut, dagegen 2256 Gebäude ganz oder theilweise niedergerissen, was einem Mehr der Neubauten von 1358 entspricht. Es wurden durch jene Bauteu 20,311 neue Wohnungen geschaffen, durch die Demolirungen aber 16,513 zerstört, was einen Gewinn von 3797 Wohnungen gibt. Dieser Zuwachs steht im richtigen Verhältnisse zur Volkszunahme in der französischen Hauptstadt; in den letzten 5 Jahren waren dort 55,127 Wohnungen zugewachsen, während die Bevölkerungszunahme in derselben Zeit sich mit 132,139 beziffert. Man zählte übrigens im Jabre 1866 641,165 als Wohnungen dienende Quartiere in Paris. 2 Von den fünfzehn und einer halben Million Menschen, welche nach der letzten Zählung Spanien be⸗ wohnen, konnten 12 Millionen weder lesen noch schreiben. *„ Ein französisches Blatt bringt ohne weitere An⸗ gabe des Ortes und Tages die Nachricht, daß die Gräfin Danner, Wittwe des verstorbenen Königs Friedrich VII. von Dänemark, gestorben sei. Dieselbe eine geborne Ras⸗ mussen, war 1814 geboren und seit dem Jahre 1850 ihrem königlichen Gemahl in morganalischer Ehe angetraut Am Tage ihrer Vermählung wurde sie zur Gräfin Danner ernannt. Seitdem sie Wittwe geworden, lebte sie zumeist in Paris. 2 Ein Riesenmagen. Um einen Begriff zu er⸗ halten von dem ungeheueren Verbrauche Wiens, sehe sich der Bewohner eines bescheidenen Städtchens einmal die nachfolgenden Zahlen an. Im Trauer- und Unglücksjahr 1866 verschlang der Riesenmagen dieser Stadt nach amt⸗ licher Feststellung nicht weniger als 313,000 Eimer Wein, 820.000 Eimer Bier, 98,000 Ochsen, 146,000 Kälber, 32,000 Schafe und Hämmel, 42,000 Lämmer und Spanferkel, 106,000 Schweine, 120,000 Hasen, 1,400,000 Hühner und Tauben, 327,000 Stück sonstiges Geflügel, 49,000,000 Gier, 1,197,000 Centner Mehl und Brod, 293,000 Centner Brodfrüchte, 28,000 Censner Gemüse, 174,000 Cenmer Obst, 90,000 Kudbikklafter Brennholz, 74,000 Cir. Holzkohlen und 2,725,000 Ctr. Steinkohlen. 2 Es ist bekannt, daß Liqueure, Rum, Cognac ꝛc. durch das Alter an Güte zunehmen. In Frankreich hat man die Erfahrung gemacht, daß Bewegung dieselde Wir⸗ kung auf diese Getränke habe, wie die Zeit, daher die besondere Güte jener Spirituosen, die eine weite Reise gemacht haben. Man setzte daher Flaschen mit solchen Flüffigkeiten gefüllt und wehlverpackt mit dem Getriebe einer Maschine in Verbindung und brachte durch Schütteln die Liqueure in acht Tagen zu derselben Güte, welche sie durch Aufbewahrung in ebenso vielen Jahren erbalten können. gewesen zu sein, um vor den blutigen keine Furcht zu haben. Allee das ist wahr. Heldenthaten des Zündnadelgewehrs Aber wie würde vieser und Schlesien mit gleichfalls starker, polnischer Bevölkerung. z. B. in Mecklenburg⸗Schwerin konnten, mit seiner rein deutschen Bevölke⸗ Dagegen tapfere und unvergleichliche Soldat in seinem Tornister den Stab eines Marschalls von Frankreich finden, wenn er weder schreiben noch lesen könnte? Darin liegt der große Einwurf gegen die Unwissenheit, und er findet auf alle Wirkungskreise Anwendung. Durch Sie, meine Herren Lehrer, durch Ihre Bestrebungen wird dieser Einwurf aufhören, unserer Zeit an- zuhören. Rufen Sie um sich diese Generationen, denen die Zukunft angehört; säen Sle die lischen Keime, aus denen Männer hervor- gehen, die dieses Namens würdig sind.“* Einen andern Beweis der geringen Bildung in Frankreich gibt auch die folgende Thatsache: Im Jahr 1864 fanden daselbst 299 579 Heirathen stalt. Von den sich verehelichten Paaren konnten weder lesen noch schreiben, unter den Männern 27,8 Procent, unter den Frauen 41½ Procent. Ganz anders sieht es dagegen in Preußen aus, und die preußischen Schulmeister haben alle Ursache darauf stolz zu sein. Sie haben, obwohl kärglich genug besoldet, doch ihre Pflicht gethan, und auch die Staatsregierung hat es an Förderung und Anregung nicht fehlen lassen. Schon 1852 befanden sich unter 100 zum Militär eingestellten Rekruten, die doch gewiß Manches wieder verlernt haben, in der Provinz Posen 56,1, welche lesen, 48 welche rechnen konnten und nur 20, ohne Schulbildung; in der Provinz Preußen waren die entsprechenden Zahlen 46%, 34,, 10%, in Schlesien 86,0, 77,3, 4,6, in Pommern 85,6, 76,1% 0%, in Brandenburg 95,7, 877, 0, und in Sachsen 97,ß, 93 und 0,6, In Posen, wo das polnische Element vorwiegt, war auch die Zahl derer am größten, die überhaupt keine Schulbildung hatten, dann kamen Preußen rung von 100 Rekruten nur 55,8 lesen, 46,7 rechnen und 2,8 waren ohne jegliche Schulbildung. Bei der Rekrutirung von 1863/64 stellte sich aber in den Provinzen des Staates folgendes Verhältniß heraus: Es waren ohne Schulbildung unter den Gestellten in den Provinzen Preußen 20 Procent, Posen 6,5, Schlesien 6, Pommern 6, Rheinland 4, Brandenburg 3,3, Westphalen 2, und Sachsen noch nicht 1 Prozent; in der Garde, welche sich aus allen Provinzen rekrutirt, fanden sich 6 Procent ohne Schulbildung. Zur Armee wurden überhaupt 54,876 Mann Deutsche und 4685 Nichtdeutsche(Polen, Wenden, Lithauer, Wallonen) eingestellt, von denen 3440 Mann, also 5,32 Procent, keine Schulbildung hatten. 5 Bei der Rekrutirung von 1864/65 wurden dagegen von 100 Ein- gestellten ohne Schulbildung befunden in den Provinzen Posen 16,90, Preußen 16,7½ Se s Pommern 1,½½ Rheinland 13, Westphalen 1%, Bran Berlin) 0/½ und Sachsen 0,19 Procent. Ja unter den ellten Mannschaften befand sich Keiner ohne g. Dieses für alle bei dem Betheiligten so erfreuliche Resultat j der dortigen Schulen und den Ei sphäre der Haupt- und Residenzs n, sondern wesentlich auch dem Umstande beizumessen, daß daselbst n seit Jahren zweckmäßige Ver- anstaltungen zur Fortbildung, insbesondere der Handwerkslehrlinge bestebhen, welchen eine große Zahl von jungen Leuten nicht allein die Erhaltung, sondern auch die Vermehrung ihrer Elementarbildung zu verdanken hat. Elementarschulwesen in Berlin t allein dem bessern Zustande welche in der geistigen Atmo- ———— —„.. ̃ ̃ͤ——.!.——...—— ....—— 1.—* 8 N 2 — —— —B—— Schillers Werke 1 fl. 43 kr. zu beziehen: Preis geheftet 1 fl. 45 2560 Diese vollständige Ausgabe der Werke auch die korrekteste aller btsber en schienene dationen berübergenommen hat Durch die Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg Schillers sämmtliche Werke. 12 Bände. Miniatur ⸗ Ausgabe. kr.(Jeder Band 9 kr.) 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Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Schlosser. Katholische Gemtin dt. Sonntag halb 10 Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags halb 2 Uhr ist Andacht; Dienstag und Freitag sind heilige Messen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 46 und eine Beilage.) splitterung der Stimmen zu vermeiden und für die Mode-Geschäst, 7 Ya Nachricht u Ju G. pere! nsstaate nahmen best eine, nach d und des Au 1861(Nr. Damt tragenden! vorschriften Agenten v voͤthigen A det Gr. J Bildung de elnzulenen schristen a Wir samulensegu N, dee Agten der an deren der Gem schriftliche lichen, S offentlichen! Mit §. der den Volke empftehlt, Volfszah/ völkerung ö und daß a vetsdgssige Quartier Central — wridess iche ball 6 f glauben f auf einen müßte. s Treten it durch fett