. Uk Neige Nd iet Cangt dam et, Leder N. vetull be 1 Friedbeig 1867. Dienstag den 2. Juli. M 77. * Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsag. ————— — Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjährliches Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt⸗ und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs-Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel ꝛc. 5 0 uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährlich: für die Abonnenten in hiesiger Stadt J fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. E kr. U 7 Bestellungen bei der Post Unterbrechung eintritt. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Redaction. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 27. Nichts.— Nr. 28. Verordnung, die Verfassung des Norddeutschen Bundes, sowie diese Verfassung selbst betreffend. Friedberg den 27. Juni 1867. Betreffend: Die Herstellung der Ortsstraße in Griedel. Oeffentliche Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Friedberg den 27. Juni 1867. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur offentlichen Kenntniß, daß die Hauptortsstraße in Griedel von der Stelle an, wo das Rathhaus früher gestanden bis zum Ausgange des Ortes nach Rockenberg hin, wegen Neubaues derselben bis auf Weiteres nicht befahren, und nur mit ganz leichtem und kurz bespanntem Fuhrwerke eine Seitenstraße benutzt werden kann. Nieder⸗Weisel seine Richtung nach Rockenberg und umgekehrt nehmen. Schweres Fuhrwerk muß von Butzbach aus über Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. Da über die Folgen der allgemeinen Wehrpflicht im größeren Publikum noch vielfach irrige Ansichten herrschen, bemerken die Hess. Volksblätter: Es findet nach wie vor noch eine Loosziehung tauglicher Dienstpflichtigen statt, indem die Zahl der Dienstpflichtigen in den betreffenden Altersklassen stets größer als der Bedarf ist. Es entscheidet daher auch ferner das Loos darüber, wer unter den tauglichen Pflichtigen in den Dienst zu treten hat. Die Freigeloosten werden zwar dem Princip nach fortwährend noch als wehrpflichtig angesehen, kommen aber selbst in den schwersten Kriegen nicht mehr zur Ver⸗ wendung. Die Stellvertretung ist zur Vermittelung des Uebergangs in die neue Heeresverfassung während der nächsten 5 Jahre beibehalten, wer also innerhalb dieser Zeit einen Stellvertreter stellt, ist für die Folge vom Dienste im Heere befreit; die Auswahl unter den Vertretern ist jedoch auf den s. g. Nummerntausch und Excapi⸗ tulanten der Kategorien„der Unterofficiere und Spielleute“ beschränkt. — 28. Juni. II. Kammer. Auf der Tages- Ordnung steht der Antrag des Abgeordneten George, die Aufhebung der Besteuerung auf Wein⸗ resp. Getränke Abgaben überhaupt. Der Ausschuß beantragt mit Rücksicht auf die finanzielle Lage des Landes Ablehnung. Die Verhandlung eröffnet George mit einem längeren, eingehenden Vortrag über diesen Gegenstand. Dernburg erklärt sich mit dem George'schen Antrag einverstanden und wünscht, daß die Regierung bis zum 1. Januar 1869 die nöthigen Steuergesetze ausarbeite, damit der Ausfall, den die Aufhebung der Weinsteuer verursache, gedeckt werde. Edinger ist zwar ein Gegner der indirecten Abgaben, kann aber bei der gegen- wärtigen Lage nicht für Aufhebung der in Rede stehenden Steuer stimmen. Er schlägt vor, den Handel zu befreien, eine einzige Klassification der Tranksteuer auf 6 fl. anzusetzen, die Fixations- Gebühr auf 5 fl. 20 kr.(incl. der 30 kr. Einlage) herabzumindern, die Einlagegebühr der Privaten auf 5 fl. 20 kr. zu erhöhen und den übrigen Ausfall auf die Patentsteuer der Wein- händler auszuschlagen. Kraft spricht gegen die Ablehnung des Antrags, denn wer Wein trinke, denke nicht an die Steuer, auch Wadsack erklärt sich gegen den George'schen Antrag, aber für die Edinger'schen Vorschläge. Metz beantragt, die Regierung zu ersuchen, die Erlaubniß dazu zu ertheilen, daß sich die Finanzausschüsse mit den Betheiligten ins Benehmen setzen, um Einrichtungen zu treffen, wonach die lästigen Controlmaßregeln aufgehoben würden, ohne daß der Ertrag der Steuer gemindert werde. v. Biegeleben erklärt sich dagegen. Nach einer längeren Debatte wird schließlich der Antrag des Ausschusses auf Ab- lehnung des Antrags George gegen 9 Stimmen angenommen. Das Amendement Kraft den Antrag Edinger an den Ausschuß zu verweisen, wird gegen 16 Stimmen angenommen. Der Antrag Metz wird gegen 11 Stimmen abgelehnt. Der An⸗ trag Oechs ner wird gegen 9 Stimmen verneint. — Dem Beispiele der badischen Nachbarn folgend, wird demnächst auch dahier eine Ver— sammlung von Seiten der Tabaksproducenten und Fabrikanten des Großherzogthums zusammen⸗ berufen werden.* — Die„Frankf. Ztg.“ meldet: Wie das Königl. Preußische Obercommando in Kassel dem Großherzoglich Hessischen Divisionscommando dahier bekannt gemacht hat, sollen in den Monaten August und September große Manöver in der Nähe der Städte Friedberg und Darmstadt von Seiten der Hessischen Division abgehalten werden, wobei das Preußische Obercommando zum erstenmale bei unserem Armeecorps in Thätigkeit tritt. Gießen. Landrichter Ploch dahier, ein alter, H. höchstverdienter Beamter, ist mit dem Character als geheimer Justizrath in den wohlverdienten Ruhestand versetzt worden. Den 24. l. M. feierte der Kanzler der Ludwigs ⸗Universität, Dr. Birnbaum, sein 50jähriges Dienstjubiläum. S. K. H. der Groß⸗ herzog verlieh ihm bei dieser Gelegenheit das Commandeurkreuz 1. Cl. des Ludwigsordens. Preußen. Berlin. Am Jahrestage der Schlacht bei Königgrätz werden den Regimentern der neuen Truppentheile Fahnen verliehen werden. — Für den Erlaß eines neuen Unterrichts- Gesetzes in Preußen hat der Minister der Unterrichts ⸗ Angelegenheiten einen neuen Entwurf ausarbeiten lassen, welcher zunächst sämmtlichen Provinzialbehörden, auch denen in den neuen Landestheilen, zur Begutachtung vorgelegt worden ist. — Die Zoll-Conferenz, deren Aufgabe die Feststellung und der Abschluß des im Art. 8 der Uebereinkunft vom 4. v. M. vorbehaltenen Vertrages wegen der Fortdauer des Zoll- und Handels- Verein ist, hat ihre Sitzungen hier begonnen. ö — Der Kronprinz reiste am 29. nach Paris ab. Derselbe wird dort der Preisvertheilung bei⸗ wohnen und darauf zu der am 3. Juli statt-⸗ findenden Siegesfeier hierher direkt zurückkehren. Hadersleben. Der„Nordd. Ztg.“ wird von hier gemeldet:„Die Frauen und Kinder der renitenten und deßhalb ausgewiesenen Wehr pflichtigen haben von Kopenhagen aus die Parole erhalten, den Weisungen der preußischen Behörden keine Folge zu leisten, sondern es darauf ankommen zu lassen, ob sie per Schub über die Grenze transportirt werden würden. Halberstadt. Seit einigen Tagen sind hier Erkrankungen an Trichinen in großer Aus. breitung vorgekommen. Aus der Cigarrensabrik von Lindau und Winterfeld, so berichtet die H. Z., sind kürzlich binnen 2 Tagen 18 Arbeiter in einer Familie ist der Vater, der erkrankt; Sohn und die Schwägerin erkrankt, in einer Straße liegen 40 Personen darnieder. Frankfurt. Die Beschlagnahmungen von Zeitungen folgen sich hier seit Kurzem Schlag auf Schlag. So wurde innerhalb weniger Tage die„Frankf. Zeitung“, der„Frankf. Beobachter“, die„Frankf. Börsenzeitung“ confiscirt und das „Frankf. Journal“ sogar zweimal. Wiesbaden. Die Departements Ersatz⸗ Commission im Bezirk der 42. Infanteriebrigade, wozu auch das in Frankfurt garnisonirende Regiment gehört, macht in dem hiesigen Intelligenzblatt bekannt, daß das Departement⸗Ersatz⸗ Geschäft(Aushebung) pro 1867 am 30. Juli in Frankfurt stattfinden wird. In Höchst wird die Aushebung am 2. August, in Idstein am 6., in Königstein am 9., in Homburg am 13. und in Usingen am 16. August vorgenommen. Die Revision der Listen und die Erledigung der ein⸗ gelaufenen Reclamationen findet jedesmal einen Tag vor dem Ersatzgeschäft selbst statt. Oesterreich. Wien. Die Amtszeitung publicirt ein kaiserliches Handschreiben, welches den Herrn v. Beust, unter Belassung desselben in seinen Stellungen als Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeußern, zum Reichskanzler ernennt, dem Grafen Taaffe die Stellvertretung im Prä⸗ sidium des Ministerraths überträgt, den Justiz- minister v. Komers seiner Stellung enthebt und den Ritter v. Hye zum Justizminister ernennt, indem ihm gleichzeitig die interimistische Leitung des Unterrichts- und Cultusministeriums über⸗ tragen wird. Frankreich. Paris. Thiers will den Beweis führen, daß die unselige französische Expedition nach Mexiko 700 Millionen Francs gekostet hat, während das Buoget nur 380 Millionen angibt. — Der österreichische Admiral Tegethoff, der auf der Rückreise von Amerika seit einigen Tagen in Paris ist, ist von dem Kaiser zu ver⸗ trautem Circel in die Tuilerien geladen und mit großer Aufmerksamkeit behandelt worden. M. Friedberg den 1. Juli. Obwohl Sie in Ihrem gesch. Blatte schon eine Mittheilung über das letzte Gustav⸗ Adolf⸗Fest des Wetterauer Zweigvereins gebracht haben, so wird es doch nichts Ueberflüssiges sein, wenn ich noch Einiges zur Ergänzung hinzufüge. Die Collecte betrug, wie dort richtig angegeben war, in der Kirche 22 fl., aber außer den 8 fl. Beiträge, die von den Kirchenvor⸗ ständen zu Dorheim und Schwalheim bewilligt worden waren, wurden bei der zweiten Versammlung dem Vorstand noch 2 fl. 12 kr. von Herrn Pfarrer Eckhardt und einigen Damen, sowie durch Herrn Director Matthias von Friedberg von zwei Friedberger Freundinnen des Vereins noch 2 fl. übergeben. Im Ganzen wurden demnach 34 fl., als Ertrag der Festcollecte, der Gemeinde zu Montabaur im Königreich Preußen abgeschickt. Sodann ist noch zu erwähnen, daß von den anwesenden Herren Vertretern des Ortsvereins der seitherige Vorstand gebeten und bestimmt worden ist, die Geschäfte noch einmal für die nächsten drei Jahre fortzuführen. Ferner ist neben den Pfarreien Dorheim und Nauheim auch die Gemeinde Reichelsheim unserem Wetterauer Zweigverein beigetreten und beantragt worden, daß an diesem letzt genannten Ort das nächste Jahresfest im Jahr 1868 abgehalten werden möchte. Da dieser Antrag in der erwähnten Gemeinde, wie es scheint, keine Schwierigkeit finden wird, sondern der Vorstand zu der Hoffnung berechtigt ist, daß er dort die gleiche freundliche Aufnahme und herzliche Theilnahme für bie Gustav⸗Adolf⸗Sache finden wird, wie er sie in der Gemeinde Dorheim angetroffen hat, so können wir es wohl als gewiß ansehen, daß dem erwähnten Antrage entsprochen werden wird. h. Friedberg. Am letzt verflossenen Sonntage fand die diesjährige Waldparthie des Gesangvereins„Frohsinn“ nach dem v. Franckenstein'schen Tempel statt. Diese Parthieen sind immer sehr sinnig, schön und heiter gewesen, ganz besonders aber war es diesmal der Fall. Nicht wenig trug hierzu schon das außerordentlich günstige Wetter bei, dann war die Gesellschaft in rechter Weise gemischt. Mit gut ausgeführten Chören, in denen und ducch die Gefühle für Vaterland und Natur Ausdruck und Widerhall fanden, wechselten Reden gleichen Inhalts und konische Aufführungen ab. So fand Geist und Gemüth Anregung und Nahrung. Aber auch an den Dingen, womit den Rechten und Forderungen des Leibes genügt wird, fehlte es nicht. Der heiterste, frischeste Sinn dewegte die Gesellschoft von Anfang bis Ende der Parthie, und man schiedt neu gestärkt für die nun wieder folgende Arbeit, mit dem Wunsche, daß der Verein„Frohsinn“ uns auch fortan jedes Jahr solche Erheiterungen bieten möge. Möge er in seinen herrlichen Leistungen nie gestört, sondern stets gefördert werden! Wir empfehlen bei dieser Gelegenheit allen Natur- freunden den Besuch dieses herrlichen Punktes, von dem sich eine reizende Fernsicht über Friedberg und weitere Umgebung darbietet, als eine sehr lohnende Waldparthie und glaubten diese Bemerkung namentlich im Interesse der Kurfremden Nauheims machen zu sollen. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. III. Quarial 1867. Anklagen: 1) Montag den 1. Juli, Vormittags 9 Uhr, gegen Johannes Traband und dessen Ehefrau von Lauterbach, wegen ausgezeichneten Diebstahls resp. Begünstigung dieses Verbrechens; Verth.: Großh. Hofg.⸗ Advokat Rosenberg II., Kraft.— 2) Dienstag den 2. Jul, Vormittags 8 Uhr, gegen Blasius Hill, Conrad Happ und Gottfried Schmidt von Ohmes, wegen Körper⸗ verletzung und Raubs bezw. Bezünstigung des letzteren Verbrechens; Verth.: Groß h. Hofg.⸗Advokat Labroiße, Krauskopf, Weidig.— 3) Mittwoch den 3. Jul, Vor⸗ mittags 8 Uhr, gegen Peinrich Grun von Raberts⸗ bausen, wegen ausgezeichneten Diebstahls; Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Steinberger.— 4) Donnerstag den 4. und Freitag den 5. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen David Rothschild III. von Heldenbergen, wegen Meineids; Verth.: Großh. Hofg. Adv. Dr. Eckstein.— 5) Samstag den 6. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Elias Meer von Gießen, wegen Meineids; Verth.: Großh. Hofg.⸗Adv. Baist.— 6) Montag den 8. Juli, Vormittags 9 Uhr, gegen Johannes Adolph von Rixfeld, wegen Schriftfälschung; Verth.: Gr. Hofg. Advokat Barth.— 7) An demselben Tage, Nachmittags 2 Uhr, gegen Peter Webel von Hattenbof, wegen Raubs, Diebstahls und Landstreicherel; Verth. noch nicht bestellt.— 8) Dienstag den 9. Juli Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Jost von Burg- Gemünden, wegen Raub; Verth. noch nicht bestellt.— 9) Mittwoch den 10. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Wilhelm Trier und dessen Ehefrau von Schlitz, wegen ausgezeichneten Diebstahls resp. Begünfligung dieses Verbrechens; Verth. noch nicht bestellt.— 10) Donnerstag den 11. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Matthäus Deberer von Daudringen, wegen Brandstiftung; Verth. noch nicht bestellt. Das Porheimer und Melbacher Dergwerk. Seit 1813 ist das Dorheimer Braunkohlen— bergwerk im Betrieb. In 1863 hätte also auf dem Dorheimer Bergwerk ein Jubelfest des fünfzig— jährigen Bestehens gefeiert werden können. Warum es nicht geschehen, ist uns unbekannt. Vielleicht weil in unserer Zeit schon zu viel jubilirt wird. Wäre es gefeiert worden, so hätte es einen metal⸗ lischen Beigeschmack gehabt, in anderem Sinne als dies sonst bei den meisten Festen der Fall ist. Das Bergwerk soll gleich mit 10000 fl. Ueber⸗ schuß angefangen haben. Später gab's 20 bis 30000 fl. Anfangs der 60r Jahre hörten wir sogar einmal von 36000 sage,— sechs und dreißig Tausend Gulden Ueberschuß. Nehmen wir durchschnittlich 20000 jährlich an, so ergibt sich für 50 Jahre 1000000 fl.„Das ist wie aus Weizen gelbst“ sagt der Wetterauer. Eigent⸗ lich ist es noch viel besser als eine Weizen- einnahme, denn die 1 Million sind ein wirklicher, reiner Geldüberschuß, wovon alle Kosten in Ab⸗ zug gebracht sind, auch die für Arbeitslohn, Besoldungen, für Anschaffung von Immobilien und Mobilien. Der Werth für letztere muß dem Ertrag noch zugesetzt werden; denn alle Gebäude und alles Gelände, Maschinen und die vielen Geräthschaften des Bergwerks sind gänzlich schuldenfrei. Ein Hauptvortheil des Dorheimer Bergwerks mag indessen darin bestanden haben, daß es mit den anderen Kohlenwerken die Holjpreise seit 50 Jahren nieder gehalten hat, und dieser Vor⸗ theil besteht noch. Ein jeder Wetterauer belehrt uns:„Wenn wir die Braunkohlen nicht hätten, so wäre das Holz nicht aufzutreiben, nicht zu be⸗ zahlen gewesen.“ In der That, wenn wir in Zah⸗ len darstellen könnten, was in dieser Bezie⸗ hung gespart worden ist, so könnten wir den Wetterauer Braunkohlenbergwerken noch einige Millionen zu Gut schreiben. Es sind jedoch die⸗ selben in den Taschen der sehr vielen brand⸗ bedürftigen Menschen stecken geblieben, um später zu anderen Zwecken verwendet zu werden. Der Einfluß mehrerer Kohlenbergwerke dehnt sich weit aus, viel weiter als Braunkohlen ge⸗ brannt werden. Wenn die Nachfrage nach Holz in Friedberg und Umgegend nachhaltig geringer ist, so bringen die Vogelsberger Bauern weniger Holz dorthin; also wird es anderwärts billiger, auch in jenen Gegenden des Angebots, und noch viel mehr in anderen Gegenden der Nachfrage, Gießen, Frankfurt, Hanau ꝛc. ꝛc.„Aber es sind ja Steinkohlen genug da!“ wird gewöhnlich auf solche Bemerkungen geantwortet. Das ist richtig, jetzt sind genug da; die Eisenbahnen bringen sie fast überall hin. Der Verbrauch an Steinkohlen ist ungeheuer. Sie sind ein absolutes Produk⸗ tionsmittel, wir möchten sagen das Brod der Industrie. Ohne die Steinkohlen oder ein voll⸗ genügendes Ersatzmittel dafür verfiele das ganze General von Moltke. Von Dr. Curtman. Die Kriegsstürme des Jahres 1866 sind aber in der Geschichte werden diese Ereignisse fortleben, und mit ihnen die Namen der Männer, welche die Entscheidung herbeigeführt haben, mithin der des ehemaligen Schlossers Dreyse, des Erfinders des Zünd⸗ nadelgewehres, und der Moltke's, welcher durch seinen kühnen und scharf berechneten Feldzugsplan die Preußen zu dem beispiellos schnellen und vollständigen Sieg bei Königgrätz und bis vor Wien führte. Obwohl Molike einen hohen militärischen Posten(Generallieutenant) einnahm, so hatte doch der lange Friede veranlaßt, daß man ihn in der Ferne sehr wenig kannte, und ohne Krieg würde es auch Auch ist er ein so anspruchloser Mann, daß er gewiß keine Schritte gethan haben würde, um dem Publikum bekannter zu werden. Um so lieber wird man Angaben über seine Lebensgeschichte hören, welche aus einer Unterredung mit ihm selber stammen. Moltke ist am 26. Oktober 1800 geboren, worden ist, in Dänemark(Holstein), sondern in Meklenburg, wo eine der Schon sein Vater hatte in preußischen Diensten gestanden, kaufte sich jedoch später in Holstein an, wo der junge Graf in einfacher Lebensweise aufwuchs. 12. Lebensjahre wurde derselbe in die Cadetten-Akademie zu Kopenhagen aufgenommen, wo im Allgemeinen eine bis an Härte streifende strenge Behandlung stattfand, welche für ihn nur durch die Dazwischenkunft be- Im Jahr 1822 trat er in Gräflich Moltke'schen Linien ihren Sitz hat. freundeter Familien etwas milder ward. preußische Dienste, schnell vorübergebraust, helfen. wohl so geblieben sein. sich nun auch, er jetzt ein. nicht, wie oft behauptet In seinem festigung der Nordsee, Weise, das heißt sehr Moltke wenig zur Verwendung, und zwar in Frankfurt a. O., bald wurde er auf die Offiziersschule in Berlin commandirt, Eltern außer Stande waren ihm Zulage zu gewähren, aufs äußerste be⸗ Gleichwohl gelang es ihm, seine Kenntnisse, namentlich in Ma⸗ thematik und neueren Sprachen beträchtlich zu erweitern. davon wurde er zu Vermessungen in der Provinz Posen verwandt, und zwar, wie er sehr dankbar anerkennt, bekannten Generals von Müffling. Generalstab. Darauf begleitete er diesen General als Hauptmann in die Türkei, und lernte dort die orientalischen Zustände so genau kennen, daß er eine Schilderung derselben, wiewohl ohne konnte(1829). Nach seiner Rückkunst wurde er Major, mit einer Holsteinerin. Er wurde als Adjutant zu dem katholisch gewordenen preu⸗ ßischen Prinzen Heinrich in Rom geschickt. 1848 aber war Moltke wieder in Magdeburg als Chef des Generalstabs des 4. Armeecorps, und Generallieutenant(1856). begleitete er diesen zuerst auf seiner zu dessen Vermählung und etwas 0 Albert(Gemahls der Königin von England). die ihm ertheilt wurden, ist zu mußte sich aber dort, da seine In Folge unter der trefflichen Leitung des Dies öffnete ihm den Weg in den seinen Namen, drucken lassen und verheirathete Wieder in einen neuen Beruf trat Zur Zeit der Aufregung von avancirte von nun an regelmäßig bis zum Als persönlicher Adjutant des Kronprinzen Verlobungsreise nach England, dann später zu der Leichenfeier des Prinzen Von besonderen Aufträgen, erwähnen, der Plan zu einer Küstenbe⸗ welche der Bundestag zu Frankfurt nach seiner langsam betrieb. In dem dänischen Kriege kam war jedoch zuletzt zum Chef des General- indesen di sein welke beiten, lle Wüorpruch Sache verde lager in de metern Wager hal angrenzende ist dort d brechung el findet in di eine Fon Herssadt ssch Beienheim a und wuß d begonnen Melbach, da in diese B 1169 Nach des verfforb dem Blaufa unterm deut worden ift, fordert, im bre Fordert Rechte nacht geben und g. Den Gla dan Wg nannt und deidehalten Wahl elnet Schwe lödl aus d mallerweist bis Martin — sabes bes ent Eni maligen einander sammfen unvergeßl darüber 0 Fel. g rrlt dehnt inkohlen ge⸗ 4 lach Holz Nee en Nachftagt, der ts fd „Un dl lu, rb hrlic l 2 0 Det in richtig zen bringen 10 1 Ste noble 2% Produ Brod de zubentl,. n Laing f 1 Beg in ken 5 ann 111 4 wirtbschaftliche Leben der civilisirten Welt einem grauenvollen, dem gänzlichen Verschwinden aller Errungenschaften, Entdeckungen und Erfindungen fast gleich kommenden Rückschritt. Darum muß es vernünftig und wirthschaftlich erscheinen, wenn beim Verbrauch der Steinkohlen auch an die Zukunft gedacht, wenn gespart wird. Mit nen- nenswerthem Erfolg, für das große Ganze ge⸗ schieht dieses besonders dadurch, daß wir andere zur Hand liegende Brennmaterialien gewinnen, und benutzen. In jeder Beziehung ist dieses wirthschaftlich, auch insofern, als die Braunkohlen nicht theurer sind und viele Vortheile gewähren, welche Holz und Steinkohlen versagen und einer Menge Hände lohnende Beschäftigung geben. Wenn wir recht unterrichtet sind, so glaubt indessen die Gemeinde Melbach in der Lage zu sein, vorstehenden allgemein anerkannten Wahr⸗ heiten, localer Verhältnisse wegen, thatsächlichen Widerspruch entgegenstellen zu müssen. Die Sache verhält sich so: Das Braunkohlen- lager in der Gemarkung Dorheim ist schon seit mehreren Jahren ausgebeutet; allein dasselbe Lager hat eine ununterbrochene Fortsetzung in der angrenzenden Gemarkung Beienheim. Seit Jahren ist dort das fiskalische Bergwerk. Nach Unter- brechung einer kurzen Strecke, nach Melbach zu, findet in dieser Gemarkung das Braunkohlenlager seine Fortsetzung, von da auf der Höhe bis nach Berstadt sich ausdehnend. Da das Lager zu Beienheim auch bald erschöpft sein wird, so soll und muß der Braunkohlenbergbau in Melbach begonnen werden. Nun kommt die Gemeinde Melbach,— wenigstens sollen Abgesandte von da in dieser Sache schon einigemale in Darmstadt gewesen sein—, und verlangt, daß man die Kohlenschätze in Melbach liegen lasse, der Aecker wegen, welche in Anspruch genommen werden müssen, obwohl nur gegen angemessene volle Ent— schädigung. Was wird die Behörde, was wird die Kammer beschließen? Wir werden hierbei an einen bekannten Satz erinnert, der also lautet:„Das Wohl der Ein— zelnen muß dem Wohle der Gesammtheit unter- geordnet werden.“ Dieser Satz ist zwar schon alt, aber noch vollgiltig; denn er spricht Patrio— tismus und Wirthschaftlichkeit aus, und er ist die Grundlage einer jeden gemeinnützigen Verbindung. Wenn wir aber auch absehen wollen von Patrio— eine Verkennung der beiderseitigen Interessen kann einen Widerstreit derselben annehmen. Ganz be⸗ sonders für die Wetterau wird es indessen von Vortheil sein, wenn der Staat hinsichtlich der Braunkohlen einen ähnlichen Einfluß behält wie hinsichtlich des Holzes, der Waldungen, daß er dort wie hier nicht Alles der allzu selbstsüchtigen Privatindustrie überläßt. Während wir sonst dem Satze gerne beipflichten, daß der Staat zu wenig Kaufmann sei, um mit dem größtmöglich— sten Vortheil ein industrielles Geschäft zu unter⸗ nehmen und auszuführen, so halten wir doch die Ausnahmen zum Zwecke der Beschaffung wichtiger, unentbehrlicher Lebensbedürfnisse für gerechtfertigt. tismus und Gemeinsinn, so bleibt die Frage zu In dieser Hinsicht müssen die Kohlenbergwerke der erörtern: was gewinnt Melbach wenn der Staatswaldarmen Wetterau neben und sie können insofern das Melbacher Bergwerk nicht in Betrieb nimmt? über die Waldungen gestellt werden, als sie einen In keinem Falle bleiben die Braunkohlen dort höheren Reinertrag ganz sicher erzielen. Kauf⸗ unter der Erde liegen. Wenn der Staat auf männische Speculationen kommen ja bei dem Be⸗— die Vortheile und den Gewinn dieses Bergwerk trieb eines Braunkohlenbergwerks gar nicht vor, betriebs verzichten wollte, so würden sehr bald da der Absatz, ein fast regelmäßiger ist, für einen Private das augenscheinliche gute Geschäft in die gewissen Umkreis nur von Natureinflüssen und Hand nehmen. Dieses zu verhindern fiele der dem Zustand der Wege gehoben oder beschränkt Regierung nicht ein, weil für sie alsdann der wird. Und was die Betriebskosten anbelangt, so eben ausgesprochene Satz absolut gelten muß. ist es nicht immer richtig, daß der Staat theurer Ganz nach demselben Recht wie der Staat, in producirt. Bei dem Dorheimer Bergwerk sind die Gemäßheit des Expropriations-Gesetzes, Gelände Arbeitslöhne nicht höher, wie bei den Privatwerken, für öffentliche Zwecke erwirbt, thun es auch Private, und was die Besoldungen angeht, so ist es bekannt, wenn ein Abkommen in Güte nicht zu Stande daß Actiengesellschaften und Private ihre Bedienstete kommt. Es wird Niemand behaupten 5 bezahlen wie der Staat. Viel weniger daß hierin die Behörden unbilliger wären, als hierin als bei Geländeerwerbungen von Privaten Private. Also liegt es im Interesse der Mel- läßt sich der Staat, die Regierung, von den mil⸗ bacher, wenn sie den Behörden entgegen kommen desten Principien leiten. Das sollte die Gemeinde und darauf hinwirken, daß der Staat de wohl bedenken! 1 Bekanntmachung. 1169 Nachdem sich eine Ueberschuldung des Nachlasses des verstorbenen Rechnungeführers Emil Hoen von dem Blaufarbenwerk bei Mottgers ergeben hat, und unterm heutigen Tage der förmliche Concurs erkannt worden ist, so werden nunmehr alle Gläubiger aufge⸗ fordert, im Termin den 8. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, ibre Forderungen, unter Vorlage der Bewetsffücke, beim Rechtsnachtbeil der Ausschlteßung von der Masse, anzu⸗ geben und gehörig zu begründen. Den Gläubigern dient zur Nachricht, daß man den Jobann Adam Gerlach hier einstweilen zum Curator ernannt und verpflichtet bat, und in dteser Eigenschaft beibehalten wird, wenn sie in obigem Termine nicht zur Wahl eines anderen schreiten. Schwarzenfels am 3. Mai 1867. Königlich 1 79 Justizamt Vesten Porlland Ccment 764 durch den directen Bezug zu seyr billigen Preisen bei Jean Huber. Brod Mehl, 1631 aus der Mühle des Herra Dietz hier, verkauft malterweise und gestattet auf Verlangen Zahlungsfrifß bis Martini. Löb. Straus l. Bekanntmachung. 1529 Nachdem Heinrich Belz von Oderau, Sohn dortige Braunkohlenlager in Betrieb nimmt. Nur Bekanntmachung. ——— — — f des Konrad Belz II. dasesbst, wegen Verschwendung Holzversteigerung in den Domanlalwaldungen der unter Curatel gestellt worden und Wilhelm Braun von Oberau als Curator desselben bestellt worden ist, so wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, Oberförsteret Ober⸗Rosbach betreffend. 1629 Freltag den 5 Juli d. J., werden im Domanlal⸗ walddistrict Burgwald, Schlag Nr. 23. daß den Heinrich Belz angebende Rechtsgeschäfte gültig Scheid⸗ Prügel⸗ S'lock⸗ Reiser⸗ —— mit dessen genanntem Curator eingegangen werden Stecken. Wellen. önnen. älte Ei 3 42— 16283 Altenstadt den 6. Juni 1867. e ee 9 17 3 300 Groß berzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler, Ma v U Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. öffentlich meistbietend verffeigert Bekann machung. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung 1589 Donnerstag den 16. Juli d. J., Vormittags Morgens 8 Übr am Forsthaus Winterfßein. 10 Uhr, wird dabter durch Soumission vergeden die Ober-Rosbach den 27. Juni 1867. Lieferung von: Großberzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosb 75 Stück wollenen Bettteppichen, nach Muster, 2 2 O.* 6 Wagen Späne und 500 Stück geschälte Eichenstangen, von 2— 2½“ Durchmesser und 15“ Länge, 200 Ctrn. Ruhrer Steinkobien, Fettschrot J. Qualität, Bo ck, 40„ Schmiedegries Forft⸗Acceffifl. Die Bedingungen liegen auf unserm Büreau zur D Einficht offen und find die Soumissionen in den vor Bekanntmachung. Letzterem hängenden Soumissionskasten einzulegen. 1647 Nachdem der Fürstliche Ber 0 0 ˖ grechner Herr Me Martenschloß den 21. Junt 1867.. zu Weckesdeim anderweite Verwendung gefunden, Großherzogliche Landeszuchtbaus Direktion Herr Friedrich Hüffell aus Braunfels mit dieser Trumpler. Stelle betraut worden, was wir zur offentlichen Keautniß Billige Badehosen ch a greke den 1. Juli 1867. 1046 be Joseph Butzbach Fürstlich Se eee stabes bestimmt, gerade als der Krieg durch die Einnahme der Insel Alsen So kam das Jahr 1866 herbei, wo die vor- maligen Bundesgenossen: Preußen und Oestreich das Schwerd gegen Da wurde Moltke als Chef des Generalstabs der ge— seine Entscheidung fand. einander zogen. Gablentz spricht er mit hoher Achtung, und selbst den österreichischen Oberfeldherrn Benedeck behandelt er als einen würdigen Gegner, der aber Unglück gehabt habe. Daneben vergißt er auch Deutschland nicht. Wenn er den Sieg bei Königgrätz den preußischen Siegen bei Fehr- sammten preußischen Armee bestellt, und in diesem Posten war es, wo er unvergeßlichen Ruhm erwarb. Was er selbst in seiner bescheidenen Weise darüber sagt, das ist ungefähr Folgendes:„Zwei Rücksichten sind nächst Gottes Beistand und der Tapferkeit der Soldaten für den Ausgang des Kriegs entscheidend geworden, die ursprüngliche Vertheilung unserer Streit- kräfte auf dem Kriegsschauplatze und ihre Versammlung Zusammenwirken) guf dem Schlachtfelde. Wir wandten uns mit aller Macht gegen den Hauptgegner, die Oestreicher, indem wir den Rhein so gut wie unbesetzt ließen. Wollten wir vertheidigungsweise zu Werke gehen, so mußten wir zugleich Berlin und Schlesien schützen. Indem wir aber angriffen, konnten unsere beiden Armeen in Böhmen zusammenwirken. Die sächsische Grenze mußte schon darum überschritten werden, damit unsere Heere nicht zu weit von einander getrennt blieben. Wenige Tage Zögerung hätten alles Gelingen in Frage gestellt. Noch am Tage der Schlacht bei Königgrätz standen unsere Corps 4 Meilen von elnander entfernt. Allein wir mar— schirten nach einem festen Mittelpunkte zu, und trafen uns zu rechter Zeit. Alles gelang. Nachdem wir uns einmal hinreichend genähert hatten, war uns der Sieg so gut als gewiß.“ Und so wie Moltke dies Gelingen zuerst von Gott und dann von der Tüchtigkeit der preußischen Soldaten herleitet, so läßt er auch den Gegnern vollkommene Gerechtigkeit widerfahren. Von dem General bellin, bei Leuthen, bei Waterloo anreiht, so hofft er doch, daß aus demselben auch dem Gesammtvaterlande Heil und Segen erblühen werde. Kurze Mittheilungen aus der Oberhessischen Geschichte. (Schluß von Nr. 68.) 1646. Am 18. November wurde das Schloß Blankenstein dei Gladenbach für immer zerstört. 1636. Am 7. Juli erschien die Schul⸗Ordnung des Landgrafen Wilhelm VI., welche bis in die letztere Zeit noch für Hessen-Kassel gültig war. 1 Den 22. October wurden die Riedesel Freiherrn. 1685. Erschien die Freiheitsconcession für die, wegen ihrer Religion ver⸗ triebenen Reformirten(Rerugiés) aus Frankreich. 17 1687. Im December wurde durch Simon Cattel die erste Tababsfabrik in Hessen errichtet. 1700. Am 19. Februar wurde der verbesserte oder Gregorianische Kalender eingeführt, so daß auf den 18. Februar gleich der 1. März geschrieben, also 10 Tage uͤbersprungen wurden.. 0 1701. Den 25. Februar erschien ein Erlaß über die Abschaffung des dritten Feiertages der hohen Feste, sowie der Feste Marik Reinigung, Mariä Verkündigung u. s. w. 1708. Am 24. Januar wurde in Hessen-Kassel das Tabakschnupfen in der Kirche verboten. 1708. Starb Friedrich, Landgraf von Hessen Homburg mit dem sildernen Bein, welches er trug seitdem er 1685 vor Kopendagen ein Bein verloren hakte. Er war 75 Jahre alt und Begründer des von franzöͤsischen Betugies dewohnten Dorfes Friedrichsdorf. Zoologischer Garten in Frauksurt g. Ml. 1635 Sonntag den 7. Juli, von 6 bis 12 Uhr Vormittags ist der Eintrittspreis auf 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen, Der Verwaltungsrath. Angekommene Thiere: 1 Lama mit 1 Jungen, 2 Busch-Känguruh, 1 Paar Pony(2½ Fuß hohe Pferde), 2 Maki. Frankfurt a. M. Local- Veränderung. Schillerplatz 12. Vayerisch-Gier. Wirthschaft und Restauration, 1523 welche sich seither im Vorderhause(früher Café Neuf) befand, habe ich von heute an in die geräumigen, neu und elegant hergerichteten Säle des Hinterhauses verlegt und empfehle dieselbe, sowie auch meine daranstoßende Gartenwirthschaft einem geehrten aus— wärtigen Publikum bestens.. Saam. Der„Wetterauer Bote“ 1640 erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich am Sonntag, Mittwoch und Freitag und wird, wie seit den 12 Jahren seines Bestehens auch ferner ein treues Organ der Volkssache sein. Auf der durch die geschichtlichen Thatsachen der letzten Jelt gewonnenen Grundlage hält er die bundesstaatliche Einigung des ganzen deutschen Volkes und die freihettliche Entwicklung unserer inneren Zustände als seine Ziele fest und wird dafür in seinen Kreisen und nach seinen Kräften zu wirken suchen, insdesondere wird. un er der Hebung der Volksbildung durch Verbesserung der Volksschulen und unabhängiger Stellung der Lehrer seine stete Aufmerksamkeit widmen. Leitartikel, eine sorgfältige Uebersicht der Tagesgeschichte, zahlreiche Mittheilungen aus dem Großherzogthum und landständische Berichte, vermischte Nachrichten, Notizen über Handel, Industrie, Märkte ꝛc., bilden den Inhalt des Welt. Boten; ein demselben beigegebenes»Sontagsblatt“ wird durch Erzählungen, naturwissenschaftliche Aufsätze, Gedichte, Mannigfaltiges ꝛc., zur Unterbaltung und Belehrung der Leser beitragen. Der Preis beträgt vierteljährig in Butzbach und dessen Umgebung 42 kr., durch die Post bezogen 45 kr. Damit die Zusendung keine Unterbrechung erleidet, bitten wir die Besiellungen auf den Postexpedittonen oder bei den Landpostboten, bei welchen auswärts nur abonnirt werden kann, alsbald zu machen; den Abonnenten in hies. Stadt und Umgegend werden wir den Wett. Boten, wenn eine Abbestellung nicht erfolgt, in seitheriger Weise übersenden. Inserate finden weite Verbreitung, da sich der Leserkreis des Wett. Boten nicht allein über die 3 Provinzen des Großherzogthums Hessen, sondern auch die angrenzenden Bezirke erstreckt. Wir berechnen die Petitzeile oder deren Raum zu 3 kr. und bewilligen bei mehrmaligem Eintücken entsprechenden Rabatt. Butz bach im Junk 1867. Die Expedition des Wetterauer Poten. Unterrichts⸗Ertheilung. 1642 Der Unterzeichnete ertheilt Unterricht in der französischen und englischen Sprache, im Rechnen und in allen sonstigen in's Geschäftsleben einschlagenden Fächern. Auch würde derselbe Schüler biesiger Lebranstalten bei Anfertigung ihrer Schulaufgaben beaufsichtigen und ihnen die erforderliche Nachhilfe, sowie etwaige Fortbildung zu Theil werden lassen. Friedberg im Juni 1867 S. Morgenstern, er eee Das wahrhaft Reelle bewährt sich immer! 1634 Dieß beweißt nachstehender an Hin Apotheker Bergmann in Paris, 70 Boulevard Magenta, gerichteter Brief: Geebrter Herr College! Ersuche Sie um schleunigste Zusendung von 2000 Dülsen Ihrer patentirten Zahnwolle) und kann nicht unterlassen, Ibnen Bericht zu geben, daß dieser Ihr Artikel von Tag zu Tag an Bellebtheit gewinnt. Mit collegialischer Hochachtung! Josef v. Török in Pe ft. Apotheke zum heil. Geist. ) Depot à pülse 9 kr. bei Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. Lebeusversicherungsbank für Peutschland in Gotha. Verfcherungsbestand am 1. Juni 1867 3,4471000 Thlr. Effektiver Fonds am 1. Juni 1867 14. 210000„ Jahreseinnahme pr. 1866 2.468127„ Dividende der Versicherten im J. 1867 36 Proz. 1639 Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Belegung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkürzte Ver⸗ theilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben bei Hofgerichts⸗Advokat G. Trapp II. in Friedberg. Domänenpfandmeister Müller in Nidda. Schlesischer Feuchelhonig-Ertract von I. W. Egers, 1265 als das wirksamste Hausmittel bei Hals- und Brustleiden, Husten, Heiserkein, Verschleimung, Kitzel und Beschwerden im Halse, Bräune, Kraripf⸗ und Keuchhusten ꝛc. hinlänglich bekannt, bei Kinderkrankheiten so zu sagen eingebürgert als Hausarzt jeder besorgten Mutter, wie nicht minder für an Hämorrhoiden und Verstopfung Leibende zum Zwecke einer leichten Leibesöffnung so fehr bewährt, wird eben seiner erprobten Güle und weltverbreiteten Absatzes wegen, vielfach nachgepfuscht. Man achte deshalb genau darauf, daß jede Flasche des ächten Schlesischen Fenchelhonig-Extracts Siegel, Etiquette nebst Facsimile, sowie die eingebrannte Firma seines Erfinders und alleinigen Verferligers L. W. Egers in Breslau trage und gekauft wird nur bei Jos. F in Friedberg. Hofraithe-Versteigerung. 1641 Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hlesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Wittwe und Kinder des verstorbenen Bürgers und Spenglermeisters Valentin Scheuermann dahter nach⸗ beschriebene Hofraithe: Flur II. Nr. 371. Hofratthe in der Kirchstraße, öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg den 1. Jult 1867. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg „ eee Der dienffälteste Gerichtsmann Fou ea r. Bean n em act g 1636 Donnerstag den 4. Juli l. J., Nachmittags 5 Uhr, soll die diesjährige Kirschenerndte in der städilschen Baumanlage auf dem Schrenzer an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Butz bach den 28. Juni 1867. Großherzogliche Bürgermetsteret Butzbach Küche l Tanzunterricht. 1638 Mit dem 1. August d. 3. beginnt mein Tanz⸗ unterricht, zu welchem ich mich bestens empfohlen halte. Anmeldungen werden freundlichst entgegengenommen in meiner Wohnung bei Herrn Peter Mann. Friedberg den 1. Juli 1867. H. Moseler, Tanzlebrer. 1478 Für 5 Sgr. vorräthig in allen Buch⸗ handlungen: Keine Hämorrhoiden mehr! Praktische Anwelsung zu sichersten und rasch sten Heilung der Hämorrhoiden. *** Wagenreif-Diegmaschinen 1622 für Schmiede, sowte alle übrigen landwirth⸗ schaftlichen und gewerblichen Maschinen bester Construetion und zu den billigsten Preisen verfertigt unter Garantie Friedberg. arl Reuß, Mechanikus. Corseten& Crinolines 1625 werden zu sehr billigen Preisen abgegeben bei Geschwister Schloß. Eine kleine Kelterpresse, auch für Färber geeignet, wird billig abgegeben von Bindernagel& Schimpf. Ein möblirtes Zimmer 1637 ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 1637. Einen Schuhmacherlehrling 1643 sucht G. Kautz am Schulhaus. 1645 Alle Sorten Schuhe und Stiefel, welche ich selbff anfertigen lasse, empfehle ich zu den billigsten Preisen. Ferner empfehle ich mich im An, und Verkauf von allen getragenen Kleidungsstücken. Friedberg. Josepb Butzbach. Mobilien ⸗Versteigerung. 1644 Donnerstag den 4. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung verschtedene Mobilien, bestehend in einer Commode, Bettstellen Bettwerk, Weißzeug, einen Kleiderschrank, öffentlich meiäbietend versteigern Friedberg am 27. Juni 1867. 5 Christian Gros. „ e eee eee 1477 Für 5 Sgr. vorräthig in allen Buch⸗ handlungen: Keine Zahnschmerzen mehr! Entdeckung eines fichenn Mittels sich derselben binnen 5 Minuten auf immer zu entledigen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: Den 23. Junt. Dem Bürger zu Butzbach und Bäckermeister dabier Ernst Tischert eine Tochter Bilbelmine, geb. den 2. Juui. Berantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Da Unterbr D. 4 40 — Beltessen 1 Angelegen.! der Beding daß solches der 5. 2. welche im Sie Betreffend Da ö die soforti Belreffen Averssong 0 Natenbert