1867. Dienstag den 2. April. „ 40. Anzeiger für Oberhe sen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — ausgeführt. Für das II. Quartal l. J. eröffnen wir ein neues Abonnement auf den„Anzeiger für Oberhessen“. werden auswärts von den Poststellen des Großherzogthums zu 33 kr., in Friedberg bei der Expedition zu 30 kr. Bestellungen Amtlicher Theil. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Friedberg für 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Couvert gehen Ihnen mit nächster Post die Gemeinde-Voranschläge für 1867 zu. gleichstellen und sofort Letzteres nebst allen Anlagen dem Gemeindeeinnehmer behändigen. Friedberg den 30. März 1867. Sie werden Ihr Exemplar dem Original Zugleich empfehlen wir Ihnen für die Ausführung der in den Voranschlägen vorgesehenen Arbeiten sobald als thunlich zu sorgen und bemerken weiter, daß wir den Bezirksbauaufsehern dieserhalb die erforderliche Weisung zu Ihrer Unterstützung haben zugehen lassen. Wir müssen die sofortige Ausführung der vorgesehenen Arbeiten um so mehr erwarten, als es hierdurch möglich wird, den Arbeitern, Fuhrleuten, Taglöhnern ꝛc. Verdienste in ausgedehnterem Maaße zu beschaffen, als dies in anderer Weise geschehen kann. Betreffend Das Bewelden der Wiesen durch die Schaafbeerden. Da sse lebe a mand i,% C al 1 Friedberg den 1. April 1867. E n. Wir machen Sie auf pünktliche Einhaltung des Termins bezüglich des Beweidens der Wiesen durch die Schaafheerden aufmerksam; ein weiteres Eintreiben, als die Wiesen-Polizei-Ordnungen gestatten, werden wir strenge ahnden. Betreffend: Die Bedürfniß der Landjedenschaft der Provinz Oberbessen für 1867. Da fannt pie an die israelitischen Vorstände des Kreises. Trapp. Friedberg den 29. Marz 1867. Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religions gemeinden des Kreises Friedberg beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedecretur zu ertheilen und dieselben anzuweisen, die Beiträge in den bestimriten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft N. Heß zu Gießen pünktlich abzuliefern. Trapp. 1) Staaden 10 fl. 56 kr.— 2) Kirchgöns und Pobl⸗Göns 8 fl. 39 kr.— 13) Hoch⸗Weisel 2 fl. 5 kr.— 14) Langenhain 33 kr.— 15) Nieder⸗Weisel 10 fl. 3) Assenbeim 6 fl. 33 kr.— 4) Bönstadt 7 fl. 9 kr.— 6) Fauerbach II. 25 fr.— 7) Nieder⸗Wöllstadt 12 fl. 30 kr.— 8) Frtedberg 31 kr.— 10) Florstadt mit Sirkensee 8 fl. 87 fl. 7 ir.— 9) Ober⸗Rosbach 3 fl. 5 * kr— 11 Butzbach 13 fl. 9 kr.— 12) Fauerbach v. b. H. 2 fl. 40 kr.— 9 kr.— 5) Bruchenbrücken 4 fl. 12 kr.— 16) Oß eim 1 fl. 24 kr.— 17) Steinfurt 4 fl. 15 kr.— 18) Weckes heim mit Melbach, Soͤdel, Beienheim und Wölfersheim 8 fl. 11 kr.— 19) Gambach 4 fl. 37 kr.— 20) Griedel mit Rockenberg 6 fl. 33 kr.— 21) Münzenberg 10 fl. 31 kr. Hessen. Darmstadt. Der vor einigen Tagen in den Ruhestand versetzte erste Präsident des Großberzoglichen Ober-Appellations- und Cassations⸗Gerichts, Gebeimerath Dr. Hahn, ist am 28. d. M. nach längerem Leiden gestorben. — Die Hess Ludwigsbahn soll der preußischen Regierung die Frankfurt-Hanauer Bahn zum Tausch gegen den Frankfurter Antheil an der Main⸗Neckar⸗Babhn angeboten beben. — Dieser Tage wurde durch Herrn Karten- fabrikant Reuter der letzte noch auswärts befind⸗ liche hessische Verwundete, 7. Wagner aus Heidel— bach, hierhergebracht und von Herrn Bankdirector Wendelstadt in Pflege übernommen. Derselbe hat einen Schuß im Unterschenkel erhalten und sollte sein Bein amputirt werden, wozu sich der Ver— wundete aber nicht entschließen konnte. — Das als Manuscript gedruckte Feldzugs⸗ journal Sr. Gr. H. des Prinzen Alexander wird nunmehr auch im Buchhandel(Zernin'schen Verlag dahier) erscheinen. Mainz. Wie die„Mainzer Zeitung“ erfährt, wird das großh. hessische Contingent nicht in den Verband des 11 norddeutschen Armeecorps treten, wie es ursprünglich beabsichtigt war, sondern es wird die vereinigt bleibende hessische Division mit der badischen zusammen ein neues Armee— corps, das 13. bilden, welches aus 9 Regimentern Infanterie(4 hessischen, 5 badischen) 5 Regimentern Cavallerie(2 hessischen, 3 badischen) bestehen wird. Zu dem 13. Feld ⸗Artillerie-Regiment würden dann Hessen 5, Baden 10 Batterien, letzteres auch das Pionnier-Bataillon stellen. Das Armeecorps wird also ganz wie ein preußisches organisirt sein. — Es werden hier fortwährend Militär— ausrüstungs⸗Gegenstände aller Art für die hiesige wagenweise eingeführt wurden. Auch die Frucht⸗ transporte zur Verpflegung der Garnison dauern fort; dieselben werden noch immer nach dem so⸗ genannten Mehlmagazin in der Strickergasse ge⸗ bracht. Das neue feuerfeste Proviantmagazin an der Schillerstraße geht seiner inneren Einrichtung entgegen. — Es wird versichert, daß die Eingabe des katholischen Clerus der Mainzer Diöcese wegen des Gustav-Adolph-Kalenders einfach ad acta gelegt und für den Herausgeber des Kalenders, Herrn Pfarrer Ritter, keinerlei nach⸗ theilige Folgen haben wird. Preußen. Berlin. Der„Staatsanzei⸗ ger“ veröffentlicht das sehr anerkennende Begleit- schreiben des Königs von Italien an den Grafen Bismarck bei Verleihung des Annunciaten— Ordens.— Auch spricht man in diplomatischen Kreisen von einem an den Grafen Bismarck ge— richteten schmeichelhaften Schreiben des Kaisers Napoleon, — Graf Bismarck erklärte im Reichstage bei der heutigen Debatte über die Veröffentlichung der Verhandlungen des Reichstags gegen den Abg. Lasker: man möge ihm die Aufgabe nicht zu schr erschweren, da der Abgeordnete für Berlin nicht wissen könne, welche auswärtige Fragen im Augenblick vorlägen, die eine andere Behandlung gestatten würden, falls das Parlament mit der Regierung ginge. — Die Berliner„Börsen⸗Zeitung“ schreibt: „Der Vertrag zwischen der Verwaltung der hessischen Nordbahn und der bergisch-märkischen Bahn tritt Anfangs nächsten Jahres in Krafte die Actionäre erhalten jedoch bereits im laufenden Jahre eine fünsprocentige Rente.“ — Die eben versammelten Mitglieder sämmt⸗ Telegraphenwesens kein Amendement einzubringen, bevor sie es der Regierung mitgetheilt. — Die Vorschläge, welche zur Erleichterung der französischen Paßcontrole rücksichtlich der Pariser Industrie-Ausstellung gemacht wurden, sind von den französischen Behörden abgelehnt worden. — Nach den im Reichstage umlaufenden Nachrichten unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß das Verkaufsgeschäft in Betreff Luxemburgs zwischen Frankreich und Holland vollständig perfekt ist. Eine officielle Mittheilung hierüber war dagegen an das hiesige Cabinet bis heute noch nicht gelangt. Preußen hat daher bis jetzt auch noch keine Veranlassung gehabt, zur vorliegenden Frage Stellung zu nehmen. Von Personen, welche der französischen Gesandtschaft hierselbst nahe stehen, wird dagegen die Nachricht verbreitet, Preußen habe am gestrigen Tage seine Zustimmung zu dem Verkaufsgeschäft erklärt. Thatsache ist allerdings daß seit Mittwoch früh im französischen Gesandtschaftshotel ein sehr lebhafter Verkehr stattgefunden hat, und daß der erste Secretär der Gesandtschaft gestern Abend mit wichtigen Depeschen nach Paris ab- gereist ist. Die Mitglieder verschiedener Fractionen haben sich berathen behufs einer zu stellenden Interpellation wegen der luxemburgischen Angelegenheit Graf Bismarck, welcher biervon Kenntniß erhielt, soll von diesem Schritte abgerathen haben. Man ist nun gespannt, ob nicht trotzdem die Interpellation erfolgen werde. 28. März. Reichstag. Erster Gegen— stand der Tagesordnung in der heutigen Sitzung des Reichstags ist die Schlußberathung über den Jestungsgarnison eingebracht. Im Laufe der letzten licher Fraetionen des Reichstags baben sich Antrag der Abgg. Ausfeld und Genossen auf Tage waren es besonders neue Tornister, welche dahin verständigt, hinsichtlich des Eisenbahn und der Geschäftsordnung, welcher mit Abänderung 128 gegen 125 Stimmen abgelehnt wird. Das Haus setzt dann die Verfassungsberathung fort. Man steht an Abschnitt F.(Reichstag.) Art. 21—29. Art. 21 lautet:„Der Reichstag geht aus allgemeinen und directen Wahlen her— vor, welche bis zum Erlaß eines Reichswahl⸗ gesetzes nach Maßgabe des Gesetzes zu erfolgen haben, auf Grund dessen der erste Reichstag des norddeutschen Bundes gewählt worden ist. Be⸗ amte im Dienste eines der Bundesstaaten sind nicht wählbar.“ Es sind zu diesem Artikel sehr zahlreiche Amendements gestellt. Abg. Fries (Weimar) bittet, den Art. 21 unverändert anzu⸗ nehmen. Abg. Dr. Eichholz(Hannover) ist gegen die Ausschließung der Beamten, die Nach⸗ theile für die Gesetzgebung nach sich ziehen müsse. Abg. Friedenthal hegt gegen das allgemeine gleiche und directe Wahlrecht conservative Beden— ken. Abg. Weber(Stade): Das Parlament muß eine des großen deutschen Volkes würdige Competenz haben. Er spricht für Wählbarkeit der Beamten. Abg. Thissen: Die Bildung des Volkes hat ganz enorm zugenommen, das allgeneine und gleiche Wahlrecht darf dieser Bil— dung gegenüber keine Besorgnisse einflößen. Tren⸗ nen wir darum die Stände nicht, sondern lassen wir das deutsche Volk in allen seinen Ständen in einem einzigen großen Hause. Abg. v. Zeh⸗ men(Sachsen) ist gegen das Einkammersystem, aber auch gegen die Ausschließung der Beamten. Abg. Wagener: Die Frage ist nicht die, ob wir eine bessere Verfassung zu Stande bringen können, sondern die, ob wir, wenn wir diese Vor⸗ lage verwerfen, einen besseren Bund machen kön— nen. Wir haben einen vertragsmäßigen Verfassungsentwurf vor uns, vergessen wir das nicht. Ich bin nicht für die geheime, sondern für die öffentliche Stimmabgabe, aber ich lege darauf jetzt weiter keinen Werth. Ich und meine Freunde, wir verleugnen in mancher Beziehung unser Parteiprogramm um der Sache des Vater⸗ landes willen, und wir fordern Sie auf, ein Gleiches zu thun. Abg. 9. Below: Ich habe mich gefreut, daß meine Befürchtungen sich nicht bestätigt haben, daß in diesem Saale eine so re⸗ spektable Versammlung zusammengetreten. Es muß hinsichtlich des Wahlgesetzes vorgesorgt werden, und ich meine, in dem von dem preußischen Her⸗ renhause vertretenen Sinne. Daß aber keine Diäten gezahlt werden, ist immer auch schon etwas. Abg. Grumprecht: Wenn ich auch auf einem andern Standpunkte stehe, als der Vorredner, so habe doch auch ich in Bezug auf das allgemeine gleiche Wahlrecht meine Bedenken. Redner spricht sich dann entschieden gegen die Ausschließung der Beamten aus. Redner wendet sich gegen die ge⸗ heime Stimmabgabe, und, insbesondere mit Rück⸗ sicht auf die speciellen Verhältnisse Hannovers, gegen die Ausschließung der Beamten. Die Frage in Betreff eines Oberhauses sei auch nicht mit einem Scherz abzumachen. Alle Interessen der Nation und ihrer Stände müßten zur Vertretung kommen, und auch im Interesse der Monarchie selbst könne das Oberhaus nicht entbehrt werden. Abg. Plank(Celle) ist für die einfache Annahme des Art. 21. Das Oberhaus findet seinen Ersatz bereits im Bundesrathe. Abg. v. Sybel ist gegen das allgemeine gleiche und directe Stimm⸗ recht, dessen Anwendung, soweit seine Kenntniß reiche, stets der Anfang vom Ende gewesen sei. Seine Vorbedingung sei die sociale Gleichheit an Wohlstand wie an Bildung. Mit der allgemeinen Wehrpflicht sei das allgemeine gleiche und directe Wahlrecht nicht zu rechtfertigen. Das gegenwär⸗ tige preußische Wahlgesetz sei gut, mit dem allge⸗ meinen gleichen und directen Wahlrecht werde, wie in Frankreich, nur die Dictatur der Demo⸗ kratie herbeigeführt.— Graf Bismarck: Dae allgemeine Stimmrecht ist uns aus den deutschen Einheitebestrebungen überkommen und 1863 haben wir dasselbe Oesterreich entgegengesetzt. Aber ich wüßte auch kein besseres Wahlgesetz. Was will man auch an die Stelle setzen? Das preußische Dreiclassensystem? Wer die Wirkungen dieses Wahlgesetzes in der Nähe beobachtet hat, wird mit mir übereinstimmen, daß es kein elenderes und widersinnigeres Wahlgesetz geben kann. Daß unser Volk für die allgemeine gleiche und directe Wahl nicht reif genug sei, bezweifle ich sehr. Mit dem Ausschlusse der Beamten beabsichtige ich zu partikularistische Beamte der Bundesstaaten fern zu halten und einer Lockerung der Diseiplin in unserem Beamtenstande vorzubeugen. Ich mache aus der Annahme des Art. 21, so wie er lautet, übrigens keine Cabinetsfrage. Abg. Dr. Meyer (Thorn) ist gegen die Ausschließung der Beamten, — Abg. Schulze bedauert, daß ein deutscher Gelehrter sich so weit von der idealen Seite des Rechts habe entfernen können, wie der Abg. v. Sybel. Zur Beamtenfrage übergehend, führt er aus, daß das allgemeine gleiche und directe Wahl— recht nur ein trügerischer Schein sein würde, wenn man die Beamten von der Wählbarkeit ausschließe. Der Schluß der Discussion wird beantragt und angenommen. Das Amendement Fries, im Art. 21 hinter die Worte„direeten Wahlen“ ein⸗ zuschalten:„mit geheimer Abstimmung“ wird angenommen, eben so, unter Ablehnung aller übrigen Amendements, das Amendement der Abgg. Grafen Henkel v. Donnersmark und v. Unruh: im Art. 21 den zweiten Satz:„Beamte im Dienste eines der Bundesstaaten sind nicht wählbar,“ zu streichen und folgenden neuen Artikel einzuschalten:„Beamte bedürfen keines Urlaubs zum Eintritt in den Reichstag. Wenn ein Mitglied des Reichstags in dem Bunde oder einem Bundesstaate ein besoldetes Staatsamt an— nimmt, oder im Bundes- oder Staatsdienste in ein Amt eintritt, mit welchem ein höherer Rang oder ein höherer Gehalt verbunden ist, so verliert es Sitz und Stimme in dem Reichstage und kann seine Stelle in demselben nur durch eine neue Wahl wieder erlangen.“ — 29. März. Reichstag. Die Abgeord⸗ neten Ahlmann und Krüger bringen folgen— den Antrag ein:„Der Reichstag wolle beschließen, dem Artikel 53 den Satz hinzuzufügen: Die Wehrpflichtigkeit bleibt in denjenigen Theilen des Herzogthums Schleswig, welche nördlich einer südlich von Flensburg laufenden und in westlicher Richtung sich erstreckenden Linie liegen, so lange suspendirt, bis in Betreff der Abtretung schleswig— scher Districte an das Königreich Dänemark ein Resultat erzielt ist.“ Indem das Haus in die Tagesordnung eintritt, setzt es die Berathung des Verfassungsentwurfs fort. Man steht an Art. 22:„Die Verhandlungen des Reichstags sind öffentlich.“ Von dem Abg. Lasker wird beantragt, diesem Artikel als Alinea 2 hinzuzu⸗ setzen:„Wahrheitsgetreue Berichte über Verhand— lungen in den öffentlichen Sitzungen des Reichs- tages bleiben von jeder Verantwortlichkeit frei.“ Der Abg. Lasker begründet seinen Antrag. Der Abg. Ausfeld hat ein anderes Amende⸗ ment beantragt, welches lautet:„Die Veröffent⸗ lichung und Verbreitung wahrheitsgetreuer Berichte über Verhandlungen des Reichstags oder über Theile derselben ist unter keinerlei Umständen straf⸗ bar.“ Für dieses Amendement spricht der Abg. Dr. Becker. Graf Bismarck: Die verbün⸗ deten Regierungen fürchteten die Veröffentlichung der Verhandlungen nicht. Die Berichterstattung solle nicht beschränkt sein und es sei an die be— treffenden Behörden die Weisung ergangen, nicht einzuschreiten, vielmehr bei jedem einzelnen Falle hier anzufragen. Wenn man nach Sjährigen Mühen und Kämpfen endlich Das erreicht hat, was jetzt vor uns steht, wenn man seine Gesund— heit darüber geopfert hat, und dann die Herren so reden hört, die doch von allen diesen Vorgän⸗ gen und den Hindernissen, die zu bekämpfen wa⸗ ren, nichts wissen, so kann ich ihr Verfahren nur vergleichen mit einem Manne, der mit einem Stein durch das Fenster wirft. Wo er mich trifft, das weiß er nicht; um welche auswärtige Frage es sich gerade handelt, und welche Schwierigkeiten man mir bereitet, davon weiß man ebenfalls nichts. Das Ausfeld'sche Amendement wird hierauf ab⸗ gelehnt und dann Art. 22 mit dem Lasker'⸗ schen Amen dement angenommen. Art. 23 lautet:„Der Reichstag hat das Recht, Gesetze innerhalb der Competenz des Bundes vorzuschla— gen.“ Abg. Dr. Baumstark beantragt, den Art. 23 so zu fassen:„Der Reichstag hat das Recht, innerhalb der Competenz des Bundes Ge— setze vorzuschlagen und an ihn gerichtete Petitionen dem Bundesrathe resp. Bundeskanzler zu über⸗ weisen.“ Der Abg. Dr. Braun(Wiesbaden) beantragt, nach Art, 23 zu setzen:„Der Reichs- tag hat das Recht, bei seinen Berathungen die Anwesenheit des Bundeskanzlers, oder eines Stell— vertreters desselben, zu verlangen.“ Graf Bis- marck hätte gegen das Braun'sche Amendement, wie dasselbe jetzt gefaßt ist, allenfalls nichts ein— zuwenden, doch wäre die Nichtannahme ihm lieber. Abg. Lasker beantragt, hinter Art. 23 folgen- den neuen Artikel einzuschalten:„Der Reichstag hat das Recht, Adressen an das Bundespräsidium zu richten, Interpellatlonen zu stellen, Beschwer⸗ den, Bitt⸗ und andere Schriften entgegenzunehmen und sie an den Bundeskanzler zu überweisen, Thatsachen durch Vernehmung von Zeugen, Sach— verständigen und anderer Auskunftspersonen zu erheben und in gleicher Weise Commissionen mit der Erhebung von Thatsachen zu beauftragen.“ Abg. Aßmann beantragt, in dem Baumstark'- schen Amendement hinter die Worte:„hat das Recht“ einzuschieben:„Adressen an das Bundes- präsidium zu richten, Interpellationen zu stellen und“... Für das Baumstark'sche Amendement sprechen die Abgg. Scherer und v. Vincke, Letzterer, indem er namentlich auch im Hinblick auf die allgemeine Lage Europas vor überflüssi⸗ gem Beiwerke und Schaffung von Schwierigkeiten warnt. Für das Lasker'sche Amendement spricht der Abg. Rewitzer. Es wird nun abgestimmt. Es wird auf Theilung des Lasker'schen Amende⸗ ments angetragen; die erste Hälfte bis nach dem Wort„überweisen“ fällt mit 134 gegen 126 Stimmen, die zweite Hälfte des Amendements fällt ebenfalls. Das Braun'sche Amendement wird mit 135 gegen 124 Stimmen abgelehnt. Abg. Dr. Harnier beantragt, mit Rücksicht auf die geringe Differenz, namentliche Abstimmung. Das Braun'sche Amendement fällt mit 136 ge⸗ gen 120 Stimmen. Abgelehnt wird ferner der Zusatz des Abg. Aßmann zu dem Baumstark'⸗ schen Amendement, welches letztere dann zur An- nahme gelangt. gislaturperiode— die Vorlage setzt dieselbe auf drei Jahre fest) sind mehrere Amendements ge⸗ stellt. Abg. Baumstark beantragt 5, Abg. Graf Bassewitz 6 Jahre. Abg. Miquel: Ich kann nicht begreifen, wie man gerade von der Seite, von welcher man uns immer gepredigt hat, an dem Verfassungsentwurfe nichts zu ändern, solche Anträge, die obenein auch noch eine bedeu⸗ tende Verschlechterung der Vorlage sein würden, stellen kann. Abg. Fürst Solms⸗Hohesolms⸗ Lich empfiehlt das Amendement des Grafen Basse⸗ witz. Abg. Fries(Weimar) ist für die Regie⸗ rungsvorlage und gleichzeitig für ein Amendement des Abg. v. Unruh, auf welches weiter unten zu⸗ rückzukommen sein wird. Abg. v. Vincke(Ha⸗ gen) ist für das Baumstark'sche Amendement. Abg. Dr. Gneist spricht für die Regierungsvorlage. Abg. Graf Schwerin theilt den Standpunkt Vincke's und hätte am liebsten eine sechsjährige Legislaturperiode. Abg. Graf zu Eulenburg: Eben weil wir ein bleibendes Werk zu schaffen haben, bedarf es einer festen, sicheren Grundlage; in zu kurzen Parlamenten liegt diese Garantie nicht, und darum bitte ich Sie, die sechsjährige Legislaturperiode zu beschließen. Abg. Waldeck: Wer gegen die Vorlage ist, wüthet gegen sein eigenes Fleisch; in Preußen hat immer nur eine dreijährige Legislaturperiode bestanden. Warum sollen wir aber abgehen von Dem, woran wir gewohnt sind? und die Regierung ist es ja felbst, die uns die dreijährige Legislatur vorschlägt,— sie ihrerseits muß also doch wohl keine Bedenken gegen diese Dauer finden. Abg. Graf Schwe— rin: Es handelt sich hier um kein politisches Princip, sondern nur um eine Nützlichkeitsfrage. Das Amendement des Grafen Bassewitz — für welches auch die Minister stimmen — wird abgelehnt. Dann folgt das Amende— ment Baumstarck. In namentlicher Ab- Zu Art. 24(Dauer der Le⸗ o weit ausgt! Geschäfts bald Schwierigkeiter Odenwald un zine günsige pon Schaben! gar nicht ober gemeldet, bord den Bescheinigu u dale Fal zeugutg die Oesterr gerüchlwiiht: lassen, Prei Luxemburgs: wenn die Festi die Fesung 2 Bezirken von Saarbrückgeg — Der Generalisimu Görgey hat verlassen zu dü Fiauere des Hern Seite zugest legenheit zu handlungen Berlin, ale pflogen we schiedenheit sehr langsar heit in Abr ben, vonach den stien, Guußhenogtt silbserstandl. denselben si Landgericht widrigenfall Frtedb bel Gun* derden. 1 Nürge datstimm Lune- ech dem zen 120 tetments nent wird * ir it. Abg. A bie 0 ge- att der n · vu Ar- der K- tielbe auf entt 9 5, Abg. Nigukl: trade 903 gctprtdigt * andern, int bedtu⸗ g wurden, esolnt; en Bast· t ANegie⸗ tnt ement en gu 61 dvr 21. zevorlagt. ard g /abnge burg! i schasfe tundlagt! Garantie gald el! 70550 gertulen 20 1 vel ues, ler 0 tn simmung wird dasselbe mit 138 gegen 127 Stimmen ebenfalls abgelehnt, worauf die Re- fierungsvorla ge angenommen wird. Der bg v. Unruh beantragt, hinter Art. 24 als euen Artikel einzuschalten:„Im Falle der Auf- ösung des Reichstags müssen innerhalb eines Zeitraums von 60 Tagen nach derselben die Wähler, und innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen nach der Auflösung der Reichstag ver— gammelt werden. Obne Zustimmung des Reichs- ages darf die Vertagung desselben die Frist von 10 Tagen nicht übersteigen und während derselben Session nicht wiederholt werden.“ Dieser Zusatz zird ohne Discussion angenommen. Nächste Sitzung: morgen. Tagesordnung: Wahl der defi- ritiven Präsidenten, Baden. Den Kammern, deren Zusammen— ritt vielleicht noch im September d. J. erfolgen sürfte, wird der Entwurf für ein neues Preß- zesetz vorgelegt werden. — Endlich sind die Kriegsentschädigungen so weit ausgemittelt, daß der Abschluß des ganzen Heschäfts baldigst erfolgen kann. Die größten Schwierigkeiten wurden von den Leuten im Odenwald und Taubergrund herbeigeführt, welche ine günstige Einnahmequelle in der Liquidation don Schaden entdecken wollten, die in der That jar nicht oder lange nicht so erheblich als an- gemeldet, vorhanden waren. In Ermangelung den Bescheinigungen durch die Militärgewalt kann n solchen Fällen nur nach moralischer Ueber— engung die Ausmittlung erfolgen. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ meldet zerüchtweise:„Bismarck habe in Paris andeuten assen, Preußen werde gegen die Erwerbung Luxemburgs von Seite Frankreichs nichts einwenden, wenn die Festung Luxemburg geschleift und Preußen die Festung Maestricht von Holland nebst einigen Bezirken von Lothringen in der Mosel⸗ und Saarbrückgegend erhält.“ — Der in Klagenfurt internirte ehemalige Generalissimus der ungarischen Revolutionsarmee Börgey hat die Exlaubniß erhalten, Kärnthen verlassen zu dürfen. Frankreich. Paris. Seit der Abreise des Herrn Benedetti wird selbst von officieller Seite zugestanden, daß die luxemburgische Ange— legenheit zur Zeit den Gegenstand eifriger Ver⸗ handlungen bildet, die sowohl zwischen Paris und Berlin, als zwischen Paris und dem Haag ge— pflogen werden, aber bei der prinzipiellen Ver⸗ schiedenheit des Standpunktes der Parteien nur sehr langsam vom Fleck rücken. Mit Entschieden⸗ heit in Abrede gestellt werden indessen die Anga— ben, wonach von Frankreich Schritte gethan wor- den seien, um durch Kauf in den Besitz des Großherzogthums zu gelangen, und damit fallen selbstverständlich auch die Ziffern, welche hierüber Mainz. Schon seit geraumer Zeit besteht hier so eine Art von Assoctation, welche das Falschspielen als Erwerbs⸗ gegenstand betreibt. Es werden namentlich dienstlose bereits in Umlauf gesetzt worden sind Die ganze Frage scheint ihrer Natur nach wenig dazu an— gethan, die damit betrauten Diplomaten stete bei] Fremdlinge in die Schlinge gezogen; man läßt sie einigemal guter Laune zu erhalten, und die Schroffheit, gewinnen, um sie hinterher um so gründlicher auszubeuten. welche Herr Benedetti während seines hiesigen] Spelunken für solche Geschäfte finden sich schon. Aufenthalts im Verkehr mit den Mitgliedern der“ Offenbach. Die„Main⸗Zeitung schreibt: Wie wir preußischen Botschaft zuweilen kund gab, ee eee, e eg N bei einer sich dadurch leicht. Marquis de Moustier bemüht ene Swe ef W en sich, den Eindruck derselben zu verwischen, und von Großumstadt. Es ist dies ber erste Fall, seitdem sucht durch besondere Artigkeit gegen die Vertreter die Untersuchungen polizeilich angeordnet sind. Im vorigen des preußischen Staats Alles zu vermeiden, was Nabre wurden 8000, in dem laufenden bereits 1000 5 7 eg 10 Schweine untersucht Heute Morgen brach in der in die Beziehungen zu diesem letztern unnöthigerweise der Waldstraße befindlichen Bleiweißfabrit von trüben könnte.(A. A. Z.) a Maynz und Wolff Feuer aus, welches jedoch, ohne — Inu gesetzgebenden Körper gab heute Gra größeren Schaden anzurichten, baldigst gelöscht wurde. Wolewski seine Demission als Präsident und über. Goldelse, Roman von E. Marlitt. Nachdem gab den Vorsitz dem Herrn Schneider.— Es siud Znler 1 3 11 1. Gerüchte über bevorstehende Ministerveränderungen Feiner besonderen Empfehlung. Der Geras d im Umlauf.— Der„Moniteur“ meldet, Graf! dadurch auf dem belletristischen Gebiete so rasch und all⸗ Walewski habe in einem Briefe an den Kaisers gemein Bahn gebrochen, und sein besonders in Lebens⸗ gesagt: Persönliche, von meinem Willen unab- wahrheit und ursprünglicher Frische der Auffassung sich hängige Zerwürfnisse zwischen mir und einigen Mitgliedern der Regierung veranlassen mich, im 1 1 documentirendes Erzählertalent hat so allgemeine An⸗ erkennung gefunden, daß die Separat⸗Ausgabe allen Freunden schönwissenschastlicher Literatur eine angenehme Interesse der Eintracht und der Harmonie meine Erscheinung sein wird. Der Preis ist 3 fl. Entlassung einzureichen. Der Kaiser hat sein% In Kronau(Baden) starb am 20. Januar Bedauern darüber ausgesprochen.— Der„Avenir fe: J. ine ledige Frauensperson, welche ein Alter von national“ entnimmt seinen Briefen aus Deutsch⸗ 12⁴ Jahren erreichte. Genannte Person ist, wie sich aus 8 al e 800 Deut inem dortigen Rathsprotokoll ergibt, im Jahre 1775 land die Mittheilung, in etwa einem Monate schon als almosenbedürftig aufgezeichnet. werde ein politisches Bündniß zwischen Preußen und Oesterreich abgeschlossen sein. 4 2 f a Belgien. Von Brüssel wird selegraphirt: Schwurgeticht der Provinz Oberhessen. II. Quartal 1867. Anklagen: Montag den 1. April, Vormittags 9 Uhr, gegen August Hofmann von Schletzenbausen, wegen ausgezeichneten Diebstahls; Vertheid.: Großh. Hofgerichts⸗Advokatl Kraft. Dienstag den 2. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Haus von Ilbenstadt, wegen Brandstiftung; Vertheid.; Großh. Hofgericht⸗Advokat Labroisse. Minwoch den 3. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Johann Reinhard Wolf von Bingenheim, wegen Brand stiftung; Vertheid.: Großh. Hofgerichts-Advokat Dr. Muhl. Donnerstag den 4. April, Vormitlags 8 Uhr, gegen Nathan Katz Wittwe von Münzenberg, wegen Meineids; Das Pariser Telegramm der„Indep. belge“, nach welchem zwischen Preußen und Frankreich eine Verständigung wegen Vereinigung Luxemburgs mit Frankreich erzielt worden sei und nur noch die Einzelheiten mit Holland zu regeln wären, ist unbegründet. * Friedberg. Bei Beginn der Prüfung zur Auf⸗ nahme in das hiesige Schullebrer-Seminar haben sich, wie wir hören, 54 Präparanten eingefunden, darunter 10, welche das gesetzliche Alter zwar noch nicht erreicht, jedoch Dispensation der höheren Behörde erlangt haben. Wenn auch seit Jahren schon die Anmeldungen in immer ge⸗ Veriheid.: Großh. Hofgerichts⸗Advokat Dr. Eckstein. ringerer Anzahl stattsanden, so ist dieselbe in diesem Terrtiien den 5. April, Vormittags 8 Utr, gegen Joh Jahre doch wohl die geringste, welche seit dem nun] Ja der in n A Mei 0 beid.: 50jährigen Bestehen des Seminars vorgekommen ist Friedrich Beier von Freienseen wegen eineids; Vertheid.: 8 0 N rn ist.] Großh. Hofgerichts⸗Advokat Barth. Durchschnittlich wurden bisher alljährlich 50 Seminaristen Samstag den 6 April, Vormittags 8 Uhr aufgenommen, so daß der Bestand des Seminars circa 80 5 3 200 betrug. Falls 5 die zum Examen— 5—— Johann Conrad. Wenzel i N N 0 Diebstahls und Raubs. gegen wegen nicht fast Alle ihre Vefähegung zur Aufnahme dartun Montag den 8. April, Vermittage 9 uhr, gegen werden, so dürfte auch bei uns in den nächsten Jahren] Karoline Kammer von Ober Widdersheim, wegen Mangel an Schulamtsaspiranten sich fühlbar machen. Kindesmords 2 5 g In früheren Jahren melbeten sich stets weit über 100 Präparanten, in einem Jahre sogar 160, und erst seit 6—8 Jahren ist eine Abnahme bemerklich geworden. Mainz. Kürzlich kam es in cinem hiesigen Uhr⸗ laden vor, daß ein Gauner, während er um eine Uhr feilschte, eine andere einsteckte, was aber bei seinem Weg⸗ geben noch rechtzeitig bemerkt wurde. Die Frau begnügte sich damit, dem Diebe nachzueilen und ihm die Uhr wieder abzunebmen, worauf er das Weite suchte. Erst im Wartesaal der Eisenbahn gelang es dem dort dienstthuenden Polizeiagenten, ihn zu ermitteln und fesizunehmen. Verloosungen. Karlsruhe, 30. März. Bei der beutigen Gewinn⸗ ziehung der badischen fl. 35⸗Loose fielen auf folgende Loose die veigesetzten bohen Prämien: Nr. 126307 40,000 fl., Nr. 17810 10,000 fl., Nr. 314,249 4000 fl., Nr. 126350, 173091, 286423, 286445 und 295645 à 2000 fl., Nr. 29968, 82496, 126327, 134305, 244993, 278319, 295641, 309797, 314201, 320740, 328155 und 392274 à 1000 fl. Die Heimzahlung erfolgt am 1. Oktober c. Edictalladung. 827 Abraham Katz zu Nieder Weisel beabsichtigt mit Familie nach Amerika auszuwandern. Forderungen an denselben find binnen vier Wochen bei Großherzogl. Landgericht Butzbach anzuzeigen und geltend zu machen, widrigenfalls die Entlassungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 27. März 1867. Großherzogliches Kleis amt Friedberg ah. Bekanntmachung. P. Nächste Gewinnziehung am 15. April 1867. Hauptgewinn 8 Prämien⸗Anlehen Größte docisee Arbeits- erste 822 Donnerstag den 4. April d. J., des Vormittage um 9 Uhr, sollen in hiesigem Rashbause nachstehende 5 55 7 5 8 an die Wenlgstnehmenden fl. 250,000. ersteigert werden. N 4. An der Nieche: Gewinn- Aussichten. Schreinerarbeit vervoranschlagt zu 50 fl. 24 kr. Nur 70 Gulden Le 60 fl.— kr. 726 kostet ein halbes Prämienloos, 15 Gulden * 7 Anltefern von 1,5 Cubik-Klaster Pflaftersteinen aus den Brüchen bei Schwalheim, Anfabren und Aufsetzen derselben, Anliefern von 1,0 Cubik-Klaftet Pflaster⸗ kies aus der Usa und Messen desselben. B. An der Pfarrhofraithe: ein ganzes Prämienloos, ohne jede weitere Zablung auf säwmtliche 5 Gewinnziehungen vom 15. April 1867 bis 1. März 1868 gültig, womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,090, 50,000, 25,000, 15,000 2c. 2c. Maurerarbelt vervoranschlagt zu 38 fl. 14 kr. gewinnen kann 834 Die am 28. v. M. im Domanialwald, District Steinhauerarbelt„ 11. 36„ Jedes berauskommende Loos muß sicher Tölerberg, abgehaltene polzverfeigerung] Jumerarbche„ g 10„ 40 5 einen Gewinn erbalten enebmigt. Der ersse Fahrtag ist auf den 12. Schreinerarbelt 5 1 82 N„ Bestellungen unter Beifügung des Betrags. Adfahrtermin bis zum 31. Mal l. J. Dachdeckerarbelt 227 Posleinzahlung, oder gegen Nachnahme sind valdigst 15 und der seflgesetzt. Die Abfuhr darf nur bel trockener Wlilerung fhallfinden. Vom 11. l. M. an können die Abfuhrscheine bel Großh. Reutamte Friedberg in Empfang genommen werden. Münster am 2. April 1867. Großherzogliche Oberförsteret Hoch⸗Wessel Sommer. Bekanntmachung. 831 Donnerstag den 4. April d. 3., des Mittags 1 Ubr, sollen ungefähr 100 Ceutner Heu, der Gemeinde zustehend, in Hleineren Quantitäten öffentlich meistbtetend in hlesigem Rathhaus versteigert werden. Dorhelm den 30. April 1867. Großherzogliche Bürger welsteret Dorhesm Re u ß. ** Anltefern von 1,0 Cubik Klafter Manersteinen, 480 Stück Russenfleinen, 7 Bütten Kalk und 0,3 Cubik Klafter Mauersand. Fauerbach b. F. den 27. März 1867. Großherzogliche e Fauerbach b. F. Nn 825 Es kann ein braver Junge unter sehr vortheilhaften Bedingungen die Metzgerprofession erlernen bei Georg Ruppel in Oberrosbach. Kleesaamen 5 1* Butter pr. 8 J. Schimpf. Nauheim. und nur allein direkt zu senden an das Hand: lungsbaus H. B. Schottenfels in Frankfurt a. W. Verloosungspläne und Gewinnlisten erhält Jedermann unentgeltlich zugesandt. lacèé-Illandschuhe 28-30 kr. Eier 7 Stück 8 ke Buchen Scheitholz I., pr Stecken 7 fl bis 7 fl. 20 kr. 767 empfieblt ennholz Im Saale der drei Schwerter (vormals Harmonie) Sonntag den 7. April Großes Concert à la Strauss, N 10 ausgeführt von der rühmlichst bekannten Musik des königl. preußischen 84. Jufanterie⸗Regiments aus Frankfurt, 8²⁰⁶ unter persönlicher Leitung des gerrn Kapellmeisters Parlop. Entree: Einzelkarte 24 fr.— Familienkarte für 3 Personen 1 fl., für 4 Personen 1 fl. 12 kr. Karten sind bis zum Sonntag Nachmittag 4 Uhr zu obigem Preise bei mir zu haben, an der Kasse tritt ein erhöhter Preis zu 30 kr. à Person ein. Anfang 6 Uhr. Schluß des Programms 11 Uhr. Man bittet vor 10 Uhr nicht zu rauchen. Restauration à la carte. Indem ich mir erlaube, darauf aufmerksam zu machen, daß die von Herrn Parlo w arrangirten Concerte sich überall des größten Beifalls zu erfreuen haben und deßhalb einen sehr genußreichen Abend versprechen zu können glaube, lade ich zu recht zahlreichem Besuche ergeberst ein. H. J. Simon. Die Programme, welche mit den Karten ausgegeben werden, besagen das Nähere. 832 Im Verlag von F. A. Brockhaus in Leipzig erscheint soeben eine Neue wohlfeile Ausgabe des Sllustrirten Haus- und Familien-Lerikon in 70 Heften zu 1s kr. Probehefte und Prospecte dieses anerkannt trefflichen, über 2000 Abbildungen enthaltenden Werks sind in jeder Buchhandlung gratis zu haben, wo auch Subscriptionen angenommen werden. 8 Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 130 bis 140 Ctr. Heu, 829 größtentheils feiner Qualität, sowie 20 bis 25 Centner sehr gutes Grummet habe ich aus der Hand abzugeben. Angebote nimmt entgegen Ortenberg im März 1867. Theophil Emrich IV. 92 N le. 5 2. 230,900 Aufl.: Wöchentlich 2 Bogen in gr. Quart. Aufl. 250,000. ö Me it vielen prachtvollen Illustrationen. Vierteljährlich 54 kr. Mithin der Bogen nur ca. 5½ Pfennige. 828 Das 2. Quartal bringt:„Die Herrin von Dernot“(Fortsetzung und Schluß). Novelle von Edmund Hoefer.—„Das Geheimmiß der alten Mamsell.“ Erzählung von E. Marlitt.— Photographien saus dem f Reichstage. Von einem bekannten Schrifisteller und Mitglied des Reichstags. Mit großen Abbildungen.— Nach Paris. Vorschule für Besucher der Weltausstellung. Von H. A. Berlepsch, u. A. m. 5 Die Verlagshandlung von Ernst Keil in Leipzig. Alle Postämter und Buchhandlungen nehmen Besiellungen an, in Friedberg Bindernagel& Schimpff. N 55 „ Heuversteigerung. 824 Dienstag den 9. April d. J. 5 Nachmittags um 2 Uhr, sollen in der Stein'schen Wirthschaft dahter, circa 80100 Ctr. Heu, der Gemeinde gehörig, öffentlich meistbietend in Abtheilungen versteigert werden. Beien heim am 28. März 1867. Großherzogliche Bürgermeisterei Belenheim Muth. Holz-Versteigerung. 830 Im Nauheimer Stadtwald, Abtbellung Sumpf, kommen nachverzeichnete Holzsortimente zur Versieigerung: I. Freitag den 8. und Samstag den 6. April d. J., von Vormtttags 9 Uhr an: 10½ Klafter Eichen⸗Scheitholz, 58 Prügelholz, 75%„,„ Stoctholz, 22780 Stück Eichen⸗Wellen und II. Montag den 8. und Dienstag ven 9. April d. J., von Vormittags 9 Uhr an: 550 Stück Eichen⸗Stämme in 6176 Cbkfs., welche „ Werk⸗ und Wagner⸗ Durchsichtige Glycerin-Seife! 7 7 97 Stück Eichen Deichseln. Nauheim den 30. März 1867. 614 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Großherzogliche Bürgermelsterei Nauheim Haut, empfiehlt ln Stücken à 4, 6, 9, 10, 12 kr. 833 mit Möbel hat zu vermiethen Jos. Hoffmann, Posamentlr. Ein sehr freundliches Zimmer Nächste Gewinnziehung am 15 April 1867. Höchste Gewinn-Aussichten. Für 7% Gulden 678 erhält man ein halbes, für 15 Gulden ein ganzes Prämien⸗Loos güllig ohne jede weitere Zahlung, für die fünf großen Gewiunziehungen der 1864 errichteten k. k. österr. Staats-Prämien⸗- Lotterie, welche vom 15. April 1867 bis zum 1. März 1868 stattfinden, und womit man fünfmal Preise von fl. 250,000, 220,000, 200,000, 50,000, 25,000, ꝛc. gewinnen kann.. Bestellungen mit beigesügtem Betrag, Postein⸗ zahlung, oder gegen Nachnahme, beliebe man baldigst und direkt zu senden an das Handlungshaus A. Bd. Bing, Schnurgasse 5 in Frankfurt am Main. Listen und Pläne werden gratis und franco über⸗ mittelt. 5 NB. Zu der nächsten, am 15. April d. J. statt⸗ findenden Gewinnziehung, deren Haupttreffer fl. 220,000 ist, erlasse ich gleichfalls halbe Loose à fl. 1. 45, ganze Loose à fl. 3. 80 gegen baar, Posteinzahlung, oder Nachnahme. 1 Enthelt die ame 6 ganze oder 12 halbe Loose 3 20 Gulden Ein eifernes Hofthor ir Nieder-Wöllfladt. 787 ist billig zu verkaufen bei Bäcker Brauburger 823 stets vorräthig bei Alle Sorten Oelfarben A. Stahl, Wittwe. Schon am 15. April d. J. findet wiederum eine große Gewinnziehung des k. k. österr. Staats-Prämien-Anlehens vom Jahre 1864 statt. Die Ziehung geschieht öffentlich im Beisein von Regierungsbeamten und müssen in dieser einen Ziehung nachstehende hohe Treffer gewonnen werden: fl. 220,00 0, fl. 15,000, fl. 10,000, 3 à fl. 5,000, 3 à fl. 2,000, 6 à fl. 1,000, 15 à fl. 500, 30 2 fl. 400, 940 à fl. 145. Durch unterzeichnetes Handlungshaus sind Miethscheine für die devorstehende Ziehung, am 15. April gültig, zu beziehen und kostet 1 Stück fl. 8., 45. 7 ganze oder 14 halbe fl. 17. 30 kr. Ebenso offerire Miethscheine für die nächsten 5 Gewinnziehungen, vom 15. April 1867 bis 1. März 1868 gültig, per Stück zu fl. 15., halbe zu fl. 7½. Gefälltge Aufträge werden gegen Einsendung des Betrags, Postnachnahme oder Posteinzahlung pünktlich effektuirt, jede zu wünschende Auskunft wird bereitwilligst erxtheilt, ausführliche Verloosungs⸗ Pläne werden gratis ausgegeben, sowie nach stattgehabter Ziehung, Listen und Gewinngelder franco versandt. Man wende sich daher gefl. baldigst und direkt an Joh. Fried. Scheibel, Staatseffektenhandlung in Frankfurt a. M. 744 Fahrgasse No. 111. 5 P. 8. Es wird noch ausdrücklich darauf auf⸗ merksam gemacht, daß mit der geringfügigen Einlage von fl. 3. 30. am 15. April der Haupt⸗ preis von fl. 220,000 zu gewinnen ist. fl. 3. 30. ½ Stück fl. 1. 45. 3 ganze oder 6 halbe Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getauft e: 5 24. März.(Zu Büdesbeim im Kretse Vilbel.) ein Sohn Georg Wilhelm, geb. den 26. Februar. 24. März. metz ein Sohn, Franz Louie, geb. den 13. März. 30. März. geb. den 6. März. Were Dem hlesigen Bürger und Rechnungsfüßbrer der Dr. Georg Bernas Wittwe zu Büdesheim, Johannes Karl Kreuder Dem Bürger zu Laubach und Großb. Postassistenten dahier, Friedrich Hermann Eduard Stein⸗ z. Dem Großberzogl. Direktor des evang. Prediger ⸗Seminars und ersten Pfarrer dahier, Dr. theol. Franz Schwabe eine Tochter, Agnes Sophte Charlotte, 24 März. Johannes Leißner, hiestger Bürger und Schreinermeister, alt 65 Jahre, 15 Tage, T den 22. März. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Wilhelm Fertsch. Ri e ß. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Wir se sche hen A. doo 1868 ist auß d kbeiten bis se betreffend: Sie hinweisung da ateffend: L 7 2 wer 5 0. Ju Ls, wir Ihnen de Ma b. J. a Punftil Voranschlage, können wir er Ansehe in der ponschriftsmaf Hessen. Reihe von Joh duahade Let Dunawalgesch *— 0 f freiwillig J Schüler dn und Mainz erste Klasse Fried diesmal an gimensern en en Nach liche 200 bis in ach i 1„⁰⁸ Im* buschledenen 1 dieser Fre S — 2 *. 2 S 8 2 * = — — 5— — — — 9 — 8