1866. Famstag den 29. September. 7s. des preußischen Königshauses, die Burg Hohenzollern. In neuester ul Zeit durch König Friedrich Wilhelm IV. wiederhergestellt, nimmt das zu dem Bau des preußischen Staates zu legen. Von nun an wuchs Anzeiger für Oberhessen. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint wöchentlich zweimal, Mitwoch und Samstag. Die heutige Nummer des Friedberger Intelligenzblattes tritt mit verändertem Titel, in vergrößertem Formate und erweitert in seinem Inhalte vor das Publikum, aufrichtig wunschend und hoffend, daß diese Neuerung von seinen Lesern will⸗ kommen geheißen werden mochte. Den seitherigen Titel haben wir dem allgemeineren„Anzeiger für Oberhessen“ untergeordnet, weil sich unser Blatt eines jährlich wachsenden Lesepublikums auch außerhalb der Stadt und des Kteises Friedberg zu erfreuen hat, un weil wir glauben erwarten zu dürfen, daß uns durch die Erweiterung und Vergrößerung des Blattes und durch die stets zu- nehmende Zahl der Anzeigen von allgemeinem Interesse noch größerer Zuwachs an Abonnenten für die Folge zugeführt werden wird. Die kurze Uebersicht über die wichtigsten Tages-Begebenheiten, welche wir von etzt ab in jeder Nummer bringen wollen, kann für viele unserer Abonnenten, welchen größere, täglich erscheinende Blätter zu Gebote stehen, nicht mehr als eine gedrängte Zusammen⸗ stellung und kurze Wiederholung bereits bekannter, anderwarts schon gelesener Ereignisse sein, also diesen Lesern ein besonderes politisches Interesse nicht bieten, dagegen aber will der„Anzeiger“ einer großen Anzahl unserer Abonnenten, welchen Zeit und Verhältnisse das Lesen politischer Tagblätter nicht gestatten, wenigstens von den wichtigsten und interessantesten Tagesbegebenheiten Kenntniß bringen, wobei nicht ausgeschlossen bleiben soll, daß wir zeitweise auch in selbstständigen Artikeln besonders wichtig scheinende Ereignisse und Zeitfragen eingehender Besprechung zu unterziehen beabsichtigen. Eine besondere Aufmerksamkeit wollen wir hierbei unseren localen, provinziellen und Landesinteressen zuwenden, nicht minder allen wichtigen unser gemeinsames deutsches Vaterland berührenden Ereignissen und Zuständen. Mehrere sehr achtbare und tüchtige Kräfte haben uns in dieser Beziehung ihre willkommene und dankenswerthe Mitwirkung zugesagt und werden wir die uns etwa von anderer Seite zukommenden Artikel mit bestem Danke entgegennehmen, ständige Beiträge unter entsprechender Honorirung. Wir werden dem„Anzeiger für Oberhessen“ außerdem ein größeres Interesse zu verleihen suchen durch Aufnahme von landwirthschaftlichen und gewerblichen Mittheilungen, sowie von geschäftlichen Notizen, Markt- und Coursberichten, Verloosung von Staatspapieren u. s. w. u. s. w. Durch die erweiterte Breite der Spalten des„Anzeigers“ erhöhen sich mit der heutigen Nummer die Gebühren für die ein⸗ spaltige Petitzeile oder deren Raum auf 3 kr.;— der Abonnementspreis bleibt vorerst derselbe und kann der Anzeiger für die Monate Oktober, November und Dezember d. J. in hiesiger Stadt zu 18 kr., im übrigen Großherzogthum durch die Post zu 23 kr. bezogen werden. Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren; Nr. 40. Nichts. Nr. 41. end. I. Berorrunng, die Erthellung einer Amnestie wegen der in den Jabte 1849 perüdten polttlschen Verbrechen und Vergeben betreffend;— sub. 4. Bekanmmachung, dic Perstellung einer Postoerdindung zwischen Domburg und Friedberg detreffend Friedderg am 7. September 1866. Großberzogliches Kreisamt Friedberg Trap p. Bettef fend: Die Leistung der Kriegsbedürkuisse für die Königlich Preuß schen und die mit idnen verbündeten Truppen. Friedberg den 26. September 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie werden aus Veranlassung einer Verfügung Großherzog Truppen,— z. B. den Bremer, Hamburger, Lübecker, Oldenburger Ministeriums d. J. vom 18. d. M. z. Nr. M. d. J. 1035 aufge- u.. w.— außer der Verpflegung der Truppen und der zu denselden fordert, binnen 3 Tagen zu berichten, od seit dem Beginnen des gehörigen Pferde, auch andere Feistungen in Anspruch genommen zwischen den Königlich Preußischen und den mit ihnen verbündeten worden sind, worin diese bestanden daden, von welchen Truppen⸗ Truppen einerseits und den Großherzogl. Hessischen Truppen anderer- theilen, beziehungsweise von welchen Befchlsbabern, oder Militär- seits abgeschlossenen Waffenstillstandes— somit vom 2. August beamten, diese Requisttionen erlassen worden find, und od, und in I. J. an— von Königl. Preußischen und den mit ihnen verbündeten wie weit denselben entsprochen worden ist. Tra p p. Betreffend: Die Verwenrung Landgräflich Pessischen Stempelpapters in der Provinz Oderbessen während a der Occupation dieser Provinz durch die Königlich Preußssche Reglerung, Friedberg den 25. September 1866. Dasselbe an diesel be u. Berichten Sie binnen 3 Tagen unfehlbar, ob von Ihnen Stempel der oben bezeichneten Art bezogen und aus welchen Gründen und bis zu welchem Betrage er von Ihnen verwendet worden ist. Trapp. Betreffend Das Lanogestüt insbesondere die Erbedung des Fohlengeldes für 1866. Friedberg am 26. September 1866. Dasselbe an dieselben und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Wir seben der umgehenden Vorlage nach Maasgabe unseres Ausschreibens vom 18. Februar 1885 Amtsblatt Nr. 2. von 1865 entgegen. Das erforderliche Formularpapier geht Ihnen heute zu. Trapp. Burg Hohenzollern. Größe seines Hauses. Der Besitz der Burggrasschaft Nürnberg machte Von Dr. Curtman. an sich schon die Hohenzollern zu einflußreichen Fürsten des Reiches, In Schwaben, der herrlichen Mutter so vieler ruhmvollen Fürsten⸗ machte es aber auch 200. Jahre später(1415) dem Burggrafen geschlechter, ohnweit der Rauhen Ab und nicht fern von der oberen Friedrich VI. möglich, für den Erlös aus seinen bisberigen Besigungen Donau und dem oberen Neckar erhebt sich das stattliche Stammschloß die Kurmark Brandenburg von dem immer geldbedürftigen Kaiser Sigis⸗ mund um 40000 Goldgulden zu erwerben, und damit den Grundstein und gedieh das Brandenburg-Zollerische Daus sichtlich, und breitete sich immer weiter über den Norden Deutschlands aus, und ist jetzt auf dem aus nicht erweislich sst, daß schon zu Karls des Großen Zeiten ein Wege der Hort des gesammten Deutschlands zu werden. Auch dazu Ritter Thassilo seinen Sitz dort gehabt habe. Gewiß aber ist, daß im bat die Aufopferungsfäbigkeit des Geschlechtes, welche 1849 die Hoten⸗ 12. Jahrhundert die Herren von Zollern zu den bedeutendsten Adels. zolleru in Hechingen und Siegmaringen vermochte, ihre Fürstenthümer eschlechtern Ssiddeutschlands gehörten. Im Jahre 1192 schloß Graf an den mächtigen norddeutschen Zweig ihrer Familie abzutreten, wesent⸗ riedrich von Zollern das Ehebündniß mit der Erbtochter des Burg- lich beigetragen. grafen von Rürnberg, und legte dadurch den Grund zu der künftigen Allein zu jener Zeit, wo die Hobenzollern an der Spree ihre ansehnliche Gebäude die Stelle des uralten wieder ein. Auf diesem 2500 Fuß hohen Berge stand es seit den ältesten Zeiten, obwohl durch- Darmstadt. Nach zweimonatlicher Ab- b wesenheit ist der Großherzog Ludwig am Abend findet dies stadt zurückgekehrt, nachdem er schon einige Tage waren. vorher in Worms eingetroffen war Armeediviston Inspektion gehalten hatte. selbe erließ nachstehenden Tagesbefehl d. d. Worms den 18. September: 8 Ich freue Mich, Meine Armeedivision nach dem nun⸗ mehr beendigten Feldzuge in das engere Vaterland zurück⸗ ekehrt zu sehen, und den Officieren, Unterofficieren, Soldaten sowie den Militärbeamten Meine volle Befrie— die Pflichttreue und Opferwilligkeit aussprechen Aktes waren. angekündigt ist. zu können, ahren 8 5 8 85 doc Bewahrung einer ausgezeichneten Mannszucht unter schwierigen Verhältnissen Meiner Erwartung entsprochen haben.— Ich habe verliehen:. Meinem Flügeladjutanten Major v. Lyncker das Commandeurkreuz 2. Classe des Ludewigsordens.— Ich verleihe das Commandeurkreuz 2. Classe des Ludewigsordens 8 dem Obersten v. Grolman, Commandeur des 1. Inf.⸗Reg.; — das Comthurkreuz 2. Cl. des Phil'ppsordens: dem Major Pabst vom 3. i das Ritterkreuz 1. Cl. des Ludewigsordens: dem Oberstlieutenant Laue, Major Dornseiff, Hauptmann Hanesse, 2. J. R., dem Hauptmann Stamm, 3. J.⸗R., dem Oberstlieutenant Weber, 4. J.⸗R.; das Ritterkreuz 1. Cl. des Philippsordens; den Haupt⸗ männern v. Herget, Gr. Artilleriecorps, Hofmann, Franck, v. Röder II., 1. J.⸗R., Gerlach, 2. J.⸗R., Kreuter, Irhrn. v. Rotsmann, Schulz, 3. J.⸗R., Winter, Kreuter, J. J. R., Wernigk, Landgräfl. Scharfschützencorps; das Ritterkreuz 2. Cl. des Ludewigsordens: dem Oberarzt Dr. Weichel, Gr. Scharfschützencorps, den Ober— lieutenanten Becker I., 1. J.⸗N., Krömmelbein, 3. J.-R., — Dierry, Kattrein, 4. J.⸗R.; das Ritterkreuz 2. Cl. des Philippsordens: den Lieu⸗ tenanten Frhrn. v. Gemmingen, 1. Reiter-R., Otto, 2. Reiter.⸗R., Hunsinger, 2. J.⸗R., Felsing, 4. J.-R.; die goldene Verdienstmedaille des Ludewigsordens mit der Inschrift für Tapferkeit: den Oberfeldwebeln Schilling vom 1., Wolff vom 2. J.⸗R., den Unteradjutanten Schmidt, Heuß, dem Zugsoberfeldwebel Göbel, dem Ober- feldwebel Wöll vom 3. J. ⸗R., dem Oberfeldwebel Aer, dem Zugsoberfeldwebel Koch, 4. J.⸗R.; das silberne Kreuz des Philippsordens: dem Wacht⸗ meister Mohr, 2. Reiter.⸗R., Feuerwerker Georg, Großh. Artilleriecorps, den Feldwebeln Andreas, I., Kirchner, Wilhelm, 2., Groll, 3., Schmidt II., Herbert, 4. J.⸗R.; die sicberne Verdienstmedaille des Ludewigsordens mit der Inschrift für Tapferkeit: den Corporalen Rauber, 2. Reiter.⸗R., Kreuder, Schmidt, 1., Balzer, Schäfer, Schmandt, 3., Enders, Meyer, 4. J.⸗R.; 5 das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift für Tapferkeit: dem Gejreiten Kleinkauf, den Gardisten Huft, Jäger, 1., den Musketieren Eberts, Lautenschläger, 2., dem Signalisten Haas, den Musketieren Blösinger,.—5 Seipp, Thomas, dem Schützen Schilling, dem Gefreiten Achenbach, 4. J.⸗R.(Schluß folgt.) — Bei dem Anfalle von Hessen⸗Hom⸗ burg an das Großherzogthum Hessen war beabsichtigt, daß Prinz Ludwig nebst Gemahlin in dem schön gelegenen Schlosse zu Homburg während einiger Monate des Jahres residiren würden. Man vernimmt jetzt, daß der König von Preußen, welcher hiervon Kenntniß erhalten, dem Prinzen Ludwig das Schloß zur Verfügung gestellt habe. — Den bei Laufach gefallenen Hessen soll in der Kürze ein Denkmal errichtet werden. Friedberg. Von einer vieles Aufsehen er⸗ regenden, in Wien erschienenen Broschüre:„Akten- mäßige interessante Enthüllungen über den badischen Verrath an den deutschen Bundestruppen in dem soeben beendigten preußisch ⸗deutschen Kriege“ ist nicht billigen könne. abgegeben. umfiel und eine zwei Locomotiven. Gießen. rung. Leib'schen Saale. bereits die vierte Auflage veranstaltet worden und blick auf die in Frankfurt unterdrückten Zeitungen elbe so raschen Absatz, daß innerhalb . Septe i ie Darm- der letzten 14 Tage Exemplare nicht zu erhalten den 20. ebener ie dn mis ned rag Die Schrift bietet für unsere Gegend und über die nicht wenig Interesse,. 100 seiner Naga f in Rhei findli Großh. unbegreifliche Her- und Hinziehen der badischen n A eee ben an die schönste Gelegenheit hatten, also Zeuge dieses in der Broschüre viel besprochenen Man ist sehr gespannt auf eine vom Commandeur der badischen Diviston, dem Prinzen Wilhelm von Baden, zu erwartende Wider— legung, die bereits als in der Kürze bevorstehend 5 e An der Hauptsache wird die arne 8 mit welcher sie den Anstrengungen und Ge- Enthüllung und Widerlegung nichts ändern und des Krieges sich hingegeben und hierdurch sowie unerquicklich, wie der Streit ist, wäre zu wünschen, daß er in der vorliegenden Weise nicht möchte erhoben worden sein. Prinz Alexander von Hessen, den die öffentliche Meinung vielfach als Den— jenigen bezeichnete, welcher das Material zu der Schrift geliefert habe, hat die Erklärung abgegeben, daß er zu erwähnter Broschüre in keiner Beziehung stehe und ihm dieselbe bis zum Erscheinen im Druck fremd geblieben sei, er auch die Art und Weise der Angriffe gegen Prinz Wilhelm von Baden thal. Auch der Chef des General- Lorbeerkränze, einen für sich, einen für den Kron⸗ stabs des 8. Armee-Corps, der k. würt. General- lieutenant Baur, hat eine ähnliche Erklärung Am Abend des 21. erhielten der wohnten demselben Provinzialdirektor, Kreisrath Goldmann, der wegen Confessionen umstanden den Altar. seiner Weigerung, in die Regierung zu Homburg Thielen hielt die Festpredigt über Psalm 118, einzutreten, längere Zeit seinen Aufenthalt in Vers 23. Wesel hatte nehmen müssen, und der Bürgermeister Kanonensalven beschlossen die imposante Feier.— Vogt, wegen seiner Erklärung, daß keine Adresse Der König hat am Tage des Einzugs der Truppen „von der Stadt“ um Annexion abgegangen sei, in die preußische Hauptstadt eine Amnestie er⸗ eine Zeit lang seiner Funktionen enthoben, eine lassen für alle Diejenigen, welche bis zum 20. Sept. Abendmusik unter großer Theilnahme der Bevölke- verurtheilt sind und zwar wegen Hochverraths, Darauf folgte ein großes Bankett im Majestätsbeleidigung, wegen Verbrechens und Ver⸗ *.— günstig gewählt, auch ist Offenbach der Ort ein solches Unternehmen zu fördern und zu halten. Nainz. Die Untersuchung gegen die Land— wehrleute des 32. preuß. Inf.⸗Reg., welche wegen der in Frankfurt verübten Widersetzlichkeiten nach Mainz und von da theilweise nach Ehrenbreitstein zurückgebracht wurden, ist auf höheren Befehl suspendirt worden. Dieselben sollen sofort in ihre Heimath zurückkehren. Die Entscheidung gegen die Hauptbeschuldigten bleibt vorbehalten, jedoch wird vollständige Begnadigung erhofft und wäre dies im Interesse der vielen betheiligten Familienväter sehr zu wünschen. Berlin. Der festliche Einzug der Truppen in die preußische Hauptstadt erfolgte an den Tagen des 20. und 21. Sept. in vorgeschriebener Ord- nung und unter dem größten Enthusiasmus des Volkes. Die Stadt selbst prangte im reichsten Festschmucke, überall Fahnen und Festons. Dem Könige voran ritten der Ministerpräsident Graf Bismarck, der Kriegsminister v. Roon, die Gene⸗ rale v. Moltke, v. Voigt⸗Rheetz und v. Blumen- Von Jungfrauen empfing der König drei prinzen und einen für den Prinzen Friedrich Karl. Auf die Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters sprach der König seinen Dank für den würdigen — Der Nachmittags 528 von Frankfurt und reichen Empfang aus, indem er hervorhob, abgehende Berliner Schnellzug der Main-Weser- daß derselbe nicht ihm, sondern den einziehenden Eisenbahn verunglückte am 26. d. Mts. unweit Truppen gelten möge. des Frankfurter Bahnhofs. an der Seite ihres Mannes getödtet, drei Per— sonen erheblich, mehrere minder verletzt. Unglück soll dadurch entstanden sein, daß ein der Prinz Friedrich Karl erhielten den Orden Wagen mitten im Zuge, ohne sich auszuhängen, pour la mérite mit dem Bildnisse Friedrichs des Strecke Hinter diesem Wagen folgten vier mit Schwer- Ministerpräsident v. berwundeten besetzte Waggons, welche jedoch ruhig gegriffenen Gesundheitszustan des nicht bei. Um auf dem Gleise stehen blieben. vollständig besetzt, zählte 47 Achsen und hatte ganze königl. Familie, die fremden Fürsten, die Zahlreiche Ordensver— leihungen und Anvancements sind erfolgt. Bis— marck wurde zum Chef seines Landwehrregiments Das und zum General ernannt. Der Kronprinz und Eine Frau wurde dabei weit geschleift wurde. Großen. Den Festlichkeiten vom 21. wohnte der Bismarck wegen seines an— Der Zug war 1 Uhr fand das Tedeum im Lustgarten statt. Die Generäle, die Minister, der italienische Gesandte ꝛc. bei. 104 Geistliche aller Feldpropst Der ambrosianische Lobgesang und gehens in Bezug auf die Ausübung der faats⸗ Offenbach. Mit dem 1. Oktober wird bürgerlichen Rechte, sowie wegen der in den dahier ein neues politisches Tageblatt unter dem Pharagraphen 87 bis 93 und 97 bis 103 des Titel„Main⸗Zeitung“ erscheinen. digt sich in der bereits ausgegebenen Probe- Nummer gewalt und resp. Verletzung der öffentlichen Ord- als ein unabhängiges Organ für Politik, Handel nung bezeichneten Verbrechen und Verkehr an und will für die Herstellung eines, endlich wegen Preßvergehen oder einer der nach das ganze außerösterreichische Deutschland um dem Preßgesetze vom 12. Mai 1851 oder der fassenden deutschen Bundesstaates unter Preußens Verordnung vom 11. März 1850 strafbaren Führung, also gegen die Mainlinie sprechen und Handlungen. Bei Verurtheilungen der vorbezeich⸗ unter allen Umständen für Erhaltung und volle Entwicklung des Zollvereins wirken. ist vierteljährig fl. 1. 45 kr. Herausgabe dieses neuen Blattes scheint im Hin- Sie kün⸗ Strafgesetzbuches als Widerstand gegen die Staats- und Vergehen; neten Art, welche erst nach dem 20. Sept. wegen vor dem 20. Sept. begangener strafbarer Hand⸗ lungen rechtskräftig erfolgen, sollen der Justiz resp. der Kriegsminister Anträge stellen. Diese Der Preis Der Zeitpunkt zur Macht zu entfalten begannen, war es nahe daran, daß der schwäbische Zweig der Familie in seinem Stammschlosse Hohenzollern untergegangen wäre. Und zwar war es ein Weib, die Gräfin Henriette von Würtem⸗ berg, welche ihm diesen Untergang drohte. Graf Friedrich VII. von Zollern nämlich, der von seinem Vormunde und Erzieher, dem Grafen von Oettingen her der Oettinger hieß, sollte der Wittwe seines Lehnsherrn, des Grafen Eberhard von Würtemberg Huldigung leisten, weigerte sich aber dessen, weil es für einen Mann eine Schande sei, von einem Weibe Befehle anzunehmen, zumal sie ein„recht bauernhaftes, störrisches, maulfertiges und ungeberdiges Weib“ sei. Diese Worte wurden der Gräfin hinterbracht, und reizten dieselbe natürlich zum äußersten Zorne. Sie sann auf Rache, und wartete nur auf Gelegen- heit dazu. Nun bekam der Oettinger mit der nahe liegenden Reichsstadt Rottweil Händel, welche zum offenen Kriege führten. Mit Rottweil ver⸗ banden sich noch andere Reichsslädte und außerdem die erboste Gräfin Henriette. Dieser Uebermacht trotzte der Oettinger in seiner durch ihre mehrfachen Ringmauern für unüberwindlich geltenden Burg Hohenzollern. An Mannschaft und Mundvorräthen hatte Friedrich möglichst viel zu⸗ sammengebracht, und sah so der Belagerung mit Gleichmuth entgegen. Allein der Feinde waren viele, und angeführt wurden sie von einem kriegskundigen Manne, dem Bürgermeister Klaus Hitzel. Tieser forderte die Burg Hohenzollern auf, sich zu ergeben. Allein der Graf antwortete damit, daß er ein Dutzend Rottweiler Bürger, welche er zuvor gefangen hatte, an den Zinnen der Burg aufknüpfen ließ. Damit war jede Unter- handlung abgebrochen. Die Belagerung begann, und Klaus Hitzel ent- wickelte dabei eine Umsicht und Kraft, welche selbst dem stolzen Oettinger, der sonst mit äußerster Geringschätzung von dem„Bürgerpack“ zu sprechen pflegte, Worte der Bewunderung ablockte. Gleichwohl verging der ganze Sommer und Herbst in erfolgloser Belagerung, und der Graf hoffte schon auf den Abzug der Belagerer nach der Gewohnheit der damaligen Zeit, und baute Plane auf heranrückende Bundesgenossen während des Winters. Allein er hatte sich betrogen. Bürgermeister Hitzel blieb vor der Feste, und bemächtigte sich, sobald der Frost die Gräben trocken ge⸗ legt hatte, aller Außenwerke. Die Vertheidiger der Burg waren sehr zusammengeschmolzen und noch mehr die Mundvorräthe. Der Graf allein hielt seinen Muth aufrecht, mit ihm zugleich aber ein Mädchen. Amasia, die Tochter des Gerichtsschreibers in dem nahen Dorfe hing mit be⸗ geisterter Liebe an dem Grafen, ihrem Herrn. Dadurch wurde sie denn auch wirklich seine und seiner tapferen Kampfgenossen Retterin. Es ging nämlich ein geheimer Gang aus den Kellern der Burg nach einem benachbarten Kloster. Sonst hatte der jedesmalige Graf ganz allein von diesem Gange Kenntniß. Jetzt weihte aber Graf Friedrich seine Amasia in das Geheimniß ein, und schickte dieselbe an einen benachbarten Fürsten, um Hülfe zu erbitten. Sie richtete aber Nichts aus. Als der Oettinger dies vernahm und auf einen glücklichen Ausgang seiner Gegenwehr nicht mehr hoffen durfte, da ließ er den Belagerern Uebergabe der Burg gegen freien Abzug mit den Seinigen anbieten. Allein nun lautete die Ant⸗ wort: Uebergabe auf Gnade oder Ungnade! Zuletzt hieß es: die Maroden — 8 2 Verein 1 fürst A kunde 3 schol. eum , vc laßt Wie Meiner“ Meinen Bewels— sorgt Ju der Aust gemachl r den Pic und Beruf unter dit jeden Ger thanen, di Untertban 1000 Tel selben din gesammi f: nehnen gez Fritdbe Infanterie Ne * der Direction des Herrn E. Neum a 5 Anmnestie erstreckt sich nicht allein auf das alte dehnte Beurlaubungen bereits erfolgt sind. u für die freundliche Begrüßung mit einem Hoch auf dle* seri⸗ 8 0 jeg 1 Stadt Friedberg und deren Einwohnerschaft, in welches während ihre alte Anzlehungskrast aue und mmeln 5 1 irten 1* g a 4 6 sondern schließt auch die anger ten das ganze Bataillon freudig einstimmte. Unter den allabendlich ein zahlreiches Auditorium Saale dae Länder, Nassau, Kurhessen, Hannover und Frank- rauschenden Klängen der zu diesem Zwecke hierher be-[des Kurhauses. Wie man hört, be ction 8. 0 1 3 0 ö diger furt ein. orderten Musik des Regiments erfolgte nun der Einzug des Kurelablissements durch Arrangement ies großen 5 106 Leipzig. Noch immer ist die Cholera nicht in die festlich geschmückte Stadt, die namentlich— unserer Balle länzenden A uß 3 ben— f iR 9 3 ore zudwigsstraße en recht imposanten Anblick bo 1 kommene + 9 ti im Abnehmen begriffen, am 23. wurden 39* 1 1 g af 2**— 1 a 5— 1* ö—— 1* ar 5 pe und 0 Jube W 0 0 1 bo Us 0 eK 1 Bera ing z dN Cholera Todesfälle angemeldet. 1 Seiten und aus allen Fenstern die mit Blumen ge- Ein 1 chung gen nen und eine Ob⸗ 50 Kassel. Zwischen der preußischen Regierung schmückten heimkehrenden Söhne des Vaterlandes, beten duction ber Leiche bereits statt en soll. Man W und dem Kurfürsten von Hessen ist es zu einer Aeußeres nichts mehr verrleth von den 1 mitunter ist bier sehr gespann hes ulta Untersuchung 2 8 a 1 0r 7 ere ur, schweren Entbehrungen und großen Strapatzen des Krieges. zu Tage fördern und was an den ver denartigen hier NMller Vereinbarung gekommen, 135 NN Folge 8 Eine ausgezeichnete Verpflegung der Truppen in Rhein- circulh n Geru chlen Wahr in wird. Aw fürst durch eine von hier aus veröffentlichte r hessen und die nicht genug zu rühmende Gastfreundschaft Frankfurt. Seit Ende ber verflossenen che ist N kunde die Truppen, seine Civil⸗ und Hofdiener-⸗ der Bewohner dieser Probinz soll in erwähnter Beziehung die auf 11 Ut lizeilich festgesetzt gew abend⸗ l schaft und Unterthanen des ihm geleisteten Eides gleichsam Wunder gethan haben, so schien's wenigstens bei stunde aufgehoben und der Schluß der thschaften den entbunden hat. Die Urkunde lautet:„Das Schick— vielen der Heimkehrenden. Am Abend vereinigte sich eine betressenden Localitätenbesitzern Überlassen ie verlautet at. 2* 8 1 g den* zahlreiche Gesellschaft aller Stände im Saale des Potel soll die Straßenpolizet nach 11 Uhr eine strengere Hand⸗ 1 9 5 0 Narr 1* 1* Tages sal, welches Mich und Mein Land betroffen hat, Trapp, woselbst die ausgezeichnete Musik des Regiments habung rfahren. laßt Mich wünschen, Meinen braven Truppen, concertirte und den Anwesenden einen heiteren Abend Tr x 5 Meiner Civil⸗ und Hofdienerschaft, sowie allen bereitete. Das etwa, 100 Mann darke Vatalllen wurde Sitzung der Lokalsektion d. Gewerbvereins Meinen geliebten Unterthanen, noch einen letzten— n 2 N 2 Pra—— am 29. d. M agesordnung: Mittheilung bes Jahres⸗ 1 8 0 8 1 geleg U schon e J. bis al 0. 0 d 1 a a 5 8 5 Beweis Meiner landes väterlichen Huld und Für— 8 15 3 per Compagnie 1 88 45— der— 4 immer zu O Vortrag et 1 K. 0 3* 1 hybraulische Presse, hydraulische Widder Turbine. sorge zu geben. Da es Mir durch die Hinderung lassen worden.— Aus den Garnisonsstädten Darmstadt 5 Friede* im Septemt 1 1866 9 b der Ausübung Meiner Regentenrechte unmöglich und Offenbach wird berichtet, daß auch bort die heim a b ir Dorn gemacht worden ist, die, diesen Rechten entsprechen⸗———— 9 11 290 2— 0 1 — Willkomm begrü wurden und eichfal sehr ausge 33 den Pflichten Meiner Unterthanen jeden Standes egruß gie eh 5 Zu vermiethen und Berufes entgegen zu nehmen, so entbinde Ich 97 1 1 g»» Nauheim. Unsere Saison neigt sich ihrem Ende, 2087 ein kleines Logis in meinem Hinterhaus an eint * unter dieser Voraussetzung, zur Beseitigung einer wenngleich in Anbetracht der vorgeschrittenen Jahreszeit ftille Zamtlic, oder an einen Perrn. H. Gonder jeden Gewissensbedrängniß Meiner getreuen Unter- die noch hier verweilende Zahl der Kurgäste eine er⸗——. 0 thanen, dieselben von dem Mir persönlich geleisteten freuliche genannt werden kann. Die kriegerischen Ereig 2081 Vom 1. Oktober an befindet sich meine Wohnung Unterthaneneid; die Truppen insbesondere von dem Mir geleisteten Fabneneide, und die Civil— und Hofdienerschaft von dem Mir geleisteten Dienst— Wetters brachten auch une früherer nisse des vergangenen Sommers, die spätere Ungunst dee wie empfindlichen Ausfall an Ku Jahre gegenüber. Frledberg den 27. September 1866 Hermann Jöckel, allen rgästen, andern der Bädern einen ünstigeren Fre im Hause des Schlossermeisters Diener an der Eisenbahn. uenz Hoffen wir, daß di Dofgerichtsarvocat. . f* 7—— 0 Salso 2 5 mend zefalter—— tee eide. So geschehen zu Stettin den 18. Scp- kommende Saison sich zu einer recht glänzenden gestalte— 2 2 5 Sit tember 1866(I. S.) gez. Friedrich Wilbelm möge und uns die sehr fühlbaren Nachtheile der di e i u möblir tes Immer 1 e e* n E degde jährigen schwachen Kur rasch verwischen und vergessen 2085 mit Cabinet ist zu vermiethen und kann sogleich 8 Kurfürst von Hessen. Vorstehende Urkunde wird läßt. Die noch täglich staltfindenden Concerte unter bezogen werden. Näheres bei der Exped. d. Bl um biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Kassel Orten 2 S 6 er 2 istrato N N* 5 N 2 den 20. Sept. 1806. Der Administrator des Frankfurter Cours. da des Kurfürstenthums Hessen: v. Moeller, königlich 28. 8 5 5——— d preußischer Regierungspräsident.— Der Kurfürst 28. September 1866. Cours der Staatspapiere. t 48. reiste alsbald von Stettin ab, um sich nach kurzem Oesterr. 5% Net. 1859 1. Let. 58 P. Or. Hess. 3½% Obligation 5 5 8 1 0 1— 8 a 1 0 N 911 Un Aufenthalte in Dresden und Baden-Baden auf* n n 1 n 51% G. 1 2 1 7— 0 9 0 do 86 U it seine Besitzungen in die Schweiz zu begeben, nach Preussen 4 10 o Odligat. b. Rth.“— Kurhess. 4% Obl. b. R. à 105 a dit dem er den Armen Stettins ein Geschenk von n% do. 1171 Frankf. 3½0% Gbligat. 2 5 t x. 1000 Thlr. zur sofortigen Vertheilung an die- Baezern 5% Obligation 95¼8! 3059 10 2 5 1— N 1 157957 1. R 5* 31 0 51 ales selben hinterlassen und den Bewohnern ins- 55.— 4 2 f. 1288 ½ 6 8 5 0 75 8 5 2 0. 10 2 1a 571809 R 6512 u. G. tei gesammt seinen Dank für ihr rücksichtsvolles Be- wWartemd 1%0% Obl. b Rth 920 5 5 4½0% Pfdbr K— 12 1 1 0 1** 4 0 ddr. i. R—— 118 nehmen gegen ihn ausgesprochen hatte.* 40% i 40 6 nseden 47% O. l. K. L 1038¼ 1 4 i 7 2 aden 1% Obligat 86 a 41 o Pfb. i. k. 4 105/84 P 8 g Friedberg. Das zweite Vata on des zweiten Gr. Hess. 4% Obligat 91 d. N.-Ame 60% 882 74½ à 73% 5 Infanterie Regiments, unter dem Commando des Herrn———————— Len Majer Hauß, ist am 22. d. M. nach vier monatlicher Woll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. Nit t- Abwesenheit in unsere Stadt, seine frühere Garnison, zu N 4½e0 Bayr. Ostbahn 1114 1 3% Liv. 77 75 3% 18 rückgekehrt unter herzlichster Begrüßung von Seiten der 4% Pang, 4 p 11%— D Sert.. e n 4% Ptandbr. d. Frkf. Hyp- B. 5% Tosc. eenb.-Pr. 31 f Einwohnerschaft. Nachdem schon Tags zuvor bei den 30. 128 a rraibs, 1 3* e e r 39% Oesterr. St.-Etisenb.-Prlor 49% P. 5 Elisabethbahn-Prior 65—— g Vorbereitungen zum festlichen Empfange eine freudige 60% Oest. Süd St. u. Lom! U 135 J te Emiss. 511 r Ber- Erregung unter einem großen Theile der Bevdlkerung 30“ 3 N 10 f neueste Emiss. ½ 004 N l 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B.—— 4 ½%% ess. Ludwigsb.-Prior 4 ½ P jaatt · wahrzunehmen war, welcher sich die zartfühlenden Herzen 5—. EI. 5 a * Ine 8 8 g 5 1* 7 des schönen eschlꝛchle nach so langem Hossen und Harten Anlehnen s Loose. am wenigsten erwehren zu können schienen, praugte am——— Morgen des 22. die Stadt im Schmucke von hessischen Oest. 220 f b. R. 1839 Oest. 100 Pr.». 186467 P Gr. Hess. 50 fl. IL. b R. 142 6 und deutschen Farben, sowie von grünen Laubgewinden 2505 5 155457956 Schwed. Tulr. 10-L. 9% 6 25 34 und Blumenkränzen. Bei der am füdlichen Ende Fried- 100 Pr. 1. 1858 115¼½% F. Bad. 35 fl. Loose 50¼% P Nass. 25 fl. I. b. R. 35 P bergs vor der Blindenanstalt errichteten Ehrenpforze hatte. 1860, 62 b. Kurh 10 TI.-I. b. K 53. K Serd 36 Er I. b. B NK sich auf einer Estrade der Stadtvorstand zur Begrüßung 5 N— g 5 r der anrückenden Truppen, welchen Herr Regierungsrath Soald und SI er. Trapp bis zur Grenze des Kreises enigegengeritten war, Pistolen. 9 1—43 Rand-Ducaton su. 5 32—34 UGed pr Zoll-Pf. fl.—— versammelt. Herr Beigeordnete Wahl richtete hier in— Doppelte„ 9 42—44 20 Franes- Stücke, 9 22½—23½[ Hechh.Silb. pr. Z. Pf. kurzer Ansprache warme Worte des Willkomms an den Preuss. Friedrdb'or 9 57—58 Engl. Sovereigus., 11 46-50 Preuss. Kassensch.„ 1 4478—45½ Herrn Bataillons⸗Commandeur und schloß mit einem von Voll. f. 10 Stücke], 9 46—47 Russ. Imperlales 9 42—44 Dollars in Gold 226—27 der zablreich versammelten Menge kräftig unterstützten 53 5 N 5 6 Doch auf das Wohl des Bataillons und auf ein fernere Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfehle ich mich bestens unter Zusicherung gutes Einvernehmen zwischen Militär und Wuürgerschaft. reeller Bedienung und ertheile gerne jede gewünschte Auskunft über Verloosungen, Herr Major Hauß dankte hierauf in betzlichster Weise Coupons- Zahlungen u. s. w. S. Lindheimer in Friedberg 0 mn. und Verwundeten— man am Leben lassen, der Graf dagegen mit Doch kühlten die Sieger ihren Zorn an der eroberten Burg. nete, 8 wehrsähigen ampfgenossen habe das Leben verwirkt. Da war Diese wurde ganzlich zerstört. Die Ruinen lagen 30 Jahre bis 1454, V rchen der Oettinger rasch entschlossen, noch einen letzten Ausfall zu wagen, und[wo der Graf Nikolaus von Zollern mittels Beisteuern befreundeter Fürsten u gag sein Leben so theuer als möglich zu verkaufen Amasia aber verschwand[und des Kaisers Erlaubniß die Burg wieder aufbaute. Bei der Ein- 1 5 durch den„ Gang, um noch eine Rettung zu versuchen. Am weibung, welcher viele vornehme Herren beiwobnten, soll sich zu Jeder⸗ A nalizen folgenden Tage ließ Bürgermeister Hitzel nochmals zur llebergabe[manns Erstaunen ein Paar Adler auf einem der Felsenvorsprünge nieder- — auffordern, widrigen Falls wolle er die Feste mit Sturm nehmen, dann gelassen haben. Doch war die neue nur ein Schatten der früheren 1 aber das Kind im Mutterleibe nicht verschonen. Diesmal antwortete] Feste, und zerfiel rasch. Allein der König Friedrich Wildelm IV. von — 5 Niemand auf die Aufforderung, und kein Krieger zeigte sich auf den[ Preußen, seit 1849 zugleich Fürst von Hohenzollern, ließ seine Stamm- ch. Wällen. Endlich öffne le sich das Thor böchst langsam, und ebenso lang-] burg nach altem Plan und in alter Herrlichkeit wieder berstellen. So 110 100 sam fiel die Zugbrücke. Mühsam öffneten zuletzt einige verkrüppelte steht sie jetzt, und wird von den Reisenden mit Bewunderung betrachtet. 700 4 1 Männer auch die Außenpforte und schritten über die Brücke.„Wo ist 12 7 Graf Friedrich und seine Genossen 7 fuhr sie Hitzel an, damit ich sie 1* e en ee Lücken bü ßer. it ie sind alle entflohen, wurde geantwortet d hab 0 ü ö 1 ö 11. rtet, und haben uns, die Krüppel„ ür N U ö 15 1 4 pp N 90 e. Die ge d weise B ster sin 0 5— ein zurüdgelassen.“ 1 So verhielt es sich wirklich. Amasia hatte in uicht Ae i 80 Welt 3. 2 1— Nn 24 4— ihrem Dorfe die nöthige Anzahl von Bauernkleidern aufgetrieben, und[Mayor einer größeren Landstadt Böhmens zu erzählen, der, al vor kurzer Zeit wieder 425105 nach und nach durch den unterirdischen Gang hereingeschleppt. Zugleich eine Ubergroße Abtheilung preußischer Truppen gegen die Stadt un Anzuge war, den r nn d 1 10971 0 0„ belche die Preuße die S 0„ Als u 1* en und die Fliehenden aufnähmen. Sie waren nun auch wirklich] der Einzug wirklich statisinden sollte und der Commandirende, vom Bürgermeister bz so weit voran, daß die nachgesandten Reiter der Belagerer sle nicht ein- daselbst empfangen, mit Befremden auf die vielen Särge hinwies, da zuckte der weise 2 1 uholen vermochten, zumal da sich die Entflohenen nach den verschiedensten Vater der Stadt die Achseln und bemerkte bedauernd,* der Stadt leider die ichtun t 6 i 8 Cholera mit aller Wuth bause und nahezu stündlich eine Reihe von Opfern serdere. .— 3 n Die Rache schnaubende Graͤfin Henriette Kaum batte der Bürgermelster dies gesagt, als der Commandirende rechtsum“ befahl a 1* en. und die ganze Truppe schleunigst die vom Todesengel beimgesuchte Stadt verlief Fotel Henkel. 12057 Sonntag den 30. September und Montag den m. Oktober findet zur Feier des hiesigen Kirch weihfestes gutbesetzte Tanzmusick bei mir statt, wozu freudlichst einladet Bad Nauheim. Carl Henkel. 2— 5 Bad Nauheim. Kirchweihfest 2070 Sonntag den 30. d. Mts. und Montag den 1. October ain z ü et D. Feig. Uauheimer CTeichhaus. 2073 Sonntag den 30. September und Montag den 1. Oktober großer Ball. Bad Nauheim. KAunst- Anzeige. 2082 Das große amerikanische Eyklorama, enthaltend die Reise von Vera Cruz bis Mexiko, sodann die Schlachten von Laufach, Aschaffenburg und Königgrätz in Böhmen, ist während des Kirchweihfestes in Bad Nauheim in der dazu erbauten Bude am Markt— platze zur Ansicht aufgestellt. M. Buwa aue Prag. . 8 ladet ein 8 a Jüdische Feiertage Montag den 1. und Dienstag den 2. Oktober. Mldchen-Erziehungs-Institut in Friedberg. 2077 Der Wintercursus beginnt Montag den 1. Oktober. A. M.& L. Werner. Abonnements⸗ Einladung uf die bei E. W. Leske in Dar iustadt erscheinende Helsische Landes-Zeitung. Organ für die gesammten Interessen des Landes. 2092 Mit der veränderten politischen Lage des Landes ist zufällig auch ein Redaktions⸗Wechsel bei der„Hessischen Lande s Zeitung“ eingetreten. Der bisherige Redakteur, Herr Karl Winterstein, ist einem Ruf zur Redaktion der„Pfälzer Volke z. tung“ gefolgt; an seine Stelle tritt mit dem 1. Oktober unser mehrjähriger Mitarbeiter, Herr Heinrich Becker, bisher Redakicur der„Frankfurter Musik-Zeilung“.— Die„Hessische Landes-Zeitung“ wird in demselben Geist der Volksthümlichkeit und Freiheit weiter geleitet, wie in den Zeiten vor der preußischen Eroberung; sie wird 3 die Folgen nicht außer; Acht lassen, die der Krieg gebracht. Die alten Partei⸗Streitigkeiten über die Art der Einigung e. müssen aufbören; es gibt für une jetzt nur zwei Aufgaben, das sind: die Ausmärzung aller mittel⸗ 5 un unmittelbaren Krie gsscha en, dann ein festes Zusammenhalten aller Bewohner unseres Landes, zur Er⸗ b zung unserer Selbständiaktit und Freihent. Kein Partei⸗Hader im Innern, sondern tinmüthiges Zusammensie hen Ea e männlichen Widerstand gegen alle Versuche zu unserer Unterdrückung; dagegen wohlwollendes F ür ine Bundes⸗Genossenschaft, die uns gleiche Rechte und Freiheiten bietet. 5 ee luschauungen, welche die„Hessische Landes-Zeitung“ in ihrem politischen Theil ausspricht, wird sie in gleicher Weise in dem Feuilleton und dem mit ihr verbundenen Sonntagsblatt 5 5 05 Kulturgeschichte des Landes, d. h. des geographisch, nicht blos politisch zu Hessen gebörigen 1 Deutschland, wird hier vorzugsweise ins Auge gefaßt werden und damit eine möglichst vollständige g 85 Neiammien geistigen und malcricllen Lebens in unserem Lande gegeben. Wictaen 58117 Landes Zeüung⸗ liefert während der Sitzungen des Landiags schnellste und, je nach der tete, 2 5 1 Berichte über benselben und vertritt nicht allein die Interessen der Indust rie, des Han⸗ 8 95„We und der Kunst, sendern gibt auch eine vollständige, mit der größten % Die Hessische 0 55 55 geschöpste Uebersicht der Gerichts. und Verwaltungs ⸗ Anzeigen. preis: in Darmstadt 2 fl. anßerhale e och een e e Mende n een ene, ö 1 adt 5 ei den 7 7 f i oi ü 1 Zeile mit 3 fr., bei mehr als viermaliger neee 105 nr 3 b e 2084 Zur Des infection der Aborte b a f zeichneten vorräthlg. en deen, Zu verkaufen Eisenchlorürlösung 1 2076 i 1 Schreibpult mit 2 Schubladen, 1 Schraub · Eis tri kr. stock 1 Reissattel, 1 kupfernet Waschkessel, noch in sehr eubi riol vr. Pfund 6 kr. gutem Zystande, eine Schnellwaage, welche 270 Pfund Carbolsaure pr. Pfund 1 fl. 12 kr. auswiegt bei ändle Garde. Carbolsäurc-Waffer„ Hd 2 Vorzügliche Quitten Cplordalb vr. Pfund 12 kr. i 2088 verkauft M. Mondigler den 26. September 1866. auf dem Haag. C. Wahl, Dela olheker. wozu freuydlichst einladet Ein Reitpferd, bac en KAirchweihsest zu Nauheim auf dem Johannisbe 24 2061) Nächsten Sonntag den 30. September und M tag den 1. Oktober findet bel mir gutb setzte Tanzmu stalt, wozu ich freundlich elnlade N. König. ö Jos. Hoffmann 2086 Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß ich zurückgekehtt bin und weder in meinem früberen Logis bei Herru Schreinermeister P. Falck am Malnzer⸗ thor wohne. Friedberg den B. September 1866. Oberarzt Dr. Schäfer. Nepskuchen 1616) stets frisch von der Mühle be Wilhelm Fertsch Ein möblirtes Zimmer nebst Cabinet, 2074 in der Räbhe der Staptklrche, ist zu vermiethen. Näheres bet der Exped. d. Bl. Brodpreise vom 1. bis 13. Oetober. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: Erste Sorte 48 16½½ kr. Zweite Sorte 4 14½ kr. ** 2„ 80* 77„ 77„ „* 47*„* 1 1 38%* Für Butzbach: Erste Sorte 4— kr. Zweite Sorte 47— kr. * 2 3„ „„ 1 3 77„* 1 8* Fleisch⸗ ꝛͤc. Preise vom 1. bis 15. Oetbr. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 2 18 kr., Schweinefleisch pr. 8 17 kr., Kuhfleisch, gem. 15„ Leber- u. Blutwurst 18„ Rindfleisch, gem. 15 Bratwurst 4 Hammelfleisch 14„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Doörrfleisch 24„ Schaaffleisch—„ Schinken— Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett—„ Schmalz, unausgl. 28 Ausnahmspreise. Bei Heinr. Blum Schinken 22 kr., Schmalz, unausgel., 24 kr.— Bei Adam Vogt Erben Schmalz, ausgel., 30 kr.— Bei Ph. Windecker Brat⸗ wurst 22 kr., Geräuchter Speck 28 kr., Dörifleisch 22 kr., Schmalz, unausgel., 24 kr.— Vei C. Fr. Walz Brat⸗ wurst 22 kr.— Bei Philipp Engel, Joh. Hanstein III., Wilhelm Krcuter II. Hammelfleisch 13 ü kr.— Bei Philipp Engel Kalbfleisch 11 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 8 18 kr., Schweinefleisch pr. F 17 kr. Kuhfleisch, gem, 14 Leber- u. Blutwurst 20„ Rindfleisch, gem., 14 Bratwurst 22„ Hammelfleisch 14 Schwartenmagen 24„ Keil und Carre— Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12 Dörrfleisch 2 Schaaffleisch— Schinken 2 Nierenfett 20 Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18 Schmalz, unausgel. 8„ Ausnahmspreise. Bei Joh. Fischer's Wittwe, W. Fischer und Nic. Rübsamen Nierenfett 22 kr.— Bei Moritz Winter I. Kuhfleisch, gem., 12 kr., Rindfleisch, gem., 12 kr., Nierensett 18 kr.— Bei Jac. Kobelt Schwartenmagen 22 kr. Butter⸗ und Eierpreise für Friedberg vom 26. September. Butter pr. N 31 kr.] Eier 5 Stück 8 kr. Preise verschiedener Gegenstände. Aepfel, gebrochene, pr. Mltr. 4 fl.— kr. bis 4 fl. 30 kr. „ zum Nelterm,„%% Zweischen pr. Meste 30 bis 36 kr. Brennholz, Buchen⸗Scheitholz I., pr. Stecken 6 fl. 50 kr. bis 7 fl. 10 kr. laufen. Die Exped. r. Bl. sagt wo? Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtswoche: Heix Pfarrer Baur. 18. Sonntag nach Trinitatis, 30. Sept. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Veiter. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarramtscandidat Happel. Nachmittags: Fällt aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 1 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Fpeniodt ö ö scelnt⸗ 1 2008 4 Schrotu ut Ble mühlen von veise waage. 1810 u. — — — 22 (Hierzu Beiblatt Nr. 38 und eine Beilage.) 0 7 Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. N18. ** Braunkohlenverkauf. 2064 Wit dem 1. October 1866 beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Bergwerke elne neue Cxredit- pertode, in welcher für die vom 1. October bis 31. December 1866 gegen Einlage vorschriftsmäßiger Bürg ⸗ scheine bezogenen Braunkohlen Zablungsfrist bis Ende März 1867 bewilligt wird. Die Preise sind die seithersgen und zwar 12 kr. für den Ctr. Klötze— 14 Stück und 16 kr. für den gemessenen Ctr. Holzkohlen, welche letztere nur so weit der Vorratb reicht, abgegeben werden können. Bei den Koblenbezügen auf Credit sind die Gegenscheine, welche den Abnehmern bel Einlage eines Bürg⸗ scheines zugestellt werden, ledesmal mitzubringen und dem Groß berzoglichen Bergkasster Winter vorzuzelgen, damit der sedesmallge Bezug eingetragen werden kann. Ebenso find diese Gegenscheine del der Zablung an Großherzogl. Bergkasse zu Friedberg vorzuzeigen Dorbeimer Bergwerk den 27. September 1866. Groß herzogliches Bergamt Dorhelm e tor ch Max Henkel, Schlosser und Mechaniker in Friedberg, wohnhaft Burgvorstadt neben Herrn Kupferschmied Mo ndigler, 2068 empfiehlt die nachstehend verzeichneten, selbstgefertigten Maschinen und Geräthschaften: S 5 große und kleine, Malzquetscher, Malzdarren, geslochtene und Blechdarren, Kühlschiffe, e. Kartoffelmühlen, Aepfel⸗ mühlen, Scheiben und Hacken Dickwurzmühlen, Häckselschneidmaschinen von verschiedener Größe, Fleischwieger für Metzger, einfache und doppelte Hebwinden, alle Arten von Pumpen, großere und kleinere Schnellwaagen, Dezimal und Tafel⸗ waagen, Faß und Kellerzüge, Kelterschrauben Auf Bestellung Anfertigung neuer Feuerspritzen und Re daratur älterer. Sämmtliche Maschinen sind entweder vorräthig oder werden auf Bestellung rasch ge— fertigt, unter Garantie für deren Leistungsfähigkeit und zu den billigsten Preisen. Alle Arten von Schlosserarbeizen werden bestens ausgeführt. 1955] Alle Mineralwasser der. Pr. bei Herrn in Darmstadt Apotheker Werner in Friedberg zu haben. Uauheimer Gasanstalt. 2025] Coaks, Prima— Qualitat, sind kann stets abgegeben werden. Die Verwaltung. Universal-Magen-Ligueut Metternich in Mainz 24 kr, per halbe Flasche 45 Da per viertel Flasche 24 kr. 3 Ph. Dan. Kümmich. Geschaͤfts„Empfehlung, 11927 Einem daß ich in meinem elterlichen Hause ein Kurz und Spielwaaren⸗Geschäft Carl von 1812] empfiehlt per Flasche 1 fl. geehrten Publikum die ergebene Anzeige, eröffnet habe und empfehle mich mit allen Sorten Wolle, Strick- und Häͤkelbaumwolle, allen Nähartikeln, Crinolins, Corsetten, Geigwaarea, Herren- und Damenbinden, Güͤrteln, Hand— schuhen, Portemonnaies, Kinder-Spielwaaren ꝛc. unter Zusicherung billiger Preise und reeller Bedienung. Um zahlreichen Zuspruch bittet freundlichst Friedrich Söllner, neben Herrn Bürgermeister Walz. 1894] Am 1. November u 8 fällige Coupons von 6² Amerikanischen Obligationen zahle ich schon jetzt aus. Lindheimer in Friedberg. Empfehlung. 12016 Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich nun mein Putz- und Mode— Geschäft, unter der Firma meines Maanes Lehmann Hirsch, in meinen neuen Laden— Ludwigsstraße Nr. 118— verlegt habe und empfehle gleichzeitig die neusten Damen⸗ hüte, Sonnen- und Regenschirme, alle Arten Handschuhe, Crinolin's, Corsetten, Kragen, Man— schetten, angefangene und fertige Stickereien, Knöpfe, Besatzartikel, Terneaux- und Strick— wolle, gehäckelte und gestrickte Waaren, sowie alle in dieses Fach einschlagende Artikel unter Zusicherung reellster Bedienung. Putzarbeiten werden geschmackvoll und prompt ausgeführt. Jeannette Hirsch. Apotheker BRergmann's Eispommade, (18901 rühmlichst bekannt, die Haare zu kraäuseln, sowie deren Ausfallen und Ergrauen zu vechindern, empfiehlt u Flac. 18, 27 und 36 fr. Pb. D. Kämmich. Friedberg. Winchler'schen Mineralwasser-Jabtik Arbeits ⸗Versteigerung⸗ (2041] Die zur Herstellung des ebemallgen Schlosses zu Burg ⸗Gräfenrode nöthigen Arbeiten und Lieferungen, als Maurerardelt, veranschl. zu 469 fl. Steinhauerarbeit 316 fl. Zimmerarbeit 300 fl. Dachdeckerarbelt 19 fl. Schreinerarbeit 873 fl. Schlosserarbelt 454 fl. Glaserarbeit 246 fl. Weißbinderarbelt 467 fl Spenglerarbelt 46 fl 4 Cbk.⸗AKlftr. Mauersteinen, 18000 Russensteinen, Lieferung von g„ 255 Cbl.- Kiitr. Wauersand, * 48 Bütten Kalk, „ 18 Ctr. Traß, sollen Blenstag den 2. Oktober d. J., Vormittags 9 Ubr, auf dem Gemeindehause zu Burg: Gräbenrodt öffentlich vergeben werden. Friedberg den 20. September 1866. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Re u ß. Man- Weser⸗ Bahn. 2043] Die Matertal-Lieferung für das Magazin zu Gießen ist in der Darmftädter Zeitung unter Nr. 260 Art. 2838 ausgeschrieben und liegen die Bedingungen auf dem Bürecau der Großberzoglichen Material ⸗Ber⸗ waltung zur Einsicht offen. Gleßen den 22. September 1866. Großberzogliche Magazins⸗Commission ck e me p e r. Mobiliar Verstesgerung. 2065 Montag den 1. October, Vormitiags 9 Uhr. wollen die Erben und Bormündet des verstorbenen Gr⸗ Beigeord: ieten Nürnberger von Wisselsbeim Im, mobilten- und Mobilien Nachlaß, bestebend in einem zweistöckigen Wohnhause, Stallung nebst Grabgarten und 3 Morgen Grundstücken, Kommoden, Kleiderschränken, mehreren Tischen, Stühlen, Bettstellen, Bettzeug, Weiß zeug und sonstigen Pausgeräthschaften, durch den Unter zeichneten meiftbietend versteigern lassen. Wissels beim den 26. September 1866. Großberzogliches Ortsgericht Wissels deim Do 1 a an n. Bekanntmachung. 20% J FJstae deiter Sfr werden vom 29. d. Mis. an, tedereröffaüng de Fästerunee auf der Main⸗ Weser⸗ babn nach dem Fahrplan vom 22. August d. J. die Schnellzuge IV, VII, XVII und XVIII auch fernerbin auf der Station Wilbelms böhe anhalten, was biermit unter Bezugnahme auf die Bekanntmachungen vom 20. und 23. d. Mts. zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Lassel am 25. September 1866. Die Central-Ottection der Main- Weser- Bahn. Aepf el, Berfelgerung 2067 Montag den Oktober l. J., des Vormittags 10 Ubr, sollen die. biefigen Pfarrei zustehenden Aepfel im Pfarrgarten meistbietend verstelgert werden. Ildenstadt den 28. September 1866 Groß betzogliche Bürgermelfterel Ildenstadt 3 wier. * Bekanntmachung. 2066 Montag den 1. d. M., des Vormittags um 10 Ubr, sollen in diesigem Ratbbause, eirca 6 Malter Weizen und 10 Malter Hafer, aus der 1866. Erndte des Armenbauses, an den Meistbtetenden versteigert werden. Friedberg den 24. Septembet 1866. Großberzogliche Bürgermeisterei Friedderg J B. d. B.: Der Großderzogliche Beigeordnete Wabdl Bekanntmachung. 2080 Bevor das gerichtliche Mabnversadren 3 wird, bringt man die sofortige Zablung der am 31. Mis. fällig gewordenen Holzgelder biermit in 8 und bemerkt anbet, daß nach wie vor seden Donner stag und Freitag Vormittags 8 bis 12 Uhr Zahltag ist. Ockstadt den 28. September 1866 Fretherrlich von Franckenstein'sches Rentamt Trösc. aan ung. 2083 Montag den 1. Oktoder d. J., Vormittags 11 Ubr, wird in diest** Ratbbause die Anlteserung von 20 Malter Hafer für den diesigen Faselstall öffentlich an den Wenigstsordernden in Accord gegeden. grted berg deu 28. September 1866. Groß berzogliche U Frtedderg J. 8 B. Der ore e Wa Steinkohlen! 11857 Originalwaggons 4 88 8 uar 1 Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist zu haben: Die Spinnstube, ein Volksbuch für das Jahr 1867. Herausgegeben von W. O. von Horn. Zweiundzwanzigster Jahrgang.— Preis 45 kr. Ruhrer Steinkohlen 11833] in vorzuͤglicher Qualität zu billigsten Preisen bei Ph. Dan. Kümmich. 12059] Zum Apotheker in Reichelsheim ernannt, erlaube mir die geehrten Bewohner der Umgegend aufmerksam zu machen, daß ich sehr gerne den üblichen Credit gewähre. Chr. Langheinz Weißet Kräuter-Itrust-Sytup aus der concessionirten Fabrik des Großherzogl. hess. Hoflieferanten F. MW. Bocfius in Otterberg. 1674] Ein Mittel, welches noch nie ohne das befriedigendsse Resultat bei veraltetem Husten, langjähriger Heiserkeit, Halsbeschwerden, Verschleimung der Lungen ꝛc. in Anwendung gebracht worden ist. Dieser Kräuter Brust⸗Syrup wirkt gleich nach dem ersten Gebrauche auffallend wohlthätig, zumal bei Krampf und Keuchhusten, befördert den Auswurf des zähen stockenden Schleimes, mildert sofort den Reiz im Kehl⸗ kopfe und beseitigt in kurzer Zeit jeden noch so heftigen Husten und das Blutspeien. 2 i In Flaschen zu 35 kr. und 1 fl. 10 kr. ist derselbe allein ächt zu haben in Friedberg bei Jean Huber, in Butzbach bei A. Gimbel, in Nauheim bei Joh. Wörner. Kölnische Feuer-Verficherungs-Gesellschaft Colonia. Gesammte Garantie⸗Mittel: 10 Millionen, 609,732 Gulden. 119281 Diese inländische Gesellschaft versichert bewegliche Gegenstände jeder Art gegen Feuer- und Blitzschaden, zu mäßigen, festen Prämien. 5 Bei der gegenwärtigen Erndtezeit erlauben sich die unterzeichneten Agenten auf die Versicherung der Erndtebestände besonders hinzuweisen und halten sich dieselben zur Entgegennahme ven Versicherungs-Anträgen, sowie zur Ertheilung jeder näheren Auskunft empfohlen Darmstadt im September 1866. Die General⸗ Agenten: J. G. Kahlert 8 Söhne. Die Agenten: J. C. Hagemann in Friedberg. L. Brüchweh auf Ludwigsbrunnen Ehr. Funk in Hungen, Karl Löffler in Gambach. Bürgermeister Reuning in Nidda. Einnehmer Mörschel in Altenstadt. 2028] Angesichts der vielen Atteste über die vortrefflichen Wirkungen des R. F. Daubitz' chen Kräuter; Liqueurs muß doch wohl jeder Vernünftige einsehen, daß dieser Liqueur kein der Gesundheit schädliches Geheim— mittel ist, sondern ein, besonders bei Magenübelu bewährtes Hausmittel, wie wir aus nachstehendem Schreiben ersehen können: 0 Ew. Wohlgeboren! mitzutheilen. Siit länger als 6 Monaten litt ich an vollständiger Appetitlosigkeit; ich war dermaßen verschleimt, daß ich nicht im Stande war das geringste mit Appetit zu mir zu nehmen, doch halte ich starken Wan nach 95 Kopfe, was wohl wegen vollständigem Mangel an Bewegung seine Ursache haben mag. g Unsere Gegend ist reich an Patienten, boch leider arm an guten Aerzten; ich versuchte auch ihren Kräuter— queur und befinde ich mich nach Verbrauch von einigen Flaschen bereits so wohl, wie ich es nur wünschen kann. Ew. Wohlgeboren ergebenster Baron von Korff. Röderau in Sachsen, den 23. October 1864. Dieser Liqueur ist allein dent zu haben: in Friedberg bei J. A. Windecker, in Assen— heim bei Carl Bauer, in Nauheim bei J. Schimpf. Aepfclmühlen„Aecht e ig. Cemeut 11768 in 2 Sorten, Kelterschranben, Kartoffelmüblen, A. Stahl Wittwe. verschtedene Sorten Schrot⸗, Häcksel⸗ und Dickwurz⸗ V. l 5 erloren Mühlen, sowie sonsiige Oekonomlegeräthschaften habe ich 2054] wurde am Abend des 21. d. Mts. ein wollenes in großer Auswahl auf Lager vorräthig. Sodann besorge ich schnellstens die Ausführung aller graues Halstuch. Dem Finder eine Belohnung. Fritsch. Arten Saug⸗ und Druckpumpen, sowie Reparaturen an Heu, Hafer und Stroh Maschinen und Geräthen. Für alle Arbeiten wird garantirt. 2050] kaufe ich zu annehmbaren Preisen. 8 Löb Strauß. Ich unterlasse nicht, ohne Aufforderung nachstehendes Factum zum beliebigem Gebrauch Friedberg. Joh. Fillmar, 5 Mechanlkus. Emser Pastillen, 77] durch ihre so vorzüglichen Wirkun. sonders gegen Husten, Verschleimungen ꝛc. 2 5 be. ltebt, nd steis vorräthig bei perrn Hofapotheker C. Wahl in Friedberg. Die Paftillen werden nur in etikettirten Schachteln mit Gebrauchsanwelsungen versendet. Herzsglich Nassanische Brunneu⸗ Verwaltung zu Bad Ems. RMettigbonbons 11758] für Husten und Bruftleiden von C. und 1 in Mainz; Loose per and 0 Schachteln à 18 kr., Paquete à 14 ir. bei 0 Ph. Dan. Kümmich. Schule zu Jeienheim. 2049] Am 15. October beginnt in melner Schule der Wintercurs, bis zu welchem Zeitpunkt wieder einige Schüler aufgenommen werden können. Honorar 48 fl lährlich. Herr Lehrer Schindel von hler ist erbötig, auswärtige Schüler für die Summe von 120 fl. per Jahr in Pension zu nehmen. Belenheim am 24. September 1866. Urich, Pfarrer. Ein braver Junge 2034] kann in die Lehre treten 90 9 Jean Rausch, Schuhmachermeister. ——— 079 Dienstag den 2. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen die aus dem Concurs des Johannes Neu⸗ mann III. der Concursmasse zustehenden Me eirca/ Morgen, in hiesiger und Friedberger Gemarkung, und ¾ Morgen Dickwurz, auf Ort und Stelle an Meistbletenden versteigert werden, der Anfang ist am Nauheimerweg. Ockstadt am 8. September 1866. Der Massecurator Dienst. Geschäftseröffnung. 2062] Einem geehrten Publikum diene hiermit zur Nachricht, daß ich mein Geschäst als Schweinemetzger in meinem elterlichen Hause, dem Landgericht gegen- über, eröffnet habe. Es wird mein ganzes Beftreben sein, meine geehrten Abnehmer auf's Beste zu bedienen. Friedberg im September 1866. W. Reuß, Metzger. Mein Hinterhaus 2044] in der Schuhmachergasse ist ganz oder getheilt zu vermiethen. Zu beziehen am 29. November. Marg. Vogelsberger. Eine Chaise, 2047] noch fast wie neu, mit Drucksedern und Glas⸗ verdeck, zum Ein- und Zweispännigfahren, ist zu ver⸗ kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Düngemittel 1920 der 5 Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphosphate) zut Düngung des Getreides, für Rüben, Wlesen, Gemüse, Futtergewächse, Repos u. s. w. in drel Sorten. Gedämpftes Knochenmehl,(guantsirt) in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w. (zur Maschinen⸗ und zur Handsaat.) Rohes Knochenmehl, gestampftes und gemahlenes. Baker Guano Superphosphat. Sombrero⸗Superphosphat. a Peru Guano Phosphat.(Gesäuerter Guano.) Phosphor⸗Gugno. Griesheimer Guano(concentrirter Dünger), feines Pulver, für Getreide, Reps, Tabak, Kartof⸗ feln, Hopfen u. s. w. Weinberg Guano(Welnberg Dünger), Peruanischer⸗Guano Baker ⸗ Guano. Kali⸗Dünger(Wtesendünger) für Wiesen. Peru⸗ Kalisalze. Futterknochenmehl. Reichthum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. Billige Preise.— Preislisten, Gebrauchs anwelsungen und Analypsen gratis.— Garantie der Analysen.— Controle der land wirthschaftlichen Vereine. Niederlage bei Wilhelm Fertsch in Friedberg. M. Hurimann, (2103) Parkstrasse Nr. 271, Nauheim. empfiehlt ihr neu etablirtes Galanterie- und Kurzwaaren- Geschäft. Grosse Ausvahl in allen Arten Wolle und Baumwolle, Besatzbändern, Damenknöpfen, Stickereien und Stick- mustern, weissen Waaren, Halsbinden für Herren und Damen, Kammwaaren, Haar- und Kleiderbürsten, Spazierstöcken, Par- sümerien etc etc. 11932] verkauft zum Zechenpreise Nauheim. J. Schimpf. Ein Logis [1937] hat zu vermiethen Johes. Jo st II. in der Vorffadt. Dackhaus- und Hofraithe-Versteigerung. 2069 Unterzeichnete beabsichtigen ihr Backhaus und Hofralthe in Staaden abzugshalber öffentlich Montag den 1. Oktober, Vormittags 10 Uhr, einer freiwilligen Versteigerung auszusetzen. Auf Verlangen kann auch Land mit verkauft werden. Staaden. Tobias Schenk's Erben. Ein zuverlässiger Knecht 2071 wird von einem auf dem Lande wohnenden Be⸗ amten gesucht. Näheres bel der Exped. d. Bl. Zu verkaufen 2072 babe ich ein Wägelchen mit zwei zum Fahren elngelernten Hunden. O ck h. Sander. stadt. artofsleln-& pichwurz verstigerung. 72 1 August 18 auch elde M. ertheilen! Wal. 2 der örtihe Steigerer Domas scheine für hinterlegt adgegeder die selben 0 9. sendet die nut den! Und inzert der Schen 9) iesen pe von 12. der Verst Termin Vetlan amtern e L dettessen Dohihtior U n dean