1 off 1866. Jamstag den 22. Dezember. 102. Anzeiger für Oberhessen. Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zntelligenzblatt. Erscheint wöchentlich zweimal, Mittwoch und San slag. —* An unser e Leser! Die Vermehrung von nahezu 200 Abonnenten innerhalb Monatsfrist bekundet am besten, welche wohlwollende Aufnahme unser ver- gbberte, in seinem Inhalte vermehrtes und erweitertes Blatt in der kurzen Zeit seines Erscheinens gefunden hat, sie ist uns der erfreulichste Beweis, daß wir dadurch einem wirklichen Wunsche und Bedürfnisse unserer Leser in Stadt und Land entgegengekommen sind und veranlaßt uns den * 1 Anz Ober!* „Anzeiger für erhessen vom 1. Januar k. J. an wöchentlich dreimal(Dienstag, Donnerstag und Samstag) erscheinen zu lassen. Die Redaktion des„Anzeiger“ wird ihr Amt in der bisherigen Weise fortführen und sich angelegen sein lassen, die wichtigsten und interessantesten Tages begebenbeiten in gedrängter Zusammenstelung, so rasch es das dreimalige Erscheinen des Blattes ermöglicht, zu liesern, auch die Auswahl der sonfligen Mittibeilungen mit aller Sorgfalt zu tressen. Sie hofft bei denjenigen Lesern, welchen größere Zeitungen nicht zur Hand kommen, regere Theilnahme an dem öffentlichen Leben zu erwecken und ein größeres Interesse an allen das Wohl der Einzelnen wie des Gesammt⸗ wohl berübrenden Zeitfragen anzuregen, ohne hierbei den Standpunkt eines politischen Parteiblattes einzunehmen. Alle in diesem Streben uns unterstützende Mittheilungen werden mit Dank angenommen. Das„Beiblatt“ wird wie bisher wöchenklich einmal in einem halben Bogen beigegeben unter dem Titel „Unterhaltungsblatt zum Anzeiger für Oberhessen und zwar gleichfalls in vergrößertem Formate, wodurch auch bei diesem eine größere Mannigfaltigkeit seines Inhaltes möglich wird. Die durch das vergrößerte Format und das drei d 1 malige Erscheinen des Blattes sich bedeutend erböhenden Herstellunge kosten gestatten uns nicht den bisherigen Abonnementspreis sortbestehen zu lassen; wir waren jedoch bedacht, denselben so wenig als möglich zu erhöhen, so daß er vom 1. Januar k. J. an halbjährlich beträgt: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., g bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogtbums 1 fl. 6 kr. Bestellungen bei der Post beliebe man baldigst zu machen, damit in der Zusendung dee Blattes keine Unterbrechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt w bestellung erfolgt. erden wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Ab⸗ Die Redaktion. Amtlicher Theil. Setteffend: Forstrasen dom 1. und 2. Quortat und Feltftrastn von der g. Periode 1866 Friedberg den 15. Dezember 1866 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Die nachstehend verzeichneten Beträge haben Sie den betreffenden Gemeinde-Einnehmern, welchen Auszüge zuzufertigen sind, in Ein⸗ nahme zu decretiren und controliren zu lassen. Trapp. 1 Auszug aus dem Verzeichniß über Forststrafen. a. Vom I. Quartal 1866. 1) Belenbeim 1 fl. 14 kr.— 2) Weckesheim 37 kr. b. Vom II. Quartal 1866. 1) Weckesbeim 1 fl. 14 kr.— 2) Bönstadt 1 fl. 33¾ kr.— 3) Assenbeim J bach v. d. H. 6 kr.—. 16) Mark Grierel 3 fl. 5 kr.— 17) Wambach. fle 4 kr. 14 kr.— J) Jlbenstadt 7 kr.— 5) Nieder Florstadt 8 fl. 55½ tr.— 6) Ober.— 18) Mark Trais-Münzenderg 17 kr.— 19) Södel 2 fl 41 kr.— 20) Wor- Florstatt 9 kr.— 7) Niever⸗Wöllftadt 19 kr.— 8) Butzbach 53 kr.— 9) Nieder- bach 1 fl. 29 kr.— 21) Wölfersdeim 17 kr.— 22) Odel-Möilen 4 f. 51 kr.— Weisel 2 fl.— 10) Kirch Göns 24 tr.— 11) Ppobl Göns 1 fl. 41 kr. 12) Bo- 23) Nieder⸗Rosbach 4 kr— 24) Ober-Rosdach 4 fl. 43 kr.— 25) Odfadt 35 kr denrod 10 kr.— 13) Hoch⸗Weisel 18 kr.— 14) Langenbain 45 kr.— 15) Fauer-[— 26) Nieder Mörlen 10 kr. 2) Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen. 1) Bönßadt 54% kr.— 2) Butzbach 7 fl. 41 kr.— 3) Kauerbach v. d. d.[11 kr.— 15) Meldach 10 fl. 7½ kr.— 16) Nieder-Ftorstadt 3 fl. 7 kr.— 36½ kr.— 4) Doch Weisel 50 kr.— 5) Langenbain 21½ kr.— 61 Maldach 17) Nieder- Mörlen 3 fl. 46/ kr.— 18) Nieder Rosbach 5 fl. 12 kr— 19) Nieder- 1 fl. 38 kr.— 7) Munster 12¾ kr.— 8) Oppers hofer 19% kr. 9) Ofbeim Wöllftadt 21½ kr.— 20) Ober-Rlorfsadt i kr.— 21) Oder Mörten 8 fl. 57 kr 1 fl. 27½ kt.— 10) Rockenberg 5 fl. 57¼ kr.— 11) Assenheim 2 fl. 7 kr.—— 22) Ober Roobach 5 fl. 46½ kr.— 23) Ober⸗Wollstadt 1 fl. 2½ kr. 12) Bruchenbrücken 30/ tr.— 13) Gaucrbach b. ör. 6 kr.— 14) Friedberg 10 fl. Betressend: Vorkehrungen geten Beschädigungen junger Obsibäume durch Schaase und Wild. Friedberg den 20. December 1866. b Dasselbe an dieselben. Unter Bezugnahme auf unsere früheren Ausschreiden in obigem Betreffe(in Nr. 94 des Intelligenz⸗Blattes von 1861, Nr. 96 von 1863 und Nr. 94 von 1865) fordern wir Sie wiederholt auf, den Grundbesitzern anzuempfehlen, ihre Oostbaume in angemessener Weise ge gen Beschädigung durch Schaafe und Wild, während die Felder und Garten mit Schnee bedeckt sind, zu schützen, solche namentlich mit Dornen, Ginstern, Reisern ꝛc. einzubinden. Daß Gleiches hinsichtlich der den Gemeinden gehörigen Obstbaume geschieht, dafür haben Sie zu sorgen. Ter a p p. Veröffentlichung. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben in Nr. 79 des Intelligenzblattes von diesem Jahre bringen wir die nachstehende Uebersicht der bei uns eingegangenen Unterstützungsgelder für die Brandbeschadigten in Heuchelheim zur offentlichen Kenntniß. Die Absendung des Betrags an Großherzogl. Kreisamt Gießen ist erfolgt und liegt Quittung bei uns zur Einsicht offen. Friedberg den 15. Dezember 1866. Großherzogliches Keie amt Friedberg Ter a p p. Verzeichni der Unterstützungsgelder, welche bei Großh. Kreisamt Friedberg für die Brandbeschädigten zu Heuchelheim eingegangen sind. 1) Assenbelm 30 fl.— 2) Beienbelm 10 fl.— 3) Bönfladt 25 fl.— f Florstadt 5 fl.— 16) Oder Mörlen 20 fl.— 17) Ober Rosbach 35 fl.— 18) Oder⸗ J) Stuchenbtucken(von Priv. durch Pfarrer Becker gesammelt) 20 fi 30 kr.— Woͤllfladt 5 f/.— 19) Ockstadt 20 fl.—, 20) Oc 1 fl.— 21) Oppersposen 10 fl. 5) butzdach 25 fl.— 6) Fauerbach v. d. H.(Gem. 32 fl., Priv. IN fl. 6½ kr.)— 22) Ossenbeim 10 fl.— 23) Ostheim 10 1 20 pod! Göns 30 fl.— 50 fl ½¼ kr.— 7) Fauerbach b. Fr. 10 fl.— 8) Hausen 5 fl.— 9) Albenstad! 25) Rockenberg 15 fl.— 28) Staden 25 fl.— 27) Tra, Münzenberg 5. f..— 15% fl.,— 10), Maibach 20 fl.— 11) Münster 20 fl.— 12) Nieder Florstadt) Weckesdeim 10 fl.— 209) Wöͤlsersbeim 20 fl.— 30) Wobnbach 10 fl. 30 fl.— 13) Nieder Mörlen 10 fl.— 14) Niger Wöllfadt 20 fl.— 15) Ober- Zesam men 526 fl. 30½ kr. — Die nächste Nummer erscheint der Weihnachtsfeiertage wegen erf Samstag den 29. d. M. Landtagswahlen. Die Wahlen der Abgeordneten zur 2. Kammer der Stände sind nunmehr beendigt und wurden außer den bereits benannten 6 Abgeordneten des Adels folgende Herren gewählt: 1. Ab'geordnete der Städte. Darmstadt. Commerzienrath Fink zu Darmstadt. 4 Hofgerichterath Hallwachs daselbst. Friedberg. Landrichter Dr. Stockhausen zu Groß⸗Umstadt. Worms. Fabrikant M. Edinger zu Worms. Gießen. Easfabrikent Deß zu Gießen. Alsseld. Gymnasialdirector Dr. Soldan zu Gießen. Mainz. Adds katanwall Dr. Dumont und Dr. Oechsner. Offenbach. Hofg.⸗Adv. K. J. Hoffmann II. zu Darmstadt. Bingen. Bürgermeister George zu Büdesheim. II. Abgeordnete der Wahlbezirke. 2. Provinz Starkenburg. 1. W.⸗B. Bessungen. Fabrikant Kolbe zu Bessungen. 2.„ Groß ⸗Gerau. Provinzial-Dircklor Dr. Gold⸗ mann zu Gießen. 3.. Langen. Director Wieth in Darmstadt. 4.„ Seeligenstadt. Obergerichtsrath Freiherr von Jungenfeld zu Mainz. 5.„ Dieburg. Gehelmerath und Oberstudien⸗ Direktor Kritzler zu Darmstadt. 6.„ Reinheim. Hofgerichts-Advokat Volhard zu Darmstadt. 7.„ Höchst. Ober⸗Appellations⸗ und Lassations⸗ Gerichtsrath Ur. Zentgraf zu Darmst. 8.„ Erbach. Oberbaurath Breidert zu Darmstadt. 9. Rimbach. Bürgermeister Keil zu Fürth. 10. Wald“⸗ Michelbach. Bürgermeister Huy zu Wald⸗Michelbach. „ Heppenheim. Geheimerath Dr. Seitz zu Mainz. Benshe m. Oberrechnungsrath Bake. „ Gernsheim. Landrichter Schäfer zu Gernsh. d. Provinz Oberhessen. 1. u. 2. W⸗B. Biedenkopf und Gladenbach fallen aus. 3. W.⸗B. Gießen, Landbezirk. Hofgerichis-Präsident Buff zu Gießen. 4.„ Grünberg. Forstmeister Hoffmann zu Dieburg. 5.„ Homberg. Oberförster Dr. Haberkorn zu Windhausen. 6.„ Lauterbach. Oekonom Waldsack zu Grebenau. 7.„ Herbstein. Posthalter Habicht in Engelrod. 8.„ Laubach. Bürgermeister Zimmer v. Villingen. 9.„ Büdingen. Hofgerichtsrath Dr. Bindewald zu Gießen. 10.„ Nidda(Ortenberg). Frhr. Heinr. v. Gagern. 11.„ Bittzbach. Hofgerichtsrath Dr. Kraft zu Gießen. 12.„ Friedberg, Landbezick. Steuer ⸗Commissär . Hunsinger zu Hungen. c. Provinz Rheinhessen. 1.„ Alzey. Bezirksgerichtsrath Becker in Mainz. 2.„ Woͤllstein. Hofg.⸗Adv. Metz zu Darmstadt. 3.„ Oberingelheim. Kaibel. 3 Mieder Dtn. Bezitksgerichtsrath Dr. Röder zu Mainz. 5.„ Oppenheim. Gutsbesitzer Wernher v. Nierstein. 6.„ Wörrstadt. Hofgerichts⸗Advokat Dr. Metz zu Darnistadt. 7.„ Odsthofen. Hofg.⸗Adv. Metz zu Darmstadt. 8.„ Pfeddersheim. Dekonom Joh. Möllinger zu Pfeddersheim. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogl. Regferungsblatt Nr. 53 enthält: 1. Folgende Verordnung, die Wahlen für den Reichs⸗ tag des Norddeulschen Bundes in der Provinz Obethessen betreffend. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und dei Rhein ꝛc. 2c. Nachdem Wit durch den zwischen Uns und Seiner Majestät dem König von Preußen abgeschlossenen Friedens⸗ vertrag mut Unserer Provinz Oberhessen auf der Basis der von der Königlich Preußischen Regierung in den Reformvorschlägen vom 10. Juni l. J. aufgestellten Grund⸗ sätze in den Norbdeutschen Bund eingetreten sind und die Verpflichtung üdernommen haben, die geeignete Einleitung für die Parlamentswahlen, dem Bevölkerungsverhältmisse entsprechend, zu sressen, so haben Wir, da diese Wablen schon in der zweiten Hälfte des Monats Januar künftigen ahres stattfinden sollen, auf Grund des Artikels 73 der erfassungsurkunde, für Unsere Provinz Oberhessen ver⸗ ordnet und verordnen hierinit, wie folgt: Art. 1. Zur Berathung der Verfassung und der Ein⸗ richtungen des Norddeutschen Bundes soll ein Reichstag gewählt werden. Art. 2. Wähler ist jeder unbescholtene Staatsbürger eines der zum Bunde zusammentretenden deutschen Staaten, welcher das 25. Lebensjahr zurückgelegt hat. Art. 3. Von der Berechtigung zum Wählen sind aus⸗ geschlossen: 1) Personen, welche unter Vormundschaft oder Curatel steben;— 2) Personen, über deren Vermögen Concurs gerichtlich eröffnet worden ist, und zwar während der Dauer dieses Concursverfahrens;— 3) Personen, welche eine Armenunterstützung aus öffentlichen oder Ge— meindemitteln beziehen oder im letzten, der Wahl vorher gegangenen Jahre bezogen haben. Art. 4. Als bescholten, alse von der Berechtigung zum Wählen ausgesch ossen, follen angesehen werden Per⸗ sonen, denen durch rechtskräftiges Erkenniniß der Vollgenuß ber staaisbürgerlichen Rechte entzogen ist, sofern sie in biese Rechte nicht wieder eingesetzt worden sind. Art 5. Wählbar zum Abgeoroneten ist jeder Wahl⸗ berechtigte, der einem zum Bunde gehörigen Staate seit mindestene drei Jahren angehört hal.— Vetbüßte oder durch Begnadigung erlassene Strafen wegen polilischer Ver- Kiechen schließen von der Wahl nicht aus. Art. 6. Personen, die ein öffentliches Amt bekleiden, bed ürsen zum Eintritt in den Reichstag keines Urlaubs. Art. 7. Auf durchschnittlich 100,000 Seelen der nach der letzten Volkszählung vorhandenen Bevölkerung ist ein Abgeordneter zu wählen. Ein Ueberschuß von wenigstens 50,000 Seelen der Gesamamtbevölkerung des Staates wird vollen 100,000 Seelen gleich gerechnet.— Jeder Abgeord— nete ist in einem besonderen Wahlkresse zu wählen. Art. 8. Die Wahlkreise werden zu Zwecke des Stimm— abgebens in kleinere Bezirke eingetheilt. Art. 9. Wer das Wahlrecht in einem Wahlbezirk aus- üben will, muß in demselben zur Zeit der Wahl seinen Wohnsitz haben.— Jeder darf nur an einem Orte wählen. Art. 10. In jedem Wahlbezirk sind zum Zwecke der Wahlen Listen anzulegen, in welche die zum Wählen Be⸗ rechtigten nach Zu⸗ und Vornamen, Alter, Gewerbe und Wohnort eingetragen werden. Diese Listen sind spätestens 4 Wochen vor dem zur ordentlichen Wahl bestimmten Tage zu Jedermanns Einsicht auszulegen und ist dies öffentlich bekannt zu machen. Einsprachen gegen die Listen sind binnen acht Tagen nach öffentlicher Bekanntmachung bei der Behörde, welche die Bekanntmachung erlassen hat, anzubringen, und innerhalb der nächsten vierzehn Tage zu erledigen, worauf die Listen geschlossen werden. Nur Diejenigen sind zur Theilnahme an der Wahl berechtigt, welche in die Listen aufgenommen sind. Art. 11. Die Wahlhandlung ist öffentlich; bei der⸗ selben sind Gemeindemitglieder zuzuziehen, welche kein un⸗ mittelbares Staatsamt bekleiden.— Das Wahlrecht wird in Person durch verdeckte, in eine Wahlurne niederzulegende Stimmzettel ohne Unterschrift ausgeübt. Art. 12. Die Wahl ist direct. Sie erfolgt durch ab⸗ solute Stimmenmehrheit aller in einem Wahlkreise adge⸗ gebenen Stimmen. Stellt bei einer Wahl eine absolute Stimmenmehrheit sich nicht heraus, so ist nur unter den zwei Candidaten zu wählen, welche die meisten Stimmen erhalten haben.— Bei Stimmengleichheit entscheidet das Loos. Art. 13. zu wählen. Art. 14. Die Wahlen sind im ganzen Umfange des Staates zu berselben Zeit vorzunehmen. Art. 15. Die Wahlkreise und Wahlbezirke, die Wahl- commisssäre zur Leitung der Wahlen und das Wahlver⸗ fahren, insofern dieses nicht durch das gegenwärtige Gesetz festgestellt worden ist, werden von der Staatsregierung bestimmt. Art. 16. Der Reichstag prüft die Vollmachten seiner Mitglieder und entscheidet über deren Zulassung.— Er regelt seine Geschäftsordnung und Disciplin. Art. 17. Kein Mitglied des Reichstags darf zu irgend einer Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen der in Ausübung seines Berufes gethanen Aeußerungen gerichtlich oder disciplinarisch verfolgt oder sonst außerhalb der Ver⸗ sammlung zur Verantwortung gezogen werden. Art. 18. Die gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage, an welchen sie im Regierungsblatt erscheint, in Kraft Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und bei⸗ gedrückten Großherzoglichen Siegels Branshardt, den 18. December 1866. (L. 8.) Ludwig. Stellvertreter der Abgeordneten sind nicht v. Dalwigk. II. Bekanntmachung, die Wahlen für den Reichstag des Norddeutschen Bundes in der Provinz Oberhessen be—⸗ treffend, mit welcher zur Ausführung der vorstehenden Verordnung die nöthigen Bestimmungen erlassen werden. Hiernach wird die Provinz Oberhessen in drei Wahlkreise getheilt. Der erste Wahlkreis umfaßt die Kreise Gießen, Grün⸗ berg und Nidda, jedoch mit Ausschluß der zu dem letzteren Kreise gehörigen Orte Hirzenhain, Lißberg, Eckartsborn, Ortenberg, Selters, Bleichenbach, Bergheim, Usenborn und Geluhaar. Der zweite Wahlkreis umfaßt die Kreise Friedberg, Vilbel und Büdingen, sowie die vorher angegebenen Orte des Kreises Nidda. Der dritte Wahlkreis umfaßt die Kreise Alsfeld, Lauter⸗ bach und Schotten. In jedem dieser Wahlkreise wird ein Abgeordneter gewählt. — Man spricht von dem Plane eines Eisen— bahnbaues von Offenbach über Isenburg, Sprend⸗ lingen, Langen, Egelsbach und Arheiligen mit Einmündung in die Darmstadt-⸗Aschaffenburger oder die Main⸗Neckar⸗Bahn. Es sind dies lauter stark bevölkerte Orte, die aber bei Anlage der Bahn von Darmstadt nach Frankfurt insofern unberücksichtigt blieben, als man sie auf eine halbe Stunde und mehr bei Seite ließ. Der Frachtverkehr dieser Orte geht heute noch zur Fuhre nach Offenbach und Frankfurt. — Die soeben ausgegebene Nr. 30 der Mit⸗ theilungen der Großh. Hess. Centralstelle für die Landesstatistik gibt über die in Folge des Friedens- vertrags vom 3. Sept. 1866 an Preußen abge⸗ tretenen Theile folgende Angaben. Die abge— tretenen Kreise Biedenkopf und Vöhl, sowie die von den Kreisen Gießen und Vilbel abgetretenen Gemarkungen und Gemeinden haben hiernach im Ganzen einen Flächengehalt von 328876, Morgen S 14,32 Quadratmeilen und 47,728 Einwohner. Bezüglich der durch den genannten Vertrag von Preußen an das Großherzogthum Hessen abgetretenen Gebietstheile, bemerkt die Centralstelle, daß entsprechende Mittheilung nach⸗ folgen wird, sobald die näheren Feststellungen über dieselben durch die Verhandlungen zur Aus- führung des Friedensvertrags erfolgt sein werden. — Die„Hess. Volksbl“ schreiben: Der von Preußen auch der hessischen Regierung gemachte Vorschlag: vom 1. Juli 1867 an das Salz⸗ monopol aufzuheben, den Handel mit Salz frei- zugeben, dagegen von der Erzeugung des Salzes eine Steuer von 2 Thlr. per Centner zu erheben, wird bei uns, ähnlich wie in Baden, auf die Schwierigkeiten stoßen, daß der Centner Kochsalz in Hessen seither für 5 fl. verkauft wurde, wobei dem Staat als reiner Ueberschuß ungefähr die Hälfte, also nur 2 fl. 30 kr. als Steuer ver⸗ blieben. Die Erhöhung dieser Steuer auf 3 fl. 30 kr. würde mithin eine bedenkliche und kaum annehmbare Steigerung des Salzpreises für uns zur Folge haben. Friedberg. Die Gr. Bürgermeistereien der Provinz sind durch die Kreisämter angewiesen worden, die Wahllisten für die Wahlen zum Reichs⸗ tag des norddeutschen Bundes vom 24. d. M. an bis zum 15. Jan. k. J. aufzulegen. Der Tag der Abgeordnetenwahl soll später bekannt gegeben werden. Büdingen. Verschiedene Blätter berichten von einem frechen Verbrechen, welches dieser Tage im Kreise Büdingen stattgefunden hat. Der Gräflich Stolberg Gedern'sche Revierförster, welcher am 3. d. von Seemen nach Gedern mit einer Summe von beiläufig 2400 fl. sich begeben wollte, um diesen für versteigertes Holz erlösten Betrag an die gräfl. Ren:kammer abzuliefern, wurde des Morgens früh, kaum eine Viertelstunde von seiner Wohnung entfernt, von drei Räubern angefallen, niedergeschlagen und beraubt. Die Untersuchung ist angeordnet und mehrere der That verdächtige Individuen sind bereits eingezogen. Gießen. Bezüglich der dahier wegen der Wahlen zum norddeutschen Bund stattgehabten Versammlung erfährt man, daß sich ein Central⸗ wahlcomite constituirte, der vorgelegte Entwurf rines Wahlaufrufes angenommen und dessen Ver⸗ breitung in Oberhessen, sowie die Bildung von Localwahlcomite's beschlossen worden sei. Gleich⸗ zeitig wurde ein geschäftsleitender Ausschuß ge⸗ wählt in den Herren Hofg.⸗Rath Buff, Prof. Dr. Clebsch, Hofg. Adv. Diery, Karl Gail, H. Homberger, M. Homberger, K Nagel, Hofg.⸗ Adv. Pfannmüller II. und Hofg.⸗Rath Völcker. Das Amt des Vorsitzenden wurde Herrn Gail, das des Schriftführers Herrn Pfannmüller II. übertragen.(Siehe Inseratentheil.) Mainz. Man ist eben von Seiten des Militärs mit der Desarmirung der Wälle be⸗ schäftigt, die auf den inneren wie äußeren Forts zahlreich aufgeführten Kanonen und Mörser werden abgefahren. Preußen. Berlin. Die an den nord- deutschen Conferenzen theilnehmenden Bevoll⸗ mächtigten wurden am 15. d. vom König empfangen und hierauf zur königl. Tafel gezogen. — Die Zahl der während des letzten Kriegs von der preußischen Armee erbeuteten Trophäen stellt sich, nach den nunmehr zu Ende geführten Ermittelungen, auf 486 Geschütze aller Kaliber, sowie 31 Fahnen und Standarten heraus. Außerdem sind nahezu 60,000 Gewehre, Büchsen, Carabiner ꝛc., 10,000 Stück verschiedene blanke Waffen, 5000 Centner Pulver, mehr als zwei Mill onen Patronen, bedeutende Quantitäten Eisenmunition, sowie Kriegsmaterial, Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände aller Art in einem Werthbeirag von 15. Mill. Thlr. erbeutet worden. — Die Bevollmächtigten zur Ministercon⸗ ferenz sollen großentheils für die einheitlichen Bedingungen des norddeulschen Bundes gestimmt sein. Der dem Bundeskriegsherrn oder Bundes⸗ feldherrn zu leistende Fahneneid wird voraus⸗ sichtli mit dem Eide der Treue gegen den Landesherrn combinirt werden. ber beschles. der Mn aachen, kat 1 Zuge — Ju de el dn iu län ua dis Bundie deutende, l Persönlichkeit — Ja bausts vom vorlegt ben lahm Auen Commission,“ Regierungeve! mäsdenen) Hanne! Whpudantut mil Dathe die„N. 5 habe, als& wollen dane sollen, we nicht vorbar — Eint kheils Ham sionsyapitrt in Bremer Soldaten fes — Dit als dit d ließen, man Beamten; einer Anzal ken Fern Fran trsten The ßischen S. haͤmurgege hieles sols Utrordnung 2 unmission u Betreff wumaligen Deamten U u dead Praxis di Gehalte zu bestimn N. ö „ reit der 1 ber — In der Sitzung der Annexionscommission vom 17. d., welcher Graf Bismarck beiwohnte, wurde der Vertrag mit Oldenburg, betreffend die Abtretung in Holstein und Zahlung einer Ent⸗— schädigung von 1 Million Thaler, mit 13 gegen 7 Stimmen genehmigt. Der König und der Kronprinz von Sachsen sind zum Besuche am königl. Hofe da— hier eingetroffen. Der König von Preußen war denselben bis Großbeeren ntgegengefahren. Die Rückkehr wird am 19. d. erfolgen. — In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 18. wurde das Etatgesetz gemäß den Be— schlüssen der Vorberathung definitiv angenommen. Der Ministerpräsident hatte erklärt: Wiewohl beschlossenes Budget die wesentlichen Forderungen der Regierung zurückweise, werde dieselbe jedoch versuchen, damit durchzukommen, um die Achtung des Budgetrechtes des Hauses zu bethätigen. — In dem Entwurse der Bundesverfassung soll der zu gründende Bund als ein unauflos- In die Militärcommisston des Bundestages dürften preußischerseits be⸗ deutende, in den letzten Ereignissen bewährte Persönlichkeiten gewählt werden — In der Abendsitzung des Abgeordneten— hauses vom 18. d. hat dasselbe die Regierungs- vorlage über die Genossenschaften mit unwesent— lichen Amendements, nach der Fassung der Commission, angenommen, nur Paragraph 4 der Regierungsvorlage(Bestätigung durch den Ober— präsidenten) wurde abgelebnt. Hannover. Der hannoverschen General- Adjudantur Geschäftsräume und Papiere sind mit Beschlag belegt und versiegelt worden; wie die„N. H. Z.“ angibt, weil dieselbe fortgefahren habe, als Behörde sich zu geriren. Andere Blätter wollen daneben wissen, daß Acten ermittelt werden sollten, welche auf ergangene Requisition als nicht vorhanden bezeichnet seien. — Eine Anzahl militärpflichtige Leute, großen⸗ theils Hannoveraner, welche sich obne Legitima- tionspapiere nach Amerika begeben wollten, sind im Bremerhaven von preußischen Offizieren und Soldaten festgebalten worden. — Die Zahl der Suspendirungen ist größer, licher bezeichnet sein. als die bisherigen Mittheilungen vermuthen ließen, man berichtet von etwa 16— 20 höheren Beamten; ebenso nehmen die Internirungen einer Anzahl Personen in die Festung Minden ihren Fortgang. Frankfurt. Die Einführung der beiden ersten Theile des Strafgesetzbuches für die preu— ßischen Staaten vom 14. April 1851 nebst Er- gänzungsgesetzen innerhalb des Frankfurter Ge⸗ bietes soll bevorstehen und die darauf bezügliche Verordnung bereits erlassen sein. — In der Sitzung der Bundesliquidations- tommission vom 6. wurde von dem Vorsitzenden in Betreff der Pensionirung der Beamten des vormaligen Bundes bemerkt, daß die betreffenden Beamten mit dem 1. Januar 1867 als pensionirt zu betrachten sein dürften, nach der bisherigen Praxis vis zum 31. März im Bezuge der vollen Gehalte bleiben und von da an die noch näher zu bestimmende Pension erhalten sollen. Sachsen Am 7. und 8. d. M. ist die letzte, am 30. April k. J. fällige Rate der sächsischen Kriegsentschädigung mit 4 Millionen Thalern unter Abrechnung des vertragsmäßigen Discontos von 5 pCt. in Berlin baar eingezahlt worden, so daß die gesammte, von Sachsen an Preußen zu zahlende Summe von 10 Millionen Thalern gegenwärtig bereits vollständig abge⸗ tragen ist. Bayern. Zufolge allerböchst genehmigten Be⸗ schlusses des Finanzministeriums beginnt nunmehr die Ausgabe von 15 Millionen Gulden unverzins- licher Cassenanweisungen zu 2, 5 und 50 Gulden. Mheinbayern Die kürzlich in Neu- stadt abgehaltene Gentralversammlung des Pro- testantenvereins der Pfalz war aus allen Theilen von etwa 500 Theilnehmern besucht Nachdem Herr Pfarrer Gelbert, Anwalt Louis aus Landau und Kirchenrath Schenkel aus Heidelberg ge⸗ sprochen, letzterer in einem mit größtem Interesse aufgenommenen Vortrage über die Aufgabe des Protestantismus, wurden von der Versammlung einstimmig fünf Resolutionen angenommen, deren wesentlicher Inhalt sich auf nachstehende Punkte bezog: 1) unbedingte Zustimmung zu den von der letzten Generalversammlung gefaßten unions— freundlichen Beschlüssen; 2) auf ein Festhalten an dem Bestreben und Verlangen, daß die oberste Kirchenbehörde die stetige Fortentwickelung der protestantischen Kirche der Pfalz auf unionsfreund— licher Grundlage und innerhalb fassungsmäßigen Bewegungsgebietes der Kirche un ausgesetzt und mit aller Thätigkeit fördere. Dem in der Versammlung vorgelegten berichte entnebmen wir, daß die Zahl der Ver— einemitglieder sich auf 20,000 und sein Ver— mögensstand auf 12,666 fl. 14 kr. beläuft. Oesterreich. verschiedenen Provinziallandtagen sind nunmehr beendigt. Dieselben haben gezeigt, daß eine Reform der österreichischen Verfassungsverhältnisse im Geiste unserer Zeit zur dringenden Noth- wendigkeit geworden ist. Frankreich. Der„Moniteur“ zeigt an, daß der kaiserliche Hof nach Paris zurückgekehrt ist. Gleichzeitig veröffentlicht derselbe den zwischen Frankreich und Italien wegen Regulteung der päpstlichen Schuld abgeschlossenen Vertrag. Der auf Italien entfallende Antheil der Schuld be— trägt 13⅜ Millionen Rente. Italien bezahlt am 15. März die drei letzten Semester mit 20% Millionen in Silber. Der verbleibende Rest wird in italienische Rente umgetauscht. — Nach den neuesten Nachrichten wird die Kaiserin am 26. d. nach Rom abreisen. Italien. Die Thronrede König Victor Emanuels soll in Berlin wegen des gänzlichen Todschweigens der Verdienste, die sich Preußen um die Einigung Italiens erworben, einen un⸗ angenehmen Eindruck hinterlassen, dagegen in Paris eine sehr günstige Stimmung hervorge- rufen haben, so daß der Kaiser Napoleon den König Victor Emanuel wegen der in seiner Thronrede ausgesprochenen versöhnlichen Politik beglückwünscht habe. Nußland. Immer lauter erheben sich in Rußland die Stimmen für ein Bündniß mit Preußen, das auch von den Interessen des inter- nationalen Verkehrs, des Handels und der In- dustrie geboten erscheint. Indeß wünschen die Organe der russischen Handelswelt nicht einen ein- seitigen Handelsvertrag allein mit Preußen, sondern auch mit Oesterreich. Beide Länder mit ein- ander wetteifernd, werden in solchem Falle Ruß⸗ land größere Vortheile einräumen. Frankreich und Rußland haben ein Arrangement für den Wiederaufbau des Domes der Heiligen-Grab-Kirche in Jerusalem abge— schlossen. Der französische und der russische Bot- schafter werden in Konstantinopel verlangen, daß man die Häuser entferne, welche die Umgebung der Kirche verunstalten. Friedberg. Beranlaßt durch unsere Nachricht aus Mainz in voriger Nummer wird uns mitgelbeilt, daß der biesigen Blindenanstalt in diesen Tagen auch 30 fl. von dem Stadlvorstande zu Offenbach und 30 fl. von der Spaar- und Leihkasse zu Ortenberg brwilligt wor; den seien. tainz. Zu einem im Gartenfelbe wohnenden Zimmer⸗ meister kam vor einigen Tagen ein anscheinend dem Arbeiter- stande angehöriger Mann mit einem Gruße von dem Be⸗ sitzet eines nahegelegenen Steinkohlenlagers und dat, m für Letztern einen Fünfzigtbalerschein zu geben, da der⸗ selde einen solchen mit der Pest verschicken wolle. Der Zummermeister demerkte ihm, daß er ihm nur Zehnthaler⸗ scheine geben könne, worauf der Arbeiter meinte, da müsse er doch erf fragen, ob das seinem Herrn gecht sei. Sprachs und ging ver den Augen des Jimmeymeisters in das Steinkehlenlager, von we er gleich nachber berauskam und die Mittheilung machte, daß fünf Zehnthalerscheine, wenn es sich einmal nicht anders machen ließe, seinem verrn schon recht seien. Er 1 dieselben und ver⸗ schwind. Einige Stunden spater kam unser Zimmer⸗ meister an dem Sieinkohlenlager vorbei, guckte hinein und rug, ob das Geld gestiimmt babe— eine Frage, die den sohlenhändler, der von der ganzen Geschichte nichts wußte, vöchlichst überraschte. Noch größer war aber die Ueber- des kirchenver⸗ Rechenschafts Die Adreßdebatten in deu Frankfurt Die preußische Reglerung beiden ersten Reiben Spertsitz für die Pertren Offiztere und die Errichtung einer königlichen Loge von der Theater- Akstengesellschaft gefordert. Wiesbaden. Noch in de letzten Tagen vor Schluß der dießahrigen Spielsasson bat das unglückliche Spiel im Kursanle ein Opfer gefordert. Ein junger Mann, der Sobn einer sehr achtbaren Familie, ein Preuße hielt fich einige Wochen hier auf, verspielte große Summen m Kur saale und kehrte alsdann in seine Delmath zurück. Unterwegs zeigten sich bei iom Spuren von Geistes⸗ zerrüttung und völlig wahnsinnig kam er zu Hause an. an brachte ihn sofort in eine Irrenanstalt und hoffle, Nach acht Tagen bat die Edoch vergebens, auf seine Genesung. [Part der Unglücktiche. Rom. mtc das„Giorn. di Roma“ miltheilt, haben die seit dem September 1859 gesammelten Spenden für ba Peterspfennig einen Betrag von 53 Millionen Frcs. reicht. London. In einer Kohlengrube zu Bransley hat leine Explosion stattgefunden. 3000 Personen sollen dabei [das Leben eingebüßt haben. Die Grube ist ganz geschlossen. — Außerdem hat auch in der Kohlengrube ver eine Explosion stattgebabt. Ein Berliner Arbeiter, der seiner drei muthwilligen Kinder halber seine Wohnung zu verschiedenen Malen verlassen mußte, kam auf den Gedanken, sein letztes Baar⸗ vermögen für einen Eisenbahnwaggon 3. Klasse hinzugeben. Diesen hat er mit Erlaubniß an der Wrangel⸗ und Man⸗ leuffelstraßen Ecke auf einer Baustelle aufgestellt und sich mi Frau und Kindern darin häuslich eingerichtet. Er st jetzt einer der Wenigen, die weder Miethe noch Mietbs⸗ steuer und Schornsteinsegergeld bezahlen. Wird die Stelle Oak o erbaut, so fährt er weiter. Die Baustellenbesitzer geben gern die Erlaubniß zum Ausstellen des Wagens, weil ste dann immer Jemanden auf dem Platze haben, der Kauflustigen das Näbere über die Baustelle mittheilen kann. Landwirthschaftliches und Gewerbliches. Klelfler zun Aufkleben von Flaschen⸗ setlketten. Wie das Polpt. Notizbl. berichtet, erhalt man einen sehr guten Kleister zum Aufkleben von Flaschen⸗ etiketten, wenn Tischlerleim in starkem Essig aufgeweicht und erhitzt und die Masse wäbrend des Kochens mit einen Mebl verdickt wird, Dieser Kleister beftet sehr gut und kann in einem weitbalsigen Gefäß mit einge⸗ schliffenem Stöpfel in weichem Zustand ohne zu faulen aufbewahrt werden. Belm Gebrauch nimmt man etwas davon mit einem kleinen Spatel heraus, erwärmt den Kleister mittelst der Kerzenflamme, wenn es nötbig ißt, ihn dünuftussiger zu machen, und streicht ihn auf das Papier. Impfung der Lungenseuche. Der Thierarzt Duat in Valenciennes bat sich bestredt, Mittel aufzu⸗ finden, um dem Mislingen der Impfung der Lungen⸗ seuche vorzubeugen und glaubt das Ziel auf folgende Weise erreicht zu haben: Er dedtent sich zur Operation etner platten, mit Riemen dersebenen, leicht gebogenen Nadel mit scharfer Spitze. Den Impfstoff nimmt er aus der noch warmen Lunge der gefallenen Thiere, in⸗ dem er zugleich Blut und Schleim aus preßt und in einem gläschchen durch Schütteln mischt. Obne Blut ist der Impfstoff oft unwirksam. Duat impft am Schwanze, etwas derhald des Haarbüschels, dringt ader die Lymphe nicht tlefer als nötbig unter die Paut. Jede Verwundung dermeldet er sorgfältig; sollte doch etwas Blut bervorkommen, so wird dasselbe abgewischt. Mitgetheilt von Cbr. Pecht, Spee ⸗Agent in Friedberg. Hamburg. Das Hamburger Poftdampfschiff Ger- manila“, Capt. Eblers, welches von New Pork am 8. Dezember abging, ist nach einer außergewöhnlich schnellen und glücklichen Reise von 9 Tagen 22 Stunden, wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten-Post sowie die für England und Frankreich bestimmten Passaglere gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt Dasselbde bringt 116 Passaglert, volle Ladung und 560,634 Dollars Contanten. Eingesandt. (Theater in Frledberg.) Ote Vorstellung der „Preciosa- am vergangenen Mittwoch war in jeder Be⸗ ziebung eine glänzende zu nennen Gutes Spiel aller Miliglleder, schöͤne Garderobe und ein ausreichendes Per⸗ sonal vereinigten sich, um den Zuschauern einen recht genußreichen Abend zu bereiten. Die Beneficiantin, Frau Kern, deren Talent wir schon so oft dewunderten, zeichnete sich auch dieemal aus. Das überfüllte Daus lohnte ihr durch Blumenspenden und mehrfachen Pervorruf. Bis jetzt ist es der Dtrection vortrefflich gelungen, sich die Spmpathlen der biesigen Theaterfreunde zu er⸗ balten, Seit langer Zelt daden wir aber auch keine Gesellfcaft dier gehadt, deren einzelne Mitglieder es so verftanden haben, durch gutes und inelnandergretfendes Spiel zu fessen Von Herzen wünschen wir Hetrs Kern den gleichen Erfolg dis zum Ende seines biesigen Aufenthaltes. Ein Tbeaterfreund. Soeben ist bei uns eingetroffen: Hampelmann im Eril. raschung unseres Zimmermeisters, als er erfuhr, daß et durch einen raffinsrien Gauner geprellt worden, der aller dings vor seinen uugen in das Kohlenlageß gegangen war, aber dort uc eine ganz gleichgültige Frage gestellt hatte. Von Friedrich Stoltze. Preis 6 kr.. Bindernagel& Schimpff. . 2 ——— — eee e — 5 —— ee 1 — * e 3 e 2 . ——— — — — ——— Waͤhrend der Feiertage Sal in der Hofbrauerei von N 2 8 5 Vorschuß⸗ und Credit 2742 Sonntag den 23. d. Mts., Nachmittags 3 Uyr, sammlung und Ergänzungswahl des Vorstandes ic. ꝛc. *„* Wahlaufruf! der provinz Oberhes een! Großherzogthum und dem Königreich Preußen geschlossenen hessen ein Glied des unter der Fuhrung Preußens gedu— deten norddeutschen Bundes geworden. Der Centralgewalt dieses Bundes wird in einem Par⸗ lamente eine allgemeine Volksvertretung,— das lang ersehnte Ziel aller deutschen Patrioten — zur Seite stehen. Die Wahlen zu dem ersten Parlamente, welchem der Entwurf der Verfassung des norddeutschen Bundes vorgelegt werden soll, werden in der Kürze stattfinden. Unsere Provinz wird entsprechend ihrer Einwohnerzahl drei Deputirte zu diesem Parlamente zu wahlen haben. 6 Hatten wir es auch lieber gesehen, herzogthum in den norddeutschen Bund wa 2743 vator⸗Bier J. Burck. Verein zu Reichelsheim. im Gasthaus zur Lilie Geueral-Ver— „ Jewoh ner Durch den zwischen unserem Friedensvertrag ist die Provinz Ober wenn schon im Friedensvertrage das ganze Groß⸗ re autgenommen worden, so dürsen wir uns doch in Anerkennung der einmal gegebenen Verhältnisse der Pflicht unt entziehen, durch die Wahl geeigneter Deputirten mitzuwirken an der festen Gestaltung des norddeutichen Bundes. Denn je fester und vollkommener derselbe organisirt sein wird, desto wurksamer wird einerseus der Schutz sein, den er nicht bloß seinen Gliedern, sondern den gesammten deutschen In⸗ teressen gewähren kann; und desto sicherer wird andererseite das von allen uberal und national gesinnten Patrioten ersehnte Ziel, ein in bundesstaatlicher Form geei⸗ nigter Gesammtstaat deutscher ö Nation, erreicht werden. Unsere Deputirten gehören, verschieden von allen anderen Deputirten des Parlam ents, einem Staate an, von dem nur ein Theil dem norddeutschen Bunde angeschlossen ist. Sie werden daber im verstarkten Maße die Wahrung der Interessen wie unseres Großherzogthums, so auch des ganzen deutschen Vaterlandes zu ihrer Aufgabe machen. Sie werden vor allen Andern dahin wirken mussen, daß der bis jetzt auf Norddeutschland beschränkte Bund sich möglichst bald zu einem wieder⸗ vereinigten Gesammtdeutschland erwellere. 1 1 Wir fordern Euch daher auf, Euch directen Wahlen zu betheiligen, damit der Wille der Ausdruck gelange. Wir fordern Euch namentlich auf, Wahlen zu besprechen und Tuch nach Deputirten umzusehen, welche gewillt und fähig sind, ihr Mandat in obigem Sinne aufzufassen und auszuüben. Sie werden— das ist unsere Ueberzeugung— erstens der Einrichtung einer mit wirklichen Regierungsbesugnissen in Bezug auf die militärischen, diplomatischen, Zoll-, Handels- und Verkebreangelegenheuen aue gestatteten Centralgewalt, zweitens der Ausstattung des Parlaments mit entscheidenden Befugnissen in Bezug auf das Budget und die Gesetzgebung des Bundes, dratens endlich der Begrundung eines gemeinsamen deutschen Bürgerrechts und der Selbstverwaltung der einzelnen Staaten in allen nicht gemeinsamen Angelegenheiten das Wort zu reden haben. Wir behalten uns vor, wenn die Eintheuung der Wabitteise bekannt sein und die Stimmung der Bevölkerung eine Zeitlang Gelegenben gehabt haben wird, sich zu außern, auf Grund der gemachten Erfahrung eine weitere Ansprache an Euch zu richten. Gießen, den 15. December 1866. Das Centralcomité für die Ty. Baist, Hofgerichtsadvokat. Julius Bapst. Dr. Beck Gymnasiallehrer. Fr. Berg, Gemeinderath. Dr. Bindewald, Holgerichterath, raadtagsabgeordneter. Sigm. Bock. L. Bücking, Gemeinderard. Wal. Buff Hofgerichterath. L. C. Burkhardt. August Burk. Carl. Busch. Diery, Hofgerichtsatvokat. Georg Ebel. Car! Gail, Ferd. Gall. Dr. Gordan, Professor. Dr. A. v. Grolmann, Affessor. J. Hanstein, Gemeinderath. Aug. Heß, Landtagsabgeordneter Dr Gust. Heyer, Prosessor. Ferd. Hoffmann. Heinr. Homberger. Meyer Homberger Dr. Ibering, Geh. Justigrath. Wühelm Keller, Gemeinderath. Kempff, Heofgerichteratb, Landtagsab geordneter. W. Kloch. Ludwig Köhler. Ph. Kreiling 111 H. Kuhn B. Kulmann. Dr. Lange, lebhaft bei den bevorstehenden allgemeinen und Bevölkerung Oberhesseus zu seinem wahren schon jetzt in kleineren Krezsen die Provinz Oberhessen. Professor. Chr. Leo. F. C. Loos. Lynker, Rentamtmang. Joserh Mann. Dr. Merkel, Privatdocent. J. Ph. Mohl. C. Nagel, Gemeinderaty. Aug. Naubeimer. Cbr. Piri 111. L. Petri J., Dr. A. Rosenberg II., Hof⸗ Adolph Nell. Aug. Noll. F. Noll. W. Ockel. Gemeinderath. Pfannmüller II., Hofgerichtsadvokat. gerichtsadvokat. Heinr. Schirmer. Schmidt, Pestmeister. Carl Schwan. Chr. Schov bach. C. Seipp. Eduard Silbereisen, Gemeinderath Ur. Soldan, Landtag sab⸗ geordneter. E. Steinberger. Velker, Hofgerichtsratb Bali) Vogt, Burgermeister. Dr. Wasserideben, Geh. Justizrath. O. Weseig, Hofgerichts— Dan. Wirth. Philipp Walther. A. Weidig III., Gemeinderath. Th. Welcker, Hofgerichteadvokat. Parlamentswahl⸗Besprechung. 2753 In Folge obigen, von dem in Gießen gegrundeten Centralwahl⸗Comité fur die Provinz Ober— hessen erlassenen Aufrufs zur Gründung von Wablcomué's fur die in aller Kurze stattfindenden Parlamentswahlen laden wir die hiesigen Wabler zu einer Besprechung uber die Parlamentswahlen un Gründung eines Wahlcomu's fur hiesige Stadt auf f Samstag den 22. d. M., 8 Uhr Abends, in das obere Local der Reichs krone hiermit ein. Friedberg den 21. Dezember 1866. Gg. Chr. Wallenfels. Dr. med. Weber 1. advokat. W. Weidig, Landrichter, Wolf, Hofgerichtsadvokat. d die Mayer Hirsch. Jean Huber. Dr. Köhler. Liederkranz. 2735 Abenduntethaftung den zweiten Welhnachtofeier⸗ lag im Saale des Hotel Trapp. Beginn 7½ Ubr. Frlebberg. Der Vorstand. . 2 Ittiwillige e Feucrwehr. 2730 Am dritten Wetbnachteselertag, Morgens 9 Uhr, Auorücken sämmtlicher Mannschaflen. Fr. Roßbach. 2737 Sonntag den 20. December Sängerball bet Gafflpirth Friedutch Wiegand in Bönstadt. Eine Partie 2668 zurückgesetztee Kaputzen, Herten und Damen · Binden und Glace-Handschube empfiehlt bedeutend berabgesetzten Preisen Elise Bochstein. Eine Scheuer 2719 hat zu verpachten Frted barg. Heinrich Hanstein IV. Wittwe. Kalb Nag Eine junge srischmilchende hat zu verkaufen 0 Jos. Gröninger VII. Kuh mit Ockstadt. Theater in Friedberg. Sonntag den 23. Dezember. Steffen Langer aus Glogau. Original⸗Lußspie! in 4 Acten und einem Vorspiel!“ Der Kaiser und der Seiler, in einem Act von Charlotie Birch Pfeiffer. Mittwoch den 26. Dee.(2. Feiertag). Einen Zur will er sich machen. Original- Possesmit Gesang in 4 Akten von Nestrop. Donnerstag den 27. Dee. G. Feiertag). Ein edles Mädchenherz. Lebensbild mit Gesang in 3 Abth. von George Sand. Der Tag der nächstfolgenden Vorstellung wird durch den Zettel bestimmt. 1 Kern, Director. Danfkfsag ün g. 2746 Aden Denfenigen, welche unserm innigst gelebten Bruder Christtan Friedrich Lang während seiner langen Krankben so große Wohlthaten etwiesen, sowie allen Densenigen, welche ihn zur letzten Ruhestätie ge⸗ leiteten, sagen wir hiermit unsern herz üchsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Piaxtamtswoche: Herr Pfarrer Baur. bet. 4. Advent, Sonntag den 23. Degen Gottesdienst in der Stadtkirche: Voilmutags: Herr Candidar S ehrt. Nachmilags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormillages: Herr Diakeuus Meyer. Nachmittags: Herr Candida Bender. Erstet Chrislfesltag. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormitiage: Herr Candidat Venter. Nachmitiags: Herr Pfarret Köhler, Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmiliags: Herr Candidat Draudt. ö FDweiter Chrifsesft eg. Gottesdienst in der Stadtkirche? Vormiuags: Herr Diakonus Mever. (Abendmahl.) Nachmittags; Herr Candidat Freiensohner. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags! Herr Pfarrer Diegel. 0 Nachmiltags: Heer Candidar Klingelhöfer. Preise verschiedener Gegenstände. Brennholz, Vuchen⸗ Scheitholz I., pr. Slecken 7 ft 10 kr. Kattofscl, pr. Miir. 3 fl. 20 kr dis 3 fl. 30 kr. 6 Butter- und Eierpreise für Friedberg vom 19. Dezember. 0 24 26 kr.[Eier 1 Stück 2 kr * 11 Butter pr. Wetanw. Red.: Hermann Schund. H. Bechstein. W. Fertsch. Chr. Hecht. Theod. Munch. CE Scriba. A. Steinhaußer. * G. Trap II. Ed. Trapp IV. C. Wahl. Truck und Verlag von Vlndernagel& Schimpf. (Hierzu Unterhallungeblatt Nr. 1 u. eine Beilage.) 57% nz. 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Fupp, Gemüf und Kleisch. Glace Haudsclule ies ber K. Friedrich neben der Poß Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leicht verständliche Anweisung— Glogau. es. alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Oeffentlicher Dank. * 1* 0 8 zu bringen. Bei reeller Bedienung A d 1 2 Anhang vom Einmachen der Früchte.— 14. unveränderte Auflage mit 1 Stahl-⸗2731 Andurch bescheinige, daß ich mich vielsach von der cilet, 770. stich. 80. geh. 54 kr. Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. lrefflichen Wirkung der Stollwerck'schen Brust⸗ 0 N n 8 28 are rei D unrie eit Bonbons überzeugt babe. Während die Heiser elle 165 1000 der Verkauf von 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit 5 10— on kate,— 5 4 8 2 1 5 8 N. 8 8.** 1 3 bo veseitigt wud, ist d au end d Wirkun L Frntaz) ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. del calarrbalischer- Luftr ören⸗ Gute änbung, bel. Aung 7 F 3 f 5 n im Halse, so wie bei dem Reize des Kehlkopfs nicht genug —— Die Concurrenz ist die Seele des Handels! anzuerkennen. Da mir und vielen Collegen diese Don⸗ 1 5 bons bäufig schnelle Linderung in obigen Fällen ver⸗ wenn dicse dazu 3 90 de ttiag]. 1 chafften, sollte es mich freuen, Zeilen 0* el e betitagen würden, den an Hals⸗ und Brustoeschwerden N N 1 Leldenden, in diesem schätzbaren Fabrikate eine daldige t Sat. Beseingung des belästigenden Zustandes zuzuführen. Drehermeister X Cigarrenhandlung in Friedberg, e ee — 2580 verkauft zu den billigsten Preisen en gros und en detail: alle Sorten Pfeifen, Stocke, Oben genannte Stollwerck schen Brust⸗ Bonbons sind — W̃ Bernstesg, und Meerschaumwaaren, die seinsten Portemonnates und Cigarrenetuis, in versiegelten Vacktten mi: Gebrauchs⸗Anweisung 2 14 kr. 7 tener dern 1 1 8 a rin„steis vorräthig in Friedberg bei. A. Windecker, e nun sowie Taschenmesser und Tabaksdosen, Fisch- und Jagdgerätghschaften und Spielwagaxen. in Naubeim bei Ph. Jac. Weiß, in Berstadt bei e err Reparaturen an Sonn- und Regenschirmen werden gut und billig ausgefuhrt. Chr. Eichelmann Sohn, in Butzbach bei Wilh. „en det Wießler, in Hungen dei A. Buch. **— chan. Ua 1 U Ul 2736 Rockenberg. Anscheteßend an eine Annonce 4 Perl Univetsa* 4 Ie l* 1 f in Nr. 100 wird von anderer Seite ergeben zur Kennt⸗ e—— niß gebracht, daß bet zablreicher Betbeiligung bdeab⸗ — von IM. sichtigt wird, auch Unterricht im Retten. Fechten, Tanzen 4 5 3 5* 1 und Schwimmen zu ertbeilen. Der Fluß Wetter bietet sucdotig C dr 1 von M E t t ern ch in Main 3 in letzterer Beziebung eine schätzbare Gelegendeit. Die 18121 empfiehlt per Flasche 1 fl. 24 kr., ver halbe Flasche 45 fr., per viertel Flasche 24 kr. Erped. d. Bt. dat die Gefälligkeit, schristuide Anmel- 72 2 dungen zur weiteren Besorgung dis Peterstag 1867 Din Ph. Dan. Kümmich. entgegen zu nebmen. uche! 4 In die Geschicke seiner Vaterstadt scheint er nicht thätig eingegriffen zu tue: Bischof Rudolph von Verden, haben, indem wir hier nur finden, daß er sich in einem unbedeutenden ö ein Friedberger. Gegenstande für solche verwendete. Kaiser Karl gestattete nämlich am Wenn wir es versuchen, in Nachstehendem eine Skizze von dem 18. October 1365„auf Bitten des ehrwürdigen Rudolphs von Friedberg, 14 0 Leben eines Mannes zu geben, der, ein Sohn der ehemaligen Reichsstadt Bischof von Verden und Probst zu Wetzlar, den Schössen zu Friedberg, tat Friedberg, wohl die höchsten Würden bekleidete, die je ein Friedberger die Urtheile, die sie an dem Gericht sprechen, in ein besonderes Buch auf⸗ eingenommen hat, so müssen wir zwar gestehen, daß dieselbe wegen zuschreiben und dasselbe zu verschließen.“ Dagegen bat Rudolph größere e mangelnder näherer Nachrichten auf Vollständigkeit durchaus keinen Anspruch Bedeutung für das damalige und spätere Deutschland erlangt, indem er machen kann und will, wissen aber auch auf der andern Seite, daß wir Hals der Verfasser der goldenen Bulle Karls IV. genannt wird, welche 1 13 mehr geben, als die meisten Geschichtsbücher, die sich blos mit Nennung das Grundgesetz des ehemaligen römischen Reichs deutscher Nation mehrere 41 des Namens dieses Mannes begnügen. Wir meinen bier den am 2. Julie Jahunderte hindurch geblieben ist. Dieselbe umfaßte zwei Theile, von a 1367(also vor beinahe 500 Jahren) gestorbenen Bischof Rudolph von welchen der eine im Januar 1256 auf dem Reichstage zu Nürnberg, der Verden, aus dem Geschlechte der Ruhle„zum eisernen Hut“ zu Friedberg. zweite im December desselben Jahres zu Metz angenommen wurde. Den a Ueber die Jugendjahre Rudolohs ist soviel wie nichts bekannt; allein ersten, Theil— den Bestimmungen über Ceremoniell, Kleidung, Feter⸗ alen gründliche Studien muß er zurückgelegt haben, indem sonst der gelehrteste lichkeiten und Rangverhältnisse nach zu urtheilen— hat wohl der Prunk f aller deutschen Kaiser, der böhmische Karl IV. aus dem Geschlechte der liebende Karl IV. selbst verfaßt, wogegen der zweite Theil unstreitig von — Fuxemburger, der Stister der ersten Universität in Deutschland(Prag),[Rudolph von Friedberg herrührt. Es enthält hierin die goldene Bulle 15450 6. ihn nicht in seine unmittelbare Umgebung gezogen haben würde. Zudem recht viele vortreffliche, auf genauer Kenntniß des 1 Toba A zeigten sich damals schon die ersten Strahlen der Morgenröthe einer der deutschen Natlon beruhende Bestimmungen, die erf nach Verlauf langer Jahrhunderte durch den Fortschritt der Zeit in wohlthätige Er⸗ 15 neuen, vielversprechenden Zeit, hervorgerufen durch das in Italien erwachte a 1 Zei 4 f. Trledberg Studium der Alten, die wohl auch bei Rudolph, obgleich er zum Geist— füllung gingen. Jedenfalls war von nun an die, in früheren er mit 0 lichen bestimmt war, nicht ohne Einfluß geblieben sein mag. unsäglichen Wirren verbundene Einmischung des Pabstes in die Wahl 7 0 Rudolph war Probst zu Wetzlar, seit 1365 auch Bischof zu Verden der deutschen Katser ausgeschlossen. Uebrigens war Rudolph auch unter 9—(Hannover), außerdem aber Geheimschreiber(Kanzler) Kaiser Karl IV. denjenigen Räthen Karl IV., welche verlangten, er solle darauf dringen, Bekanntmachung. 2720 Die Zettungsabonnementsbeträge für das nächste Quartal werden vom 21. d. M. an durch einen Post— unterbediensteten erboben. Wir bringen diedes mit dem Bemerken zur öffentlichen Keuntniß, die Abfertigung der Erhebers mog- lichst zu beschleunigen, indem es denjenigen überkassen bleibt, ihre Zeitungs Präuumerattanen am Postschalter zu machen, bet welchen die Erhebung des Betrags bei wiederholtem Versuche nicht zu bewirken war. Neuzugebende Abonnenten oder diejenigen, welche andere Zeitungen wüuschen, wollen ihre Bestellungen schriftlich am Postschalter oder durch den betreffenden Brtefträger aufgeden Friedberg den 17. Dezember 1866. Großberzogliches Postamt Friedberg B ren ta n e Oeffentliche Aufforderung. 2729 Die Besitzer der in Nr. 92 unter Inserat 2493 näher verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils ver pfänden, tbeils veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich ausweisen. Es werden deßhalb Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrund Ansprüche an diese Immobilien glauben bilden zu können, aufgefordert, sosche binnen drei Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, als sonst die Veräußerungs-Urkunden ohne Rücksicht auf sie bestätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Gtundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. Friedberg und Hungen den 26. Oktober 1866. Großherzogliches Landgericht Friedberg: Hungen: Rei 6, Landrichter. Dr. Ir le, Landrichter. Versteigerung eines Bergwerks. 2689 In der Klagsache des Großherzoglich Hessischen Hofgerichts-Advokaten Seyd in Fried— berg, als Repräsentanten der Taunus ⸗Bergbaugesellschaft, gegen Wolf Isaak in Eden⸗ koben, Zubuße betreffend, ist die Versteigerung des dem Beklagten eigenthümlich zustehenden Antheils an der alten Kaisergrube in der Gemarkung Nieder-Mörlen, nämlich 0 vom ge— meinschaftlichen Eigenthum verfügt und es ist von unterzeichnetem Ostsgericht Versteigerungs— termin auf Montag den 14. Januar 1867, Morgens 10 Uhr, 8 an Ort und Stelle anberaumt worden. Steigliebhaber werden unter dem Bemerken eingeladen, daß die Taunusbergbaugesellschaft zu Friedberg auf Bleierze, insbesondere Bleiglanz, baut, welches das vorzüglichste Vorkommen bildet; daß die trefflichsten Einrichtungen auf dem Berg— werke vorhanden sind und daß das unterzeichnete Ortsgericht zu jeder gewünscht werdenden Auskunft recht gerne bereit ist. Nieder⸗Mörlen den 12. Dezember 1866. Großherzogliches Ortsgericht Nieder-Mörlen Der Vorsteher: Möbs. Abonnements- Einladung. 2733 Zum Abonnement auf das mit dem 1. Januar 1867 beginnende erste Quartal für den „Frankfurter Anzeiger“ nebst täglichem Unterhaltungsblatt Frankfurter Familienblätter laden wir ergebenst ein. Abonnementspreis für Frankfurt fl. 1. 18 kr. per Quartal,— auswärts mit dem conventionsmäßigen Postaufschlag. Dieses Blatt bringt eine Was die Schnellig kudggefaßte aber vollständige Uebersicht der Cages-Ereignisse. ul ver Wudellangen betrifft, so steher wir keinem politischen Blatte nach, besonders wichtige Nachrichten werden durch Extra. blätter veröffentlicht. Die täglich beigegebenen„Familienblätter“, welche am Schlusse des Jabres zwei Bände mit circa 1250 Seiten bilden, werden sich nach Verhältniß ihres Raumes mit Allem befassen, was im Bereich der Bellekristit, der Kunst und Wissenschaft liegt. Ferner bringen wir das Frankfurter Amts⸗ blatt im Auszuge, von den wichtigsten Pandelsplätzen die Getreide-, Oel⸗, Branntwein⸗ ꝛc. Preise, sowie auch die Resultate der jeweiligen Staatslotterie- Ziehungen. Inserate sind bei dem ausgebreiteten Leserkreis dieses Blattes von dem günstigsten Erfolg für den Aufgeber.— Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Rain, im December 1866. Die Expedition. Buchgasse 3. Bekanntmachung. 2698(Dornassenbhelm.) Montag den 4. Februar 1867, Morgens 11 Uhr, sollen dem Jobann Adam Herbert von Dornassenheim 10 Aecker, in dasiger Ge markung gelegen und zu 2808 fl. 8 kr. taxirt, in dem Gemeindezimmer zu Dornassenheim, amtlicher Verfügung zufolge, öffentlich meistbietend versteigert werden. Relchels heim den 11. Dezember 1866 Großherzogl. Hess. Landeberschultheißeret Goc te ein de. Bekanntmachung. Brennholz-Versteigerung in der Oberförsterei Ober-⸗Rosbach. 2718 Freitag den 28. d. M. werden im Doma— ntalwald Malnzerhecken an die Meistbietenden öffentlich versteigert: 13½ Stecken Kiefern Prügelholz, 13 Stecken Klefern Stockholz, 1550 Wellen Birken-Prügelholz, 1571 Wellen Kiefern-Reisrrholz, 579 Gebund Ginstern. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung 9 Uhr Morgens am Forßgarten im Westerfeldschenwald. Ober⸗ Rosbach den 14. Dezember 1866. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach Bin gmann. in s er ste i ng. 2721 Montag den 24. Dezember d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen im biesigen Rathhause 7 Körbe, à 50 Flaschen moussirende Weine enthaltend, öffentlich zwangsweise an den Meiftbietenden versteigert werden. Friedberg den 18. Dezember 1866. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Win Friedberg d Der dienffältefe Gerichtsmann Fouc ar. Concürksi che 2741 Der Handelsmann Jakob Kahn J. von Döring⸗ beim bat dahter angezeigt, daß sein Vermögen über⸗ schuldet sei. Es wird deshalb zur Abwendung des förmlichen Concurses Termen auf den 7. Januar k. J., von Morgens 9 bis 10 uhr, zum Güteversuch anberaumt, und haben sich dazu dessen Glaͤubiger einzufinden und ihre Forderungen anzumelden und zu beg ünden. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrheit beitretend betrachtet. Hanau den 12. Dezember 1866. Königliches Justizamt II. Cöster. dt. Frankenberg. Rettigbonbons 1758 für Husten und Brustleiden von C. Drescher und Fischer in Mainz; Loose per Pfund 36 kr., Schachteln à 18 k., Paquete à 14 kr. bei Ph. Dan. Kümmich. Ein ordentliches Mädchen 2747 wird zu einer kleinen Beamtenfamilie auf dem Lande auf Petritag gesucht. Näheres bei d. Exped. ge ee fe Nähschatulle in bei Schreiner Jacob Pfeffer in Nauheim zu ve kaufen. 2 daß Pabst Innotenz IV. die dem deutschen Reiche nachtheiligen Verordnurgen seiner nächsten Vorgänger zurücknehme, ein Beweis, hiervon der Besitz der nicht unbedeutenden Ländereien des ehemaligen Klosters Arnsburg in dem Territorium des früheren Gerichts Melbach. daß der Kanzler und Bischof kein blinder Verehrer des römischen Hierarches war. Rudolph erwarb sich durch Kauf in den Gemarkungen Melbach und Heyenheim, in den Jahren 1359 bis 1366, nach vorliegenden Urkunden, eine Hofraithe und mehrere Huben Land, und es mag ihm der Gedanke vorgeschwebt haben, hier, in der Nähe seiner Vaterstadt, inmitten der fruchtbaren Wetterau, einen Theil der letzten Tage seines wechselvollen Lebens zu verbringen. Die Preise für die einzelnen Huben waren nach den damaligen Werthverhältnissen des Geldes nicht gering, indem er eine Hube mit 139 kleinen Gulden, eine andere mit 100 Mark Pfennige, eine dritte mit 102 Pfund Heller u. s. w. bezahlte. Es geht hieraus hervor, daß schon damals, wo in den Reichsstädten ein kräftiges Bürgerthum zu schöner Blüth⸗ und durch seinen weitverbreiteten Handel zur Kenntniß des fernen Auslandes und zu immer größerem Wohlstande gedieh, die Zeil vorüber war, in welcher fromme Laien zum Heile ihrer unsterblichen Stelen der siegenden Kirche Güter mit Haus und Hof verschenkten. Rudolph war im Jahre 1367 noch einmal in Prag, der Residenz des Kaisers, und vermachte hier in seinem, im Hause des Erzbischofs Dieterich von Magdeburg verfaßten Testamente dem Kloster Arnsburg seine Güter zu Melbach und seine Wiesen zu villa Heyenheim, sowie seine goldenen Gefäße und Bücher nebst 500 fl. zu seinem Begräbnisse, eine für die damalige Zeit sehr bedeutende Summe. Es datirt sich Auf der Reise von Prag nach Verden begab sich Rudolph, schon etwas kränklich, nach dem ihm lieb gewordenen Melbach. Hier aber nahm die Krankheit so sehr zu, daß er sich zu besserer Pflege in die Abtei Arnsburg verbringen ließ, wo er am 2. Juli 1367 starb. Sein Grabmal, das jetzt nicht mehr existirt, war daselbst im Jahre 1774 noch zu sehen. b Bdgn. B. Obdachlose Kinder in London. Von Dr. Curtman. Wenn es bei uns in Deutschland auch manches Kind gibt, welchem das Glück nicht lächelt, und welches entweder an der Noth seiner Eltern schweren Theil nimmt, oder welches ohne Eltern allein in der Welt steht, so haben wir doch glücklicher Weise keine Vorstellung von dem gräßlichen Elende, worin zahlreiche Kinder in der Weltstadt London verkommen. Was Menschensreunde zur Linderung dieses Jammers veranstaltet haben, das verdient jedenfalls in weiteren Kreisen bekannt zu werden. In einem geräumigen Saale, schreibt ein Reisender, reiht sich Tisch an Tisch, Bank an Bank. Die geringe Höhe der letzteren läßt sogleich darauf schließen, daß sie für Gäste bestimmt sind, welche in geordneten Verhältnissen noch zum Besuche der unteren Schulklassen verpflichtet wären. In der That sind die Tische hernach von Kindern der zartesten mut äch t! sörderorer Gf, 0 0 Mg Ammen. It. lichen, oft. werden. Ot lichtungen d werden dann den vum Den, e habe, die aus benen G. Artikeln at rechnen.— Nohrenße Ot En 2211 seite Königlichen Emser Mint küglichen Leiden, u Tdi w in Naubel Die 9. versandt, Kant. Kall Landkzle desssche del — Jidie di leinen Geraume bor der N Leiden 115 dat die 1 re te — 311 Nein 0 5 be e u * Stin 11 nc Anthosenz, 2484 ach achtjäbrigem Bessehen nurmebr als Universal⸗Composition hergestellt, welche mit voller Berechligung die OQulntessenz des Edersten und Stärkend een aus den felnsten und heil kräftigen Pflanzen stoffer genannt zu werden verdient, kann in Wahrheit nicht allein als das an genebmste Parfum empfohlen werden, sondern bat sich auch als das vorzüglichste unter allen Schmerzsttilungemttteln ganz besonders gegen sede Art von Zabhnschmerzen und Zahnlelden, glänzend dewäbrt. Als Stärkungsmkttel bei Schwächezuständen des menschlich n Körpers und aller seiner Theile, wie bel Oͤnmochten, Kopfschmerzen, G tederreißen u. s. w. ist die An hosenz don bervorragendster Wirksam keit, wie die rübmlichen Anerkennungen vieler geehrten Consumenten zur Genüge beweisen. Die Anthosen; wird in Flaschen z 5. 71 15 und 20 Sgr.= 18, 27, 53 und 105 kr. rh. verkauft und ihres äußerst lieblichen und anbeltend feinen Wohlgeruche wegen nicht nur in den meisten Parfümerlegeschäften sondern in Folge ibrer sonstigen mannichfaltig guten Eigenschaften auch bereits in zahlreichen Material- oder Spezerethandlungen gefuhrt. Auünter- Kidz Prustsast des Dr. Hest, nach langjäbrigen Erfahrungen in u nübertrefflichster Gute nur von dem Unter zeichneten bereitet, ist bei Heiserkeit, Grippe, Dusten, Verschleimunn, Auswurf u. s. w., sowtie überhaupt det Hals- und Brustleiwden aller Art, das allervorzüglichste, dewährtesle und beste Paus mittel, sowobl für Kinder, wie auch für Erwachsene jeden Alters, und wird in Flaschen zu 5 und 10 Sgr.= 18 auch 35 kr. rh. verkauft. Bet der außerordentlichen Gate und Behebtheit dieses Kräuter Malz: Brustsaftes erlaube ich mir, die Herren Wiederverkäufer ganz besonders auf denselben aufmerksam zu machen. Kraͤuter-Malz-Kaffee, nur ächt fabrizirt von Dr. Heß in Berlin, ist eine Zusammensetzung magenstärkender, die Verdauung be⸗ fördernder Kräuter und gut näßprender Bestandtheile. Obne jede Beimischung drastischer oder narkotischer Stoffe, derubt seine beilsame Wirkung nur auf guter Ernährung und Stärkung der Verdauung, namentlich bei Magenschwäche; es kann daber den Familien sowohl im Allgemeinen wie besonders für Wöchnerinnen, Ammen, Reconvalescenten und Kinder, auch bei Scropbeln ꝛc. dieser Kräuter-Malz Kaffee statt des wirk⸗ lichen, oft schädlichen Kaffee's nach dem Ausspruce bewährter Aerzte auf das Gewissenhaftesse empfohlen werden. Der Verkaufopreis pro Packet ist nur 3 Sgr. 18 kr. rb.— Nachdem nun durch neue Ein- richtungen dieser außerordentlich vorzügliche Kräuter Malz Kaffee in umfangreicherer Weise gellefert werden kann, erlaube ich mir den resp. Herren Kaufleuten, welche davon noch nicht am Lager haben, den selden zum Wiederverkauf zu offeriren und bemerke, daß Herr F. A. Wald, Mohrenstraße Nr. 37a in Bertin, welchem ich den alleinigen General-⸗Vertrieb für meine sammtlichen Arttkel übertragen babe, die Bezugsbedingungen stets franco miitheiten wird, jedoch nur auf portofreie Briefe oder Streifbände, aus denen die Firma deutlich zu erseben ist. Gegen fankirte Einsendung der entsprechenden Geldbeträge an Herrn Wald wird seldiger von odigen Artikeln auch nach allen Orten des In- und Auslandes direkt versenden, obne Verpackungskosten zu be⸗ rechnen.— Man richte alle Anfragen, Geldsendungen und Bestellungen nur an Herrn F. A. Wald, Mohrenstraße 37a in Berlin. 5 Berlin. Dr. Seß, königl. preuß. approbirter Apotbeker 1. Klasse und technischer Chemiker; Lehrer der Gesu dbeits- und Naturwissenschaften; Fabrikant von technisch⸗ chemischen und Gesundheits- Arttkeln 5. 20 fl., 6. 16 fl Frsedberg. 2300 Des Lahrer hinkenden Boten Illustrirter Familienkalender für Hessen auf das Jahr 1867. Auflage 300,000 Exemplare. 1. Prämie 100 fl., 2. 30 fl, 3. 40 fl., 4. 30 fl., 6 Verkäuferprämien. Preis 9 kr. Vorräthig det Bindernagel& Schimpff in Ueue Linsen, Erbsen x Bohnen, 2745 sowie auch Kastanien billigst bet Hartnäckige 2311 seit einer Reibe von Jahren unter Lettung der Lungen⸗ uud Halsleiden. önigli Brun rwaltung aus den Salzen des 3. r N Königlichen Birunnenverw 0 f 2728 Daß mich eine halbe und eine viertel Flasche Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre dor züglichen Wirkungen gegen Hals und Brust⸗ G. A. W. Mayer' scher Brust⸗ leiden, wie gegen Magenschwäche find stets vor-] Syrup,') von Herrn J. L. Dekkert in Thorn räidie im Friedberg bei Ferre Hofaroldeker C. 1 entnommen, von einem hartnäckigen katar⸗ I N r balischen Lungen- und Halsleiden voll⸗ Die Pastillenwerden nur in eltkettirten Schachteln A 1 stãndig geheilt hat, bestätige ich mit versandt. 1 1 0 nlerschrift. d ch Leiden önigliche Drunnenperwaltung zu Bad Ems. meer Namenguteschrit Alen dbnlen Kuriglice 93⁴ den sei dieses milde, angenehm schmek. Kalender für 1867. S e, Hausmittel empfohlen. Landkalender für das Großherzogth. Dessen 4 kr. 8 kr. Worken bei Thorn, den 15. März 1866. Hessischer Hausfreund Reimer, Fleischermeister. bel Bindernagel& Schimff. Ph. Dan. Kümmich. 1 c. Hari N ört zu denjenig Die Schwerhörigkeit, nn es bisher sast gar keine Hilfe gab, denn die öffent⸗ lich aus gebotenen Mittel laufen fast all f Täuschungen hinaus. Es ist daher erfreulich 1 endlich Hilfe gefunden ist. 7 ·˖ arüber enthält ein Schriftchen„Dr. N. Larey's sichere und billige Heilung der Schwerhörigkeit,“ (Preis 21 kr.) welches allen Gehörkranken de leichtesten und sichersten Weg zur Heilung zeigt. Vorräthig ist dieses sehr empsehlenswerthe Schrifichen in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei Bindernagel& Schimpff. 2740 Capitalien⸗Verloosung im Betrage von 18 Millionen Frs. in Silber findet schon am 2. Januar 1867 statt. 2657 Diese Verloosung, welche vom Staate ga⸗ tantirt ist, findet öffentlich und unter Aufsicht der Staatsbehörde statt. Unter 400,000 Treffern befinden sich die Ge winne von 25mal 100,000 Frs., 10 mal 80,000, 5mal 70,0 00, Smal 60,000, 10mal 50,000 Imal 45,000, mal 40,000, 10mal 10,000, 10mal 5,000, 5mal 4,000, 10mal 3,000, 1655mal 1,000, 10mal 600, 180mal 500, 290 mal 400, 315mal 300 u. s. w. und 60 Frs. eines jeden gezogenen Looses. Es it daher Jedermann die Gelegenheit ge⸗ boten, mit einem kleinen Einsatze einen der oben stehenden Treffer zu machen. Ein ganzes Loos mit Serie⸗ und Gewinn⸗ nummer erlasse ich zu 2 fl., 4 Loose 7 fl., 6 Loose 70 fl., 1 halbes Loos 1 fl. Durch unterzeichnetes Handlungshaus sind Loose für obige Ziehung gültig, gegen Einsendung des Betrages, Postnachnahme oder Posteinzahlung zu beziehen. Jeder Auftrag wird schnell und pünktlichst ausgeführt, jeder Bestellung der amtliche Plan beigelegt, nach stattgehabter Ziehung die Gewinn⸗ liste jedem Theilnehmer sosort und unentgeldlich zugesandt, und die Gewinne gleich ausbezahlt. Man beliebe sich daber baldigst und direct zu wenden an L. Wenzel, Lotterie- und Staats⸗Effecten Handlung in Frankfurt a. M., Fahrgasse No. 111. 4) Niederlage für Friedberg bei Ph. Dau. Kümmich à 54 kr. die ½ Flasche. Jahre bis höchstens zum 13. Lebensjahre hinauf besetzt. Hier wird diesen kleinen Vagabunden Abends halb acht Uhr ein Nachtessen verabreicht. Geraume Zeit vorher haben sich Schaaren dieser Kinder bereits auf der Straße vor der Anstalt eingefunden, abgerissen, schmutzig, das Antlitz von Hunger, Leiden und Krankheit entstellt, ein wahrhaft erbarmungswürdiger Anblick. Schlag halb acht Uhr öffnet sich die Pforte der Anstalt, und das kleine Volk drängt sich mit Ungestüm in den Speisesaal, wo sie nach Vorzeigung der Billete, welche sie in dem ebenfalls für sie eingerichteten Schlaflokale erhalten haben, sich an die Tische setzen. Doch werden auch solche, welche dergleichen Billete nicht besitzen, ohne Schwierigkeit zu dem Mahle zugelassen. Es sind dies nämlich die Aermsten der Armen, welche ihrer eignen Aussage zufolge, die letzten Nächte in irgend einem Thor— wege oder Viadukt oder in einem Holzschuppen zugebracht haben. Manche dieser Kinder sind so vollständig hulflos und verlassen, daß sie nicht einmal ihren Geburtsort oder die Namen ihrer Eltern angeben können. Höchstens beschlossen. diener, unter dessen Aussicht sie als Straßenkehrer oder Schuhputzer einige Kreuzer verdient hatten. Die meisten sind gänzlich verwaist und haben nie andere Verhältnisse gekannt; Armuth und Entbehrungen waren von jeher ihr Loos. Diesenigen, welche von besseren Tagen vor dem Tede ihrer Eltern zu erzählen wissen, bilden bei weitem den kleineren Theil. Von den 200 Essenden hat ein großer Theil seit dem in dem Schlashause Frankreich und England scheint au elngenommenen Früßhstück den ganzen Tag über nichts weiter genossen. Gegenwärtig wenigstens ist der Dampf Stücke Fleisch und etwas Kaffee. wurde mit lautem Jubel begrüßt. Aufgetragenen Nichts übrig. und wo möglich eingesteckt. worauf sie entlassen werden. Stadt das Beispiel nachgeahmt werden! Die Durchstechung des Mont-Cenis. Das Riesenwerk der neuesten Zeit, gegen welches die Wunderbauten der alten Welt glanzlos verschwinden, die Durchstechung des Mont-Cenis, schreitet langsam, aber unausgesetzt seiner Vollendung entgegen. Der Tunnel hat nunmehr auf der französt vermögen sie ihren letzten Zufluchtsort zu bezeichnen, oder den Polizei-“ Fuß, auf der itallenischen 12,000 Fuß, also zusammen 20, oder eine deutsche Postmeile. N lende zu haben. Je weiter aber das Werk vorschreitet, um so größer ist die peinvolle Ungewißheit und Spannung, ob man überhaupt mit der nöthigen Präcision wird gearbeitet haben, so da f sich auch schließlich treffen werden.— Das Project eines Tunnels zwi Das Abendessen besteht aus einer guten Brodsuppe nebst einem Auch Dessert erhielten sie, nämlich ein Stück Obstauflauf. Das Erscheinen dieses natürlich seltenen Leckerbissens Begreiflicher Weise bleibt von dem Jedes Krümmchen wird in Acht genommen Der Abend wird mit Gebet und Gesang Hierauf erhält jeder der kleinen Gaͤste noch Schlafgeld, Möchte in anderen Bezirken der ungeheuren schen Seite eine Lange von 8000 In 5½ Jahren bofft man ihn vollendet ß beide entgegenkommende Tunnels ch noch nicht aufgegeben zu sein. er„Nelly“ mit Untersuchungen und Die Blaͤsse ihrer Gesichter bestätig! diese Aussage nur allzu sehr. Messungen zwischen Dover und Calais beschäftigt. 000 Fuß schen — a 2 e 5— 1 . N 94 1 1 6 N 5 1 1 4 4 1 1 1 1 O Großer verschiedener zurückgesetzter Waaren, täglich von 5 bis 8 Uhr Abends Ausverkauf Handschuhe, weiße Taschentücher, sowie Für die Weihnachtszeit f ne Herren- und Damenbinden, Regenschirme, Crinolines, gestickte Kragen und Manchetten, seide mehrere Partien in Passementerien, Ge K r N E el 7 1 6 e N 0 g 0 de aun 2. 1 0„ Ma Henkel Die Christbescheernng 9 für die Kinder 5 A Kleinkinderschule soll in dem 0 8 8 21. 2 582 4 Saale des biesigen Rathhauses Sonntag den„In Schlosser und Mechaniker in riedber 25 eme, K bend 5 166, e. — 8057 ift Burgvorstadt neben Herrn Kupfersch d M digl 0 finden. Inder die Freunde der Anstalt zu dieser Feier 1 ynhaft Burg ld n He erschmie ondigler,. 0 17 ante te 2309 empfiehlt sich in Anfertigung und Reparatur von landwirthschaftlichen und gewerblichen ine en. Arens 2 Maschinen und Geraͤthschaften. Nicht vorräthige Gegenstände werden auf Bestellung raschs zum Besten der Anftalt ertoben werden soll, um dem önnen, 1g gefertigt, unter Garantie für deren Leistungsfähigkeit und zu den billigsten Preisen. 1 15 Me ane dec 8355 welchen 155 1 1 heiln lle Art Schlosserar 1 6 5 Feier in früheren Jahren öfters Störungen vorge ommeg Alle Arten von Schlosserarbeiten werden bestens ausgeführt. find. Die Eltern der Kinder erballen in der biefigen Anbrligert ITTERS Illustrirtes ochbuch Kleinkinderschule von der 417 5 1 2 11 1 — a n d. 0 mit 80 Bildern und 1675 Reeepten, K Preis Ne kuck en* l ö ist das neueste, beste und bᷣilligato. nur 1 Thlr. p 0 e— I Van Bind 0 1616] stets frisch von der Mühle bel— ein U 0 An und srat — 0 1— 2709 dei Binderngel& Schimpff. Wilbelm Fertsch. 2731 verkauft zum Zechenpreis nich din Nauhem. J. Schimpf. 1. Janna 2744 Den zweiten Feiertag ist gut besetzte Tanzmufik bei mir anzutreffen, wozu döflichst einladet Dorbeim. Christian Hofmann. Die einer Verloosung deginnt präcels 6 Ubr und bitten heftigen Brustentzündung, ein starker Husten fest⸗ — wir die Haben recht bald an die in unserem Circular gelagert, welcher durch verschiedene angewandte bezeichneten Damen übersenden zu wollen. Arzneimittel nicht zu beseitigen war. Man gab ö e Der Vorstand. 85 mir den Rath, ich solle es einmal mit dem F. W. Rockiusschen weißen Kräuter⸗ des Thalia- Vereins 2745 im Hotel Trapp, Samstag den 29. December. Der Vorstand. 9 2233 wollene Halstücher(Cachencz), wollene Unter⸗ jacken, Winterhandschuhe, Corsets, Crinolines, Halsbinden, Foulards, seiden ü g N schitme ꝛc. ꝛc. empfiehlt zu sebr billigen Preisen Einladung. 2732 Wie in früberen Jahren bin ich gesonnen auch Tanzmusik. a. 2751 Das nächste Damencafino findet statt am i u o. 3 Jeugniß. 2727 Meiner Tochter hatte sich, in Folge einer Ca 2. Weihnachtstag. damit verbundene Cbrüstbescheerung in Form Brust Syrup versuchen, und siehe, der gute Erfolg war ein überraschender und meine Tochter ist von allen Uebeln der Brustentzündung und des slarken Hustens, mit Lösung des Auswurfs, von 2 Flaschen gänzlich befreit. Mit anerkanntem Danke bezeuge ich dies zur Beachtung ähnlicher Kranken. Frankenstein, 18. December 1804. Jac. Rosenstein, Privatier. e Umknüpftücher, Filet Decken, Regen K. Friedrich neben der Post. dieses Mal am ersten Januar enen Bau abzuhalten. Ich lade aher hierzu alle Zäger, Bekannte und Freunde des geselligen Vergnügens unter Zusicherung reeller Bedienung, guter Speisen und Getränke ergebenst eln und demerke, daß der Eintrittspreis wie immer auf 36 kr. per Person sestgeflelll worden ist. Södel im December 1866. Carl Schneider. Pistolen 2752 von 54 kr. an bis u 6 fl. eigener bab ritatten bell H Engel, Frledbecg. Büchsenmacher in der Vorstadt Vei Bin rernage l& Schimpff in Friedberg ist zu baben Pyropapier, 2752 Samssag den 29. d. M. Vormittags 10 Ubr, soll in dem Hauser Gemeindewald, nachverzeschnetes Gehölz meisibletend versteigert werden, nämlich loco Dausen, und Fußpfap nach der Oe, ganz nabe am Feld. a vorschrefts mäßigen Bürgschein wird das Holz bis zum⸗ Neufundländer, auf den Ruf Rock hörend, welcher en Beim Einkauf des ächten, von dem lönigl. bayr. Ober-Medicinal-Ausschusse begutachteten weißen Kräuter Brust Syrups achte mau, um sih vor Täuschung zu bewahren, genau auf Siegel und Etiquette. Niederlagen definden sich: in Friedberg bei Jean Huber, in B utzbach bei A. Gimbel, u Nauheim bei Joh. Wörner. Holz- Versteigerung. Distrikt Plates, 7 Stecken Buchen⸗Scheltholz, 2 Eichen; 5 7901 v Buchen Prügelholz, 2½* Eichen⸗ 6 1½„ Buchen Stockholz,— Eichen⸗ 2739 Bet Jacob Läufer in Assenheim steben immer. wäbrend Kartoffelmühlen neuester Coastruction, auch 136 Buchen: Vo wuchs Wellen, 0 486 Eichen Af. Wellen, Dickwurzmüßlen vorräthig und fönnon zu den billigffen 11 Eschen⸗Bau⸗ und Werkhonz⸗ Stämme von 320 Preisen abgegeben werden Auch werden Kartoffel Kbk.⸗Fuß Jabalt, müßhlen ungktauscht und alle Arbeiten prompt auogefübrt. 2 Buchen⸗Werkboln Stämme von, 31 Cbksß. e Le empfeble ich mebreꝛe Holzklötze für Metzger Die Zutammenkunft ist zur besagten Stunde in s und Landwirtbhe zu sebr billigen Preisen. legt das Holz in der Eichlach 700 Gegen 2748 Ein großer gelb und weißer Hund, glatthaariget Oktober 1867 ereditirt. schwarzes Halsband mit gelben Ring trug, ist am 20. Hausen den 18. Dezember 1866. entlaufen. Der jetzige Befitzer kann den Eigenthümm Groß herzogliche Bürgermeisterei dausen dee Hu der bei d. Exped. d. 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