ved Juerg 9 An tr 8 . fing Werner 1 Octbr. 11 1. 21 1 * 2 9 5— 11 e 1 1 Ketn 5 K*. ben. 1 70 —— zuedberg 1866. Samstag den 20. October. eiger für O Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg FTriedberger Intelligenzblatt. Erscheint wöchentli zwejmal, Mittwoch un —— der„Anzeiger für Oberhessen“ kann für October, November und D im übrigen Großherzogthum durch die Post zu 21 kr. bezogen werden. 2 Dezember D in hiesiger Stadt durch die Expedition zu 18 kr., er Raum einer einspaltigen Petitzeile wird mit 3 kr. berechnet. Donnerstag den 25. d. hause dahier statt. Zur Verhandlung kommen 1) Rechnungsablage. 2) Definitive Verwilligung der vorgesehenen Beträge für Industrie— schulen. 8 Feststellung des Voranschlags für 1867. * verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg. Betreffend: D Mis, Nachmittags 2 Uhr, findet die statutenmäßige Generalversammlung des Mathildenstifts auf dem Rath— Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für Amtlicher Theil. rr z. des Kreises elan geladen. werden le Mathildenstiftung für verwahrloste Kinder im Kreise Friedberg 1 5) Ergänzung des Vorstandes. Die Mitglieder des Vereins, namentlich die Herrn Bürgermeister zu 5 recht zahlreicher Betheiligung hiermit ein⸗ Die Ausschuß-Mitglieder wollen sich eine halbe Stunde früher zur Vorberathung über noch einige Gegenstände einfinden. Friedberg den 18. Oktober 1866. Der Praäsident des Mathildenstifts Friedberg Ter a pp. Friedberg den 19. Oktober 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 5 l. Mts. anberaumten Generalversammlung des Mathildenslifts des Kreises Friedberg Gelegentlich der auf Don nerstag den 22 ö f l der Rechenschaftsbericht der Mathildenstiftung von dem abgelaufenen Verwaltungsjahre erstattet werden. Sie zum Erscheinen hierbei auffordern, tragen wir Ihnen zugleich auf, die Herren Geistlichen, Lehrer und andere Sie eine Theilnahme erwarten zu können glauben, hierzu einzuladen. auf dem Rathhause dahier wird auch Indem wir Männer, bei welchen a Darmstadt. Das Großherzogliche Re— gierungblatt Nr. 46 enthält:(Schluß.) III. Ordensverleihungen: am 12. Juli dem Commer Nenxath Röschel, Präsidenten des Handelsgerichts ir Mainz, das Ritterkreuz l. Klasse des Philipps⸗Ordens; — 3. Angust dem Zollauffeher Klöß in Mainz, mi Rücksicht auf seine 50jäbrigen treuen Dienste, das filbern Kreuz dieses Ordens; 25. August dem Mitglied de Oberstallmeisteramtes und Hofstallkassier Wamser da Ritterkreuz 1. Klasse dieses Ordens;— 30 Sept. de Hofstallportier Zersaß das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für Verdienste. IV. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden 24. September dem Gencral-Staatsprocutator 2 Geheimerath Dr. Seitz in Mainz, dermalen zu Aschaffen burg, für den ks. k. österreichischen Orden der eisernen Krone 2. Kl.,— 27. desgleichen, dem Oberappellations und Cassalionsgerichtsrath Geheimerath Dr. Müller. V. Vertheilung von Preismadaillen in dem ppiloloe gischen Seminar zu Gießen. Folgenden ordentlichen Mit gliedern des philologischen Seminars auf der Landes Universität zu Gießen sind für ihre Leistungen während des Wintersemesters 1865/66 des Sommersemestere 1866 Preise zuerkannt und ertheilt worden: der 1. Preis dem Stud. phil. Jacob Nover aus Gießen;— der 2 dem Stud. phil. Ludwig Nodnagel aus Bessungen;— der 3. dem Stud. phil. Richard Haupt aus Büdingen. VI. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allgnäbigst geruht: am 25. Sept. den Regierungs⸗ Accessisten Ackermann aus Gronau zum Sceretär bei der Ober⸗Studien⸗Direction zu ernennen— dem cvangelischen Schullehrer Bauer zu Langenthal die evang. Schulstelle zu Wachenheim zu übertragen;— den Hostulscher Fried rich aus Groß⸗Robrheim in die Klasse der Hofstallbei knechte zurück zu versetzen;— 29. den Presessor Dr Stahl zum Rector der Landes⸗Universität für die Zeit don Michaelis 1866 bis dahin 1867 zu ernennen;— 1. Oct. den Visitations⸗Commissür der Stadt- und Land— gerichte Geh. Justizrath Hofmann zum Mitglied und Nath bei dem Oberappellations⸗ und Cassationsgerichte inter dem Vorbehalte seiner demnächstigen Einberufung n dieses Gericht und der Bestimmung, daß er vorläufig noch wie bisher sich der ihm übertragenen Visitation der Stadt⸗ und Landgerichte zu unterziehen habe, zu ernennen; — 2. Oct. dem evong. Schullehrer Roth zu Wallern dausen die 3. evang. Schulstelle zu Nidda,— und dem ath. Schullehrer Eller zu Nieder-Weinbelim die kathol. Schulstelle zu Rhein⸗Dürkheim zu übertragen. VII. Bienstentlassung: am 22. Septbr. Hreuschen zu Bingen. an und Ober foͤrster VIII. Gestorben: am 4. August pens. Landdgestüts⸗ ener Dambmann zu Darmstabt; 30. Sept. Schul⸗ hrer Diehl zu Nauheim;— 3. October penf Steuer Juspector Steuerrath Debu zu Darmstadt Die„Hess. Volksbl.“ äußern sich folgender- haßen über die Einleitung einer Untersuchung gegen der oberen Leitung des Gefechts bei Frohn ofen-Laufach, sowie wegen nachlässiger Bergung d. D. der Militäreffekten:„Die Stimmung sowohl in militärischen als bürgerlichen Kreisen ist der Art, daß eine solche Maßregel geradezu ein Akt der Nothwendigkeit war. Das Blut, das bei Aschaffen⸗ burg in ungeschickter Anordnung unnütz vergossen würde, es schreit um Sühne— das Volk verlangt Rechenschaft darüber, warum man die mit seinem Schweiß angeschafften Kriegsvor räthe dem Feinde in die Hände fallen ließ, we eine Bergung doch möglich war.“ Die bisher baperischen Telegraphen stationen zu Mainz, Bingen, Worms, Offenbach und Darmstadt sind in Folge der Bestimmungen des Friedensvertrages von Preußen übernommen worden.— Zur Auseinandersetzung bezüglich der zwischen Hessen und Preußen gegenseitig abge— tretenen Bezirke hat Preußen drei Commissäre ernannt und werden die für Hessen in der Kürze Folge bestimmt werden. Zur Besitzergreifung der an Hessen gefallenen Ortschaften sind beauftragt für die Aemter Nauheim und Reichelsheim Re— gierungsrath Trapp zu Friedberg und für die übrigen Bezirke die denselben zunächst befindlichen Kreisämter Die aus den preußisch gewordenen Ge— bieten des Großherzogthums gebürtigen Unter— offiziere haben die Mittheilung bekommen, daß sie längstens bis zum 1. Juni 1867 in einer hessischen Gemeinde das Ortsbürgerrecht zu er— werben haben, wenn sie in hessischen Diensten verbleiben wollen. Ein großer Theil der Be— troffenen soll hierzu entschlossen sein. — Gerichtsaccessist Klingelhöffer aus Bieden— kopf, seither bei Procurator Lang in Wiesbaden beschäftigt, ist von der preußischen Verwaltung zum Kreisassessor in seiner Vaterstadt ernannt worden. Die in der Turnhalle stattfindende Aus— stellung von lanpwirthschaftlichen Erzeugnissen liefert ein sehr erfreuliches Bild von der landw. Produktionsfähigkeit der Provinz Starkenburg und gibt ein ehrendes Zeugniß von der Streb— samkeit der acker- und gartenbautreibenden Be— völkerung. Die Ausstellung wird sehr zahlreich besucht. Eine größere Anzahl Preise wurden verschiedenen Ausstellern zuerkannt B. Friedberg den 14. Okt. Der erste in der Richtung nach Kassel gehende Personenzug beförderte heute Morgen eine große Anzahl Aus- wanderer aus dem benachbarten Rodheim, die hier einstiegen, um sich über Bremen nach Amerika zu begeben. Es waren fast lauter junge, kräftige Leute, die, theilweise die Hüte mit Sträußchen geschmückt, muthig und hoffnungsvoll dreinschauten, hie und da sich hervorstehlende Abschieds⸗ thräne tapfer unterdrückten und mit heiterem Sang und unter Hüteschwenken den Bahnhof verließen. Viele Angehörige und Freunde hatten ihnen bis hierher das Geleit gegeben, und ihnen beim Einsteigen am Bahnhof noch einmal bei Manchen vielleicht zum letzten Male— die Hand gedrückt. Der Anblick eines solchen Auswanderer zugs gibt immer viel zu denken— über die kultur- historische Bedeutung der Auswander und über die hervorragende Rolle, welche hierbei dem germanischen Volkestamme und insbesondere auch unserm deutschen Volk zugewiesen scheint, über die Verhältnisse unsers lieben reichen, armen Vater— landes im Vergleich zu denen jenseits des Oceans, über den schweren Schritt, der Heimath und allem, was man da Liebes und Theures hat, den Rücken zu kehren, über die Müseligkeiten und Gefahren einer Seereise, die Schwierigkeiten, unter fremdem Himmel und unter fremden Ver- hältnissen, sei es im wirren Getriebe der großen Städte, sei es bei der Urbarmachung eines Fleck⸗ chens Erde der Prärien im weiten Westen, sich zurechtzufinden und sich endlich wieder daheim zu fühlen... Der Blick verliert sich ins Weite, und eine bewegte Stimmung bemächtigt sich auch des Fernstehenden. Doch: „Der Bootsmann winkt!— Zieht hin in Frieden! Gott schütz euch, Mann und Weib und Greis Sei Freude eurer Brust beschieden die 1 Ind Und euren Feldern Mais und Reis!“ 228 9 Giessen. Das in der Näbe Gießens legende preußische Ort Garbenbeim ist am 17. d. M. bis auf einige Häuser ein Raub der Flammen geworden, auch die Kirche ist abgebrannt. Die dort befindliche sog.„Göthe-Linde“ soll nicht Noth gelitten haben. — Die Einweihung der neu erbauten schönen Turnhalle dahier findet Sonntag den 28. d. M. 10½ Uhr Vormittags in einer durch die Zeit— verhältnisse gerechtfertigten einfachen Weise statt 2 Mainz. Das frühere Festung Mainz soll bayerische Gouvernement das N as 2 der undesärar zum Ersatz der bei der Armirung gefällten Bäume für verpflichtet erkannt haben. Es werden deß⸗ halb von den auf diesen Umstand gegründeten Schritten der Großh. Regierung günstige Resultate für die Veschädigten zu erwarten sein. 6 — Die Wappen mit dem deutschen Reichs- adler und der Umschrift„Deutscher Bund“ sind von den Thoren der Stadt herunterge⸗ nommen worden. Das klingt zwar sehr doppel- sinnig, es steht aber wörtlich so im Mainzer Abendblatt. Berlin. Dem Prinzen Friedrich Karl sind zwanzig der eroberten österreichischen Geschütze als königliches Geschenk geworden, welche ihre Auf stellung in dem Park des Jagdschlosses Glienecke bei Potsdam erhalten werden. — Die Zahl der in letzten Kriege erbeuteten Kanonen ist früher schon officiell auf zusammen 480 angegeben worden. An meist neuen und gezogenen Gewehren sollen außerdem zwischen 100,000 und 120,000 Stück in preußische Hände gefallen sein und im Verhältniß außerdem noch ein ähnliches wertbvolles Kriegsmaterial. So an österreichischen Kriegsfuhrwerken allein über 400, mehrere vollständige Pontontrains, Reitzeuge, Sättel und Geschirre von Tausenden von Pferden 1c. Insgesammt wird der Werth dieser Beute auf gegen vier Millionen Thaler, wo nicht noch darüber, angeschlagen. — Der Auerbach'sche Volkskalender für 1867 ist polizeilich confiscirt wegen einer die preußische Rechtspflege betreffenden Stelle. Köln. Die Köln. Ztg. wurde mit Beschlag belegt wegen eines die Art der Annexion und das Verfahren des Civilkommissärs v. Diest in Wies⸗ baden besprechenden Artikels. Hannover. Wie in allen durch Preußen annectirten Ländern die Stimmung für und gegen die Annectirung getheilt ist und in diesen Richtungen laut wird, so auch in Hannover. Wir haben in früheren Nummern zwei Proteste gegen die Einverleibung in Preußen gebracht; diesen gegenüber liegt nun auch eine Erklärung von 38 Landtagsabgeordneten aus Hannover vor, welche in ähnlicher Weise wie die kurhessischen Abgeordneten dem Annexionsgesetze ihre Zu⸗ stimmung geben und hoffen und erwarten, daß die preußische Regierung sorgsam die besonderen Verhältnisse und Eigenthümlichkeiten des Landes beachten und schonend den Uebergang vermitteln wird.— Sie sehen der Entwicklung der Wohl⸗ fahrt des Landes und der Wiedergeburt Deutsch⸗ lands freudig entgegen und erklären schließlich, eine staatliche Trennung Norddeutschlands und Süddeutschlands nur für eine Uebergangszeit zu⸗ lässig. Die Nation sei eine und bedarf einer einheitlichen Organisation. Sie betrachten den norddeutschen Bundesstaat als einen provisorischen, und fordern, daß seine Organisation keine dauernde Trennung von Süddeutschland in sich schließe. Allen deutschen Staaten müßte das Recht zustehen, in denselben einzutreten. Kassel. Der zuletzt à la suite der Garde du Corps als Major fungirende Prinz Moritz von Hanau, Sohn des Kurfürsten von Hessen, ist in die k. preußische Armer als Major einge · treten.— Die althessische Ritterschaft hat eine Adresse an den Kurfürsten gerichtet, worin sie ihrem Gefühle des Schmerzes über die verlorene Selbstständigkeit Kurhessens Ausdruck gibt und um gnädiges Andenken bittet. Marburg. E ist mehrfach die Rede von der Verlegung der hiesigen Universität nach Frankfurt a. M. Ob die preuß. Regierung ernstlich an eine solche denkt und ob dies der bedeutenden Fonds und Dotationen der Univer⸗ sität wegen überhaupt thunlich sein wird, oder ob hier nur ein von gewisser Seite in Frankfurt ausgehender frommer Wunsch laut wird, das wäre abzuwarten. Will man Frankfurt durch eine Universität für die betroffenen Verluste ent⸗ schädigen, so wird dies wohl nicht geschehen können zum größeren Nachtheile einer Stadt wie Marburg, ohne dieser durch neue Einnahme— quellen einen Ersatz zu dieten. Frankfurt. Den Frankfurtern wird von Baden und Hessen statt Berlin aus Hoffnung gemacht, daß sich deren Söhne einer besonders schonenden bezüglich der Herbeiziehung zum Heeresdienst werden zu erfreuen haben, wenn auch nicht die gänzliche Befreiung derselben gegen Zahlung eines festen Beitrags für das preußische Militärbüdget erlangt werden konne. Homburg. Man bemüht sich hier, die nach dem Friedensvertrag Darmstadt zufallenden wissenschaftlichen Schätze,(Bibliotheken, Gemälde, Alterthümer ꝛc.) der Stadt zu erhalten. Wiesbaden. Nach einem den evangelischen Geistlichen des Landes zugekommenen bischöflichen Erlaß ist künftig das Kirchengebet für den Herzog Adolph und dessen Familie zu unterlassen und soll wegen Abhaltung eines sonntäglichen Gebetes für den gegenwärtigen Landesherrn weitere Anord- nung erfolgen. — Das früher etwas mehr als 800,000 fl. betragende Militärdbüdget in Nassau ist in Folge eingegangener Weisung von Berlin für den näckst— jährigen Etat in der Summe von 900,000 Thlr. aufzunehmen und sollen die Militärstreitkräfte auf mehr als das Doppelte der seitherigen Stärke gebracht werden. Schleswig. Eine zu Rothenkrug abge⸗ haltene, stark besuchte Versammlung von Ver— lrauensmännern aus Nordschleswig hat die Con- stituirung eines Vereins gegen die Theilung Nordschleswigs beschlossen. Dresden. Die Bergfestung Königstein birgt, wie jetzt verlautet, die Summe von 11 Millionen Thalern. Dieser Umstand läßt Sachsens Ent⸗ schlossenheit die Festung bis zum Aeußersten zu halten sehr erklärlich finden. München. Die bayerische Armee erlitt im jüngsten Feldzuge nachstehende Verluste an Offi- zieren: 1 Generallieutenant, 1 Generalmajor, 1 Hauptmann vom Generalstab, 2 Inf.⸗Oberst⸗ lieutenants, 5 Inf.-Majore, 13 Inf.⸗Hauptleute, 11 Inf.⸗Oberlieutenants, 7 Inf.-Unterlieutenants, 1 Kavallerie-Oberstlieutenant, 2 Kavallerie-Ober- lieutenants, 1 Artillerie-Oberlieutenant, in Summa 51 Offiziere. Die Verluste an Unteroffizieren und Mannschaften sollen circa 500 Mann be— tragen. Aus dieser Zusammenstellung ergibt sich, daß auf 10 Mann 1 Offizier trifft. Würzburg. Auf der Heidelberg⸗Würz⸗ burger-Bahn hat die erste Probefahrt statt- gefunden. Stuttgart. Zwischen den drei süddeutschen Regierungen von Bayern, Württemberg und Baden sind dermalen Verhandlungen im Gang, um sowohl bei den Längen-, als Flächen- und Körpermaßen das metrische System einzuführen, wicht im Zollvereinsgewicht bereits besteht. Auch über eine neue gemeinsame Münze nach dem Decl. malsystem und mit Franken und Thalern, sowie mit dem österreichischen Münzfuße möglichst über⸗ einstimmend, schweben Unterhandlungen. Es wäre hiernach die Regierung des Großherzogthums Hessen bei diesen Verhandlungen nicht betheiligt. — Am 14. d. fand dahier eine Versammlung von 26 Abgeordneten aus Bayern, Würtemberg, und wurde eine Ver- ständigung über ein gemeinschaftliches Programm erzielt. — Die Kammer der Abgeordneten bittet die Regierung, die Entschädigungsgelder für die Ein- quartierung, sowohl der fremden wie der ein heimischen Truppen, zu erhöhen. Eine Gewährung dieser Bitte würde auch anderwärts willkommen geheißen werden. — Der Kriegsminister versprach eine akten⸗ mäßige Darstellung des Mainfeldzuges. — Die österr. Besatzung hat Ulm verlassen und hört somit Ulm auf Bundesfestung zu sein. Karlsruhe. Die Büdget-Commission des bad. Landtags soll den Credit von 1,066,000 fl. für Hinterladungsgewehre nicht bewilligen wollen, da sie es für nutz- und zwecklose Ausgabe halte, wenn Baden für sich allein diese Gewehre ein⸗ führe, welche vielleicht in wenigen Jahren aber⸗ maliger Aenderung bedürften. Oesterreich. Der zwischen Oesterreich und Italien abgeschlossene Friedensvertrag Behandlung vom Militärdienst das für das Ge⸗ * nunmehr nach geschehener Bestätigung und voll- zogener Auswechslung seinem ganzen Wortlaute nach veröffentlicht worden. Die Hauptpunkte haben wir schon mitgetheilt. Gleichzeitig ist ein Handschreiben des Kaisers an Minister Beleredi erschienen, worin es heißt, daß es Aufgabe der (. Regierung sein soll, alle zu Gebote stehenden Mittel zur Heilung der durch den Krieg ver- ursachten tiefen Wunden zu verwenden. — Kaiser Maximilian von Mexiko hat dem Viceadmiral v. Tegetthoff ein schmeichelhaftes Beglückwünschungsschreiben mit dem Guadeloupe⸗ Orden wegen des Sieges von Lissa zugehen lassen. — Die unter General Klapka's Führung gebildete ungarische Legion wurde von Preußen aufgelöst und die Mannschaft nach Oesterreich entlassen. Hierdurch sah sich die österr, Regierung veranlaßt, einige geboten erscheinende Polizeimaß⸗ regeln zu ergreifen, welche als eine Verfolgung der Legionäre dargestellt wurden. Die österr. Regierung verwahrt sich hiergegen. — Berschiedene Blätter berichten, daß in der Uniformirung der österreichischen Armee nach und nach eine vollständige Veränderung durchgeführt werden soll, was Schnitt und Farbe betrifft. An die Stelle der blauen Hosen der Infanterie, der weißen Waffenröcke und der hohen Czakos werden krapprothe weite Hosen, blaue Blousen und Käppis nach französischem Muster mit breitem Schirm treten. Die Uniform der Offiziere wird sich von jener der Mannschaft fast gar nicht unterscheiden, und dieselben werden nur noch bei Paraden in den weißen Waffen- röcken erscheinen. Auch der Jägeruniform ist eine Umwandlung bestimmt; die Jägerczakos sollen durch niedrigere runde Hüte ersetzt werden.“— — Am 28. Sept. fand auf dem Schlacht⸗ felde von Skalitz eine Trauerfeier für die am 27. und 29. Juni gefallenen Krieger statt. Etwa 15,000 Menschen wohnten dem erhebenden Feste bei. Ebenso wurde in Nachod und Neustadt eine Trauerfeier abgehalten.— Man liest in verschie⸗ denen Blättern erschütternde Beschreibungen von den Schlachtfeldern Böhmens, es heißt u. A. dort: Ein großer, stiller Friedhof ist aus den Feldern und Wäldern geworden, die sich von Nachod bis Röniginhof hinziehen. Am Saume der Waldungen, die den Höhenzug von Wysokow und den Wenzels ⸗ berg bedecken, taucht ein Grabhügel nach dem andern auf in endloser Reihe. Aus frischem Wiesengrün ragen die rothen Erdschollen auf, oft viele Klafter im Gevierte haltend; hier Freund und Feind neben einander und dort wieder ein Schacht, in den man die Rosse ge⸗ worfen. Eine zwei Fuß hobe Erdschicht deckt die Leiber der Todten, die oft in der Zahl von 4 500 in einem und demselben Grabe Platz gefunden. Auf dem Kleefelde des Gastwirthes Steidler, ganz nahe vor dem Dorfe, bezeichnen zwei weite Schollenhügel zwei Schachte. In dem einen liegen über 400 Soldatenleichen, in dem andern 10 Pferde, die eine Granatkugel jusammengerissen.— Einige Schritte gegen die Stadt zu hebt sich auf einem einfachen Hügel ein schwarzes Holzkreuz empor, das auf einer Blech- tafel die Inschrift trägt:„Ks. K. General v. Fragnern, 7 28. Juni“. In der Aupa, die vor Skalitz durch ein üppiges Wiesenthal fließt, hat noch mancher Oesterreicher auf dem Rückzuge seinen Tod gefunden. Vor ungefähr acht Tagen wurden aus dem Mühlgraben auch die Leichen von zwei Preußen herausgefischt, die hier in der Eils des Versolgens zu Grunde gegangen sein mögen. — Eine der letzten Nummern der„Grenzboten“ enthält einen sehr lesenswerthen Aussatz über das Kirchenvermögen in Oesterreich. Der Verfasser ist der Ansicht, daß nur eine Verwandlung des Firchenvermögens in Staatseigenthum den öster⸗ reichischen Staat aus seinen finanziellen Calami⸗ täten retten könne. Den Werth des kirchlichen Grundeigenthums in Oesterreich gab der Clerus selbst im Jahre 1849 auf 366 Millionen Gulden an. An jährlichen Einkommen bezogen u. A.: Der Erzbischof von Gran 750— 800,000 fl., der von Olmütz 300,800 fl., von Prag 71,680, ist von Linz 51,250, das Prager Capitel 80,600, nach Paris ein“ Voll über scint Belgien gts Schützer 7 W cen brißt, brach dessen man fer wurde. Turkei welches die eff von Rumänien gangen. Not geleg sind, sinoptl erwarte Amerika Muile get Maximilian Schrills dem F Charlotte, den verppeiftl Glehn aus 16 5 Ban. d b Fnandbr. 0 Oesterr. 8 70 Oest. Sod 2 edt. Sung 30, 5 100 pr. 4 1 Pram p. bhelt n. Pries Hol Frede Nur ut Wang gaht der der- u dem * W .* en 8 8 der ud 2* Poeten * p: 1 1 * 21 vr dra — 1 0 5 75 S 2 8 Nie a er der N 8 net an- In Wer do digte den 1 10 4 St. Florian 95,000, die Kreuzherren in Prag 54,000, die Prämonstratenser in Schlögl 53,150, in Töpl 223,000, die Scholten in Wien 197,000, in Seitenstätten 92,600, Göttweib 71,600, St. Peter in Salzburg 87,500, Kremsmünster 191,700, Admont 52,700, Heiligenberg 93,900, Offeg 87,900 fl. Frankreich. Kaiser Napoleon soll an den Kaiser Maximilian die bestimmte Aufforderung gerichtet haben, er möge noch vor dem für den Abzug der französischen Truppen bestimmten Ter⸗ min seine Verzichtleistung auf den Kaiserthron von Mexiko aussprechen; die Antwort auf diese Auf— forderung sei eine entschieden ablehnende gewesen. — Die durch die jüngsten Ueberschwemmungen in Frankreich angerichteten Verwüstungen sind so groß, daß die französische Regierung entschlossen sein soll, zur Wiederhecstellung zahlloser Schäden an öffentlichen Bauwerken, Brücken, Straßen nc. eine Anleihe zu machen. Die zum Besten der Ueberschwemmten eröffnete Subscription hat in Frankreich, den bis jetzt veröffentlichten Listen nach, etwa 700,000 Frs. ergeben. Die im Auslande residirenden politischen Agenten Frankreichs haben von der Regierung den Auftrag erhalten, zur Zeichnung für die Ueberschwemmten aufzufordern. Diese Aufforderung ist zwar nur an die Franzosen in Deutschland gerichtet; doch werden auch die Gaben von Angehörigen anderer Nationen nicht verschmäht werden. Der Kaiser wird nach seiner Rückkehr nach Paris eine große Revue abhalten, um das Volk über seinen Gesundheitszustand zu beruhigen. Belgien. Während Brüssel ein großar- tiges Schützenfest begeht und Schützen aus Frank- reich, England und andern Ländern bei sich be— grüßt, brach in dem königl. Palaste Feuer aus, dessen man jedoch bei rascher Hülfe bald Meister wurde. Türkei. Ein Schreiben des Großveziers, welches die offizielle Anerkennung des Fürsten Karl von Rumänien enthält, ist nach Bukarest abge— gangen. Nachdem jetzt alle Streitigkeiten bei- gelegt sind, wird der Fürst nächstens in Constan- tinopel erwartet. Amerika. Nach allen Nachrichten aus Mexiko geht es mit der Herrschaft des Kaisers Maximilian, Erzherzogs von Oesterreich, raschen Schritts dem Ende entgegen. Obgleich die Kaiserin Charlotte, eine königl. Prinzessin von Belgien, faiserlichen Thrones persönlich einen letzten Schritt zur Erhaltung desselben zu versuchen, darf man wohl annehmen, daß die Bemühungen der Kaiserin ohne allen Erfolg geblieben sind, wenngleich dieselbe auf die unternommene Reise ihre ganze Hoffnung gesetzt zu haben scheint. Das vollständige Scheitern dieser Hoffnungen, die entmuthigenden Nachrichten zus Mexiko selbst, wonach der Thron des jungen saiserreichs nicht mehr zu retten sein, sondern voraussichtlich mit dem Abzuge der französischen Truppen in Trümmer fallen wird, dazu so viele bittere Erfahrungen haben der aufopferungsfähigen Frau eine Enttäuschung nach der andern gebracht ind sie in einen nervös aufgeregten Zustand ver— setzt, daß ernstliche Besorgnisse einer eingetretenen Heisteszerrüttung vorliegen. Die Kaiserin hat sich, nach längerem Aufenthalt in Rom, unter Begleitung ihres Bruders, des Grafen von Flandern, nach Triest begeben, während die neuesten Nachrichten aus Mexiko besagen, der staiser Maximilian habe sein Verbleiben daselbst mit aller Entschiedenheit erklärt, indem er entschlossen sei, mit seiner Regierung zu stehen und zu fallen. Die Entscheidung wird nicht nehr lange auf sich warten lassen. — a 1 Ichwurgericht der Provinz Oberhessen. IV. Quartal 1866. uArt heile: Am 1. Oct. Cath. Löbsack von Ober⸗Widdersheim wegen Linbruchs in Hungen und Entwendung von J Laib Brod eine Cortectionshausstrafe von 2 Jahren.— 2. Oct. Karl Möbrung, Taglöhner aue Nieber⸗Seemen, wegen Rauboe, zweier Nothzuchtsversuche und Confinationsbruchs, eine geschärfte Zuchthausstrase von 6½ Jahr.— 3. October. Die Ehefrau des abwesenden Joh. Lang III. von Laug Jöns wegen Kindesmords in eine Zuchthausstrase von U Jabreu, wovon 3 Monate Untersuchungshaft in Ab⸗ zug kamen.— Am 5. 6. und 7. October Verhandlung jegen Seligmaun Engel von Münzenderg wegen Wuchers ind Meintids. Der Angeklagte wurde in eine Zucht ⸗ ausstrafe von 2½ Jahren, sowie in eine Geldbuße von 50 fl. verurtheilt.— 8. October. Der Diensiknecht Wilh. Nolte von Rommelhausen wegen Bersuchs des Mißbrauche eschärft ur Unzucht in eine Cortectionsvauestrase von seche Nonaten.— 9. October Schreiner Wilhelm Keßler von Beuern wegen Erpressungsversuchs eine Correctionshaus⸗ lrase von 1 Ja— 10. October. Joh. Lang von Weitershain, wegen einer Anzahl Diedflähse, worunter einer durch Einsteigen und inneten Einbruch, in eine uchthaue Phil. Feuerbach etrübten um rase von 2 Jahren 2 Monaten.— Nachmittags von Oder⸗Wöllstadt, wegen mit Einbruch Diebstahlo einer Geldsumme von circa 30 fl. Nachtheile seines Vaters, in Beiracht seines jugend ————.— Landwirthschastliches und Gewerbliches. Werth der menschlich g N Mensch producict jährlich im Durchschnitt 1 le Frcremente in Wert on 4 fl. 40 kr. J bt en 5000 Einwohnern wie z. B. Frie tg, beläuf 0 mit der Werth der sten Excrementie jährlich 22,500 fl.— Nach Professor Stöckhardt g a 1000 Menschen gewonnene Urin 5 ig(dess 1 25 Ctr. mit etwa 1 Ctt, festem Rückstand beträgt nen Werth von 5% Thlr.; demnach 5000 Ci l n einem Jahre 10,34% Thlr.= 18,09 10 ke as jährliche Produkt einer St 5600 hn in sesten un flüssigen Excrementen repräsentict in capital von 40,396 fl.— A a Grun ht nan in vielen E min neuerer Zeit mit dem E nen irn, den Kloakeninhalt in besonderen Bel u sammeln hn durch geeignete Mittel zu besinficlrer ihn 8 1 orzüglichen Dünger an die Landwirthe zu n 9 * Ein guter Kalender. 2255 R llustrirt un l langer und kurzer, ernster und heiterer Erzählungen liegt der kannte, in etwa 300 000 Exemplaren erscheinende Kalender des Lahrer hinkenden Boten für Hessen, Jahrg. 1867. t uns, ein Familienkalender im hren Sinne des Wortes. Viel Fleiß ist in d neuen Jahrgan auf die Freignisse res 1866 verwendet ur ne über⸗ t. daf ortreffliche Sch rselben ohne Befrie der Han legen wird In Bildern wir: 2 ühmte Umarmung astein, d t bei Cust die Sch bei Königgrä Ue Trautenau, S 9 g n 1 n Bayer ßen es to 1 on Zolle Preußen in Fran Kamp 1 tim Pr ind Württembergern, Arxtülleriegesecht zwische Pr 1 und Badenern, Scegesecht bei Lissz, Untergan e d'Italia Negeraufstand in Jamaica, Beschießung von Valpacaiso Feldlager der Rebellen in unter General Prim. Porträts: König von P er von Oesterreich, Kronprinz on Preußen 1 1 Ra on J 5 Generallieutnant von Moltk 1 i Benedek, Gen I 7 d⸗ on Hessen Roggendach Ed di, Frie Rückert, König Leovold n Belgien, N Palmerf Erzählungen und Schwänke: 0 ses.— Der verfolgte Dieb.— Ein Man se 5 Da isi 1 mie spreche en en fen elt Lohn.— Schnelles Leben tichige Bezeichnung. Meinetn — Trumpf aus!— Rätt Der bdat's.— Der Herr nur g 6 tur bei der ganz außerordentli 1 4. 4 Rückt ichen Altere, in eine Correctionshausstrase von 1 ½ Jahren. Verbreitung so Vieles und so Gates geboten werden kann 7 1 3. 0— 1 8 b 1 en kann den verzweifelten Eutschluß zur Rückkehr nach— Drei weilere Fälle gegen Angeklagte aus den an— Die Käufer haben Autheil an einer Prämien- Europa ausgeführt, um hier bei den Stützen des Breußen aogettetene Kreisen fielen aus. Vertheilung von 320 Gulden. Mitgetheilt von Herrn Chr. Hecht in Friederg Frankfurter Cours. — 19. Oktober 1866. Cours der Staatspapiere. Oesterr.% Met. 1899 1. 1481.56 1 57% Gr. Hess. 3½% Obligation..—— 1 5% Nat.-Aul. 1854 49¾—50½ Nassau 4½% Obl. b. Rth. 915⁸ 6 B. 5 50, do. 1864 57 30% do do 8⁵⁵9 P. Preussen 4% Obligat. b. Rh“— Kurhess. 4% Obl. b. R. à 10592 P. 20 8 0 — 4% do. do.—— Frankf. 3½% Obligat. 81 G. Bayern 5% Obligation. 967 P 9 80% do— 4 4½% ½ Jahr. b. Rth. 907 P Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 128% 8. 5 4% do do 858% G Finnland ½¼d/ de 1. R. à 105082% P. Würtemb. 4½% Obl. b Rth. 92¾ P. 5 4½% Prdbr. i. R. 10582 G. K 40% do do—— Schweden 45 2% O. 1. R. à 10583 ½ P. Baden 4% Obligat. 602 P. 3 4½% Ptb. J. R. à 105082 ½ P. Gr. Hess. 40% Obligat 903%/ P. N.-Amer. 6% St. 1 E. 1882 73½/ b. eee Voll einbezahlte Eilsenbamu- Acetlen und Prioritäten. 4½% Bayr. Ostbahn 4%, Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B..* 30% Oesterr. St.-Elsenb-Prior. 48¾ P./ G 6% Oest. Sud. St. u. Lomb. E. B.—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 043% P.%½% J ν 3% Liv. C. 50% Tos. Ceutr.-Eisenb.-Pr. 50 o Elisabethbahu- Prior. 955 D.& 0%. fr. à 28 kr. 30 ½ G. 9% G neueste 50% do. Emiss.%—— 4½0% Hess. Ludwigsb- Prior.. Anlehen » Loose. Oest. 250 fl. b. R. 18391—— Oest. 100 Pr.». 1864/64% P. Or. Hess. 50 fl. L. b. R. 142½ P. 250,„ 1854—— Schwed. Thlr. 10-L. 10 h. V„ 7% F. 100 Pr. L. 1858108 ¼ G. Ua, 35 fl. Loose 50½% B. Nass. 25 fl. L. b. R. 35½ P. 500 v. 860% 60% Kurh 40 Pin.-I, b. k. 53 6 U Sard. 36 Fr. L. b. B.“— Gold un d silber. Pistolen fl. 9 38—40. u, 5 84 Gold pr. Zoll- Pf.[.—— * Doppelte„ 9 39—41 20 Franes- Stücke 921 ½—221 Uchh. Silb. pr. Z. P. 670— Preuss. Friedrd' orf, 9 57-58 Engl. Soverelgus 11 45-49 Preuss, Kassensch.„ 1 44%— 45 Holl, fl. 10 Stücke„ 9 45—47 Russ. Imperlales 9 40— 42 Dollars in Gold„2 26—27 fur An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich besteus unter Zusicherung reeller Bedienupg und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunft über Verloosungen Coupons-Zallungen u. s. W. S. Lindheimer in Friedberg. Special⸗Agent.) Newyork, den 15. Oktober. Pr. transatl. Telegraph das Posidampfschiff des Nordd. Lloyd America, Capt. . Meyer, welches am 30. September von Bremen und im 3. October von Southampton abgegangen war, ist vohlbehalten hier angekommen Ber loosung. Landständisch garantirtes 4½ Procent ypotheken⸗Berenie Finnlande. it. K. Nr. 188 787. 887. 9 Stück zu 1000 Thlr. „ B.„ 96. 188. 196. 563. 1308, J Stück zu 300 Thlr. O.„ 337. 440, 2 Stück zu 200 Thlr. 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Den Herren KAalenderverkäufern 2256 zur Nachricht, daß Besfallungen auf den Lahrer Hinkenden Boten und die übrigen Lahrer Kalender nicht nach Labr, sondern an die Hauptagenturen für Hessen, Herren Bindernagel& Schimpff in Friedberg, Math. Noth in Mainz, J. P. Strauß in Offenbach und Rahke'sche Hofbuchh. in Worms, zu richten sind. Mit der Versendung wird eben begonnen. Verlagshandlung 9.. Geiger in Lahr. Apotheker Bersmann's Barterzeugungstinetur 1921 unstreitig sicherstes Mittel, binnen kürzester Zeit bei selbst noch jungen Leuten einen starken und kräftigen Bartwuchs hervorzurufen, empfiehlt à Flac, 36 kr. und 1 fl. Ph. Dan. Kümmich. Ich erlaube mir mein Putz- und Modewaaren-⸗Geschäft, welches für die Winter- Saison auf das Reichbaltigste und Schönste assortirt ist, in empfehlende Erinnerung zu bringen. 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Forger. l Bekanntmachung. 7 2* re e Unübertrefflich bei Keuchhusten. 2267 Durch Verfügung der Oberbehörde ist die Ab— 2249 Hiermit bezeuge ich der Wahrheit gemäß, daß haltung von zwei, am erstien Mittwoch der Monate meine Kinder, welche an einem hartnäckigen Keuch⸗ April und November, alljährlich zu veranffaltenden husten litten, sowohl, als auch meine Frau, welche Krämermärkten in hiefiger Stadt genehmigt worden, was unter dem Anfügen hiermit bekannt emacht wird, daß der erste Markt Mittwoch den 7. November d. 3 stattfinden wird.— Verkäufer und Käufer werden zu zahlreschem Besuche dieser Märkte eingeladen. Friedrichsdorf den 14. Oktober 1866. Landgräfl. Hess. Bürgermetster⸗Amt Garnier. Obligations⸗Verloosung. 2268 Von den Partial⸗Obligationen hiefiger Gemeinde ist durch Verloosüng zur Rückzahlung bestimnt: Nr. 212 mit 300 fl. Den Inhaber dieser Obligation setzen wir hlerdurch in Kenntniß, daß die Rückzahlung Ende Dezember l. J. durch den hiefigen Gemeinde⸗Etnnehmer erfolgt und daß vom 1. Januar 1867 an keine weiteren Zinsen bezahlt werden. Ober⸗Mörlen den 16. Okteber 1866. Großherzogliche r Ober⸗Mörsen e 22 Roseuwildlinge 2261 werden angekauft von F. Söllner in Fauerbach b. F. während ihrer Schwangerschaft seit mehreren Monaten von heftigen Brust- und Halsschmerzen geplagt wurde, nach dem Gebrauch des weißen Brust. Syrups von G. A. W. Mayer in Breslau vollständig von diesen Uebeln befreit sind. Allen ähnlich Leidenden kann ich das genannte Mittel als ein sofort wohlthätig wir— kendes, wirklich heilsames empfehlen. Thorn, den 20. April 1864. J. L. Dekkert, Kaufmann. Die kleine Flasche dieses Brust⸗Syrups kostet 54 kr. Zu haben bei Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. e d ·˙ m Dick wurz 2277 5 3 ee are f Anfrage! normirten renner aus den Laternen der städtischen Gas beleuchtung 2245 Zur Feier der Kirchweihe Sonntag den 21. October Harmonie- und Canzmusik. Für gute Speisen und Getränke it bestens gesorgt. 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Dem Orts bürger zu Klein Krotzenburg im Kreise Offenbach und Cigarrenmacher Joseph Müller eine Tochter Elisabeth Friederike, geb. 21. Sept. — Kirchliche Anzeigen für Kriedberg. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. 21. Sonntag nach Trinitatis, 21. October. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Cand. Eisenmenger. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmttags: Fällt aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff— Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. berausgenommen und kleinere dafür eingesetzt worden?(Hierzu Beiblatt Nr. 42 und eine Beilage.] Hoftalthe⸗ Wo Mosla Uhr, soll a det Baͤltrar⸗ des Jean N. Hadan Far, Nr A. 10 2 nochmals ößert ztiedder derßegen Pert Vorm nagt Finder * — 6* 2243 NI det, 6 mer . 1 ages ner Fatgttt — zuerte ers N Fuabilg 2 t but — — e 2222 84. Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. —— Versteigerug von Malratzen und Klssen zu Offenbach. 2189 Montag den 22. Oktober d J., Morgens 9 ub! aufaugend, werden in dem Turnsaale der Stadtischule dabier 300 Strobmatratzen und Slcohkissen, welche von der Stadt zur Unterbringung von Militär angeschafft worden waren, gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. Dieselben sind fast ganz neu, zum Theil auch noch nicht gebraucht. Offenbach den 9. Oktober 1866. Großherzogliche Bürgermeisterel Offenbach Duck. Bekanntmachung des Kriegsministeriums, die Veräußerung von Militär⸗ pferden betreffend. 2217 Es wird biermit welter bekannt gegeben, daß die auf den 2). und 30. d. M. in Nieder Wöllstadt und Butzdach anberaumte Pferdeverstelgerung wegen des Ortenberger Marktes auf Donnerstag den 23. und Freitag den 26. d. M. verlegt worden ß.— Ole Bürgermeistereten haben diese Ab aͤnderung innerhald ihrer Orte durch die Schelle bekannt machen zu lassen. Darmstadt den 12. Oktober 1866 Großberzogliches Krlegsmintsterlum In Auftrag ren gar Lieferung von Lebensmitteln. 2218(Butzbach.) Montag den 29. d. M., Vormfttags 10 Ubr, werden für die Menage der biesigen Garnison größere Lieferungen von Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Linsen, sowte Weißkraut zum Einmachen, auf dem Burcau des unterzeichneten Verwaltungstathe wenigstnebmend öffentlich versleigert. Die Herren Bürgermelster biesiger Gegend werden ersucht, diese Versteigerung in ihren Gemeinden auf geeignete Weise bekangt machen zu lassen. Butzbach den 13. Octoder 1866. Großherzoglicher Verwaltungsrat der vereinigten Schwadtonen der Reiterbrigade In Verbinderung des Präfidenten v. Buse d, Rittmeister. Hofraithe⸗ und Backhaus⸗Versteigerung, 2235 Montag den 22. October d. J., Vormittags 11 Upr, soll in biesigem Rathbause die zur Concursmasse des Bäckermeisters Franz Faust, jetzt zur Schuldenmasse des Jean Ralß VI. dabier gehörende PHofraithe und Backhaus nemlich Flur. Nr. Klftt. Gemarkung Frledberg. 1 230 217 Dofraithe iu der Stadt, nochmals öffentlich meistbietend verseigett werden. Friedberg den 15. October 1866. In Auftrag Großberzogliches Landgericht Friedberg Großberzogliches W Irtedderg. „ B. d, 8. Der* 8 Gerichtsmann Foucar. Main⸗Weser⸗ Bahn. 2242 Die Weiden an den Babnböschungen und auf den zur Bahn gepörigen Grundsfücken sollen Samstag den 27. d. M. an Ort und Stelle an die Meistbletenden versteigert werden und zwar: 4 Vormittags 7½ Uhr auf der Station Vilbel, 9½„ in der Gemarkung Kloppenbelm *— 7 10„ in der Gemarkung Okarben, 2 10½„ in der Hemarkung Nieder Wöllstadt, 12„ an der Fauerbach⸗Bruchenbrücker Gemarkungsgrenze Friedberg den 17. Oktober 1866 In Verhinderung des Bahn ⸗Ingenteurs: Dey l, Großberzoglicher Ingeisleur. Cdictal ladung. 2243 Jean Stang von Dornholzhausen, Sohn de verstorbenen Jean Baltbasar Stang von da und dessen gleichfalls verstorbene Ehefrau Marsa Margaretha, geb. Heéritter, geboren am 5. Oktober 1796, ist seit langer Zeit abwesend, ohne Kenniniß von seinem Aufenthalte gegeben zu haben, weßhalb sein Vermögen bisher cura— torisch verwaltet worden ist. Da nun seu seiner Geburt mehr als 70 Zabreu verflossen find, so werden auf den dahter gestellten Antrag der genannte Jean Stang, sowie dessen etiwalge Vertrags-, Testaments- oder Leibes. erben aufgefordert, innerhalb drel Mon aten von heute an gerechnet entweder selbst oder durch ge⸗ börig bevollmächtigte Stellvertreter dahter zu erscheinen sich zu legitimiren und ihre Ansprüche geltend zu machen, iudem ansonst der gedachte Jean Stang von Dorn— bolzhausen für tos erklärt, sein Vermögen aber seinen sich dahler legitimtrenden Seltenverwandten und in deren Ermanglung als erbloses Gut dem locus in Eigen, thum überwlesen werden wird. Domburg den 13. Oktober 1866. Landgräfl. Pess. Justiz⸗ Amt E. Stumpf f. 15 Die Leihbibliothek von Bindernagel und Schimpff in Friedberg, durch die besten belletristischen Novitäten completirt, enthält über 3000 Bände in Abthetlungen geordnet und zwar Romane und Novellen, Theaterstücke ꝛc., Geschichte, Biographie, Memoiren, Geographie und Reisebeschreibungen, Volks- und Jugendschriften, Ritter-, Räuber- und Geister— geschichten, sowie franzosische und englische Werke. Bekanntmachung. 2240 Von den Pactial-Obligatlonen der Krctsstadt Friedberg des Anlehens von 1863 find die Nummern 13. 22. 23. 27 und 30 aus Serte C. mit à 100 ff. durch Verloosung zur Rückzahlung bestimmt worden Die Inhaber dleser Obligatlonen werden hierdurch auf— gefordert, am 1. Januar 1867 ihre Kapttalbeträge gegen Rücklieferung der Original Urkunden bei der biesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen, da von genanntem Tage an die Verzinsung der Kapitalten aufhört. Frledberg den 18. Oktober 1866 Großherzogliche Bürgermelslerei Friedberg 8... 8. Der Großherzogliche Beigeordnete zu Friedberg 2241 Dienflag den 6, November d. J., Vormittags Ubr anfangend, sollen in biesigem Rathbause die bis u diesem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und loch nicht ausgelösten oder renodirten Pfänder der bie⸗ sigen Pfand⸗ und Letbanstalt, bestehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Welßzeug, Manns und Frauenkleidern, oldnen und flibernen Taschenuhren, sowie senstiger Hegenständen öffentluch melsibtetend versteigert werden Gleichzeitig eröffnen wir hierdurch den Interessenten der Pfand und Leihanstalt, daß dee Austösung und Renovation der Pfänder nur an den dazu bestimmter Tagen Dieustag, Donnerstag und Zamstag fattfinden kann, und das Pfandhaus vom 3. November d. J. an bis zur Beendigung der Versteigerung geschlossen bleibt Die Großherzoglichen Bürgermeisteresen des Kreises Irtedberg werden ersucht, dieses im Interesse übrer Orts angebötigen orteüdlich dekannt machen zu lassen. Friedberg den 18. Oktober 1866. In Auftrag: Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg 9 Oer Großherzogliche Belgeorducte Wa bd! Güter- Versteigerung. 2259 Donnerstag den 25. Oktober d. J., Vormittags 1m Ubr, sollen in biesigem Ratbhause auf reiwilligen Antrag der Kinder und Erben der verstorbenen Jobannee Walz 1. Wuütwe vahter nachbeschredene Guterstücke: Gemarkung Frterderg. Flur. Nr. Kiftt. 1 151 44 Grabgarten in den Grabgärten, 4 180 44 Grabgarten im Obrloch, 4 186 39 Grabdgarten daselbft oͤffentlich meistbtetend verstetgert werden Frieoeberg den 18. Oktoder 1866 In Auftrag: Groß berzogliches Ortogericht Frtedberg. J. 8. d.. Der dienstälteste Gerichtsmann Joucar. 2206 Ich bringe hiermit zur öffentiichen Kenntniß daß ich am 18, v. M. das mir seiner Zeit von Zrhru. W. D. zu Wetzel genannt von Carben erthellte Ge neralmandat gekündigt babe Gießen ven 1. Oktober 1866. F. Kraft, Dofgerichte⸗ Advocat. Vorstehendes bestätigend, spreche ich zugleich dem Großberzogl. Pofgerichts-Advocaten Friedrich Kraft bezüg eich seiner dioherigen Geschäftoführung meine volle Anerkennung aus rankfurt den 1. October 1866. Frhr. v. Wetzel. Emser Pastillen, 2254 durch ihre so vorzüglichen Wirkungen, be⸗ onders gegen Husten, Verschleimungen c., so sebr be- lebt, find stets vorrätbig bei PDerrn Hofapotheker C. Wahl in Frlepberg. Ote Pasltillen werden nur in etlketürten Schachteln int Gebrauchsanwelsungen versendet Herzoglich Nassauische Brunnen ⸗ Verwaltung zu Bad Ems. Der Katalog ist à 6 kr. zu haben Kalender für 1867. SGustav Adolf⸗Kalender S tr sind bet uns eingetroffen. Bindernagel& Schimff. Nepskuchen 1616) flets frisch von der Mühle be Wilhelm Fertsch Dr. Pattison's Gichtwatte lindert sofort unt bellt schnell Gicht. Rhheumatismen 2120 aller Art, als Gesichts Brust-, Hals- und Zahnschmerzen, Kopf⸗, Hand⸗ und Knieglcht, Magen und Unterleibsschmerz ꝛc. 1c. In Paketen zu 30 kr und zu 16 kr. bet J. A. Windecker Preise der kuͤnstlichen Mineralwasser L. 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