* a littwoch 7. Octol 54. 83 f 1866. Mittwoch den 17. October. N dg. dor⸗ c 9 2 th tte 2 urtz Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint zweimal, Mitt 1 2 a—————— mit i 22 5 8 3 0 5 f 12 2 9 Der„Anzeiger für Oberhessen“ kann für October, November und Dezember in hiesiger Stadt durch die Expedition zu 18 kr., 0 im übrigen Großherzogthum durch die Post zu 21 kr. bezogen werden. Der Raum einer einspaltigen Petitzeile wird mit 3 kr. berechnet. ai 8 02 0 2 1 8 f e Darmstadt. Das Großherzogliche Re- monatlichem Bestehen, nachdem 120 Pfleglinge sind die Kosten für Lieferungen u. w. ent⸗ glerungblatt Nr. 46 enthält: Aufnahme und sorgsamste Pflege und Behandlung halten, welche an die auf der Seewiese bivoua⸗ I. Das Gesetz vom 8. October, den Schu gefunden, nunmehr insoweit aufgelöst worden, als kirende österreichische und nassauische Brigade, Waarenbezeichnungen berlressend, ln die große Halle geräumt wurde und sechs übrige, ca. 18000 Mann stark, geleistel worden sind. und bestimmt: 1. Wer Waaren oder deren Verpackung fälsch 4 8 zn debeilte Schwerverw N* g f* 1 0 ing lich mit dem Namen oder der Firma und mit dem Wohn⸗ noch nicht pig Sehe, omen undete in. Nauheim. Eine Deputation unserer * eder Fabrikorie eines inländischen Fabrik⸗Uniernehmers, dem Fechtsaal untergebracht worden sind. Die“ städtischen Behörde, an deren Spitze Bürgermeister 1 Producenten oder Kaufznanns bezeichnet oder wissentlich selben sind sämmtlich außer Gefahr und sehen Rieß, hatte sich am 14. d. M. nach Darmstadt t Vergleichen fälschlich n Waaren in den Verkehr ihrer vollständigen, wenn auch zum Theil lang- begeben zur Audienz bei Sr. K. H. dem Groß⸗ vo dringt, soll mit Geldbuße von dreißig bis fünfhundert J I 2.5 4 5 n. e Sr.. 5 — Gulden und im Rückfalle zugleich mit Geiduaniß bestraft samen n egen Es befinden sich unter herzoge, um diesem ihre Ehrerbietung im Namen d werden.— 2. Diese Strafe(Art. 1) wird dadurch nicht diesen sechs Verwundeten 8 k. k. österreichische der Stadt auszusprechen und das allerhöchste — ausgeschlossen, daß bei der Waarenbezeichnung der Name Soldaten vom 49. Inf.-Reg. Baron Heß, die Wohlwollen und die landesväterliche Fürsorge 8— 1 und der Wohn⸗ oder Fabrikort mit ge. andern 3 sind von der Großh. Hess. Infanterie und Pflege der Interessen Nauheims von dem btitrr ringen Abänderungen wieder gegeben werden, welche nur 8 Möb 1s Glasbütten, 1. J.-RN a e 8 785 2 i 1 2 gu: 99 durch Anwendung besonderer Aufmerksamkeit wahrge und Neigen Kar! Net 3 N** neuen Landesfürsten sich zu erbitten. Wie wir 5 nommen werden konnen.— 3. Es ist jedoch eine Unter Anton Vowinkel aus Nierstein, 8 J. R., hören, ist die Deputation sehr freundlich empfangen suchung auf Grund der vorslehenden Artikel nur auf G. C. Spieß aus Gais-Nidda, 4. J.-R. worden und hat außer den befriedigendsten, wohl⸗ * 3 9— nn— Der Dichter Karl Gutzkow sei von seiner wollendsten Zusicherungen die Aussicht auf einen dig auf die angegebene Weise gemißbraucht worden.— 4. Di 1—* u Gee 0 sen 1* 7— ö 8 a N a 8 41 2 g a Schwermuth vollkommen genesen und halt B 2 N 0 Nau — 4 Bestümmungen des gegenwärligen Gesetzes finden auc geistigen D n 1 leres baldigen Besuch Sr. K. Hoheit den Nauheimern * dann Anwendung, wenn die Handlung gegen die Ange soeben mit Ausarbeitung eines neuen Werkes mitgebracht.— Noch muß ich Ihnen mittheilen, u herigen eines fremden Staals gerichtet ist, in welchem beschäftigt, wird von hier aus berichtet. daß wir uns seit gestern zu unserer großen 1 nach Berträgen oder Gesetzen die Gegenseitigkett degründe!— In verschiedenen Blättern ist wiederholt Ueberraschung zwischen schwarz-weißen Wegweisern en?. e 1 Gesetz ist als ein Theil des zu lesen, daß eine Untersuchung gegen diejenigen und Barrieren befinden und daß also auch bier di Straftz setzbuchs zu betrachten* b F nden daß u 1 II. Bekanntmachung der Großherzogl. Ministerien dec Beamten eingeleitet sei, denen die Sorge für die im abgetretenen hessischen Gebiete Preußen be— dielen Innern und des Kriegs vom 1. October: In Folge im Zeughaus und den Kasernen aufbewahrten müht ist, sich einen besonderen Anstrich zu eder erhoͤchst Enischließnng S önt en Hoheit dee Eff. Wobgelegen bab velch annt on i* a— * Allerhöchster Enischlleßung. Sr. Königichen Hodel dee Effecten obgelegen habe, welche bekanntlich von geben. Diese Anordnung soll in Folge höherer tung Großderzogs vom 29. v. M. hat der Bollzug des Ediets den preußischen Trupp peggefübrt worden sind. ert„ 8 0 8 vom 29. Juli d. J., die zur Ergänzung der Feldtruppen de preußischen Truppen! eggeludrt worden. Verfügung durch die Polizei⸗Direction dahier er⸗ m. für das Jahr 1866 weiter aufgerufenen Militärpflichtigeß J Friedberg. Vom 25. Juni bis 15. Juli e. folgt sein. In Anbetracht des abgeschlossenen der belreffend, zu unterbleiben.(Schluß folgt.) sind in hiesiger Stadt von dem 8. deutschen Friedensvertrags fragen sich vernünftige Leute Sen sei e Wie die Darmstädter. Zeitung vom Bundes Armeccorps einquartiert und verpflegt vergeblich, was solche Lappalien nützen sollen, nd 1. Oct. berichtet, ist die am 23. August 1854 worden im Ganzen 14* 19 Stabs- abgesehen von den nach Lage der Dinge doch — abgeschlossene, vorläufige Uebereinkunft zwischen olsizter, 134 Offiziere, 16,808 Unteroffiziere und ganz zwecklos erscheinenden Ausgaben, wenngleich 80 der Großh. Regierung und dem Bischof von Gemeine, und sind hierfür an Quartierverpflegung man zugestehen kann, daß bei der Sache selbst Mainz außer Wirksamkeit gesetzt worden und 6721 fl. 25 ½ kr., Krankenverpflegung 245 fl. Preußen schon im Voraus sichtlich herausge- „ oßfen⸗ zwar mit Zustimmung des Bischofs. 21 kr., Naturallieferungen 6582 fl. 9 kr., Trans- strichen erscheinen muß. *—— l 26 1 ind sonstigen Leistunger. der— Da das bhessische Papiergeld neuerdings portmittel 126 fl. 48 kr. und sonstigen Leistungen Mainz. Zur Führung der Untersuchung in nue an allen württembergischen öffentlichen Kassen zu- 8 fl. 30 kr., zusammen 13,984 fl. 20 kr. zu ver: Sachen gegen die bier auf der Citadelle inbaftürten f dit gelassen wird, so ist eine Verfügung erschienen, guten. Von den einquartierten Truppen kommen auf: Landwehrmänner vom 32. preuß. Reg. ist eine Com⸗ 1 75 1— N Ne 2 bof Oi 1 1 2— Augtk⸗ wonach das württembergische Staatspapiergeld,.) Oreßbetzb Ba 2 Sukosfiz A ss mission mit einem Auditor von Berlin eingetroffen. 42 4 O Jo. 4 0 1 1—* K— 2 welches seither nur an den Kassen der großberzog- 2) Hauplauartier des Von derselben sind bereits seit einigen Tagen g— lichen Staats-Eisenbahnen als Zahlungsmittel Prinzen Alexander 4 g 39 84 mehrere Landwehrmänner, welche als unschuldig nen und Gültigkeit besaß, von allen fiskalischen Kassen an- 3) Großberzth. Hessen 1 10 2376 befunden wurden, in ihre Heimath entlassen worden. t Saum genommen werden soll. 3 5 Nn 7 1 18— In einigen Gemarkungen der Provinz ist 1— t b.) Herzogthum Nassau 4 b. a 2. 1 Das von dem hiesigen Turnverein in der 6) Kaiserlich, Oesterteich 2 1 72 63 bereits mit der Lese der Trauben begonnen worden, 0 Turnhalle errichtete Lazareth für Kranke 7) Königr. Württemb. 4 0 189 6170 die Mehrzahl zögert jedoch noch in Anbetracht bner. und verwundete Soldaten ist nach drei- Unter den oben berechneten Vergütungsbeträgen des guten Wetters. Der Guano. Bon Dr. Curtman. (Schluß.) Die mittlere Insel ist ebenfalls schon stark ihrer Guano-Decke entkleidet, und darum wieder bewohnt und besucht. Der daselbst ge— wonnene Guano ist etwas ärmer an Stickstoff, dagegen reicher an Phos— phorsäure, so daß der landwirthschaftliche Werth beider Stoffe doch ziemlich gleich steht. Die südlichste Insel ist unter den dreien gerade die reichhaltigste, aber erst kürzlich in Angriff genommen worden, darum auch noch weniger bewohnt. Unter den Bewohnern der ärmlichen Hütten aller drei Inseln, welche des Klimas wegen nur nothdürftig bekleidet find, und deren Mobiliar in einigen Bänken und Geschieren, namentlich einem großen Wasserkruge besteht, findet gleichwohl eine Art von Aristokratie statt. Englische Matrosen, welche der Zufall hierher geführt hat, wissen sich nämlich prak— tischer einzurichten als die Uebrigen, auch einigermaßen vollständiger zu kleiden, und nennen sich mit Selbstgefühl nach ihrem früheren Geschäfte: Piloten. Von der Entstehung der Guano-Decke legen noch immer in den Löchern des Gestades brütende Vögel Zeugniß ab. Diese halten das Herankommen der Menschen für eine Verletzung ihres Besitzrechtes und bvertheidigen dasselbe mit Schnabelhieben. Hochst wahrscheinlich sind es jedoch nicht bloß die verdauten Seethiere, welche im Verlaufe von Jahr— tausenden die Decke über diese Inseln bereitet haben, sondern daneben finden sich auch zahllose Reste von den verzehrten Fischen, namentlich Gräten und Massen von Eierschalen. Mit dieser Entstehungsweise des Guanos hängt es denn auch zu⸗ sammen, daß er sich fast nur an den Gestaden des Landes, dagegen nicht im Innern desselben findet, also nur an solchen Stellen, wo Seevögel und deren Brutplätze in großer Zahl angetroffen werden. Die Mächtigkeit der Guanolager erklärt sich leicht aus der Gefräßigkeit und Verdauungs- gabe jener Vögel und der Leichtigkeit, womit sie sich aus der See Fische und andere Wasserthiere herausschöpfen. Zur Veranschaulichung berechnet ein Sachkundiger die Masse der Excremente von einer Viertel-Millien Seevögeln nebst den sonstigen Abfällen während der ganzen nachsündfluth⸗ lichen Periode, also während 5000 Jahren auf das Gesammtprodukt von 360 Millionen Centnern. Unter den Seevögeln, welche hier in Betracht kommen, steht der Cormoran oder Seerabe durch seine Gefräßigkeit obenan. Noch jetzt lebt dieser Vogel auf den Chinchas in so ungeheuren Schaaren, daß die Sonne buchstäblich davon verdunkelt wird, wenn sich dieselben in die Luft erheben. Wieviel größer muß erst die Zahl derselben gewesen sein, als noch kein menschlicher Fußtritt sie störte! Die Cormorane sind auf gar Nichts anderes bedacht, als auf ihre Nahrung. Sobald sie einen Anchovis, ihre Lieblingsspeise, erspäben, stürzen sie sich kopfüber ins Wasser, und verschlucken sofort ihren Fang. Außer dem Seeraben soll der Pelikan(die Kropfgans) nicht weniger als 20 Pfund Fische täglich verzehren. Schon vor mebr als 200 Jahren wußte man von dieser un glaublichen Menge Vögel auf den Chinchas, auch wohl von der Masse Berlin. Unterm 5. d. M. ist angeordet worden, Briefe, Geld- und Paketsendungen, welche „von den königlichen Civilbehorden in hanno— ver'schen, kurhessischen und nassauischen Orten, in Frankfurt a. M., sowie in den vom Großherzog— thum Hessen an Preußen abgetretenen Gebiets. theilen in Staatsdienst- Angelegenheiten abgesandt werden, oder an diese Behörden eingehen“, in demselben Umfange portofrei zu befördern, wie dies für Sendungen in Staatsdienst-Ange— legenheiten regulativgemäß vorgeschrieben ist. — Verwundete preußische Militärs befinden sich nach der„N. Allg. Ztg.“ gegenwärtig außer— München. treten. Staatsrath im Cabinets des Königs. zum 18. Oct. die von Preußen geforderten Be— dingungen nicht erfüllt seien. von 6 Wochen werde sodann gestellt werden, sein, daß entweder eine Operation auf Leben und nach deren resultatlosem Verlauf die Einverleibung Tod vorgenommen werden muß, und dazu wollen Sacbsens erfolgen werde. Gesundheitszustand des Kaisers Napoleon lauten immer bedenklicher. Sein Leiden soll der Art Eine weitere Frist sich die Aerzte nicht verstehen, oder es wird eine Die Cabinetskrisis ist beendigt. allmählige Abnahme der geistigen und körperlichen Staatsrath v. Pfistermeister wird am 1. Dez. zurück. Kräfte des Patienten zu erwarten sein. Frank- Der Staatsrath v. Neumayr wird als reich und nicht minder das übrige Europa sieht ordentlichen Dienst Chef des mit wohlbegründeter Besorgniß der Stunde ent— Die Gerüchte, daß auch gegen, in welcher der Kaiser für immer seine eine Ministerkrisis bestanden habe, sind unbegründet. Augen schließen wird, und die leicht das Signal Der Freiherr v. Lerchenfeld ist an den Folgen werden kann zu neuen Stürmen und Verwicklungen seines Bergsturzes in Berchtesgaden gestorben. für die Völker Europas. Nach anderen Nach— halb Preußens noch 200, deren Zustand ihren Transport nach inländischen Lazarethen noch nicht zugelassen hat. In den preußischen Lazarethen zählt man gegenwärtig noch 13,000 Verwundete und Kranke. Hannover. Das Verbot des Flaggens mit anderen als preußischen Landesfarben ist allgemein wieder aufgehoben. Kassel. Der achte allgemeine Ver- einstag der deutschen Erwerbs und Wirthschaftsgenossenschaften wurde in Anwesenheit von etwa 50 Vertretern einzelner Verbände und Vereine am 8. d. M. dahier ab— gehalten. Auf die stattgefundenen Verhandlungen näher einzugehen, erlaubt uns der Raum unseres Blattes nicht. — Die Landesverwaltung des ehemaligen Kur— fürstenthums Hessen hat eine Verfügung dahin erlassen, daß, nachdem jetzt Kurhessen der preußischen Monarchie einverleibt ist, die Landtagswahlen nicht mehr stattzufinden haben. Frankfurt. Die materiellen Nachtheile, welche die Stadt Frankfurt in Folge der preu— ßischen Annexion treffen, und zwar durch den Wegzug des Directors und der Mitglieder der General⸗Post⸗ Direction, der Bundestagsgesandt— schaften, der Bundes-Militär-Commission und einer nicht geringen Anzahl unabhängiger reicher Leute, die ihren behaglichen Aufenthalt daselbst gestört erachten, werden dahin berechnet, daß im Ganzen die Summe von ca. 1,756,000 fl. be⸗ laufenden Ausgaben dem Verkehre daselbst ent- zogen werden, abgesehen von den durch Häuser⸗ kauf und Bau seitens dieser veemöglichen Bewohner in Umlauf gebrachten Kapitalien. — Die preußischen Staatspapiere sind auf höheren Befehl an die Spitze des Coursblattes rangirt worden, welchen Ehrenplatz bisher die österreichischen Papiere inne hatten. Wiesbaden. Der königliche Commissär hat verfügt, daß das durch die Occupation unter⸗ brochene Conscriptionsverfahren für das Jahr 1868 wieder aufgenommen und beendigt werden soll. Dresden. zwischen Preußen und Sachsen geht das Gerücht, daß von Berlin aus eine Sommation an den König Johann ergangen sei, wonach die sächsische Landescommission abgesetzt und das Land unter Betreffs des Friedensschlusses preußische Verwaltung gestellt würde, wenn bis — Die„Bayerische Zig.“ widerlegt die gegen richten wird der Zustand des Kaisers als nicht die bayerische Regierung von dem badischen Minister so bedenklich geschildert, obgleich Professor Dr. Freydorf erhobene Beschuldigung und erklärt, daß Langenbeck von Berlin nach Paris berufen worden mit Oestexreich kein geheimer Vertrag bezüglich ist, um dort zu Rathe gezogen zu werden. einer evensuellen Gebietsabtretung bestanden habe. Stuttgart. — Die baldige Räumung Roms durch die Sowohl von Seiten der französische Besatzung steht bevor. General Monte⸗ württembergischen als auch der badischen Regierung bello hat der päpstlichen Regierung den bevor⸗ sind umfassende Maßregeln getroffen worden, um stehenden Abmarsch der franzöfischen Truppen die Einschleppung der Rinderpest aus Oesterreich offiziell angezeigt. und der Schweiz zu verhüten. Dis Krankheit hat namentlich in Nieder-Oesterreich eine ausgedehnte Verbreitung angenommen, und ist dadurch der sehr bedeutende Viehstand beider Länder, welcher einen wichtigen Theil des Nationalvermögens bildet, arg bedroht. a — Abstimmung des Adreßentwurfs über die deutsche Frage. Sämmtliche Artikel der Minorität abgelehnt, dagegen der Fünzehnerentwurf unver— ändert angenommen. — Generallieutenant v. Baur, Generalstabs— Chef des 8. deutschen Armeecorps während des letzten Feldzugs, wurde auf sein Ansuchen pensioniri. Karlsruhe. Oskar Becker, welcher vor 5 Jahren den König von Preußen in Baden- Baden zu erschießen versuchte, ist, weil von einem badischen Geschwornengerichte verurtheilt und im dortigen Gefängniß befindlich, von der in Preußen erlassenen Amnestie nicht berührt worden. Man hofft jedoch, daß Becker, welcher sehr kränklich sein soll, durch Begnadigung aus seiner nun fünf— jährigen Einzelhaft in Bruchsal erlöst werden wird. Oesterreich. Der österreichische Admiral Tegetthoff, der einen glänzenden Sieg über die italienische Flotte in der Seeschlacht bei Lissa erfochten und dadurch Oesterreichs Seꝛmacht ge— rettet und aufrecht erhalten hat, gleichzeitig die sehr bedrohten Provinzen im adriatischen Meere vor feindlicher Invasion und deren unberechen— baren Folgen bewahrte, soll nicht blos des Ge— schwader-Commando's enthoben, sondern über⸗ haupt in Ungnade gefallen sein und wird wohl Oesterreich verlassen. Seine Entfernung wird dem Erzherzog Leopold zugeschrieben, der gleichzeitig wieder die Marine-Inpektion übernommen hat.— Neuere Nachrichten sprechen davon, daß Tegett- hoff beim Kaiser Audienz gehabt habe und wollen hieraus schließen, daß obige Angabe nicht vollständig richtig sei. Frankreich. Die Nachrichten über den Italien. Italienische Truppen haben die venetlanischen Festungen Peschiera, Mantua und Borgoforte vollständig besetzt. Durch Padua sind 6000 Oesterreicher auf dem Marsche nach der Gränze gezogen. Nußland. Die Vermählung der dänischen Prinzeß Dagmar mit dem Großfürsten-Thronfolger von Rußland ist auf den 1. Dezember(25. Novem- ber a. St.) festgesetzt und wird in Petersburg stattfinden. Die russische Hofetiquette schreibt vor, daß die Braut des künftigen Kaisers nichts mit- bringen darf, sogar die Garderobe, welche die Braut bis zu ihrer Vermählung benutzt(darunter 20 seidene Kleider und diesen entsprechende Hüte von allen Farben 11) müssen, wenn die Vermählung stattgefunden hat, nach Kopenhagen zurückgeschickt werden.— Bei dieser Vermählungsfeier werden der Kronprinz von Preußen und Prinz Alexander von Hessen zusammentreffen, außerdem sind er— wartet der Prinz von Wales und der Kronprinz von Dänemark, es werden also dort die Kronprinzen von Rußland, Preußen, England und Dänemark versammelt sein. Newyork, den 10. October.(Mitgetheilt von Hrn. Chr. Hecht in Friedberg, Special-Agent.) Pr. transatl. Telegraph. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Bremen, Capt. Neynaber, welches am 23. September von Bremen und am 26. September von Southampton abgegangen war, ist wohlbehalten hier angekommen. Hamburg, den 13. October. Das Hamburg⸗New⸗ vorker Postdampfschiff Allemannia, Capt. Trautmann, ging am 13. October von Hamburg nach Newyork ab. Außer einer starken Brief- und Paketpost hatte dasselbe 52 Passagiere in 1. Cajüte, 117 Passagiere in 2. Cajlite und das Zwischendeck mit Passagieren voll besetzt, sowie auch den Laderaum mit Waaren. Southampton, den 11. October. Das Postdampf⸗ schiff des Nordd. Lloyd, Hansa, Capt. van Otterendorp, welches am 29. September von Newyork abgegangen war, ist heute 10 Uhr Morgens nach einer Reise von 11 Tagen wohlbehalten unweit Cowes eingetroffen und hat um 11 Uhr die Reise nach der Weser fortgesetzt. Dasselbe bringt außer der Post 82 Passagiere und volle Ladung. 1 des von ihnen erzeugten Düngers; und die benachbarten Peruaner scheinen sich schon frühe desselben für die Zwecke ihres Ackerbaues bedient zu haben. Darum standen denn auch die Seevögel selbst unter dem besonderen Schutze der Landesfürsten(Inkas). Und noch heutiges Tages vernach- lässigt man in Peru die Anwendung des Guanos zum Düngen keines- wegs. Doch muß dort wegen des trocknen Klimas Wässerung mit der Düngung verbunden werden. Ohne diese Vorkehrung würde Alles von den Feldern weggeätzt werden. 01 Guanos wenig verbreitet, weil der Preis zu hoch stand. Nur die rtner erlaubten sich ein so kostspieliges Dungmittel. Allein von 1840 an belebte sich der Handel mit Guano nach England, und bald darauf fand derselbe auch Eingang in Deutschland. Um diese Zeit nahm auch die peruanische Regierung die Sache in die Hand, damit der Vortheil von einem Produkte auf ihrem Gebiete nicht den Ausländern allein zufalle, Die hierdurch in den Weg gelegten Schwierigkeiten schreckten jedoch weder Engländer, noch Franzosen von der Ausbeutung der Chincha-Eilande ab; vielmehr trieben nun die Händler allerlei Fälschungen und Nachahmungen. Guano war nämlich eine Zeit lang landwirthschaftliche Mode geworden, dergestalt, daß die Ausfuhr 1856— 59 sogar auf eine halbe Million Tonnen(à 2200 Pfund) stieg. In Deutschland machte man indessen den Fehler, zu sehr nach den wohlfeilen Sorten zu kaufen, und gerade dadurch den Verfälschern in die Hände zu fallen. Dies wurde noch sehr begünstigt durch die Besorgniß, die Guano⸗Lager würden bald erschöpft sein. Die peruanische Regierung, deren Haupteinnahmequelle doch in dem in Anwendung bringt. In Europa war anfangs der Gebrauch Guano besteht, fürchtet indessen noch keine Erschöpfung; und sorgfältige Untersuchungen mancher Gelehrten haben dieselbe in dieser Zuversicht bestärkt. Außerdem aber hat man auch Inseln und Felsengestade entdeckt, wo man im schlimmsten Falle einen Ersatz finden würde. Der Landwirth darf also immer getrost von diesem Verbesserungsmittel seiner Cultur Gebrauch machen, zumal da man immer neue Ersatzmittel entdeckt und Höchstens könnte eine Erhöhung des Preises des eigentlichen Guanos zu fürchten sein. Statistisches. Folgende Angaben eines Offiziers beweisen, daß der Krieg mit der Vervoll⸗ kommnung der Vernichtungsinstrumente nicht an Grausamkelt gewinnt, sondern ver⸗ liert: Bei Borodino(während des russischen Feldzuges) haben die Truppen beider Theile von ihrer Gesammtzahl den vierten Theil verloren. Bei Magenta und Solferino böchstens den achten Theil.— In der Schlacht bei Senef, welche der Prinz Conds dem Prinzen von Oranien lieferte(17. Jahrhundert) verloren beide Armeen den dritten Theil ihrer Gesammizahl, Conds wurden 3 Pferde unter dem Leibe erschessen und das bei den jüämmerlichen Musketen, veralteten Hellebarden und komischen Pistolen jener Zeit.— In der Schlacht bei Königgrätz verloren Preußen und Oester⸗ reicher, wenn man das Höchste annimmt, von, sämmtlichen engagirten Truppen den siebenten Theil, und dabel schlug man sich doch auf beiden Seiten mit großer Hitze und Erbitterung und hatten noch die Desterreicher die Verluste zu erleiden, welche die Verwirrung eines überstürzten Rückzuges verursacht. 3 Ter jährliche Ertrag der Perlenfischerei im persischen Meerbusen beläuft sich auf ungefähr 6 Millionen Franken und wirft den Häuptlingen oder Behörden der Küsten eine Steuer von beinahe 500,000 Franken ab. Plztolen 5 Preuss. Inte Holl L 105 f u Le 1967 Nachden Oderheßen dert Bermdern des Parin Per erkannt bat, 2. unbelannte, Ge. tungen und Jun turssällig: Ver erfolgenden a Mitte — dabler ann nel Zuge sol suctet, in deren gewählt und en Uungen üder dit Fordemngen und und Bertzellung den ang zogent: doͤrig aufterttnett auch für die aut als dinderd an, Fueddert f Irtannindt die Berau Am eit um nachbenannten 2 sheils gut getal⸗ rains gegen z, uud zwar 1 0 Sat —— rar lH rte 1 116 * 10 if 1* Frankfurter Cours. 16. Oktober 1866. Cours der Staatspapiere. Oesterr 50 0 Met. 1859 1. Lst. 34½ P. Gr. Hess. 31 20 0 Obligation, ö— 5% Nat.-Anl. 1854 49 ½, 49 b. u. 6 Nassau 4 2% Obl. b. Rth. 91* 5 45% do. 1864[56% P. 40% do do 85½ J Preussen 4½0% Obligat. b. Rth—— Kurhess. 4% Obl. b. R. 4 10591% N 10% do. do— Frankf 3* 2% Obligat. 181 s⁰X3˙1 Bayern 5% Obligation—— 5 30 0 do b e 4½% ½ fahr. b. Rth. 907% P. Russland 5 o Obl. 1. L. à fl. 12 853 186 40% do do 85½ P Finnland ½% do 1. R. à 105082 1 Würtemb. 4½% Obl. b. Rth 92 F. 6 4½0% Pfdbr. I. R. 105/82 6. 4⁰ 0 do do— Schweden 4 20% O. 1. R. à 105 3 Baden 40 o Obligat— 41 20% Pfb. 1. R. à 105— 1 Gr. Hess. 40% Obligat 91 N.-Amer. 6% St. 1. E. 1882[73½ 2% à 73 Woll einbezahlte Eisenbahn-Actien und Prioritäten. 4½0 o Bayr Ostbahn 112% P 30% Liv. O. D.& 0%. fr. à 28 kr. 30% P 40% Pfandbr. d. Frkf. Hyp-B— 5% Tos. Centr.-Elsenb.-Pr. 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior 1—— 5% J lisabethbahn-Prior. 9„68 P 0 6% Ost,. Süd. St. u. Lomb. E. B. 50% do neueste Emiss.% 30% Oest. Süd. St. u. Lomb E. B. 43 P. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. Anlehens- Loose. Oest. 250 fl. b. R. 1839115 P. est. 100 Pr. v. 1864/62½ P. 2 6 Or. Hess. 50 fl. L. b. R. 142 P „ 20. 1854055 P. 4½ G. Schwed. Thlr. 10-L.—— 25 7 ½ Pp. „100 Pr. L. 18581109% P. ad, 35 fl. Loose— Nass. 25 fl. L. b. R. 34% P. 500 v. 1860%¾ñ 00, 59% 7 Kurh. 40 Thl.-L. b. R.—— Sard. 36 Fr. L. b. B. Gold un d Silber. Pistolen. 9 38—40 Raud-Ducaten fl. 3 32—34 Gold pr. Zoll- Pf. ff— 8 Doppelte 9 39—41 20 Franes- Stücke]„ 9 21—22 uchh.Silb. pr. Z. Pf Preuss. Frtedrd'or„ 9 56—57½[Engl. Sovereigus.„ 11 15—49 Ipreuss. Kassensch 144594 f 15 Holl, fl. 10 Stücke„ 9 45—47 Russ. Imperlales, 9 40 12 Dollars in Gold„2 26—27 — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. w. S. Lindheimer in Friedberg 9————— Für die Brandbeschädigten in Heuchelheim sind welter folgende Gaben eingegangen Bel Pfarrer Baur von P. B. 1 fl. 10 kr.; aus Nieder⸗Rosbach, durch Pfarrer Schenck übersandt 19 fl 24 kr.; aus Ossenpeim, durch Pfarrer Buchhold über⸗ jeden 8 fl., nämlich von Bürgermeiste?ß Maul 1 fl.; Friedr. Wilh. und Heintch G Frtedr. Keller 2 fl.; [Pfarrer Buchhold und Familie 3 fl.; Lehrer Nagel 1 fl.; Pyil. Stumpf 1 fl. Bei Professor Diegel von G. p. Dartmann und J. A. Windecker 48 kr.; Peter Engel U fl Bet Kaufmann Fertsch aus Bauernheim 4 fl. 40 kr., nämlich von Schultheiß Keller Wittwe(ü fl. 45 kr. Georg Walther VI. 1 fl. 45 fr.; Konrad Waltber III. f fl.— Bei Professot Köbler von Schlosser meisser Rumpf 1 ü fl. Bel Rentner Müller ungenannt 24 kr.— Bei Hofrath Pilger von Müller Bopp zu Reichelsbeim 1 fl ei Hofapothefer Wahl von Post⸗ sectetär Schreiner 1 fl.; Emmerich Hanstein 1 fl. Die früheren, bei dem Vorstande des Hülfsvereins eingegangenen Gaben betrugen 182 fl. 18 kr, die obigen besragen 39 fl. 16 kr Summe 221 fl. 34 kr. Pfarrer riegleb von Heuchelheim spricht in em Biiefe, in welchem er den Empfan, einer weiteren Sendung von 90 fl. und von Kleidungsstücken anze allen Gebern und Gebertunen den innigsten Dank aus. Baur. Bei der Expedition ging ein von: Pfarrer Breiden⸗ stein in Södel in dasiger Ge nde gesammelt 8 fl. 8 kr.; von Pfarrer Heßler in Assenheim von einigen Hltedern der Gemeinde daselbst 46 fl. kr. Dazu die Beiträge aus früheren Nummern ergeben zusammen 74 fl. 46 kr., welche wir heute n haltenen K j f an das Comié mitglied Per Pfarrer Baut adgeliesert haben. Die Exped. 0 0 2 2 1 0 Erbsen und Linsen 2204 bet Friedberg Christian Werner. Oeffentliche Aufforderung. 1967 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen üder das mit 2451 fl. 37 kr. überschuldete Vermögen des diesigen Bürgers und Gastwirthes Martin Hertlein den förmlichen Concursproceß erkannt bat, werden dessen sämmtliche, bekannte und unbekannte, Gläubiger dazu aufgefordert, ibre Forde rungen und Ansprüche jeder Art an das gedachte con- cursfällige Vermögen, bei Meidung des stlllschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termine: Mittwoch am 28. November l. J., Morgens 9 Uhr, dabier anzumelden und zu begründen. Zugleich soll im nämlichen Termine die Güte ver suchet, in deren Entstebung aber ein Gläubigerausschluß gewählt und ein Massecurator bestellt und sollen Bestim⸗ mungen über die Richtigstellung der liquldirt werdenden Forderungen und Ansprüche, sowte wegen Verfilderung und Vertbeilung der Masse getroffen, und sollen die in den angezogenen Richtungen von der Mehrbelt der ge⸗ hörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlusse auch für die ausbleibenden oder ungenügend vertretenen als bindend angesehen werden. Friedberg am 5. September 1866. Großherzogliches Landgericht Frtedberg Reitz, Suppes, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Bekanntmachung des Kriegsministeriums die Veräußerung von Militärpferden betr. 2172 Es wird hiermit bekannt gegeben, daß an den nachbenannten Tagen und Orten 813 Stück, größten theils gut gehaltene, Zugpferde der Artillerie und des Trains gegen baare Zahlung versteigert werden sollen, und zwar 1. 240 Stück in Darmstadt, Freitags den 12., und Montags, Dienstags und Mittwochs den 15., 16. und 17. d. Mts.; 2. 117 Stück in Heppenheim, Donnerstags und Freitags den 18. und 19, d. Mts.; 3. 190 Stück in Wörrstadt, Montags, Dienstags und Mittwochs den 22., 23. und 24. d. Mts.; 126 Stück in Osthofen, Donnerstags und Frei- tags den 25. und 26. d. Mle.; 70 Stück in Nieder⸗Wöllstadt, Donnerstag den 28. d. Mtis., und „70 Stück in Butzbach, Freitag den 26. d. Mio. Ausdrücklich wird bemerkt, daß, um den früberen Besitzern die Wiedererlangung ihrer Pferde zu erleichtern, an den bezeichneten Orten nur solche Pferde zur Ver äußerung kommen werden, welche in der einschlägigen 1 ausgehoben worden find,— und daß bel jedem S 8 ferde der Namen des früheren Besitzers, sowie dessen ohnort verkündigt werden wird. Die Bürger nelstereten werden nun aufgefordert, für die weitere Bekanntmachung durch dle Schelle innerhalb ihrer Orte Sorge zu tragen. Darmstadi den 6. October 1866. Großherzogliches Kriegsmintsterstum:; 3. A.: bauptfächlich auch im Glastren von Marcipanfiguren Hut bewandert, findet sofort hier dauernde Condltton. Näberes bel L. Schlllüng, Allerhelligenstraße 76 in Frankfurt a. M. Ser a.. Michel 2173 Ein tüchtiger Conditorgehülfe, Versteigerug von Matratzen und Kissen zu Offenbach 2189 Montag den 22. Oktober d J., Morgens 9 Üb anfangend, werden in dem Turnsaale der Stadtschute dahter 300 Strobmatratzen und Strobkissen, welche von der Stadt zur Unterbringung von Militär angeschafft worden waren, gegen baare Zablung öffentlich versteigert Dieselben sind fast ganz neu, zum Theil auch noch gar nicht gebraucht. Offenbach den 9. Oktober 1866. Großherzogliche Bürgermetsterel Offenbach Dick Lieferung für das Landeszuchthaus. 2203 Dienstag den 23. Oktober 1. J., Vormittags 10 Übe, wird die Lieferung von circa 1150 Ellen weißen wollenen Bop in Soumission vergeben. Lleferungsdedingungen sind del der Direktion des dandeszuchthauses einzusehen und müssen die Soauussionen dis zum obigen Termine in dem vor dem Otrcktions Bürtau befindlichen Soumissionskasten niedergelegt sein. Marlenschloß den 11. Oktober 1866 Großherzogliche Landeszuchthaus- Oirektion nge. Bekanntmachung des Kriegsministeriums, die Veräußerung von Militär- pferden betreffend. 2217 Es wird hiermit weiter bekannt gegeben, daß die auf den 29. und 30. d. M. in Nieder- Wöllstadt und Butzbach anberaumte Pferdeversteigerung wegen des Ortenberger Marktes auf Donnerstag den 28. und Freitag den 26. d. M. verlegt worden iß.— Die Bürgermeistereten haben diese Abänderung innerhald ihrer Orte durch die Schelle bekannt machen zu lassen Darmstadt den 12. Oktober 1866. Großberzogliches Kriegomintsterium In Auftrag v. Carlsen. Lieferung von Lebensmitteln. 2218(Butzbach) Montag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden für die Menage der hiesigen Garnison größere Lieferungen von Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Linsen, sowie Weißkraut zum Einmachen, auf dem Burcau des unterzeichneten Verwaltungstaths wenigfinehmend öffentlich versteigert. Die Herren Bürgermeister hiesiger Gegend werden ersucht, diese Versteigerung in ihren Gemeinden auf geeignete Weise bekangt machen zu lassen. Butzbach den 13. October 1866. Groß herzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade In Verhinderung des Präfidenten v. Busesck, Rlütmeister. Bekanntmachung. 2237 Die Pandarbetten an den Vieinalwegen in der Gemarkung Bruchenbrücken, veranschlagt jährlich zu 126 fl. 30 kr. sollen kommenden Montag den 22. October, Vormittags 10 Uhr, bei Gastwirtb Jobanne s II. zu Bruchenbrücken auf die Dauer von mehreren Jahren an den Wenigstnebmenden in Accord gegeben werden, indem der seltherige Accordant den Accordsbedingungen nicht nachgekommen ist. Frlebberg den 16. October 1866. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. rige: 2228 Freitag dea 19. October, Vormittags 11 Uhr, ellen auf dem biesigen Rathbause zur Einwinterung des Kunnrads und der Lauf- und Pumpbrunnen nach⸗ flehende Arbeiten und Lieferungen an die Wenigst⸗ nehmenden in Accord gegeben werden 1. Dandarbelten, veranschlagt zu 16 fl. 2. Schreinetardeit 6 fl. 3. Lieferung von gutem Kornstrob 1800 Pfund, 4 2 i Weizenstrob 3000„ 3. 5 1 K Gerstenstroh 200 6.* 8— Erbsenstroh 1600„ Wagen Pferdedung 1806. rmeisterei Friedberg q.. N 8. Der Groß berzogliche Beigeordnete 7 9 1 Wa! Hofraithe- und Backhaus⸗Versteigerung. 2235 Montag den 22. October d. J., Vormittags 11 Udr, soll in biesigem Rathbause die zur Concutsmasse des Bäckermeisters Franz Faust, jetzt zur Schuldenmasse des Jean Raiß VI. dabier gehörende Pofraithe und Backhaus nemlich Flur. Nr. Kiftr. Gemarkung Friedberg. 3 Dofraltbe in der Stadt nochmals öffentlich meistbietend verstetgert werden. Friedberg den 15. October 1866. In Auftrag Großderzogliches Landgericht Friedberg Großhberzogliches Ortsgericht Frtedberg. 8. Der dienstälteste Gerichtsmann Joucar. Obligations-Verloosung. 2232 Bet der beute stastgebabten Verloosung der für 1866 abzutragenden Partial Obligationen find folgende Nummern durch das Loos gezogen worden. Aus dem Anlehen von 1835 Nr. 20., 33., 39., 43. und 47. sede zu 200 fl. Nr. 68., 70., 74. und 83 jede zu 100 fl. Aus dem Anlehen von 1840; Nr. 57, 59. und 76. jede zu 100 fl. Gegen Rückgabe der qulttirten Obligattonen und der noch nicht fälligen Zine Coupons wollen die Besitzg der genannten Odligattonen obige Beträge am 31. Dezdr. d. J. dei der biesigen Gemeindekasse in Empfang nehmen, da von diesem Tage an die Verzinsung aufhört. Büdeesberm den 13. October 1866. Großherzogliche Bürgermeisteret Büdesbeim Dietz Obligations- Verloosung. 2219 Heute wurde mittelst Verlocsung von den Partsal⸗ Odligationen der biesigen Gemeinde die Nr. 95 mit 100 fl. zur Rückzadlung gezogen. Der Inhaber derselben werd diermit aufgefordert, den Betrag gegen Rückgade der Odligatton und der nicht fälligen Zins-Coupons bio zum 31. Dezember d. J. bei der hiesigen Gemeindekasse in Empfang zu nedmen, indem von diesem Tage an weitere Zinsen nicht mehr vergütet werden. Ossenbeim den 11. October 1866 Großberzogliche Gürgermetsteret Ossendelm Maul. ——— Literarische Neuigkeiten. Religiöse Gedichte für die Matthes,&., Allgem. kirchliche Cbrontk. 1865. i 14 kr. 42 kr boelssche. 5 0 r.. Aebrenlese Jugend.(katbotuch) E 87505 5 0 a 5 g. C., Chbristliche Reden. VI. Sammlung. Maper, Dr. A., Zur Seelenfrage. 2 fl. 42 kr. 1 N 42. Räder, G., Komiscke Thealersuce. IV. Or. 1 fl. 45 fn. Dau Ful, Dr. H. A., Deutschland nach selnen phyfischen Riebel, J. B. P., Die Graspflanze. Mit Holzschnstten. und politischen Verhältnissen geschildert. 2. Auflage. 8 38 1 fl. 48 kr. 1. Heft. 42 kr.—— Lellsaden zu 70 1 4875 de ert, G. Chr., Der Stern aus Jacob. Ein richtigen Landwirthschaft. 6. Auflage. 17 i 1 Band. 2 fl. Schäffer, C., Leitfaden für den Unterricht in, der Doebl, C., Handbuch der Münze, Maas und Ge⸗ Ortbographie. 6. Auflage. 33 kr. wichtskunde des preußlschen Staates. 4 fl. 48 kr. Schatzkästlein, neues christl. auf alle Tage des Donin, L., Kleine liturgische Bidergallerte. 5. Aufl. Jahres. 4. Auflage. 42 kr. (tathol.) 21 kr. Schiebe, A., Auswahl deutscher Handelsbriefe, 4. Aufl Franz, J., Post⸗ und Eisenbahn-Reisekarte von Cen n 1 fl. 3 kr. tral⸗Europa. 54 kr. Seydel, R., Die Lehre Jesu nach seinen eigenen ricke, Dr. G., Auch pler Bethesda und Bethanien. Worten. 2. Ausgabe. 18 kr. 2 Predigten. 2. Auflage. Friedberg, Dr. H, Die Vergiftung durch Kohlendunst.. ö Klinisch und gerichtsärztlich. 1 fl. 48 kr. Stegmann, Dr. C., Ornamente griechischen und rö⸗ Geistliche Pilgerlieder mit Melodien. mischen Styls. 37 Blatt. 4 fl. 40 ke. 42 kr. Stüber, Dr, Leitfaden zum Unterricht in der Geometrte. Komischer Roman. 2. Auflage. 5 36 kr 1 fl. 48 kr. Sugenbeim, S., Geschichte des deutschen Volkes und Heidenreich, F. A. von, Dle Elemente der niederen. seiner Cultur. 1. Band 4 n Geometrie. I. Cursus. 2. Aufl. 42 kr. Tschlrch, R., der Volkssänger. 3. Heft: Die Schule Heppe, Dr. H., Denkschrift über den Untergang des zum richtigen Treffen. 14 kr. kurhessischen Staates 21 kr. Vetter, K. W., Kirchliche Umschau im Schweden Heyne, F., Biblische Geschichte für Elementar ⸗Schulen. lande. 57 kr. 2. Auflage. 14 kr. Vogel, F. W., Praktisches Pandbuch der Blenenzucht. 18 kr. Staate mage e, die, der Impfung ꝛc. vor der Ab⸗ . geordneten-Kammer Württembergs. 2 fl. 24 kr. Göbel, C. J., Grotbe, W., Komödlantenstreiche. Horter, O., Trübsal und Trost. Gedichte und Lieder. Mit Abbildungen. 1 fl. 21 kr. 12 kr. Wendel. H., Bibl. Geschschten des alten und neuen Hozier, Der Feldzug in Böhmen und Mähren. 36 kr. Testamentes. Cart. 50 kr. Kisch, Dr. E. H., Die Balneotherapie der chronischen Winterfeld, K., Geschichte des Krieges von 1866. Krankheiten. I. Abthlg. 2 fl. 24 kr. 9. Auflage. 36 kr. Kriegsbegebenheiten des Jahres 1866 in Deutsch⸗- Wislicenus, G. A., Die Bibel. Für denkende Leser land und Italien. 54 kr. betrachtet. 2. Ausgabe. 1. Heft. Vorrätzig bet Bindernagel& Schimpff. Apotheker Bergmann's Eispommade, 118951 ruhmlichst bekannt, die Haare zu kräuseln, sowie deren Ausfallen und Ergrauen zu verhindern, empfiehlt A Flac. 18, 27 und 36 fr. Ph. D. Kümmich. In unserem Commissionsverlage ist erschlenen und für Oberhessen nur durch uns zu beziehen: Holz- Versteigerung. 2220 Montag den 29. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Freiberrl. von Die d schen Schneiderwald dahier: 1) circa 4000 dürre Backwellen von verschiedener Holz⸗ art und Güte, und 2) das ven den früheren Verstetgerungen stehen ge ⸗ bliebene Holz, öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Ziegenberg den 13. October 1866. Kirchner. Bekanntmachung. 2236 Die neuen Couponsbogen zur Anleihe der rael. Religionsgemeinde Friedberg vom J. Aprit 1846 köngen gegen Rückgabe der entsprechenden Talons bei dem Unter⸗ zeichneten in Empfang genommen werden. Friedberg den 11. October 1866. Mayer Hirsch, I. Vorsteher. Bekanntmachung. 2177 Dienstag den 23. October l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem hiefigen Landgerichtslocale etwa zwel Ceniner ausgeschiedene Acten zum Einstampfen versteigert werden. Friedberg den 8. October 1866. Großberzogliches eee Friedberg a u. Versteigerung. 2226 Freitag den 19. d. M., Mittags 12 Uhr, soll auf hiefigem Rathhause die Lieferung einer Schnellwage an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Preis 9 kr. Wlederverkäufer erhalten entsprechenden Rabatt. Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Nleder⸗Ros bach den 17. October 1866. Backhaus⸗ und Hofraithe⸗Versteigerung.“P Großherzogliche Bürgermeisterel Nieder⸗Rosbach 2221 Samstag den 20. October d. J., des Abende J o st um 7 Uhr, wollen auf freiwilligen Antrag die Tobias V e 1 st e i 9 er l n g. Schenks Erben zu Staden abzugshalber ihr Back⸗ haus und Hofraithe in der Stadt, auf dem Rathhaufe daselbst, öffentlich an den Meistbietenden verste gern 2 Diensiag den 23. l. M.. Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, läßt Eb. Volp II. Wittwe von hier gegen lassen. Staden den 13. October 1866. Die Erben. gleich baare Zahlung versteigern: 2 trächtige Fahrkühe, 1 Rind, 1 Ziege, 2 Schweine, Federvleh, Bettwerk, Pausrath, Oekonomiegeräthe, Heu, Stroh, Kartoffeln ꝛc. ꝛc. 2 r 1 u b E n Steinfurth am 13. October 1866. 0 2 e 2174 aus dem berrschafllichen Zwinger werden das In Auftrag: g Großberzogliches Ortsgericht Steinfurtz. Pfund zu 6 kr. abgegeben durch 5 J. Dönges. Schultheis. Ein starker Junge 2 ue, Jngpferd, 2224 kann unter günstigen Bedingungen das Bäcker⸗ Nau helm p. Euser handwerk erlernen. Wo sagt die Exped. d. Bl., sowie 5 Ein Esel Herr Gaftwirth H. Jockel in Hungen. 2225 ist mir am 11. d. M. zugelaufen. Der Eigen⸗ Ein kräftiger Bursche 5 thümer kann ihn gegen Erstattung des Zuttergeldes und 2234 mit guten Zeugnissen verseben, findet dauernde der Inseratgebühren bet mir in Empfang nehmen. Beschäftigung bei Johs. Bechste en II. Odstadt. Joseph Schmidt II. Bei Bindernagel& Schimpff in Frledberg traf soeben wieder ein: Der Bundesfeldzug in Jayern 95 75 2 90. kr. Kaputzen 2233 und Kopftücher in den neuesten Mustern bei EK. Friedrich neben der Post. Neue Jordellen& holl. Häringe 2205 bei Cbrisii e Ein Zuverlässiger Hausbursche 2223 wird gesucht. Näheres beider Exped. d. Bl. Kartoffeln, 2223 sehr gute und schöne find gegen Bestellung malter⸗ weise und in Parthteen preiswürdig zu haben bet Löb Straus, dem Landgericht gegenüber. Zu verkaufen: 2229 Ein elegantes zugerittenes Reitpferd, fehlerfrei, 8 Jahre alt, sehr geeignet für einen Arzt, Preis nicht sehr hoch. Altenstadt den 14. October 1866. H Holzapfel. 2239 Ein Viertel 16 Ruthen Grabland in der Burggemarkung hat zu verpachten oder auch zu verkaufen Feiling. E e eee Todes ⸗ Anzeige. 2238 Freunden und Bekannten die traurige Nach- richt, daß es dem Allmächtigen gefallen hat unseren lieben Sohn und Bruder Karl Fink am Heutigen nach längerem Leiden und nach zurückgelegtem 14. Lebensjahre zu sich abzurufen. Die Beerdigung findet Donnerstag den 18. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, statt. Friedberg den 15. Oktober 1866. Namens der Hinterbliebenen: Heinrich Fink. Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 16. bis 31. Oetbr. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 7 18 k 2 Kubhfleisch, gem. 15.„ Leber- u. Blutwurst 20„ Rindfleisch, gem. 15„ Bratwurst 2 Hammelfleisch 14„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 15„ Geräucherter Speck 2 Kalbfleisch 12„ DOoörrfleisch a Schaaffleisch„ Schien 3 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28„ Hammelsfett— Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise. Bei H. Blum II., H. Engel II., Ph. Engel II., H. Gerth, A. Vogt Erben, W. Reuß III. ausgelass. Schmalz 32 kr.— Bei C. Fr. Walz Schwar⸗ tenmagen 26 kr.— Bei Joh. Walz III. Schweine⸗ fleisch 17 kr., Leber⸗ und Blutwurst 18 kr.— Bei Phil. Engel, Joh. Hanstein III. Hammelfleisch 13 kr.— Bei Philipp Engel Kalbfleisch 11 kr. Fruchtpreise. Per l 1 k riedberg, 16. October. Waizen 14 fl. r.; Korn 9 1520 kr.; Gerste 8 fl. 30 kr.; Hafer 4 fl. 35 kr.: Kartoffeln— fl.— kr. Grünberg, 13. October. Walzen 14 fl. 27 kr.; Korn 10 fl. 22 kr.; Gerste 8 fl. 10 fr.; Hafer 4 fl. 37 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 8 fl. 42 kr. Linsen 7 fl. 20 kr.; Saamen 15 fl. 57 kr,z Kartoffeln 3 fl. 30 kr. Frankfurt, 15. October. Waizen 1 fl.— kr. Korn 10 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr. Haser ft. kr. Mainz, 13. October. Waizen 14 fl. 34 kr.; Korn 9 fl. 25 kr.; Gerste 8 fl. 10 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr.; Kartoffeln 3 fl. 30 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 16 fl.— kr. Butter- und Eierpreise für Friedberg vom 13. October. 8 27—28 kr. Eier 5 und 6 Stück 8 kr. Butter pr.& Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 0 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. „Schweinefleisch pr. A 18 te. ———— — S 10 0 5 haben 1 Donner salutenwäßtd danse dab 1) Rechtu 2 een schulen. 3 Feste J) Ema gerwabrlole betteffen d: 7 Gelte auf dem Rat, Jad Manner, be ———ůů—— Darmsia gierungdlan II. Oreentr zumith Nöchel Mainz, das Ni Au Tuch au/ 61 Fus dies 85 Oderstalmtarr re Millecktuz J.. Hoffabperter ger Jncchritt dür de IV. Ermbg A. Schinder Ochemttald Dr dung, für den Ne L N. iersemeß 186 Preise quert dem Stud.* n Stun. dal. *. dem dt M. dnn Ulenst Agnädiaz Weessssen Aa. dee See da 3 N Dar * Wachenheim