E 2 dern 1866. Mittwoch den 10. October. Anzeiger für Oberhef D. sen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg 7 Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint wöchentlich zweimal, Mittwoch un der„Anzeiger für Oberhessen“ kann für October, November und Dezember in hiesiger Stadt durch die Expedition zu 18 kr., im übrigen Großherzogthum durch die Post zu 21 kr. bezogen werden. Der Raum einer einspaltigen Petitzeile wird mit 3 kr. berechnet. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 42. sub 2. Bekanntmachung, die Aussuhr von Pferden betreffend. Nr. 43. sub 1. Bekanntmachung, den zwischen dem Großherzogtbum Hessen und dem Königreich Preußen abgeschlossenen Friedenevertrag betreffend. Nr. 44. sub 1. Patent, die Ausführung des Art. 14 des Frledens⸗Vertrage mit Preußen ub 2. Patent, die Ausführung des Art. 15 des Friedens vertrags mit Preußen betreffend. Friedberg am 2. October 1866. Großh. Kreicamt Friedberg Trapp. Betreffend: Den im Jahr 1866 abzuhaltenden Rekrutsrungsrath für die Provinz Oberhessen. Friedberg den 8. October 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Nach einer Benachrichtigung des Präsidenten des Großherzogl. Rekrutirungsraths für die Provinz Oberhessen fiaden die Sitzungen des Rekrutirungsraths für die Provinz Oberhessen vom 5. bis 9. November d. J. zu Gießen statt. Es ist dabel zur Erleichterung des Geschafts und zum Besten der zum Theil weit herreisenden Recla⸗ manten die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage bestimmt worden sind, an welchen die— jenigen Individuen, welche beim Rekrutirungsrathe etwas zu thun daben, sicher sind vorzukommen, während an anderen Tagen dieselben den Angehörigen anderer Bezirke nachstehen müssen. Vorgedachte Tagbestimmung ist nun folgende: am 5. November die Bewohner der Kreise Alsfeld u. Grünberg, am 6. diejenigen der Kreise Schotten u. Lauterbach, am 7.„ diejenigen der Kreise Büdingen und Nidda, am 8.„ diejenigen der Kreise Friedberg und Vilbel, am 9 5 endlich diejenigen des Kreises Gießen. Sie haben dies alsbald zu veröffentlichen und weiter bekannt zu machen, daß alle zur Musterung des laufenden Jahres gehörigen Militärpflichtigen, sowohl die, welche speziell von Ihnen zu laden sind, worüber das Verzeichniß unten folgt, als auch die, welche ohne Einladung aus freiem Willen vor dem Rekrutirungsrathe erscheinen und daselbst Reclamationen vorbringen, oder sich einer ärztlichen Untersuchung unterwerfen wollen, vorzugs weise an dem Tage, der nach der obigen Eintheilung für ihren Bezirk bestimmt ist, Morgens halb 8 Uhr auf dem Bureau Gr. Kreisamts(im Regierungs- gebäude) versehen mit einem versiegelten, von dem betr. Gr. Buͤrgermeister ausgestellten Signalement ihrer Person und allen sonstigen für ihre Reclamation sprechenden Beweismitteln(Zeug nissen der Aerzte, Schullehrer, Geistlichen, Ortsvorstände, glaubhafter Privatpersonen, deren Zeugnisse jedoch, da sie nicht in Amt und Pflichten stehen, gerichtlich beeidigt sein müssen) sich zu melden, sowie auch, daß alle bei der letzten Truppenergänzung von den Regimentern und Corps als untauglich zurückgewiesenen Rekruten, welche zur definitiven Entscheidung über ihre Tauglichkeit oder Untauglichkeit bei dem Rekrutirungsrath erscheinen müssen, ebenfalls mit einem ver— schlossenen, von dem betreffenden Bürgermeister ausgestellten Signale— ment ihrer Person und dem von dem Militär erhaltenen vorläufigen Entlassungsscheine Morgens halb 8 Uhr in dem oben bezeichneten Bureau sich einzufinden haben. Schließlich machen wir noch darauf aufmerksam, daß, wenn Einer oder der Andere von den Militärpflichtigen, die bei der diesjährigen Musterung nicht erschienen und als dem Gesetz ausgewichen notirt worden sind, in seine Heimath zurückgekehrt ist, diese Leute ebenfalls an den Rekrutirungsrath vorzuladen sind und deßhalb alsbald Bericht anher zu erstatten ist. Ueber die Vorladung der nachstehend genannten Personen sehen wir bis zum 25. October d. J. Bericht entgegen. Trapp. Kreie Friedberg. A. Nekruten. 1. Pbtilipp Heinrich Gatzert von Friedberg, zwelfelhaft untauglich beim Eintreffen im Dienst 1866.— 2. Jacob Rübl von Ober-Mörlen, untauglich beim Eintreffen im Dienst 1866.— 3. Job. Georg Landvogt von Rockenberg, desgleichen. — 4. Heinrich dur wig Koch von Nieder⸗Florstadt, temp. untauglich beim Eintreffen im Dieust 1866.— B. Conscriptions pflichtige de 1866. 5. Phllppp Marx von Bußzbach, zweilfelbaft untauglich.— 6. Johannes Seibel von Fauerbach v. d. H., desgleichen.— 7. Karl Friedrich Ludwig Eich von Friedberg, desgleichen.— 8. Wildelm Adam Schmidt daseldst, desgleichen. — 9. Moritz Strauß daselbst, desgleichen.— 10. Chrtstian Volp daseldst, des⸗ gleichen.— 11. Karl Wagner daselbst, desgleichen.— 12. Peter Jacob Rack von Nieder Mörlen, desgleichen.— 13. Konrad Bil Cortstopd I. Sobn von Nieder ⸗Weisel, desgleichen.— 14. Peter Hahn von Ober⸗Mörlen, desgleichen.— 15. Karl Krebs daseldst, desgleichen.— 16. Georg Heinrich Laundardt von Ober Rosbach, desgleichen.— 17. Georg Freese von Ostheim, desgleichen.— 18. Hermann Schuldt daselbst, desgleichen.— 19. Markus Hessenberger von Staden, desgleichen.— 20. Potlipp Böcher don Södel, konnte wegen Krank⸗ beit bet der Musterung nicht erscheinen.— 21. Joh. Peter Jacob Brauburger von Nieder- Mörlen, befand sich zur Zeit der Musterung in Daft.— 22. Martin Gerstemeper von Friedberg, ist dei der Musterung 1866 nicht erschienen und daher als dem Gesetz ausgewichen notirt worden. Betreffend: Zusammenlegung von Grundflücken und Anlagen und Regulirung von Gewangen und Gewannwegen in der Gemarkung Fauerbach d. Fr., insbesondere in den Ge— wannen„in der Osterlucep“ und„an der Wingertogaß. Friedberg den 20. September 1866. Bekanntmachung. 12010] Nachdem von Seiten mehrerer Grundbesitzer der Antrag auf Zusammenlegung von Grundstücken, Anlagen und Regulirung von Gewannen und Gewannwegen, und zwar in den Gewannen»in der Osterlucey“ und„an der Wingertsgaß“, Gemarkung Fauerbach b. Fr., bestehend ausschließlich aus Ackerland und begriffen die Grundstücke in Flur V von Nr. 1 bis Nr. 45, sowie die Grundstücke in Flur IV von Nr. 259 bis 261 und Nr. 266 bis Nr. 278, mit Flächeninhalt von 22637[◻IKlftr., oder 56 Morgen 237 QKlftr. und einem Steuerkapital von 237 fl. 24 kr., an das s. g.„kleine Wartfeld, in der Gemarkung Friedberg sich anschließend, gestellt und hiernach eine Abstimmung der Betheiligten nach Maßgabe des Art, 1 bis 3 des Gesetzes vom 24. December 1857, die Zusammenlegung der Grundstuͤcke betreffend, nöthig geworden ist, so wird dies unter dem Anfügen hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß die summarische Beschreibung der zusammenzulegenden Flächen, die oben schon näher bezeichnet sind, mit Angabe der Namen der Besitzer, nebst einem vorläufigen Plane, vom 24. September J. J. an bis zum 23. October J. J. einschließlich auf dem Rathhause zu Fauerbach b. Fr. zur Einsicht der Juteressenten offen liegen, und werden dieselben zugleich zur Abstimmung in dem hierzu auf Mittwoch den 24. October l. J., von Vormittags 9 bis 12 Uhr, auf dem Rathhause zu Fauerbach b. Fr. anberaumten Termine fünfter dem Bemerken eingeladen, daß diejenigen Grundbesitzer, welche in dem bezeichneten Termine weder in Selbstperson noch durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte abstimmen, als gegen die Ausführung der Zusammenlegung ꝛc. stimmend, angesehen werden müssen f 2 Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Darmstadt. Unter dem Vorsitze des Herrn Hofgerichtsraths Hahn fand am 9 d. im Rath— hause dahier eine zahlreich besuchte! ersammlung zur Constituirung eines Vereins zur Unter- Nauheim. Großes Aufsehen erregt hier der trotz Friedensvertrag und Einverleibungs— Patent am 6. d. M. ohne öffentliches Ausgebot erfolgte Verkauf der zum herrschaftlichen Hofgute il on Invaliden und von Hinter- 16 een bessischer Sol- mainen⸗Hofraithe an einen hiesigen isrgelitischen daten vom Feldzuge 1866 statt. Nach Einwohner. Mit dem gleichen Rechte müßte wohl längerer Berathung wurde der vorgelegte Sta- die Großherzoglich Hessische Regierung auch noch tutenentwurf endgültig festgestellt. Der Jahres- ihre in den abgetretenen Bezirken der Provinz beitrag ist auf einen Gulden festgesetzt; selbst- Oberhessen gelegenen, werthvollen Besitzungen verständlich werden auch höhere Gaben dankbar veräußern dürfen, statt dieselben an Preußen zu angenommen. Die Verwaltung ruht in den überlassen. Es macht der erwähnte Fall hier um Händen eines aus 17 Mitgliedern bestehenden so mehr von sich reden, da die Stadt Nauheim Ausschusses, der aus seiner Mitte den aus 5 serst vor kurzem ein zum Staatsvermögen gehöriges Personen zusammengesetzten Vorsland wählt.— Seitengebäude nur weit über dem im öffentlichen Die Bildung von Zweigvereinen wird erwartet. Ausgebot erzielten Kaufpreise erwerben konnte, — In öffentlichen Blättern laden die Herrn trotzdem dieses zur Verbreiterung und Ver⸗ Decker, Pfarrer zu Rodheim, Seipel, Pfarrer zu schönerung der Reinhardsstraße im öffentlichen Waldgirmes und Daab, Pfarrverwalter zu Königs-(sohin auch Staats-) Interesse niedergelegt berg ihre Amtsbrüder aus den abgetretenen werden soll. Landestheilen des Großherzogthums Hessen zu Berlin. Wie die Voss. Ztg. mittheilt, einer Besprechung wichtiger kirchlicher Angelegen- hätte Graf Bismarck den ihm verliehenen bape— heiten nach Marburg in die Bahnhofsrestauration rischen Hubertusorden abgelehnt. Nach dem auf den 17. d. M., Morgens 10 Uhr.— Wie Ordensstatut müssen„die Aufzunehmenden ehren— man hört, soll den Geistlichen, welche in dem vollen Charakters sein und als fürstliche Ritter Großherzogthum zu verbleiben wünschten, an 200, als gräfliche Ritter 100 Ducaten Auf- höherer Stelle in Darmstadt eröffnet worden sein, nahmegebühr und 100 Reichsthaler für das daß dies nach dem Inhalt des Friedensvertrags Diplom zahlen. Die Ritter verpflichten sich, dem nicht anginge. In der That fehlt es auch an Könige von Bayern treu und hold zu sein und einer Kasse, aus welcher die Geistlichen bis zu Mildthätigkeit zu üben. tigten Nachfolger, vorbehaltlich des Wiederauf— lebens seiner Regierungsrechte, entbindet, ist gleichzeitig publicirt worden. Frankfurt. Gestern Vormittag 11 Uhr gehörigen, mitten in der Stadt gelegenen Do. fand im Kaisersaale der feierliche Akt der Besitz— ergreifung der vorhinigen freien Stadt Frankfurt durch die Krone Preußens statt. Nachdem sich die Mitglieder des Senates, die Geistlichkeit, die Ober— lehrer der Schulen und die Spitzen verschiedener Behörden, sowie das Offiziercorps der Garnison versammelt hatten, erschienen der königl. Civil gouverneur, Freiherr v. Patow, und der königl. Civilcommissär, Herr Landrath v. Madai. Letzterer verlas nach einigen einleitenden Worten des Herrn v. Patow das Besitzergreisungspatent, das in seiner Einleitung Jedermann kund thut, daß nach erfolgter Besetzung der freien Stadt Frankfurt die Vereinigung desselben mit der preuß. Monarchie beschlossen und zu diesem Behufe mit Zustimmung beider Häuser des Landtages das Gesetz vom 20. Sept. d. J. erlassen und verkündigt worden sei. Es heißt dann weiter:„Demzufolge nehmen Wir durch gegenwärtiges Patent mit allen Rechten der Landeshoheit und Oberherrlichkeit in Besitz und einverleiben Unserer Monarchie mit sämmt— lichen Zubehörden und Ansprüchen die vormalige freie Stadt Frankfurt a. M. mit den zu ihrem Ge⸗ biete gehörigen Ortsbezirken Bonames, Bornheim, Hausen, Niederrad, Niederursel und Oberrad.“ Sie sollen ein Zehntel Sodann wird befohlen, die preuß. Adler an den ihrer Wiederverwendung bezahlt werden könnten. ihrer Einkünfte an die Krankenhäuser abgeben.“ Gränzen zur Bezeichnung der Landeshberrlichkeit Die Zahl der geistlichen Stellen in den abge- tretnen Landestheilen soll 36, in den angefallnen absichtige die Regierung, Baron Werther von Territorien 8 betragen. Wien zurückzuberufen, sobald Frhr. v. Beust in — Wie das Frft. Journal berichtet, nahmen in das österreichische Ministerium tritt. Kriegsminister v. Wachter und Oberstlieutenant— Am 28. 9. M. wurde in Berlin die mit Mootz vom Generalstab in der vorigen Woche 2850 Unterschriften Frankfurter Bürger bedeckte die Gefechtsfelder von Laufach, Frohnhofen, Denkschrift gegen die Einverleibung übergeben. Weiberhöfen u. s. w. in Augenschein, um der zu— Die„Kreuzzeitung“ wiederspricht, daß Begutachtung der Dispositionen zu den bei jenen die Untersuchung gegen die Mannschaft des Orten stattgefundenen unglücklichen Unternehmungen 32. Regiments, welche sich an dem Frankfurter niedergesetzten militärischen Commission die er- Exceß betheiligt, eingestellt und die Mannschaft forderlichen Aufschlüsse über die Terrainsver- in die Heimath entlassen worden sei. Die Unter- hältnisse zu liefern. suchung befinde sich vielmehr in vollem Gange. — Geh. Legationsrath Hofmann soll zum Wie dasselbe Blatt mittheilt, geht es mit dem Ministerresidenten in Berlin bestimmt und an Befinden des Ministerpräsidenten Grafen v. Bis- seine Stelle der seitherige Bundestagsgesandte marck, wenn auch langsam, besser. a L. Biegeleben zum Rath im Ministerium des.— Auf eine vertrauliche Anfrage in Wien Aeußern ernannt worden sein.— Geh. Justiz- soll Baron Werther den Bescheid erhalten haben, — Die„Berl. Börs. Ztg.“ erfährt, es be⸗ rath Hofmann, bei uns Oberhessen in gutem daß die Berufung des Herrn v. Beust zum Andenken aus seiner früheren langjährigen Wirk- österreichischen. Minister des Aeußern keineswegs samkeit als Landrichter in Friedberg, wurde zum bevorstehe. Mitglied und Rath am Gr. Oberappellations⸗ Dresden. Die durch den Tod des Generals gericht ernannt unter Beibehaltung seiner Functionen v. Schack erledigte Posten eines k. preuß. als Visitationscommissär der Stadt- und Land- Generalgouverneurs für die sächsischen Lande ist gerichte. Leider soll derselbe schon längere Zeit dem hier eingetroffenen Generallieutenant und leidend sein, hoffen wir, daß er sich baldiger Divisionär v. Trümpling provisorisch über- Genesung erfreuen möge. tragen worden. Derselbe hat das Verbot poli— r. Friedberg. Als Ort für Abhaltung der tischer Versammlungen aufgehoben und die Ueber⸗ diesjährigen Hauptversammlung des Gustav- tragung der Einquartierungslast auf die Haus— Adolf ⸗Vereins für das Großherzogthum besitzer verfügt. Hessen wurde bei der vorjährigen Versammlung Hannover. Die Nachrichten der„K. Z.“, Friedberg vorgeschlagen und schon im Laufe daß der Graf Schwerin zum Civilgouverneur dieses Frühjahres bei Constituirung eines Fest⸗ für des Königreich Hannover ausersehen sei, hat comités dahier die letzte Woche des Monats Juni zur hier große Befriedigung erregt. Man hofft in Abhaltung der Feier in Aussicht genommen, allen Kreisen, daß sich diese Mittheilung bestätigen Die kriegerischen Ereignisse dieses Sommers gaben möge. Jedenfalls würde eine solche Ernennung jedoch zur Vertagung des Festes Veranlassung. versöhnend auf diejenigen Kreise wirken, die sich Nunmehr aber hat nach wiedergekehrtem Frieden bisher noch ablehnend verhalten. der Verwaltungs rath des Hauptvereins den Wunsch— Am 6. d. M hat auch in Hannover der ausgesprochen, daß die Versammlung doch noch feierliche Act der Besitzergreisung des Landes für in diesem Jahre stattfinden möge und wurde in die Krone Preußens im Residenzschlosse stattge— Folge dessen bestimmt, dieselbe Dienstag den funden. Die Feierlichkeit fand in ähnlicher Weise 30. Oktober, am Vorabend des Gedenktags statt, wie solche von Frankfurt aus berichtet ist. der Reformation, dahier abzuhalten, jedoch, im Besitzergreifungspatent und Proclamation sind Hinblick auf den Ernst der Zeit, jede äußere ihren wesentlichen Inhalte nach gleichlautend wie Feierlichkeit von der Versammlung auszuschließen. dort.— Kleine Demonstrationen blieben nicht Die übliche Vorversammlung findet Montag den unbemerkt; so wurden hier und da Läden ge— 29. Okt., Abends 5 Uhr, im Rathhaussaale statt. schlossen, die Schaufenster schwarz behängt, viele Der öffentliche Gottesdienst in der Stadtkirche Damen erschienen auf den Promenaden in Trauer— 5 Morgens 9⅛½ Uhr, die Versammlung kleidern. Die große Menge verhielt sich auch um 11 Uhr in der Burgkirche.— Die Gast⸗ hier theilnahmlos. Schwarz⸗weiße Fahnen waren freundschaft dec Bewohner Friedbergs wird nicht nur auf den öffentlichen Gebäuden zu sehen.— ermangeln, dem Comité für die schon am Vor- Eine Bekanntmachung, wodurch König Georg abend des Festes eintreffenden Gäste die nöthigen seine Unterthanen, sowie alle königlichen Diener Wohnungen bereitwilligst zur Verfügung zu stellen. ihres Eides gegen sich und die successionsberech⸗ aufzurichten, statt der bisher angehefteten Wappen das königl. Wappen anzuschlagen und die össent⸗ lichen Siegel mit dem preuß. Adler zu versehen. Allen Einwohnern wird geboten, den König von Preußen fortan als ihren rechtmäßigen König und Landesherrn zu erkennen und Gesetzen, Verord- nungen und Befehlen mit pflichtnäßigem Gehorsam nachzuleben. Jedermann wird Schutz versprochen im Besitze seiner wohlerworbenen Privatrechte. Gesetze und Einrichtungen der disherigen freien Stadt Frankfurt a. M. sollen möglichst erhalten bleiben u. s. w. u. s. w. Das zweite Aktenstück lautet: Allerhöchste Proclamation an die Bewohner der vormaligen freien Stadt Frankfurt. Durch das Patent, welches Ich heute vollzogen habe, vereinige Ich Euch, Ein⸗ wohner der Stadt Frankfurt a. M. und deren Gebietes, mit Meinen Unterthanen, Euren Nachbarn und deutschen Brüdern. Durch die Entscheidung des Krieges und durch die Neugestaltung des gemeinsamen deutschen Vaterlandes nunmehr der bisherigen Selbständigkeit enthoben, tretet Ihr jetzt in den Verband eines großen Landes, dessen Be— völkerung Euch durch Stammesgemeinschaft, durch Sprache und Sitte verwandt und durch Gemeinsamkeit der In⸗ teressen befreundet ist. Wenn Ihr Euch nicht ohne Schmerz von früheren, Euch lieb gewordenen Verhältnissen lossagt, so ehre Ich diesen Schmerz und würdige denselben als eine Bürgschaft, daß Ihr und Euere Kinder auch Mir und Meinem Hause mit Treue angehören werdet. Ihr werdet die Nothwendigkeit des Geschehenen erkennen. Denn sollen die Früchte des schweren Kampfes und der blutigen Siege für Deutschland nicht verloren sein, so gebietet es eben die Pflicht der Selbsterhaltung, als die Sorge für die Förderung der nationalen Interessen, Frankfurt mit Preußen fest und dauernd zu vereinigen. Und— wie schon Mein in Gott ruhender Herr Vater es ausgesprochen — nur Deutschland hat gewonnen, was Preußen erworben. Dieses werdet Ihr mit Ernst erwägen und so vertraue Ich Euerem deutschen und redlichen Sinne, daß Ihr Mir Euere Treue eben so aufrichtig geloben werdet, wie Ich zu Meinem Volke Euch aufnehme. Eueren Gewerben, Euerm Handel und Euerer Schifffahrt eröffnen sich durch die Ver⸗ einigung mit Meinen Staaten reichere Quellen. Meine Vorsorge wird Euerem Fleiße wirksam entgegenkommen. Eine gleiche Vertheilung der Staatslasten, eine zweckmäßige energische Verwaltung, sorgsam erwogene Gesetze, eine ge⸗ rechte und pünktliche Justizpflege, kurz alle die Garantien, welche Preußen zu Dem gemacht, als was es sich jetzt in harter Probe bewährt hat, werden Euch fortan gemeinsame Güter sein. Eure kriegstüchtige Jugend wird sich seiner Zeit ihren Brüdern in Meinen anderen Staaten zum Schutze des Vaterlandes treu anschließen, und mit Freude wird die preuß. Armee dieselbe empfangen. Die Diener der Kirche werden auch fernerhin die Bewahrer des väter⸗ lichen Glaubens sein. Euren Schulen und den von Euch rühmlichst gepflegten Anstalten für Wisseuschaft und Kunst werde Ich Meine besondere Aufmerksamkeit widmen, und wenn der preußische Thron, je länger desto mehr, als der Hort der Freiheit und Selbständigkeit des deutschen Vater⸗ landes erkannt und gewürdigt wird, dann wird ouch Euer Name unter denen seiner besten Söhne verzeichnet werden, dann werdet auch ihr den Augenblick segnen, der Euch mit einem größeren Vaterlande vertinigt hat. Das walte Gott! Schloß Babelsberg den 3. Oktober 1866. Wilhelm. Freiherr v. Patow richtete noch eine kurze Ansprache an die Versammlung, erklärte die Be⸗ d d. Be sehenden mit der Bürgersch Unabhan, Civilcom überraiche und hat sthatsächlic Kass⸗ fund auch Vormitiag lleibung! Blieisein d Geishnche Vereine Proclamat Möller ver Wies befindet sich auf einem der Hero, vielfach pe Besitze der holländische — n hat dem und Kran! zu Wiesba und hat d genommen Oest. densvertrg staltgefundt derki Prot rist zur fünfzehn berelts 1 U ral ebe — Jran Conguß n kommen. Wadgru alu n gichthräch „ Neal ist nun N worden, dncchaus sondern un der llerttal unternehn 0 Ae heilung, sughe leiten — sinahme Frankfurts für erfolgt und schloß mit einem Hoch auf den König. In demselben Augen— blicke wurde die preußische Fahne auf dem Römer aufgehißt. Hierauf war die Feierlichkeit beendet. Vor dem Römer war eine Compagnie des 34. Infanterie- Regiments mit der Fahne und dem Musikcorps aufgestellt, welches Letztere im Moment der Besitzergreifung die Nationalhymne spielte. Das auf dem Platze versammelte Publikum ver- hielt sich theilnahmlos. Auch auf den Kasernen, der Börse, in welcher sich das Telegraphenamt befindet, dem Postgebäude und anderen öffentlichen Gebäuden wehen jetzt die preußischen Fahnen. — Minister v. d. Heydt befindet sich seit einigen Tagen in Frankfurt und hat Absteigequar— tier in der„Westendhalle“ genommen. Gleichzeitig ist sein Bruder, Chef des bekannten Bankhauses in Elberfeld, im„Russischen Hofe“ eingetroffen. — Wie mitgetheilt wird, hat der Senat in seiner letzten Sitzung beschlossen, gegenüber der, auf Grund des veröffentlichten Gesetzes, d. d. Berlin den 20. September 1866 bevor— stehenden Vereinigung der freien Stadt Frankfurt mit der preußischen Monarchie, die Rechte hiesiger Bürgerschaft auf staatliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit mittelst geeigneter, dem königl Civilcommissaͤr, Herrn Landrath von Madei, zu überreichender Urkunde ausdrücklich zu wahren, und hat der Senat diesem Beschlusse bereits thatsächliche Folge gegeben. Kassel. Wie in Frankfurt fand auch dahier am 8 d. M. gegen 11 Uhr Vormittags die Verkündigung des Einver— leibungspatents durch den Gouverneur, im Beisein der Beamten der Administration, der Geistlichkeit, der Landesbehörden und verschiedener Vereine vor dem Schlosse statt. Patent und Proclamation wurden durch den Civilgouverneur Möller verkündigt Wiesbaden. Die Herzogin von Nassan befindet sich gegenwärtig in Königstein im Taunus auf einem reizend gelegenen Besitzthum, welches der Herzog vor mehreren Jahren angekauft und vielfach verschönert hat. Auch Biebrich süll im und Wiesbaden Besitze der Herzogl. Familie bleiben, da die holländische Linie daran betheiligt sei. — Ein Verein von Bürgern Wiesbadens hat dem Kriegsministererium für 105 Verwundete und Kranke der preußischen Armee freie Kur zu Wiesbaden nebst freier Verpflegung angeboten und hat das Ministerium dieses Erbieten an- genommen. Oesterreich. Die Unterzeichnung dee Frie- densvertrages zwischen Oesterreich und Italien hat stattgefunden. Der Vertrag besteht aus 24 Artikeln, drei Protokollen und einem Zusatzartikel. Die Frist zur Auswechslung der Ratification ist eine fünfzehntägige. Neueren Nachrichten zu Folge ist bereits mit der Uebergabe Venetiens an den Gene— ral Leboeuf begonnen. Frankreich. Der erwartete Diplomaten— Congreß in Biarritz scheint nicht zu Stande zu kommen. Moustier ist nach Paris abgereist. Metternich meidet Biarritz, Bismarck sucht Er— holung in Pommern und Gortschakow schont seine gichtbrüchigen Füße und bleibt an der Newa. Italien. Der Aufstand in Palermo ist nun auch von Garibaldi öffentlich verdammt worden, der erklärt, es habe sich bei demselben durchaus nicht um eine nationale Erbebung, sondern um ein von dem abgesetzten Fürsten und der klerikalen Reaction unterstütztes Briganten- unternehmen gehandelt. Dieses Urtheil des Frei⸗ schaaren⸗Generals wird bestätigt durch die Mit- theilungen über die an der Spitze stehenden Per— sönlichkeiten. Türkei. Aus Konstantinopel wird be— berichtet, daß in einem der Athosklöster, welche der russische Gesandte Ignatieff unlängst besuchte, die türkische Polizei 6000 Gewehre aufgefunden haben soll, was man mit der Wallfahrt des russischen Diplomaten in Zusammenhang bringt. Anonyme Zusendungen an die Rebactlon des„Anzeiger können keine Aufnahme finden, Für jedes der Rebaction zugewendete Vertrauen sichert dieselbe indessen die strengste Discretion zu. D. Red Frankfurter Cours. 9. Oktober 1866. Cours der Staatspapiere. Oesterr. 5% Met. 1859 1. Lst. 57/8, ½ b „ 50% Nat.-Aul. 1854 50½ 0 Preussen 4 1% Obligat, b. Rth. 5 10% do. do—— Bayern 5% Obligatlon 96 P 4½0% ½ aur. b. Rth 90 b. * 4⁰ 0 do do 861 2 Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 92% P — 4% do 40 Baden 0% Obligat 88% G Gr. Hess. 4% Obligat 91 P 1 0 Gr. Hess. 3 1/0 Obligation. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 92% P. 8 40% do do 86 P Kurhe 4% Obl. b. K. 4 105/92 ½ 1 Frankf. 57009 Obligat. 81 ö 907 do 8 Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 1285% Flunland 77% do 1. R. à 105% 2% P 4½% Pfdbr. 1. R. 105— Schweden 4½% O. 1. R. à 105/84 u. G 4½% Pfb. 1. R. à 10584 P PN.-Amer. 6% St. 1. E. 1882 72½.— Voll ein bezahlte Eisenbal ᷓ7—t⁰ o Bayr. Ostbahn 113½ P 30 o Liv. C. D.& U r. a 2 K 2 P 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B— 50% Tos, Centr.— Pr 0 J 30 o Oesterr. St.-Eisenb.-Prlor 493 9 P. 5 J abethbahn-Prior 70 60% Oest. Süd St. u. Lomb. E. B. 881 50% do neue Em 0% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 441 1 4½9% Hess, Ludo b.-Prior. 94½ J Anlehens- Loose. Oest. 250 fl. b. R. 1839— Oest. 100 Pr. v. 1864 66 ½ P. Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 140½ 250, 1854056 Schwed. Thlr. 10-L. 9% 6. 374 100 Pr. L. 1858110% G Bad. 35 fl. Loose 50% J Nass. L. b. B. I35½ 1 500, v. 1860% 62 P. Kurb. 40 Thl.-L. b. R. 52 P Sard. 36 Fr. L. b.! GoOoI d un d silber Pistolen u. 9 41—43 Raud-Ducat. U 1 4—34 old pr. Zoll-. fl.—— Doppelte 9 42—44 20 Franes- Stüc 22—23 Inch. Sub. pr. Z.! Preuss. Frledrd'or(„ 9 57½—58½[ Eugl. Sovereigus.„ 11 46—50 Preuss. Kassene 144 9⁰—45½ Holl. f. 10 Stücke 9 46 47 Rus 1. perlales 9 4 14 D. Is in Gold 2 26—27 — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung und ertheilt Coupons- Zahlungen u. s. w. reeller Bedienung gerne Auskunft S. Lindheimer in jede gewünschte über E Verloosungen, Friedberg. Saateichel- und Buchel-Ankauf. 2093 Montag den 15. October d. J., Vormittags 10½ Ubr, soll die Lieserung von ungefähr 120 Malter Eicheln, und 4 Malter Bucheln, durch öffentliche Versteigerung an die Wenigstforderaden auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle in Accord gegeben werden. Unbekannte Steigerer müssen vorher nachweisen, daß sie die Lieferung erfüllen können; Diejenigen, deren Forderung die Genehmigung erhalten, als Sicherheit für die Erfüllung des Accords eine ½ des Kaufpreises be⸗ tragende Summe in Baar oder Werthpapteren binter⸗ legen. 1 Ober- Rosbach den. September 1866. Großberzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach Bingmanu. Kram⸗& Viehmarkt zu Windecken 2147 Dienstag den 16. Oktober d. J. Windecken den 2. Oktober 1866 Der Stadtvorstand Menger. Mobiliar-Versteigerung 2149 Naͤchsten Donnerstag den 11 d. M., von Morgens 9 Ubr ad und die folgenden Tage, werden im Gast baus zum Europälschen Hofe dahter umzugshalber öͤffent lich an den Meistbietenden versteigert: 1 Causease, 1 Pfetlerschrank, 1 Edschrank wit Splegel⸗ thüre, Kommoden, Tische, Bücher und Kleiderschränke, diverse Wasch⸗ und Nachttische, Sessel, 2 Küchen— schränke, Spiegel, 1 seuerfester Kassaschrank, Bettstellen mit Sprungkedern und Roßmatratzen, Deckbetten Plumeaux und Kissen, Haus- und Küchengeschirr in Kupfer, Messing, Blech und Holz ꝛc., Wanduhren, Teppiche, Badewannen, Thee und Kaffeekannen von Cbristopbel, Glas- und Porzellanwaaren, Damast tafeltücher und Servietten, Leintücher u. s. w., sodann eine Partie Liqueure, weiße und rothe Weine in Flaschen und Fässer, und werden zunächst die Möbel, die Weine aber Freitag den 12. d. M., Nachmittags 2 Ubr, versteigert. Nauberm den 4. Oktober 1866. Der Stadtschreider Schutt. Schaafpferch⸗Versteigerung. 2184 Freitag den 12. October d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Rathbause 10 bis 15 Schaaf pferche, welche Samstag den 13. October ihren Anfang nehmen, öffentlich an den Meinbletenden verstelgert werden Frledberg am 8. October 1866. Groß berzogliche Bürgermeiflerel Frledberg J. B. d. B.: Der Großberzogliche Beigeordnete W'a U. 2146 Ein milttärfrommes, einge sabrenes Reitpferd ist zu verkaufen. Nähere Auokunft erthellt die Exped. d. Bl. Vergebung von Lieferungen. 2215 Dienstag den 16. Oktober l. J., Vormittags Uhr, wird im Soumissiouswege vergeben für 1867 die Lieserung von 1) flüssiges Wasserglas aus der Fabrik von Kunbeim und Comp. zu Berlin zur Wasche des Weißzeugs ) Reiserbesen(sind Muster einzusenden), 3) Paptere und soastige Schreibmatertalien(find Muster einzusenden), 4) ungebleichte Leinwand, sog. Futterleinen, ) blaues und graues Leinengarn(Zettelgarn), 6) gebleichtes Dandtücherzeug, 7) Pessenzwilch, 8) Halstücher, Sacktücher, sowie Baumwollwatte, 9) blaue Kittel, gestrickte Camisöler, Palstücher, Posen⸗ ö und Wesienzeuge für abgebende Sträflinge(find Mufter vorzulegen), Arbellsutensilien für Schuhmacher, Schneider und Näberinnen, Werkzeuge für Schlosser, und Schneider, Stahl, Eisen und Eisenwaaren, Leim, Cölner und sog. Landleim 1. Sorte, Seilerwaaren, Nußdaum- und Abornfourntere, Dlelen und Latten, Dolzdohlen in verschiedenen Sorten und Dimen- sionen, Reißistämme zu Küferwaaren, Bürstendinderarbetten, ungertssenes Stublrobr, Roß baare, einfoches Fensterglas in verschiedenen Dimensionen Schleif- und Abziehfteine, Eichenbolzdauben zu Küferwaaren, Spiritus, ausgeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen, Rind⸗ leder, weißes sämisches Schafleder, Wildleder, rind⸗ lederne Weberschürzen und Sobllederabfälle. Für die unter jeder Ziffer verzeichneten Gegenstände ist eine besondere Soumission erforderlich. Die Liefe⸗ rungsbedingungen find bet der Direktion des Landes- zuchtbauses einzuseben. Die Soumissionen müssen dis zum obigen Termine, Vormittags präeis 10 Uhr, in dem vor dem Direktions Büreau defindlichen Soumisfsfions⸗ kasten verschlossen niedergelegt sein. Marlenschloß den 1. Oktoder 1866. Groß berzogliche Landes zuchts⸗ Direktion Trumpler. Bekanntmachung. 2101 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß an Stelle des erkrankten Kammerratd Peren Kießling zu Hungen der Fürstliche Kammer- Assessor Herr Demme aus Braunfels mit Versedung der Rent⸗ amtogeschäfte von unsers Fürsten Durchlaucht dis auf Welleres beauftragt worden ist. Braunfels den 1. October 1866.* gürfliche Rentkammer Dr. Püffell. Blumenzwiebel acob Herrmann, Samenbandlung. 10 11 Schreiner, Schuhmacher 12 13) 14 15) 169 17) 18) 19 20 210 22) 23 24) 25) 26 Haarlemer 2152 det die Veräußerung von Militärpferden betr. 2172 Es wird blermit bekannt gegeben, daß an den nachbenannten Tagen und Orten 819 Stück, größten theils gut gehaltene, Zugpferde der Artillerte und des Trains gegen baare Zablung versteigert werden sollen, und zwar 1. 240 Stück in tags den 12., und Montags, Dienstags und und 17. d. Mis. 2. 117 Stück in Heppenheim, Donnerstags und Freitags den 18, und 19. d. Mis. a 3. 190 Stück in Wörrstadt, Montags, Dienstags und Mittwochs den 22, 23. und 24. d. Mts.; 4. 126 Stück in Ostho fen, Donnerstags und Frei- tags den 25. und 26. d. Mie; 5. 70 Stück in Nieder⸗Wöllstadt, 29. d. Mts., und 6. 70 Stück in Butzbach, Dienstag den 30. d. Mts. Ausdrücklich wird bemerkt, daß, um den früheren Besitzern die Wiedererlangung ihrer Pferde zu erleich an den bezeichneten Orten nur, solche Pferde zur äußerung kommen werden, welche in der einschlägigen Provinz ausgeboben worden find,— und daß bei jedem Pferde der Namen des früheren Besitzers, sowie dessen Wohnort verkündigt werden wird. Die Bürger meistereten werden nun aufgefordert, für die weitere Bekanntmachung durch die Schelle innerhalb ihrer Orte Sorge zu tragen. Darmftadt den 6. October 1866. Großherzogliche Kriegsministersum: A* Darmstadt, Frei 2 8 Mittwochs den 15., 16. Serib a. Vergebung von Lieferungen. 2170 Donnerstag den 18. October l. J., Vormittag 10 Uhr, werden dahier zur Lieferung versleigert: 150 Malter Kartoffeln, 1000 Stück Weißkraut, 200„ Wirrsirg, 80 Centner Sauerkraut, Der Bedarf an Ochsen⸗, Schweinen, 3 fleisch und Schweineschmalz in 1867. Marienschloß den 7. October 1866. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗ Trumpler. Direction Bekanntmachung. 2177 Dienstag den 23. October l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem hiesigen Landgerichtslocale etwa zwel Centner ausgeschiedene Acten zum Einstampfen versteigert werden. Friedberg den 8. October 1866. Großberzogliches e eee Friedberg a u. Mobiliar⸗Versteigerung. 2182 Freitag den 12. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, 2185 Nachdem die Erben und Vormünder durch den Unterzeich⸗ neten in der Bebausung des verstorbenen Großherzogl. Beigeordneten Nürnberger den Nachlaß der Immo⸗ bil'en und Mobilien, bestehend in einem zweistöckigen Wobnhaus nebst Stallungen, Grabgarten und drei Morgen Ackerland, Tischen, Kleiderschränken, Bettstellen, Kommoden und allerlei Hausgerätbschaften meistbtetend versteigern. Wifselsheim den 8. October 1866. Großherzogliches Ortsgericht Wisselsheim Hof em lassen die ann. Bekanntmachung. 2178 Aus dem Steinbruch des Guflav Dieffenbach, bei Schwalbeim gelegen, sollen 2 Cubikklafter Chaussir⸗ sleine auf die Markwiese zu fahren Samstag den 13. October, Vormittags 10 Uhr, zu Bauernbe im an die Wenigfinehmenden in Accord gegeben werden. Die Baustelle st im Wege von Bauernheim nach Friedberg nächst der Wetterbrücke. Friedberg den 9. October 1866. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. Friedr. Röhrichs Arrowrool- Kinderzwiebach vollständiger Ersatz der Ammen und Mut⸗ termilch, 4920 sowie kräftigendes Nahrungsmittel für kleine Kinder und Schwächlinge. Langjährige und erfolgreiche Anwendung der berühmten Geburts- helferin und promovirten Doctorin Frau Pro⸗ fessor Dr. Heidenreich geb. von Siebold in Darmstadt. Zu haben in ½ Paqueten à 14 kr. und ½ Paqueten à 7 kr. bet Ph. Dan. Kümmich in Frledberg. Pebanntwachung des Aricgeminiseriuns, Direkte Rorussia, Capt. Schweußen, Saxonia. Passagepreise: Erste Cajüte preuß. 2179 Nähere Auskunft ertheilt und zum Abschluß v K 2175 ich ohne dieses Hausmittel Montags den trockenen Fri g 8 ö Mahlendorf, 28. April 1866. tern, achte man genau Ver⸗ lau. Verstopfung und Hämorrhoid bei Jos. Hoffmann in Theerseile, 11987] Farblo 4241] unentbehrliches Hausmittel zum Kalckitten von Glas, Porzellan, Marmor, Holz, g à 14 kr. pr. Flacon bei 2074 in der Rahe der Stadtkirche, ist zu vermiethen. 2141 sucht eine Stelle. Näheres bet der Exped. Faͤsser und Bütten 256 ——— nie sehr rein geha Jostdampsschifffahrt Zwischen Hamburg u. Uew⸗Vork vermittelst der Post-Dampfschiffe 5 am 20. October. Teutonia, Capt. Haack, am 3. November. am 27 October. Germania,„ Ehlers, am 10. November. IIammomla(ini Bau). Cimbria(im Bau). Cour. Riblr. 150, zweite Cafe preuß. Cour. Rthlr. 110, Zwischendeck preuß. Cour. Rthlr. 60. on Ueberfahrtsverträgen empfiehlt sich Die Abentur Friedberg: Christ. Hecht. Herrn L. W. Egers in Breslau, Erfinder und Fabrikant des Schlesischen Feuchel-Honig-Extracls. Ersuche um Sendung von wieder 6 Flaschen Fenchel Honig⸗Extract Nr. 1. da die letzte verbraucht ist ufid nicht existiren kann, denn es leistet wirklich vortreffliche Dienste, besonders bei der jetzigen hahrskälte, welche recht böse Katarrhe erzeugt. Hochachtungsvoll ergebenst eventuell Southampton anlaufend Meier,— 1 Keller, Lehrer. Groß Der L. W. Egers'sche Fenchel-Honig-Extract wird seiner erprobten Güte wegen vielfach nachgepfuscht, deshalb sowie eingebraunte Firma von L. W Egers in Bres⸗ auf Siegel, Etiquette nebst Facsimile, l und Brustübel, Husten, Heiserkeit, Katarrh, Krampf-, Keuch- und Stickhusten, sowie gegen al⸗Beschwerden ist dieser Extract von bester Wirkung und nur allein ächt zu haben Friedberg. von Bergmann& Co., wirksamstes unreinigkeiten, empfiehlt pr. Stück zu 18 kr. Ph. D. Kümmich. & Schimpff in Frledberg üst soeben Gegen alle Hals- Mittel gegen alle Haut Bel Bindernagel wieder eingetroffen: Aktenmäßige interessante Enthüllungen über den badischen Verrath an den deutschen Bundes truppen. 4. Aufl. Preis 28 kr. Bel Bindernagel& Schimpff in Frtedberg ne Mittheilung Thatsachen zur Beleuchtung der angeblichen „Enthüllungen“ über den badischen Verrath. Preis 12 Kreuzer. Verlag, der G. Brau n'schen Hofbuchhandlung in Karlsruhe. Bekanntmachung. 2181 der am 4. d. M. stattgehabten öffentlichen Ziehung der hies. Turnhalle-Actlen find folgende Nummern zur Rück zahlung ausgelost worden und können deren Beträge jederzeit bei unserem Rechner ZJos. Hoffmann bier fer flüfsigtt Kitt von Ed Gaudin in Paris, Pappendeckel, Papler 2c. Gustav Dieffenbach. Ein möblittes Zimmer nebst Cabinet, Näheres bei der Exped. d. Bl. Ein tüchtiger 5 Oekonomie Verwalter in allen Gattungen bet* a h. Dan Kümmich. Gasbeleuchtung betr. städtischen Straßensaternen schon vor einigen Tagen mit neuen kleineren Brennern ver ⸗ seben wurden, wäre es nun del dem schwächeren Lichte in Empfang genommen werden. Nr. 71, 196, 112, boten, das Reinigen der Laternen besser 99, 347, 398, 365, 30, 315, 15. Die Verzinsung der um so mehr ge zu überwachen, Actien hört selbstverständlich vom 1. Oktober d. J. auf. Für den Vorstand: A. Steinhäuser. da die städt. Straßenlaternen überhaupt lten werden und es daher sehr wün⸗ jetzt diesem Uebelstande einmal gründ-* Kirchenbuchsauszug. Getauft e: 30. September. Ein unehel. Sohn Hermann, geb. am 10. September. 30. Sept. Dem biesigen Bürger und Scribenten Christoph Konrad Heinrich Rausch eine Tochter Kunigunde Dorothea Wilhelmine, geb. am 7. Sept. 4. Oktober. Dem Großh. Postsecretär Franz Neu⸗ schenswerth wäre, lich abzuhelfen. Zwei vollständige Logis 2180 find zu vermiethen; das eine im obern Stocke des zum Nachlasse des Glasermeisters Hanstein ge⸗ hörigen Hauses it sogleich, das andere im mittleren Stocke des zum Nachlasse der Kath. Hanstein ge⸗ hörigen, zunächst dem Rathhause belegenen Hauses vom 1. November d. J. beziehbar. Näberes bei Heinrich Bechstein, schäser ein Sohn Erust Ehristoph, ged den 3. Sept. Leverhändler. 4. Oktober. Dem Feldwedel im 2. Großh. Jufanter ie⸗ Regiment Jobann Paulus Stauß ein Sohn Friedrich, Aepfelmühlen, geb. am 4. Oktober. Beerdig te: 2. October. Wilhelmine Marie Staub, geborene Mühling, Wittwe des verstorbenen hies. Bürgers und Fuhrmanns Georg Caspar Staubt, alt 80 Jahre, 6 Monate, 24 Tage, f am 30 Sept. 6. October. Friedrich Stauß, ehel. Söhnchen des Feldwebels im 2. Großh. Infanterie⸗Regement Johann Paulus Stauß, alt eine Stunde, am 4. October. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 9. October. Waizen 14 fl.— kr.; Korn 8 fl. 50 kr.; Gerste 7 fl. 50 kr. Hafer 4 fl. 30 kr.: Kartoffeln— fl.— kr. f Grünberg, 6. October. Waizen 13 fl. 44 kr.; Korn 9 fl. 48 kr.; Gerste 7 fl. 35 kr.; Hafer 4 fl. 22 kr.; Molter 9 fl. 10 kr.; Erbsen 8 fl. 30 kl.; Linsen 8 fl.— kr.; Saamen 15 fl. 30 kr, Kartoffeln 2 fl. 48 kr. Frankfurt, 8. October. Waizen 14 fl. 30 kr.; Korn t.] fl.— kr.; Hafer— fl. kr. 2171 sowie Dickwurz⸗, Fruchtfege- und Kartoffelmühlen sind immerwährend unter vorthellhaften Bedingungen und zu billigen Preisen bei dem Unterzeichneten vor ⸗ räthig zu haben. Garantirt wird für alle Arbeit. Jacob Läufer in Assenbelm. ! Einen süns jährigen 2 f 0 2176 bat zu verkaufen — Karl Söllner. 2176 Ein tüchtiger Conditorgehülfe, bauptsächlich auch im Glasiren von Marcipanfiguren — Trauben 2174 aus dem herrsckaftlichen Zwinger werden das Pfund zu 6 kr. abgegeben durch J. Dönges. gut bewandert, findet sofort hier dauernde Conditlon. Mai Oelober. Waizen 14 26 tr.; Korn e bel L. Schilling, Allerheiligenstraße 76 ing i 2252 7 fl. 55 ag 1 5 fl. 3 kr. Frankfurt a. M. Kartoffeln 3 f. 12. Kr.; Roggenstroh per 100 Gebund oder Theil an 15 fl.— 7 5 Ki 8 2 2 Ein kleiner Garten een gröberen Von wem? sagt die Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 0 wird zu pachten gesucht. Exped. d. Bl. 8 —. die Conftr. tellung Raumperth Den. von Don bergogthun — De nach das stützung ve gefallene — De fab ichen virthscha deranstaltit nach zu sch ö— Di Tilgung! Finart pern Nichahlun⸗ dußtretden auf das auch hier bessschen 8 nertsam zu früherer Cupitalitn 14 gationen 1 seit det hei rrgütet w.