7 1866. Mittwoch den 5. Dezember. M 97. e 7„ Anzeiger für Oberhesse * 6 1. b—— 8 0 2 9 Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. f weimal, Mitwoch und Sansslag. Amtlicher Theil. Friedberg den 29. November 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien. Das nachstebend abgedruckte Schreiben der Pferdeverstellungscommission werden Sie alsbald veröffentlichen lassen. Trapp. Darmstadt der 26. November 1866. Die Commission für Verstellung von Militärpferden an das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. Da nach den gemachten Erfahrungen die Landwirthe es vorzuziehen scheinen, Verstellpferde in der Garnison abzuholen, weil ihnen hier eine Luswahl ermoglicht ist, so ersucht man Sie dienstergebenst, in Ihrem Kreis bekannt mache lassen zu wollen, daß in Darmstadt noch etwa 60 und in Butzbach noch 20 Pferde zur Verstellung bei Landwirthen vorhanden sind. An Landwirthe, die alsdann mit einer kreisamtlichen Legitimation versehen sigd, können sofort in den Garnisonen Pferde abge— geben werden. Frhr.% Bonchenröder, Major. JInvaliden⸗Unterstützungs⸗Verein. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß der Großherzog. Buchhalter bei der Haupt⸗Stempelverwaltung Herr Seip dahier als Rechner des Vereins bestellt worden ist und daß die Zahlung von Beitragen und Einsendung von Geldern an den genannten Rechner gegen von ihm und Herrn Bankdirektor Wendelstadt gemeinschaftlich auszustellende Quittung gültig geschehen kann. Die für den Verein bestimmten Briefe bitten wir entweder unter der Adresse:„An den Vorstand des Invaliden-Unterstützungsvereins, zu Handen des Herrn Hofgerichtsrath Hahn“, oder unter unserer untenstehenden vollen Adresse an uns gelangen zu lassen. Darmstadt den 6. November 1866. Der Vorstand des Vereins zur Unterstützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener hessischer Soldaten vom Feldzug 1868. Da fen t iche An for per u n. Der Vorstand des Vereins für die Unterstützung von Invaliden ze. hat seine Thätigkeit durch Unterstützung Noth⸗ eidender begonnen, und ersacht nunmehr diejenigen invaliden hessischen Soldaten vom Feldzug 1866, sowie diejenigen Hinterbliebenen gefallener hessischer Militärs, welche glauben, eine Unterstützung aus der Kasse unseres Vereins in Anspruch nehmen zu können, sich bei unsetrem Präsidenten, Hofgerichtesrath Hahn in Darmstadt, persönlich oder brieflich anzumelden. Zugleich richten wir zur Forderung unseres Zwecks an alle Meuschenfreunde die Bitte, alle und jede Notizen über Hülfsbedürftige und über eine zweckmäßige Unterstützung derselben uns zukommen zu lassen Darmstadt im November 1866. Der Vorstand des In vallden⸗Unterstützungs⸗Vereins. Hessen. Darmstadt. In Folge der die 1 23 der ein a n Fre gen r keit sine für, die Tauglichkeit der Militärpflichtigen 4 9 77 2 d ach enden nähere! Bestimmung n br rbaupt bestebender* igen da Annexion des Herzogthums Nassau muß nun nne N e a 1 3 5100 zeugni N* 1 n 0 uw— E— 5— N 1: Jos. 4 Zeugnisse baben nachzuweisen: a. 8 d mehr auch die sehr bedeutende Pension des nassau'- 1) der Freiwillige muß das 17. Lebens jah lende! Freiwillige mii Vorwissen und Bewilligung seiner Eltern, schen, früher hessischen Staatsministers Prinzen und darf das 20. noch nicht überschriuen haben; oder ines Vormundes in den Militärdienst eintete; v. S ayn⸗Wittgenstein wieder aus dies- 2) er muß die für einen 1 höhere Besörderung b. daß er sich bisher untadelhaft aufgeführt habe, und seitiger Staate kasse ausbezahlt werden dienenden Freiwilligen erforderlichen köcperlichen Eigene 6. daß berselbe die höteren Classen eines Eymnasiums Die B 0 6 8 schaften besiten; f oder einer technischen Schule mit gutem Erfolge besucht, 75*— ba en H. b.*. 3) er hat die für solche Freiwillige vorgeschriebenen oder die Maturitätsprüfung bestanden babe. zu ihrem geordneten in die zweite Kammer Zeugnisse beizubringen;— l 8 4) die Kosten seiner militärischen Bekleidung und Friedl erg. Das neueste Groß berzogliche ewählt. Ob jedoch v. Gagern eine Wahl an⸗ n— f . wird 4— 35 be weiselt 6 Verpflegung bat derselbe aus eigenen Mitteln zu bestreiten; Regierungsblatt Nr. 52, dessen Inhalt wir nach- N bez 1 1 5) er übernimmt, wie jeder andere Soldat, die Ver- tragen werden, enthält die Zutheilung der neu 8 dach 3———— pflichtung einer R welcher er erworbenen Gebietstheile- an die Kreise. Alsfeld, erbrechung lenste zubringtz gr. 1 5 2 wurde währen des rieges in baarem elde uur ein Jahr ohne Unterbrechung im Dienste zubringtz Friedberg, Gießen, Vilbel, Büdingen und Offen⸗ an unsere im Felde stehenden Soldaten nicht 6) in der Regel ist das erste Jahr der sechsjährigen* N — als ca 1 806. 3— Dienstzeit das abzuleistende Präsenzjahr. Sollten die bach, sodann die Ausgabe eines neuen Papier- * 1 9 7 0. Verhältnisse des Freiwilligen die Wahl eines anderen geldes u. s. w. verschiedenen Gemeinden unseres Großherzogthums, Jahres wünschenswerth wachen, so kann dies je nach— Obgleich durch eine Verfügung Großh theils an die Militärbehörde zur Vertheilung ein- den Umständen mil Genehmigung des Kriegsministeriun Ministertems d Justi 23. Nov die sandten, theils den Soldaten selbst schickten. Das stalufinden; 1 7* nn 29 Divisionscommando hat allein ca. 15,000 fl 7) außer dieser einjährigen Präsenz wird derselbe nur Amtsbezirke Nauheim und Reichelsheim vertheilt e eh in Kriegszeiten zu Dieust gezogen; dem Landgerichtsbezirke Friedberg zugetheilt ertheilt. g 8) der Eintritt zur Ableistung der Präsenz hat an worden sind, ist in den letzten Tagen das Ge⸗ — Die nachstehende Bekanntmachung wird dem Zeitpunkte staltzufinden, an welchen die Giuübunt eee e D dt durch Großherzogliches Kriegeministerium mit dem der Ergänzungsmannschaft der betenden ect beg unt; zücht flark ver.— 12 5— 12 7 5 1 2 2 9) der Eintritt in die Reiterei und Artillerie mum don gut Unterrichteter Seite Litthei ungen ler- Bemerken verössentlicht, daß in diesem Ergänzungs einjährigen Freiwilligendienst kann nur solchen gestalte! her gelangt, nach welchen Nauheim ein Landge⸗ 2425 b zugelassen— werden, welche bereiis des Reitens kundig sind; richt* 4 werde ollen, welche das 20. its über⸗ 2 Präse erden die* 15 sollen, ebensjahr bereits über 10) vor Ablauf der einjährigen Präsenz werden diese— Die Grenzsieine an den vormals turkef. itten aben, daß etwa e„Freiwilligen hiunsichtlich ihrer Dienstkenninisse und mili 1 1 1 schr haben, 5 ingegangene Stel. 5 Die- und nassauischen Enclaven sind dieser Tage be t dlichkeite lärischen Befähigung einer Prüfung unterworsen. Die- 1 ver retungs verbin ch n, soweit thunlich, werden jenigen, welche den nothwendigen Ersordernissen nicht seitigt worden. gelöst werden, und daß Anmeldungen in diesem entsprechen, verlieren die Eigenschaft als einjährige Fre— Im Wahlbezirke Butzbach-Lich wurde Jahre hei dem Kriegsministerium zu erfolgen haben. willlge und unterliegen dann, wie jeder andere Frckwillige, of erichts. 0 Kraft* Gieß um Abge- Bekanntmachung des Kriegsministeriums, den Bestimmungen des Netrutirungegesetzes und de Hofger sra Rra von Gießen die Einführung einjäbriger Freiwilligen betr. darauf bezüglichen Verordnungen; ordneten gewählt. Um einerseits für ben Großh. BDienst junge Männer 11) diejenigen Freiwilligen, welche in der Prüfung* Nauheim. Mit dem 1. Dezember wurden zu gewinnen, welche vermöge ihrer Erziehung und wissen⸗ bestehen, werden zur Besetzung von Unterossiziers- und e a 4 8 een sch lo ff st gen ö N. Erg f l 1 l n 7 0 9 5 ent geschlossen um er schaftlichen Bilbung geeignet sind, bei eintretendem größeren] Offiziersstellen für den Kriegsfall vorgemerkt; die een a Inet* werden Bedarfe als Untcrofftziere und Offiziere verwendet zu 12) solchen einjährigen Freiwilligen, welche außer Am 1. April 1867 wieder eröffne zu d. den] Wahrend der Dauer des Winters hofft man im werden; anbererseite aber auch jungen Männern dieser ihres Präsenzjahres in dem einen oder andern Jahre Art, deren gewählter Lebensberuf eine frühere und kürzere] Herbstübungen beiwohnen wollen, ist dieses gestattet, und neuen Badehause die Lokalitäten im Innern zu Ableisung der militärischen Diensipflicht wünschenewerihf sollen diese bei der Besetzung der Stellen votzugeweise iin vollenden, so daß man wohl in der nächsten * macht, hierin elne enisprechende Erleichterung zu gewähren,] Betracht gezo berd* sseme g g 0 1 gezogen werden.= 5 4 1 zarte Ftablissement soll mil Allerböchsser Genehmigung Seiner Königlichen Darmstad inden 25. November 1866. Saison Bader in ee großartigen a* 1 Hoheit des Großherzogs nach dem Vorbilde anderer Staaten Anmerk. Zu Pos. 2: für die körperliche Tauglich- nehmen kann Die Architektonik dieses Bade — Dr— 2 Johann von Sachsen tagenden, zahlreich aus allen deutschen Ländern be⸗ ist zwar ebenso geschmackvoll als zweck, nehmigt. In der Sitzung vom 1 Dez. kam es bei Berathung über den Etat des Ministeriums des Innern zu heftigen Erörterungen zwischen den Abgeordneten v. Unrich, v. Hennig, Jung und v. Hoverbeck und dem Minister Grafen zu Eulen— burg über die Stellung der äußeren und inneren Politik Preußens, welch' letztere scharfen Tadel erfuhr. Es wurde ausgeführt, daß ein liberaler Umschwung in der inneren Politik schon der neuen Landestheile wegen nothwendig sei. — Während die offieiösen Blätter in den letzten Tagen den Gesundheitszustand des preu⸗ ßischen Premiers als durchaus zufriedenstellend gemeldet haben, hört man andererseits, daß die Gerüchte von einem ernstlichen Uebelbefinden des— selben keineswegs auf Uebertreibung beruhen. — Graf Bismarck ist mittlerweile am Abend des 1. Dez. nach Berlin zurückgekehrt und wurde am Bahnhofe vom Präsidenten des Herrenhauses Graf Stolberg u. A. empfangen. — Finanzminister v. d. Heydt ist von einem Schlaganfalle betroffen worden, dessen Folgen jedoch von keiner Bedeutung sein sollen, so daß er schon in den nächsten Tagen wieder vollständig bauses mäßig und macht dem Erbauer alle Ehre, jedoch wird man sich nie damit aussöhnen können, daß dasselbe unbegreiflicherweise gerade so gestellt werden mußte, um dadurch unsere schönste Zierde, den groß— artigen herrlichen Sprudel, gleichsam einzusacken und dessen imposanten Anblick von der Eisenbahn aus so vollständig zu verdecken. Mag deßhalb die Ausführung des Baues noch so geschmackvoll und zweckmäßig sein, er ist und bleibt ein Bau des Anstoßes für Alle, welche der Meinung sind, daß der Anblick des Sprudels durch die Bade⸗ bäuser nicht hätte beeinträchtigt werden sollen. Gießen. Aus Anlaß der in Gießen brachte das Frkf. Journ. einen Artikel, welcher sich im Allgemeinen über die Stimmung in Oberhessen verbreitet und Ansichten darlegt, denen man in der Provinz vielfach be— gegnet und die deßhalb hier wohl Platz finden dürften. Es heißt dort:„Sympathien für Oester— reich im Gegensatze zu Preußen haben die Ober— hessen nicht, ausgenommen Ultramontane. Man wollte bier die preußische Führung in der mili— tärischen und diplomatischen Action. Aber man wollte dabei in treuer Anhänglichkeit an das hergestellt sein dürfte. angestammte bessische Haus dard aus keine— Zdwischen dem Ministerium und den liberalen Annexion, deren Anhänger so weng mitzählen,. Parteien des Abgeordnetenhauses treten in den als die österreichisch Gesinnten; man wollte inneren Fragen bereits Differenzen zu Tage, namentlich keine Zerstückelung und Verkleinerung welche die Regierung wenigstens für jetzt nicht des Landes. Man meinte(und das große Preußen erwartet hatte. Die ministeriellen und feudalen wird ja wohl den Ausdruck wirklicher Zustände Organe sind darüber sehr ungehalten und schlagen ertragen lönnen), Preußen hätte seine Macht- einen immer drohender werdenden Ton an, der stellung zu seinem und Deutschlands Besten auch bekundet, daß man einen ernstlichen Conflikt für erreicht, ohne daß es unserem kleinen Lande das unvermeidlich hält. Hinterland, Stücke des Kreises Gießen und die— Hinsichtlich der Dotationsfrage kann die Landgrafschaft Homburg abnahm Großmuth Verständigung zwischen der Staatsregierung und hätte die Hessen vollständig gewonnen. Statt dem Abgeordnetenbause als gesichert betrachtet dessen hat sich in Gießen und wohl in ganz werden. Die Staatsregierung gibt zu, daß nicht Oberhessen ein mehr bessischer Standpunkt gebildet, bloe Heerführer, sondern auch Staatsdiener mit der zwar ein ehrenvolles Bündniß mit Preußen, Dotationen bedacht werden sollen, wie sie ferner aber keine bedingungslose Unterordnung will.“ auch bereit ist, die Namen der zu Dotirenden Mainz. An Stelle des verst. Generalvicars der Commission vertraulich zu nennen. gennig wurde Domkapitular Moufang ernannt.— Durch Beschluß des Herrenhauses ist Graf Preußen. Berlin. Das Abgeordneten⸗ Westfalen, der sich der Unterthanenpflicht gegen baus beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 28. den König entbunden erachtet hatte, seiner Eigen mit den Besoldungserhöhungen. Auf Antrag des schaft als Mitglied des Herrenhauses für ver⸗ Abg. Duncker wurden die für Geholtserhöhungen lustig erklärt worden. f der Minister, Ministerialdirectoren und anderer— Die officiöse Presse versichert, die neu oberen Beamten bestimmten 50,300 Thlr ge- erworbenen Länder würden durch ihre Verbindung strichen und diese Summe dem Fonds zur Ver⸗ mit Preußen eine größere Steuerlast als bisher besserung der Unterbeamten zugesetzt. in keinem Falle zu ertragen haben, und behauptet, — In der Sitzung des Abgeordnetenhauses die Hannoveraner, könnten sich eher auf eine vom 30. v. M. griff der Abg. Lasker die Amts- Herabminderung ihrer Abgaben gefaßt machen. tätigkeit des Justizministers sehr scharf an, Das wird den Hannoveranern lieb sein. welcher seinerseits solche, die gegenseitigen Ver— Hannover. Die Anordnungen in Betreff hältnisse nicht fördernde Persönlichkeiten beklagte. des Verfahrens gegen die hannöverschen Offiziere Die Positionen des Ordinariums wurden ge- stößt auf die bedenklichsten Schwierigkeiten. Der Wahlbewegungen Civilcommissär v. Hardenberg ist deßhalb nach Berlin gereist. Frankfurt. Das neueste Amtsblatt ent- hält mehrere königl. Verordnungen, welche verfügen, daß die Ernennung der richterlichen Beamten und der Beamten der Staatsanwaltschaft künftig durch den König, die Bestellung der Notare und Advo— katen durch den Justizminister erfolge; sodann die Bestellung des Obertribunals zum Cassations— hof für Strafsachen, schließlich eine den drei— jährigen freiwilligen Dienst betreffende Be— kanntmachung, wonach die Militärpflichtigen sich die Waffengattung und den Truppentheil selbst wählen können. Anmeldungen haben bis zum 5. Dezember d. J zu geschehen. — Seit dem 15. Nov. erscheint dahier ein neues politisches Blatt„Frankfurter Zeitung,“ welche als eine Fortsetzung der früheren„Neuen Frankfurter Ztg.,“ betrachtet werden kann. Die mittlerweile in Stuttgart erschienene„Deutsche Zeitung“ wurde gleichzeitig mit erstgenanntem Blatte verschmolzen und erhalten deren Abonnen- ten die„Frankf. Ztg.“ zur Fortsetzung. — Die Nummer 335 des Frankfurter Jour⸗ nals wurde dahier am Abend des 1. Dez. in den öffentlichen Localen von Polizeibeamten con- fiscirt. Die Beschlagnahme erfolgte wegen eines Artikels aus Wien, worin ein Bericht über die Rede Kuranda's im niederösterreichischen Land— tage enthalten war. Wiesbaden. Einer Bekanntmachung der königl. Regierung zufolge wird ein Preis von hundert Gulden Demjenigen ausgezahlt, welcher vas Anwerben und Mitnehmen von Kindern unter 18 Jahren zum Musiciren und Hausir- handel 1c. im Auslande zur Anzeige bringt. Sachsen. Die unverzügliche Ausstellung der Wahllisten zum Reichstag des norddeutschen Bundes ist durch Ministerialverordnung verfügt. — Die Regierung hat der Kammer das neue Militärgesetz vorgelegt. Dasselbe bestimmt allgemeine Wehrpflicht ohne Stellvertretung. Bei Ueberschuß von Wehrpflichtigen über den Bedarf soll Ausloosung stattfinden. Die In⸗ fanterie soll drei Jahre im activen Dienste stehen, dann vier Jahre zur Reserve und weitere fünf Jahre zur Landwehr gehören. Bei der Cavallerie und Artillerie dauert vie active Dienstzeit vier Jahre, die Ausgedienten gehören dann noch drei Jahre zur Reserve und weitere vier Jahre zur Landwehr. Einjährige Freiwillige werden zuge⸗ lassen. — Die Differenzen über den Friedensver⸗ trag sollen durch das Fallenlassen der säcksischen Ansprüche erledigt sein. Baden. Die Badener Spielbank ist vor⸗ läufig auf ein weiteres Jahr dem Pächter über⸗ Das germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist eine Anstalt, welche schon jetzt als eine der bedeutsamsten Aeußerungen deutschen Gemeingeistes angesehen werden muß, denn wie es ihre Aufgabe ig, ein Mittelpunkt zu werden zur Belehrung und Uebersicht über die gesammte nationale Literatur, Kunst, Geschichte und Kultur— vor läufig, und bis in der Folge auch die späteren Zeiten die gebührende Berücksichtigung finden können, bis zur Zeit des westphälischen Friedens oder in runder Zahl bis zum Jahre 1650— so ist sie auch unter der Theilnahme und Unterstützung aller Stämme und Stände unseres Volkes entstanden und zu ihrer jetzigen Blüthe gediehen. Ins Leben gerufen von Freiherrn Dr. von und zu Aufseß wurde das germanische Museum auf einer vom 16. bis 19. August 1852 zu Dresden, unter dem Vorsitze des damaligen Prinzen, jetzigen Königs liche suchten Versammlung von Geschichts⸗ und Alterthumsforschern als begründet erklärt. Als der dreifache Zweck desselben wurde in den Satzungen angegeben: 1. ein wohlgeordnetes Generalrepertorium(Verzeichniß) über das ganze Quellenmaterial für die deutsche Geschichte, Literatur und Kunst, vor— läufig von der ältesten Zeit bis zum Jahre 1650 herzustellen; 2. ein diesenm Umfange entsprechendes allgemeines Museum zu errichten, bestehend in Archiv, Bibliothek, Kunst⸗ und Alterthumssammlung; 3. beides nicht nur allgemein nutzbar und zugänglich zu machen, sondern auch mit der Zeit durch Herausgabe der vorzüglichsten Quellenschätze und belehrender Handbücher gründliche Kenntniß der vaterländischen Vorzeit zu verbreiten; und die Leitung der Geschäfte wurde einem Vorstand übertragen, wel- wolle, daß im Kreisen fand und fi 0 stützung, wie der geneigte Leser aus der einen Mittheilung erkennen Jahre 1864“) dem germanischen Museum aus Staats- und Landeskassen 8206 fl. 40 kr., geistlichen Corporationen, Schulanstalten u. s. w. 3720 fl. 11¼ kr., von regierenden Häusern 2772 fl. 9 kr., chem 24 Beisitzer aus den Reihen deutscher Fachgelehrten als wissenschaft⸗ Rathgeber und als Controle zur Seite stehen und die nöthigen Be⸗ amten mit Kanzlei und Dienstpersonal beigegeben sind.— Am 28. Juli 1853 wurde das germanische Museum nach von Hrn. v. Aufseß gemachter Vorlage von der Bundes versammlung„als ein für die vaterländische Geschichte wichtiges, nationales Unternehmen der schützenden Theilnahme und woblwollenden Unterstützung der höchsten und hohen Regierungen empfohlen“, und am 4. Januar 1855 wurde demselben die in 6000 Bänden bestehende Bibliothek des früheren Parlaments„in Bezeugung der dem Instltute fortwährend gewidmeten Theilnahme“ über⸗ wiesen. Die unmittelbare Folge dieser Bundesbeschlüsse war, daß es sech fast alle deutschen Fürsten und Regierungen angelegen sein ließen, theils durch Geldspenden, Kunstgegenständen, theils durch die Nationalanstalt in ihrem Streben zu fördern. f Doch nicht blos in den höchsten, sondern vielmehr in allen ndet das nationale theils durch Geschenke an Büchern und Mittheilungen aus den Archiven u. s. w. Werk gleich begeisterte Unter⸗ aus Stadt- und Gemeindekassen, von von mediatisirten Häusern 989 fl. 3 „) Wir wählen das Jahr 1864, weil in dem Berichte über dieses Jahr die betreffenden Zusammenstellungen gemacht sind. Di bedeutender, indem nicht nur die ständigen Gaben sich namhaft erhöht hatten, son⸗ dern auch verschiedene Stiftungen zu besonderen Zwecken gemacht worden waren z. B. zum Aukauf der Freih. v. Aufsessischen Sammlungen 56,557 fl. 30 kr., dabei 50,000 fl. von König Ludwig J. von Bayern. Die Beiträge im Jahre 1865 waren noch viel . 1 ö ö 5 Lekrigtte Austen des Kine mne ginnen schlen des 3 tieslben d richten dees 1 Mo — Ma correspondel daß Gaere eine Depisch Wöumung d 3. und I. — f 2630 i Vulgen Pr Fin —— 7 22 Dore 10 Ut; sel 20 Sieden s des diefigen local an der Lufitragende LA ——U Val faßt bei der Exp 0 1 B Das g. berg war Malthte derg une guch hier! so bielen e Anerkennen; nur die Gen dargeboten sucht, in u. — 10 kt., dt kinzelnen weht als Web ssch 498 berg best lagewtif: W herz 09 ö Jabr 18 Grefherze — 4 Großberzogliches Landgericht Vilbel er. Eine Chaise 2621 fast wie neu ift billig zu verkaufen. bei der Expedition d. Bl. Vilbel den 1. Dezember 1866. A. C Bon den in vorstedender so viele erhalten, daß ich könnte, Näheres N Museum einen Beitrag zu be Bekanntmach e Bekanntmachung. g e Das germanische Nationalmuseum zu Nürn- berg war so glücklich in der Person des Herrn Dr. Maltbtas einen Pfleger für die Vertretung in Fried derg und Umgebung zu finden. Im Vertrauen, daß auch bier dem vaterländischen Unternebmen, dem von so vlelen Seiten schon die erfteulichsten Beweise der Anerkennung geworden, diese nicht feblen werde, wenn nur die Gelegenheit, nähere Kunde davon zu auleder. ö dit Abnahme einer underzins sich jederzeit freien Zutritt zu de verschaffen kann, derechtigt. din ich flets bereit und werd dargeboten wird, haben wir Herrn Dr. Matthias er sucht, in unserm Namen eine Anzabl mit kurzer Dar- Zeschaungslisten babe ich zwar mehrete, aber doch nich wo sich die Geneigtbeit, Ich ersuche darum die fr. Leser Jornstebende Mitideilung üder das germantsche Muscum Zeichnungsliste zugekommen sein sollte, anmelden oder an mich abgeben bemerke, daß die Zuficherung eines jäßrlicher Beitrag von 1 fl., oder eine einmalige Gade von 25 fl mehiere Jahre zu elner Ebrenkarte, mittelst welcher man auch Antsqustäten aller Art, alte Druckwerke— besonders aus der Zeit vor dem Jabr 1536, Munzen und Medatllen lassen worden. Aus dieser Thatsache schließt man, Es ware sofork vom Obercomma idanten des An 8 1 1 zum Besten. der Kirche ab, das daß die Regierung zur Aufhebung des Spieles Expeditlonscorps dem Cardinal Antonclli Mit- hen 171 4 132 1— be 5 ene + 1 1 1 116 5 7 5 6 eesche a vor. 611 as Heft Le m ird igen trrn Pfarre enischlossen sei und dies sobald nur thunlich ge- theilung von vieser Depesche gemacht worder abel, der durch beine guten Vorschläge, durch sein un— * 1 üsgesetztes Streben n Dank verdient Lob den schehen werde E. N 8 f 5 1 en 8 1„alle. eder⸗ Friedberg. Dem biesigen Bürger un ern, die durch t n, de, Oesterreich. Bezüglich der vom nieder.[Seineich Was 11. und dessen Chesiau 10 le du 3 un Elan durch ihre Opfer österreichischen Landtage angenommenen Adresse argarelha geb. Reuß, wur 6 N ell alle Ane 1 erdie nt „ der Mertreter der Regierung daß die] Teil, das Fest der goldenen Hochzeit ges in 1 erklärte der Vertre l gierung, die] Thal. ef gol f Verloossungen Darlegungen der Adresse den Thatsachen nicht] Adventsonntage, zu begehen a wa silile 9 8 g r 7. n Kreise der Familie. Das noch rüstige Jubelpaar 35 fl 5 1 um vollkommen entsprechend seien g ch aufs Herzlichste und Freundlichst li n K 0 1954 2444 2610 2722 3218 4350 4365 Italien. Die römische Frage ist noch immer und Enkeln, sowie vielem näheren! nere! 30 470 1 0036 6092 6376 6626 690 eine brennende, und, obgleich der Zeitpunkt des] Angehörigen und verbrachte den 2 J g g 642 7 544 N L 8.. a g g q ö a NMrie 1 1 g Abzuges der französischen Truppen immer näher ungetrübter Freude. Mi g f Wien, der heutigen S 1 10 0 5 G zezoge: leben Ehevaar 8 1 g 1 64 1 8 rückt, ist eine Lösung derselben noch nicht gefunden. N 2 1 7„ 1 5 f J 1864 1 5 2 1 28 7 1e 1 en, 0 iche u 1 2 4 Uebrigens scheinen Frankreich und Italien alle acht bürgerlichen Elnsachheit n 233. 1366, 1371 5 7 1. Anstrengungen zu machen, die politischen Zustände] eit alten Schlages noch recht la a 8 f nachsiehend des Kirchenstaates in einer Weise zu ordnen, daß ind Gesundheit erfreuen, welche il 3607 Nr. 43 Auf 1 N 9„Angehörigen und hrer M 5 3* 25 5 00 Serie 3607 sumultuarische Austritte nach dem Abzuge der fieber galdnen Hochzeit in 22 15 600 5. 5 5— 8 0. dir a 2 1 onen Hochzen. 2972 0 fl. Serie Franzosen nicht zu besorgen sind. Ueber die Ab- k. Rockenberg. Ein schönes Fest babe ia 5 J 1366 64 je 5 sichten des Papstes und eine eventuelle Abreise zu melden. Am Sonntage den 25. Nov. sand in d 5 inis 6 0 Ziehung desselben von Rom widersprechen sich die Nach- kestaurirten Kirche daher der erste feierliche Gottes sts am 1. Decembe 30 43 54 8191 114 a datt. Die Kirche an sich macht schon einen 16 145 151 1 189 236 239 383 477 505 514 604 richten noch immer. 1! druck; wer aber die Kirche früb und sie E jet auß 761 820 884 930 936 Man liest in der„Patrie“:„Eine Privat- ssaunen Herr Maler Kinkel aus 9 0 9 10 rien⸗Ziehun correspondenz aus Rom vom 26. versichert uns, mit so viel Geschmack, daß seine in Allem ausgezeichnete ber 11 133 222 280 315 380 381 daß General v. Montebello am Abend des 24. Arbeit ihn nur empfeb en können. Bel den se g er 410 451 658 663 9ʃ8 920 944 1123 1362 1415 1603 0 1 0 6 5 teln Reichtbum von Gold zu finde der nich ald 758 1971 202 2059 2560 2561 267 3304 3554 e Depesche e en babe, zufolge welcher die! 2 8 4 g 02 f 3 4 3 — Depesche erhalten ba er 3 ige l 5 in einer anderen Kirche gefunden werden wir urch 3727 3871 4050 4098 4133 4295 4355 4607 4621 Räumung der französischen Truppen zwischen dem de flaunenswertbe Opferwilligkeit beef Bürger w 1788 4805 4928 50 5107 5238 5393 5770 5779 3. und 11. Dez. vorgenommen werden sollte.] das Werk vollbracht. Abends biest d Hesangveren 5819 1 6361 6419 6594 9 6. 9 f— besonders vor dem Jabr 1650 geprägte, Handschristen N 1 I E r f 1 E 160 11 1* E I crübmter Männer und Frauen, Abdrücke von Wappen 2 8. in eln, Geschichtsbücher, Städteansichte Ab 5 1 9 0 ildupgen(auch Photograpdieen) von f 8 32 f 3 8 f 7 ꝛu 5 6 u. l., wel dem germanischen Moser 7 2636 in reichster Auswahl, das Neueste was die Industrie bietet, verkauft zu unglaublich—— 0 5— eee billigen Preisen Agri edt 5 9 den 27.. 1863. * 22 3 9 3 M 6 1 Friedberg. Lonis Weis D r. att bias Verstei gerung siegung der Sache versebener Zeichnungelißen verthellen wer sich von Flechten u. Hautausschlägen 17 9* und zur Welterbeförderung an das Mus um wieder a 2617 bestelen will, der schaffe sich folgendes 2623 Donnerstag den 7. Dezember d. J., Vormittags polen zu lessen, sowie Jedem, der fich über die Ants vortrefäiche Schriftchen an: Keine Flechten und 10 Ubr, soll die Lieserung des Brennbolzderarfss= näher zu unterrichten wunscht, mündlich oder durch 9. Dautkrankhetten mehr! Mit Angabe der Pell 20 Stecken Buchenschettbotz erster Kasse, zur Heizung thellung unserer gedruckten Berichte d wünschte mittel von Dr. Alex Marot Prel 27 Kr des biesigen Bezirkegefänzuisses im biesigen Landgerichts Auskunft zu ertbellen— 1 17 6 Werk ben ist direct 50 S. Wode'e local an den Weniustfordernden vergeben werden, wozu Nürnberg den 12. November 1866 Bu ch 4 87 og 23 2 Ber Lusttragende hiermit eingeladen werden Der Vorsiand des germansschen Mustums Buchbar 2 g sowie jede andere Buchbandlung zu beziehen. durch ssenwern Bekanntmachung erwähnter uberall dabin eine scicken Butter- und Eierpreise für Friedberg für das germanische vom 1. Dezember. welligen, voraussetzen läßt. Zutter pr. 8 30-31 kr.] Eier 1 Stück 2 kr. mit Bezitebung auf die— N enter wenn ihnen kein desondere Per Malter guünigst bei mir Friedberg, 4. D 55 kr.; Korn zu wollen, indem ich 10 fl. 30 kr.; Gerst 4 fl. 30 kr.; Kartoffeln— fl.— kr oder Grünberg, 1. 2 Waizen 14 fl. 33 kr.; Korn lichen Aktie von 100 fl. auf 10 fl. 5 kr.; Gerste 8 fl. 15 kr.; Hafer 4 fl. 2 krez Molter 9 fl. 50 kr.; Erbsen 9 fl. 43 kr.; Linsen 12 fl. n Sammlungen d. Museume 5 kr.; Leinsaamen 16 fl. 15 kr.; Kartoffeln 3 fl. 56 kr. Zu jeder weiteren Auskunft Mainz, 1. Dezember zen 15 fl.— kr.; Korn 0 fl. 12 kr.; Gerste 8 fl. 10 kr.; Kartoffeln 4 fl.— kre.; Roggenstroh 119 fl kr. te außer Beiträgen an Geld Hafer 5 fl Per 2 3 100 Gedbund 10 kr., von Vereinen und Privatgesellschaften 669 fl. 55¾ kr. und von einzelnen Privatpersonen 9891 fl. 28¾ kr., die letzteren Summen durch mehr als 300 in Deutschland und andern europäischen Ländern, ja selbst in Amerika bestehende„Pflegschaften“ zugeflossen sind. Außerdem haben sich 498 deutsche Buchhandlungen— darunter auch die beiden in Fried- berg bestehenden— bereit erklärt, ein Exemplar ihrer einschlägigen Ver- lagswerke dem germanischen Museum unentgeltlich zu überlassen. Wo sich eine so allgemeine Theilnahme zeigte, ist das Groß- herzogthum Hessen nicht zurückgeblieben. Im dem Berichte über das Jabr 1865 sind folgende Geldspenden verzeichnet: Se. K. Hoheit der Großherzog 200 fl., Gr. Staatsregierung 100 fl., die Herren Fürst von Büß ingen 12 fl., Grafen von Erbach 29 fl., Graf von Isenburg-Philipps- eich 6 fl., Graf von Laubach 30 fl., Graf von Assenheim 20 fl, Stadtgemeinde Biedenkopf 3 fl., Bingen 10 fl., Darmstadt 20 fl., Pflegschaft Alzei 6 fl., Biedenkopf 2 fl., Büdingen 25 fl. 46 kr., Darmstadt 91 fl. 33 kr., Er⸗ bach 9 fl., Gernsheim 21 fl., Gießen 91 fl. 45 kr., König 5 fl. 18 kr., Lauterbach 61 fl. 27 kr.(dabei 50 fl. von Hrn v. Riedesel), Mainz 14 fl. 48 fr., Michelstadt 11 fl., Nidda 18 fl. 30 kr., Offenbach 11 fl., Oppenbeim 19 fl. 12 kr., Schönberg 10 fl., Worms 38 fl. 36 kr. So von allen Seiten, namentlich auch von der Stadt Nürnberg durch Schenkung sehr umfangreicher Liegenschaften, unterstützt konnte das germanische Museum schon vor Jahren eine bis dahin als Magazin be— nutzte, aber im schönsten gothischen Style erbaute und mit doppeltem Kreuz- gang, Garten und Nebengebäuden versehene alte Kirche,„die Karthause“, die jetzt an ihrem Portal die Inschrift trägt:„Germanisches Museum, Eigenthum der deutschen Nation“ mit einem Kostenaufwand von nahezu 100,000 fl. erwerben und für ihre Zwecke einrichten. Die Kirche selbst ist jetzt eine weite Kunsthalle, geschmückt mit Kaulbachs großartigem besondere Mühe bethätigen zu können. Wandgemälde: Kaiser Otto III. in der Gruft Kaiser Karls des Großen,“ und die übrigen Räumlichkeiten dienen theils zu Wohnungen für das Dienstpersonal, theils zur Aufbewahrung der Sammlungen. Unter den. selben zählt die Bibliotbek jetzt 35,000 Bände, das Archiv 15,000 Urkunden und Actenstücke, die Münzen- und Medaillensammlung 8600, die Siegel- und Wappensammlung 13,300 Stück, die Sammlung von Gemälden it. und Alterthümern aller Art 3. B. Waffen, Hausgeräthe, Schmucksachen udgl. nicht weniger als 93,000 Nummern, und der Gesammtbetrag der Repertorienzettel, welche dazu dienen, Nachweisungen zu geben über Alles, was an Kunst⸗, Lite⸗ ratur- und Alterthumsschätzen der deutschen Vorzeit überhaupt vorhanden, wenn auch in fremdem Besitz ist, hat bereits die außerordentliche, von dem Bienenfleiß der Museums-Beamten zeugende Summe von 623,000 überschritten. Ist nun bis jetzt in Friedberg und Umgegend für das ger⸗ manische Museum noch nichts Nennenswerthes gescheben, so ist das gewiß nur dem Umstande zuzuschreiben, daß die Sache bisher zu wenig bekannt und keine Gelegenheit gegeben war, das etwa vorhandene Interesse ohne Wir baben uns darum erlaubt, durch diese Mittheilung die Aufmerksamkeit der geneigten Leser d. Bl. auf die in Nürnberg bestehende deutsche Natsonalanstalt binzulenken, und nach- dem, wie aus der obenstehenden Bekanntmachung ersichtlich, nun auch unter uns eine Pflegschaft für dieselbe bestellt worden ist, darf gewiß mit Sicher- heit erwartet werden, daß es künftig auch unter uns nicht en Solchen fehlen werde, die nach ihrem Vermögen mithelfen, daß sich an dem ger— manischen Museum, das„zu einem unvergänglichen Ehrendenkmal der Geisteseinheit und der Bildung, dessen sich bis jetzt kein anderes Volk der Erde zu rühmen hat,“ ausgebaut werden soll, je mehr und mebr sein Wahlspruch bewahrheitet:„Durch Einbeit e stark!“ M ————————— K— —— Spielwaaren 2628 in schoͤner und reicher Auswahl zu den billigsten Preisen empfiehlt Wilh. May. Weihnachts- Ausstellung 8 1* 0 N 2 5 2 0 bei Louis Weis in Friedberg. 2635 Bekanntes Lager mit vielen neuen Gegenständen für Kinder und Erwachsene. Besonders Leder- und Meerschaumwaaren zu sehr billigen Preisen. 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L. b. 38% F. 8 Bayern 50% Obligation. 99/ P. 25 0 do 728 P.— 5 25% 10 5 3 9 4½0% ½ʒ ahr. b. Rth. 95 P. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 120—— Nass. 25 fl. L. 5 9 7 a 5 do do 90 P. Finnland 4½0% do i. R. 3 105—— AI Sard. 36 Er. I.— Würtemb. 4½0% Obl. b. Rth. 94½ P. 9 4½0/ Pfdbr. i. R. 105—— Pistolen fl. 9 42—44 7 4% 40 do—— Schweden 4½% O. 1. R à 105 83½ P. 0„ Doppelte 9 43—45 Baden 4% Obligat. 881 P. 1 4½0/% Pfb. i. R. à 105— 2 preuss. Friedrd'or„ 9 56½s—57½ Or Hess. 40% Obligat 1828. NAmer. 60, St. I. E. 1882 75 4 4½ ba. non. f. 10 stücke„ 9 48.—50 7 7 2 2 2— ate— Voll eindezahite Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 8 estas l 4 2007 27% 4¾% Bayr. Ostbahn 116, ½8 30% Liv. C. D,& D/. fr. à 28 kr. 32½ P. 2 Enel. Sovereigns.„ 11 48—52 4% Pfaudbr. d. Frkf. Hyp- B. 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 51 P. 3 Kuss. Imperiales„ eee 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior“ 48½½ P. 5% Elisabethbahn-Prior.% 695 P. 2 Gold pr. Zoll-Pf.„—— 6% QOest. Sud. St. u. Lomb. b. 1 50% do. neueste Emiss.%—— I Hchh. Silb. pr. Z. Pf.„—, 3% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44 P. 4½0% Hess. Ludwigsh.-Prior. 94½¼ P. Preuss. Kassensch.„ 1 44/8.—45½ U pohars in Gold—27 Wiener Wechsel-Cours 91% G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. w. Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. (Hierzu eine Beilage.) 2631 Freitag den 7. December Generalversammlung. l. m e 8 Dezember. mmer Engel, M 97. Aurarische Nenigletten Adelberg, Dr, P., Geschichten vom lieben Helland, Ddartmann, M., Nach der Natur. frommen Kindern erzählt. 54 ke. N 5 fl. 24 kr. Baukglender für 1807. Herausgegeben von E. dermann, M., Relsekarte von Mittel-Europa 27 kr. Hofmang. Ged 1 fl. 39 kr. Kindler, A., Vom Schwarzwald. Eln Bildercpklue Bebeim Schwarzbach, Dr. D., Bellrag zur Keunt zu Auerbach's Dorfgeschichten. I. Thl. Joseph im nib des Acketbaues der Römer. 1 fl. 30 kr. Schnee, In Mappe 3 fl. 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Obne jede nischung drastischer oder narkottscher Stoffe, beruht seine heilsame Wirkung nur auf guter Ernährung und Stäckang der Verdauung. namentlich ei Magenschwäch es kann daber der n sowohl im Allgemeinen wie besondere für Wöchnerinnen, Ammen, Recondalescenten und Kinder ü lichen, oft schädlichen Kaffee's nach dem Ausspruche bewährter Aerzte auf d Gewissenbaftete empfoblen werden. Der Verkaufopreis pro Packet 10 nur 5 Sgr.= 18 kr. rb.— Nachdem nun durch neue Ein- richtungen dieser außerordentlich vorzügliche Kegler Malz Kaffee in umfangreicherer Weise gellefert werden 8 erlaube ich mir den resp. Herren Kaufleuten, welche davon noch nicht am Lager haben, den selben zum Wiederverkauf zu offertren und bemerke, raß Herr F. A. Wald, Mobrenstraße Nr. 37a in Bertin, welchem ich den alleinigen General⸗Vertrieb für meine sämmtlichen Artlkel übertragen babe, die Bezugsbedingungen stets franco mittheilen wird, jedoch nur auf portofreie Briefe oder Streifbände, aus denen die Firma deutlich zu ersehen ist. Gegen sankitte Einsendung der entsprecheuden Artikeln auch nach allen Orten des In- und 1 Scropbeln ꝛc. die ser Kräuter Malz Kaffee statt des wirk Geldbeträge an Herrn Wald wird selbiger von obigen Auslandes direkt versenden, ohne Verpackungskosten zu de rechnen.— Man richte alle Anfragen, Geldsendungen und Bestellungen nur an Herrn F. A. Wald, Mobrenstraße 37a in Berlin. N Berlin. Dr. Heß, könig, preuß. approbirter Apotbeker 1. 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M. in Empfang genommen werden kenn und daß von dlesem Tage an der Zinsen⸗ lauf aufhört Armsheim den 23. November 1866. Großberzogliche Bürgermelfßerel Ariushelm Zim lch, Be tan n em ach u 0 Brennholz Versteigerung in der Oberförsterel Ober⸗ Rosbach. 2010 zreitag den 7. Dezember d. 3.— von Mergent 9 Ubr an— werden im Schlag Nr. XXIII. des Domantaswaldes Burgwald an die Meistbie tenden öffentlich vetsteigert 1 Stecken Birken⸗— 14% Stecken& efern⸗Prügelbolz, 10% Stecken Kiefern Steubolz, 50 Wellen Buchen.— 2850 Wellen Birken, Eschen⸗ und dog Wellen Kefern⸗Reiserholz. Ober Rosbach den 29, November 1866. Großberzogliche Oberförsteret Ober ⸗Ros bach . Bin N an n. 5 C. F. Sehleuning Wollene pemden, Winterhandschuße, Strobsohlen, Hosenträger, feet. 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Ninden bringt hiermit zur öffent 24 lichen Kenntniß, daß das reizende Thal Fiestel mit einem Flächenraum von circa 15 Morgen —— Gartenlandes auf dem Wege der öffentlichen Ausloosung veräußert werden soll.— Außer obigem 1 — 2 Gewinn als Hauptgewinn kommen noch eine große Anzahl der schönsten Pferde, Equipagen, 2 8 Silberwaaren und Staats⸗Prämien⸗Loose mit Tressern von fl. 300,000, 250000, f 8 2 2 200,000, 150,000, 50,000, 46,000, 43,000, 40,0 00, 35,000, 30,000 vc. ꝛc. 1* 2 2 zur Verloosung. i N 5 12 2 2 Sämmtliche Gewinne müssen in bevorstehenber einen Ziehung gewonnen werden, sind Original- 2.2 Loose, sowie ausführliche Verloosungspläne nur und allein durch unseren General- Agenten bis 2 22 15. Dezember a.. zu beziehen. 1 22 Ein Original⸗Loos kostet Thlr. 1. Pr. Cour, oder fl. J. 45 kr. 18 2 2 Eilf Original⸗Loose kosten„ 10. 1730% 2 S 2 Gefl. Aufträge mit Baarsendung oder Ermächtigung zur Postnachnahme beliebe man baldigst 2 55 und nur direkt an unseren General⸗Agenten Herrn Carl Hensler in Frankfurt a. M. 2 2 richten. ‚ Der Verwaltungsrath. . ——T—T—TPT—T—T—PwT——————————— von Bindernagel& Schimpf! n gesucht. 2. Frankfurt, Engel-Apotheke! 2574 um Mißverssändnssse für die Folge zu beseitigen, bringe ich hiermit nochmals zur öffentlichen Kenntniß, daß ich vom meines Vaters übernommen habe. gewähre sch meinen geehrten Kunden den üblichen Credit. 1. Mat dieses Jahres an das Geschäft Selbstverständlich Louis Werner, Apotheker. Versteigerung. Wegen Concurs des Jacob Rübsamen von en 6, und Freitag den 7. Dezember d. J. durch den Ortsgerichtsvorsteher nachverzeichnete Gegenstände gegen U lelch baare Zahlung offentlich versteigert, als 1) 4 Pferde, 2) 3 Kühe, 3) 2 Rinder, 4) 1 Mutterschwein, 5) 1 Läufer, 4 Gänse, 8 Stück Hühner, 6) verschledenes Bauholz, 7) 30 Fuder Watzenstroh, 8) 8 Fuder Gerstenstroh, 96 Fuder Haferstroh, 10)* Förder Erbsendroh, 11) 80 Centner Heu, 12) 25 Centner Grummet, 13) 250 Körbe Spreu, 14) 7 Malter Walzen, 15) 8 Malter Korn, 16) 15 Malter Gerste, 17) 15 Malter Hafer, 18) 15 Malter Linsen, 19) 10 Malter Erbsen, 20) 50 Malter Kartoffeln, 21) 550 Centner Dickwurz und Kohltaben, 22) 1 neue Häckselmaschine, 23) 1 vollständige Brennerei, 24) 3 Wagen mlt Zubehör, 25) mehrere Pflüge und Eggen, 26) eine Partie Mist, 27) 1 Pfuhlfaß, 28) sonstige Oeconomiegeräthe, 29) Weißzeug und Hausgeräthschaften. Die Versteigerung wird im Einzelnen und partten⸗; weise vorgenommen und nimmt jedesmal an den oben⸗ genannten Tagen, Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang. Rockenberg den 30. November 1866. g Franz Joseph Dietz, Massecurator. Wichtig für Bruchleidende. 10 Wer sich vor der überraschenden Wiiksamkeit des berübmten Bruchheilmittels von dem Brucharzt Krüsi⸗ Altherr in Gais, Kanton Appenzell in der Schweiz, überzeugen will, kann bet der Expedition d. Bl. ein Schriftchen mit vielen bundert Zeugnissen in Empfang nehmen. 2622 Nachfiehende von dem berühmten Chemiker Herrn Apotheker Bergmann in Paris, 70 Boulevard Magenta, erfundene und bestbewährte Spezialitäten werden geneigtester Berückfichtigung empfohren: Theerseile, 1 eee 3 7 bei all 0 Leiden K Gichtw alte. Ban f 2 Pacel 18 und 30 ke. 1 0 erste Barterzeugungstinctur. r ve selbst noch sungen Leuten in kürzester Zeit den stärkffen Bartwuchs zu erzielen. à Fl. 36 kr. und 1 fl. N eit Jahren bekannt und berühmt, Lis-PoOomadle. 25 Kräuseln und Kräftigen der Haare. à Flac. 18, 27 und 36 kr. zum augenblicklichen Stillen jeder f Jahnwolle. uren Fabse. 2 Pace d r. Patentirt in den Kalserl. Franz Staaten. Alleintges Depot für Friedberg bei Ph. D. Kümmich. 14 1 Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg: Caschen-Jahrplan für die Mittel Rhein gegend, Hessen, Nassau, Unterfranken, Baden, Rheinbaiern, Rhein ⸗Preußen und Westphalen. Preis 3 kr. mettitnrats erwähll. Cage berselbe full 2 Netension d gesgtaphisch Ferbei nich Tercera Dalen ni trachten f hessere Arre eintreten w die Provinz Was dird — Anfang ei. hosen, Hun scc zunächs Streitlräftt tiwa 9500 auf 1200 Hilfte, dit Sodann se belllegeadt 8 Landeezt Hessen ondersas 7 vor dem 20 drt legemin dillgendit wird als Mich ot —