— * 1866. amstag den 3. Uovember. 88 Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint wöchentlich zweimal, Mitt ch u Sanistag. ——— der„Anzeiger für Oberhessen“ kann für October, November und Dezember in hiesiger Stadt durch die Expedition zu 18 kr im übrigen Großherzogthum durch die Post zu 21 kr. bezogen werde * n.— Der Raum einer einspaltigen Petitzeile wird mit 3 kr. berechnet. Amtlich Benacher Betreffend Unterricht im Hufbeschlag. er Theil. Friedberg den 31. October 1866. ichti gung. Nachstehende in Nr. 43 der diesjährigen landwirthschaftlichen Zeitschrift enthaltene Bekanntmachung wollen Sie thunlichst bald zur Kenntniß der in Ihren Gemeinden befindlichen jungen Schmiede unte r dem Anfügen bringen, daß unbemittelte, die den Unterricht im Huf— beschlage besuchen, aus den Mitteln des Bezirks-Vereins Unterstützung erhalten können. Bekann Der Unterricht im Hufbeschlag pro 188%, wird am 15. November in Butzbach beginnen. Junge Schmiede, die an demselben Theil zu nehmen beabsichtigen, haben sich zeitig bei unterzeichnetem Prasidium schriftlich anzumelden und sich über Schulkenntnisse, bestandene Lehr— zeit und gutes Betragen gehörig auszuweisen. Der Unterricht wird unentgeldlich ertheilt; dagegen haben die Theilnehmer, insoweit sie die Mittel dazu besitzen, für ihren Unter— halt in Butzbach selbst zu sorgen; es werden aber Einrichtungen Der Director des landw. Bezirks⸗Vereins Friedberg Trapp. t ma chung. getroffen, daß derselbe möglichst billig zu stehen kommt. Unbemittelte müssen sich mit Unterstützungsgesuchen an den Vorstand ihres landw. Bezirksvereins wenden, da Seitens des Provinzialvereins für der— artige Unterstützungen keine Mittel verwilligt sind. Der Unterricht wird ungefahr 2½ Monat dauern. Laubach am 4. October 1866. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach. Betreffend: Die öffentliche Versteigerung verfallener und nicht renovirter Pfänder und Leihanstalt. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Sie, insbesondere diejenigen von Ihnen, deren Angehörige ein Interesse an der Pfänderversteigerung des hiesigen Pfandhauses haben, welche von deren Verwaltung auf den 6. d. M. nach dem Intelligenzblatt anberaumt worden ist, werden beauftragt, den Ver⸗ der hiesigen Pfand. Friedberg am 31. Oktober 1868. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. steigerungstermin in den Gemeinden veröffentlichen zu lassen. Da dies seither oͤfters zum Schaden von Betheiligten nicht geschehen ist, dies auch das Interesse des Pfandhauses erfordert, so erwarten wir pünktliche Befolgung auch bei späteren Versteigerungsterminen. Trapp. Betreffend: Die Verstellung von Militärpferden zu Landwirthen ꝛc. des Großherzogthums. Friedberg am 30. Oktober 1866. Dasselbe an dieselben und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Unter Verweisung auf die Bekanntmachung Gr. Kriegsministeriums vom 27. d. M. Intelligenzblatt Nr. 87. tragen wir Ihnen auf, alsbald zur öffentlichen Kenutniß bringen zu lassen, daß wer Pferde melden habe. in Verstellung nehmen wolle, sich bis zum 10. l. M. bei uns anzu⸗ Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt werden. . Zugleich ist weiter zur Kenntniß zu bringen, daß nach Verfügung Großh. Kriegs-Ministeriums auch an solche Landwirthe ic., welche die verlangten Pferde in den Garnisonen, oder in der betreffenden Cantonnirungsstation abholen wollen, und deren Zuverlaässigkeit durch ein Zeugniß des Kreisamtes bestätigt ist, pferde sofort in Verstellung abgegeben werden können. 9 0 0 Ter a p p. Betreffend: Die Ausfuhr von Rindvieh, Häuten ꝛc. nach Belgien, Da fel beg Nach einer uns zugekommenen Mittheilung Großh Ministeriums des Innern v. 24. v. Mts. zu Nr. M. d. J. 11295 hat von den bestehenden, wegen der Rinderpest angeordneten Verboten die Königlich Belgische Regierung für die Ein⸗ und Durchfuhr von folgenden Gegenständen, als: Rindvieh, Häuten, frischem Fleisch und frischen Abfällen von (Muster.) Ursprung neg. Der Unterzeichnete wohnhaft zu n erklart hiermit, daß die nachstehend angegebenen, zur Einfuhr in das Koͤnigreich Belgien bestimmten Gegenstände, nämlich: zollvereinslandischen Ursprungs sind. den ten 18 Unterschrift. Friedberg den 1. November 1866. n iesel ben. diesem Vieh, welche aus dem Zollvereine kommen, eine Ausnahme zu⸗ gelassen, sofern Sendungen mit Ursprungszeugnissen versehen sind. Wir beauftragen Sie, dergleichen Ursprungszeugnisse auf Antrag der Betheiligten nach dem nachstehenden Muster auszustellen. Trapp. „ Zeugniß. B. Beglaubigung des Ursprungs. Die Abstammung der vorstehend verzeichneten Gegenstände aus dem freien Verkehr des Zollvereins wird hiermit bescheinigt. den ten 18 Großherzoglich Hessische Buͤrgermeisterei. (Siegel.) Unterschrift des Bürgermeisters. Betreffend: Die Beiträge der wohlffehenden katbollschen Kirchenfonds zu dem allgemeinen katholischen Kirchenfond für kirchliche und geistliche Zwecke für 1867. Dasselbe an die kathol Zur Bestreitung der Bureaukosten der katholischen Decane und ju andern kirchlichen Zwecken, sowie zur Bezahlung des Gehalts des Stiftungsanwaltes bedarf der allgemeine katholische Kirchenfond im Jahr 1867 die Summe von 1696 fl.; welche nach hoͤchster Ver⸗ gung auf die betreffenden katholischen Kirchen- und milden Stiftungs— sonds ausgeschlagen worden sind.— Indem wir Ihnen nachstehend linen Auszug aus der gefertigten Repartition mit dem Auftrag über— enden für die Berichtigung zu sorgen, weisen wir Sie zur Zahlung Friedberg am 31. Oktober 1866. i sschen Kirchen vdorstände. der den einzelnen Kirchen zur Last kommenden Beitrage an die Groß- herzoglichen Districtseinehmereien an, und ertheilen den etwa fehlenden Credit zu Lasten des Reservefonds. Ter a p p. 1) Kirche zu Ilbenstadt 2 fl. 30 kr.— 2) Kirche zu Nieder-Moͤrlen 4 fl. 11 kr. 3) Kirche zu Ober-Mörlen 3 fl. 55 kr.— 4) Kirche zu Oder⸗Wöͤllstadt 5 fl 21 kr. — 5) Kirche zu Ockstadt 3 fl. 27 kr.— 6) Kirche zu Oppersdofen 54 fl. 14 kr. — 7) Kirche zu Rockenberg 9 fl. 40 kr.— 8) Kirche zu Wickstadt 13 fl. 41 kr. Hessen. Darmstad t.— Das Großher⸗ zogliche Regierungsblatt Nr. 48 enthält: 1. Bekanntmachung, die von den stimmberechtigten adeligen Grundbesitzern vorzunehmende Wahl von 6 Ab⸗ geordneten zur 2. Kammer der Stände betreffend. 11. Namensveränderung. Am 13. Oktober wurde dem Philipp Zeh zu Hainchen gestattet künftig den Familien namen Dillmuch zu führen. 111 Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog baben allergnädigst geruht? am 5. Oklober den Gerichts— Aecessisten Schlippe aus Bingen zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte Bingen zu ernennenz— 16. dem Schulamts Aspiranten Kauß aus Lumda die evang. Schul⸗ stelle zu Aumenrod zu übertragen;— 17. den Kammer⸗ junker und Hauptmann in dem 3. Inf. Reg. Freiherrn v. Rotsmann zum Kammerherrn zu ernennen;— 20. dem Schullehrer Demel an der Elementarknabenschule zu Gerns— heim die 3. kath. Knabenschulstelle daselbst; dem Schulamts— Aspiranten Bumaun von Seidenbuch die evang. Schulstelle zu Schlierbach; dem Schulamts⸗ Aspiranten Keßler aus Mainz die 6. kalb. Knabenschulstelle zu Dom- Quintin⸗ Christoph zu Mainz zu übertragen; den von dem Herrn Grafen zu Erbach⸗Schönberg auf die evang. Schulstelle zu Fürstengrund präsentirten Schulamts- Aspiranten Kreuz aus Balsbach zu bestätigen. IV. Charakterertheilung: am 13. Okt. dem Bürger und Bäckermeist gegen klagend aufgetreten, weil diese ihn der Theilnahme an der preuß. Annexionsbewegung beschuldigt haben. als der hessischen Regierung unterbreitet in ollen. Sie sprechen u. A. den Wunsch aus, daß sie Mitglieder der allgemeinen geistlichen Wittwen— kasse bleiben, daß sie bei Dienstunfähigkeit nach den in Hessen geltenden Bestimmungen behandelt und in Nassau vereinigt werden möchten. kirchlicher Beziehung mit dem unirten Gießen. Professor Wasserschleben ist die Redaction der„Hess. Volksblätter“ Mainz. Den hier internirt gewesenen Land— wehrmännern des 32. preußischen Infanterie-Re— giments ist nunmehr das gegen sie ergangene Urtheil einige Rädelsführer auf Festungsstrafe und gegen die übrigen Betheiligten auf Festhaltung im Dienste bis Ende dieses Jahres. hierin noch durch die Gnade des Königs eine günstige Aenderung eintreten wird. verkündigt worden. Es lautet gegen Man hofft, daß auch Der König hat dem Preußen. Berlin. er Balthasar Ewald zu Darmstadt als Hofbäcker.“ Grafen Bismarck die Anlegung des bayerischen V. Dienstentbindung: am 5. Oktober den Ergänzungs- Hubertusordens erlaubt. richter bei dem Friedensger chte Bingen Dr. Schnell aus Wies-Oypenheim auf sein Nachsuchen von seinem Amte änzungsrichter VI. Cs Gernsbeim, mit welcher der C verbunden ist, mit einem Gehalte von 442 fl., nebst 6/8 Stecken Eichen- Scheitholz zur Heizung des Schulsaals, wozu noch 60 fl. für Ertheilung des Zeichenunterrichts an der höheren Bürgerschule kommen; die evang. Schulstelle zu Unter-Mossau mit 301 fl. 30 kr.(Präsentation des Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau); die 2. evang. Schul stelle zu Ober- Beerbach mit 300 fl., ausschließlich des Mav'schen Legats, nebst einer Vergütung von 26 fl. für Heizung des Hullocals. Il. Geftorben: am 10. Oktober Förster Rau ten- busch zu Glaubzabl. — In den Ruhestand wurden versetzt Major v. Breidenbach mit dem Charakter als Oberst— lieutenant und Hauptmann Clar. Der Erstere hatte das Unglück nach dem Treffen von Laufach bei einem Sturz vom Pferde durch das Bajonet eines seiner Leute erheblich verwundet zu werden. — Auch Oberst Wilkens, Commandeur des 2 J.⸗R., soll auf Nachsuchen pensionirt worden sein. — Auf der hiesigen Post ist ein Geldbrief mit ca. 1000 fl. Inhalt abhanden gekommen. Trotz eifriger Nachforschungen soll über den Ver⸗ bleib des Werthstückes noch nichts ermittelt sein. Absender ist ein Frankfurter Banquier, Adressat Dr. Max Rieger dahier. Da der Brief zwar recom— mandirt ist, dabei aber keine Werthangabe gemacht wurde, so hat die Post nur einen ganz geringen Be- trag zu entschädigen. Das ist wieder eine Warnung, die durch Werthangabe erwachsenden, an sich so un⸗ bedeutenden Gebühren nicht sparen zu sollen. S. Friedberg. In Bezug auf die bevor stehenden Landtagswahlen zeigt sich bereits vielfach eine große Thätigkeit und Rührigkeit zunächst in der Presse, welche je von ihrem Standpunkte aus das Interesse der Wähler wachzurufen bemüht ist. Eine don Mitgliedern des früheren Landtages zusammen⸗ berufene Versammlung, welche am 28. d. M. in Frankfurt tagte, ist mit einem Wahlaufruf vor die Oeffentlichkeit getreten, welcher gleichzeitig als ein gedrängtes Programm der hessischen Fort⸗ schrittspartei in den inneren und äußeren Fragen betrachtet werden kann.— Wie wir vernehmen sind die Bürgermeistereien angewiesen, die Wahl der Wahlmänner, wenn thunlich, bis längstens zum 17 d. M. vornehmen zu lassen. Es wäre also an der Zeit mit Vorschlägen zu dieser Wahl hervorzutreten, damit die Wahl der Abgeordneten Männern in die Hand gegeben wird, welche ihre Stimmen vereinigen auf würdige und einsichts⸗ volle Vertreter, denen das Wohl des Landes wirklich am Herzen liegt und welche eine ersprieß⸗ liche Thätigkeit in der Kammer erhoffen lassen. Das Amt des Abgeordneten wird unter den gegen— wärtigen schwierigen Verhältnissen doppelt schwere Pflichten in sich vereinigen, deßhalb thun wahrlich Männer Noth, welchen ein Verständniß unsrer Zeit und der wahren Bedürfnisse des Landes nicht abgeht. — Eine in Biedenkopf abgehaltene Ver— sammlung von Geistlichen aus den abgetretenen hessen⸗darmstädtischen Landestheilen hat verschiedene Beschlüsse gefaßt, welche sowohl der preußischen neurrenz für: die 4. kath. Knabenschulstelle zu wird antor- und Organistendienst zurechnung der Macht des norddeutschen Bundes um etwa 130,000 Mann, abgesehen von den später zu Gebot stehenden Landwehrkräften ersten Aufgebots und der eignen Vermehrung der Land- wehr auf 162 Bataillone vermehrt. preußischer, — Ueber die Vermehrung der preußischen Wehrkraft durch den letzten Gebietszuwachs berichtet, daß sich dieselbe unter Hin⸗ — Die zum norddeutschen Bunde gehörigen Militär-Contingente werden wie die preußischen Truppen gekleidet und ausgerüstet werden. werden die Prüfungen dort wie hier die nämlichen sein und die dahin werden. Eine Erweiterung der preußischen Kriegs schulen Vermehrung derselben. Armeecorps eine Kriegsschule eingerichtet werden und jede derselben 100 Aspiranten aufnehmen. Auch Anforderungen für die Offizier— leitenden Vorbereitungen getroffen eintreten, eben so eine Es dürfte für je zwei würde danach — Nachdem nunmehr durch den Friedens- schluß mit dem Königreich Sachsen der Frieden aller Orten in Deutschland wiederhergestellt, soll nach einem königl. Erlaß Sonntag den 11. Nov. in allen Kirchen des Landes die Wiederherstellung des Friedens durch einen festlichen Gottesdienst gefeiert werden. — Ein sich vielfach wiederholendes Gerücht von einer preußisch-schwedischen Allianz wird von Berlin aus in Abrede gestellt. Kassel. Die in Kurhessen recrutirte Armee wird in ersten Jahre aus ¼8hessischer und% alt- im zweiten Jahre aus/ hessischer und ¼ͤ altpreußischer, und im dritten Jahre ganz aus hessischer Mannschaft bestehen, so daß also nach Verlauf von drei Jahren die der Re— krutirung folgende Einstellung, wie in ganz Preußen, außer der Garde, localer Natur sein wird. Schmalkalden. Die Bewohner der Herr- schaft Schmalkalden erheben immer lautere Klagen, daß ihr seit Jahrhunderten mit dem Bezirke ver⸗ einigter, zu ihrer Existenz geradezu unentbehr⸗ licher Wald von 38,000 Acker, im Werth von 2 Millionen Thaler, nunmehr in Folge des Friedens dem Herzog von Coburg als Privat- eigenthum abgetreten werden soll, ja bereits in Besitz genommen wird, und fürchten hierdurch einer traurigen Zukunft entgegen geführt zu werden. Das Frankf. Journ. sagt am Schlusse eines Artikels:„Wollte man die Wälder ein⸗ für allemal abtreten, so hätte das wirthschaftliche Interesse geboten, die Herrschaft mit Land und Leuten dem Herzogthum Gotha einzuverleiben. Unbegreiflich erscheint es, daß gerade der materiell hülfloseste Bezirk Thüringens, der sich auch nicht des geringsten feindseligen Aktes gegen Preußen schuldig gemacht, die Kriegskosten für Gotha bezahlen soll.“ Marburg. Eine Deputation des hiesigen Stadtvorstandes, welche dem Civilgouverneur v Möller in Kassel unter Anderem die Witte um Erhaltung der Universität für Marburg vor trug, soll in dieser Hinsicht die beruhigendste Zu⸗ sicherung erhalten haben. Hanau. Die Hofdienerschaft des Kurfürsten hat den gemessenen Befehl erhalten, die Backen— bärte fernerhin nicht mehr nach preußischem Muster zu tragen. Frankfurt. Die königl. Cabinetsordre, betreffend die allgemeine Wehrpflicht in den neu erworbenen Ländern, wurde nunmehr auch durch das„Amtsblatt“ in Frankfurt veröffentlicht. Die selbe enthält die bereits früher in ihren Haupt— punkten mitgetheilten Bestimmungen. Wiesbaden. Ein dortiges Blatt erzählt, daß unlängst ein Nassauer seinen ehemaligen Landesherrn, Herzog Adolf, zu trösten suchte mit der Hoffnung, Frankreich rüste, und mit dieser Hülfe würden den vertriebenen Fürsten ihre Be— sitzungen zurückgegeben werden. Herzog Adolph aber soll entgegnet haben:„Wenn ich durch Frankreich mein Land wieder erhalten soll, werde ich der Erste sein, der in„„preußischer Uniform“ — dagegen kämpfen wird. Bayern. Der Skandal eines Haberfeld- treibens, welcher in einem Theile von Bayern noch zeitweise aufgeführt wird, fand in der Nacht vom 14. auf den 15. Oct. in Attl, nahe bei Wasser⸗ burg, wieder einmal statt Die Veranstalter er— scheinen unerwartet in der Nacht, sie sind ver⸗ mummt und bewaffnet und geben durch vielen Skandal und häufig durch grobe Excesse den Be⸗ treffenden ihr Mißfallen in der robesten und em⸗ pörendsten Weise zu erkennen. Diesmal galt es dem dortigen Pfarrer, der eine Broschüre„Der Teufel als Haberfeldmeister“ geschrieben hatte. Mehrere Kugeln drangen in die Wohnung des Pfarrers, Fensterscheiben wurden zertrümmert u. dgl. Gensdarmerie soll rechtzeitig eingetroffen sein, mehrere Theilnehmer gefangen und andere schwer verwundet haben. Baden. Karlsruhe. In der zweiten Kammer wurde folgender Antrag der Commission bezüglich der Schulfrage angenommen:„Hohe Kammer wolle sich zu Protokoll dafür aussprechen, daß für das Budgetjahr 1867 diejenigen Haupt⸗ lehrer der Volksschulen, deren wirkliches Ein- kommen(einschließlich des Schulgeldes, aber ohne Einrechnung des Genusses freier Wohnung) nicht 350 fl. beträgt, aus Staatsmitteln auf dieses Einkommen aufgebessert werden.“ — Die erste Kammer erklärte sich: 1) ein- stimmig für den Anschluß Badens an den nord- deutschen Bund mit Erhaltung entsprechender Selbstständigkeit, 2) mit allen gegen 3 Stimmen für ein Schutz- und Trutzbündniß mit Preußen und mit den entsprechenden Vereinbarungen und 3) einstimmig für eine unkündbare, einheitlich organisirte Zolleinigung, für ein einheitliches Eisenbahn⸗, Post- und Telegraphenwesen und für ein gemeinsames deutsches Bürgerrecht. Oesterreich. Aus Wien wird vom 28. d. M. die definitive Ernennung des Frei- herrn v. Beust zum Minister gemeldet. Der bisherige österr. Ministerpräsident Graf Mens— dorff habe sein Personal bereits verabschiedet. Frankreich. Pariser Blätter melden, daß in Folge der zwischen Preußen und den Nieder- landen gepflogenen Unterhandlungen die Preußen auch fernerhin Luxemburg besetzt balten werden. leber den Eintritt des Großherzogthums Luxem- burg in den Nordbund wird unter handelt. Rußland. Die bisher mit aller Rücksichts⸗ osigkeit und Strenge betriebenen Maßregeln zur Russificirung Polens find plötzlich in's Stocken gerathen. Ein katholischer Bauer, dessen neu- geborenes Kind, in Folge eines Befehls des Generals Kaufmann, mit Gewalt griechisch ge- tauft wurde, hat das ketzerische Kind mit eigener Hand getödtet und sich darauf nach Petersburg geflüchtet; er hat dem Kaiser sein Verbrechen ge⸗ standen unter Angabe des Motivs. Der Kaiser soll in Folge dieses Geständnisses nicht nur die Einstellung dieser Russificirungsmethode, sondern auch die sofortige Abberufung Kaufmann's be- fohlen haben. Kaufmann ist auf 11 Monate beurlaubt. 11 Amerika. Die Krlegsflotte der Vereinigten Staaten, soweit dieselbe zur Zeit im Dienst sich befindet, vertheilt sich folgendermaßen: es sind in erfüllen erwog g g du Uebe t und dur wurde gez ersorrrt r Rejormat Mi deen Numern Weder e Dem Schun schaftob r. Pilar Ur ber mut frilher; dungen u. 8 Uamenllich Europa 9 Schiffe mit 120 Kanonen, im stillen Ocean(Norden) 18 mit 211, in Brasilien 9 mit 903 Ostindien 5 mit 51, Westindien 7 mit 86, Stillen Occan(Süden) 7 mit 80, Indischen Ocean 6 mit im altlantischen Meer 9 mit 74, Golf von Mextko 16 mit 138, bei den Fischerelen 10 Sckiffe mit 120 Kanonen. Alle Fahrzeuge sind Dampfer, zehn Procent der- selben sind gepanzerk. 10, Jahresbrtsammlung d des Hauptocreins det Gustav- Adolf-Stistung im ae essen. Friedberg, 31. Oktober rn hie . Verein der Gustav⸗ Adolf Stistu im Großherzogthum Hessen Abend gefunden 1 5 absichtigt war, die Vers Zeitver er siörte das Werk des Frie Vereins ist, und welche in der letzt Fesigäste kein Raum war die hältnisse tauscht v Morgens erkünde artung überstejgende Zahl ven Gaͤsten Ferne in unserer Stadt vereinigte. Zur seine Jahresversammlung, nach dex zälint umlung ßte aber Am Vorabende w in der F te Glockengeläute den festlichen a der eine die Err der Nähe und gewöbnlichen Stunde des Vormittagsgottesdienstes füllte sich unsere d Liedes:„Nun pr einer an Schwab it 1 0 von Seminarlehrer Thurn die Resy das berrliche S ind Trut dann trat Stadtipfar Dr. Seel n Gi welcher von 1849 bis 1857 unserer Stadt al Profess Predigerseminar und Pfacrer angehört batte auf, und mit den n ren Gemeinde, sich freuten, ihn a d zu hören, freuten sich gewiß auch ls ex mit uns bekannten Klarheit un eit und Kr das Wort er kündete. U g der Reforr durch diese gegründet wo die Aufgabe mation bewahren und unser Gusta dolf-Vereim erfüllen lassen, aus w hervorgegangen; und indem die Reser der Liebe, dee Glaubens und und 10 wurde gezeigt, wie Li Mau nd Muth auch laßt erfordert werden, um in unserm Vereine dem Werk Reformati an 5 ·˖ W. mit gespa ummt en Predi Stadtkirche. Nach J S nopt als Predi det aft Aer Wer f eichem 0 Werk der durch Gebet dankten dem schaftobe richt erstatlet Prälat Dr. Zimmer der trau igen Exeigniss früher zu Stande fommen? zu Frol bofen gefallen der auf den srül des Verwaltungsrathe Veranszwecken bethäti 25 Jahren, am 31. erstaller, der Aufruf e Segen zur Gründung d nun so weit ausgebreitet Wiereines geführt habe, und gab in kurz n Zügen eine Geschichte der Ausbreitung und B Gesammt vereines und inebesond 8 Hess 8 auptvereines Mit dem Bedauern, daß in Fo der territortalen Verände rungen unser Haupive eine Einbuße erleide, indem namentlich ein Theil des oberhessischen Zweigvereins sich von ihm werde trennen müssen, wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß die von getrennten Glieder im Anschluß an andere Hauptvereine der Sache des Gesamm! vereins mit gleicher Liebe wie bisher dienen würd Nack dem ermuthigenden Feldliede Gustav Adolfs:„Verzage nicht, du Häuflein klein“ bracht ie Versammlung in dem von Dr. Schwave gesprochenen Ffestgebete ihren Dank und ihre Bitte vor Gott und wurde sodann mit dem Segen entlassen. Schluß solgt.) m Eingan rein un en Darmstadt. Die gegen den Buchdruckereibesitzer Neinhols Baist in Frankfurt erkannle mehrjährige Hefängnißstrafe und große Geldbuße wegen rausgabe er Broschüre:„Schwester Adolphe,“ so wie die veiteren Strafen wegen Druck der sonstigen Schriften n die Jesuiten in Mainz, sind von unserem istiz inisterium aufgehol worden. — Die hiesigen Hosbüchsen nacher Probst und Söhne aben ein neues Hinterladungeg construirt und isselbe dem Gr. Kriegsministerium behufs J egt, welche on einer hierzu ernannten Eom ston orgenommen wurde. Das Resultat war ein günstige 1 chußschne stimmt mit jühnigen des Zün adelgewehr in, übertrifft daf aber nancherlei hungen er Haupt theil dieser Cou lructon rdem auch min i di Nilitär-Vorderladungsgen ies lerladu jewehre Giesien. Die Sonntag en besteht auße Hin urnhall sand röneten aus biedenen Orten urnbezirk talt zun ach enutzung überw. e Anstalt bietet Raun urner, ist rät kann somit der städtischen Schuljugen echts, den ludenten un 1 Tu men 0 lätte zur Pfl en Theater in Friedberg im Saale der H rstere bes vatz mild 1 ein heitere buldiges Naturkind, us 7 izle 1 1 henk 1 1 g n Härtner Frankfurter Cours. 2. November 1866. Cours der Staatspapiere. Oesterr. 5% Met. 1859 1. LSst. 57 ¼ P Nat.-An 854 49 0 — 70 do. 1804— Odligat. d 9 9 do. 10 % Obligation 96 % ½% ahr. b. Rth. 5 do do Würtemb 11 1% Obl. k — 40% Baden 4% Obligat 880 P Obligat 9. J 92% Pp do do ir. Hess. 40% Gr. Hess, 3% 0 0 1 Russland 5 Obl. 1. 1 f. 1 Finnland Ʒ7—1t 0 a E 10 ö Schweden 0 * N.-Amer * ll einbez ahlte Hise bah 1½0% B Ostbahn 1% Pfandbr. d. Frkf % Oesterr, St.-Eisenb % Oest. Süd, St. u 0% Oest. Süd. St. u ayr 114¼ P Hyp-B Prior 19 P Lomb. E. Lomb. E. B. 43% P. ½ G K Tr 28 kr. 318 -Eisenb.-Pr Prior jeueste Hess, Ludwigsb.-Pr 941 Pp. 1 1 0 2 1 8 Anlehens LO OSe. 250 fl. b. R. 1839 oe, 18 100 Pr. L. 18580112%% G 500. 18605 2„ 8/% Oest. 100 Pr. Schwed. Tulr. Bad. 35 fl Kurh. 40 Th Loose I.—I.. 1864.65 bz. u. 10 L. b. R. 54% P r. Hess. 50 fl. L. b R. 25 2 1 E. 50½ G. 0 1 d H. 9 40 Doppelte„ 9 41 Friedrd'orf, 9 57—58 f. 10 Stücke 9 45 Pistolen Raud-Ducatenu Preuss. Holl Eugl! Russ Sovereign Imperiales Wiener Für An- und Verkauf aller reeller Bedienung und ertheilt Coupons- Zahlungen u. s. w. — gerne 20 Franes-Stücke * Wechsel Werthpapiere jede ll. 5 Ieh, Sin N Prei SS. Ipohars in Gold„ 2! I-Pf. fl.— pr. Z. Pf Kassensel Cours 90% G empfiehlt sich bestens gewünschte Auskunft S. Lindheimer in unter über Verloosungen, Friedberg Faselochs. Ve ge ung 2876 Montag den November d. 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Arbeit wünscht, glaubt auf dem Platz 4 in hiesiger Stadt Beschäfttigung zu erhalten, und da er schon mehr auf numme l irten Plätzen gearbeitet hat, so ist er der Hoffaung, sich in benannter Werkstätte auf Platz 4 zu verbessern und möchte sich daher empfeblen. Um jedoch seiner Sache um so gewisser zu sein, möchte er erst wissen, welche Arbeit auf Platz 4 vorkomme. Antwort hierauf wird schnellstens enen Freundliche Bitte. 2381 Dtejenigen, welche aus der Lethbibliothek des verstorbenen Herrn Oberappellationsrathes Hofmann zu Darmstadt Bücher entliehen haben, werden ersucht, dieselben baldigst entweder an dessen Wittwe(Restau⸗ ration Stengel, vis-A-vis dem Bahnhof zu Darmstadt), oder an den Unterzeichneten abzuliefern. Beienhelm. Urich, pfarrer. J tische Schellsische! 2347 direct aus der Nordsee bei 4 W. Fertsch⸗ Ein sehr fteundl. Zimmer 2385 mit Möbel hat zu vermiethen Jos. Hoffmann, Posamenttr. Fertige Damenmäntel in reichster Auswahl bei S. Hirschhorn, Friedberg. 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Schwarz, Brotz ler dahter in dessen Behausung vorhandenen, nach⸗ o fa rtr. folgenden Gegenstände öffentlich gegen baare Zahlung meistbtetend versteigert werden: 2372 Gegen Husten und Heiserkeit, Rauhheit im Halse, 1) eirca 10 Malter Waizen, Verschleimung u s. w. gibt es nichts Besseres als die 259„ 5„ 5 5 3 Hafer, Stollwerck'schen Brust-Bonbons. 3, 1 Leben, Man findet selbe in Original-Packeten à 14 kr. in 7 1 1 Wicken, sodann circa 6 Fuder Walzen-, 3 Fuder Gerste⸗, 2 Fuder Hafer, 1 Fuder Erbsen⸗ und Wicken⸗Stroh, 40— 50 Körbe verschtedene Spreu. Bemerkt wird, daß obige Frucht durch Maschiue gedroschen worden ist. Ferner Heu und Krummet und eine Partie Mist. Ober ⸗Wöllstadt den 2. November 1866. riedberg bei J. A. Windecker, in Nauheim bei h. Jac. Weiß, in Hungen bei A. Buch. Holz- Versteigerung. 2377 Dienstag den 6. November l. J., sollen in hiesigem Gemeindewald nachbezeichnete Holzsortimente versteigert werden: In Auftrag 14 Stecken Kiefern ⸗Scheltholz, Großherzoglichen Landgerichts Friedberg 267„„ Prügelholz, Großherzogliches Ortsgericht Ober⸗Wöllstadt 8½¼„ Birken⸗Stockholz, Feuerbach. 40„ Kiefern 1117 Stud Birken⸗Eichen⸗ Wellen, Obligations-Verloosung. 6446„ Kliefern⸗Wellen, 2371 Bel der stattgehabten Verloosung der Partial⸗ 2 Eichen⸗Stämme, 23 Cubiksuß haltend, Obligationen der hlesigen israelitischen Religionsgemeinde J 8 wurde die Obligation Nr. 3 des Anlehens vom 1. Juli 1094 Fichten⸗Stangen, 1768 Cubikfuß haltend. Die⸗ 1847 à 100 fl. durch das Loos zur Rückzahlung be⸗ selben find besonders geeignet zu Wagnerholz. filmt, was hiermit mit dem Anfügen zur Kenutniß 86 Gebund Ginstern. des Inhabers gebracht wird, daß der Bekrag bel dem Der Anfang ist präeis 9 Uhr, Vormittags, beim beraelltischen Gemeinderechner am 1. Januar 1867 in Empfang zu nehmen ift, indem von da ab keine Zinsen wetter davon bezahlt werden. Friedberg den 1. November 1866. Für den Vorstand: Mayer Pirsch, I. Vorsteher. Forstgarten. Gegen Bürgschaft wird das Holz ver borgt bis 1. April 1867. gasch Holz ver borg Ober-Mörlen den 1. November 1866. Groß herzogliche„ Ober Mörlen e cke l. ö * schi 9 ö 0 2137 in Selde, Alpaka und Baumwolle, in schöner Auswahl bei K. Friedrich neben der Post. Ein tüchtiger Drehergeselle 2386 findet dauernde Beschäft gung bei Friedberg Hermann Neisel. PPP Danksagung. 2370 unseren herzlichen Dank allen Denjenigen, welche unserer unvergeßlichen Mutter, Margaretha Buchecker, in ihren letzten Tagen mit Rath und Hülfe beigestanden sowie zur letzten Ruhestätte geleitet haben. Die trauernden Hinterbliebenen. ö Theater in Friedberg. Im Saale der Harmonie. Sonntag den 4. November 1866 Don Cäsar de Bazano, oder: König, Graf und Jitherschlägerin. Romantisches Ritterlustspiel in 5 Acten von W. Friedrich. Spieltage dieser Woche find: Montag, Mitew oe, und Freitag. 2388 Kern, Director. Preise verschiedener Gegenstände. Brennholz, Buchen⸗Scheitholz I., pr. Stecken 7 fl. 20— 40 kr. Kartoffel, pr. Mltr. 3 fl. 30 kr. bis 4 fl. Butter- und Eierpreise für Friedberg vom 31. October. 24—26 kr.] Eier 1 Stück Ak Butter pr. 2 Kirchliche Anzeigen sür Triedberg. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Die gel. 23. Sonntag nach Trintatit, 4 Uovem ber. Reformationsfest Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Lahr. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Herr Candidat Bender. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 44 und eine Beilage.) der 9 Neutra Ten Ce bun, 10. Mobil Gef 2335 Deen 9 Ubr aas perdorbenen Nachlaf dtde nsdesondert 9 bütuet, Diconem tn nn, 2 Mubsfaf und J Hobel Didwur i, Hafersrod, Sutlt, S Waagt, sor 7 1 141 Fender Aka der c * Fried Mob 12 Nen um 10 U. deinric dauhuung ar 2 Kute, aller Ar Beitr Verlogs b 1 B57 gol M. 32. 45 Dieselden Willert 3 Sd — 058 Nn soll auf gufsczen 5 Unterbabtur sch mer lle 4 1866 qzano, ligten. 74124 1 stande, — zurbberg — irddttgz. 178. rb Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. *. 88. Pfänder- Versteigerung zu Friedberg. 2241 Dienstag den 6. November d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in hiesigem Rathbause die bis zu dlesem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und noch nicht ausgelössen oder renovirten Pfänder der hie⸗ sigen Pfand: und Lethanstalt destehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns und Frauenkleidern, goldnen und filbernen Taschenuhren, sowie sonstigen Gegenständen öffentlich meifibietend versteigert werden. Gleichzeitig eröffnen wir bierdurch den Interessenten der Pfand⸗ und Lelbanstalt, daß die Auslösung und Renovatton der Pfänder nur an den dazu bestimmten Tagen Dienssag, Dounerstag und Samstag ftattfinden kann, und dae Pfandhaus vom 3. November d. J. an bis zur Beendigung der Versteigerung geschlossen bleibt. Die Großberzoglichen Bürgermeistereten des Kreises Frtedberg werden ersucht, dieses im Intetesse drer Orts— angebörtgen ortsüblich dekannt machen zu lassen. Friedberg den 18. Oktober 1866. In Auftrag: Großherzogliche Bürgermelsteret Friedberg J. V. d. B. Der Großberzogliche Beigeordnete W'a 0 l. Mobiliar, Vie 6 Geschirr-Versteigerung. 2335 Donnerstag den 8. November 0 J., Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in der Behausung der dabter derstorbenen Caspar Standes Eheleute die zu deren Nachlaß gebörenden Mobilien, Vieh, Schiff und Geschirt insbesondere 2 Zugpferde, 2 trächtige Kühe, 2 Schweine 8 Hübner, 1 Hahn, 1 einspänn ger und 1 zweispaͤnniger Oeconomiewagen, 1 Wasserkarn, mebrere Pflüge und Eggen, Ketten, 1 Reitsattel, Pferde- und Kühgeschtrre, 2 Pfublfässer, 3 Bütten, 1 Fruchtsegmühle, 1 Schnitz⸗ und 1 Hodelbank, eires 70 Malter Kartoffeln, 60 Centner Dickwurz, eine große Parthie Roggen⸗, Weizen- und Haferstrob, 1 Parthie Spreu und Dung, sodann Tische Stüble, Schränke, Commoden, 1 kleine und 1 große Waage, sowle diverse Daus, Küchen- und 2 440 geräthschaften öffentlich meistbietend auf freiwilligen An- trag der Erben erbabtheilungsbalder versteigert werden. Friedberg den 26. October 1866. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Frledberg. V. d. B.; Der dienstälteste Gerichtsmann Foucar. 1 un d Mobiliar-⸗Versteigerung 2342 Montag den 5. November d. J., Vormittags um 10 Ubr, werden auf freiwilliges Ansteben der Heinrich Schönwolfs Wittwe dabter in dessen Be bausung an den Meiflbtetenden 1 5 2 Kühe, 1 Rind, 1 Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, Stroh aller Art, Spreu, Dickwurz,! Waschbütle, Ketten, u. s. w. Betenheim am 27. Oktober 1866. In Auftrag Großherzogliches Ortogerscht Beienheim M u h l. Verloosung der Schwalheimer Kirche Obligationen de 1860 2357 Folgende fünf Stück der hies. Küchenobligattonen, Nr. 32, 43, 44, 173 und 129, wurden heute verloost. Dieselben werden am Schlusse dieses Jahres ausbezahlt Weitere Zinsen können nicht beansprucht werden. Schwalheim den 29. Oktober 1866 Wiederbhold, Kirchenrechner. Ni fei gerung. 2358 Montap den 5 November, Nachmittags 2 Ubr, soll auf dem Rathbaus zu Ockstadt Aufsetzen und Zerschlagen von 10 bie 12 Cbk. Kiftr. Unterhaltungssteinen auf die Vizinalwege in der Ge markung Ockstadt an die Wenigstforderiden in Accord gegeben werden. Nach Beendigung dieser Versteigerung wird das Brechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen von 1 Cbk.) Kier. Unterbaltungssteinen auf den Vizinalweg in der Gemarfung Straßheim verstelgert. Friedberg den 30. Oktober 1866. Der Bezirksbauaufseher Schnelder das Fabren, Bekanntmachung. 2360 Aus dem Steinbruch des Gustav Dieffen— bach, bei Schwalheim gelegen sollen 2 Cbk. Klftr. Chausffirsteine auf die Markwiese zu fahren Montag den 5. November, Vormittags 10 Ubr zu Bauernbhelm an die Wenigsinehmenden in Accord gegeben werden. Die Bauffelle ist im Wege von Irledberg, nächst der Wetterbrücke. Bauernbeim den J. November 1866 Großherzogliche Bürgermelsteret Bauernheim K iii r. Bauernheim nach Inhalt. Bilder. Die berühmte Schlacht bei Custozza, die sall in Trautenau, Umarmung i Schlacht bei 0 Schlacht bei K Aigen zwischen und Preußen, Tod des Generallieutenants v. Zoller, C der Preußen in Frankfurt a. M., scampf bel Taube bischofsheim zwischen Preußen und Württem ber ern, K leriegesecht zwischen Preußen und Badenern, Seege Lissa, Untergang des Rel Italia, Negeraufstand in 1 Beschießung von Valpar aiso, Feld* 5 Nel 5 unter General Prim. Porträts: Köni Gastein, Bay Königgrätz, Uebe llen in Spani von Preußen, Kai Oi * In von Oesterreich, Krenprinz von e Prinz Friedrich Karl on Preußen, Bismarck, Generallieutenant 7 tke, Erzherzog Albrecht, Marschall Benedek, General Vogel llkenst u, Prinz Alexander von Hessen, Roggenbach, Ebelshei im, Deak, Belcred Friedrich Rückert, König Leopold von Belgien Lort Palmerston. Erzählungen und Schwänke: Der Löwe d Dorfes.— Der verfolgte Dieb.— Ein Mißverständniß.— Man mu, sich zu helfen wissen Merkwürdig.— Da ist's freilich die höchste Zeil.— Kinder und Bediente sprechen die Wahrheit.— So ist 1 u Theilen geholfen Gläßlich.— Unbank ist der 1 Lohn Schnelles Le— Kurie Vögel.— Rich chnung. Meinetwegen ein ganz utzend.— Trumpf aus. Näthsel.— Ja wo Herr Baton Der hat's.— Der Herr von Wupptich.— Rührende Einfalt.— Wenn's n holfen hat. a Miltheilungen für Feld⸗ und Gart — N icht Marktverzeichnisse für Hessen u. s. w. 1. Prägie 100 fl., 2. 30 fl., 3. 40 fl., 4. 30 fl., 0. 20 f. 16 fl. 6 VBerkäuferprämien.— Preis 9 kr Vorrät Bindernagel& Schimpff in Fried 2364 Geschäfts⸗ Empfehlung. 2320 Ich erlaube mir hiermit mein Lager in allen Sorten Taschen-, Wand und Stand⸗ Uhren, Gold und Silberwaaren, sowie Bronze und optischen Waaren in em⸗ bfehlende Erinnerung zu bringen Meine geehrten Abnehmer können bei den billigst gestellten Preisen stets der vorzüglichsten Qualität meiner Reparatucen von Uhren, Gold- und G. Waaren versichert sein. Silberwaaren werden rasch und gut besor — Schnell, Uhrmacher und Goldarbeiter. 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Vermögen. 2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nachzahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge. Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jahrlichen Ver sicherungsbeiträge bei einem Alter von 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: 1 fl. 34 kr. 1 fl. 45 kr. 2 fl. 1kr. 2fl. 21 kr. 2 fl. 48kr. 3 fl. 26 kr. 4 fl. 18 kr. 3) Leibrenten:⸗, Wittwen⸗ und Waisen⸗Versicherungen, dermalen 112 mit 25,356 fl. 56 kr. jährlicher Renten. 8 4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3½% ‚8verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1865 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 1,341,293 fl.— Wegen näherer Auskunft, sowie wegen des unentgeldlichen Bezugs von Prospecten und Statuten der Anstalt deliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden.“) Darmstadt. Die Direction. *) In Friedberg an Herrn C. C. Weis, Buchbinder. ———— 2 In Butzbach an Herrn J. 2 Seippel, Kaufmann. 2 2** 2 Der Sieg der Wahrheit! 2361 Er ist endlich gelungen! Der so vielfach verfolgte Daubitz'sche Kräuter-Liqueur hat seine sämmllichen Feinde, einzig und allein durch die ihm innewohnende Heilsamkeit und Heilkräftigteit bei vollständiger Gefahrlosigkeit seines Gebrauchs besiegt. Aerzte und Apotheker mußten dies endlich anerkennen, weil die Gerichte es constatirten; und sie müssen es sich gefallen lassen, daß ein einfaches Genußmittel vermöge seiner wunderbaren Zusammensetzung ihnen die Patienten vermindert. Was gesund ist, wird von Denen perhorreseirt, die von der Krankheit der Menschen(eben. Ein entscheidendes Document, daß der Daubitz'sche Kräuter-Liqueur nicht zu denjenigen Arzneien ge hört, welche unter den§. 345 Nr. 2 des Strafgesetzbuches fallen, ist das Erkenntnis des königl. Obertribunals zu Berlin vom J. Dezember 1865. Angerlagt waren wegen Verkaußs dis Daubitz'schen Kräuter-Liqueurs auf Grund des§. 345 Nr. 2 des Strafgesetzbuches, die Kaufleute Iffland und Schönborn zu Groß-Oschersleben. Der Polizeirichter nach Anhörung der Sach versländigen, welche er klärten, daß der Daubitz'sche Kräuter⸗Liqueur kein solches Präparat sei, welches in den Verzeichnissen A, B und C der Verordnung vom 29. Juli 1857(in Stelle derer vom 16. September 1836 getreten!) als nur von Apothekern zu ver— kaufen aufgeführt stehe,— sprach die Angeklagten frei. Hiergegen ergriff der Polizei-Anwalt Recurs an das königl. Appellationsgericht zu Halberstadt, wurde aber damit von demselben zu rückgewiesen. Jetzt nahm sich die Oberstaatsanwallschaft zu Halberstadt der Sache an, indem sie mit Genehmigung des Justizministers beim Obertribunal die Nichtigkeitsbeschwerden gegen die beiden freisprechenden Erkenntnisse einlegte. Das selbe erkannte jedoch von Rechts wegen in letzter Instanz, daß die Nichtigkeitsbeschwerde der Oberstaalsanwalt— schaft als unbegründet zurückzuweisen sei, da die Vorderrichter bei ihren Erkeuntnissen weder einen wesent— lichen Grund des Verfahrens verletzt, noch den 8. 345 Nr. 2 des Strafgesetzes unrichtig angewendet hätten. Dieser Liqueur ist allein dent zu haben: in Friedberg bei J. A. Windecker, in Assen— heim bei Carl Bauer, in Nauheim bei J. Schimpf. Arbeits⸗Versteigerung. Filzsch uhe 2359 Mlttwoch den 7. November, Vormittage 10 Uhr, sollen zu Nleder⸗Florstadt nachstehende Arbeiten an 2279 in allen Qualliäten und Größen, in schöner Auswahl zu billigen Preisen bei fl. kr. H. Eonder, vormals M. Steltz. die Wenigfinehmenden in Accord gegeben werden: 1) Bergmannsarbeit, bestehend in dem Aus⸗ brechen eines Brunnens zu Hinsbach, Tief⸗ machen und Wtiederaufmauern laut Vor⸗ anschlag zu 97 12 2) Lieferung, bestehend in 30 Stück Elnscha⸗ ö Ich zähle bereits 70 Jahre lungsvielen und 6 Stück Zehnerstämmen 2362 und litt in letzter Zeit stets an starkem Floßholz 26 24 Husten und Athemnoth, so daß ich Nachts gar nicht 3 1 40 schlafen konnte.— Gott sei Dank, bin ich, nachdem — 15 15 a 2 4 20 5 1. 5) Zimmerarbeit 19 12 ich/ Flaschen ächten weißen Brust Syrup von G. A. W. Mayer in Breslau gebrauchte, ebensowohl von meinem Husten wie von der Athemnolh befreit und erfreue mich wieder eines gesunden Schlafes, der größten Wohlthat im Alter. Mittelsteinbach bei Lindlar, den 8. Februar 1865. Wwe. Steinbach. Allein ächt in Friedberg bei Herrn Ph Dan. Kümmich. 6) Grundfuhren. 7) Verlängerung und Herstellung der hölzernen Pumpe. Friedberg den 30. Oktober 1866. Der Bezirks Bauaufseher Schneider. 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