aft pf. — 1866. Mittwoch den 3. October. Anzeiger für 8 berhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedber; Friedberger Intelligenzblatt. f duch zwein b und Samstog —— 2 Der„Anzeiger für Oberhessen“ kann für die Monate October, November und Dezember in hiesiger Stadt durch die Expedition zu 18 kr., im übrigen Großherzogthum durch die Post zu 23 kr. bezogen werden. Amtlicher Theil. Betreffend: Sammlung zerstreuter Großherzoglicher Militärgegenstände Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Da noch wenige von Ihnen unserer Verfügung vom 17 v. M. Intelligenzblatt Nr. 75 entsprochen haben, so werden sofortige Erledigung hiermit erinnert, gegenfalls wir das Verlangte Betreffend: Die Ausstände von Domanal⸗Einkünften, insbesondere die A er für versteigerte Forstprodukt 5 95 ren Nachstehend theilen wir Ihnen das von August 1866 unter dem Auftrage in Abdruck mit, nicht allein die hierin auch selbst in vorkommenden Fällen hiernach zu bemessen. Großberzoglicher Ol Friedberg am 28. September 1866. roßherzoglichen Bürger meisteresen. Sie an deren durch expresse Boten auf Kosten der Säumigen abholen lassen müssen, Trapp. fuhrschein* 8 Friedberg den 29. September 1866. N e en er-Forst- und Domänen-Direction erlassene Ausschreiben vom 28. ertheilten Vorschriften zur öffenlichen Kenntniß zu bringen, sondern sich Trapp. Die Großherzogliche Ober- Forst- und Domänen Direction an die Großherzoglichen Forst- und Rentämter. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministertums der Finanzen ertheilen wir folgende die Vorschriften unseres Amtsblattes Nr. VII. vom 12. August 1851 abändernden Bestimmungen: 1) In denjenigen Oberförstereien, in welchen es nach Maßgabe der örtlichen Verbältnisse ohne besondere Belastigung der Steigerer von Forstproducten und ohne Nachtheil fur die Domanialkasse zulässig ist, sollen künftig in der Regel die Burg⸗ scheine für ersteigte Forstproducte nicht mehr bei den Oberförstereten hinterlegt und von diesen die Abfuhrscheine ditect an die Steigerer abgegeben werden, sondern solches soll bei den Rentämtern resp. durch dieselben geschehen. ) Längstens 8 Tage nach Genehmigung der betr. Versteigerung sendet die Oberfoͤrsterei das abgeschlossene Protokoll derselben und die mit deutlicher Schrift ausgestellten Abfuhrscheine nach Ortschaften und innerhalb derselben nach dem Alphabet geordnet, nebst einem die Anzahl der Scheine für jede Ortschaft angebenden Verzeichnisse an das Rentamt. 3) Wir werden dahin wirken, daß die Bürgermeisterein ange— wiesen werden, die nach Vorschrift des§. 9 des Amtsbattes Nr. VII. vom 12. August 1851 innerhalb der ersten 8 Tage nach Genehmigung der Versteigerung aufgestellten Bürgscheine sofort nach Ablauf dieses Termins an die Rentämter zu senden, oder den betr. Steigerern auf Verlangen zur directen Erhebung der Abfuhrscheine dei den Rent, amtern einzuhändigen. Allen denjenigen Steigerern, welche erst spater Bürgschaft ein— überlassen, ihre Abfuhrscheine direct bei den Rent⸗ ämtern gegen Abgabe der Burgscheine abzuholen.. 4) Die Abgabe der Abfuhrscheine durch Rentamter ersolgt an die baar zahlenden Steigerer sofort nach geleisteter Zahlung, und an die Bürgschaft einlegenden oder Real-Caution seistenden Steigerer entweder sofort direct, wenn dieselben selbst oder durch Beauftragte vertreten dei dem Rentamt erscheinen, oder längstens vier Tage nach Empfang der von den Bürgermeistereien übersendeten Bürgsche ine durch die Vermittlung dieser letzteren resp. durch die Post. Die Steigerer, welche die Scheine durch die Bürgermeistereien erhalten sind verbunden an diese eine Vergütung von einem Kreuzer per Schein für die Spedition zu bezahlen; bei Speditionen durch die Post haben die Steigerer das Porto zu bezahlen. 5) Die Oderfoͤrsterein sind ermächtigt, in dringenden Fällen oder bei unbedeutenden Versteigerungen einzelne oder auch saͤmmt⸗ liche Abfuhrscheine den Steigerern in seitheriger Weise einzuhändigen. In dem Berichte, mit welchem das betr. Protokoll an das Forstamt gesendet wird, ist diese Abweichung von der Regel näber zu begründen. 69 In den Versteigerungsbedingungen sind die dem angegednen Verfahren entsprechenden Abänderungen und Zusatze zu machen; die Muster hierzu erhalten die Forstamter mit den speciellen Verfügungen. 5 7) Die Forstämter haben sich, nach Vernehmung der Ober⸗ foͤrstereien mit den Rentämtern über die Zulässigkeit dieser Einrichtung zu verstandigen und zu deren Anordnung unsere Zustimmung einzuholen. legen, bleibt es In Verhinderung des Directors: Baur, Geh. Oberforst⸗Rath. »dt. Schnittspahn. Betreffend: Den im Monat Oktober l. J. vorzunehmenden Wiesengang. Dasselbe an Im Monat Oktober muß nach den Bestimmun gen der Wiesen⸗ polizeiordnung der Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zu— n der Feldschützen und Wiesenwärter vorgenommen werden. ir beauftragen Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und die über den Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. Novem- ber l. J. längstens vorzulegen. In diesem Protokolle haben die Wiesenvorstände, was denselben noch besonders zu eröffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: 1) Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat Marz l. J. vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden sind und welche nicht, 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorständen zur Beseltigung der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mängel Friedberg den 1. Oktober 1866. dieselben. von Ihnen getroffen worden sind oder vorgeschlagen werden. Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierdei be sonders ihr Augenmerk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gesträuch, Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurf aus den Be, oder Entwaͤsserungsgräben, die Verebnung der Maul⸗ wurfshügel und dergl.(Art. 24 der Wiesenpolizetordnung) und auf die Unterhaltung der Ent- und Bewässerungsgräden(Art. 28 und 29 der Wiesenpolizetordnung) zu richten und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren. 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf groͤßere Wiesenfluren, namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz vom 7. Oktober 1830 Anwendung finden muß. Man erwartet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau verfahren. Trapp. Betreffend: Den Braud zu Heuchelheim, insbesonbert Unterstützung der Brandbeschädigten daselbst. a ssel be Nach den amtlichen Ermittlungen find bei dem am 2. v. M. zu Heuchelheim stattgehabten Brande 27 Wohnhauser und 188 Scheuern und sonstige Gebäulichkeiteu ein Raub dieses verheerenden Elementes geworden und 20 Wohnhäuser und 7 Scheuern resp. mehr oder weniger beschaͤdigt. 81 Familien sind obdachlos geworden und haben beinahe ihr sämmtliches Mobiliarvermögen und ihre Erndte verloren. Da gilt es der großen Noth nach Kräften abzuhelfen, sie wenigstens Friedberg den 2. Oktober 1866. an dieselben. thunlichst zu mildern und glaubrn wir deßhalb auch an die Orts- vorstände der Gemeinden des Kreises Friedberg das Ansinnen zu Verwilligung von Unterstützungen aus den Gemeinde-Kassen nicht ohne Erfolg stellen zu durfen. f Vernehmen Sie daher den Gemeinderath über Verwilligungen solcher Unterstützungen und senden Sie uns das betreffende Protokoll binnen 8 Tagen längstenns zu. Tra p p. Darmstadt 27. d. M. sind die auf Kriegsdauer angestellten eine reiche Ernte gehalten. Gemäß Cabinetsordre vom wundeten, die hier zurückgeblieben, ohnehin schon Kurfürsten abgeschlossenen Vertrag u. A. folgende Bestimmungen:„Der Kurfürst erhält sofort ein Bis zum Schluß Aerzte und übrigen Militärbeamten vom 1. Oct. des vorigen Monats starben hier, sowie in Merr- Capital von 600,000 Thlr., Se. Königl. Hoheit an ihres Dienstes enthoben, und treten in ihre leben und Kirchheilingen, 11 Offieiere(wovon behalten die Revenüen des Hausschatzes, ziehen frühere Stellung wieder zurück. g — Der Großherzog von Baden hat Hrn. Dr. Hillebrand in Rödelheim, früherer Professor an der Universität Zürich, den Charakter als Honorar-Professor in der juristischen Facultät der Universität Freiburg verliehen Friedberg. Am Vormittag des 28. Sept. passirten 2 Schwadronen des Großh. II. Reiter⸗ regiments unsere Stadt auf dem Marsche in ihre Garnison Butzbach, wofelbst die Truppen herzlich empfangen worden sind. Nauheim. Das hiesige Stationsgebäude der Main-⸗Weser-Bahn war während zweier Tage, am 30. Sept. und 1. Okt., mit einer preußischen Fahne geschmückt. Die Veranlassung hierzu ist nicht bekannt geworden. Berlin. Das Haus der Abgeordneten hat einem von der Regierung vorgelegten Gesetz— entwurfe, betreffend den Verkauf der west— phälischen Staats-Eisenbahn, die Ge— nehmigung veesagt und wurde die Vorlage be— sonders bekämpft von den westphälischen und niederrheinischen Abgeordneten, indem sich die— selben nicht gegen den Uebergang der Bahn in Privatbesitz überhaupt aussprachen, sondern nur den gegenwärtigen Moment und die vorliegenden Bedingungen zur Veräußerung nicht für geeignet halten. Man nimmt an, daß, falls eine Vorlage über die Veräußerung nicht blos der westphälischen Bahn, sondern aller Staatsbahnen zwischen Frank⸗ furt a. M. und Emden eingebracht werden würde, eine große Majorität sicher sein werde. Der Handelsminister erklärte die Veräußerung einzelner Bahnstrecken in den neuerworbenen Landestheilen für nicht unmöglich.— Unter den vielen Per— sonalveränderungen in der preußischen Armee finden wir die unter den vorliegenden Verhältnissen beachtenswerthe Nachricht, daß Prinz Heinrich von Hessen zum Commandeur des 2. Garde— Ulanen⸗Regiments ernannt worden ist.— Der Minister des Innern beantragte in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 26. Vertagung des Hauses bis zum 17. Nov., welchem Antrage ohne Discussion zugestimmt wurde. In gleicher Weise geschah dies im Herrenhause. — Das Gesetz, betrff. die Vereinigung des Königreichs Hannover, des Kurfürstenthums Hessen, des Herzogthms Nassau und der freien Stadt Frarkfurt mit der preußischen Monarchie lautet: „Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen ꝛc., verordnen mit Zustimmung beider Häuser des Landtages was folgt:§. 1. Das Königreich Hannover, das Kurfürstenthum Hessen, das Herzogthum Nassau und die freie Stadt Frankfurt werden in Gemäßheit des Artikels 2 der Verfafsungs-Urkunde für den preuß. Staat mit der preuß. Monarchie für immer vereinigt. §. 2. Die preuß. Verfassung tritt in diesen Landes- theilen am 1. Oktober 1867 in Kraft. Die zu diesem Behufe nothwendigen Abänderungs⸗, Zusatz— und Ausführungsbestimmungen werden durch be⸗ sondere Gesetze festgestellt.§. 3. Das Staats⸗ ministerium wird mit der Ausführung des gegen— wärtigen Gesetzes beauftragt.— Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und bei⸗ gedruckten Königl. Insiegel. Gegeber Berlin, 20. Sept. 1866.(L. S.) Wilhelm. Graf v. Bismarck⸗Schönhausen. Freiherr v. d. Heydt. v. Roon. Graf v. Itzenplitz. v. Mühler. Graf zur Lippe. v. Selchow. Graf zu Eulenburg.“ Hannover. Die Hannover'sche Gesetz⸗ sammlung verkündet das Gesetz über die Ver- einigung Hannovers mit Preußen. Das Gesetz tritt sofort mit der Verkündigung in Kraft. Die Ausführungs⸗Bestimmungen bleiben vorbehalten. Einstweilen wird die Landesverwaltung wie bis⸗ her fortgeführt. Langensalza. Noch immer liegen 110 Verwundete in unserer Stadt, die um so besorgter ihrer endlichen Genesung entgegensehen, als zur Cholera sich neuerdings auch das Lazarethfieber gesellt hat, nachdem der Tod unter den Ver⸗ 7 Hannoveraner) und 137 Unterofficiere und ihr sämmtliches Privatvermögen zurück und er⸗ Mannschaften(wovon 80 Hannoveraner). halten alle Einkünfte, welche durch Verpachtung 1c. Dresden. Die Friedensunterhandlungen der zum Hausfideicommiß ü zwischen Sachsen und Preußen sind noch immer Schlösser ꝛc. aufkommen.“ nicht zum Abschluß gediehen, es ist jedoch Hoff-— Eine im Gesetzblatt veröffentlichte Be— nung vorhanden, daß es den erneuten Bemühungen kanntmachung vom heutigen Tage verkündigt das von Oesterreich und Frankreich gelingen werde, Gesetz vom 20. September, betreffend die Ver⸗ den Friedenschluß ganz in Bälde herbeizuführen. einigung des Kurfürstenthums Hessen mit der Neuesten Nachrichten zufolge sollen die Unterhand— preußischen Monarchie. lungen über eine Militärconvention in ein sehr Aus München wird gemeldet: Der sächsische günstiges Stadium eingetreten sein. HDaausschatz(im Werthe von 37 Millionen Gulden) — Die Verhandlungen über die Militär— befindet sich noch immer hier, und zwar in einem Convention zwischen Sachsen und Preußen sollen Gewölbe des sogenannten„alten Hof“; die beendet sein und das betreffende Actenstück bereits sächsischen Beamten, nämlich vier Zahlmeister, im Cabinete des Königs Wilhelm zur Ratification vier Gehilfen, sowie auch ein Kassenbote, die den vorliegen. Die wesentlichen Bedingungen desselben Schatz hierher begleiteten, erwarten seit acht Tagen stündlich den Befehl zur Rückkehr und gehörigen Güter, sind, daß das sächsische Heer dem preußischen Oberbefehl untergeordnet und nach dem preußischen zum Rücktransporte nach der Heimath. Systeme organtsirt wird. Die sächsische Armee— Die Eisenbahn von Würzburg nach wird von 22,000 auf 40,000 Mann erhöht; Heidelberg wird vom 1. November an dem all⸗ die Ausführung des Vertrages muß am 1. Juli gemeinen Betrieb übergeben werden. 1867 vollzogen sein. Bis zu diesem Zeitpunkte Stuttgart. Die Eröffnung des Landtags erhält der Königstein eine gemischte Besatzung, hat heute durch den Minister des Innern, v. Geßler, Dresden wird jedoch von den Preußen geraumt. im Auftrage des Königs stattgefunden. Derselbe Die härteste Bedingung der Militär-Convention versprach Reform in Verwaltung und Justiz auf ist die, daß Preußen das Recht eingeraumt er⸗ Grundlage der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit, hält, Sachsen nöthigenfalls auch im Frieden zu sowie Vorlegung des Friedensvertrags. occupiren. Erst nach erfolgter Ratification dieser— In der Nacht vom 29. sind die 8 Millionen militärischen Vereinbarungen beginnt die politische Gulden Kriegscontribution mit einem Extrazug Friedensverhandlung. von sieben Wagen in Begleitung des Obersteuer— Leipzig. Das Verbot der Gartenlaube ist raihs Neuschler und des Finanzraths Ruoff nach in Preußen wieder aufgehoben worden. Berlin abgegangen. Meiningen. Der Herzog Bernhard Erich— Die Abgeordnetenkammer wählte zur Prü— Freund hat den Rücktritt von der Regierung des Ang des Friedensvertrages einen Fünfzehner⸗ Landes zu Gunsten seines Sohnes Georg dem fuusschuß ausschließlich aus Großdeutschen und Lande durch eine Proklamation folgenden In- beschloß einstimmig die sofortige Zahlung der haltes kund gethan:„An meine getreuen Meininger! Kriegskosten-Entschävigung. Das eiserne Geschick unserer Tage bal auch uns Wien. Die„Wiener Abendpost“ gibt über betroffen. Ich trete heute von der Regierung des die demnächst in Ausführung stehende Reorgani⸗ Landes zurück, das ich 45 Jahre mit Liebe und sation der obersten Heeresleitung folgende An— Treue regiert habe. Ich thue es schmerzlich und deutungen: Dem Kaiser unterstehen das Ober— tief bewegt. Ich hatte gehofft bis an's Ende commando der Armee und das Kriegsministerium. meiner Tage Euer Herzog zu bleiben, und nur Die Thätigkeit des Oberkommandos der Armee um Euch vor schweren Opfern zu bewahren, ente umfaßt alle auf Geist, Disciplin, Ausbildung und schloß ich mich dazu. Die Regierung geht auf höhere Heeresführung bezüglichen Amtshandlungen. meinen Sohn, den Erbprinzen Georg, über, dem Für das Kriegsministerium bestimmt bleibt die Lei⸗ Gott beistehen möge auf seinen schweren Wegen. tung der Heeresadministration. Beide Behörden sind Derselbe tritt mit rüstiger Kraft in die neue Zeit einander coordinirt und im Falle von Meinungs⸗ und wird sich ihr besser anzupassen verstehen, als verschiedenheit zur Einholung der Entscheidung wie es mir möglich gewesen wäre. Bringt ihm des Kaisers verpflichtet. Die Kriegsmarine bleibt Vertrauen und Liebe entgegen, sowie derselbe in dem bisherigen Verhältniß. Die Stellung des gewiß Euch mit Vertrauen und Liebe entgegen— Kriegsministeriums wird der Reichsvertretung kommen wird. Gott neyme mein theures Vater- gegenüber durch das Armee-Obercommando nicht land in seinen gnädigen Schutz!“ Meiningen, beeinträchtigt.— Der Kaiser reist im Oktober 20. Sept. 1866. Bernhard Erich Freund. in die durch den Krieg heimgesuchten Länder.— — Herzog Georg hat bereits die Regierung Ein kaiserl. Handschreiben ernennt ben Erzberzog angetreten und folgende Ansprache erlassen:„An Albrecht zum Obercommandanten der Armee. Meine lieben Meininger! Tief erschüttert, daß— Der Friede mit Italien ist so gut wie die unerbittlichen Ereignisse dieses Jahres Meinen abgeschloffen, und bedarf der betreffende Vertrag vielgeliebten Vater bewogen haben, den hoch- nur noch der Ratification, um der Oeffentlichkeit herzigen Entschluß zu fassen, Seine segensvolle, übergeben zu werden. Die 35 Mill. Entschädigung fast 59jährige Regierung niederzulegen, trete Ich für die Staatsschuld bezahlt Italien in monat⸗ Mein hohes Amt an. Ich flehe zu Gott, daß lichen Raten von 1,750,000 Gulden Silber. er Mich erstärke und erleuchte, Mir Kraft gebe, Es erübrigt nun nur noch die Abwickelung in demselben mit der Treue und Hingebung vor- Venetien, die Uebergabe der Festungen und die zustehen, durch welche Mein vielgeliebter Vater Abstimmung über den Anschluß, welche indeß eine in so seltener Weise Fürsten ein leuchtendes Vor- italienisch⸗französische Angelegenheit ist. 105 war. Mit 41 und Vewrauen kommt Ich Paris. Der Kaiser von Frankreich ist in dem Euch entgegen. nterstützt Mich in Meinem Bade Biarritz eingetroffen, wohin ihm die europäische plomatie rasch folgen zu wollen scheint. Wie schweren Berufe durch Euer Vertrauen.“ Di Di Gotha. Die Cholera tritt in neuester Zeit verlautet wird von Rußland Fürst Gortschakoff, mit größerer Heftigkeit auf. Seit gestern sind von Oesterreich Fürst Metternich und Graf Karolypi, abermals 21 Persoren erkrankt, von denen zehn von Preußen Graf v. d. Goltz und möglicherweise in dieser Nacht gestorben sind. Von Seiten des auch Graf v. Bismark zu erwarten sein. Ministeriums ist eine Vorbeugungsmaßregeln ent Rußland. Die neue Landgemeindeordnung haltende Verordnung erschienen, auch ist von der für die Ostsee⸗Provinzen, welche mit dem 1. Okt. städtischen Behörde ein Lazarethspital eingerichtet ins Leben tritt, wird zu einer völligen Umwand⸗ worden, das aber, wenn die Krankheitsfälle in lung der politischen und socialen Verhältnisse der⸗ der jetzigen Proportion sich mehren, sehr, bald selben führen, Sie emancipirt die Bauern von unzureichend sein wird. den Gutsbesitzern, indem sie die Verwaltung der Kassel. Nach der Kasseler Zeitung sind in Gemeinde in eine aus direkten Wahlen hervor⸗ dem zwischen der preußischen Regierung und dem gegangene Gemeindevertretung legt. Die Reform geboriges dre Vein den S woblthatig bewaͤhtt; Unsere 9 und Gein daß das gabe det donde usr e Nute! Votgus zu brug, gabe er huren, erwarten tagt oe der Ständeverfassung steht zwar noch dahin, aber en Karl Möbring von Nieder⸗Seem . die Gewerbefreiheit hat, unter Erhaltung der ile Naeh ch N 1* nnn ene 1 Zünfte, ibren Eingang in die sociale Gesetzgebung 3. und Donnerf a g 1 g a f f gefunden. Am drückendsten für die russtschen 8 Uhr en rina, Ehefrau Joha 111 Ostseeprovinzen besteht das gewaltsame Eindringen des russischen Popenthums fort. Lutherische Pastoren,— 4 0— ö 0 e ee eee Frankfu 0„ 1 0 ours. kämpfen, haben die sofortige Absetzung zu erwarten 2 tober 1866 Cours der Staatspapiere. Türkei. Briefe aus Konstantinopel ent—— werfen ein düsteres Bild von der Lage aller ester.% det. bh ere“, 8 christlichen Provinzen des ottomanischen Reich g N Ueberall gährt es. Auf Cendia scheinen die P 1 Obl f f 1 — Dinge in der That schlimm für die Türken z f 5 steher Man zweifelt daran, daß es den türkischer* 0* f 1 1 N 5 Commissär gel werde, den Aufstand zu be— 1086 schwich igen 2 le Aufständige und gut bewaffnet Würte 10 1 tl 2/8 J und entwickeln bohen Muth und große Zäl ö U f f N sich, daß sie Vortheile über die r 8. errungen haben.— des Präsidenten Rundrei Noll ein bezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. hat die öffentliche Stimmt J g Ostbahn 14 ö 0 g Woche in einem f 8 p. böchster Erregtheit erhalten Zu keiner Zeit a 1 der Beend des Krieges berrschte solch 0 J bitterung, griff der Partheihaß mehr in das g g 72 1 e sellschaftliche Leben ein Die Gefahr eines ue Tnle hen Lange. rkrieges wird immer drohender. 2—* l a — tion gegen den Präsidenten 100 55 2 8 l 128 2 f wächst nt langte am 18. in Wa a J 18 0 1 5 ton an und ward enthusiastesch empfangen 1 Go0OolI dan d Silber Id icht der Provinz Oberhesse 15 5 Schwurgericht der Provinz Oberhessen r IV. Quartal 1866. f Erie 9 57—58 a Soy 14 57 Anlagen 1 a 47 f 0 f 226—27 N dönetegen mene den r ür Au- und Verkauf aller Werthpapiere em f unter Zu ing N 8 13 8 ell Bedienun nd J g gewün N* ingen Stammler. N 2. Ok., Coupot Zahlu S. Lindheimer g Aufruf zur Gründung eines Vereines für die Unterstützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener hessischer Soldaten vom Feldzuge 1866. . Der trautige Bruderkrieg in Deutschland hat sein Ende erreicht. uns einen Verein ins Lebe ufen, der h die Sorge für die Invali⸗ * Die Truppen sind in ibre Garnison wieder marschirt Hunderte den de jak en Feldzuges und die Hinterbliebe der Gefallenen und Tausende haben in esen 2 en Gott edankt duß ihre An zu 1 a Auf 6 telle bird Wir wollen erbe mit 5 gehörigen wohlbehalten aus dem Feldzuge zurückgekehrt find, wen olchen Vereinen, die theilwe eine ihnlich Zweck verfolgen, ihre vu ihre Verwandten und Freunde, den heimkehrenden Vater, den Gatten, Tbäàtigkeit a zeit auch auderen Zielen zuwenden müssen, * den Sohn, den Bruder mit froh bewegten Herzen begrüßt, Hand in Hand gehe Unseren Verein abe wollen wir über das Aber nicht Alle, die zum Kriege ausgezogen, waren so glücklich, ganze Gre ee a nel 11 richten demgemaf n unfere 1 die Heimath zesund wieder zu erblicken. So Mancher starb den Tod Mitbürger in Stade und Land die drin de Aufforder 9. o rasch 7 für's Vaterland,— die itwen und die vaterlos gewordenen Kinder als möglich Zweig vereine zu balden, d sich an uns anschließen * sehen mit banger Sorge den kommenden Tagen entgegen, denn ihr und durch Sammeln fre lliger Gaben u nmaligen und in jährt 0 Ernährer ist nicht mehr unter den Lebeuden. Viele wurden ver⸗ lichen Beiträgen die erforderlichen Mittel beschaffen. Wir sind dadel 25 wunder; der Eine oder der Andere muß vielleicht als Krüppel das zum Voraus gewiß, da e Stadt, ke Dorf unseres Landes wird 1 fernere Leben ertragen nicht Wenige werden unfähig sein zu jeder zurückstehen wollen wenn es gut, sich der Söhne dieses Landes und * Berufsarbeit, welche den Mann und eine Familie ernährt ihrec heinterlassenen Familien in werkthätiger Lede anzunehmen. Die Hier gilt es rasch und eingreifend zu helfen. Die Privat- kleine wie die große Gabe werden zusammenflleßen, um einen Ver wohlthätigkent hat sich während des Krieges in erfolgreichster Weise mögensstock zu gründen, der es uns moglich macht, den heiligen Zweck bewährt; noch bleibt ihr aber eine wahre Pflicht zu erfüllen übrig. unseres Vereins ausreichend zu erfülle, Unsere tapfern Soldaten haben im Dienste des Vaterlandes Leben Als provisorisches Comité haben wer zunächst die einleitenden und Gesundheit geopfert; sie haben darum ein Recht zu erwarten, Schritte unternommen und laden unsere Mitburger in Stadt und daß das Vaterland ihrer nicht vergesse. Es wird demnächst die Auf- Land hiermit ein, sich zum Behufe der Wahl eines definitiven Vorstan⸗ gabe der Regierung und der Stände unseres Landes sein, de die f des der Feststellung der Statuten und der Fassung sonst erforderlicher vorhandenen Unterstützungsfonds bei der gegenwärtigen Noth nicht Beschlüsse zu einer Generalversammlung ausreichen werden, zur möglichst ausgiebigen Hülfe die erforderlichen] Mittwoch den 3. Oetober, Nachmittage 3 Uhr, im * Mittel zu beschaffen und Regierung wie Stände durfen gewiß zum oberen RNathhaussaale dahier, * Voraus versschert sein, daß das hessische Volk mit Freuden jedes Opfer möỹglichst zahlreich einfinden zu wollen. zu bringen bereit ist, welches die Durchführung jener heiligen Auf— Zugleich erklären sich die Unter zeichneten bereit, jetzt schon milde 2 gabe erheischt. Aber damit ist es begreiflich nicht allein gethau, Wir] Gaben für den Zweck des zu gründenden Vereines entgegenzunehmen. f dürfen, wir wollen nicht Alles von der spateren Hülfe des Staates Wir wenden uns hiermit an den Patriotismus des hessischen t erwarten, Ein Jeder von uns muß und will mehr thun, als der[ Volkes, wir wenden uns an Alle, denen ein warmes Herz für Noth Staat von ihm fordern wird und Unglück ihrer Mitbürger schlägt, an Alle, welche in diesen Tagen 7 Freiwillige Gaben, so reichlich als nur immer möglich, wollen] heimkehrende Verwandte und Freunde froh begrüßen, an Alle, welche de wir auf dem Altare des Vaterlandes als Liebesopfer für unsere] selbst glücklich aus dem Feldzuge zurückgekehrt sind,— verweigert uns tet Brüder und ihre trauernden Hinterbliebenen niederlegen, um ihnen nicht Eure Beisteuer zu dem gemeinsamen Werle! 114 dankbare Hülfe und ausreichende Unterstützung bringen zu lounnen! Es gilt, daß recht Viele geben! Auch die kleinste Gabe ist Um dies aber in durchgreifender Weise möglich zu machen, laßt herzlich willkommen! Darmstadt den 25. September 1866. Bernthelsel, Gemeinderath. Buchner II., Hofgerichts Advokat. Diehl, Buchhändler. C. W. Dieffendach. g Wilhelm Dieffenbach. Eigenbrodt, Dr. med. Feildel, Hofrath. Fuchs, Bürgermeister. Fußner, Rentner. 2 Hahn, Hofgerichts-Rath. Hall wachs, Hofger.⸗Rath. Hickler, Kaufmann. Dr. K. J. Hoffmann II., Hofgerichts⸗ 144 Advokat. Dr. Jaup, Hofger. Advokat. Köhler J., Hofger. Advokat, v. Marquard, Kreis-Assessor. v. Preuschen, — Ministerialrath. Reuter, Fabrikant. v. Rieou, Ministertal- Secretär. Ro hrig, Bäckermeister. v. Schäfer⸗Bern⸗ stein, Hofstallmeisterr Schaub, Weißbindermeister. Schenck, Ministerial⸗Secretär. Schuchard, Fabrikant. Weber, Stadtger.„Assessor. Weller, Hofg.⸗Advokat. Wendelstadt, Bankdirector. v Willich, Provinzial⸗Director. Otto Wolfskehl. Wondra, Juwelier. Pferde- Versteigerung. 2098 Freitag den 5. künftigen Monats Vormittags 10 Ubr, werden in biefiger Reitercaserne zwei zum 2109 Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß für die Folge das s. g. Milltärdienst untaugliche Reitpferde meifibietend öffent-“„Vieruhrläuten“ Morgens und zwar in der Zeit von Michaelitag bis Ostern um 5 Uhr, in der übrigen Jahreszeit aber wie seither um 4 Uhr Morgens stattfinden soll. lich versteigert. 2 1 Butzbach den 30. September 1866. Großberzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade von Jungenfeld, Major. Lieferung verschiedener Bedürfmisse. 2094 Freitag den 5. k. Mis. Vormittags 11 Uhr, wird auf das vierte Vierteljahr 1866 die Lieferung von Brod, Gerste zu Schrot, Walzenkleie und Leinkuchen für die hiesige Garnison auf dem Büreau des unter⸗ zeichneten Verwaltungsralbs im Summissionswege ver geben. Die Lieferungsbedingungen koͤnnen auf dem desagten Büreau eingesehen werden. Butzbach den 20. September 1866. Großberzoglicher Verwaltungsratb der vereinigten[1921 unstreitig sicher Schwadronen der Reiterbridade von Jungenfeld, Major. Lieferung von Holz und Steinkohlen. 2095 Dienstag den 9. künftigen Monats, Vormittags 11 Uhr, wird für die hiesige Garnison die Lieferung von 25 Stecken Buchen⸗ und 3 Stecken Kiefern Scheitholz, sowie von 900 Centner Stein⸗ kohlen, kr. Sorte, aus den Ruhrer Werken, auf dem Büreau des unterzeichneten Verwaltungsraths durch Summission vergeben. Die Bedingungen können auf genanntem Büreau eingeseben werden. Butzbach den 29. September 1866. Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade von Jungenfeld, Major. Pferde ⸗Versteigerung. 2111(Butzbach.) Armeedivision find 69 Stück nicht mehr vollkommen felddiensttaugliche Reitpferde der hiefigen Garntson aus⸗ geschieden worden, welche, nebst 2 guten Zugpferden (Rappen) Montag den 8. d. Mts., Vormittags 9 Uor anfangend, in biefiger Reltercaserne gegen gleich baare Zahluyg öffentlich versteigert werden. Sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien wer- den ersucht, für die weitere Bekanntmachung dieser Ver— steigerung innerhalb ihrer Orte gefällige Sorge tragen zu wollen. Butzbach den 2. October 1866. Im Auftrage Gr. Kriegsministeriums Großherzoglicher Verwaltungsrath der vereinigten Schwadronen der Reiterbrigade: von Jungenfeld, Major. Pferdeversteigerung. 2097 Dienstag den 9. October d. J., Vormittags 9 Uhr, werden in Auftrag Großherzoglichen Kriege Ministeriums in der neuen Caserne zu Offen bach 1 Reit 8 Zuppferde, und Mittwoch den 10. October, Vormittags 9 Uhr, in der Klostercaserne zu Friedberg 4 Zugpferde, gegen gleich haare Zahlung an den Meistbietenden öffentlich verfeigert. Die Großberzoglichen Bürgermeißereien werden er- sucht, innerhalb ihrer Orte für weitere Bekanntmachung des Vorstehenden durch die Schelle Sorge zu tragen. Offenbach den 30. September 1866. Großherzoglicher Verwaltungsrath des 2. Jafanterie- Regimenis Klingelhöffer, Oberstlieutenant. Steinkohlenlieferung. 2096 Dienstag den 9. October d. J., Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von circa 1000 Centner Steinkohlen— sogenanntes Ruhrer Fettschrot lr. Quali- tät— für die hlesige Garnison auf unserem Verwal⸗ tungadüreau dahter, und Mutwoch den 10. Oetober d. J., Vormittags 11 Uhr, eine gleiche Quantität für die Garnison Friedberg auf dem dortigen Verwaltungs büreau durch Summission nach den dahler vorl egenden Bedingungen vergeben werden. Offenbach den 30. September 1866. Großherzeglicher Verwaltungsrath des 2. Infauterle⸗ Regiments Klingelhöffer, Oberstlieutenant. Kartoffel⸗, Dickwurz⸗ und Weißkraut- Ver⸗ Oberarzt Dr. Schäfer. „Ein braver, kräftiger Junge steigerung. 2108 Donnerstag den 4. Oktoder l. J., Vormittags 10 Uhr, sollen auf Ort und Stelle die aus dem Cen curs des Stephan Brotzler zu Ober ⸗Wöllstadt den Gläubigern desselben zustehenden Kartoffeln, circa 1½ Morgen, 137 Klafter Welßkraut und/ Morgen Dick— wurz öffentlich versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 1. October 1866. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Ober Wöllftadt Feuerbach, Vorsteher. In Folge Demodilfirung der Gr. Friedberg den 2. October 1866. Großherzogl. Bürgermeistereißfriedberg e. Der Großherzogliche Beigeordnete W h l 12059] Zum Apotheker in Reichelsheim ernannt, Umgegend aufmerksam zu machen, daß ich sehr gerne den üblichen Eredit gewähre. erlaube mir die geehrten Bewohner der Chr. Langheinz. Apotheker Bergmann's Barterzeugungstinetur stes Mittel, binnen kürzester Zeit bei selbst noch jungen Leuten einen starken und kräftigen Bartwuchs hervorzurufen, empfiehlt à Flac. 36 fr. und 1 fl. Ph. Dan Kümmich. Saateichel- und Buchel-Ankauf. 2093 Montag den 15. October d. J., Vormittags 10½ Uhr, soll die Lieferung von ungefähr 120 Malter Eicheln, und 4 Malter Bucheln, durch öffentliche Versteigerung an die Wenigstforderaden auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle in Accord gegeben werden. Unbekannte Steigerer müssen vorher nachweisen, daß sie die Lieferung erfüllen können; Diejenigen, deren Forderung die Genehmigung erhalten, als Sicherheit für die Erfüllung des Accords eine ½ des Kaufpreises be⸗ tragende Summe in Baar oder Werthpapteren hinter- legen. Ober-Rosbach den W. September 1866. Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach Bing mann. Bekanntmachung. 210t Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß an Stelle des erkrankten Kammerrath Herrn Kießling zu Hungen der Fürftliche Kammer- Assessor Herr Demme aus Braunfels mit Versebung der Rent⸗ amtsgeschäfte don unsers Fürsten Durchlaucht bis auf Weileres beauftragt worden ist. Braunfels den 1. October 1866. Fürfiliche Rentkammer Dr. Düffell. Mobiliar⸗Versteigerung. 2112 Montag den 8. d. M., Vormittags 10 Übr, läßt der Unterzeichnete sämmtliche dem Lehrer Binde⸗ wald zu Mänster gehörige Mobilien, als: Tische, Stühle, Bänke, Kleiderschränke, 1 Schreibepult und sonstige Geräthschaften aller Art, im Schulhause zu Münster offentlich meistbietend versteigern. Zlegenberg den 1. Oktober 1866. R. Binde wald. um Sranksurter Journal kann noch ein in der Nähe der Burg wohnender Mitleser eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bl. Heu, Hafer und Stroh (2050] kaufe ich zu annehmbaren Preisen. öb Strauß. 2084 Zur Desinfection der Aborte find del dem Unter⸗ zeichneten vorräthlg. Eisenchlorürlösung vr. Pfund 3 kr. Eisenvitriol vr. Pfund 6 kr. Carbolsaͤure vr. Pfund 1 fl. 12 kr. Carbolsaure-Wasser„. fund 12 kr. Chlorkalh pr. Pfund 12 kr. Friedberg den 26. September 1866. C. Wahl, Hofapotheker. ö 2086 Ich bringe hiermit zur üffentlichen Kenntniß, daß ich zurückgekehet bin, und wieder in meinem früheren Logis bei Herru Schreinermelster P. Falck am Mainzer⸗ thor wohne. Friedberg den B. September 1806. findet in unserer Buchdruckeret dauernde Beschäftigung gegen angemessenen, sich steigernden Lohn. Bindernagel& Schimpff. Eein kräftiger Bursche 2110 kann als Taglöhner in meiner Gerberei dauernde Beschäftigung erhalten. Friedberg den 2. Oktober 1866. T h. Gauterin. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist soeben wieder eingetroffen: Aktenmäßige interessante Enthüllungen über den badischen Verrath an den deutschen Bundestruppen. 4. Aufl. Preis 28 kr. Turnverein. 2103 Freltag den 5. d. N. General⸗Versammlung. Ge su ch t 2106 wird eine Schenkamme von Schuhmacher Kautz, Breite Straße Nr. 73. Vorzügliche Quitten 2088 verkauft M. A auf dem Haag. Den Herren Gierbrauern 2107 diene hlermit zur ergebenen Nachricht, daß ich eine Biermalz Schrotmühle mit glatten Walzen neuester Construktion angelegt habe, zu deren Gebrauch von heute an unter Zusicherung reellet Bedienung mich bestens empfehle. Friedberg den 1. Oktober 1866. H. Dietz. Ein möblirtes Zimmer nebst Cabinet, 2074 in der Räbe der Stadtkirche, ist zu vermietben. Näheres bet der Exped. d. Bl. Kirchenbuchsauszug. Getauf te: 23. Sept. Dem hies. Bürger und Weißbindermeister Heinrich Klees eine Tochter Karoline Katharina, geb. den 9. September. 23. Sept. Dem hies. Bürger und Oekonomen Christian Waas ein Sohn Gustav Friedrich Wilhelm, geb. den W. Auguft. erde 25. Sept. Eine uneheliche Tochter Katharina Elisabeth, 28 Tage alt, den 24. Sept. 28. Sept. Ein todtgebornes Söhnchen des hiesigen . 5 und Schneidermeisters Konrad Mubl, 4 den . Sept. Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 1. bis 13. Oetbr. Nach eigener Angabe der Metzger. Berichtigung. Die in voriger Nr. d. Bl. bei Hrn. Phil. Windecker in Friedberg irrthümlich angekündigten Ausnahmspreise finden nicht statt, es verkauft derselbe seine sämmtlichen Waaren nach den dort declarirten Preisen. Butter- und Eierpreise für Friedberg vom 29. September. Butter pr. 30 kr.] Eier 5 Stück Fruchtpreise. 5 Per Malter. Friedberg, 2 October. Waizen 13 fl. 15 kr.; Korn 8 fl. 30 kr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 4 fl. 25 kr.: Kartoffeln— fl.— kr. c Grünberg, 29. Sept. Waizen 13 fl. 4 kr.; Korn 9 fl. 38 kr.; Gerste 7 fl. 22 kr.; Hafer 4 fl. 22 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Linsen— fl.— kr.; Saamen 17 fl.— kr,; Kartoffeln 2 fl. 48 kr. Frankfurt, 1. October. Waizen 13 fl. 30 kr. Korn 9 fl. 20 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer— fl. kr. Mainz, 29. September. Waizen 13 fl. 48 kr.; Korn 8 fl. 58 kr.; Gerste 7 fl. 35 kr.; Hafer 5 fl. 11 kr.; Kartoffeln 1 fl. 44 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 16 fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 8 kr. in desagten bieselben zu Unserer tig derzohlchen (LS) l. 5 des Frie Luder don Hei e! Mapflit 5 3. Sept.! solgende mals bg dormaso ö ltenstabt R