Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ Sa ee Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 8—— Abel 7 oder deren Raum be del Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr Nu 9. Freitag, den 30. Januar. 1837. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Verſtei gerung Arbeits ⸗Verſtei gerung. i im 9 irk Fri. 57.[104] Samflag den 31. Januar, des Vormit der Straßenunterhaltungsarbeiten im Baubezirk Friedberg pro 18 tags um 9 Uhr, ſoll bei Gaſtwirth Jobannes a g 7 5 2 157] In den unten bemerkten Terminen, Morgens um 10 Uhr, ſollen die bei Unterhaltung Michel zu Sruchene rücken 1— der Straßen vorkommenden Steinbrecher arbeiten, die Steintransporte, Steinliefe⸗ fahren und 1* 9 Kla 5 auſſir- rungen und Handarbeiten an die Wenigſtnebmenden in Accord gegeben werden. Die Stein- ſteinen, ſowie die„rann am Weg mac ſeßerarbeiten werden jedesmal nach beendigter Verſteigerung an anerkannt tüchtige Setzer S 1 W re öffentlich aus der Hand vergeben, weßhalb olche Arbeiter einfinden können. bege auße e 3 U 8 2 90 i Aar f in Accord gegeben werden. 1 *——— 8— Bruchenbrücken den 24. Januar 1857. 25 Großherzogliche Bürgermeiſterei Bruchenbrücken 8 3 — Der Verſteigerung 3 Namen der Bauauf⸗ Bee ſt. 5 2— 1585 f r 8 2 ſeher der be⸗ Bekanntmachung. —. mp treffenden Straßen⸗[[402] Dienſtag den 3. Februar d. J. ſollen 4 Ort L 0 2 ſtrecken. in den bei Oberrosbach gelegenen Domanial— 8 1 5 walddiſtrikten Main zerbecken und Keller- ——— e Meiſtbiete ffentli 5 1] Montag den 9. Februar Butzbach Rathbaus 16[Hölzer 3 Werten öffenttiud verſert 2JDienſtag den 10. Februar Niedermörlen[Gaſthaus zum Löwen u 2JDOiebl und Weide r Pri Ste 30 Mittwoch den 11. Febr. Ilbenſtadt Chauſſeehaus 6 u 7Faulſtich u. Bormuth f e 4% Stecken / Donnerſtag den 12. Febr. Niederwöllſtadt Gaſthaus zur Waldluſt[Au 5] Götz und Schäfer 650 Wellen Birken⸗ Eichen-, 9295 Wellen 5 0Freitag den 13. Febr. Obereſchbach[Gaſthaus zum Homb. Hoff 13 Schmidt Nadel⸗Neis hol 9 3 61Freitag den 13. Februar, 30 Kiefer 125. 91 Kubikfuß 0 Nachmittags 3 Uhr, Steinbach Gaſthaus zum Schwanen] 14[Michel 8 4 enen abikfuß, gering 7 Samſtag den 14. Febr. Rödelbeim Gaſth. zum Frankf. Hof 15 fRützel A* 8 31 e 8[Montag den 16. Febr. Wölfersheim Gaſthaus des Ad. Hofmann 17[Krämer Ke e, 1 8 9 Dienſtag den 17. Febr. Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann run 5 präeis 9 Ubr 25 70 855 f 47 e 100 Mittwoch den 18. Febr. Lindheim Gaſtwirth Kochs Haus gun Donges und Groß Kellerber e auf dem Hauptweg im 111 Oonnerſtag den 19. Febr. Büdingen Salinenbof 12[Kleyenſteuber e den 22. Januar 1857 12JSamſtag den 21. Febr. Niedermoxſtadt Wirth Kniß's Haus 10 Jäger Großber ogliche Sberſorſterei. 130 Montag den 23. Febr. Friedberg Gaſſbaus zur Stadt Frank.] 3[Areß 5 9 8 K, 4 2 8 ach furt 2* a Friedberg den 14. Januar 1857. Arbeits Verſteigerung. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 11121 Samſtag den 31. d. M., des Vormittags In deſſen Auftrag um 10 Uhr, wird bei Gaſtwirth Jobs. Michel Wieſſell, Bau⸗Acceſſiff. zu Bruchenbrücken die bei Reparatur der Wet— Das ſonderbare Duell. mann,„und noch dazu in einem Tone, der mir gar nicht f gefällt und durchaus den Mann von Welt verleugnet.“ on Theodo obiſch. 5 2 2 3 ö ui„Sie ſchleichen meiner Schweſter nach!“ Es war zur Zeit der Cholera; in jener Zeit, wo„Schleichen?— Mit Erlaubniß derſelben habe ich Aerzte, Apotheker und Todtengräber ihre Ernte hielten; in hier das Haus betreten, und meine Abſichten ſind... jenen Tagen, wo Chlor und Flanell im Preiſe ſtiegen,„Schweigen Sie von Abſichten! Redensarten! ich wo Pfeffermünze ein geſuchter Artikel und die Furcht vor kenne das. Die paar Thaler, die das Mädchen hat, dieſe der aſiatiſchen Brechruhr ſich aller Gemüther bemächtigte. wollen Sie heirathen. Ruhig, ich heiße Pickenhahn, kenne An einem feuchten, naßkalten Abend jener Periode die Welt und laſſe mir kein X für ein U machen. Ich kam Herr Pickenhahn in ſeine Wohnung. Er war duſter bitte ſehr, mein Herr! drücken Sie ſich gefälligſt und wenn geſtimmt, denn unterwegs war ihm zweimal der Siechkorb ich bitten darf, für immer!“ begegnet, jenes tragbare, von Weidenruthen geflochtene„Ihr Haus kann ich meiden, aber— nicht Ihre Inſtitut, welches die von der Cholera Befallenen in's Hes. Schweſter, meine innigſt geliebte Julie, die mir Treue ge— pital brachte. lobt, ſie, das Weib meiner Wahl!“ Noch mehr verſteinert, ganz beſonders überraſcht„Ach was, wir wiſſen lange, wie es bei den Wahlen wurde er aber durch die Gegenwart des Herrn Freimann, zugeht. Und wenn meine Schweſter auch zehnmal„Ja“ welcher mit ſeiner Schweſter ein Liebesverhältniß ange- geſagt hat, ich ſage nein l nein! nein! und damit Punktum!“ knüpft und ihr einen Beſuch abgeſtattet hatte.„Wer giebt Ihnen ein Recht über das Herz Ihrer ä„Herr! was führt Sie in mein Haus?“ donnerte Schweſter?“ f ihm Herr Pickenhahn entgegen, indem er ſeine Augen auf—„Ich, ich ſelbſt, mein Herr! Und wenn Sie noch riß und ſich ihm wie ein Puterhahn gegenüberſtellte. lange Umſtände machen, ſo rufe ich... he! Johann! „Eine komiſche Frage!“ entgegnete ihm Herr Frei- Crispin!“ terbrücke vorkommende Zimmerarbeit, welche zu 140 fl. 32 kr. veranſchlagt iſt, öffentlich in Accord gegeben. Bruchenbrücken den 24. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bruchenbrücken Be ſt. Edictalladung. 34 Einficht offen liegen, an welche die Gebote bis längſtens den 9. Februar d. J., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Uniformirung betreffend“ einzureichen ſind. Gieſſen am 26. Januar 1857. Großherzogliche Magazins-Commiſſion Lauben heimer. Holzverſtei gerung in der Oberförſterei Ortenberg. [118] Nächſten Dienſtag den 3. Februar, von Morgens präcis 9 Uhr an, ſollen in den Di⸗ ſirikten Hainkohl und Hainwieſenrain nach⸗ ſtehende Holzſortimente: Scheitholz Fiete Stockholz Reiſer e [113] Zu Folge Benachrichtigung Großherzog⸗ lichen Kreisamts Friedberg ſoll die durch Allo⸗ dification des in Münzenberger, Betten⸗ häuſer u. Muſchenheimer Gemarkung gelegenen Erbleihguts des Müllers Lud⸗ wig Glocken gießer entſtandene Grundrente von 477 fl. 6½ kr. mit einem Ablöſungskapi⸗ tal von 8587 fl. 52 kr., von welchen dem Herrn Fürſten zu Solms-Braunfels 6022 fl. 30 kr. und dem Herrn Grafen zu Solms-Laubach 2565 fl. 22˙7 kr. zufallen, nach dem Geſetze vom 27. Juni 1836 abgelöſt werden. Alle bei dieſer Grundrentenablöſung allenfalls Betheiligte werden daher aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche um ſo gewiſſer inner⸗ halb 2 Monate n bei den unterzeichneten Gerichten geltend zu machen, widrigenfalls die Auszahlung des Ab⸗ löſungskapitals an die genannten Berechtigten geſtattet werden wird. Butzbach, Hungen und Lich, den 8. Januar 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach, 5) 475 8 Hungen und Lich. Sartorius, Langsdorf, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. thümlich gehörende 1 2 488 20. 2 39 8² 39) 13 234 348 4) 26 52 10 Pag. u. Nr. Ruth. Ebel, Landrichter. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. Be Großherzogliches Immobilien„Verſteige rung. [1161 Montag den 9. Februar Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtebende, den Peter Damm'ſchen Erben eigen⸗ Immobilien einer freiwil⸗ ligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: Gemarkung Friedberg: Fl. Nr. d. Grſt. UKl. 18/0 Hofraithe in d. Stadt, gibt abgelöſte Tilgungs⸗ rente 2 fl. 42 kr. Gemarkung Ockſtadt: Gemarkung Fauerbach II.: 22ë Acker in den Brückengärten. Friedberg den 28. Januar 1857. In Auftrag Der Vorſteher t E n Buchen 90 179% 147 419 Eichen— 52 19% 125% Aspen— 15 5% 15 39 Eichen-Stämme von 6-25“ Durchm. und 15-55“ Länge, 52 Eichen⸗Stangen von 4— 5“ Durchm. und 13-40% Länge, 81 Buchen⸗Stangen von 3-5“ Durchm. und 14-20“ Länge; ferner Mittwoch den 4. Februar im Diſtrikt Tannenwald um dieſelbe Stunde anfangend: 5 5 Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer Stecken Nadelholz 24 ½ 857— 107 110 Nadelſtämme von 6- 20“ Durchm. und 10-50“ Länge, 18 Nadelſtangen von 5“ Durchm. und 20— 50“ Grabgarten an der Fauerbacher Straße, Acker im Großgalgen⸗ feld, gibt 54 kr. abge⸗ löſte Tilgungsrente, Acker, Gewann im Ried Länge an Georg Wagner Wt. Age 1. gibt 2 kr. abgelöſte an Ort und Stelle verſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet am erſten Tage Tilgungenente, im Diſtrikt Hainkohl bei Bobenhauſen, am zwei⸗ ten Tage im Diſtrikt Tannenwald bei Wallern⸗ hauſen ſtatt. Zahlungsfriſt bis Ende Juni d. J. bis zum Betrage von 25 fl. Ortenberg den 25. Januar 1857. Ortsgericht Friedberg. 1 5 e Oberförſterei Ortenberg . a n deer. berkorn. Holz ver ſt [114] Mit dem 1. Februar 1857 tritt ein neues Betriebs-Reglement für die Main⸗Weſerbahn in Kraft. Abdrücke deſſelben ſind zu dem Preiſe von 2½ Sgr. reſp. 9 Kreuzer, ſowie Frachtbrief⸗ formulare zu dem bisherigen Preiſe auf allen Stationen zu haben. Gießen den 28. Januar 1857. Großberzogliche Direction der 2¹ Main⸗Weſer⸗Bahn 395 0. Laubenheimer. 5 5 Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 765„ Dorn 1115] Zur Uniformirung der Portiers und der meiſtbietend verſteigert. Bahn⸗ und Weichenwärter ſoll die Lieferung don 26 Röcken, 77 Hoſen und 77 Mützen, ver⸗ anſchlagt zu 865 fl. auf dem Submiſſionswege in Accord gegeben werden, worüber die Be⸗ dingungen bei der unterzeichneten Stelle zur ei gerung. [117] Freitag den 6. k. anfangend, wird in dem Gemeindewald dahier, Diſtrikt Buſchwald, nachverzeichnetes Holz, als: 77 Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz, 10271 Cubikfuß enthaltend, 62 Stecken Eichen Scheitholz, Prügelholz, 1050 Wellen Eichen-Reisholz, Gegen vorſchrifte mäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis 1. Oktober d. J. geſtattet. Nied erwöllſtadt den 29. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederwöllſtadt Stoll. Bekanntmachung. [1191 Donnerſtag den 5. Februar, Vor mittags 9 Uhr, ſollen in dem Windecker Bürgerwald, Diſtrikt Altenheegwald bei Eichen, 145 Stuck Eichſſämme von 10 bis 50 Fuß lang und 12 bis 24 Zoll Durchmeſſer, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Kaufſchilling wird gegen genügende Bürgſchaft bis Michaeli d. J. credi⸗ tirt. Die Eichſtämme, welche ſich wegen ihrer Feſtigkeit auch ganz vorzüglich zu Eiſenbahn⸗ ſchwellen eignen, liegen nahe der Chauſſee die von Eichen nach Hanau führt. Die Verſteigerung wird an Ort und Stelle abgehalten und beginnt präcis 9 Uhr. Windecken den 27. Januar 1857. Der Bürgermeiſter Menger. M., Vormittags 9 Uhr Stockbolz, „Was? Ihre Leute ſollen mich wohl gar aus dem Hauſe ſpediren, mich ein Mann von Ehre?“ „Wer mir widerſpricht, mit dem mache ich gar keine Umſtände, mag es ein feiner Herr oder ein Handwerks⸗ burſche ſein.“ „Was unterfangen Sie ſich, Sie beleidigen meine Ehre.— Immerhin, ich werde Genugthuung fordern.“ „Dies können Sie thun. Adieu!— Leben Sie wohl!“ Der aus ſeinen Liebesträumen ſo plötzlich Emporge— ſchreckte verließ mißmuthig und ergrimmt das Haus, konnte nicht einmal ſeiner geliebten Julie ein kurzes Lebewohl ſagen, denn ſie hatte ſich bei dem ausbrechenden Spek⸗ takel in ein entferntes Zimmer geflüchtet. Der Beleidigte, welcher ſchon auf der Univerſität eine famoſe Klinge ſchlug und keinen Angriff auf ſeine Ehre ungeahndet vorübergehen ließ, traf die nöthigen An⸗ ſtalten und forderte Herrn Pickenhahn zum Zweikampf. Jezt hieß es: wird er ſich ſtellen?— Wunder über Wunder! er nahm das Duell an und verſprach, den an⸗ dern Tag zu der beſtimmten Stunde und an dem betref⸗ fenden Orte ſich pünktlich einzufinden. Freitags früh um acht Uhr war die Stunde, wo die Entſcheidung vor ſich gehen ſollte.— Tief in den Mau- tel gehüllt, denn es war Anfangs September und der Nebel lag tief, erſchien Herr Freimann auf dem Kampf⸗ platze. Ein Wieſenplan, rings von Nadelholz umgeben. Secundanten, Zeugen und Paukarzt waren zur Stelle. Links lagen in einem Teppich gehüllt die blanken ſcharfen Degen, rechts in einem wohlverſchloſſenen Kaſten lagen laden waren. Der Wind ſchnitt ſcharf in's Geſicht und röthete die Naſen. Herüber vom Thurme des Kirchhofs erklang das Todtenglöckchen der an der Cholera Geſtorbenen, die man ſo eben in's Grab ſenkte. „Eine boͤſe Vorbedeutung!“ flüſterte Freimann.„Da⸗ zu noch Freitag, Zeit deines Lebens immer ein Unglücks tag. Hu! die verwünſchte Cholera, das Läuten der Glocken nimmt gar kein Ende. Wo nur der Pickenhahn bleibt, das Gras iſt naß, ich erkälte mir hier die Fuße.“ Da vernahm man in der Ferne Tritte. Pickenhahn erſchien: hinter ihm zwei Vertraute, welche einen Koffer trugen. Als er auf dem Kampfplatze angelangt war, beſah er ſich die Waffen.„Was? Degen und Piſtolen? Nichts ein Paar Piſtolen, welche von den Secundanten ſchon ge Gemeinden 15 Gegen Zahlungs Rode Groß 1123] 4 ſollen den lung zwei hallene M B im da! ich Koffer! Ei Gegenſt den rich 9 reg ein z wol e gleich! Gurken komme/ nuſſes 9 nüchtert Die Flur, f Leibſchn bleich U ich hab geſcheut Fruchtverſteigerung. 1120] Freitag den 6. Februar, Nachmittags um 2 Ubr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armenfonds 50 dis 60 Malter Korn und 20 bis 30 Malter Gerſte meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Solz arg ani 11211 Dienſtag den 3. Februar l. J., Vormit tags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeinde— wald, Diſtrikt Zimmetwald: 95½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 87.„„ Prügelbolz, 44 1„ Stcockbolz, 1075 Wellen„ Reisholz, 6 Stück Buchen⸗Stockbolz, für Sattler, meiſtbietend verſteigert werden. Ilbenſtadt den 27. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3wWfrer. Bekanntmachung. 1122] Donnerſtag den 5. Februar d. J., Vor- mittags von 9 Uhr an, werden im Rodheimer Gemeindewald, Diſtrikt Voderwald: 15%½ Stecken Eichen-Scheitholz, 7„„ Prügelholz, 2„„ Stockholz, A Nadel-⸗Scheitholz, 172* 17 Prügelbolz, 57*„ Stockholz, 1 1 Buchen⸗Scheitholz, 739 Stück Eichen Wellen, 1613 TY Nadel⸗„ 166 Stamme Nadel-Bau-, Werk- u. Nutz⸗ 35 Jagdverpachtung. 1124] Da die der bieſigen Gemeinde zuſtehende Wald⸗ und Feldjagd von eirca 3315 Normal- morgen mit dem 1. April d. J. wieder leih⸗ fällig wird, ſo ſoll dieſelbe am 9. Februar d. J., Vormittags 1 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Wohnbach am 28. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Wohnbach Philippi. Zu vermiethen. [125] In meinem Hauſe, Ludwigsſtraße Nr. 5, iſt der obere Stock zu vermiethen und kann ſo⸗ gleich bezogen werden. C. L. Glück. Gute Kocherbſen, 1126] weiße und grüne Markerbſen ſind zu haben bei J. G Napp g. 1 t. Zum Ausleihen gegen guten Einſatz. [127] Capitalien von fi. 2000.— fl. 1600.— fl. 1500.— fl. 1000.— fl. 500 und fl. 400. Jagd Staus in Friedberg. 1281 In der C. J. Edler'ſchen Buchhandlug in Hanau iſt erſchienen und in C. Binder— Fan Buchhandlung in Friedberg zu aben. Der Kleine Engländer oder die Kunſt die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, richtig ſprechen zu lernen. Ein Hülfsbuch für Auswanderer und diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Herausgegeben von Prof. Dr. A. J. Grün. Achte vermehrte Auflage. Preis 18 kr. e e e e e e e e e 8 8 C. BINVDbEBRNAGEL'S S W holz von 7 bis 15 Zoll Durchmeſſer u. 6 15 bis 80 Fuß Länge und 2 130 Stämme Eichen Bau-, Werk⸗ u. Nutz- holz von 7 bis 12 Zoll Durchmeſſer u. 12 bis 45 Fuß Länge g Aft* r f offentlich meistbietend verſteigert. empfiehlt sich zur sorgfältigen Ausführung aller in ihr Fach Gegen vorſchriftsmaßige Bürgſcheine wird Zablungsfriſt bis 1. Sept. d. J. geſtattet. Rodheim, am 27. Jan. 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim. 2 l Jacobi. Hai u dem Hofe, zu 3 m ſollen den 5. Februar gegen gleich baare Zah— lung zwei ſchöne, allerliebſte jung; und guige? e stattung haltene M.—. verſteigert werden. G 5 Be im Januar 1857. 8 n K In Auftrag: L. N. B. e N 8 G N S 9. G e eee Buch-& Stein druckerei Anschaffungen für unsere Buchdruckerei, sowie S Schnellpresse setzen e den Walle Aufträge bei den billigsten Preisen in geschmackvoller Aus- herstellen und e ** * In Friedberg einschlagenden Arbeiten. Neue ee 7 auch grössere schnellstens Bestellungen ausführen zu können. 880 27 0 * * 9 2 da! ich ſchlage mich auf andere Waffen. Aufgemacht den Koffer l- Es geſchah.— Eine weiße Serviette verhüllte einen Gegenſtand, nach dem ſich jetzt alle Blicke der Umſtehen— den richteten. Pickenhahn lüftete die Serviette.„Hier, meine Her— ren! ſind die Waffen: zwei Schüſſeln mit Gurkenſalat und zwölf Stück ſaure Gurken. Jeder von uns verſpeiſt jetzt gleich hier den Inhalt der Schüſſel und die Hälfte der ſauren Gurken hinterdrein. Einer von uns muß die Cholera be— kommen, Einer von uns muß unbedingt in Folge des Ge— nuſſes ſterben, und ſomit iſt der Schimpf gerächt.“ Hu! da ſchauerte Allen die Haut. Früh Morgens, nüchtern, nur eine Taſſe Kaffee im Leibe und Gurkenſalat. wehr, denn dies hieße geraden Weges in den Schlund der Hölle laufen.“ „Meinen Sie?— Na! abgemacht! Vergeben und vergeſſen! Hier: meine Hand! thun wir, als wenn das Duell ſtattgefunden, und kommen Sie Alle mit nach mei— nem Hauſe.“ Hei! da wurde eingepackt, Piſtolen, Degen und ſaure Gurken, daß es wahrlich eine Freude war. Bei einem delicaten Fruͤhſtück und einem feurigen Ungarweine vergaß man das Vorgefallene. Pickenhahn und Freimann tranken ſogar Brüderſchaft. Das Liebes— verhältuiß erlitt keine Unterbrechung, und als die Gurken wieder blühten, da nannte Pickenhahn ſeinen Duzbruder — Die Gurken, der Eſſig, der Nebel und Thau auf der Flur, kalter Morgenwind! Herr Freimann verſpürte ſchon Leibſchneiden, und die Geſichter der Secundanten ſahen bleich und blaß aus wie der Reif auf dem Graſe. „Herr Pickenhahn!“ nahm Freimann das Wort,“ ich habe Kugeln um mich ſauſen hören und keine Klinge geſcheut; aber vor Ihren Waffen, da ſtrecke ich das Ge— Schwager. Verſchie denes. Aus Markliſſa in Schleſien ſchreibt man Mitte December: Bei dem milden Wetter haben in hieſigen Gär— ten die Erdbeeren, Aurikel und Veilchen angefangen zu blühen; auch die Bienen verließen ihre Stöcke und ſchwärm— ten in den warmen Sonnenſtrahlen. Mehrere Landleute ſäeten das ſogenannte Chriſtkorn. „ 36 Pereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen ſind zu den Preiſen: 1000 Stück zu fl. 4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 30 Stück zu 15 kr., 25 Stück zu 9 kr., zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 8 Auswanderer —— —— turen über Bremen nach allen Häfen von Amerika mit guten Poſt- und Segelſchiffen billig befördert. Die Reiſe bis Bremen wird in einem Tag gemacht. Ueberfahrts⸗Verträge können jeden Tag bei mir oder bei meinem Agenten Herrn L. Wißler in Butzbach abgeſchloſſen werden. G. Fr. Schweitzer in Friedberg, General⸗Agent für das Großherz. Heſſen. Meine Jantoninzeltchen (Wurmtabletten genannt), 11301 die von ausgezeichneter Wirkung ſind, empfehle ich beſtens Friedberg. J. A. Windecker, nächſt der Burg. 1— 1 2* 2 Pariſer-, Wiener und Schwarzwälder⸗ 11311 Pendüls und Rahmenuhren, 1 Tag, 8 und 14 Tage gehend, ſowie alle Sorten goldene und ſilberne Anere⸗, Cylindre-& Spindel⸗ uhren, in ſchönſter Auswahl unter Garantie bei Friedberg. S. Hanau jun., Uhrmacher, a neben dem Hotel Trapp. Feuerverſicherungsbank für Deutſchland zu Gotha. 11321 Nach einer mir zugegangenen Mittheilung der Feuerverſicherungsbank für Deutſchland zu Gotha wird dieſelbe, nach vorläufiger Berechnung, ihren Theilnehmern für 1856 c a. 60 Prozent ihrer Prämien-Einlagen als Erſparniß zurückgeben können. Die genaue Berechnung der Dividende für jeden Theilnehmer der An— ſtalt, ſowie der vollſtändige Rechnungs-Abſchluß derſelben für 1856 wird wie gewöhnlich zu Anfang Mai d. J. erfolgen. Zur Annahme von Verſicherungen für die Feuerverſicherungsbank bin ich jederzeit bereit. Nauheim den 26. Januar 1857. F. W. Henkel. 129] werden jeden Monat am 1. und 15. durch meine Agen⸗ Apfel- Gelee! 1133] als Erſatz für Latwerge, iſt in der be⸗ kannten delikaten Qualität wieder eingetroffen bei Wilhelm Fertſch. Verloren. [134] Am 27. d. M. Abends wurde auf dem Wege von der Spitalſtraße über den Haagk ein braunes, kirſchroth gefüttertes Pelzchen ver⸗ loren. Der Finder wolle daſſelbe gegen eine gute Belohnung bei der Exped. d. Bl. abgeben. 40 bis 45000 fl. [135 zur Uebernahme von Güterkaufſchillingen gegen billigen Nachlaß, liegen bereit. Näheres bei G. Filß in Vilbel. Zu verkaufen 190] iſt ein Gut von 40 Morgen des beſten Ackerlandes, Wieſen und Wein⸗ berge mit dem dazu gehörigen Wohn⸗ haus, Stallungen und aͤnſtoßendem Garten ꝛc. Es liegt in der Provinz Rheinheſſen, nahe bei Oppenheim a. Rhein und an der Landſtraße nach Mainz, Creuznach und Worms. Frankirte Offerten beſorgt die Ex⸗ pedition dieſes Blattes. [136] Durch zuvorkommende Herablaſſung des bisherigen hohen Bewohners iſt in der hinteren Burg ein Staatslogis mit der er⸗ wünſchten Ausſicht in's Freie unerwartet ge⸗ räumt worden. Dasſelbe kann ſoſort wieder be— ſetzt werden, jedoch reflectirt man hierbei weniger auf flüchtig Durchreiſende als auf geſetzte Per⸗ ſonen, welche einen fittſamen Lebenswandel zu führen geneigt ſind. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 28. Januar 1857. Pied ff Friedrichsd'oerrr„% 9 55½-56¼ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 43¼—44½ Rand⸗Ducaten„ 5 30½31½ 20 Frankſtücke/ 9 18⸗19 Engliſche Souverains.% 11 38-42 Preußiſche Thaler„—— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45 ¼ 5 ies et„ 2 20 Kirchliche Anzeigen. 4. Sonntag n. Epiph. den 1. Februar. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Porth. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Textor. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 5.) die Ver digunge 420,30 100 fl. Starken (Dian bühren von 9259 Brant 75,0 Hieden Grünb⸗ Scholl Starke heim 2 617 fl. 1717 fl Rheinhe Bingen abgetra talien! Repartt ö Zeit Monte gefähr em G oe, coloſſ ftereſſ. ſichtb. Schile von g im ſud rend Famili und fe wurde. Nege und n paſſen Rücken