Ockſtadt. Erſcheint wo ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr. Friedberger Intelligenzblatt. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum dir beiden een en Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. a e mmen 28. Dienſtag, den 29. September. J.. 41 e 1857. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Pferdeverkauf. 11624] Freitag den 2. October d. J., des Vor- mittags halb 10 Uhr, ſollen in der hiefigen Rei— tercaſerne 23 Stück Reitpferde, und Dienſtag den 29. dieſes Monats, Vormittags halb 10 Uhr, 48 Stück Reitpferde in der Reitercaſerne zu Darmſtadt, unter den in genannten Ter— minen bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend und gegen baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Dies den Steigliebhaber mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Zablung in grober Münze oder Grundrentenſcheinen geleitet wer— den muß. Butzbach den 23. September 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Oeffentliche Aufforderung. 11637] Großherzogliches Hofgericht der Pro— vinz Oberbeſſen hat über das Vermögen der Simon Roſentbals Eheleute zu Rocken⸗ berg den förmlichen Concursproceß erkannt. Anſprüche jeder Art an das Vermögen der Simon Roſenthals Eheleute ſind deßhlab im Termin Dienſtag den 10. November d. J., Vormittags 9 Uhr, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Maſſe geltend zu machen und zu begründen. Gleichzeitig ſoll in gedachtem Termin ein Gläubigeraus ſchuß und Maſſecurator beſtellt und Güteverſuch gemacht werden und werden die nicht erſcheinenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der anweſenden beitretend angeſehen. Butzbach den 24. September 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Dr. v. Schmalkalder, Landrichter. Landgerichts Aſſeſſor. eee enz 11638] Freitag den 2. October, Nachmittags 2 Uhr, ſollen in Münſter nachfolgende Arbeiten unter den vor der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen veraccordirt wer— den, nämlich: Arbeits verſtei gerung. [1640] Freitag den 2. October, l. J., Nach⸗ mittags 3 Uhr, ſollen in Hoch-Weiſel nachfol⸗ gende Arbeiten unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Ac— cord gegeben werden, nämlich: Zimmerarbeit, veranſchlagt 1 8 fl. Glaſerarbeit,„ 32„ Maurer- u. Weißbinderarbeit„„ 10„ Voranſchlag und Bedingungen liegen auf Großberzoglicher Bürgermeiſterei Hoch-Weiſel und bei dem Unterzeichneten zur Einficht offen. Planir- u. Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu 42 fl. 40 kr. Maurerarbeit,„„ 7 1 20„ Schloſſerarbeit,„„ 8— 5 Lieferung von 0,5 Cbklftr. Schicht⸗ pflaſterſteinen, 19%— Lieferung von 1,5 Cbklftr. Kies 15— 5 Bedingungen und Koſtenüberſchläge liegen auf Großherzoglicher Bürgermeiſterei Münſter und bei dem Unterzeichneten zur Einficht offen. Butzbach den 20. September 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher des 3. Bezirks B ur k Obligations„ Verloo fung [1639] Bei der diesjährigen Obligationsver— looſung find aus dem Anleihen bei dem Hand— lungshaus S. Lindbeimer in Friedberg zur Rück— zahlung beſtimmt worden: Aus den 57 5 von 1835: die Nr. 15, 21, 22, à 200 u. Nr. 49, à 100 fl. Aus den Anleiben von 1840: die Nr. 10, à 100 fl. Butzbach den 20. September 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher des 3. Bezirks Burk. Für Kaufleute. 1614] Rettigbonbons pr. Pfd. 38 kr., ächte Ackermänniſche Bruſtkaramelle pr. Pfd. 48 kr., ſowie alle andere Sorten von Bonbons und Paſtillen empfiehlt zu den billigſten Preiſen Georg Stautz Conditor in Bad Nauheim. Praktiſcher Zahnkitt. 1512] Das Beſte zum Ausfüllen bobler Zähne in Etuis à 18 u. 30 kr. Desgleichen weißer à Etuis 36 kr. empfiehlt P. F. Schmittner Die Beſitzer dieſer Schuldſcheine werden hier⸗ von in Kenntnis geſetzt, daß genannte Beträge bis zum 1. November l. J. bei bieſiger Ge⸗ meindekaſſe in Empfang zu nebmen ſind, da von dieſem Tage an deren Verzinſung aufbört. Büdesheim den 21. September 1857. Großberzogliche e Büdesheim e. in Friedberg. Zu verkaufen. [1641] 8 Ohm gute Aepfel⸗Wein-Fäſſer mit Eiſen gebunden und 4 Wirthstiſch mit Bänken hat zu verkaufen Georg Faulſtich, bei Bönſtadt. Deutſchland vor hundert Jahren. In dem trefflichen Buche„Deutſchland im 18. Jahr— hundert, von Profeſſor Biedermann“ leſen wir unter An— derm:„Das Reiſen war im vorigen Jahrhundert ein ſehr ari— ſtokratiſches Vergnügen, inſofern es viel Geld und Zeit erfor— derte; in anderer Hinſicht freilich wieder das Gegentheil, wenn man die Unbequemlichkeit in Betracht zieht, welcher der verwöhnteſte und reichſte Ariſtokrat auf einer Reiſe nach Deutſchland damals ſich unterwerfen mußte. Der arme Handwerksburſche kann jetzt ungleich ſchneller, ſicherer und mit größerer Bequemlichkeit Reiſen von Hunderten von Meilen machen als vor hundert Jahren der reichſte Baron. Es gehörte in jenen Zeiten ein großer Entſchluß dazu, ſich auf eine weite Reiſe zu begeben und man darf ſich daher nicht wundern, wenn ſelbſt Gelehrte von euro— päiſchem Rufe wie z. B. Kant ihr Leben beſchloſſen, ohne jemals den nächſten Umkreis ihres Wohnortes überſchritten zu haben. Eine Reiſe Schlötzers nach Süddeutſchland und Italien erſcheint in deſſen Briefen wie ein Ereigniß und da er vollends beſchließt, die Tochter mitzunehmen, ſo erregt dieſer heroiſche Entſchluß in den weiteſten Krei— ſen kopfſchüttelnde Verwunderung. Schlötzer las ein be— ſonderes„Reiſekollegium“ für ſeine reichen und vornehmen Zuhörer in Göttingen. Darin berechnete er die Reiſe— koſten für eine Perſon zu einem Dukaten auf die deutſche Meile. Das gäbe auf die Tour von Leipzig nach Frank— furt 130—140 Thaler, während man dieſe Reiſe jetzt mit dem vierzehnten Theile dieſes Aufwandes luxuriös macht.. Es erregt faſt ein ungläubiges Lächeln, wenn man lieſet, wie im vorigen Jahrhundert ein Brief von Frank— furt bis Berlin nicht weniger als neun Tage brauchte und einer von München bis Augsburg, der jetzt in 3—4 Stunden befördert wird, nicht unter zwei Tagen an ſeine Adreſſe gelangte. Dazu kam noch die Langſamkeit und Unre— gelmäßigkeit der Beſtellung von angekommenen Briefen am Orte ſelbſt. Sogar in der preußiſchen Reſidenz beſchwerte man ſich, daß Briefe oft erſt 1—2 Tage nach ihrer An— kunft abgegeben wurden und eine beſondere Verordnung von 1770 ſchärfte den Briefträgern ein, die Briefe vom Poſtamte nicht blos einmal, ſondern zweimal abzuholen... Bis an das Ende des vorigen Jahrhunderts zeigte ſich die ſchamloſeſte und ausgebreitetſte Bettelei. Schaar— weiſe zogen geſunde, ſtarke Leute von Ort zu Ort, von 318 11577] Zum Abonnement auf das mit dem. Oktober 1857 beginnende dierte Quartal für den 7 L 0 0 „Frankfurter Anzeiger nebſt täglich beigegebenem Unterhaltungsblatt„Frankfurter Familienblätter“, lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Extra-Beilage, die„Gerichtszeitung“, laden wir ergebenſt ein. Der vierteljährige Abonnementspreis beträgt vom nächſten Quartale an fl. 1. 38 kr. 5 5 Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber vollſtändigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die neueſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Miscellen, Theater- und Mode⸗ Berichte, das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide⸗, Oel-, Branntwein⸗ ꝛc. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen Staats-⸗Lotterie⸗Ziehungen und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerthe.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſehr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra-Anſchläge in hieſiger Stadt und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben). Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Main, im September 1857. Die Expedition. der„Anzeiger“ wird von uns hieſigen Abonnenten vierteljährlich zu fl. 1. 88 kr. frei in's Haus geliefert und empfehlen wir uns zu deſſen Beſorgung. C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Vereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen ſind zu den Preiſen: 1000 Stück zu fl. 4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 50 Stück zu 15 kr., 25 Stück zu 9 kr., zu haben in C. Vindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Lehrlingsgeſuch. Die Seide-& Wollewaſcherei, wie Kunſtfürberei e von F. Baſchwitz in Offenbach a. M. 1289] empfiehlt ſich auch hier einem geehrten Publikum. mit den nöthigen Vorkenntniſſen, ohne Lehr⸗ geld, alsbald in die Lehre geſucht. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Expedition. NB. Kleider werden unzertrennt gefärbt. Schwarz für Trauer in 12 Stunden. Eine noch ſebr brauchbare Cbafſe, Auch werden Seiden-, Wollen- und Baumwollen-Stoffe gedruckt. Commiſſionen nimmt entgegen Herr Kaufmann Conrad Diehl auf dem Markt in Friedberg 11643] welche vor 5 Jahren 700 fl. gekoſtet, iſt für 100 fl. zu haben bei M. Garde in Friedberg. Mit Gratis⸗Prämie für Jahres- Abonnenten! Warnung. 11590] Durch C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu be- 1644] Ich warne biermit Jedermann, meiner ziehen: H. Gerſon's Modezeitung. Zeitſchrift für Mode, Induſtrie, Aunſt u. Literatur. Frau oder meiner Schwiegermutter Eliſabetha Heß dahier etwas auf meinen Namen zu bor— gen, da ich nichts für dieſelben bezahlen werde. Maibach den 27. September 1857. Philipp Wagner III. Eine Schenkamme Alle 14 Tage 1 Nummer in 2 Bogen gr. 4. mit vielen fein geſtochenen 11645] wird geſucht. Näheres bei Hebamme Originalbeilagen. Preis nur 1 Thlr. pr. Quartal. Müller. Land zu Land, Muſik machend, Almoſen fordernd, nach Befinden auch ſtehlend und raubend. Ganze Familien mit all' ihrem Hausrathe ſah man auf einer beſtändigen Wanderſchaft. Die verſchiedenſten Geſellſchaftsklaſſen lie— ferten ihr Contingent zu dieſem Proletariate. Noch 1747 klagt die markgräflich badiſche Regierung über das häufige Umherziehen von„bettelnden Edelleuten, deren Weibern, Wittwen und Waiſen, Offiziers und deren Angehörigen, Pfarrern und Schullehrern, entlaſſenen Beamten, Bekehr— ten, reiſenden Sängern und Studenten, Muſikanten ꝛc.“ Nach mehr als einem vollen Menſchenalter war dies Uebel noch immer ſehr groß. Die Kreisſtände Schwa— bens verbanden ſich 1784 zur Fortſchaffung aller aus— wärtigen Bettler, namentlich der„Convertiten, Waldbrü— der, angeblichen italieniſchen Geiſtlichen, Prinzen vom Berge Libanon, Offiziers mit ihren Frauen und Töchtern, Brandcollektanten- ꝛc. Noch im Jahre 1803 wurden in Leipzig 8438 fremden Bettlern öffentliche Almoſen ge— ſchenkt, darunter Summen von ½—3 Thaler an„Per— ſonen aus höheren Ständen.“ Garve erzählt von einem Bettlerorden in Schwaben, den ſogenannten„Freileuten,“ welche nichts thaten als betteln und ſich damit entſchul⸗ digten, daß ſie keine Arbeit gelernt hätten. In Baiern mußte man in den 80. Jahren vier Regimenter Ca⸗ vallerie aufbieten, um die über das ganze Land zerſtreu— ten fremden Bettler aufgreifen zu laſſen. Den Hausbe— ſitzern auf dem Lande und in den Städten droheten die Bettler laut und offen mit Brandſtiftung, ſie drangen auch wohl mit Gewalt in die Stuben ein und gingen nicht eher fort, bis man ſie befriediget hatte. Freilich gab es damals auch gar viele, welche die Fürbitte eines betteln den Landſtreichers eine ſegenbringende, oder ſeinem Fluche eine unheilbringende Kraft beimaßen ꝛc.“ Verſchie den es. Die ſtehenden Heere. In dem Werke des Sta⸗ tiſtikers Larroques, ehemaligen Rektors der Akademie von Lyon(Vom Kriege und den ſtehenden Heeren) ſind folgende intereſſante Angaben enthalten: Der Effektiv⸗ beſtand der Land- und e der europäiſchen Na⸗ tionen beträgt 2,800,000 Mann. Nach den offiziellen Bud⸗ gets koſtet die Unterhaltung des Perſonals und Mate- 1 Die! Unterzeichne frankixte ſch Ech ze ein Dreizehnt. rials dieſe Das iſt Tagelohn Mann jäh und Acker treten noch Feſtungen, det werde von mind 4pCt. ein ſentirt. Milliarden wurden d. mehrt, für zahl, wa fügt— d auf 5, 252, zahlen gr 0 Da, chineſſche ime Wintercurſus 18578. 115531 Der Unterricht beginnt wieder mit dem 2. Novbr. d. J.— Die Lehr— gegenſtände, welche in entſprechender Weiſe auf 2 Semeſter vertheilt werden, ſind: 1) Experimentelle Ackerbauchemie; 2) die wichtigſten Geſetze der Phyſik, namentlich in ihrer Anwendung auf die landwirthſchaftlichen Geräthe und 319 Aundwirthſchaftliche Schule zu Echzell, *—— Floßtannenes Bauholz 11646) iſt wieder vorrätbig; Diele, Sandſtein— platten und dergl. zu billigſten Preiſen bei Eduard Rutbs, zum neuen Dielhof in Friedberg. Drei Maiſchbütten, 11647] jede 5 bis 600 Maas faſſend, werden ſogleich zu kaufen geſucht. Näheres unter An- gabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Exp. Maſchinen; 3) Bodenkunde und Düngerlehre; 4) Pflanzenbau; 5) Wieſen— 2 bau; 6) Betriebslehre; 7) Obſtbaumzucht; 8) Viehzucht; 9) landwirthſchaft— liche Technologie; 10) Rechnen und praktiſche Geometrie; 11) Anleitung und Uebung im Fertigen von Aufſätzen, Briefen, Geſchäftsaufſätzen; 12) einfache landwirthſchaftliche Buchführung. Ein unmittelbar neben der Anſtalt befindliches Lager landwirthſchaft⸗ licher Geräthe und Maſchinen aus der Fabrik des Dr. W. Hamm zu Leipzig, ſowie Excurſionen auf die benachbarten Güter, wer— Die Zöglinge wohnen im den dem Unterricht ergänzend zur Seite ſtehen. Einige Ohm 11599] vorzüglichen alten Aepfelwein hat zu verkaufen Friedberg. Friedrich Staubi zur Stadt Darmſtadt. Mittel gegen Hühneraugen, [1253] um dieſelben ſchmerzlos zu beſeitigen, empfiehlt in Schachteln a 18 kr. P. F. Schmitt⸗ ner in Friedberg. Hauſe des Vorſtehers,(nur Mittag- und Abendeſſen erhalten ſie außerhalb deſ—. 5 ſelben) und legen zu Ende des Wintercurſus in einem öffentlichen Examen Proben ihres Fleißes und ihrer Leiſtungen ab. 9. 888 * 1 Die Anmeldungen beliebe man bis zu dem 15. Oktober bei dem J. Unterzeichneten zu machen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder 5 frankirte ſchriftliche Anfragen nähere Auskunft zu ertheilen.. Dr. Henkelmann. Echzell am 3. September 1857. FFF 1442 8 Steinhäuser, Gold- und Silberarbeiter [605 in 98832 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt eingetroffen: Weber's Volkskalender für das Jahr 1858. 1 Preis 45 kr. Die Spinnſtube ein Volksbuch für das Jahr 1858. Herausgegeben von W. O. von Horn. Dreizehnter Jahrgang.— Mit einem Stahlſtich und vielen Holzſchnitten. Preis 45 kr. 9 Friedberg, empfiehlt ſein Lager der modernſten 5 5 21** Gold- u. Silberwaaren 55 zu den dilligſten Preiſen. 95. Beſtellungen und Reparaturen werden h ſchnell und dauerhaft ausgeführt, auch werden Haarflechtereien zu Uhrketten, Fin— gerringen, Armbändern ꝛc. ꝛc. in ſchönen % Muſtern beſtens beſorgt. gegen ber geg gef geg Beggeg geg geg gef geg ger geg e ee ee ee ee e ee e. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 26. Septbr. 1857. Piſtolen 17 fl. 9 38.39 eee,„ 9 355256 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 43.44 Nane Degen„ Mike Engliſche Souverains. 11 40-44 Preußiſche Tbaler„—— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45% 5 IE, Toter, rials dieſer 2,800,000 Mann jährlich 2,020,000, 000 Fr. Das iſt aber nicht Alles. Nach dem durchſchnittlichen Tagelohn der verſchiedenen Länder könnten dieſe 2,800,000 Mann jährlich 733 Millionen verdienen, d. h. Induſtrie und Ackerbau um eine gleiche Summe vermehren. Hiezu treten noch die bedeutenden Immobilien, welche als Arſenale, Feſtungen, Wälle, Kaſernen ꝛc. zu Kriegszwecken verwen— det werden und nach ſorgfältigen Schätzungen einen Werth von mindeſtens 19 Milliarden Franken haben, was zu 4 pCt. einen jährlichen Zins von 751,000,000 Fr. reprä⸗ ſentirt. Im Ganzen 3, 504,000,000 Fr. Auch dieſe 3½ Milliarden ſind noch nicht Alles. Lediglich zu Kriegszwecken wurden die Staatsſchulden um 38 Milliarden Fr. ver— mehrt, für welche man jährlich 1,748,000,000 Fr. Intereſſe zahlt, was— obiger Summe von 3½ Milliarden ange— fügt— die jährlichen Koſten der Kriegsmittel Europas auf 5, 252,000,000 Fr. bringt. Von dieſer enormen Summe zahlen Frankreich und England ungefähr die Hälfte. Das älteſtechineſiſche Porzellan. Das älteſte chineſiſche Porzellan reicht, wie jetzt erwieſen iſt, nicht über 220 nach Chriſtus hinaus; höchſt wahrſcheinlich fällt ſeine Entdeckung in die Periode zwiſchen 164 und 220 nach Chr. Nach Stan. Julien waren die Fortſchritte der Fabrikation anfangs langſam; 265 bis 419 n. Chr. war das Porzellan blau und ſtand in hohem Werthe; 457 be— fahl ein beſonderes Decret den Fabrikanten des Landes, wel— ches jetzt Kink⸗te-ſchin heißt, Porzellan für den Gebrauch des Kaiſers zu fertigen, und es ihm nach ſeiner Hauptſtadt Kien— Kank, dem heutigen Kiangningfu der Provinz Kiang-nan, zu bringen. Die Porzellan-Fabrikanten von Tſchang-nan erhielten, nach Stan. Julien, bald einen wohlverdienten Ruf; ſpäter unter dem Sung(1009 nach Chr.) wurde Tſchang⸗nan der Sitz der kaiſerlichen Manufactur und iſt es ſeitdem geblieben. Unter den verſchiedenen Provinzen, wo Porzellan fabricirt wird, nehmen Kiang-ſe und Tſche— kiang zufolge der Ausdehnung des Induſtriezweigs den erſten Rang ein. Ein bloßes Dorf in Kiang-ſe zaͤhlt ge— genwärtig über 20,000 Einwohner. 320 Soolbuad Nuuheim. Jeden Tag CoCl R T 1 80 im Kurgarten, Morgens und Nachmillags, ausgefuhrt von der Hurfapelle unlen Direction des Herrn Edmund Neumann. Local-peränderung. 11648] Der Unterzeichnete macht hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß er ſeine Wirthſchaft in das Koob'ſche Haus verlegt und damit ein Tabak- und Cigarren⸗ Geſchäft verbunden hat. J. Weitner. Höhere Töchterſchule in Friedberg. 11628] Der Wintercurſus für die von mir geleitete höhere Töchterſchule wird Montag den 5. October ſeinen Anfang nehmen.— Anmeldungen zur Auf— nahme bitte ich vor dem angegebenen Termine an mich gelangen zu laſſen.— Der Vorſteher: Gu ſt a v Eger, cand. theol. Aachener und Münchener euer-Verſicherungs-Geſellſchaft. 116291 Unterm 1. September wurde ich von Großherzoͤglicher Kreisbehörde dahier als Agent für obige Geſellſchaft beſtätigt. Ich erlaube mir dies mit dem ergebenen Anfügen zur Kenntniß zu bringen, daß ich ſtets bemüht ſein werde, alle meine geehrten Herren Verſicherten zur vollkommenen Zufriedenheit zu bedienen. Gleichzeitig empfehle ich meine Agentur zur Ermittelung neuer Verſiche— rungen und ſichere dabei die billigſten Prämien zu. Friedberg im September 1857. Aug. Fr. Nau. Au- und Verkauf aller Staatspapiere 11503 zu dem äußerſten Börſencours durch das Bankgeſchäft von Jacob Strauß in Frankfurt a. M., Rechneigrabenſtraße 8. Kuchw iet zu Nauheim. 116491 Sonntag den 4. und Montag den 5. Oktober findet zur Feier des Kirchweihfeſtes bei Unterzeichnetem im Teichhaus zu Nauheim Ball und Scheibenſchießen ſtatt, wozu höflichſt einladet W. Ortwein. 0 Kirchenbuchsauszug. Getraute: 3. Septbr.(zu Langenhain) Johann Adam Fritz, hſ. B. u. Gerichtsacceſſiſt, des verſt. hf. B. u. Kaufmanns Joh. Philipp Fritz ehl. led. S. u. Sophie Agnes Bertha Kirchner, des Freiherrl. v. Löw'ſchen Förſters u. Renteiver⸗ walters zu Ziegenberg led. T. 0 Getaufte. 25. Auguſt.(zu Oberrad) unebl. T., geb. 16. Auguſt. 20. Septbr. Dem hf. B. u. Kaufmann Johann Daniel Auguſt Fritz ein S., Adam Auguſt, geb. 18. Auguſt. 20. Septbr. Dem B. zu Altenburg u. Mit⸗ glied des Nauheimer Curorcheſters Eduard Ju⸗ lius Krüger eine T., Thekla Maria Eliſabeth Katharina, geb. 4. Sept. ö Beerdigte: 20. Septbr. Benedict Tobias Blum, hſ. B. u. Schuhmachermeiſter, auch Gartenſchütze, alt 77 J., 8 M., 27 T., 1 18. Septbr. Eliſabeth, eine Marktberichte. Friedberg 25. Septbr. Waizen 11 fl. 15 kr.; Korn 9 fl.; Gerſte 7 fl. 20 kr. Grünberg 26. Septbr. Waizen 10 fl. 42 kr.; Korn 8 fl. 34 kr.; Gerſte 7 fl. 10 kr.; Hafer 5 fl. 48 kr.; Erbſen 9 fl.; Saamen 19 fl. 30 kr.; Molter 8 fl. Frankfurt, 7. Septbr. Waizen 10 fl. 45 bis 55 kr.; Korn 8 fl. 30 kr.; Gerſte 7 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 30 kr. Mainz 25. Septbr. Waizen 11 fl. 50 kr.; Korn 9 fl. 15 kr.; Gerſte 7 fl. 50 kr. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. Septbr. bis 6. October. — 0 Fried.] Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. kr. pf. kr. pf. 11 Roggenbrod,/ Korn⸗ f und ½ Gerſtenmehl 3—[3— 2 1 17 77 64— 64— 4„„ 77 2e 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u./ Waizenmehlſ 3 2 32 2„„„ 6 31 61 3 4„ 1„ 13414131 Loth Loth — Milchbro dds 1644 14 — Waſſerw eff 115—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 15 15 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch ee 1 Kuhfleiſch, gemäſtetes 10— 10— 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 8— 18— 1 Schweinefleiſch h. 15— 15— 1 Hammelfleiſc h 112112 1.[Calbfieiſ h Z 1 Schaaffleiſche 7——— 1 Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— 1 Bratwurſtt 21 2 21 2 1 Schwartenmagen. 23— 23— 1[Geräucherter Speck.. 31/231 2 eee, 1 Schinken 23— 23— 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 27— 27— 1 Nlerenfett. 2 11 Hammels fett 116— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. Pbilipp Kirchner ehl. S. K. b. d kennung für, ausgeführte gefahr befan war und et mit großer Ehrenzeichen allergnädigſ ſteriums de Eintritt in für das A beträgt, u rungskaſſe Gr. Oberp langens de Dänemark künftig nich ſtimmunger außer Wo dem phile ſemeſters Ph. Oßlwe 3. Preis. mann in! gerichts J fremder gierungsr ihm am 6 nen St. ſtadt für Welch heren gegenn 85 und ger d. h. u wann, man di Kenntn wirth, Pflanze. ein Thi. dern nen (und Lu der Bal Stoffe ſetzt er ter, We Geheit die Qu