Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ Einrückungsge⸗ chentlich zweimal, Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, bühren fur die ge⸗ Dienſtag u. Frei⸗ ſpaltene Petitzeile ge dare ind 1 1 z de dare erat ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Nu. 33. Dienſtag, den 28. April. 1837. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Chauſſeegeld⸗Befreiung der Fuhren, mit welchen Dünger oder Dungſtoffe zum eignen Bedarfe transportirt werden. Wir laſſen Ihnen nachſtehend eine Mittheilung Großherzoglicher Oberſteuerdirection vom 7. d. M. zur Nach— richt und Nachachtung hiermit zugehen. Friedberg den 24. April 1857. Müller. Die Großherzogliche Oberſteuer-Direction an die Großherzoglichen Kreisämter. Darmſtadt den 7. April 1857. In der Bekanntmachung Großherzogl. Miniſteriums der Finanzen vom 1. Oktober 1827, Seite 443 des Re— gierungsblatts, iſt beſtimmt, daß die in dem§ 7 des Finanzgeſetzes vom 12. Juni 1827 ausgeſprochene Chauſſeegeld— Befreiung der Fuhren, mit welchen Dünger oder Dungſtoffe zum eignen Bedarf transportirt werden, nur für die Fuhren in Anſpruch genommen werden kann, fur welche der inländiſche Fuhrmann mit einem Zeugniſſe ſeines Orts— vorſtandes verſehen iſt, daß die geladenen Dungſtoffe auch wirklich zum eignen Bedarf als Dungmittel angefahren werden, und wenn dieſes Zeugniß an jeder paſſirt werdenden Chauſſeegelderhebſtätte vorgezeigt wird. Die fragliche Befreiung bildet eine Ausnahme von der allgemeinen geſetzlichen Regel, der Pflichtigkeit, und iſt daher ſtrikt zu interpretiren. Daraus folgt, daß die Befreiung nicht gewährt werden kann, wenn nicht die dafür vorgeſchriebenen Bedingungen erfüllt worden ſind und dadurch conſtatirt iſt, daß die Dungſtoffe zum eignen Bedarf als Dungmittel transportirt werden. Da inzwiſchen bei Ausſtellung der erforderlichen Beſcheinigungen nicht überall mit der nöthigen Genauigkeit verfahren wird, ſo haben wir die Chauſſeegelderheber angewieſen, die Fuhren nur dann frei von Entrichtung des Chauſſeegeldes auf der Hin- und Herfahrt paſſiren zu laſſen, wenn ſie 1) Bei der Hinfahrt(der Fahrt an den Ort zur Verladung der Dungſtoffe) gänzlich leer gehen, und auf der Her— fahrt nur mit Dünger oder unzweifelhaften Dungſtoffen und mit keinerlei anderen Gegenſtänden beladen ſind; wenn ſie 2) mit einer unterſchriebenen und beſiegelten Beſcheinigung des betreffenden Großh. Bürgermeiſters verſehen ſind, in welcher enthalten iſt: a. der Tag des Transports, b. der Name und Wohnort der Transportanten, die Bezeichnung der Transportmittel und deren Beſpannung, c. der Ort von welchem reſp. an welchen der Dünger oder die Dungſtoffe zu holen reſp. zu bringen ſind, d. die ſpecielle Art des Düngers oder Dungſtoffes, e. der Name und Wohnort desjenigen, für deſſen Rechnung der Dünger oder der Dungſtoff geholt wird und daß dieſer den Dünger oder Dungſtoff zum eigenen Bedarf als Dungmittel holen laßt, . daß dieſe Beſcheinigung nur für den beſtimmten Tag gültig iſt; 3) wenn dieſe Beſcheinigungen, welche an der letzten Erhebſtätte abzuliefern ſind, an jeder paſſirt werdenden Chauſſee— gelderhebſtätte vorgezeigt werden. i Wir haben die Chauſſeegelderheber und das Aufſichtsperſonal inſtruirt, die fraglichen Fuhren nur dann frei von Entrichtung des Chauſſeegeldes paſſiren zu laſſen, wenn deren Fuhrer ſich nach Vorſtehendem ausweiſen, Zuwider— handelnde aber als Chauſſeegelddefraudanten zu behandeln, folglich an der betreffenden Chauſſeegelderhebſtätte bis zur Erlegung der verwirkten Strafe für das bereits unterſchlagene Chauſſeegeld und Entrichtung des Chauſſeegeldes für die weitere Fahrt feſtzuhalten. Da es im Intereſſe derjenigen liegt, welche Dünger oder Dungſtoffe zum eignen Bedarf als Dung⸗ mittel holen, reſp. holen laſſen, daß ſie ihre Obliegenheiten zur Erlangung der Chauſſeegeldbefreiung von fraglichen Fuhren genau kennen, die Großherzogl. Bürgermeiſter aber die geeignete Anleitung zur Ausſtellung der fraglichen Beſcheinigungen bedürfen, ſo erſuchen wir Sie, Letztere hiernach zu inſtruiren und ſie zur Einhaltung der deßfallſigen Beſtimmungen, ſowie zur geeigneten Belehrung derjenigen, welchen ſie dergleichen Beſcheinigungen ertheilen, anzu— weiſen, uns aber von Ihrer deßfallſigen Verfügung in Kenntniß zu ſetzen. oer tz. 138 Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatte. Nr. 10 vom 7. April enthält: I. Verordnung Gr. Miniſteriums des Innern vom 10. März, welche, nachdem in Folge der veränderten Gerichtsorganiſation und wegen veränderter Holz⸗ preisverhältniſſe im Großherzogthum eine Reviſton der Localabthei⸗ lungen der Werth- und Schadenserſatz-Tarife, wie ſolche in der Ver⸗ ordnung vom 7. Mai 1839„die im Artikel 4 des Forſtſtrafgeſetzes vom 4. Februar 1837 erwähnten Tarife und Vorſchriften betr.“ ent⸗ halten ſind, nothwendig geworden iſt, mit Allerhöchſter Genehmigung S. K. H. des Großherzogs eine Zuſammenſtellun, f 8 lungen unter dem Aufügen zur Nachachtung veröffentlicht, daß die Werths⸗ und Schadenserſatz⸗Tarife, wie ſolche in der Verordnung vom 7. Mai 1839 und in der Verordnung vom 1 ſind, unverändert in Kraft zu bleiben haben und daß nur bei der Rubrik C. II., Saamen, für die Folge nicht mehr nach Läſten, ſon⸗ dern nach Maltern und Theilen deſſelben gerechnet werden ſoll.— Gegenwärtige Verordnung findet auf alle vom 1. Juni 1857 an ver⸗ übt werdenden Frevel Anwendung.— II. Bekanntmachung Gr. Kreis- amts Darmſtadt, vom 18. März, die Aufſtellung der Geſchwornen⸗ Liſte in der Provinz Starkenburg für 1858 betr.— III. Steuer⸗ ausſchlag zur Bezahlung des Gehalts des Rabbinen zu Offenbach für 1857.— IV. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürf⸗ niſſe israelitiſcher Religionsgemeinden des Kreiſes Vöhl für 1857. — V. Abweſenheitserklärung des Wilhelm Netſcher, Schiffsbauer, zu⸗ letzt in Mainz wohnhaft, durch Urtheil Gr. Bezirksgerichts Mainz vom 13. März d. J.— VI. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 10. März dem 2. evang. Pfarrer ung der Localabthei⸗ Gießen zum Bahnmeiſt den Schaffner 1. Kl. Lohr zu Schotten die evang. Pfarrſtelle zu Vöhl,— dem Hofprediger und Oberconſiſtorialrath Ur. Palmer die erledigte Stelle eines evangel.⸗geiſtl. Mitglieds und Raths bei der Oberſtudiendirection als Nebenſtelle zu übertragen;— den Acceſſiſten bei der 2. Juſtificatur⸗ Abth. der Oberrechnungskammer Welcker zum Probator dabei,— 17. den charakteriſirten Bereiter⸗Scholaren Balſer zu Darmſtadt zum Bereiter bei Großh. Hofſtalle und am 23. den bei der Main-Weſer⸗ bahn proviſoriſch als Oberaufſeher verwendeten Jacob Schellhaas zu er für die Bahnſtrecke Gießen-Langgöns und Mittelſtädter zu Gießen zum Expedienten auf der Station Gießen zu ernennen.— VII. Dienſtentlaſſung: am 19. Oct. 1818 aufgeführt Febr. Domänenpfandmeiſter Henck I. zu Hirſchhorn.— VIII. Ver⸗ Bei dem im Nr. 5 ſetzung in den Ruheſtand: am 30 Jan. Oberförſter Forſtmeiſter Pfif⸗ ferling zu Elbrighauſen, unter Bezeigung der Allerhöchſten Zufrieden⸗ heit mit ſeinen, während mehr als 50 Jahren treu geleiſteten, Dien⸗ ſten und mit der Erlaubniß, die Uniform der activen Diener forthin zu tragen,— 25. Febr. ſen,— 5. März evang. Schullehrer Joſt zu Betzenrod,— 12. Ober⸗ förſter Bongard zu Heuſenſtamm.— IX. Geſtorben: am 7. März penſ. Zollbereiter Kimpel zu Darmſtadt,— 12. emer. evang. Pfar⸗ rer von Eckelshauſen Schäffer zu Darmstadt,— 22. evang. Schul⸗ lehrer Boller zu Eſſelborn,— penſ. Portier im Juſtizgebäude und Kanzleidiener am Bezirksgerichte Mainz Zeltner.— X. Berichtigung. des Reg. Bls. unter Nr. 4 angezeigten Sterb⸗ falle muß es ſtatt„Blus“ heißen„Blees“. evang. Schullehrer Schäffer zu Hergershau— Bekanntmachungen von Be Gras verſteigerung. [657] Freitag den 1. Mai, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die ftädti⸗ ſchen Begraſungen für das Jahr 1857 an den Meiſtbietenden verpachtet, mit dem Anfügen, daß bei dieſer Verpachtung Nachgebote nicht angenommen werden. Sodann werden Nachmittags um 4 Uhr an Ort und Stelle die Begraſungen auf der Kunſt⸗ wie ſe für 1857 meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 22. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Immobilien ⸗ Verſteigerung. 1658 Donnerſtag den 30. April, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß des hier verſtorbenen Bürgers und Schreinermeiſters Jakob Nikolaus Stamm ge⸗ hörenden Immobilien, wie ſolche in den Intelli⸗ genzblättern Nr. 21 und 22 von 1857, Inſerat 373, näher bezeichnet ſind, nochmals meiſtbie⸗ tend verſteigert, mit dem Anfügen, daß bei an⸗ nehmbaren Geboten die Genehmigung ertheilt werden wird. Friedberg den 21. April 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Sen Bekanntmachung. 1660] Auf freiwilligen Antrag des Vorſtands der isral. Religionsgemeinde dahier ſoll Don⸗ nerſtag den 30. April, Morgens 11 Uhr, das der beſagten Gemeinde mit Jacob Walter ge⸗ meinſchaftlich zuſtehende Schlachthaus, ſowie die daran ſtoßenden leeren Plätze, in hiefſgem Rath⸗ hauſe unter den eröffnet werdenden Bedingun⸗ gen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 21. April 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Ben de r. [661] Die Beerntung der Bahnböſchungen ſoll auf die Dauer des Sommers 1857 öffentlich verpachtet werden. Die Zuſammenkunft iſt: Freitag den 1. Mai, Morgens 7 Uhr, auf der Station Vilbel für die dortige Ge⸗ markung. Samſtag den 2. Mai, Morgens 7 Uhr, auf der Station Großkarben, für die Gemar⸗ — 5 Kloppenheim, Okarben und Niederwöll⸗ adt. Montag den 4. Mai, Morgens 8 Uhr, auf der Station Friedberg für die Gemarkun⸗ gen Friedberg, Fauerbach II. und Bruchen⸗ brücken. Friedberg den 20. April 1857. Der Großberzogliche Bahn-Ingenieur des Bahndezirks Friedberg Hoch geſand. Edictal ladung. [683] Nach Vergleich vom 9. Januar 184⁴ zwiſchen dem Freiherrn v. Wetzel und den Ge⸗ meinden Melbach und Wölfersheim iſt jenem die ausſchließliche Schäfereigerechtigkeit in dem an Melbach gefallenen Theile der ehemaligen Gemarkung Heienheim zugewieſen, dieſe Schä⸗ ferei aber am 1. März 1852 von dem Frei⸗ herrn v. Wetzel wieder an die Gemeinde Mel⸗ bach verkäuflich abgetreten worden. Etwaige Einwendungen gegen die Uebertragung der Schäfereigerechtigkeit in der Gemarkung Heien⸗ heim, Melbacher Antheil, auf den Freiherrn v. Wetzel und von dieſem auf die Gemeinde Mel⸗ bach find binnen 6 Wochen bei dem unterzeichneten Landgerichte zu begrün⸗ den, widrigenfalls ohne Rückficht darauf, nach vorgängiger Beſtäligung des oben erwähnten Vergleichs, die erforderlichen Einträge in das gerichtliche Mutätionsverzeichniß, zum Zwecke des demnächſtigen Ab. und Zuſchreibens im Gefälle⸗Kataſter vollſogen werden. Friedberg den 11. April 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. S. V. d.: v. Preu ſch en, Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Arbeits ⸗Verſteli gerung. 684] Freitag den 1. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in Ildenſtadt die bei Umpflaſte⸗ rung der Ortsſtraßen vorkommenden Pflaſterar⸗ beiten, ca. 80 UI alftr., an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 23. April 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher Schneider. hoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Arbeits ⸗Verſteigerung. [685] Donnerſtag den 30. April, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die bei Herſtellung deſſelben erforderlichen Arbeiten, beſtehend in Maurer⸗, Weißbinder- und Dach⸗ deckerarbeiten, ſowie Auliefern von Kalk, Sand, Abtrittsröhren im Gewicht von circa 240 Pfd. und 18 Stühlen nach vorzulegendem Muſter an den Wenigſtuehmenden verſteigert. Friedberg den 24. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Grundſtück⸗Verſteigerung. L686 Donnerſtag den 11. Juni, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe nachftehen⸗ des den Wilhelm Netz'ſchen Eheleuten dahier gehörendes Grundſtück einer meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt, als: Gemarkung Friedberg: ON. Fl. Nr. d. Grſt. UIAKlft. 1 163 124 Grabgarten, die Gra⸗ bengärten. Friedberg den 25. April 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorfteher Been d err. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. [687 Die Verſteigerung der diesjährigen Gras⸗ und Kleeerndte auf den Böſchungen der Bahn beginnt Montag den 4. Mai, des Morgens um 7 Uhr, an der Grenze bei Nauheim und findet ihre Fortſetzung: Am Bahnhofe zu Butzbach, denſelben Tag, des Nachmittags um 2 Uhr. Am Bahnhofe zu Langgöns, Dienſtag den 5. Mai, des Morgens um 7 Uhr. Am Bahnhofe zu Gießen, denſelben Tag, des Nachmittags um 2 Uhr, und Am Bahnbofe zu Lollar, Mittwoch den 6. Mai, des Morgens um 7 Uhr. Gießen am 23. April 1857. Der Großherzogliche Bahn⸗Ingenieur des Bahnbezirks Gießen Eickemeyer. A1 5 0 fl. 688] können aus der Kirchenkaſſe zu Ober⸗ rosbach verliehen werden. Werner, Kirchenrechner. 00] am 27 miat U heſtimn Tags 9 gam g in Emp Obe Großh 9 091 10 U Diſte 15 130 verſtei Du Jallun Slam Waſſer Hal 1692 Uhr, walde Arbeits ⸗Verſtei gerung. [689] Montag den 4. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, werden auf dem Rathhauſe zu Nieder⸗ wöllſtadt nachſtehende Arbeiten öffentlich an den Wenigſinehmenden in Accord gegeben: 1) Planirarbeit am Viehtrieb lt. Ueberſchlag 16 fl. 40 kr 2) Chauſſirarbeit daſ. 108 20„, 3) Lieferung von 10 Kub. Klftr. Steinen 4) Fahren derſelben 280„—„, 5) Setzen derſelben und 6) Kieslieferung ſodann die bei Verlängerung eines Kanals in den Wieſen im Harniſchroth vorkommenden Ar— beiten, beſtebend in 1) Maurerarbeit lt. Ueberſchlag 2) Materiallieferungen 75 16„ 9 Friedberg den 23. April 1857. Der Bezirks⸗Bauaufſeher Schneider. Bekanntmachung. 690] Das im Oberrosbacher Gemeindewald am 24. April 1857 verſteigerte Holz iſt geneh— migt und der erſte Fahrtag auf den 4. Mai beſtimmt worden. Die Abfuhrſcheine können 9 fl. 36 kr. Tags vorber gegen genügende Bürgſchaft oder gegen geleiſtete Zablung beim Gemeinderechner in Empfang genommen werden. Oberrosbach den 25. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Holzverſteigerung. 1691] Freitag den 1. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in bieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Vogelsgrund II. Theil: 36 Eichen⸗Bauſtämme von 2500 Cbf., 12 buchene Achſen* 55„ 23 Klafter Eichen-Holz, 7 7 Buchen- 77 17„ Erdſtöcke und 1300 Stück Wellen, verſteigert. Durch eine vom Bezirksrath verwilligte Extra⸗ Fällung kommen ausgezeichnet ſchöne Eichen- Stämme für Schreiner, Küfer, Müller, zu Waſſerräder, Schiffbauer, zum Ausgebot. Haſſelborn den 22. April 1857. Schmidt, Bürgermeiſter. der ſteige rung. 1692] Montag den 18. Mai, Vormittags 10 Uor, ſollen in dem Fehr. von Died'ſchen Kirch- walde dahier: 24 Stecken altes Eichenbolz, 55„ Buchenprügelholz von jungen Stämmen, 20000 Buchenprügelholz, welche in der Regel pro 100 2 Stecken Prügel holz enthalten, 3000 Buchenbolzwellen und 150 Stück junge Eichen von 2 bis 6 Zoll Durchmeſſer, welche in Parthien von 5 und 10 Stück zum Ausgetbot kom⸗ men, öffentlich verſteigert werden. Der Verſteigerungsplatz iſt am Wiesbacher⸗ weg in den alten Fichten; ſodann ſollen daſelbſt bei den Rehtränkstannen Mittwoch den 20. Mai, Vormittags 10 Uhr, ca. 90 Stecken Buchenſcheitholz, 10 5 Prügelholz von geringen Buchen, Birken und Sablweiden, letztere zu Zaungerten und Schippen⸗ ſtielen, 2000 Buchenaſtbolz⸗ und 6000 Backholz⸗Wellen öffentlich verſteigert werden. Ziegenberg den 24. April 1857. Kirchner. Ein braves Dienſtmädchen, 1693 welches gute Zeugniſſe vorzeigen kann, wird geſucht. Näheres bei der Expedition. 139 Bekanntmachung. 1694] Die geſtrige Holzverſteigerung wurde genehmigt und iſt der erſte Fahrtag auf Frei— tag den 1. Mai d. J. anberaumt. Ockſtadt den 26. April 1857. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Tröſch. 8 1 0 fl. 1695] liegen in der Gemeindekaſſe zu Kirchgöns, im Ganzen ſowohl als auch getrennt, zum Aus- leihen bereit. Kirchgöns den 24. April 1857. Der Gemeinde-Einnehmer züglichst geeigneten Kräuter- und Pflanzen- 9 De süften mit einem Theile —— e des reinsten Zuckerkry- 5 stalls zur Consistenz ge- brachten . 11 Doctor Roch'schen (K. P. Kreis-Physikus zu Heiligenbeil) KRAUTER-BONBONS haben sich durch ihre Güte auch in hie- siger Gegend rühmlichst bewährt und sind in Originalschachteln à 18 und 36 kr. stets ächt vorräthig bei Friedberg. P. F. Schmittner. Ein zweiſpänniger Wagen 1674] mit Zugehör iſt zu verkaufen und kann der Kaufpreis gegen Bürgſchein einige Zeit ſtehen bleiben. Auskunft ertbeilt Gottlieb Aletter, Bäckermeiſter in Nauheim. Friſche Saat-& Leinkuchen 696 bei H. W. Hatteroth. Theater in Friedberg. Im Saale des Herrn Gerlach. [697] Freitag den 1. Mai: Der Fechter von Ravenna. Dramatiſches Gedicht in 5 Aklen von F. Halm. Das Nähere beſagen die Zettel. Sollte bei dem Zetteltragen Jemand aus Verſehen übergangen werden, ſo bitte ich mir davon gefällige Anzeige machen zu wollen. Um zahlreichen Beſuch bittet J. 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Getaufte. 19. April. Dem hſ. B. u. Schneidermeiſter Joh. Konrad Wörner ein S., Wilhelm Wolf gang, geb. 2. April. Geld⸗ Cours. Frankfurt, am 25. April 1857. Pistolen Friedrichsd'oer.„% 9 55-56 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 47-48 Rand-Ducaten. 0 20 Frankſtücke„ 9 20 Engliſche Souverains.„ 11 40-44 Preußiſche Thaler 5 Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 45—/ 5 Fres.⸗Thaler„ 2 205 Marktberichte. Friedberg, 24. April. Waizen 14 fl.; Korn 9 fl. 45 kr.; Gerſte 8 fl. 30 kr. Grünberg 25. April. Waizen 13 fl.; Korn 9 fl. 57 kr.; Gerſte 8 fl. 49 kr.; Hafer 6 fl. 42 kr.; Erbſen 9 fl. 39 kr.; Wicken 8 fl. 8 kr.; Saamen 21 fl.; Molter 8 fl. 20 kr.; Kartoffeln 3 fl. 52 kr. Frankfurt, 27. April. Weizen 14 fl. 20 kr. bis 30 kr.; Korn 9 fl. 15 kr.; Gerſte 9 fl.; Hafer 5 fl. 20 kr. Mainz 24. April. Waizen 14 fl. 30 kr. Korn 10 fl. 15 kr.; Gerſte 9 fl. 5 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. April bis 5. Mai. Fried⸗ Butz⸗ — 8 Brod-⸗Preiſe. berg.] bach. 1 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod,/ Korn⸗ f und ½ Gerſtenmehl 3322 2 N 17 17 6 3 61 3 4 7 1 17 13 2113 2 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1/ Korn- u./ Waizenmehlſ, 33 3 3 2 5„ 1 s 3 4„„ 5 15 11151 5 Loth Loth Miſchbro sds 11441 4 Waſſerweckk 115—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 15 15 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſchche. 14 2 14 2 1[Kuhfleiſch, gemäſtetes 11211 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2 10 2 1 Schweinefleiſch h 161— 16— 1 Hammelfleiſhchh.. 112112 1[Falbfleiſchh 62 6 2 1 Schaaffleiſc e 7——— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bratwurſt J212 21 2 1 Schwartenmagen 18— 18— 1 Geräucherter Speck. 31/2312 1 Dörrfleiſcc hr. 212212 1 Schinken 232232 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 223 2 1 Nierenfett.„ ne 2 14Hammels fett: 116— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seppel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schunpff. Land Wir gute dere hier ober