Er ſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Friedberger Intelligenzblatt. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e a Einruckungsge⸗ bühren für die ge⸗ paltene Petitzeile oder deren Raum die beiden ſammen 7 kr. die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. r.: N, 135. Freitag, den 25. September. 1837. Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 31. März d. J. bracht, daß der Feuergeſchworene Maurermeiſter Johannes getreten hat, ſomit das Mandat des Friedberg den 19. September 1857. wird hierdurch zur offentlichen Kenntniß ge— Neiſel von Fauerbach II. ſeinen Dienſt wieder an— Maurermeiſters Morſchel erloſchen iſt. Großherzogliches Kreisamt Friedberg aan. Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatte. Nr. 25 vom 4. Sept. enthält: 1. Verordnung Gr. Mi⸗ niſteriums des Innern vom 4. Aug., die Anlage und den Gebrauch von Dampfkeſſeln betr., welche zum Vollzuge der in den Art. 286 bis 289 des Polizeiſtrafgeſetzes vom 30. Oct. 1855 erwähnten Vorkeh— rungen gegen die Gefahr der Exploſion von Dampfkeſſeln mit Aller⸗ höchſter Ermächtigung in 30§8 die nöthigen Beſtimmungen erläßt und zwar 1) in Betreff der Aufſtellung und Ingangſetzung von Dampf— keſſeln(ſowohl feſtſtehender als transportabeler); 2) uber die Erbal— tung der bereits im Betrieb befindlichen Dampfkeſſel in gefahrloſem Zuffande(8 27 bis 30), nebſt 3 Tabellen über die erforderlichen Stärken der Eiſen- und Kupferbleche zu den Dampfkeſſeln, der erfor⸗ derlichen Wandſtärken der durch die Keſſel gehenden Feuer- oder Rauch— röhren aus Eiſenblech und der cylinderiſchen Feuerröhren aus Meſſiag. — S! dieſer umfaſſenden Verordnung beſtimmt, daß jede Art von Dampfkeſſeln, in welchen zu irgend einem Zwecke Dämpfe erzeuzt wer— den, deren Spannung die der Atmoſphäre überſteigt, einer beſondern polizeilichen Aufſicht unterworfen iſt. Es darf hiernach kein Dampf— keſſel aufgeſtellt, in Gang geſetzt, verſetzt, umgebaut, oder in weſent— lichen Theilen verändert werden, ohne daß hierzu vorher die Geneh— migung des Kreisamtes eingeholt und ertheilt worden iſt.— Die folgenden§§ geben dann die ſpeciellen Beſtimmungen an.— II. Be⸗ kanntmachung Großh. Kriegsminiſteriums vom 24. Aug., daß die Ver⸗ tretungsſummen für Kriegsdienſtpflichtige, welche an der diesjährigen Loosziehung Theil genommen haben, vom 11. Sept. d. J. an in die Einſtandskaſſe dahier bezahlt werden können.— III. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection vom 27. Aug., daß vom 1. Sept. d. J. an für jede im Poſtorte zu beſtellende Fahrpoſtſendung, gleichviel ob ein oder mehrere Stücke als Beſtellgebühr zu entrichten iſt: bis zum Ge⸗ wicht von 25 Pfd. 2 kr., über 25 bis 100 Pfd. J, über 100 Pfd. für jede volle 100 Pfd. 4 kr., und für die das Gewicht von 100 Pfd. nur überſchießenden Pfunde bis 25 Pfd. 2, über 25 Pfund 4 kr.— IV. Verſetzung in den Ruheſtand; am 27. Juli auf Nachſuchen der ſtändige Commiſſär für die Viſitationen der Apotheken, Materialien⸗ und Specereihandlungen, der Eſſigſiedereien und Weinfabriken Dr. Rieger zu Darmſtadt, unter Belaſſung in ſeiner Stelle als Mitglied und Rath bei der Ober-Medieinal-Direction.— V. Concurrenz für: die Stelle eines Kreiswundarztes der Medieinalbezirke Erbach und Beerfelden.— VI. Geſtorben: am 27. Juli penſ. Kreisdiener Müller zu Darmſtadt, ev. Pfarrer Weber zu Guntersblum. Aus dem Großherzogthum Heſſen. Betrachtungen über die muthmaßlichen Folgen des am 31. Juli d. 3. vom Abgeordneten Herrn Bürgermeiſter G eorge geſtellten Antrags auf Wiedereinführung der Klaſſenlotterie im Großherzogthum Heſſen. (Schluß.) Wir hatten früher Gelegenheit uns mit dem Finanz⸗ miniſter eines der größten Staaten über Lotterien, Lottos ꝛc. zu beſprechen, und können um ſo weniger unterlaſſen deſſen Aeußerungen hier anzuführen, als ſolcher ein in Europa hochgeſchätzter und ſchon im Greiſenalter ſtehender erprobter Staatsmann war, und der ſich dahin ausſprach: „Der Staat muß diejenigen Leidenſchaften der Menſchen, die zu unterdrücken nicht in ſeiner Macht liegen, in ein ruhiges Strombett zu leiten ſuchen, und unter mög⸗ lichſter Abwendung des Schadens, welcher für das All- gemeine aus ſolchen entſtehen könnte, zum Beſten des Staates den größtmöglichen Vortheil zu ziehen ſuchen.— Abgeſehen davon, daß zur Zeit als die Klaſſenlotte- rie in unſerem Lande aufgehoben wurde, ſich Stimmen unſerer geachtetſten und tüchtigſten höheren Beamten gegen dieſe Maßregel erhoben, darf gewiß nicht außer Betracht gelaſſen werden, daß in mehreren der größten Staaten, wo in der Geſetzgebung das ſittliche Princip zur vollen Geltung gelangte, wie in Preußen, Sachſen, Hannover ꝛc. und wo bei dem Kulturſtande und der Größe dieſer Län— der eine genügende Auswahl der tüchtigſten und erfahren— ſten Staatsmänner vorhanden, welche zur Leitung der offentlichen Angelegenheiten berufen ſind, und wo eine eben ſo große Auswahl der intelligenteſten Männer zu Landes— vertretern ſtattfand,— daß, ſagen wir, alle dieſe Staaten, trotz des um beinahe ſeit einem Vierteljahrhundert von uns gegebenen iſolirten Beiſpiels der Aufhebung der Klaſ— ſenlotterie, ſich nicht zu Aehnlichem verſtanden haben. Ja wir ſehen eben gerade dieſe Staaten im In— tereſſe ihrer Finanzverwaltungen und in Uebereinſtimmung mit den Wünſchen ihrer Staatsangehörigen, wie auch mu der Nachfrage der auswärtigen Spielluſtigen, nicht nur ihre Lotterien fortbeſtehen laſſen, ſondern ſie auch ſehr bedeutend vergrößern. Die Vergrößerung beſtehender Lot— terien dürfte in der Bedeutung gewiß ganz gleich ſein mit ihrer Wiedereinführung in ſolchen Staaten, wo ſie früher beſtanden haben. Keinem vernünftigen Menſchen wird es einfallen, jene Männer, welche das Staatsruder ſolcher Länder, wo Lotterien beſtehen, mit kräftiger Hand führen, und die Landesvertreter jener Staaten dieſerhalb der Im— moralität zu beſchuldigen. Nach dieſen Betrachtungen und Wahrnehmungen glauben wir uns ebenfalls keinem leichtfertigen Schluſſe hinzugeben, wenn wir aus den eben angeführten Gründen 314 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Vergebung von Maurerarbeiten. L587] Zu den Herſtellungsarbeiten am Burg⸗ grafiate zu Friedberg ſind die Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 1282 fl. 56 kr. aus der Hand zu vergeben. Luſttragende Maurermeiſter kön⸗ nen bei dem unterzeichneten Kreisbauamte Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen einſehen. Friedberg den 16. September 1857. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Sf Main- Weſer⸗ Bahn. 1604] Mittwoch den 30. September l. J. ſollen die in den Gemarkungen Kloppenheim und Okarben auf dem Bahngelände ſtehenden Korbweiden an die Meiſtbietenden loosweiſe verkauft werden.. Die Zuſammenkunft iſt auf der Station Großkarben, Nachmittags um 2 Uhr. Friedberg den 16. September 1857. Der Großherzogliche Bahn⸗Ingenieur des Bahnbezirks Friedberg Hochgeſand. Verſteigerung auf den Abbruch. 11605] Montag den 28. l. Monats, Morgens um 11 Uhr, wird in bhieſigem Rathhauſe das von der Stadt erkaufte Michael Pfeiffer'ſche Wohnhaus am neuen Thor auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 19. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Gartenverpachtung. L606] Künftigen Montag den 28. September l. J., Nachmittags 2 Uhr, wird im Amthauſe dahier der der Freiherrlich von Franckenſtein'⸗ ſchen Gutsherrſchaft zugehörige Garten zwiſchen dem Riedgraben und Ohrlochswege in Fried⸗ berger Burggemarkung, welchen ſeither der Burg⸗ grafiat⸗Aufſeber Johannes Dönges zu Friedberg in Beſtand hatte, auf weitere 6 Jahre an den Meiſtbietenden öffentlich verpachtet, und werden hierzu Pachtluſtige eingeladen. Ockſtadt den 18. September 1857. Freiherrlich v. Franckenſtein'ſches Rentamt T x 5 ſſch. Güterverſteiger ung. [1618] Dienſtag den 6. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des verſtorbenen hiefigen Bürgers Friedrich Karl Eck gehörenden beiden Grundſtücke, nämlich: Gemarkung Friedberg: Pag. Nr. Fl. Nr. UOAlftr. 1727/4 1116 139 217714 6 38 89 Grabgarten bei der Sct. Leonhardskirche, Grabgarten vor dem Mainzerthor, auf Antrag deſſen Erben öffentlich freiwillig ver⸗ ſteigert. Friedberg am 24. September 1857. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Der Vorſteher Be n id ie r: Friedberg Schaafpferche-Verſteigerung. [1619] Montag den 28. September, Morgens 11 Uyr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche den 5. October l. J. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verſteigert. Friedderg den 23. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Faſelochs⸗Verſteigerung. 11620] Ein zum Schlachten geeigneter, der Gemeinde Ockſtadt gehöriger Faſelochs ſoll Dienſtag den 29. d. M., Mittags 1 Uhr, auf hieſigem Rathhaus an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Ockſtadt den 23. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. Arbeitsverſtei gerung. [1621] Samſtag den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in Pohl⸗Göns nachfolgende Ar- beiten unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen veraccordirt werden, als: 1) Weißbinderarbeit am Schulhauſe veranſchlagt zu 119 fl. 15 kr. 2) Schloſſerarbeit„„ 11%—„ 3) Maurerarbeit„„ 6„—„ 4) Schloſſerarbeit zu einem eiſer⸗ nen Eingangsthürchen am Kirchenplatz 25„— Bedingungen und Voranſchläge liegen auf Großberzoglicher Bürgermeiſterei Pohl⸗Göns und bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Butzbach den 20. September 1857. Der Bezirks-Bauaufſeher des 3. Bezirks Bine Verſteigerung von Arbeiten. L16221 Dienſtag den 29. September, Nachmit⸗ tags 3 Uhr, ſollen in Bodenrod nachfolgende Arbeiten unter den vor der Verfteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen verac⸗ cordirt werden, nämlich: 1. Die auf den 3. Septbr. anberaumt ge⸗ weſenen Reparaturarbeiten im Schulhauſe, be⸗ ſtehend in Zimmerarbeit, Schreinerarbeit, Gla⸗ ſerarbeit, Weißbinderarbeit und Schloſſerarbeit u. 2. Pflaſterarbeit, Planir⸗ und Chauſſirarbeit zur Herſtellung der Ortsſtraßen. Bedingungen und Koſtenüberſchläge liegen bei dem Unterzeichneten und auf Großherzoglicher Bürgermeiſterei Bodenrod zur Einſicht offen. Butzbach den 20. September 1857. Der Bezirks-Bauaufſeher des 3. Bezirks B A Güter⸗Verpachtung. 11623] Samſtag den 26. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die Güterſtücke der Frau Becker in Frankfurt, wie ſolche ſpeziell im In⸗ telligenzblatt Nr. 68 aufgeführt ſind, nochmals meiſtbietend auf hieſigem Rathhauſe verpachtet werden. Fauerbach II. den 23. September 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach II. Der Vorſteher SS Pferdeverkauf. 1624] Freitag den 2. October d. J., des Vor⸗ mittags halb 10 Uhr, ſollen in der hieſigen Rei⸗ tercaſerne 23 Stück Reitpferde, und Dienſtag den 29. dieſes Monats, Vormittags halb 10 Uhr, 48 Stück Reitpferde in der Reitercaſerne zu Darmſtadt, unter den in genannten Ter⸗ minen bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend und gegen baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Dies den Steigliebhaber mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Zahlung in grober Münze oder Grundrentenſcheinen geleiftet wer⸗ den muß. Butzbach den 23. September 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Einige Ohm 11599] vorzüglichen alten Aepfelwein hat zu verkaufen Friedberg. Friedrich Staubi, zur Stadt Darmſtadt. der Anſicht Raum geben, daß der Finanzausſchuß bei ſei⸗ nen demnächſtigen Berathungen über den George'ſchen An— trag auf Wiedereinführung der Klaſſenlotterie, ſolchen der Kammer im wohlverſtandenen Staatsintereſſe zur An- nahme empfehlen dürfte. Ebenſo dürften die demnächſtigen Verhandlungen der beiden Kammern dahin führen, bei einer hohen Staats- regierung den bezüglichen Antrag zu befürworten; ſowie V 0 5 andererſeits von der Weisheit hoher Staatsregierung zu Aus Mons in Belgien ſchreibt man von einer in⸗ 0 erwarten ſteht, daß ſolche dann durch die Wiedereinführung der Klaſſenlotterie von unſerem Lande die nachtheiligen Folgen des Abfluſſes ſo bedeutender Kapitalien abwendet, und eben dadurch den Staatsfinanzen eine neue bedeutende Einnahmequelle öffnen wird. Mit leichter Mühe dürfte dann bei tüchtiger praktiſcher Ausführung eines guten Planes innerhalb weniger Jahre dem Budget eine jährliche Einnahme von 150,000 fl. zugeführt werden.“) *) Dürch die Aufnahme vorſtehenden Artikels, welcher der Wie⸗ dereinführung der Klaſſenlotterie im Großherzogthum das Wort redet, wollten wir dieſe, unſere Regierung wie unſere Landesvertretung be— ſchäftigende Angelegenheit auch in dieſem Blatte zur Sprache bringen. genommen. Verſchiedenes. Der Ertrag der diesjährigen Kirſchenernte de kleinen Gemeinde Steinerberg im Canton Schwyz wird, ſo weit die Kirſchen auf den Markt kamen, zu 15,000 Francs angeſchlagen. Bauer allein.— Wie hoch berechnen ſich die Kirſchen— ernten unſerer Nachbarorte? 1,500 Francs kommen auf einen tereſſanten Wette, welche zwiſchen zwei Gutsbeſitzern ſtatt— gefunden. Der eine hatte gewettet, daß er von Bouſſu nach Chievres auf einem mit vier Ochſen beſpannten und mit 5000 Kilos Hülſenfrüchten beladenen Wagen in derſelben Zeit kommen wollte, als der andere mit einem gleichfalls mit 5000 Kilos Hülfenfrüchten beladenen, aber mit vier Pferden beſpannten Wagen. beiden Orten beträgt 4½ Stunden. Die Pferde ſind nur 6 Minuten früher angekommen wie die Ochſen. Nun ſage noch Jemand, datz die Ochſen nicht des Fortſchritts fähig wären! Die Entfernung zwiſchen Es wäre wünſchenswerth auch eine entgegenſtehendel Anſicht von com⸗ petenter Seite zu hören. Deßfallſige Beiträge werden mit Dank an⸗ Die Red. zu haben in N 1555] Ein un ben Wi lan einen oder mehte aufzunehmen,. Erziehung Geh Unterricht in de in der deulſch⸗ franzöſiſchen S Näheres unter zeige bei der W 2 1604] Kochöſe Vaaten, find d den billigſten 2 8 [1615] 2 gutg und 2 bis 3 haltend, hat a 4 5 0 fl. 11625 welche nen alsbald n dem Kirchenfon den. Bewerbu mir vorzumeld Ziegende R L46263 zu bi geliehen durd 8 bb] Inde danigen, daß Hung ver laſſe 1 2 315 61577] Zum Abonnement auf das mit dem 1. Oktober 1857 beginnende vierte Quartal für den „Frankfurter Anzeiger“ nebſt täglich beigegebenem Unterhaltungsblatt„Frankfurter Familienblätter“, lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Extra-Beilage, die„Gerichtszeitung“, laden wir ergebenſt ein. Der vierteljährige Abonnementspreis beträgt vom nächſten Quartale an fl. 1. 38 kr. Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber vollſtändigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die neueſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Miscellen, Theater- und Mode-Berichte, das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide-, Oel⸗, Branntwein⸗ ꝛc. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen Staats-⸗Lotterie-Ziehungen und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerthe.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſebr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra-Anſchläge in hieſiger Stadt und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben). Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Main, im September 1857. Die Expedition. der„Anzeiger“ wird von uns hieſigen Abonnenten vierteljährlich zu fl. 1. 38 kr. frei in's Haus geliefert und empfehlen wir uns zu deſſen Beſorgung. C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Vereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen ſind zu den Preiſen: 1000 Stück zu fl. 4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 30 Stück zu 15 kr., 25 Stück zu 9 kr., zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. [1555] Ein in der Nähe Frankfurts wohnen— der Lehrer(Theologe) wüaſcht in ſeine Familie einen oder mehrere Knaben von 7— 14 Jahren aufzunehmen, wo dieſelben neben gewiſſenbafter Erziehung Gelegenheit finden zu gründlichem Unterricht in den Elementarfächern ſowohl, als in der deutſchen, lateiniſchen, griechiſchen und franzöſiſchen Sprache, ſowie im Klavierſpielen. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer An- zeige bei der Expedition. Alle Sorten 11594] Kochöfen, Diele, Latten, ſowie Sand- platten, find ſtets in großer Auswahl und zu den billigſten Preiſen zu haben bei Emanuel Friedberger in Echzell. Zu verkaufen. [1615] 2 gutgehaltene Stück-, nebſt Zulaſtfäſſer und 2 bis 3 Einmaiſch⸗Bütten, 500 Maaß haltend, hat aus der Hand zu verkaufen G. A. Brotzler Wwe. in Ober⸗Wöllſtadt. Ai anf chilling e, 11625] welche zu Martini l. J. eingehen, kön⸗ nen alsbald nach dem 11. Novbr. 1857 aus dem Kirchenfonds zu Münſter ausgelieben wer⸗ den. Bewerbungen ſind längſtens bis dahin bei mir vorzumelden. Ziegenberg den 23. September 1857. R. Bindewald, Kirchenrechner. 9 0 0 0 fl. 11626] zu billigen Zinſen werden getrennt aus geliehen durch Baruch Hecht. Anzeige. 11627] Indem ich nicht verfehle ergebenſt an⸗ zuzeigen, daß ich meine ſeitherige Miethwoh- nung verlaſſen, und mein eigenes Haus neben Herrn Hospitalverwalter Faatz unweit des Gr. Landgerichts und Rentamts bezogen habe, bleibt meine Geſchäftsthätigkeit vor wie nach die⸗ ſelbe und empfehle ich beſonders den von mir ſtets unterhaltenen Vorrath aller Mehlſorten bei prompter Bedienung zu den billigſten Tages- preiſen. Der obere, aufs zweckmäßigſte und modern eingerichtete Stock meines Hauſes iſt zu ver⸗ miethen. Louis Oppenheim. Düngemittel der Frankfurter Actien-Geſellſchaft für landwirthſchaftlich-chemiſche Fabrikate. Gedämpftes Knochenmehl(guaniſirtes) in feinem und gröberem Pulver für Getreide zc. Sauerer phosphorſauerer Kalk(Superphosphat) für Gemüſe, Rüben aller Gattung, Wieſen, Futtergewächſe c., zur Kopf düngung des Getreides. 8 Concentrirter Dünger(künſtlicher Guano) für Oelgewächſe, Tabak, Kartoffeln, Hopfen ze. Concentrirter Dünger für Weinberge. Peru⸗Guano, in Original⸗Verpackung. 1„ niit ſauerem phosphorſauerem Kalk gemiſcht, in feiner Pulverform. Eiſenlauge zum Fixiren des Ammoniaks in der Jauche ꝛc. Comptoir und Niederlage in Frankfurt a. M., Hochſtraße Nr. 51. 13001 ſowie bei Kaufmann H. Hahn in Friedberg. Sochfürſtlich Aon 0 Bü 5 og 8 bo Iſenburg-Büdingen'ſches Anlehen von fl. 100,000. d. d. 15. Februar 1847. [1554] Von der Hochfürſtlichen Iſenburg⸗Büdingen'ſchen Rentkammer dahier iſt der geſammte noch unverlooſte Capitalreſt des obigen Anlehens im Betrage von fl. 29,000. zur Heimzahlung bei den Unterzeichneten auf den 31. Decem— ber d. Jahrs gekündigt worden. Es werden die Inhaber der betr. Partial— Obligationen hiervon in Kenntniß geſetzt, mit dem Bemerken, daß von jenem Tage an die Verzinſung des Capitals aufhört. Büdingen den 8. September 1857. H. Lismann in Büdingen. J. Lindheimer in Frankfurt a. M. Mein Polſter-Möbel-Lager, 11552] ſowie meine reiche Auswahl aller Sorten Tapeten bringe ich in empfehlende Erinnerung. Nauheim. Carl Sprengel, Tapezirer, wohnhaft im Pariſer Hof, 1 Treppe hoch rechts. 316 Solbad Nauheim. Jeden Tag Ne 325 iim Kurgarten, Morgens und Nuchimillags, ausgeſuhirt von der Hurlrupelle unier Direction des Herrn Edmund Neumann. ** 9* Höhere Cöchterſchule in Friedberg. 11628] Der Wintercurſus für die von mir geleitete höhere Töchterſchule wird Montag den 5. October ſeinen Anfang nehmen.— Anmeldungen zur Auf— nahme bitte ich vor dem angegebenen Termine an mich gelangen zu laſſen.— Der Vorſteher: Gu ſt av Eger, cand. theol. Aachener und Münchener Heuer-Verſicherungs-Geſellſchaft. 116291 Unterm 1. September wurde ich von Großherzoglicher Kreisbehörde dahier als Agent für obige Geſellſchaft beſtätigt. Ich erlaube mir dies mit dem ergebenen Anfügen zur Kenntniß zu bringen, daß ich ſtets bemüht ſein werde, alle meine geehrten Herren Verſicherten zur vollkommenen Zufriedenheit zu bedienen. Gleichzeitig empfehle ich meine Agentur zur Ermittelung neuer Verſiche— rungen und ſichere dabei die billigſten Prämien zu. Friedberg im September 1857. Aug. Fr. Nau. Lund wirthſchaftliche Schule zu Echzell 3 Bell, Wintercurſus 1857/58. 115531 Der Unterricht beginnt wieder mit dem 2. Novbr. d. J.— Die Lehr— gegenſtände, welche in entſprechender Weiſe auf 2 Semeſter vertheilt werden, ſind: 1) Experimentelle Ackerbauchemie; 2) die wichtigſten Geſetze der Phyſik, namentlich in ihrer Anwendung auf die landwirthſchaftlichen Geräthe und Maſchinen; 3) Bodenkunde und Düngerlehre; 4) Pflanzenbau; 5) Wieſen— bau; 6) Betriebslehre; 7) Obſtbaumzucht; 8) Viehzucht; 9) landwirthſchaft— liche Technologie; 10) Rechnen und praktiſche Geometrie; 11) Anleitung und Uebung im Fertigen von Aufſätzen, Briefen, Geſchäftsaufſätzen; 12) einfache landwirthſchaftliche Buchführung. Ein unmittelbar neben der Anſtalt befindliches Lager landwirthſchaft⸗ licher Geräthe und Maſchinen aus der Fabrik des Dr. W. Hamm zu Leipzig, ſowie Excurſionen auf die benachbarten Güter, wer— den dem Unterricht ergänzend zur Seite ſtehen. Die Zöglinge wohnen im Hauſe des Vorſtehers,(nur Mittag- und Abendeſſen erhalten ſie außerhalb deſ— ſelben) und legen zu Ende des Wintercurſus in einem öffentlichen Examen Proben ihres Fleißes und ihrer Leiſtungen ab— Die Anmeldungen beliebe man bis zu dem 15. Oktober bei dem Unterzeichneten zu machen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder frankirte ſchriftliche Anfragen nähere Auskunft zu ertheilen. Echzell am 3. September 1857. Dr. Henkelmann. Ein Mädchen, 11630] welches bürgerlich kochen kann, zu ſon⸗ ſtiger Hausarbeit willig iſt und etwa in drei Wochen eintreten kann, wird geſucht. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Exped. Verloren. 11631] Auf dem Wege vom Beinhardshof bis nach Friedberg iſt eine goldene Armſpange ver⸗ loren worden. Der redliche Finder wird ge— beten dieſelbe gegen eine angemeſſene Belohnung bei Heinrich Weller abzugeben. Empfehlung. 11632] Indem ich mich hiermit in Anfertigung aller Putzarbeiten empfehle, werde ich bemüht ſein, die mir zu Theil werdenden Aufträge ge⸗ ſchmackboll und beſtens auszuführen und hoffe um ſo mehr auf zahlreichen Zuſpruch zählen zu dürfen, da ich ſchon vor einigen Jahren meine werthen Freunde und Gönner zur größten Zu⸗ friedenheit bediente. Je nach Verlangen arbeite ich in und außer dem Hauſe. Friedberg. Margaretha Scheuermann, Putzmacherin. Kirchweihfeſt zu Ober-Ros bach. 11633] Sonntag den 27. und Montag den 28. d. M. findet zur Feier des Kirchweihfeſtes und des Marktes in dem neuerbauten Saale des Unterzeichneten Tanzmuſik ſtatt, wozu freund⸗ lichſt einladet- G. P. Winter, Gaſtwirth. Zur Nachricht. 11634] Waldecker Staudenkorn, ſowie Wal⸗ decker Rothwaizen mit Urſprung⸗Atteſten iſt zu haben bei Fruchthändler J. d Nan pio t in Friedberg. Nachkirchweihfeſt zu Ockſtadt. 11635] Sonntag den 27. d. M., findet zur Feier des hieſigen Nachkirchweihfeſtes und zum Beſchluß für dieſes Jahr Tanzmufik im Schloß, garten zu Ockſtadt ſtatt, wozu unter Zuſiche⸗ rung beſter Bedienung höflichſt einladet Katharina Steyer. [1636] Conrad Schildwächter von Koh⸗ den iſt von heute nicht mehr in meinen Dienſten. Friedberg den 24 September 1857. Heinrich Mack. Geld ⸗Cours. Frankfurt, am 33. Septbr. 1857. Piſtolen ff. 8 Fricdrichsd or 19 35888 Holländiſche 10 fl. Stücke„ Rand⸗Ducaten. 5„ 5 30%-31 20 Franfffüc ß„ 918 Engliſche Souverains..„11 40-44 Preußiſche Thaler„ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45—¼½ 5 Fres.⸗Thalen e 2 20% Kirchliche Anzeigen. 16. Sonntag n. Trin. den 27. Septbr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Baur. Nachmittags: Herr Stadpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: fällt aus. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. 0 (Hierzu Beiblatt Nr. 39.) 22 2 . 2 2 ö 9 11 een, 5 1.90 lr. Freitag 16200 June 1 holt,! den muß. Butzbach n Al Cell 3 Oeffen 11657) Gio vin Oberbe Simon Ro berg den f Anſprüche f Simon Rose Termin Dienſta bei Meidun⸗ geltend zu! Gleichzeit. Gläͤubigerau Güteverſuch nicht erſchein der anweſen Ebel Landricht —— D In d hundert, derm:„De ſtokratiſch derte; in wenn ma der verw nach Dei arme Har und mit von Meil dnn Adu, f ſich 1 7 paͤiſchen jemals de zu haben und Ital. und da 0 erregt