Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum ec e Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.. mmen 7 kr. Nu. 31. Dienſtag, den 21. April. Auszug aus dem Groſtherzoglichen Negierungsblatte. Nr. 9 vom 28. März enthält: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 13. März, wornach laut einer Ver— öffentlichung des herz. anhalt. Staatsminiſteriums vom 27. Februar d. J. die laut Geſetzes vom 1. Aug. 1849 cmittirten 100,000 Stück herzoglich Anhalt-Deſſauiſchen Staatskaſſenſcheine u 5 Rthlr. einge— zogen werden ſollen, binnen einer l2monatlichen, bis zum 1. Marz 1858 dauernden präcluſiviſchen Friſt. Nach dem Eintritt dieſes Ter— mins verlieren alle nicht eingelöſten Staatskaſſenſcheine der bezeich— neten Art ihre Gültigkeit und alle Anſprüche aus denſelben an die herz. Kaſſen ſind erloſchen. Nach Ablauf von drei Monaten, wäh— rend welcher alle herrſchaftl. Kaſſeverwaltungen fragliche Scheine ein- löſen, findet die Einlöſung allein bei der herz. Staatsſchulden-Ver⸗ waltungskaſſe zu Deſſau, und zwar nur am 1. und 3. Dienſtage je⸗ den Monats ſtatt.— II. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection vom 9. März, daß mit dem 15. d. M. zu Waldmichelbach eine Poſt— expedition in Wirkſamkeit tritt.— III. Umlage von 333 fl. in der israelitiſchen Religionsgemeinde zu Michelſtadt für 1857.— IV. Um⸗ lagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der isrgelitiſchen Religions— gemeinden im Kreiſe Mainz für 1857 reſp. 1857/59.— V. Desgl. im Kreiſe Vilbel für 1857.— VI. Umlagen zur Beſtreitung der Communalbedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Neuſtadt für 1857.— VII. Desgl. im Kreiſe Schotten.— VIII. Desgl. im Kreiſe Offenbach.— IX. Dienſtnachrichten: S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 2. Febr. dem Pfarrvicar Alefeld zu Niedermodau die ev. Pfarrſtelle zu Großwinternheim zu übertragen; 4. den Oberrechnungs-Probator Krömmelbein, unter Entbindung von ſeiner gegenwärtigen Dienſtſtelle, zum Secretär, Regiſtrator und Protokolliſten bei der Brandverſicherungs⸗Commiſſion, mit dem Amts- titel„Brand⸗Verſicherungs⸗Secretär“ zu ernennen, den Schulvicaren Velte zu Dodenau, Ploch zu Heidelbach und Haun zu Harxheim die ſeither von ihnen proviſoriſch verſehenen Schulſtellen(beide erſtere evang., letztere kath.) an dieſen Orten zu übertragen, den von dem Herrn Fürſten zu Löwenſtein⸗Wertheim-Roſenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach⸗ Schönberg auf die evang. Pfarrſtelle zu Rimhorn präſentirten Mitprediger und Schullehrer Geilfus zu Zwingenberg für dieſe Stelle zu beſtätigen; 21. den Regierungsacceſſiſten Knorr von Darmſtadt zum Miniſterial⸗Secretariatsacceſſiſten bei dem Mini⸗ ſterium des Innern, den Dr. med. Baur aus Dornberg zum Aſſi⸗— flenzarzt bei der akademiſch-chirurgiſchen Klinik zu Gießen zu ernen— nen, Hofgerichtsrath Zimmermann zu Darmſtadt die Nebenſtelle eines 3. Mitglieds bei der Brandverſicherungscommiſſion zu über— tragen; 24. den Oberförſter Preuſchen zu Grebenhain zum Oberför— ſter in Ernſthofen und den Forſtcandidaten, dermaligen Revierförſter in Gräflich Solms-Rödelheimiſchen Dienſten, Hartmann zu Bein— hards zum Oberförſter in Grebenhain, den Freiherrn Ludwig von Trotha zum Kammerherrn; 27. den Stadtgerichts-Aſſeſſor Friedrich Freiherrn v. Rotsmann zu Gießen zum Kammerjunker zu ernennen; 3. März dem Schulvicar Muhl zu Rimbach die 1. ev. Schulſtelle zu Watzenborn, und am 5. dem Notar Dr. Phildius zu Wörrſtadt die Notarſtelle für den Notariatsbezirk Pfeddersheim-Worms, mit dem Amtsſitze zu Pfeddersheim, zu übertragen.— X. Charakterertheilun— gen: am 13. Febr. dem Lehrer an der 1. ev. Stadtmädchenſchule zu Darmſtadt, Freiprediger Guntrum, dem Lehrer an der 2. Abth. der 1. höheren Mädchenſchule, Freiprediger Göhrs, dem ev. Pfarramts— Candidaten, Freiprediger Höfer daſelbſt, dem Lehrer an der J. Abth. der 1. Stadtknabenſchule daſ., Freiprediger Ewald, dem Lehrer an der 1. Abth. der 1. höheren Mädchenſchule daſ., Freiprediger Wag— ner, dem Lehrer an der 1. Abth. der 2. höheren Stadtmädchenſchule daſelbſt, Freiprediger Dingeldey, dem Lehrer an der 1. Stadtknaben— ſchule zu Gießen, Freiprediger Lips, dem Lehrer an der 1. Stadt— mädchenſchule zu Gießen, Freiprediger Balſer, dem Pfarramts-Can— didaten und Lehrer an der 2. Abtheil. der 1. Stadtmädchenſchule zu Darmſtadt, Strack, und dem Pfarramts-Candidaten und Lehrer an der 2. Stadtmadchenſchule zu Gießen, Krug, als„Mitprediger“; am 6. März dem Medicinalrakh Ur. Gröſer zu Mainz als„Geh. Me⸗ dicinalrath“.— XI. Dienſtentbindungen: am 21. Febr. den Aſſiſtenz⸗ arzt bei der akadem.⸗chirurgiſchen Klinik zu Gießen, Dr. med. Seriba, auf Nachſuchen; desgl am 5. März den Notar Schröder zu Pfed— dersheim.— XII. Concurrenz für: die ev. 4. Pfarrſtelle zu Darm— ſtadt mit 1100 fl., die ev. Pfarrſtelle zu Wörrſtadt mit 1484 fl., die evang. Schulſtelle zu Steinperf mit 217 fl. nebſt 4. Stecken Holz für Heizung des Schullokals.— XIII. Geſtorben am: 26. Jan. evang. Schullehrer Kauß zu Rohrbach, 7. Febr. Geh. Regierungsrath Heim zu Darmſtadt, 12. Arreſthauswächter Schell zu Alzey, penſ. Ober- einnehmer Heckler zu Bensheim, 17. Gymnaſtaldirektor und Ober— ſtudienrath Ur. Dilthey zu Darmſtadt, 20. Kreisarzt Dr. Weber zu Lauterbach, 5. März ev. Schullehrer Trautmann zu Weinolsheim, 6. Militärpenſionär und Dammwärter Lemſter zu Niederingelheim, 14. Landgerichts-Aktuar Dornſeiff zu Biedenkopf. Verſchiedenes. Mittel gegen den Brand im Waizen. In den Annales de P' Agriculture wird außer der Zweck— mäßigkeit einer Gemengeſaat von verſchiedenen, jedoch zu einander paſſenden Waizenſorten, nachgewieſen, daß der Brand im Waizen ſich nicht allein durch brandige Saat fortpflanzt, ſondern daß dies auch durch Dünger geſchieht, in welchem ſich Stroh von brandigem Waizen befindet. Dabei wird das Waſchen ſolches Saat-Waizens in einer Auflöſung von 16 Pfund Glauberſalz in 90 Quart Waſ— ſer empfohlen. Der Waizen wird hierin lebhaft umge— rührt, wobei die brandigen Körner obenauf ſchwimmen und weggenommen werden. Nach dem Abtropfen wird der brauch— bare Antheil mit Kalkſtaub beſtreut und damit ſo lange durchgearbeitet, bis ſich jedes Korn mit Kalk überzogen hat. Ein neues Kummet. Der Riemer- und Sattler— meiſter Dedering in Berlin hat ein Kummet erfunden, welches die neue und eigenthümliche Vorrichtung beſitzt, daß ſeine Höhe und Weite verändert und dadurch daſſelbe für jedes Pferd von jeder Größe paſſend gemacht werden kann. Aſſiſen⸗ Verhandlungen für OSberheſſen. II. Quartal 1857. Hauptgeſchworne: 1) Ludwig Henkel, Müller von Kombach.— 2) Heinrich Löbſack, Beigeordneter von Steinheim.— 3) Georg Hold, Gaſtwirth von Laubach.— 4) Friedrich Koch, Landwirth von Lindheim.— 5) Johannes Pauli II., Landwirth von Heldenbergen.— 6) Mathäus Wittich II., Landwirth von Rendel.— 7) Ferdinand Stapp, Poſt⸗ halter von Biedenkopf.— 8) Georg Karl Windecker, Colonialwaaren— händler von Gießen.— 9) Ur. Wilhelm Braubach, Profeſſor von Gießen.— 10) Conrad Noß VII., Landwirth von Wolf.— 11) Con⸗ rad Becker, Landwirth von Dannenrod.— 12) Heinrich Klaus III., Landwirtb von Florſtadt.— 13) Conrad Birx II., Oeconom von Ulrichſtein.— 14) Jacob Köhler I., Spediteur von Gießen.— 15) Anton Wege, Landwirth von Allendorf bei Gladenbach.— 16) Da— niel Bender, Poſthalter von Butzbach.— 17) Theodor Lotz, Bier— brauer von Gießen.— 18) Meier Bock II., Kaufmann von Lich.— 19) Heinrich Zulauf II., Oeconom von Eudorf. 20) Ephraim Engel, Ellenwaarenhändler von Echzell.— 21) Georg Heinrich Breu— ning II., Landwirth von Lauter.— 22) Jacob Kleemann II., Land— wirth von Rodheim, Kreis Vilbel.— 23) Johannes Schmidt VI., Müller von Eichelſachſen.— 24) Gottfried Rapp II., Müller von Homberg.— 25) Heinrich Otterbein, Landwirth von Fraurombach. — 26) Friedrich Kraft III., Landwirth von Dauernbeim.— 27) Friedrich Dietz, Müller von Inhaiden.— 28) Johannes Runzheimer 1. Landwirth von Rüchenbach.— 29) Louis Staudinger, Oeconom von Appenrod.— 30) Johannes Schmidt, Landwirth von Ermenrod. Bekanntmachungen von Behoͤrden und P E diet aan g. [574] I. Nachbezeichnete Immobilien ſollen ver- dußert werden z da jedoch die dabei genannten Beſitzer, beziehungsweiſe deren Erben, das Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen können, ſo werden etwaige Dritte, welche Anſprüche an die veräußerten Objekte bilden wollen, insbe⸗ ſondere die unten bei 3 4 D 10 und E 11 erwähnten Perſonen, oder deren Rechtsnachfol⸗ ger, aufgefordert, ſich binnen 6 Wochen bei dem unterzeichneten Landgerichte zu melden, widrigenfalls, ſoweit nöthig, nach vorheriger Uebertragung auf den Namen der Veräußerer, die Beſtätigung der Verträge erfolgen und der Eintrag ins gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt werden wird: A. Gemarkung Beienheim: 1) Heinrich Breidenbach: Flur I Nr. 472. 493. 537. 602. 673. 719. II. 78. 142. III, 25 293 9. 298. V. 165. 437. VI. 92 und 244. 2) Konrad Lind Erſter: Flur I. Nr. 293. 294. 416. 467. 576. 703. 725. II. 53. III. 8. 117. 186.291. IV. 251. V. 153. 167. 181. 306. 308. 377. 384 480. 549. 568. VI. 25. 212. 251. 252 und 304. 3) Johannes Stein: Flur I Nr. 120. 209. 645. 746. III. 235. 322. V. 404. 451. 508. 531. VI. 106. 110. 119. 153. 217,5. 334. 360 und 418. B. Gemarkung Ilbenſtadt: 4) Katharina und Charlotte Klein: Dieſe insbeſondere ohne den erbſchaftlichen Erwerb und die Abfindung ihrer Miterben ur⸗ kundlich nachweiſen zu können: Flur I Nr. 91,2. 91,5 und 92 Hofraithe und Garten. C. Gemarkung Niedermörlen: 5) Heinrich Schlitz, Dritter: Band 1 Nr. 532/50, II 283/56 a. III 359/17, 375/ da. 6) Anton Möbs, Zweiter, Band II 174/53. III 74/9 b. 479/53. D. Gemarkung Obermörlen: 7) Der Vorige: Band III 183/19. XIII 831/26. 695/10 u. 11. 8) Johannes Schlitz Zweiter: Band V 266/12. IX 323/9. 9) Johannes König Zwölfter: Band VII Nr. 145/38. 10) Jobannes Geck Erſter: Band III Nr. 389,1. VIII 73/34, IX 63/29. XIII 478/25. VIII 14/71, noch auf dem Namen der Philipp Geck des Erſten Wittwe und II 773/126, XI 319/65, noch auf dem Namen der Philipp Geck des Zweiten Kinder im Flurbuch ſtebend, aber ſchon länger als 30 Jahre im ungeſtörten Beſitz der Johannes Geck des Erſten Eheleute befindlich. E. Gemarkung Niederwöllſtadt: 11) Philipp Schütz Erſter zu Ober⸗ wöllſtadt: Flur XVIII Nr. 381, 736. XIX 653 auf Philipp Schütz ohne Beizeichen im Grundbuch eingetragen. F. Gemarkung Södel: 12) Heinrich Weiß des Zweiten Wittwe: Flur V Nr. 436. II. Nach dem Gerichts⸗Hypothekenbuch ent⸗ liehen Friedrich Karl Wasmuth und deſſen Ehe⸗ frau, Maria, geb. Rodaug, von Friedberg, bei Philipp Hofmann daſelbſt am 29. Dezember 1818 die Summe von 500 fl., gegen Ver⸗ pfändung ihres Wohnhauſes 13/73 Nr. 57 auf der großen Straße und an demſelben Datum, gegen Nachhypothek auf das bezeichnete Haus, Zweihundert Gulden bei der Mutter des An- leihers. Die Hypotheken ſollen abgetragen ſein, die quittirten Originalſchuldurkunden können aber nicht beigebracht werden, und ergeht deß⸗ halb Aufforderung an alle Berechtigten ihre 126 Anſprüche aus den oben erwähnten Verpfän⸗ dungen binnen Wochen geltend zu machen, widrigenfalls ſolche für er⸗ loſchen erachtet werden und die Löſchung in den Hypothekenbüchern erfolgt. Friedberg am 31. März 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. N v. Preuſchen, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Oeffentliche Aufforderung. [514] Heinrich Schmidt von Hochweiſel, ge⸗ boren 1771, Sohn des Johann Peter Schmidt daſelbſt, ſeit vielen Jahren ohne Nachricht ab⸗ weſend, hat einige bereits mehrfach in Erbgang gekommene, auf Peter Schmidts Erben und Heinrich Schmidt I. Namen ſtehende Immobi⸗ lien hinterlaſſen, bezüglich derer jetzt von der Ehefrau des Konrad Zimmer, Margaretha, geb. Zeiß, und den Kindern zweiter Ehe des Peter Jeiß Eintrag des Erwerbtitels in das Muta⸗ tionsverzeichniß beantragt wird. Etwaige Anſprüche an dieſe Immobilien, worüber Extract zur Einſicht dahier vorliegt, ſind binnen zwei Monaten ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt, erkannt werdender Verſchollenheitserklärung vor⸗ gängig, der Nachlaß den genannten Erben über⸗ laſſen und ihrem geſtellten Antrage ſtattgegeben wird. Butzbach am 23. März 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Ebel, Muth, a Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Edictalla dung. [5511 Die Erben des Nikolaus Blecher Erſter zu Oberrosbach haben folgende Grundſtücke in Ober- und Niederrosbacher Gemarkung: Flur Nr. 10,1161, 1162, 3/222, 6/55 4,5, 6/654, 12/205, 13/326, 9/930, 14/70,5, 14/70, 20,392, 19/26,5, 21/194, 19/26, 2/220, 4,132, 5722 verkauft, ohne urkundlichen Eigenthums nachweis zu beſitzen. Etwaige Anſprüche Dritter an dieſe Grundſtücke, welche zum Theile irrthüm⸗ lich auf fremdem Namen im Flurbuch ſtehen, von den betreffenden Perſonen aber als Eigen⸗ thum des Nikolaus Blecher I. anerkannt find, müſſen binnen Wochen geltend gemacht werden, widrigenfalls die Be⸗ ſtätigung der Kaufbriefe ſowohl, als die erfor⸗ derlichen Einträge in das gerichtliche Mutations⸗ verzeichniß vollzogen werden. Friedberg am 25. März 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. Verh. Gr. Landr.: v. Preuſch en, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Edietalla dung. [5751 Die Erben der Anton Burk des Zweiten Wittwe zu Obermörlen haben die auf deren Namen ſtehenden Immobilien in Obermörler Gemarkung ſchon vor beinahe 20 Jahren ver⸗ kauft, die ſpäter beantragte Beſtätigung der Kaufbriefe hat aber Anſtand gefunden, weil die Unterſchriften ſämmtlicher Betheiligten nicht mehr beigebracht werden konnten, insbeſondere die mitbetheiligte Ehefrau des Johannes Gröninger von Ockſtadt und nach ihr auch ihr Bevollmäch⸗ tigter Ludwig Plat daſelbſt ausgewandert waren. Auf Antrag werden nunmehr alle Diejenigen, welche etwa noch Erbanſprüche an den Nach⸗ laß der Anton Burk des Zweiten Wittwe bil⸗ den wollten, auch die erwaͤhnte Johannes Grö⸗ ningers Ehefrau oder deren Rechtsnachfolger, rivat⸗Anzeigen. da ihr Aufenthalt unbekannt iſt, hierdurch auf⸗ gefordert, ſich binnen drei Monaten bei unterzeichneter Stelle zu melden, wibrigen⸗ falls ohne Rückſicht darauf und unter gerichtlicher Supplirung der fehlenden Unterſchriften, ſoweit nöthig, die Beſtätigung der Kaufbriefe erfolgen und wegen der Einnahme und Verwendung der Kaufſchillinge geeignete Verfügung getroffen werden wird. Friedberg am 27. März 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. R e 5 v. Preuſchen, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Holz verſteig erung. 1619] Freitag den 24. April J. J., Vormit⸗ tags um halb 9 Uhr, ſoll im Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Dachsbau, nachſtehen⸗ des Holz, als: 162% Stecken Buchen⸗Prügelholz I. Kl. 47„ Eichen⸗ 1 22„ Buchen⸗Stockholz, 1* Eichen⸗ 5 20805 Buchen⸗Durchforſtungs⸗Wellen I. Kl., 200 Eichen Wellen, 4 Wagen 5½ Läſte allerlei Leſeholz, ſodann 26 Stämme Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz von 10 bis 40 Fuß Länge und 12 . bis 22 Zoll Durchmeſſer, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 15. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. Dünger Verſtei gerung. 1637] Donnerſtag den 23. l. Mts., Nachmit⸗ tags um 6 Uhr, wird an Ort und Stelle an dem Faſelſtall in der Uſa⸗Vorſtadt eine Parthie Dünger meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 16. April 1857, Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben der. Hen di ef e rung. 1638) Donnerſtag den 23. I. Mts., Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern von 70-80 Centner Heu für die ſtädtiſchen Faſelochſen an den Wenigſtneh⸗ menden verſteigert. Friedberg den 17. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Frucht Verſteigerung. 639] Donnerſtag den 23. I. Mts., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Ar- menfonds 5060 Malter Korn und 20-30 Malter Gerſte zweimalterweiſe an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert. Friedberg den 17. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Hor lee x ſt i ge x un g. [640] Mittwoch den 6. Mai l. J., Vormittags 10 Uhr, kommen in der Oberförſterei Wehr⸗ heim, Gemarkung Cransberg, zur Verſteigerung: I. Im Domanialwalddiſtrikt Kuhhardt 2. Theil: 1499 Cbf. Eichen⸗Bauholz, 2 Klftr.„ Scheitholz, 6„ Buchen⸗ 1 9525 Stück gemiſchte Wellen, 1 Karren Schlagabraum, II. Im Domanialwalddiſtrikt Kuhhardt 3. Theil: 150 Stück Hopfenſtangen, 1400„ Nadelholzwellen. Der Anfang iſt im Diſtrikt Kuhhardt 2. Theil. Usingen den 17. April 1857. a Herz. Naſſ. Receptur Reichmann. Immo Verſtei ON. 1 2 Ima⸗ Main Weſer⸗ Bahn. 1641] Die Lieferung von 1500 Stück Kiefern- wellen ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden, worüber die Bedingungen bei der un⸗ terzeichneten Stelle zur Einſicht offen liegen, an welche die Gebote bis den 27. April l. J., des Vormittags 10 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift verſehen„Wellenlieferung betref— fend einzureichen find. Gieſſen den 17. April 1857. Großherzogliche Magazins-Commiſſion Sande ere Fruchtverſteigerung. 1642] Dienſtag den 28. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden im Amthauſe dahier 30 Malter Waizen und 160„ Korn an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Ockſtadt, den 19. April 1857. Freiherrlich von Franckenſtein'ſches Rentamt Tröſch. nen g. 1643] Samſtag den 25. d. Mts. werden in verſchiedenen Diſtrikten und zwar: a) in den Straßbeimer Hecken: 10762 Stück Eichen- und Birken⸗Wellen, b) an der Sandgrube: 2288 Stück Birken- und Weiden⸗Wellen, 325„ Ginſtern-Wellen, c) an der Haide: 75 Tannen-⸗Wellen, d) unter der Querſchneiſe: 2 Buchen⸗Stämme= 116 Cbf., e) oben am Gemeindewald: 3 Eichenſtämme= 67 Cof. an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Zuſammenkunft und Anfang Vormittags 9 Uhr in den Straßheimer Hecken. Ockſtadt den 19. April 1857. Freih. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Tröſch. Immobilien-Verſteige rung. 1644] Montag den 27. l. M., Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe auf An- trag der Guſtav Gerlach'ſchen Eheleute dahier nachſtehende ihnen eigenthümlich zuſtehende Immobilien einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: Gemarkung Friedberg: O.⸗N. Fl. Nr. d. Grſt.[Klft. 1 1 242 38,8 Hofraithe in der Stadt, 69,3 deßgleichen, gibt abgelöſte Tilgungs⸗ rente 1 fl. 48 kr. und 54 kr., 2 2 32⁵ 3 2 326 abgelöſte Tilgungsrente 41 kr. Friedberg den 18. April 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Der Vorſteher Be ochskerzen Wilhelm Fertſch. Hartmann Salzmann, Glaſermeiſter, 1630) empfiehlt alle Sorten Spiegel, Gold-, braune, Barock- und Holzrahmen, ſowie Gold— leiſten zu ſehr billigen Preiſen. Nauheim im April 1857. Eine Wohnung [645] für eine Familie hat zu vermiethen Gu ſt av Gerlach. 15,2 Hofraithe, gibt Anfertigung von Röcken, Hoſen und Weſten alsbald erhalten. pedition. 127 fluter Garantie der Aechtheit. 7 5 e— Dr. Borchardt S aromat.-mediz. 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Der ehrliche Finder wird 1— gebeten, es bei der Expedition d. Bl. gegen eine gute Belohnung abzugeben. 13. Dem hl. B. u. Schneidermeiſter Johann Heinrich Mulch ein S., Heinrich, geb. 30. März. 13. Ein unehl. S., Georg Wilhelm Fried⸗ rich, geb. 7. April. Beer digte. 8 7 Katharina Eliſabeth Bauer, alt 34 J. Geld⸗ Cours. Frankfurt, am 18. April 1857. Piſtolen ff. 941%½-4% Friedrichsd' or 9 56-57 Holländiſche 10 fl. Stücke[ 9 47½48½ Rand⸗Ducaten. 8„ 5 34 20 Frankſtücke f 9 19 +-—20 Eugliſche Souverains.“ 11 40-44 Preußiſche Thaler 8 5E— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 145 ¼⁵.% 5 Fres! Thaler f, 2 20-7 Marktberichte. Friedberg, 17. April. Waizen 13 fl. 40 kr.; Korn 9 fl. 45 kr.; Gerſte 8 fl. 40 kr. Grünberg 18. April. Waizen 12 fl. 50 kr.; Korn 10 fl. 9 kr.; Gerſte 8 fl. 45 kr.; Hafer 6 fl. 25 kr.; Erbſen 10 fl. 34 kr. Wicken 7 fl. 40 kr.; Molter 9 fl. 30 kr.; Kartoffeln 4 fl. 19 kr. Frankfurt, 20. April. Weizen 13 fl. 50 kr. bis 14 fl.; Korn 9 fl. 40 kr.; Gerſte 9 fl.; Hafer 5 fl. 20 kr. Mainz 17. April. Waizen 14 fl. 10 kr.; Korn 10 fl.; Gerſte 8 fl. 45 kr. Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 22. bis 28. April. S 5[Fried⸗ Butz⸗ 8 Brod-⸗Preiſe. berg.] bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod,/ Korn- f und ½ Gerſtenmehl 31 23 2 2 1„„ 6 31 61 3 . 1„„ 13 213 2 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1% Korn⸗ u. ½ Waizenmehlf 33 3 3 2 15„ 7 N 2 72 4 17 1 55 15— 15— Loth Lot 2Milchbreoo s 11441* —[Waſſer weck 11514—— Gemiſchte(Tafel-) Brod 1 5 115 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſchch h.. 142142 1 Kuhfleiſch, gemäſtetes. 11 2 1 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 1 Schweinefleiſch.. 16— 16— 1 Hammelfleiſhh. 11/21 2 1 Kalbfleiſ h 6 2 6.2 1 Schaaffleiſhche 17—4—— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bratwurſt 21321 2 21 2 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1 Geräucherter Speck. 31 2 3112 1 Dörrfleiſ hh 21 2 212 1 Schinken 23 2232 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27227 2 1„ unausgelaſſen 23 223 2 1 Nierenfett. 22 11Hammels fett 166— 1161— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seppel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. baupoliz Na ſtehenden erforderli gung hie 9 Art. 132 henden e 9 waltung das Un Abände führung ſorießu. 0 längerur mehrerer fleinerm Theilen, Dachſtuh lich iſt, Unt ang, Vorſcht 5 Stein 1 bis min von Ste ſteinen en Di hörigen leben der Für D