0 Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum W. neee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n e e fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr Nu 15. Freitag, den 20. Februar. 1 837 Anitlicher Theil. Von den Regierungsblättern ſind zu publiziren. Nr. 44 von 1886 sub 1. Nr. 45 sub 1, 2, 3, 4, 6. Nr. 1 von 1857 Sub 1, 2, 3, 4, 5. Nr. 2 sub 2. Nr. 3 sub 1, 2. Nr. 4 sub 1, 2 5, 4, 7. Nr. 5 sub 2. Friedberg, am 17. Februar 1857. Großberzogliches Kreisamt Friedberg In Verbinderung des Kreisraths: de Beaucla ür, Kreisaſſeſſor. Berichtigung. Ju der mit unſerem Ausſchreiben vom 11. Februar d. J., Nr. 14 des Int.-⸗Bl., mitgetheilten Bezirkseintheilung iſt ein Druckfehler unterlaufen, indem im 2. Bezirk Münzenberg fehlt und ſtatt deſſen Rockenberg doppelt aufgeführt ut. Es fällt daher Rockenberg einmal aus und iſt dafür Münzenberg einzuſchalten. In der polizeilichen Bekanntmachung vom 14. Februar, Int.⸗Bl. Nr. 14, lies in der 8. Zeile ſtatt bevorſtehenden „beſtehenden“ Regulative. Friedberg den 19. Februar 1857. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. In Verhinderung des Kreisraths: de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Auszug aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte. Nr. 4 vom 5. Febr.(Schluß.) V. Bekanntmachung Gr. Oberzolldirection vom 12. Jan., welche mit Bezug auf die Verord— nung vom 1. Nov. 1856, die Abänderung des Vereinszolltarifs be— treffend, ſowie die Bekanntmachung vom 4. Nov. 1856, den Vereins- zolltarif betr., zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß das den Gr. Zollämtern zum Amtsgebrauch zugegangene amtliche Waarenverzeich— niß zur Anwendung des mit dem 1. Jan. d. J. bis auf Weiteres in Wirkſamkeit getretenen Vereinszolltarifs von dem Publifum, ſoweit der deßfallſige Vorrath reicht, durch Vermittelung der Gr. Haupt- zollämter Mainz, Offenbach und Gießen gegen Erſatz der Koſten, außerdem aber auch im Wege des Buchhandels bezogen werden kann. — VI. Bekanntmachung derſelben Behörde vom 17. Jan., welche mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 20. Juli 1853, den Vertrag wegen Fortdauer und Erweiterung des Zoll- und Handelsvereins und den zwiſchen Oeſterreich u. Preußen abgeſchloſſenen Handels- und Zollvertrag betr., ein Gleiches hinſichtlich des amtlichen Waarenver— zeichniſſes zu den vom 1. Jan. 1857 an im Zollverein beim Verkehr niß bringt.— VII. Bekanntmachung Gr. Oberrechnungskammer vom 19. Jan., wornach ſich aus den in 1856 vorgekommenen, ver— ordnungsmäßig der Vergütung für die Beſoldungs- u. Penſions⸗ Naturalien zur Grundlage dienenden Fruchtverkäufen der Durchſchnitts⸗ preis eines Malters von 47,23 Malter Waizen auf 14 fl. 32 kr., 23,835 M. Korn 11 fl. 45, 35,969 ½ M. Gerſte 8 fl. 38, 10,658 ½ M. Hafer 4 fl. 54 kr., folglich der Werth von 100 fl. Naturalien auf 225 fl. 19 kr. berechnet, für welchen, nach der Verordnung vom J. Febr. 1827, 115 fl. zu vergüten ſind.— Der Zuſatz für Holz, nach der Verordnung vom 13. Oct. 1840 und dem Tarif vom 24. Oct. 1856, beträgt 1 fl. 15 kr. von je 100 fl. Beſoldung.— VIII. Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religions- gemeinden im Kr. Offenbach für 1857.— IX. Aufbringung der Be⸗ dürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinde zu Offenbach für 1857 von 1600 fl. und 150 fl. von den Landgemeinden Beitrag zur Be— ſoldung des Rabbiners.— X. Abweſenheitserklärung, den Jacob Krohl, Bäckergeſellen aus Jugenheim(Rheinheſſen) betreffend.— mit Oeſterreich gültigen Tarifsbeſtimmungen zur allgemeinen Kennt- XI. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnä— Guſtav Adolf Stiftung. An die evangeliſchen Bewohner der Stadt Friedberg. Da es ſich einerſeits herausgeſtellt hat, daß viele ev. Bewohner hieſiger Stadt noch keine Mitglieder des Guſtav— Adolf. Vereines ſind, und andererſeits ſchon mehrfach der Wunſch gegen uns ausgeſprochen worden iſt, daß doch wieder einmal eine Subſcriptionsliſte zu jährlichen Beiträgen für dieſen Verein herumgeſchickt werden möge, ſo haben wir uns in Ermangelung eines Stadt-Vereins-Vorſtandes entſchloſſen, dieſem Wunſche um ſo mehr jetzt zu entſprechen, als wie bekannt unſere dießjahrige Verſammlung in hieſiger Stadtkirche gehalten werden ſoll und es gewiß in hohem Grade erfreulich wäre, wenn dabei alle Gemeindeglieder auch als Vereinsgenoſſen erſcheinen könnten. Indem wir nun, mit herzlichem Danke gegen die betreffenden Herren, bekannt machen, daß die weltlichen Mit— giieder des evangeliſchen Kirchenvorſtandes dahier ſich freundlichſt bereit erklärt haben, einen Guſtav-Adolf-Umgang durch die Stadt zu halten und dabei an jeder Thüre anzuklopfen, neue Mitglieder aufzunehmen und zugleich die Bei— träge für das laufende Jahr zu erheben, bitten wir Alle, bei denen ſie erſcheinen werden, brüderlich ſie zu empfangen als Solche, die ein Werk der heiligen Liebe treiben, und ihr Scherflein, ſei es nun groß oder klein, williglich darzu— bringen dem Herrn zu einem ihm wohlgefalligen Opfer.— Sollte irgend Jemand, was beſonders die ledigen Brüder und Schweſtern auf ſich zu beziehen gebeten ſind, überſehen werden, ſo wolle er es als gewiß unabſichtlich entſchul— digen und ſeinen Beitritt zum Verein und die Größe ſeines jährlichen Beitrags unſerm mitunterſchriebenen Secretär gefälligſt zur Anzeige bringen, beziehungsweiſe den Beitrag ſelbſt übermachen. Friedberg den 13. Februar 1857. Der Vorſtand des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav-Adolf Stiftung Fr. Schwabe, Präſident. Dr. Matthias, Secretär. p 58 digſt gerubt: am 7. Jan. den prov. Kreisbauaufſeher Rheininger,] präſentirten Pfarrvicar Schüler zu Vilbel für dieſe Stelle zu beſtätigen; derm. zu Oppenheim, zum Kreisbauaufſeher daſ., und den Kreisbau⸗ 15. Jan. den Geheimenrath Goldmann zu Darmſtadt zum vorſitzenden aufſebers⸗Candidaten Härter zu Nidda zum Kreisbauaufſeber in Er⸗ bach, ſodann den Arbeiter in der Centralwerkſtätte der Main-Neckar⸗ Eiſenbahn Schroth zum Maſchiniſten bei dem Dorbeimer Braunkoh⸗ len⸗Bergwerk zu ernennen; 10. Jan. dem Schulvicar Oickerſcheid zu Heldenbergen die kath. Schulſtelle zu Erbesbüdesheim, zu übertragen; 13. Jan. den Lehrer an der Realſchule zu Gießen und außerord. Profeſſor Dr. Weigand zum Director dieſer Realſchule zu ernennen, dem Pfarramtscandidaten Diehl aus Gießen die von ihm ſeither prov. verſehene Rectoratsſtelle zu Schotten, dem Schullehrer Horn⸗ mann zu Reinhardshain die evang. Schulſtelle zu Beltershain, dem Schulvicar Kanz zu Freiweinheim die von ihm ſeither proviſoriſch verſehene Communalſchule daſ. zu übertragen, den von dem Herrn Furſten zu Iſenburg⸗-Birſtein auf die evang. Pfarrſtelle zu Götzenhain Mitgliede der Civildiener⸗Wittwenkaſſe⸗Commiſſion zu ernennen, dem Pfarrvicar Eckſtein zu König die 1. evang. Knabenſchule in Auerb ach zu übertragen.— XII. Charakterertheilung: am 30. Dec 1856 den Geſchäftsträger am K. Preuß. Hofe, Miniſterialſecretär. v. Biege⸗ leben als„Legationsrath“. XIII. Dienſtentlaſſung: am 17. Jan. der Rabiner Dr. Adler zu Alzey auf Nachſuchen.— XIV. Verſetzung in den Ruheſtand: am 2. Jan. Oberförſter Saurmann auf der Nico⸗ lauspforte.— VX. Geſtorben: am 25. Dec. 1856 kath. Schullehrer Illy zu Erbesbüdesheim, evang. Pfarrer Dingeldey zu König, 29. Dec. Hofſtallſecretär Zimmer zu Darmſtadt, 30. Dec. penſ. Förſter Lupus zu Gräfenhauſen.— Berichtigung. Landgerichtsdiener Reuter zu Seligenſtadt iſt nicht am 9, ſondern am 8. Juli 1856 geſtorben. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Aufforderung. L188] Alle Diejenigen, welche noch Forderun⸗ gen an die Stadt Friedberg und den Auguſti⸗ ner Schulfond dahier für Arbeiten oder Liefe- rungen aus dem Rechnungsjahr 1856 zu ma⸗ chen haben, werden hiermit aufgefordert ihre Rechnungen auf vorſchriftsmäßigem Formular längſtens bis Ende d dieſes Monats bei dem Unterzeichneten einzureichen, indem ſpäter ein- geſandte Rechnungen nicht berückſichtigt werden können. Friedberg den 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Oeffentliche Aufforderung. 11921] Da die Erben der Chriſtian Engels Wtw. zu Friedberg das Eigenthumsrecht dieſer an den ihr im Flurbuche hieſiger Stadt zugeſchrie⸗ benen Grundſtücken II/96. V/S2. V/128. ur⸗ kundlich nicht nachweiſen können, ſo werden Alle, welche daſſelbe nicht anerkennen und reſp. ein beſſeres geltend machen wollen, aufgefordert, ihre deßfallſigen Anſprüche binnen 6 Wochen dahier zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls die von den Erben beabſichtigte Theilung be— ſtätigt und der erforderliche Eintrag in das gerichtliche Mutations⸗Verzeichniß verfügt wer⸗ den wird. Friedberg den 30. Januar 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg In Verh. d. Landr.: v. Preuſchen, Landgerichts aſſeſſor. v. Lepel, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Holz ver ſt ee ig er unn g. [194 Dienſtag den 3. März l. J., Morgens 11 Uhr, und nöthigenfalls am folgenden Tage kommen in dem Domanialwald, Diſtrikt Streit— wald I. Theil, Gemarkung Cleeberg, zur öffentlichen Verſteigerung: 109 Stämme Eichen⸗ Bauholz von 5483 Cubikfuß, Buchen ⸗Werkholz(Achſen) von 164 Cubikfuß, 14% Klafter Buchen⸗Scheitholz, 14„ 2„ Prügelholz, 25„ Eichen ⸗Scheitholz, 13„ Prügelholz, 1276 Stück Eichen⸗Wellen, 1725 Buchen⸗ 700„ gemiſchte Wellen, 63„ Gerüſtſtangen, 40½ Klafter Stockholz. Das Stammholz kommt zuerſt zur Verſtei⸗ gerung. Uſingen den 9. Februar 1857. Herzogl. Naſſ. Receptur Reichmann. Holzverſteigerung. [211] Montag den 23. Febr. l. J. Morgens halb 9 Uhr anfangend, ſollen in dem Gemeinde⸗ wald Niederrosbach, im Diſtrikt Bauwald, nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. 1) 95½ Stecken Eichen⸗Scheit⸗ u. Werkholz. 2) 26 75„ Prügelholz. 3) 123%„„ Stockholz. 4) 1338 Eichenaſtwellen, ſodann 5) 42 Eichenſtamm⸗Klötzer bis 43½“ Düurch⸗ meſſer und 41“ Länge. Bemerkt wird noch, daß dieſe Eichenſtamm⸗ Klötzer wegen ihrer vorzüglichen Dickung ſich ſehr gut zu Bau- und Werkholz eignen, und auch ſehr günſtig zum Abfahren liegen. Die Zuſammenkunft iſt am ſogenannten Hüh⸗ nerpfad, wo ſich das zum Verkaufe kommende Gehölz befindet. Der Anfang wird mit dem Brennholz ge⸗ macht, und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum Monat Auguſt l. Ju geſtattet. Die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien wer⸗ den um gefällige Bekanntmachung erſucht. Niederrosbach, am 14. Febr. 1857. Großherzogliche e Niederrosbach s ft. Bekanntmachung. 12201 Die unterm Geſtrigen abgehaltene Holz⸗ verſteigerung hat die vorbehaltene Genehmigung erhalten, und iſt der erſte Fabrtag auf nächſten Samſtag den 21. d. Mts. feſtgeſetzt. Ockſtadt den 17. Februar 1857. Freih. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ockſtadt Trö ſch. Stroh lieferung. [221] Die Lieferung von 400 Gebund Korn⸗ ſtroh für das 1. Bataillon 4. Jufanterieregi⸗ ments ſoll Freitag den 27. d. M., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, auf dem Summiſſtons⸗ weg vergeben werden. Die Bedingungen lie⸗ gen in dem Verwaltungsbüreau erwähnten Ba⸗ taillons zur Einſicht bereit. Friedberg den 17. Februar 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nicola, Oberquartiermeiſter. Verſchiedenes. Noth wendige Eigenſchaften eines Mini⸗ ſters. Mirabeau hegte gewaltiges Verlangen danach, Miniſter zu werden, mochte aber gleichwohl dieſen Ehr⸗ geiz nicht offen eingeſtehen. Eines Tages befand er ſich in einer Geſellſchaft, in der auch ſein Freund Talleyrand zugegen war, und zählte alle die Eigenſchaften auf, die ſeiner Meinung nach bei den gegenwärtigen ſchwierigen Verhältniſſen ein großer Miniſter haben müßte.—„Ariſto⸗ kratiſche Geburt,“ ſagte er,„und zugleich große Popula⸗ rität; ausgezeichnete Rednergabe und die perſönliche Er⸗ fahrung erduldeter Verfolgungen ꝛc.“— An jedem Zuge dieſes Portrait-Ideales erkannte man leicht das Original, das Mirabeau dabei im Sinne hatte. Als er geendigt hatte, ſagte Talleyrand:„Sie vergaßen eine ſehr weſent— liche Eigenſchaft!“—„Und welche iſt das?“ fragte Mira— beau.—„Er muß blatternarbig ſein,“ entgegnete Talley⸗ rand.— Man weiß, daß Mirabeau dieſe Eigenſchaft in ausgezeichnetem Grade beſaß. 9 Die gewöhnliche Uhr ſoll in einer Stunde 17,160 Mal ſchlagen oder ticken, dies macht täglich 411,840 und jährlich 150 Mill. 424,560 Schläge, wenn man das Jahr zu 365 Tagen und 6 Stunden rechnet. Die Uhr iſt von hartem Metall gemacht; es gibt aber ein merkwürdiges Ding, das bei weitem nicht ſo hart iſt als Meſſing und Stahl, und doch ſchlägt es 5000 Mal in einer Stunde, 120,000 Mal des Tages und 43,830,600 Mal im Jahre. Bisweilen, aber nicht oft, hält es hundert Jahre aus, und wenn dies geſchieht, ſchlägt es alſo 4, 383,600,000 Mal. Man ſollte glauben, das letztere Werkzeug, das ſo weich iſt, würde ſich viel ſchneller abnutzen als das erſtere, die Uhr; aber es iſt nicht der Fall. Jeder hat dieſes kleine Ding, kann es ſchlagen fühlen, denn es iſt— das Herz. Ein Touriſt erzählt, daß er in England auf der Beſitzung eines reichen Lords zwei Pferdeſtälle geſehen habe, wo jeder Stand für die Prachtroſſe mit Gummi elaſticum gepflaſtert geweſen, damit die Herren Pferde einen Erſatz für weichen Raſen unter den Beinen haben. hebe bulfeigter 5 a4 5 Sola N. Gloßherzo⸗ an die MN 1 Euck Schei 7 Sie und Sleck ** Suat 19.00 und Linz 16 la 28 Ef 1 20 1 Burke mange Det An erſt das! und Nuß Oberre Großh Naw⸗ Jork Erie und Washingtol Balt more Columbus, Toledo, Indianopol Anh, Arbor, Cage Mimwaule, St. Wutz Dubugue St. Paul New-Orl. Galbeffon 38] bon And, unter bei mir q Awünſcht er Slädten w. gen Quit Büding Eine 115 del] in ſt ger Wag aufen bei Iriedh, 4 Bekanntmachung. 1222] Montag den 23. J. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, wird an Ort und Stelle an dem Faſelſtall ein ſchlachtbarer Ziegenbock und eine Partbie Dünger meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 18. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg en der. Arbeits ⸗ Verſtei gerung. [223] Montag den 23. l. Mts., Nachmittags um 3 Ubr, werden an Ort und Stelle nach— ſtehende Arbeiten an den Wenigſtnebmenden verſteigert, mit dem Anfügen, daß der Anfang in dem Stadtſchreibereigraben geſchieht, als: 1) das Auswerfen des Grabens im Stadt- ſchreibereigraben und Mühlgräbchen, ver⸗ voranſchlagt zu 10 fl. 30 kr. 2) den Weg im Schützenrain 8“ breit 5“ tief auszubacken, zu plantren und mit Kies zu ebnen, vervoranſchlagt zu 16 fl. 48 kr. Friedberg den 18. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 1224J Freitag den 27. d. M. werden im Schlaß Nr. 17 des bei Oberrosbach gelegenen Großherzoglichen Domanialwaldes Kellerberg an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 1 Stecken Birken⸗, 6¼ Stecken Eichen- Scheitholz; ½ Stecken Buchen⸗, 18 ½ Stecken Birken⸗ und Eichen⸗, 17½ Stecken Nadel-, 1 Stecken Linden⸗Prügelholz; 27½ Stecken Eichen⸗ und Birken⸗, 4½ Stecken Linden⸗Stockholz; 19,00 Wellen Buchen-, 39,25 Wellen Eichen⸗ und Birken⸗, 25,75 Wellen Nadel- und Linden⸗Reiſerholz; 16 Läſte Schlagabraum⸗Holz; 28 Eichen-Stammklötze in der Stärke bis zu 21“ Durchmeſſer und 40“ Länge; 1 Birken ⸗Werkholzſtange und 35 Nadelholz⸗ ſtangen zu Baumpfählen. Der Anfang iſt präcis 8½ Uhr und kommt erſt das Brennholz, dann das Bau-, Werk- und Nutzholz zum Ausgebot. Oberrosbach den 16. Februar 1857. Großberzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bin gmann. Wechſel auf New⸗Jork und Buffalo im Staate New⸗AJork, Erie und Philadelphia„„ Penfilvania, Washington„Diſtrikte Columbia, Baltimore„ Staate Marpland, Columbus, Cleveland, Toledo, Cineinnati* Ohio, Indianopolis,„ 5 Indiana, Ann⸗Arbor, Detroit„„ Michigan, Cbicago.„ Illmois, Milwaukee, Madiſon 5 Wisconſin, St. Louis„„ Miſſouri, Dubuque„* Jowa, St. Paul 1* Minnuſota, New-⸗Orleans„„ Louſſiana, Galveſton 5 1 Texas 138] von mir ſelbſt ausgeſtellt, ſind fortwäh⸗ rend, unter Haftbarkeit des richtigen Eingangs, bei mir zu haben. Auch zahle ich, wenn es gewünſcht wird, Gelder an Leute, die in jenen Städten wohnen aus und beſorge die deßfall⸗ ſigen Quittungen hierher Büdingen im Januar 1857. H. Lismann. Eine zweiſpännige Chaiſe, (215 in ſebr gutem Zuſtande, und ein zweiſpän⸗ niger Wagen mit allem Zugehör ſteht zu ver— kaufen bei Friedberg. Karl Berg. 59 . en 1 9 Gewäſſerten Lapperdan des Schreinermeiſters Jakob er Stamm 1226] à 7 kr. pr. Pfund ſtets vorräthig bei von hier können bei der jetzt ſtattfindenden ge— 5. 8 richtlichen Feſtſtellung und Auseinanderſetzung H. W. Hatteroth. deſſelben nur dann Berückſichtigung finden, wenn ſpecificirte Rechnungen darüber binnen acht Tagen bei den unterzeichneten Vormündern eingereicht werden. Friedberg am 16. Februar 1857. In Auftrag Großb. Landgerichts Friedberg. Die Vormünder: Glaſermeiſter Conrad Jung. Mehlhändler Franz Stamm. 1160] Ein mit guten Zeugniſſen verſehener junger Menſch kann in nichts hafte. einem Gaſtbof als Kellner Lehrling eintreten. Oberrosbach den 18. Februar 1857. Näheres bei der Expedition. L. Rahn, Müllermeiſter. Auswanderer 25 i201 werden jeden Monat am 1. und 15. durch meine Agen⸗ ! uren über Bremen nach allen Häfen von Amerika mit guten Poſt- und Segelſchiffen billig befördert. Die Reiſe bis Bremen wird in einem Tag gemacht. Ueberfahrts⸗Verträge können jeden Tag bei mir oder bei meinem Agenten Herrn L. Wißler in Butzbach abgeſchloſſen werden. G. Fr. Schweitzer in Friedberg, General-Agent für das Großherz. Heſſen. Ein wohlerzogener Junge 1227 aus guter Familie kann in einem Gaft⸗ hofe zu Nauheim als Kellnerlehrling angenom— men werden. Näheres iſt durch die Expedilion d. Bl. zu erfahren. Warn un g. 228] Ich warne hierdurch, Jemanden etwas auf meinen Namen zu borgen, indem ich für Poſt-Dampfſchifffahrt zwiſchen BREMEN& VEVN- TORK durch die Bremer Poſt⸗Dampfſchiffe Hanſa und Germania. [182] Die erſte Expedition findet ſtatt: Germania am 13. März, Hanſa am 3. April. Paſſagierpreiſe einſchließlich freier Bekoöſtigung: .——— . Cajüte: Zwiſchendeck: für jede Perſon über 10 Jahre fl. 240. fl. 100. für jede Perſon unter 10 Jahren fl. 120. fl. 80. Säuglinge unter einem Jahre ſind frei. Nähere Auskunft ertheilt und zum Abſchluß von Ueberfahrts-Verträgen empfiehlt ſich beſtens Die Haupt-Agentur Friedberg: Chriſtian Hecht. 1229] Engros-Lager zu billigſten Preiſen in allen nur möglichen Sorten Post-, Schrei-, Concept-, Pack- und Hollen-Papieren, Bleiſtiften von Faber, Gutknecht und Rehbach, Zeichnen-Etuis von 24 kr. an bis 1 fl. 45 kr. Oblaten, Siegellacken, Briefcouverts, Geſchäfts- und Handlungsbüchern aller Art, Stahlfedern in beſten Sorten von 30 kr. an pr. 12 kr. Dutzend. Wiederverkäufer genießen entſprechenden Rabatt. 1— Joh. Aug. Simeons, Papier- und Schreibmaterialien-Handlung, kleiner Kornmarkt 11, Frankfurt a. M. ſind zu den Preiſen: 60 Vereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen 1000 Stück zu fl. A. 30, 100 Stück zu 28 kr., 50 Stück zu 15 kr., 25 Stück zu 9 kr., zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. S800 bis 1000 Etr. Lohrinde 12301 aus fünfzigjährigem Beſtande können in der Sckälzeit abgegeben wer⸗ deu, wenn man ſich über den Preis vorher geeinigt. Wo iſt bei der Exped. d. Bl. zu erfragen. Anzeige. 12311 Steinkohlenöl⸗ und Pilolin-Lampen, welche ich ſelbſt fertige und dafür garantire, daß ſie hell brennen und nicht rauchen, empfehle ich zur gefälligen Abnahme. Auch werden alte Lampen in ſolche umgeändert. Friedberg. E. F. Lang, Metalldrücker. Großer brillanter Nlaskenball zu Friedberg. 11831 Mit höherer Genehmigung findet Sonntag den 22. Februar d. J. unter den in einer circulirenden Subſcriptionsliſte feſtgeſtellten Beſtimmungen im Saale des Guſtav Gerlach dahier ein großer Maskenball ſtatt, zu welchem die Unternehmer hierdurch freundlichſt einladen. Für brillante Beleuchtung und Decoration des Saales, gut beſetztes Orcheſter, für welches die Muſik des 38. preuß. Inf. Reg. zu Frankfurt enga⸗ girt iſt, ſowie prompte Bedienung in wirthſchaftlicher Beziehung wird beſtens geſorgt. 5 Eintrittskarten zu dieſem Balle werden bei den Herren H. Hahn, Gebr. Simon in den drei Schwerdtern, Gaſtwirth Hecht, G. Gerlach, H. Weller u. J. Burk zu den feſtgeſetzten Preiſen abgegeben. Friedberg im Februar 1857. Die Ball- Unternehmer. Masken Anzüge, 12021 höchſt elegant und in reichſter Auswahl, empfiehlt zu bevorſtehendem großen Maskenball Friedrich Schleuning. Masken-Garderobe. 1158] Masken⸗ Anzüge in großer Auswahl und zu ſehr billigen Preiſen, von 36 kr. bis 5 fl., ſowie auch Geſichtsmasken ſind zu haben bei Friedberg. Konrad Diehl, auf dem Markte zwiſchen den zwei Apotheken. [218] In den Park-Anlagen zu Bad Nauheim ſollen auf dem Submiſſions— wege circa 10 Morgen 1½ Fuß tief regolt werden. Diejenigen, welche ſich hierbei betheiligen wollen, werden erſucht, ihre Preisanſätze pr. Quadratruthe— 144 Quadratfuß an die Adminiſtration da— ſelbſt ſchriftlich bis zum 21. dſs. einzureichen. Gebr. Siesmayer. Holländiſcher Syrup [232] und Bienenhonig billigſt vei Ph. Dan. Küm mich. Friſche Saat⸗ und Leinkuchen 233] werden bei Abnahme von 100 Stück billigſt abgegeben bei H. W. Hatteroth. Mühlen verkauf. [234] Der Unterzeichnete iſt geſonnen ſeine Mühle, beſtebend in vollſtändiger Einrichtung mit oberſchlächtigem Gange, Wohnhaus, Scheuer und Stallung, ſowie ca. 3 Morgen Gaften Donnerſtag den 11. Marz, Vormittags um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigern zu laſſen. Oberrosbach den 18. Februar 1857. Leon h. Rahn. 575 fl. Vormundſchaftsgeld [235] ſind gegen Unterpfaud in liegenden Gü⸗ tern auszuleihen bei Ockſtadt. G. Ewald IV. Saat⸗ und Leinkuchen L236] in ganz friſcher Qualität bei Ph. Dan. Küm mich. Zu vermiethen. [237] Ein Logis im oberen Stock, welches ſo⸗ gleich und ein des gleichen im mittleren Stock, welches den 6. März bezogen werden kann, hat zu vermiethen J. Starck. 1238] Die aus den vor- Züglichst geeigneten Kräuter- und Pflanzen- Yi säften mit einem Theile des reinsten Zuckerkry- S/ stalls zur Consistenz ge- brachten Doctor Roch'scnen (K. P. Kreis-Physikus zu Heiligenbeil) KRAUTER-BONBONS haben sich durch ihre Güte auch in hie- siger Gegend rühmlichst bewährt und sind in Originalschachteln à 18 und 36 kr. stets àcht vorräthig bei Friedberg. P. F. Schmittner. LN. KRC/ n 2 A Kirchliche Anzeigen. Sonntag Eſtomihi den 22. Februar. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. (Abendmabl.) Nachmittags: Hr. Candidat Vogt. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Pfannmüller. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 8.) liß