— Friedberger Intelligenzblatt. , Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, tag. Preis hrt. 7 N* 2— 245* 2— este Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n e N. II. Dienſtag, den 17. Februar. 18357. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Anſtellung von Bezirksbauaufſebern im Kreiſe Friedberg. Unter Bezugnahme auf unſer Ausſchreiben vom 16. Juni v. J. zur Nr. K. A. F. 3651 theilen wir Ihnen nach⸗ ſtehend die erfolgte Bezirkseintheilung unter dem Anfügen mit, daß für den J. Bezirk: Geometer Karl Andreas Schneider von Boͤnſtadt unter der Verbindlichkeit ſeinen Wohnſitz in Friedberg zu nehmen, II. Bezirk: Geometer Johannes Schneider zu Gambach, 1 III. Bezirk: Geometer Valentin Burk zu Butzbach, als Bezirksbauaufſeher auf Widerruf ernannt worden ſind. Die für dieſelben entworfene Inſtruktion wird Ihnen für jeden in zwei Exemplaren beſonders zugehen. Da die Wirkſamkeit des Inſtituts der Bezirksbauaufſeher weſentlich davon abhängt, daß Sie die Thätigkeit der⸗ ſelben eben ſo wohl pflichtmäßig unterſtützen, als ſorgfältig, gemäß§. 14 der Inſtruktion überwachen, ſo empfehlen wir Ihnen beides angelegentlich Ihrer Fürſorge und erwarten insbeſondere, daß Sie bei der vorgeſchriebenen Atteſta— tion in dem Tagebuch der Bezirksbauaufſeher ſtets mit ſtrenger Gewiſſenhaftigkeit verfahren. Friedberg am 11. Februar 1857. Müller. Eintheilung der Bezirke für die Bezirksbauauffeher im Kreiſe Friedberg. I. Bezirk: Friedberg, Ockſtadt mit Stras heim, Oberrosbach, Niederrosbach, Oberwöllſtadt, Niederwöllſtadt, Ilbenſtadt, Bruchenbrücken, Aſſenheim, Bönſtadt, Fauerbach II., Bauernheim, Oſſenheim, Niedermörlen und Obermörlen. II. Bezirk: Gambach, Griedel, Rockenberg, Oberflorſtadt, Niederflorſtadt, Staden, Beienheim, Weckesheim, Melbach, Sôdel, Wölfersheim, Wohnbach, Wiſſelsheim, Steinfurt, Oppershofen und Rockenberg. III. Bezirk: Butzbach, Pohlgöns, Kirchgöns, Hauſen, Oes, Bodenrod, Maibach, Münſter, Hochweiſel, Fauerbach J., Oſtheim, Langenhain mit Ziegenberg, Niederweiſel. Polizeiliche Bekanntmachung. Betreffend: Das Poll zeiſtrafgeſetz, insbeſondere Reinhaltung und Wegſamkeit der Ortsſtraßen.“) Nach Anſicht des Artikels 114 des Polizeiſtrafgeſetzes alſo lautend: Art. 114. Diejenigen, welche den ſonſtigen von der Polizeiverwaltungsbehoͤrde erlaſſenen Verordnungen wegen Reinhaltung und Wegſamkeit der Straßen innerhalb der Städte und Ortſchaften, namentlich auch wegen Beſtreuung der Fußpfade mit Sand u. ſ. w. bei entſtehendem Glatteiſe, ſowie wegen Anle gung von Röhren an unmittelbar auf die Straße gehenden Dachrinnen oder Küchengoßſteinen nicht Folge leiſten, verfallen in eine Strafe von dreißig Kreuzern bis zwei Gulden. 9 und in Folge Ermächtigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 5. April v. J. zu Nr. M. d. J. 5141, und 11. Dezember 1856 zu Nr. M. d. J. 16744 werden die bevorſtehenden Regulative eingeſchärft, beziehungsweiſe verfügt: A. Allgemeine Vorſchriften für ſaämmtliche Gemeinden des Kreiſes. §. 1. In der Regel müſſen in jeder Woche einmal Samſtags und außerdem ſo oft es die Polizeiverwaltungs— Behörde beſonders anordnet, ſämmtliche Ortsſtraßen gereinigt und der zuſammengekehrte Koth von der Straße weg⸗ gebracht werden. Das Reinigen muß vor Einbruch der Nacht vollzogen ſein. 70 Fällt auf den Reinigungstag ein chriſtlicher Feiertag, ſo geſchieht die Reinigung an dem nächſtvorhergehenden erktage. Sollte Schnee gefallen ſein, ſo fällt die vorerwähnte Verbindlichkeit zur Straßenreinigung bis zu eingetretenem Thauwetter weg. Statt deſſen muß aber der Schnee von den Banquets zunächſt der Häuſerreihe in einer Breite von 4 bis 5 Fuß in der Weiſe entfernt und weggekehrt werden, daß dadurch keine Anhäufung des Schnees in der Fahr— bahn veranlaßt wird. Bei entſtehendem Glatteiſe müſſen die Fußpfade zunächſt der Häuſerreihe von denen, die zur Reinigung der Straße verpflichtet ſind, mit Sand, Sägmehl und dergleichen beſtreut werden. „) Siehe auch das Miniſterial⸗Ausſchreiben vom 13. September 1856 zur Nr. M. d. J. 12886 und Friedberger Jutelligenzblatt Nr. 77 von 18563 betreffend das Polizeiſtrafgeſetz, insbeſondere das periodiſche Reinigen der Staats- nnd Provinzialſtraßen in den Ortſchaften 7 1 54 7 In gleicher Weiſe haben dieſelben auf Aufforderung der Polizeibehörde zuhauenz und, wo es nicht auf Gemeindekoſten geſchieht, wegzuſchaffen. §. 2. Die Reinigung der Straßen liegt denjenigen, die mit Gebäuden und dazu gehörigen Höfen, Gärten und Plätzen an denſelben angrenzen, dergeſtalt ob, daß ſie dieſe Reinigung längs deren Ausdehnung an der Straße hin und bis in die Mitte derſelben d. i. die Mitte der Fahrbahn beſorgen laſſen müſſen. 6 auch noch den Theil der Kreuzſtraße Durchkreuzen ſich zwei Straßen, ſo hat jeder der auſtoßenden Nachbarn t. In der Regel iſt nur der betreffende Eigenthümer dafur, daß reinigen zu laſſen, welcher nach ſeiner Hofraithe liegt. die Reinigung ordnungsmäßig geſchieht, verantwortlich und es kann, wenn gleich ihm frei ſteht, mit Miethsleuten oder anderen Perſonen wegen der Straßenſäuberung eine Privatübereinkunft zu treffen, eine ſolche doch nur privat⸗ rechtliche Wirkungen äußern, den Eigenthüͤmer aber vor der Unterlaſſungsſtrafe nicht ſchuͤtzen. 1 5§. 3. Nur in folgenden Fällen geht die Verantwortlichkeit des Hauseigenthümers auf Andere über, nämlich: 1) wenn eine Hofraithe ſich im Nießbrauche von Jemand befindet, auf den Nießbraucher, 2) wenn ſie als Beſoldungswohnung hingegeben iſt, auf den Beſoldungsinhaber, und 3) wenn ſie der Eigenthümer, ohne ſelbſt darin wohnen zu bleiben, im Ganzen an eine F und daß dies geſchehen, der Polizeibehörde angezeigt hat, auf den Miether. 5 offentlichen Gebäuden, inſoweit die Beſtimmungen des vorſtehenden 9 ſofort das Eis auf den Straßen auf⸗ amilie vermiethet, §. A. Die Sorge fur die Reinigung vor nicht darauf Anwendung finden, liegt den betreffenden Verwaltungsvorſtänden ob. f §. 5. Iſt eine Straße nicht über 2½ Klafter breit, und auf der einen Seite kein Beſitzthum vorhanden, deſſen Beſtimmungen zur Reinigung verpflichtet wäre; ſo iſt der Eigen⸗ s bis zur Eigenthümer oder Inhaber nach den vorſtehenden Hofraithe verbunden, die Straße nicht blo thümer oder Juhaber(vergl. F. 3 und 4) der gegenüber liegenden Mitte, ſondern vollſtändig auf beiden Seiten reinigen zu laſſen. §. 6. Die Reinigung derjenigen Straßenſtrecken, wozu nach vorſteh Verbindlichkeit beſteht, ferner die Reknigung der offentlichen Platze und der Plätze um die offentlichen Bru Dagegen müſſen die und Goſſen dergeſtalt enden Vorſchriften für einen Anderen keine nnen, ſoll achbar den Uurath zuzuführen, dere die aufſtoßenden Rinnen 1 auf Koſten der Gemeinden geſchehen. F. 7. Es iſt verboten bei der Straßenreinigung dem N aufſtoßenden Nachbarn die Stelle, wo ſie angrenzen, insbeſon ſäubern, daß kein Koth oder Unrath dazwiſchen liegen bleibt. B. Beſondere Vorſchriften und zwar: und die Gemeinden Niederwöllſtadt, Oberwöllſtadt, Niedermörlen, Für die Gemeinden Friedberg und Butzbach Niederweiſel, Kirchgöns, Pohlgöns, Obermörlen, Aſſenheim, Boͤnſtadt, Fauerbach II., Oſſenheim, Florſtadt(Ober⸗ und Wölfersheim, Ober⸗ und Niederrosbach. Nieder-), Staden, Melbach, Södel, 51 3 Straßen gehörig gereinigt werden. Jeden Mittwoch und Samſtag müſſen ſämmtliche §. 8. C. Für die Städte Friedberg und Butzbach: F. 9. An den unmittelbar auf die Straße gehenden Dachkandeln oder Dachrinnen müſſen Röhren angelegt wer— aſter herabreichen. 114 des Poli⸗ Fuß von dem Straßenpfl dieſem Regulative enthaltenen Beſtimmungen werden nach Art. den, welche bis auf einen Zuwiderhandlungen gegen die in zeiſtrafgeſetzes beſtraft. iſt von den Großherzoglichen Bürgermeiſtereien Vorſtehendes Regulativ zu machen und die Bekanntmachung in dem Verkündigungsregiſter zu beurkunden. Friedberg am 14. Februar 1857. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mü lle r. — r in ihren Gemeinden öffentlich bekannt Guſtav Adolf Stiftung. An die evangeliſchen Hewohner der Stadt Friedberg. herausgeſtellt hat, daß viele ev. Bewohner hieſiger Stadt noch keine dererſeits ſchon mehrfach der Wunſch gegen uns ausgeſprochen worden iſt, Da es ſich einerſeits r dieſen Verein herumgeſchickt w Adolf⸗Vereines ſind, und an einmal eine Subſcriptionsliſte zu jährlichen Beiträgen fu uns in Ermangelung eines Stadt-Vereins ⸗Vorſtandes entſchlo als wie bekannt unſere dießjährige Verſammlung in hieſiger Stadtkirche gehalten werden f. Grade erfreulich wäre, wenn dabei alle Gemeindeglieder auch als Vereinsgenoſſen erſcheinen k Indem wir nun, mit herzlichem Danke gegen die betreffenden Herren, bekannt machen, giieder des evangeliſchen Kirchenvorſtandes dahier ſich freundlichſt bereit erklärt haben, einen durch die Stadt zu halten und dabei an jeder Thüre anzuklopfen, neue Mitglieder aufzunehmen träge für das laufende J als Solche, die ein Werk der heiligen bringen dem Herrn zu einem ihm wohlgefalligen Opfer.— Sollte irgen und Schweſtern auf ſich zu beziehen gebeten ſind, überſehen werden, ſo wo digen und ſeinen Beitritt zum Verein und die Größe ſeines jährlichen Beitrags unſerm mitunter gefälligſt zur Anzeige bringen, beziehungsweiſe den Beitrag ſelbſt übermachen. Friedberg den 13. Februar 1857. ſſen, dieſem Wunſche um önnten. Liebe treiben, und ihr Scherflein, ſei es nun groß oder k d Jemand, was beſonder tterauer Zweigvereins der Guſtav Der Vorſtand des We Dr. Matthias, Secretär. Fr. Schwabe, Präſident. Mitglieder des Guſtav⸗ daß doch wieder erden möge, ſo haben wir ſo mehr jetzt zu entſprechen, ſoll und es gewiß in hohem daß die weltlichen Mit⸗ Guſtav-Adolf-Umgang und zugleich die Bei⸗ Jahr zu erheben, bitten wir Alle, bei denen ſie erſcheinen werden, brüderlich ſie zu empfangen lein, williglich darzu⸗ s die ledigen Brüder lle er es als gewiß unabſichtlich entſchul⸗ ſchriebenen Secretät Adolf⸗Stiftung 5 Ble Sitaße Laternen Macht 1 Loch duch de Gcrauben Sraßenfl Ver ge be 2 h Strafe, hältz der Hemmſchu 3) Auf darf nut das durch hine Sch. J) Vie ſtens acht nut boöc gebrauch nommen bot find ausgenol 5) Dee 8. füt dis Je 5 9 b. füt bis un und were Kühe ode 6) De an Radfe u. wen brar Wer b. wen erhält. 91 Juhrwer gen fret 8— * 5 — 1 * dek 5 — 1 0 Guſtar wir 9 darzu Brüder Be ul entſchul Sectttdt f * 1 Süftung 55 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Bekanntmachung. 167] Nachdem durch die Herzogliche Landes- Regierung unterm 12. Dezember 1854, 12. Ok- tober 1855 und 28. Januar 1857 die derma— ligen polizeilichen Beſtimmungen über den Ge— brauch der Landſtraßen feſtgeſtellt worden ſind, in Auſehung deren auf den in den an den Landſtraßen gelegenen Wirthshäuſern des Her- zogthums, und namentlich des hieſigen Amtes, befindlichen Anſchlag beſonders verwieſen wird, wird in Nachſtebendem der wichtiaſte Jubalt dieſer Beſtimmungen hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht: 1) Bleibt ein Fuhrwerk über Nacht auf der Straße ſtehen, dann muß es durch brennende Laternen bis zum Tagesanbruch bemerkbar ge- macht werden. Lange, über die Wagen hinausgehende Bau— hölzer dürfen bei Nacht nur dann transportirt werden, wenn durch eine Laterne die Ladung erkenntlich gemacht worden iſt. 2) Die Räder dürfen nur durch Hemmſchube oder Mechanik gebemmt werden. Der Ge— brauch von Hemmſchuhen mit Zacken oder Schrauben iſt nur dann erlaubt, wenn die Straßenfläche mit Eis bedeckt iſt. Wer gegen die Beſtimmungen unter Nr. 1 oder 2 handelt, verfällt in 30 kr. bis 5 fl. Strafe, wovon der Denunciant die Hälfte er— hält; der jedoch, welcher vorſchriftswidrige Hemmſchuhe führt, in 3 bis 15 fl. Strafe. 3) Auf den Landſtraßen des Herzogthums darf nur ſolches Fuhrwerk gebraucht werden, das durchaus glatte Radreife bat, an welchen keine Schrauben, Nägel u. dgl. vorſtehen. 4) Vierrädrige Wagen dürfen mit nur höch— ſtens acht Pferden, zweirädrige Fuhrwerke mit nur höchſtens vier Pferden, die ſtellenweiſe gebraucht werdenden Vorſpannpferde ausge— nommen, beſpannt werden. bot ſind nur Ladungen einer untheilbaren Laſt ausgenommen. 5) Die Breite der Radfelgen muß betragen: a. für Karren bei einer Beſpannung von 2 bis 3 Pferden 3½ Zoll neues naſſauiſches Werkmaas, bei einer ſtärkeren Beſpannung 5% Zoll, b. für Wagen bei einer Beſpannung von 2 bis 4 Pferden 3½ Zoll, bei einer ſtärke⸗ ren Beſpannung 5 ½ Zoll, und werden bei der Beſpannung zwei Ochſen, Kühe oder Eſel einem Pferde gleich gerechnet. 6) Das landwirthſchaftliche- Fuhrweſen muß an Radfelgenbreite beſitzen: a., wenn das Fuhrwerk nur brauche dient, wenigſiens Werkmaas, bh. wenn damit auch Lohnfubren unternommen werden, bei einer Beſpannung von zwei Pferden ebenfalls wenigſtens 2 Zoll, bei einer Beſpannung von mehr Pferden we— nigſtens 3½ Zoll. Alle Fuhrwerke jedoch, welche nur mit einem Pferde oder einer dieſem gleichſtehenden Zugkraft beſpannt ſind, find von einer Beſtimmung über die I Radfelgenbreite ausgenommen. Haben bei den Fuhrwerken, die einer Be— ſtim mung über die Radfelgenbreite unterworfen ſind, die Räder verſchiedene Felgenbreite, ſo müſſen die ſchmalſten Räder ſchon die verord— nete Felgenbreite beſitzen. Die Fuhren der Müller und Ziegler ſind rückfichtlich der Felgenbreite dem landwirth⸗ ſchaftlichen Fuhrweſen gleichgeffellt. Wer gegen die Beſtimmungen unter Nr. 3 bis 6 handelt, verfällt in eine Strafe von Z fl. bis 15 fl., wovon der Denunciant die Hälfte erhält. 7) Die hinſichtlich des landwirthſchaftlichen Fuhrwerks unter Nr. 6 gegebenen Beſtimmun⸗ gen treten erſt mit dem 1. Januar 1860 in zu eigenem Ge— 2 Zoll neu Naſſ. Von dieſem Ver. Kraft, alle übrigen Beſtimmungen dagegen be— finden ſich bereits in Wirkſamkeit. Reichelsheim, den 7. Februar 1857. Herzoglich Naſſauiſches Amt. v. Preuſchen. Bekanntmachung. [190] Da die am 9. Februar l. J. abgehal⸗ tene Fruchtverſteigerung von 50 Malter Korn von dem Vorrath des Auguſtiner Schulfond dahier nicht genehmigt wurde, ſo werden Don— nerſtag den 19. l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe dieſe 50 Malter Korn nochmals meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Holzverſteigerung. 1203] In dem Domanialwald Herrnwald bei Grävenwiesbach, Oberförſterei Brandobern— dorf, kommen zur Verſteigerung: 1) Montag den 23. und Dienſtag den 24. d. Mts., im Herrnwald 1. Theil: 39 Buchen-Stämme mit 576 Cubikfuß, 13 Erlen⸗„„ 203„ 4 Birken⸗„*.„ 67 Klafter Buchen⸗Holz, 69* Erlen⸗ 77 6„ Birken⸗„ 16„ Aspen⸗ 45„ Stockholz. 2125 Stück Buchen-⸗Wellen. 2150„ gemiſchte 80„ Geruüſtſtangen. 2) Mittwoch den 25. d. Mis, im Herrn⸗ wald II. Theil: 5 Birken⸗ und Aspen-Stämme mit 66 Cubikfuß, 2 Klafter Buchen-Holz, 10„ Birken„ 25 TP Aspen⸗„ 6 TO Stockbolz, 900 Stück gemiſchte Wellen, 85„ Gerüſtſtangen. Ferner im Diſtrikt Strang: 2 Fichten⸗Stämme mit 13 Cubikfuß, 215 Slaück fichtene Gerüſtſtangen. Der Anfang wird au jedem Tage Vormit— tags um 10 Uhr gemacht. Uſingen den 9. Februar 1857. Herzogl. Naſſ. Receptur Reichmann. Eichenſtammholz-⸗Verſteigerung im Moxſtädter Markwald, Oberförſterei Dü— delsheim, Forſtamts Nidda. [204] Mittwoch den 18. und Donnerſtag den 19. Februar, jedesmal um 9½ Uhr anfangend, ſollen im Diſtrikt Au, an der Nidda⸗Frankfur— ter Chauſſee gelegen, 332 Eichen-Stammab— ſchnitte, 16675 Cubikfuß haltend und von 9 bis 24 Zoll mittlerem Durchmeſſer, öffentlich ver⸗ ſteigert werden. Das Holz iſt von ausgezeich- neter Qualität und zu Eiſenbahnſchwellen ſehr geeignet. Obermoxſtadt am 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxrſtadt Mickel, Markmeiſter. Arbeits ⸗Verſteigerung. [205] Samſtag den 21, d. M., des Vormit⸗ tags um 10 Ubr, wird in hieſigem Gemeinde— hauſe die bei Anlegung einer Chauſſce am Weg nach dem Unterwald vorkommende Planir- und Chauſſirarbeit, welche zu 96 fl. iſt, öffentlich in Accord gegeben werden. Burggräfenrod den 14. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterel Burggräfenrod Mo ſcheroſch. veranſchlagt 210] liegen in dem Kirchenfonds zu Oſtheim or ſelg er ug. [206] Dienſtag den 3. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Freiberrlich von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſeleck nach⸗ ſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbietenden unter den vor der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen verſteigert werden: 6 Stecken Eichen- und Birken⸗Prügelholz, 3„ Aapen-Prügelholz, 6950 Stück Eichen- und Birken⸗Wellen. 2425„ Aapen⸗Wellen. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hof Haſſel— heck. Friedberg am 13. Februar 1857. „ In Auftrag: F a a tz Hol ve x fte ige rü g. 1207] Donnerſtag den 26. Februar l. J., des Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Bleichen— bacher Gemeindewald nachſtehende Holzſorti— mente öffentlich verſteigert werden: 240, Stecken Buchen-Scheitholz, 50¼„ 9 Prügelbolz, 23½„„ Stockholz, 23½%„„ Reisholz, 6 Stämme Buchen-Stammholz von 10 bis 40 Fuß Länge, 473 Cubikf, haltend. Die Zuſammenkunft iſt um die beſtimmte Stunde an der Ziegelhütte. Bleichenb ach den 11. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bleichenbach Deckma nn. Holzverſtei gerung. [208] Freitag den 20. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeinde⸗ wald Fauerbach I., Diſtrikt Oberberg, nach⸗ folgendes Gehölz verſteigert werden: 1 Stecken Buchen-Scheitholz, 1 Eichen-„ 2 1„ Prügelbolz, 39„ Birken⸗ u. Aspen⸗Prügelholz, 9„ Nadel-⸗Prügelbolz, N 4„ Buchen-⸗Stockholz, 9 5 Eichen- 1 31„ Nadel⸗* 775 Stück Nadelbolz⸗Wellen, 8 Eichen- Bauſtämme, 402 Cubikf. baltend, 5 Stück Eichen⸗Stangen, 16 Cbkf. baltend, 10„ Birken⸗Stammholz, 56 Cbkf. hal⸗ tend, 165 Stück Nadelholzſtämme, 2246 Cubikfuß haltend. Bemerkt wird noch, daß gegen genügende Bürgſchaft das Holz bis Ende September d. J. geborgt wird. FJFauerbach 1. den 16. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſtexei Fauerbach J. Philipps. Modi lf er ⸗ Ver ſfe ig on g. 209] Kommenden Donnerſtag den 19. Fe⸗ druar l. J., Vormittags von 9 UÜbr anfan⸗ gend, läßt der Unterzeichnete abzugshalber fol— gende Gegenſtände gegen Baarzahlung meiſt⸗ bietend in ſeiner Behauſung verſteigern: 1 vollſtändigen Wagen mit eiſernen Achſen, faſt noch neu, f 1 Pflug,: eiſerne Egge und ſonſtige Oeko— nomiegeräthſchaften, trächtige Zugkühe, Rind, Mutterſchwein mit 5 Ferkeln, Hühner und Gänſe, Stroh, Heu, Grummet und Dickwurz, Tiſche und ſonſtige Hausgerätbſchaften. Bönſtadt den 13. Februar 1857. Schneider, Geometer. 700 fl. 2— zum Ausleihen bereit. Oſtheim den 12. Februar 1857. Der Kirchenvorſtand. 19 5 7 2 N —ͤ————— Holz ez tei ge. an g. [211] Montag den 23. Febr. l. J. Morgens halb 9 Uhr anfangend, ſollen in dem Gemeinde⸗ wald Niederrosbach, im Diflrikt Bauwald, nachverzeichnete Holzſortimente öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. 1) 95% Stecken Eichen⸗Scheit- u. Werkholz. 228 785„ Prügelholz. N,.„ Stockholz. 4) 1338 Eichenaſtwellen, ſodann 5) 42 Eichenſtamm⸗Klötzer bis 43½“ Duürch⸗ meſſer und 41“ Länge. Bemerkt wird noch, daß dieſe Eichenſtamm⸗ Klötzer wegen ihrer vorzüglichen Dickung ſich ſehr gut zu Bau- und Werkholz eignen, und auch ſehr günſtig zum Abfabren liegen. Die Zuſammenkunft iſt am ſogenannten Hüb⸗ nerpfad, wo ſich das zum Verkaufe kommende Gehölz befindet. Der Anfang wird mit dem Brennholz ge⸗ macht, und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum Monat Auguſt l. J. geſtattet. Die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien wer⸗ den um gefällige Bekanntmachung erſucht. Niederrosbach, am 14. Febr. 1857. Großherzogliche e e Niederrosbach J 9 ſt. Bekanntmachung. [212] Verſchiedene Sorten Stroh werden bei dem Unterzeichneten käuflich jeden Tag abge- geben. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Credit bis Johanni d. J. geſtattet. Beienheim den 14. Februar 1857. J. Filius, Rentmeiſter. Abendunterhaltung. 1213 Die zweite Abendunterhaltung des Liederkranzes wird Sonntag den 22. Februar im Trapp'ſchen Saale dahier abgehalten. Friedberg den 15. Febr. 1857. Der Vorſtand. Chocolade⸗ Bohnen, Chocolade-Pralliné, Engliſh Drops und Rettig⸗ Bonbons [214] hält beſtens empfohlen M. Philippi, Hofconditor. Eine zweiſpännige Chaiſe, 215] in ſehr gutem Zuſtande, und ein zweiſpän⸗ niger Wagen mit allem Zugehör ſteht zu ver— kaufen bei Friedberg. e e Zu verkaufen. 1216] Ein gußeiſernes Kartoffelfaß, circa 4 Ohm haltend, hat billig zu verkaufen Pachter Adami zu Bindſachſen bei Büdingen. Zwei Eichſtämme [2171 von 45 und 25 Fuß Länge und 22½ Zoll Durchmeſſer von geſundem feſtem Holz, welche ſich gut zu Wellbäumen eignen, find zu verkaufen. Bei wem ſagt die Exped. d. Bl. Großer brillanter Maskenball zu Friedberg. 11831 Mit höherer Genehmigung findet Sonntag den 22. Februar d. J. unter den in einer circulirenden Subſcriptionsliſte feſtgeſtellten Beſtimmungen im Saale des Guſtav Gerlach dahier ein großer Maskenball ſtatt, zu welchem die Unternehmer hierdurch freundlichſt einladen. Für brillante Beleuchtung und Decoration des Saales, gut beſetztes Orcheſter, für welches die Muſik des 38. preuß. Juf.⸗Reg. zu Frankfurt enga⸗ girt iſt, ſowie prompte Bedienung in wirthſchaftlicher Beziehung wird beſtens eſorgt. 2 NE intrittskarten zu dieſem Balle werden bei den Herren H. Hahn, Gebr. Simon in den drei Schwerdtern, Gaſtwirth Hecht, G. Gerlach, H. Weller u. J. Burk zu den feſtgeſetzten Preiſen abgegeben. Friedberg im Februar 1857. Die Ball⸗ Unternehmer. Masken-Garderobe. 9 f 11581 Masken⸗Anzüge in großer Auswahl und zu ſehr billigen Preiſen, von 36 kr. bis 5 fl., ſowie auch Geſichtsmasken ſind zu haben bei Friedberg. Konrad Diehl, auf dem Markte zwiſchen den zwei Apotheken. — Masken Anzüge, (202) böchſt elegant und in reichſter Auswahl, empfiehlt zu bevorſtehendem großen Maskenball Friedrich Schleuning. 12181 In den Park-Anlagen zu Bad Nauheim ſollen auf dem Submiſſſons⸗ wege circa 10 Morgen 1 ½ Fuß tief regolt werden. f Diejenigen, welche ſich hierbei betheiligen wollen, werden erſucht, ihre Preisanſätze pr. Quadratruthe— 144 Quadratfuß an die Adminiſtration da⸗ ſelbſt ſchriftlich bis zum 21. dſs. einzureichen. Gebr. Siesntayer. Fruchlverſtei gerung. [219] Von den Fruchtvorräthen des Kugel- baus⸗ und Armenfonds dahier, werden in nachfolgenden Terminen: Freitag den 20. Febr. d. J., 5 313. März„„ 11„ 3. Abril„ 2„ 8. Mai„„ 7 7 5. Juni„„ und 7 7 8 Juli„„„ jedesmal Vormittags[1 Uhr 30 Mltr. Korn und 30„ Gerſte auf dem Rathhaus dahier an den Meiſtbieten⸗ den verſteigert. Butzbach den 2. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seippel. Kirchenbuchsauszug. Getaufte. 8. Febr. Dem hf. B. u. Schneidermeiſter Heinrich Schwalm eine T., Sophie Friedericke, geb. 22. Jan. Beer digte. 10. Febr. Eine unehl. T., Maria Magel, alt 6 M., 1 8. Febr. 14. Carl Hermann Georg Franz Albrecht Boller, ehl. S. des hſ. B. u. Schloſſermeiſſers Jobannes Boller, alt 9 W., T 12. Marktberichte. Friedberg, 13. Februar. Bei geringer Zufuhr u. wenig Kaufluſt ſtellten ſich heute folgende Mittelpreiſe feſt. Waizen 13 fl. 13 kr.; Korn 9 fl.; Gerſte 7 fl. 32 kr. Grünberg 14. Febr. Waizen 12 fl. 56 kr.; Korn 9 fl. 40 kr.; Gerſte 7 fl. 50 kr.; Hafer 4 fl. 53 kr.; Erbſen 8 fl. 50 kr.; Molter 8 fl. 30 kr.; Saamen 21 fl. 30 kr. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 18. bis 24. Februar. 2 Fried- bach. 2 Brod⸗Preiſe. berg.] dach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod, ¼ Korn⸗ f und ½ Gerſtenmehl 3 1131 2 5„ 7 6 1 611 4„„„ 12425122 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1 ½ Korn- u. ½ Waizenmehl] 3] 3 3 3 2„„ 0 et l 4 7„ 1 14 111401 Lot Lot Milchbrod 1 0 1 45 ! 1151—— — Gemiſchte(Tafel.) Brod 15 115 Fleiſch⸗Preiſe. pf pf eee, 1 Kuhfleiſch, gemäſtetes 11211 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes, 10 2 10 2 1 Schweinefleiſch h.. 16— 16— 10 Hammelfleiſcgh. 112 11/2 I Faber 122 1 Schaaffleiſchche 7——— 1JWurſt v. blos Schweinen 17— 17— Borpurſ t 2 1 Schwartenmagen 18— 18— 1. Geräucherter Speck. 31/2312 1 Doörrfleiſch t.. 21 2 214 2 1 Schinken 232232 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1 1 unausgelaſſen 23 223 2 1 Nierenfett. 222 1Hammels fett. 416— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seppel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. gub Ober nung treffe zollte Zolla niß z in W det! zoll außer 5 mit E wegen und d Zoll zeichn mit