gen a 18 1 2 re 16 ntifct Friedberger Jntelligenzblatt. Er ſcheint wo entlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ buhren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum bene gen Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.% fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. N 8 Freitag, den 16. Januar. 1847. Auszug aus dem Groftherzoglichen Negierungsblatte. Nr. 1 vom 5. Jan.(Schluß.) III. Groß. Edikt vom 2. Jan, welches verordnet, daß zur Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1857 2000 Mann erforderlich ſind, welche aus den Aufrufs— fähigen des Jahres 1856(einſchließlich der Relativtauglichen) ausge— hoben werden ſollen.— IV. Bekanntmachung Gr. Kriegsminiſteriums vom 3. Jan, welche zur Vollziehung dieſes Edikts gemäß Art. 36 des Recxrutirungsgeſetzes zur offentlichen Kenntniß bringt, daß nach der Muſterung von 1856 an tauglichen Militärdienſtpflichtigen, ein— ſchließlich der in das Oepot geſetzten, vorhanden ſind: in Starken— burg I8t5, Oberheſſen 1951, Rheinheſſen 1427, zuſ. 5193, ſo daß zu den erforderlichen 2000 die Provinz Starkenburg Eg, Oberheſſen 751, Rh einheſſen 550 zu ſtellen hat.— V. Bekanntm. Gr. Kriegsminiſteriums vom 28. Dez., daß die beſonderen Verwaltungen der Invalidenkaſſe, der Officiers-Wittwen- und Waiſenkaſſe, der Wittwen“ und Waiſenkaſſe für Unterofficiere und Soldaten, der Sterbkaſſe für verheirathete Un— terofſiciere aufgehoben und die Kaſſir- und Rechnergeſchäfte hinſichtlich dieſer Kaſſen mit dem Geſchäftsbereich des Gr. Kriegszahtamts ver⸗ einigt worden ſind.— VI. Bekanntmachung, daß Gr. Bezirksgericht Mainz das„Mainzer Journal, als dasjenige in Rheinheſſen erſchel— nende Zeitungsblatt bezeichnet bat, durch welches die in dem Bezirke genannten Gerichts nothwendig werdenden gerichtlichen Anzeigen für 1857 zu verkünden ſind und daß dieſer Beſchluß die erforderliche Ge nehmigung Gr. Miniſteriums der Juſtiz erlangt hat.— VII. Dienſt⸗ nachrichten. S. K. Hoheit der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 9. Dez. 1856 dem Lehrer an der Elementarſchule zu Wersau, Deußel, die 1. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt, 12. dem Schulvicar Munz zu Rodenbach die evang. Schullehrerſtelle zu Raibach zu über⸗ tragen;— den von den Frhrn. v. Schenck zu Schweinsberg auf die evang. Pfarrſtelle zu Dautphe präſentirten Pfarrer Diehl zu Lehrbach für dieſe Stelle zu beſtätigen; 15. dem Schullehrer Hock zu Baben— hauſen die 2. evang. Schulſtelle daſelbſt und dem Schullehrer Beck zu Lützelwiebelsbach die 3. evang. Schulſtelle zu Babenhauſen, 17. dem Schullehrer Lehleitner zu Buchenau die evang. Schullehrerſtelle zu Niedexrofleiden, und dem Schullehrer Gerhard zu Unterſeiberten— rod die evang. Schullehrerſtelle zu Buchenau, ſowie am 18. Dez. dem Schulvicar Illy zu Grabsheim die kath. Schulſtelle zu Erbesbüdes⸗ heim zu übertragen— VIII. Dienſtnachricht und Dienſtentbindung. Am 9. Dezbr. ward der zum Actuar am Landgerichte Gießen ernannte Landgerichtsgctuar Nau zu Butzbach, auf Nachſuchen, von der Ueber- nahme der ihm übertragenen Dienſtſtelle entbunden und in ſeiner bisherigen Dienſtſtelle belaſſen.— IX. Dienſtentlaſſungen: am 8. Spt. 1836 der bisherige Conſul zu New-Aork Bollermann, auf Nachſuchen unter Bezeigung der Allerhöchſten Zufriedenheit mit ſeinen Dienſt— leiſtungen; 18. Nov. Kreisbauaufſeher Lauſter zu Michelſtadt, auf Nachſuchen, desgl. am 2. Dez. der Schaffner 1. Kl. bei der Main⸗ Weſer⸗Eiſenbahn, Korell.— X. Concurrenz für die evang. Schul⸗ ſtelle zu Annerod mit jährlich 231 fl. 41 kr. und einer Vergütung von 23 fl. 29 kr. für Heizung des Schullocals; die Stelle eines Steuercommiſſärs zu Alzey(binnen 4 Wochen in der vorgeſchriebe— nen Weiſe). XI. Geſtorben: am 9. Nov. 1856 penſ. Schullehrer Klein zu Breidenbach; 19. penſ. Schultheiß Stein zu Oberbreiden⸗ bach; 8. Dez. penſ. Polizeirath Roſenkranz zu Rödelheim. Nr. 2 vom 10. Jan, enthalt: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern vom 27. Dec. v. J., betr. einige Abän⸗ derungen und Zuſätze zu der Arzneimitteltaxe für das Großherzog— thum Heſſen, welche vom 1. Jan. 1857 an in Wirkſamkeit treten. II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 9. Jan., daß die Ausfuhr von Pferden aus dem Großherzogthum über die Grenzen des Zollvereinsgebiets bis auf Weiteres unterſagt worden iſt III. Bekanntmachung, daß das Gr. Bezirksgericht Alzey die „Wormſer Zeitung“ als dasjenige in der Provinz Rheinheſſen er— ſcheinende Zeitungsblatt bezeichnet hat, durch welches die in dem Be— zirke genannten Gerichts nothwendig werdenden gerichtlichen Anzeigen für 1857 zu verkünden ſind, welcher Beſchluß die Genehmigung des Gr. Miniſtertums der Juſtiz erlangt hat.— IV. Promotionen an der Gr. Landesunwerſität Gießen im Jahre 1856: 1) Die juriſtiſche Doctorwürde erhielten: am 30. Jan. Referendar Bruch zu Mainz, 12. April Adolph Seubert aus Alzey, 29. Mai Heinrich Lemerz aus Mainz, 18. Juli Gerichtsacceſſiſt Seibert aus Umſtadt, 2. Dec. M. Joſeph Struve, C. Georg Bockenheimer u. Carl Matty aus Mainz, 13. Conrad Schnell aus Wiesoppenheim. 2) Ehrendiplome als Doc— toren der Rechte: am 8. Mai der Operappell.- u. Caſſ.⸗Gerichtsrath Geheimrath v. Grolman zu Darmſtadt, 16. Aug. S. E. der Präſi⸗ dent des Geſammtminiſteriums, wirkl. Geh.-Rath Frhr. v. Dalwigk zu Darmſtadt. 3) Die philoſophiſche Doctorwürde: am 14. März Verſchiedenes. Die hochſten Bergerſteigungen, die bis jetzt unter— nommen wurden, waren die Alexanders von Humboldt, der auf dem Chimboraſſo im Jahre 1802 eine Höhe von 5878 Meter erreichte, und die Bouſſingault's, der 1831 auf demſelben Berge bis zu 6004 Meter gelangte. Früher war dieſe Höhe noch nie überboten worden, ausgenommen durch Gay⸗Luſſac, der in ſeiner Fahrt mit dem Luftballon im Jahre 1804 eine Höhe von 7016 Meter über dem Meeresſpiegel erreichte. Jetzt iſt die von Bouſſingault erſtiegene hoͤchſte Höhe weit überboten worden, indem in Indien die beiden uner— ſchrockeuen Reiſenden, Brüder Schlagintweit, im Monat Juli 1855 auf dem Himalaya, au der Grenze von Tibet, zu finden, in welche er eindrang, ſei es, um Quellen zu entdecken oder um Minerale an das Tageslicht zu ziehen. — Man weiß, daß die Temperatur immer heißer wird, je tiefer man in den Schooß der Erde eindringt. Mit die außerordentliche Höhe von 22,260 engliſche Fuß oder 6782 Meter erreicht haben, eine Höhe, welche die des Mont-Blanc übertrifft. Dies iſt wahrſcheinlich die höchſte Höhe, zu der jemals der Fuß eines Menſchen bei einer Bergerſteigung gelangte. Gewiß iſt es nicht unintereſſant, neben der Augabe der Höhen, welche der Menſch erſtieg, auch die der Tiefen Hülfe einfacher Berechnung hat man gefunden, daß ſchon bei einer Tiefe von weniger als 3. Kilometern die Hitze die des ſiedenden Waſſers erreicht und daß bei 60 Kilometern die härteſten Mineralien, wie Lava, Baſalt, Porphyr, Granit ꝛc. in vollen Fluß gerathen würden, weil in dieſer Tiefe die Hitze 2000 Grad betragen würde, Aus dieſen Thatſachen kann man den Schluß ziehen, daß die feſte Rinde des Erdballes, der uns trägt, nicht über 15 Stunden dick iſt und vielleicht noch viel geringer. Keine der Tiefen, die man erreichte, indem man in die Erde eingrub, läßt ſich mit denen vergleichen, die das Becken des Meeres zeigt. Im Ocean hat man mit dem Senkblei eine Tiefe von 8220 Meter, und ſelbſt von 13,643 Meter erreicht, ohne auf den Grund zu kommen. Die Minen ſind zwar noch nicht ſo tief, als die größten Berge Europa's hoch, aber denoch übertreffen ſie um Vieles die Hohe der größten Baudenkmäler, wie der höoͤch— 18* Ferdinand Lotheißen gus Darmſtadt⸗ 28. F. W. Sommerlad aus Reiskirchen, 10. April Georg Krätzinger aus Darmſtadt, 21. Ernſt Winckler aus Zwingenberg, 23. Reinhard Hallwachs aus Darmſtadt, 25. Carl Voigt desgl., 5. Mai Friedrich Schmid aus Worms, 10. Otto Dieffenbach aus Schlitz, 23. Alphons Tenner aus Darmſtadt, 24. Juni Rudolph v. Linde aus Darmſtadt, 28. Juli Pfarrer Jochem aus Ruppertsburg, 14. Aug. Lazarus Lob aus Pfungſtadt, 15. Tho⸗ mas Schlippe aus Mainz, 23. Oct. Auguſt v. Heſſe aus Darmſtadt, 20. Dec. Georg Krumm aus Wenings. 4) Die medieiniſche Doe⸗ torwürde: am 13. Febr. Aug. v. Helmolt aus Gießen, 9. April Jac. Heller aus Rockenberg, 19. David Bennighof aus Mölsbheim, 20. Mai Friedrich Lepdhecker aus Darmſtadt, 22. Hermann Baur aus 5 7 2 8 2 1* eindenfels, 31. Theodor Bohm aus Offenbach, 4. Hugo Stammler aus Grünberg, 31. Oet, Ernſt Vir aus Gießen,— V. Erthellung eines Erfindungs⸗Patentes; am 19. December 1856 dem Rabbinen Dr. Formſtecher zu Offenbach für die nächſten 5 Jahre das aus⸗ ſchließliche Recht, das von ihm durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterte Streichelavier, ſoweit ſich ſeine Erſindung auf die ſogenannten Bögen oder Saitenbeſtreicher, die Verwendung des Kaut⸗ ſchucks hierzu und die Claviermechanik bezieht, im Umfange des Großherzogthums allein in Anwendung zu bringen.— VI. Dienſt⸗ nachrichten: am 22. Dec. 1856 wurde Fin anzaceceſſiſt Vowinkel zum Diſtrictseinnehmer in König, und am 30. Gerichtsgcceffiſt Carl von Werner zum Hofjunker ernannt. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Verſtei gerung der Straßenunterhaltungsarbeiten im Baubezirk Friedberg pro 1857. 157] In den unten bemerkten Terminen, Morgens um 10 Uhr, ſollen die bei Unterhaltung der Straßen vorkommenden Steinbrecher arbeiten, die Steintransporte, Steinliefe⸗ rungen und Handarbeiten an die Wenigſtnebmenden in Accord gegeben werden. Die Stein⸗ ſetzerarbeiten werden jedesmal nach beendigter Verſteigerung an anerkannt tüchtige Setzer aus der Hand vergeben, weßhalb ſich ſolche Arbeiter einfinden können. Verſtei gerung. [40] Montag den 19. l. Mts., Nachmittags um 2 Uhr, werden in der Wohnung der Frau genſtände einer freiwilligen meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt, mit dem Anfügen, daß mit den Pferden der Anfang gemacht wird, als: 1) Zwei gute Zugpferde mit Geſchirr, 2) zwei vollſtändige große Wagen, 3) ein Pflug, 5 4) eine 8 Egge, i 2. 5 2 5) eine Fruchtfegemühle, ö 8 Der Verſteigerung 5 1 105 2 5 6) eine gebrauchte Strohbank mit guten Meſſern, 8 1 eher der de⸗ 7) verſchiedene Ketten, benebſt Oekonomie⸗Ge⸗ 2 f 2 2 treffenden Straßen⸗ räthſchaften. 0 1 a 2 flrecken. Friedberg den 10. Januar 1857. Ta g. Ort. ee 8 1 Ju Auftrag: AI Naneg den H. Februar Fug bach Nocppan Ic: Fddher Glaßlanesic e. S Friedberg. 20Dienſtag den 10. Februar Niedermörlen[Goſthaus zum Löwen u 21 Oiebl und Weide Bee nad e v 3J Mittwoch den 11. Febr. Ilbenſtadt Chauſſeehaus 6 u 7JFaulſtich u. Bormuth 2 5 55 40Donnerſtag den 12. Febr. Niederwöllſtadt Gaſthaus zur Waldluſt[au 5]Götz und Schäfer Holzverſtei gerung 50Freitag den 13. Febr. Obereſchbach[Gaſthaus zum Homb. Hoff 13 Schmidt. g 5 60 Freitag den 13. Februar, 141] Künftigen Nachmittags 3 Uhr, Steinbach Gaſthaus zum Schwanenſ 14[Michel Montag den 19. Januar 1897 7 Samſtag den 14. Febr. Rödelheim Gaſth. zum Frankf. Hof[15 frützel werden in den Walddiſtrikten am Haſelhecker⸗ 8J Montag den 16. Febr. Wölfersheim[Gaſthaus des Ad. Hofmannſ 17 Krämer weg und an den Kreuztannen 9Dienſtag den 17. Febr. Altenſtadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann 9% Stecken Nadel⸗Scheitholz, 101 Mittwoch den 18. Febr. Lindheim Gaſtwirth Kochs Haus gut!] Donges und Groß 3% 15„ Prügelholz, 110 Oonnerſtag den 19. Febr. Büdingen Salinenhof 12[Klepenſteuber 25%„ Stockholz, 12 Samſtag den 21. Febr. Niedermoxſtadt Wirth Kniß's Haus 10[Jäger 4587 Eichen und Birken⸗Reiſerwellen, 130 Montag den 23. Febr. Friedberg Gaſtbaus zur Stadt Frank.] 3.[Kreß 2162 Nadel⸗Reiſerwellen, furt 975 Gebund Ginſtern, Friedberg den 14. Januar 1857. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. In deſſen Auftrag Wiſſel, Bau ⸗Acceſſiſt. 922„ Doörner, 63 Kiefernſtämme, enthaltend 4041 Cbkfuß, 65 Weißtannenſtämme, 1563„ und 46 Weißtannenſtangen, enthaltend 86 CEbf. an den Meiſtbicetenden öffentlich verſteigert. ſten egyptiſchen Pyramide, die nur 146 Meter, und die des Domes in Straßburg, der nur 142 Meter Höhe hat. In Englaud gehört zu den tiefſten Minen der Abra— hamsbrunnen der bereits vor zwanzig Jahren eine Tiefe von 442 Meter hatte. Die Mine von Docoath iſt 429 Meter tief. Die Kupfermine von Treſaveau hat eine Tiefe von 518 Meter unter dem Meeresſpiegel und von 642 unter der Erdoberfläche. Berechnet man auf dieſe Tiefe die obigen Angaben der Wärme, ſo findet man, daß in den unterſten Galerien die Arbeiter zu allen Zeiten einer Temperatur von 20 Grad Wärme genießen. Die tiefſte Mine, die gegraben wurde, iſt der Eſel— ſchacht bei Kuttenberg in Böhmen, der jetzt unzugänglich iſt. Seine Tiefe betrug 1151 Meter, d. h. etwa 45 Meter weniger, als die Höhe des Veſuvs, oder acht Mal ſo viel, als die Höhe des Straßburger Domes. In ſeiner größten Tiefe herrſchte eine ununterbrochene Hitze von 37 Grad, d. h. eine unerträgliche Temperatur. Die Tiefe der Salinen bei Preußiſch-Minden iſt 680 Meter, indeß unter dem Meeresſpiegel nur 607½ Meter.— Die reiche Mine Joachimsthal in Böhmen iſt zwar 646 Meter tief, geht aber doch noch nicht bis zum Meeresſpiegel hinab. In Mexico iſt die Mine von Valen⸗ ciana bei Guanaxuato beinahe 514 Meter tief, und ihr Grund iſt gleichwohl noch 1817% Meter über dem Mee— resſpiegel. In den Andes findet man noch höher gelegene Minen. Die Feuerquellen von Tſeu⸗lieu⸗tſing iu China haben eine Tiefe von 974 Meter, aber ihre Lage im Verhältniß zum Meeresſpiegel iſt nicht bekannt. Der Pips. Dieſe Krankheit iſt eine der häuftg⸗ ſten in den Hühnerhöfen. Sie entſteht, wenn die Hühner Mangel an reinem friſchen Waſſer haben, oder auch wenn dieſelben hitziges Körnerfutter, etwa Roggen oder Hafer erhalten. Man trifft das Uebel bei den Hühnern, die im Grünen ſich ergehen, weit weniger und ſeltner, als wenn ſie auf Höfe eingeſchränkt ſind. Der Pips iſt eine horn⸗ artige Verhärtung der Zungenhaut, was am Freſſen hin⸗ dert, ſo daß das Huhn bald verhungern muß, wenn nicht ſchnelle Hilfe eintritt. Das damit behaftete Huhn ſitzt oft mit grauſen Federn da, ſperrt den Schnabel auf und läßt von Zeit zu Zeit einen Ton, ähnlich wie„Pip, hoͤren; daher kommt der Name der Krankheit. Wenn der Kamm gelb wird, dann tritt der Tod ſchnell ein. Die Hilfe be— Friedrich Hilbrecht Wittwe nachſtebende Ge⸗ Zulu ſallek. B dis geſel daun Sia daß unbek ſteigerung Bürgen Rodbe Gte 5 670 d 9 Uhr, w kenanſtalt Verſte! 1391 1 Uhr, ſol Holz⸗Os Abbruch Woh. Gro ſteht ausgez ſcharfe Natur nern, beſſtzer verdun Dunzer geſper Kohl reiſe, wird; empfo gewin hinder um be ziemli ausge triebe. augen Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr, und findet die Zuſammenkunft im Diſtrikte J. an den Kreuztannen auf dem ſog. Steinweg ſtatt. Ockſtadt den 7. Januar 1857. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ockſtadt T.. 5. HDolzverſtei gerung. 144] Dienſtag den 20., Mittwoch den 21. u. Don- nerſtag den 22. d. M., jedesmal von Morgens 9 Uhr anfangend, werden im Rodheimer Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Ameisbecke(neben der von Friedberg nach Homburg fübrenden Chauſſee) 23% Stecken Buchen-Scheitbolz, ſteigerung ausgeſetzt. Be 37 1 Eichen 1 Fan. Ey 8 A el[61] Zu Ende des Monats Januar 1857 wer— 59% i Eichen N* den circa 20— 22000 Cubikfuß Eichenſtammholz, 9% 1. 10 605 Eichen-Wellen und 833 Stämme Eichen⸗Bau-, Werk- und Nutz⸗ bolz von 8— 25 Zoll Durchmeſſer und 20 bis 70 Fuß Lange offentlich meiſtbietend verſteigert. Gegen vorſchriftsmätige Bürgſcheine wird Zablungsfriſt bis zum 1. Septbr. d. J. ge⸗ ftattet. Bemerkt wird, daß die zwei erſten Tage bis gegen 11 Uhr ſammtliches Breunbolz und Grundſtück-Verſtelgerung. Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe auf Antrag des hieſigen Bürgers Wilhelm Stritzinger deſſen am Roſenthal liegendes 92 Klafter haltendes 16 Grundſtück einer meiſtbietenden freiwilligen Ver— 150 Friedberg den 14. Januar 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher r 1 Eichenſtammholz-Verſteigerung. zu Eiſenbahuſchwellen hauptſächlich geeignet, im Moxſtadter Markwalde, Oberfoörſterei Düdels— 38 pater bekannt gemacht werden. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxſtadt!— Mickel. ö Frucht ⸗Verſteigerung. (60) Freitag den 23. l. M., Morgens um 14 164] Donnerſtag den 22. l. M., Nachmittags 2 Uhr, werden 50 Malter Waizen, Korn und Gerſte an den Meiſtbietenden im Afmthauſe öffentlich verſteigert. Ockſtadt, den 13. Januar 1857. Freih. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ockſtadt Ter ſſch dahler Holzverſteigerung 465] Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Gräfl. Beinhardswalde verſtei⸗ gert werden: 70 Stecken Buchen-Prügelholz, l g 2 1A 1„ Stockholz, heim, im Diſtrikt Au, an der Frankfurter Straße 190 n„ Reisbolz. bei Niedermoxſtadt gelegen, öffentlich meiſtbie⸗ Forſtbaus Beinhards, den 14. Januar tend verſteigert. Der Verſteigerungstermin wird 1857. Der Graäfliche Revierförſter Obermoxſtadt am 26. Dezember 1856. a rt mann. daun Stammholz zum Ausgebot kommt, und daß unbekannte Steigerer ſogleich bei der Ver- ſteigerung einen zahlungsfähigen inländiſchen Bürgen zu ſtellen haben. 1 A Rodbeim den 8. Januar 1857. n Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim ee Jacobi. Gehölz ä kalt. Bekanntmachung. 17 1581 Dienſtag den 20. l. M., Morgens um 55 N 9. Ubr, wird in den Räumlichkeiten der Kran- 4 K kenanſtalt dahier, im ſog. Eichelhof, der Nach— 8 5 beſtebend in Holzwerk, einer Kommode, einer 47. Bettſtelle, Bettung, Frauenkleidern und der— gleichen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 15. Januar 1857. 3 In Auftrag 4656„ 4 Großberzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Bre nde ener 4375 6 5 Verſteigerung einer Gemeindepforte. 159 Montag den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehaus dabier der Holz⸗Oberbau bieſiger Gemeindepforte auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert werden. Wohnbach, am 14. Januar 1857. 20. d. M., raumt. Bekanntmachung. [62] Mittwoch den 21. Januar, des Morgens 9 Uhr, ſoll im Niederweiſeler Gemeindewald metſtbietend Die Zuſammenkunft iſt am Steinbruch Alten— % Stecken Birken-Prugelbolz, 15 Aspen⸗„ 22 Kiefern⸗. Birken Stockholz, laß der dahier verſtorbenen Anton Nerns Wittwe,——*.. Eichen. 5 8 Aspen⸗. 3175 Stück Wellen Aspen-Reisholz, Kiefern⸗ Kiefer⸗Sparren, Bohnenſtangen. Niederweiſel den 11. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermetſterer Niederweiſel Pau b. 163] Da die Verſteigerung des Faſelochſen der Gemeinde Ockſtadt die Genehmigung nicht er— g W. Burk, halten hat, wird dieſelbe . 9 — a[Faſelochs⸗Verſteigerung. Morgens 10 Ubr, nochmals anbe— Zur Uachricht. 300 Es werden größere Güterſtücke von 150 bis 300 Morgen Gehalt in der Wetterau zu kaufen geſucht. Näheres bei 5 Marcus Strauß 5 in Vilbel. Geſuch. Auf kommenden Peterstag wird in eine Oekonomicküche ein kräftiges, braves Küchen mädchen geſucht, das womöglich ſchon einer derartigen Stelle vorgeſtanden dat; nur mit guten Zeugniſſen verſehene Perſonen werden berückſichtigt. Das Nahere zu erfragen bei der Expedition d. Bl. ** Empfehlung. 139] Der Unterzeichnete macht die Anzeige, daß er alle in ſein Fach einſchlagende Arbeiten, ſo— wohl neue als auch Reparaturen gut und ſchnell fertigt, und daß dem Bezirksboten Sauer in Friedberg Aufträge übergeben werden können. verſteigert Meſſerſchmied in Butzbach. auf Dienſtag den Eine Partbie Wieſendung Ockſtadt den 14. Januar 1857. 166] hat zu verkaufen Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach Großherzogliche Bürgermeiſteret Ockſtadt, Jof Müller, Philippi. Grönin ger. Kufermeiſter. ſteht darin, daß man, nachdem die Zunge ſeitwärts her- ausgezogen worden, die weiße verhärtete Haut mit einem ſcharfen Meſſerchen von hinten nach vorn abzieht. Die Natur hilft ſich dann von ſelbſt, namentlich bei den Hüh⸗ nern, die im Grünen ſich ergehen können. Andere Hühner— beſitzer ſind anderer Anſicht; ſie waſchen die Wunde mit Balka's Apparat zur Schnelleſſigfabri— kation. Seit einiger Zeit werden in Paris wiederholte Verſuche mit einem neuen Apparate zur Schnelleſſigfabri— kation gemacht, für welchen Balka aus Prag auf der all— gemeinen Junduſtrie-Ausſtellung eine ſilberne Medaille er— verdünntem Eſſig und beſtreichen ſie nachher mit friſcher Butter; ſie geben zum Futter dem auf einige Tage ein— geſperrten operirten Thiere Kleie mit gehacktem Salat oder Kohl und Waſſer mit verroſtetem Eiſen als Getränk. Kopulation der Aprikoſen mit dem Kleb— reiſe. Die Kopulation der Aprikoſen mit dem Klebreiſe wird von Herrn von Trapp in Wiesbaden ganz vorzüglich empfohlen, indem man dadurch ein ganzes Jahr an Zeit gewinnt und das Mißrathen der Operation gänzlich ver— hindert. Die Operation geſchieht nach Herrn v. Trapp um beſten zu der Zeit, da die Wildlinge in der Vegetation ziemlich vorangeſchritten ſind und die Blätter ſchon ſtark ausgetrieben haben. Dabei wird der vor Johannis ge— triebene Theil eines mit vier bis fünf geſunden Laub— augen verſehenen Reiſes verwendet. halten hat. Der Apparat beſitzt vor den jetzt gebräuch— lichen den Vortheil einer groͤßern Schnelligkeit und Billig— keit. Balka benutzt auf ſinnreiche Weiſe die Eigenſchaft der Holzkohle, Gasarten und ihre Oberfläche zu verdichten. Der mit Waſſer verdünnte Alkohol fließt tropfenweiſe in ein cylindriſches Gefäß, welches mit Holzkohlen-Kleie ge— füllt und ſo aufgeſtellt iſt, daß ein fortwährender Luftzu⸗ triit von unten ſtattfinden kann. Die Kohle verdichtet auf ihrer Oberfläche den Sauerſtoff der Luft, von dem ein Theil ſich mit dem Waſſerſtoffe des Alkohols zu Waſ— ſer verbindet, während der andere Theil mit der ſo ent— ſtandenen acetiſchen Säure in Verbindung tritt und ſo verdünnte Eſſigſäure bildet, die aus dem durchloöcherten Boden des Kohlengefäßes abfließt. Um die Eſſigbildung noch zu erleichtern, iſt die Holzkohle mit ſchon fertigem Eſſig getränkt. 20 ereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen ſind zu den Preiſen: 1000 Stück zu fl. 4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 50 Stück zu 15 kr., 25 Stück zu 9 kr. zu haben in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Billigſtes illuſtrirtes Kamilienblatt! [25] Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Quartal der bei Eruſt Keil in Leipzig erſcheinenden Wochenſchrift: 1 2 f 0 b 0 5 1 Die Gartenlaube. Wöchentlich 1½—2 Bogen, mit vielen prachtvollen Jlluſtrationen. Vierteljäbrlich 15 Ngr. oder 54 kr. 5 Mitbin der Bogen nur circa 7 Silberpfennige. Die große Verbreitung unſeres Blattes, welche die aller übrigen deutſchen Blatter weit übertrifft, macht eine nochmalige Anempfehlung deſſelben überflüſfig. Wir bemerken deßhalb nur, daß die Gartenlaube auch im nächſten Quartale ihren Leſern bieten wird: Gute Novellen und Erzäblungen von anerkannten deutſchen Autoren,(keine Ueberſetzungen).— Schilderungen aus dem Volksleben, der Sittengeſchichte und der Länder- und Völkerkunde.— Belehrende Exläuterungen zu den Begebenheiten und Perſönlichkeiten des Tages, vertreten durch ſtehende Mitarbeiter in London, New⸗ Jork, Berlin, Zürich und Bukareſt.— Populär- naturwiſſenſchaftliche Mittheilungen von Roßmäßler.— Beiträge zur Kenntniß des menſchlichen Körpers und einer vernünftigen Geſundheitslehre, über Nahrungsmittel, Geſundheitsregeln ze. von C. 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Baruch Hecht. 70] Auf kommenden Peterstag wird auf einem Oekonomiegut eine tüchtige Haushälterin geſucht, welche gut kochen kann und in allen häuslichen Geſchäften wohl erfahren iſt. Offer—⸗ ten mit beigefügten Zeugniſſen beſorgt unter Chiffer E. M. die Exp. d. Bl. Geld ⸗Cours. Frankfurt, am 14. Januar 1857. Piſtolen: fl. 19 38/39%½ Frigdriched ee„ 9 557-568 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 Rand⸗Ducaten. 9 1 5 31 20 Frankftücke„ 9 18-19 Engliſche Souverains..„11 38-42 Preußiſche Thaler„—— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45 eee ee fe eee. Kirchliche Anzeigen. 2. Sonntag n. Epiph. den 18. Jan. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Georgi. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Sell. Nachmittags: Hr. Candidat Pfannmüller. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 3.) Gezogene 9 ummer. — 8 — D 1856 2—