— riedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ 2 2 1* Einrückuge 5 eimal, 9 J 0 I buten ückungsge⸗ 8 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, N a, oder deren Raum be ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ſammen 7 kr. Nu. 12. Dienſtag, den 10. Februar. 1837. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Stiftung eines allgemeinen Ehrenzeichens. Wir eröffnen Ihnen zur Befolgung Ausſchreibens Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 16. Januar 1857, zu Nr. M. d. J. 525, Amtsblatt Nr. 2, daß in Zukunft jeder vorkommende Sterbfall eines mit dem allgemeinen Ehrenzeichen Decorirten von dem betreffenden Bürgermeiſter oder Beigeordneten uns zur weſteren Veranlaſſung ange— zeigt werden ſoll. In vorkommenden Fällen wollen Sie ſich hiernach genau bemeſſen. Friedberg den 7. Februar 1857. In Verhinderung des Kreisraths: de Beaucla ir, Kreisaſſeſſor. An Dieſelben und die Gendarmerie des Kreiſes. Betreffend: Das Landgeſtüt— nunmehr die Unterſuchung der als Beſchäler benutzt werdenden Hengſte von Privatperſonen für 1857. Nach eingelangter Benachrichtigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 28. Januar l. J. zu Nr. M. d. J. 1582, und in Folge der angeordneten Unterſuchung derjenigen Hengſte, welche von Privatperſonen für das Jahr 1857 als Beſchaͤler benutzt werden wollen, ſind die Hengſte folgender Perſonen, und zwar: 1) des Freiherrn Adalbert von Nordeck zur Raben au zu Londorf, Kreis Grünberg, Hengſt, von Farbe Schimmel; 2) des Großherzoglichen Oberfoͤrſters Haberkorn zu Windhauſen, Kreis Alsfeld, Hengſt, von Farbe dunkelkaſtanien— braun ohne Abzeichen, 15 Fauſt hoch und 7 Jahre alt; 3) des Heinrich Knauf von Fiſchbach, Kreis Alsfeld, Hengſt, von Farbe braun, ohne Abzeichen; 4) des Johannes Fiſcher J. von Hutzdorf, Kreis Lauterbach, Hengſt, von Farbe kaſtanienbraun mit Blümchen, beide Hinterfuͤße weiß; 1 5) des Pachters Wagner zu Rudlos, Kreis Lauterbach, Hengſt, Rapp ohne Abzeichen; N zur Zucht für 1857 für tauglich befunden und mit Erlaubnißſcheinen verſehen worden. Wir beauftragen Sie, darüber zu wachen und reſp. wachen zu laſſen, daß außer dieſen Hengſten keine weitere Hengſte von Privatperſonen zum Bedecken von Stuten für 1857 verwendet und die Eigenthümer ſolcher nicht mit Erlaubnißſcheinen verſehenen, demohnerachtet aber zum Bedeckeu benutzt werdenden Hengſte unnachſichtlich zur Anzeige gebracht werden. Friedberg am 7. Februar 1857. In Verhinderung des Kreisraths: de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Bekanntmachung. In dem Großherzoglichen Landeshospital Hofbeim ſind mehrere Stellen für Krankenwärter vacant. Der Gehalt beträgt nach Maßgabe der Brauchbarkeit und des Dienſtalters 70—100 fl. bei vollſtändig freier Station. Es werden nur unverheirathete, geſunde, kräftige und gewandte Leute aufgenommen, die leſen und ſchreiben können und ſolche bevorzugt, die im Großherzoglichen Militärdienſt geſtanden, oder ein Handwerk: beſonders Schneider, Maurer oder Schloſſer erlernt haben. Die Concurrenten haben über die geforderten Eigenſchaften und namentlich über Treue, Rechtſchaffenheit und ſoliden Lebenswandel ausführliche Zeugniſſe des Ortsvorſtandes, des Geiſtlichen, der Militärbe— hörde und der etwaigen Dienſtherrſchaft beizubringen und ſich bei der Großberzoglichen Direction des Landes hospital Hofheim zu Hofheim perſönlich vorzuſtellen. Friedberg am 9. Februar 1857. Großherzogliches Kreisamt Friedberg In Verhinderung des Kreisraths: de Beaucla ür, Kreisaſſeſſor. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Edictalladung. ö Ae ee N 857, Das Präcluſiv-Erkenntniß wird übrigens nur 5 8 0. 2 auf der Gerichtsſtube eröffnet. (1001 Nachdem Valentin Wehrbeim V. von entweder in Perſon oder durch gebörig zu be⸗ f chte ff 85 Lirdorf ſeine Zahlungsunfäbiakeit angezeigt hat, vollmächtigende Stellvertreter ſo gewiſſen anzu⸗ Homburg den 9. Januar 1857. ſo werden alle diejenigen, welche Anſprüche ir- melden und auszuführen, anſonſt der Nichter⸗ Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt gend welcher Art an denſelben zu haben ver⸗ ſcheinende von der vorhandenen Maſſe wird F C. Stäube ſandt. meinen, hiermit aufgefordert, ſolche im Termin ausgeſchloſſen werden. Bekanntmachung. 1165] Montag den 16. J. Mts., Morgens um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathbauſe der Nach⸗ laß des dahier verſtorbenen Konrad Weiß von Wallersdorf, beſtehend in einem Oberrock, einem Frack und ſonſtigen Kleidungsſtücken, Weißzeug, einer filberne Taſchenuhr und dergleichen Mo⸗ bilien, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. Februar 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großberzoglches Ortsgericht Friedberg: Der Vorſteher ere Bekanntmachung. 11661] Freitag den 13. Februar, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathbauſe eine gol⸗ dene Taſchenuhr meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. Februar 1857. In Auftrag i Landgerichts Friedberg. Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Fuhrwerks unter Nr. 6 gegebenen Beſtunmun⸗ Großherzogliches Ortsgericht Friedberg: Der Vorſteher B Bekanntmachung. [167] Nachdem durch die Herzogliche Landes⸗ Regierung unterm 12. Dezember 1854, 12. Ok⸗ tober 1855 und 28. Januar 1857 die derma⸗ ligen polizeilichen Beſtimmungen über den Ge⸗ brauch der Landſtraßen feſtgeſtellt worden ſind, in Anſehung deren auf den in den an den Landſtraßen gelegenen Wirthshäuſern des Her⸗ zogthums, und namentlich des hieſigen Amtes, befindlichen Anſchlag beſonders verwieſen wird, wird in Nachſtehendem der wichtigſte Jubalt dieſer Beſtimmungen hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht: 1) Bleibt ein Fuhrwerk über Nacht auf der Straße ſtehen, dann muß es durch brennende Laternen bis zum Tagesanbruch bemerkbar ge⸗ macht werden. Lange, über die Wagen hinausgehende Bau⸗ hölzer dürfen bei Nacht nur dann transportirt werden, wenn durch eine Laterne die Ladung erkenntlich gemacht worden iſt. 2) Die Räder dürfen nur durch Hemmſchuhe oder Mechanik gebemmt werden. Der Ge— brauch von Hemmſchuhen mit Haken oder Schrauben iſt nur dann erlaubt, wenn die Straßenfläche mit Eis bedeckt iſt. Wer gegen die Beſtimmungen unter Nr. 1 oder 2 handelt, verfällt in 30 kr. bis 5 fl. Strafe, wovon der Denunciant die Hälfte er— hält; der jedoch, welcher vorſchriftswidrige Hemmſchuhe führt, in 3 bis 15 fl. Strafe. 3) Auf den Landſtraßen des Herzogthums darf nur ſolches Fuhrwerk gebraucht werden, das durchaus glatte Radreife hat, an welchen keine Schrauben, Nägel u. dgl. vorſtehen. 4) Vierrädrige Wagen dürfen mit nur höch⸗ ſtens acht Pferden, zweirädrige Fuhrwerke mit nur höchſtens vier Pferden, die ſtellenweiſe gebraucht werdenden Vorſpannpferde ausge— nommen, beſpannt werden. Von dieſem Ver— bot ſind nur Ladungen einer untheilbaren Laſt ausgenommen. 5) Die Breite der Radfelgen muß betragen: a. für Karren bei einer Beſpannung von 2 bis 3 Pferden 3½ Zoll neues naſſauiſches Werkmaas, bei einer ſtärkeren Beſpannung 5 ½ Zoll, b. für Wagen bei einer Beſpannung von 2 bis 4 Pferden 3½ Zoll, bei einer ſtärke⸗ ren Beſpannung 5½ Zoll, und werden bei der Beſpannung zwei Ochſen, Kühe oder Eſel einem Pferde gleich gerechnet. 6) Das landwirthſchaftliche Fuhrweſen muß an Radfelgenbreite beſitzen: a. wenn das Fuhrwerk nur zu eigenem Ge— brauche dient, wenigſtens 2 Zoll neu Naſſ. Werkmaas, 46 b. wenn damit auch Lohnfubren unternommen werden, bei einer Beſpannung von zwei Pferden ebenfalls wenigſtens 2 Zoll, bei einer Beſpannung von mehr Pferden we⸗ nigſtens 3% Zoll. Alle Fuhrwerke jedoch, welche nur mit einem Pferde oder einer dieſem gleichſtehenden Zugkraft beſpannt ſind, ſind von einer Beſtimmung über die Radfelgenbreite ausgenommen. Haben bei den Fuhrwerken, die einer Be⸗ ſtim mung über die Radfelgenbreite unterworfen ſind, die Räder verſchiedene Felgenbreite, ſo müſſen die ſchmalſten Räder ſchon die verord⸗ nete Felgenbceite beſitzen. Die Fuhren der Müller und Ziegler ſind rückſichtlich der Felgenbreite dem landwirth⸗ ſchaftlichen Fuhrweſen gleichgeſtellt. Wer gegen die Beſtimmungen unter Nr. 3 bis 6 handelt, verfällt in eine Strafe von 3 fl. bis 15 fl., wovon der Denunciant die Hälfte erhält. 7) Die hinſichtlich des landwirthſchaftlichen gen treten erſt mit dem 1. Januar 1860 in Kraft, alle übrigen Beſtimmungen dagegen be— finden ſich bereits in Wirkſamkeit. Reichelsheim, den 7. Februar 1857. Herzoglich Naſſauiſches Amt. v. Preuſchen. Eichen⸗Stammholz Verſteigerung. 1168] Montag den 16. Februar d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in dem hieſigen Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Eichwald, an Ort und Stelle 33 Stück Eichen⸗Stämme= 6000 Cu⸗ bikfuß Inhalt, öffentlich meiſtbietend verſteigert, welches mit dem Aufügen veröffentlicht wird, daß dieſelbe ihrer Qualität wegen beſonders zu Eiſenbahnſchwellen ꝛc. geeignet erſcheinen. Altenſtadt den 5. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt K reſu det. Holzverſtei gerung. [169 Donnerſtag den 12. d. M., von 10 Uhr Vormittags an, ſollen in dem hieſigen Ge⸗ meindewald folgende Holzſortimente, als: 6 Stecken Eichen- und 5 Stecken Birken⸗ Prügelholz, 26½ Stecken Buchen⸗, 2% Stecken Eichen⸗ und 2¼ Stecken Birken⸗Stockholz, 1550 Stück Buchen- und 525 Eichen Aſt⸗ reiſer⸗Wellen, 3000 Stück Eichen⸗ 10 Fuß lange Durch⸗ forſtungswellen, zu Bohnenſtangen und Fachgerten brauchbar, 125 Stück Birken⸗ und 350 Kiefern⸗Wellen, 6 Eichen⸗Werkholzſtämme von 7 bis 15 Zoll Durchmeſſer, 20 Buchen⸗ und 8 Eichen⸗Werkholzſtangen zu Langwieden und Leiterbäumen brauch⸗ bar, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt im Diſtrikt Galgenheck beim Wickſtädter Wald. Bönſtadt den 4. Februar 1857. ee Bönſtadt e i bel. 64 fl. 35 kr. Kaufſchilling Lt7o] können gegen doppelte Verſicherung in der Kirchenkaſſe zu Münſter als Pfarrdeſol⸗ dungskapitalien ausgeliehen werden. Ziegenberg am 7. Februar 1857. R. Bindewald, Kirchenrechner. Weißgerbergeſellen [151] finden bei gutem Lohn dauernde Be⸗ ſchäftigung in der Lederfabrik, Louiſenſtraße Nr. 26 in Offenbach. bee a [171] Montag den 16. Februar l. J. werden im Diſtrikte„aa an der ſog. Wetzlarer ⸗Straße⸗ 09 Stecken Buchen⸗ 7 Eichen⸗. 18%„ Birken u. Scheichogt 35„ Nadel⸗ 8„ 1 9 ichen⸗ 2 5 162½„ Birken⸗ 0 Prügelholz; 10 7 2 05 16% 10 ichen⸗. 267 55„ Stock⸗ u. Stockholz; 2„ Nadel- 1100 Stück Buchen⸗ 575 17 Eichen⸗. 11250 ä, Birken⸗ 9 Wellen; dann 425„ Nadel⸗ f 2% Wagen Allerleiholz an den Meiſtbictenden unter den bekannten Be⸗ dingungen verſteigert. Zuſammenkunft und Anfang um 9 Uhr Vor⸗ mittags unten am Viehtriebe. Diejenigen Quantitäten, welche am obigen Tage nicht mehr zur Verſteigerung gelangen ſollten, werden den nächſtfolgenden Dienſtag, den 17. d. M., zur Verſteigerung ausgeſetzt. Ockſtadt den 7. Februar 1857. Freih. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Ockſtadt Tröſch. Bekanntmachung. L172] Mittwoch den 18. Februar, des Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe da⸗ hier die in der Gemarkung Niederweiſel leih⸗ fällig werdende Jagd verpachtet werden. Die Bedingungen liegen auf dem Bürgermeiſterei⸗ Büreau offen. Bemerkt wird, daß das 400 Morgen haltende Gut des Freiherrn von Wieſenhütten ausge⸗ nommen ift. Die Gemeinde hat 4256 Mor⸗ gen Acker und Wieſen und 2700 Morgen Wald. Niederweiſel den 5. Februar 1857. Großherzogliche e Niederweiſel a u b. Verſteigerung von Bauarbeiten. 1173] Montag den 16. Februar, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Mün⸗ zenberg die zur Reparatur des dafigen Hospi⸗ talgebäudes erforderlichen Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Schreinerarbeit beträgt nach dem Voranſchlag 127 fl. 24 kr. „ Glaſerarbeit, 42„—„ „ Schloſſerbeit, 34%—„ „ Maurerarbeit, 1% 48„ „ Weißbinderarbeit, 51% 27„ Münzenberg den 6. Februar 1857. Für den Hospitalvorſtand: Jäger, Bürgermeiſter. Holzverſteigerung. [157] Freitag den 13. Februar d. J., Vormit⸗ tags um 9 UÜhr, ſollen im Oberrosbacher Ge⸗ meindewald, Diſtrikt alter Buſch: 1 Stecken Buchen⸗ Scheitholz, 55½%„„ Prügelholz, 8%„ Eichen⸗ 55 30%„ Buchen⸗Stockholz, 6150 Buchen⸗ und 725 Eichen⸗Wellen Reiſerholz und 17 Buchen⸗Stangen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 4. Februar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blecher. 11 0 0 fl. 1174] liegen in dem Kirchenfond zu Petter⸗ weil gegen gerichtliche Obligation entweder im Ganzen oder e zum Ausleihen bereit. ey gand, Kirchenrechner. gang lich b Pfent Jahr auch 0 9 mit def ſchon handel 1 Jeden! gangenb und WI 2 und Gu oder zu unſer 9 Bilder! derfland 2 ſchffe, Unſer 5 dem d ſchaft der bed die zu Unterha ſconfen die wir rung az ſerem dem Le die be Stahl derden dae t OGe⸗ * = * Annonce. 1175] Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß ich vom 15. Februar d. J. an in Gießen wohne, und bitte nur untenſtehende Annonce meines Sohnes zu beachten. M. Bock 1. Lich den 5. Februar 1857. 1 E 5 0 Geſchäfts⸗ Eröffnung. Bezugnehmend an obige Annonce meines Vaters theile hierdurch mit, daß ich den 15. Februar d. J. in Gießen ein Bank-, Wechſel-& Gütergielgeſchäft eröffne, wozu ich mich unter Zuſicherung reellſter Bedienung beſtens empfohlen halte. Lich den 5. Februar 1857. M. Bo ck, Sohn. Im Verlage von Eduard Hallberger in Stuttgart erſcheint: Die illuſtrirte Welt. Blätter aus Uatur und Leben, Wiſſenſchaft und Kunſt. Zur Unterhaltung und Belehrung für die Familie, für Alle und Jeden. Die Illuſtrirte Welt beginnt mit dem Jahre 1857 ihren fünften Jahr— gang. Dieß ſchöne Werk erſcheint in 12 Monatsheften. Der ganz ungewöhn— lich billige Subſcriptionspreis beträgt 18 kr. monatlich, alſo kaum? Pfennige oder einen halben Kreuzer täglich— geiſtige Nahrung für das ganze Jahr und ein wahres Prachtwerk im vollſten Sinne des Wortes. Außer dieſem Prachtwerke ſelbſt erhalten die verehrlichen Subſcribenten auch noch eine Gratis⸗Zugabe in dem als wahres Kunſtblatt anerkannten Pracht⸗Stahlſtich Pilger auf dem St. Petersplatze in Nom, gemalt von Paul DelaRoche— geſtochen von Francois, 22 Zoll hoch und 27 Zoll breit, mit dem zwölften Hefte und bei Vorausbezahlung von 3 fl. 36 kr. ſchon mit dem zweiten Hefte.— Der Preis dieſes Stahlſtichs iſt im Kunſt handel 15 fl., was wohl genügend für deſſen Werth ſpricht. Die ganze Welt in Bild und Wort, für's Auge, für den Geiſt, für's Herz, für Alle und Jeden! ſo lautet das Motto unſerer Zeitſchrift, die in reichem Wechſel Altes und Neues, Ver- gangenheit und Gegenwart, aus allen Zonen und Ländern, durch die tüchtigſten Kräfte der Kunſt und Wiſſenſchaft unterſtützt, an den Blicken des freundlichen Leſers vorüberziehen laſſen wird. Was immer die Aufmerkſamkeit und die Theilnahme des wißbegierigen, für das Schöne und Gute empfänglichen Menſchen feſſeln kann, was dem Geiſte Stoff zum ernſten Nachdenken oder zu unterhaltender Plauderei im öffentlichen Leben wie am häuslichen Heerde bietet, was unſer Herz bilden, unſer Wiſſen erweitern kann,— werden wir durch gediegene und anſprechende Bilder lebendig und anſchaulich darſtellen, durch erſchöpfenden und unterhaltenden Text klar und verſtändlich ſchildern. Wie die großen Erfindungen der gewaltig ſchaffenden Gegenwart, Eiſenbahnen und Dampf⸗ ſchiffe, uns mit Rieſenſchnelligkeit nach allen Enden der Welt führen, wohin unſer Geiſt und unſer Herz ſich nur ſehnen mag, ſo werden wir durch das raſche Wort und Bild die ganze Welt dem Leſer in ſeinen Ruheſtunden vor die ſtaunenden Augen zaubern. Die Kenntniſſe, die wir aus großer Männer Forſchungen in Natur und Leben, in Wiſſen⸗ ſchaft und Kunſt gewonnen, ſollen Gemeingut werden— und dazu mit dem ganzen Aufwande der bedeutenden Kräfte, über die wir gebieten können, beizutragen, iſt der Zweck dieſer Bliitter, die zu gleicher Zeit anregen und zerſtreuen, Unterhaltung in der Belehrung, Belehrung in der Unterhaltung bieten werden. Die Unterhaltung bieten wir in einer durch alle Hefte ſich ziehenden bunten Reihe der ſchönſten, mit beſonderer Sorgfalt gewählten Erzählungen, Novellen, Reiſe- und Sittenbilder, die wir von Jahr zu Jahr mit prachtvolleren Bildern zu illuſtriren ſuchten, während die Beleh— rung aus allen Zweigen der Wiſſenſchaft nie das trockene Gepräge, das ihr ſonſt anklebt, in un⸗ ſerem Werke trägt, ſondern in unterbaltender Form und durchgängig von Illuſtrationen belebt, dem Leſer gleichſam ſpielend Kenntniſſe zuführt, die er ſich ſonſt nur mühſam zuſammenlieſt. Indem wir uns zu geneigten Aufträgen empfehlen, bemerken wir, daß die beiden erſten Hefte von 1857 und der als Gratis-Zugabe beſtimmte Pracht— Stahlſtich bei uns eingeſehen werden können. C. Bindernagel's Buchhandlung. Verſteigerung. 1176] Mittwoch den 11. d. M., des Morgens 9 Ubr anfangend, werden gegen gleich baare Zahlung verſteigert, Tiſche mit Bänken für Wirthſchaften geeignet, 8 Tiſche und mehrere Nähtiſchchen, Kleiderſchränke, Küchenſchränke mit Glasſchränken, ſechs Commode, ein Schreib⸗ ſeeretär, ein Schreibpult, mehrere Dutzend Stühle, mit Leder überzogene Seſſel, 2 Oefen, 2 kupferne Keſſel, Waſchbütten, Stückfäſſer, ſo⸗ wie ſonſtige Hausgeräthſchaften. Außerdem habe ich 2 Wagen und mehreres Pferdegeſchirr zu verkaufen Die Fortſetzung ſoll Donnerſtag den 12. d. M. geſchehen und mit einer Chaiſe, ſowie mit einer Fruchtfegemühle der Anfang gemacht werden. Fauerbach II. am 6. Februar 1857. Heinrich Leonhardt. 72 ee. Geſchäfts Eröffnung. [163] Der Unterzeichnete macht die ergebene Anzeige, daß er ſich dahier als Bau⸗ und Möbelſchreiner ctablirt hat und empfiehlt ſich mit allen in dieſes Fach einſchlagenden Arbeiten unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung. Fauerbach II. am 2. Februar 1857. Friedrich Schwalb, Schreinermeiſter. ——— n Caſino. [177] Der 2. Ball der Caſinogeſellſchaft wird Freitag den 20. Februar, Abends balb 8 Uhr, im Saale des Hotel Trapp abgehalten. Friedberg den 7. Februar 1857. Der Stellvertreter des Präſidenten Curtman. Friſche 3 Lein⸗ und Saamen⸗Kuchen [178] zu billigen Preiſen ſind zu baben bei F. B. Schwarz in Reichelsheim. 11791 Kapitalien von 100 fl. bis 10,000 fl. können ausgeliehen werden durch Baruch Hecht. Empfehlung. 1180] Meine Freunde und Bekannten ſetze ich hiermit in Kenntniß, daß ich wieder mit friſchen Garten-Sämereien aller Art beſtens verſehen bin. Friedberg. Leineweber, wohnhaft bei Wtw. Stamm in der Meszgergaſſe. Geſindeprämie. [181] Diejenigen Mitglieder des hieſigen Hülfs⸗ vereins, welche für Perſonen ihres Dienſtes Geſindeprämien glauben beanſpruchen zu dürfen, wollen ihre darauf bezüglichen Geſuche längſtens bis zum 1. März l. J. bei dem Vor⸗ ſitzenden des Vereins, dem Gr. Director Dr. Dieffenbach dahier einreichen, indem ſpäter ein— laufende nicht berückſichtigt werden können. Friedberg den 8. Februar 1857. Der Secretär des Vereins: DP Sell! Apfel- Gelee pfel- Gelee. 133] als Erſatz für Latwerge, iſt in der be— kannten delikaten Qualität wieder eingetroffen bei Wilhelm Fertſch. 48 Pereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſehen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen ſind zu den Preiſen: 1 f 1000 Stück zu fl. 1. 30, 100 Stück zu 28 kr., 30 Stück zu zu haben in C. Vindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Poſt-Dampfſ chifffahrt zwiſchen — 182] Die erſte Expedition findet ſtatt: Germania am 15. März, Hanſa am 3. April. Paſſagierpreiſe einſchließlich freier Bekoſtigung: Cajüte: Zwiſchendeck: für jede Perſon über 10 Jahre fl. 240. fl. 100. für jede Perſon unter 10 Jahren fl. 120. fl. 80. Säuglinge unter einem Jahre ſind frei. Nähere Auskunft ertheilt und zum Abſchluß von Ueberfahrts-Verträgen empfiehlt ſich beſtens Die Haupt-Agentur Friedberg: Chriſtian Hecht. Großer brillanter Maskenball zu Friedberg. (1831 Mit hoherer Genehmigung findet Sonntag den 22. Februar d. J. unter den in einer circulirenden Subſcriptionsliſte feſtgeſtellten Beſtimmungen im Saale des Guſtav Gerlach dahier ein großer Maskenball ſtatt, zu welchem die Unternehmer hierdurch freundlichſt einladen. Für brillante Beleuchtung und Decoration des Saales, gut beſetztes Orcheſter, ſowie prompte Bedienung in wirthſchaftlicher Beziehung wird beſtens geſorgt. Eintrittskarten zu dieſem Balle werden bei den Herren H. Hahn, Gebr. Simon in den drei Schwerdtern, Gaſtwirth Hecht, G. Gerlach, H. Weller u. J. Burk zu den feſtgeſetzten Preiſen abgegeben. Friedberg im Februar 1857. Die Ball⸗ Unternehmer. A belſchkorngrics& Haidegrütze 1184) ſowie vorzügliche Gemüſenudeln pr. Pfd. 20 Kreuzer, und Grünkorn * pr. Pfd. 14 Kreuzer, empfiehlt J. A. Windecker, nächſt der Burg. Geſichtsmasken und Särte 11851 ſind zu billigen Preiſen zu haben bei Heinrich Diehl, in der Uſergaſſe. ————— 2————.— Kirchenbuchsauszug. Getaufte. 2. Februar. Eine unehl. T., Louiſe Chri⸗ ſtiane Friedericke, geb. 24. Jan. Marktberichte. Friedberg, 6. Februar. Waizen 13 12 Korn 9 fl. 14 kr.; Gerſte 7 fl. 37 kr.. Grünberg 7. Febr. Waizen 12 fl. 58 kr.; Korn 9 fl. 43 kr.; Gerſte 7 fl. 39 kr.; Hafer 4 fl. 38 kr.; Erbſen 9 fl. 45 kr.; Molter 8 fl. 20 kr. Frankfurt, 9. Februar. Bei lebhaftem Ge⸗ ſchäfte Weizen 13 fl. 20 kr.; Korn 9 fl. 30 kr. Gerſte 7 fl. 5055 kr.; Hafer 4 fl. 40 kr. Mainz 6. Febr. Waizen 14 fl. 12 kr.; Korn 11 fl. 15 kr.; Gerſte 10 fl. 20 kr.; Hafer 4 fl. 40 kr. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 17. Februar. S 8 Fried⸗ Butz ⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1JRoggenbrod, ¼ Korn⸗ f und ½ Gerſtenmehl A 2*„„ 6 1 61 1 4„* 0 eie gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1% Korn- u./ Waizenmehlf 3 2 3 2 2 2„ 7 71— Nb 4 7 5 7 14— 141— Loth Loth Miſchbrodes. i — Waſſer weck 1915 — Gemiſchte(Tafel-) Brod 15 1745 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. Ochſenfleiſch h 14 214 2 Kuhfleiſch, gemäſtetes[11211 2 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 Schweinefleiſch.. 16— 16— Hammelfleiſhch h 11211 2 Nee 41 2 2 Schaaffleiſc h. 17——.— Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— Bratwurſt„ eee Schwartenmagen. 18— 18— Geräucherter Speck.— 31/231 2 Sbrifleiſc hh 212 Schin ten 2 23 2 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 „ unausgelaſſen 23 2 23 2 Nieren fett.. 232 23/2 Hammelsfett 1616— 1161— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. 90010 Jus zahl etwa hi Zuſar herzof Ord. Ni. N 29 250 251 252 203 801 00 200 267 258 259 200 261 202 83 Yet vom 2 den E Geiſfli kanntm vom 2 d. Rot von 5 Zogthuf Oroßh. gung Jan., rung d ſerſen