U Friedberger Intelligenzblatt. Erxſcheint wo chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei- tag. Preis jährl. kr Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ele Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.% Einrückungsge bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum ſammen 7 kr. * 3. Freitag, den 9. Januar. 1837. Auszug aus dem Grofſtiherzoglichen Negierungsblatt. Nr. 43 vom 13. Deebr. enthält: 1. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 5. Dec., welche, unter Bezug— nahme auf das Regulativ vom 26. Juni 1828 über die Behandlung der mit den Staatspoſten verſendet werdenden Pakete hinſichtlich der Zollentrichtung, zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß vom 1. Januar 1857 an in dem Großherzogthum nur noch 3 Nebenzollämter 2. Kl. für die Zollabfertigung von Poſtſtücken, und zwar zu Alzei, Bens— heim und Friedberg beſtehen werden. Die Gr. Zollſtellen, bei welchen die mit der Poſt aus dem Zollvereins-Auslande eingehenden Pakete revidirt und verzollt werden können, ſind demnach von dem genannten Zeitpunkt an noch: 1) die Hauptzollämter zu Gießen, Mainz und Offenbach, 2) die Nebenzollämter 1. Kl. zu Alsfeld, Bingen, Darm— ſtadt und Worms, und 3) die Nebenzollämter 2. Kl. zu Alzei, Bens— heim und Friedberg. Außerdem iſt das Landgräflich Heſſiſche Neben— zollamt 2. Kl. zu Homburg v. d. H. zur Reviſion und Verzollung von Poſtſtücken ermächtigt.— Für Pakete, die aus dem Zollvereins— Ausland mit der Poſt eingeführt werden und nach anderen, als den genannten Orten beſtimmt ſind, kann die Poſtbehörde die Stelle des Adreſſaten bei der Reviſion und Eingangs-Verzollung vertreten.— II. Bekanntmachung, betreffend eine nachträgliche Adelswahl zur zweiten Kammer der Stände.— III. Errichtung einer Poſt⸗ expedition zu Niederwöllſtadt vom 1. Dec. d. J. an.— IV. Bekannt⸗ machung Gr. Oberpoſtinſpection vom 29. Nov, daß mit dem 1. Dec. neben dem bisher ſchon beſtandenen Eilwagen tägliche Poſtomnibus— fahrten zwiſchen Bensheim und Worms in Wirkſamkeit treten.— V. S. K. H. der Großherzog haben am 9. Dec. den Gr. Geheim. Staatsrath v. Bechtold zum Landesherrlichen Commiſſär für die 1. Kammer der Stände, ſodann zu Mitgliedern der Einweiſungscom— miſſion für die 2. Kammer den Gr. Geh.-Rath Frhn. v. Starck und den Gr. Miniſterialrath Frhrn. v. Rieffel allergnädigſt zu ernennen geruht.— VI. Dienſtnachrichten: am 31. Decbr. 1855 wurde dem Jacob Müller zu Niederwöllſtadt, welchem die Poſtexpeditorſtelle bei der proviſoriſchen Poſtexpedition daſelbſt übertragen worden, die lan- desherrliche Beſtätigung ertheilt; am 13. Novbr. 1856 Oberbaurath mandeurkreuz 2. Cl. und dem Rendant und Diſtrictseinnehmer Rei— chenbach zu Oppenheim das Ritterkreuz 2. Cl. des Ludewigsordens, 13. Oct. dem Ziegler Weis aus Biedenkopf, 6. Novbr. dem Ober— pionnier in der Pionniercompagnie Stegmann, dem Gefreiten im 3. Inf.-Reg. Balzer und dem Musketier in demſelben Regiment Schmitt und am 2. Decbr. dem Voranzieher Fried in Mainz das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:„Für Rettung von Menſchenleben“, ſowie am 14. Dec. dem Geh. Regierungsrath und Ceremonienmeiſter Irhrn. v. Nordeck zur Rabenau das Comthurkreuz 2. Cl. des Ver— dienſtordens Philipps des Großmüthigen. V. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: am 2. Decbr. dem Profeſſor der Mediein Dr. Phöbus zu Gießen für den ihm von S. Maj. dem Kaiſer von Rußland verliehenen St. Annenorden 3. Cl.; am 12. Dec. dem Gr. Conſul Kellner zu Odeſſa für das ihm von S. M. dem Könige beider Sicilien verliehene Ritterkreuz des Franciscusordens.— VI. Na- mens veränderung; am 18. Novbr. wurde der Maria Margaretha Ranſtadt und der Chriſtiane Jacobine Strohhauer zu Butzbach ge— ſtattet, künftig den Familiennamen„Rühl“ zu führen.— VII. Pa⸗ tentertheilungen: am 22. Nov. dem Fabrikanten J. Bloch zu Darm⸗ ſtadt und Werkführer K. Bender zu Offenbach das ausſchließliche Recht zur Anwendung der von ihnen erfundenen und näher beſchrie— benen Fadeneinfaßmaſchine für den Umfang des Großherzogthums auf die Dauer der nachſten 5 Jahre und dem Gußſtahlfabrikanten Guſtav Brüminghaus zu Dortmund in Weſtphahlen desgl. zur Anwendung des von ihm erfundenen näher beſchriebenen Verfahrens, Roheiſen zu raffiniren, ebenſo für 4½ Jahre am 2. Deebr. dem Fabrikanten Wilhelm Wecker zu Heilbronn für das von ihm durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterte Verfahren, um Bier, beſonders in nicht ganz gefüllten Fäſſern, vor dem Verderben zu ſchützen.— VIII. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großberzog haben allergnädigſt ge— ruht: am 12. Sept. den Handelsmann F. W. Keutgen zu Newpork zum Gr. Conſul daſelbſt zu ernennen; 20. Nov. dem Pfarrer Becker zu Okarben die ev. Pfarrſtelle zu Oberwiddersheim zu übertragen; Müller zu Darmſtadt zum Mitgliede der Collegial-Prüfungs-Com- miſſion im Finanz- und techniſchen Fache ernannt. Nr. 44 vom 23. Dec. enthält: 1. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 25. Novbr., welche auf der Straße von Heppenheim nach Worms einige Abänderungen der Entfernungen im Chauſſeezuge liegender Orte von einander unter dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß vom 1. Jan. 1857 an die Er- hebung des Chauſſeegeldes hiernach erfolgen wird.— II. Bekannt- machung Gr. Kriegsminiſteriums vom 11. Deebr., daß eine Penſion qus der Freiherrlich von Weyheriſchen Eleonorenſtiftung in Erledi— gung gekommen ift. Es werden alle diejenigen, welche auf Grund der Verordnung vom 19. Januar 1848 um dieſe Penſion nachſuchen wollen, und welche nicht bereits früher um eine Penſion aus der Eleonorenſtiftung nachgeſucht haben, aufgefordert, innerhalb 4 Wochen ihre Geſuche bei dem Kriegsminiſterium einzugeben. Jede Bewerberin hat ihrem Geſuche ihren Geburtsſchein beizuſchließen.— III. Er⸗ nennungen in Beziehung auf den Landtag.— IV. Ordensverleihun— gen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt zu verleihen ge— ruht: am 1. Auguſt dem Bauaufſeher Schambach zu Bensheim das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:„Für 50jährige treue Dienſte“, 7. Septbr. dem Generalconſul G. C. Frhrn. von Hauff zu St. Petersburg das Commandeurkreuz 2. El. des Ludewigsordens, dem Conſul J. F. Frhrn. v. Hauff daſelbſt und dem Conſul Förſter in Moskau das Ritterkreuz des Verdienſtordens Philipps des Groß— müthigen, 15. Septbr. dem Präfidenten der Oberrechnungskammer Dr. Ludwig das Comthurkreuz 1. Cl. des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen, dem Geh. Oberrechnungsrath Maurer das Com- 22. den pract. Arzt Dr. Glaſor zu Grünberg zum Kreiswundarzt daſelbſt und den pract. Arzt Dr. Köhler zu König zum Kreiswundarzt für den M.⸗B. Seligenſtadt mit dem Wohnſitze zu Babenhauſen, zu ernennen; 27. Novbr. dem kath. Schullehrer Albert zu Weinheim die 1. kath. Schullehrerſtelle zu Wieſenau zu übertragen; den Miniſterial— rath in dem Miniſterium des Innern Wernher zum Director der Oberrechnungskammer mit dem Amtstitel Oberrechnungsdirector zu ernennen; den von dem Frhrn. v. Gemmingen zu Fränkiſch-Crumbach auf die evang. Pfarrſtelle daſelbſt präſentirten Pfarramtscandidaten Kritzler, dermalen Pfarrverweſer zu Bensheim, für dieſe Stelle zu beſtätigen; 2. Decbr. dem Schulvicar Müller zu Büdesheim die von ihm ſeither proviſoriſch verſehene 1. kath. Schullehrerſtelle daſelbſt definitiv zu übertragen, dem Notar Dubois zu Oberingelheim die Notarſtelle für den Notariatsbezirk Bingen und Oberingelheim, mit dem Amtsſitze zu Bingen, dem Notar Dapper zu Wörrſtadt die Notarſtelle für den Notariatsbezirk Bingen und Oberingelheim, mit dem Amtsſitze zu Oberingelheim, und dem Gerichtsacceſſiſten Sepler aus Mainz die Notarſtelle für den Notariatsbezirk Niederolm und Wörrſtadt, mit dem Amtsſitze zu Wörrſtadt, zu übertragen; 9. Dec. den Kammerjunker Frh. v. Leonhardi zum Kammerherrn zu ernennen. Nr. 45 vom 29. Dec. enthält: 1. Geſetz vom 24. Dec., wodurch, nach Uebereinkommen mit den Ständen, das Finanzgeſetz vom 4. Oct. 1854 und die nachträglich für das Jahr 1856 verein- barte Erhöhung des Steuerausſchlags der directen Steuern um einen Heller vom Gulden Normalſteuercapital auch für die erſten 6 Monate des Jahres 1857 fortbeſtehen ſollen. Es ſind demgemäß die ſämmt— lichen directen und indirecten Steuern, wie ſolche durch die vorliegen— den Geſetze und Verordnungen beſtimmt ſind, bis zum Juli 1857 fortzuerheben.(Fortſetzung folgt.) 10 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Braunkohlenverkauf. 1] Mit dem 1. Januar 1857 beginnt für den Braunkohlen⸗Bezug auf der Fürſtlichen Braun⸗ kohlen⸗Grube Weckesheim unter den bekannten Bedingungen eine neue Creditperiode, welche mit dem Ausverkauf der noch vorräthigen Kohlenklötze mit einer Zahlungsfriſt bis Ende September 1857 endigt. 3 Der Preis der Kohlenklötze aus dem Schoppen beträgt 11 kr. und vom Haufen 10 kr. für den Centner. Grube Weckesheim, den 27. Dezember 1856. Fürſtliche Bergverwaltung des Reviers Hungen F. Storch. Braunkohlenverkauf. 24] Zur Bezahlung der von der Braunkohlengrube Wilhelms⸗Hoffnung bei Dorn⸗ aſſenheim vom 1. Januar 1857 an gegen Bürgſchaft käuflich bezogen werdenden Klötze wird Credit bis Ende September 1857 geſtattet. Der Preis iſt der ſeitherige per Centner 10 Kreuzer. Das Oſſenheimer Brückengeld wird denjenigen Abnehmern, welche zur Entrichtung deſſel⸗ ben bei Abholung von Klötzen vom Dornaſſenheimer Bergwerk verpflichtet ſind, bei Einhändigung des Ladſcheins von Materialſchreiber Weitz vergütet. Reichelsheim den 31. Dezember 1856. Schmid, proviſoriſcher Bergcontroleur. Edietalla dung. und auf deſſen Namen noch eingetragenen Grund⸗ [1943] Nachdem Landgräfliche Landesregierung ſtücke: das Concursverfahren über das Vermögen des 222/24; 231/73 583/135; 1662/22; 1675/9; hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Louis 1752/2; 1754/13a; 1884/50; 2090/325452 Trinkmann erkannt hat, ſo werden alle dieje- verkauft, iſt aber außer Stand das Eigenthum nigen, welche Anſprüche und Forderungen an urkundlich nachzuweiſen. Anſprüche an dieſe deſſen Vermögensmaſſe zu haben vermeinen, Grundſtücke ſind deßhalb binnen einer Friſt von aufgefordert, ſolche bei Meidung des Ausſchluſ— 2 Monaten ſes von der Maſſe, im Termin ſogewiß dahier anzumelden, als ſonſt die nach⸗ Freitag den 16. Januar 1857, geſuchte Beſtätigung der Kaufbriefe ertheilt und Vormittags 9 Uhr, auch der Eintrag in das Mutationsverzeichniß bei unterfertigter Stelle entweder in Perſon verfügt werden wird. oder durch gehörig zu bevollmächtigende Stell- Butzbach den 15. Dezember 1856. vertreter anzumelden und auszuführen. Großherzogliches Landgericht Butzbach Der Präclufivbeſcheid wird übrigens nur auf Ebel. der Amtsſtube eröffnet. Homburg den 6. Dezember 1856. Bekanut machung. Landgräflich Heſſiſches Juſtizamt(181 Montag den 12. Januar d. J., Vormit⸗ Stäubeſandt. tags 9 Ubr, ſollen in hieſigem Stadtwalde, N—— Diſtrikt Bauwald, 86 Eichen⸗Bauſtämme, welche Oeffentliche Aufforderung. zuſammen 3706 Cubikfuß meſſen, meiſtbietend Bekanntmachung, betreffend: Holzverſteigerung im Großherzog⸗ lichen Domanialwald Burgwald der Oberförſterei Oberrosbach. [141 Freitag den 16. d. M. werden im Schlag Nr. XIII des oben gedachten Waldes an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 2 Stecken Birken⸗Scheitholßz 3„ Buchen⸗, 58½ Stecken Birken 1%½ Stecken Lärchen⸗, 9½ Stecken Aspen⸗ Prügelbolz; 1 Stecken Buchen⸗, 37 Stecken Birken⸗ 2 Stecken Aspen⸗Stockholz, 700 Wellen Buchen⸗, 7850 Wellen Birken⸗, Eichen, 2750 Wellen Aspen⸗, Erlen⸗ Reiſerholzgß; 7 Lärchenſtangen zu Leiterbäumen. Anfang der Verſteigerung: präeis 9 Uhr auf der durch den Schlag führenden ſog. Wehrhei⸗ mer⸗Bahn. Obertrosbach den 3. Januar 1857. Großherzogliche Oberförſterei Oberros bach Bin gmann. Holzverſtei gerung. [15] Dienſtag den 13. l. M., Vormittags 9 Uhr, werden in hieſigem Gemeindewalde, Diſtrikt Auwald, nachſtehende Holzſortimente: 89 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme, 31 Stecken Eichen ⸗Scheitholz, 20„„ Prügelholz, 34„„ Stockholz, 775 Stück„ Wellen, 50» Kiefern⸗Baumſtangen, 7 Stecken„ Prügelbolz, 2 1„ Sctockholz und 350 Stück„Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert, mit dem Be⸗ merken, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürg⸗ ſcheine das Holz bis Martinitag l. J. geborgt wird. Aſſenheim den 3. Januar 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Aſſenhelm Schmidt. Ge ſu ch. [22] Auf kommenden Peterstag wird in eine Oekonomicküche ein kräftiges, braves Küchen⸗ mädchen geſucht, das womöglich ſchon einer 11944] Friedrich Wagner von Bergen verſteigert werden. hat die nachbenannten, in der Gemarkung von Fauerbach J. gelegenen, von ſeinem Vater, dem verlebten Konrad Wagner I. ererbten Nauheim den 2. Januar 1857. derartigen Stelle vorgeſtanden hat; nur mit guten Zeugniſſen verſehene Perſonen werden Der Bürgermeiſter berückſichtigt. Das Nähere zu erfragen bei Rieß. der Erpedition d. Bl. Verſchiedenes. Verſuch, Bienenſtöcke während der Win⸗ termonate in die Erde zu vergraben. Schullehrer Forſtner in Hawangen machte im Jahre 1854 einen Ver⸗ ſuch, Bienenſtöcke während der Wintermonate in die Erde zu vergraben. Nicht weit vom Bienenſtande machte er in ſeinem Gemüſegarten an einer trocknen Stelle eine 8 Fuß tiefe, 4 Fuß lange und 3 Fuß breite Grube. Den untern Raum derſelben füllte er mit etwas großen Kieſelſteinen 1 Fuß hoch, damit, wenn allenfalls Waſſer eindringen ſollte, dasſelbe, ohne den Bienenſtöcken zu ſchaden, einſickern könne. Hierauf machte er die zweite Einlage mit Tannen— zweigen und darauf mit Flachsahnen wieder 1 Zoll hoch und ſenkte dann am 30. Oktober zwei Bienenſtöcke von 38/ und 19½ Pfund Bruttogewicht neben einander ein. Die leeren Zwiſchenräume rings um die Stöcke wurden noch etwas locker mit Erbſenſtroh angefüllt und ungefähr % Fuß über die Stöcke noch eine Lage Tannennadeln ge— bracht; damit kein Regen eindringen könne, wurde der ganze Raum mit einer alten Hausthüre und dann mit Erde bedeckt, die etwas feſtgetreten wurde. beiden Bienenſtöcke wurden einige auf beiden Seiten ab— geſchloſſene Federkiele als kleine Luftröhrchen, und zwar in den obern Theil der Körbe geſteckt. Am 21. März des Jahres 1855 wurden die vergrabenen Stöcke wieder aus der Erde genommen. Sie waren ganz unbeſchädigt von Waſſer und noch ſehr ruhig. In dem leichten Stocke von 19½ Pfund Gewicht fanden ſich nur vier todte Bienen; in dem ſchweren aber, der ganz voll eingebaut war und alſo Mungel an Raum hatte, weil er ungemein volkreich war, zeigten ſich ungefähr ein paar Hände voll todte Bienen. Anlangend das Gewicht der in die Erde verſenk— ten Stöcke, ſo wog der mit 38 ¾ Pfund nach der Heraus— nahme aus der Erde 36½ Pfund und der andere mit 19½¼ Pfund noch 18¾ Pfund. Dagegen wog ein in der Woh⸗ nung überwinterter Stock, welcher im Herbſt 32 Pfd. wog, im Frühjahr nur noch 24 Pfund und ein anderer von 26 Pfund nur noch 17½ Pfund. Forſtner empfiehlt daher dies Verfahren jedem Bienenzüchter, macht aber beſonders darauf aufmerkſam, daß die Bienenſtöcke gegen eindringende Mäuſe durch die nöthigen Vorkehrungen geſchützt werden müſſen. In jeden der E L 30] E bis 300 kaufen 1310 30 Jemand nals“ d. Blalt 1 7 — gend nicht maſte überh laſſen Mäſt Wird Nute wird das den mer Kruf wird hung unte 11 Bekanntmachung. Abgang und Ankunft der Poſten. 29] Die unbekannten Gläubiger des verſtor⸗[e—————— 5 benen Johannes Doͤringer und ſeiner Wwe. ö 7 von Wolfersheim haben ſogewiß binnen 1. In Friedberg: Abgang. Ankunft. 14 Tagen vom Erſcheinen dieler Aufforderung an ihre Frankfurt, Brief und Paquelpoſt TTW Anſpruche beim hieſigen Landgerichte geltend Wanenkunte Beis vaquep 710 Abds. 7% Abds. zu machen, als ſie ſonſt bei Vertheilung des Briefe au g 0 2 122 Mtg. Vermögens jener Schuldner unter ihre Glau⸗ efe auch S* Vorm 45 Nachm biger nicht berückſichtigt werden würden. Caſſel, Brief⸗ und Paquetpo 755 Vorm. 1 Nachm. Hungen, am 23. Deebr. 1856. Caſſel, f peaüst ve A f. 75̊ Abds.(0e Abs. Großherzogliches Landgericht Hungen Briefe nach Butzbach auch 4 Nachm Hensler, Langsdorff, 2 155 f„„Gießen„ 1220 Nchm. Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Nieder tte und Perſonenpon;. n 5 Nachm. 8 Vorm. FCC p Nidda ⸗ otten,(Brief- und Perſonenpoſt) 5 Nachm. 8 Vo Ein vollſtändiges Logis 4 0 Nachm. 8 Vorm 20] mit Stall und Miſtplaß, welches bis zum 2. In Butzbach: I. März bezogen werden kann; ferner ein Logis KM 106 1 3 4 für— einzelne Perſon, welches gleich bezieh⸗ Lich-Laubach,(Brlef⸗ und Perſonenpoſt) 656 Ab. 8 Vorm. bar iſt, hat zu vermiethen 3. In Nieder wöllſtadt: Friedberg..— 0 l 0 8 Wilhelm Sritzinger. Gedern,(Büdingen)(Brief, und Perſonenpoſt) 4 Nachm. 1 Nachm v. ſ D——(Ueber Aſſenheim, Altenſtadt, Lindheim, Ortenberg) Eine vollſtändige Brennerei N Schluß der Aufgabe für Briefe und Paqucte jedesmal eine Stunde vor Abgang der be— [21] hat zu verkaufen. treffenden Poſten. Weckesheim. Oekonom Heck. Poſtverbindung mit Büdingen: Abgang von Lindheim nach Büdingen Nach— 9——ů— mittags 6 Ubr 5 Min. nach Ankunft der Poſt von Niederwollſtadt. Abgang von Büdingen Jur Uachricht. nach Lindbeim Vormittags 10 Uhr zum Anſchluß an die Poſt nach Niederwöllſtadt. [30] Es werden größere Güterſtücke von 150 daſelbſt Nachmittags 3 bis 300 Morgen Gehalt in der Wetterau zu kaufen geſucht. Näheres bei ö Marcus Strauß Poſtverbindung mit Grünberg, Lauterbach, Alsfeld: Ueber Gießen, Abgang Uhr. Ankunft in Gießen Vorm. 11 Uhr 40 Min. Poſtverbindung mit Gladenbach, Biedenkopf, Battenberg: Ueber Fron— hauſen, Abgang daſelbſt Vorm. 9 Uhr 45 Min, Ankunft in Fronhauſen Vorm. 11 Uhr 10 Min. in Vilbel. n 1 a fl. Vormundſchaftsgeld Ein grauer Tuchmantel 131] In der Nähe des Mainzerthores wünſcht 133) liegen zum Ausleihen bereit bei 135] iſt von dem Gaſthaus zu den 3 Schwer⸗ Jemand noch Mitleſer des„Frankfurter Jour⸗ Oberrosbach. L. St ö tz er. tern bis an den Bahnbof am 5. Jan. Abends nals“ ſein zu können. Wer? ſagt die Exped. d. Blattes. Eine Mit geſottenen Faſtenbrezeln [321] empfiehlt ſich F. W. Reuß. geſucht. Schenk a mem e, f 34] welche das zweitemal ſtillen will, verloren gegangen. Dem Wiederbringer eine Belohnung. Baruch Hecht. Ein kleines Taſchenmeſſer [36] wurde gefunden. Näheres bei der Exp. wird Hebamme Schäfer. Pereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſehen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen C. Vindernagel's Buchhandlung ſind zu haben in in Friedberg. Das Putzen des Maſtvieches. In mancher Ge— gend wünſchen die Metzger, daß das zu maſtende Viei) nicht geputzt werde. Das iſt denjenigen, welche Vieh mäſten um ſo willkommener, als ſie dadurch einer Mühe überhoben werden. Es fragt ſich aber: Mäſtung? und worin beſteht dieſer günſtige Einfluß? Wird etwa das zu mäſtende Thier durch Unterlaſſung des Putzens weniger in der nothwendigen Ruhe geſtort? oder wird die Secretion durch die Haut beſchränkt und nimmt das Thier dadurch beſſer auf, oder erhält die Haut für den Fleiſcher einen größeren Werth? Es iſt oft ein Scandal und ein mer Eindruck, wenn ein gemäſtetes Thier, ganz mit einer Kruſte von Dünger überzogen, zur Schlachtbank geführt wird. Man wird eine billige Nachſicht in dieſer Bezie— hung haben, wenn man ſicher wüßte, daß eine ſolche Ver— unreinigung einen Nutzen hätte. Hat das Unter⸗ laſſen des Putzens wirklich einen günſtigen Erfolg auf die höchſt unangeneh- Das Buch der Erfindungen, Gewerbe und In⸗ duſtrie(Verlag von O. Spamer in Leipzig), das in neuer, gänzlich umgearbeiteter Auflage erſcheint, bietet Jedem, der ſich auf dem weiten Gebiete des gewerblichen und induſtriellen Lebens umſchauen will, eine eingehende und zugleich unterhaltende Belebrung. Die artiſtiſche Ausſtattung des erßen Heftes, das vor uns liegt, ſowie die gediegene Behandlung des darin enthaltenen Stoffes(Geſchichte des Papiers, Erfindung der Buchdruckerkunſt und des Naturſelbſtdrucks) ver⸗ ſprechen, daß das Ganze an Eleganz der Herſtellung, wie an Tüchtigkeit der inneren Durchführung ein Hausſchaz im wahren Sinne des Worts für Alt und Jung werden wird. Dafür bürgt auch der Name des Verlegers, unſeres Landsmannes, der kein Opfer ſcheut, wo es gilt ſchön illuſtrirte Jugendſchriften aus dem Gebiete des gewerblichen Lebens, der Länderkunde, der Naturwiſſenſchaften ꝛc. berzuſtellen.— In demſel— ben Verlag iſt auch L. Rothſchild's Taſchenbuch für Kaufleute, ins— beſondere für Zöglinge des Handels, berausgegeben von L. Fort(5. Auflage) erſchienen, welches wegen des Reichthums ſeines Inhalts, wie wegen ſeiner ſauberen Ausſtattung zu empfehlen iſt. Penelope. Neue Muſterzeitung für weibliche Arbeiten und Moden. 4. Jahrgang. Dieſe Muſterzeitung, welche monatlich einmal mit 2 großen Bogen Muſter und einem Bogen Text erſcheint, empfiehlt ſich durch ihren vielſeitigen, umfaſſenden Inhalt(jede Nummer bringt 50— 80 ver— ſchiedene Muſter), ſowie durch die beigegebene kurze und bündige Er— klärung. Der Abonnementspreis betragt pro Halbjahr 8 kx. * 0 9 32 N — N ,— 12 (mnCUS sn 108 6077 auf der Freiheit. [37 Die freundliche Theilnahme der Bewohner hieſiger Stadt und umgegend hat uns veranlaßt unſern Aufenthalt noch um einige Tage zu verlängern und unter Mitwirkung einer bedeutenden I Anzahl eneu engagirter Mitglieder heute Freitag den 9. Jan. 1857 und noch Sonntag den II. d. M. große außer⸗ ordentliche Vorſtellungen zu geben. Anfang der heutigen Freitagsvorſtellung um 7 Uhr, Caſſeöffnung 6 Uhr. Anfang der Sountagsvorſtellungen Nachmittags um 3 Uhr und Abends um 7 Uhr mit einer großen militäriſchen Pantomime. Zu den unwiderruflich letzten großen Vorſtellungen, welche auf das kunſtſinnigſte arrangirt werden, ladet ergebenſt ein Louis Götz. Kalender für 1857. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Preis Preis Der heſſ. Hausfreund 8 kr. Landkalender für das Guſtav⸗Adolf⸗Kalender s kr. Großherz. Heſſen 4 kr. Hauskalender 3 kr. Derſ. m. Papier durchſch. 6 kr. Sehreib⸗ und Geſchäfts⸗ Kalender, Preis 36 kr. Friedberger Adreſika⸗ Kl. Wandkal., aufgez. 4 kr. lender 6 kr. Taſchenkalender 3 kr. Wand⸗ und Notizen⸗ Toilettenkalender in kalender 4 kr. Farbendruck 1 Kleiner Wandkalender 2 kr. Derſelbe aufgezogen 16 kr. Gilligſtes illuſtrirtes amilienblatt! 125] Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Quartal der bei Ernſt Keil in Leipzig erſcheinenden Wochenſchrift: Die Gartenlaube. Wöchentlich 1½—2 Bogen, mit vielen prachtvollen ZIlluſtrationen. Vierteljährlich 15 Ngr. oder 54 kr. Mithin der Bogen nur circa 7 Silberpfennige. Die große Verbreitung unſeres Blattes, welche die aller übrigen deutſchen Blätter weit übertrifft, macht eine nochmalige Anempfehlung deſſelben überflüſſig. Wir bemerken deßhalb nur, daß die Gartenlaube auch im nächſten Quartale ihren Leſern bieten wird: Gute Novellen und Erzählungen von anerkannten deutſchen Autoren,(keine Ueberſetzungen).— Schilderungen aus dem Volksleben, der Sittengeſchichte und der Länder- und Völkerkunde.— Belehrende Erläuterungen zu den Begebenheiten und Perſönlichkeiten des Tages, vertreten durch ſtehende Mitarbeiter in London, New— Jork, Berlin, Zürich und Bukareſt.— Populär-naturwiſſenſchaftliche Mittheilungen von Roßmäßler.— Beiträge zur Kenntniß des menſchlichen Körpers und einer vernünftigen Geſundheitslehre, über Nahrungsmittel, Geſundheitsregeln ꝛc. von C. Bock, Prof. der Anatomie.— Populär⸗-chemiſche Briefe für das praktiſche Leben von Dr. Hirzel.— Phyſikaliſche Belehrungen.— Muſikaliſche Briefe von Profeſſor Lobe.— Literaturbilder aus dem Leben unſerer größten Schriftſteller. — Jagd- und Reiſeſkizzen.— Biographien mit vortrefflichen Porträts.— Originalberichte aus Amerika.— Notizen aus dem Bereiche der Erfindungen, Litera— tur, Kunſt ꝛc.— Außerdem ſind Veranſtaltungen getroffen, daß die wichtigſten Gegenſtände und Perſönlichkeiten der Auflage 50,000. 0000 g os n Zeitereigniſſe f in der Schweiz und andern Ländern durch authentiſche Abbildungen und Originalberichte unſern Leſern vorgeführt werden. b Ernſt Keil in Leipzig. Zu Beſtellungen empfiehlt fich g E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Wechſel auf New⸗Joyk und Buffalo im Staate New⸗Jork, Erie und Philadelphia„„ Penſilvania, Washington„Diſtrikte Columbia, Baltimore„Staate Maryland, Columbus, Cleveland, Toledo, Cineinnat!„„Ohio, Indianapolis,„„ Indiana, Ann-⸗Arbor, Detroit 1 1 Michigan, Chicago„„ Illinois, Milwaukee, Madiſon„„ Wisconſin, St. Louis.„ Miſſouri, Dubuque„ 1 Jowa, St. Paul„ 1 Minnuſota, New⸗Orleans„„ Louiſiana, Galveſton„ Texas (38 von mir ſelbſt ausgeſtellt, ſind fortwäh⸗ rend, unter Haftbarkeit des richtigen Eingangs, bei mir zu haben. Auch zahle ich, wenn es gewünſcht wird, Gelder an Leute, die in jenen Städten wohnen aus und beſorge die deßfall— ſigen Quittungen hierher. Büdingen im Januar 1857. H. Lismann. Empfehlung. 139] Der Unterzeichnete macht die Anzeige, daß er alle in ſein Fach einſchlagende Arbeiten, ſo⸗ wohl neue als auch Reparaturen gut und ſchnell fertigt, und daß dem Bezirksboten Sauer in Friedberg Aufträge übergeben werden können. K W. Burk, Meſſerſchmied in Butzbach. Erlenholz⸗Lieferung. 11974] Ich beabſichtige die Lieferung eines an⸗ ſehnlichen Quantums Erlenſtammholz im Summiſſionsweg zu vergeben.— Unternehmer für kleinere oder größere Quantitäten belieben ihre Offerten, welche franco Bahnhof Gießen oder frei auf meinen Hof gelegt, geſtellt ſein müſſen, bis zum 15. Jan. 1857 an meinem Comptoir ſchriftlich franco einzureichen. Gießen. Gg. Ph. Gail. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 7. Januar 1857. Mfiolen Friedriched er„ 9 54-55 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 Rand⸗Ducaten. 3„ 5 29-30 20 rank füge„ 9 19-20 Engliſche Souverains.% 11 38-42 Preußiſche Thaler. 5 Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 44¾8-¼45 7 5 Fres Thale!„ 2 20 ½½¼ Kirchliche Anzeigen. 1. Sonntag n. Epiph. den 11. Jan. (Miſſtonsfeſt.) Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Baur für Herrn Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Bindewald. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Nachmittags: Hr. Candidat Bichmann. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schlünpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 2.) N E 9 machung den Ueiel vorgedon 1840 b. geband fanntm zu vero. horden e Eingaben vinz Rhei auf gute wärtigen nanzen! Beikräge betr.— des Aeuf vom 9. 23 des! lung in der Wer niſche Viſſenſc den Att. desbeſchl Kant g Schutz, ſchlüe Autoren zu Gun beſchluß 1867 ir ſchluß n Umfang gegen 9 ung deff ſtromes vom 17 vom 10 und der tigen 8 zur offe ſamkeit den 1 Vertrag ausgiſet