9 4 50 ittner in 947 direktion rfreunde. Erſcheint wo⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. Friedberger Intelligenzblatt. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum erat een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. 0 kr. ſammen 7 kr. Nu. 36. Freitag, den 8. Mai. 1857. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Schaafpferche-Verpachtung. 1755] Mittwoch den 13. Mai, Morgens um 11 Ubr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaaſpferche, welche den 17. J. M. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 6. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg eier Aufforderung. 756] Der Vorſtand des Moxſtädter Mark- waldes beabſichtigt wegen Ankauf eines Waldes die Anleihe eines Kapitals von 17,000 fl. zu 4 pCt. Diejenigen Kapitaliſten, welche geſonnen find, dieſes Anlehen ganz oder theilweiſe zu übernebmen, wollen innerhalb 14 Tagen mit dem Unterzeichneten in Benehmen treten. Uebri— gens wird bei gänzlicher Uebernahme die theil— weiſe Rückzahlung bedungen. Obermoxſtadt am 2. Mai 1857. Der Markmeiſter Mickel. ben Arbei en. 1757! Montag den 11. Mai l. J., Vormit⸗ tags 8 Uhr, ſoll auf dem Ratbhauſe zu Flor— ſtadt die Fertigung von ca. 2720 laufenden Klaftern Entwäſſerungsgräben, veranſchlagt zu 219 fl. 9 kr., in den Gemarkungen Ober- und Unterflorſtadt öffentlich an den Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert werden.. Friedberg den 4. Mai 1857. Der Bezirks ⸗Bauaufſeher Schneider. Ar erf ern h.g: I. Bei Reparatur des Spritzenhauſes vorkommend: 1) Maurerarbeit, 2) Zimmerarbeit, 3) Pflä— ſtererarbeit und 4) Lieferung von Kies laut Ueberſchlag zuſammen 10 fl. II. Herſtellung eines Vicinalwegs beim Friedhof: 1) 20 U◻IKlftr. Planir- und Chaufſir⸗ arbeuen, lt. Ueberſchlag 26 fl. 40 kr. 2) Brechen, Fahren und Setzen von 2 Cubklaftr. Steinen 62„— 3) Lieferung von Pflöcken und Anſtrich eines Wegweiſers. Friedberg den 5. Mai 1857. Der Bezirks-Bauaufſeher Schneider. Holzverſtei gerung in den Domanialwaldungen der Oberförſterei Oberrosbach, Forſts Friedberg. 1759] Donnerſtag den 14. d. M. ſollen in den bei Oberrosbach gelegenen Domanialwaldungen, Diſtrikt Mainzerbecke und Kellerberg, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden: 1) 4950 Wellen Eichen⸗ und Birken⸗Reisholz, 2) 7881„ Nadel-⸗Reisholz, 3) 760 Stück Nutzgerten zu Bohnen⸗ und Relfſtangen geeignet, und 4) 700 Gebund Ginſtern zu Backholz. Anfang und Zuſammenkunft: Morgens prä⸗ cis 8 Uhr an der Saatſchule in dem Weſter⸗ feld'ſchen Walde. Oberrosbach am 2. Mai 1857. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bing mann. 1761] Montag den 11. d. Tuch, Bookskin, Zephyr, Drap Ceſar, Weſten⸗ ſtoffen, Leinwand, Shawls, Seidenzeugen, Som- mertüchern, Thybet, Napolitains und anderen Kleiderſtoffen, Barchent, Zwillich, Spitzen ꝛc. ꝛc. in ſeiner Wohnung öffentlich verſteigern laſſen. Es wird hierzu auf deſſen Anſuchen Termin auf Montag den 11. Mai, Vormittags 9 Uhr, anberaumt und find Steigliebhaber hierzu ein— geladen. Friedberg den 29. April 1857. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Friedberg: Der Vorſteher Pe Bekanntmachung. [760] Die am heutigen im hieſigen Gemeinde- walde, Diſtrikt Langenberg, abgehaltene Holz— verſteigerung hat die Genebmigung erhalten und iſt der erſte Fahrtag auf Montag den 11. Mai l. J. feſtgeſetzt worden. Die Fahrtage ſind vom 11. bis 20. Mai l. J. jeden Wochentag; vom 22. bis 29. Mai Montags, Mittwochs und Freitags, von 7 bis 11 Uhr Vormittags. Obermörlen am 4. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Schweitzer. Bekanntmachung. M., Mittags 12 Uhr, ſoll die Lieferung von circa 28 neuen Grenzſteinen, welche zwiſchen der Fauerbacher und Münſterer Grenze erforderlich find, auf dem Gemeindehaus zu Fauerbach I. wenigſt— 758] Mittwoch den 13. Mai l. J., Nachmit. tags um 2 Uhr, werden nachſtehende Arbeiten auf dem Ratbhauſe zu Oberwöllſtadt öffentlich in Accord gegeben: Geſammtvorrath an Verſtei gerung. [707] Herr S. G. Katzenſtein dahier will ſeinen Waaren, nehmend in Accord gegeben werden. Fauer bach I. den 6. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach I. beſtehend in: Philipps. Eine gefährliche telegraphiſche Depeſche. Ein junger Künſtler, der als Sänger am Hoftheater zu Mannheim engagirt iſt, hatte ſich in Straßburg verliebt und verlobt. Nichts war natürlicher, als daß er ſeine junge Braut, mit Hülfe der jetzt vollendeten pfäl— ziſchen Eiſenbahn, ſo oft beſuchte, als ſeine Beſchäftigung an der Oper nur immer erlaubte. Er hatte zu dieſem Zweck einſt wieder einige Tage Urlaub erhalten, jedoch mit dem Bemerken, daß er am nächſten Sonntag in Mannheim wieder eintreffen müſſe, weil an dieſem Tage dort Opernvorſtellung ſein ſollte. Im Fall aber die Oper abgeſagt würde, ſollte er ſchleunigſt Nachricht nach Straß— burg erhalten. Man würde dann„Don Carlos“ von Schiller geben, und er könnte in dieſem Falle noch drei Tage länger bei ſeiner Braut in Strasburg bleiben. Der glückliche Bräutigam kommt in Straßburg an und verlebt dort einige ſchöne Tage. Aber die erſehnte Nachricht aus Mannheim, welche ſein Glück noch einige Tage verlängert hätte, trifft nicht ein. Pflichtgetreu macht er ſich daher ſchon Sonnabend auf den Weg und reiſt auf der Eiſenbahn betrübt von Straßburg ab, mit dem Bemerken, daß er ſich noch einige Stunden in Weißen— burg aufhalten müſſe, um dort Verwandte zu beſuchen. Kaum hat er ſeine betrübte Braut verlaſſen, ſo trifft ein Brief aus Mannheim unter ſeiner Adreſſe bei ihr ein. Die Braut den Inhalt ahnend, öffnet den Brief und lieſt, leider zu ſpät, die frohe Botſchaft, daß die Oper in Mannheim abbeſtellt ſei,„Don Carlos“ aufge⸗ führt werde und der Sänger-Bräutigam noch drei Tage Urlaub habe. Die Verzweiflung, daß der Brief zu ſpät kam, um den Geliebten feſtzuhalten, dauert eben nicht lange. Das junge Mädchen erinnert ſich, daß ihr Bräutigam um dieſe Stunde noch in Weißenburg ſein müſſe. Ohne ihrer Mutter ein Wort zu ſagen, macht ſie ſich mit ihrer Schweſter auf den Weg— zum Telegraphen-Bureau. Sie gibt, mit einiger Befangenheit über ihren ge— wagten Schritt, an den Bräutigam nach Weißenburg (dicht an der franzöſiſchen Grenze) eine höchſt lakoniſche Depeſche auf, um ſich nicht zu verrathen und das Geld möglichſt zu ſparen: Sie telegraphirt nur: „Don Carlos.— Komm!“ und entfernt ſich eiligſt, nicht ohne Herzklopfen und Erröthen. 154 Die Renten- und Lebeusverſicherungs-Anſtalt zu Darmſtadt 12 übernimmt unter Garantie eines dermalen über 706,300 fl. betragenden Vermögens: n 1) die Verſicherung ſteigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1856 belief ſich die Zahl der 10 Rentenverſicherten auf 6576 mit 11,010 Einlagen und ca. 706,585 fl. Vermögen. 91 Die ſeit dem 1. Januar v. J. in der Bildung begriffene 9. Jahresgeſellſchaft iſt nunmehr vollzählig und 1 wird mit Ende d. J. geſchloſſen. 0 2) Lebensverſicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feſte, zu keiner f Nachzahlung verpflichtende Verſicherungsbeiträge; ſeit 1. Juli 1855 wurden 901 Lebens verſicherungen mit einem Kapital von 550,580 fl. abgeſchloſſen. 1010 Für eine lebenslängliche Verſicherung von 100 fl. betragen die jahrlichen Verſicherungsbeiträge bei einem Alter von Facon 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jabren: 40 Jahren: 45 Jahren: 30 Jahren: ꝛc. ic. 2 1 fl. 34 kr. 1 fl. 45 kr. 2 fl. 1 kr. 2 fl. 21 kr. 2 fl. 48 kr. 3 fl. 26 kr. 4 fl. 18 kr. 6 30 Leibrentenverſicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden können. 0 J) Depoſitengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur l Zurücknahme mit 3½¼% verzinſt und auf Verlangen ganz oder ſtückweiſe zurückbezahlt werden. Ende 1856 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 744,187 fl. 2 Die Anſtalt gibt Darlehen gegen hypothekariſche Sicherheit, ſowie gegen Fauſtpfänder in Werthpapieren und gewährt mittelſt ihrer Amortiſationsordnung Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen auf 110 Zins und Kapital(Tilgungsrenten) allmählig abzutragen. cn Wegen näherer Auskunft, ſowie wegen des unentgeldlichen Bezugs von Proſpecten und Statuten der An⸗ impftb ſtalt beliebe man ſich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden.“) vobuh Darmſtadt, im April 1857. Die Direetion. ) In Friedberg an Herrn Kaufmann Heinrich Hahn. 762 „ Butzbach„„ Bürgermeiſter J. J. Seippel. Pereins-Frachtbriefe nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen 1 ſind zu den Preiſen: 75 1 Stück zu fl. 4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 30 Stück zu 18 kr., 25 Stück zu 9 kr., K zu haben in 1— 0 bab C. Bindernagel's Buchhandlung 10 II ö in Friedberg. 85 Zu verkaufen. Gutes Heu 53 0 0 0 Gulden 2 2 f 3 e ee[763] ca. 60 Ctr., hat in Auftrag zu verkaufen.[764] Vormundſchaftsgelder find im Ganzen und Reiten geeignet, ſowie ein neues Fabr. und Melbach den 4. Mai 1857. oder getheilt mit Anfang Juli gegen doppelt 170 Reitgeſchirr iſt zu verkaufen. Das Nähere bei Johannes Lau n, gerichtliches e auszuleihen. Ausgeber an der Expedition. Kirchenrechner. ſagt bei wem? erha Eine Stunde ſpäter fährt ein Wagen am Hauſe„Durchaus nicht. Wir wiſſen, daß Sie mit den 1 Ein eleganter Herr in Civil ſteigt aus Carliſten correſpondiren, die ſich an det Grenze verborgen halten.(Mit dem durchdringenden Blick eines Inquiren⸗ ten:) zum Beiſpiel in— Weißenburg.“ e (Madame betrachtet den geheimen Polizei⸗Officianten fes dame„beginnt dieſer feierlich,»allein das Wohl Frank⸗ mit ſprachloſem Erſtaunen)— „Sie ſchweigen? Nun dann, Sie ſind ſogar unter⸗ ö ihrer Mutter vor. und verlangt die Dame des Hauſes zu ſprechen. Sie er⸗ ſcheint und fragt nach den Wünſchen des Fremden. „Es thut mir leid, Sie beläſtigen zu müſſen, Ma⸗ reichs verlangt, daß Sie mir offen und unumwunden Ant⸗ 8 5 1 wort auf meine Fragen ertheilen, im Fall Sie nicht richtet, daß Don Carlos nach Spanien zurückkehrt. Nur te N vorziehen, noch Anderen als mir Rede ſtehen zu müſſen.“ durch ein offenes Geſtändniß aller Einzelnheiten können ga 0„Mein Herr, ich verſtehe ſie nicht und bitte, mir zu Sie vermeiden, mir augenblicklich in die Conciergerie fol⸗ f erklären/ gen zu müſſen. f g N 5 1 f i 5 5 Jetzt reißt der Madame die Geduld. Sie verlangt N flie 5„Sie werden mich ſogleich verſtehen. Sie wiſſen, Genugthuung, ſie bittet den geheimen Polizeimann, augen⸗ „ daß ſeit drei Tagen in Madrid wieder Revolution ausge⸗ blicklich ihr Haus zu verlaſſen.— Dieſer, nicht im Ge⸗ Si 0 1 brochen und daß Espartero geſtürzt iſt.“ ringſten erſchüttert, zieht ein Papier hervor und erwidert: ver 1„Allerdings, denn es ſteht in allen Zeitungen.“ ö„Sie glauben, wir haben keine Beweiſe in den an! 1 Sie wiſſen aber weit mehr, als in den Zeitungen Händen? Hier ſind ſie. Erſt vor einer Stunde gab Ihre S. 13 ſteht. Sie kennen die Pläne der Carliſten.“ Tochter im Telegraphen⸗Bureau dieſe Depeſche nach Wei⸗ ö„Ich? Was fällt Ihnen ein?- ßenburg auf.“ i lei 6„Leugnen hilft zu Nichts, Madame. Wir ſind genau Die erſchrockene Mutter fällt beinahe in Ohnmacht, jun 1 unterrichtet, daß Sie mit den Carliſten in Verbindung ſtehen.“ als ſie ein Papier, mit der Unterſchrift ihrer Tochter, En „Sie träumen, mein Herr!“ in der Hand hält, das die räthſelhaften Worte enthält: ſtes b 7 1 762 1 Anzeige. [745] Einem verehrten Publikum mache ich blermit die Anzeige, daß ich gegenwärtig bei Herrn Feiling zunächſt der Burgkirche wohne. Zugleich empfehle ich mich biermit, daß ich mich fortwährend bemühen werde, nach den neueſten Journalen alle in mein Fach einſchlagende Ar⸗ beiten zu liefern. Friedberg. Chriſtian Berg, Damenkleidermacher. Mantillen 1676] in verſchiedenen Stoffen und neueſter Fagon bei 1 J. Fürth's Erben. Friedberg. Ein Zugpferd, [754] 15 Jabre alt, hat billig zu verkaufen Ch xu i ſt o ph Ritzel, Gr. Hofſchmied. Empfehlung. 1765] Unterzeichnete färbt Glace-Handſchube 155 1680] Bei Eduard Hallberger in Stuttgart erſchien ſo eben und nehmen alle Buch-, Kunſt⸗ und Muſikalten⸗Handlungen, in Friedberg C. Binder⸗ nagel's Buchhandlung, in welcher die bis jetzt erſchienenen Hefte vor— räthig ſind, Beſtellungen an: 5 Das Ausgewählte Sammlung neuer Original⸗Compoſitionen Pianoforte. der berühmteſten und beliebteſten jetzt lebenden Componiſten. Unter Redaction von Dr. Franz Liſt. 1. und 2.x Heft. Subſcriptionspreis: Das Heft nur 27 kr. rh. Man verpflichtet ſich zu 12 Heften, welche den erſten Band bilden. Das Klavierſpiel hat ſich nunmehr in dem Maße eingebürgert, daß es gewiß an der Zeit iſt, ein Unternehmen zu gründen, deſſen Aufgabe iſt, in Zwiſchenräumen von 3—4 Wochen dem großen klavierſpielenden Publikum mehrere ausgewählt gute und neue Original⸗ Compoſitionen in heftweiſen Lieferungen zu bieten, und zwar ſo, daß in jedem Hefte durch⸗ ſchnittlich eine ſchwere, eine leichtere und eine leichte Piece enthalten iſt, wodurch in jedem Hefte jeder Stufe des Klavierſpiels Rechnung getragen wird. Der außergewöhnlich billige Preis für das Heft iſt nur 24 kr.— wodurch die Anſchaffung Jedem nicht nur möglich, ſondern leicht wird. Das erſte Heft fiel etwas ſchwerer aus, als in der Anlage des Pianoforte liegt, die folgenden Hefte werden jedoch viel leichter zu ſpielen ſein. ſchön ſchwarz, ohne daß dieſelben abfärben, und empfiehlt ſich zugleich im Waſchen derſelben. Eine friſchmelkende junge Ziege J. Stoll's Wittwe. wohnhaft bei Hrn. Vormhals in der Ludwigsſtraße. d[238] Die aus den vor- e züglichst geeigneten 5 N Kräuter- und Pflanzen- * Isäften mit einem Theile g E des reinsten Zuckerkry- stalls zur Consistenz ge- brachten Doctor Roch'scnen (K. P. Kreis-Physikus zu Heiligenbeil) KRAUTER-BONBONS haben sich dureh ihre Güte auch in hie- siger Gegend rühmlichst bewährt und sind in Originalschachteln à 18 und 36 kr. stets ächt vorräthig bei Friedberg. P. F. Schmittner. Zum Ausleihen. [725] Ein Kapital von 9000 fl., 2 mal 500, 1 mal 600 und 300 fl., find mir gegen gute Aufſätze zu billigem Zinsfuß zum Ausleihen übertragen. Friedberg den 6. Mai 1857. N Joſepb Strauß in der Uſergaſſe bei Herrn Bierbrauer E. Müller. Ausnahmsweiſe billig! 767] Ein zweiſpänniger Wagen mit eiſernen Achſen und in gutem Zuſtande, ein einſpänniger desgleichen, ſowie auch ein vollſtändiges Schmied⸗ geſchirr, beſtebend in 2 Schraubſtöcken, 1 großen und 1 kleinen Sperrhorn, 30 Stück großen und kleinen Hämmern, 15 Feuerzangen und ſonſti— gen dazu gehörenden Werkzeugen hat billig ab⸗ zugeben. Salomon Schwab. [769] hat zu verkaufen Heinrich Bo pp in der Vorſtadt. Ein Pferd [770] hat zu verkaufen M. Ewald in Ockſtadt. Jonnenſchirme 1770] nach der neueſten Fagon und En-touts- cas billigſt bei Friedberg. Eliſe Hanau, geb. Simon, neben dem Hotel Trapp. 775] Meinen Freunden und Gönnern die er— Zu vermiethen. 1766] Ein einzelner Herr kann vom 1. Juni an in einem bürgerlichen Hauſe Koſt und Logis erhalten. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. billigen Nachlaß. 1768] Kaufſchillinge und Wechſel kaufe ich gegen Baruch Hecht. gebenſte Anzeige, daß ich nunmebr bei Herrn Peter Mann auf dem Haag wohne. P hb. Dien s ba ch Weißbindermeiſter. „Don Carlos kommt.“ Die Mutter ruft ihre beiden Töchter zitternd herein. — Neues Verhör, neues Erſtaunen, neue Spannung. Als aber die munteren Tochter das corpus delicti leſen, brechen ſie in lautes Gelächter aus, zum großen der Präfect von Straßburg ſchon darin ſaß und daß vor Erſtaunen der Mutter und des Polizeimanns.— Wenige Worte und der Brief aus Mannheim klären die Erſtaun⸗ ten auf, doch beruhigt ſich der geheime Agent noch nicht ganz und wittert neue Myſtificationen- Da rollt abermals ein Wagen vor. Der glückliche Mannheimer Opernſänger tritt ins Zimmer, die Tochter fliegt ihm in die Arme und ſagt lachend zum Polizeimann: „Hier ſtelle ich Ihnen meinen Don Carlos vor. Sie ſcheinen vergeſſen zu haben, daß der ſpaniſche Staats— verräther bereits todt iſt, daß aber in Deutſchland ein anderer Don Carlos, von einem gewiſſen Herrn von Schiller, ein ewiges Leben haben wird!“ Allgemeines Gelächter erſchallt, unter dem der Poli— zeimann, der ſchon geträumt hatte, durch ſeine Eutdeckung zum Polizeiminiſter zu avanciren,— ſich unter tauſend Entſchuldigungen verwirrt zurückzieht.— Als die Schwe— ſtern ihn in den Wagen ſteigen ſahen, bemerkten ſie, daß dem Hauſe und an den Straßenecken verkleidete Gens— darmen Wache gehalten hatten!———— Soll wirklich wahr und im Sommer 1856 paſſirt ſein. Sammlung verbrauchter Briefmarken. Aus Karlsruhe ergeht ein Aufruf an„menſchenfreundliche Sammlerinnen“. Und was ſollen ſie ſammeln? Man höre: Gebrauchte Briefmarken! Ein reicher Engländer hat nämlich die komiſche Wette eingegangen, binnen Jahresfriſt eine Million verbrauchter Brief— marken aus aller Serren Länder zu ſammeln und ſich ein Zimmer damit zu tapezieren. Dieſes Geſchäft übergab er einem Waiſenknaben in Karlsruhe unter dem notariell aufgenommenen und deponirten Ver- ſprechen, ihm im Falle des Gelingens die Summe von 150,000 Gulden zu ſchenken. Da bis jetzt dem Kinde noch Manche 10,000 Marken fehlen, ſo werden alle Menſchenfreunde erſucht, in ihren Kreiſen Brief— marken zu ſammeln und dadurch die Zukunft des armen Waiſenknaben ſichern zu helfen. Die Damen Geh. Hofräthin Bauer und die Hof⸗ opernſängerin Horitz in Karlsrube find ſo freundlich, die Einſammlung gebrauchter Briefmarken zu übernehmen. Wer von den Leſern des Intelligenzblattes ſich etwa bei dieſer Sammlung betheiligen will, der trenne die entwertbeten Marken von den empfangenen Briefen und ſende ſolche, wenn er ſie nicht ſelbſt nach Karlsrube ſchicken will, der Expedition dieſes Blattes, welche gerne die Weiterbeförderung übernimmt. 156 Soolbad Vauheim. Jeden Tag CNE 3 iim Kursaale. bei günstiger Witterung im Kurgarten, Nachunitiags von 3 bis 6 Ihr, ausgeſulhirt von der Kurſapelle unier Direction des Herrn Edmund Neumann. — Verkauf von Spiegeln und zurückgeſetzten Porzellanwaaren. 1475] Wegen Gründung eines Fabrik-Geſchäftes gebe ich einen Theil meines Lagers auf und ſind beſagte Gegenſtände billig gegen Baarzahlung zu haben. 1 L. Goldmann jun. Gers. Schulhof in Friedberg 15951 empfiehlt ſein jetzt wohlaſſortirtes Lager in: Tuchen, Den neueſten Sonnen- u. Regenſchirmen, Hurkins Kleiderſtoffen, Stroh- und und Weſtenſtoffen, Shawls, Filzhüten, vorhang zeugen und Leinwand etc. zu feſtgeſetzten Preiſen. 1594 Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte Heilbronner Bleiche werden fortwährend Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im April 1857. Eduard Rut hs, zum neuen Dielhof. Amerikaniſches Ledertuch, 7721 ein vorzüglicher Stoff zu Möbel Ueberzügen ꝛc., empfehlen wir beſtens. J. Fürth's Erben. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt erſchienen und zu haben: Vierundzwanzig Confirmations-Gedenzſcheine mit bibliſchen Denkſprüchen und bildlichen Darſtellungen aus der heiligen Schrift. Entworfen von Erwin Preuſchen. Neue Ausgabe. Preis 36 kr. Theater in Friedberg. Im Saale des Herrn Gerlach. 773] Freitag den 8. Mai: Vielſeitigen Wünſchen entſprechend repitirt. Der Fechter von Ravenna. Dramatiſches Gedicht in 5 Akten von F. Halm. Sonntag den 10. Mai: Die Reiſe auf gemeinſchaftliche Koſten. Komiſches Gemälde in 5 Abtbeilungen frei nach dem Franzöſiſchen von Louis Angely. Dienſtag den 12. Mai: Kean, oder: Leidenſchaft und Genie. Luſtſpiel in 5 Abtheilungen und einem Zwiſchen⸗ ſpiele, nach dem Franzöſiſchen des A. Dumas, von L. Schneider. Das Nähere beſagen die Zettel. Um zahlreichen Beſuch bittet J. Weiſer, Direktor. Philippi's Garten. [774] Zur Eröffnung meiner Gartenwirthſchaft Sonntag den 10, d. M. Harmoniemuſik, wozu freundlichſt einladet. G. Philippi. eg e eg S= N 8 8. 1 2 2 S. Steinhäuser, Gold- und Silberarbeiter 16051 in Friedberg, empfiehlt ſein Lager der modernſten Gold⸗ u. Silberwaaren 8 zu den billigſten Preiſen. Beſtellungen und Reparaturen werden ſchnell und dauerhaft ausgeführt, auch werden Haarflechtereien zu Uhrketten, Fin⸗ gerringen, Armbändern ꝛc. ꝛc. in ſchönen Muſtern beſtens beſorgt. 96980 9698.988989. 988989888989, 88598 888989 Se geg 68899. 8g d 6088 98. 888 989 96989. 988988. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 6. Mai 1857. Piſtolen?,. e f 9 0% Ar, Friedrichsd'oeo” r„ 9 55-56 Holländiſche 10 fl. Stücke[„ 9 48 Rand⸗Ducaten.„5 31-32 20 Franke„ 9 1920 Engliſche Souverains.„ 11 40-44 Preußiſche Thaler.„—— Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 45—¼ 5 e gere.„ ee Kirchliche Anzeigen. Sonntag Cantate den 10. Mai. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Nachmittags: Hr. Pfr. Strack v. Oberrosbach. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Textor. Nachmittags: fällt aus. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 19.) 0