em. erer d lernen Friedberger Intelligenzblatt. S Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ge b. ade Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. N. 28. Dienſtag, den 7. April. 1857. Amtlicher Theil. Von den Regierungsblättern ſind zu publiziren. Nr. 6 sub 1 und 2 ſpeziell. Nr. 7 sub 1 und 6. Friedberg, am 2. April 1857. Nr. 8 sub 1, 2 und 6. Nr. 9 sub 1. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Def Nachricht. Für den beurlaubten Feuergeſchwornen Maurermeiſter Neiſel zu Fauerbach II. iſt Jacob Morſchel, Maurer von hier, als deſſen Subſtitut verpflichtet worden, was zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 31. März 1857. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Mü lle x. Auszug aus dem Groſtherzoglichen Negierungsblatte. Nr. 7 vom 10. März enthält: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 24. Februar, wodurch in Folge Aller— höchſter Entſchließung das nach der Bekanntmachung vom 9. Jan. d. J. angeordnete Verbot der Ausfuhr von Pferden über die Grenzen des Zollvereinsgebiets wieder aufgehoben wird.— II. Steueraus⸗ ſchlag zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der Landjudenſchaftskaſſe zu Darmſtadt für 1857.— III. Umlagen für 1857, beziehungsweiſe 1857/59 zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der israelitiſchen Religions⸗ gemeinden des Kreiſes Neuſtadt.— IV. Desgl. für Erhöhung des Zehalts des Kreisrabbinen Dr. Adler zu Alzey von 600 auf 1000 fl. — V. Desgl. für Communalbedürfniſſe in den israeliſchen Religions gemeinden des Kreiſes Büdingen für 1857.— VI. Desgl. im Kreiſe Friedberg.— VII. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 11. Febr. den Ger.-Acceſſiſten Dr. Schwarz aus Schlitz in die Zahl der Advocaten und Procuratoren bei dem Hofgerichte der Provinz Oberheſſen aufzunehmen; 16. dem Inſpector der Stadtſchulen zu Worms Dr. Knispel die evang. Pfarr⸗ ftelle zu Wieſeck, Kr. Gießen, zu übertragen.— VIII. Concurrenz für: die 1. kath. Schulſtelle zu Oberroden, mit jährl. 368 fl. 26 kr. (Präſentation des Großh. Kreis raths zu Dieburg, des Ortsvorſtands und des Pfarrers zu Oberroden).— IX. Geſtorben: am 27. Jan. kathol. Schullehrer Brauneis zu Herrnsheim,— 23. Febr. Landge⸗ richts⸗Aſſeſſor Beisler zu Seligenſtadt. Nr. 8 vom 24. März enthält: I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 13. März, die Ausführung der in dem Vertrage der freien Hanſeſtadt Bremen mit den Zollvereins⸗ ſtaagten vom 26. Jan. 1856 enthaltenen Beſtimmungen über den gegen- ſeitigen Gewerbsbetrieb betr.— II. Aufbringung der Mittel zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der Landjudenſchaft in Oberheſſen für 1857(791 fl. oder 2,896 pf. auf 1 fl. Steuercapital für die Iſraeliten des Rabbinats Gießen und 289 fl. oder 1,894 pf. desgl. im ehem. Rabbinat Friedberg, in 2 Zielen 1. April und 1. Oct. an den Rechner N. Heß in Gießen zu entrichten).— III. Umlagen der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kr. Lindenfels für 1857.— IV. Verzeichniß der Vorlefungen an Gr. Landesuniverfität zu Gießen im Sommerhalb— 9 3 jahre 1857, den 20. April beginnend.— V. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, gemäß Artikel 30 des St.-G.-B. bekannt zu machender Straferkenntniſſe der Gerichte in Oberheſſen.— VI. Patenterthei— lungen: am 12. Febr. den Kaufleuten Ludwig Godin und Joh Hei⸗ liger zu Aachen für das ganze Großherzogthum auf die nächſten 5 Jahre das ausſchließliche Recht zur Anwendung der von ihnen er— fundenen und näher beſchriebenen neuen Art von Maſchinen-Riemen und am 17. Febr. dem Muſikalienhändler und Verleger Guſtav Scheuer mann aus Elberfeld, jetzt zu London, desgl. zur Anwendung der von ihm erfundenen durch Zeichnung und Beſchreibung näher erläuterten verbeſſerten Verfahrens des Muſikdrucks mittelſt Typen.— VII. Dienſt⸗ Das Luther⸗Denkmal zu Worms. (Eingeſandt.) Während die Bemühungen des Ausſchuſſes des Luther⸗Denkmal⸗ Vereins, ein übereinſtimmendes Verfahren bei den Sammlungen von Beiträgen in allen deutſchen Bundesſtaaten in Aufnahme zu bringen, die er— freulichſten Fortſchritte machen, liefern uns die bereits eingeſendeten oder angemeldeten Collecten aus verſchiedenen Gemeinden des Großherzogthums den deutlichſten Beweis von der warmen Theilnahme, deren ſich dieſes kirchlich— nationale Unternehmen allenthalben zu erfreuen hat. Die nachſtehende Zuſammenſtellung der bis jetzt in 15 Ge— meinden vollzogenen Sammlungen ergibt eine Summe von fl. 579. 37 fr. oder fl. 38. 38 kr. durchſchnittlich auf eine Gemeinde.— Eine beſondere Anerkennung verdient die Gemeinde Niederflörsheim, welche, obwohl nur etwa 500 Seelen ſtark, den ſehr beträchtlichen Beitrag von fl. 122. 37 kr. geliefert hat, worunter ſich auch die kleinen Liebesgaben der Schuljugend befinden. Aus folgenden Gemeinden des Großherzogthums ſind ſeit Kurzem die Liſten nebſt eingezeichneten Gaben in Worms eingetroffen, nämlich: 1) aus Wablheim, Decanat Alzey, mit, fl. 22, 12 kr. 2)„ Pfiffigheim, 25 Worms,„ 3)„ Kriegsheim, 1 Worms,„. 4)„ Wimpfen, 55 Wimpfen,, dt 5)„ Kürnbach, 5 Wimpfen,„„ 43.— 6)„ Blödesheim, 1 Oſthofen,„„ 7)„ Hangenweisheim,„ Oſthofen,„„„ 0 8)„ Eudorf, 7 Alsfeld,„„ 25, 9)„ẽNiederflörsheim,„ Worms,„e. Angemeldet ſind die bereits vollendeten Sammlungen: 10) aus Crainfeld, Decanat Lauterbach, mit fl. 12. 48 kr. 11)„ Hartenshauſen,* 55 e 12)„K Frepenſteinau, 77 5„ 13)„ Landenhauſen,*„„, 0, 14)„ Nordheim,„ Zwingenberg,„„ 37.—„ 15)„ Beedenkirchen,* 7 W, Verſchiedenes. In Amerika und Auſtralien nicht nur, auch in Eu⸗ ropa treffen wir auf Rieſenbäume von fabelhaftem Alter und Umfange. Die mächtigſte Linde darunter ge— hörte Deutſchland an, die mächtigſte Eiche Frankreich. Jene befand ſich drei Meilen von Heilbronn, bei Neuſtadt am nachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 27. Dec. 1856 dem Schulvicar Bullmann zu Michelnau die evang. Schulſtelle daſelbſt zu übertragen; 29. Dec. den von dem Herrn Grafen von Schlitz, gen. von Goͤrtz, auf die neu errichtete evang. Pfarrſtelle zu Hutzdorf, präſentirten Pfarrvicar Heß für dieſe Stelle zu beſtätigen. Am 3. Febr. wurde dem bisher für den Kreis Hungen patentiſirten Geometer 1. Kl. Franz ein ſolches Patent für den Kreis Offenbach ertheilt.— VIII. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Bingen mit 668 fl. Gehalt, die evang. Pfarr⸗ und Schulſtelle zu Buſenborn mit 511 fl. 41 ¼ kr., die mit einem Theologen zu beſetzende 114 1. evang. Knabenſchulſtelle zu Grünberg, mit 500 fl. nebſt 4 Stecken Buchenſcheidhdlz für Heizung des Schullbcals(Präſentation des Stadt⸗ vorſtandes zu Grünberg); die 2. evangel. Schulſtelle zu Grünberg, desgl. mit 500 fl. nebſt 4 Stecken Buchenſcheidholz.— IX. Geſtorben: am 23. Aug. 1856 penſ. Kreisdiener Wolf zu Grünberg, 23. Febr. Gymnaſial⸗Pedell Lohr zu Mainz, 27. Febr. penſ. Taubſtummen.Inſti⸗ tuts⸗ Director Dr. Roller zu Darmſtadt, 5. März penſ. Bezirksge⸗ richtsrath und Ergänzungsrichter am Obergerichte Obergerichtsrath Görz zu Mainz. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. [451] Nachverzeichnete Liegenſchaften ſind zum größeren Theile ſchon ſeit längerer Zeit frei⸗ willig verſteigert oder ſonſt veräußert worden: 1. Gemarkung Rockenberg: Von Seiten der Johannes Dietz I. Wiw. jetzt deren Erben(am 19. Februar 1848) 1,51. VIII, 615. IX, 324. IX, 499, X, 15. XI, 213. VII, 19. III, 266 V. 8. IX, 252. XII, 332. XII, 291, XIV, 209. II, 315. II, 332 und 2 Pferde Holz im Rockenberger und Oppers⸗ hofer Markwalde, II. Gemarkung Niederweiſel: 1) Von Seiten des Konrad Riegel⸗ buth II. und deſſen Ehefrau, vordem in Nie⸗ derweiſel— jetzt abweſend, die Gärten 27/10, 14/2 und 264,5, eine Wieſe 151/83 und der Acker 48/34 im Altewegsfeld— ein- getragen auf Konrad Riegelhuth II. von Nie— derweiſel. 2) Von der Wittwe des Johannes Maas II. in Niederweiſel, und einge⸗ tragen auf den Namen Johannes Maas 267/99 58 Ruthen Acker im Mittelfeld; 71/ö11 im Bergfeld 200/14 im Mühlenfeld und eine Wieſe 452/4. 3) Von der Katharina Konrad Hain- zen Wittwe in Butzbach: die Aecker 306,3, 376/ ä und 437% im Al⸗ tenwegsfeld, eingetragen auf den Namen des Konrad Hainz. 4) Von Johannes Heinz in Berſtadt als Rechtsnachfolger der Konrad Hainz III. Wittwe in Niederweiſel 307/65 40% Rth. Acker im Bergfeld— und eingetragen auf Konrad Heinz III. Wtw. in Niederweiſel III. Gemarkung Fauerbach⸗ J.: Von den Erben des Caspar König VIII. in Ober mörlen 2406/10 62 Ruthen Wieſe im Frankengrund und Caspar König VIII. Wittwe in Oder⸗ mörlen zugeſchrieben. Auch ſollen ad II 3. 1 und 2, ſodann ad III die Kaufgelder längſt bezahlt ſein, Eigen⸗ thums⸗ oder ſonſt genügende Exwerbs⸗Urkunden können jedoch überall nicht beigebracht werden. Auf Anſtehen der Käufer und ſonſt Betheiligten ergeht daher dieſe Aufforderung: Etwaige An⸗ ſprüche an die vorbezeichneten Liegenſchaften binnen einer Friſt von 2 Monaten bei unterzeichnetem Gericht ſogewiß geltend zu machen, als ſonſt die nachgeſuchte Beſtätigung der Kaufbriefe erfolgen und auch der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 17. März 1857. eee 1 Butzbach e l. Edictalla dung. [452] Etwaige Anſprüche Dritter an die nach⸗ folgenden auf den Namen der Pfarrei zu Burg⸗ grafenrode im Flurbuch ſtehenden und von die⸗ ſer ſeit unvordenklichen Zeiten beſeſſenen Grund ſtücke: a) Gemarkung Nieder wöllſtadt: Band und Seite 17/252, 18/288, 18/332, 18/423, 18/430, 19/469. b) Gemarkung Ockſtadt: Band und Seite 4/314, 5/214, 5/96, 5/415, 77106, 7/155, 7 394, 7/403, 7/595, 7/745, 9/54, 10/74, 11/131, 11/406, 7/745, 8/245, 8/385, 8/462, 9/53. ſind binnen Wochen geltend zu machen, widrigenfalls die bezeich⸗ neten Immobilien als Eigenthum der genann- ten Pfarrei im Nachtrag zum gerichtlichen Mu⸗ tationsverzeichniſſe eingetragen werden. Friedberg am 12. März 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. Vid: L.: v. Preuſchen, Landgerichts⸗Aſſeſſor. * Oeffentliche Aufforderung. 1514] Heinrich Schmidt von Hochweiſel, ge⸗ boren 1771, Sohn des Johann Peter Schmidt daſelbſt, ſeit vielen Jahren ohne Nachricht ab⸗ weſend, hat einige bereits mehrfach in Erbgang gekommene, auf Peter Schmidts Erben und Heinrich Schmidt I. Namen ſtehende Immobi⸗ lien hinterlaſſen, bezüglich derer jetzt von der Ehefrau des Konrad Zimmer, Margaretha, geb. Zeiß, und den Kindern zweiter Ehe des Peter Zeiß Eintrag des Erwerbtitels in das Muta⸗ tionsverzeichniß beantragt wird. Etwaige Anſprüche an dieſe Immobilien, worüber Extract zur Einſicht dahier vorliegt, ſind binnen z wei Monaten ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt, erkannt werdender Verſchollenheitserklärung vor— gängig, der Nachlaß den genannten Erben über⸗ laſſen und ihrem geſtellten Antrage ſtattgegeben wird. Bußbach am 23. März 1857. Großberzogliches Landgericht Butzbach. Ebel, u th, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Solz Leer ſt ee ige e u n. [573] Mittwoch den 15. April d. J kom⸗ men im Leuſtädter Wald im Diſtrikt Dachs⸗ berg auf der Höhe zur öffentlichen Verſteige⸗ rung: Scheit⸗ Prügel⸗ Stock- Reisholzwellen holz holz holz Stück Stecken Buchen 170 15 87 4000 Eichen 4 5 15 600 Zuſammenkunft Vormittags 10 Uhr auf dem Obermoxſtädter Weg am Holzachſenfeld. Das Holz iſt ſehr bequem abzufahren. Zahlungs⸗ termin bis Martini d. J. Büdingen den 1. April 1857. Der Fürſtl. Forſtmeiſter ht ig Kocher. Ihr Stamm hatte unfern des Bodens 32 Fuß und ihre Krone 400 Fuß im Umfange. Letztere mußte bereits im Jahre 1664 durch 67 Säulen, 1831 durch 106 Säulen geſtützt werden. 1855 wurde dieſe Linde 660 Jahre alt. Die franzöſiſche Eiche ſteht bei Saintes im Departement der unteren Charente, mißt 60 Fuß in der Höhe und über den Wurzeln zwiſchen 27 und 28 Fuß im Durchmeſſer. Ein Theil des Stammes ſtarb ab, und in dieſem Theile richtete man ein kleines Zimmer von 9 Fuß Höhe und 10 bis 12 Fuß Weite ein, das durch ein Fen⸗ ſter Licht empfängt und eine im grünen Holz geſchnitzte Bank enthält. Das Alter der Eiche ſchätzt man auf 1800 bis 2000 Jahre. Eibenbäͤume von mehr als tau ſendjährigem Alter hat England in den Grafſchaften Kent, Surrey und York, Schottland auf dem Kirchhofe von Fotheringal aufzuweiſen. In der Orangerie zu Verſailles befindet ſich ein Orangenbaum,„der große Bourbon“ genannt, der volle 445 Jahre alt iſt. Er iſt ſo groß, daß es nothwendig ge— worden iſt, ſeine Aeſte durch Drahtſeile zu befeſtigen. Trotz ſeines Alters iſt er friſch und geſund und bringt mit unerſchöpflicher Kraft Blüthen und Früchte in reichſter Fülle hervor. Er wurde im Jahre 1411 zu Navalla ge⸗ pflanzt und kam 89 Jahee ſpäter als Geſchenk nach Frank⸗ reich. Er war der erſte Orangenbaum in Frankreich, und auf ſeinem Wege von den Pyrenäen nach Chantilly ſtrömte das Volk weit und breit zuſammen, ihn anzuſtaunen. Im Graubündtneriſchen Sertigthale haben vor einiger Zeit zwei junge Jäger drei Bären, einen alten und zwei junge, erlegt, die für das Muſeum Charlande in Bern beſtimmt ſind. Die alte Bärin wog 242, die Jungen 82 und 67 Pfund. Auch im Jura hat die Zahl der Bären in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen. Man ſchreibt aus Köſen, daß kürzlich in der Saale zwiſchen Merſeburg und Weißenfels ein Barſch gefangen worden iſt, der nicht weniger als 74 Pfund wog. Hieſe in Ctwerb und ſundlich nac dur 1. und Gatter G Band! 63/0. X. noch auf Erſten Wi noch auf Zweiten K länger als Johannes E. G. 11) Phi Jlut X Wipp E eingenag liehen F frau, M Philipp 1818 die bfändung der große gegen N Zweihun leihers. die quit aber nie halb Al Auſprüch dungen! Edietalla dung. [574] I. Nachbezeichuete Immobilien ſollen ver- dußert werden; da jedoch die dabei genannten Beſitzer, beziehungsweiſe deren Erben, das Eigentbum urkundlich nicht nachweisen können, ſo werden etwaige Dritte, welche Anſprüche an die veräußerten Objekte bilden wollen, insbe— ſondere die unten dei 5 4 D 10 und E 11 erwähnten Perſonen, oder deren Rechtsnachfol⸗ ger, aufgefordert, ſich binnen 6 Wochen bei dem unterzeichneten Landgerichte zu melden, widrigenfalls, ſoweit nöthig, nach vorheriger Uebertragung auf den Namen der Veräußerer, die Beſtätigung der Verträge erfolgen und der Eintrag ins gerichtliche Mutationsverzeichniß fügt werden wird: a 8 Gemarkung Beienheim: 1) Heinrich Breidenbach: Flur 1 Nr. 472. 493. 537. 602. 673. 719. 1 185 III. 252. 293. IV. 5. 298. V. 165. 437. VI. 92 und 244. 2) Konrad Lind Erſter: Flur I. Nr. 293. 294. 416. 467. 576. 703. 723. II. 33. III. 8. 117. 186. 291. IV. 251. V. 153. 167. 181. 306. 308. 377. 384. 480. 549. 568. VI. 25. 212. 251. 252 und 304. 3) Johannes Stein: Flur 1 Nr. 120. 209. 645. 746. III. 235. 322. V. 404. 451. 508. VI. 106, 110. 119. 153. 217,5. 334. 360 und 418. B. Gemarkung Ilbenſtadt: 4) Katbarina und Charlotte Klein: Dieſe insbeſondere ohne den erbſchaftlichen Erwerb und die Abfindung ihrer Miterben ur— kundlich nachweiſen zu können: Flur 1 Nr. 91,2. 91,5 und 92 Hofraithe und Garten. C. Gemarkung Niedermörlen: 5) Heinrich Schlitz, Dritter: Band I Nr. 532/50, II 283/56a. III 359/17, 375% da. 6) Anton Möbs, Zweiter, Band II 174/53. III 74/9 b. 479/53. D. Gemarkung Obermörlen: 7) Der Vorige: Band III 183/19. XIII 831/26. 695/10 u. 11. 8) Johannes Schlitz Zweiter: Band V 266/12. IX 323/9. 9) Johannes König Zwölfter: Band VII Nr. 145/38. 10) Jobannes Geck Erſter: Band III Nr. 389,1. VIII 73/34, IX 63/29. XIII 478/25. VIII 14/71, noch auf dem Namen der Philipp Geck des Erſten Wittwe und II 773/126, XI 319/65, noch auf dem Namen der Philipp Geck des Zweiten Kinder im Flurbuch ſtehend, aber ſchon länger als 30 Jabre im ungeſtörten Beſfitz der Johannes Geck des Erſten Eheleute befindlich. E. Gemarkung Niederwöllſtadt: 11) Philipp Schütz Erſter zu Ober⸗ wöllſtadt: Flur XVIII Nr. 381, 736. XIX 653 auf Philipp Schütz ohne Beizeichen im Grundbuch eingetragen. F. Gemarkung Södel: 12) Heinrich Weiß des Zweiten Wittwe: Flur V Nr. 436. II. Nach dem Gerichts⸗Hypothekenbuch ent— liehen Friedrich Karl Wasmuth und deſſen Ehe— frau, Maria, geb. Rodaug, von Friedberg, bei Philipp Hofmann daſelbſt am 29. Dezember 1818 die Summe von 500 fl., gegen Ver⸗ pfändung ihres Wohnhauſes 13/73 Nr. 57 auf der großen Straße und an demſelben Datum, gegen Nachhypothek auf das bezeichnete Haus, Zweihundert Gulden bei der Mutter des An— leihers. Die Hypotheken ſollen abgetragen ſein, die quittirten Originalſchuldurkunden können aber nicht beigebracht werden, und ergeht deß— halb Aufforderung an alle Berechtigten ihre Anſprüche aus den oben erwähnten Verpfän⸗ dungen binnen 115 6 Woche n geltend zu machen, widrigenfalls ſolche für er— loſchen erachtet werden und die Löſchung in den Hypothekenbüchern erfolgt. Friedberg am 31. März 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J e v. Per eu ſſch e n, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Ed ect a dung 575] Die Erben der Anton Burk des Zweiten Wittwe zu Obermörlen haben die auf deren Namen ſtehenden Immobilien in Obermörler Gemarkung ſchon vor beinahe 20 Jahren ver— kauft, die ſpäter beantragte Beſtätigung der Kaufbriefe hat aber Anſtand gefunden, weil die Unterſchriften ſämmtlicher Betheiligten nicht mehr beigebracht werden konnten, insbeſondere die mitbetheiligte Ehefrau des Johannes Gröninger von Ockſtadt und nach ihr auch ihr Bevollmach— tigter Ludwig Plat daſelbſt ausgewandert waren. Auf Antrag werden nunmehr alle Diejenigen, welche etwa noch Erbanſprüche an den Nach— laß der Anton Burk des Zweiten Wittwe bil— den wollten, auch die erwahnte Johannes Grö— ningers Ebefrau oder deren Rechtsnachfolger, da ihr Aufenthalt unbekannt iſt, hierdurch auf— gefordert, ſich binnen drei Monaten bei unterzeichneter Stelle zu melden, widrigen— falls ohne Rückſicht darauf und unter gerichtlicher Supplirung der fehlenden Unterſchriften, ſoweit nöthig, die Beſtätigung der Kaufbriefe erfolgen und wegen der Einnahme und Verwendung der Kaufſchillinge geeignete Verfügung getroffen werden wird. Friedberg am 27. März 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. e v. Preuſchen, Landgerichts⸗Aſſeſſor. Bekanntmachung. Die am 30. und 31. März l. J. im hieſigen Gemeindewalde, Diſtrikt Altenhaag, abgehaltene Holzverſteigerung hat die Geneh— migung erhalten und ift der erſte Fahrtag auf Mittwoch den 15. d. M. feſtgeſetzt worden. 5761 Tags vor dem erſten Abfahrtage, am 14. April l. J., wird das Holz übergeben und hat ſich der Steigerer an dieſem Tage im Schlag einzufinden und das Holz aufzuſuchen, den Ab- fuhrſchein dem Forſtperſonal vorzuzeigen und etwaigen Anſtand anzuzeigen. Wer dieſer Be— ſtimmung nachkommt, kann an den Abfahrtagen Holz laden und abfahren, ohne noch einmal vom Forſtwart angewieſen zu werden; obiges aber unterläßt, darf am Fahrtag nicht eher laden, bevor er den Abfuhrſchein dem Forſt⸗ wart vorgezeigt hat. Obermörlen am 3. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Schweitzer. Bekanntmachung. 1577] Donnerſtag den 9. April d. J., Nach⸗ wer Holzverſteig erung. 4578] Dienſtag den 14. d. Mts., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ſollen in dem Gemeinde- wald Fauerbach I., Diſtrikt Filzhardt, nachfol- gende Holzſortimente verſteigert werden: 9500 gemiſchte Wellen, 7000 Ginſter⸗„ 16½ Stecken Eichen- u. Kiefern⸗Stockholz, 1000 Stück Bohnenſtangen. Gegen genügende Bürgſchaft wird das Holz bis Martinitag d. J. geborgt. Fauerbach I. den 4. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach J. Philipps. Zu verkaufen. 1569] Wegen Wohnungsveränderung werden 4 ſchöne Oleanderbäume billig abgegeben. Näheres bei Carl Chr. Weis. 1537] Bei der Friedberger Bergbaugeſellſchaft können mehrere Bergleute und Magazins⸗ arbeiter gegen angemeſſenen Lohn dauernde Beſchäftigung finden. 471] ſehr billig bei Gebrüder Grödel, neben Herrn Kümmich. Essence magique de Morrel. Das ficherſte Mittel, Flecken von Fett und dergleichen aus jedem Stoffe zu entfernen, à Fl. 18 kr. empfiehlt P. F. Schmittner in Friedberg. 1341 1580] Es wird ein braves Mädchen, welches Kochen und einer Haushaltung vor— ſtehen kann, unter annehmbaren Bedingungen in Dienſt geſucht. Zu erfragen bei der Exp. Erbſen, Bohnen, [581] ſowie vorzüglich ſchöne Linſen empfiehlt beſtens P. F. Friedberg. 40—30 Maurer, [582] auch Handlanger, finden von jetzt an Schmittner. gegen einen guten Lohn dauernde Beſchäftigung, mittags 1 Uhr, wird bei Gaſtwirth Krick dahier ein der Gemeinde Oſſenheim gehöriger Faſel— ochs meiſtbietend verſteigert. Oſſenheim den 4. April 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Ko pp. Fabrik von ferner können von Ende Mai oder Anfangs Juni bis ſpät in den Herbſt weitere 40 Maurer und Handlanger in Arbeit treten bei M. Heil, Maurermeiſter in Hattingen a. d. Ruhr. N 55 en-⸗Arb 51* Cigarren-Arbeiter, [583] namentlich jüngere Leute, werden nach Oſtern angenommen und auch anugelernt in der W. A. Müller in Friedberg. 7 Verkauf von Spiegeln und zurückgeſetzten Porzellanwaaren. 1475] Wegen Gründung eines Fabrik-Geſchäftes gebe ich einen Theil meines Lagers auf und ſind beſagte Gegenſtände billig gegen Baarzahlung zu haben. L. Goldmann jun. Soolbud Nauleim. Jeden Tag N. R 5 imm RKursaale. bei günstiger Witterung im Kurgarten. Nachimillugs von 3 bis 6 Uhr, Grrgge AR rt ron dier Nurſupelle unilen Direction des Herrn Edümund Neumann. Bekanntmachung. 1585] Die Herſtellung des Oberbaues für die Verbindungsſtraße zwiſchen der großen Promenade und dem Plateau für das demnächſt zu erbauende Kurhaus zu Nauheim ſoll auf dem Submiſſionswege an einen geeigneten Unternehmer vergeben werden. Die deshalbigen Offerten müſſen ſchriftlich und verſiegelt bis zum 15. d. M. bei unterzeichneter Stelle, woſelbſt auch die näheren Be— dingungen über die Ausführung ꝛc. zur Einſicht offen liegen, eingereicht werden. Nauheim am 2. April 1857. Die Adminiſtration der vereinigten Pachtungen. Vekanntmachung. 1586] Die Lieferung von ca. 15 Flafter Uſa-Kies für die hieſigen Parkan⸗ lagen ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden. Anerbietungen ſind bis zum 15. d. M. bei Gärtner Oſtermeyer in Nauheim abzugeben. Nauheim den 6, April 1857. 1587] So eben iſt in C. Seriba's Buchhandlung in Friedberg erſchienen: Evangeliſches Brevier in Lied und Gebet. Herausgegeben von Franz Schwabe, Profeſſor am Predigerſeminar und Stadtpfarrer zu Friedberg. Preis fl. 1. 12 kr. Volksausgabe 45 kr. Nauheim. 15881 Ganz alten Nordhäuſer Fruchtbranntwein, alle Sorten in⸗ und ausländiſche Cigarren und Tabake, ſowie die als vorzüglich bekannten Teppiche und Vorlagen von der Fabrik der Herren Bernus, Leisler und Comp. in Hanau empfiehlt zu billigſten Preiſen H. F en n el, nächſt der Trinkhalle. Kirchliche Anzeigen. Gründonnerſtag. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Schwabe. Charfreitag. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Kleeſaamen, 579 rothen, weißen und Luzerner in beſter Qualität billigſt bei Ph. Dan. Kümmich. Kirchenbuchsauszug. Getaufte. Vorn g b gs: Hr. Candidat Vigelius. 255 Mac n Karl ehen, Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. . 5. g Gottesdienſt in der Burgkirche: 5 Beer digte. f Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Lederhändler,(Abendmabl.) 31. Jakob Bechſtein, hſ. B. u. al 75 9 M., 7 T., 4 29 Nachmittags: Hr. Candidat Horſt. Geld⸗ Cours. Frankfurt, am 4. April 1857. M fl. 9 41-42 Friedrichsd'oer 7 9 56% 7„ Holländiſche 10 fl. Süu-„ 9 47/48 ½ Rand⸗Ducaten l 20 Frankſtücke 1 6 99% 0% Engliſche Souverains.% 1 42-46 Preußiſche Thaler.„—— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45% ½ 5% rest Shale???% 2 20,21 Marktberichte. Friedberg, 3. April. Waizen 13 15 kr.; Korn 9 fl. 45 kr.; Gerſte 8 fl. 30 kr. Grünberg 4. April. Waizen 13 fl. 12 kr.; Korn 10 fl. 24 kr.; Gerſte 8 fl. 50 kr.; Hafer 6 fl. 15 kr.; Erbſen 10 fl. 28 kr.; Wicken 8 fl. 35 kr.; Saamen 21 fl. 30 kr.; Kartoffeln 4 fl. 16 kr. Frankfurt, 30. März. Weizen 13 fl. 50 kr. bis 14 fl.; Korn 9 fl. 40 kr.; Gerſte 9 fl.; Hafer 5 fl. 20 kr. Mainz 6. April. Waizen 13 fl. 30 kr.; Korn 9 fl. 30 kr.; Gerſte 8 fl. 40 kr.z Hafer 5 fl. 20 Fg Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 8. bis 14. April. — 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. — e kr. pf. kr. pf. 1[Roggenbrod,/ Korn⸗ 5 und ½ Gerſtenmehl e 2„ 7 1 6 3 61 3 4 7 7 7 13 2113 2 gemiſchtes Brod Tafelbrod) 1 e ½ Waizenmehl., 33 33 2 5 1 1222 4 7 97 12 15— 15— Lot Miles 1 45 1 21 — Waſſerweck 1 15 — Gemiſchte(Tafel. 95 Brod 5 115 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch.. e eee 1 Kuhfleiſch, gemäfſetes 11% 2 11 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 1 Schweinefleiſch h.. 16— 16— 1 Hammelfleiſch hh. 112112 1(Kalbfleiſch 7 1 Schaaffleiſch.. 7——— 1 Wurſt v. blos Sowelen 17— 17— 1(Bratwurſtt 2112 1 1 Schwartenmagen 18— 18— 1 Geräucherter che e 1 Dörrfleiſhch fh 5„ 22 1 Schinken 23 223 2 1 Schweineſchmalz, ausgel. 272 27 2 1„ unausgelaſſen 23 2 232 Nierenf ett 232 1 Hammelsfett. 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seppel. 1 Dienstag den 1A. d. M . erſcheint keine Nummer dieſes Blattes. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. r e Hufe Ciguth 0 werd die vera ſondtlk erwah ger, a hei dem widrigen Hebertcas die Befle Eintrag detfügt! 4 Flur II. 78. V. 160 Flur 726.1 V. 10. 540. 40 Flur 32. 119. 40 K Dieſe Erwerb kundlich Flur und G. 0 0 Band 375/44 Band