Friedberger Jutelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum bene ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n ammen 7 kr. N. 87. Freitag, den 6. November. 1857. effent li ch Amtlicher Theil. Nachricht. Freitag den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, tritt der Bezirksrath des Kreiſes Friedberg auf dem Rath— hauſe dahier zuſammen, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 4. November 1857. Großherzogliches Kreisamt Friedberg N Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Chriſtoph Ruhl von Grebenhain; heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Derſelbe iſt eines Diebſtahls zum Nachtheil des Fuhrmannes Heinrich Joſt von Schlechtenwegen verdächtig. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Pfänderverſteigerung. [1761] Montag den 23. November, Morgens 9 Uhr anfangend, und den folgenden Tag wer⸗ den in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termin die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be— ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß zeug, Herren- und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur gn den beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur bis zum 16. No⸗ vember(l. J. die betreffende Auslöſung und Renovation geſchehen kann, da das Pfandlocal vom 17. November bis zum Schluß der Ver⸗ ſteigerung geſchloſſen bleibt. Friedberg den 27. Oktober 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Be n die. Edietalla dung. [1763] Nachdem über den überſchuldeten Nach⸗ laß des am 10. April d. J. verſtorbenen Bür- gers Bernhard Salzmann J. von hier nach mißlungenem Güteverſuch der förmliche Con- curs erkannt worden iſt, ſo werden nunmehr ſämmtliche Gläubiger der obigen Nachlaſſen⸗ ſchaftsmaſſe hierdurch vorgeladen, in dem auf Donnerſtag den 26. November d. J., Vormittags 8 Uhr, beſtimmten Hauptliquidations-Termine ihre Forderungen bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte unter Angabe ihrer Beweismittel bei dem unterzeich⸗ neten Gerichte anzumelden und zu begründen. Zugleich wird bemerkt, daß die Bekanntma⸗ chung des demnächſtigen Präcluſiv Beſcheides nur durch Anſchlag im Gerichtslocale bewirkt werden wird. Nauheim am 23. Oktober 1857. Kurfürſtliches Juſtizamt Kröber. vt. Schlarbaum. Bekanntmachung. [1782] Das Kleinſchlagen von 5 Eubikklafter Chauſſeeſteinen für die hieſige Bergwerks-Chauſ⸗ ſee ſoll Montag den 9. November, Nachmittags 3 Ubr, an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben wer den. Bauernheimer Bergwerk den 28. Ok⸗ tober 1857. Gräfl. Solms Rödelheim'ſche Bergverwaltung e Spect se r ch. Arbeits verſtei gerung. [1788] Samſtag den 7. November, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle in der Feld⸗Gemarkung nachſtehende Handarbeiten an den Wenigſtnehmenden verſteigert, als: 1) Anlegung eines Steinbruchs im großen Galgenfeld, an der ſog. Töpferkaute. 2) Herſtellung eines Grabens am Dachs⸗ pfadweg. Der Anfang dieſer Verſteigerung iſt am Dachs⸗ pfadweg zunächſt der Brücke. Friedberg den 3. November 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Etwas vom Bier. g ber, mit dem Weintrinken ſieht's Anno 1856, da ich dieß (Aus der Spinnſtube.) Das iſt ein Kapitel für mich! ruft der Gevatter, f. Warum nicht? Es iſt ein und nicht Leib und Seele verdirbt, wie der unſelige, heilloſe Branntwein, dieß Gift, deſſen Unſegen und Verderben die Leute gar nicht denn ich halt' etwas drauf. Getränke, das erquickt und nährt, erkennen wollen, bis es zu ſpät iſt. Den Branntwein wiſſen. noch Einer. Gott ſei bei uns! Mit dem Bier wird nicht ſo viel Schaden geſtiftet, wenn man's nicht in einem Uebermaaße trinkt, wie etwa die Bayern welche aufweiſen können. bäuche und Trinker geſehen, da mein Begreifen ſchnur— Dem arbeitenden Mann iſt es Wie grade auf das Bier? könnte Mancher fragen. ſtracks ein Ende hatte. eine Stärkung und Erquickung. hat vor mehr denn vierhundert Jahren Einer erfunden, der Raimund Lullus hieß und ein gelehrter Mann und ſelbſt ein Geiſtlicher war. zeih' ihm das Unheil, das er angerichtet hat, ohne es zu Der Mann wohnte auf der ſpaniſchen Inſel Ma— jorka und der Graf dieſer Inſel half ihm dabei und— ſchreibe, ſchlimm aus. derliches mehr gewachſen, und den Rachenputzer machen ſie jetzt mit Zucker handirlich Apotheker macht's noch beſſer— er pfuſcht Wein aus Gott weiß was, aber nicht aus Trauben. fein Gebräu ſein! Und wär' ich Landesherr, dem legt' ich ſein Handwerk, und wär' ich krank, von dem nähm' ich Wer nun Saueremus gab, kein Waſſer Durſt zu löſchen, ſucht ein Glas Bier, und das Biertrin— ken iſt ſchon recht in Aufnahme gekommen und wird faſt überall ein gutes gebraut. Da fragt wohl Dieſer und Jener: Woher ſtammt denn das Bier? Es iſt doch ein künſtlich Gebräu; hat's denn erfunden? Das weiß man freilich nicht genau, aber es iſt ein uraltes Getränke und iſt ſicherlich nicht viel hundert Jahre nachher erfunden worden, nachdem die Menſchen Ackerbau trieben und Gerſte erndteten. Die allererſte Nachricht vom Bier gibt uns Aeſchy— los, der um das Jahr 500 vor Chriſti Geburt lebte und ein hochbegabter Dichter war. keine Arznei! Gott ver⸗ Da hab' ich Bier— kommſt du aber Nun, Lie⸗ Seit Anno 1848 iſt nichts Son— und mundgerecht, ja ein Mag auch ein nach ſolchen Jahren, wo es trinken will, um ſeinen wer Er berichtet, daß man in Edictalla dung. 11729] Nachſtehend verzeichnete Immobilien ſollen von den Beſitzern veräußert werden, ohne daß dieſelben das Eigenthum urkundlich zu er⸗ weiſen im Stande find: A. Gemarkung Aſſenheim: 1) Forſtmeiſter Hofmann's Wittwe, jetzt Erben: Flur I Nr. 156 und 239. Fl. III Nr. 211. Ii, Ne e Fl. J Nr. 292. Fl. Nr. 48. Fl. VII Nr. 169. B. Gemarkung Bruchenbrücken: 2) Johannes Völker: Flur X Nr. 30. Fl. XIII Nr. 156. Fl. XIV Nr. 28. C. Gemarkung Friedberg: 3) Philipp Heinrich Pfeiffer's Wittwe: Flur II Nr. 312. 4) Johannes Eiſner's Wittwe: Flur IV Nr. 162. 5) Jacob Walter: Flur II Nr. 537. 11,6 Klafter. 6) Die Judengemeinde: Flur II Nr. 537, 11,5 Klafter. Nr. 496, ½. 7) Iſaac Kaufmann: Flur II Nr. 496. ½. i D. Gemarkung Ober mörlen: 8 8) Johannes König Erſter: N Band III 127/218 ½. 60 9) Peter Simmerock Erſters Wittwe: Band XIII 626/121. 10) Johannes König Fünfters Wittwe: Band II 255/402, 387/42, 394 /, 443/69 b 444/73a, 447/84, 459/13 la, 690/148 a, 692/156 726/110 a, 818/134e. Band III 61/14a, 229/39, 260, 9a, 365/26, 441/1m, 447/41, 564/9, 588/22, 760/39, 762/45. 953/7, 986/59 b, 1015/15 1. Band IV 21/8, 52/50 a, 138/11, 138/12, 140/2, 210/41, 273/10. Band V 109/57, 158/28, 336/7, 351/38a, 487/10, 547,29. Band VI 88/47, 172/87, 357,47. Band VII 15/14, 24/61, 142/25, 200/27, 231/9, 265/25. Band VIII 64/24, 92/16, 120/41. Band IX 249/12, 178/34, 236/3, 369,7, 377/9, 395/29. Band X 753/16, 788/99, 891/12, 159/8, 204/64, 259/5, 406/19, 446/24. Band XI 528/14, 94,115. ö Band XII 79,30, 184/26. Band XIII 244/19 a, 493/27, 57/0, 657/14, 670/35, 205,3. Fl. II 546/55 2a, 362 E. Gemarkung Ober- und Nieder⸗ Ros bach: 11) Peter Wehrheim von Rodheim: Flur VI Nr. 248 und 248,5. Fl. XII Nr. 633635. 12) Philipp Baider: Flur I Nr. 4. Fl. IV Nr. 291. F. Gemarkung Ockſtadt: 23) Johannes Fegbeutel Erſter: Flur I Nr. 387. V 19 und 230. VII 286. VIII Nr. 434. XI 472. XII 461. 14) Johannes Fegbeutel(ohne Beizeichen): Flur VI Nr. 476. Fl. XI Nr. 92. Fl. XII Nr 223. 15) Johannes Eiſners Wittwe von Friedberg im Grundbuche auf„Nikolaus Strauch Wittwe“ ſtehend. Fl. XXVI Nr. 95. G. Gemarkung Straßheim: 16) Johannes Fegbeutel Erſter zu Ockſtadt: Fl. I Nr. 69. Es ergeht die Aufforderung, etwaige An. ſprüche an dieſe Objekte binnen 6 Wochen dabier geltend zu machen, widrigenfalls ohne Rückſicht darauf die Beſtätigung der Veräuße⸗ rungsurkunden, ſo weit erforderlich, nach vorhe⸗ tiger Namensberichtigung ſtattfinden und der Eintrag in das gerichtliche Mutationsverzeich⸗ niß verfügt werden wird. Friedberg am 12. Oktober 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. V. d. L. v. Preuſchen, Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Verſteiger ung getragener Montirungsſtücke, ſowie alten Eiſen⸗ werks. [1789] Montag den 16. d. M., des Vormit⸗ tags von 9 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr und an den folgenden Tagen zu derſelben Zeit ſollen in der Kloſtercaſerne dahier eine Quantität getragener Montirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Hoſen, Stiefel, Schuhe ꝛe., ferner Bettteppiche, blecherne Zündhütchenkap⸗ ſeln,(welch letztere ſich zur Aufbewahrung von Streichfeuerzeugen beſonders eignen) und end⸗ lich 4 eiſerne Fenſtergitter gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Friedberg den 3. November 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Nico a, Oberquartiermeiſter. nnt machung. Bek a 1790] Mit Bezugnahme auf die im Augnſt d. J. erlaſſene Bekanntmachung, den Verkehr im Weſtdeutſchen Eiſenbahn⸗ Verbande betreffend, wird zur Kenntniß gebracht, daß der directe Güterverkehr des genannten Verbandes mit den Stationen Berlin, Magdeburg, Wolfenbüttel und Braunſchweig mit dem J. November 1857 beginnen wird. Da alsdann nicht nur für den Perſonen⸗, ſondern auch für den Güterverkehr nach Berlin die beiden directen Verbindungen: über Eiſenach und Halle im mitteldeutſchen Verbande und über Kreienſen und Börſum im weſtdeutſchen Verbande beſtehen, da ferner im Weſentlichen gleiche Fahr⸗ preiſe, Fahrzeiten, Frachten und Lieferzeiten auf beiden Routen zur Anwendung gebracht werden ſollen, wovon jedoch die längeren Fahrzeiten nach Magdeburg über Eiſenach nach Halle eine Ausnahme machen, ſo werden die geehrten Rei⸗ ſenden und Verſender erſucht, bei dem Billet kaufe den Weg zu beſtimmen, reſp. den Weg auf dem Frachtbriefe vorzuſchreiben. Gießen im Oktober 1857. Großherzogliche Direction der Main⸗Weſer⸗Bahn Lauben heimer. Obligationsverlooſung. 117911 Den 1. Januar 1858 ſoll die heute öffentlich ausgelooſte Obligation Nr. 21 der israel. Gemeinde Münzenberg nach Eingang bei dem isr. Gemeindeeinnehmer dahier zurück⸗ bezahlt werden. Die Verzinſung derſelben hört von genanntem Tage an auf. Münzenberg den 1. November 1857. Der Vorſtand der israel. Religions gemeinde Münzenberg Markus Engel J. Obligations Verlooſung. 11792] Bei der heute vorgenommenen Aus⸗ looſung der Partialobligationen hisſiger Ge⸗ meinde wurden die Nummern 15 und 43, jede zu 100 fl., zur Rückzahlung auf den 1. Ja- nuar 1858 gezogen. Die Inhaber gedachter Obligationen werden hierdurch aufgefordert, benannte Beträge bis zum 1. Januar 1858 bei dem Gemeindeein⸗ nehmer Holler zu Fauerbach II. zu erheben, da von dieſem Tage an deren Verzinſung auf⸗ hört. Oſſenheim den 25. Oktober 1857. Großherzogliche Ae en Ges Oſſenheim o p p. Ob das Griechenland einen Wein aus Gerſte getrunken habe, was ohne Zweifel ein dem Bier ähnliches Gebräu aus Gerſte war. Ich gedenke ſeiner darum beſonders, weil ich zeigen möchte, wie ein blinder Heide eine Ahnung Deſſen hatte, was ein rechter Chriſt weiß. Die Griechen nämlich liebten es, Alles, was ihnen angenehm und nützlich war, ihren Göttern zuzuſchreiben. So hieß es denn, der Gott Bacchus habe die Menſchen, die durch die Lage ihrer Gegend keinen Wein bauen und ziehen könnten, ein wohlſchmeckendes Getränke aus Gerſten— ſaft bereiten gelehrt. Man ſieht, daß dieſe Heiden, die Alles ihren Göttern zuſchrieben, das tiefe Bedürfniß der geiſtigen Natur des Menſchen in ſich trugen und verſtan— den, Alles als Gabe Gottes zu erkennen— aber freilich in ihrer Art und Weiſe. Gottlob, wir wiſſen's beſſer und das heilige Wort Gottes lehrt es uns recht. Das Bier war in Aegypten auch bekannt. Herodo⸗ tos, welcher Anno 450 vor Chriſto lebte, und auch ein anderer Grieche, Diodor von Sizilien, erzählen, daß die Aegypter ein dem Weine verwandtes Getränke aus Gerſte bereiteten, und zwar ganz beſonders in der Stadt Pelu— ſium, welches berauſche und unter den Namen: Zythos und Pinon bekannt und dort ſehr beliebt ſei. aber nicht eine Sorte von Meth geweſen, da Meth aus Gerſtenſaft und Honig bereitet wurde, iſt nicht mehr zu erkennen. Die Hebräer ſcheinen das Bier gar nicht gekannt zu haben und auch die Römer brauten keins, da ihnen ihr geſegnetes Land Wein in Fülle bot. Sie pflanzten auch, wenn es nur immer Klima und Lage des Landes zuließ, überall, wo ſie ſich feſtſetzten, Reben an und noch Etwas— Kaſtanien, die ſie ſehr liebten. Bei den Gal— liern und den deutſchen Stämmen lernten ſie aber ein Ge— tränke kennen, das aus gegohrener Gerſtenbrühe bereitet wurde und ungemein berauſchte. Sie nannten es: Cere- visia(man glaubt, der Name ſei gebildet aus dem Worte: Ceres, welches der Name der römiſchen Göttin der Feld— früchte und des Getreides war, und dem Worte: vis, welches Stärke und Kraft heißt), und tranken es ſehr gern. Außer dieſem Getränke bereiteten die Gallier noch ein anderes aus Gerſte, welches uns unter dem Namen: Corma bekannt iſt. Was es war, weiß Niemand. (Fortſetzung folgt.) 1 Großber Großherz Obliga 179J] Bei de 1 A Par meinde wurde Rückzahlung a Der Inba hierdurch auf, zum 1. Jann nehmer Holle da von dieſen hort. Bauern Großherſog Brau L757] in g . s 11770] Eine billig zu ve Herrn Gaffw erfragen. Mehre L47831 fiude — N 795] Eine Chaſſe, welch gekoftt, wir haber wolle Ma I.796) lieg Ausleihen b. ieder. Immobilien ⸗Verſteigerung. 11676] Montag den 23. November, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachbezeichnete Immobilien, der Frau Georg Görings Wittwe gehörend, einer meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt, als: O.⸗N. Fl. Nr. d.[0 Klftr. Grdſt. 1 2 328 12,5 Hofraithe in der Stadt, 2 1 77 193 Grabgarten an der St. Leonhardskirche. 3 11 78 35 desgleichen daſelbſt. Friedberg den 6. Oktober 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Beine d e Obligations ⸗Verlooſung. J 1793] Bei der heute vorgenommenen Ausloo— ſung der Partial⸗Obligationen hiefiger Ge⸗ meinde wurde die Nummer 36 à 200 fl. zur Rück⸗ zahlung auf den 1. Januar 1858 gezogen. Der Inhaber gedachter Obligation wird bierdurch aufgefordert, benannten Betrag bis zum 1. Januar 1858 bei dem Gemeindeein⸗ nehmer Haas dahier zu erheben, da von dieſem Tage an deren Verzinſung aufhört. Fauerbach II. den 25. Oktober 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Obligations ⸗Verlooſung. 11794] Bei der beute vorgenommenen Ausloo. 363 Hopfen ꝛc. Peru⸗Guano, in Original⸗Verpackung. 1* 1300] Concentrirter Dünger für Weinberge. Düngemittel der Frankfurter Actien-Geſellſchaft für landwirthſchaftlich-chemiſche Fabrikate. Gedämpftes Knochenmehl(guaniſirtes) in feinem und gröberem Pulver für Getreide c. Sauerer phosphorſauerer Kalk(Superphosphat) für Ge müſe, Rüben aller Gattung, Wieſen, Futtergewächſe c., zur Kopf düngung des Getreides. Concentrirter Dünger(künſtlicher Guano) für Oelgewächſe, Tabak, Kartoffeln, 25 mit ſauerem phosphorſauerem Kalk gemiſcht, in feiner Pulverform. Eiſenlauge zum Fixiren des Ammoniaks in der Jauche ꝛc. Comptoir und Niederlage in Frankfurt a. M., Hochſtraße Nr. 51. ſowie bei Kaufmann H. Hahn in Friedberg. Local⸗Veränderung. 11736] Mein Colonialwaaren-Geſchäft habe ich vom 18. d. Mts. an aus der Kaufhalle Nr. 8 in meinen Neubau, Eck des neuen Marktplatzes Nr. 259, ver— legt und empfehle bei dieſer Veranlaſſung mein vollſtändig aſſortirtes Lager in allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln, ſowie mein Porzellan⸗ und Glaswaaren-Geſchäft unter Zuſicherung reeller und guter Bedienung. ſung der Partial- Obligationen hieſiger Ge- meinde wurde die Nummer 18 à 100 fl. zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1858 gezogen. Der Inhaber gedachter Obligation wird bierdurch aufgefordert, benannten Betrag bis zum 1. Januar 1858 bei dem Gemeindeein⸗ 11737] Ich beehre mich anzuzeigen, Stickerei⸗, Garn⸗& Merceriewaaren⸗Geſchäft, nehmer Holler zu Fauerbach II. zu erheben, da von dieſem Tage an deren Verzinſung auf- hört. Bauernheim den 25. Oktober 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bauernheim W̃ altber. Braunſchweiger Flachs 1767] in großer Auswahl billigſt, bei Ph. Dan. Kümmich. Zu verkaufen. [1770] Eine noch gut erhaltene Chaiſe iſt billig zu verkaufen. Das Nähere iſt bei Herrn Gaſtwirth Holler in Fauerbach II. zu erfragen. Mehrere tüchtige Arbeiter [1783] finden dauernde Beſchäftigung bei J. C. Die h,. Herrenkleidermacher. Zu verkaufen. 11795] Eine zweifpännige, noch ſehr brauchbare Chaiſe, welche vor 6 Jahren im Ankauf 700 fl. gekoſtet, wird zu 95 fl. abgegeben. Kauflieb⸗ haber wollen fich bald melden bei Mändle Garde in Friedberg. 11 [1796] liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Nieder⸗Wöllſtadt den 3. November 1857. Hildebrand, Kirchenrechner. Zu verpachten! 1797 Eine Bäckerei mit ungefähr 23 Morgen Land, mit ſämmtlichem Inventar, auf dem Lande in der Wetterau, ift auf eine längere Reihe von Jahren zu verpachten.. Das Nähere zu erfragen bei Joſeph Straus in Friedberg. Nauheim im Oktober 1857. F. W. Henkel. Geſchäfts⸗ Uebernahme. daß ich mein ſeit Jahren beſtehendes e Kurſtraße Nr. 180, an meinen Sohn käuflich übergeben habe. Für das mir geſchenkte Vertrauen dankend, bitte ich daſſelbe auf meinen Sohn übertragen zu wollen. Henkel Karl Henkel's Wittwe. Bezugnehmend auf obige Annonce meiner Mutter, erlaube ich mir mein Stickerei, Mercerie- und Garnwaaren⸗Geſchäft, verbunden mit meinem fruͤheren Geſchäft, unter Zuſicherung billigſter und aufmerkſamſter Be— dienung aufs angelegentlichſte zu empfehlen. Nauheim im Oktober 1857. F. W. Henkel, Eck des neuen Marktes Nr. 259. Uhr, ſtarb nach langem Leiden unſere ge⸗ liebte Tochter, Schweſter und Gattin Margarethe Eliſabethe Philippi, geb. Engel, in kaum vollendetem 34. Lebensfahre. Indem wir entfernten Verwandten und Freunden dieſe ſchmerzliche Mittheilung machen, ſagen wir zugleich Allen, welche die Verblichene zu ihrer letzten Ruheſtätte begleiteten, unſern innigſten Dank. Friedberg den 3. November 1857. Die Hinterbliebenen. Todesanzeige und Dankſagung. 11798] Am 2. d., Morgens um 10½ Todesanzeige. 11799] Indem wir auswärtigen Freun⸗ den und Bekannten die ſchmerzliche Mit- theilung machen, daß unſer geliebter Sohn, Gatte und Vater Ferdinand Frick, am 27. Oktober in ein beſſeres Leben abgerufen wurde, fühlen wir uns ver- pflichtet, allen Denjenigen, welche den Dahingegangenen zu Grabe geleiteten, unſern berzlichſten Dank auszuſprechen. Wir bitten um ſtille Theilnahme. Friedberg. Die Hinterbliebenen. 364 Indem wir unsere Journal-Lese-Anstalt, zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, hiermit in empfehlende Erinnerung bringen, laden wir zur gefälligen Betheiligung ein. Es zirkuliren jetzt in derselben 22 Zeitschriften, für deren präcisen und geregelten Umtausch wir angelegentlichst besorgt sind. Die näheren Abonnements- Bedingungen wie das Verzeichniss der Zeitschriften stehen den Interessenten zu Diensten. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Der Wanders mann, ein Kalender für das Volk für 1838, (Preis 4 kr.) 11800] iſt ſoeben in E. Seriba's Buchhandlung in Friedberg erſchienen und zu haben. Dieſer beliebte und ſo überaus billige Kalender iſt auch in dieſem Jahre ſo reichhaltig, daß er ſich zu den vielen alten Freunden gewiß allenthalben neue erwerben wird. Damenmäntel 11733] haben wir in großer Auswahl friſch erhalten. J. Fürth's Erben. Stubenteppiche 11801] in reichſter Auswahl und zu ſehr billigen Preiſen bei H. B. Grödel. 118021 Friſch angekommen: Niederl. u. franz. Stoffe für Röcke, Hoſen u. Weſten, die neue⸗ ſten Kleiderſtoffe für Damen, eine reiche Auswahl Shawls, eine große Parthie feine Seiden- u. Filzhüte, ſowie Damenmäntel nach der neueſten Mode bei Gerſon Schulhof in Friedberg. Deutſcher Phönix, Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt a. M. Grund⸗ Capital 3,500,000 fl. Reſerve⸗Fonds 942,525 fl. 41 kr. 11773] Der Deutſche Phönix verſichert gegen Feuerſchaden Mobilien, Waaren, Fabrik-Geräthſchaften, Getreide ſowohl in Scheunen, als in Scho— bern, Vieh und landwirthſchaftliche Gegenſtände jeder Art zu mögligſt billi— gen, feſten Prämien, ſo daß unter keinen Umſtänden Nachzahlungen zu leiſten ſind. Proſpecte und Antragsformulare für Verſicherungen werden jederzeit unentgeltlich verabreicht; auch iſt der Unterzeichnete gerne bereit, jede weitere Auskunft zu ertheilen. Nauheim im October 1857. Ph. J. Weiß, Agent für den Amtsbezirk Nauheim. Hofraithe⸗ Verkauf. f 11803] Der Unterzeichnete iſt geſonnen, ſeine Hofraithe an der Hauptſtraße, gerade dem Landgerichtsgebäude gegenüber, in welchem ſeither Wirthſchaft und Bäckerei betrieben wurde, nebſt daran ſtoßendem Baumgarten aus der Hand zu verkaufen und ladet Kaufluſtige ein, ſich perſoͤnlich an ihn zu wenden. Altenſtadt im November 1857. 5 Joh. Meyer, Bäcker. Tanz muſik zu Fauerbach II. [1804] Zur Feier der nächſten Sonntag den 8. d. M. ſtatifindenden Einweihung der hieſigen Kirche iſt bei mir Tanzmufik anzutreffen, wozu ich unter Zuficherung guter Speiſen und Ge⸗ tränke freundlichſt einlade. i Fauerbach II. den 5. November 1857. C. oel ler. Einladung. 11805] Nächſten Sonntag den 8. d. M. wird die Einweihung der hieſigen Kirche gefeiert und iſt zu dieſem Feſte bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Harmonie und Tanzmuſik, ausgeführt durch das Kaicher⸗Muſikchor, anzutreffen. Für gute Speiſen und vorzügliche Getränke wird beſtens geſorgt und ladet hierzu freundlichſt ein Fauerbach II. den 4. November 1857. „ Nei ſe l. Tanzmuſik in Ockſtadt. 11806] Sonntag den 8. November wird Abends Tanzmufik in meinem Saale abgehalten, wozu höflichſt einladet Katharina Steyer. Eine Part hie 11807] Weißkraut, Dickwurz und Kartoffeln hat zu verkaufen Fauerbach II. den 4. November 1857. Lehrer Söllner. 11808] Ein Candidat der Theologie wünſcht einige freie Stunden mit Unterrichten im Fran⸗ zöſiſchen oder Lateiniſchen auszufüllen. Preis für 16 Stunden 4 Gulden. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Expedition. Zu vermietben. [1809] Der oberſte Stock meines Hauſes iſt ganz oder getheilt zu vermiethen. A. Graubert's Wittwe. Zu der mie tb e n. L18101 Eine Wohnung ebener Erde, welche gleich bezogen werden kann, iſt zu vermiethen. Friedberg. C. Walther, Schreinermeiſter. Essence magique de Morrel. Das ſicherſte Mittel, Flecken von Fett und dergleichen aus jedem Stoffe zu entfernen, à Fl. 18 kr. empfiehlt P. F. Schmittner in Friedberg. 13⁴⁴¹ Geld⸗ Cours. Frankfurt, am 4. November. 1857. Piffole n fl Friedrichsd'oeer[„ 9 53-54 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 41 ½-42½ Rand⸗Ducaten..„ 5 30-31 20 Frankſtücke„ 9 19-20 Engliſche Souverains.„ 11 38-42 Preußiſche Thaler. Preußiſche Caſſenſcheine, 1 44% 5 Fres.⸗Thaler„ 2 20 Kirchliche Anzeigen. 22. Sonntag n. Trin. den 8. November. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Bonhard. Nachmittags: Herr Candidat Frommann. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Baur. Nachmittags: Herr Candidat Heßler. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 18.) 342, 454, 45 Flur XIX W, 0, d ohne das E können. Da Jaci veräußern, t. lichen Mutat will, ſo wer ſprüche daran ſelben binnen 9 bei unterzeichn Ein um das Je man auch welches C ruch gehal lianus es indeſſen, u Sitten u ſammengel chen aufhe erbten H Oder liegt ſie leichte die feine ö angenehm das nicht Reinlichke trifft.— Der