t Fuhr, —— Haringe Hatteroth, e. Friedberger Intelligenzblatt. Er ſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ ſpaltene Petitzeile tag. Preis jährl. Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 2 kr.; dur*— 2 0 8 27 4 15 ene een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n a fl. 1. 30 kr. ſammen 7 kr. Dienſtag, den 6. Oktober. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes— Betreffend: Die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1857; insbeſondere nicht erſchienene Rekruten. Nachfolgend theilen wir Ihnen das Verzeichniß der bei der diesjahrigen Completirung der Feldtruppen nicht er— ſchienenen Rekruten unſeres Verwaltungsbezirks unter der Auflage mit, uns über die Vermögens“, Familien- und ſon⸗ ſtigen Verhältniſſe derſelben baldige Mittheilung zu machen. Ferner beauftragen wir Sie noch weiter, in den zu er⸗ ſtattenden Berichten die Vor- und Zunamen der Väter reſp. der Mütter der Refractäre, möglichſt genau, ſowie auch den Aufenthaltsort derſelben anzugeben. 1857. Friedberg am 28. September 1857. M ee ee —— 1 8 War * Nin en Wohnort. einge⸗ Bie e b unehen ——* 2 theilt. 1 Cbriſtian Kreß Bruchenbrücken 2 Joh. Simon Jacob Pfeil Butzbach 3 Heinrich Belling Griedel 4 Friedrich Wilhelm Andreas Schier daſelbſt 5 Johannes Dämon Hoch⸗Weiſel 6 Joh. Heinrich Becker Münfter 7 Joh. Georg Haub Nieder⸗Weiſel 8 Joh. Konrad Häuſer dafelbſt 9 Jacob Friedrich Jung daſelbff 10 Heinrich Klippel daſelbſt 11 Chriſtoph Maas daſelbſt 12 Johann Muſch Oſſenheim 13 Joh. Jacob Adami Oſtbeim 14 Konrad Lang Pohl⸗Göns 15 Joh. Chriſtian Schneider Rockenberg 16 Konrad Peterſohn Wölfersheim 17 J 65 1 Johannes Dämon Rockenberg 3. J.-R. e Betreffend: Den Erſatz der vom Staate geleiſteten Entſchädigungen für aufgehobene Jagdberechtigungen. Nach uns gewordener Mittheilung wird die Vorſchrift sub. 2 des Ausſchreibens Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 22. Nov. 1849 zu Nr. D. 16,153 betreffend:„die Communaljagden, deren Verpachtung und Ausübung“, worin es heißt, daß von ſämmtlichen Gemeindevorſtänden dem betreffenden Revier, nunmehr Oberförſter, alsbald und auch unverweilt jedesmal nach allen künftigen Verpachtungen anzuzeigen ſei, wer die Pachter der von der Gemeinde zu verge⸗ benden Jagd ſind und für welchen Zeitraum der Pachtcontract gilt, von den Gemeindevorſtänden des Kreiſes Fried⸗ berg theils gar nicht, theils nur mangelhaft befolgt. Wir ſehen uns deßhalb veranlaßt, die erwähnte Beſtimmung hiermit zur genaueſten Befolgung in Erinnerung zu bringen und Ihnen einzuſchärfen. Friedberg am 26. September 1857. An Dieſelben. Betreffend: Die Ausführung des Geſetzes vom 6. Juni 1853, die Verſicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr und die Vergütung der Brand⸗ ſchäden. Unter Bezugnahme auf unſer Ausſchreiben vom 28. Dezember 1855, Intelligenzblatt Nr. 1 von 1856, fordern wir Sie auf, diejenigen Geſchäfte mit dem Gemeinderath vorzunehmen, die Ihnen der Art. 11 des Geſetzes vom 6. Juni 1853, Regierungsblatt Nr. 29, übertragen hat und Ende November d. J. die nach Art. 10 und 11 gedachten Geſetzes erforderlichen Anträge zu ſtellen, oder zu berichten, daß keine beſonderen Anträge zu ſtellen ſind. Friedberg am 1. Oktober 1857. e ene Bekanntmachung. Mit Genehmigung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 23. d. Mts. iſt das Vicariat der erledigten Kreisarztſtelle des Medizinalbezirks Butzbach dem Großherzoglichen Kreiswundarzt Dr. Diehl zu Butzbach übertragen worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 28. September 1857. Müller. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. 326 Aufforderung. N Georg Friedrich Nau von hier, welcher als Unteragent für den Hauptagenten Washington Finlay zu Mainz zur Beförderung von Auswanderern über Havre nach Amerika konzeſſionirt war,— iſt verſtorben. Gemäß Art. 8 der Verordnung vom 25. Januar 1851 wird dies zur öffentlichen Kenntniß gebracht und bemerkt, daß Anſprüche an die von ihm geſtellte Caution von 500 fl. rechnet, bei der unterzeichneten Behörde mit einer Nachweiſung, machen ſind, als ſonſt die Rückgabe der Caution erfolgen wird. Friedberg den 2. Oktober 1857. innerhalb ſechs Monaten, vom Tage der Bekanntmachung an ge⸗ daß bei Gericht Klage erhoben worden iſt, geltend zu Großherzogliches Kreisamt Friedberg Müller. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 11637] Großherzogliches Hofgericht der Pro⸗ vinz Sberheſſen hat über das Vermögen der Simon Roſenthals Eheleute zu Rocken⸗ berg den förmlichen Concursproceß erkannt. Anſprüche jeder Art an das Vermögen der Simon Roſenthals Eheleute find deßhlab im Termin Dienſtag den 10. November d. J., Vormittags 9 Uhr, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Maſſe geltend zu machen und zu begründen. Gleichzeitig ſoll in gedachtem Termin ein Gläubigerausſchuß und Maſſecurator beſtellt und Güteverſuch gemacht werden und werden die nicht erſcheinenden Gläubiger als den Beſchlüſſen der anweſenden beitretend angeſehen. Butzbach den 24. September 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach E bel, Dr. v. Schmalkalder, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Obligations ⸗-Verlooſung. [1639 Bei der diesjährigen Obligationsver⸗ looſung ſind aus dem Anleihen bei dem Hand— lungshaus S. Lindheimer in Friedberg zur Rück⸗ zahlung beſtimmt worden: Aus den Anleihen von 1835: die Nr. 15, 21, 22, 4 200 u. Nr. 49, à 100 fl. Aus den Anleihen von 1840: die Nr. 10, à 100 fl. Die Beſitzer dieſer Schuldſcheine werden hier⸗ von in Kenntimniß geſetzt, daß genannte Beträge bis zum 1. November l. J. bei biefiger Ge⸗ meindekaſſe in Empfang zu nebmen ſind, da von dieſem Tage an deren Verzinſung aufhört. Büdesheim den 21. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Büdesheim Di etz. enn 1651] Montag den 12. October d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in den Freih. v. Diede'⸗ ſchen Waldungen dahier, 1. Alles Stecken⸗ und Wellenholz, welches von den früheren Verſteigerungen ſtehen ge⸗ blieben iſt, 2. circa 10,000 Buchenwellen, welche nicht verſtockt ſind, 3. circa 3000 Nadelholzwellen, öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Der Anfang iſt an der Waldhütte am Sü⸗ derhaag. Ziegenberg den 29. September 1857. ich u e Bekanntmachung. Betreffend: Die Verlooſung von Partialobli— gationen der Gemeinde Altenſtadt zur Rückzahlung am 31. Dezem⸗ ber l. J. [1665] Bei der heute ſtattgehabten Verlooſung der Partialobligationen der Gemeinde Altenſtadt wurden die folgenden Nummern zur Rückzah⸗ lung beſtimmt: Nr. 73 und 76 à 200 fl.= 400 fl. „103 à 100 fl. 100 fl. Die Inhaber derſelben werden biermit auf— gefordert, dieſe Kapitalien gegen Rückgabe der Obligationen und der noch nicht fälligen Zins⸗ coupons am 31. Dezember l. J. bei der hieſi⸗ gen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, in⸗ dem vom 1. Januar 1858 an der Zinſenlauf von obigen Nummern aufhört. Von den für 1856 durch Verlooſung zur Rückzahlung beſtimmten hieſigen Gemeindeob— ligationen, deren Verzinſung bereits mit dem 31. Dezember v. J. aufgehört hat, iſt der Be— trag der Nr. 104 mit 100 fl. bis jetzt noch nicht erhoben worden, und wird der Beſitzer derſelben zur Empfangnahme dieſes Betrags hiermit wiederholt aufgefordert. Altenſtadt den 30. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Altenſtadt Kreuder. (Butzbach.) Ankauf von Lebensmitteln. 1668] Montag den 12. d. Monats, des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in der hieſtgen Caſerne die Bedürfniſſe an Kartoffeln, Bohnen, Erbſen, Linſen und Sauerkraut für die Mena⸗ gen der hieſigen Garniſon mittelſt Verſteigerung an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Butzbach den 3. Oktober 1857. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Obligations Verlooſung. 11667] Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung von Partial-Obligationen der beiden Anlehen bieſiger Stadtkirche ſind folgende Num- mern auf den 1. Januar 1858 rückzahlbar ge⸗ worden: a. Von dem Anlehen à 15000 fl. die Num⸗ mern 43 und 54 jede zu 100 fl. b. Von dem Anlehen à 6000 fl. die Num⸗ mern 5 und 28 jede zu 100 fl. Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß geſetzt um bis zum 1. Januar 1858 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz dahier zu er⸗ heben, indem die Zinszahlung nach gedachtem Tage aufhört. Friedberg den 1. Oktober 1857. Für den evang. Kirchenvorſtand. Der Stadtpfarrer DFN SA Der Großherzogliche Bürgermeiſter Bit end err Für Kaufleute. 1614] Rettigbonbons pr. Pfd. 38 kr., ächte Ackermänniſche Bruſtkaramelle pr. Pfd. 48 kr., ſowie alle andere Sorten von Bonbons und Paſtillen empfiehlt zu den billigſten Preiſen Georg Stautz, Conditor in Bad Nauheim. Der Großherzog muſterte den kleinen Studenten von Wie ſich ein luſtiger Student gut aus der Affaire zu ziehen wußte. Eines Tages, nach aufgehobener Tafel, ſtand der greiſe Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg⸗ Schwerin vor dem Logirhauſe im Bade von Dobberan und ſah den burlesken Späßen des Policinello zu. Un— weit des Großherzogs befand ſich ein Trupp Studenten, unter denen ſich einer durch Figur und Tracht beſonders auszeichnete. Er war auffallend klein und die Natur hatte ihn obend'rein mit dem ſtiefmütterlichen Geſchenke eines anſehnlichen Höckers begabt. Was aber den kleinen Muſenſohn vollends entſtellte, ſo daß er einen höchſt komiſchen Anblick gewährte, war ſeine Kleidung. Er war angethan mit kalbledernen Hoſen, die, eng anſchließend, um ſo mehr den unvortheilhaften Bau zweier ſpindeldürren Beine hervorhoben; hohe Kanonenſtiefel reichten hinauf bis zur halben Lende und ſchlotterten um die Beine wie Butterfäſſer; eine Schnürjacke umſchloß den Leib und ein rothes Cereviskäppchen balancirte keck auf dem Haupte, von dem ein langes ſtruppiges Haar auf die unbeneidens— werthe Erhöhung des Rückens herabfloß. Kopf bis zu Fuß und ſagte lächelnd zu ſeinem Kammer- herrn:„Ein verteufeltes Kerlchen, das.“ In demſelben Augenblicke trat ehrerbietig ein Orgel— dreherweib zu ihm heran mit den Worten:„Königliche Hoheit, wenn ich um eine kleine Gabe bitten dürfte für meinen Polieinello.“ Der Fürſt, der eben noch mit Betrachtung des kleinen Muſenſohnes beſchäftigt war, antwortete lachend: „Die kleine Lederhoſe da wird für mich bezahlen.“ Die Virtuoſin des Leierkaſtens machte eine ungläu⸗ bige Miene. Der Herzog, Dies bemerkend, ſagte beſtimmt: „Geh' Sie nur hin, das Männchen bezahlt.“ Das Orgeldreherweib trat verlegen an den buckligen Studio, hielt ihr Tambourin hin und ſprach:„Königliche, Hoheit ſagten mir ſo eben, Sie würden für ihn bezahlen.“ „Mit Vergnügen!, rief der Muſenſohn.„Hier hat Sie einen Schilling für den Großherzog von Mecklenburg und hier einen Gulden für einen Roſtocker Studio.“ „Ein witziges Kerlchen!“ ſchmunzelte der Herzog, der genau des Studenten Rede verſtanden hatte,„Den muß ich näher kennen lernen. Rufen Sie den kleinen f J Oclober d. alf, rl Act (4668) N dahier volt nden, und der Kirchwe Aus Mittwoch d Krämermar weihfeſt in der Viehma Inden wir nicht z. höflichſt ein, Alke! * 1503] zu Ind. Jo. zu wWele empſehle ein. Es präcisen Die der Zeit Pr akademiſch herrn. Nad dio vor de „Kö „ zogen, ch „T „T. machen. auf den „R Erhöhun, ſein?— leute. 327 Bekanntmachung. 11652] Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 27. Mai d. J. diene zur Nachricht, daß vom 5 0 8 d. J. an der Verkauf von Kohlenklötzen bis auf Weiteres nur gegen Baarzahlung attfindet Bauernheimer⸗Bergwerk den 28. September 1857. Gräflich Solms⸗ een ſche Bergverwaltung L. St ot ch Kirchweihe X Verlegung des Heublimarßtes u Altenſtadt. 11668] Nachdem nunmehr die Reparaturarbeiten an der evangeliſchen Kirche dahier vollendet ſind, ſoll die Einweihungsfeier durch ein kirchliches Feſt ſtatt— finden, und nach Beſchluß des Kirchen- und Gemeindevorſtandes dahier die Feier der Kirchweihe Sonntag den 18. Oktober d. J. feſtlich begangen werden. Aus dieſem Grunde wird der in dem Großherzoglichen Landkalender auf Mittwoch den 21. und Donnerſtag den 22. d. M. eingetragene Vieh- und Krämermarkt, nicht an dieſen Tagen, ſondern zum Anſchluſſe an das Kirch— weihfeſt in der Art ſtattfinden, daß der Krämermarkt Montag den 19. und der Viehmarkt Dienſtag den 20. d. M. abgehalten wird. Indem wir dieſes hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, verfehlen wir nicht zugleich ein geehrtes Publicum zu recht zahlreichem Beſuche hierzu höflichſt einzuladen. Altenſtadt den 3. Oktober 1857. Hefküe gone Bürgermeiſterei Altenſtadt reuder. Au- und Verkauf aller Staatspapiere 1 5031 zu dem äußerſten Börſencours durch das Bankgeſchäft von Jacob Strauß in Frankfurt a. M., Rechneigrabenſtraße 8. Indem wir unsere J burnal-Lese- Anstalt, zu welcher jederzeit neue Theilnehmer beitreten können, hiermit in empfe hlende Erinnerung bringen, laden Wir zur gefaälligen Betheiligung ein. Es zirkuliren jetzt in derselben 22 Zeitschrikten, für deren präcisen und geregelten Umtausch wir angelegentlichst besorgt sind. Die näheren Abonne ments- Bedingungen wie das Verzeichniss Einige Weißbindergeſellen, 11669] welche alsbald eintreten können, finden Beſchäftigung bei W. Zimmermann, . Geſuch. N 11670] Zum Betriebe eines ſehr lucrativen Geſchäfts in bieſiger Gegend wird ein Theil— haber mit Einlage von 4 bis 3000 fl. geſucht. Näheres darüber auf frankirte Anfragen bei G. Filß in Vilbel. Geſuch. 1671] Ein ſehr gebildeter junger Oeconom wünſcht auf einem größeren Gute einige Jahre als Volontair placirt zu werden. Näheres darüber auf frankirte Anfragen bei G. Fils in Vilbel. Zu verkaufen. 11672] Ein gebrauchter zweiſpänniger und ein vierſpänniger Wagen ſteht zu verkaufen bei Schmiedmeiſter Häuſer in Fauerbach II. Einladung. 11673] Sonntag und Montag den 11. und 12. Oktober wird das hieſige Kirchweihfeſt ge⸗ feiert, bei welcher Gelegenheit bei mir gut be— ſetzte Harmonie- und Tanzmuſik, ausgeführt durch das Muſikchor des Herrn Gönner, anzu⸗ treffen iſt. Zugleich bemerke ich, daß ich Friedrichsd'or, bolländiſche 10 fl. Stücke und Randducaten bei jeder Zeche für voll nehme. Zu zahlreichem Beſuche ladet ein Damen und Herren von nah und fern Zum Gaſtwirth Traband im goldnen Stern. Burggräfenrod den 4. Oktober 1857. Traband, Gaſtwirth. Essence magique de Morrel. Das ſicherſte Mittel, Flecken von Fett und dergleichen aus jedem Stoffe zu entfernen, à Fl. 18 kr. der Zeitschriften stehen den Interessenten zu Diensten: empfiehlt P. F. Schmittner in Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. Friedberg. 13441 akademiſchen Bürger zu mir,“ befahl er ſeinem Kammer—„Bin gern vergnügt, Königliche Hoheit, nie aber herrn. Nach einigen Augenblicken ſtand unſer Bruder Stu— dio vor dem Fürſten. „Königliche Hoheit haben befohlen.“ „Gefällſt mir, haſt Dich gut aus der Affaire ge— zogen, charmant, wahrhaftig!— Was ſtudirſt Du?“ „Theologie.“ „Theologie? O weh! wirſt ſchwerlich dein Glück machen.“— Bei dieſen Worten ſah der Fürſt lächelnd hat. auf den Buckel des Muſenſohnes. „Königliche Hoheit meinen vielleicht, dieſe überflüſſige Erhöhung könnte mir in meinem Fortkommen hinderlich ſein?— Ich denke künftig ein Mal eine Predigt zu halten, daß man den äſopiſchen Hügel darüber vergeſſen ſoll.“ „Meinſt Du?“ fragte der Herzog.„Nun gut, die Gelegenheit, Dein Talent zu zeigen, will ich Dir geben. Am Abend gebracht, — Nun, „Auf haben?“ „Auf Bezahlung?“ vergnügter geweſen, als in dieſem Augenblicke, wo ich das Glück gehabt habe, vor den Augen meines gnädigen Lan— desvaters Gnade zu finden.“ ſaß das muntere Studentenvölkchen im Logirhauſe an der Tafel. Alle Badegäſte ſahen lächelnd auf den Kleinen und flüſterten unter einander: der ſich heute Mittag ſo allerliebſt aus der Sache gezogen Still! er disputirt mit dem Kellner.“ Letztgenannter hatte eben einen Korb Champagner der von dem kleinen Studio beſtellt worden war. worauf warten zögernd daſtehenden dienenden Geiſt. Bezahlung. „Das iſt der kleine Witzbold, Sie noch?, fragte er den Wollen Sie die Gefälligkeit lachte der Muſenſohn.„Da Melde Dich, wenn Du Deine Studien abſolvirt haſt; ſollſt dann bei der nächſten Vacanz mit zur Probepredigt gelaſſen werden. Heute Abend aber komme mit Deinen Commilitonen zur table d'hôte, könnt Euch'nen ver— gnügten Abend machen.“ wenden Sie ſich an unſern guten Landesvater, heute Mit— tag bezahlte ich für ihn, heute Abend iſt's billig, daß er für mich bezahlt.“ Der Kleine iſt jetzt Prediger in einer größeren nord— deutſchen Stadt. 328 Soolbad Nauheim. Jeden Tag CONCIL.A T ee fler Kur kapelle, ausgeſuhirt unlen der Direction des Herrn Edmund Neumann. Billigſtes illuſtrirtes Kamilienblatt! 11653] Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal der bei Eruſt Keil in Leipzig erſcheinenden beliebten Wochenſchrift: Die Gartenlaube. Wöchentlich 1½—2 Bogen, mit vielen prachtvollen Illuſtrationen. Vierteljährlich 15 Ngr. oder 54 kr. Gute Novellen.— Schilderungen aus der Länder- und Völkerkunde.— Be— lehrende Erläuterungen zu den Begebenheiten und Perſönlichkeiten des Tages. Popu⸗ lär⸗naturwiſſenſchaftliche Mittheilungen von Roßmäßler.— Beiträge zur Kenntniß einer vernünftigen Geſundheitslehre, von Bock.— Chemiſche Briefe für das praktiſche Leben von Hirzel.— Jagd⸗ und Neiſeſkizzen.— Biographien, mit vortrefflichen Porträts.— Berichte aus dem Reiche der Erfin⸗ dungen, Literatur, Kunſt ꝛc.— Alles dies bietet die Gartenlaube! Außerdem ſind Veranſtaltungen getroffen, daß die wichtigſten Gegenſtände und Perſönlichke iten der Zeitereigniſſe durch authentiſche Abbildungen und Originalberichte unſern Leſern vorgeführt werden. Auflage 60, 000. 00009 S n Ernſt Keil in Leipzig. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Franzöſiſcher und Engliſcher Lehrcurſus. 116741 Donnerſtag den 15. Oktober werde ich einen franzöſiſchen Lehreurſus in zwei Abtheilungen und Freitag den 16. Oktober einen engliſchen Lehreurſus nach einer leichten und praktiſchen Methode eröffnen.— Der Unterricht im Franzöſiſchen findet Montags und Donnerſtags um 5 Uhr Abends, der im Engliſchen Dienſtags und Freitags zu derſelben Zeit Statt, und wird mit 1 Thlr. pr. Monat(d. i. 8 bis 9 Stunden) honorirt. Anmeldungen bitte ich vor dem Beginn des Curſus an mich gelangen zu laſſen.— Guſtav Eger, cand. theol. Aſſiſen⸗ Verhandlungen für Oberheſſen. IV. Quartal 1857. Hauptgeſchworne: 1) Job. Balth. Noll, Kaufmann in Gießen; 2) Chriſtian Jughardt I., Bäcker daſelbſt; 3) Ludwig Erk II., Bäcker von Nidda; 4) Conrad Bär III., Pachter von Rohrbach; 5) Johannes Keſſel III., Oeconom von Leidhecken; 6) J. Adam Köhler, Weinwirth von Langsdorf; 7) Lud⸗ wig Schilling, Zeugfabrikant von Schlitz; 8) Georg Reiber, Branntweinbrenner in Gießen; 9) Wilbelm Fink, Kaufmann in Vilbel; 10) Wilhelm Kümmich, Kaufmann in Friedberg; 11) Dr. Wilhelm Mettenheimer, Profeſſor und Apotheker in Gießen; 12) Daniel Bender, Poſthalter in Butzbach; 13) Simon Arnſtein II., Handelsmann von Laubach; 14) Heinrich Wagner, Schild⸗ wirth von Großen-Linden; 15) J. H. Roth II., Branntweinbrenner von Bettenhauſen; 16) Chriſtoph Schmidt II., Landwirth von Aſſenheim; 17) Georg Herbſt II., Oeconom von Alten- burg; 18) Conrad Karl, Gutsbeſitzer von Bellersheim; 19) Ludwig Herbert I., Weinwirth in Gießen; 20) Carl Sack, Metzger daſelbſt; 21) Cbriſtian Müller, Landwirth von Bruchenbrücken; 22) Johannes Eckhard, Landwirth von Kirch⸗Göns; 23) Moritz Hirſch, Ellenwaarenhändler in Gießen; 24) Conrad Köbler, Kaufmann von Lich; 25) Adam Seim, Oeconom von Haidelbach; 20 Ppbilipp Keßler I., Schildwirth von Großen ⸗Linden; 27) Heinemann Lißmann, Agent von Büdingen; 28) Friedrich Kraus, Müller von Selters; 29) Heinrich Helfrich, Landwirth von Glauberg; 30) Ludwig Hofmann I., Gaſtwirth von Grünberg. Kirchenbuchsauszug. Getaufte. 27. Sept. Dem hſ. B. u. Spenglermeiſter Karl Emmerich Frick ein Sohn, Otto Fried⸗ rich Chriſtian, geb. 29. Auguſt. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 3. October. 1857. ide, r ee Fricdrichsd'oaur„ 9 54-55 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42˙43 Rand⸗Duc aten„ 5 31-32 20 Frankſtücke„ 9 1718 Engliſche Souverains..„11 38-42 Preußiſche Tbale rr„ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 44¼-45 5 Fres.⸗ Thale„ 2 20 Marktberichte. Friedberg 2. Oktober. Waizen 11 fl.; Korn 9 fl.; Gerſte 7 fl. 15 kr. Grünberg 2. Oktober. Waizen 10 fl. 8 kr.; Korn 8 fl. 6 kr.; Gerſte 6 fl. 57 kr.; Hafer 5 fl. 34 kr.; Erbſen 9 fl. 45 kr; Saamen 17 fl. 12 kr.; Molter 7 fl. 10 kr. Frankfurt, 5. Oktober. Waizen 10 fl. 40 kr.; Korn 8 fl. 40 kr.; Gerſte 7 fl. 15 kr.; Hafer 5 fl. 45 kr. Mainz 2. Oktober. Waizen 11 fl. 24 kr.; Korn 8 fl. 50 kr.; Gerſte 7 fl. 35 kr. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. October bis 13. October. —. Fried. Butz⸗ „ Brod⸗Preiſe. berg. J bach. 5 kr: Ffir 1 Roggenbrod,/ Korn⸗ 1 und ½ Gerſtenmehl 361 31 2 07 7 1 6 1 6 1 4 5„ 1 12 2412 2 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u. ½ Waizenmehlf 32 32 2„„„ 6 31 61 3 4 17 77 10 131 2 132 Loth Loth Mich s 114 114 Woſſer penn 1 45 — Gemiſchte(Tafel-) Brod. 1 5 115 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſ h.. 13 213] 2 1[Kubfleiſch, gemäſtetes 10— 10— 1[Rindfleiſch, gemäſtetes. 8 184 1 Schweinefleiſchh.. 15— 15— 1 Hammelfleiſ h.. 11211 2 eee, 775 272 1 Schaaffleiſche. 7 1 Wurſt v. blos Schweinen 16— 16— 1 Bratwurſt. 21221 2 1 Schwartenmagen 23— 23— 1 Geräucherter Speck.. 312 31/2 1 Dökxfleiſch;h f l 1 Schinkem. neee 2323 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 27— 27— 1 Nieren fett.. 2 223 1[Hammelsfett. 116— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. getreffel Na Remonte] ſtattfinden Befördern Fr — ä(— Ni chung Gr. Octroi fü Centner v. 22. Sept, zu Laulerb der israel N. Noche Biedenko⸗ . herrn un ruſfiſchen Baur für die 2. ev 320 fl. ne die 3. Leh wovon je erforderli — 5 . — Be gen Ere nur die einen w beſtimm einzig in's Au Kaufleu auf ein Herrſche — 46 jungfray ondone trieben, monopo und der ſellſchaft von 80, theilt w