1856. Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ Erſcheint wo⸗ bühren für die ge⸗ chentlich zweimal,. e 1 Fe ſpaltene Petitzeile Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, e Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. fl. 1. 30 kr. ammen 7 kr. Dienſtag, den 6. Januar. N 2. Einladung zum Abonnement. Mis dem 1. Januar hat ein neues Abonnement auf das„Friedberger Intelligenzblatt“ begonnen. Daſſelbe erſcheint wie ſeither wöchentlich zweimal und zwar Dienſtag und Freitag. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Be— ſtellung zu entrichten iſt, beträgt für das ganze Jahr bei der Expedition fl. 1. 12 kr., bei den Poſtämtern in dem Fürſtl. Thurn und Taxis'ſchen Verwaltungsbezirke fl. 1. 30 kr. Den verehrl. Abonnenten, welche das Blatt direct von uns beziehen, werden wir daſſelbe, wenn nicht eine ausdrückliche Abbeſtellung erfolgt, auch für das neue Jahr zuſenden; für die durch die Poſt bezogenen Exemplare bitten wir jedoch das Abonnement zeitig erneuern zu wollen. Unſer Blatt enthält die amtlichen Erlaſſe der Staats- und Localbehörden, den Inhalt der Großherzoglichen Re— gierungsblätter in kurzer Zuſammenſtellung, wöchentlich die amtliche Veroffentlichung der Polizeitaxe für den Kreis Friedberg, den Kirchenbuchs-Auszug der Stadt Friedberg, eine Zuſammenſtellung der Fruchtpreiſe von den frequenteſten benachbarten Märkten, und widmet einen anſehnlichen Theil ſeines Raumes belehrenden und gemeinnützigen Auffätzen und kleineren Mittheilungen. Das wöchentlich einmal beigegebene Beiblatt bringt Novellen, Erzählungen, Gedichte, Miscellen u. ſ. w. Mit Dank werden ſtets zur Aufnahme geeignete Beiträge angenommen; für größere Artikel von allgemeinem Intereſſe entrichten wir gerne ein entſprechendes Honorar. Als Amts- und Verkündigungsblatt fur den Kreis Friedberg wird das„Friedberger Intelligenzblatt“ von ſämmtlichen Staats- und Gemeinde-Behörden des Kreiſes gehalten und iſt vorzugsweiſe zur Aufnahme aller zur Publication geeigneten Veröffentlichungen derſelben beſtimmt. Es gelangen durch dasſelbe Anzeigen der verſchiedenſten Art zu weiter und zweckmäßigſter Verbreitung und werden ſowohl Veröffentlichungen von Behörden, wie Verſteigerungs⸗ und Verpachtungs⸗ Anzeigen, Bekanntmachungen von Arbeitsvergebungen und Lieferungen, Vorladungen ze. ꝛc., als auch Geſchäfts⸗ Empfehlungen, Offerten, Geſuche und ſonſtige Anzeigen von Privaten von dem erwünſchten günſtigen Erfolge begleitet ſein, da das Blatt, von jedem Geſchaftsmanne geleſen, bei den wohlhabenden Bewohnern der Wetterau faſt in jeder Behauſung einheimiſch iſt und ſich ferner eines weiteren bedentenden Leſerkreiſes in den ubrigen Bezirken der Provinz Oberheſſen und den benachbarten Kurfürſtlich Heſſiſchen und Herzoglich Naſſauiſchen Landestheilen erfreut. Wir können unſer Blatt zu Veröffentlichungen um ſo mehr empfehlen, da die Einrückungsgebühren bei der großen Verbreitung des Blattes äußerſt billig ſind; für die geſpaltene Petitzeile oder deren Raum werden nur 2 kr, für die beiden erſten zuſammen jedoch Friedberg. 7 kr. berechnet. Die Expedition des Friedberger Intelligenzblattes. (C. Gindernagel's Buchhandlung.) Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt. Nr. 41 vom 5. Dezbr. enthält. 1. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 4. Nov, welche den vom 1. Jan. 1857 an gültigen Vereinszolltarif zur allgemeinen Kenntniß bringt. II. Ueberſicht der Landeswaiſenanſtalts-Rechnung von 1855. Ein- nahme: ordentliche 73,830 fl. 58 ¼ kr.(darunter Capitalzinſen 3284 fl. 40%½ kr., Zuſchuß aus andern Kaſſen 58,517 fl. 42 kr., milde Gaben und Verehrungen 9785 fl. 32 kr., Illaten der Kinder 1676 fl. 16 kr außerordentliche 21,355 fl. 14¼ kr.(bauptſächlich zurückempfangene Capitalien 17,975 fl., Rückſtände 2035 fl. 2 kr., Verkauf von Häuſern und Gütern 1123 fl. 42¼ kr.). Zuſ. 95,186 fl. 13% kr. Ausgabe: ordentliche 74,454 fl. 57 kr.(Verwaltungskoſten und Laſten 2144 fl. 29 ¼ kr., Beſoldungen ꝛc. 5 fl. 52% kr., Koſten für Erziehung und Verpflegung der Waiſen 72,221 fl. 17½ kr., Unterhaltung der Ge⸗ bäude und Grundſtücke 53 fl. 2½ kr., Verſchiedenes 30 fl. 1570 kr.) außerordentliche 14,820 fl.(ausgeliehene Capitalien). Zuſ. 89,274 fl. 57 kr. Ausgabe und Einnahme verglichen bleibt Reſt 5911 fl. 157% kr., wovon ab Liquidation 1633 fl. 35% kr.; bleibt Vorrath 4277 fl. 40½ kr. Stand der Waiſen in 1855: Ende 1854 waren vorhanden 1608 Waiſen; 1855 wurden aufgenommen in Starkenburg 355, Oberheſſen 171, Rheinheſſen 50, Lehrknaben, welche Unterſtützung erhielten 126, zuſ. 682; alſo in Allem in 1855 verpflegt 2290. Ent— laſſen: in Starkenburg 164, Oberheſſen 126, Rheinheſſen, 50, Lehr— knaben, welche Unterſtützung erhielten, 95, zuſ. 435; folglich blieben Ende 1855 vorhanden 1855 Waiſen. III. Bekanntmachung, die Erhebung der Umlagen 3. Cl. zu Eſchenrod, Kr. Schotten betr. IV. Ermäch— tigung zur Annahme eines fremden Ordens: am 13. Nov. dem Ober— ſtudienrath und Domcapitular Dr. Lüft zu Danmſtadt für das Ritter— kreuz 1. Cl. des k. baperiſchen Verdienffordens vom heiligen Michael. Nr. 42 vom 9. Dezbr. enthält: 1. Großberzogl. Edict, die Exöffnung des Landtags betr. II. Nachträgliche Bekanntmach. Gr. Miniſteriums des Innern vom 2. Dec., zu der Bekanntmachung vom 31ʃ., Oct. d. J., daß unter die zu Abgeordneten der Städte und Wahl— bezirke vermöge ihrer Steuerverpflichtung, Gehalte und Penſionen wählbaren Staatsbürger auch der kath. Pfr. Haag zu Waldmichelbach gehört. III. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der Finanzen vom 2. Dec., daß nach Allerhöchſtem Befehl Sr. K. H. des Großherzogs das Kataſterbüreau künftig die amtliche Benennung„Kataſter-Amt führen ſoll. IV. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgeſetzbuchs bekannt zu machender Straferkenntniſſe der Gerichte der Provinz Starkenburg betr. 6 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Braunkohlenverkauf. 11963] Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß für die von dem 1. Januar bis 31. März 1857 gegen genügende Bürgſchaft und unter den bekannten Bedingungen von dem Großherzoglichen Bergwerk bei Dorheim bezogenen Braunkohlen ein Credit zur Zahluug bis zum 30. Juni 1857 gegeben wird. Die Preiſe der Kohlen ſind wie ſeither 12 kr. pr. Ctr. für die von Haufen und 13 kr. pr. Ctr. für die aus Schoppen, wobei 14 Klötze für einen Ceutner ge⸗ rechnet werden. Die Geſchirre, welche Kohlen auf dem Dorheimer Bergwerk laden, ſind bei der Kurheſſ. Weggelderhebungsſtätte Nauheim und beladen au Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit. Dorheimer Bergwerk, den 23. December 1856. ch auf allen Großherzoglichen Chauſſeen von der ee Bergamt Dorheim Braunkohlenverkauf. [1964] Vom 2. Januar 1857 an werden bis auf Weiteres die Braunkohlenklötze auf hiefigem Bergwerke nur gegen Baarzahlung abgegeben und zwar 4 rn Bauernheimer Bergwerk, den 27, December 1856. Gräflich Solms ⸗Rödelheim'ſche Bergverwaltung L. S Storch. Oeffentliche Aufforderung. 19211 Nachfolgende Liegenſchaften ſind ver⸗ theilt oder veräußert worden: I. Gemarkung Griedel: Eingetragen auf den Namen des Heinrich Viſſel in Griedel 10/18 Klftr. Hofraithe an Friedrich Klein und 106 Item, deren Verzeichniß in der Landgerichts⸗Regiſtratur offen liegt. II. Gemarkung Niederweiſel: Eingetragen auf den Namen des Johann Georg Klippel in Niederweiſel: 536/24 15½[◻IKlafter Wieſe im Obergrund, 223„ u. 463/1[OKlftr. im Müblenfeld, 195/16 u. 17 15½[◻IKlftr. und 22½ Klftr. im Altenwegsfeld. 2/7 96[◻◻Klftr. im Rödelbacherfeld. III. Gemarkung Steinfurt: Eingetragen auf Konrad Hubers, erſtens Erben in Steinfurl: 135/77 160 Rth. Hofraitbe und 13/77 60 Ruthen Garten bei der Hofraithe und ſoll die Anſchlagsſumme mit 2900 fl. längſt bezahlt ſein. 340/20 39 Rth. Acker im Melbacherfeld. IV. Gemarkung Rockenberg: Eingetragen auf den verlebten Heinrich Fröh⸗ lich und von ſeiner Wittwe verkauft: Fl. 1 Nr. 234 29[◻Klftr. Hofraithe nebſt „ I„ 235 53„ Garten dabei, ſodann die Grundſtücke Fl. V Nr. 273, IX 466, XI 303 und XV 273. Auch ſteht ein auf dieſen Liegenſchaften haf— tender Hypotheken⸗Eintrag vom 20. Ja⸗ nuar 1837 über 150 fl. Darlehen bei dem Mathildenflift Friedberg noch offen, ſoll aber erloſchen ſein, da das Kapital nach beigebrach⸗ ter Beſcheinigung abgetragen iſt. Das Eigenthum dieſer Liegenſchaften kann urkundlich nicht nachgewieſen werden. Auf An⸗ ſtehen der jetzigen Inhaber ergeht daher dieſe Aufforderung, etwaige Anſprüche an das Eigen⸗ thum, insbeſondere auch ad III an die ange⸗ gebene Anſchlagsſumme oder die ad IV ange⸗ führte Schuld⸗ und Pfandverſchreibung binnen einer zerſtörlichen Friſt von 2 Monaten dahier geltend zu machen und zwar ſogewiß, als ſonſt die Beſtätigung der nachgeſuchten Theil⸗ zettel und Kaufbriefe verfügt, der Eintrag im Mutationsverzeichniß und zwar ad III unbe⸗ ſchränkt vollzogen, und auch der noch offen ſtehende Pfandeintrag gelöſcht werden wird. Butzbach den 13. Dezember 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel. Edictal ladung. 11966] Der dahier domicilirende ſeitherige In⸗ baber des Eafe Scheller, Carl Pospiſchil aus Brünn, hat ſich von hier entfernt, und ſeine Inſolvenz bei unterzeichneter Stelle anzeigen laſſen. Es werden daher alle Diejenigen, weiche Anſprüche und Forderungen an deſſen unbe⸗ deutende Vermögensmaſſe zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche bei Meidung des Ausſchluſſes von der Maſſe im Termin: Dienſtag den 20. Januar 1857, Vormittags 9 Uhr. dahier anzumelden und auszuführen. Der Präcluſivbeſcheid wird übrigens nur auf der Amtsſtube eröffnet. Homburg den 29. November 1856. Landgräflich Heſſ. Juſtizamt. F. C. Stäubeſandt Edita iz don g. [121 Gegen Georg Becker und deſſen Ehe⸗ frau Eliſabetha, geborne Bill, von Nie⸗ derweiſel hat Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberheſſen förmlichen Concurs erkannt und ſteht demgemäß Termin zur Anmeldung und Begründung ſämmtlicher Anſprüche an beide Eheleute, wie zum Verſuch der Güte Mittwoch den 11. März l. J., Morgens 10 Uhr, bei Vermeidung Ausſchluſſes von der Maſſe, der ſtillſchweigend eintritt. Wer einen Anderen vertreten will, muß mit genügender Vollmacht verſehen ſein. Butzbach am 2. Januar 1857. Großberzogliches Landgericht Butzbach Ebel. Obligations ⸗Verlooſung. [13] Von den Partial Obligationen hiefiger Gemeinde find heute mittelſt Verlooſung von dem Anleben bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg zur Rückzahlung be⸗ ſtimmt worden: Nr. 7 mit 200 fl. vom 1. September 18412, „ 16„ 200 fl. 1. Januar 1839. Die Inhaber dieſer Obligationen ſetzt man hiervon in Kenntniß mit dem Anfügen, daß die Rückzahlung am 1. Februar 1857 durch die hieſige Gemeindekaſſe erfolgt, und daß von die⸗ ſem Tage an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Ilbenſtadt am 29. Dezember 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt Z wei e v. Verſchiedenes. Ein fachſte Aufbewahrung friſchen Flei⸗ ſches. Auf dem Lande, oder überhaupt an Orten, wo nicht oft oder nur ſelten geſchlachtet wird, kann man ſich friſches Fleiſch nicht zu jeder gewünſchten Zeit oder in hinreichender Qualität verſchaffen, weil alles friſch geſchlach— tete Fleiſch, namentlich in der heißen Jahreszeit, ſchnell verdirbt oder einen fäulnißartigen Geruch und Geſchmack annimmt. Das einfachſte Mittel, es auf längere Zeit auf— zubewahren, iſt folgendes: Man zerſchneidet größere Stücke knochenloſes Fleiſch in 3—4 Pfd. ſchwere Stücke, ſoviel man Gerichte davon bereiten will, legt dieſe in hölzerne oder ſteinerne Gefäße, und bedeckt ſie ringsum 1— 2 Zoll dick mit fein geſtoßener, geſiebter Kohle. Auf dieſe Weiſe kann man ſie länger als 14 Tage vollkommen friſch und wohlſchmeckend erhalten und braucht das Stück vor der Zubereitung nur ſorgfältig durch Abwaſchen von dem an— hängenden Kohlenpulver zu befreien. e Wie uns mitgetheilt wi i ächſte eit in Ech⸗ zell eine Dre ſchm 3 eee ee 10 5 haber einer bedeutenden Fabrik landwirthſchaftlicher Maſchinen und Ge— räthe in Leipzig, ſeinen heſſiſchen Landsleuten zur Anſicht aufſtellen läßt. Wenn wir recht belehrt worden ſind, wird es eine amerikaniſche Dreſch⸗ maſchine nach Moffit ſein, welche Korn und Spreu vollſtändig von dem Stroh und dann das Korn ebenſo vollſſändig von der Spreu trennt und, mit einer Dampfmaſchine in Bewegung geſetzt, in 4 Stunden 150 Ber⸗ liner Scheffel Waizen in vollkommen gereinigtem Zuſtande liefert. Wir unterlaſſen, dieſe Dreſchmaſchine nach ihren Theilen und deren Zuſammenſetzung zu beſchreiben, wollen aber nicht verfehlen, zur Zeit zu einem Beſuche in Echzell einzuladen, wo der um die landwirth⸗ ſchaftliche Bildung unſrer jungen Leute ſo rübrig ſich bemühende Herr Dr. Henkelmann, durch deſſen Sorge auch gedachte Maſchine bier⸗ her gelangen wird, dann allezeit bereit ſein dürfte, den Beſchauer zu einer Nutzen bringenden Betrachtung anzuleiten. An Intereſſenten dürfte es nicht fehlen, da die„Dreſchfrage“ eine unſrer brennendſten geworden iſt. e Es iſt in mebreren naſſ. Gemeinden, wie wir hören, eine Zu⸗ ſammenlegung der Grundſtücke glücklich zu Stande gekommen. Dürften wir unſte Leſer, die darüber Näheres wiſſen, bitten, uns genauere Mit⸗ theilungen darüber machen zu wollen? L. Friedberg den 2. Januar 1857. Das ſtürmiſche Wetter ſcheint die Landleute vom Beſuche unſeres heutigen Marktes abgehalten zu haben und waren die Zufuhren in Folge deſſen ſebr gering. Dagegen feblte es nicht an Käufern, welche wegen Mangel an Waare unverrichteter Sache weggehen mußten. Die Preiſe gingen in die Höhe und wurde für Waizen 13 fl. 20 kr.; ord. 13 fl. 10; Gerſte 7 fl. 10; Korn 9 fl 10; Hafer 4 fl. 10 bezahlt, immerhin Preiſe, welche auf dem Lande nicht angelegt wurden und die wohl zu einem ſtärkeren Beſuche des nächſten Markts einladen werden. 1 . 40 1 Bekanntmachung, betreffend: Holzverſteigerung im Großherzog lichen Domanialwald Burgwald der Ooerförſterei Oberrosdach. [14] Freitag den 16. d. M. werden im Schlag Nr. XIII des oben gedachten Waldes an die Melſtbietenden öffentlich verſteigert: 2 Stecken Birken Scheitholz; 3„Buchen-, 58½ Stecken Birken, 1½ Stecken Lärchen-, 9½ Stecken Aspen— Prügelholz; 1 Stecken Buchen-, 37 Stecken Birken 2 Stecken Aspen-Stockholz, 700 Wellen Buchen-, 7850 Wellen Birken. Eichen⸗, 2750 Wellen Aspen-, Erlen- Reiſerholz; 7 Lärchenſtangen zu Leiterbäumen. Aufang der Verſteigerung: präcis 9 Uhr auf der durch den Schlag führenden ſog. Wehrhei— mer⸗Bahn. Oberrosbach den 3. Januar 1857. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bin g mann. ee e eee 115] Dienſtag den 13. J. M., Vormittags 9 Uhr, werden in hieſigem Gemeindewalde, Diſtrikt Auwald, nachſtehende Holzſortimente: 89 Eichen⸗Bau- und Werkbolzſtämme, 31 Stecken Eichen⸗Scheitbolz, 20 1„ Prügelbolz, 34 5„ Stockkolz, 775 Stück„ Wellen, 50„ Kiefern-Baumſtangen, 7 Stecken„ Prügelbolz, 2„„ Stockholz und 350 Stück„ Wellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert, mit dem Be— merken, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürg— ſcheine das Holz bis Martinitag l. J. geborgt wird. Aſſenheim den 3. Januar 1857. Großberzogliche Bürgermeiſterei Aſſenheim Schmidt. HG.. LIE eln. g [16] Das am 31. Dezember 1856 im Ober- rosbacher Gemeindewald verſteigerte Holz konnte wegen nicht erreichten Abſchätzungspreiſes die Genehmigung nicht erhalten, und ſoll nun Don- nerſtag den 8. Januar l. J., Vormittags 9 Uhr, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Das zu verſteigernde Holz beſteht aus 8907 Eichen⸗ und Birken⸗Durchforſtungs- Wellen und 77 Wellen Fichtenholz. Oberrosbach den 3. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oberrosbach Blech er. Verſteigerungs⸗ Anzeige. 117] Auf freiwilliges Anſtehen des hiefigen Handelsmannes J. E. Boing ſoll Mittwoch den 14. Januar d. J., Morgens um 10 Uhr, öffentlich auf hieſigem Rathhauſe unter günſti⸗ gen Zahlungsbedingungen verſteigert werden: deſſen hier in den Jahren 1851 und 1852 neu erbaute Hofraithe, beſtehend aus einem ſchönen modern erbauten Wohnhauſe von 8 heizbaren Zimmern, 3 Cabinetten, 4 Kam- mern, 2 gewölbten Kellern, Küche und unter derſelben eine Regen-Ciſterne mit einer Re— genpumpe auf dem Waſſerſteine, geräumigen Stallungen, Remiſen, Magazinen, einer Scheuertenne, großen Böden auf dieſen Ge— bäulichkeiten und einem an die Hofraithe grenzenden Obſt- und Gemüſegarten. Nach der Verſeigerung obiger Hofraithe kommen Güterſtücke zum Ausgedbote. Sodann ſollen den 15. Januar und fol— genden Tag, jedesmal um 9 Uhr aufangend, in obigem Lokale ſelbſt, folgende Mobiliar— Gegenſtände einer öffentlichen Verfteigerung aus— geſetzt werden, nämlich: 1 gutes Zugpferd, 7 8 Jahre alt, 4 trächtige Kühe, 7 1 Rind von 2½ Jabren, Jim beſten Ziſtande befindlicher leichter Victoria-Wagen mit Glas verdeck, ein- und zweiſpännig zu fahren, plattirtes gutes Chaiſen-Geſchirr, leichtes Stuhlwägelchen mit eiſernen Achſen, ſchwarz lackirtes Chaiſen-Geſchirr, ſtarker zweiſpänniger Oekonomie-Wagen, leichter ein⸗ und zweiſpänniger do., Pflüge, 1 Pfublfaß, 1 Walze, 1 ßege— müble, 1Egge und 1 Reitſattel mit Stan- genzaum nebſt vielem guten Fahr- und Oekonomie-Geſchirr, Chaiſen-Peitſchen und ſodann 1 gutes Clavier, 1 ſchönes mit rothem Damaſt überzogenes Canapee mit 6 Stühlen, nußbaumener neuer Klappentiſch, runder nußbaumener Tiſch mit einem Fuß, Pfeiler-Schränkchen von Nußbaumholz, runder Tiſch zum Aufſchlagen, von Kirſch⸗ baumholz, Spiegel, Bettung und Bettladen, Waſch— bütten, Gartenſtühte und Gartentiſche, Pferdeteppiche und ſonſtige Effekten, 1 faſt neuer Diſtilirkeſſel mit Hut und Schlan⸗ genrohr von ca. ½ Ohm, 1 kleines Frühſtück⸗Herdchen, eine Anzahl größerer und kleinerer Faſſer, eine Parthie Daubholz, Felgen und Ge— räthſchäften zur Backſteinbrennerei, ferner eine Parthie Rängen, Hau, verſchiedenes Stroh, Spreu und ſodann ca. 150 Malter Kartoffel, größtentheils ſäch— ſiſche Zwiebelkartoffel, endlich große und kleine Stangen, Richtpfade, Platten, Kellertritte, Waſſerſteine ꝛc. ꝛc. Niederwöllſtadt den 2. Januar 1857. Großherzogliches Ortsgericht Niederwollſtadt n 2 22—— ———— Bekanntmachung. 118] Montag den 12. Januar d. J., Vormit- tags 9 Ubr, ſollen in hieſigem Stadtwalde, Diſtrikt Bauwald, 86 Eichen-Bauſtämme, welche zuſammen 3706 Cubikfuß meſſen, meiſtbietend verſteigert werden. Nauheim den 2. Januar 1857. Der Bürgermeiſter Rieß. Ein tüchtiger Schweizer, [1975] welcher melken kann, wird auf Petri— tag zu miethen geſucht. Von wem ſagt die Exp. d. Bl. Braunkohlenverkauf. Faſelochs Verſteigerung. 119 Donnerſtag den 8. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde 19 1 Faſelochſe öffentlich meiſtbietend auf hiefſigem 9 40 hieſigem Rathhauſe verſteigert Ockſtadt den 3. Januar 1837. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt ro nin ger. Erlenholz⸗Lieferung. 1974] Ich beabſichtige die Lieferung eines an— ſehnlichen Quantums Erle n ſtammholz im Summiſſionsweg zu vergeben.— Unternehmer für kleinere oder größere Quantitäten belieben ihre Offerten, welche franco Bahnhof Gießen oder frei auf meinen Hof gelegt, geſtellt ſein müſſen, bis zum 15. Jan. 1857 an meinem Comptoir ſchriftlich franco einzureichen. Gießen. G g. PO. Gail. Ein vol lſtän dige s Logis 620) mit Stall und Miſtplatz, welches bis zum J. März bezogen werden kann; ferner ein Logis für eine einzelne Perſon, welches gleich bezieb⸗ bar iſt, hat zu vermiethen Friedberg. Wilhelm Sri gi mner 5 Eine vollſtändige Brennerei (21) bat zu verkaufen Weckes heim. Oekonom Heck. Ge ſ uch. 22] Auf kommenden Peterstag wird in eine Oekonomieküche ein kräftiges, braves Küchen⸗ mädchen geſucht, das womöglich ſchon einer derartigen Stelle vorgeſtanden bat; nur mit guten Zeugniſſen verſehene Perſonen werden berückſichtigt. Das Nahere zu erfragen bei der Erpedition d. Bl. O Gn der 123 können zuſammen oder getrennt verlieben werden. Baruch Hecht. Geld ⸗Cours. Fraukfurt, am 3. Januar 1857. Piſtolen 3 fl. 9 38 39% Friedrichod or„ 9 34-35 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 42-43 Rand⸗Ducaten„ 53 32 Nee„ 9 19-20 Engliſche Souverains..„ 11 36-40 e Preußiſche Caſſenſcheine „ 1 44/¼-45%% 5 Fres.⸗Tbaler 2 20.5 5 124] Zur Bezablung der von der Braunkohlengrube Wilbelms-Hoffnung bei Dorn— aſſenheim vom 1. Januar 1857 an gegen Bürgſchaft käuflich bezogen werdenden Klötze wird Credit bis Ende September 1857 geſtattet. Der Preis iſt der ſeitberige per Centner 10 Kreuzer. Das Oſſenheimer Brückengeld wird denjenigen Abnehmern, welche zur Entrichtung deſſel— ben bei Abholung von Klötzen vom Dornaſſenbeimer Bergwerk verpflichtet ſind, bei Einhaudigung des Ladſcheins von Materialſchreiber Weitz vergütet. Reichelsheim den 31. Dezember 1856. 5 Schmid, proviſoriſcher Bergcontrolcur. 128] Soeben iſt in der G. Jonghaus' ſchen Hofbuchhandlung in Darmſtadt erſchienen und in C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg zu haben: Deer Darmſtädter Autiquarius. Geſchichts- und Sitten-Bilder aus Darmſtadts vergangenen Zeiten. Von Dr. Ph. A. F. Walther, Cabinets- und Hof⸗ Bibliothekar. Mit 12 Anſichten, 1 Grundriſſe und 2 Stadtplänen. Preis 1 fl. 36 kr. Gaſthaus zu den drei Schwertern. Dienstag den 6. Januar Restauration und Harmonie-Musik, 110] ausgeführt durch die rühmlichſt bekannte Geſellſchaft der Gebrüder Söllner aus Carlsbad, wozu ergebenſt einladen N J Gebr. Simon. Kalender für 1857. In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt zu haben: Preis Preis Der heſſ. Hausfreund s kr. Landkalender für das Guſtav⸗Adolf⸗Kalender 8 kr. Großherz. Heſſen 4 kr. Hauskalender 3 kr. Derſ. m. Papier durchſch. 6 kr. Schreib⸗ und Geſchäfts⸗ Kalender, Preis 36 kr. Friedberger Adreßka⸗ Kl. Wandkal., aufgez. 4 kr. lender 6 kr. Taſchenkalender 3 kr. Wand⸗ und Notizen⸗ Toilettenkalender in kalender 4 kr. Farbendruck 12 kr. Kleiner Wandkalender 2 kr. Derſelbe aufgezogen 16 kr. Villigſtes illuſtrirtes Kamilienblatt! [25] Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Quartal der bei Eruſt Keil in Leipzig erſcheinenden Wochenſchrift: Die Gartenlaube. wöchentlich 1½—2 Bogen, mit vielen prachtvollen Zlluſtrationen. Vierteljährlich 15 Ngr. oder 54 lr. Mithin der Bogen nur circa 7 Silberpfennige. Die große Verbreitung unſeres Blattes, welche die aller übrigen deutſchen Blätter weit übertrifft, macht eine nochmalige Anempfehlung deſſelben überflüſſig. Wir bemerken deßhalb nur, daß die Gartenlaube auch im nächſten Quartale ihren Leſern bieten wird: Gute Novellen und Erzählungen von anerkannten deutſchen Autoren,(keine Ueberſetzungen).— Schilderungen aus dem Volksleben, der Sittengeſchichte und der Länder⸗ und Völkerkunde.— Belehrende Erläuterungen zu den Begebenheiten und Perſönlichkeiten des Tages, vertreten durch ſtehende Mitarbeiter in London, New- Jork, Berlin, Zürich und Bukareſt.— Populär naturwiſſenſchaftliche Mittheilungen von Roßmäßler.— Beiträge zur Kenntniß des menſchlichen Körpers und einer vernünftigen Geſundheitslehre, über Nahrungsmittel, Geſundheitsregeln ꝛc. von C. Bock, Prof. der Anatomie.— Populär⸗chemiſche Briefe für das praktiſche Leben von Dr. Hirzel.— Phyſikaliſche Belehrungen.— Mufikaliſche Briefe von Profeſſor Lobe.— Literaturbilder aus dem Leben unſerer größten Schriftſteller. — Jagd- und Reiſeſkizzen.— Biographien mit vortrefflichen Porträts.— Originalberichte aus Amerika.— Notizen aus dem Bereiche der Erfindungen, Litera tur, Kunſt ꝛc.— Außerdem ſind Veranſtaltungen getroffen, daß die wichtigſten Gegenſtände und Perſönlichkeiten der Auflage 50, 000. 00OOg Ss nn Zeitereigniſſe in der Schweiz und andern Ländern durch authentiſche Abbildungen und Originalberichte unſern Leſern vorgeführt werden. Ernſt Keil in Leipzig. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 8 Gefunden. [26] Auf der Promenade um die Stadt iſt ein Ring gefunden worden. Wer ſich als Eigen⸗ thümer deſſelben ausweiſen kann, erhält ſolchen gegen Erſatz der Inſeratgebühren zurück. Nähe⸗ res bei der Exp. d. Bl. a Ein Hausknecht, [27] der mit dem Schreiben vertraut und in der Gartenarbeit erfahren iſt, wird geſucht. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl. Kirchenbuchsauszug. Getaufte: 1. Jan. Dem hſ. B., Maler u. Weißbin⸗ dermeiſter Wilhelm Zimmermann ein S,, Friedrich Wilhelm, geb. 14. Dez. 1. Jan. Dem hf. B. u. Gaſtwirth Peter Decher ein S., Johann Chriſtian, geb. 20. Dez. Beerdigte: 30. Dez. Eliſabetha Friedericke Karoline Jöckle, des hſ. B. u. Uhrmachers Alexander 9— ehl. T., alt 3 M. 15 T., 1 28. Dez. 1856. * * Marktberichte. Friedberg 2. Januar. Waizen aufgefahren 42 Malt., verkauft 42, 13 fl. 15 kr.; Korn aufg. 13, verk. 6, 8 fl. 55 kr.; Gerſte aufg. 10, verk. 10, 7 fl. 1 kt; Hafer aufg. I, verk. 1, 4 fl. 10 kr. Grünberg 3. Jan. Waizen 12 fl. 51 kr.; Korn 9 fl. 16 kr.; Gerſte 7 fl. 7 kr.; Hafer 4 fl. 12 kr.; Erbſen 9 fl.; Kartoffeln 3 fl. 13 kr. Frankfurt 5. Januar. Waizen 13 fl. 30 kr. (in der Wetterau geholt); Korn 9 fl. 20 kr.; Gerſte 7 fl. 35 kr.; Hafer 4 fl. 25 kr. Mainz 2. Jan. Waizen 14 fl. 40 kr.; Korn 11. fl. 25 kr.; Gerſte 10 fl. 35 kr. z Hafer 4 fl. 35 kr. Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis 13. Januar. S 10 Fried⸗ Butz ⸗ „ Brod⸗Preiſe. berg.] bach. 2* 2 Er. pf er 1 Roggenbrod,/ Korn- 1 und ½ Gerſtenmehl e308 2 07 7„ 6 1 61 1 4„„„ 12 212 2 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) 1 ½/ Korn- u. ½ Waizenmehlſ 32 312 2 6„„ 71— 7—.— 4 7„„ 14— E— N Loth Loth — Milchttod nn on 114 114 — Waſſe rwe. 115 4—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 15 f 15 Fleiſch⸗Preiſe. pf pf 1 Ochſenfleiſc h.. 14214 2 1 Kuhfleiſch, gemäſtetes. 11211 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2 10 2 1 Schweinefleiſch h.. 16— 16— 1 Hammelfleiſth.. 112112 1 Kalb fteiſctß 4 1 Schaaffleiſhche 17—(—— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bratwurft e eee 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1(Geräucherter Speck.. 31231 2 1 Dörrfleiſgc gh. 21221] 2 1 Schinken 23223 2 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 223 2 1 Nieren fett.. 232232 1 Pammels fe: 16 116 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter inder Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schunpff.