. 14 — 20 de d Butzbag Septbr Er ſcheint woͤ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum ſammen 7 kr. ere Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg., Nu 69. Freitag, den 4. September. 1837. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuſe. Obgleich von vielen Ortsvorſtänden bereits zeigenden Feldmäuſe geſchehen ſind, ſo finden wir 1854, Int.⸗Blatt. Nr. 69., aufmerkſam zu machen ſchehen iſt, zu empfehlen, die dorten vorgeſchlagenen Mittel zur Vertilgung keiner Seite etwas verſäumt wird, weil e Friedberg am 2. September 1857. An N e ſel b e n. Betreffend: Die Einſendung der Waiſenhausbüchſengelder für 1857. An die Einſendung der Waiſenhausbuͤchſengelder für 1857, zettels vom Controleur mit unterſchrieben, werden Sie erinnert. Friedberg am 2. September 1857. die geeigneten Schritte zur Vertilgung der ſich in bedenklicher Menge uns doch veranlaßt, Sie anf unſer Ausſchreiben vom 2. September und denjenigen Ortsvorſtäͤnden, wo noch nichts zur Vertilgung ge— in Anwendung zu bringen, damit von inheitliches Einſchreiten geboten erſcheint. Müller. unter vorſchriftsmäßigem Beiſchluß eines Sorten— Müller. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Aufforderung. 11392 Diejenigen Bewohner bieſiger Stadt, welche geſonnen find, taubſtumme Kinder in Ver⸗ pflegung zu nebmen, wollen ſich, ſofern es noch nicht geſchehen iſt, bei uns anmelden. Friedberg am 18. Auguſt 1857. Großherzogliche Direction des Taubſtummen— Inſtituts Dr. Matthias. Obſtverſteiger ung. 11429] Die diesjährige Obſternte wird an nach. ſtehenden Tagen und Stunden an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert, als: 1) Montag den 7. September, Morgens 9 Uhr, werden der Verſteigerung ausgeſetzt: das Obſt von den Baumanlagen im Ring⸗ graben, in der ebemaligen Burggemarkung, an der Seewieſe, im kleinen und großen Wildkautsgraben, vom Wartberg bis an die Galgenbrücke und von da bis zur Gemar— kungsgrenze von Oberwöllſtadt. Der Anfang dieſer Ringgraben. 2) Montag den 14. September, Morgens 9 Ubr, kommt das Obſt von nachſtehenden Obſtbaumanlagen zum Aus gebot: Im ſtädtiſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten, am Seegraben, in der Ock— ſtädter Gaſſe, im Schützenrain, Haingraben und im Stadtſchreibereigraben. Der Anfang dieſer Verſteigerung iſt in dem ſtädtiſchen Bleichgarten in der Vorſtadt zum Garten. Friedberg den 26. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Verſteigerung iſt am Grundſtücke⸗Verſteigerung. 11457] Mittwoch den 9. September, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Ratbhauſe die Grundſtücke der Frau Anton Eich's Wittwe, in bieſiger und Fauerbacher Gemarkung liegend, einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Flurſchütz Glockengießer iſt im Befſitz eines Verzeichniſſes des fraglichen Immobilien und iſt beauftragt, den Liebhabern dieſelben zu zei⸗ gen und auf Verlangen die nöthige Auskunft zu ertheilen. 1 1 Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher S Anſchauungen aus dem Leben mit beſonderem Hinblick werden kann. Dieſe Verarmung aber iſt ein großes Uebel, wo ſich zunächſt die phyſiſche Verkrüppelung anhängt, eine ſtets zuverläſſige Folge der Armuth. In dieſem ärmlichen Verhältniß muß die ganze Arbeiterfamilie jeden Tag an ihr hartes Tagewerk gehen und ſelbſt die Frau, in welchem körperlichen Zuſtande ſie ſich auch befinden mag. Die Kinder einer ſolchen Familie bleiben ſich den ganzen Tag ſelbſt über— laſſen, an gedeihlicher Nahrung leiden ſie Mangel, ſie werden nicht gehörig gereiniget, weil ihre Mutter nach etwa über— ſtandenem Wochenbett wieder an die Arbeit muß; wie können alſo ſolche Kinder ſtark und kräftig werden? Dieſes iſt aber die Art und Weiſe, wie ſie erzogen werden, noch nicht vollſtändig. Die Vogelsberger Erndtearbeiter bringen theil— weiſe ihre Kinder und ſelbſt Säuglinge mit in die Wet— terau. Dieſe Kinder treiben ſich nun entweder in den Dör⸗ fern herum oder ſie werden von den Eltern mit auf das Feld genommen, ſie ſind alſo den ganzen Tag in der groͤßten Hitze und leiden vielleicht auch Mangel an Nahrung. Säug⸗ linge, die auf dieſe Weiſe mit auf das Feld genommen werden, werden unter einen Fruchthaufen oder in eine Furche gelegt, bis ſie des Nachts wieder mit nach Hauſe genommen werden. Zu dieſer Erziehung kommt nun noch auf das unabläſſige Streben nach Gewinn— beſon— ders im Fache der Landwirthſchaft. Von A. Weller.(Schluß.) Aus dieſem Verhältniß ergibt ſich, daß bei der Sti- pulation des Lohns die Arbeiter in der Regel im Nach⸗ theile ſtehen, wiewohl es zum Ruhme vieler Wetterauer Gutseigenthümer wiederholt geſagt werden muß, daß ſie an ihren Arbeitern nicht geizen— allein es gibt auch Viele, die ihre Arbeiter ſo viel wie möglich durch ſehr ge— ringe Lohnſätze beeinträchtigen. Wenn ich bei meinen Be— obachtungen nicht irre, nämlich, daß im Allgemeinen für die Intereſſen des Ackerbaues ſehr viel geſchehen iſt, ſo hat doch“ dieſer Fortſchritt den Zuſtand der arbeitenden Klaſſe nicht gehoben, im Gegentheil, dieſe Klaſſe ſteht ſich ſchlechter bei den hohen Preiſen der Lebensmittel und der ſtets ſteigenden Bevölkerung. Zieht man nun das ſtets rückſichtsloſe Streben nach Gewinn einzelner Land⸗ wirthe hinzu, ſo iſt eine theilweiſe Verarmung der Ar⸗ beiter, einer höchſt nützlichen Klaſſe der menſchlichen Ge— ſellſchaft, die nothwendige Folge, die nicht richtiger gezogen Vormittags 10 Uhr, ſollen die der hieſigen Ge⸗ 290 Verſteigerung. 11459] Donnerſtag den 10. September, Mor⸗ gens- um 10 Uhr, läßt Frau Georg Göring's Wittwe nachſtehende ihr eigenthümlich zuſtehende Immobilien einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung in hieſigem Rathhauſe ausſetzen, O bſtverſteigerung. 114771 Die diesjährige Obſternte, beſtehend in Aepfel, Birnen und Zwetſchen, ſoll Dienſtag den 8. September, Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Nieder⸗Ros bach am 1. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterel Nieder⸗Rosbach 3 0 5 Edictalla dung. 114821 Ueber den mit 2188 fl. 32 kr. über⸗ ſchuldeten Nachlaß des dahier verſtorbenen is⸗ raelitiſchen Handelsmanns Salomon Butzbach iſt der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden deshalb alle diejenigen, welche einen Anſpruch an dieſen Nachlaß erheben zu können ſt. glauben, aufgefordert, ſolchen als: O.⸗N. Fl. Nr. d. Grdſt. UIiKlftr.. 132 328 12,5 Hofraithe in der Stadt, Gras ⸗Verſteigerung. 11478] Montag den 7. d. M., Morgens 10 Mittwoch den 14. Oktober, Morgens präcis 10 Uhr, dahier, bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe, 291 77 193 Grabgarten an Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe das Gras f 5 b der Skt. Leon⸗ von der Bleiche und der Pfingſtweide, eirea 25 geltend zu machen. Nicht perſönlich erſchienene bardskirche, Morgen haltend, in einzelnen Abtheilungen ver⸗ oder nicht gehörig vertretene Gläubiger werden 3 1 78 35 daſelbſt. ſteigert. als den etwaigen, von der Mehrzahl der er⸗ Friedberg den 28. Aüguſt 1857. Nieder⸗Wöllſtadt den 1. September 1857. ane Creditoren gefaßt werdenden, Be⸗ In Auftrag i Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder⸗ ſchlüſſen beigetreten auge en 5 Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Wöllſtadt Friedberg am 20. Auguft 1857. Der Vorſteher S in. Großherzogliches Landgericht Friedberg. B 8 883——ͤ—ê— O bſtverſteigerun g. 5 v. Pre uſchen, Grummetgras Verſteigerung.[1479] Freitag den 11. d. M., Morgens 10 Landgerichts ⸗Aſſeſſor. 11473] Samſtag den 5. September, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Grummeternte von der Sauweide meiſtbietend verſteigert werden. 5 Friedberg den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Ockſtadt. Aepfelverſteige rung. Uhr, ſoll das diesjährige Gemeindeobſt, abge-“— ſchätzt zu 290 Malter Aepfel Birnen, auf Ort und Stelle abtheilungsweiſe meistbietend verſteigert werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt in der ſog. Zwiſchendorfergaſſe nächſt Ockſtadt den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger. und 4 Malter Verſtei gerung. 11483] Freitag den 11. September l. J., Vor⸗ mittags, ſollen auf freiwilliges Anſtehen des Gottfried Haas eine Kelter, ſowie 300 Ohm weingrüne Fäſſer, beſtehend in Stückfäſſern, Zu⸗ laſt, 2 Ohm⸗ und Ohmfäſſern, öffentlich meiſt⸗ bietend dahier verſteigert werden. Ilbenſtadt am 29. Auguſt 1857. [1474] Montag den 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden die hiefigen Gemeindeäpfel auf Ort und Stelle öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Ober⸗Wöllſtadt den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗Wöllſtadt Feuerbach. O beſt⸗Verſteigerung. [1475] Dienſtag den 15. September d. J., Großherzogliche Bürge Sch w meinde zuſtehenden Aepfel, ca. 180 Malter, in Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ober⸗Rosbach am 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗Rosbach Rahn, Beigeordneter. Grummetgras⸗Verſteigerung. [1476] Montag den 7. September d. J., des Vormittags 10 Uhr, ſoll das Grummetgras von 3 Morgen Gemeindewieſen, 4—5 Morgen Pfarrwieſen und 4½ Morgen herrſchaftlichen Schäfereiwieſen auf dem Rathhaus zu Ober- Rosbach öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ober⸗Rosbach am 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗Rosbach Rahn, Beigeordneter. 2 88 bietend verſteigert. Jagdverpachtung. L.480] Montag den 7. September l. J., Mit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Wald- und Feldjagd, welche bei der am 27. d. M. ſtattgehabten Verſteigerung die Genehmigung nicht erhalten hat, auf hieſigem Rathbauſe nochmals verpachtet werden. Ober⸗Mörlen am 31. Auguſt 1857. rmeiſterei Ober-Mörlen ei t e ve Güter ⸗Verſteigerung. [1481] Donnerſtag den 10. September d. J., Vormittags 10 Ubr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe auf abermaligen freiwilligen Antrag der Kinder erſter Ehe des hiefigen Bürgers Philipp Söllner die denſelben in Friedberger und Fauer⸗ bacher Gemarkung zuſtehenden Güterſtücke, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 65 und 67 ſpe⸗ clell bezeichnet find, nochmals öffentlich meiſt⸗ Friedberg den 2. September 1857. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier. Gras ⸗Verſteigerung. [1484] Donnerſtag den 10. September, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Grummet⸗ gras auf den hieſigen Gemeindewieſen in meh⸗ reren Abtheilungen und Looſen, im Geſammt⸗ gehalte ca. 130 Morgen, öffentlich zur Verſtei⸗ gerung gebracht werden. Die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien wer⸗ den erſucht dieſes in Ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. a Ütpbe am 31. Auguſt 1857. 2 Großherzogliche Bürgermeiſterei Utphe Böcher. Arbeits verſtei gerung. 1485] Montag den 7. September, Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Obermörlen nachfolgende Arbeiten an den We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden: 0 1) Schreinerarbeit, veranſchl. zu 23 fl. In Auftrag 2) Weißbinderarbeit,„„ 36 fl. 3 Glaſerarbeit, 1 7 43 fl. Gambach den 31. Auguſt 1857. 3 0 Schneider, Bezirksbauaufſeher. der ſchlimmſte Einfluß, nämlich der, den die Armuth auch auf die Moralität dieſer Meuſchen hat. Die Verhältniſſe dieſer Menſchen ſind überhaupt ſo, daß ſie mißmuthig werden, was ſehr leicht bei harter Arbeit und knappem Lohn geſchehen kann und die fortwährende Sorge wegen der Anſchaffung der Bedürfniſſe bringen in der Familie eine übele Stimmung hervor, es gibt Zank und verlieren ſich dabei für den bedrängten Hausvater die letzten Freuden, die er früher in den wenigen Stunden ſeines Zuſammen— lebens mit ſeiner Familie hatte. Der Unglückliche ſucht nun Zerſtreuung im Wirthshaus, einen Theil ſeines geringen Lohnes gibt er für Bier oder Brantwein aus. Die Be⸗ dürfniſſe der Familie wachſen und die Mittel vermindern ſich, weil Branntwein und Bier mehr Geld koſten, als ein ſolcher Mann entbehren kann. Von nun an geht die ſchlimmſte Zeit an, es werden Schulden gemacht; die Noth vergrößert ſich, ſie macht den ſonſt braven Mann zum Trunkenbold. Wie geht es aber nun mit Frau und Kindern. Es iſt bekannt, daß ſich in der Noth alles erlaubt wird; die Kinder betteln, ſie ſtehlen Kartoffeln und andere Victua⸗ lien; die Schule können ſie nicht beſuchen, weil ſie keine Kleider haben und man kann alſo hier ohne Scheu fragen, „was ſoll aus einer ſolchen Menſchenſaat werden, die unter dieſen mißlichen Verhältniſſen das Leben beginnt?“— In einer Gegend oder in einem Lande, wo ſich ſolche Familien mehren, da ſteht es ſehr ſchlimm, weil ſolche Menſchen von allen Laſtern ergriffen werden. Das Eigen⸗ thum der Begüterten kann nicht mehr geſchützt werden, noch weniger kann, umgeben von ſolchen Menſchen, der Reichthum einen Genuß gewähren. Zum Glück haben wir in unſerer Wetterau dieſe traurigen Familienbilder nur vereinzelt vor uns ſtehen— allein ſie koͤnnen vervielfältigt werden, wie es ſchon in gewiſſen Gegenden der Fall iſt und erſcheint es daher als wahrer Vortheil eines jeden Landwirths, der an Grund und Boden mehr als jeder andere gebunden iſt, daß er ſoviel es möglich, die Verar⸗ mung und Demoraliſation der Arbeiter zu verhindern ſucht. Es bandelt ſich hier um höhere Intereſſen als um den Vortheil, der gar nicht zur Betrachtung kommen und die Handlungsweiſe regeln ſollte. Es kann gewiſſermaßen für Denjenigen ein Glück genannt werden, der im Beſſtz von Vermögen iſt, er ſoll ſich aber auch dieſes Glücks Su Qin bezgaggels Buchhandlung iſt ſoeben angekommen: lle. in ben! Gtoßherg werden. Florſtadt U Der Fre 8. 1 C489] Monte tags! Ubr, ſo Aepfel und eit und Nüſſe, au bietend verftelg Bönftadt! Großer 8 Gr um met. I 4901 Dien tags 10 Ubr, das Grummet Nachmittags! und Stelle be Fauerbace Großberzoglit würdig zei, gut bezahle Das weil es Fa niger nach nach Gew dadurch ih Bei wirthſchaff anlaßt, aufmerkſa bewährter wodurch d fertigung „Wei über dieses lichen und nahme nie er olche olche werden, Nena: E 22 Verſteiger ung von Brunnengraben und Pflaſterexarbeit. 1486] Montag den 7. September, Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Directorialbüreau des Zuchthauſes Marienſchloß das Graben und Ausmauern eines Brunnens, einſchließlich der Lieferung der Mauerſteine, veranſchl. zu 136 fl., ſodann die Pflaſterung der Wachthalle in der Caſerne daſelbſt mit Griedeler Baſaltſteinen, ein— ſchließlich der Materiallieferung veranſchlagt zu 75 fl. 36 kr., wenigſtnehmend verſteigert werden. Die Voranſchläge und Verſteigerungsbedin⸗ gungen liegen bis zum Tage vor der Verſtei⸗ gerung bei der unterzeichneten Behörde zur Einſicht offen. Gießen den 31. Auguſt 1857. 2) Schreinerarbeit, 3) Schloſſerarbeit, 4) Planirarbeit, 5) Chauſſirarbeit, fer Brüchen, 7) Steinfahren, 8) Steinſchlagen, 291 Arb ts ver n g [14911 Montag den 7. September, Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Oppershofen nachſtehende Arbeiten an den We— nigſtnehmenden verſteigert werden: 1) Maurerarbeit, nach d. Voranſchl. 9 fl. 34 kr. 6) Steinbrechen in den Oppershö— 4 Gambach am 31. Auguſt 1857. Schneider, Bezirksbauaufſeher. Zu verkaufen. [1467] Mehrere gut und rein gehaltene Ohm— faß, etliche gebrauchte ſandſteinerne Schweine— tröge, 3 ſandſteinerne Backofenzüge und eine ganz große tannerne Waſchbütte mit eiſernen Reifen, noch ſehr gut, ſind aus freier Hand zu , aufen 10 5 40„Friedberg. J. Steinhäußer. 26„ 40„[ Mittel gegen Hühneraugen, 11253] um dieſelben ſchmerzlos zu beſeitigen, 90%—“ empfieblt in Schachteln a 18 kr. P. F. Schmitt⸗ 15„ner in Friedberg. Geſ uch. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen Holzapfel. O bſtverſteigerung. 11487] Mittwoch den 9. September d. I., Morgens 9 Uhr, ſoll das diesjährige Gemeinde- obſt, ca. 60— 70 Malter Aepfel und Birnen, in verſchiedenen Abtheilungen an den Meiſtbie— tenden verſteigert werden. O bſtverſteigerung. 11492] Dienſtag den 8. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, ſoll das der Gemeinde Fauerbach I. gehörige Obſt, beſtehend in circa 40 Malter Aepfel und etlichen Bäumen mit Birnen, auf Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Fauerbach I. den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach I. Philipps. 11496] Es wird ein lediger Schäfer geſucht, wo möglich ein Nationalſchäfer. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Exp. d. Bl. 11497] Reſte Leinwand in beliebigen Größen babe ich wieder friſch erhalten und werde ich dieſelbe zu den möglichſt billigſten Preiſen abgeben. Steinfurth am 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Steinfurth Thönges. Aepfel ⸗ Verſtei gerung. [1488] Mittwoch den 9. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, ſollen die Aepfel in der ſog. Allee bei Wiſſelsheim, ungefähr 20 bis 25 Malter, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Florſtadt den 1. September 1857. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter[ gert werden. Bekanntmachung. 1493] Mittwoch den 9. September d. J., Mittags 12 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Feldjagd, ſowie die der Mark zu— ſtehende Waldjagd auf weitere ſechs Jahre auf dem hieſigen Gemeindehauſe öffentlich verſtei⸗ Gambach den 1. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Gambach Repp. Friedberg. Nathan Hirſchhorn, Uſagaſſe 244. Empfehlung. 11498] Aepfelmüblen, Kartoffelmühlen, Schrot⸗ mühlen, kleine und große Wurzelmühlen, kleine und große Kelterſchrauben, auch Winden, kleine und große Schnappwagen, alle Sorten Bohrer, für deren Güte garantirt wird, bei Friedberg den 2. September 1857. rer, Müller. O beſtverſteigerung. 1489] Montag den 7. September, Nachmit⸗ tags 1 Ubr, ſoll dahier das Gemeindeobſt, als: Aepfel und eine bedeutende Quantität Birnen und Nüſſe, auf Ort und Stelle öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Bönſtadt den 1. September 1857. gute Waare. Empfehlung. 11193] Unterzeichneter empfiehlt ſich im Ver- fertigen von Feuerwerk, ſowie von bengaliſchen Flammen und verſpricht beſte Bedienung und Ehr. E. Friedel, Feuerwerker, Frankfurt a. M., kleine Mainzergaſſe Nr. 1. Zeugſchmied. Incarnat⸗Kleeſamen, 11499] jetzt noch zur Ausſaat vorzüglich ge⸗ eignet, empfieht billig und beſtens Friedr. Hilbrecht. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bönſtadt Geibel. Grummet⸗ und Obſt⸗Verſteigerung. Einen kaufen Springe 11494](Eber,) engliſche Race, hat zu ver— Heinrich Hanſtein IV. Dankſagung. [1500] Für die uns ſo vielfach bezeigte Theilnahme bei Geleitung unſerer ſo früh [14901 Dienſtag den 8. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird bei Gaſtwirth Holler dahier das Grummetgras der hieſigen Gemeinde und Nachmittags 2 Uhr anfangend das Obſt an Ort den. abgegeben. und Stelle baumweiſe meiſtbietend verſteigert. Fauer bach II. den 4. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Fauerbach II. Holler. Zum Ausleihen. 11495 11000 fl. können durch meine Vermitte⸗ lung gegen gute Hypotheken ausgeliehen wer— Auch werden dieſelben in kleinen Raten Friedberg im September 1857. Joſeph Straus. verblichenen geliebten Gattin, Tochter und Schweſter, Margaretha Kunkel, geb. Fortmann, zur letzten Rubeſtätte, ſagen wir unſern innigen tiefgefühlten Dank. Die Hinterbliebenen. würdig zeigen und ſeine ärmeren Mitbürger, ſeine Arbeiter gut bezahlen und behandeln. Das Betteln iſt für die Menſchheit ein großes Uebel, weil es Faulheit und Indolenz befördert, aber nicht we— niger nachtheilig iſt es, durch das rückſichtsloſe Streben nach Gewinn, den Lohn der Arbeiter zu verkürzen und dadurch ihre Verarmung herbeizuführen. Bei Durchgehung verſchiedener, vorzüglicher land— wirthſchaftlicher Schriften wurde ich zu dieſem Aufſatz ver— anlaßt, um dadurch auf dieſen beſprochenen Uebelſtand aufmerkſam zu machen und habe ich die Ausſprüche ſehr bewährter Männer größtentheils wörtlich aufgenommen, wodurch dieſer Schriftſatz ohne Zweifel eine beſſere Recht— fertigung erlangt hat. Wenn mir Zeit und Muſe günſtig ſind, werde ich über dieſes Thema noch weitere Abhandlungen veröffent— lichen und hoffe ich, daß dieſen Arbeiten eine günſtige Auf— nahme nicht verſagt werden wird. Verſchiedenes. Eine Rebe an dem Hauſe des Herrn Dr. Schäfer in Aſſenheim zeigt neben bereits blauen Trauben mehrere Blüthen. Am 24. Auguſt iſt in unſerer Nähe ein Kind von ſeiner durch Genuß von Spiituoſen Etwas unachtſam gewordenen Mutter mit kochendem Kaffeewaſſer über— goſſen und mit dem Keſſel am Kopfe verwundet worden. Man macht jetzt auf die auf den moluckiſchen Inſeln einheimiſchen wilden Mele-u-Hühner aufmerkſam. Man hält die Zähmung derſelben wegen ihrer uͤberaus nahrhaften Eier für ſehr rathſam. Das Ei dieſes Huhnes iſt 5 bis 7 Zoll lang, mißt im mittleren Durchmeſſer reich— lich 2 Zoll, enthält aber ſehr wenig Eiweiß. Doch ſoll ein geſottenes Ei(ſoll) für eine Mahlzeit eines Euro— päers ausreichen. Hahn und Huhn, beide von ſchwarzem Gefieder, unterſcheiden ſich wenig von einander. Sie er— reichen die Größe unſeres Haushuhns, bleiben jedoch in der Wildheit mager. 292 Soolbadl Nuheim. oven N iim Kurgarten, Morgens und Nuachimitiags, ausgeſulirt von der HKurrapelle unien Direction des Herrn Edmund Neumann. Gers. Schulhof in Friedberg nächſt der Burg, dem Prediger-Seminar gegenüber, 115011] beehrt ſich einem geehrten hieſigen und auswärtigen Publikum höflich anzuzeigen, daß ſein Lager in Tuchen, Velours, Paletots, Nouveautés à Gallon, Bucks⸗ kins und Weſten auf's Reichhaltigſte und Modernſte mehr denn je aſſor— tirt iſt, nicht minder in den neueſten Stoffen für Damenkleider und Mäntel, ebenſo in weißer Waare und allen andern Artikeln für den Haushalt. Indem ich gewohnterweiſe die ſoliden Kunden aufs Reellſte zu be— dienen pflege, ſehe ich einem immer zahlreicheren Zuſpruch entgegen. Neue Herbſt⸗Mäntel, 115021 ſoeben friſch angekommen, bei Mayer Hirſch. An- und Verkauf aller Staatspapiere 11503] zu dem äußerſten Börſencours durch das Bankgeſchäft von Jacob Strauß in Frankfurt a. M. Rechneigrabenſtraße 8. N Feuer⸗Verſicherung. 11446! Die Preußiſche National-Verſicherungs-Geſellſchaft in Stettin verſichert zu feſten billigen Prämien faſt alle verbrennbaren Gegenſtände und leiſtet vollen Erſatz für alle Schäden, welche durch Brand, Blitzſchlag, Löſchen oder Ausräumen entſtehen.— Bei den ſo vielſeitig vorkommenden Bränden und Unglück durch Nichtverſicherung, ſowie der bevorſtehenden reichen Ernte, erlaubt ſich der Unterzeichnete auf die erhöhte Gefahr aufmerkſam zu machen und zur Ver⸗ ſicherung der Erntebeſtände in Scheunen oder Schobern einzuladen, was in Betracht der geringen Koſten gegen den möglichen großen Verluſt, von Niemanden verſäumt werden ſollte. Die Geſellſchaft iſt fortwährend raſch und coulant bei Auszahlung der Schäden und iſt der Unterzeichnete zu jeder weiteren Auskunft mit Vergnügen bereit. Reichelsheim den 15. Auguſt 1857. Franz Conrad, Agent. eue Hͤringe 3245 1 Wilhelm Fertſch. Kirchweihfeſt zu Wiſſelsheim. [4505] Sonntag den 6. und Montag den 7. September d. J. iſt zur Feier des Kirchweih⸗ feſtes dahier bei dem Unterzeichneten gut be⸗ ſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu freundlichſt einladet G. Nicolaus, zum grünen Baum. Ethrogim und Palmen 11506) find für bevorſtehendes israel. Laub⸗ hüttenfeſt preismäßig zu haben, bei Friedberg. N. Cahn, Religionslehrer. Zu verkaufen. [1507] Eine Obſtkelter, eine Ohm ausdrückend, mit eiſerner Schraube iſt mit oder auch ohne die Schraube zu verkaufen bei Georg Philippi im ſteinernen Haus. Leere Oelfäſſer [1508] in allen Größen zu Bütten und Pfuhl⸗ fäſſern geeignet bei Friedberg. 5 2 Ein braver Junge findet bei uns Beſchäftigung. C. Bindernagel's Buchhandlung. Meine Obſtkelter [1509] iſt zu vermiethen. Phi os Sea Metzgermeiſter. Ein geſitteter junger Menſch [1510] kann bei mir ſogleich in die Lehre treten. Friedberg. Karl Schneider, Dachdeckermeiſter. Zu verkaufen. Louis Winheim. [1511] Eine Parthie Gerſtenſtroh hat zu ver⸗ kaufen WII hp. d r Wagnermeiſter. Obſtkelter. 11512] Meine Obftkelter empfehle ich zur mieths⸗ weiſen Benutzung. Friedberg. A. Kehr's Wwe. Ge ſ u 11435] Ein braves Dienſtmädchen, welches mit Kindern umgehen kann, wird geſucht bei Fr. Hanſtein, Glaſermeiſter. Geld ⸗ Cours. Frankfurt, am 2. Septbr. 1857. Piſtolen f fl. 9 37-38 Friedrichs d'or„ 9 55-56 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 46-47 Rand⸗Ducaten..„ 5 30%-31. 20 Frankſtücke„ 9 19½-—20½7 Engliſche Souverains..„ 11 42-46 Preußiſche Thaler.„—— Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 45%% ies ae!!!„ 2207 Kirchliche Anzeigen. 13. Sonntag n. Trin. den 6. Septbr. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Baur. (Abendmabl.) Nachmittags: Herr Candidat Pfannmüller. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Herr Candidat Welker. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 36.) ri 4 0· Erſcheill 4 entlich we Großher zo 1 Ver 183] Frelag mittags, ſollen Gottfried Haas weingrüne Füße laft., 2 Ohm ⸗ bietend dahier Ildenſtad Großherz Gefun [1513] Das diejenigen Ge unterzeichneten gegeben, theils 1 tannerner riemen von taſche, 1 He kleiner Mün Damentäſche gen kleinen 1 Spannket Woh Unter In Folge de und Kleefel gewächſe ge anderes He Heuertrag heuer auch einen zu b. davon iſt, verringern ganzen Lan daß die N haben, die den leich geſtattete. gegen war dauern, d — wegen nur. die N ihren Vieh Giterbeſh