1 * 118814 Sele 0 giratmmeiftt 1 5 71 — 6 Er ſcheint wo ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. N Friedberger Intelligenzblatt. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren fur die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum die beiden ena een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n ee fl. 1. 30 kr. mmen 7 Nu 77. Freitag, den 2. Oktober. 1857. Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatte. er. 27 vom 28. Sept. enthält: I. Oeffentliche Anerken- nung Gr. Miniſteriums des Innern(vom 6. d.) folgender edlen That: Am 1. Aug. d. J. gegen Abend fiel der 3½jährige Sohn des K. K. öſterreichiſchen Kaſernenaufſehers Klietſch zu Mainz vom Rhein— ufer vor dem Rheinkehlenthurm in das Waſſer und wurde alsbald von der Strömung erfaßt und fortgeriſſen. Durch den Hülferuf der Sjäh— rigen Schweſter dieſes Kindes aufmerkſam gemacht, warf ſich Stephan Sieglitz von Mainz, als er das Kind in den Wellen treibend wahr— nahm, ohne Befinnen in voller Kleidung in den Strom, erreichte ſchwimmend das Kind und brachte es glücklich lebend ans Land.— S. K. H. der Großherzog haben dem Stephan Sieglitz, als Aner— kennung für dieſe menſchenfreundliche, mit Muth und Entſchloſſenheit ausgeführte That, bei welcher er ſich um ſo mehr in eigener Lebens— gefahr befand, als ihm durch die Kleidung das Schwimmen erſchwert war und er wegen der Tiefe des Waſſers an der fraglichen Stelle nur mit großer Mühe das Ufer wieder gewinnen konnte, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:„Für Rettung von Menſchenleben⸗ allergnädigſt zu verleihen geruht.— II. Bekanntmachung Gr. Mini⸗ ſteriums des Innern vom 12. d., daß die Einlage, welche bei dem Eintritt in vie Staats⸗ Verſicherungs⸗ Anſtalt für die Stellvertretung für das Muſterungs⸗ und Ziehungsjahr 1858 zu 10 iſt, 190 fl. beträgt, und daß die Einlagen vom 1. Oct. d. J. an zur Verſiche⸗ rungskaſſe dahier bezahlt werden können.— 111. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 1. Sept., wornach,— da in Folge Ver— langens der k. däniſchen Poſtverwaltung die bisher im Verkehr mit Dänemark zugelaſſene Verſendung von Briefen mit Baareinzahlung künftig nicht mehr ſtattfinden kann,— die hierauf ſich bez iehenden Be⸗ ſtimmungen des Satzes 8 der Bekanntmachung vom 11. Oct. 1851 außer Wirkſamkeit treten.— IV. Vertheilung der Preismedaillen in dem philologiſchen Seminar zu Gießen am Schluſſe des Sommer— ſemeſters 1857: dem stud. phil. Bamberger aus Mainz der 1., st. ph. Oßwald ebendaher der 2. und st. ph. Hangen aus Worms der 3. Preis.— ee e definitive, des Joh. Uhink, Ackers⸗ mann in Bechtolsheim wohnhaft geweſen, durch Urtheil Gr. Bezirks— gerichts Mainz vom 4. Sept. d.— VI. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: dem Kammerherrn, Ceremonienmeiſter und Geh. Re— gierungsraths Frhrn. v. Nordeck zur Rabenau zu Darmſtadt für den ihm am 6. Juli 1857 von S. M. dem Kaiſer von Rußland verliehe— nen St. Annenorden 2. Cl., dem Oberbaudirector Arnold zu Darm— ſtadt für den St. Stanislausorden 2. Cl.— VII. Dienſtnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 27. Juli die Lehramtscandidaten Becker zu Darmſtadt und Dr. Buchner zu Gießen zu Lehrern an den daſigen Realſchulen zu ernennen; 28. dem Lehrer an der 1. Stadtknabenſchule 1. Abtheil. zu Darmſtadt, Mit- prediger Ewald die 4. evangel. Pfarrſtelle zu Darmſtadt, und dem evang. Pfarrverweſer Engelbach zu Eckelshauſen die evang. Pfarr— ſtelle zu Boſenheim zu übertragen; den Aſſiſtenzarzt im Landeshos— pital Hofheim Dr. Ludwig aus Darmſtadt zum Director und Arzt des Landeshospitals Hofheim zu ernennen; 4. Aug. dem Ingenieur bei der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahnverwaltung zu Frankfurt Lechner die erledigte Stelle eines Vorſtandes und Ingenieurs der Main-Neckar⸗ Eiſenbahnverwaltung Darmſtadt zu übertragen; 10. Aug. den Arbeiter in der Centralwerkſtätte der Main-Neckar⸗Eiſenbahn Baſel zu Darm— ſtadt zum Wagenwärter bei der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn zu ernennen; den Kreisaſſeſſor Freund zu Alsfeld zum Kreisaſſeſſor in Nidda, den Kreisaſſeſſor Freiherrn v. Schenk zu Schweinsberg in Nidda zum Kreisaſſeſſor bei dem Kreisamte Oppenheim zu ernennen, und den Kreidaſſeſſor in Oppenheim Wilkene an 0 Kreisamt Neuſtadt zu verſetzen; den von dem Frhrn. Ludwig v. Wieſenhütten auf die evang. Pfarrſtelle zu Nieder-Weiſel präſentirten Pfarrverweſer Kayſer zu Rodheim für dieſe Stelle zu beſtätigen; den Schullehrer Bernges zu Lehnheim, unter Zurücknahme ſeiner Ernennung zum Lehrer zu Rüchen⸗ bach und Fiebertshauſen, die 3. evang. Schullehrerſtelle zu Mörfelden, 22. Aug. dem Schulvicar Strühlinger zu Roßdorf die 1. evangel. Schulſtelle daſ. und dem Bezirksgerichtsrathe und ſeitherigen 1. Unter- ſuchungsrichter am Bezirksgerichte Mainz Dr. Schmitt, unter Belaſ— ſung in ſeiner Stelle als Bezirksgerichtsrath, die Functionen des 1. Unterſuchungsrichters für den Sprengel des genannten Bezirksgerichts weiterhin für 3 Jahre, vom 1. Oct. d. J. an, und dem Bezirksge— richtsrathe und ſeitherigen Unterſuchungsrichter am Bezirksgerichte Alzey Mohrmann, unter Belaſſung in ſeiner Stelle als Bezirksge— richtsrath, die Functionen des Uuterſuchungsrichters auf weitere 3 Jahre, vom 20. Sept. d. J. an, zu übertragen; 25. Aug. den 1. Director am Oberappellations- und Caſſationsgerichte, Geheimerath Dr. Hahn, zum 1. Präfidenten, den 2. Director am Oberappellations— und Caſſationsgericht Geheimerath Dr. v. Heſſe zum 2. Präſidenten dieſes Gerichtshofs, den 1. Director am Hofgerichte der Provinz Oberheſſen, Dr. Klipſtein zum Präſidenten dieſes Gerichtshofs und den Vicepräſidenten am Obergerichte der Provinz Rheinheſſen Dr. Knyn zum Präſidenten dieſes Gerichtshofs zu ernennen.— VIII. Charak- Welches iſt der Unterſchied zwiſchen der frũ⸗ heren Landwirthſchaft und der wie man ſie gegenwärtig zu betreiben ſucht(der neueren, rationellen Landwirthſchaft)? Früher betrieb man die Landwirthſchaft gedankenlos und gewohnheitsmäßig, höchſtens erfahrungsmäßig, d. h. man pobirte, wie man am meiſten Ertrag ge— wann, ohne nach den Gründen zu forſchen. Jetzt betreibt man die Landwirthſchaft mittelſt naturwiſſenſchaftlicher Kenntniſſe. Durch die Chemie unterſucht jetzt der Land— wirth, aus welchen Stoffen die von ihm zu ziehenden Pflanzen- und Thierkörper beſtehen. Eine Pflanze und ein Thier können aber keine Stoffe ſelbſt ſchaffen, ſon— dern nehmen dieſe zu ſich, erſtere aus Erd und Waſſer (und Luft), letztere aus den Pflanzen. Nun unterſucht der Bauer des Fortſchritts ſeinen Boden und ſieht, welche Stoffe er enthalt und welche noch fehlen; die fehlenden ſetzt er durch Düngung hinzu. So auch mit dem Fut— ter, welches die Thiere bekommen.— Dieſes iſt das Geheimniß der neueren Landwirthſchaft, und die Quinteſſenz aus allen neueren landwirth— ſchaftlichen Zeitſchriften.— So brauchen z. B alle Pflanzen zu ihrer Nahrung Stickſtoff. Dieſen führt ihnen der Landmann, wenn dieſer Stoff nicht bereits im Boden enthalten iſt, durch Stalldünger, Jauche, Guano u. ſ. w. zu; dieſe enthalten den Stickſtoff in Form von Ammoniak und Phosphorſäure. So bedürfen alle Pflan— zen zu ihrer Feſtigkeit und aufrechten Stellung Kieſel— beſtandtheile, daher miſcht der Landwirth unter den Thon— boden Sand(Kieſel), und wir füllen in unſere Blu— mentöpfe eine gewiſſe Quantität Sand- oder Kieſel— erde.— So bedürfen z. B. alle Thiere, um Knochen bilden zu können, etwas Kalk zu ihrer Nahrung; be— ſonders aber die Hühner, da ſie auch zur Bildung der Eierſchalen viel Kalk nöthig haben. Daher giebt die Hausfrau den Hühnern alten Kalk oder geriebene Eier— ſchalen(die auch ſehr Kalkhaltig ſind) unter das Futter, damit ſie gut legen und die Mauerwände nicht zerpicken. Wie mit dem thieriſchen Körper, ſo verhält es ſich auch mit dem menſchlichen. So iſt um ein recht anſchau— liches Beiſpiel zu wählen, ein kleiner Theil Eiſen nöthig, der das Blut z. B. röther faͤrbt und den Körper mehr belebt. Fehlt dieſer Beſtandtheil, ſo entſteht die Bleich— terertheilungen: am 25. Aug. dem Miniſterialrathe im Miniſterium der Juſtiz Franck als„Geheimerath“, dem Kreisarzt zu Oſthofen Dr. Laiſt als Medicinalrath“, und dem Rechner der Landeswaiſen⸗ anſtalt, Waiſenhausinſpector Otto zu Darmſtadt als„Rechnungsrath⸗ dem Obereinnehmer Schaub zu Darmſtadt als„Steuerrath“ und dem Rentamtmann Prätorius zu Schotten als„Domänenrath“. IX. Dienſtentlaſſungen: am 15. Aug. den Poſtſtallmeiſter Poli zu Mainz 322 auf Nachſuchen, desgl. am 28 den außerordentlichen Profeſſor der juriſtiſchen Facultät der Landesuniverfität Dr. Sandhaas.— X. Ver⸗ ſetzungen in den Ruheſtand: am 17. Aug. den kath. Schullehrer Haupt zu Lämmerſpiel; am 22. den Beſchließer im Correctionshauſe zu Darm⸗ ſtadt Hanſtein.— XI. Geſtorben: am 25. Aug. Forſtmeiſter v. Schmal⸗ kalder zu Romrod; 2. Sept. Landgerichtsactuar Lochmann zu Wimpfen. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Güterverſteigerung. Lt6 18] Dienſtag den 6. Oktober d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe des verſtorbenen hieſigen Bürgers Friedrich Karl Eck gehörenden beiden Grundſtücke, nämlich: Gemarkung Friedberg: Pag. Nr. Fl. Nr.[UI Klftr. 172/4 1 116 139 Grabgarten bei der Sct. Leonhardskirche, ſtattfindet. Bekanntmachung. [1652] Mit Bezug auf die Bekanntmachung vom 27. Mai d. J. diene zur Nachricht, daß vom 1. October d. J. an der Verkauf von Kohlenklötzen bis auf Weiteres nur gegen Baarzahlung Bauernheimer⸗Bergwerk den 28. September 1857. Gräflich Solms⸗Rödelbeim'ſche Bergverwaltung L. Sito rech 217/14 6 38 89 Grabgarten vor dem— Mainzerthor, auf Antrag deſſen Erben öffentlich freiwillig ver⸗ ſteigert. Friedberg am 24. September 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Der Vorſteher B Bekanntmachung. C1650] Freitag den 9. October l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr anfangend, wird in dem Lan⸗ deszuchthauſe Marienſchloß die Lieferung be- deutender Quantitäten Kartoffeln, Erbſen, Bohnen, Linſen, gedörrten Zwetſchen, Rüben, Kohlraben und Zwiebeln(Jahresbedarf für 1858) öffentlich verſteigert. Marienſchloß am 29. September 1857. Die Verwaltungs ⸗Commiſſion: Für die Ausfertigung Nis pel, Secretär. Holzverſteigerung. 11651] Montag den 12. October d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in den Freih. v. Diede'⸗ ſchen Waldungen dahier, 1. Alles Stecken⸗ und Wellenholz, welches von den früheren Verſteigerungen ſtehen ge⸗ blieben iſt, Biographien, Auflage 60,00 0. werden. dungen, Literatur, Gute Novellen.— Schilderungen aus der Länder⸗ und Völkerkunde.— Be⸗ lehrende Erläuterungen zu den Begebenheiten und Perſönlichkeiten des Tages. Popu⸗ lär⸗naturwiſſenſchaftliche Mittheilungen von Roßmäßler.— Beiträge zur Kenntniß einer vernünftigen Geſundheitslehre, von Bock.— Chemiſche Briefe für das praktiſche Leben von Hirzel.— Jagd⸗ und Reiſeſkizzen.— mit vortrefflichen Porträts.— Berichte aus dem Reiche der Erfin⸗ Kunſt ꝛc.— Alles dies bietet die Gartenlaube! Außerdem ſind Veranſtaltungen getroffen, daß die wichtigſten Gegenſtände und Perſönlichkeiten der durch authentiſche Abbildungen und Originalberichte unſern Leſern vorgeführt Billigſtes illuſtrirtes Familienblatt! 11653] Mit dem 1. Oktober beginnt ein neues Quartal der bei Eruſt Keil in Leipzig erſcheinenden beliebten Wochenſchrift: Die Gartenlaube. Wöchentlich 1½—2 Bogen, mit vielen prachtvollen Illuſtrationen. Vierteljährlich 15 Ngr. oder 54 kr. Zeitereigniſſe 00009 S nn Ernſt Keil in Leipzig. Zu Beſtellungen empfiehlt ſich C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. 2. circa 10,000 Buchenwellen, welche nicht verſtockt ſind, 3. circa 3000 Nadelholzwellen, öffentlich an Ort und Stelle verſteigert werden. Der Anfang iſt an der Waldhütte am Sü⸗ derhaag. Ziegenberg den 29. September 1857. Kirchner. Local- Veränderung. 116481 Der Unterzeichnete macht hierdurch die ergebenſte Anzeige, daß er ſeine Wirthſchaft in das Koob'ſche Haus, der Kloſtercaſerne gegenüber, verlegt und damit ein Tabak- und Cigarren-Geſchäft verbunden hat. J. Weitner. ſucht. Daher verordnet der Arzt ſolchen Kranken Eiſen in mannigfachen Auflöſungen, wodurch ſie geheilt werden. Alfſo: Wer ein Landwirth des Fortſchrit⸗ tes ſein will, der bebaue ſeine Felder auf wiſ⸗ ſenſchaftliche Weiſe, er lerne das Hauptſäch⸗ lichſte aus der Ackerbau-Chemie, die nicht ſo ſchwer zu verſtehen und ſehr intereſſant iſt. Hier folgen einige ganz einfache Gegenſtände aus dieſer Ackerbauchemie. 1. Wie findet man auf ganz einfache Weiſe, wie viel ein Boden Thon oder Sand enthält? Wenn nämlich ein Boden mehr als die Hälfte Thon enthält, ſo iſt er, wenn nicht noch Sand(oder noch beſ⸗ ſer: gute, nicht thonhaltige Erde) hinzugemiſcht wird, ſchlechterdings des Anbaues nicht fähig, der Landmann mag ihn düngen, bearbeiten und ſich ſonſt bemühen, ſo viel er will. dieſen Koſten⸗, Zeit⸗ und Müheaufwand. weil er ſchwerer iſt als Thon, zu Boden, und der Thon ſchwimmt oben auf. Durch Meſſen am Glaſe findet man, wieviel Beſtandtheile Thon, und wieviel Beſtandtheile Sand der Boden enthält. 2. Wie findet man leicht, ob in einem Bo⸗ den Kalk oder Merge! enthalten iſt? Bekanntlich ſind Kalk und Mergel gute Düngmittel, die auf Felder geſtreut werden. Sie wirken nämlich da⸗ durch wohlthätig auf den Boden ein, daß ſie die in der Luft enthaltenen Düngerbeſtandtheile an ſich ziehen(be⸗ ſonders im Thau; denn Kalk und Mergel ziehen leicht Feuchtigkeit an) und die im Boden enthaltenen unlös⸗ lichen(d. h. für die Pflanzen unverdaulichen) Be⸗ ſtandtheile zerſetzen und in lösliche(aufſaugbare, ver⸗ Der prüfende Landmann erſpart ſich aber Er nimmt ein Glas mit Waſſer und vermiſcht es mit einigen Händen voll fraglichen Bodens, rührt die Miſchung um, bis ſie eine dünne, breiige Maſſe wird. Wird das Glas hierauf einige Minuten lang ſtill hingeſetzt, ſo fällt der Sand, dauliche) verwandeln. Wenn aber nun ein Acker bereits Kalk oder Mergel enthält, dann wäre es nicht nur über⸗ flüſſig, ſondern auch dem Geldbeutel und dem Boden ſchädlich, ihn noch weiter damit zu verſehen. Der chemiſche Ackersman ſpart daher ſeine Zeit und ſein Geld ſo lange, bis er folgende, ganz leichte Probe mit ſeinem Ackerboden angeſtellt hat: Er nimmt eine Hand voll Ackererde, füllt ſie in ein Seit ein wurf mit wal geblich gebrar Bruſt⸗Syruk, dern auch die chroniſchen guten Erfole Lipp —— eu 1620] Unt dahier als Ich er daß ich ſtets vollkommene Gleich rungen und Friel gewöhnliches tlöpfelt eint darauf. Bre loſcht wird, gel, und es mehr dieſer (wenn die Mergel im rn offentlichten ineofftzieren auf den Küſſ ach demſel ungen in reichhaltig! alen von Lagelinseln we der Gu⸗ 3 — iſche 2 00009 unn* edberg. 323 Gegen jeden veralteten Huſten, e bee on 1e tage, me 1654] gegen Bruſtſchmerzen, langjährige Heiſerkeit, Grippe, Halsbeſchwerden, Verſchleimung der Lunge, iſt der von dem Medieinalrath Herrn Dr. Mag⸗ nus, Stadtphyſicus in Berlin Tbl. approbirte Tol. 1 Flaſche a 2 A Flaſche a2 1 7 7 1—.„ 2% Pruſt-Syrußp ß ein Mittel, welches noch nie, und zwar in tauſend Fällen, ohne das befriedi— gendſte Reſultat in Anwendung gebracht worden iſt. Dieſer Syrup wirkt gleich nach dem erſten Genuß auffallend wohlthätig, zumal bei Krampf- und Keuchhuſten, befördert den Auswurf des zähen, ſtockenden Schleimes, mildert ſofort den Reiz im Kehlkopfe und beſeitigt in kurzer Zeit jeden noch ſo heftigen, ſelbſt den ſchlimmen Schwindſuchtshuſten und das Blutſpeien. Unterzeichneter hat von dem Fabrikanten dieſes wohlthätigen Artikels ein Commiſſionslager übernommen und ſind einzelne Flaſchen nur allein in der Niederlage der Herren Morell& Hertwig in Friedberg ſtets zu obigen Preiſen zu haben. Georg Freundlieb. Atteſt. Seit einigen Jahren litt ich an heftigem Bruſtſchmerz mit ſtarkem Aus— wurf mit wahrer Athemnoth, wogegen ich all die mir bekannten Mittel ver— geblich gebraucht habe. Zuletzt nahm ich den von Dr. Magnus approbirten Bruſt⸗Syrup, dieſer verſchaffte mir nicht nur Linderung des Schmerzes, ſon— dern auch die Athemnoth verminderte ſich. Ich kann daher Allen, welche an chroniſchen Bruſtübeln leiden, dieſes Mittel gewiſſenhaft empfehlen, wozu ich guten Erfolg wünſche. Lippſtadt den 19. Oktober 1856. Weinert, Kreiswundarzt. Aachener und Münchener Feuer-Verſicherungs-Geſellſchaft. [16291 Unterm 1. September wurde ich von Großherzoglicher Kreisbehörde dahier als Agent für obige Geſellſchaft beſtätigt. Ich erlaube mir dies mit dem ergebenen Anfügen zur Kenntniß zu bringen, daß ich ſtets bemüht ſein werde, alle meine geehrten Herren Verſicherten zur vollkommenen Zufriedenheit zu bedienen. Gleichzeitig empfehle ich meine Agentur zur Ermittelung neuer Verſiche— rungen und ſichere dabei die billigſten Prämien zu. Friedberg im September 1857. Aug. Fr. Nau. um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die den Nicolaus Mplius'ſchen Eheleuten dahier ge— hörende Hofraithe meiſtbietend verſteigert, als: O.⸗N. Fl. Nr. d. Grdſt.[UIKlftr. 1 2 376 18,2 Hofraithe in der Stadt. Gibt abgelöſte Tilgungs rente 6 ki. 3½ hlr. Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der dienſtälteſte Gerichtsmann Walz. Obligations⸗Verlooſung. 11655] Bei der heute ſtattgehabten Verlooſung der Partial⸗Obligationen hieſiger Gemeinde wur⸗ den die Nummern 10 über 200 fl. und 112 über 100 fl. den 31. Dezember d. J. rück⸗ zahlbar gezogen. Den Inhabern dieſer Num— mern wird dieſes unter dem Anfügen hierdurch mitgetheilt, daß die Beträge bei hieſiger Ge— meindekaſſe, beziehungsweiſe bei dem Gemeinde⸗ Einnehmer J. Rieſinger zu Vilbel gegen Rückgabe der Obligationen und der nicht fälligen Zinscoupons in Empfang genommen werden können und daß vom 1. Januar 1858 ab die Verzinſung beider Obligationsbeträge nicht mehr ſtattfindet, Zugleich wird der Inhaber der ſchon im vorigen Jahre zur Auslooſung gekommenen Partialobligation Nr. 172 über 100 fl. zur Empfangnahme des ſeit 1. Januar nicht mehr verzinslich ſtehenden Kapitals wiederholt aufge— fordert. Okarben am 25. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Okarben Hen ſel. Obligations⸗Verlooſung. 11656] Von den Partial⸗Obligationen der Ge meinde Ober-Hilbersheim auf Inhaber von 100 fl. iſt die Nummer 25 zur Auszahlung gezogen worden und wird vom 1. Januar 1858, von welchem Tage der Zinslauf davon aufhört, von dem Gemeindeeinnebmer zu Ober-Hilbers— heim oder dem Handlungshaus Simon Lind— heimer in Friedberg, jetzt in Frankfurt a. M., ausbezahlt werden. Ober⸗Hilbersheim am 20. Sept. 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗ Hilbersheim a n gewöhnliches Bierglas, gießt etwas Waſſer hinzu, und tröpfelt einige Tropfen Salzſäure, oder Schwefelſäure darauf. Brauſt die Miſchung auf, als wenn Kalk ge— löſcht wird, ſo enthält der Boden bereits Kalk oder Mer— gel, und es wäre thöricht, dem betreffenden Acker noch mehr dieſer Beſtandtheile zuzuführen.— Im Gegentheil (wenn die Miſchung nicht aufbrauſt) iſt kein Kalk oder Mergel im Boden. Verſchiedenes. In den auf Befehl des britiſchen Parlaments ver— öffentlichten Actenſtücken findet ſich ein von mehreren Ma- rineoffizieren erſtatteter Bericht über die Guanolager auf den Küſten von Afrika, Amerika und Auſtralien. Nach demſelben beſtehen die bedeutendſten Guanbdanſamm— lungen in Peru und Bolivia, wo der Guano beſonders reichhaltig an Stickſtoff iſt, in Chili, auf Ichaboe, in den Baien von Saldanha und Algoa, in Patagonien, auf den Vogelinſeln und endlich in der Sharkbai in Auſtralien, wo der Guano einen beſonderen Reichthum an Phosphor- ſäure zeigt. Auf den Inſeln Kuria und Muria und an der Südkuͤſte Arabiens ſind in neuerer Zeit reiche Guano— ſchätze entdeckt worden. Aus Kanth in Schleſien ſchreibt man, daß mehre ohne Aufſicht herumgelaufene Gänſe in einem benach— barten Dorfe ſich öfters in die Getreidefelder des Domi— niums verirrt haben. Der Voigt des Gutes ließ un⸗ längſt dieſe Thiere eintreiben und in einen Garten, in welchem Bienenſtöcke ſtehen, einſperren. Die Bienen waren mit dieſer Geſellſchaft nicht zufrieden und fielen ihre Gäſte an. Man hörte ein entſetzliches Geſchrei, ſah endlich nach und fand die armen Gänſe ſo jämmerlich an den Köpfen zerſtochen und angeſchwollen, daß die Augen kaum ſichtbar waren. Der durchſchnittliche Ertrag des Weinbaues im Zollverein beträgt ungefähr 2,950,000 Eimer Wein, die Ausfuhr 95,000 Eimer. Den meiſten Wein baut Baiern mit 800,000 Eimern, dann folgt Würtembeig mit 740,000, Baden mit 630,000, Preußen mit 407,000, Heſſen mit 230,000, Naſſau mit 62,000 Eimern.(I bar. Eimer= 35 heſſ. Maas.) 324 Soolbad Nauheim. (oN ern bloss! ler Kur kapelle, ausgeſuhirt unlen den Direction des Herrn Edmund Neumann. Kirchweihfeſt Zu 9 11649] Sonntag den 4. und Montag den 5. Oktober findet zur Feier 05 Kirchweihfeſtes bei Unterzeichnetem im Teichhaus zu Nauheim Ball und Scheibenſchießen ſtatt, wozu höflichſt einladet W. Ortwein. Hotel de Europe. Bad Nauheim. 116571 Sonntag den 4. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, Tan zmuſik, wozu ergebenſt einladet P. Kröll. Kirchweihfeſt zu Nauheim. 11658] Sonntag den 4. und Montag den 5. October d. J. iſt zur Feier des hieſigen Kirchweihfeſtes in den großen Sälen des Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu freundlichſt einladet D. Fritz, zur Krone. Pariſer Hof in Nauheim. 11659] Sonntag den 4. und Montag den 5. Oktober zur Feier des hieſigen Kirchweihfeſtes durch gut beſetztes Orcheſter Holzverſteigerung. 1 16661 Montag den 5. Oktober l. J, Mor⸗ 1 gens 9 Uhr anfangend, ſollen in hiefigem Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Salzberg, 1500 Wellen Geternholz meiſtbietend verſteigert werden. Ober ⸗Rosbach am 1. Ottober 1857. 1 „ Bürgermeiſterei Ober- Rosbach a hen, Beigeordneter. Kirchweihſeſt zu Nauheim. 78 1662] Sonntag den 4. und Montag den 5. N. g October wird zur Feier des hieſigen Kirchweih⸗— feſtes auf meiner Kegelbahn ein Hammel aus— geſpielt, wozu freundlichſt einladet a P. Heß, zum Johannisberg. 9 Einladung. 11663] Sonntag den 4. und Montag den 5. ffend October wird das hieſige Het Nachf K ir ch w e ih fe ſt ſchienenen! gefeiert, wobei den Tag über in der Garten— igen Verl wirthſchaft und des Abends im Saale des Un⸗ ſtige terzeichneten ſtattenden Harmonie⸗ und Tanzmuſfik, den Aufent au durch 10 Mann vom Muſikchor des Friel König aher. 13. Infanterie-Regiments von— Frankfurt, anzutreffen iſt. Hierzu lade ich un⸗ e ter der Bemerkung höflichſt ein, daß für eine E gute Bewirthung in jeder Beziebung beſtens 9 8 geſorgt iſt, und daß am Montag, dem 2. Kirch⸗ 2 12 weihtage, von Morgens 8 Uhr an, ein fetter a1 Hammel berausgekegelt wird, wobei ebenfalls Harmonie-Muſik ſtattfindet. Peter Fuhr, Gaſtwirth zur Main-Weſer⸗Bahn in Groß⸗Karben. Neue 1 2 3 4 9 Holländiſche Haͤringe 7 0 10 * 11664] pr. Stück 4 kr. bei H. W. Hatteroth. Anzeige. 11627] Indem ich nicht verfehle ergebenſt an⸗ 10 zuzeigen, daß ich meine ſeitherige Miethwoh⸗ nung verlaſſen, und mein eigenes Haus neben 14 Herrn Hospitalverwalter Faatz unweit des 12 Gr. Landgerichts und Rentamts bezogen habe, 10 bleibt meine Geſchäftstbätigkeit vor wie nach die⸗ 17165 ſelbe und empfeble ich beſonders den von mir ſtets unterhaltenen Vorrath aller Mehlſorten bei prompter Bedienung zu den billigſten Tages⸗ Betreffen preiſen. Na Der obere, aufs zweckmäßigſte und modern Harmonie⸗ und Tanzmuſik, eingerichtete Stock meines Hauſes iſt zu ver⸗ Junern 0 wozu freundlichſt einladet G. Bayer. miet hen. Louis Oppenheim. worin 5 4 und — 2 2 FSrantf Geld Cours. ö wen g rankfurt, am 30. Septbr. 1857. 0 f S. Hanau un., Uhrmacher, a, riedrichsd'or.. 14 47-55 8 neben dem Hotel Trapp, Holländische 10 ft. 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Mi Gottesdienſt in der Burgkirche: Kreizargt Vormittags: Herr Stadtpfarrer Baur. worde (Abendmahl.) n, Nachmittags: fällt aus. Fr Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 40)