„ dug den bermörlen. D veißfeſt ontag de ich ebenfalls 6 kr. zahlen Kaſſebffnung 7 Uhr Kinder 12 tr., für Damen 6 kr. Dimon ſchen Garten. Herren Anfang S nr. für . Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wo; chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis ſährl. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden ſammen 7 kr. . ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. fl. 1. 30 kr. Nu 68. Dienſtag, den 1. September. 1857. Oeffentliche Der Jahrmarkt der Gemeinde Oberrosbach, den 5. November d. J. im Kalender eingetragen ſteht, 28. September d. J. abgehalten werden, was hiermit zur öffentlichen K Friedberg den 24. Auguſt 1857. Bekanntmachung, Die Tilgungsrenten für 1857 werden mit der directen Steuer October und November an den gewöhnlichen Zahltagen Dienſtags und Donnerſtags erhoben werden. zahlungen ſind geſtattet und liegen die Tilgungsrentenregiſter Jedermanns Einſicht offen. Amtlicher Theil. Nachricht. welcher bisher im Monat November abgehalten worden iſt, und auf wird für die Folge und zum erſtenmal in dieſem Jahre am tenntniß gebracht wird. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Müller. in den erſten zehn Tage der Monate September, Voraus⸗ bei den betreffenden Bürgermeiſtereien drei Tage zu Großherzogliche Diſtrictseinnehmerei daſelbſt. Friedberg den 28. Auguſt 1857. Bit ſch. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 11430] Die Materiallieferung für das Maga⸗ zin in Gießen iſt in der Darmſtädter Zeitung unter Nr. 232 Art. 2665 ausgeſchrieben und liegen die Bedingungen auf dem Büreau des Großherzoglichen Materialverwalters dahier zur Einſicht offen. T Gießen den 26. Auguſt 1857. Großberzogliche Magazins-Commiſſion: Lauben heimer. Edietalladung. 11413] Die Kinder zweiter Ehe der verlebten Peter Zeiß Eheleute aus Hoch⸗Weiſel haben folgende auf Peter Zeiß Namen ſtebende Gü⸗ terſtücke. Gemarkung Hoch⸗Weiſel: 137/01, 329/172, 539/23, 596/63, 1027/2, 1302/70, 1378/2, 1484/13½, 1635/35, 1750/, 1807/10, 2167729, 2242/18, ferner die auf den Namen der Großmutter mütterlicher Seits Konrad Michel erſter Wittwe ſtehende Items 1310/8 u. 1344/7 veräußert, vermögen jedoch das Eigenthum urkundlich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien ſind binnen he Non ten ſo gewiß dabier geltend zu machen, als ſonſt die Kaufbriefe beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach den 19. Auguſt 1857. Großherzogliches Landgericht Butzbach e Muth, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Jagdverpachtung. [1434] Donnerſtag den 3. September d. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll die Jagd in der Ge⸗ markung Maibach anderweit auf ſechs Jahre unter den zu Grunde gelegten Bedingungen an den Meiſtbietenden verpachtet werden. Maibach den 24. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Maibach Philippi. Grummetgras- Verſteigerung. C1453] Freitag den 4. September, Vormittags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinde Nieder- und Ober⸗Florſtadt gehörende Grummetgras, circa 200 Morgen, meiſtbictend verkauft werden. Nieder-Florſtadt am 28. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder- Florſtadt Wag mne r. In Bezug auf die letztere Behauptung Anſchauungen aus dem Leben mit beſonderem Hinblick Richtungen hin. auf das unabläſſige Streben nach Gewinn— beſon— r 5 1 ee cee 1 e 1 5 l 5 dem Individuum enge verbunden ſind und nicht getrenn ders im Fache der Landwirthſchaft. werden konnen und von dem Wohlbefinden des Körpers Von A. Weller. die freie und ſegensreiche Wirkſamkeit des Geiſtes ab⸗ Auf dieſe Weiſe ergibt ſich ein Ueberſchuß aus der hängig iſt. Es können alſo ohne materiellen Wohlſtand Landwirthſchaft und folgerecht aus allen andern Gewerben, die geiſtigen Angelegenheiten der Menſchheit nicht gefördert daß für die ganze menſchliche Geſellſchaft heilſame Ein- werden. richtungen geſchaffen und erhalten werden können. Durch Auf dieſe geiſtigen Intereſſen wird es aber haupt- dieſen Ueberſchuß aus dem commerziellen und induſtriellen ſächlich ankommen, wegen ihnen ſind die materiellen Inte- Leben werden neue Erwerbsquellen eröffnet und Anlagen reſſen nothwendig. Ein Streben nach dieſen materiellen gegründet, welche auf das ganze geſchäftliche Leben den Intereſſen beobachtet man aber leider zu viel. Vermögen höchſten Einfluß haben, wie dieſes durch die Dampfſchiff⸗ will man erwerben— um jeden Preis, man will reich fahrt, die Eiſenbahnen ꝛc. erſichtlich iſt. Dieſe Ueberſchüſſe werden, das Streben iſt alſo übertrieben; das iſt die trau— machen es weiterhin möglich, daß Denjenigen, die durch rige Richtung der gegenwärtigen Zeit. ein hartes Geſchick niedergedrückt und unglücklich geworden Ich kann mich nicht dazu berufen fühlen, das nach— ſind— Beiſtand geleiſtet und getröſtet, wie nicht weniger, theilige Streben nach Gewinn uberhaupt auch in andern daß Wiſſenſchaften und Künſte gepflegt werden koͤnnen. Ständen als der Landwirthſchaft nachzuweiſen, wiewohl Es iſt daher ein Land glücklich zu preiſen, in welchem die es nachweislich iſt, daß auch in andern Ständen dieſes commerziellen und induſtriellen Geſchafte ſo getrieben unabläſſige Streben Einzelner in der Art getrieben wird, werden, daß bedeutender Ueberſchuß(Reinertrag) aus die⸗ daß dadurch viele Familien arm geworden ſind. Doch ſen Geſchäften hervortritt, denn dieſer Ueberſchuß hilft in (Fortſetzung.) dieſes gehört vorläufig nicht zur Sache— ich will nur Nöthen aus— und fördert auch die Intelligenz nach allen den Landwirthen gegenüber nachweiſen, daß das Streben 286 Bekanntmachung. 5 114561 Vom 1. k. M. an werden außer den bisherigen Poſwerbindüngen in der Provinz Ober⸗ beſſen noch folgende neue Courseinrichtungen unterhalten: I. Perſonenpoſt zwiſchen Niederwöllſtadt und Engelrod mit Jnfluenz in Lindheim nach und von Büdingen: Güter⸗Verpachtung. 11432 Montag den 7. September, Vormit⸗ tags 10 Uhr, läßt Frau Becker in Frankfurt mebrere in Fauerbacher Gemarkung liegende Aecker und eine Wieſe durch das Ortsgericht 0 5 aus Niederwöllſtadt in Lindheim, in Nidda aus Nidda, in Engelrod e. 0 verpachten. täglich 8½¼ Uhr Morgens in 10% Vorm. 1 Nachm 4½ Nachm. 8% Abends zum An⸗ 1 194% i 771 an der Wüftung, an Anſchluß an den aus Frank⸗ ſchluß an den Gieſſen⸗ Graf von Solms⸗Rö-. furt um 6“? Morg. abgehen⸗ Lauterb. Ellwagen. delbeim ſtoßend. den Eiſenbahnzug. Ee 5 wer g 5 5 246/13 76½¼ an der Weinſtraße ne- aus Engeliod, in Nidda, aus Nidda, in Lindheim, in Niederwöllſtadt 7 8 täglich 6˙ Ühr Mor g. 10 Vorm. 2 Nachm. 4% Nachm. 640 Abends zum Anſchluß ben F. Helfrich. auf der Mittelhobl, ne⸗ ben Heinrich Ernſt. im Anſchluß an den Lauterbach Gieſſener Eilwagen. 17/37.38 202 16/35.36 195% daſelbſt neben H. Rüb⸗ ſamen. 16/33.34 329% am Hollerbuſch neben der Pfarrei Fauerbach. 431 203 unter dem Städterweg, neben K. Berg. 671/119 31% Wieſe am Mühlfeld. Die Pachtbedingungen liegen bei mir zur Einſicht. Fauerbach II. im Auguſt 1857. Frankfurt a. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Fauerbach II. Der Vorſteher an die um 7“ Uhr nach Frankfurt und um 7 nach Gießen abgehenden Bahnzüge. Inftuenzpoſt von Lindheim nach Büdingen 10“ Vormittags. von Büdingen nach Lindbeim 3½ Nachmittags. II. Botenpoſt: a. zwiſchen Ortenberg und Selters: aus Ortenberg 11 Uhr Vorm. und 3½ Nachm., aus Selters 11½ Uhr Vorm. und 4 Nachm. b. zwiſchen Grünberg und dem Einſchnitt in die Laubach⸗Licher Straße: aus Grünberg 3˙ Mrg. zurück gegen 5 Uhr Morg. M. den 27. Auguſt 1857. General⸗Direction der Großherz. Heſſ. Poſten Müll e x- Schramm. dt. Ankelein. S Arbeitsverſteiger ung. [1454] Donnerſtag den 3. September, Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe am Subconrektoratsgebäude nachſtehende Ar⸗ beiten an den Wenigſtnehmenden verſteigert, als: 1) Maurerarbeit, 2) Steinhauerarbeit, 3) Glaſerarbeit, 4) Schloſſerarbeit und 5) Dachdeckerarbeiten, ſowie 6) das Anliefern von 600 Ruſſenſteinen, 7„„ 5 Bütten Kalk und 8)„ 5„ 0,5 Ebklftr. Sand. Friedberg den 29. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. re [1455] Donnerſtag den 3. September, Nach- mittags um 4 Uhr, werden an Ort und Stelle von 16 Bäumen die Schmalz⸗ und Perlemutter⸗ Birnen und von 13 Bäumen die Süßapfel meiſtbietend verſteigert. Der Anfang geſchieht am neuen Thor. Friedberg den 29. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Den der Grundſtücke⸗Verſteigerung. [1457] Mittwoch den 9. September, Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Ratbhauſe die Grundſtücke der Frau Anton Eich's Witlwe, in bieſiger und Fauerbacher Gemarkung liegend, einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Flurſchütz Glockengießer iſt im Beſitz eines Verzeichniſſes der fraglichen Immobilien und iſt beauftragt, den Liebhabern dieſelben zu zei⸗ gen und auf Verlangen die nöthige Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorfteher e e e Arbeits Verſteigerang. 1458] Freitag den 4. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Ühr, wird die Anfertigung von circa 5[◻OKlftr. Schichtenpflaſter, veranſchlagt zu 12 fl. 30 kr., an den Wenigſtfordernden auf unſerem Büreau in Accord gegeben. Rodheim den 29. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim e. Verſteigerung. 11459] Donnerſtag den 10. September, Mor- gens um 10 Uhr, läßt Frau Georg Göring's Wittwe nachſtehende ihr eigenthümlich zuſtehende Immobilien einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung in hieſigem Rathhauſe ausſetzen, als: O.⸗N. Fl. Nr. d. Grdſt. OKlftr. 1 2 328 12,5 Hofraithe in der Stadt, 2271941 77 193 Grabgarten an der Skt. Leon⸗ bardskirche, 3 1 78 35 dafelbſt. Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Der Vorſteher B n dee er: Schaafpferche-Verſteigerung. 1460] Freitag den 4. September, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 10 Schaafpferche, welche den 5. September ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. nach Gewinn, ſobald es in Verkürzung des Lohnes der Arbeiter ausgeführt werden ſoll, ganz beſonders nachthei— lige Folgen hat, wiewohl ich nicht verkenne, daß an ein— zelnen und ſogar an vielen Orten der Wetterau die Ar— beiter tüchtig bezahlt werden. Wie wichtig in Deutſchland die Bevölkerung iſt, die der Landwirthſchaft und ihren verſchiedenen Nebenge— werben angehört— iſt allgemein bekannt. Aus dieſer Bevölkerung wird der Stamm der bewaffneten Macht ge— bildet und aus ihr ergänzen und erkräftigen ſich alle an— dern Stände. Wenn nun dieſer Stamm geſund, ver— ſtändig und tugendhaft iſt— gleich— oder annähernd gleich— dem Urſtamm, ſo iſt gewiſſermaßen die Gluͤck⸗ ſeligkeit des Staats und der Geſellſchaften geſichert, im Gegenſatz aber wird durch eine kränkelnde, dürftige, arme, deßhalb unzufriedene und am Ende laſterhafte ländliche Bevölkerung die Exiſtenz des Staates und der ſocialen Geſellſchaften ernſtlich gefährdet. Es kann nicht zweifel— haft ſein, daß die Alles vernichtende Armuth— Alles in Gefahr bringt! Die Landwirthſchaft wird von der Mehr— zahl der Bevölkerung Deutſchlands getrieben. Ich verſtehe unter dieſer Mehrzahl diejenigen, die entweder eigenthüm— lichen Ackerbau beſitzen oder Güter gepachtet haben, die kleinen Landwirthe, alſo die Bauern mit eingerechnet. Die— ſes ſind Unternehmer. Die Arbeiterklaſſe, die Taglöhner und das Geſinde gehört nicht hierher. Die Unternehmer müſſen nach der Natur der Sache erwerben, um eigene Unglücksfälle ertragen und die arbeitende Klaſſe unter— ſtützen, das heißt, durch Arbeit reſp. Verdienſt ernähren zu können. Wenn es nun auch als eine rühmliche Thatſache vor unſern Augen ſteht, daß in unſerer Wetterau an vielen Orten die Unternehmer ihre Arbeiter gut bezah— len, ſo trifft doch auch wieder Andere der Vorwurf, daß ſie durch Verkürzung des Arbeiterlohns ihren Erwerb ausdehnen. Dieſes ſollte nicht ſein! Der Erwerb ſollte ſich nicht ausdehnen durch Verkürzung des Arbeitslohns, den die Arbeiter nothwendig erlangen muͤſſen, um die Zwecke ihres Daſeins als ſittliche Weſen zu erfüllen und eines gewiſſen Maaſes irdiſchen Gluͤcks theilhaftig zu werden, worauf der Menſch ein unveräußerliches Recht hat. Den Lohn für die arbeitende Klaſſe allgemein feſt⸗ zuſtellen, läßt ſich unmöglich ausführen, weil die ländliche Bevölkerung in jeder Gegend andere Bedürfniſſe und Ge⸗ wohnheiten hat, die den Lohnſatz gewaltig verändern. Nach 1 Großherzoch 0 berzo⸗ Ot 3 Oſfenbeim Großherzog. Aepfel! 1463] Freitag 15 9 Uhr, zuſſehenden Aepfel ſchicdenen Abthel belſtigert werder Welletbrücke gem Oſſenheim Oroßherpogl Arbeit 1404] Die heim verſſeigert rungen haben d Termin zur auf Samſtag d 9 Uhr in loco men nochmals die Material die Planir welches den J macht wird. Friedberg Grummet (u465] Das nachbenannlen ſoll in Abtheilu — beſſerer Auſi dem harten verdienen, da Nahrung, K tung anſchaf der Gottes tagnachmilte können. 7 verrichten, reiten, die die Kleider Vnichtunge auilie dur Kindes U 8 über du fiiten, * Hofraithe⸗Verſteigerung. 11461 Donnerſtag den 15. Oktober, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die den Nicolaus Mplius'ſchen Eheleuten dabier ge⸗ börende Hofraithe meiſtbietend verſteigert, ale: O.⸗N. Fl. Nr. d. Groſt.[OIKlftr. 1 2 376 18,2 Hofraithe in der Stadt. Gibt abgelöſte Tilgungsrente U Ar, J½% hlr. Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großhberzogliches Ortsgericht Friedberg. Der dienſtälteſte Gerichtsmann Wal 3. Grummetgras⸗ Verſteigerung. 11462 Donnerſtag den 3. September d. 8 Vormittags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Ge—⸗ meinde gehörende Grummetgras in der Behau⸗ ſung des Gaſtwirths Heil öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oſſenheim den 26. Juni 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Kopp. Aepfelverſteigerung. 11463] Freitag den 4. September d. J., Vor mittags 9 Uhr, ſollen die der hieſigen Gemeinde zuſtehenden Aepfel auf Ort und Stelle in ver⸗ ſchiedenen Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang wird an der Wetterbrücke gemacht. Oſſenbeim den 29. Auguſt 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Ko pp. von 90 Morgen. 287 gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Credit bis Martini d. J. bewilligt werden, nämlich: I. In Nieder Mockſtadt: Donnerſtag den 3. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Schöhl von 20 Morgen, II. zu Bauernheim: Freitag den 4. September d. J., Vormittags 8 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres von 9 Morgen und III. zu Nieder⸗Florſtadt: an demſelben Tage, Nachmittags 1 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Wagner Florſtadt den 27. Auguſt 1857. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. 11466] Auf der Domaine Selgenhof bei Ul⸗ richſtein iſt ſchönes Schafvieh, Rhönrain, rei— nes Vieh, zu verkaufen. 56 Stück gelte junge Schafe, 178 Ä Mutterſchafe, 227„ Lämmer. Kaufliebhaber werden eingeladen. Selgenhof am 27. Auguſt 1857. Großherzogliche Gutsverwaltung Selgenhof Schuch ard. Empfehlung. 11193] Unterzeichneter empfiehlt ſich im Ver⸗ fertigen von Feuerwerk, ſowie von beugaliſchen Flammen und verſpricht beſte Bedienung und gute Waare. Ehr. E. Friedel, Feuerwerker, Frankfurt a. M., kleine Mainzergaſſe Nr. 1. Arbeitsverſſeigerung. 41464] Die am 5. Auguſt l. J. in Bauern⸗ heim verſteigerten Arbeiten und Materialliefe- rungen haben die Genehmigung nicht erhalten. Termin zur anderweiten Verſteigerung iſt auf Samſtag den 5. September, Vormittags 9 Uhr in loco Bauernheim anberaumt und kom— men nochmals zum Ausgebot: die Materiallieferungen, die Pflaſterarbeit, die Planir⸗ und Chauſſirarbeit, welches den Intereſſenten hiermit bekannt ge⸗ macht wird. Friedberg den 28. Auguſt 1857. Der Bezirks ⸗Bauaufſeher Schneider. Grummetgras⸗ Verſteigerung. 11465] Das diesjährige Grummetgras von nachbenannten Freiherrl. v. Löw'ſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und Guts ⸗ Verpachtung. 11469 Ein Oekonomiegut von 700 Morgen in hieſiger Gegend iſt zu verpachten und kann in dieſem Herbſt ſchon angetreten werden, auch Inventarſtüͤcke aller Art können mit übernom⸗ men werden. darüber bei Näheres auf frankirte Anfrage G. Filß in Vilbel. Zu vermiethen. 1470] Mein Haus mit Laden neben dem Gaſt⸗ hauſe zu den drei Schwertern, worin lange Jahre ein Putz und Mode⸗Geſchäft betrieben habe, ift mit annehmbaren Bedingungen zu vermiethen. G. Simon jun. in Offenbach. Näheres hierüber ertheilt mein Bruder Sieg⸗ mund Simon in Friedberg. N Große und kleine Schnellwagen, 113371] ſowie ſelbſt verfertigte Haus- und Zim⸗ merthürſchlöſſer find ſtets vorräthig bei Friedberg. A. Wohlfahrt, Schloſſermeiſter. Zu ver fauf en. 114671 Mehrere gut und rein gehaltene Ohm⸗ faß, etliche gebrauchte ſandſteinerne Schweine⸗ tröge, 3 ſandſteinerne Backofenzüge und eine ganz große tannerne Waſchbütte mit eiſernen Reifen, noch ſehr gut, ſind aus freier Hand zu verkaufen. Friedberg. 3. Steinhäußer. Zu vermiethen 11468] iſt der obere Stock meines Hauſes. G. Dieffenbach. Kirchenbuchsauszug. Getraute. 23. Aug. Gottfried Andreas Schulze, hf. B. u. Glaſermeiſter des weiland bſ. B. u. Glaſermeiſters Konrad Auguſt Schulze ehl. un⸗ verheir. S., u. Marig Katharina Klöppel, des Ortsb. u. Bäckermeiſters Joh. Georg Klöppel zu Petterweil ehl. unverh. T. Getaufte. 23. Dem hſ. B. u. Schneidermeiſter Hart⸗ mann Lang III. eine T., Jullane, geb 1. Aug. 23. Dem hſ. B. u. Metzgermeiſter Philipp Engel II. ein S., Georg, geb. 4. Aug. Beerdigte: 23. Heinrich Hilpert, S. der Kath. Hilpert von Michelbach, Kr. Schotten, alt 4 N 27. Eva Margaretha Kunkel, geb. Fort⸗ mann, Ehefrau des Ortsb. zu Glashütten, Kr. Nidda, u. Portiers in der Strafanſtalt zu Ma⸗ rienſchloß Karl Kunkel, alt 24 J., 7 M., e 28 29. Maria Eva Schreiber, ehl. T. des hf. B. u. Bäckermeiſters Georg Wilhelm Schrei⸗ ber, alt 2 J., 5 T., 1 28. Nachtrag aus der kath. Gemeinde. Getaufte: 9. Juli. Dem hf. B. u. Schloſſermeiſter Heinrich Rumpf eine T., Anna Eliſabetha, geb. 1. Ju Beerdigte: 11. Juli. Katharina Schreiber, geb. Mon⸗ digler, Ehefrau des hi. B. u. Bäckermeiſters 7. Aug. Anna Maria Jordis, ehl. T. des „B. u. Schreinermeiſters Heinrich Jordis II., alt 5 J., 9 M., T 6. Aug. Wilbelm Schreiber, alt 24 e hs. beſſerer Anſicht muß der geſunde und tüchtige Arbeiter bei dem harten Geſchäft des Ackerbaus an den Werktagen ſoviel verdienen, daß er die gewöhnlichen Bedürfniſſe deckt, er muß Nahrung, Kleidung und Brennmaterial fur ſeine Haushal— tung anſchaffen, den Sonntag ausruhen— ſich reinigen und Auch ſoll er den Sonn— tagnachmittag noch einige Kreuzer in Geſellſchaft verzehren der Gottesverehrung beiwohnen. können. Die Frau hat die verrichten, ſie muß die Lebensmittel die Kleider reinigen und ausbeſſern— Familie durch wird, die dadurch herbeigeführten beſtreiten zu können. Wenn aber die Unternehmer den Lohn der Arbeiter zum Genuß zube⸗ reiten, die Pflege der Kinder ſorgfältig im Auge haben, men abſchließen, ſo und neben dieſen Der eine bedarf die Waare Verrichtungen einen Nothpfennig verdienen, um, wenn die Krankheit oder andere Unfälle heimgeſucht dringendſten Ausgaben wendet falſch. kaufen. So Gegenden, wo dem Arbeiter ein Theil iſt, die Zuchthäuſer einen beſſeren Aufenthalt ge⸗ währen.— Wendet man hiergegen und Waare bei perſönlicher Freiheit der Arbeiter in einem gewiſſen Verhältniſſe zuſammen ſtehen für den ſich der Arbeiter verdingt, man die the Haushaltungsgeſchäfte zu zwar folgerecht an, allein das Ergebniß bleibt dennoch Wenn Käufer und Verkäufer ein Geſchäft zuſam⸗ ſo drückendes Loos zu ein, daß etwa Arbeit und derjenige Lohn a b der richtige ſei, ſo bretiſche Lehre von Arbeit und Preis ſtehen beide in gleichem Verhältniß. und weiß, was ſie für ihn werth iſt; der andere kennt den Werth, den ſie ihn koſtet und wenn ſie nicht einig werden, ſo unterbleibt der Han— del, beide Theile hoffen eine günſtigere Gelegenheit zu finden, der eine wohlfeiler ein-, der andere theurer zu ver— iſt es aber nicht zwiſchen den Unternehmern Die Unternehmer laſſen und auf den Taglohn gehen muß, ihre ein-, zwei⸗ und dreijährigen Kinder und am Ende vielleicht auch noch einen Säugling, der Obhut eines ſechs- bis ſiebenjaͤhrigen Kindes überlaſſen muß, um nur ihr kümmerliches Leben zu friſten, dann darf man ſich nicht wundern, wenn in ſo kärglich abmeſſen, daß die Frau ſtets das Haus ver— und Arbeitern. 1 können in der Regel die Zeit, wo die Arbeit verrichtet werden muß, beſſer ab— warten, als die Arbeiter, weil letztere jeden Tag eſſen und alſo verdienen muſſen, um eſſen zu können— und wenn auch der Accord für ſie nachtheilig geſchloſſen wer— den muß.(Schluß folgt.) 288 4 Frankfurt, 31. Auguſt. Weizen 11 fl. 5 Soolbad Nauheim E l 0 30 kr.; Hafer 6 fl. 30 kr. Mainz 28. August. Waizen 12 fl. 4 tr.; Jgeden Tag Korn 9 fl. 15 kr.; Gerſte 8 fl. 15 kr. Polizei Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 8. Septbr. 2 99 Fried. Butz · 1 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 13191 8 5 kr. pf. kr. pf. iim Kurgarten, Roggenbrod,/ Korn⸗ f Morgens und Nachmillags, ausgeſuhri von der 2 F 5 60 15 HKurlapelle unier Direclion des Herrn 4% A ee e e e eee 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) Edmund Neumann.„em- u.% Watzenmezi 3 63 0„ 0 5 4„„„ 131 2132 Jeden Donnerstag: Bal puré. e — e. 11 4 114 0 2 5 eee eee ee 11514—— Anzeige. Geld⸗Cours.— Gemiſchte(Tafel) Brod 15 15 [1471] Indem ich nicht verfeble ergebenſt an⸗ Frankfurt, am 26. Auguſt 1857. Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. zuzeigen, daß ich meine ſeitherige Miethwoh⸗ 1 Ochſenfleiſch h... 14— 14— nung verlaſſen, und mein eigenes Haus neben Piſicen r, e 36%¼37½¼ 1 Kuhfleiſch, gemäſtetes 10— 10— Herrn Hospitalverwalter Faatz unweit des Gr. Friedrichsd or 9 55-56 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 86 18 Landgerichts und Rentamts bezogen habe, bleibt Holländiſche 10 fl. Stücke[, 9 4647 1 Schweinefleiſch.. 15— 15— meine Geſchäftsthätgkeit vor wie nach dieselbe] Rand⸗Ducalen. 5 30¾5-31¼% 1 Hammelfleiſchh.. 122122 und empfeble ich befonders den von mir ſtets 20 Frankſtücke 9 20½-œ½. 1 Kalbfleiſc e 6121 61 2 unterhaltenen Vorrath aller Meblſorten bei Engliſche Souverains. 11 42-46 I Schaaffleiſ„ prompter Bedienung zu den billigſten Tages⸗ Preußiſche Dole ö 1 Wurſt v. blos Schweinen 15 215 2 preiſen. Preußiſche Caſſenſcheine. 1 45% 1 Bratwurſft. 20— 20— Der obere, aufs zweckmäßigßſe und modern 5 Fres.⸗Thale„„ 2 20% 1 Schwartenmagen. 20— 20— eingerichtete Stock meines Hauſes iſt zu ver⸗ 1Geräucherter Speck.. 30— 30— miethen. Louis Oppenheim. 1 1 Dörrfleiſ h 212272 Entlaufener Hund. Marktberichte. 1 Schinken. 22 22 [14721 Vergangenen Montag iſt dem Unter⸗ Friedberg 28. Auguſt. Waizen 11 fl. 20 kr. 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 2272 zeichneten ein Metzgerhund, wolfſtreifig mit Korn 8 fl. 50 kr.; Gerſte 7 fl. 30 kr. 1„ unausgelaſſen 24— 24— weißer Bruſt und aufgebogenem Schwanze, ent⸗ Grünberg 29. Auguſt. Waizen 10 fl. 47 kr. 1 Nierenfett. 232 232 laufen. Dem Wiederbringer wird eine gute Korn 8 fl. 20 kr.; Gerſte 7 fl. 10 kr.; Hafer 1 Hammelsfett. 16— 116— Belohnung zugeſichert. 5 fl. 24 kr.; Molter 7 fl. 50 kr.; Saamen Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Oberrosbach. Fr. Stengel. 18 fl. 2 kr, Bender. Seippel. Aufruf für Schleswig- Holſtein! Als die Herzogthümer Schleswig-Holſtein in dem Kampfe um urkundlich verbriefte Rechte und ihre Angehörigkeit zu Deutſchland ehrenvoll unterlegen waren, wendete ſich der Haß und die Rache der Dänen zunächſt gegen die Männer in jenen deutſchen Landen, die unbekümmert um den eigenen Vortheil, ihre und ibrer Familien Exiſtenz entſchloſſen eingeſetzt hatten, um dem Uebermuthe des Stärkeren gegen den Schwächeren einen Damm entgegenzuſetzen und dem Rechte zum Siege zu verhelfen. Viele Schleswig-Holſteiner Prediger und Beamten mußten deßhalb, ihrer Stellen willkührlich entſetzt, den heimathlichen Boden als Flüchtlinge verlaſſen. Haben auch manche derſelben in andern deutſchen Ländern Ver⸗ ſorgung und eine zweite Heimath gefunden, ſo irren doch viele noch immer obdachlos umher und kämpfen mit wahrer Noth, die ſich begreiflich um ſo höher ſteigert, je mebr die eigenen Mittel ſich erſchöpft haben, welche die Vertriebenen theilweiſe beſaßen. Nach den Bekanntmachungen des Hauptvereins für die Unterſtützung der Schleswig-Holſteiniſchen Beamten zu Altona, der fortwährend eifrig bemüht iſt, Hülfe zu leiſten ſo weit ſolche möglich erſcheint, reichten ſeither ſchon ſeine Mittel nicht mehr bin, 360 hülfsbedürftigen Familien⸗ gliedern nur das Nothwendigſte zu gewähren. Und immer noch mehrt ſich die Zahl der Hülfeſuchenden, immer knapper wird folgeweiſe die Hülfe, welche gewährt werden kann, immer häufiger wiederholt es ſich, daß Unterftützungsgeſuche überhaupt nicht mehr berückſichtigt werden können.— Wenn unter ſolchen Umſtänden allenthalben der Eifer aufs Neue angeregt worden iſt, ausreichende und nachhaltige Hülfe zu beſchaffen, ſo glauben auch die Unterzeichneten an die Bewohner des Kreiſes Friedberg vertrauend die Bitte richten zu dürfen, ihre freigebige Unterſtützung in einem Falle nicht zu verſagen, wo es ſich in Wahrheit davon handelt, nicht allein den Pflichten der Nächſtenliebe zu genügen, ſondern auch eine Ebrenſchuld der deutſchen Nation abzutragen, da es ſchmachvoll ſein würde, diejenigen in Noth umkommen zu laſſen, die obdachlos und hülfsbe⸗ dürftig blos darum geworden ſind, weil ihre treue Liebe zum deutſchen Vaterlande nicht wanken wollte. Die Unterzeichneten ſind bereit Gaben zu dem angedeuteten Zwecke in Empfang zu nehmen und an den Altonger Hauptverein zu befördern. Es wird gerne jede, auch eine nur einmalige Gabe dankend angenommen und veröffentlicht werden, vorzugsweiſe wünſchenswerth erſcheint es indeſſen, daß recht viele unſerer Mitbürger wöchentliche, monatliche oder vierteljährige, wenn auch im Einzelnen geringere Beiträge zeichnen, da es nur ſo möglich werden wird, eine dauernde Hülfe zu beſchaffen. Die Unterzeichneten zweifeln nicht an einem günſtigen Erfolge, wenn allerwärts patriotiſch geſinnte Männer ſich dieſer Sache warm annehmen und bemerken noch, wie ſie ſich verläſſigt haben, daß hierbei Seitens der Staatsbehörde durchaus kein Hinderniß beſteht, wenn gleich die Geſlattung einer eigentlichen Hauscollecte zu die ſem Zwecke nicht zuläſſig erachtet wurde. Auch bedarf es kaum der Erwäbnung, daß durch Zeichnung wöchentlicher oder monatlicher Beiträge— welche f. Z. einzunehmen der mitunterzeichnete Stadtrechner Heidt übernommen hat— keinerlei dauernde Verbindlichkeit eingegangen wird, jene vielmehr jederzeit zurückgezogen werden kann. Friedberg den 20. Augußf 1857.. Hofmann, Landrichter. J. Falck. K. Baur. J. Pfeffer. F. Roßbach. J. P. Schäfer, Director der Blinden-⸗Anftalt. E. Seeger, cand. theol. C. D. Groß. J. Steinhäußer. G. Schmidt. Chr. Hecht. Meyer Hir ſch. J. Müller. G. Trapp II. C. Wabl. Walz. J. Wahl. Schweitzer. F. W. Reuß. Wieſſell. C. Heidt. Verlag und Schnellpreſſendruck von C. Bindernagel's Buchhandlung. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. — N 6e — getteffen Obg zeigenden 1854, Jut ſchehen iſt feiner Sel 5 Betreffen! An zettels vor 1 — 11392] O welche geſor pflegung zu noch nich! 19 le dbe Großherye O b 11429) Di fliehenden! 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