teuß, zeigen d d 1 echt 5 4 5 18 Erſcheint wõ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei- tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petit zeile oder deren Raum ect Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. ne . 1. 30 kr. ſammen 7 kr. d, 68. Freitag, den 29. Auguſt. 1856. Amtlicher Theil. Steckbriefe Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Nicolaus Klein IV. von Ockſtadt. Heinrich Karl Kaufeld von Florſtadt. Heimliche Eutfernung aus ſeiner Heimath. Heimliche Entfernung aus ſeiner Heimath. Derſelbe war mit einem gedruckten hamanenen Kamiſol und hellgeſtreiften Hoſen bekleidet, hat gelbes Haar und eine große Narbe auf dem rechten Backen. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 11413] Die Materiallieferung für das Magazin in Gießen iſt in der Darmſtädter Zeitung unter Nr. 227 Art. 2516 ausgeſchrieben und liegen die Bedingungen auf dem Büreau des Groß⸗ berzoglichen Materialverwalters dahier zur Ein⸗ ſicht offen. Gießen, den 20. Auguſt 1856. Großherzogliche Magazins⸗Commiſſion. Lauben heimer. (Butzbach) Strohlieferung. beim gebörige Grummetgras von circa 150 Morgen Wieſen in einzelnen Abtheilungen öf⸗ fentlich meiſtbietend verſteigert werden. Stammbeim, am 19. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Stammheim. Becht. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1411] Montag den 1. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Bürger- meiſterei-Büreau die bei Reparatur der Schul- ſcheuer erforderlichen Arbeiten an den Wenigſt⸗ nebmenden verſteigert werden und zwar: Oeffentliche Aufforderung. [1420] Forderungen und Anſprüche jeder Art an das von dem verſtorbenen Obſt⸗ und Feder⸗ viehbändler Johannes Vogt in Oberrosbach hinterlaſſene Vermögen, über welches der förm⸗ liche Concurs erkannt worden, find bei Ver— meidung des ſtillſchweigend erfolgenden Aus⸗ ſchluſſes von der Maſſe, im Termin Dienſtag den 21. Oktober, Vormittags 10 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen. Zugleich ſoll in demſelben Termin die Güte verſucht, in deren Entſtehung aber ein Gläu⸗ 11414] Freitag den 29. Auguſt d. J., des Nachmittags um 3 Uhr, ſollen die zum friſchen Füllen ſämmtlicheß Betten der hieſigen Garniſon erforderlichen Gebund à 16 Pfd. Korn⸗ ſtroh und 1320 Gebund à 8 Pfd. Gerſtenſtroh auf dem Wege der Soumiſſion in Lieferung vergeben werden. Dies den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Lieferungs- bedingungen von heute an zur Einſicht aufge— legt ſind. Butzbach den 21. Auguſt 1856. In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Grummetgras-Verſteigerung. [1409] Donnerſtag den 4. Sept. d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinde Stamm⸗ B 2) Steinhauerarbeit, 3) Zimmerarbeit, 4) Dachdeckerarbeit, 5) Schreinerarbeit, 6) Schloſſerarbeit, 7) Glaſerarbeit, 8) Weiß binderarbeit, 9) Pflaſterarbeit, 10) Wagnerarbeit, bei Großherzoglichem eingeſehen werden. 1) Maurerarbeit, vervoranſchl. zu 153 fl. 30 kr. Vorauſchlag und Steigbedingungen können Kirchgöns am 23. 8 Großherzogliche Bürgermeiſterei Kirchgöns bigerausſchuß gebildet, ein Maſſecurator ge- 0„ 33% 14% wählt, und ſollen die Beſchlüſſe der Mehrheit *„ 96„ 37% der erſchienenen Gläubiger auch für die nicht „„ 55% 20„ erſchienenen als bindend angeſehen werden. „„ 15% 26 Friedberg am 19. Auguſt 1856. „ 40„50„ Großherzogliches Landgericht Friedberg * po f ma n n, Suppe s, 5„ 17% 21, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. 2. Holzverſteigerung. [1421] Donnerſtag den 4. September l. J. ſollen im bieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Er⸗ gänzungsſchlag, 1225 Gebund Ginſtern und Heidewellen, zu Backholz ſich eignend, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Anfang der Kreisbauamt Friedberg Auguſt 1856. r a un. Empfang der Einwanderer in Newyork. Moritz Buſch erzählt in ſeinen„Wanderungen zwiſchen Hutſon und Miſſiſſippi 1851 und 1852/%. Der Betrug, welcher dem Neuling auf amerikaniſchem Boden in allen Geſtalten, und unter den lockendſten Namen, als theilnehmender Landsmann, als uneigennütziger Menſchen— freund, als gefälliger Barkeeper und, wo dieß empfiehlt, als politiſcher Flüchtling auflauert, erhob auch unter den Einwanderern, die der Baltimore gelandet, einen reichlichen Tribut. Oft waren es gerade die ſcheueſten Fiſche, die zuerſt und am tiefſten in den Köder biſſen, der ihnen vor⸗ gehalten wurde, und allen Vorſtellungen zum Trotze folg— ten ſie wie blind den Galgenphyſiognomien, die ſich ihnen ſchon zu Begleitern und Berathern aufſchmuggelten, als das Schiff noch nicht einmal geankert hatte. Und warum auch nicht? Waren es doch„Lüt von d'heim,“ die dem Bäuerlein ganz genau die Lage ſeines Dorfes in Rheinheſſen zu ſchildern, ja in einigen Fällen ſogar die geſammte Vettern⸗ und Baſenſchaft an den Fingern herzuzählen wußten. Riethen ſie doch dem gläubigen Zu⸗ hörer, in dem ſie, wo ſich's thun ließ, einen weitläufigen Verwandten entdeckten, ſo eindringlich von der und jener Spelunke drinnen und dem und jenem„langen Kerle da— hinten ab, der ihnen lediglich ihre paar Kreuzer aus dem Sacke heraushumbuggen wollte.“ Sprachen ſie doch, als ob ſie die Warnung der deutſchen Geſellſchaft, die unter uns ausgetheilt worden, geradezu auswendig gelernt hätten. Wie konnten ſolche„gutherzige Leute“ Arges im Schilde führen? Es hieß ſein Glück verſcherzen, wenn man ihnen nicht glaubte.„Arbeit vollauf, ſpottwohlfeile Gelegenheit nach dem Weſten, Unterkommen halb umſonſt und keine hundert Schritte vom Landungsplatze“ war mit ihnen an Bord geſtiegen, und wäre es nicht unhöflich geweſen, die Einladung des unverhofft getroffenen, ſo überaus freund— lichen Oheims auszuſchlagen, der ſich's nicht nehmen laſſen wollte, dem„Herrn Vetter aus dem alten lieben Deutſch⸗ land“ mit einer Flaſche„echten Rheinweins“ eine Ehre anzuthun? „Na, nicht wahr Vetterchen, Alterchen?— Top, eingeſchlagen, he?— In den Freiſchütz alſo?,— Abge⸗ macht und Baſta; denn ſo cordialer Beredtſamkeit zu widerſtehen, war der Unmöglichkeiten unmöglichſte, und truppweiſe liefen die halb Verdutzteu, halb Bethörten mit Verſleigerung präcis Morgens um 9 Uhr. Die Zuſammenkunft iſt am Ausgang des ſog. Vieh⸗ triebs. Ockſtadt den 27. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Grö nef n g ex. Grummetgras⸗Verſteigerung. 14221 Dienſtag den 2. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll das der Gemeinde Oſſen⸗ heim gehörige Grummetgras bei Gaſtwirth Krick dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oſſenheim den 25. Auguſt 1856. f Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Kopp. Grummetgras-Verſteigerung. 11423] Oonnerſtag den 11. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Grum⸗ metgras von den hieſigen Gemeindewieſen, eirca 180 Morgen haltend, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Die Großherzoglichen Bürger- meiſtereien der umliegenden Gemeinden werden erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Ortsangehö— rigen bekannt machen zu laſſen. Utphe den 27. Auguſt 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Utphe Böſch er. en e 11395] In meiner Kalkbrennerei bei Rödgen iſt jederzeit: Marmorkalk, die Bütte zu 2 fl., Bönſtädter Kalk, die Bütte zu 1 fl. 24 kr. zu haben. Aufträge werden in der Kalkbrennerei und in meiner Wohnung angenommen. Naubeim im Auguſt 1856. Georg Engelhardt bei Frau Wittwe Fritzel. Zu den Planirungsarbeiten L1407] in dem Naubeimer Park werden noch ca. 100 Arbeiter geſucht. Anmeldungen nimmt Herr P. Heß zum Johannisberg entgegen. Ein Logis 11424] im untern Stock iſt zu vermiethen und kann bald bezogen werden bei P. 8 g h ck. Lehrlingsgeſuch. 11425] Ein Junge, welcher die Holz-, Horn— und Metalldreherei erlernen will, kann eintreten bei C. F. Lang in Friedberg. 3100 5 Carl Hardt, Schneidermeiſter aus Darmſtadt, während der Saiſon in Nauheim, Fürſtenſtraße, 1028] empfiehlt ſein aufs Vollſtändigſte nach dem neueſten Geſchmacke aſſortirtes ei der magazin . unter Zuſicherung der reellſten Bedienung. * * 7 6 6 Für Auswanderer. 1156] Vom 1. März anfangend werden am 1. u. 15. jeden Monats Poſt⸗ und Dampfſchiffe nach New⸗Bork, Baltimore, ä New⸗ Orleans, Galveſton in Texas, Quebec. Ueberfahrts⸗Verträge können jeden Tag abgeſchloſſen werden bei G. F. Schweitzer, General-Agent in Friedberg. L. Wieſtler, Special⸗Agent in Butz bach. Geſchäfts⸗Eröffnung. 11419] Indem ich die ergebene Anzeige mache, daß ich dahier ein Bäckerei⸗Geſchäft eröffnet habe, empfehle ich mich zu zahlreichen Aufträgen. Feinere Bäckereien werden nach gefälliger Beſtellung aufs Beſte beſorgt. 117 Gleichzeitig bemerke ich, daß ein braver junger Menſch bei mir in die Lehre treten kann. Nauheim. Georg Witzel, Burgſtraße Nro. 240. Die Koͤlniſche Feuer⸗ Verſicherungs„Geſellſchaft o IO n i a,. 113671 verſichert zu feſten, möglichſt billigen Prämien Mobilien, Waaren, Erndte in Scheunen und in Schobern, Vieh, Fabrikgeräthe ꝛc. ꝛc. Die den Verſicherten zur Garantie ſtehenden Mittel belaufen ſich auf mehr als Neun Millionen 300,000 Gulden. Der Rechnungsabſchluß über das verfloſſene Geſchäftsjahr, aus deſſen Einnahmen die Reſerve abermals bedeutend verſtärkt worden iſt, kann bei den Unterzeichneten, wie bei allen Agenten der Geſellſchaft eingeſehen werden. Friedberg im Auguſt 1856. Die Agentur: P. F. Schmittner. Ferd. Frick. den inwendig kichernden Hallunken in jene Raubneſter läßt, um eine Abhülfe anzubahnen, iſt von Seiten der der Greenwichſtraße, um in den nächſten Tagen zu ſehen, daß der übergefällige Verwandte ihnen nicht einmal Ge— legenheit zum Straßenkehren, geſchweige denn die zuge— ſagte brillante Arbeit verſchaffen konnte, daß ihr billiges Eiſenbahnbillet ſich in einen dreimal zu theuer bezahlten Schein für das Canalboot verwandelt hatte, daß ſie ſo— mit gerade in die Falle gegangen waren, um die man ſie herumführen zu wollen ſich die Miene gegeben, und daß endlich der Herr Ohm, nachdem er ihnen auf dieſe Manier die Taſchen geleert, nicht viel näher mehr als von Adam her mit ihnen verwandt war und dieß dadurch bewies, daß er ſich keinen Deut mehr um ſie kümmerte. Ich könnte zu dieſen Andeutungen Dutzende von Bei— ſpielen liefern, die auf eigener Beobachtung beruhen, konnte aus den Wirthsſtuben ſolcher Diebshöhlen weinende Män— ner und händeringende Frauen vorführen, die um ihr Letz⸗ tes gebracht waren, könnte mit Pathos den Hudſon fragen, wie viele von dieſen Verzweifelnden ſich in dieſem Jahre wieder in ſeine gelben Fluthen geſtürzt haben. Indeß Scenen der Art ſind oft genug geſchildert worden, ohne die Sache zu ändern. Was ſich auf dem Privatwege thun deutſchen Geſellſchaft geſchehen, aber es iſt wenig mehr als ein Tropfen auf einen heißen Stein geweſen. Ein wirkſamer Schutz wäre möglich, wäre mit etwas gutem Willen bei den Behörden der Stadt Newyork möglich. Die Erbauung eines großen Auswandererhauſes gleich dem in Bremerhaven, die Anſtellung von einem Dutzend beeidigter Agenten für die Zwecke deſſelben, die Gründung einer Zeitung, welche die letzteren überwachte und den Klagen über etwaige Pflichtverletzungen offenſtünde, wuͤr— den, meinte hier ein anſcheinend ſachkundiger Freund, für den Anfang genügen. Aber wie weit iſt's von ſolchen Wünſchen bis zu ihrer Erfüllung, und wie wahr iſt auch in Bezug auf ſie der Spruch des Weiſen: Selig ſind die nichts Erwartenden; denn ſie ſollen nicht getäuſcht werden! Verſchiedenes. Eine untröſtliche ſtatiſtiſche Bemerkung. [Ein tieferer Blick in die Volkszählungstabellen des deut⸗ ſchen Zollvereins gewährt für unſer ſchönes Geſchlecht F425f En Oele 11426 Ein e in der vorigen 2 eſcherll. 4 5 langem— Folder, welche ſch dreſchen, allen 9e Lohn und folgend Frübſtück Kaffe n Butter⸗ und Kaſeh tags Suppe, Gem wieder Butter un und Abends Sal Nachdem nun der mit großer Gem die Frage an di welchen Lohn ſie den ganzen Tag g Arbeit hätten sie Antwort und ſie elwas beschämt Al (luzn] Sole mich zu machen zu jeder Zeit bel werden. Friedberg de Ga! Ei 11428] iſt im handen gekomme Um Rückgabe Nr. 400 in Frie 1 einen recht t vom Schluß Zollvereinsge gegen 4,315, müſſen 368,1 nern, unve ſtaltet ſich in! die Erfahru ng heirachsfähige der Ehe auf f 3,947,090 Jul leben vorye Schleier nehn kommen auf Wenige Jahr hin ſchon unt * lungen Man men. Die l Witzel, 24 311 Essenęe magique de Morrel. Morrels Fleckwaſſer iſt das Beſte und Vor— züglichſte, was es bis jetzt gibt, um alle G Flecken, welche von fetten Speiſen, Schmutz des Kopfes, Oel, Talg, Stearin, Butter, Wachs, Harz, Siegellack, Theer, Wagen— 8 rühren, augenblicklich zu entfernen, ohne den ächten Farben und dem Glanze der feinſten[ Stoffe irgend wie zu ſchaden; die Flecken S mögen ſich in Möbel⸗ oder Kleiderſtoffen, ſeidenen Bändern, Sammet ec. befinden. 8 Auch iſt es das ausgezeichnetſte und ſicherſte S Mittel zum 5—.— Reinigen der Glace-Hand⸗ W ſchuhe in allen Couleuren, welche dadurch auf die kürzeſte und einfachſte Weiſe ſtets wieder wie neu werden. 7 Dieſe ächte Eſſenz empfiehlt als das Vollkom⸗ S menſte und Neueſte in Flacon zu 18 kr. 13629 Friedberg. P. F. Schmittner. 11426] Ein Oekonom in der Wetterau ging ſchmiere, Pech, Pomade, Oelfarbe ꝛc. her 5 Buch- 8 e eee eee eee, 2 empfiehlt sich zur sorgfältigen Ausführung aller in ihr Fach 5 für unsere Aufträge bei reellen 10 Neue Anschaffungen Buchdruckerei N 118 8 C. BINDERNAGEL'S 05 & Stein druckerei; In Friedberg einschlagenden Arbeiten. in den Preisen in geschmackvoller und freundlicher Ausstattung herstellen zu können. 3 CCC in der vorigen Woche auf die Umſchau nach Dreſchern. Abgang und Ankunft der Poſten. Nach langem Suchen fand er denn drei ſog. Fulder, welche ſich bereit erklärten bei ihm zu dreſchen, allein gegen einen noch nie erhörten 1. In Friedberg: Abgang. Ankunft. Lohn und folgende tägliche Koſt: Zum erſten Frübſtück Kaffee mit Butterbrod, um 9 Uhr Frankfurt, Brief und letpo 1 Nachm. 7 Vorm. F f ,,,] ,,, ee 1% Abbe. 77e Abbe. tags Suppe, Gemüſe und Fleiſch, um 4 Uhr wieder Butter- und Käſebrod nebſt Branntwein und Abends Salat und Fleiſch oder Wurſt. Faß kef⸗ 75 Vorm. 1 Nachm. Nachdem nun der Oekonom dieſen Küchenzettel Eaſſen Buß a ene; L n 15 Abds. 95 Abs. mit großer Gemüthsruhe gehört hatte, ſtellte er Briefe nach Butzbach auch 4 Nachm. die Frage an die drei großartigen Dreſcher: 5„„ Gießen 0 122 Nehm. 5 welchen Lohn ſie denn beanſpruchten, wenn ſie Hungen,(Brief- und Perſonenpoſt) 5 Nachm. 81 Vorm. den ganzen Tag hindurch eſſen dürften. Solche Nidda ⸗Schotten,(Brief⸗ und Perſonenpoſt) 5 Nachm. Ss Vorm. Arbeit hätten ſie noch nicht geſchafft, war ihre 8 Antwort und ſie gingen, doch wahrſcheinlich 2. In Butzbach: etwas beſchämt, ibres Weges weiter. Lich⸗Laubach,(Brief⸗ und Perſonenpoſt) 13 117. 636 Ab. 8 Vorm. Aufforderung. 3. In Niederwöllſtadt: 114271 Sollte Jemand noch eine Forderung an 4 K jef⸗ 75 15 mich zu machen haben, ſo kann der Betrag en 4˙8 Nachm. 13 Nachm. zu jeder Zeit bei mir in Empfang genommen 4 r a werden. Friedberg den 26. Auguſt 1856. Gandenberger, Hauptmann. Eine Mantille 11428] iſt im Nauheimer Stationshaus ab⸗ handen gekommen. Um Rückgabe gegen Belohnung wird gebeten. Nr. 400 in Friedberg. 122 Mtg. Briefe auch N 8 Vorm. 48 Nachm Schluß der Aufgabe für Briefe und Paquete jedesmal eine Stunde vor Abgang der be⸗ treffenden Poſten. Poſtverbindung mit Büdingen: Abgang von Lin dheim nach Büdingen Nach⸗ —. mittags 6 Uhr 5 Min. nach Ankunft der Poſt von Niederwöllſtadt. Abgang von Büdingen nach Lindheim Vormittags 10 Uhr zum Anſchluß an die Poſt nach Niederwöllſtadt. Poſtverbindung mit Grünberg, Lauterbach, Alsfeld: Ueber Gießen, Abgang daſelbſt Nachmittags 3 Uhr. Poſtverbindung mit Gladenbach, Biedenkopf, Battenberg: Ueber Fron⸗ hauſen, Abgang daſelbſt Vorm. 9 Uhr 45 Min. Ankunft in Fronhauſen Vorm. 11 Uhr 10 Min. Ankunft in Gießen Vorm. 11 Uhr 40 Min. einen recht traurigen Troſt. Nach der Volkszählung vom Schluß des Jahres 1852 befanden ſich im deutſchen Zollvereinsgebiete 3,947,520 Jünglinge über 14 Jahre, gegen 4,315,659 Jungfrauen von gleichem Alter; demnach müſſen 368,139 Jungfrauen, wegen Mangel an Män⸗ nern, unverheirathet bleiben. Dies Verhältniß ge— ſtaltet ſich indeſſen noch weit ungünſtiger, wenn man, wie die Erfahrung vieler Jahre zeigt, annimmt, daß von 100 heirathsfähigen jungen Männern nur 65 das ſanfte Joch der Ehe auf ſich nehmen. Es werden daher von obigen 3,947,520 Jünglingen 1,303,979 Köpfe das Junggeſellen⸗ leben vorziehen und deßhalb 1,672,108 Jungfrauen den Schleier nehmen müſſen! In kleineren Ziffern ausgedrückt, kommen auf 5 heirathsluſtige Männer 8 Jungfrauen. Wenige Jahre haben indeſſen dazu gehört, um dieſes ohn— hin ſchon ungünſtige Verhältniß noch weit ungünſtiger zu geſtalten, denn nach Berechnungen, denen die letzte Volks⸗ zählung vom December 1855 zu Grunde gelegt iſt, hat die Heirathsluſt der jungen Männer noch weit mehr abgenommen, ſo daß auf einen heirathenden jungen Mann faſt zwei heirathsfähige Jungfrauen kom⸗ men. Die Urſache dieſer Abnahme iſt hauptſächlich in den gegenwärtigen ungünſtigen Zeitverhältniſſen zu ſuchen, weil die Erhaltung der Familien(und beſonders die einer putzſüchtigen, nicht häuslich erzogenen Frau) weit größere Anſtrengungen erfordert, als dies ehedem der Fall war und die Anſprüche an das Leben ſo hoch geſteigert ſind, daß der größte Theil der Bevölkerung ihnen nicht mehr gewachſen iſt. Die Güte der Milch. Viele Verſuche beſtätigen vollkommen die bereits ſchon früher gemachten Wahr— nehmungen, daß die Milch von einer und derſelben Kuh und von einem und demſelben Tage, aber zu verſchiede— nen Tageszeiten gemolken, an Guͤte verſchieden iſt, daß die Morgenmilch die ärmſte, ſowohl an feſten Stoffen überhaupt, als auch namentlich an Butter iſt, daß der Buttergehalt in der Mittagsmilch ſteigt, aber am größten in der Abendmilch wird. Wer daher Milch kaufen muß, thut immer am beſten, Abendmilch zu nehmen, die Sahne wird dann des Morgens zum Kaffee immer fetter ſein, als diejenige von der Morgenmilch zum Mittagskaffee. 312 Soolbad Nauheim. Jeden Tag CON. A 1 der Kurcapelle im Kurgarten, Morgens von 7 bis 8, Nachimitlags von 2% bis A, und Abends von 3% bis 7 Duͤi. Jeden Donnerstag BAL PARE im Kursudle. Carl Leuchs, Uhrmacher in Frankfurt a. M., 1748] Zeil Nr. 12 der Conſtabler-Wache gegenüber, [1429] empfiehlt ſich im Verkauf aller Arten Taſchenuhren, Stand⸗ und Nahmenuhren mit Garantie, auf das Sorgfältigſte abgezogen und regulirt, ſodann ver— ſpricht er alle in ſeinem Fache vorkommende Reparaturen zur Befriedigung auszuführen. 114301 Durch ſorgfältige und billige Einkäufe der Meſſe iſt es mir moglich das verehrliche Publikum auf die vorzüglichſte Weiſe bedienen zu können. Nament⸗ lich empfehle ich mein jetzt wohl aſſortirtes Tuch-Lager von 50 verſchiedenen Muſtern, Bouxquins, Weſtenſtoffen, Filzhüten ꝛc. ꝛc. 3 feſtgeſetzten Preiſen, bei Baarzahlung 5 pCt. Sconto. Gerſon Schulhof in Friedberg. 114311 Mein Lager von Oefen, Heerden in den neueſten und elegan⸗ teſten Fagons, nebſt Oefen⸗ und Feuerungsgeräthſchaften, ſowie engliſchen, franzöſiſchen und deutſchen Quincaillerie⸗Waaren, als: Lampen, Leuchter, Kaffee⸗ und Theemaſchinen, lackirten Waaren, Brittania-Thee⸗ und Kaffeeſer⸗ vicen, feinſten Tiſchmeſſern und Gabeln mit Elfenbeinheft, ſowie vollſtändige Kücheneinrichtungen erlaube ich mir hiermit in empfehlende Erinnerung zu bringen. Carl Marburg, Frankfurt a. M., Friedbergerſtraße Nr. 13. 114321 Mit meinen Putz⸗ und Modewaaren 114001 für die Winterſaiſon aufs Neueſte und in größter Auswahl aſſortirt, empfehle ich mich beſtens S. G. Simon jun., neben den drei Schwerdtern. An das verehrte Publikum. 114331 Bei den ſeit mehreren Jahren ſehr bedeutend geſtiegenen Lederpreiſen iſt es nicht mehr möglich die Schuhmacherarbeiten zu den bisher beſtandenen Preiſen zu liefern. Es ſehen ſich deßhalb die hieſigen Schuhmachermeiſter genöthigt, eine Erhöhung der Preiſe von 12 kr. pr. Gulden eintreten zu laſſen und dieſen gemeinſam gefaßten Beſchluß zur Kenntniß des verehrten Publikums zu bringen. Friedberg den 26. Auguſt 1856. Die vereinigten Schuhmachermeiſter. Kirchweihfeſt zu Ockſtadt. L434] Sonntag den 31. Auguſt und Montag den 4. September wird in dem Schloßgarten zu Ockſtadt das Kirchweihfeſt gefeiert und iſt an dieſen Tagen gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet 1222 N. Steyer. Unrecht Gut gedeiht nicht, doch iſt einer reich geworden, oder wie man be⸗ liebig die beſten Erbtheile zieht. 41435] W. St. g. R. hatte J. R. Geld zur Aufbewahrung gegeben, als Letzterer geſtorben und von J. G. g. R. u. Ch. G. g. R. beerbt worden, hat ſich Ch. G. zur Zurückzahlung des fremden Geldes geſtreubt und von Nichts wiſſen wollen, hat auch J. G. gerathen, nichts wiſſen zu ſollen, doch iſf nicht zu bezweifeln, daß zwiſchen J. G. und W. St. einſeitig aus⸗ geglichen worden, da Beide bis zum Tode in Freundſchaft gelebt, auch noch bezeugt wird, daß Zahlungen zwiſchen ihnen ſtattgefunden. Lange nach obiger Theilung hatte J. G. noch unvertheilte Sachen von J. R. im Hauſe; auf die Frage, warum dieſe nicht vertheil wür⸗ den, war die Antwort: aus Scheu für Aer⸗ gerniß über die übernatürliche Superklugheit zur Gewinnſucht bei Tyeilung des Ch. G. ſei ſie nicht geſchehen; die Sachen wurden alsbald aus dem Hauſe geſchafft, die Theilung bis nach dem Tode verſchoben, dann wurde der Erbe da⸗ mit betrogen, die nützlichen Sachen kamen zu dem einen Theil, die unnützlichen zu dem an⸗ dern Theil; erſtere gering, letztere ſehr hoch taxirt, damit von den unnützlichen Sachen noch Geld herausbezahlt werden mußte; es geſchah durch einen geſchwornen Taxator, der es ver⸗ ſtand, nach ſeinem Vortheile zu handeln. Als die Looſe zum Zieben ſchon vorbereitet, bekam eine alte unnütze Uhr noch einen Gulden Auf⸗ ſchlag, für welchen Theil die ſe beſtimmt, muß te auch das Loos gezogen werden; die Kinder der Welt ſind klüger, als die der des Lichts. Bei Reparatur der Ubr fragte der Uhrmacher, wie hoch ſolche angeſchlagen? Er ſtaunte, als er hörte von 16 fl., da er auf Befragen des Ch. G. ſie auf keine 10 fl. geſchätzt. Man zerbricht ſich den Kopf, daß bei einer Häuſer⸗ vertheilung, wo Ch. G. ſich intereſſirt und mit⸗ zuwirken hatte, die Looſe ſo ſonderbar fielen; man enträthſelt zu ſpät alles wie es gemacht E. F. G. worden. (Fortſetzung folgt.) Geld⸗Cours. Frankfurt, am 27. Auguſt 1856. ll Friedrichsd oer.„ 9 52-53 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 47-48 Nand⸗Ducaten, 5 34½-35½ aukſtücke[„ 9 21¼½—22½ Engliſche Souverains..„11 45-49 Preußiſche Thaler 255 Preußiſche Caſſenſcheine. 0 5 Fres.⸗ Thaler 1 44%.% 2 20/7 Kirchliche Anzeigen. 15. Sonntag n. Trinitatis den 31. Aug. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Candidat Franke. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Candidat Krumm. Nachmittags: Hr. Candidat Bindewald. Druck und Verlag von E. Binder nagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 9.) * Ant wö⸗ egen, nal, Signale 1 ohnli Stirn: gewoh pergen Tuch, wollene blaue& Die Tilgu November mit. Voraus zal meiſterien drei! Friedbe e 0 Unters. beſpricht mit a ſchiedenen Mal und Ftaukreich verbinden, un gearbeiteten 2 wird die unter Meilen haben Bogenwolbung deſſen Mauer und unverwü des Tunnels men, und von daß, wenn ein geſchafft werd. zwiſchen der V drei Paar Sch graphendrähte ſein ſollte, du ſchaffen, dere im Canal ver. nen Raum 9 und veranſchle wäre, auf ſi Millionen Pf die geologiſch ganzen Ster ſtoßen werde. gehen weiter ben dieſe Ef dagendſten J