chtung. 2 Feigerung. Demut tfege⸗ ours. Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint w. 0 0 2 2* Einrückungsge⸗ Kante e Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen waagen tag. Preis jährl. 5 0 Wer 1 5 0 en Rau batten Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. n ſammen 7 kr. N 59. Dienſtag, den 29. Juli. 1856. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Clara Eliſabetha Feuerbach von Oberwöllkſtadt, alt 12 Jahre, Haare blond, Statur klein. Die Klei— dung derſelben beſteht in einer carirten Jacke und einem rothgeſtreiften Rock. Joſeph Feuerbach von da, alt 10 Jahre, Haare ſchwarzkraus, Statur klein. Die Kleidung deſſelben beſteht in einem grauen Kamiſol und grau geſtreiften Hoſen. Die vorſtehend Signaliſirten haben ſich am 9, d. M. heimlich von Haus entfernt. N Oeffentliche Nacherichet. Die nachſtehenden Beſchlüſſe der Generalverſammlung des Mathildenſtifts vom 26. Juni d. I,, als: 1) Vom 1. Auguſt d. J. an werden bei dem Mathildenſtifte auch Capitalien zu 4½ pCt. dargeliehen. 2) Die Einlagen in das Mathildeuſtift werden: von 1 bis 300 fl. mit 4 pCt., von 300 bis 500 fl. mit 3½ pCt., von über 500 fl. mit 3½ PCt. verzinſt. Die nach§ 19, zweiter Abſatz, der Statuten noch mit 4 pCt. verzinſt werdenden Einlagen ſollen, wenn ſie nicht gegen 3½ poet. ſtehen gelaſſen werden wollen, gekündigt werden. Die Herabſetzung des Zinsfußes von den Einlagen auf die bereits beſtehenden Einlagen ſoll erſt vom 1. Jan. 1857 Anwendung finden. werden hiermit zur öffentlichen Kenntuniß gebracht. Friedberg, den 26. Juli 1856. Der Großherzogliche Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts Müller. Einladung zur Betheiligung an einem Actienverein für Flachsbereitung in der Großherzoglich Heſſiſchen Provinz Oberheſſen. Schon ſeit langer Zeit bildet der Flachsbau in dem größeren Theile der Provinz Oberheſſen in Verbindung mit der Verarbeitung des Flachſes einen Hauptbetriebszweig der ländlichen Bevölkerung und obgleich unter dem Drucke der Maſchinenſpinnerei mehr und mehr verfallen, werden dermalen jährlich doch noch immerhin 15,000 Morgen mit Flachs bebaut— beinahe 10 mal mehr als in dem übrigen Großherzogthum. Es ſtand dieſer Induſtriezweig mit den ganzen wirthſchaftlichen Verhältniſſen der ländlichen Bevölkerung in zu enger Verbindung, dieſe iſt insbeſondere durch die climatiſchen und Boden⸗Verhältniſſe zu beſtimmt darauf angewieſen, als daß ſie ſich von ihm— gewiſſermaßen ihrem Liebling— ſelbſt in ſeiner gedrückten Lage hätte trennen mögen. Was und wie viel auch an dieſer, leider nur zu bekannten, Lage theils durch äußere Umſtände, theils ſelbſt verſchuldet worden ſein mag, ſo viel iſt Thatſache, daß unſer Flachsproduct dermalen nur auf einem ſolchen Grade von Vollkommenheit ſteht, der ihm zwar wohl einen beſchränkten Gebrauchswerth gibt, keineswegs aber was für ein ſo wichtiges Landesproduct jedenfalls erſtrebt werden muß, auf dem großen Markte Eingang ſichern könnte, insbeſondere einem allgemeinen Gebrauch zur Maſchinen⸗Spinnerei — dieſe dermalen vortheilhafteſte Gelegenheit zu deſſen Verwerthung. Was unſerm Flachsproduct ganz beſonders abgeht, das iſt eine rationelle Zubereitung vom Rotten oder Röſten an bis zum Hecheln. Es gehören dazu Kenntniſſe, Fertigkeiten und Einrichtungen, welche den Händen, durch welche der Flachs dermalen während genannter Periode geht, weder zu Gebote ſtehen, noch von ihnen uberhaupt im Allgemeinen erwartet werden können. Ueberall da, wo wir den Flachsbau auf hoher Stufe ſehen, hat man die geſammten Zu— bereitungsarbeiten in beſondere Hände gelegt— in eigends dazu eingerichtete Flachsbereitungsanſtalten?) welche, aus— gerüſtet mit der gründlichſten Sachkenntniß, den rohen Flachs vom Acker weg ankaufen, abriffeln, ſortiren, rotten, brechen, ſchwingen ꝛc. und als Reinflachs, als fehlerfreies, fuͤr Hand- wie für Maſchinenſpinnerei taugliches, Material wieder veräußern. ö Dürfte der Stoff zu einem ſo werthvollen, ſo beliebten Material, wie der Linnen— der Zierde unſeres Haus— haltes— ſolches Vorgehen überhaupt nicht ſchon läugſt verdient haben? Wir konnen und durfen nicht zurückbleiben, wenn wir nicht ſelbſt den Läudern, denen wir ſonſt in den hauptſaͤchlicheren landwirthſchaftlichen Reformen mit gutem Beiſpiel vorangingen, nachſtehen, wenn wir nicht unſern Flachsbau, mit den darauf gegründeten Induſtriezweigen, vollends ganz zu Grunde gehen ſehen wollen. N 4) Wie unterm Andern z. B. in Braunſchweig zu Vechelde, in Preußen zu Patſchkay und Hirſchberg in Schleſien, in Bayern zu Weiden und Kaufbeuren, in Oeſterreich zu Ullersdorf und Hannsdorf. 2 — n K 2 274 Anſtalten der genannten Ark dürfen ſich eines ſteten, guten, großartigen Abſatzes verſichert halten. Ein Flachs von tadelloſer Beſchaffenheit iſt dermalen in jedem Lande willkommen, in jedem Lande findet er freien Eingang, als die erſte Lebens-Bedingung für die überall aufblühende Maſchinenſpinnerei. g— Die in den letzten Jahren bei uns ſtattgehabten, zuvor nie vorgekommenen, Aufkäufe haben dies wohl derne angedeutet.“ Wie viele alten Voxräthe, deren Werth, ſchon durch Zinſenverluſt gewiſſermaßen aufgezehrt war, ſind hierdurch Lerſilbert worden!. 5 5 8 5 5 Um wie viel vortheilhafter der Abſatz aber dann, wenn die Waare ſich nicht blos den beſchränkten Markt wie damals, vielmehr durch höhere Vollkommenheit Eingang auf dem großen Markte zu ſichern vermag! Der Betrieb ſolcher Flachsbereitungsanſtalten verzinſet reichlich das darin angelegte Capital, weil mit dem Fabricationsgeſchäfte ſich auch noch kaufmänniſche Intelligenz verbindet und ſo einerſeits durch, aufs Vortheilhafteſte eingerichteten, Arbeitsgang dem Rohmaterial das höchſtmöglichſte Erträgniß abgewonnen, andererſeits die Conjunc⸗ turen zu hoͤchſtmöglichſter Verwerthung in einer Weiſe benutzt werden, wie dies in der Regel nur die kaufmänniſche Intelligenz verſteht.. 0* a Die Flachs bereitungsauſtalten wirken ermunternd und fördernd auf den Flachsbau, weil ſie auch dem grö⸗ ßeren Gutsbeſitzer Gelegenheit bieten, ſich mit dem Flachsbau befaſſen zu können, indem ſie ihm die Sorge um genügende Menſchenhände zur Zubereitung des Flachſes ganz benehmen. Ja es wird ſo der größere Gutsbeſitzer, wie in den geſegneteren Gegenden z. B. bezüglich des Rapſes(Kohles), in die beſondere Gunſt verſetzt, das Flachs⸗ erzeugniß vom Acker weg zu Geld machen zu können und zwar zu einer Zeit, in welcher ihm dieſe ohnehin für die Zurechtmachung ſeiner gewöhnlichen Markterzeugniſſe am ſpaͤrlichſten zugemeſſen zu ſein pflegt, er am wenigſten baare Mittel in der Hand hat, deren aber zur Beſtreitung der Ernte ꝛc. Koſten gerade am meiſten bedarf. Nicht minder nützlich ſind ſolche Anſtalten auch dem kleinern Grundbeſitzer. Indem ſie ſein Flachsproduct in dem Augenblick in die Hände nehmen, wo es, ſelbſt in beſter Qualität erzogen, bei ihm durch Zwiſchenfälle mancherlei Art ſehr leicht gefährdet werden kann, ſo daß alle darauf verwendete Mühe und Fleiß unbelohnt bleiben, iſt damit ſein Zurückgehen in die Hände des Producenten keineswegs ausgeſchloſſen, wenn er daſſelbe ſofort weiter zu verarbeiten gedenkt. Die Anſtalten werden ſich, wo es gewünſcht wird, auch mit der Zurichtung des Flachſes(Röſten, Brechen, Schwingen ꝛc) gegen Lohn befaſſen. Müſſen ſich ja zu dieſen Arbeiten die meiſten Flachsproducenten fremder Bei— hülfe bedienen, warum ſollten ſie ſich alſo nicht dazu an jene Anſtalten wenden, zumal ſie jedenfalls dabei ein bei weitem werthvolleres Product zurück erhalten werden. Selbſt der werthloſeſte Abfall— das Abwerg— wird beſſerer Qualität ſein und ſomit auch beſſere Fabricate liefern,— ſelbſt unſer geringſtes Linnenproduet— das Packtuch— wird und kann dabei nur gewinnen. Die Flachsbereitungsanſtalten können ſich auch mit der für den Einzelnen ſo ſchwierigen Beſchaffung guten und billigen Säe-Leines ſchon in ihrem eigenen Intereſſe befaſſen. Indem ſie den Samen auf ſofortige Ab— rechnung auf den daraus gezogenen, an die Fabrik verkauft werdenden, Flachs liefern werden, hat ſo der Landmann den Säeſamen erſt dann zu bezahlen, wenn er den Erlös für das Erzeugniß davon zu Handen bekommt. (Einſtweilen iſt hierfür dadurch geſorgt, daß die Gr. Staatsregierung dem landwirthſchaftlichen Vereine von Oberheſſen zur Vermittelung des An- und Wiederverkaufes von liefländer Leinſamen einen unverzinslichen Vorſchuß von 4000 fl. gemacht hat.) Daß überhaupt aber ſelbſt bei Fortdauer der dermaligen höheren Getreidepreiſe der rationelle Flachsbau immer— hin noch zu den lucrativeren Culturzweigen gehören wird, dürfte dadurch überzeugend genug angezeigt ſein, daß z. B. in England bei noch höheren Peiſen des Getreides der Flachsbau dennoch jährlich außerordentlich zunimmt. Wenn ſich nach all' Dieſem Flachsbexeitungsanſtalten als ein ebenſo patriotiſches als auch lohnendes Unternehmen darſtellen, ſo waren es wohl der Motive genug, daß die Unterzeichneten ſich vereinigt haben, um die Bildung eines Actienvereins für Flachsbereitung in der Provinz Oberheſſen zu veranlaſſen und zur Theilnahme daran einzuladen. Die Abſicht iſt insbeſondere:„für die Haupt-Flachsbau treibende Großherzoglich Heſſiſche Provinz Oberheſſen mehrere, etwa vier, eigene Flachsverarbeitungsanſtalten ins Leben zu rufen und zunächſt mit einer derſelben im Kreiſe Lauter⸗ bach zu beginnen, wo die Elemente und Bedingungen eines gedeihlichen Beſtandes derſelben, insbeſondere Gelegenheit zu Beſchaffung des Fabricationsſtoffes, nach angeſtellten ſorgfältigen Unterſuchungen, in der geſichertſten Weiſe vor— liegen, ſofort aber nach Maßgabe der hierbei gewonnenen Reſultate und Anhaltspunkte in den übrigen einſchlägigen Gegenden der Provinz unter derſelben Verwaltung und generellen Direction darin vorzugehen.“ Der Betrieb eines Etabliſſements ſetzt ein Quantum von circa 12,000 Centnern Rohflachs voraus, und als Anlags- und Betriebs-Capital nach Maßgabe der Voranſchläge für die in Hannover dermalen eingerichtet werdenden ähnlichen Etabliſſements die Summe von 70,000 fl. Dieſelben Voranſchläge ſtellen neben 4 pCt. Jinſen noch 7 pCt. Dividende in Ausſicht. Für die erſte Anlage(in Lauterbach) werden aber mit Rückſicht auf die, bis zu der Zeit, wo der Fabricationsbetrieb ſelbſt beginnen kann, nöthigen Vorlagen und der Sicherheit halber 100,000 fl. vorgeſehen, und ſollen dieſe durch Actien à 100 fl., zahlbar in zwei Jahren, auf den Namen oder Inhaber lautend, ohne jeden Vor⸗ zug und unter allgemeiner Betheiligung aufgebracht werden. Ueber den Fabricationsbetrieb in Lauterbach ſelbſt noch die Bemerkung, daß dazu ein ſachkundiger Techniker eigends gewonnen werden ſoll, der ſich entweder mit einer angemeſſenen Actienzahl betheiligt, oder ſich eventuell einen Theil ſeines Gehaltes auf Gewinnantheil beſtimmen läßt. Ein zweites Organ hätte den kaufmänniſchen Vertrieb, ſowie das Caſſen- und Rechnungsweſen zu ubernehmen. Für deſſen Gewinnung bietet die Stadt Lauterbach entſprechende Ge— legenheit dar; der opulenteſte Theil ihres Handels- und Gewerbſtandes bewegt ſich ja hauptſächlich ſchon in ver— wandten Geſchäften. Als Statuten des Vereins, für welche die Beſtätigung der Großherzoglichen Staatsregierung eingeholt wird, ſollen die Statuten anderer, ſich bewährt habender, Flachsbereitungsanſtalten, unter den nöthigen Modificationen und unter, der Abſtimmung der Generalverſammlung der Actionäre, vorbehaltener definitiver Redaction, zu Grund gelegt werden. Ein Comite zu deren vorläufigem Entwurf wird aus den Unterzeichneten zuſammentreten, ſobald die 100,000 fl. gezeichnet ſind. Zeichnungen hierauf, zu welchen bereits erhebliche Offerten vorliegen, namentlich von der Bank fur Handel und Induſtrie zu Darmſtadt, nimmt jeder der Unterzeichneten an und können außerdem geſchehenz bei Materia 7%, dag Großherzog füt das 4 i bel 102300) Montag den tags 1 Uhr, bel. 0 unterzeichneten Beber der Materialen au J en werden, nam gebe 17 136 Boden l 36 Boden Jer 5 Boden Ster II. U 150 Stüc sch 200 Slück sch. 60„ bre 200„ La III. S 24000 Stück! IV. 870 Maas R 80 Nd. Tal Die Soumiſſionen . Augußt, Vorn fraukitt und mit d . bekreffend⸗ deim ſpaͤter einlauft; können. Das Bed guſt an zu den g eingeſehen werden. Dorheimer B Großher Oeffentlich 159] Balthaſer zenberg haben die büchern der Geme münzenberg und ihres Erblaſſers ein der Hofraithe I/ vermogen jedoch hi lich nicht nachzuwe Irgend welche lien, deren nähere zur Einſicht offen werden kann, find 8 0 daher anzupeigen betätigt und der E Verpeichniz verfügt Butzbach am 4 Großer 275 jener Bank ſelbſt und ihrem Herrn Agenten A. Niederhofheim zu Frankfurt a. M. und ihrer Filiale zu Mainz, ſowie bei den Büreaus der Gr. Centralſtelle für die Landwirthſchaft und des Gr. Gewerbevereins zu Darmſtadt. Im Juli 1856. v. Bechtold, Geh. Staatsrath, Dr. Eckhard, Geh.-Rath, Dr. Zeller, Reg.-Rath, Seitens der Gr. Cen— tralſtellen für Landwirthſchaft und Gewerbe. Otto, Graf zu Solms Laubach, als Präſident des land— wirthſchaftlichen Vereines von Oberheſſen, Goldmann, Geh-Rath, Dr. Bier ſack, Geh.-Rath, Dr. Stahl, Prof. an der Landesuniverſität, Ur. Goldmann, Gr. Kreisrath, Mylius, Gr. Landrichter, zu Lauterbach, Dieffenbach, Herget, Simmer, Rentmeiſter zu Lauterbach, Lerch u. Diehm, Johann Werner Diehm, Wenzel u. Haas, Gebrüder Liſt, Fabricanten zu Lauterbach, Dietz, Bürgermeiſter zu Heiſters, Habicht, Gutsbeſitzer u. Poſthalter zu Engelrod, Krömmelbein, Pachter zu Sickendorf, Stock, Pachter zu Eiſenbach, Stock, Pachter zu Maar, Wagner, Pachter zu Rudlos. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-⸗Anzeigen. Materiallieferungen für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk bei Dorheim. [1234] Montag den 11. Auguſt d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf der Geſchäftsſtube der unterzeichneten Behörde die Lieferung nachſtehen⸗ der Materialien auf dem Soumiſſionswege ver⸗ geben werden, nämlich: I. Floßbolz: 136 Boden 10ter Stämme, 36 Boden 9ter 1 5 Boden Ster 5 II. Bretter ꝛc.: 150 Stück ſchmale Schreinerdiele, 200 Stück ſchmale Dachdiele, 60„ Hbreite Doppeldiele, 200 Latten, III. Schachtpfähle: 24000 Stück 4“ lange eichene Schachtpfähle, IV. Fettwaaren: 870 Maas Rüböl, 80 Pfd. Talg. Die Soumiſſionen müſſen längſtens bis zum 11. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, verſiegelt, frankirt und mit der Aufſchrift„Lieferungen von . betreffend“ verſehen, abgegeben ſein, in⸗ dem ſpäter einlaufende nicht berückſichtigt werden können. Das Bedingnißheft kann vom 4. Au⸗ guſt an zu den gewöhnlichen Geſchäftsſtunden eingeſehen werden. Dorheimer Bergwerk den 19. Juli 1856. Großherzogliches Bergamt Dorheim aeg er Oeffentliche Aufforderung. [1159] Balthaſer Walter I. Erben in Mün⸗ zenberg haben die in den Flur⸗- und Grund- büchern der Gemeinden Münzenberg, Trais— münzenberg und Gambach auf den Namen ihres Erblaſſers eingetragenen Güterſtücke ſommt der Hofraithe 1/1022 zur Theilung gebracht, vermögen jedoch hieran das Eigenthum urkund⸗ lich nicht nachzuweiſen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobi⸗ lien, deren nähere Bezeichnung aus den dahier zur Einſicht offen liegenden Auszügen erſehen werden kann, ſind innerhalb Wochen dabhier anzuzeigen, widrigenfalls die Theilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutations- Verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 4. Juli 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach N Muth, 11261] In Sachen der Johannes Mootz J. Eheleute, früher auf dem Hofe Obergruben⸗ bach, jetzt zu Niederohmen, Kläger gegen Kon⸗ rad Schäfer III., früher in Rendel, jetzt auf dem Hofe Obergrubenbach, Beklagten, Gutsverkauf betreffend, ſoll auf Erſuchen Groß⸗ herzoglichen Landgerichts Vilbel das dem Be— klagten zugehörige zu 16605 fl. taxirte Gut, Hof Obergrubenbach, auf welches bei der am 10. März l. J. abgehaltenen erſten Verſtei⸗ gerung bereits 9000 fl. geboten worden, Freitag den 8. Auguſt l. J. Vormittags 11 Uhr, durch Großherzogliches Ortsgericht Nie der- ohmen auf dem dortigen Rathhauſe un— ter den alsdann eröffnet werdenden Bedingun— gen nebſt der auf dem Gute ſtehenden Erndte öffentlich verſteigert werden, wozu wir Kaufliebhaber unter dem Anfügen hierdurch ein— laden, daß täglich das Gut eingeſehen und das Nähere über deſſen Gehalt, die Verſteigerungs— bedingungen ꝛc. bei erwähntem Ortsgerichte erfahren werden kann, daß aber nur ſolche Perſonen zum Mitbieten können zugelaſſen werden, deren Zahlungsfähigkeit entweder offen⸗ kundig iſt, oder ſofort glaubhaft nachgewieſen wird. Grünberg den 23. Juli 1856. Großherzogliches Landgericht Grünberg Wiel cke r Oeffentliche Aufforderung. [1262] Johann Peter Möckels Eheleute in Hochweiſel haben ihr Immobiliarvermögen zur Vertheilung gebracht, vermögen jedoch zu einem großen Theile deſſelben das Eigenthum urkund⸗ lich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus den dahier zur Einſicht offen liegenden Flurbuchsauszügen erſehen werden kann, find binnen 2 Mon aten ſogewiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Theilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 24. Juli 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Bekanntmachung. 11263] Donnerſtag den 7. Auguſt d. J. werden in dem Großherzoglichen Domanial⸗ wald Kellerberg bei Oberrosbach an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 3½ Stecken Scheit⸗, 13½ Stecken Prügel⸗ holz, geſchälte Eichen; 5¼ Stecken Eichen⸗ und Birken⸗Stockholz; 6800 Wellen Reiſerholz, geſchälte Eichen; 3½ Wagen Allerleiholz; 22 Stammabſchnitte zu Werkholz und 142 Werk⸗ und Nutzholzſtangen von geſchälten Eichen. f Von dem Stockholz ſtehen 2½ Stecken in dem Domanialwald Burgwald, welche im Kel— lerberg mit verſteigert werden. Zuſammen⸗ kunft und Anfang der Verſteigerung: in dem nahe bei Oberrosbach gelegenen Schlag des Kellerbergs, präcis 8 Uhr. Oberrosbach, den 24. Juli 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bingmann. Güter ⸗ Verpachtung. 11264] Montag den 4. Auguſt, Morgens 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachbezeich⸗ nete, am 11. Noobr, l. J. leihfällige ſtädtiſche Güterſtücke auf den Zeitraum von 6 Jahren meiſtbietend verpachtet, als: 1) 2 Morgen, 2 Viertel, 37 Klft., der trockene Theil der Lachenwieſen, in 6 Abtheilungen. 2) 3 Morgen, 2 Viertel, 72 Klafter, die Schü⸗ tzenäcker genannt, in der Lach, in 5 Ab⸗ theilungen. 3) 3 Morgen, 56 Klafter, die Marburger Hohle, in 4 Abtheilungen. 4) 1 Viertel, 57 Klafter, der ſtumpfe Graben. 5) 73 Klafter an der Staatsſtraße. 6) 2 Viertel, 56 Klafter rechter Hand der Staatsſtraße. 7) 39 Klafter daſelbſt und 59 Klafter an der Galgenbrücke. 8) 1 Viertel, 91 Klafter am Dachspfad. 9) 2 Viertel, 13 Klafter in der Lach. 10) 3 Viertel, 66 Klafter, der flache Theil des Wildkautgrabens. 11) 2 Viertel, 34 Klafter in der Töpferkaut. 12) 98 Klafter in den Liebfrauengärten. 13) 98 Klafter im Roſenthal. 14) 1 Viertel, 36 Klftr. hinter Kehr's Garten. 15) 392½ Klafter an der Ockſtädter Gaſſe, in 5 Abtheilungen, auf den Zeitraum von 7 Jahren. Sodann werden zum Urbarmachen verpach⸗ tet der letzte Theil der vorderen Pfingſtweide und ein Stück von der ſogenannten Sauweide. Der Zeitraum der Verpachtung, ſowie die Größe der Stücke wird bei der Verpachtung angegeben. Friedberg, den 25. Juli 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Amts ferien anzeige. [1265] Die dießjährigen Amtsferien beginnen den 18. Aug und endigen mit dem 15. Sept. Während dieſer Zeit werden nur eilende Rechtsgeſchäfte vorgenommen. Reichelsheim, den 24. Juli 1856. Herzoglich Naſſauiſches Amt v. Preuſchen. Kaſino⸗Geſellſchaft. 11255] Die Mitglieder des hieſigen Kaſinos werden zu einer Generalverſammlung im Lo⸗ kale der Geſellſchaft auf Freitag den 1. Auguſt, Abends 7 Uhr, ergebenſt eingeladen. Friedberg den 22. Juli 1856. Der Präfident: Hofmann. Faſelochs⸗Verſteigerung. 11277] Donnerſtag den 31. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird an Ort und Stelle an dem Faſelſtalle in der Uſa-Vorſtadt ein gut gehaltener Faſelochs meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 28, Juli 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. — 3 A 1 . 1 5 2 * — — 276 Soolbad Nauhelm. Jeden Tag der Kurcapelle im Kurgarten, Morgens von? bis 8, Nacmiftags von 2½ bis 4, umd Abends von 3% bis 7 Ihr. Jeden Donnerstag BAL PARH im Kursdule. Das diesjährige Haupt⸗ Scheibenſchießen zu Friedrichsdorf 12661 wird Sonntag den 3. und Montag den 4. Auguſt auf der neuen Schieß⸗ platzanlage hinter meinem Hauſe abgehalten. i a Indem ich mich beehre, alle Freunde des Schießens und eines geſelligen Vergnügens freundlichſt einzuladen, und aufmerkſamſte Bedienung und kann ich allen mich beehrenden Gäſten beſte eine angenehme Unterhaltung verſprechen. E. A. Foncar. — 112671 bei Friedberg. Neue holländiſche Vollhäringe W. Fertſch. Wagendiele und Leiterbäume 112681] in verſchiedenen Größen ſind ſtets vorräthig bei Eduard Nuths zum neuen Dielhof in Friedberg. Verloren. [1269] Am 25. d. M. wurde auf dem Wege von Oſſenheim nach Ockſtadt der Löffel eines Reitſattels verloren. Der redliche Finder wolle denſelben gegen eine gute Belohnung im Hotel Trapp abgeben. Geſuch. 1270] Ein braver Burſche, welcher mit aller Feldarbeit umgehen kann, findet gegen guten Lohn dauernde Beſchäftigung. Bei wem ſagt die Expedition d. Bl. Zu verkaufen. 1271] Eine leichte, einſpännige, halbbedeckte, im beſten Zuſtande befindliche Droſchke iſt zu verkaufen. Wo ſagt die Expedition d. Bl. 112721 Es wird Jedermann, bei welchem etwa die Eliſabetha Waßmuth aus Neunkirchen, Kreis Ziegenhain, in Arbeit ſtehen ſollte, gebe⸗ ten, dieſelbe zu benachrichtigen, daß ihr Mann bei Herrn Leonhard in Fauerbach II. arbeitet und daß ſie ſich bei demſelben binnen 8 Tagen einfinden ſolle, indem ſonſt polizeiliche Nach⸗ forſchungen veranlaßt werden. Anzeige. 1273 Auf der von Herrn Ernſt Grünewald übernommenen, zwiſchen Ockſtadt und Friedberg liegenden Ziegelei ſind von jetzt an und fort⸗ während nachfolgende in vorzuͤglichſter Quali⸗ tät beſtehende Waaren zum Verkauf zu den nachfolgenden Preiſen vorräthig, als: 1) Sehr gut gebrannte Backſteine, pr. 1000 Stück 10 fl. netto, 2) desgleichen Ruſſenſteine, pr. 1000 Stück 10 fl, 3) desgl. Klötzchen, pr. 1000 Stück 9 fl., 4) desgl. Ziegel, pr. 1000 Stück 8 fl. 30 kr., 5) grauer Kalk, pr. Bütte 1 fl. 24 kr., 6) Marmorkalk(ſehr weißer), pr. Bütte 2 fl., und bitten um geneigten Zuſpruch, indem wir ſtreng reelle Bedienung verſprechen. Friedberg, den 22. Juli 41856. . Baruch Heß. Johann Falkenhan. Beſter Cement& Schiffstheer [1274] wird in empfehlende Erinnerung ge⸗ bracht Jean Huber. Bekanntmachung 1275] Es wird hiermit zur öffentlichen Nach⸗ richt gebracht, daß alle Ortsfremde, welche in der Gemarkung Rockenberg, Sand oder Letten laden wollen, von einem einſpännigen Wagen oder Karrn 4 Kreuzer und von einem zwei⸗ ſpännigen Wagen 8 Kreuzer an Unterzeichneten zu bezahlen haben. 8 Zußbiderhandelnde wird der Flurſchütz zur Anzeige bringen. f Rockenberg im Juli 1856. Carl Bühl meyer. Die landwirthſchaftl. Zeitung Ctezé] voltändig von dem Jahre 1831 bis 1854 kann zu einem billigen Preiſe abgegeben werden. Wo ſagt die Expedition d. Bl. i Geld⸗Cours. Frankfurt, am 26. Juli 1856. Neue Louisd'o tr fl. 10 45 Piſto len„ 9 38-39 Friedrichsd'o r„ 9 54-55 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 48-49 Rand⸗Ducgten„ 5 34-35 20 Frankſtüczke.„% 9 22½-—23½ Engliſche Souverains.% 11 47-51 Preußiſche Thaler„ 1 45% Preußiſche Caſſenſcheine.% 1 44% 5 Fres.⸗ Thaler.%% 220%¼— Marktberichte. Grünberg 26. Juli. Waizen 19 fl. 49 kr.; Korn 12 fl. 44 kr.; Gerſte 10 fl. 22 kr.; Hafer 5 fl. 50 kr.; Erbſen 11 fl. 38 kr.; Saamen 20 fl. 48 kr f Mainz 25. Juli. Walzen 20 fl. 10 kr.; Korn 13 fl. 45 kr.; Gerſte 9 fl. 50 kr. Polizze i⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. Juli bis 5. Auguſt. S 5 Fried⸗[ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] bach. kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod,/ Korn⸗ f und ½ Gerſtenmehl 494— 2 1 17„ 8 8— 4* 7 77 16— 116— 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½Korn⸗ u. ½ Waizenmehlſf 5— 5— 2 1 5 1 1040— 4„„„ 20— 120— ö Loth Lot Milchbroe ndnd 137 1 30% [Waſſerw ek 14½—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod 14½ 1/4 ½ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Schſenfleiſ h. 14 2 142 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 112112 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 210 2 1 Schweinefleiſchh.. 16— 16— 1 Hammelfleiſ geh. 11/2441 2 1 Kalbfleiſc h 6 26 2 1 Schaaffleiſch h... 7—4—— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bratwurſt e 2 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1 Geräucherter Speck.. 312312 1 Dorrfleiſch n 21 2 1 Schinken 2 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 223 2 1 Nierenfettt. 232232 11 Hammelsfett. 116— 116 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippe l. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. — — — 9 2 S 2 — 2 2 * — Nr. 23 Oberconſiſtoriume der allg. ev. Kire reitung der Con Undenfels für 18 —— Immob ili Log] Dünſtag um II Uhr, we nachflehende den hier gepörende( ſteigert, als: Gemar Ord⸗Nr. Flur. Nr.! E 6 dem M. loöſte Til Friedberg Großherze Groß herz —— Das g welches am ſtadt gefeier hiſtoriſcher d dem vorliegt artig zu wer vorläufige J detaillirte de Program Der 8 ſeinen Dee ellung der Volkstrachte theatermaſch 11 Katter iger Wal geführt 0