eg aum ang den 4 ſißte 7 kühmte ich alle N ſlligen Nen. Jecher 1˙5 Becher, dan H u Ag ber. che naſtanien N 2. W. Fertſch. dürgerliche oder leicht ung alle Lund Back⸗— t zuzube— di einem An⸗ Cinnachen der Zuflage, mit einem 54 fr.— . Anzeigen. den 28. Ol Ai. Schwan Stadtpf. So Stadtkirche! 1 Sill ur Borgkirche! Zcwabe. Friedberger Jntelligenzblatt. Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden ſammen 7 kr. Nu S5. Dienſtag, den 28. Oktober. 1856. Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt. ö Art. 47. Wird ein Abgeordneter zugleich von mehreren Be— zirken oder von einem Bezirk und von einer Stadt oder von mehre— ren Städten gewählt, ſo hat das Miniſterium des Innern den mehr— fach Gewählten zur Erklärung aufzufordern, welche Wahl er auneh⸗ men wolle. Erfolgt dieſe Erklärung nicht innerhalb 8 Tagen nach Empfang der Aufforderung, ſo entſcheidet das Miniſterium durch das Loos. Art. 48. Die Wahlmänner und die Abgeordneten 1 Kammer werden auf die Dauer von 6 Jahren gewählt. Während dieſer Zeit findet eine neue Wahl von Abgeordneten für den Reſt der 6 Jahre nur dann ſtatt: 1) wenn ein Abgeordneter ſtirbt; 2) wenn ein Abgeordneter die Wahl ablehnt oder ſeine Stelle nieder— legt; 3) wenn ein Abgeordneter in den geſetzlich beſtimmten Fällen aus der Ständeverſammlung gänzlich ausgeſchloſſen wird; 4) wenn ein Abgeordneter die Wählbarkeit(Art. 11) verliert, wobei jedoch Veränderungen in der Steuerquote oder dem Dienſtverhältniß wäh— rend der Dauer eines Landtags für dieſen Landtag die Unfähigkeit nicht zur Folge haben, den Fall der Dienſtentſetzung oder Dienſtent— laſſung oder der Suspenſton von Dienſt und Gehalt ausgenommen. Art. 49. Wenn in einem der Fälle des vorhergehenden Artikels die anderweite Wahl eines Abgeordneten für eine Stadt oder einen Wahlbezirk vorzunehmen iſt und ſeit der erſten Wahl die Zahl der Wahlmänner durch Tod oder Verluſt der für einen Wahlmann er— forderlichen geſetzlichen Eigenſchaften ſich um ½ oder mehr vermin— dert hat, ſo werden an die Stelle der Abgegangenen neue Wahl— männer gewählt. Art. 50. Kein Mitglied einer Kammer darf ſein Stimmrecht durch einen Stellvertreter ausüben laſſen, oder für ſeine Stimme Inſtructionen annehmen. In dem Falle jedoch, wenn ein Standesherr durch Minderjährigkeit oder Curatel abgehalten wird, tritt der Agnat, welcher die Vormundſchaft oder Curatel führt, an deſſen Stelle, vorausgeſetzt, daß derſelbe in jeder Hinſicht als gehörig qualificirt erſcheint. Auch ſoll ein Standesherr, wenn er durch ärzt— lich beſcheinigte Krankheit oder durch andere Verhältniſſe verhindert iſt, ſelbſt auf dem Landtag zu erſcheinen und wenn die J. Kammer dieſe Gründe als zulänglich erkennt, oder wenn er nach erlangter Volljährigkeit das nach Art. 10 erforderliche Alter nicht erreicht hat, das Recht haben, ſich durch einen der nächſten Agnaten, wenn dieſer gehörig qualificirt iſt, für dieſen Landtag vertreten zu laſſen. Dieſes Recht ſteht unter denſelben Bedingungen auch dem Senior der Familie (Schluß aus Nr. 83.) der Freiherrn v. Riedeſel zu. Nie darf aber ein ſolcher Stellver— treter nach Inſtruction handeln und nie, eben ſo wenig wie ein aus eigenem Recht Berechtigter, mehrere Stimmen führen. Art. 51. Wenn bei einer Wahl Beſtechung angewendet oder die geſetzliche Stimmfreiheit beſchränkt worden iſt, ſo hat im erſteren Falle jeder Schuldige, mit Vorbehalt anderer geſetzlicher Strafe, das Staats— bürgertecht verwirkt und in beiden Fällen kann die 2. Kammer, je nach der Modalität des Falles, die Wahl für ungültig erklären. Art. 52. Die Beſtimmungen in den Art. J, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, Deen, s,, s, 19, 22, 44, 46, 48, 49, 50, 51 ſollen als ein Beſtandtheil der Verfaſſungsurkunde angeſehen werden. — II. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums des Innern vom 16. Sept., daß die Einlage, welche beim Eintritte in die Staatsaſſecuranzanſtalt für Stellvertretung für das Muſterungs- und Ziehungsjahr 1857 vom 1. October 1856 an bezahlt werden kann, 190 fl. beträgt.— III. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 19. Septbr., daß in Altenſtadt eine Poſtexpedition mit dem 1. Octbr. in Wirkſamkeit tritt.— IV. Gr. Bezirksgericht Mainz hat am 29. Aug. d. J. zur Conſtatirung der Abweſenheit von Joh. Uhink, Ackersmann aus Bech⸗ tolsheim, die im Art. 116 des Civilgeſetzbuches vorgeſchriebene Zeu— genvernehmung angeordnet.— V. Vertheilung der Preismedaillen in dem philologiſchen Seminar zu Gießen an folgende ordentliche Mitglieder deſſelben am Schluß des Sommerſemeſters 1856: Stud. philol. Franz Umpfenbach aus Gießen den 1., Franz Ludwig Schwabe aus Gießen den 2., Jacob Bamberger aus Mainz den 3. Preis.— VI. Ordens verleihungen: am l. Auguſt dem Bauaufſeher Schambach zu Bensheim das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift:„Für fünfzigjährige treue Dlenſte“; 15. Auguſt dem Profeſfor und 2. Uni⸗ verſitatsbibliothekar Pr. Klein das Ritterkreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen; am 18. Aug. den Oberſten Cronenbold, v. Gehren, Frhrn. Gerlach und v. Bechtold(Command. des 1., 2., 3. und 4. Inf.⸗Reg.) das Commandeurkreuz 2. Cl. und dem Major im Gr. Artilleriecorps Seederer und dem Stabsarzt im Gerderegi— ment Chevauxlegers Dr. von Siebold das Ritterkreuz 1. Claſſe des Ludewigsordens; dem Oberſtlieut. du Hall das Comthurkreuz 2. Cl. und dem Major und Commandeur der 1. Diviſton des Garderegim. Cbevauxlegers v. Klipſtein, dem Major und Command. des J. Bat. 1. Inf.⸗Reg. Frhrn. v. Diemar, dem Major und Commandeur des Die Geld⸗Kriſis. (Aus der Berliner Volkszeitung.) Gegen die Mitte des vorigen Monats zeigte ſich in der Handelswelt ein Geldmangel, der Vielen unerwartet, unerklärlich, ja ſogar bedenklich erſchien. Dieſer Mangel dauert zum Theil noch heute fort, und wird in ſeinen Folgen noch einige Zeit wirkſam ſein, ſo daß es nicht ohne Intereſſe iſt, die Gründe dieſer Erſcheinung näher zu be— trachten. n Der erſte Grund iſt ein allgemeiner und oft ein— tretender. Zu Ende dieſes Quartals iſt ein Mangel auf dem Geldmarkt immer natürlich. In den Staatskaſſen müſſen alle Gehalte der Militär- und Civil-Beamtenwelt zum Erſten des neuen Quartals bereit gehalten werden. Es ſammelt ſich alſo zu Ende des Quartals eine Summe von mindeſtens zehn bis fünfzehn Millionen in den Kaſſen an, die dem Verkehr entzogen iſt.— Zu dieſer Summe kommt noch die der angeſammelten Kapitalien für Miethen, Zinſen und Privatgehalte aller Geſchäftshäuſer. Jeder Privatmann, der nicht von Gehalt lebt und am Erſten des neuen Quartals keine große Einnahme zu erwarten hat, muß Ende des alten Quartals ſeine Miethe liegen haben; jedes Geſchäft, das Diener, Buchhalter u. ſ. w. hat, muß zum Erſten des neuen Quartals Ausgaben machen, wes— halb man das Geld am Ende des Quartals zuſammen⸗ halten muß; daſſelbe gilt von Allen, die Zinſen zu zahlen haben. Wer ſich alſo nur einen leichten Ueberſchlag macht von den Summen, die blos in größeren Städten wie Berlin und Wien zu Ende des Quartals aufgeſammelt ſind, um am Erſten gezahlt zu werden, der wird einſehen, daß dieſe Zeit nicht gerade dem Geldmarkt günſtig ſein kann. Dieſer Umſtand findet nun freilich in jedem Quartal ſtatt und tritt nicht ſo merkbar auf, wenn nicht noch an— dere Gründe mitwirken; allein ganz außer Rechnung darf er nicht gelaſſen werden, wenn noch andere Umſtände mit ihm zuſammentreffen. Von dieſen anderen Umſtänden fuͤhren wir zweitens folgenden an. Es iſt eine einſtimmig behauptete Thatſache, daß die letzte leipziger Meſſe eine außerordentlich gute war. Es haben Fabrikanten weit über ihr Erwarten ihre Fabrikate verkauft. Der Preis war gut und— was die Haupt⸗ 3 2. Bat. 4. Inf.⸗Reg. Wilkens, dem Major und Command. des Lan⸗ deszuchthauſes Trumpler, dem Rittmeiſter im Garderegim. Chevaur⸗ legers Frhrn. von Inngenfeld, dem Hauptmann im 1. Inf.⸗Reg. von Lyncker, dem Hauptmann im 3. Inf.⸗Reg. Becker, dem Oberlieut. im 2. Inf.⸗Reg. v. Wachter, dem Garniſonspfarrer Sartorius, dem Oberquartiermeiſter in der Gensd'armerie Hofmann und dem Kriegs⸗ miniſterial⸗Canzlei⸗JInſpector, Canzleiſecretär Becker das Ritterkreuz und dem Unteradjut. in der Gardeunterofficierscompagnie Krämer, dem Stabsfourier im Gardereg. Chevauxlegers Grönrich, dem Trom⸗ peter 1. Cl. in dieſem Regiment Sauer, dem Oberfeuerwerker im Gr. Artilleriecorps Roth, dem Feuerwerker Dauber, dem Oberfeld⸗ webel im 1. Inf.⸗Reg. Froſch, dem Fahnenträger in dieſem Regiment Appel, dem Muſikmeiſter im 2. Inf.⸗Reg. Ackermann, dem Feldwebel in dieſem Reg. Ettling, dem Oberfeldwebel im 3. Inf.⸗Reg. Heuß, 78 dem Feldwebel in dieſem Reg. Grünewald, dem Unteradjut. im 4. Inf.⸗Reg. Gompf, dem Stabsfourier in dieſem Reg. Jöckel und dem Oberzeugwart Schmitt das ſilberne Kreuz des Verdienſtordens Phi⸗ lipps des Großmüthigen; am 25. Auguſt dem Kammerherrn Frhn. von Dorth das Ritterkreuz des Verdienſtordens Philipps des Groß⸗ müthigen.— VII. Ertheilung eines Erfindungspatentes: am 26. Aug. dem Heinrich Bechtold von Offenbach und Chriſtian Petri von Echzell für den Umfang des Großherzogthums auf die nächſten 5 Jahre das ausſchließliche Recht zur Anfertigung der von ihnen erfundenen, durch Zeichnung und Beſchreibung naher erläuterten Cigarren-Wickel- und Cigarren-Ueberſpinn⸗Maſchine.— VIII. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Wieſeck mit jährlich 778 fl. 31% kr.; die 1. evangel. Schulſtelle zu Oberbeerbach mit jährlich 338 fl. 10 kr., ausſchließlich der Heizung. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Verſteigerung von Bauarbeiten und Materliallieferungen zur Erbauung einer Scheuer mit Stallung, Verſetzung eines Schwein⸗ ſtalls mit Holzſchoppen, Pflaſterung des Hofs ze. in der Schulhofraithe zu Wohnbach. 11653] Montag den 3. November d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Wohnbach nachfolgende Arbeiten und Material- lieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden; Maurerarbeit, veranſchlagt zu 443 fl. 30 kr. Steinhauerbeit, 1„ 10113„ Zimmerarbeit,„„ 1033„ 44„ Dachdeckerarbeit,„„ 260„ 52„ Schreinerarbeit, 1 17 140 46„ Schloſſerarbeit,„„ 85„ 44„ Glaſerarbeit, 7 17 25 12 Weißbinderarbeit,„ 1 57„ 36„ Planirarbeit, 7 1 2175 85 Pflaſtererarbeit,„„ 84„ 35„ Das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 4,9 Kbkklftr. Pflaſterſteinen aus dem gemein⸗ heitlichen Bruche bei Wohnbach. Desgl. von 18,1 Cubikklafter Mauerſteinen aus demſelben Bruche. Die Lieferung von 18,250 Stück hartge⸗ brannten Backſteinen. Die Lieferung von 99 Bütten Kalk nach naſſem Maß. Die Lieferung von 9,65 Cubikklafter Mauer⸗ und Pflaſterſand. Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen liegen vierzehn Tage vorber auf dem Großber⸗ zoglichen Kreisbauamt Friedberg den Intereſſen⸗ ten zur Einſicht offen. Wohnbach am 9. Oktober 1856. Immobiliar-Verſteigerung. [1574 Donnerſtag den 13. Nobr. l. J, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die den Friedrich Jakob Schäfer'ſchen Ehe⸗ leuten dahier gehörenden Immobilien meiſtbie⸗ tend verſteigert, als: DO.⸗Nr. 996. u. Flur. Nr. Klftr. b r. 1 14,84 19 157 /. Hofraithe in der Stadt, 2„ 19 130 Grabgarten daſ. 3 241/66 1 24 56% Grabgarten in 4„ 123 129 der Stadt. Friedberg den 27. September 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher „ n e. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [1704] Auf dem Submiſſionswege ſollen: circa 340 Centner altes Gußeiſen, „ 100„ Schienenſtücke, 23 80„ Schienenkloben, gegen Baarzahlung verkauft werden und iſt zur Submiſſions⸗Eingabe der 15. November J. J., Vormittags 10 Uhr, beſtimmt, bis zu welcher Zeit die Gebote mit der Aufſchrift„Angebote auf abgängige Materialien“ bei unter- zeichneter Behörde einzureichen ſind. Bemerkt wird hierbei noch, daß das alte 1 zum größten Theil aus Hochofenciſen beſteht. Gieſſen den 22. Oktober 1856. Großherzogliche Magazins-Commiſſion. Edictalladun. g. 11705] Der Immobiliarnachlaß der ſchon in den Jahren 1834 und 1835 verlebten Anton Werner J. Eheleute von Langenhain iſt verſteigert worden. Erwerbsurkunden über die dazu gehörigen, auf Anton Werner I. einge- tragenen Liegenſchaften können nicht beigebracht werden, und ſind deshalb Eigenthumsanſprüche an dieſe Liegenſchaften, deren Verzeichniß am Landgericht zur Einſicht offen liegt, binnen einer Friſt von 2 Monaten ſo gewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt die Beſtätigung der Steigbriefe verfügt, und auch der Eintrag in das Mutationsverzeichniß geſtattet werden wird. Zugleich wird der am 1. Februar 1789 ge⸗ borne, aber ſeit vielen Jahren abweſende Sohn Lorenz Werner aufgefordert, binnen gleicher Friſt über das vorliegende Teftament ſich zu erklären, auch einen Bevollmächtigten zu beſtellen, oder zu erwarten, daß die Anerkennung des Teſtaments vorausgeſetzt, ein Curator für ihn beſtellt und dieſem ſeine Vertretung über⸗ laſſen wird. Butzbach, den 23. October 1856. Gab ech 50 Butzbach 5. Oeffentliche Aufforderung. [1706] Konrad Glaum von Pohlgöns iſt von Großherzoglichem Hofgerichte der Provinz Oberheſſen wegen Verſchwendung unter Curatel geſtellt worden und ſind ihm in Ludwig Zörb und Johannes Langsdorf IV. von Pohlgöns Curatoren beſtellt worden. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach Phi li i La ub e n ee i m er. Indem man dieſes mit dem Anfügen zur ſache iſt— es iſt überaus viel verkauft und außerordent— lich viel geben baar gehandelt worden. Es ſind alſo gegen Ende des vorigen Quartals große Summen in Leipzig zuſammengefloſſen, die ſich natürlich dem Geld— markt entzogen haben, und dies muß mitwirken, einen Mangel bei den Bankiers zu erzeugen. Zwar iſt es rich— tig, daß dieſe Summen wieder in die Hände der Fabri— kanten gerathen ſind und demnach zum Vorſchein kommen müßten; allein der Fabrikant, der ſein Product gut aus— verkauft hat, thut beſſer daran, ſein Geld in neue Fa— brikation zu ſtecken. Er kauft Rohmgterial, vergrößert ſeine Anlagen, ſtellt mehr Arbeiter an und iſt daher ge— nöthigt, ſein Geld zuſammenzuhalten.— In Zeiten, wo ſein Geſchäft nicht viel abwirft, legt er ein kleines Kapi⸗ tal gern in einem zinstragenden Papier an, oder giebt es in die Hände eines Bankiers, um es gut verwerthen zu laſſen; jetzt, wo ſein Fabrikat ihm lohnend wird, will er ſein Geld nicht dem Geldmarkt zuwenden. Er wünſcht im Gegentheil noch etwas Kapital, um ſich im Geſchäft beſſer ausdehnen zu können.— Daß dies den Geldmarkt beſchränkt, läßt ſich leicht einſehen, daß dies aber kein ſchlimmes Zeichen iſt, wird wohl Jeder zugeben müſſen.— Das Geld dringt in Zeiten, wo die Fabrikation gute Fort— ſchritte macht, zunächſt in die arbeitenden Hände; es ſammelt ſich nicht bei Wenigen an. Sein Schwinden am Geldmarkt iſt ein Zeichen, daß es auf dem Lebens— und Arbeitsmarkt ſeinen guten Platz ſucht und findet. Zu dieſen Umſtänden tritt erſt in dritter Reihe der Umſtand, daß viel Papier-Spekulationen in's Leben ge⸗ treten ſind. Die vielen Papiere haben zwar das Geld nicht ver— ringert; denn das Geld, das man den Geſellſchaften ein— zahlt, wird von dieſen nicht in Kiſten und Kaſten verſteckt, ſondern wird zinsbringend ausgeliehen oder zu lohnenden Unternehmungen angewendet. Es iſt zwar von einigen Banken der Fehler begangen worden, einen Theil des Gel⸗ des in der Fremde anzulegen, es nach den Donau-Fürſten⸗ thümern, nach Ungarn zu ſchicken. Hierdurch ſind freilich einige beträchtliche Summen dem inländiſchen Geſchäfte entzogen; allein dieſe Summen ſind viel zu geringfügig, um von weſentlicher Bedeutung zu ſein. Die Banken und Handelsgeſellſchaften an ſich haben alſo keineswegs einen Nachtheil hervorgerufen; aber ſie haben durch zwei Umſtände mitgewirkt, den Geldmangel hervorzurufen. Ein Bußbach„ Großherzog Ebel, Landrichlel⸗ fn 77 Freltag! 707% Alen 0 Uhr, wird l zeachnetes, dem 1 Jung gehörendes ſteigett, als:. Fl. Nr. d. Gidſt. 2 10³ Friedberg Großberze Großher; 3 Hofralt U 11708] Montag 11 Uhr, werden ſtehende, der hi Hofraithen einer ſſeigerung ausge O.⸗N. Fl. Nr. 12 N 2 Friedberg, Großherz Immobi Lt7og) Don um 10 Uhr, w zum Nachlaß d — großer The werkoͤbauten Gewinn un! ſind jedoch einbringen. der Anlage, Ernte kann unſerer Anſia übler zu nen Papiere aus dablt wurdet Jemand, de Aktie von dis und mit de kaufen, wer machen ſoll. daß beim n Quartals J ſomit den 9 Dies 1 i * a* ad der 4 ds Pp . Phi⸗ ihn. Eroß. An Aug. * 5 Eczell da ( 37 Lochmann gehörenden Immobilien, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 69 und 70 l. J., Inſerat 1436, näher bezeichnet ſind, einer meiſtbietenden öffentlichen Kenntniß bringt, daß Rechtsgeſchäfte mit Konrad Glaum nur unter Zuſtimmung der Curatoren Gültigkeit haben, werden die Gläu— biger des Konrad Glaum aufgefordert, ibre Verſteigerung ausgeſetzt. Forderungen bei Meidung der Nichtberückſichti⸗ gung bei Regelung des Vermögensſtandes im In Termin Großherzogliches Donnerſtag den 20. November d. J., 0 Vormittags, Be Friedberg, den 25. Okt. 1856. Der Vorſteher 9 Ein herzliches Lebewohl [1716] Allen, denen wir es, wegen Kürze der Zeit, nicht mehr perſönlich ausſprechen konnten. Ockſtadt, 28. Okt. 1856. Penſ. Rentamtmann Angerer mit Frau. Auftrag: Ortsgericht Friedberg. n Derr. dabier anzumelden. Butzbach, den 21. October 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel, Dr. v. Schmalkalder, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Grundſtück⸗Verſteigerung. 117071 Freitag den 12. Decbr., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe nachbe— zeichnetes, dem hieſigen Bürger Johann Philipp Jung gehörendes Grundſtück meiſtbietend ver— eintreten. Handwerkerſchule zu Friedberg. 11710] Sonntag den 2. November, Vormit— tags 11 Uhr, werden die Prämien fürs abge— laufene Schuljahr vertheilt und zugleich neu ein tretende Schuler aufgenommen. Meldende können erſt im Monat Mai k. J. Rheinbaieriſche Kaſtanien L703] bei W. Fertſch. In C. Bindernagel's Buchhandlung Später ſich in Friedberg ſind ſtets zu haben ſteigert, als: Fl. Nr. d. Grdſt.[OKlft. 2 103 51 Grabgarten, Liebfrauen⸗ gärten. Friedberg, den 24. Okt. 1856. In Auftrag: Großberzoglichen Landgerichts Friedberg: Großyperzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher nder r 8 Die Hofraithen⸗ Verſteigerung. 11708] Montag den 3. Nobbr., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Ratbhauſe nach⸗ ſtehende, der hieſigen Judengemeinde gehörende Hofraithen einer freiwilligen meiſtbietenden Ver— ſteigerung ausgeſitßt, als: Bürger⸗ 11711] Den verehrlichen Geſellſchaftsmitgliedern zur Nachricht, daß die Damen-Caſinos Sonntag den 2. November im Gerlach'ſchen Lokale beginnen. Auf dem Theater wird gegeben Herr Hampelmann ſucht ein Logis,„„ Lokalluſtſpiel in fünf Bildern. Anfang der Vorſtellung pracis 7½ Uhr Abends. wöchentlichen Caſinos werden in ge— wöhnlicher Weiſe im Caſinolokale Ph. Windecker abgehalten und nehmen Mitt⸗ woch den 5. November ihren Anfang. Friedberg den 26. November 1856. Friedberg 1 0 Oktober 9 Geſtempelte Oer Vorſtand des Gewerbvereins 2 G. Trapp II. Frachtbriefe Caſind. 2 für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Der neueſte Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampfſchiffe, bei Herrn Der Vorſtand: G. F. Nau. O.⸗N. Fl. Nr. d. Grdſt. Ul. 0 5 7 u. ſ. w. u. ſ. w. 1832 496 37, ½ Hofraithe in 25, Ge ſucht.. b 11712] Eine brave Dienſtmagd wird von 5 2 a ee einem Oeconomen in der Nahe von Friedberg Weſtentaſchen⸗Format. rente 5 kr. 3 hl. geſucht. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl. Preis 3 kr. 2 2 496 3/0,/ Hofraithe in 8 der Judengaſſe. Gibt h 5 1 i übzeidß: ildungs⸗[1713] ſind gegen Unterpfand in liegenden Gü⸗ Geld⸗Cours kene 5 kr. 2 5 9s rn auszuleihen bei Frankf 5 Fetepor t den 25. 1650. 2 bl. Leidhecken. L. Selz a m. Frankfurt, am 25. Oktbr. 1856. In Auftrag: N Zu verkaufen Mffloſen f fl. 9 38% 39½ Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 97 8 Friedrichsd' oer e 9 3334 Der Vorſteher 1 18 Zug- und Ackerpferd ſteht Holländische 10 fl. Stücke„ 9 4344 Bite ne d ee 8 8 ae Rand⸗Ducaten. 55 f 9. 20 Franfune„ 918-19 Immobilien-Verſteige rung. 11709] Donnerſtag den 30. l. M., Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß der dahier verſtorbenen Philippine [715] werden geſucht C. Diehl II. Zwei tüchtige Schneidergeſellen Engliſche Souverains..„11 38-42 Preußiſche Tbaler. 5WFß8(ũ ĩÜ[2:ĩ Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 44½¼%½ F von Schneidermeiſter großer Theil der Geſellſchaften hat das Geld in Berg⸗ werksbauten angelegt. Dieſe verſprechen einen großen Gewinn und eine ſehr erfreuliche National-Bereicherung, ſind jedoch für jetzt noch nicht ſo weit, daß ſie etwas einbringen. Man befindet ſich augenblicklich in der Zeit der Anlage, in der Zeit der Ausſaat, der Gewinn, die Ernte kann naturgemäß erſt ſpäter erfolgen. Dies iſt unſerer Anſicht nach ein Umſtand, der ein günſtiger, nicht ein übler zu nennen iſt. Die Geſellſchaften haben aber auch Papiere ausgegeben, von denen erſt zehn Prozent einge— zahlt wurden. Dies hatte die natuͤrliche Folge, daß Jemand, der hundert Thaler anlegen wollte, nicht eine Aktie von dieſem Werthe kaufte, ſondern zehn Aktien nahm, und mit dem Vorſatz nahm, dieſe Aktie wieder zu ver— kaufen, wenn er Geld braucht oder weitere Einzahlungen machen ſoll. Hierdurch hat es ſich von ſelbſt ergeben, daß beim natürlichen Geldmangel am Ende des vorigen Quartals Viele ihre Aktien wieder verkaufen wollten und ſomit den Preis derſelben ſehr niederdrückten.— Dies ſind in unſern Augen die natürlichen Ur⸗ ſachen, daß die Papiere in neuerer Zeit ſehr geſunken ſind, und die Folge davon iſt, daß derjenige, der wirklich Geld beſitzt, ſehr vorſichtig in Darleihen deſſelben wird. Man kann es einem Kapitaliſten nicht verdenken, wenn er ſich ſagt: ich kann in jetziger Zeit, wo die Leute viel an Aktien verlieren müſſen, mein Geld nicht leicht in fremde Hände geben; denn ich weiß nicht, ob ſich nicht mein Gläubiger zu tief in Aktien-Speculationen eingelaſſen hat.— Die natürliche Bedenklichkeit des Kapitaliſten ver— mehrt alſo den Geldmangel im Bankiergeſchäft. Iſt aber dieſe unſere Anſicht richtig, ſo wird man uns auch Recht geben, wenn wir behaupten, daß dieſe Kriſis ſofort weichen wird, wenn erſt einige Zeit vergangen iſt, wo wieder die Kapitalien ſich ſammeln und die Soli— dität ſich feſter geſtellt hat. Verſchiedenes. In Baden ſieht man immer mehr ein, daß der Acker bau bei weitem beſſer lohnt, als der ſo precäre Weinbau, und rodet ohne Gnade alle Weinberge aus, welche ſich auch nur einigermaßen zum Feldbau eignen. Gewiß ver⸗ 380 In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ein⸗ getroffen: Weber's volſiskalender, für das Jahr 1857. reis 45 kr. 0 Die Freunde von Weber's Volkskalender werden dieſen neuen Jahrgang, der wie ſeine Vorgänger viel des Intereſſanten, Unterbaltenden und Belehrenden bringt, und in gleich ge⸗ ſchmackvoller Ausſtattung vor das Publikum tritt, freundlich willkommen heißen. Sieben Jahre ſind vergangen, ſagt der Herr Herausgeber unterem Anderem in der Vorrede, ſeit wir zuerſt mit dieſem Kalender hervortraten. Dem anfänglichen Plane ſind wir durchaus treu geblieben und haben uns nur bemüht, für die anzichendſten Gegenſtände die bewährteſten Bearbeiter zu finden. Mit gerechtem Stolze dürfen wir ſagen, daß uns dies gelungen iſt. In den Geſchichten der Gegenwart iſt kein Ereigniß unbeſprochen geblieben, welches in dem vergangenen Jahre aus der alltäglichen Reihe der Dinge in irgend bemerkenswerther Weiſe hervortrat. Unter den politiſchen Belehrungen find drei Fragen von böchſter Wichtigkeit in aller gebotenen Kürze behandelt worden: die Sundzollfrage, die veränderte Stellung der proteſtantiſchen Kirche in Oeſterreich, dem Concordet gegenüber, und der unentgeltliche Schulunterricht; der letztere ganz beſonders eine Forderung der Neuzeit, die der eingehenden Prüfung nicht unwerth erſchien. Für die Länder⸗ und Völkerkunde bot ſich faſt ungeſucht der eigentliche Kampfpreis des Krieges, die befreite Donau mit ihren Anwohnern, der Betrachtung dar. Die naturwiſſenſchaft⸗ lichen Belehrungen bieten nächſt einer kurz zuſammengefaßten Mittheilung über das Nordlicht, eingehende Beſprechungen des Wiſſenswürdigſten über die Nonne und ihre Verheerungen, über die Lupine und ihren Anbau und über eine Merkwürdigkeit, die für eine große Mehrzahl noch völlig neu iſt, die eßbaren Steine. Faſt reicher noch als gewöhnlich haben wir die gemeinnützigen Belebrungen ausſtatten können, indem wir neben dem Unterricht über die Verfälſchung der Nah— rungsmittel, welche ebenſo ſehr ein Gegenſtand der Beſorgniß, wie der allgemeinſten Aufmerkſam⸗ keit geworden iſt, die Einblicke in den menſchlichen Körper fortgeſetzt haben. Aus den Erfindungen und Verbeſſerungen der neueren Zeit ſind einige der bedeutendſten ausgewählt worden, die ſich zugleich in der Ausübung bewährt haben. Wir hoffen ferner von unſeren Leſern für den Unter- haltungskalender Dank zu verdienen. Unſere Aufgabe iſt: zu belehren, indem wir unter⸗ halten und zu unterhalten, indem wir belehren. Von Braunſchweiger Flachs 1675] ſind die erſten Sendungen eingetroffen bei Wilhelm Fertſch. Kirchenbuchsauszug. Du. Schuhmachermeiſters zu Staden Joh. Hein— ch ch zug rich Oeſtereich ehl. led. S., alt 22 J., 1 19. Getraute. 22. Maria Margaretha Pflaumer, geb. 22. Oet. Friedrich Chriſtian Becker, Gr. Stadelmann, Wittwe des verſt. hſ. B. u. Oberzollreviſor zu Darmſtadt, des verſt. Poſt⸗ officianten zu Homburg Friedrich Becker ehl. verwittw. S. u. Friederike Franziska Hen⸗ riette Margaretha Trapp, des verſt. Gr. Kreis⸗ B. zu Meiningen u. Buchhalters dah. Franz arztes zu Hungen Hofraths Dr. Ludwig Ernſt[ Powalkyp, geb. 23. Trapp ehl. led. T. 25. Ein todtgebornes S. des hſ. B. u. Beerdigte. Baumeiſters Joh. Theobald Eduard Ruths, 21. Oct. Auguſt Oeſtereich, des verſt. B.] geb. 24. Schuhmachermeiſters Michael Pflaumer, alt 80 J. 11 M. 6 T. f 20. ö 24. Ein todtgebornes Zwillingsſöhnchen des Marktberichte. Friedberg 24. Oct. Waizen 14 fl. 25 kr.; Korn 9 fl. 30 kr.; Gerſte 8 fl. 20 kr.; Kartoffeln 2 fl. 10-15 kr. Grünberg 25. Octbr. Waizen 13 fl. 39 kr. z; Korn 9 flu 18 kr.; Gerſte 7 fl. 28 kr.; Hafer 4 fl. 12 kr; Erbſen 9 fl. 4 kr.; Molter 9 fl.; Saamen 21 fl. 30 kr.; Kartoffeln 2 fl. 50 kr. Mainz 24. Octbr. Waizen 15 fl. 30 kr.; Korn 12 fl. 7 kr. Gerſie 10 fl. 25 kr.; Hafer 4 fl. 48 kr. Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Oktober. bis 4. November. 2 N Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg.] dach. * kr. pf kr pf, 11Roggenbrod,/ Korn⸗ 1 und ½ Gerſtenmehl 99 2„ 1 1 6 A6 2 4„ 5 1 1 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u./ Waizenmehlf 4— 4— 2„„ 1 6 4 1 7 17 15/— 15“— Loth Loth — Milchbrod 11 4 4 „ Waſſer weft 5(— — Gemiſchte(Tafel-) Brod. 15 1 Fleiſch-Preiſe. Ochſenfleiſch. e Kuhfleiſch, gemäſtetes. 11 Nindfleiſch, gemäſtetes. 10 Schweinefleiſchh.. 16 Hapimnelfleiſch, 11 Kalbfleiſch e 8 Schaaffleiſch h Wurſt v. blos Schweinen 17 Pin Schwartenmagen. 18 Geräucherter Speck. Derlei 2 Schinten Schweineſchmalz, ausgel. 27 „ unausgelaſſen 23 Niere Hammielsfett. 116 Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. 1 SSS SSS e K—K„ͤͤ 8 — See Ses 2 dient dieſes Beiſpiel überall Nachahmung; die Zeit iſt vor— entferntere Käufer(die Herren Wiemer und Hattemar) eingefunden, um bei, wo auch der herbſte Wein immer noch willige Trinker fand. Schon ſeit einer Reihe von Jahren tragen die Weinberge kaum die Steuern und Koſten. Die Nußbäume der Krim ſind“ berühmt; unter dieſen befindet ſich der vorzüglichſte im Baidarthale bei Balaklava. Man ſchätzt ſein Alter auf Jahrtauſende, und er trägt jährlich 70,000 bis 80,000, manchmal ſogar 100,000 Nüſſe. In den Ertrag dieſes Nußbaums theilen ſich fünf Familien, denen der Baum angehört. Beim ta⸗ tariſchen Dorfe Parthenit ſtehen ebenfalls ähnliche Bäume, deren größter 20 Fuß im Umfange hat. * Friedberg den 25. Okt. Der hieſige, ſeit den Zeiten der Fruchthalle ſelig gar nicht oder nur wenig befahrene Fruchtmarkt hat ſeit einigen Wochen neuen Aufſchwung genommen, davon konnte ſich Jeder überzeugen, welcher an den letzten Markttagen unſere Stadt beſuchte. Es waren an dieſen Tagen nicht unbedeutende Fruchtvorräthe aufge⸗ fahren, welche raſch und zu guten Preiſen Kaufliebhaber fanden, denn auch an Käufern fehlte es nicht. Außer den einheimiſchen bedeutenden Fruchthändlern und den benachbarten Müblenbeſitzern hatten ſich auch ihren bedeutenden Bedarf an Früchten direct von den Landleuten einzu⸗ kaufen,— und dabei können ſich die letzteren nur gut ſtehen. Wie wir vernehmen, ſind genannte Herren geneigt, für die Folge wöchentlich unſeren Fruchtmarkt zu beſuchen. Dieſe Mittheilung mag denjenigen Landleuten, welche ſich bis jetzt nicht entſchließen konnten, ihre Früchte zum Markt zu bringen, einigen Muth machen, denn ſie dürfen überzeugt ſein, daß ſie für ihre Waare raſchen und guten Abſatz finden. Wenn überhaupt die Oeko— nomen unſerer Wetterau, namentlich die kleineren, welche die Aufhebung der Märkte beklagten, in richtiger Auffaſſung ihrer Intereſſen die Fruchtvor⸗ räthe zum Markte bringen würden, ſo dürfte der Fruchtmarkt unſerer Stadt für die ganze Umgegend von größter Bedeutung und Wichtigkeit wer⸗ den, es dürften Kaufliebhaber aus weiter Ferne den Marktplatz unſerer Wetterauer Getreidevorräthe aufſuchen und der Landmann dürfte gar bald von ſeinem vollen Säckel aus die Ueberzeugung gewinnen, daß er klug daran thut, ſelbſt auf dem Markte zu verkaufen. Wir ſind überzeugt, auch unſer Stadtvorſtand wird, die Wichtig⸗ keit eines frequenten Fruchtmarktes für unſere Stadt und Umgegend in allen Beziehungen erkennend, nichts verſäumen, was die Frequenz des Marktes heben könnte und angelegentlichſt für zweckmäßigſte Einrich⸗ tungen zu ſchneller Abfertigung der Käufer und Verkäufer beſorgt ſein. Schöner und ſauber gepußter Waizen wurde zu 18 fl. 2530 ke., Gerſte zu 8 fl. 15 kr. verkauft, Korn fehlte, Hafer mit 4 fl. 1520 kr. bezahlt. Nach Kartoffeln war große Nachfrage und die aufgefahrenen Quantitäten wurden raſch verkauft. Dieſer Nachfrage wird abgeholfen werden können. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur; Hermann Schimpff. n dem 6 105 entſchuldigen tage nicht 1. denten der 1. 10 bald ein Dritthell berufen werden m berſammelt der 8 orläuſig zu cone oder, wenn ein ſe des Landesh. Com wahl des 2. Praf alsdann zur Wa vorſchlägt. Art. Ordnung des Art ſammenſetzung de Abgeordneten bet Gläflichen und be dem Lebensalter. Mitglieder ſißen! glieder der 2. Kan Einweiſungscomm Nichterſcheinen. erſchienen find,! vorläufig conſtitu älteſte Mitglied e Ark. 7. Bei der die vorläufig co gleiche Abtheilun gitimationen der lung wählt ſich Abtheilung wird gleiche Zahl von theilung eine Let Das Reſultat d Ablheilungen der deren Wahl ode anſtandet werder gültigen Entſche Verfaſſungsurkut dem Vorſitze ihr mer als Urkund wählen, welche Jräſdenten für Al. 11. Nachde ud, wählt dieſe Ter Präßſdent d. Oicretären beſom dern in überlaſt dung beider Ram dis Eröffnung warn zugleich v. wren erng Tr D leiſt 1 dem Gre 905 Weſaſung, Präg Judent jede