äringe riedberg. egen, Inzeigen. 1 tag. 1 Stadtkirche Burgkirche ag kirche 5 kirche 90 1 3 p. Blattes Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint wõ⸗ Einrückungsge⸗ . Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, ene tag. Preis jährl. oder deren Raum been Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ſammen 7 kr. Nu 25. Freitag, den 28. März. 18356. Vom 1. April an kann wieder auf das Intelligenzblatt abonnirt werden. Dasſelbe koſtet von jetzt an bis Ende d. J. 34 kr. Die Expedition. Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Betreffend: Auswanderungen nach Sauta Eé Mit Bezug auf das in obigem Betreff von uns erlaſſene Ausſchreiben vom 30. November v. J. ſetzen wir Sie davon in Kenntniß, daß einer Mittheilung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 1. zu Nr. M. d. J. 3006 zu Folge, den Angehörigen des Großherzogthums, welche in der Abſicht, ihre Lage zu verbeſſern, in überſeeiſche Länder auswandern wollen, die Auswanderung nach Santa Fe durchaus nicht empfohlen werden kann. Wir beauf- tragen Sie daher, wo ſich Ihnen Gelegenheit dazu darbietet, hiervon abzurathen und die Aus wanderungsluſtigen geeig— net zu verwarnen, daß ſie den Aupreiſungen des fraglichen Unternehmens nicht zu viel vertrauen mögen. Durch glaub— hafte Verſicherungen wird beſtätigt, daß das Klima in jenem Lande, wenn es auch für die Eingebornen ein geſundes ſein mag, doch fuͤr die deutſchen Einwanderer ein höoͤchſt ungünſtiges und zu befürchten ſei, daß dieſe demſelben ſehr bald erliegen. Ebenſo gewähren die politiſchen Zuſtäande des Landes den Einwandernden nicht genügenden Schutz und Rechtsſicherheit, und es ſind namentlich die zu coloniſirenden Diſtricte der Provinz Santa Fé noch den Raubzügen der Judianer ausgeſetzt. Die Entfernung der zu gründenden Colonie von der Stadt Santa Fé, dem nächſten zum Abſatze von Producten geeigneten Platze beträgt über 20 deutſche Meilen, und es ſind daher auch in Bezug auf den Verkehr und namentlich den Abſatz der Producte günſtige Verhältniſſe für die Einwanderer nicht zu erwarten. Vor Allem müſſen aber auch die Bedingungen, welche der Unternehmer ſtellt, große Bedenken erregen. Den Auswanderern werden hiernach von der Regierung Werthe im Betrage von 1000 Franken und von dem Unternehmer die Ueberfahrtskoſten bis zu dem Betrage von 700 Fres. und eventuell 900 Fres. vorgeſchoſſen. Dagegen haben aber dieſelben nicht nur in den erſten fünf Jahren von den Erzeugniſſen ihrer Erndte in Natur /½ an den Unternehmer abzugeben, ſondern ſie ſollen außerdem in den erſten zwei und langſtens drei Jahren ihrer Niederlaſſung auch noch jene Vorſchüſſe von zuſammen 1750 oder 1900 Fres. zurückerſtatten. Daß die Erfüllung dieſer Verpflichtungen den Einwanderern möglich ſei, erſcheint höchſt unwahrſcheinlich, was aber der Einwanderer zu erwarten hat, wenn er die eingegangenen Bedingungen nicht zu erfüllen im Stande iſt, darüber fehlt jede nähere Auskunft. Friedberg am 19. März 1856. M üer le x. A n. Dietel deen. Belreffend: Anſchaffung von Leinſamen. Nach einer Mittheilung des Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins für Oberheſſen kann ächter ruſſiſcher Leinſamen(Frühlein) bei dem Kaufmann J. H. G. Römheldt in Marburg, eingezogener Erkundigung nach, in guter Qualität ſtets bezogen werden. Sie werden dieſes alsbald zur offentlichen Kenntniß bringen. Friedberg am 25. März 1856. In Verhinderung des Kreisraths de Beauc hair, Kreisaſſeſſor. An De ſfelb nan, Betreffend: Die Ableiſtung des Verfaſſungseides der jungen Ortsbürger. Dienſtag den 8. k. M. Vormittags 10 ½ Uhr findet die Huldigung auf dem Rathhauſe dahier ſtatt. Sie werden die jungen Ortsbürger, die den Verfaſſungseid auszuſchwören haben, vorladen und Beſcheinigung nach Vorſchrift einſenden. Friedberg am 26. März 1856. In Verhinderung des Kreisraths de Beauclair, Kreisaſſeſſor. Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt. Nr. 8 vom 13. März enthält: 1 Bekanntmachung Gr. Tgerichts Alzey die Großh. Bürgermeiſter: Hirſchmann zu Sprend⸗ Miniſteriums der Juſtiz vom 28. Febr., wornach in den Landgemein⸗ lingen, Köhler zu Heimersheim, Schott zu Uffhofen, Schredels den der Provinz Rheinheſſen ſich durch ſorgfältige und ordnungs- ecker zu Horchheim.— 11. Ergebniſſe der Verwaltung des allgemeinen mäßige Führung der Civilſtandsregiſter im Jahre 1854 ausgezeichnet evangeliſchen Kirchenfonds vom Jahre 1853.— Hiernach betrug haben und öffentliche Belobung verdienen: 1) In dem Sprengel des die Geſammteinnahme 25,381 fl. 2 kr., die Geſammtausgabe Gr. Bezirksgerichts Mainz die Großh. Bürgermeiſter Brand zu 25,109 fl. 9½ kr., verglichen bleibt Reſt 271 fl. 52¾ kr.— III. Oberhilbersheim, Kay ſer zu Gaubiſchofsheim, Kirchner zu Bretzen⸗ Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe von israelitiſchen Religions- heim, Köhler zu Bechtolsheim, Mangold zu Großwinternheim, gemeinden im Kreiſe Bingen für 1856.— IV. Umlagen zur Be⸗ Walldorf zu Partenheim;— 2) in dem Sprengel des Gr. Bezirks- ſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kreiſes * 110 Alsfeld für 1856.— V. Umlagen zur Beſtreitung der Bebürfniſſe der israelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Schotten für 1856,— VI. Desgleichen im Kreiſe Mainz.— Un. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgeſetzbuchs bekannt zu machender Straferkenntniſſe der Gerichte der Provinz Ober⸗ beſſen, und zwar 24 von dem Großh. Aſſiſenhofe dieſer Provinz, welche wegen verſuchter Erpreſſung ꝛc., Diebſtahls, Landſtreicherei, Veruntreuung im Dienſte, Meineids, Straßenraubs, Brandſtiftung, Kindesmords ꝛc., Strafen von 1 Jahr Corrections⸗ bis 10 Jahr 3 M. Zuchthaus erkennen;— 1 von Gr. Provinzial⸗Strafgericht Oberheſſen, wegen Schriftfälſchungen und Unterſchlagung, in contumacian in eine Diebſtahls ꝛc. zu 1 Jahr Corrections⸗ bis 3 Jahren Zuchthaus;— 10 von Stadt⸗ und Landgerichten der Provinz Oberheſſen, und zwar 2 vom Landgerichte Alsfeld, 1 vom L.⸗Ger. Büdingen, 1 vom L. Ger. Butzbach, 1 vom L.⸗G. Friedberg, 2 vom S.⸗G. Gießen, 1 vom L.⸗G. Grunberg, 1 vom L.⸗G. Herbſtein und 1 vom L.⸗G. Schlitz, meiſt wegen Diebſtahls, Landſtreicherei ꝛc. zu 12 ¼ J. Correctionshaus 2c. — VIII. Dienſtnachricht: Am 17. Novbr. 1855 iſt die kath. Pfarrſtelle zu Heidesheim dem Caplan zu St. Ignaz zu Mainz Sickin⸗ ger, übertragen worden.— IX. Concurrenz für: die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Fürfeld mit jährlich 1119 fl. 13 kr.;— die 2. evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Egelsbach, mit 341 fl. 14 kr. nebſt 2 Stecken Buchen⸗ Zuchthausſtrafe von 3 Jahren;— 33 von Gr. Hofgerichte dieſer Provinz, wegen Betrugs, verheimlichter Niederkunft, Landſtreicherei, und 2 Stecken Eichen⸗Scheitholz für Heizung des Schullocals. Bekanntmachungen von Behörden und Privat⸗Anzeigen. Holzverſteigerung. L433] Montag, den 31. d. M., werden in den Diſtrikten„am Rabenneſt und Mörler⸗Unter“ 117 Stecken Buchen-, Eichen-, Birken⸗ und Aſpenprügelholz, 21,250 Stück dergleichen Wellen und 13½ Wagen allerlei Holz an den Meiſtbietenden verſteigert. Die Verſteigerung beginnt Vormittags 9 Uhr im Diſtrikte„am Rabenneſt.“ Ockſtadt, am 13. März 1856. Freihl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Holzverſteigerung. L456] Dienſtag den 1. April l. J,, Vormit⸗ tags 9 Uhr aufangend, wird in hieſigem Stadt⸗ wald, Diſtrikt Pfingſtweide, nachverzeichnetes Gehölze meiſtbietend verſteigert: 86 Stecken Eichen⸗ und Birken⸗Scheitholz, 60„ Asopen-Scheitholz, 50%„ Eichen- u. Birken⸗Prügel holz, 35„ Ascpen⸗Prügelholz, 4„ Buchen-Stockholz, 120%„ Birken- u. Eichen⸗Stockholz, 44„ Kiefern⸗Stockholz, 58 17 Aspen⸗„ 250 Wellen Buchen⸗Reisholz, 4000„ Birken⸗ u. Eichen⸗Reisholz, 3075„ Kiefern-Reisholz, 2200„ Aspen⸗„ 30 Stück 321 Cbfß. Eichen⸗Stammholz, S8 7 i Bien;„ 25„ 523 Kiefern⸗„ 76 17» Lichen ⸗Stangenholz, 75 0 26„ Buchen- 7 10„ Eichen-Pflugsrehe und Wetter. Die Zuſammenkunft iſt in der Espaerſtraße. Butzbach den 18. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Si ee Eichenlohrinden⸗Verſteigerung. [454] Die Verſteigerung der Eichenlohrinden in den Waldungen der Gemeinde Obermörlen wird Donnerſtag den 3. April J. J., Vormit— tags 10 Uhr, nachdem die Eichenlohrinden aus den Domanialwaldungen verſteigert ſind, im Trapp'ſchen Gaſthauſe zu Friedberg abgehalten werden. Nach der Abſchätzung werden zur Verſteige⸗ rung kommen: a) In dem Diſtrikte Schwarzloch 24jähriger Stockausſchlag, 405 Centner, b) in dem Oiſtrikte Gauskopf 19 u. 20jähr. Stockausſchlag, 455„ Zuſammen 860 Centner. Die Bedingungen werden vor der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werden. Obermörlen, am 19. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermörlen Schweitzer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. [4521] Die Lieferung von 1600 Stück Kiefern- wellen ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden und iſt Termin auf den 1. April l. J., Morgens 10 Uhr, feſtgeſetzt. Die Bedingungen ſind bei Großherzoglicher Materialverwaltung dahier einzuſehen. Gieſſen den 15. März 1856. Großherzogliche Magazins⸗Commiſſion. In Verhinderung des Vorſitzenden: Daudt, Maſchinenmeiſter. Eichenlohrinden⸗Verſteigerung. [457] Das diesjährige Ergebniß der Eichen- Lohrinden im Holzhauſer Gemeindewald von circa 400 Centner ſoll Freitag den 4. April l. J., Vormittags 11 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe verſteigert werden. Holzhauſen den 17. März 1856. Großherzogliche e Holzhauſen ſteß e d. Holzverſtleigerung. [464] Eingetretener Umſtände wegen wird die von mir auf Donnerſtag den 27. März anbe⸗ raumte Holzverſteigerung nicht am genannten Tage ſtattfinden, ſondern erſt Mittwoch den 2. April, Morgens 10 Uhr, abgehalten werden, und kommen folgende Holz⸗ ſortimente zur Verſteigerung: Diſtrikt Eichen⸗ und Buchenhardt. 35 Eichen⸗Bauſtämme, 1700 Cbfß. haltend, 15 Klafter Eichen-Scheitholz, 2 Buchen⸗-„ 12„ Erdſtöcke. Diſtrikt Lehmkaut. 50 Stück Gerüſtſtangen, 1000„ Hopfenſtangen, 1500„ Bohnenſtangen. Michelbach bei Ufingen den 19. März 1856. Maurer, Bürgermeiſter. Lohrinden-Verſteigerung. 459] Die Verſteigerung der Lohrinden aus dem Gemeindewald Niedermörlen, Oberför⸗ ſterei Oberrosbach, Schlag Nr. II., 18jähriger Stockausſchlag von circa 258 Centner, ſoll nach der am 3. April 1856 im Trapp'ſchen Gaſthauſe zu Friedberg von Großherzoglichem Forſtamt anberaumten Lohrindenverſteigerung Vormittags 10 Uhr ebendaſelbſt abgehalten werden. Es wird auf Verlangen den Steigliebhabern der Schlag Nr. II., worin ſich die Erndte be⸗ findet, von dem Großh. Förſter Schnauber auf dem Forſthauſe Winterſtein vorgezeigt. Niedermörlen, den 19. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Niedermörlen Dey. Der Gemſen jäger. (Fortſetzung.) „Dort droben ſind ſie alle geblieben!“ murmelte die Alte halblaut und mit einem Schauder vor ſich hin;— „alle., alle.. Vreneli's Vater, der Vater ihrer Mutter,— und der Vater des Aehni. Es beſteht ein alter Haß zwi— ſchen unſrer Familie und den Schreckhörnern..“ „Und ſelbſt auf jenen hohen Zinken haſt Du nichts gefunden, Vetter?“ fragte Ulrich, unwillkürlich ergriffen von der Kühnheit ſeines Nebenbuhlers. „Und wer ſagt Dir das?“ rief Hans. „Du haſt alſo Fährten geſehen?..“ „Nein, nicht Fährten allein, ſondern noch mehr! Ein 1 Rudel Gemſen ſammt ihrem Kaiſer hab' ich ge— ſehen!/ Den drei Zuhörern entfuhr unwillkürlich ein Schrei der Ueberraſchung. In jenen wilden Thälern iſt die Gems— jagd die romantiſche und ergreifende Seite des Lebens, an welche ſich alle wunderbaren Abenteuer anknüpfen, um welche ſich alle Sagen und Traditionen des häuslichen Herdes drehen, ſie iſt der Born, aus welcher die Volks— muſe ihre ſchönſten Mährchen und Sagen ſchöpft, und ſie übt auf die Einbildungskraft eine unwiderſtehliche Gewalt aus. Bei dieſer Kunde von dem ſeltenen Begegniß, das dem Jäger zugeſtoßen war, traten daher Mutter Trine, Vreneli und Ulrich mit ſtürmiſcher Neugier und zahlloſen Fragen zu Hans heran. Dieſer richtete ſich ſtolz auf und aus ſeinen Zügen leuchtete ein wilder Triumph.„Ja, ich habe geſehen!“ rief er und reckte die Hand aus, als wollte er ihnen ſeine merkwürdige Jagdbeute zeigen.„Es war droben in einer der Schluchten, die ſich am Fuße des kleinen Zinken öffnen. Mit meinem Fernglaſe hab' ich ſie mir genau beſchaut, und dann neues Zündkraut aufge⸗ ſchüttet, um meiner beiden Schüſſe ſicher zu ſein, und dann mich niedergethan, um ſie zu beſchleichen, bis ſie mir ſchuß— gerecht wären. Schon war ich bis auf Büchſenſchußweite zu der Gemſe herangeſchlichen, welche Wache hielt, und ich konnte ſchon ihre Krikeln unterſcheiden, da ſprang ſie zur Seite, um die anderen zu verwarnen, und im Nu waren ſie alle auf und davon, den Kaiſer an der Spitze.. es waren ihrer neun!“ Mutter Trine erſchrack unwillkürlich über dieſen Ein⸗ zelnheiten.„Weißſt Du wirklich, daß es neun waren? haſt Du ſie gezählt?“ fragte ſie haſtig. 10) Brechen von 6.0 aus den! 12 Uefenung Fuß Deck 13) Leferung 14 Aufaht 0 15) Denſelbe 10) Veſerun gußzeſer 15 3 Linien 17) Legen! incl. ie und Hal Dinge Schaa! UAS No 11 Ur, Schaafpfer Friedbe Großht „I hier an „U Du, has Alte fort 1 für eine! lich, aber ganze S dug de Weccher wieder 1 und we Kaiſert fuhr; zacke v. „ Trine. bis ic ſchwun 7 Arbeits⸗Verſteigerung zu Wohnbach. [461] Montag den 31. l. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Rathhaus der Ge⸗ meinde Wohnbach nachſtehend verzeichnete Ar- beiten und Veferungen unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin. Accord gungen an die Wenigſtnehmenden in gegeben werden: A. Wegbauarbeiten an dem Weg nach Berſtadt. 1) Planirarbeit, veranſchlagt zu 321 fl.— kr. 2) Erbauung der Durchläſſe,„ 98„ 7 3) Chauſſirarbeit„ 60„— 4) Brechen, Fahren, Aufſetzen und Zerſchlagen von 3 Cbklftr. Ba- ſaltſteinen„ 88„ 30„ 5) Handarbeiten„ idr B. Straßenbauarbeiten im Ort Wohnbach. 6) Maurerarbeit, veranſchl. zu 122 fl. 44 kr. 7) Planir- u. Chauſſirarbeit. 40„— 80 Pflaſterarbeit„5 42%—„ 9) Grabenarbeit„ 56»—„ 10) Brechen, Fahren und Aufſetzen von 4 Cubikklftr. auserleſenen Mauerſteinen aus den Sand⸗ ſteinbrüchen bei Rockenberg 232„— 11) Brechen, Fahren und Aufſetzen von 6,5 Cbklftr. Baſaltſteinen aus den Wohnbacher Brüchen 110—“ 12) Lieferung von 100 laufende Fuß Deckplatten 40%— 13) Lieferung von 23 Bütten Kalk 57„30„ 14) Aufuhr von 2,7 Cbklft. Sand 33„ 36„ 15) Denſelben zu meſſen 4„ 3„ 16) Lieferung von ca. 2070 Pfund gußeiſernen Brunnenröhren, 2½ Zoll Durchmeſſer und 3 Linien Wandſtärke 172 30„ 17) Legen und Verkitten derſelben incl. Lieferung von Talg, Harz und Hanf 48 Villingen, den 19. März 1856. 3 8 8. G. f e Bauaufſeher. Schaafpferche⸗ Verpachtung. [484] Montag den 31. März, Morgens um in hieſigem Rathhauſe 5— 10 11 Uhr, werden in Schaafpferche meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 26. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg B Bender. 111 Oeffentliche Aufforderung, [485] Johannes Müller und deſſen Ehe frau Katharina geborne Walther von Mün⸗ zenberg haben mittelſteines unterm 2. Juli 1847 und weiter am 15. Juni 1848 gerichtlich be⸗ ſtätigten Schenk und Verpflegungs⸗ Vertrags ihr ſämmtliches Vermögen an Johannes Gorr VII. Eheleute zu Münzenberg, ſodann an Sophie Hans Konrad Fenchel's Ehefrau zu Gambach und die Kinder der Veronica Velpert Geißlers Ehefrau in Langsdorf überlaſſen und es iſt nach dem Ableben der beiden Uebergeber nach Anleitung des vorgedachten Vertrags um Aushändigung des Nachlaſſes und Ausfertigung der erforder- lichen Theilungsurkunden nachgeſucht worden. Demgemäß werden auf Anſtehen der Ueber- nehmer die geſetzlichen Erben und insbe- ſondere die unbekannt wo? abweſenden a) Hein⸗ rich Jäger, b) Heinrich Walther und Johann Georg Walther, als Söhne des verlebten Johann Georg Walther, alle von Münzenberg, aufgefordert, ſich über die Aner⸗ kennung des oben angeführten Schenkungsver- trags binnen einer Friſt von 2 Monaten zu erklären oder zu erwarten, daß derſelbe für anerkannt angenommen wird. Zugleich ſind etwaige dingliche Anſprüche an die zu dieſem Nachlaß gehörigen und auf„Johannes Müller“ im Flurbuch eingetragenen Immo⸗ bilien, deren Erwerb theilweiſe urkundlich nicht nachgewieſen werden kann und deren Verzeich⸗ niß in der Landgerichts⸗Regiſtratur offen liegt, binnen gleicher Friſt ſogewiß anzumelden, als ſonſt die Theilungsurkunden beſtätigt und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach am 19. März 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach Ebel. Die Fohlenweide im Vogelsberge [486] wird auch im Sommer 1856 wie in früheren Jahren wieder fortgeſetzt werden. Die Fohlen ſind am 31. Mai am Petershai⸗ nerhofe abzuliefern und die Hälfte des Waid⸗ geldes S 9 fl. reſp. 12 fl. zu erlegen. An⸗ meldungen müſſen bis zum 15. Mai erfolgen. Die näheren Bedingungen wolle man in der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift nachleſen. Schotten, am 22. März 1856. Großherzogliches Rentamt Schotten Prätorius. Oeffentliche Aufforderung. 487] Die Erben des Konrad Jakobi II. zu Niederrosbach haben ihre älterlichen Grundſtücke unter ſich vertheilt, ſind jedoch außer Stand, das Eigenthumsrecht an den in der Gemarkung Ober- und Niederrosbach gelegenen, dem Erb⸗ laſſer zugeſchriebenen Stücken Fl. Nr. X/516 x/9 18, 913 urkundlich nachzuweiſen. Es wer- den daher alle, welche jenes Recht nicht aner⸗ kennen, aufgefordert, ihre deßfallſigen Anſprüche um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt die Theilung beſtätigt und Eintrag der Exwerbtitel in das gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt wird. Friedberg am 13. März 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Hofmann, v. Lepel, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [488] Die mit Herſtellung eines Signalſtandes an dem Bahnwarthaus beim Lindenbaum in der Gemarkung Bruchenbrücken verbundenen Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 35 fl. 12 kr. und Zimmerarbeiten,„„ 34 14% follen Dienſtag den 8. April l. J. Nachmittags 2 Uhr auf der Station Niederwöllſtadt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den We⸗ nigſtnehmenden veraccordirt werden. Friedberg am 19. März 1856. Der Großherzogliche Sections-Ingenicur der Section Friedberg Hochgeſand. Holzverſteiger ung in der Oberförſterei Ortenberg. [489] Nächſten Mittwoch den 2. April, von Morgens präcis 9 Uhr an, ſollen im Diſtrikt Dicknitt bei Eckartsborn nachſtehende Holzſor⸗ timente: Scheitholz Prügel Stockholz Reiſer S Buchen⸗ 321% 69 146% 289 Eichen⸗ 15 4 127 6 6 Eichenſtämme von und 8-15“ Länge, 13 Buchen⸗ u. Hainbuchenſtämme von 11 bis 20“ Durchmeſſer u. 15-30“ Länge, an Ort und Stelle verſteigert werden. Zu⸗ ſammenkunft um beſagte Stunde im Holzſchlag. Zahlungsfriſt bis zum Betrage von 25 fl. bis Ende September d. J. Ortenberg, den 24. März 1856. Großherzogliche Oberförſterei Ortenberg Haberkorn. 17— 46“ Durchmeſſer „Ich bin meiner Sache ſo gewiß, wie mein Finger hier an der Hand.“ „Und ſie waren Du, haſt Du Dich wirklich nicht Alte fort. für einen Sonntagsjäger?“— Die Ahne ward nachdenk— lich, aber Hans fuhr mit ſteigender Leb verfolgte ich ſie unter den Zuerſt wandten ſie ſich über Gletſcher nach dem Vieſcherhorn hinüber, dann kehrten ſie wieder um. Viermal hatte ich ihnen den Weg abgeſchnitten daß ich das Pfeifen des ganze Stunden längs der Abgründe. und war ihnen ſchon ſo nahe, von einem Kaiſer angeführt, ſagſt getäuſcht?“ fuhr die haftigkeit fort:„Drei die Alte gedankenvoll vor ein Kaiſer an der Spitze.. endlich, wenn man ihnen ganz nahe iſt, Alles verſchwunden.. Vreneli's Vater iſt es ebenſo ergangen; er hat ſie auch ſich hin.„Neun Gemſen und nicht zum Schuß gelangt, und geſehen, einen Monat vor ſeinem Tode.“ a „Was denkt Ihr denn, Baſe? haltet Ihr mich etwa Hans bebte unwillkürlich zuſammen und fragte nach Zinken und den geweſen?“ vor ſich hin; „Sag' „Jäger die Ihr denn, Großbaſe, es ſeie ein „Wer weiß!“ „der böſe Geiſt iſt da droben in ſeinem Reiche!“ ich denn das Gegentheil?“ droben am Fuß der Jungfrau haben ihn mehr als einer kurzen Pauſe mit ungläubigem Achſelzucken:„Glaubt Rudel Irrgemſen“) ſagte Mutter Trine und blickte ſtarr verſetzte Hans. übernachtet, einmal unter dem Gletſcher heulen Kaiſers hören konnte, womit er das Rudel zu leiten fort⸗ 1 fuhr; aber immer hat mich eine Spalte oder eine Fels⸗ 16 zacke von ihnen abgeſchnitten.“ „Und wo haſt Du ſie verloren?“ hören. Aber was kümmert das mich? Seit eilf Jahren trotze ich ihm in ſeiner Behauſung, und ſo lange ich noch mein Handbeil und meine Büchſe habe, brauch' ich ſonſt Trine. Niemand, um mich vor ihm zu beſchützen. Gott verd—! „Da wo es zum Eiger hinüberfüͤhrt,“ verſetzte Hans; wenn das Rudel Gemſen, das ich heute früh geſehen habe, „bis ich um einen Felſenvorſprung umbog, waren ſie ver—⸗ r ſchwunden. a*) Geſpenſtiſche Gemſen, denen man vergebens nachſetzt und die „Dacht' ich's doch. ganz ſo wie damals!“ murmelte den Schützen in den Abgrund führen. forſchte Mutter Main ⸗Weſer⸗ Bahn. 1490] Dienſtag den 8. April l. J. Nachmittags 2 Uhr werden auf der Station Niederwöllſtadt die bei Erbauung eines Holzſtalles und einer aſchküche vorkommenden 1 an era veranſchlagt zu 120 fl. S kr. und 2) Zimmerarbeiten 1„ 26„ 30„ unter den bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg am 19. März 1856. 5 Der Großherzogliche Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Hofraithe⸗Verſteigerung. 1491] Montag den 31. März, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß der hier verſtorbenen Friedrich Sieck's Wittwe gehörende Hofraithe, wie ſolche in den Intelligenzblättern Nr. 16 und 17, Juſerat 261, näher bezeichnet iſt, mit dem Anfügen meiſtbietend verſteigert, daß bei einem annehm⸗ baren Gebot die Genehmigung ertheilt wird. Sodann kommen, Nachmittags um 2 Uhr, die zum Nachlaß gehörenden Mobilien, beſtehend in Holzwerk, Kleider- und Küchenſchränken, Kom⸗ moden, Küchengeräthſchaften, einer Partie Holz und dergleichen zur öffentlichen Verſteigerung. Friedberg den 26. März 1856. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher B F n Lohrinden⸗Verſteigerung. 14921 Die Verſteigerung der Eichen⸗Lohrinden in dem Langenhainer Gemeindewald, Oberför⸗ ſterei Hochweiſel, Diſtrikt Hühnerpfad, ca. 150 Ctr., ſoll am 3. April l. J. im Trapp'ſchen Gaſthaus zu Friedberg ſogleich nach der von Großherzog⸗ lichem Forſtamt Friedberg anberaumten Loh⸗ rinden⸗Verſteigerung ſtattfinden. Auf Verlangen kann den Steigliebhabern der Schlag durch den Forſtwart Möckel in Langen⸗ hain gezeigt werden. Ziegenberg am 25. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Langenhain Rumpf. Eichenlohrinden⸗Verſteigerung. 1493] Donnerſtag den 3. April d. J. ſollen unmittelbar nach der, in dem Trapp'ſchen Gaſt⸗ haus zu Friedberg von dem Großherzoglichen Forſtamt Friedberg abgehaltenen Verſteigerung von Eichenlohrinden daſelbſt aus dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrict Hiſſigwald, ebenfalls ca. 150 Centner Eichenlohrinden von 20 bis 112 25jährigem Beſtand verſteigert werden. Der Forſtwart Fauerbach dahier wird den Kauflieb⸗ babern den Schlag, in welchem die Runden ge⸗ erndtet werden, auf Verlangen näher bezeichnen. Kleinkarben, am 22. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Kleinkarben ( k. Holzverſteigerung. 1494] Freitag den 4. April l. J., Morgens 10 Uhr anfangend, ſoll im Bodenroder Ge⸗ meindewald, im Diſtrikt Eſelsberg, folgendes Gehölz öffentlich an die Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden: 60 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, 38 17„ Prügelbolz, 127. f„ Stockholz, 3225 Stück Buchen⸗Reisholzwellen, 2 Eichen⸗Werkholzſtämme von 29 Cbf. Die Zuſammenkunft iſt in Ioco Bodenrod. Bodenrod, den 22. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Bodenrod Werner. Holz verſteige rung. [495 Mittwoch den 2. April, Vormittags um 9 Uhr anfangend, werden in dem Münſterer Gemeindewald nachſtehende Holzſortimente öffent⸗ lich und meiſtbietend verſteigert: Diſtriet Lams hort. 275 Stecken Buchen⸗Scheitholz, „ e Eichen⸗„. 2„ Prügelholz, 10 1 Buchen⸗Stockholz, 24½%„ Eichen⸗„ 400 Wellen Buchen⸗Reisholz, 475„ Eichen⸗„ 16 Eichen⸗Bauſtämme, 459 Cbfuß. haltend, 1 Buchen⸗Klotz, 9 Cubikfuß haltend, Diſtrikt Kohlgruͤbe. 475 Willen Nadel-Reisholz, 2 Nadelſtämme, 13 Cubikfuß haltend, 2152 Nadelſtangen, 909„ 5 zu Bohnen⸗ u. Hopfenſtangen u. Baum⸗ pfählen geeignet, ſodann ca. 500 Ginſterwellen. Zuſammenkunft iſt im Dorf Münſter. Münſter, den 22. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Münſter Anſchicks. Verſteigerung von Arbeiten und Materiallieferungen zur Erbauung eines Schulhauſes in Niederweiſel. 1496] Montag den 7. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslocal des Joh. Jacob Adami zu Niederweiſel nachſtehende Arbeiten und Materiallieferungen an den We⸗ nigſtfordernden öffentlich in Accord gegeben werden: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 1486 fl. 56 kr. Steinhauerarbeit, 1„ 1113„ 36, Zimmerarbeit, 55„%% 2744 56, Dachdeckerarbeit e, ee, Schreinerarbeit, i eie Schloſſerarbeit, i d 2, Glaſerarbeit, u„as, Weißbinderarbeit,„„ 23%% Spenglerarbeit,„ Das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 32 Kubikklaftern Mauerſteinen aus den Brüchen von Niederweiſel,. die Lieferung von 172000 Stück hart ge⸗ brannten Backſteinen, die Lieferung von 2200 Stück hart gebrannten Rohrſteinen, die Lieferung von 240 Bütten Kalk nach naſſem Maas, die Lieferung von 12 Kubikklaftern Sand aus Rockenberg oder Griedel. Pläne, Voranſchlag und Steigbedingungen liegen acht Tage vor der Verſteigerung auf dem Großherzoglichen Kreisbauamte Friedberg zur Einſicht offen. Niederweiſel den 23. März 1856. Großherzogliche ie Niederweiſel Hau b. Holzverſteigerung. 1497] Montag den 31. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in den geſammt⸗⸗herrſchaftlichen Waldungen bei Burggräfenrod, Diſtrikt Ein⸗ ſiedel, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden: 1) 6 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 2) 2¼„ Kirſchbaum⸗, 32 Stecken Eichen⸗ und 46 ½ Stecken Erlen ꝛc.-Prügelholz, 3) 8425 Hainbuchen-, 825 Kirſchbaum-, 6000 Eichen⸗ und 3750 Erlen ꝛc.⸗Reisholz⸗ Wellen und 4) 19 Eichen⸗, 1 Kirſchbaum⸗ und 25 Erlen⸗ Werkholzſtämme von 7-15“ mittlerem Durchmeſſer u. 14—49“ Länge. Heldenbergen den 20. März 1856. Großherzogliche Oberſörſterei Altenſtadt Rumpf. Arbeits ⸗Verſteigeru n g. 14981 Freitag den 4. April d. J., Vormittags 10 Uhr, wird die in einer Straße dahier nöthig werdende Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu 180 fl., an den Wenigſtfordernden auf hieſigem Ge⸗ meindehaus in Akkord gegeben. Rodheim, den 20. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Rodheim Jae d. auch dem Gottſeibeiuns ſelber gehörte, ſo ſoll es doch mit meinen Kugeln Bekanntſchaft machen!, Vreneli und Ulrich blickten ſich ängſtlich an. Aufge— ſäugt und erzogen im Glauben der Thäler, betrachteten ſie beide die Region des ewigen Schnee's für das Gebiet furchtbarer Wunder und Schrecken, das der Menſch nur mit zager Bangigkeit und unter Gottes beſondrem Bei— ſtand zu betreten wagen könne; Hans erſchien ihnen daher als ein Muſter von Frechheit und ſein Benehmen für eine wahre Ruchloſigkeit. Die alte Frau mochte dieſe An— ſicht und dieſes Gefühl theilen, denn ſie flüſterte kopfſchüt— telnd:„Hans, Hans, man muß den unſichtbaren Feind nicht erzürnen oder herausfordern!“ Dem Gemsjäger aber war bei ſeinem trotzigen Prah— len der Kopf warm geworden; er ſtand auf, trat zum Tiſche, ſchlug mit der Fauſt auf denſelben und rief:„Bei meinem Kopf, Baſe Trine, ich kümmere mich um Den, von dem Ihr ſo eben ſprecht, gerade ſo wenig, als um das nächſte beſte Murmelthierchen, das in den Felsſpalten der Scheideck pfeift; darum höret, was ich Euch verſpreche, D und Ihr Beiden da ſollt Zeugen davon ſein: ehe acht Tage um ſind, lege ich hier auf dieſen Tiſch ein Viertel und den Kopf von dem Gemſenkaiſer, den ich aufgegangen habe!“— Dieſen Schwur begleitete Hans mit einer der— ben Verwünſchung und mit einem Blicke auf das junge Mädchen, ob welchem Uli erbebte. Er wußte, daß ſein Vetter niemals unnöthige Worte machte oder mit Ver— ſprechungen ſpielte; was er einmal geſagt hatte, war im— mer ſo gut als ein unterſchriebener Vertrag und er erfüllte es um jeden Preis. Seine vermeſſene Zuſage hatte daher ein tiefes Schweigen unter den Zuhörern verurſacht. Mittlerweile hatte Hans ſich einen hölzernen Stuhl zum Tiſche gerückt und ſich über die ärmliche Mahlzeit herangemacht, welche die Großmutter vorgeſetzt hatte, und die aus einem Stück harten Schwarzbrods mit magerem Käſe beſtand. f „Der Vetter wird wohl keinen Appetit zu einem ſolchem Jägerabendbrod haben, nicht wahr?“ ſagte Hans ſpöttiſch zu Ulrich;„er wird Beſſeres gewöhnt ſein, ſo daß man gar nicht wagen darf, ihm eine ſo ärmliche Koſt anzubieten!“ „Oho, wer ſpricht doch von ärmlicher Koſt?“ rief eine tiefe Baßſtimme von der Thürſchwelle her, und unter der Thüre erſchien der Oheim Hiob, den eiſenbeſchlagenen Selene. Großherze * bold 300) Nong. Uhr anfangen windewald, ahholgung 1 5 B 1 Stecken 19 Velterbal Die Zuſamme Maibach de Großherz Holz 1501] Die am ſeler Gemeinde rung hat die G ſoll daher Donn, des Morgens Holz nochmals ſamnmenkunft ift 20½ Sieden Stock in der ſucher im Rücken. Pr um ihm un ihm das adz wollte nicht an Arme ge Schätzchen! Kübchen um Und guch keit den Hand. von magere Breneli, un * 113 Holzverſteigerung. 2800 Stück Buchen Reisholz 1499] Dienſtag den 1. April, Vormittags 9 450„ Erlen 5 Kleeſamen, Ubr, ſoll im Selterſer Gemeindewald 2375 19 Kiefern 5 1463] deutf 1 7 folgendes Holz öffentlich verſteigt werden: 100 Aspen und Weiden. 118 itſcher wie Luzerner, in beſter Qualität 50 Stecken Buchen-⸗Scheitbolz, Bau Werk und Nutzholz: 39 Ph. Dan. Kümmich. 40„„ Plügelbolz, 25 Stück Eichen Stangenholz 561 Kubikkl. 2 8 5 1 50„„ Stockholz, 15„ Erlen Stangenholz In ein Putzgeſchäft 55„ Eichen-Prügelbolz, 1125 Stück Bohnen ⸗Stangen. d ei e 30„„ Stockbolz, Niederweiſel den 26. März 1856. 0 en en Lehre geſucht. 20 82 Buchen-Reiſer, pol Großherzogliche Bürgermeiſterei Niederweiſel 8 n d. Bl. 270 Stämme E ichen-Werkholz. 5 Ha ub. 2 5 5— Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird Oelfaͤſſer mit eiſernen Reifen Zahlungsfriſt bis Ende September d. J. ge⸗ 1 L471] ſind billigſt zu haben, ſowie ſtaltet. Branntwein d 4 Die Zuſammenkunft iſt im Ort. Selters, den 19. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Selters pr. Maas bei Emrich. [469] die Maas 28 kr., Doppelkümmel 36 kr. L. Goldmann jun. Fettgrieben⸗Kuchen vorräthig bei Friedberg. Sigmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Holzverſteigerung. 1500] Montag den 31. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Maibacher Ge⸗ meindewald, Diſtrikt Müblkopf und Haaſenberg, nachfolgendes Gehölz öffentlich verſteigert werden: 11 Bran dh ol z: 1 Stecken Nadel⸗Scheitholz, 13„ Birken-Prügelholz, 52„ Nadel⸗ 5*— 85„„ Stockbolz,[3671 Mein 1625 Stück Buchen-Wellen, 7%%„ enn ſetzt. ss„ Nadel⸗ 2) Bau-, Werk- und Nutzbolz: e Expeditionen nach allen Häfen Amerikas beginnen mit dem 5 Für Auswanderer. 5 12. März l. J. und werden zu Mitte und Ende eines jeden Monats fortge— Preiſe billigſt. Behandlung reell. Der Agent Dr. Borberg zu Nidda. 740 Stück Fichtenſtangen, welche ſich zu Leiterbäumen eignen. Die Zuſammenkunft iſt in Maibach. Maibach den 22. März 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Maibach Philippi. Holzverſtei ger u nig 1501] Die am 12. März l. J. im Niederwei⸗ ſeler Gemeindewald abgehaltene Holzverſteige— rung bat die Genehmigung nicht erhalten. Es ſoll daher Donnerſtag den 3. April, des Morgens 8 Ubr anfangend, nachſtehendes Holz nochmals verſteigert werden. Die Zu— ſammenkunft iſt auf dem Oeſerfeld nach Hauſen zu. Für Auswanderer. 466] Das Rhederhaus CE. D. von Buttel& Comp. in Bremen expedirt am 1. und 15. eines jeden Monats ſchöne gekupferte und kupferfeſte Dreimaſter erſter Klaſſe ** 5 2. 8 nach allen Häfen Nordamerikas. Unter Zuſicherung reeller Bedienung, der billigſten Preiſe und beſten Be— handlung empfiehlt ſich zum Abſchluſſe von Ueberfahrts-Verträgen der conceſſionirte Special-Agent Gerſon Schulhof in Friedberg. 20½ Stecken Buchen Scheitholz 1 Erlen 11%„ Buchen Prügelholz 1%„ 8 76 85 Buchen Stockholz 88 5 Eichen 7 16 0 Erlen„ 6 77 Kiefern 7 1502] Für die wegen ihrer Vorzüglichkeit rühmlichſt bekannte 2 8 0 1 Heilbronner Bleiche werden fortwährend Beſtellungen angenommen und beſorgt. Friedberg im März 1856. Eduard Ruths, zum neuen Dielhof. Stock in der Hand, den gewichtigen Hammer der Kriſtall— ſucher im Gürtel, eine Blechkapſel am Riemen auf dem Rücken. Vreneli und Ulrich eilten ihm entgegen, der Eine um ihm zum Gruß die Hand zu drücken, die Andere um ihm das abzunehmen, was er mitbrachte. Der Alte aber wollte nichts ablaſſen als ein leichtes Körbchen, das er am Arme getragen.„Nimm Dich in Acht, Vreneli, mein Schätzchen!“ ſagte er luſtig.„Geh' behutſam mit dem Körbchen um. Es ſind weder Pflanzen drin noch Steine, und auch keine Schmetterlinge, ſondern meine Antwort für den Hans. Hat er nicht eben, als ich in die Stube trat, von magerer Koſt geſprochen? Nun lüfte'mal den Deckel, Vreneli, und zeig ihm, was ich mitbringe!“ Das Mädchen öffnete den Korb, und nahm daraus nach einander einige Dutzend Eier, geräucherten Speck, drei Weißbrode und ein Fläſchchen Kirſchwaſſer. Dem Jä— ger, welcher die erſteren Eßwaaren ziemlich gleichgültig be— trachtet hatte, entlockte der Anblick des Kirſchengeiſtes einen Ausruf behaglicher Ueberraſchung. „Aha, Burſche! gelt, das freut Dich auch?“ rief Vetter Hiob dem Jäger zu und klopfte ihm auf die Schul⸗ ter.„Meiner Seel', es iſt mir lieb, daß ich endlich ein— mal eine Spalte in dieſem Herzen finde, um einen Son— nenſtrahl hineinzuſchicken.— Guten Abend, Baſe Trine! Du biſt ſeit vorgeſtern gottlob nur zwei Tage älter ge— worden, wie ich ſehe. Und Du Vreneli, mußt Dich nun tummeln und uns ein tüchtiges Abendeſſen von dieſen Speiſen da kochen! Komm' Uli, ſetz Dich zu uns! wir eſſen heute beiſammen, mein Sohn!“ Während er ſo alle Anweſenden nach einander in ſeiner heitern herzlichen Weiſe angeredet, hatte der Alte ſich ſeiner Laſt und Ausrüſtung entledigt, und ſeinem Neffen gegenuber am Tiſche Platz genommen. Er öffnete nun behutſam das Fläſchchen mit dem Kirſchwaſſer, goß jedem ein kleines Glas zum dritten Theile voll und ſchenkte ſich dann ſelber ein. Sofort er— kundigte er ſich mit gutmüthiger liebevoller Neugier, ob Hans eine Jagdbeute mitgebracht habe, was dieſer mit mürriſchem Kopfſchütteln verneinte, und befragte Uli über ſein Leben und ſeine Stellung in Meiringen. Der junge Bildſchnitzer wiederholte ihm, was er Mutter Trine bereits erzählt hatte, aber in einem ſo zer— ſtreuten und niedergeſchlagenen Tone, daß er mit dem ge— ſchilderten Erfolge in ſeinem Berufe gar nicht im Einklang zu ſtehen ſchien. Vetter Hiob ſchloß daraus, daß die . 114 Die Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft, 503] welche ſeit ihrem beinahe 20jährigen Beſtehen, und namentlich ſeit der Einführung ihres neuen Geſchäfts⸗Plans, ſich ſtets eines ſteigenden Fortganges ihrer Geſchäfte zu erfreuen gehabt hat, hat auch im vergangenen Jahre einen neuen erheblichen Zuwachs erhalten, und zählte nach Abzug aller bisherigen Ausſcheidungen am 1. Januar d. J. einen Beſtand von 7958 Perſonen, welche mit 9,392,400 Thalern bei ihr verſichert waren. Die Geſellſchaft fährt fort, Verſicherungen auf beſtimmte Jahre und auf Lebenszeit 5 9 gegen Zahlung von gleichbleibenden ſowohl, als von 5 zu 5 Jahren ſteigenden oder fallenden jährlichen Prämien abzuſchließen. 5 N. Zu den erſteren gehören die Sparkaſſen-Verſicherungen, für welche das Capital jedenfalls nach Ablauf einer vorher beſtimmten Zeit, bei früherem Ableben des Verſicherten aber ſofort bezahlt wird. a Letztere können ebenfalls in mannigfacher Weiſe, und zwar auf ein einzelnes oder zwei verbundene Leben, ſowie mit oder ohne Anſpruch auf Dividende, abgeſchloſſen werden. Diejenigen Perſonen, welche mit Anſpruch auf Dividende verſichert ſind, erhalten jährlich zwei Drittel des ganzen Gewinnes, welcher von der Geſellſchaft ſowohl aus dieſen, wie aus allen übrigen bei ihr beſtehenden Verſicherungen erzielt wird. Die Prämien können in jährlichen, halb- oder vierteljährlichen Raten gezahlt und die Policen entweder an den legitimirten Eigenthümer oder an den Inhaber ausgeſtellt werden. Die Geſellſchaft hat in den bedeutenderen Ortſchaften Deutſchlands ihre Agenten, welche zur Ertheilung weiterer Auskunft, ſowie zur Aufnahme von Verſicherungen ſtets bereit ſind. Berlin, den 3. März 1856. Direction der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. 5 Friedberg und Laubach, den 26. März 1856. G. F. Nau. Zöckler. Agenten der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs--Geſellſchaft. [504] Zum Abonnement auf das mit dem 1. April 1856 beginnende zweite Quartal für den „Frankfurter Anzeiger“ nebſt täglich beigegebenem Unterhaltungsblatt„Frankfurter Familienblätter“, lithographirten Beilagen weiblicher Handarbeiten und monatlicher Extra-Beilage, die„Gerichtszeitung“, Abonnementspreis für Frankfurt 1 fl. pr. Quartal,— auswärts mit dem conpentionsmäßigen Poſtaufſchlag, laden wir ergebenſt ein. Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten aber vollſtändigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die neueſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Miscellen, Theater- und Mode⸗ Berichte, das Frankfurter Amtsblatt im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide, Oel⸗, Branntwein⸗ c. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen Staats⸗Lotterie-Ziehungen und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerthe.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheilen an die ſehr bedeutende Abonnentenzahl und durch Extra-Anſchläge in hieſiger Stadt 8 i 5 e 2 2 a N— d A ä——— und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben). Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Main, im März 1856. Die Expedition. Der„Anzeiger“ wird von uns vierteljährlich zu fl. 1. 12 kr. frei in's Haus geliefert und empfehlen wir uns zu deſſen Beſorgung. C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Vortheile ſeines neuen Gewerbes theuer erkauft werden mußten, erinnerte ſich dadurch wieder der Bemühungen, mit welchen er dem jungen Mann damals die Aenderung des Berufs auszureden verſucht hatte, und hielt ihm wider Willen vor, wie unabhängig und zufrieden er dagegen in den Bergen hätte leben können. Vetter Hiob hatte ſeit vierzig Jahren ſchon ſich dieſen vielen Strapazen und all den Gefahren jener rauhen und einſamen Regionen des Hochgebirges ausgeſetzt, aber er hatte an jenen Oertlichkeiten ſeither nur dasjenige heraus— zufinden gewußt, was ſie Erhabenes und Gewinnendes hatten. Während die unbezähmbare Kühnheit des Gems— jägers Hans dort nur den Dämon zu finden glaubte, ſo ſuchte Hiob in ſeiner ſanften ergebungsvollen Weiſe dort nur Gott. Den finſtern Hans trieb eine unerklärliche wilde Leidenſchaft dort hinauf, und über Abgründe und Lawinenſtürze hin, ohne daß er für etwas Anderes ein Auge hatte, als für ſeine Beute. Hiob dagegen ſchlenderte gemächlich an jenen Schrecken der Natur vorüber und be— trachtete ſich jedes Blümchen, jeden Schmetterling und die Steine in den Schluchten. Hans vergegenwärtigte die trotzige Kraft, die vorwärts ſtürmt, Hiob den ſchlichten n Sinn, der bewundert. Auch hatte nichts ſeine heitre Ge— müthsruhe je zu trüben vermocht. Als ihn die Jugend verließ, hatte ſie ihm noch einen Strahl von ihrem Froh— ſinn im Herzen zurückgelaſſen, wie die bereits unterge— gangene Sonne noch einen Widerſchein ihrer Gluth auf den beſchneiten Bergesſpitzen hinterläßt. (Fortſetzung folgt.) Landwirthſchaftliches. In keinem Zweige des commerzialen Lebens werden größere Fortſchritte gemacht als in der Landwirthſchaft. Kaum ſieht man, wenigſtens in der ſchönen fruchtbaren Wetterau, noch ein Fleckchen wüſt oder einen Acker brach liegen, auf dem ſich ein halb verhunger⸗ tes Schaf zum 8. Theile ſatt freſſen könnte. Alles iſt aufs ſorgfäl⸗ tigſte benutzt und dafür gebührt unſern braven Oekonomen und kleinen Bauern alle Ehre. Aber nicht minder unſerer wohlwollenden Staats⸗ behörde, die es in keiner Weiſe an Aufmunterung fehlen läßt. Ebenſo rühmlich muß des Landwirthſchaftlichen Vereines gedacht werden, der es ſich zur Aufgabe geſtellt hat, den Landbau mit allen ihm zu Gebote ſtehen⸗ den Mitteln zu heben und in Flor zu bringen. Die jährlichen Thierſchau⸗ feſte und die ausgeſetzten Prämien geben hiervon Zeugniß.— Daß nun die beſten Abfichten und edelſten Beſtrebungen an dem„geheiligten Herkommen einen bedeutenden Hemmſchuh finden, wer hätte das nicht —— D 21 2 2 S2 6 5 2 3 2 eee * G eingeführ 2 = 2 — eee 2 855 350% in ge Ve von neuen! toffel⸗, mit und ot billigſt in d —— erfahren, de dem Schein darf Niemand geſchollen zu günſtiges Re über Kurz od Land wirthſchz duch dem Bi und ordentlig die einfache l. Einen Auszug lain dec meif Buchpauhun Selten ſiatt von 79 Mort lichen Erndi Vewixthſchn Hag ſich jed aß unſere pedition. iedberg. 115 2 eee Anzeige, daß ich dahier eine 5 ö(Freiheit nächſt der Burg) etablirt und ſolche den dritten U 0 2 8 1 3 0 2 eee 9 N kommend habe ich 88 Zufriedenheit bedienen zu können. a Geneigtem Beſuche empfiehlt ſich höflichſt Friedberg. N 0 2 e! unter billigen Bedingungen. Verkauf von neuen und gebrauchten Zwilch- und Tuch-, Mehl-, Frucht⸗⸗ Kar⸗ toffel⸗, Aepfel ꝛc. Säcken, Matten- und Salzſäcken, Geldſäcken mit und ohne Naht, Schocktuch, Packtuch, Canefas, Zwilch dc. ꝛc. Sack-Leih-Anſtalt von S. Keßler, Kannengießergaſſe Nr. 4 in Frankfurt a. M. billigſt in der ode-& Ellwaaren-Handlung Oſterfeiertag eröffnet habe. In reicher Auswahl führe ich ſtets die neueſten Kleiderſtoffe, Seidenzeuge, Tibets, Poil de chèvre, Orleans, Lüſtre und Kattune, in Tuch, Buckskin und Sommerſtoffen für Röcke und Hoſen das Modernſte, alle Sorten Weſtenzeuge, ſowie Vorhangzeuge, Möbel-Kattune, Bett— zeuge, Barchent, Zwillich, Leinwand, ferner Sonnen- u. Regenſchirme, Stroh und Filzhuͤte, Moll-, Batiſt- und Spitzenkragen, Unterärmel ꝛc. Dem Wunſche eines großen Theils des Publikums entgegen— feste Preise eingefuhrt und werde bemüht ſein, nur preiswürdige Waare zu führen, ſo daß ich hoffe, alle mich mit Aufträgen Beehrenden zur vollkommenſten bergen Gerſon Schulhof. Freiheit nächſt der Burg. Verleihen von Fruchtſäcken 1350 J in großen und kleinen Parthien, 1½ Kreuzer pr. Woche das Stück. Verleihen von Kartoffel-, Aepfel⸗ ꝛc. Säcken F77CCCCCCCCCCCobbbobbb ge eentelg en. Preiheit nächst der Burg. 4781 Einem geehrten hieſigen und auswärtigen Publikum die ergebene 394] Das ſeither von Herrn Lehrer Volk be⸗ wohnte Logis iſt anderweit zu vermiethen und kann Anfangs Juni bezogen werden. Friedberg. C. Walther. Zu vermiethen. [425] Eine vollſtändige W. then 9 ohnung hat zu ver Friedberg. K. He Army Razor, 1505] Raſtrmeſſer, welche nie geſchliffen zu werden brauchen, für deren Güte ich garantire. Feine Meſſer und Gabeln in Elfenbein-, Eben holz- und gebeizten Heften, Tranſchir- und Kü⸗ chenmeſſer, Taſchen- und Federmeſſer, alle Sor— ten Scheeren, Schröpfſchnepper, ſächſiſche Ab— ziehſteine, ſowie alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel. Neuſilberne Vorleg⸗, Eß⸗, Gemüſe⸗ u. Theelöffel, feine Spazierſtöcke, prima Mandel⸗ ſeife und ſonſtige Galanterie-Waaren find ſtets zu haben bei Jacob Goldbeck, Meſſerſchmied, in der Freiheit, dem Rathhauſe vis-a-vis. Ge ſuch. [506] Es wird ein braves geſittetes Mädchen aus dem Mittelſtande geſucht, welches in Haus— und Gartenarbeit erfahren ſein muß und zur Unterſtützung der Hausfrau dienen kann. Näheres bei der Expedition d. Bl. Geſottene Brezeln [507] fortwährend bei F. W. Reuß. = CNN N s N 2 S N l 8 * 5 . 2 * 70 * e U N 5857 2 N 2 Nes 8 505 8988 0 Nes 5 5 2 a Strohhüte 1508] werden gewaſchen und neu fagonirt bei Friedberg. Joſephine Damm. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: = Geſtempelte Frachtbriefe für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. erfahren, der mit einem neuen Gedanken, wenn auch nur dem dem Scheine nach, gegen das„Herkommen“ ſpricht. Doch das darf Niemand beirren, auch auf die Gefahr hin, einen„Phantaſt“ geſcholten zu werden. Iſt die Sache gut und löblich, ſo wird ein günſtiges Re ſultat erzielt werden und das ſtopft allen Schreiern über Kurz oder Lang den Mund. Beſonders aber hat die verbeſſernde Landwirthſchaft mit Vorurtheilen zu kämpfen.— So dürfte es denn auch dem Büchlein ergehen, das wir jedem vernünftigen Landwixthe und ordentlichen Haushalter empfehlen möchten. Es fuͤhrt den Titel: die einfache landwirthſchaftliche Buchführung von Dr. K. Henkelmann.“ Einen Auszug aus demſelben zu geben, ware Ueberfluß, da das Büch⸗ lein ſich meiſtens mit Rechnungen befaßt und dann auch in jeder Buchhandlung für wenige Kreuzer zu haben iſt, denn es iſt nur 44 Seiten ſtark. Eins müſſen wir jedoch anführen, daß auf einem Gute von 79 Morgen und dem dazu gehörigen Viehſtande bei einer ordent⸗ lichen Erndte und den jetzigen Preiſen ein reiner Gewinn, bei guter Bewirthſchaftung, von 5146 fl. 45 kr. erzielt werden kann.— Nun mag ſich jeder ſelbſt ſeine Randbemerkung machen, woher es kommt, daß unſere ordentlichen Oekonomen und Landwirthe in ſolchem Wohlſtande ſind. Nicht der Wucher macht reich, nein, der iſt ein großes Unrecht und Unrecht verzehrt, ſondern ordentliche Einrichtung unter dem Segen Gottes. Unter ſolchen Umſtänden iſt es Jedem zu gönnen, der es ſich angelegen ſein läßt ſein Feld aufs beſte zu beſtellen und ſeine Haus wirthſchaft aufs klügſte einrichtet und dann von Gott den Segen erwartet, der doch alles Gedeihen geben muß. Der wird aber auch nicht mit den geſchenkten Gaben geizen und an den Dienſtleuten zwacken, ſondern jedem ſeinen verdienten Lohn und ſeinen ihm gebührenden Theil Speiſe geben. Nochmals ſei es geſagt: kauf ſich jeder das Büchlein, nicht um des Buchhändlers Nutzen willen, ſondern wegen ſeiner durchaus praktiſchen Brauchbarkeit. F. S.. x Hungersnoth in Paläſtina. Für die in Folge von Hungersnoth ſehr bedürftigen Juden in Palaͤſtina iſt bei dem Unterzeichneten weiter eingegangen und wird hiermit dankbar beſcheinigt: Von Herrn Hofgerichtsadvocaten Trapp III. 2 fl; 3. Grödel Wwe. 2 fl.; S. Katzenſtein 3 fl. 30 kr⸗z Mendle Garde 30 kr.; Sal. Fröhlich in Fauerbach I. 1 fl. 45 kr. ferner durch denſelben von Löb Fröhlich daſ. 40 kr.; Kaufmann Bauer 24 kr; Nathan Baum daſ. 18 kr.; K. Stamm daſ. 36 kr.; Emmerich Hanſtein dahier 30 kr.; Seminariſt S. 12 kr.; aus der Sparbüchſe Franziskas 12 kr; von L. Fürth 5 fl.; J. Nauheim 5 fl. M. L. Goldmann 1 fl.; L. Oppenheim 1 fl.; S. Seckendorf 1 fl.; S. Rappold 1 fl. A. Strauß 30 kr.; S. Lindheimer 2 fl.; ſongch im Ganzen 29 fl. 7 kr., welchen Betrag ich bereits zur ſofortigen Verwendung an den Be⸗ ſtimmungsort eingeſendet habe. Friedberg am 25. März 1856. Mayer Hirſch. 2 5 — 0 1 1 4 0 N * 116 Die große Königl. Uiederländiſt che enagerie, vormals van Aken, jetzt im Beſitze des 1 bekannten Thierbändigers reutz berg, 1509) wird dem hochgeehrten Publikum nur auf eine kurze Zeit in 5 dazu erbauten Bude in der Freiheit dahier zur Schau ausgeſtellt ſein, und zwar von heute Freitag den 28. bis Montag den 31. d. M. Es befinden ſich in dieſer Menagerie die ſeltenſten Exemplare, worunter ſich auszeichnet 1 Giraffe, 6 Jahre alt, 16 Fuß hoch, 4 ver⸗ ſchiedene Gattungen Löwen, Königstieger, Hyänen, Wölfe, Bären, alle Gattungen ausländiſcher Vögel, Affen, Schlangen, Krokodille ꝛc. Jeden Nachmittag um 5 Uhr findet Hauptfütterung ſämmtlicher Thiere und Vorſtellung des Thierbändigers Kreutzberg mit den dreſſirten Raubthieren in den Käfigen derſelben ſtatt. Preiſe der Plätze: Erſter Platz 30 kr. Zweiter Platz 18 kr. Dritter Platz 9 kr. Kinder unter 10 Jahren zahlen auf den beiden erſten Plätzen die Hälfte. Th. Kreutzberg. 1510] Zu den Parkarbeiten dahier werden noch Arbeiter geſucht und haben ſich ſolche mit Hacken und Schippen verſehen bei Gärtner Oſtermeier zu melden. Nauheim den 26. März 1856. Für Auswanderer. [1561 Vom 1. März anfangend werden am 1. u. 15. jeden Monats Poſt⸗ und Dampfſchiffe nach New⸗York, Baltimore, 5 New⸗ Orleans, Galveſton in Texas, Quebec, ſowie Ueberfahrts⸗ Verträge können jeden Tag abgeſchloſſen werden bei . F. Schweitzer, General-⸗Agent in Friedberg. 2* Union. 5 Auswanderer nach Auſtralien und Amerika. an Bord nehmen, und ſolche contractlich am 65. Tage in Mel⸗ 155 rne abliefern müſſen, ſegeln von Liverpool beſtimmt am Reiſegelegenheit. . Ueberfahrtpreis fur Erwachſene, einſchließlich vollſtän— Für andere wöchentlich abgehende Schiffe koſtet die Paſſage, ebenfalls mit ganzer Verköſtigung, 190 fl., für Kinder 98 fl. und den Theil, den ſie hier ſchuldig bleiben, erſt in Auſtralien aus ihrem dor— tigen Verdienſt entrichten, nehme ich ebenfalls zur Beförderung au. Vorzugs— arbeit tauglichen ledigen Leute, oder junge verheirathete Leute mit höchſtens 2 Kindern. Abfahrten nach Amerika: Pünktlichkeit in den Expeditionen, billige Preiſe und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden dieſe Reiſegelegenheit auch ferner empfehlen. conceſſionirte Agentur in Friedberg Heinrich Hahn. 511] Unſeren Verwandten, Freunden und Be⸗ kannten zeigen wir hiermit unſere heutige Ver⸗ lobung an: Jacob Kölſch aus Frankfurt a. M., d. Z. Kapellmeiſter am Thèatre nationale zu Genf, Emma Mathilde Fent aus Schotten. März 1856. 512] Unſeren Verwandten, Freunden und Be⸗ kannten melden wir unſere heutige Verlobung: Friedr. Auguſt Kölſch, Prediger zu St. Peter in Frankfurt a. M., Louiſe Fent aus Schotten. 21. März 1856. 100 Malter ausgeleſene Kartoffeln 1513] verkauft Straßheimer Hof. Ef nen Gade ken [5 14] verkauft billig M. Jung. Aechten Bienenhonig 1515] bei H. W. Hatteroth. Geld ⸗Cours. Frankfurt, am 26. März 1856. Neue Lonisd yr fl. 10 45 Carl Seitz. Pitten„ 9 41-2 Friedrichsd'or.„ 9 55-56 Holländiſche 10 fl. Stück„ 9 48¼½—49½ Rand⸗Ducaten..„ 5 34-35 ff,, Engliſche Souverains.% 11 52-54 Preußiſche Tbaler, 1 45% Preußiſche Caſſenſcheine.„ 1 45—¼½ 5 Fiee.⸗ Thaler„ 220 ¼1 Kirchliche Anzeigen. Sonntag Quaſimodo den 30. März. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Seel. Nachmittags: Hr. Stadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: fällt aus. 5 Pork Adelaide in Süd⸗ Auſtralien befoͤrdert. L. Wieſtler, Special-Agent in Butzbach. . i 1203] Die engliſchen Regierungs-Poſtboote, welche die Briefe 2 i i den s N N r. u. 20. jeden Monats; es iſt dies die beſte und ſchnellſte — diger Verköſtigung, 210 fl., für Kinder die Hälfte. Leute, welche nicht den ganzen Ueberfahrtpreis bezahlen wollen oder können, weiſe werden angenommen Ackerbauer, Schäfer, ſowie alle ſonſtigen zur Land— von der Rheinſtation aus, jeden Donnerſtag. Nähere Auskunft, Proſpecte und Ueberfahrt-Verträge ertheilt die Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. al Betteffen Nach Muſterung Das Aſſenheim, Bauernhel Janbach, Griedel, Niederwe Oppereh Oſſenhei Morg pflichtige oder Ve dieſer v Rekruti