Friedb telligenzblatt „Friedberger Intelligenzblatt. 1 See, Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 81 tag. Preis jährl. oder deren Raum ee Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. e ſammen 7 kr. — N. 76. 1836. daz uu an Amtlicher Theil. daten Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Ant, Betreffend: Die Abnahme des Verfaſſungseides für das 3. Quartal 1856. Tack des Dienſtag den 7. k. Mts., Vormittags 11 Uhr, findet die Abnahme des Verfaſſungseides auf dem Rathhauſe dahier 9 Scriba ſtatt. Die jungen Ortsbürger ſind vorzuladen und vor dem Termin iſt Beſcheinigung, oder Bericht, daß keine jungen Bürger vorhanden ſind, anher einzuſenden. Went Friedberg am 23. September 1856. L d e Freitag, den 26. September. In Verhinderung des Kreisraths: ———— 5 8 0 a Sch Beauclaixr, Kreisaſſeſſor. dichte. Bekanntmachung. 0 f* Vom 20 l. M. an wohne ich vor dem Mainzer-Thor bei Herrn Schreinermeiſter A. Feiling. 1 f. 12 k. Das Amtslocal befindet ſich gleich rechts am vorderen Hauseingange. 1 5 f.) Sem Die Zahltage ſind wie ſeither und wie bei Gr. Rentamt und Gr. Diſtrictseinnehmerei Friedberg: 1 ö daft ö f Dienſtags und Donnerſtags. i 1 24 Friedberg den 22. September 1856. Der Großherzogliche Bergrentmeiſter 1 Tare Nebhu th. 1 d Butzbach a Bekanntmachung. Da in Folge meiner Bekanntmachung vom 26. Mai d. J.(abgedruckt in Beilage Nr. 22 zu der Zeitſchrift fuͤr die landwirthſchaftlichen Vereine) bis jetzt äußerſt wenige Beſtellungen auf ächten ruſſiſchen Leinſamen erfolgt ſind, ohne bach hinreichende Beſtellungen die Errichtung einer Niederlage von dieſem Leinſamen aber unthunlich erſcheint, ſo finde ich mich d. k. pf. veranlaßt, nochmals zu Anmeldungen zum Bezug von ruſſiſchein Leinſamen aufzufordern und den Termin zu denſelben bis 7 1 zum 15. Oktober d. J. mit dem Bemerken zu erſtrecken, daß keine Zuſicherung ertheilt werden kann, daß ſpäter einlau— fende Beſtellungen Berückſichtigung finden werden. Laubach den 16. September 1856. Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins für die Provinz Oberheſſen Stets, Graf zu Solms-Laubach. Die Erfindung der Spiegel. Es iſt wahrſcheinlich, daß ein klarer Bach der erſte Spiegel war, allein mit gutem Grunde kann man anneh⸗ men, daß kuͤnſtliche Spiegel gemacht wurden, ſobald die Induſtrie des Menſchen die Bearbeitung des Steines und der Metalle begann. Die älteſten Spiegel waren ohne Zweifel von Metall; man findet deren ſchon in der Bibel erwähnt. Die Alten hatten auch Becher, deren Inneres das Geſicht des Trinkers wiederſpiegelte. Vopiſcus er- wähnt einen ſolchen unter den Geſchenken, welche Valerian dem Kaiſer Probus machte. In Rom, in der Stadt des Luxus, bediente man ſich vielfach der Metallſpiegel, und es iſt daher zu bedauern, daß kein gleichzeitiger Schriftſteller eine genaue Beſchrei⸗ bung von der Anfertigung dieſer koſtbaren Geräthe gibt, welche durch die Glasſpiegel gänzlich verdrängt ſind. Von allen Metallen, aus denen man Spiegel bereiten kann, iſt das Beſte das, welches die größte Weiße mit der größten Härte verbindet, demnach zuerſt das Platin, dann der Stahl, dann das Silber. Stahl verwendeten die Alten nur ſelten zu Spiegeln, weil er zu leicht roſtet. Ihre Spiegel waren meiſtens von Silber, wie man aus Erbſchaftstheilungen erſieht. Aus ältern Schriftſtellern erſieht man auch, daß die Völker des Alterthums Steine zu Spiegeln verwendeten. So erzählt Plinius z. B. von einem Smaragd, in dem Nero ſich betrachtete, wie in einem Spiegel. Die Spiegel, deren die Eingebornen Amerikas ſich vor Eroberung durch die Europäer bedienten, waren von einer Art ſchwarzer, glasartiger und durchſichtiger Lava angefertigt. Mehrere Gelehrte haben mit Beſtimmtheit angege— ben, zu welcher Zeit die Glasſpiegel erfunden wurden, aber man darf annehmen, daß dieſe Erfindung älter iſt, als man gewöhnlich glaubt. Indeß wird dieſe Induſtrie erſt im dreizehnten Jahrhundert ausdrücklich erwähnt. Im vierzehnten Jahrhundert waren Glasſpiegel in Frankreich noch äußerſt ſelten, und im Orient fuhr man lange Zeit fort, ſich ausſchließlich der Metallſpiegel zu bedienen; ſie werden in jenen Gegenden ſelbſt noch jetzt den zerbrech⸗ licheren Glasſpiegeln vorgezogen. In Frankreich gelang es zuerſt, Spiegel in einer bis 8 342 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Aufforderung. 11535] Von dem Anlehen der Gemeinde Bü⸗ desheim über 14200 fl., dd. Büdesheim den 20. März 1835, iſt der Chriſtopb Rumpf zu Butzbach angeblich Beſitzer der Partial⸗Obli⸗ Verſteigerung der Steinklopferarbeiten im Baubezirk Friedberg pro 1856. 1538] In den nachbemerkten Terminen, jeden Morgen um 10 Uhr, ſoll das Zerſchlagen der Unterhaltungsſteine pro 1856 öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. gationen Nr. 25, 31, 32, 33 und 36, jede zu 200 fl. Von dieſen ſind die d Zins⸗ 5 coupons abgelaufen und wird die Verabſolgung„ 3 E[Namen der Bauauf⸗ ene weil die Talons zur Empfang⸗ Der Verſteigerung 8 ee ker be⸗ f nahme ſolcher verloren worden ſind. Da nun⸗ 4— mehr die Amortiſation derſelben beantragt wor⸗“ 8 8 2 treffenden Straßen⸗ den iſt, ſo wird dieß unter dem Anfügen zur Tag. Ort. L o cen. 2 ftrecken. öffentlichen Kenntniß gebracht, daß etwaige An⸗ 8 ſprüche an die fraglichen Talons ſogewiß binnen T Montag den F. Sfrober Fußpbach Naſhpad der, 4 Wochen 2[Dienſtag den 7. Oktober Niedermörlen Gaſthaus zum Löwen Uu 21 Diehl und Weide. vom Tage des erſten Erſcheinens dieſer Auf; 3 Mittwoch den 8. Oktober Ilbenſtadt Chauſſeehaus 6 u 70Faulſtich u. Bormuth forderung an, dabier geltend zu machen ſind, 4 Donnerſtag den 9. Oktbr. Niederwöllſtadt Gaſſhaus zur Waldluſt[au 5 Götz und Schäfer. als ſonſt jene für erloſchen erklärt und die Ab- 5[Freitag den 10. Oktober Obereſchbach Gaſth. z. Homburger Hoff 13[Schmidt. gabe der Coupons an Chriſtoph Rumpf zu 6[Freitag den 10. Oktober, 5 8 Butzbach verfügt werden würde. Nachmittags 5 Uhr, Steinbach Gaſthaus zum Schwanenſ 14[Michel. Vilbel den 16. September 1856. 7[Samſtag den 11. Oktober Rödelhein Gaſth. z. Frankfurter Hoff 15 rützel. 5 5 5 8[Montag den 13. Oktober Wölfersheim Gaſthaus des Ad. Hofmann 17[Krämer. Großberzogliches Landgericht Vilbel a 9[Dienſtag den 14. Oktober Altenstadt Gaſthaus zum Adler 8[Gaußmann. Jäger,„Sartorius, 10[Mittwoch den 15. Oftbr. Lindheim Gaftwirth Kochs Haus gui 1 Weigel u. Groß. Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. 11 Donnerſiag den 16. Okt. Büdingen Salinenbof 12[Klepenſteuber. —ů 12[Freitag den 17. Oktober Niedermoxſtadt Rathhaus 10[Jäger. Güter ⸗Verſteigerung. 13[Samſtag den 18. Oktbr. Friedberg Gaſth. z. Stadt Frankfurt 3[Kreß. [1540] Montag den 29. September d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die zum Nachlaſſe der dahier verſtorbenen Friedberg den 12. September 1856. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg r Philippine Lochmann gehörenden Güterſtücke in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 69 und 70 ſpeeiell verzeichnet ſind, nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 22. September 1856. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Walz, dienſtälteſter Gerichtsmann. Bekanntmachung. [1551] Dienſtag den 30. September 1856 ſollen in der Gemarkung Oſtheim auf dem ſo— genannten Geckborn-Stück 50 Simmer Zwet⸗ ſchen und 20 bis 25 Malter Kartoffeln, ſodann an der Weinſtraße 2 Malter Aepfel an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens 10 Uhr. Oſtheim am 22. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſtheim Bekanntmachung. 11552] Von den Partial⸗Obligationen in der Gemeinde Armsheim, à 100 fl., jſt die Nr. 21 zur Rückzahlung gezogen worden. Dem In⸗ haber dieſer Obligation wird der Betrag bis zum 1. Januar 1857, von welchem Tag der Ziuſenlauf davon aufhört, durch den Gemeinde— einnehmer zu Armsheim oder das Handlungs— haus S. Lindheimer in Friedberg, modo J. Lindheimer in Frankfurt a. M., ausbezahlt werden. Armsheim am 20. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Armsheim Jin e e Bekanntmachung. 11553] Von den Partial-Obligationen der Ge⸗ meinde Eichloch, auf Inhaber zu 100 fl, iſt die Nummer 54 zur Auszahlung gezogen wor⸗ den. Dem Inhaber derſelben wird der Be— der Zinſenlauf davon aufhört, von dem Ge⸗ meindeeinnehmer zu Eichloch oder dem Hand⸗ lungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg, modo J. Lindheimer in Frankfurt a. M., aus⸗ bezahlt werden. Eichloch am 18. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Eichloch Kru ß. Bekanntmachung. [1554] Von den Partial⸗Obligationen der Ge⸗ meinde Spiesheim, auf Inhaber zu 100 fl., iſt die Nummer 33 zur Auszahlung gezogen worden. Dem Inhaber derſelben wird der Betrag am 1. Januar 1857, von welchem Tage der Zinſenlauf davon aufhört, durch das Hand⸗ lungshaus Simon Lindheimer in Friedberg, modo J. Lindheimer in Frankfurt a. M., aus⸗ bezahlt werden. Spiesheim am 18. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Spies heim Win t er. trag am 1. Januar 1857, von welchem Tage Ke l len dahin unerreichten Größe zu gießen, und dieſe Erfindung that den berühmten Fabriken Venedigs großen Eintrag. 1634 erhielt Grandemont ein Privilegium, in Frankreich eine Spiegelmanufaktur zu errichten, aber ſeine Unter— nehmung ſcheiterte. Unter dem Miniſterium Colbert wurde an Fresni, Kammerdiener des Königs, ein anderes Pri— vilegium ertheilt, Spiegel nach Art der Venetianer anzu— fertigen. Er verkaufte ſein Patent für eine beträchtliche Summe an Herrn von Noyer; dieſem wurde es beſtätigt, und er erhielt außerdem einen Vorſchuß von 12,000 Fr. unter der Bedingung, aus Venedig Arbeiter kommen zu laſſen, welche nach achtjähriger Arbeit naturaliſirt werden konnten. Er legte ſeine Manufaktur in der Nähe von Cherbourg an. Sein Privilegium wurde unter dem Mi⸗ niſterium Louvois für 30 Jahre erneuert. Fünf Jahre ſpäter bewies Abraham Fevart, daß er Spiegel gießen könne, welche viel größer waren, als alle bis dahin ge— ſehenen. Er erhielt ebenfalls ein Privilegium auf 30 Jahre und machte in der That Spiegel von 44 Zoll Höhe, 50 Zoll Breite; indeß wurde ihm nur die Anferti— gung großer Spiegel geſtattet, während die der Spiegel aller kleineren Dimenſionen der Geſellſchaft Noyer ver⸗ blieb. Fevart errichtete ſeine Manufaktur 1691 zu Saint⸗ Gobian in der Picardie. Verſchiedenes. Die Fruchtbarkeit der Fiſche. Ein Barſch von mittlerer Große hat 69,000 Eier, ein Hecht, 10 Kilogramm ſchwer, legt 160,000, ein Karpfen 167,000, ein Stör 1,400,000 und ein Kabljau ſogar 3,346,000 Eier. Lebens fähigkeit der Igel. Bekanntlich vermag ein Thier der Entziehung jedes Nahrungsſtoffes um ſo we— niger zu widerſtehen, je jünger es iſt. Nichts deſtoweniger vermochten 5 neugeborne Igel 16, und 3 davon ſogar 21 Tage lang zu faſten. Die Autopſie zeigte völlige Leere der Gedärme, die ſichtlich zuſammengeſchrumpft waren. Steinkohlentheerals Wundbalſam für Obſt⸗ bäume. Bei der VII. Verſammlung deutſcher Land⸗ und Forſtwirthe empfahl Lucas den Steinkohlentheer mit etwas enkunk Bodenku f 0 Maha 90 eldbau⸗ 0 e Nan Fulter⸗ un, 0 1 V.( w. J Das Pic 5) Ole Wirth Oreiſelder ſchaft, die 6 Vichzucht. (analomiſe Pflege u. die außer 7) Rechnen u 80 Anleitung Diejenig Wohnung in den unter Auſſicht ib öffenllichen Eram die Schule blos e Die A! bei Unterzeichnete liche Anfragen u. N Echzel — Ein ſch 1543] zweiſahr dem Gräflichen e Sa 14544) Um viel dient hiermit zur biegen Graf ſchͤnen und au mien⸗Waizen, d abgegeben wird Utp he den! 3 u [1555] Ein L welches im G miethet wird,! Nähere Ausk Torfaſche od auch Asphal bäume. De theilhaft no Poli; ertheilen. 4 werden über wenn ed 90 oder wenn tinöol und ſpäter nach Lappens a nigen Tag. wie lalirt. gerührt wi theil auf ſehr braut 343 Landwirthſchaftliche Fortbildungsſchule zu Echzell. Wintercurſus 185657. 11523] Die landwirtbſchaftliche Schule zu Echzell nimmt mit dem 27. Oktober d. J. wieder ihren Anfang. Als Unterrichtsgegenſtände ſind für dieſen Curſus in Ausſicht genommen: 1) Diejenigen Zweige der theoret. Naturwiſſenſchaften, deren Kenntniß zu einem rationellen Betriebe der Landwirthſchaft unentbehrlich iſt. 2) Bodenkunde: Bodenarten, Bearbeitung und Verbeſſerung des Bodens, Geräthſchaften und Werkzeuge, Brache, Düngung u. ſ. w. 3) Feldbau: a. allgemeine Grundſätze des Pflanzenanbaus, Same, der Pflanzen u. ſ. w.; b. Futter- und Knollengewachſe, u. ſ. w. Die Getreidekrankheiten. 4) Das Wichtigſte über Wieſencultur. 5) Die Wirthſchaftsſyſteme: Dreifelderwirthſchaft, die Koppel⸗, ſchaft, die freie Wirthſchaft. 6) Vichzucht. Zwei⸗, Drei, Vierfelderwirthſchaft ꝛc., Schlag- oder Wechſelwirthſchaft, die Fruchtwechſelwirth⸗ Kurze Ueberſicht über den Bau und die Unterbringung, Pflege ſpezieller Pflanzenbau, die Getreidepflanzen, Hülſenfrüchte, ihre zweckmäßige Behandlung von der Einſaat bis zur Ernte die reine und verbeſſerte Lebensverrichtungen der Hausthiere (anatomiſch⸗phyſiologiſcher Ueberblick). Ragen, Veredlung, Inzucht, Kreuzung, Ernährung, Pflege u. ſ. w. Pferdezucht, Ragen, Auswahl der Zuchtpferde, Fütterung und Pflege, die äußeren Krankheiten der Pferde u. ſ. w. 7) Rechnen und praktiſche Geometrie. 8) Anleitung und Uebung im Fertigen von Auſſätzen, Briefen, Diejenigen jungen Oekonomen, welche als Penſionäxe dieſe Wohnung in dem Lokale, in welchem ſich die landwirthſchaftliche u 5 Sämmtliche Zöglinge legen zu Ende öffentlichen Examen Proben ibres Fleißes und ihrer Leiſtungen ab. unter Aufſicht ihrer Lehrer. Geſchäftsaufſätzen, Buchführung. Schule beſuchen, erhalten Schule befindet und arbeiten des Wintercurſus in einem Aeltere Oekonomen, welche die Schule blos als Zuhörer beſuchen wollen, ſind von dieſem Examen entbunden. g Die Anmeldungen beliebe man recht zeitig, jedenfalls vor dem 15. Oktober, bei Unterzeichnetem zu machen, der auch jederzeit bereit iſt, auf mündliche oder frankirte ſchrift⸗ liche Anfragen nähere Auskunft zu ertbeilen. Echzell, am 2. Auguſt 1856. Dr. Henkelmann. Eein ſchöner Faſelochſe, 11543 zweijährig, zur Zucht tauglich, ſteht auf dem Gräflichen Hofgut zu Utphe zu verkaufen. Saatwaizen. 11544] Um vielſeitige Anfragen zu beantworten, dient hiermit zur Nachricht, daß von dem auf hieſigem Gräflichen Hofgut gezogenen ſehr ſchönen und außerordentlich einträglichen Mu⸗ mien⸗Waizen, das Pfund zu 6 kr., zur Saat abgegeben wird. Ütphe den 18. September 1856. Die e Gutsverwaltung ri ck. Zu vermiethen. [1555] Ein Logis, beſtehend aus 5 Zimmern, welches im Ganzen, aber auch getheilt ver⸗ miethet wird, kann ſogleich bezogen werden. Nähere Auskunft ertheilt Schreinermeiſter Stritzinger. Zu ver miet hen 11556] ift der mittlere Stock meines Hauſes, welcher ſeither von Herrn Hauptmann Fenner bewohnt war. g Jobs. Waltz III. Aecht perſiſches Inſektenpulver a Fl. 18 kr. Dieſes Pulver iſt ein ſicheres Specificum zur Vertilgung der Flöhe, Wan⸗ zen, Motten ꝛc. und iſt namentlich das zweck⸗ mäßigſte Mittel, um die mit Flöhen be⸗ hafteten Hunde vollkommen von dieſer Plage zu befreien. Selbiges empfiehlt[15574 P. F. Schmittner in Friedberg. Mehrere Malter Zwelſchen, [1558] ſowohl an den Bäumen, als auch in Meſten, hal zu verkaufen 5 Ockſtadt. J. Weidmann, Müller. 1 Oelfäſſer, 11559] von 2 bis 5 Ohm, ſind billigſt zu haben bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikanl. . N 9 Fett⸗Griebenkuchen, 15601 die zum Mäſten der Schweine ſowohl, wie zum Füttern der Hunde ſehr anwendbar ſind, beſtändig vorräthig bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant. Oelfäſſer, 11561] in allen Größen, billigſt bei Friedberg. Ph. Dan. Kümmich. Blauer Vitriol, 11562] in feinſter Qualität, billigſt bei Friedberg Ph. Dan. Kümmich. Mobiliar⸗Verſteigerung. [1563] Donnerſtag den 2. Oktober, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden im Gaſthauſe des Joh. Walz am Bahnhof verſchiedenes Bettwerk, ein Regenfaß, ein Weinſchrank, eine Waſchbütte, ein zweithüri⸗ ger Kleiderſchrank und ſonftiges Hausgeräthe, ſowie eine Parthie Braunkohlen öffentlich gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg. In Auftrag: Sich war z, Großherzoglicher Hoftaxator. 1564] Dem ſich für die praktiſche Aus⸗ führung der Drainage intereſſirenden Publi⸗ kum dürfte die Drainirung des Exercierplatzes bei Friedberg, die Seewieſe genannt, zur Ein⸗ ſichtsnahme innerhalb einigen Tagen zu em⸗ pfehlen ſein. L a u ß. Güter⸗ Verpachtung. 1565 Unterzeichneter iſt geſonnen ſeine in der Friedberger, Fauerbacher und Schwalheimer Gemarkung liegenden Grundſtücke aus der Hand zu verpachten. Friedberg. Michael Bauer. Jüdiſche Leiertage 11566] Dienſtag den 80. Septbr. und Mittwoch den 1. Oktbr. 2 Torfaſche oder feiner Erde vermiſcht, oder ſtatt des Theers als den beſten Balſam für verwundete Obſt⸗ oder Asphaltanſtrich wird ſehr vor— theilhaft noch mit feinem Sande beſtreut. auch Asphalt, bäume. Der Theer⸗ Polirwachs, um ertheilen. 4 Loth Wachs, werden über ſehr mäßigem Feuer zuſammengeſchmolzen; werden 2 Loth beliebt iſt, 1 Loth Terpen⸗ tinöl und ebenſo viel Rosmarinöl darunter gerührt und ſpäter nach dem völligen Erkalten mittelſt eines wollenen Lappens auf die hölzernen Gegenſtände gerieben. erſcheint der damit eingeriebene Gegenſtand Wenn unter dieſe Compoſition etwas Ruß ſie, auch dünn aufgetragen, mit Vor⸗ als Stiefel u. ſ. w. wenn es etwas abgekühlt, oder wenn dieſer Geruch nicht nigen Tagen wie lakirt. gerührt wird, ſo iſt theil auf Gegenſtände von Leder, ſehr brauchbar und empfehlenswerth. kannt. Wir Terpentinöl, hoffen, daß wie im In ei⸗ tigſte bemüht, ſtalten, die in den Nachbarſtädte Wetzlar, bis zum Feſttage Zeit ſehr viel und unſer urſel, Idſtein und Wei 10— 20,000 Menſchen dahier verſammelt ſein werden. Gemeinden unſeres Amtes haben zur Gemeindekaſſen Geldbeiträge geliefert und das Feſteomitee iſt auf's Thä⸗ ſeine Aufgabe würdig zu löſen und Annalen unſeres Amtes Epoche machen wird.— Die Butzbach, Friedberg, Homburg, Königſtein, Ober- burg werden zur Betheiligung eingeladen werden und für jeden Freund landwirthſchaftlichen Fortſchritts wird bemerkt, daß Looſe à 12 kr. Herrn Bürgermeiſter Becker dahier zu haben ſind. Uſingen den 22. September 1856. Die rühmliche Thätigkeit des landwirthſchaftlichen Vereins für das Herzogthum Naſſau iſt weit über die Grenzen unſeres Landes be⸗ Bewohner des Amtes Uſingen verdanken derſelben in neueſter Gewinn wird in Zukunft noch bedeutender ſein. Es handelt ſich zunächſt darum, die am 6 Oktober dahier ſtattfindende Viehausſtellung und Verlooſung von Thieren alle Weiſe zu unterſtützen. und Ackergeräthſchaften auf Es iſt nicht allein Pflicht und Aufgabe der Möbeln einen hoben Glanz zu[Behörden, alles aufzubieten, 1 e 3 Looſe 1 kr. ab⸗ i zuſetzen, ſondern auch jedes inzelnen durch Wort und Ueberredung 1. Loth helles helene ſo viele Menſchen in unſere Stadt zu ziehen, als nur möglich.— Die Landwirthſchaft und Viehzucht iſt die Seele unſerer Gegend, nur durch deren Förderung iſt die ungeheure Noth zu lindern, die einen großen Theil unſerer Bevölkerung ſchier erdrückt. wird auch ein Vieh⸗ und Jahre 1844 bei dem erſten landwirthſchaftlichen Feſte — Am beſagten 6. Oktober Krämermarkt dahier Statt finden und wir Faſt alle 46 Verherrlichung des Feſtes aus den eine Feier zu veran⸗ gegen Einſendung des Betrags bei 344 Soolbad Nauheim. 5 Jeden Tag CO. NL. R der Kurcapelle Naclunitiags von 2% bis 4, und Abends von 3% bis 7 Li.. 17481] Nauheimer Teichhaus. Lis6! Sonntag den 5. und Montag den 6. October B A L L. Musik von der Kurcapelle. 114311 Mein Lager von Oefen, Heerden in den neueſten und elegan— teſten Façons, nebſt Oefen- und Feuerungsgeräthſchaften, ſowie engliſchen, franzöſiſchen und deutſchen Quineaillerie-Waaren, als: Lampen, Leuchter, Kaffee- und Theemaſchinen, lackirten Waaren, Brittania-Thee- und Kaffeeſer— vicen, feinſten Tiſchmeſſern und Gabeln mit Elfenbeinheft, ſowie vollſtändige Kücheneinrichtungen erlaube ich mir hiermit in empfehlende Erinnerung zu bringen. Carl Marburg, Frankfurt a. M., Friedbergerſtraße Nr. 13. 0 In 855 C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt vor— rathig: Die Fpinnſtube. Jahrgang 1857. Kalender und Volksbuch. Herausgegeben von W. O. von Horn. Mit einem Stahlſtich und vielen Holzſchnitten von Profeſſor L. Richter. Preis 45 kr. Bei den viel Tauſend Familien in Nähe und Ferne, in Stadt und Dorf, die den Spinn⸗ ſtubenſchreiber alljährlich als alten Bekannten willkommen heißen, pocht er auch heuer mit froher Zuverſicht an die Thür. Ibr freundliches„Herein!“ und„Grüß Gottl« hofft er ſich ſchon zu verdienen; denn er hat fleißig umher geſchaut, wo er ein Goldkörnlein der Moral aufleſe, oder einen heiteren Scherz ſammle, oder eine herzbewegliche Geſchichte erdenke zu Nutz und From⸗ 701 bald 97 1570 und Leſerinnen. Und was er erzählt, das hat Freund Richter wieder o lebendig abconterfeit, daß es gradezu wie Hexerei ausſieht: ſo leibhaftig ſtehen Eine i Geſtalten vor Augen. g 1 1 eee Wem aber die Spiunſtube“ noch fremd iſt, der mag's getroſt einmal mit ihr verſuchen; reuen wird's ihn kaum. Um ſolch neugewonnenen Freunden die nachträgliche An— eg feen Pre zu erleichtern, werden die Jahrgänge 1847 bis 1854 zu dem erabgeſetzten Preiſe von 28 kr. pro Jahrgang erlaſſen. Die Jahrgänge 1855 und 1856 dagegen behalten den vollen Preic⸗ 1 55 1* Nachkirchweihfeſt zu Ockſtadt. 1568] Sonntag den 28. d. M. findet zur Feier des hieſigen Nachkirchweihfeſtes bet mir gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu ich hierdurch freundlichſt einlade. Ockſtadt. N. S tee e. Nachkirchweihe. [1569] Sonntag den 28. d. Mts. findet zur Feier der Nachkirchweihe bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu unter Zuſiche⸗ rung guter Bedienung höflichſt einladet Wiſſelsheim. G. Nicolaus, Gaftwirth zum grünen Baum. Verloren. 11570] Verfloſſenen Sonntag wurde auf dem Tanzboden im Oſſenheimer Wäldchen eine goldene Armſpange verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieſelbe gegen eine ange— meſſene Belohnung an den Unterzeichneten ab⸗ zugeben. Ae h le. In C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Der neueſte Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampfſchiffe, ee ee Weſtentaſchen-Format. Preis 3 kr. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 24. Septbr. 1856. Piſtoſen, d e h fl 9439 Friedrich des„ 9 50-51 Holländiſche 10 fl. Stücke 75922 Rand⸗Ducaten 35 eee 1. 9 17 Engliſche Souverains..„11 40 Prußiſche Thaler— Preußiſche Caſſenſcheine.„ 144/87 ers Thgler 2 29 Kirchliche Anzeigen. 19. Sonntag n. Trinitat. den 28. Sept. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpfarrer Seel. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Sadtpfarrer Baur. Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. Nachmittags: fällt aus. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. (Hierzu Beiblatt Nr. 13.) „ berogen. die 5130 kt. gelteſſend: Zelte az ve Da aſſene Reſc ullrſe Unter 2 wir Sie von herzoglicher— dem Auftrage Darm Die G Um ei Staatskunſt. nachſtehenden 1) Da Ortoͤſtraßen Regen oder der Straßen halb der L Y die chauſſirten Aufeiſen de Fällen von hölzernen K Freimachun Dar — Betreffend Nach Jahr für k und zwar ded Vormi Sie forderung! Fri. In expedition dem Kreiſ Beſtelbez Orte von eine drei Fr