Friedberger Jntelligenzblatt Throx m, Erſcheint wö⸗ 2 0 2* nrückungsge⸗ % Fee Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, g fl. 1. 12 kr.; durch oder deren Raum een Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. mmen 7 kr. t Wann Wünn* J. Freitag, den 24. Oktober. 1856. Amtlicher Theil. aa züla, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg dan, de an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. 8 Die Entſcheidungen des Rekrutirungsraths von 1856 über die bei demſelben von den Militärpflichtigen des Kreiſes Friedberg vorgebrachten Reclamationen, welche die frühere Eutſcheidung abändern, beziehungsweiſe beſtätigen, theile ich 1 5 1 nachſtehend im Abdruck zur Bedeutung der betreffenden Intereſſenten und Wahrung des Erforderlichen in ber Ihren Liſten mit. c te. Friedberg, den 22. October 1856. Mü f Ter. 15 kr Arten Kreis Friedberg. 3 I. Rekruten: 2 22 . 8. Entſcheidung . 322 Vor⸗ und Zunamen.] Wohnort. rü e i. a 8 8 3 b Fah euch duns des Rekrutirungsraths. 3 Rumpf, Johannes Butzbach temporär untauglich beim Eintreffen im 2 b 1 4 5 Dienſt 1856 untauglich 5 12 Füller, Friedrich Aug. Wilhelm Friedberg untauglich beim Eintreffen im Dienſt 1856ſuntauglich i: Taxe 20[Fett, Johannes Hauſen desgleichen untauglich . 24 Wolf, Jacob Steinfurt desgleichen untauglich e Butzbach 25 Steinhauer, Karl Wilh. Aug. Wiſſelsheim temporär untauglich beim Eintreffen im . Oktober 5 Dienſt 1856 tauglich 1 II. Conſcriptionspflichtige von 1856: drt. Buß. 1 Hanau, Georg Friedberg zweifelhaft untauglich untauglich 5 ‚00 2 JBlecher, Karl Ferdinand Oberrosbach desgleichen untauglich in 4 Kipp, Johann Ockſtadt tauglich temporär untauglich ——— 5[Meuſer, Johann Ockſtadt tauglich tauglich 6 Steriko, Friedrich Caſimir Butzbach zweifelhaft untauglich temporär untauglich 2432 7 Schuldt, Johannes Butzbach desgleichen untauglich 5 8 Veith, Franz Oberwöllſtadt desgleichen tauglich 13 9 Diel, Georg Adam Niedermörlen tauglich tauglich 10 Fuhr, Karl Friedrich Konrad[Oberrosbach zweifelhaft untauglich untauglich 1 14 11[Freitag, Johannes Jacob Bußbach desgleichen untauglich 7 715 13 JRoſenbecker, Chriſtian Wilhelm Beienheim relativ tauglich relativ tauglich 24652 14 Bill, Chriſtoph Niederweiſel relativ tauglich relativ tauglich ken t 15 Buß, Karl Gambach tauglich temporär untauglich 1404 16 Alt, Johann Georg Gambach tauglich tauglich — 17 Boller, Tobias Gambach tauglich tauglich g 15 18[Bröder, Tobias Gambach tauglich tauglich 19[Enders, Tobias Gambach tauglich tauglich 5 21[Schmidt, Mathäus Oſtheim relativ tauglich relativ tauglich 42; 22[Schneider, Mathäus Oſtheim tauglich i tauglich 211c53 23 Wörner, Johannes Münſter zweifelhaft untauglich relativ tauglich 210% 26 Wiſſig, Johann Peter Bodenrod kauglich tauglich ei 27[Schreitz, Georg Wilhelm Florſtadt tauglich untauglich 5 J 802 Gießen, den 11. October 1856. Der Großherzogliche Rekrutirungsrath für die Provinz Oberheſſen 44. unterz. Küchler. 16 1607 Bekanntmachung. 21200 Großherzogliches Miniſterium des Innern hat durch Erlaß vom 13. d. Mts. dem Großherzoglichen Kreisarzt AE Dr. Pfeffer zu Butzbach den nachgeſuchten viermonatlichen Urlaub zur Schonung ſeiner Geſundheit bewilligt und A hierbei verfügt, daß ſeine Dienſtgeſchäfte während der Dauer des Urlaubs von dem Großherzoglichen Kreisarzt Dr. 11304 Müller zu Marienſchloß verſehen werden, was andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. g 16— Friedberg, den 20. October 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. nem In Verhinderung des Kreisraths: 257771 de Beauclair, Kreisaſſeſſor. 374 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Obligations Verlooſung. 116231 Durch die heute vorgenommene Ver⸗ looſung von Partial ⸗ Obligationen der beiden Anleben bieſtger Stadtkirche ſind folgende Num⸗ mern rückzahlbar geworden. a) Von dem Anlehen à 15000 fl. Nr. 85 mit 200 fl. b) Von dem Anlehen à 6000 fl. Nr. 3 und 16, jede mit 100 fl. Die Inhaber werden hiervon in Kenntniß geſetzt um bis zum 1. Januar 1857 das Geld bei Herrn Kirchenrechner Faatz dahier zu er⸗ heben, indem die Zinszahlung nach gedachtem Tage aufhört. Friedberg den 6. Oktober 1856. Für den evang. Kirchenvorſtand: Der Stadtpfarrer W. Seel. N Der Großherzogliche Bürgermeiſter Bender. Pfänder ⸗Verſteigerung. 11619] Eingetretener Hinderniſſe wegen werden nicht an dem früher beſtimmten Tage, ſondern Montag den 27. Oktober und den folgenden Tag, Morgens 9 Uhr anfan⸗ gend, in hieſigem Rathhauſe die bis zu dieſem Termine die Verfallzeit erreicht habenden und nicht ausgelöſten oder renovirten Pfänder, be⸗ ſtehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weiß⸗ zeug, Herren⸗ und Frauenkleidern, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. 5 Die Auslöſung und Renovation der Pfänder findet nur an den hierzu beflimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, ſtatt, und wird noch ausdrücklich bemerkt, daß nur bis zum 13. Oktober l. J. die betreffende Auslö⸗ ſung und Renovation geſchehen kann, da das Pfandlokal vom 14. Okiober bis zum Schluß der Verſteigerung geſchloſſen bleibt. Friedberg den 27. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſierei Friedberg Bender. Oeffentliche Aufforderung. 116611 Eigentbums⸗Anſprüche an das in der Gemarkung Bönſtadt gelegene, im dafigen Grund⸗ buch auf den Namen Johannes Hofmann von Bönſtadt eingetragene Grundſtück Flur I. Nr. 26, welches verkauft worden iſt, find um ſo ge⸗ wiſſer binnen vier Wochen dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt und der Eintrag im Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Altenſtadt den 8. Oktober 1856. Großherzogliches Landgericht Altenſtadt. Wegen Beurlaubung Grßh. Landrichters: Lichtenberg, Landgerichts ⸗Aſſeſſor. Edietalla dung. 11651] Nachdem Landgräfl. Landes⸗Regierung 1. Dep. über den Nachlaß des verſtorbenen Wolf Jonas Metzler von Seulberg das Con⸗ cursverfahren erkannt hat, werden hiermit alle diejenigen, welche Forderungen irgend welcher Art an dieſen Nachlaß zu haben vermeinen, auf⸗ gefordert, im Termin Freitag den 14. November d. J., Vormittags 9 Uhr, ihre Anſprüche ſo gewiſſer dahier anzumelden und zu begründen, als anſonſten die in die ſem Termin Ausbleibenden von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden. Das Präcluſiverkenntniß wird übrigens nur auf der Gerichtsſtube eröffnet werden. Homburg den 30. September 1856. Landgräflich Heſſiſches Juftizamt Fuchs. Stallverkauf auf den Abbruch. 11678] Mittwoch den 29. d. M., des Morgens um 10 Uhr, wird auf dem Fürſtlichen Pacht⸗ bof Heibertsbauſen unweit Lollar an Ort und Stelle ein 68“ langer, 38“ breiter und 20 hoher, von eichen Holz erbauter und mit Ziegel be⸗ deckter Viebſſall auf den Abbruch mit dem Be⸗ merken verkauft, daß das Dach⸗ und Holzwerk noch ſehr gut iſt und ſich zu anderen Bauten eignet. Griedel den 15. Oktober 1856. Fürſtliches Rentamt Mengel. Damen Caſino. [1689] Sonntag den 26. d. M. findet Damen⸗ Caſino ſtatt. Der Präſident der Caſino-Geſoellſchaft Hofmann. Bekanntmachung. [1690] Nach Verfügung des Großherzoglichen Landgerichts Nidda vom 25. Juli d. J., das Schuldenweſen des Rudolph Landmann auf der Zunkermühle bei Eichelsdorf betreffend, ſollen nachverzeichnete Immobilien zwangsweise unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigett werden und iſt nochmaliger Verſteige⸗ rungstermin auf Donnerſtag den 30. Oktober, Mittags 12 Uhr, anberaumt worden mit dem Bemerken, daß bei annehmbarem Gebote der Zuſchlag und die Genehmigung ſogleich ertheilt werden. Fl. Nro. Klftr. I 411 228 Hofraithe, die Junkermüßle an der Gemeinde Eichelsdorf. Dieſe Mühle hat 3 Mahlgänge, eine iſolirt ſtiehende Oel- und Hirſen⸗ mühle mit 14 Fuß Fall. Wohn⸗ haus und Mühle ſind maſſiv von Stein erbaut, 1 Scheuer, Pferde⸗ und Rindviehſtall, Holzſchoppen, Schaafftall, Schweineſtall mit 8 Abtheilungen, Waſch⸗ und Back⸗ haus mit Brunnen. Die Mühle liegt 1½ Stunde von Nidda und 1½ Stunde von Schotten am Niddafluß und nahe an der Provinzialſtraße. Sie hat ſtets das erforderliche Waſſer zum Geſchäftsbetrieb. 1 410 179 Grab garten an der Junker mühle und Peter Frepmann jun. 1 406 762 Wieſe auf dem Schadenteich an Heinrich Zirkel(bei der Mühle). III 2552976 Wieſe in der Seewieſe an der Gemeinde Eichelsdorf(in der Nähe der Mühle). III 202 85 Wieſe bei der Junkermühle an Johannes Freimann. III 228 319 Acker im Schadenteich an Johs. Mener II. Gemarkung Rainrod: XIV 114 873 Wieſe in der Sauerwieſe an Peter Würz. Eichelsdorf am 21. October 1856. Großherzogliches Ortsgericht Eichelsdorf. Der Vorſteher Freymann. Erfahrungen im Kartoffelbau. (Schluß.) Es iſt eine arge Täuſchung, wenn man glaubt, daß die Egge das Unkraut zerſtört; man muß da ſeine Augen beim Uebereggen ganz zugedrückt haben, um abſichtlich nichts zu ſehen. Das Eggen zerkleinert die Schollen wohl und ſchließt den Boden der Atmoſphäre auf, aber dem Unkraut hilft es mit auf die Füße, wie wir uns heuer wieder mit direct angeſtellten Verſuchen beim Uebereggen des Weizens überzeugt haben, indem auf den übereggten Beeten das Unkraut über den Weizen wuchs, während auf den nicht übereggten Beeten kein Unkraut über dem Weizen zu ſehen war; wir müſſen aber bemerken, daß der Weizen auch hier nicht ſchlechter ſtand. Wir wollten erfahren, aus welcher Tiefe ſich eine Kartoffelknolle durch die Erde mit ihren Keimen empor⸗ arbeiten könne. Dazu wurde ein etwas feſter und ſchwerer ungedüngter Boden und eine Knolle von mittlerer Größe gewählt. Es wurde eine Grube gegraben von 2 Fuß Tiefe und die Knolle auf die harte Sohle in der Mitte Mai gelegt. Schon glaubte man, daß die Knolle wegen Länge der Zeit mit ihren Trieben an der Oberfläche des Bodens nicht mehr erſcheinen werde und es wurde ver⸗ muthet, daß bei dem beſtändigen Regenwetter und der ungünſtigen Lage der Grube in dieſelbe Waſſer eingetreten ſei, wodurch die Knolle etwa gelitten habe, als in der fünf⸗ ten Woche endlich ein ſehr ſtarker Trieb, gleich darauf ein zweiter und noch ein dritter Trieb hervorbrach. Alle drei Triebe haben die Dicke eines Fingers, und die Blätter ſtehen ſehr gedrängt über einander. Wir haben an mehren andern Orten ähnliche Verſuche, gemacht und werden ſpäter darüber referiren; nur müſſen wir hier noch bemerken, daß ſehr ſeicht gelegte Knollen auch ſehr ſpät, aber mit ſehr ſchwachen Trieben aufgingen. Schon voriges Jahr machten wir in der Zeitſchrift „Fortſchritt“ auf eine Kartoffelpflanze aufmerkſam, welche in einer kleinen Gartenanlage in einem alten Wallgraben um einem Schloſſe auf einem Blumenbeete ſeit mehren Jahren immer wieder regelmäßig zum Vorſchein kommt, obgleich die zahlreich angeſetzten Knollen alle Jahre hin⸗ weggenommen werden, in einer Tiefe von Ellen ſchon Waſſer iſt und der Boden mit dem Spaten ſehr tief um⸗ gegraben wird. Wir zweifelten heuer an dem Erſcheinen dieſer Kartoffelpflanze, allein ſie erſchien wieder, obwohl 1 Steinfurth 1 Großhrnel, f 28 0 i Louis Wei 480) werden von ſarbeitete Spielkart ſen abgegeben! Pau 50 kl., 1 fl, 1 6 ſind dieſelden Heſſichen Si 1684] find zu hab Friedberg. 11085 Eine neue r Havann iſt wieder angekomn mit in empfehlende Friedberg. holländiſch 14692] bei 5 —— etwas ſpäter 1 ſpäter zu einen Beiſpiele gibt e Kartoffelpflanze gezeichneter Gr dieſer Erſcheinn noͤglich ware, vofflplantage fi ſche Knollen feln wir gar nie geleitet. Es w von Samenkugl Hung 1 Oreg deal J eee fang 3. das e dann au 2 ureß* ollen 1226 e *— 1 unter er acht wer. 1 rud * er der Laſtigt⸗ un Sautwicte an ert 1856 urig Eichelſdorj. Arbeits Verſſeigerung. (1691 Donnerſtag den 30. Oktober l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die dei Erbauung einer neuen Vieinalſtraße von Oppershofen nach Steinfurth in der Gemarkung Steinfurth er⸗ forderlichen Arbeiten an die Wenigfinebmenden verſteigert werden: 1) Planirarbeit, veranſchlagt zu 494 fl. 16 kr. 2) Anfahren der Steine„„ 622„ 30„ 3) Aufſetzen derſelben-„ 41% 30„ 4) Chauſſirarbeiten„„ 425„ 54„ Steinfurth am 18. Oktober 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Steinfurth Tbönges. Ein Logis, 11670] welches bis Ende Oktober bezogen wer⸗ den kann, hat zu vermietben Friedberg den 15. Oktober 1856. 7 Pb. Simmerock. 4 Karten- abril* von Louis Weis in Friedberg 11582] werden von jetzt an ſehr gut und ftark gearbeitete Spielkarten zu nachſtehenden Prei⸗ ſen abgegeben: Pique das Dutzend 36, 42, 48, 54 kr., 1 fl., 1 fl. 6 kr., ganz feine 1 fl. 12 kr.; Kinderkarten 36 kr.; hombre à Spiel 20 und 22 kr.; Whiſt à Spiel 26 und 28 kr.; Taroc a Spiel 48 kr. und 1 fl. Auch in dieſelben mit dem Großberz. Heſſiſchen Stempel ſtets vorräthig. Rheinbaieriſche Caſtanien 11684] find zu haben bei Friedberg. Louis Winheim. 116851 Eine neue Sendung ächter Bremer und Havanna-Cigarren iſt wieder angekommen und bringe ſolche hier⸗ mit in empfehlende Erinnerung.. a Friedberg. Louis Winheim. Neue olländiſche Vollhäringe ball bei ſche F. e 375 Fahrgelegenheit auf den Ortenberger Markt. 1693 Dienſtag den 4. November fährt mein Omnibus nach Ortenberg und Nachmittags zu⸗ rück. Die Mitfahrenden mögen ſich bis dahin bei mir melden. Abfahrt dahier Morgens prä⸗ cis 5 Uhr. Preis 36 kr. Heinrich Waas. Vier engliſche Bulldoggen [1694] von ausgezeichneter Race ſind billig zu verkaufen bei Verwalter Wilhelm Jungbenn in Griedel bei Butzbach. Für die Herren Oekonomen! 11695] Meblkalk zum Ueberſtreuen der Saat⸗ felder zur Vertilgung der Schnegel bei G. Engelhardt, wohnhaft bei Wittwe Fritzel in Nauheim. Zu verkaufen. 11696] Dienſtag den 28. d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, laſſe ich öffentlich 20 Morgen Stoppelrüben und 15 Morgen Dickwurz mit Zuckerrüben verſteigern. Heinrich Leonhardt. Geſellſchaftliche Anſtandslehre (ohne Tanz. Unterricht) [1697 ertheile ich in meiner Wohnung. Die⸗ jenigen, welche ſich daran zu betheiligen wün⸗ ſchen, erſuche ich ſich bei mir zu melden. Preis für 16 Stunden 2 fl. Emilie Pietſch. Caſino⸗ Geſellſchaft. 1698] Die Wahl des Präſidenten der Caſino⸗ Geſellſchaft für 1856/1857 findet Montag und Dienſtag den 27. und 28., die der übrigen Mit⸗ glieder des Vorſtandes aber Mittwoch und Donnerſtag den 29. und 30. Oktober, Abends 5—8 Uhr, ſtatt. Friedberg den 22. Oktober 1856. Der Präſident der Caſino-Geſellſchaft Hofmann. In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe für den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Der neueſte Fahrtenplan der Eiſenbahnen, Dampſſchiſfe, u. ſ. w. u. ſ. w. Weſtentaſchen⸗Format. Preis 3 kr. Groſte Auswahl fertiger Damen⸗Mäntel für Herbſt und Winter, zu ſehr billigen Preiſen, bei 11612] Moritz Weiler, Zeil 45, der Poſt gegenüber, in Frankfurt a. M. 116881 Ein neues Exemplar von Schnorr's Libel in Sildern, Volksausgabe, 1. bis 18. Lieferung, wird zu herabgeſetztem Preiſe abgegeben. Näheres bei der Exped. d. Bl. tt wurte ver, wetter und der Vaßſct kingetteten 16 in drt fünf karauf ein Ale brei aud bie Blätter vaten un nchren „ vaten ſputer „ bencrken, daß Itter ut ſcht dei rack — 20 etwas ſpäter und ſchwach; ſie entwickelte ſich aber erſt ſpäter zu einem mehr als gewöhnlichen Umfange. Solche Beiſpiele gibt es mehre. Bemerken müſſen wir, daß dieſe Kartoffelpflanze jedes Jahr ganz geſunde Knollen von aus⸗ gezeichneter Größe und Schönheit lieferte. Wir haben aus dieſer Erſcheinung den Gedanken abſtrahirt, ob es nicht möglich wäre, durch tieferes Legen der Knollen eine Kar⸗ toffelplantage für längere Zeit anzulegen, ohne jedes Jahr friſche Knollen legen zu müſſen. An der Möglichkeit zwei⸗ feln wir gar nicht. Verſuche im Kleinen haben wir ein⸗ geleitet. Es würde auf dieſe Weiſe eine große Menge von Samenknollen erſpart. K. Fiſcher, penſ. Pfarrer. Kaaden in Böhmen. Verſchiedenes. In Tigy, Departement Loires, vergiftete ſich eine aus 11 Perſonen beſtehende Familie durch den Genuß von Brot, in welches ein Drittel Lolch gebacken war. Die Aerzte waren ſo glücklich, das Leben der Vergifteten zu retten. Verſuche an einem Hunde mit ſolchem Brote ergaben Schwindel, Zittern an allen Gliedern, Erbrechen und Kolik. Wenn man das Waſſer in den Blumengläſern mit einer Kampferauflöſung vermiſcht, ſo werden die Blu— men ſowohl länger als ſchöner und kräftiger als auf dem Stiele oder in reinem Waſſer blühen. Monatsbericht der Blinden-Anſtalt zu Friedberg. Durch den luth. Pfr. Meper zu Homburg von einem Engländer 5 fl.; durch Pfarrverw. Stock zu Herbſtein aus den Schulen zu Herb⸗ ſtein und Rixfeld am Geburtstage Ihrer Königlichen Hoheit der Groß⸗ berzogin 1 fl. 47 kr.; Pfr. Heß zu Nidda 2 fl.; durch die Exp. der Darmft. Zeitung von Fr. R. 2 fl.; aus der Gemeinde Obermoxſtadt 4 fl. 28 kr; aus Bremen 21 fl.; Pfr. Klein in Buchenau pro 56 1 fl.; Oberförſter Bingmann zu Oberrosbach 2 fl.; Pfleggeld 32 fl. 30 kr.; Collecten in der Provinz Hanau und Provinz Starkenburg 224 fl. 44 kr. Opferſtock 12 fl. 52 kr. Summe aller Einnahmen inel. des Kaſſenreftes 593 fl. 40½ kr. Ausgaben 402 fl. 8½ kr., verbleibt in Kaſſe 191 fl. 32 kr. Dank, herzlichen Dank für alle Gaben! Da die Wintervorräthe nun einzukaufen find, ſo reicht unſer Kaſſenvorrath lange nicht und wir erlauben uns die Bitte an Alle, die unſerer Sache zugethan find, unſer 5 kleinen Gabe zu gedenken. Viele kleine Gaben geben eine große. Friedberg, im October 1856. Die Direction: J. P. Schäfer. 5 376 In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg iſt ein⸗ getroffen: Weber's polkskalender. für das Jahr 1857. reis 45 kr. Die Freunde von Weber's Volkskalender werden dieſen neuen Jahrgang, der wie ſeine Vorgänger viel des Intereſſanten, Unterbaltenden und Belehrenden bringt, und in gleich ge⸗ ſchmackvoller Ausſtattung vor das Publikum tritt, freundlich willkommen heißen. Sieben Jahre ſind vergangen, ſagt der Herr Herausgeber unterem Anderem in der Vorrede, ſeit wir zuerſt mit dieſem Kalender bervortraten. Dem anfänglichen Plane ſind wir durchaus treu geblieben und haben uns nur bemüht, für die anziehendſten Gegenſtände die bewährteſten Bearbeiter zu finden. Mit gerechtem Stolze dürfen wir ſagen, daß uns dies gelungen iſt. In den Geſchichten der Gegenwart iſt kein Ereigniß unbeſprochen geblieben, welches in dem vergangenen Jahre aus der alltäglichen Reihe der Dinge in irgend bemerkenswerther Weiſe hervortrat. Unter den politiſchen Belehrungen ſind drei Fragen von böchſter Wichtigkeit in aller gebotenen Kürze behandelt worden: die Sundzollfrage, die veränderte Stellung der proteſtantiſchen Kirche in Oeſterreich, dem Concordat gegenüber, und der unentgeltliche Schulunterricht; der letztere ganz beſonders eine Forderung der Neuzeit, die der eingehenden Prüfung nicht unwerth erſchien. Für die Länder⸗ und Völkerkunde bot ſich faſt ungeſucht der eigentliche Kampfpreis des Krieges, die befreite Donau mit ihren Anwohnern, der Betrachtung dar. Die naturwiſſenſchaft⸗ lichen Belehrungen bieten nächſt einer kurz zuſammengefaßten Mittheilung über das Nordlicht, eingehende Beſprechungen des Wiſſenswürdigſten über die Nonne und ihre Verheerungen, über die Lupine und ihren Anbau und über eine Merkwürdigkeit, die für eine große Mehrzahl noch völlig neu iſt, die eßbaren Steine. Faſt reicher noch als gewöhnlich haben wir die gemeinnätzigen Belebrungen ausſtatten können, indem wir neben dem Unterricht über die Verfälſchung der Nah⸗ rungsmittel, welche ebenſo ſehr ein Gegenſtand der Beſorgniß, wie der allgemeinften Aufmerkſam⸗ keit geworden iſt, die Einblicke in den menſchlichen Körper fortgeſetzt haben. Aus den Erfindungen und Verbeſſerungen der neueren Zeit ſind einige der bedeutendſten ausgewählt worden, die ſich zugleich in der Ausübung bewährt haben. Wir boffen ferner von unſeren Leſern für den Unter⸗ haltungskalender Dank zu verdienen. Unſere Aufgabe iſt: zu belehren, indem wir unter⸗ halten und zu unterhalten, indem wir belehren. Gerſon Schulhof in Friedberg, vis-à-vis dem Predigerſeminar, 11699] empfiehlt ſein jetzt wohl aſſortirtes Lager in allen Sorten Tüchern, div. Stoffen für Winterröcke, Buckſkins, Weſten⸗, modernen Kleiderſtoffen für Damen, Leinwand, Gebild,— 200 ſeidene und baumwollene Regenſchirme, Filz⸗& Seidenhüte ze. ꝛc. zu feſtgeſetzten Preiſen ws der. Rabatt Solide Kunden, welche auf reelle Behandlung reflectiren, finden in meinem Laden den feſtgeſetzten billigen Preis an jedem Stück Waare angemerkt. Geſchäftsempfehlung. 11700] Wir beehren uns hierdurch anzuzeigen, daß die ſeither durch unſere Eltern betriebene Gaſtwirthſchaft von uns fortgeſetzt und daß am bevorſtehenden Markte: Montags, Dienſtags und Mittwochs Tanzmuſik, ausgeführt von der beliebten Kaicher Geſellſchaft und in der ſeitherigen Weiſe abgehalten wird. Neben billiger Bedienung werden wir unſern verehrten Gäſten mit guten Speiſen und Getränken aufzuwarten ſuchen. Ortenberg am 22. Oktober 1856. Barbara Rau. Die 2 d. 9 Renten⸗ und Lebensverſicherungs⸗Anſtalt zu Darmſtadt 17011 hat die Einrichtung getroffen, daß kleine Sterbfallkapitalien von 100 bis 300 fl. unter erleichterten Bedingungen bei ihr verſichert werden kön⸗ nen, wodurch auch den minder Bemittelten Gelegenheit geboten iſt, ihren An— gehörigen fur den Todesfall ſofort beziehbare Sterbegelder zu hinterlaſſen. Nähere Auskunft ertheilen die Herren Bevollmächtigten der Anſtalt.“) J. Jacob Rau. Darmſtadt, im Mai 1856. Die Direction. n Friedberg Herr Kaufmann Heinrich Hahn. „ Butzbach Herr Bürgermeiſter Seippel. Kirch weihfeſt. [702] Sonntag den 26. und Montag den 27. Oktober iſt bei Unterzeichnetem gut be ſſetzte Harmonie- und Tanzmuſik durch das berühmte Büdinger Muſikcorps anzutreffen, wozu ich alle bekannte und unbekannte Freunde des geſelligen Vergnügens höflichft einlade. Kommt heran, was frohe Zecher Und was munt're Tanzer ſind, Kommt, genießt aus vollem Becher, Was aus meinem Krahnen rinnt. Nehmet Theil an unſ'rem Feſte, Das nur alle Jahre kommt. Man wird als willkommne Gäſte Euch ſerviren gut und prompt. Denn bei mir in meinem Saale Iſt'o recht lieblich, froh und ſchön; Höflichſt wird man Euch erwarten, Grüßend Euch entgegengehn. Gute Speiſen und Getränke Werden Euch nicht widerſtehn, Und für alles Andere Wird der Gaſtwirth Huber ſtehn. Beienheim den 22. Oktober 1856. Huber. Rheinbaieriſche naſtanien L703] bei W.. Fertſch. [589] Bei G. G. Lange in Darmſtadt iſt erſchienen und in C. Bindernagel's Buch⸗ handlung in Friedberg zu haben: Supp', Gemuͤſ' und Fleiſch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen, oder leicht verſtändliche Anweiſung alle Arten von Speiſen und Back- werk billig und gut zuzube⸗ reiten. Nebſt einem An⸗ hange vom Einmachen der Früchte. Achte Auflage, mit einem Stahlſtich. 8. Geheft. 54 kr.— Fein geb. in engl. Leinw. 1 fl. 12 kr. Der raſche Abgang der 7. Aufl. dieſes überall mit Wohlgefallen aufgenommenen Kochbuchs nö⸗ thigte zur Herſtellung dieſes neuen Abdrucks. Die Verfaſſerin hat in den acht bis jetzt er⸗ ſchienenen Auflagen Alles aufgeboten, dieſes nützliche Buch durch Hinzufügung einer großen Anzahl neuer ausgezeichnet guter Recepte immer werthvoller zu machen, ohne daß der bisberige billige Preis erhöht werden mußte. Man ſieht daher einer recht beifälligen Auf⸗ nahme um ſo mehr entgegen, da es ſachkundige Damen fortwährend für das billigſte und brauchbarſte Kochbuch erklärten, welches je um einen ſolchen Preis erſchienen ſei. Kirchliche Anzeigen. 23. Sonntag n. Trinitat. den 26. Oct. Pfarramtswoche: Hr. Stadtpf. Schwabe. Erntefeſt. Gottesdienſt in der Stadtkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Sell. (Abendmabl.) Nachmittags: Hr. Candidat Vogt. 8 Gottesdienſt in der Burgkirche: Vormittags: Hr. Stadtpfarrer Schwabe. Nachmittags: Hr. Candidat Anthes. Von dieſem Sonntage an und weiter den Win⸗ ter hindurch, beginnen unſere Vormittags; gottesdienſte wieder um halb zehn Uhr. Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff. 2 (Hierzu Beiblatt Nr. 17.) i weimal, Art. N. zirken oder von len Städten elbe ſach Gewähllen men wolle. Else Empfang der Auf Loos. Art. 35 ammer werden dieſet Zeit findet der 6 Jahre nut wenn ein Abgeor legtz 3) wenn ein aus der Standeve ein Abgeordneter Neränderungen in rend der Dauer nicht zur Folge ha laſſung oder der Art. 40. Wenn anderweite Wahl Wahlbezirk vorzu VPohlmänner dur forderlichen geſetz dert hat, ſo wer männer gewählt. Stimmtecht durch Stimme Juſtruct Standesherr dur tritt der Agnat, deſſen Stelle, vor qualiffeirt erſchei lich beſcheinigte iſt, ſelbſt auf de dieſe Gründe al Volljährigkeit de das Recht haben gebörig qualifei Recht ſteht unter D Gegen der Handelsn unerklärlich, dauert zum algen noch Intereſſe iſt, trachten. Der erſſ tretender. 3 dem Geldma müſſen alle! ſum Erſten ſammelt von mindeſte, u, die de m kommt noch iuſen und Awatman f deuen Quart