5s Friedberger Intelligenzblatt. a duatd Nuth⸗ Erſcheint wö⸗ Einrückungsge⸗ 5 Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, 15 tag. Preis jährl. oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. 1856. hund chung fl. 1. 12 kr.; durch J. die been 1 fl. 1. 30 kr. Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. * Nr, Dienſtag, den 22. April. Amtlicher Theil. Von den erſchienenen Regierungsblättern für 1856 ſind zu publieiren: Nr. 8 sub 2. Nr. 9. Nr. 10 sub 1, 3. Nr. 11 sub 1. Friedberg, am 19. April 1856. Großherzogliches Kreisamt Friedberg K U Lew. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes. Die zur Darleihung von Ablöſungskapitalien an die Pflichtigen nichtfiskaliſcher Grundrenten verfügbaren Mittel der Großherzog— lichen Staatsſchuldentilgungskaſſe. Nach einem Erlaß Großherzoglichen Miniſteriums des Innern ac Nr. M. d. J. 4630 vom 26. März d. J. werden den Pflichtigen für alle Ablöſungen, zu welchen die Ablösbarkeiterklärungen bis zum 31. Decem⸗ ber 1855 erfolgt ſind, die erforderlichen Ablöſungskapitalien dargeliehen und ſollen die Abloͤſungen im Laufe des Jahres 1856 und mit Wirkung fur daſſelbe vollzogen werden. Sie werden hiervon zur Benachrichtigung der Intereſſenten in Kenntniß geſetzt. Friedberg, am 17. April 1856. Betreffend: Müller. Steckbrief Großherzoglichen Kreisamts Friedberg. Eliſabetha Geiß von Büdingen, wegen Unterſchlagung in Unterſuchung bei Großherzoglichem Landgericht Büdingen, hat ſich ihrer Verhaftung durch die Flucht entzogen. Signalement: Alter: 26 Jahre; Größe: 6 Fuß 4 Zell; Haare: ſchwarz; Stirne: nieder; Augenbraunen: braun; Augen: braun; Naſe; ſpitz; Mund gewöhnlich; Kinn: rund; Geſicht: oval; Geſichtsfarbe: geſund; Zähne: mangelhaft; Statur: ſchlank. Auszug aus dem Großherzoglichen Negierungsblatt. Nr. 11 vom 12. April enthält: J. Verordnung Gr. Mi- ſolchen Orten, wo leicht feuerfangende Gegenſtände, zum Beiſpiel niſteriums des Innern vom 4. April, den Verkehr mit Streichfeuer-[Hanf, Flachs, Werg, Holz, Stroh, dürres Laub ꝛc., ſich befinden, iſt 43 zeugen betr., welche unter Beziehung auf Art. 152 des Polizeiſtraf-[verboten.— 4. Bei Verſendungen müſſen die Streichfeuerzeuge in 9 geſetzes vom 30. Oct. 1855 hierbei folgende zu beachtende Vorſichts- Kapſeln von Eiſenblech oder in Behältern von Holz ſo feſt verpackt maßregeln verfügt: 1. Kaufleute, welche Streichfeuerzeuge im Kleinen werden, daß nirgends ein unausgefüllter Raum bleibt; auf dem Deckel verkaufen, müſſen den in ihren Läden zum Verkaufe aus der Hand J muß der Inhalt verzeichnet ſein und es dürfen derartige Kapſeln oder beſtimmten Vorrath in feuerſicheren Gefäßen, mit gut ſchließenden[Behälter nur oben auf dem Frachtwagen geladen werden.— 5. Di Die 9 Kumpf. Deckeln verſehen, aufbewahren.— 2. Weder Fabrikanten noch Kaufleute[Fabrikanten von Streichfeuerzeugen haben die bei Fabrikation der 5 dürfen Streichfeuerzeuge an Kinder verkaufen oder abgeben.—[ Zündhölzer entſtehenden, häufig Phos N enthaltenden Abfälle 4 3. Der Gebrauch der Streichfeuerzeuge in Ställen, Scheunen, Seiler-, in ſolcher Weiſe zu beſeitigen, daß ſie nicht als Dungmittel in Gärten 9. welche Dreber⸗ Schreiner-, Küfer- und Zimmermanns-Werkſtätten und überhaupt an Sund Felder, wo ſie von Vögeln aufgeleſen werden könnten, verbracht lan u dit. Der Gemſen jäger. Auge die verſchiedenen Richtungen und wandte ſich dann, N 1— N 1 ohne ein Wort zu reden, nach Süden. Sein Gang ver— (Fortſetzung.) 0 8 8 55 5 7K 6 rieth zwar fieberiſche Eile, aber auch eine herausfordernde Bald erreichten ſie den Schnee, der die erſte Lehne bedeckte und ſchritten in gerader Richtung quer über den— ſelben hin, noch immer den Fährten der Gemſen folgend. Am Fuße des Berges aber verloren ſie dieſe plotzlich auf den Feldern von kryſtalliſirtem Schnee(Firn), welche ſich über dieſen ganzen Abhang bis zu ihren Füßen herabzogen. So weit ihr Blick reichte, ſah man nichts als himmelhohe Felſenzacken, zwiſchen denen lange Eis- und Schueefelder, an den Enden mit grauen Steinwällen und Gletſcher— mauern(Moränen) beſäumt, ſich herniederſenkten. Die beiden Jäger befanden ſich nun gerade am Ein— gang jenes wunderbaren Gletſcherdammes, welcher dem Menſchen den Uebergang über die Alpen auf einer Strecke von hundertundfünfzig Meilen zu wehren ſcheint. Hier war das Eismeer vom Grindelwald- und Aletſch-Glet— ſcher, weiterhin die Eisfelder des Vieſcher-, des Finſter— aar⸗, des Lauter- und des Gauli-Gletſchers, über welche dann die Felſenhäupter gleichen Namens ihre zackigen Hörner erhoben. Hans muſterte einen Augenblick mit dem Zuverſicht. Je ſchwieriger der Weg wurde, deſto mehr beſchleunigte er ſeinen Gang, ſetzte ſpringend uͤber Riſſe und Spalten und ſprang in einem geringſchätzigen Zorn an den Berglehnen hinauf oder in die eisbedeckten Schluchten hinab. Seit Hans dieſe öden Hohen betreten hatte, war eine merkwürdige Veränderung mit ihm vorgegangen: ſein Auge glühte von einer brennenden Begierde, ſeine weit geöffneten Naſenflügel ſchienen die rauhere Luft dieſer Höhen gieriger einzuathmen, ſeine Lippen zitterten auf Augenblicke, als ob er leiſe einige geheime Verwünſchungen und Beſchwörungen murmelte. Bei jedem Hinderniß, das ihm aufſtieß, ließ er einen halblauten Ausruf des Un— willens hören und überſprang es mit Einem Anlauf. Wer dieſe grimmige Haſt geſehen hätte, würde ihn für einen erobernden Barbaren gehalten haben, der ſoeben den feind— lichen Boden betrat, und ſich mit jedem Schritte ſeines Sieges freute. Dieſe Art von Exaltation ſteigerte ſich cher noch mit den Schwierigkeiten. Man fuͤhlte, daß er hier auf ſeinem rechten Kampfplatz, in ſeinem eigent— 144 werden.— II. Bekanntmachung Gr. Kreisamts Mainz vom 2. April, die Aufſtellung der Geſchwornenliſte in Rheinheſſen für 1857 betr., welche in Gemäßheit des Art. 4 des Geſetzes vom 26. April 1852 zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß die Seelenzahl des Kreiſes Alzey 37,474, Bingen 29,807, Mainz 64,292, Oppenheim 43,941, Worms 50,133 beträgt, und daß demnach von den 800 Höchſtbeſteuerten nach Verhältniß der angegebenen Seelenzahl die Zahl von 133 auf den Kreis Alzey, 106 Bingen, 227 Mainz, 156 Oppenheim, 178 Worms kommt.— III. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den israelitiſchen Religionsgemeinden des Kr. Großgerau für 1856. — IV. Verzeichniß rechtskräftig gewordener nach Art. 30 des Straf⸗ geſetzbuchs bekannt zu machender, Straf-Urtheile der Gerichte der Provinz Rheinheſſen, und zwar 22 von dem Gr. Aſſiſengerichte zu Mainz, welche wegen Diebſtahls, Brandſtiftung, Verführung zur Un⸗ zucht, Meineids, Raubs, fortgeſetzter Nothzucht, Todtſchlags ꝛc. Strafen erkennen;— 23 von dem Gr. Obergerichte zu Mainz wegen Land⸗ ſtreicherei, Diebſtahls, falſcher Anzeige und Amts- und Dienſtehrver⸗ letzung, Majeſtätsbeleidigung ꝛc. ꝛc., Blutſchande ꝛc. zu 1 Jahr Cor⸗ rectionshaus bis 5 J. Zuchthaus;— 11 von dem Bezirksgerichte zu Mainz und 8 von dem Bezirksberichte zu Alzey, wegen Landſtreicherei, Diebſtahls, Bruchs der polizeilichen Aufſicht ꝛc. ꝛc. zu 1 Jahr Corrections-⸗ bis 3 Jahr Zuchthaus.— V. Dienſtnachrich⸗ ten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigſt geruht: am 17. Februar den vortragenden Rath im Miniſterium des Gr. Hauſes und des Aeußern, Geheimen Legationsrath von Ricou zum Miniſterialrath in dieſem Miniſterium;— am 1. April den wirkl. Geheimenrath Hallwachs zum Präſidenten des Staatsraths zu er⸗ nennen;— VI. Dienſtentbindung: am 1. April Finanzminiſter a. D. Zimmermann, auf ſein Nachſuchen, von der Stelle eines Präſidenten des Staatsraths. von 1 Jahr Correctionshaus bis zu 14 Jahren Zuchthaus ꝛc. Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat-Anzeigen. Oeffentliche Aufforderung. 1619] Die Erben der Anton Hahn's Eheleute zu Sbermörlen haben die Liegenſchaften dieſer unter ſich vertheilt, können jedoch das Eigen— thumsrecht derſelben an nachbenannten, in der Gemarkung Obermörlen gelegenen Grundſtücken urkundlich nicht nachweiſen: a) auf dem Namen der Anton Hahn's Wittwe ſtehend: Fl. Nr. 11,269, 301, 368, 576, 578, 605, 816, 1/619, 660, IV/ 40, 240, 252, 396, V/100, 305, 448, 504, 570, VI/ 186, 238, 330, 348, IX /146, X 635, 833, 858a, 904, XI /54, XII½/241, 259, 265, 338, 536, 583, 623, 659. b) auf dem Namen der Anton Heil 1. Wittwe, des Kaspar Hahn I., Jacob Schuh, Heinrich Simrock III. ſtehend: IX/43, VII/173, 1½%71, VvII/86. Es ergeht daher an Alle, welche jenes Recht nicht anerkennen wollen, hiermit die Aufforde— rung, ihre deaßfallſigen Anſprüche um ſo ge— wiſſer binnen Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt die Theilung gerichtlich confirmirt und Eintrag der Erwerb— titel in das gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Friedberg am 21. März 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Hofmann, Dee 1620] Nachdem über das Vermögen des Zieg⸗ lers Conrad Stamm zu Schwalheim nach miß— lungenem Güteverſuche der förmliche Concurs erkannt worden iſt, ſo werden ſämmtliche Gläu— biger deſſelben hierdurch vorgeladen, in dem auf Donnerſtag den 15. k. M., Vorm. 8 Uhr, beſtimmten Liquidationstermine ihre Forderun⸗ gen, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Concursmaſſe, entweder in Perſon oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte unter An⸗ gabe ihrer Beweismittel bei dem unterzeichne— ten Gerichte anzumelden und zu begründen. Zugleich wird bemerkt, daß die Bekannt- machung des demnächſtigen Präcluſivbeſcheides nur durch Anſchlag im Gerichtslocale bewirkt werden wird. Nauheim am 9. April 1856. Kurfürſtlich Heſſiſches Juſtizamt Key d hee vt. Burhenne. Steinbruchsverpachtung. 1655] Da auf dem am 10. März d. J. zu Kaichen abgehaltenen Verpachtungstermin kein annehmbares Gebot erfolgt iſt, ſo ſoll die Ver⸗ pachtung des dem Staate gehörigen Sandſtein⸗ bruches am Kurfürſtlichen Schloſſe Naumburg, Staatswaldort Dürrſchale, abermals verſucht werden und wird dazu Termin auf den 7. Mai c. a., Morgens 11 Uhr, angeſetzt. Zum Ver⸗ ſammlungsorte iſt die am Steinbruche gelegene Hainmühle beſtimmt. Nauheim den 17. April 1856. Der Salineninſpector R. Ludwig. Oeffentliche Aufforderung. [656] Nachbenannte Immobilien ſind veräußert worden, ohne daß über deren Erwerb die er— forderlichen Eigenthumsurkunden vorliegen: J. Gemarkung Niederwe iſel: Pag. Nr. 34/62 Hofraithe und neun Grund⸗ ſtücke, eingetragen auf den Namen: Konrad Bill X. von Niederweiſel und veräußert im Jahr 1854. Verzeichniß der Grundſtücke liegt in der Land⸗ gerichts⸗Regiſtratur zur Einſicht offen. II. Gemarkung Butzbach: Flur Nr. 11/914, VII/424, VII 190 Aecker und 1½/576,5 Wieſe, eingetragen auf den Namen: 0 Johann Georg Buß Wittwe in Butz ach, und veräußert ſchon vor mehreren Jahren an verſchiedene Perſonen. III. Gemarkung Fauer bach: Pag. Nr. 3056/26 58%[◻Klftr. Wieſe am Junkernſee, eingetragen auf den Namen des verlebten Heinrich Volp von Ziegen berg. Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften find deßhalb binnen einer Friſt von Mon gte n bei dem unterzeichneten Gericht ſo gewiß anzu⸗ melden, als ſonſt die Kaufbriefe ohne Rückſicht darauf beſtätigt und auch der Eintrag im Mu⸗ tationsverzeichniß verfügt werden wird. Bußbach den 16. April 1856. eren 1 Butzbach 2 100 Gulden 16571 liegen in der Bauernheimer Kirchenkaſſe zum Ausleihen bereit. Oſſenheim den 17. April 1856. Der Kirchenrechner e lichen Wirkungskreiſe ſtand, und die Atmoſphäre dieſer öden Höhen ſchien ihn zu berauſchen, wie den Soldaten der Pulverdampf. Uli war ihm anfangs ſchweigend gefolgt, hatte ſich im Stillen über dieſes tolle Rennen und Hetzen ge— wundert und gefragt, was denn der Gemſenjäger auf dieſem Ocean von Eis erwarten könne, welcher ſie von allen Seiten umſtarrte. Er richtete deßhalb eine Frage an ihn, aber Hans begnügte ſich damit, auf den Horizont zu deuten mit der einſilbigen Mahnung:„Immer weiter!“ Andere Gletſcher wurden überſchritten, andere Moränen überſtiegen, und bei jeder neuen Frage erwiderte der wü— thende Jäger ungeſtüm:„Nur weiter, immer weiter!“ Inzwiſchen hatte ſich der ganze Himmel mit Wolken überlaufen, dumpfes Sauſen und Rauſchen lies ſich aus der Entfernung vernehmen, und ſtoßweiſe Wehen eines heißen Windes ſtrichen ſchon über die eiſige Ebene hin. Ulrich machte ſeinen Gefährten darauf aufmerkſam, allein dieſer ſchien ſo tief in irgend einen duͤſtern Gedankenzug verſenkt, daß er für ſeine ganze Umgebung kalt und theil⸗ nahmslos war. Uli ſah ſich aufmerkſam und forſchend nach allen Seiten um, ohne den Ort erkennen zu können, wo ſie ſich befanden. Es war eine Art Terraſſe, die ſich auf halber Höhe eines Gletſchers gebildet hatte und von gähnenden Abgründen umgeben war. Er blieb ſtehen und fuhr mit der Hand an ſeine ſchweißtriefende Stirne. Hans wandte ſich um, er ſchien noch nicht die geringſte Ahnung von den Schwierigkeiten und Strapazen zu haben, welche dieſe Wanderung bergan und über ſo viele Hinderniſſe hinweg verurſacht hatte: ſein Geſicht war noch ſo blaß, ſein Schritt ſo leicht ſein Athem ſo frei wie zuvor. Wer ſie ſo alle Beide geſehen und beobachtet hätte, der würde in ihnen die Verkörperung zweier Epochen und zweier Generationen geſehen haben. Der Eine ſchien der Repräſentant jenes Jägergeſchlechts, unter deſſen Schüſſen und Verfolgungen nach und nach der gewaltige Auerochs, der wilde Eber, der Hirſch, das Reh, der Steinbock aus dieſen Gebirgen verſchwunden waren. Er war einer jener letzten Wilden der Alpen, die, wie die Rothhaute Amerika's gewöhnt ge— weſen waren, unter freiem Himmel zu ſchlafen, den Fährten des Wildes tagelang zu folgen, tagelang auf dem Anſtand zu liegen, gegen alle Gefahren einer feindlichen Natur anzukämpfen und Alles durch Geduld oder Gewalt zu beſiegen; jener furchtbaren Menſchen, die außerhalb dem beſchränkenden 3414 Ialiberft Birken⸗ 10% Ac 6½ Nad. 4 Cc, t genngem 15 Nußgerte Obetros' Großherze 2 l; 0050] Stell 9 Ui nan Gemeindewald 70 Su 1 1 „ — 1 4 3„* 1 2 55%„ 10 1 N 2555 Stüc 460„ 50„ 1841 Cub Nuß und ein S0 503 Cud Sämmtlic lat. Die Glauber Großher —— und zuͤgeln ſchaften, mesungeſti dafür kann dem Volks heutzutage schen Ob bung hin f oben erwa nehen Men die Oipſe der Kraft erhoben, die Gere A aus dem *. vun dal 4a 5 5 2 — Bekanntmachung, betreff. Holzverſteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Kellerberg der Ober— foörſterei Oberrosbach. [658] Montag den 28. d. M., von Mor— gens 8 Uhr an, werden in dem oben gedachten, bei Oberrosbach gelegenen Walddiſtriete an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 2 80 Birken⸗, 2 Stecken Eichen Scheit⸗ olz. 17 Stecken Birken- und Eichen., 3% Stecken Nadel-, 1 Stecken Linden-Prügelholz; 1 Stecken Buchen-, 12 Stecken Eichen⸗ und Birken⸗Stockholz, 11% Buchen⸗, 54½ Birken- und Eichen“, 6½ Nadel⸗Reisholzwellen⸗Hunderte, 4 Eichen- und 2 Lärchen⸗Stammabſchnitte zu geringem Bau- und Werkholz, 18 Nutzgerten. Oberrosbach den 16. April 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberrosbach Bing mann. 5 eigen uu g. L659] Freitag den 2. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Glauberger Gemeindewald folgende Holzſortimente verſteigert: 73 Stecken Buchen-Scheitholz, „ Kiefern⸗„ 1„„ Aspen⸗„ 44„ Buchen⸗Prügelholz, 3„ Eichen⸗„ 1„ Aspen-⸗„ 2 9 Birken⸗ 1 54%„ Buchen⸗Stockholz, 10* Eichen⸗„ 1„Kiefern⸗„ 2525 Stück Buchen⸗Wellen, 450„ Eichen⸗ 1 50„ Kiefern⸗, 1841 Cubikfuß Eichen⸗-Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz von 6— 40 Zoll Durchmeſſer und 18-73 Fuß Länge, worunter ſich ein Stamm von 565 Cubikfuß, zu Schiffsbauholz ꝛc. geeignet, befindet, 563 Cubikfuß Buchen⸗Werkholz, 27 15 Birken⸗ 190„ Kiefern-Bauholz, 38 0 Aspen⸗„ 20 Eichen⸗Stangen von 4—5 Zoll Durch- meſſer und 16-33 Fuß Länge, zu Werkholz geeignet. Sämmtliches Holz iſt von vorzüglicher Qua⸗ lität. Die Zuſammenkunft iſt im Ort. Glauberg, den 14. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Glauberg Nickel. 145 Arbeits ⸗Verſtleigerung und Verſteigerung von alten Fenſtern. [660] Freitag den 25. April d. J., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen zu Oſſenheim bei Gaſt— wirth Krick die bei Reparatur der Pfarrhofraithe nöthigen nachbenannten Arbeiten, als: 1) Weißbinderarbeiten, veranſchl. zu 51 fl. 3 kr. 2) Spenglerarbeiten,„„ 17„ 10 3) Glaſerarbeiten,„„ 12„48„ öffentlich in Accord gegeben werden. Zugleich ſollen mehrere alte Fenſter meiſt— bietend verſteigert werden. Oſſenheim, den 17. April 1856. Für den Kirchenvorſtand: Kopp, Bürgermeiſter. Holzverſteigerung. [661] Freitag den 25. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Gräfl. Beinhardswalde, Diſtrikt Oberwald, meiſtbietend verſteigert werden: 3 Stecken Buchen⸗Scheitholz, „ Eichen⸗Scheitholz, „ Buchen-Prügelholz, Eichen⸗* „ Buchen-Stockholz, 7 Eichen⸗ 0 126 Schichten Buchen-Reisholz. Forſthaus Beinhards am 20. April 1856. Der Gräfl. S.-R. Revierförſter Hartmann. Ho lzoenſtei gerung, [662] In dem Gemeindewald Fauerbach J., Diſtrikt Filzbardt, ſoll Freitag den 25. l. M. nachfolgendes Gehölz verſteigert werden: 1 Stecken Eichen⸗ Prügelholz, 21 Haufen„ Stockholz, 2975 Stück„ Wellen, 1450—„ Kiefern⸗„ 450„„ Bohnenſtangen, 1525„ Ginſter⸗Wellen. Der Anfang der Verſteigerung iſt Morgens 9 Uhr an dem Weltboden. Gegen genügende Bürgſchaft wird das Holz bis Ende September d. J. geborgt. Fauerbach J. den 18. April 1856. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach J. Philipps. 1 0 0 Gulden [663] Kirchenkapitalien liegen in der Kirchen⸗ kaſſe zu Fauerbach J. gegen gerichtliche Ver⸗ ſicherung zum Ausleihen bereit. Ziegenberg den 19. April 1856. R. Bindewald, Kirchenrechner. — 2* — Holzverſteigerung. 1664] Donnerſtag den 24. und Freitag den 25. d. M., Morgens 8 Uhr anfangend, ſollen im Wohnbacher Gemeindewald: 304 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, e„ Prügelholz, 121„ Stcockholz, 5918 Stück„ Wellen, 140„ Nadelholz.„ 17 Stecken Nadel⸗Prügelholz, 13„ Weichholz, 14„ Eichen-Scheitholz, 9 77 7 Werkholz, 19 7 7. Prügelholz, 21 5„ ͤ Stockholz, 960 Wellen„ Reisholz, 301„ gemiſchtes„ 73 Eichen⸗Stämme, 3045 Cbkf. enthaltend, 5 Buchen⸗Stämme, 387„ 5 verſteigert werden. Den erſten Tag wird das Brennholz auf dem Rathsberge und den zweiten Tag das Brennholz im Hinterwald und zuletzt das ſämmtliche Stammholz verſteigert. Wohnbach am 19. April 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Wohnbach Philippi. Zum Ausleihen. [551] In der Kirchenkaſſe zu Wohnbach liegen 400 Gulden gegen gerichtliche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Wohnbach, den 2. April 1856. Klein, Kirchenrechner. Das Logis, [665] welches Frl. Schwabe bisher in meinem neuerbauten Hauſe bewohnte, ſteht zu vermie⸗ then und kann alsbald bezogen werden. Friedberg, den 1 1856. . F. W. Re u ß. Ein Logis 1666] iſt im zweiten Stocke meines Hauſes zu vermiethen. P. F. Schmittner. Zwei Weißbindergeſellen [667] finden dauernde Beſchäftigung bei W. Zimmermann, Maler und Weißbindermeiſter. Dan kſagung. [668] Allen Denjenigen, die bei der Beerdi⸗ gung des dahier verſtorbenen Seminariſten Lawall demſelben die letzte Ehre erwieſen, ſage ich im Namen und Auftrage der Ange⸗ hörigen den herzlichſten Dank. Rodheim, den 18. April 1856. ü ene r. und zügelnden Kreiſe der Geſetze leben, und deren Leiden— Einſamkeit noch geſteigert, mit Stur— ſchaften, durch die Hausgeräthe zur Einrichtung dieſer Anſtalt im Jahre kamen aus hieſiger Stadt. b Kinder aufnehmen und dem ſittlichen Verderben entreißen können, von 1846 und 1847 Seit der Einweihung hat die Anſtalt 55 mesungeſtüm losbrechen. Daß wir hierin nicht übertreiben, dafür kann Jeder Beweiſe genug an Ort und Stelle aus dem Volksmund und den Kriminalakten ſchöpfen, und noch heutzutage Beiſpiele genug in den Wilddieben des bay— riſchen Oberlands auf der Grenze gegen Tyrol und Salz⸗ burg hin finden.— Der Andere dagegen ſchien, wie ſchon oben erwähnt, die Jetztzeit zu vergegenwärtigen und den neuen Menſchenſchlag, welchen die Civiliſation, wie ehedem die Orpheusleier, zu ſanfteren Sitten einlädt, der an wil— der Kraft beſänftigt, aber in ſeinem Gemüth und Weſen erhoben, die geſellige Fügſamkeit mit der ſtarren Gewalt, die Gerechtigkeit mit der Rache vertauſcht hat. (Fortſetzung folgt.) Nachricht und Dank aus dem evangel. Rettungshaus fur ſittlich verwahrloſte Kinder zu Arnsburg. Die in der Aufſchrift bezeichnete Anſtalt iſt den freundlichen Leſern dieſes Blattes längſt bekannt. Denn die erſten Gaben an Geld und denen nun ſchon 31 in die verſchiedenſten Berufsarten aus der Anſtalt getreten ſind und von vielen derſelben weiß der Vorſtand, daß ſie durch ihren Wandel der Anſtalt Ehre machen, woraus die freundlichen Be⸗ förderer dieſer Sache erkennen mögen, daß ihre wohlgemeinten milden Gaben kein„Diebſtahl am eigenen Geldbeutel“ waren.— Seit am 21. Mai v. J. haben des Großherzogs Königliche Hoheit allergnädigſt geruht, dieſer Anſtalt unter dem Namen:„Evangeliſches Rettungshaus für fittlich verwahrloſte Kinder zu Arnsburg“ Corporationsrechte zu verleiben. Somit iſt ſie nun in die Reihe der milden Stiftungen, unter Oberaufſicht des Staates, des Großherzogthums getreten.— Großherz. Miniſterium des Innern hat die Gnade gehabt, in Anerkennung der großen Wohlthat und Nothwendigkeit ſolcher Anſtalten, eine Hauscollekte in der Provinz Oberheſſen huldvollſt zu bewilligen. Dieſe iſt nun auch durch den Anſtaltscollekteur in jüngſter Zeit im hieſigen Kreiſe abgehal⸗ ten worden und ſo reichlich ausgefallen, auch der Collekteur ſelbſt vieler Orten ſo freundlich aufgenommen worden, daß ſich der Vorſtand ge⸗ drungen fühlt, hier öffentlich ſeinen herzlichen Dank auszuſprechen. In dem Berichte pro 1856 werden die freundlichen Geber die Verwen⸗ dung ihrer Gaben finden. Friedberg, im April 1856. In Auftrag der-Sceretär: J. P. Schäfer. 146 SOOLBAD NAUHEINM. „%% Hrüffnung der Suison Mittwoch den 16. April. Jeden Tag der Kur- Nachmit- kapelle im lags 3 Uhr Kurgarten. 1671] Hierdurch zeige ich ergebenſt an, daß ich neben meinem Drehereigeſchäfte, das dadurch keinen Abbruch erleidet, ein Kurzwaarengeſchäft etablirt habe und empfehle ich mich mit allen dahin einſchlagenden Artikeln, als: Wollen⸗ u. Baumwollengarn, Nähſeide, Schnur, Zwirn, Litzen, Beſatzband u. dergl. m., reelle und wohlfeilſte Behandlung zuſichernd. Friedberg. Jacob Starck, Drehermeiſter. Welſchkorn, Griesmehl, 1672] das Pfund 6 kr., bei Far i e d v ich! Hi bre che t. Soolbad VNuuheim. Das obrigkeitlich beſtätigte Commiſſions⸗ Geſchäſts- und Uachfrage-Durean von Friedrich Wilhelm Henkel. Kaufhalle Nr.§, 590] beſorgt An- und Verkauf von Häuſern und Liegenſchaften, Leihen und Verleihen von Kapitalien und Geldern überhaupt, Miethen und Vermiethen von Wohnungen und Geſchäften, Placement ven Dienſtſtellen, diverſe Commiſſionen u. ſ. w. unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung. Geſchäfts-Empfehlung. 1669] Ich Unterzeichneter beehre mich hiermit bekannt zu machen, daß ich in hieſiger Stadt Hauptſtraße Nr. 142, ein Mehlgeſchäft errichtet habe, worin ich die feinſten Mehlſorten, beſonders einen ausgezeichneten Blumenvorſchuß empfehle. Reelle und billige Behandlung zuſichernd, bitte ich um geneigten Zuſpruch 5 Nauheim, im April 1856. Ernſt Grünwald. Die Kölniſche Hagel-Verſicherungs-Geſellſchaft 670] gewährt gegen feſte, jede Nachzahlung ausſchließende Prämien volle Entſchädigung binnen Monatefriſt nach deren Feſtſtellung für alle Feld⸗ und Garten⸗Früchte, ſo wie für Glasſcheiben. Für fünfjährige Verſicherungen findet eine beſondere Prämien-⸗Rückver⸗ gütung ſtatt. 5 Zur Garantie des Verſicherten ſtebt, außer der Prämien-Einnahme, das auf 3 Mill. Thaler normirte Grundkapital, wovon gegenwärtig 2/ Millionen Thaler begeben ſind, ſo wie der ſich bereits auf 82,000 Thaler belaufende Reſervefonds. Nähere Auskunft unter Gratisbehändigung einfacher Antrags-Formulare(Saat ⸗Regiſter) ertheilen die Agenten: Herr Geometer Schneider in Bönſtadt, a„ H. Bergauer in Butzbach, ſowie der unterzeichnete zur Vollziehung der Policen ermächtigte Agent der Geſellſchaft. Friedberg, im April 1856. P. F. Schmittner. 631] Von jetzt bis Mitte Auguſt übernehme ich Leinen jeder Art auf meine nach Vorſchrift des Gr. Heſſiſchen Gewerbvereins zu Darmſtadt errichtete ganz unſchäbliche Natur Bleiche in Schlitz. Binnen zwei bis drei Monaten verſpreche ich die Zeuge ſchöͤn hell und rein weiß gebleicht pr. Elle 2 kr. zurückzuſenden. Schlitz den 10. April 1856. Johann Andreas Habicht. Marktberichte. Grünberg 19. April: Waizen 13 fl. 37 kr.; Korn 11 fl. 14 kr.; Gerſte 7 fl. 31 kr.; Hafer 4 fl. 28 kr; Erbſen 9 fl. 30 kr.; Linſen und Wicken 8 fl. 5 kr.; Kartoffeln 3 fl. 35 kr. Mainz 18. April: Waizen 14 fl.; Korn 11 fl. 45 kr.; Gerſte 7 fl. 45 kr. Geld⸗Cours. Frankfurt, am 19. April 1856. Neue Louisd'or.. 0 Piſtolen„ 9 42-43 Friedrichs ass 9 Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 49¼½—50½ Rand⸗Ducaten..„ 5 34-35 20 Frankſtück e 922 Engliſche Souverains.. 11 54 G. Preußiſche Thaler.„ 1 45-75 Preußiſche Caſſenſcheine. a 5 Fres,⸗ Thaler Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis 29. April. 2 1 Fried. Butz⸗ 2 Brod⸗Preiſe. berg. J bach. 8 kr. pf. kx. pf. 1 Roggenbrod, ½ Korn⸗ ö und ½ Gerſtenmehl 3193 2 0 17 7 7 7 4 7 1 2 14— 114— 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn- u.) Waizenmehll 4— 4— 2 1 5 5 8 88 4 10 0 17 161— 116— 5 Loth Loth — Milchbro d.. 14 14 — Waſſerweckk 15(—— — Gemiſchte(Tafel-) Brod. 15 145 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch.(ee 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 112112 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2102 1 Schweinefleiſchh.. 16— 16— 1 Hammelfleiſchh.. 112112 1JKalbfleiſch 6 2 6 2 1 Schaaffleiſch. 8 7——— 1Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 1 Bidtwurfſt 21 2 2 1 Schwartenmagen. 18— 18— 1 Geräucherter Speck.. 312312 1 Dörrfleiſch FF 2 IS 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 23 2232 1 Nierenfett. 2 1 Hammelsfett. 16— 116— Die Großherzoglichen Bürgermeiſter Bel der, Se i pd ee Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Edi zo] Da det Fauerbach ll. der Nechtswobt! angetreten war Gläubiger deſſel rangementes und derungen auf Mittwoch d unter dem Anf den Ausbleiben gilimitte Bebel wird, daß ſie di Erſchienenen bel ötiedberg! Großherzog Hofmann Landrichter. Deffent L637) Konrad Beſchuß Groß vinz Oberbeſſe und ſind ihm Kollmar und Curatoren beſte Iden Wan bringt, werdet rungen an Kt aufgefordert, f bei Meidung d gulitung des machen. Buß bach, Großberzo Ebel, Landrichter. Edi 639] Der am din geborene 6 abweſend, oder mit aufgeſorder 3 1 hier anzumelden erklärt, und di Vermögen, an Juwandte geg werlaſſen werd dtiedberg ö Gtoßhe 8 U L641 dun um Io Uhr, e 150 N 200 0 100 öfflich verſe Griedel, b 1073 50 6 Gboßher Anſprü Jogliche