— Zuchhandlung riefe verband. 0 Jan. 1854 1 neigen. 20. J St dttirch rakirche: Lung. Friedberger Intelligenzblatt. Erſcheint woͤ⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Einrückungsge— bühren für die ge— ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. M Dienſtag, den 22. Januar. 1836. N 2— 24 Amtlicher Theil. Das Großherzogliche Landgericht Altenſtadt an die Ortsgerichte der zum diesſeitigen Gerichtsbezirke gehörigen Gemeinden. Nach Art. 15 des Edictes vom 26. October 1852:„die Organiſation der Ortsgerichte betr.“ ſollen die Einträge und Löſchungen im Ortshypothekenbuche von dem Vorſteher vorgenommen und, in Gemeinſchaft mit den Ge— richts männern, beglaubigt werden. Gemachte Wahrnehmungen zu Folge hat dieſe Vorſchrift ſeither wenig Beachtung gefunden, weßhalb wir uns ver— anlaßt ſehen, Ihnen für die Zukunft deren genaue Befolgung anzuempfehlen. Altenſtadt den 14. Jauuar 1856. Dr. Gil mer. Erinnerungen eines Londoner Polizeibeamten. (Fortſetzung.) „Wohlan! Ich wendete mich an mehrere Geldver— leiher mit gleich ungünſtigem Erfolge, bis vergangenen Montag vor vierzehn Tagen, wo ich auf Mr. Hutton's Geſchäftsplatz an der Korubörſe, als ich zufällig einige Minuten allein war, von einem Manne von mittleren Jahren und anſtändigem Aeußern angeredet ward, der mich fragte, ob ich der Mr. Edmund Webſter wäre, der am vorigen Sonnabend bei Mr. Curtis in Biſhopsgate— ſtreet einen Brief abgegeben, worin ich gegen Sola-Wech— ſel fünfhundert Pfund auf ſechs Monate geliehen zu ha— ben wünſchte. Ich antwortete begierig mit Ja, worauf Mr. Brown, wie der Mann ſich nannte, fragte, ob ich den Wechſel auf fünfhundert und fünfzig Pfund, wie ich vorgeſchlagen, ſchon geſchrieben hätte; wenn dieß der Fall wäre, ſo wolle er mir das Geld ſofort einhändigen. Ich antwortete in freudiger Aufregung, ich hätte den Wechſel noch nicht geſchrieben und auch kein geſtempeltes Formu— lar bei mir; wenn er aber ein paar Minuten warten wolle, bis Mr. Hutton oder ein Commis käme, ſo wollte ich eins holen und den Wechſel ſogleich ausfertigen. Er zögerte einen Augenblick und ſagte dann:„Ich habe heute morgen viel zu thun, will aber in dem Kaffeezimmer zum Lorbeerbaum auf Sie warten; machen Sie gefälligſt ſo ſchnell als möglich und ſtellen Sie das Papier auf Mr. Brown.“ Er war kaum drei oder vier Minuten fort, ſo kam einer unſerer Commis. Ich eilte ſogleich in eine Papierhandlung, kaufte ein Wechſelformular, füllte es gleich an Ort und Stelle aus und begab mich dann da— mit ſchnell nach der Taverne zum Lorbeerbaum. Das Kaffeezimmer war ſehr beſucht, mit Ausnahme des Ver— ſchlags, wo Mr. Browu ſaß, der, nachdem er den Wech— ſel angeſehen und ſchnell eingeſteckt, mir eine Rolle Bank— noten in die Hand drückte.„Laſſen Sie das Geld nicht ſehen,“ ſagte er,„es ſind ſo viel Leute da. Sie können die Noten unter dem Tiſche zählen.“ Ich that dieß; ſie waren ganz richtig— zehn Fünfziger, und ich beſtellte ſogleich eine Flaſche Wein. Mr. Brown gab jedoch vor, er habe noch viel Geſchäfte zu beſorgen, wartete nicht, bis der Wein gebracht ward, ſondern wünſchte mir guten Tag und verſchwand, indem er in der Eile meinen Hut anſtatt des ſeinen mitnahm. „Ich jubelte, wie Sie gern glauben werden, nicht wenig uber dieſe glückliche Wendung meiner Angelegeu— heiten, und ſo ſeltſam es Ihnen auch erſcheinen muß und mir jetzt ſelbſt erſcheint, ſo fiel es mir doch damals gar nicht als etwas Außerordentliches oder Ungeſchäftsmäßiges auf, daß ein Mann, dem ich perſönlich unbekannt war, und der deshalb gar nicht wiſſen konnte, ob ich auch der Edmund Webſter ſei, den er zu ſuchen vorgab, mir ſo ohne Weiteres fünfhundert Pfund in die Hand drückte. Ju Folge des Weines, den ich trank, und meines innigen Frohlockens befand ich mich, wie ich mich recht wohl ent— ſinne, in einem Zuſtande bedeutender Aufregung, als ich die Taverne verließ, und ich ſchien kaum den Boden un— ter meinen Füßen zu fühlen, als ich nach Marklane eilte, um Mr. Hutton von meinem Glück in Kenntniß zu ſetzen und ſeinem Comptoir und dem Getreidehandel auf immer Lebewohl zu ſagen. Er war nicht zu Hauſe, und ich ging hinein in ſein Privatzimmer und ſetzte mich, um ſeine Rückkehr zu erwarten. Ich zweifelte nicht, daß ich, wie der Commis ſpäter ausgeſagt hat, wirklich ſehr aufgeregt ausſah, und es iſt auch vollkommen wahr, daß ich, nach— dem ich über eine Stunde vergebens gewartet, ploͤtzlich wieder fortging und zwar, ohne daß es Jemand bemerkte. Ich eilte unmittelbar darauf, nachdem ich Marklane ver— laſſen, nach Hampſtead, ſprach Miß Bramſton, und da, mit Ausnahme des Geldes, Alles ſchon ſeit längerer Zeit in Bereitſchaft gehalten worden war, ſo ward beſchloſſen, daß wir den folgenden Morgen mit dem erſten Grauen des Tages nach Schottland fliehen und von da nach Frankreich gehen ſollten. Zunächſt begab ich mich nun nach Regents-Park, wo ich ſpeiste und meinen Schweſtern Alles vertraute, nur nicht wie ich zu den nöthigen Geld— mitteln gelangt war. Gegen acht Uhr Abends nahm ich einen Fiaker bis zum Haymarket, um dort einen vier— ſpännigen Poſtwagen zu miethen und in der dortigen Nachbarſchaft einige Ehrenſchulden zu bezahlen. Ich war dem Poſtmeiſter perſönlich unbekannt; es war daher noth— wendig, den Wagen bis St. Albans vorauszubezahlen, zu welchem Zwecke ich dem Poſtmeiſter eine der Fünfzigpfund— noten hinlegte. Er ſchien durch die Große der Summe weiter nicht überraſcht zu werden, erſuchte mich aber, meinen Namen und meine Adreſſe auf die Rückſeite der Note zu ſchreiben, ehe er ſie wechſelte. Aus abgeſchmack— ter Beſorgniß, jeder Möglichkeit, unſerer Flucht auf die Spur zu kommen, vorzubeugen, endoſſirte ich die Note als„Charles Hart, Great Wimpole Street“ und der Poſtmeiſter entfernte ſich. b „Er blieb ziemlich lange aus, und ich ward ſchon ſehr ungeduldig, als er zu meinem Schrecken und Erſtau⸗ nen in Begleitung eines Polizeidieners wieder in den Hof trat.„Sie ſind der Herr, von welchem Mr. Evans vor wenigen Minuten dieſe Fünfzigpfundnote erhalten hat— nicht wahr?“ „Ja, allerdings,“ antwortete ich, ſtammelnd und er— röthend, ohne recht zu wiſſen warum.„Nun, ſo kommen Sie gefälligſt mit,“ ſagte der Mann.„Dieſe Note iſt nebſt noch neun anderen von demſelben Werthe laut einer Ankündigung in den Abendblättern aus einem Comptoir in Marklane geſtohlen.“ Ich glaubte, ich müßte ohnmäch⸗ tig niederſinken, und als man mir ein Inſerat im Globe zeigte, worin Mr. Hutton auf die Entdeckung des Diebes, der ihm an dieſem Tage zehn Fünfzigpfundnoten der Bank von England— die Data und Nummern waren alle an— gegeben— aus ſeinem Comptoir geſtohlen, eine Beloh⸗ nung ſetzte, da war ich ſo vollſtandig betäubt, daß ich ohne den Polizeidiener umgeſunken wäre.„Die Sache wird ſich vielleicht aufklären,“ ſagte der Polizeimann,„ſo weit Sie dabei betheiligt ſind, und ich will, wenn Sie es wünſchen, mit Ihnen ſogleich nach Ihrer Wohnung in Great Wimpole Street gehen.“ Natürlich mußte ich nun bekennen, daß mein Name nicht Hart ſei, und daß ich eine falſche Adreſſe angegeben. Dieß war genug. Ich ward ſofort feſtgenommen, nach dem Wachthauſe geführt, viſitirt und da man die anderen neun Noten ebenfalls bei mir fand, ſo hegte man keinen Zweifel mehr an mei— ner Schuld. Ich weigerte mich hartnäckig, meinen wirk— lichen Namen zu nennen, was, wie ich jetzt einſehe, ſehr thöricht war, denn Mr. Hutton's Commis nannte ihn, ſobald er mich den nächſten Tag im Polizeihofe ſah, wie ſich von ſelbſt verſtand, ſofort. Das Reſultat kennen Sie. Mr. Hutton kam, als er hörte, wer es ſei, den man ver— haftet, nicht zum Vorſchein, und nachdem er mehrmals citirt worden, aber nicht erſchienen war, ward ich in Frei— heit geſetzt, während der Polizeirichter bemerkte, daß ihm noch kein Fall vorgekommen ſei, der auf einleuchtendere Weiſe die Nothwendigkeit eines öffentlichen Anklägers dar— thue. Meine Erzählung, auf welche Weiſe ich in den Beſitz der Noten gelangt ſei, ward, wie Sie wiſſen, mit ungläubigem Lächeln vernommen und zwar ganz natürlich, denn Mr. Curtis von Biſhopsgateſtreet hatte vollſtändig in Abrede geſtellt, daß er Mr. Brown kenne oder ſonſt Jemanden beauftragt habe, mir gegen meinen Wechſel fünfhundert Pfund zuzuſtellen. So gebrandmarkt und ge— ſchändet kehrte ich nach Hauſe zurück. Mein Vater war vor Schrecken und Kummer ſo gefährlich erkrankt, daß anfangs ſein Leben in Gefahr ſchwebte— Kapitän Bram— ſton's Thür war mir verſchloſſen und die Verlobung mei— ner älteſten Schweſter mit einem liebenswürdigen jungen Manne ward von ſeinen Verwandten wegen des vermeinten Verbrechens ihres Bruders ſofort wieder ruͤckgäͤngig gemacht.“ „Das iſt in der That eine ſchlimme und geheimniß— volle Geſchichte,„Mr. Webſter,“ bemerkte ich!, als der junge Mann aufgehört hatte zu ſprechen; aber ſagen Sie mir, wußten denn Mr. Hutton und ſein Sohn etwas davon, daß Sie, um das Geld zu bekommen, ſich an Mr. Curtis gewendet hatten?“ „Ich weiß nicht, ob ſie es wußten, obſchon es mehr als wahrſcheinlich iſt, daß ich gegen Beide dieſen Umſtand erwähnt habe.“ „Gut, Mr. Webſter, ich habe Vertrauen zu Ihrer Wahrhaftigkeit; aber es iſt weſentlichz daß ich Ihren Vater ſpreche, ehe ich mich mit dieſer Sache befaſſe.“ 30 „Er wünſcht ſelbſt, daß Sie dieß thun möchten und zwar ſo bald als möglich. 1 933 Wir verabredeten nun, daß ich um drei Uhr den— ſelben Nachmittag bei Mr. Webſter sen. vorſprechen und mich durch die Diener als Mr. Thompſon anmelden laſſen wollte. Ich fand mich pünktlich zu der beſtimmten Zeit ein und ward ſofort von einer der Töchter in das Zimmer ihres Vaters gefuhrt. Er hatte ſich noch nicht ſo weit wieder erholt, um ſein Bett verlaſſen zu können, und ich hatte kaum einige Worte mit ihm gewechſelt, als dieſelbe junge Dame, welche mich eingeführt hatte, eilig wieder eintrat, um zu melden, daß Mr. Hutton unten ſei und um eine ſofortige Unterredung bitte. Mr. Webſter trug ſeiner Tochter auf, Mr. Hutton zu ſagen, er ſei beſchäftigt und könne ſich nicht ſtören laſſen; und die junge Dame wollte eben wieder fortgehen, um dieſen. Auftrag auszu⸗ richten, als ich ſchnell ſagte: Entſchuldigen Sie, Mr. Webſter, es wäre mir außerordentlich lieb, wenn ich mit eigenen Ohren, aber ohne von ihm geſehen zu werden, hören könnte, was Mr. Hutton zu ſagen hat.“ „Ich habe durchaus nichts dagegen,“ antwortete Mr. Webſter,„aber wie ſollen wir Sie hier verbergen?/ „O, ich krieche unter das Bett,“ ſagte ich und war indem ich dem Worte die That auf dem Fuße folgen ließ, einen Augenblick darauf verſchwunden. Miß Webſter be⸗ gab ſich ſodann fort, um Mr. Hutton zu bitten, herauf— zukommen, und nach wenigen Minuten trat der würdige Mann in's Zimmer. Nach einigen heuchleriſchen Worten des Mitleids mit dem Befinden des Kranken kam Mr. Hutton ſofort zur Sache und zwar auf eine ziemlich drohende Weiſe. „Ich komme, Mr. Webſter,“ begann er in entſchloſſe— nem Tone,„um Ihnen zu ſagen, daß ich mich nicht länger hinhalten laſſe. Entweder Sie geben mir die Schuldver— ſchreibungen über das mir von Ihnen geliehene Geld zu— rück. „Eilftauſend Pfund und darüber!“ ſtöhnte der Kranke. „Ja, ſo viel wird es mit Hinzurechnung der Zinſen ſein, Sie wiſſen, daß ich zur Tilgung dieſer Schuldenlaſt einen dritten Theil meines Geſchäfts an Ihren bewun— dernswürdigen Sohn abtreten ſollte. Alſo, Sie verſtehen ſich entweder ſofort dazu, jene Schuldverſchreibungen mir zurückzugeben, oder ich trete nun unverweilt als Ankläger gegen Ihren Sohn auf, der ſo wahr, als ich hier ſtehe, für überführt erachtet und zu lebenslänglicher Deportation verurtheilt werden wird.“ „Ich ſage Ihnen nochmals,, entgegnete der erbitterte Kranke, daß ich Ihre Enthaltung von der Anklage auch nicht um einen einzigen Schilling erkaufen mag. Dieſe Anklage würde dann immer noch über dem Haupte meines Sohnes ſchweben, und wir würden ebenſo wie jetzt in den Augen der Welt für immer geſchändet ſein.“ „Das habe ich mir auch überlegt,“ entgegnete Hutton, „und ich glaube, ich kann Ihren Wünſchen entgegenkommen. Entſchließen Sie ſich, die Forderung, die Sie an mich ha— ben, zu ſtreichen, ſo gehe ich morgen öffentlich vor die Behörde mit einem Briefe in meiner Hand, der angeblich von meinem Sohne iſt, und worin derſelbe erklärt, daß er es war, der die Banknoten aus meinem Pulte nahm und ſich eines Mannes, Namens Brown, bediente, um dieſelben gegen einen Wechſel von Ihrem Sohne ümzu— tauſchen, weil ihm daran gelegen, daß Mr. Edmund Web— ſter nicht der Geſchäftscompagnon ſeines Vaters werden möchte, was nothwendig auch verhindert worden wäre, ſobald man Edmund Webſter in den Stand ſetzte, zu hei— rathen und ſein Vaterland zu verlaſſen.“ (Fortſetzung folgt.) 511 M 90 5 N 1 Friedl J 2 berfurb enen dertosban, Kleidungel ., meſſtolel ötied 95 Gros Gn 1 . II.. 5 He 11 be Gaftwird9 e e J Handat! 0 10 Ons 2) daß Bret ſchlagel ſteinen, 40 lr, öffentlich in Beienhe Großer — Stan im Hemel. forſtete! L 09] Donn 10 Uhr, soll Nö Ehſuß Ort und S Das Hol rden ſch und 36 Fuß Hollanderhol! Düdels am Großherz Be Vetreſſend dem überſcht Verfteigerung 6,0 Well 65%„ 140%„ Zusammen zung: früh 9 des Forſſhauß Oberrost Oioßhen — v— Bau! 4401] Donne Uhr, sollen fekt Oberde üs Cbſgz.. lagert wurde Hroßkark eine ziemlich entſchloſſe⸗ uch nicht langer die Schuldper⸗ dene Geld zu⸗ 31 Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen. Mobſliar⸗Verſteigerung. 185] Mittwoch den 23. l. M., Morgens um 9 Uhr, wird in der Wohnung des Kaufmanns Friedrich Schleuning der Nachlaß der dahier verſtorbenen Frau Pfarrer Wagner von Nie— derrosbach, beſtehend in Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsſtücken, Eiſen, Blech, Holzwerk, Gold ze., meiſtbietend verſteigert. 2 Friedberg, den 15. Januar 1856. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher Bien udhent! Arbeits ⸗Verſteigerung. 1981 Freitag den 25. Januar 1856, Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen in der Behaufung des Hrn. Gaſtwirth Stein zu Beienheim folgende Arbei— ten, als: 1) Handarbeiten der Vicinalwege außerhalb des Orts, veranſchlagt zu 21 fl. 45 kr., 2) das Brechen, Ayfahren, Aufſetzen und Zer— ſchlagen von 2,55 Cubikklftr. Unterhaltungs⸗ ſteinen, zuſammen veranſchlagt zu 117 fl. 45 kr.* öffentlich in Accord gegeben werden. Beienheim, den 18. Jauuar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Beienheim Muth. Stammholzverſteige rung im Gemeindewald Düdelsheim, Ober— förſterei Düdelsheim, Forſtamt Nidda. 199) Donnerſtag am 31. Januar l. J., früh 10 Uhr, ſollen im Diſtrikt Au 54 Eichenſtämme, 8715 Cbfuß. haltend, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden. Das Holz iſt von vorzüglicher Güte und be— finden ſich Stämme von 44 Zoll Durchmeſſer und 36 Fuß Länge mit 548 Cbfß. Inhalt, zu Holländerholz geeignet, darunter. Düdelsheim im Kreiſe Budingen, am 15. Januar 1856. Großherzogliche. Düdelshenn N Bekanntmachung. Betreffend: Brennholzverſteigerung im Groß⸗ herzoglichen Domanialwald Burgwald der Oberförſterei Oberrosbach. 1109] Dienſtag am 29. d. M. werden in dem überſchriebenen Walddiſtriete öffentlicher Verſteigerung an die Meiſtbietenden ausgeſetzt: 6,50 Wellen Buchen- 6406„ Birken-, Eichen. 149,50„ Nadelholz u. Aspen⸗ Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ rung: früh 9 Uhr auf der Meartroße jenſeits des Forſthauſes Winterſtein. 2 O berrosbach, den 18. Januar 1856. Großherzogliche Oberförſſerei Oberrosbach Bin gmann. 1 Bauholz-⸗Verſteigerung. 1011 Donnerſtag den 24. Januar, Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Di⸗ ſtrikt Oberwald: 65 Stämme Eichen⸗Bauholz, 6037 Cbfß. meſſend, öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert werden. Großkarben, den 17. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Großkarben I Verſteigerung eines Faſelochſen. 1102] Freitag den 25. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehö⸗ render Faſelochſe(ſchlachtbar) bei Gaſtwirth Heil meiſtbietend verkauft werden. Oſſenheim den 19. Januar 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Ko pp. Reiſerholz. Holzverſteigerung zu Engelthal. [103] Montag als den 28. d. M., von Mor- gens 9 Uhr an, werden in dem Engelthaler Wald, Diſtrikt Tiefethalsberg, nachſtehende Holz⸗ ſortimente öffentlich meiſtbietend gegen baare Zahlung verſteigert: 22 Stecken Buchen-Prügelholz, 3½„ Eichen⸗„ 1„ Birken⸗. %„ Acacia⸗„ vorzügliches Dreherholz, 13„ Tannen⸗-Prügelholz, 2„ Aspen⸗ 1 3405 Stück Buchen-Wellen, 50 1 Eichen⸗„ 50„ Acacia-„ 886„Tannen„ Engelthal am 22. Januar 1856. Der Gräflich Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter Grupp é. Umguß einer Glocke. L104] Der Umguß einer Glocke ſoll hoherer Ver— fügung gemäß auf dem Wege der Soumiſſion vergeben werden. Wir eröffnen dazu Termin auf den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem hieſigen Bürgermeiſterel-Büreau, wo auch der bereits geprüfte Koſtenüberſchlag ein— geſehen werden kann. Griedel den 17. Januar 1856. N Der evang. Kirchenvorſtand und Gemeinderath Hofmann, Streb, Pfarrer. Bürgermeiſter. Treber 5 192] wird aus meiner Brauerei jede Woche billig abgegeben. Philipp Windecker. Vormundſchaftsgelder. 195 4-500 fl. liegen zum Ausleihen bereit bei Friedrich Müll in Gambach. Geſuch. 97 Ein Frauenzimmer von geſetztem Alter ſucht eine Stelle als Haushälterin und kann als ſolche die beſten Zeugniſſe vorlegen. Näheres iſt bei der Expeditlon d. Bl. zu er⸗ fragen. erbeten. Nr. r oeh [105] haben die geſtickten Pantoffeln gewonnen W. Kalbfleiſch in Butzbach. Ein Eb err, L106] 1¼ Jahr alt, hat zu verkaufen Heinrich Jung in Oppershofen. Schriftliche Anfragen werden franko Armen⸗Verein. 107] Die Unbemittelten hieſiger Stadt, welche Anſprüche auf Unlerſtützung aus dem Armen⸗ Verein durch Abgabe von Kartoffeln, die Meſte im Preiſe von 18 kr., machen, wollen ſich bei einem der Mliglieder des unterzeichneten Aus⸗ ſchuſſes melden. Friedberg, den 16. Januar 1856, Carl Groß, Johs. Falck, Johannes Steinhäuſer, Georg Schmidt, Prof. Dieffenbach, Mayer Hir ſch, F. W. Reuß, Lieutenant Wehland, Hartm. Walz II., Jacob Pfeffer, J. P. Schäfer, G. Trapp II. Mühlenverkauf am 11. Februar 1856. 1108] Unterzeichneter beabſichtigt, Familienver— hältniſſe halber, ſeine am Nidda⸗Fluß, eine Stunde von Nidda gelegene Mühle(ſ. g. Jun⸗ kermühle) öffentlich verſteigern zu laſſen. Die— ſelbe beſteht aus 3 Mahlgängen, einer iſolirten Oel⸗ und Hirſenmüble von 14 Fuß Gefäll.— Wohnhaus und Mühle iſt maſſib von Stein erbaut,— 1 Scheuer, 1 Pferde- und Rindvieh⸗ ſtall, Holzſchoppen, Schafſtall, Schweineſtall mit 8 Abtheilungen, Waſch⸗ und Backhaus mit Brunnen verſehen; ferner 13 Morgen Aecker, Wieſen und Gärten, ein Garten bei der Mühle mit Springbrunnen ꝛc. Die Ertragsfäbigkeit der Mühle ꝛc. iſt allge⸗ mein bekannt und wird dadurch noch erhöht, daß dieſelbe an der Landſtraße von Nidda nach Schotten ꝛc. gelegen iſt und immer vollſtändi⸗ ges Waſſer hat. Einſicht kann zu jder Zeit genommen wer⸗ den.— Der Verſteigerungstermin iſt auf den 11. Febr. 1856, Morgens 10 Uhr, feſtgeſetzt und wird in der Wohnung des Herrn Gaſtwirth Chriſtian Zirkel zu Eichelsdorf abgehalten, wo ſehr billige Bedivgungen geſtellt, und bei an⸗ nehmbarem Gebot der Zuſchlag ertheilt werden wird. Eichelsdorf bei Nidda in der Wetterau. Rudolph Landmann. Buͤrger-Caſino. [109 Sonntag den 27. Januar d. J. findet Damen-Caſino im Gerlach'ſchen Saale ſtatt. Auf dem Theater wird gegeben: „Ein weißer Othello.“ Poſſenſpiel in einem Akte nach Briſebarre's„Un Tigre du Bengale,“ von W. Friedrich. Der Vorſtand. . Ed. Ichon in Bremen, — Ne a von der Obrigkeit angeſtellter und beeidigter Schiffsmakler, 11101 expedirt am 1. und 15. eines jeden Monats nach timore, New⸗ Orleans und New⸗York, Bal⸗ in der geeigneten Jahreszeit auch nach Galveſton und Quebee ſchöne ſchnellſegelnde, kupferfeſte und gekupferte Dreimaſter erſter Claſſe, welche zum Transport von Auswanderern erbaut und eingerichtet ſind. Die Paſſagepreiſe ſind auf's Billigſte geſtellt und wird auf frankirte Anfragen gern weitere Auskunft von mir ertheilt. 32 471 Im Literatur- und Kunſt⸗Comptoir in Berlin ſind erſchienen und durch alle Buch- und Kunſthandlungen des In- und Auslandes zu beziehen, in Friedberg vorräthig in E. Bindernagel's Buchhandung: Karten der berühmten Mahrſagerin ID I N X Mile. Lenormand aus Paris mit denen dieſe berühmteſte Wahrſagerin ihres Jahrhunderts die wich- tigſten Ereigniſſe der Zukunft vorhergeſagt. 36 fein lithographirte Karten, nebſt einer leichtfaßlichen Erklärung, wodurch es Jedem möglich iſt, ſich die Karten ſelbſt zu legen und ſo ſeine Zu⸗ kunft kennen zu lernen, in elegant ausgeſtattetem Etui. Preis 36 kr. Mit dieſen Karten verkündete Mlle. Lenormand Napo⸗ 1225 ſeine Größe, ſowie vielen Fürſten und Großen ihren Un⸗ ergang. 1840 wurde von Mlle. Lenormand als das Todes⸗Jahr Friedrich Wilhelm III., verſtorbenen Königs von Preußen, bezeichnet. Von dieſen Karten gibt es viele ſchlechte und unvollſtändige Nachahmungen, die reſp. b Käufer wollen deshalb ja die Karten ver⸗ langen, auf deren Titel ſieh die Firma„Lite⸗ ratur⸗& Kunſt⸗ Comptoir“ befindet, denn nur dieſe ſind die richtigen und vollſtändigen. Ein großes Mutterſchwein 1111] mit 10 acht Tage alten Ferkeln hat zu verkaufen Södel, am 18. Januar 1855. G. Rei tz. In E. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg ſind ſtets zu haben: Geſtempelte Frachtbriefe fuͤr den mitteldeutſchen Eiſenbahnverband. per Buch 26 kr. Frankfurter Cours vom 19. Jan. 1856. Pifſoen g ee, fl, 3 Friedrichsd' or..„ 9 55½56½ Holländiſche 10 fl. Stücke„ 9 44-45 Rand⸗Ducaten. 0% 5 32-33 20 Frankſtüctke J 22-23 Eugliſche Souverains.„ 11 46-48 Preußiſche Thaler.„ 144% 15% Preußiſche Caſſenſcheine„ 1 45 ¼½ Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis 29. Januar. — Fried- Butz ⸗ „ Brod⸗Preiſe. berg. bach. 7 kr. pf. kr. pf. 1 Roggenbrod,/ Korn⸗ ö und ½ Gerſtenmehl 44 2154412 2 1 1 17 9— 19— 4„„ 1 17 31173 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) ½ Korn⸗ u. ½ Waizenmehl, 5 14151 2 1* 7 10 2 10 2 2„ 5 1 200 3120 3 Loth Loth —Milchb rod 13 13 Wafferw ek 13%—— Gemiſchte(Tafel-) Brod 14 114 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſchch h. 142142 1 Kühfleiſch, gemäſtetes 11211 2 1 Rindfleiſch, gemäſtetes. 10 2102 1 Schweinefleiſch.. 16— 16— 1 Hammelfleiſchcheh.. 11— 11— ef 8 1 Schaaffleiſch h. 7——— 1 Wurſt v. blos Schweinen 17— 17— 4 Bratwurfl, 21 2 21 2 . Schwartenmagen. 18— 18— 1 Geräucherter Speck. 31231 2 1 Dörrfleiſch. 21221 2 1 Schinken 23 223 2 1 Schweineſchmalz, ausgel. 27 227 2 1„ unausgelaſſen 28 2232 1 Nierenfett. 9.29 2 29 2 1 Hammels fett 16— 116— Die Grob herzoglichen Bürgermeiſter Bender. Seippel. Marktberichte. Friedberg, den 18. Jan. Waizen aufg. 160 Mlt., verkauft 141 Malt., 18 fl. 18 kr.; Korn aufg. 37, verk. 37, 14 fl. 10 kr.; Gerſte aufg. 79, verk. 48, 9 fl; Hafer aufg. 1; Erbſen aufg. 6, verk. 5, 11 fl. 20 kr. Butzbach, den 18. Jan. Waizen aufg. 25 Malter, verk. 24 Malter, 18 fl. 21 kr.; Korn aufg. ½; Gerſte aufg. 6, verk. 6, 9 fl. 6 kr.; Hafer aufg. 3, verk. 3, 5 fl.; Kartoffeln aufg. 31, verk. 30, 3 fl. 9 kr; Erbſen aufg. l, verk. 4 12 fl. 95 3 1 a Grünberg, den 19. Jan. Waizen aufg, 89, verk. 89, 17 fl. 57 kr.; Korn aufg. 60, verk. 60, 13 fl. 53 kr.; Gerſte aufg. 67¾, verk. 67%, 9 fl. 6 kr; Haſer aufg. 53 7., verk. 3% 4 fl. 20 tr.; Kartoffeln aufg. 12, verk. 12, 3 fl. 46 kr.; Erben aufg. 12, verk. 12, 10 fl. 35 kr.; Linſen und Wicken aufg. 6 ¼, verk. 6¼, 9 fl. Mainz, den 18. Jan. Waizen 18 fl. 45 kr., Korn 14 fl. 50., Gerſte 9 fl. 45 kr. — Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg, ertengt— Went duc „Sie ſind 1 „Aber die Unterbres vielleicht un Ihr Vorſchla deſſen muß ic „Verſte act Tage. e ünnehmen, de ſo wahr ich kauf dieſer 2 portſchiffe. und ich kre hervot, „Ich be heller zu eh. auſah;„und den Spieß g uns ſo eben ſein ſcheint. mich wenden hinzu,„noch Sie g Mr. Edmum „Haber eigen, den! zurückließ. Der z ſamkeit mein, aber demſelb „Und brikanten od Mr. Webſte „Levis lle meine f nt. herſonliche Er Jabra 15 und bleichen „Dad bitte Sie 2 Sterben ache Schr I 0 * drückten E Gullford, S