u Kine 1077 J 2.— 0 ne zu Dorhein. dichte ingel!s Btw. zu Dorheim. 1 74 Ruch⸗ delm Bingel, ren. ren. Israeliten. * 1 ole Erſcheint wö⸗ chentlich zweimal, Dienſtag u. Frei⸗ tag. Preis jährl. fl. 1. 12 kr.; durch die Poſt bezogen fl. 1. 30 kr. Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Einrückungsge⸗ bühren für die ge⸗ ſpaltene Petitzeile oder deren Raum 2 kr.; die beiden erſten Zeilen zu⸗ ſammen 7 kr. N 78. Dienſtag, den 16. September. 1856. Bekanntmachungen von Behörden Bekanntmachung. 1474] In Sachen der Jobannes MootzJ. Eheleute, früher auf dem Hofe Obergruben— bach, jetzt zu Niederohmen, Kläger gegen Konrad Schäfer III., früher in Rendel, jetzt auf dem Hofe Obergrubenbach, Be— klagten, Gutsverkauf betr., ſoll auf Erſuchen Großherzoglichen Landgerichts Vilbel das dem Beklagten im Eigenthum zugehörige zehnt⸗ freie und nur mit etwa u 6 fl. jährlicher Til⸗ gungsrente belaſtete, der Gemarkung Nieder- ohmen angehoörende, übrigens faſt ganz ge⸗ ſchloſſene zu 16605 fl. taxirte Gut Hof Ober- grubenbach, auf welches bei der am 10. März d. J. abgehaltenen erſten Verſtei⸗ gerung bereits 9000 fl. geboten worden, Dienſtag den 30. d. Mts., Vorm. 11 Ubr, durch Großherzogliches Ortsgericht Nieder⸗ ohmen auf dem dortigen Ratbhauſe unter den alsdann eröffnet werdenden Bedin⸗ gungen öffentlich verſteigert werden. Zu dieſem Gute gebören 2 Wohnbäuſer, 2 unter einem Dach befindliche Scheuern, Stal⸗ lungen und ein Backhaus. Dasſelbe enthält 128 ½ heſſiſche Morgen, darunter/ Morgen Hofraithegrund, 29 Morgen Wieſen, 84½ Mor- gen Ackerland, 14 Morgen Kiefernwald von 30 jährigem Beſtande und ſteyt dem Gute, in⸗ ſoweit es geſchloſſen, die alleinige Schafweide— berechtigung zu. Dabei wird bemerkt, daß das Gut nahe bei dem großen Dorfe Niederoh men, noch näher aber bei dem Hofgut Sorge(wo ein ſehr ſolventer Frankfurter mit Erfolg Landwirthſchaſt betreibt) legt nur 2 Stunden von der Kreis- ſtadt Grünberg, in welcher bekanntlich in jeder Woche einer der bedeutendſten Frucht⸗ märkte des Landes abgehalten wird, und wohin eine ſehr bequeme Kunſtſtraße führt, auch nur wenige Stunden von der Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn entfernt iſt u. ſ. w. Wir laden Kaufliebhaber unter dem Anfügen hiermit ein, daß das Gut taglich eingesehen und alles Nähere in Bezug auf ſolches, die Verſteigerungsbedingungen ꝛc. bei dem Orts⸗ gerichte Niederohmen erfahren werden können, daß jedoch nur ſolche Perſonen zum Mitbieten werden zugelaſſen werden, deren Zahlungsfähig⸗ keit entweder offenkundig iſt, oder ſofort glaud— haft nachgewieſen wird. Grünberg den 1. September 1856. Großherzogliches Landgericht Grünberg Welcker.. Beſchlu ß. Das Ableben der Eſter, David Meier Wind⸗ ecker's Wwe. in Friedberg betr. 11501] Anſprüche an den, von den Erben un⸗ ter der Rechtswohlthat des Inventars angetre⸗ tenen Nachlaß der David Windecker's Wwe. dahier find binnen 4 Wochen bei Meidung der Nichtberückſichtigung anzumel⸗ den. Friedberg, den 11. Sept. 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. und Privat⸗Anzeigen. Die Anſtellung eines Polizei⸗ dieners in der Stadt Gießen betreffend. [1486] In der Stadt Gieſſen iſt die Stelle eines Polizeidieners erledigt. Wer ſich um dieſelbe bewerben will, hat ſich binnen vierzehn Tagen ſchriftlich oder mündlich unter Ueberreichung ſeiner Zeugniſſe bei mir anzumelden. Ich bemerke hierbei, daß nur Anmeldungen qualificirter, in gutem Rufe flehender Männer berückſichtigt werden können. Gießen am 9. September 1856. Der Großherzogliche Polizei-Commiſſär für die Provinzialhauptſtadt Gießen Nover. Guts ⸗ Verpachtung. [1490] Da die am 19. Aug. l. J. abgehaltene Verpachtung des Auguſftiner-Schulguts in der Gemarkung Södel vom Stadtvorſtande nicht genehmigt wurde, ſo wird daſſelbe Freitag den 19. September, Morgens 10 Ubr, auf den Zeitraum von zwölf Jahren nochmals meiſtbie⸗ tend verſteigert. Friedberg, den 10. September 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender. Bekanntmachung. 11438 Nachdem Johannes Boß IV. von Kir⸗ dorf ſeine Inſolvenz angezeigt hat, werden alle Von Fauſtin I., Kaiſer von Hayti, in letzter Zeit öfters genannt wurde, (nach dem Basler Volksbl.) Folgendes zu deſſen Name das Intellbl. erzählen: Er heißt eigentlich Soulouque(Suluk) und wurde 1787 als Sklave von unvermiſchter Race auf der Pflan- ltern erhielten 1794 die franzöſiſche Republik zung eines Franzoſen geboren. Seine E mit ihrem Sohne die Freiheit, als in ihren Kolonien Jahre als gemeiner trieb. Er ſtieg von Stufe zu Stufe, erkannt, der pünktlich im Dienſt und Dingen war, und wurde 1840 Major, Diviſionsgeneral und 1847 blik Hayti. kam ihm aus ſeinem Palaſte entgegen, und gab ſeinem alten Gebieter alle mög Reſpekts und der Anhänglichkeit. Aber Soulouque wollte nicht begnügen; er ſchaffte die im weſtlichen Theile der Inſel(der öſtliche bildete die Sklaverei aufhob. Jahre trat der junge Neger in Kriegsdienſte und ſtand 4 Soldat unter dem wilden Negergeneral Deſſalines, der die Franzoſen von der Inſel Hayti ver⸗ wurde als ein Mann 1843 Oberſt, 1846 gar Präſident der Negerrepu⸗ Noch lebte damals ſein ehemaliger Herr, jetzt ein gar alter Mann; als er aber hörte, ger Sklave den Präſidentenſtuhl beſtiegen hätte, ſtattete er dem neugewählten Staatsoberhaupte einen Beſuch ab. S. küßte ihm die Hand lichen Beweiſe des ſich mit dem Präſidentenſtuhl Republik ab und errichtete und ihm lichen Kaffeeertrags In ſeinem 17. Hof Napoleons J. gehorſam in allen daß ſein vormali⸗ ſtaben. Einer von ſuchte es auch, aber der Satz: die Ne⸗ wird, eine Summe, tigen Papiermünzen. nahm der Kaiſer ſpäter noch den fünften Theil des ſämmt⸗ große Titel: Herzoge, ten mußten denen an jenem Hofe möͤglichſt ähnlich ſein. Der Herzog oder Baron aber, muß ein Schwarzer, oder doch ein Halbſchwarzer oder Brauner ſein; fuͤr uns Weiße iſt dort nichts zu wollen. Soulouque konnte, ehe er zum Präſidenten gewählt wurde, nicht einmal ſeinen Namen ſchreiben, hat es aber ſeitdem gelernt; wenn er auch ſchreibekunſt geworden iſt, ſo unterzeichnet doch der ſchwarze Kaiſer ſeinen Namen„Fauſtin J.“ Nau, ein ſehr gelehrter und heißt man Nachkommen von dem Kaiſer „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans gerrepublik San Domingo) ein ſchwarzes Kaiſerthum. Er weiß gab eine Verfaſſung, nach der die Kaiſerwürde erblich iſt eine Civilliſte von 150,000 Piaſtern beſtimmt die bei dem geringen Werth der dor⸗ nicht ſehr bedeutend war. Dafür auf Hayti in Anſpruch, das iſt etwa 10 Millionen Pfund. Der neue Kaiſer war nun einem gewiſſen Glanz zu umgeben, und hat ſich dabei den bemüht, ſeinen Thron mit zum Muſter genommen. Da hat's Barone ꝛc. gegeben, und die Trach⸗ auch der geringſte Bürger kein Meiſter in der Schön— mit ſehr großen Buch⸗ ſeinen Baronen, Baron Emil von liebenswürdiger Mulatte(ſo Europäern und Negern), ver— im Leſen Unterricht zu geben; 1 diejenigen, welche Anſprüche irgend welcher Art an denſelben zu haben vermeinen, hiermit auf⸗ gefordert, im Termin Dienſtag den 7. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr, ſolche ſo gewiſſer anzumelden und geltend zu machen, als die in dieſem Termin Ausbleiben. den von der vorhandenen Maſſe werden aus⸗ geſchloſſen werden. N Das Präcluſiverkenntniß wird nur auf der Gerichtsffube eröffnet. 8 Homburg den 23. Auguſt 1856. Landgräfl. Heſſ. Juſtizamt F. C. Stäubeſandt. Oeffentliche Aufforderung. 11454] Johannes und Johann Heinrich Die⸗ ter's Erben in Fauerbach 1. haben das ihren Erblaſſern, den Konrad Dieter 1. Erben im Flur buche zugeſchriebene Immobiliarvermögen zur Vertheilung gebracht, vermögen jedoch das Eigenthum hieran urkundlich nicht nachzuzeigen. Irgend welche Anſprüche an dieſe Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus dem dahier zur Einſicht offen liegenden Extracte erſehen werden kann, ſind binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen, widrigenfalls die Vertheilung beſtätigt und der Eintrag in das Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden wird. Butzbach, den 1. September 1856. Großherzogliches Landgericht Butzbach bel, Mut Landrichter. h. u Landgerichtsaſſeſſor. Oeffentliche Aufforderung. 11502 Die Kinder der Chriſtian Höres Ehe⸗ leute zu Oſſenheim haben ihre elterlichen Grund⸗ ſtücke unter ſich vertheilt, vermögen aber nicht ihre Berechtigung an Flur 11/129 und V/176, welche in dem Grundbuche der Gemarkung Oſſenheim bereits dem Cbriſtian Höres zuge⸗ ſchrieben ſind, urkundlich nachzuweiſen. Es werden daher Dritte, welche an jene Parzellen Eigenthumsanſprüche zu haben glauben, aufge⸗ fordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen a dato dahier geltend zu machen, als ſonſt die Thei⸗ lung gerichtlich beſtätigt und Eintrag der betr. Erwerbtitel in das Mutationsverzeichniß ver⸗ fügt werden wird. Friedberg, den 1. Sept. 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann, v. Lepel, Landrichter. Landgerichts⸗Aſſeſſor. 330 Oeffentliche Aufforderung. 11503] Konrad Beppler von Kirchgöns hat ſein und ſeiner verlebten Ehefrau, Katharina, Anton Schepp's Tochter, Immobiliarvermögen an ſeine Kinder reſp. Enkel zur Vertheilung gebracht, kann jedoch zu einem großen Theile deſſelben, insbeſondere zu dem von der Frau ererbten, das Eigenthum urkundlich nicht nachweiſen.— Ferner ſteht das Item 123, 128 ½ Klafter hinterm Kirchgönſer Weiher, Gemarkung Pohl⸗ göns, noch vor Anton Schepp's Namen, iſt jedoch beſcheinigtermaßen gleichfalls von Konrad Beppler's Ehefrau ererbt worden. Irgend welche Anſprüche an die fraglichen Immobilien, deren nähere Bezeichnung aus den zur Einſicht offen liegenden Flurbuchsauszügen dahier erſe⸗ ben werden kann, ſind binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Theilzettel beſtätigt werden und der Eintrag in das Mutationsverzeichniß verfügt werden wird. Butzbach, den 5. Sept. 1856. Großherzogliches N Bußbach Ebel, uth, Landrichter. Landgerichts. Aſſeſſor. Edietalladung. 11504] In Folge Benachrichtigung Großherzog lichen Kreisamts Friedberg ſollen: 1) In der Gemarkung Münzenberg die durch Allodification der Erbleihgüter des Müllers Ludwig Glockengieſer, Conrad Enders I. und Conſorten entſtandenen Grund. renten, im Geſammtbetrage von 734 fl 8 kr., dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels und von 142 fl. 31½ kr. dem Hrn. Grafen Otto zu Solms⸗Laubach zuſtehend, ſo⸗ wie 2) in der Gemarkung Griedel die durch Allodiſication der Erbleihgüter des Müllers Balthaſer Schäfer, des Johann Heinr. Marx und der Ww. und Kinder des Fried⸗ rich Wetz I. entſtandenen Grundrenten, im Geſammtbetrage von 687 fl. 48 ½ kr., dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels und von 220 fl. ½ kr. dem Herrn Fürſten Ludwig zu Solms Lich zuſtehend— nach den Beſtimmungen des Geſetzes vom 27. Juni 1836 abgelöſt werden. Alle bei dieſer Grundrentenablöſung allenfalls Betheiligten werden daher aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsanſprüche umſogewiſſer innerhalb z wei Mon aten bei dem unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, widrigenfalls die Auszahlung der Ab— 5 löſungskapitalien an die oben genannten Be⸗ rechtigten geſtattet werden wird. Butzbach, den 6. Sept. 1856. Großherzogliches 5 Butzbach Ebel. Bekanntmachung. [1505] Da Heinrich Hanſtein II. unter Curatel ſteht, ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß er Schulden ohne Genehmigung ſeines Curators zu contrahiren nicht befugt iſt. Diejenigen, die ihm, vorzugsweiſe geiſtige Getränke, borgen ſollten, haben keinerlei Befriedigung zu erwarten. Friedberg, den 6. Sept. 1856. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Bekanntmachung. 1506] Freitag den 19. d. M. werden in dem Großherzoglichen Domanialwald Main- zerhecken der Oberförſterei Oberrosbach 2250 Gebund Ginſtern und Heiden zu Backholz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Zu⸗ ſammenkunft und Anfang der Verſteigerung: Morgens 8 Uhr am dicken Eichbaum im We⸗ ſterfeldſchenwald. Oberrosbach, den 12. Sept. 1856. Großherzogliche Oberförſterei Oberros bach Bingmann. NM [1507] Die Anlieferung von 2,3 Cubikklafter Pflaſterſteinen und 1 Cbklftr. grobes Kiesge⸗ rölle aus dem Gräfl. Bruche zu Fauerbach auf den Gräfl. Oekonomiehof zu Beienheim ſoll Donnerſtag den 18. d. M., Nachmittags 4 Uhr, in dem Lokale des Herrn Gaſtwirthes Neiſel zu Fauerbach an die Wenigſtnehmenden ver⸗ accordirt werden. Bauernheimer Bergwerk, den 13. Sept. 1856. L. Set oe ch. Arbeits ⸗Verſteigerung. [1508] Freitag den 19. Sept., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindehauſe die Lieferung eines neuen Pumpenſtocks, ſowie die Schmiedarbeit öffentlich in Accord gegeben werden. Burggräfenrod, den 14. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Burggräfenrod Mo ſchero ſch i Warnung. [1518] Ich ſebe mich genöthigt, Jedermann zu erſuchen, Zahlungen für mich an Niemanden als an mich oder meine Tochter zu verabfolgen, indem ich andernfalls ſolche nicht anerkenne. Friedberg, im September 1856. A. Wohlfahrt. nimmermehr!“ wurde an dem kaiſerlichen Schüler wahr. Fauſtin muß ſich die Regierungsakten von ſeinem Miniſter und fremde Zeitungsartikel von jenem Baron Nau oder von Baron v. Matthieu, dem Herausgeber der Staats— Nicht beſſer als mit dem Schrei⸗ ben und Leſen iſt es mit der kaiſerlichen Geographie be— zeitung, vorleſen laſſen. ſchaffen. noch am beſten verſteht. detſte Europas. Er kennt faſt nur jene Staaten, die von ihm aus. Kaffee kaufen und in ſeiner Haupt- und Reſidenzſtadt Port au Prince Konſule unterhalten, und ſelbſt dieſe kennt er meiſt nur dem Namen nach. Für Frankreich und die Fran⸗ zoſen iſt er beſonders eingenommen, weil er ihre Sprache f Die Engländer fuͤrchtet er mehr, als er ſie liebt; doch reſpektirt er ſie ihrer mächtigen Schiffe und vielleicht noch mehr ihrer Pfunde wegen. daß die meiſten Haytiſchen Kaffecbohnen den Weg nach London nehmen, und hält deßhalb dieſe Stadt für die gebil⸗ a Gegen die vereinigten Staaten kommt ſein Widerwille faſt ſeiner Angſt vor ihnen gleich. Wenn nun bei kaiſerlichen Audienzen weiße Fremde vorgeſtellt werden, ſo iſt außer dem Konſul des Volkes, welchem der Fremde angehört, auch der Oberhofceremonien⸗ meiſter und der Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten gegenwärtig. Er weiß, Kaiſer Fauſtin empfängt den Warum? Der Negerkaiſer ſpricht Die gewöhnliche Frage an den Sein gan⸗ Fremden, ſitzend auf einer Art Thronſeſſel und geruht ihn majeſtätiſch anzuſehen, öffnet aber ſelten den Mund und läßt ſtatt ſeiner den Miniſter reden. das eigentliche Franzöſiſche etwas mangelhaft und drückt ſich nur in der franzöſiſch-haytiſchen Negermundart geläufig Das ſoll nun der Fremde nicht gewahr werden. Zu⸗ gleich fürchtet man in jedem fremden Reiſenden einen ver— kappten Schriftſteller, der nur nach Hayti gekommen, um nachher den Kaiſer zu beſchreiben und ſich über Hof und Land luſtig zu machen. Vorgeſtellten betrifft das Land, von dem er kommt, und die nächſte, wie ihm Hayti gefalle. Der Miniſter-Herzog pflegt dem Kaiſer kurz vor der Audienz eine kleine geographiſche Lektion zu ertheilen und dadurch zu verhindern, daß der Kaiſer ſich im Geſpräche Blößen gebe und z. B. Deutſch⸗ land mit China, oder Spanien mit der Türkei verwechsle. Um ihm zu gefallen, muß man vor Allem ſeine Armee lo⸗ ben und dann ihm ſagen, daß ohne haytiſche Kaffeebohnen die weiße Civiliſation gar nicht beſtehen könne. zes Wohlwollen gewinnt man jedoch erſt, wenn man ſeine Perſon und ſeine Thaten denen des großen Napoleon we⸗ Anfügen, 5 Von der Friedberg che Großberzeſh e P. preuf! Wer ſte 9 5 ontag de 641 0 2 übe zriedberg a0 1 484en 11000 fl. ug auch im e Auch werden Kauſſe theken mit geringeſ lauft. Friedberg im — Ltöts] Zum Abe nebſt käglich de laden wir ergeben Dieſes Blat neucſten und inter im Auszuge, von Staats⸗Lolterie- J. zweierlei Weiſe in und Umgegend(e Trankfur Der„A zu deſſen Beſo nigſtens gleick Weißen, die Negerdialekt plaudert dann nur wenig un war,“ ſo erzt Parade auf de eue Autelun petern, deren Dann folgen alle in den abgemeſſener einem Ungeh Weaſchaſt des Pferdes Neger ab, de gen, aber 0 grauer Wo ihne Federb dun Napole kichnete ſich aus; er. al Arbeits- Verſteig erung. 1509] Samſtag den 20. d. M., Vormittags im 9 Uhr, wird bei Gaſtwirth Stein dahier die Umpflaſterung des Pfarrhoſs, veranſchlagt zu 20 fl., öffentlich in Accord gegeben. Beienheim den(4. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Beienheim Mut b. O b ſt⸗ Verſtei gerung. 21510] Montag den 22. Sept., Morgens um Ubr anfangend, wird das ſtädtiſche Obſt an Ort und Stelle meiſtbictend verſteigert, mit dem Anfügen, daß der Anfang am Bleichgarten, in der Vorſtadt zum Garten, gemacht wird. Friedberg, den 12. Sept. 1856. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg P. Preuſſer, Gr. Beigeordneter. Verſtei gerung. 11511 Montag den 22. September l.* Nachmittags 2 Übr, werden in der Kloſterca⸗ ſerne nachfolgende Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend verſteigert: Bettſtellen, Tiſche, Stühle,! Clavier,! Küchen- ſchrank, 1 Waſchbütte, 1 Regenſtänder, 1 Re⸗ genfaß, 1 Canapee, 1 Kommode, verſchiedene Küchen⸗ und Gartengeräthſchaften. Friedberg. Ackermann, Oberfeldwebel. Zum Ausleihen. (1512 11000 fl. können durch meine Ver⸗ mittlung, auch im Einzeln, ausgeliehen werden. Auch werden Kaufſchillinge, Wechſel und Hypo⸗ theken mit geringem Nachlaſſe von mir ange⸗ kauft. Friedberg im September 1856. Joſephb Straus. 331 Zur Beachtung. 1 [1513] Ich ſehe mich genöthigt meinen geebrten Geſchäftsfreunden zu erklären, daß ich Carl Schenck, welcher ſeitber bei mir in der Lehre geſtanden, entlaſſen habe und daß derſelbe von mir keinerlei Aufträge mebr hat. Indem ich dies zu beachten bitte, warne ich namentlich noch demſelben auf meinen Namen zu borgen, da ich für nichts hafte. Friedberg den 14. September 1856. Job. Hanſtein III., Metzgermeiſter. Verſtei gerung. 115141 Nächſten Montag den 22. September, Morgens 9 Uhr, ſollen bei dem Unterzeichneten circg 4 Fuder Waizenſtroh, 1 Fuder Gerſten⸗ ſtroh, 12 Ctr. Heu, 18—20 Mltr. Kartoffeln und noch allerlet Haus⸗ und kleine Oekono⸗ miegeräthſchaften gegen gleich baare Zahlung ver⸗ ſteigert werden. Dorheimer Bergwerk den 14. Sept. 1856. Schuchmann. Bekanntmachung. 114931 Ich benachrichtige hiermit, daß ich zur Abänderung der Hüte der Großherzoglichen Civilbeamten vollſtändig eingerichtet bin, und ſehe Beſtellungen gerne franco entgegen. Für die Aenderung eines Hutes berechne ich 2 fl. 30 kr. Offenbach a. M., den 6. September 1856. J. M. Mosbach, Hutfabrikant. 114821 Der Unterzeichnete empfiehlt hierdurch ſein Lager der Portland-, aus der berühmten Fabrik der Herren ſichert prompte und billigſte Bedienung Roman-, Medina-& Parian-Cemente Franeis Brothers in London und zu, mit dem Bemerken, daß Proben ſo⸗ wohl, als ein von dieſen vorzüglichen Fabrikaten, ihrer vielfachen Anwendung und den damit erzielten erſtaunlichen Reſultaten handelndes Heftchen jederzeit gratis zu Dienſten ſtehen. Rn. Prächter, Buchgaſſe Nr. 14 in Frankfurt a. M. 015151 Zum Abonnement auf das mit dem 1. October 1856 beginnende vierte Qu „Frankfurter nebſt täglich beigegebenem Unterhaltungsblatt„Frankfurter Familien Handarbeiten und monatlicher Extra-Beilage, die„ artal für den 7 EL Anzeiger blätter“, lithographirten Beilagen weiblicher Gerichtszeitung“ 1 U Abonnementspreis für Frankfurt 1 fl. pr. Quartal,— auswärts mit dem conventionsmäßigen Poſtaufſchlag, laden wir ergebenſt ein. Dieſes Blatt bringt neben einer kurzgefaßten neucſten und intereſſanteſten Erzählungen, Novellen, Mi im Auszuge, von den wichtigſten Handelsplätzen die Getreide⸗ Staats⸗Lotterie-Ziehungen und vieles andere Intereſſante und Wiſſenswerth zweierlei Weiſe in die Oeffentlichkeit gelangen: durch Vertheiien an die ſebr bedeutende Abo aber vollſtäudigen Ueberſicht der politiſchen und anderen Tagesbegebenheiten auch die gcellen, Theater- und Mode⸗ Berichte, das Frankfurter Amtsblatt „Oel-, Branntwein ꝛc. Preiſe, ſowie auch die Reſultate der jeweiligen e.— Inſerate haben um ſo mehr einen günſtigen Erfolg, als ſie in nnentenzahl und durch Extra⸗Anſchläge in hiefiger Stadt und Umgegend(letzteres kann auch nach Wunſch der verehrl. Aufgeber unterbleiben). Probeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt am Main, im September Der„Anzeiger“ wird von un zu deſſen Beſorgung. 1856. s vierteljährlich zu fl. 1. 1 C. Bindernagel's Die Expedition. 2 kr. frei in's Haus geliefert und empfehlen wir uns Buchhandlung in Friedberg. nigſtens gleichſtellt. Weißen, die Fauſtin Negerdialekt ſprechen, In der Unterhaltung mit ſolchen ſeit langer Zeit kennt und die den ſoll er recht gemüthlich ſein. Er plaudert dann am liebſten von Pferden nur wenig um die großen Ereigniſſe der alten Welt.„Ich war,“ ſo erzählt unſer Berichterſtatter, Parade auf dem Marsfelde in Hayti zugegen. eine Abtheilung der kaiſerlichen Garde mit rothen Trom⸗ in der Sonne blitzten. Dann folgten die Stabsoffiziere und höchſten Hofbeamten, Der Kaiſer ritt in ſeinem Gefolge allein, auf er mit Die Größe und die ſchneeweiße Farbe des Pferdes ſtach ſeltſam von dem kleinen, pechſchwarzen Neger ab, der darauf ſaß. Fauſtin trug auf dem mächti⸗ Seiten ſpärlich mit grauer Wolle beſetzten Haupte einen weiß beſetzten Hut ohne Federbuſch, deſſen Schnitt genau dem beruͤhmten Hute Sein blauer Uniformfrack Kragen und Hüften petern, deren Stahlhelme prächtig alle in den glänzendſten Uniformen. abgemeſſener Entfernung von einem ungeheuren Schimmel, den Meiſterſchaft lenkte. gen, aber kahlen und nur zu beiden von Napoleon I. entlehnt war. zeichnete ſich durch reichere Stickerei an aus; er allein trug hellgraue Hoſen mit zwei goldenen die Kniee. und kümmert ſich Heeres. „auch bei einer Voran ritt kann; vielen Negern, ſtig; vollkommener Längeſtreifen und kurze, enganſchließende Reiterſtiefel bis an Aber trotz Kaiſer dennoch der ſchwärzeſte, dickſte und häßlichſte Neger, wenn nicht der ganzen Inſel, Seine Hautfarbe iſt ſo pechſchwarz, daß ſie der beſte engliſche Tintenfabrikant nicht ſchwärzer hervorbringen die Stirne zwar nicht ſo zurückweichend, wie bei aber auch nicht wohlgeſtaltet; zwar ſtumpf, aber nach unten nicht ſo gar breit gequetſcht, wie bei vielen Negern. die Backenknochen ſtehen aus den vollen Wangen weniger abſtoßend hervor, wie aus mageren Negergeſichtern. Die Lippen ſind ungemein dick aufgeworfen und gleich den kurzen Wollhaaren ächt afrikaniſch. ſchen den mächtigen Schultern auf einem kurzen, ſehr brei⸗ ten Halſe und über einem ſtark gewölbten Nacken. Als ein alter Herr von nahebei 70 Jahren trägt er den Kopf noch auffallend gerade.— Etwa 10 Schritte hinter dem Kaiſer ritt ein glänzender Generalſtab, beſtehend aus Mar⸗ ſchällen, Admiralen, Generalen, Brigadiers,— Fürſten, Herzoge, Grafen, Barone,— alle in reichgeſtickten blauen Uniforwen nach altfranzöſiſchem Schnitte.“— dieſer prächtigen Kleidung iſt der doch ſicher des haytiſchen die Naſe Die Augen ſind röthlich, blutrün— Der Kopf ſteckt zwi⸗ — . 1 1 10 3 9 * 1748] Ohren und einem Halsbande, iſt entlaufen. 0 fl. Post begehen 5 1519 Eine noch ſehr brauchbare Frucht die 1. 30 kr. fegmühle iſt zu verkaufen bei J. A. Vogt. N 1 Kirchenbuchsauszug. Mi 7 Getraute:— led. S. u. Anna Catharina Eliſabetha Mar- 332 1 40 0 V 5 2 Entlaufener Hund. OO-⁰ MMNem. Derjenige, welcher ſeinen Aufenthalt bei der Expedition d. Bl. anzeigt, erhält eine gute Be. 8 7. Septbr. Johann Heinrich Caspar Lac, der HMurcapelle IIm Kurgarten, B. u. Hutmacher zu Offenbach, des verſt. B. 1 Morgens von 7 bis&, Nauchimillags von 2%½ his A, und e g g cd „ Philipp Heinrich Pfeiffer ehl. 1517] Ein gelber Pinſcherhund mit kuren Jeden Tag lohnung. tag. u. Specereihaͤndlers daf. Ernſt Ludwig Lack ehl. Abends von 8% bis 7 Uuhͤr. ed. ling, Ebefrau des Gr. Kreiswundarztes Heimich M. 21 T., 7 10 ö 1 3 9 f 5 5 Gelaufte: ö Die Koͤlniſche Feuer-Verſicherungs-Geſellſchaft zum Suan u 8. Lech de, L ele 1( 1 2 Pauline, geb. 20 lage 5 91 55 9 L II 1 A 12. Maria ane e geb. Bend⸗ macht, weßhe Meidung der 11451] verſichert zu feſten, möglichſt billigen Prämien Mobilien, Waaren, Schenck dah., alt 52 J.! Fried Erndte in Scheunen und in Schobern(Feldhaufen), Vieh, Fabrikgeräthe ꝛc. 28, 5 5 Die den Verſicherten zur Garantie ſtehenden Mittel belaufen ſich auf Markt b 9280 ch te. 1 mehr als Neun Millionen 300,000 Gulden. 9 b 25 1 Der Rechnungsabſchluß über das verfloſſene Geſchäftsjahr, aus deſſen Grünberg 13. Septbr. Waizen 14 fl. 11 fr. Einnahmen die Reſerve abermals bedeutend verſtärkt worden iſt, kann bei dem Korn e 9 fl. 53 kr.; Gerſte S fl. 9 kr.; Hafer Unterzeichneten, wie bei allen Agenten der Geſellſchaft eingeſehen werden. 4 fl. 33 kr; Erben 10 fl. 30 kr.; Molterfrucht Gefälligen Aufträgen ſieht entgegen 10 e ee e 1 0 5 Mainz 12. Septbr. Waizen 15 fl. 45 kr.; 5 Stammheim in der Wetterau im Auguſt 1856. Korn 12 fl. 7 kr; Gerſte 11 fl. 45 kr.; eee Louis Die Agentur: H. J. Ber mann. 5 fl. 10 kr. Jahre. De 75 ch E h Polizei⸗Taxe Der eutf E V er E r. für die Städte Friedberg und Butzbach — vom 17. bis 23. September. Ed Central- Anzeiger g 19 55 für die 2 5 Fried. Butz 251 1 5 wirthſchaftlichen Intereſſen Deutſchlands, Oeſterreichs 8 Brod⸗Preiſe. berg dae. de duc Ale und der Schweiz. e Müllers Lu du 0 5. Roggenbrod./ Korn⸗ f Enders J. un 1516] Dieſes Wochen⸗Journal gibt ſeinen Leſern über die wichtigeren Ereigniſſe der Volks⸗ und ½ Gerſtenmehl 37 renten, im Ge wirthſchaft regelmäßig und unparteiiſch Bericht. Nicht nur die landwirthſchaftliche, ſondern 2 0. W ln dem Herrn! auch die induſtrielle Produktion und das wirthſchaftliche Vereinsweſen bilden den“ 4„„ 5 11 Braunfels und Gegenſtand ſeiner Beſprechungen. Für den Handel mit liegenden Gütern, landwirth⸗ 1 gemiſchtes Brod(Tafelbrod) Grafen Otto z ſchaftlichen Produkten, Geräthen ſind ſeine Anzeigen ein ſpecielles und daber dop⸗ ½ Korn- u. ½ Waizenmehlſ 3333 wie pelt wirkſames Organ. Durch die beigefügte Wein⸗Zeitung wird eine völlige Lücke der 2 5 1 1 27 55 periodiſchen Preſſe ausgefüllt und das Journal in den Weingegenden und in den Kreiſen der 4„„ 1 15— 15— größeren Händler ſogar Englands und Hollands viel geleſen.— Preis per Quartal 13 Sgr. 45 kr. Loth Loth Der für den ganzen Deutſch⸗Oeſterreichiſchen Poſtverein. Milchbeo g 1144 144 Man beſtellt auf allen Poſtanſtalten und in ſämmtlichen Buchhandlungen.— Waſſerweck. 116514—— Ueber Frankfurt. J. D. Sauerländer's Verlag.— Gamiſchte(Tafel.) Brod 1 daf, nabe 2 Fleiſch-Preiſe. pf. pf ae 8 Soeben iſt erſchienen und in CE. Bindernagel's an 1 Ochſenfleiſch h. 142142 uhrliche in Friedberg vorraͤthig: ge Wachen 1 Kübfleiſch, gemaßetes. 11 211 Gincha⸗Eila a Sc 10 2 19 2 dener Gattu * 5—— I Sammel) 1 ze Jure Ladezeit ie mn 1 0 A albffeiſc kf 8 man 800 T 0 1 Schaaffleiſch.. 7 werden in . 1 Hau 1 0 Scene 17— 417— jede zu 200 g— atwurſt 21/2721 Jahrgang 1857. 1 1 1 8 18— luterſuchun, K l d 1 Geräucherter Se- 3102 al ein Gu lender un Volksbu ch. 1 Sn f ee e 1 inken 23 2 etwa Herausgegeben von 1 Schweine ſchmalz, 9 23 2 2 2 cn 1 5 nausgelaſſen 23 2232 O. von Horn. 1 Nierenfett. e 25 23 223% 1 0 chu Mit einem Stahlſtich und viel r 55 ri. 1 Hammelsfett.. 16— 116— on einande ahlſtich elen Holzſchnitten von Profeſſor L. Richter Die Großherzoglichen Bürgermeift wind, und Preis 45 kr. Bender. Seip peel. die nördlig und von Druck und Verlag von C. Bindernagel's Buchhandlung in Friedberg. Verantwortlicher Redacteur: Hermann Schimpff.